Vortrag: Die `Runde Ecke´ in Leipzig: Eine Bezirks-Zentrale der Stasi im Umbruch. Berlin 1.10.2020

Einladung zu einer Veranstaltung 1.Oktober 18.30 Uhr

Die Stasi-Zentrale in Leipzig, die Runde Ecke wurde in den Oktobertagen des Herbstes 89 weltberühmt. Erich Loest hat dieses Ereignis in seinem Roman und dem gleichnamigen Film ‚Nikolai-Kirche‘ gewürdigt. Seit der Besetzung ist sie Museum und Stasi-Akten-Behörde. Jetzt soll das Gesamtareal, der Matthäikirchhof, umgestaltet werden. Höchst umstritten: Im Raum steht dabei auch der mögliche Abriss der (Alt-)Neubauten. Ein Mix aus Aufarbeitung, Wohnen, Büros und Freiflächen ist geplant. Die Diskussion erinnert an die Kontrversen um die künftige Gestaltung des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin Lichtenberg. Rainer Eckert ordnet die Leipziger Planungen in die Geschichtspolitik der Stadt ein.

 

Vortrag: Prof. Rainer Eckert, Berlin

Zeit: 1. 10. 2020, 18.30 Uhr

Ort: ehemaliges Stasigelände, Haus 1. Raum 614

Ruschestr. 103, 10365 Berlin-Lichtenberg

(U-Bahn Magdalenenystraße)

 

 

Der Historiker Prof. Dr. Rainer Eckert war 19 Jahre lang in Leipzig Direktor des Zeitgeschichtlichen Forum. Er kennt die Geschichte der „Runden Ecke“ und war in dieser Frage Gutachter für die Stadt Leipzig.

 

Veranstaltung: Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15. Januar e.V.

Anfragen: bueko_1501_berlin@web.de

Förderung: Kiezfonds Lichtenberg

www.buergerkomitee1501berlin.de

 

weiter im Programm: Führungen am Stasigelände s. Anhang oder

www.buergerkomitee1501berlin.de/fuehrungen-am-stasi-gelaende/

 

Demnächst:

Der Film, der aus der Kälte kam-Filme zur Stasi-Spionage – die HV A im Film

 

14. 10. 2020 19 Uhr Die Schule der DDR-Spione.

 

FilmFestveranstaltung zur Eröffnung der HV A-Schule in Gosen 

Gesamtprogramm im Anhang

eigene Veranstaltungen:

Fahrrad-Rundfahrt zur DDR-Opposition im Prenzlauer Berg und Mitte.  Nach Vereinbarung

Foto: illegaler Umweltfahrradcorso in der DDR

Stasi contra Kiez- Führung am ehemaligen Stasi-Gelände in Berlin. 

2. August, 16.August, 6.  September. 20.September- oder nach Vereinbarung

DDR-Spionage im Film. Filmserie in Berlin. Oktober 2020-März 2021

Der Film der aus der Kälte kam.

Filme zur Stasi-Spionage – die HV A im Film auf dem ehemaligen Stasi-Gelände Programm ab Oktober 2020

 

14. 10. 2020 19 Uhr Die Schule der DDR-Spione.

FilmFestveranstaltung zur Eröffnung der HV A-Schule in Gosenca. 60 Minuten

1988 weihte die Auslandsaufklärung der DDR HV A ihr neues Ausbildungszentrum in Gosen bei Berlin ein. Das Medium Film spielte beim der Agententraining eine wichtige Rolle. Erst im Jahr 2005 wurden rund 100 Film- und Tondateien auf dem Gelände gefunden. Darunter auch: die feierliche Eröffnung 1988 samt einer Ansprache des damaligen Leiters der HV A, Werner Großmann. Der Film wird erstmals komplett gezeigt.

 

4. 11. 2020 19 Uhr Feiern mit Stasi-West-Agenten und den legendären „Cambridge Five“ (George Blake und Kim Philby)

FilmeTreffen & Feiern mit ehemaligen Kundschaftern (HV A, Vi, Nr. 71 (Wolf); Podiumsveranstaltung in der Schule der HV A mit George Blake & Kim Phiby Gespräch mit Klaus Fuchs

Um ihre „Kundschafter“ betrieben die sozialistischen Geheimdienste einen besonderen Kult. Auch die Gruppe von fünf Spionen, die der KGB in den 1930er Jahren an der berühmten Universität von Cambridge anwarb, gehört zu den größten Legenden in der Geschichte der Spionage. Als Helden gefeiert und tourten George Blake und Kim Philby durch den gesamten Ostblock.

16.12. 2020 19 Uhr Der James Bond der DDR: Der Film „For Eyes Only

Die Arbeit der „Kundschafter des Friedens“ im DDR-Spielfilm

FilmFor Eyes Only(Streng geheim), DEFA, 1963, 104 Minuten

Die Arbeit der DDR-Spionage war zwar streng geheim. Dennoch wollte das Ministerium für Staatssicherheit der Bevölkerung ein Bild der heldenhaften „Kundschafter des Friedens“ vermitteln. Das sozialistische Lager stand in direkter Konkurrenz zum größten Film-Agenten aller Zeiten: James Bond. Deshalb entschied das MfS, die Geschichte eines besonders spektakulären DDR-Agenten als Unterhaltungsfilm zu veröffentlichen: Die Geschichte des West-IM Horst Hesse.

Januar 2021 Stasi-Spionage-Ausbildung durch Film. Lehrfilme und Lehre mittels Film

FilmeOperative Agenturbedingungen in Rom und Brüssel "Normannenstraße, Agenten gegen die BRD - Fakten und Fälle der Spionagetätigkeit der DDR"

In den 1980er Jahren setzte das Ministerium für Staatssicherheit auf Lehrfilme zur Ausbildung seiner Mitarbeiter. Das galt auch für die Auslandsaufklärung HV A. Nur wenige Lehrfilme der DDR-Spione haben jedoch die große Akten- und Materialvernichtungswelle von 1989/90 überlebt. Diese Veranstaltung bietet einen seltenen Einblick in vorhandenes Filmmaterial von HV A-Lehrfilmen. Dabei geht es um die Themen der „operativen Agenturbedingungen im Ausland“, aber auch Lehrfilme wie die Enttarnung eines Doppelagenten oder gesammelte Filmdokumentationen des „Klassenfeindes“. Diese Veranstaltung erläutert in einer Einführung das Medium Film als Lehrmittel der HV A, bevor erhaltene Lehrfilme in Ausschnitten gezeigt werden.

Februar 2021 Die Ehrung von Stasi-West-Agentinnen.

Treffen & Feiern mit ehemaligen Kundschaftern Vortrag der ehemaligen Kundschafterin Inge Goliath und Ursula Gäbler Gesamtdauer: ca. 60 Minuten

Die West-Agenten, die IM der HV A waren eines der am strengsten gehüteten Geheimnisse des DDR-Geheimdienstes, der Stasi. Öffentliche Auftritte waren für sie tabu, doch hinter den verschlossenen Mauern und Türen des Ministeriums für Staatssicherheit hatten sie ab und an einen großen Auftritt. Unter diesen West-IM waren nicht nur Männer, sondern auf Grund der Romeo-Strategie gerade auch Frauen. Für zwei von ihnen – Inge Goliath und Ursula Gäbler – gab es Festakte in der Schule der HV A. Diese Reden hielt die HV A auf Video fest, um sie zur Ausbildung und Motivation ihrer Mitarbeiter einsetzen zu können. Davon erhalten sind seltene Filmaufnahmen, die bei dieser Veranstaltung gezeigt werden.

März 2021 Gegenproganda: Der James Bond des BND. Spionage-Unterhaltungsfilm als ideologoische Waffe

Mr Dynamit. Morgen küsst euch der Tod“ (1967), 111 Min.

James Bond ist zweifelslos der erfolgreichste und bekannteste Geheimagent der Film-Welt. Doch im Kalten Krieg war er noch viel mehr: Er war das beste Image-Produkt des britischen Geheimdienstes, ja der ganzen westlichen Welt. Kein Wunder, dass 007 bereits in den 1960er Jahren eine Welle von Nachahmern kannte. Auch der westdeutsche Auslandsnachrichtendienst BND wollte von einem fiktionalen Superagenten profitieren. Der Agentfilm wurde faktisch zur Propagandawaffe im Kaltenkrieg. 1967 erschien im Westen der Kinofilm „Mr. Dynamit. Morgen küsst euch der Tod“, prominent besetzt mit Old-Shatterhand-Darsteller Lex Barker. Diese Veranstaltung beleuchtet die BND-Hintergründe des Films, bevor der Film in ganzer Länge gezeigt wird.

 

Ort: ehemaliges Stasigelände, Haus 1. Raum 614, jeweils um 19 Uhr 

Ruschestr. 103, 10365 Berlin-Lichtenberg

(U-Bahn Magdalenenstraße)

Kurator: Dr. Christopher Nehring

Veranstaltung. Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15. Januar e.V.

Anmeldung und Einladung: bueko_1501_Berlin2@web.de

Förderung: Stiftung Aufarbeitung ​​​​​​​