Editorial 2/20

Nach unserem Testballon, H-u-G Nummer 1, bekamen wir so viel Zuspruch, dass wir uns ermutigt fühlten weiterzumachen. Hier nun, immer noch mit Pilot-Status, Nummer 2. Entsprechend dem Anspruch, anders als bei der früheren Horch und Guck stärker aktuelle und historische Themen zu verbinden, haben wir diesmal folgenden Themenschwerpunkt aufgenommen:

Wie angekündigt dokumentieren wir zunächst wesentliche Teile der Debatte darüber, wem "gehört" die Friedliche Revolution und wer hat sie gemacht. Dass sie never ending scheint, ist ein Indiz dafür, dass es bislang offenbar keinen Konsens gibt, und die Perspektiven und das Ereignis vielfältiger waren, als an Jahrestagen oft vereinfacht dargestellt. Im Erzgebirge demonstrierte man mit anderen Motiven als in Ostberlin. Und auch dort unterschieden sich offenbar die Ziele, die meisten Protagonisten der Kontroverse wohnten ja dort.

Werner Schulz war so freundlich uns seine zwei Beiträge zur friedlichen Revolution zur Verfügung zu stellen, mit denen er vor allem auf die Veröffentlichung von Klaus Wolfram und aktuell auf Jana Hensel reagiert hat.
Mehr unter Wem gehört 1989?

Der zweite Schwerpunktbereich widmet sich dem Linksextremismus. Aufarbeitung, die nicht in reiner Rückschau erstarrt, sollte auch wach sein für aktuelle Tendenzen, die Gefahr laufen, demokratische und rechtsstaatliche Grundlagen zu unterminieren. Auch die Aufarbeitungsnews haben daher einen Schwerpunktsetzung bei diesem Thema.
Mehr unter Der verdrängte Linksextremismus

Unsere Partner bei den Zeitschriften Gerbergasse und  Neue Justiz waren wieder so freundlich, uns exemplarische Artikel zur Rechtsstellung ehemaliger DDR-Heimkinder  nach den Rehabilitierungsgesetzen und zum Thema Zersetzung zur Verfügung zu stellen. Letzteres wird einer der Schwerpunkte der nächsten Ausgaben sein.


Call for articles

Der Vorteil eines Internetforums ist, es kann flexibel ergänzt werden und reagieren. Wer Kommentierendes oder Ergänzendes zu unseren Themen Linksextremismus, Wer machte die 89er Revolution? Oder Europa nach Corona, verfassen möchte, kann uns Artikel gerne einschicken. Gleiches gilt für künfitige geplante Schwerpunktthemen wie Putins Russland, die (Neu-)Bewertung der Stasi-“Erstürmungen“ von 1989/90, kirchliche Jugenddiakonie und offene Jugendarbeit in der DDR, Zersetzung-war es die Stasi allein? Auch Themenanregungen nehmen wir gerne entgegen.

Christian Booß, Berlin 

Matthias Sengewald, Erfurt

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