Ukraine Monitoring von H-und-G

von März 2022 täglich, aber 2023 alle paar Tage, ab Juni 2023 sporadisch...

kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Nach ua, rus, tschetsch sozialen Medien und mehr

Scheitern wir die Ukraine?  H-und-G.info 6.12.2023

 

Pentagongate- Indiskretionen der US-Militärs werfen viele Fragen auf.

Ukraine-Front-mau

Westhilfe fürUA schwächelt

Westen in der Defensive- Zahl der Konflikte nimmt zu

 

Ukraine-Front

Schwierig, schwierig. Russland versucht an mehreren Stellen, das zurückzuerobern, was die UA in diesem Jahr an Boden gut gemacht hat. Im Norden (Kubjansk), in der Nähe von Donezk Stadt im Südosten (Awdijiwka, Marijinka) und sogar im Süden und Mitte (Bachmut) relativ erfolgreich.

 

Der Westen schwächelt bei der Hilfe für die Ukraine

Die USA, wichtigster Sponsor, sind nicht sicher, ob sie den nächsten Hilfsetat durchbringen.

Deutschland weiß im Moment gar nicht, wie viel Geld es 2024 zur Verfügung hat.

Orban will weitere Entscheidungen blockieren (zockt ettl. Für Beihilfen).

Bei Slovakei weiß man noch nicht.

Die Hilfslieferung bei Munition blieben deutlich hinter den Zusagen zurück. (Munition ist auch Verteidigung gegen Angriffe) In Deutschland blockieert ein Ortsbürgermeister den Ausbau eine Munitionsfabrik von Diehl. Usw.

 

Politik der internationalen Nadelstriche

Man muss kein Paranoika sein und davon ausgehen, dass alles von genialer Hand gesteuert wird. Viele Konflikte, von Großkonfliktenbis hin zu Nadelstichaktionen binden westliche Ressorucen, schwächen indirekt den Westen, was sohl auch manche Akteure, zumindest indirekt intendieren und damit auch Putin in die Karten spielen.  Das alles militärisch zu schultern ist kaum möglich, birgt die Gefahr von Konflikteskalation, diplimatische Lösungen sind schwierig bis derzeit unmöglich.

 

Ukraine und surround (Moldavien, Georgien)

Aserbeidjan-Armenien

Serbien-Kosovo

Huthi contra Schiffsverkehr/US-Marine

Nahost
Israel-Hamas/Hisbollah

Syrien gegen Allianz

Afrika

Mali-Öffnung der Migrationsrouten

Andere

Asien

Ambivalenzen der Ex-SU-Staaten

Nordkorea zündelt im entmilitarisierten Streifen Südkoreo (Soldatenbewaffnung)

China-Taiwan

Usw.

 

Pentagongate- Presseveröffentlichungen aus geheimen Natomilitärsitzungen

Ein ungewöhnlicher Artikel erschien vor zwei Tage in der Washingto Post, ausgerechnet zu der Zeit, wo der AS Administration die Gelder für die UA ausgehen. Der Artikel wirft ein insgesamt verheerendes Bild auf das Kriegsjahr. Streit zwischen UA und US-Militärs, Kritik an militärischen Fähigkeiten der UA, usw. . Offenbar versuchen hier einige im US-Militär, die Schuld für die misslungene Sommeroffensive auf die UA abzuwälzen. Der Artikel ist möglicherweise auch derGrund, warum Selensky seine US-Rede abgesagt hat. Egal, was man von dem Artikel hält. Er ist so gut recherchiert, dass man ihn nicht beiseite schieben kann. Selenskij braucht sicher eine neue Rede!

Bemerkenswert an dem Artikel ist Machart und die Tatsache, dass er überhaupt entstanden ist. US-Journalisten recherchieren anders als in der Bundesrepublik. Wenn es drauf angkommt, aggressiver, intensiver aber auch thesenhafter. Der Artikel basiert auf dutzenden von Aussagen von US, Nato und UA-Militärs und Politikern. Manches liest sich, als ob die Journalisten am Nato-Verhandlungstisch oder in Stabsdikussionen mit dabei gesessen hätten. Das aber ist das Erstaunliche. Derart detailreich aus akutellen militärische Operarionen heraus zu kolportieren, ist eigentlich eine Art Geheimnisverrat. Dass dieser stattgefunden hat, spricht eher dafür, dass er von ziemlich weit oben gewollt war. Entweder gibt es starke Kräfte in den USA, die Biden von seiner Unterstützungslinie abbringen wollen; oder es findet ein Schwarze Peter Spiel statt. Wer hat die Sommeroffensive verbockt? Wer hat unrealistische Erfolgsprognosen in die Welt gesetzt? Wer hat womöglich falsch, zu spät, überhaupt nicht richtig reagiert und militärisches Gerät und Munition geliefert.

Auffällig ist, der Schwarze Peter soll v.a. bei der UA liegen: Sie hätte nicht rechtzeitig und entschieden genug die Frühjahrsoffensive eingeleitet. Sie würde das angeforderte Gerät nicht ausreichend beherrschen. Sie würde vor hohen Verlusten zurpckschrecken. Sie würde an mehreren Stellen angreifen, statt wie von den USA vorgeschlagen, an einer Stelle im Süden. Das ist die Hauptthese. Die USA hätten empfohlen alle Kräfte im Süden einzusetzen und in wenigen Monaten zum Schwarzen/Asowschen Meer durchzubrechen und damit auch die ur Nachschulinien zu druchtrennen.

Auffällig auch, dass es ein schwarze Peter Spiel in den USA gibt. Offenbar gab es dort die Optimisten/Euphoriker, die diesen Erfolg vorhersagten und die Pessimisten/Skeptiker, die meinten, dass die UA mit dieser Aufgabe überfordert sei. Umwandlung von sowjetischer Defensivarmee in Nato-Offensivarmee, neue Waffen, Koordination der Gattungen einerseits zu schwierig, Vorbereitung der Russen (Minen, Defensivlinien, Drachenzahnwälle), Nachmobilisierung, Waffen- Munitionsarsenal etc. andererseits besser, als gedacht. Dieses Warnungen seien eher vor den US-Geheimdiensten gekommen.

Russische Militärblogger feixen und sagen, selbst die Amis bestätigen, dass Selenskij, Zalushni und Co es nicht können. Aber ist das wirklich so? Der Bericht der WP ist sicher sehr, sehr ernst zu nehmen, aber es muss nicht alles stimmen, was da (intessengeleitet) nach außen drang.

Wargames sind Games nicht die Realität

Es kann auch sein, dass die US-Militäs sich verschätzt haben. Der Artikel offenbart, dass die Prognosen auch Computergestützten Kriegssimulationen beruhten, die in tagelangen Simulationen durchgespielt wurden. Allein diese Spiele brachten wohl nicht eindeutige Ergebnisse, sondern optimistische und pessimistische Prognosen. Allerdings es blieben abstrakte Simulationen, ob das Wetter mitspielt (das hat es im Frühjahr nicht getan, die Wege waren schlammig) , ob Kommandeure vor Ort sich „trauen“ ihre Leute in den sicheren Tod zu schicken (für die ersten Angriffswellen an den Minenwällen waren sehr hohe Verluste zu erwarten, die auch bei den ersten Versuchen eingetreten sind) sieht in der Realität anders aus als am Computer oder in Stabsdiskussionen in Belgien oder Ramstein, die mehrheitlich von Personen geführt werden, die -weil Nato- nie in der Ukraine zum Einsatz kommen und auch nicht „ihre Leute“ befehligen.  Auch ist die überlegung der UA an mehreren Stellen den Druck aufrecht zu erhalten nicht nur blöd. Weil sie binden damit ru Kräfte, sich sich sonst im Süden konzentrieren könnten, was die Südoffensive gänzlich zum Himmelfahrtskommando machen würde. Usw.

Man kann den WP-Artikel auch umdrehen haben die Optimisten/Eurphoriker im US-Militär Selenskij und die Weltöffentlichkeit in falsche Erwartungen getrieben und damit den jetzigen Katzenjammer mit zu verantworten. H-und-G.info hat auf Basis relativ genauer vor Ort Beobachtung über die sozialen Medien der UA und Rus immer vor zuviel Euphorie und davor die ru Seite zu unterschätzen gewarnt. Das nicht immer zuer Freude der Leser. Ein altgedienter Osteuropaexperte hat mir sogar einmal rüde die Qualifikation abgesprochen, den brittschen Geheimdienst, der solche Euphorie verbreitet hat, zu kritisieren. Und nu?

Die Lage in der UA ist vielleicht nicht ganz so desaströs, wie es derzeit aussieht. Die Sommeroffensive wurde zwar nicht gewonnen, aber -was gegen eine Übermacht auch eine Leistung ist- auch nicht verloren. Die UA hat der RA partiell auch sehr zugesetzt, v.a. mit dem Drohnenkrieg. Da scheint es eine intelligente Überlegenheit zu geben.

 

Allerdings: Es braucht offenbar neue strategische Überlegungen, die Ukrainer dürfen ihren Mut (bei hohen Verlusten) nicht verlieren und es bedarf hoher (realistischer?) Hilfen aus dem Westen, Unterstützung zum Schutz der Infrastruktur und für die UA-Flüchtlinge, sicher vermehrt auch aus Europa. Das alles muss man auch wollen und dafür werben. Will er Westen, die USA, Europa, Deutschland das?

 

Gefangenenaustausch

Verhandlungen sollen wieder anlaufen, nachdem sie wegen der Freilassung der ASOW-Gefangenen/ausgetauschten aus der Türkei auf eis gelegt waren

 

 

 

 

 

 

 

 

Showdown oder Strategie? Ukraine-Monitoring 29.11.2023

 

Schlingert Panzerkreuzer Krim

Game-changer Wetter

Russland betoniert Besatzungsmacht

Destabilierung des Westens

 

 

 

Showdown oder Strategie?

Offenkundig versuchen beide Seiten derzeit, regionale Erfolge zu erzielen.

Die ru Armee bedrängt Awdijiwka weiter massiv. Die Sache erinnert an Bachmut, wo die RA versuchte um jeden Preis, d.h. mit hohen Verlusten, einen militärischen Erfolg zu präsentieren. In Awdijwka kommt hinzu, dass dies eine Art Festung in der Nähe von Donetzk-City ist. Was in D. kaum berichtet wird, ist, dass die UA das besetzte Donetzk nahezu dauerhaft beschießt. Kein psychologisch macht die UA damit klar, dass Putins Krieg den besetzten Gebieten keineswegs mehr Sicherheit gebracht hat. Die RA versucht daher schon lange -bisher vergeblich- diesen Beschuss zu unterbinden. Offenbar kommt die RA langsam voran, ob Awdijiwka wirklich fällt oder von der UA taktisch aufgegeben wird, ist noch unklar.

 

Die UA versucht weiter ihre Stellung im Südwesten auszubauen. Die propagandistisch hochgespielte Behauptung vor einigen Tagen, es gäbe einen neuen Brückenkopf auf der östlichen Linken Seite des Dnjepr war falsch. Es gibt derartige Brückeköpfe verschiedener Größe schon seit längerem an verschiedenen Orten. Im Prinzip bildete ja der Fluss nach dem von der UA erzwungenen Rückzug der RA in diesem Frühjahr die Demarkationsslinie, UA im Westen (rechtes Ufer), RA im Osten (linkes Ufer). Welches Ziel die UA mit diesen (verlustreichen) „Ausflügen“ über den Fluss verfolgt ist nicht ganz klar:

  1. Demontrastiver Erfolg (Showdon) b) Hemmung der RA, die vom Osten die Westseite und v.a. Cherson-City beschießt c) Bindung der RA an diesem Teil der Front, was die Frontlinie fast verdoppelt (!) d) Vorbereitung einer Offensive Richtung Krim in der Frostperioder oder im Sommer 2024. Derzeit kann die UA mit den ihnen zur Verfügung stehenden Waffen offenbar nur die halbe Strecke zwiwschen Cherson und der Krimlandbrücke abdecken. Ein weiteres Vorrücken oder Raketen vom Typ Taurus oder Himars mit längerer Reichweite könnten das ändern.

 

Auch wenn das mal so mal so in der deutschen Presse als Vorteil der einen oder anderen Seite dargestellt wird, scheint es derzeit bei der Tischtuch-Situation zu bleiben. Wenn an der einen Stelle ein militärischer Erfolg erzielt wird, gibt es Probleme an der anderen. Das gilt für beide Seiten, was für ein Weiterbestehen des assymetrischen Patts spricht.

 

Wichtigste Meldung fehlt.  Das Wetter

Auch nach 2 Jahren Krieg fehlte im November die wichtigste Meldung in deutschen Medien. Das Wetter. Das Klima dreht sich schon seit Wochen. Es wird feuchter, der Boden schlammiger. Erst nachdem Selenskji die Leistung der Soldaten bei den Witterungsverhältnissen erwähnte, wird das in Deutschland gemeldet. Erst der Schnee- und Eisstrum wird Nachrichtenrlevant. In der Tat haut der fürchterlich rein. Energie fehlt, 1000 Siedlungen wurdne kurzfristig vom Strom getrennt. Offenbar waren auch die ua Soldaten auf den Kälteeinbruch nicht kurzfristig vorbereitet. Es wird über Erfriedungsverletzungen berichtet.

 

Allerdings ist der Frosteinbruch vermutlich nicht  prägend für die Mittelfrist: Die nächsten 14 Tage bringen mit Ausnahme von wenigen leichten Nachtfrösten Regen und Temperaturen knapp oberhalb 0 Grad. Mit anderen Worten. Schlamm und ungeeignet für Panzer und viele andere Fahrzeuge, die stecken bleiben.

 

Das Wetter behindert beide Seite, z.T. auch den Luftaufklärung/den Luftkrieg mit Flugzeugen. Für die UA, die an manchen Fällen im Süden vorgedrungen ist und in improvisierten Stellungen arbeitet, ist die Witterungslage Frost/wie Schlamm brutal hart. Allein kleine Heinzversuche können zur Identifizierung durch Drohnen und Beschuss führen.

 

D.h. ein konventioneller Bewegungskrieg scheidet quasi aus. Allenfalls in der Frostperiode, irgendwann ab der Jahreswende könnte es wieder zu derartigen Offensivhandlungen kommen. Das schließt aber heftige Kämpfe auf engem Raum und mit Artillerie nicht aus. S. Awdijiwka. Auch Raketen-, Bomben- und Drohnenangriffe sind möglich und wahrscheinlich. Beide Seiten haben ihre Drohnenproduktion/-die Drohnenbevorratung darauf abgestellt.

 

Testlauf für den Winter-Drohnen über Kiew

So traurig Meldungen kürzlich über zivile Schäden in Kiew auf Grund von Drohnenangriffen stimmen, das ist nicht die eigentliche Meldung. Was die RA da treibt, erinnert an den letzten Winter. Angriffe mit derart großen Drohnenschwärmen gab es wohl längere Zeit nicht, weil Russland Drohnen für den Winter hortete. Der jetzige Angriff dürfte v.a. dazu gedient haben, die Luftabwehr auszutesten, um Schwachstellen für die „richtigen“ Angriffe zu finden. Mit „intelligenten“ Drohnenangriffen kann die Luftabwehr ausgetrickst werden, so dass doch einige Drohnen/Raketen ihr Ziel finden. Dies dürfte wieder v.a. auf die Infrastruktur abzielen. Die militärische, wie die Energie. Auch soll damit die ua Bevölkerung demoralisiert und die Luftabwehr gebunden werden, die dann nicht an der Front zur Verfügung steht.

 

Panzerkreuzer Krim angeschlagen

Da die UA es offenbar nicht schafft, die RA auf ihrem Territorium zurückzudrängen, peilt sie strategisch das Prunkstück von Putins Expansionismus, die Krim an. Mit Drohnen, und diversen Unter- und Überwasserfahrzeugen und Sabotageakten. Mehrere prestigeträchtige Nadelstiche bis hin in den Militärstützpunkt Sebastopol und bekanntermaßen die Kertschbrücke nach Ru sind in diesem Jahre gelungen. Es gibt mehrere Anzeichen, dass Ru nervös wird. Ein Teil der Schwarzmeerflotte wurde schon Richtung Ostküste verlagert. Westliche Dienste sehen Anzeichen, dass die RA sich möglicher Weise noch weiter von Sebastopol zuückziehen, da die Ladung der Schiffe mit Mittelstreckenraketen dort nicht mehr sicher sei. Andererseits planen angeblich russische und chinesische Finanziers einen Tunnel, der den Brückenzugang von Russland auf die Krim ergänzen/ersetzen soll.  Schwer vorstellbar ist, dass eine derartige Großbaustelle.

 

Russland befestigt seine Besatzungsmacht

Offenbar ist Russland nach wie vor aktiv, seine Grenze in Südrussland zu stärken. Die Grenz-„verteidigungs-Anlagen werden verstärkt. Angeblich gibt es inzwischen ganze unerirdische Städte. Auch der Nachschub aus Russland ist immer noch massiv. Auch die Einschüchterung der heimischen Bevölkerung ist noch massiv. Allein im teilbesetzten Zaporischschja sollen ein halbes Tausend Zivilisten von den Besatzern in Haftanstalten gehalten werden, Menschen, die die russische Staatsbürgerschaft verweigerten, sollen weiter massiv verschleppt werden, für die jungen Leute findet in den besetzten Gebieten nach wie vor massives Brainwashing statt, um sie zu gewinnen und potentiell zu Soldaten zu machen.

 

 

Destabilisierung des Westens betrieben

Offenbar versucht Ru eine Neuauflage der Destabilisierung durch Infiltrierung von Migranten in Finnland. Das Kalkül damals an der polnisch/lituatischschen Grenze- ein Jahr vor Kreigsbeginng- war der Versuch, die EU auszutesten (für Ausbau der Grenze/dagegen). Heute scheint es mehr darum xenophobe, rechtspopulistische Kreiese zu stärken, um den Westen zu destabilisieren. Dazu passt auch, dass Mali, wo es ja einen antiwestliclich Umsturz gab, das Antimigrationsabkommen aufgekündigt hat. Damit düften die Kreise, die mit Schleusungen durch die Sahel/Sahara ihr Geld verdienen, entkriminalisiert und damit motiviert werden, die Schleueserroute Richtung Lybien wieder aufzunehmen.  

 

Kriegsetats

Der Etat der UA besteht zu 50% aus Rüstungsaufgaben, der Russlands zu einem Drittel. Die UA setzt auf westliche Hilfe, Russland auf hohe Energiepreise.

Drohen russische Angriffe auf ukrainische Kernkraftwerke, H-und-G.info Monitoring 15.11.2023

Russische Militäranalysten decken Schwachstelle im ua Netz auf.

 

Seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, dass Ru erneut versuchen könnte, im Winter die Energieinfrastruktur der Ukraine anzugreifen.

Zwei Prognosen sind geradezu konträr. Die eine besagt, dass die UA diesmal vorgesorgt hat und für den Winter gefeit ist. Die andere läuft darauf hinaus, dass das UA-Stromnetz nach wie vor zu stark zentralisiert und daher angreifbar ist.

Eine dritte brisante These liefern jetzt russische Militärblogger. Diese hatten schon vor einem Jahr das ua Energienetz detailliert analysiert und die Schwachstellen- mit Koordinatenbennennung- ausgemacht. Die Bombenagriffe der russischen Armee folgten diesen Vorschlägen zwar nicht 1:1, aber im Prinzip. Daher ist die neue Analyse brisant. Sie macht neue Schwachstellen im ua Netz aus, und liefert damit logistische Hinweise für Präzisionsangriffe. Im Blick sind vor allem die Standorte der ua Kernkraftwerke. Diese sind zwar nicht unmittelbar im Visier, aber die Verteiler und Umspannwerke, die sich in ihrer unmittelbaren Nähe befinden.

Die Analyse ist komplex und einfach zugleich. Die Analysten haben Luftbilder der vor einem Jahr zerstörten Anlagen ausgewertet. Sie kommen zu dem Schluss, dass mehrere große Umspannwerke (750/330 KV) getroffen wurden und teilweise immer noch nicht restauriert sind. Das gleiche gilt für mehrere konventionelle Kraftwerke, die getroffen wurden. Die Analysten schließen daraus, dass die UA Energeieversorgung im Winter v.a. auf die Kernkraftwerke angewiesen ist, die wiederum Volllast gefahren werden müssen, was technologisch nicht ganz einfach ist. Außerdem werden die Defizite bei den Umspannwerken durch die Umspann- und Durchleitungswerke an den AKWs ausgeglichen.

Ganz offen wir zugegeben, dass es kaum möglich sein dürfte, alle Umspannwerke auszuschalten. Daher liegt der Schluss auf dem Tisch, dass die eigentlich neuralgischen Punkte die Werke bei den 5 Akws sind. (Auch beim abgeschalteten Tschernobyll ist noch das Umspannwerk in Betrieb.) Ob die russische Armeeführung diesem Vorschlag folgen wird, ist damit nicht gesagt. Aber in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass beide Seiten bereit sind, gewissen atomare Risiken in Kauf zu nehmen. Die RA hat das größte AKW in Zaporischschja militärisch erobert, die UA hat mehrfach versucht, es militärisch zurückzuerobern.

Eins scheint jedoch klar. Ru wid sich keineswegs auf dezentrale Nadelstiche gegen die UA Energieversorgung beschränken, sondern strebt nach wie vor den Blackout an. Falls die Annahme der ru Militäranalytiker richtig ist, dass das ua Netz nur mit AKW Volllast und -Umspannwerken stabilisiert wird, scheint im Falle von entsprechenden Raketenangriffen die Blackout-Gefahr real.

Stand der Dinge. H-und G.info Ukraine Monitoring 3.11.2023

 

Bewegter Stillstand

Verlustreicher Stellungskrieg

Das Warten auf die (Wunderwaffen) und die Rüstungsspirale-ohne Exit

Kriegsziel Gamechange statt Geländegewinnen?

Überfordert Zweifrontenkonflikt den Westen

Vergiftete Sirenenklänge-Waffenstillstandsofferten

Winter mit Risiken- auch in Deutschland

CfA: Artikel für neuen Ukraine Schwerpunkt auf H-und-G.info

Stand der Dinge

Der Stand der Dinge ist für den Ukraine-Krieg im wahrsten Sinne des Wortes charakteristisch. Ich würde kürzlich gefragt, warum ich nur noch selten H-und-G.info schreibe. U.a. weil sich aufs Große und Ganze betrachtet, die Dinge kaum ändern, auch wenn Menschen- das sollte man nicht vergessen- z.T. massiv darunter zu leiden haben.

Eigentlich kann ich das Meiste nur wiederholen. Es entspricht in etwa dem, was der oberste ua Militär, Zaluschni, jetzt gerade in einem Zeitungsbeitrag dargelegt hat, auch wenn ich das sicher uncharmanter formuliere. Man ist in der Verdun-Falle, die Offensive ist, jedenfalls wenn man große Landgewinne erwartet hat (was manche wie auch Selenskji suggeriert hatten), gescheitert. V.a. die tief gestaffelten Verteidigungssysteme an der Demarkationslinie mit Drachenzähnen, Artillierie und Minen wurden für die ua zu einem fast unüberwindbaren Hindernis. Selbst wenn sie ein paar hundert Meter vordringt, landet sie am nächsten Minen- und Artilleriewall und die russischen Pioniere ergänzen, wo es notwendig ist.

Das Patt ist zwar nicht symmetrisch,  da Ressourcen und Ausrüstung verschieden sind, aber es ist eine Art Patt. Symptomatisch: Wenn die eine Armee irgendwo vorrückt, also ihre Kapazitäten dort bündelt, hat sie Schwierigkeiten an anderer Stelle. Diese Tischtuchbewegungen kann man mehrfach feststellen. Die Russen rücken in Kupjansk (Norden) und Ajidjiwka (SüdOsten) vor, die Ukrainer (teilweise) in Saporischschja (Mitte,Süden), und am Dnjpr (Westen).

Ausmanövriert wurde die UA v.a. auch durch die Sprengung des Dnejpr-Staudamms. Dieser verhinderte, ein Vordringen der UA von Westen in die Flanke der RA. Die UA versucht seit einiger Zeit hier Brückenköpfe am Ostufer zu errichten und zu vergrößern. Das ist verlustreich und volatil. Möglicherweise plant man für die Frostperiode eine Dnjprüberquerung.

„Die Russen kommen in xy unter Druck“ -Milprop

Lauten immer wieder Meldungen, die meist aus GB oder den USA abgesetzt werden. Das sind, wie die Meldungen über die abgeschossenen Panzer aber eher desorientierende Meldungen. Sie sind nicht falsch, geben aber nicht das Gesamtgeschehen adäquat wieder, sie verzerren, um die westlichen Öffentlichkeit bei (Geber)Laune zu halten. Hinter den 10 vernichteten russischen Panzern stehen immer noch hunderte andere, und wenn die ua irgendwo ein paar Meter vorgerückt sind, liegen dahinter noch hunderte km von besetztem Land. Das ist die traurige Realität.

Rüstungsspirale ohne Exit- offensiver Attentismus des Westens

Eigentlich ist das passiert, wovor die Appeaserfraktion immer gewarnt hat, der Krieg befindet sich in einer Eskalationsspirale ohne klaren Exit. Auch wenn das Argument von jenen kommt, muss man inzwischen darüber nachdenken, warum das so ist. Einmal: Der Westen hat sich über- und die Russen/Putin unterschätzt. Zum anderen fällt auf, dass der Westen bestimmte Waffenentscheidungen so spät fällt, dass sie fast immer zu spät kommen. Auch wenn manche Schlauberger in der Opposition dies als Fehler der Regierung Scholz angeprangert haben, ist es doch v.a. eine Strategie der USA. Offenbar hat man im Pentagon und Weißen Haus offenbar immer Angst vor einem Überpokern und einer direkten Konfrontation mit Russland gehabt und ist daher mehrfach auf die Bremse getreten. Die Bundesregierung- Deutschland ist immerhin näher an Russland dran als die USA- wollte aber -strategisch durchaus verständlich- nicht alleine vorpreschen. So kommt es zu diesem offensiven Attentismus.

Gamechance statt Geländegewinne?

Die UA versucht seit geraumer Zeit mit einer Art Übersprunghandlung Bewegung in den Stellungskrieg zu bekommen. Mit einer Kombination von Drohnen und Raketenschwärmen greift sie Ziele rund um das Schwarze/Asowsche Meer an. Diese Strategie ist teilweise von den Russen abgeguckt, die mit Drohnenschwärmen versuchten im letzten Winter die ua Luftabwehr außer Kraft zu setzen, um die Infrastruktur zu bombardieren. Die Luftangriffe der ua zielen natürlich primär auf die militärische Infrastruktur der RA, sie haben aber v.a. ein politisches Ziel. Die Krim soll destabilisiert werden, um allen vorzuführen, das Putin sein Reich unsicherer gemacht hat. Eigentlich ist damit eine Art Systemchange zumindest Gamechange in Russland angepeilt.

Verlustreicher Stellungskrieg

Der Stellungskrieg ist, obwohl er nicht viel bringt, kostenintensiv an Mensch und Material.  Die publizistisch aufgebauschten hohen Verluste der RA dürften zwar real sein (glaube keinen Zahlen), aber die der UA dürften kaum viel geringer sein. Die Angreifer verlieren immer mehr. Die Spezialkommandos, die über den Dnjpr zu setzen versuchten, wurden oft ausgelöscht, usw.. Schätzungsweise verliert die Ua pro Tag einige Dutzend Soldaten. Darüber schweigt sie, die Tatsache, dass die Mobilisierungsbreite deutlich erweitert wurde, spricht aber für sich. Ein Blick auf die Friedhöfe und in die Todesanzeigen auch. Karl Schlögel meinte neulich, in der UA werde eine ganz männlich Generation ausgelöscht. Das war zwar metaphorisch überhöht, aber irgendwie stimmt es auch.

Der Stellungskrieg kostet auch viel an Munition und Waffen. Stolz berichten ru Blogger über jeden Leoparden, den sie abgeschossen haben (wollen). Der Munitionsbedarf ist angeblich so hoch, dass der Westen in manchen Bereichen Schwierigkeiten hat, nachzuliefern- zumal jetzt mit dem Nahostkonflikt ein zweiter Bedarf erwachsen ist.

 

Sirenenklänge-Waffenstillstand

 

Es ist nicht zufällig also, dass Lukaschenko (stellvertretend für Putin) mit dem Waffenstillstand winkt. (komisch, dass vor nicht allzu langer Zeit ein Herr Schröder erzählte, die Ukraine hätte schon von Anfang an einen Waffenstillstand gewollt, sei aber vom Westen daran gehindert worden) Wie ernst das gemeint ist, sei dahin gestellt. Aber es sagt: lieber Westen, Ihr kommt nicht voran, Russland ist nach wie vor stark und stabil, der zweite Konfliktherd in Nahen Osten droht Euch zu überfordern, also macht Waffenstillstand. Dass das Wort Waffenstillstand derzeit international populär ist, kommt hinzu. Auch wenn die Ukraine sicher derzeit keinen Waffenstillstand möchte, die Konstellation ist- ob es einem passt oder nicht- keineswegs so, dass man sich keine Gedanken darüber machen müsste, wie es weitergeht.

Prognosen

sind schwierig und man sollte sich nicht versteigen.

 Zaluschny sieht eine Möglichkeit in Technologievorsprüngen. Das ist clever gedacht, ob es machbar ist, kann ich nicht beurteilen. Wo ist die Wunderwaffe gegen (intelligente) Minenfelder? Welche Waffe noch treibt die Schwarzmeerflotte hinter den Ural? Und man darf nach wie vor nicht unterschätzen, dass die Russen ein riesiges Forschungs- und Rüstungspotential haben. Jede neue westliche Waffe, die abgeschossen wurde, wird sofort eingesammelt, zerlegt analysiert und bei Bedarf Komponenten oder Gegenmitteln nachgebaut. Braindrought und  Sanktionen haben das bisher nicht verhindert. Wer diesen Wettlauf gewinnt, who knows.

Russland ist nach wie vor erschreckend stabil. Die Eliminierung von Prigoshin/Wagner und die Anklage gegen Igor Girkin hat die Kritik unter Nationalisten an Putin Kriegführung weitgehend verstummen lassen. Die Opposition ist externalisiert. Der FSB scheint zu stehen wie eine Eins. Die Kriegsfolgen werden durch Gas und Öleinkünfte abgepuffert, die Verluste an Toten und Verletzen werden im Rahmen einer rassistischen Rekrutierung an die armen asiatischen Völker Russlands delegiert. Angeblich gibt es auch schon nordkoreanischen Söldner an der Front.

Die Logik der Sanktionen habe ich noch nie verstanden. Wenn ich lese, dass die USA neuerdings einen russischen Drohnenproduzenten sanktionieren, frage ich mich, warum erst jetzt.  

Der Ua droht ein neuer harter Winter. Dass der Versuch, die ua Infrastruktur kaputt zu schießen in 2022/3 nicht geklappt hat, auch dank wirklich beispielloser Hilfe von Staaten und NGOs, heißt nicht, dass Russland es nicht wieder versucht. Die Luftabwehr ist nach wie vor Lückenhaft. Die überzentralisierte ua Energieversorgung ist nach wie vor (leicht) verwundbar. Es gibt unzählige Punkte, die man mit großen Wirkungen angreifen kann. Auch wenn die ua Energieversorger geradezu genial gegensteuern, ist nicht einmal ein Blackout auszuschießen, wenn sich mehrere Ausfälle addieren und die Netzschwankungen sich unvorherberechenbar akkumulieren.

Auch für Westeuropa kann der Winter ungemütlich werden. Ungemach kann eher vom Nahen Osten kommen, der Konflikte könnte die Energiepreise wieder hoch treiben, die Rüstungsausgaben sowieso, das geht auf Kosten des Massenkonsum und könnte damit die Spannungen in den europäischen Gesellschaften und auch in Deutschland deutlich erhöhen.

Natürlich könnte auch alles anders kommen. Steht auf dem Wunschzettel für den 24. .

CfA

 Wir planen einen neuen Schwerpunkt zum Ukraine Konflikt (nicht Krieg- der Konflikt geht weit darüber hinaus)

Wenn Sie uns einen Artikel bis Ende Dezember vorschlagen wollten, gerne: H-und-G.info@web.de

Gewinnt Putin? H-und-G.info 8.10. 2023

 

Israel Teilfront des Ukraine-Konfliktes

Der Westen zeigt Schwachstellen

Bundesrepublik sendet unklare Signale

 

Gewinnt Putin, diese Frage gilt irgendwie als Tabu, aber rein aus intellektuellen Gründen muss man sie inzwischen stellen und über die Konsequenzen der unterschiedlichen Antworten nachdenken.

Auch der aktuelle Israel-Konflikt macht diese Frage dringlich. Er verwickelt den Westen in einer Art Zweifrontenkrieg. Aber es gibt weitere Probleme

 

Hauptmilitärmacht nicht mehr verlässlich

Das Haushaltsdebakel in den USA und die realistische Gefahr, dass Trump über Biden siegt zeigt, dass die Ukraine-Hilfe der USA keineswegs langfristig gesichert ist. Kann Europa das Defizit alleine stemmen?

Der Westen zeigt Schwachstellen

Ungarn, Polen, neuerdings die (Waffenschmiede und das wichtige Transitland) Slowakei, brechen aus der U-Solidarität tendenziell aus.

Populisten überall bedienen das (nicht ganz falsche) Narrativ: Die Militärkosten und Flüchtlinge gehen zu Lasten der einfachen Menschen. Wie weit „our state first“ noch um sich greift, weiß keiner, aber selbst im reichen Deutschland erschreckend weit.

Bundesrepublik sendet unklare Signale

Die Nichtlieferung von Taurus, muss Scholz uns erklären. Dass die UA die Krimbrücke angreifen könnte, ist kein Hinderungsgrund, sondern der eigentliche Grund der Lieferung. Die Vorprogrammierung der Raketen kann man auch als Teil des Kaufes definieren. Also was ist der Grund? Die Raketendeckungslücke, die entsteht, wenn Trump den atomaren Schutzschirm entzieht? Oder was. Patriot-Abwehrraketen sind sinnvoll, um die UA v.a. im Winter zu schützen. Aber insgesamt könnte man die Signale aber so interpretieren, dass die Bundesrepublik eher an den Plan B, nicht den Sieg der UA denkt. Wie man hört, gibt es da im nahe Umwelt von Scholz solche Leute.

 

Israel Teilfront des Ukraine-Konfliktes

Ohne Iran und Syrien hätte der massive Angriff auf Israel gar nicht stattfinden können. Beides Buddies von Putin. Israel ist in den Augen vieler nicht Westorientierter arabischer Staaten und Iran ein Schlachtschiff der USA.  Sie und Putin greifen mit Israel also den Westen an. Binden ihnen rein militärisch (auch Israel hängt von den USA ab). Es ist Teil des Krieges gegen die unipolare Welt, den Putin 2022 erklärt hat.

 

Ukraine-Konflikt weitet sich zum Mehrfrontenkrieg

Wie im letzten H-und-G-info Monitoring geschrieben. Die Konflikte an der Peripherie weiten sich aus.

Moldawien, Kosovo, Berg-Karabach, jetzt Israel. Es geht auch um die Vorherrschaft im Süden von Russland und um die Schwächung des Westens.

 

Putin steht

Innenpolitisch steht Putin (faktisch) unangefochten. Der FSB und die Palastgarde stehen hinter ihm.‘ Nach der Niederschlagung von Wagner, wohl auch Armee, GRU und andere wagen sich nicht mehr aus der Deckung. Die Opposition ist faktische, zerschlagen im Ausland oder mundtot. Unzufriedene russische Eliten, die es gibt, schweigen.

Die russische Ukraine-Fron steht immer noch. Es scheint  genügend Nachschub an Waffen, Munition und Soldaten zu geben (Die Mobilisierten werden zwar nicht direkt eingezogen, aber unter Druck gesetzt oder gekauft, sich zu verplichten)

 

Ukraine-Offensive

Nichts neues, d.h. Nichts wirklich Gutes….

Zwischenbilanz zur Offensive. Hat der Westen eine Strategie? H-und-G.info UA-Monitoring 30.9.2023

Russische Militärapartheid

Periphere Konflikte nehmen wieder zu

Gibt es Wunderwaffen?

Denken russische Eliten um

Russische Opposition im Ausland oder in Haft

Die Sanktionen greifen nur zum Teil

Die Ukraine braucht dringend Hilfe für den Winter´

Wie geht’s weiter?

 

Das Drama von Berg-Karabach-indirekte Auswirkung auf Ukraine

Die Übernahme von B-K ist ein Drama nicht nur für die Menschen dort, sondern auch für den Ukraine-Krieg. Hier wird ein Stück Land im Handstreich übernommen und faktisch ethnisch gesäubert. Auch wenn die Ausgangslage eine andere (B-K. gehört seit Auflösung der SU staatsrechtlich zu Aserbaidjan), so erkennt man doch Parallelen zum Donbas. Und das ganze findet offenbar auf Grund eines Deals zwischen Russland und dem Nato-Staat Türkei statt. Offenbar findet die Türkei so ein Vorgehen akzeptabel, und eines Tages auch für den Donbas, etc. (Der feiert mit den 3 weiteren besetzten Regionen gerade Einjähriges im besetzten russischen Reich.)

Periphere Konflikte

Die Lage in Aserbaidjan wirft die Frage auf, ob derzeit nicht  wieder periphere Konflikte eskaliert werden, um den Westen zu schwächen: Kosovo, Moldawien, Ungarn (Nato-beitritt Schwedens blockiert). Die zentralasiatischen Staaten werden von beiden Seiten charmiert. Während die Präsidenten bei Scholz deutsches Essen bekommen, konferieren ihre Verteidigungsminister mit den Russen (!). Und der US-Verteidigungsminister charmiert irgendwelche afrikanischen Potentaten. Der Ukraine-Krieg führt irgendwie (wie ist noch nicht ganz klar) zur Neuordnung der Welt. Deswegen habe ich (oft kritisiert) von der Ukraine-Krise nicht vom U-Krieg gesprochen. Es geht weiter darüber hinaus. (H-und-G.info Titel: Putins Spiel mit der Welt)

Russische Apartheit im Krieg

Besucher aus Russland berichten immer wieder vom unbeschwerten Leben der Russen, es gibt kaum Klagen über Tote und Verwundete. Warum? Der Krieg erfolgt nach dem klassischen russischen Muster der Apartheid. Wie in den Küchen von Moskau Personal aus dem Kaukasus (auf russisch: die Schwarzen) (z.B: Tschetschenen) und dem fernen Osten (z.B. Burjaten) dafür sorgt, dass die Moskau gut und billig essen können, müssen die fernen Ethnien ihre Knochen dafür herhalten, damit Putin seine Spiele spielen kann, ohne dass die Russen zu sehr leiden. Z.B. die Buriaten. Da es nur 450.000 B. geben soll und laut ua Angaben schon 300.000 Angehörige des russischen Militärs gefallen sein sollen, frage ich mich, wie hoch die Sterbe- und Verkrüppelungsrate unter den Minderheiten in der RF ist. Jedenfalls ist das eine eklige Form von Apartheid, die keiner so nennt. Aber sie stabilisiert Russland.

Verlustreicher Stillstand an der Bodenfront

Kurz vor Beginn der Regenzeit ist die Bilanz der ua Offensive ernüchternd. Auch wenn Nato/Stoltenberg das übliche Narrativ bedient-es geht voran-  muss man die Ambivalenzen dieser Minifortschritte in Zaporischschja im mittleren Süden der UA sehen. Wenn man von Berlin mit einer Armee bis zur Ostsee marschieren wollte und nach Monaten feiert, Bernau erreicht zu haben, wobei man die Stadt umgangen hat, weil sie zu stark befestigt ist, würde das die Lage der UA etwa beschreiben. Sehe jeder auf die Landkarte nach, was das heißt.

Russland befestigt derzeit die Front südlich der ua Eroberungen nach gehabtem Muster mit Drachenzähnen und Minen. Und es gibt Nachschub an Personal und Ausrüstung, massiv. Der ua Widerstand dokumentiert diese Bewegungen aus Russland/Rostow. Bei Bachmut werden wieder Wagner-Kämpfer installiert. Die RA ruft wieder Rekruten ein, Schlupflöcher gibt es kaum noch. Rekruten werden zwar nicht direkt eingehzogen, aber nach der Wehrzeit unter Druck gesetzt, sich freiwillig zu melden. Auch die ru Jugend wird weiter militarisiert. Angeblich ist die Moral der russischen Armee am Tiefpunkt, aber Sicherheitseinheiten z.B. aus Tschetschenien oder der FSB halten den Laden mit Terror zusammen. Und auch auf ua Seite soll es Probleme mit der Truppenmoral geben. Die Angriffe sind nämlich sehr verlustreich (Ru Sozmed: Fleischangriffe) und die Soldaten sehen, dass es oft mehr um Symbolik geht, um die internationale Öffentlichkeit von den Erfolgen der Ukrainer zu überzeugen, als um wirklich militärisch Erfolgreiches.  Alles schwierig…..

Denken russische Eliten um?

Eine kleine Nachricht, die von vielen übersehen wurde, ist brisant. Russische Eliten snd wegen der Angriffe auf die Krim beunruhigt. Sie erkennen offenbar (endlich) , das Putin ihr Land destabilisiert. Das interessante, dies ist keine Äußerung in einem der russischen Oppositionsblättchen (online), sondern wurde in einer dieser Sudelsendungen im Russischen Fernsehen geäußert. Genau darauf zielt auch die ua Angriffsstrategie gegen die Krim und die Sanktionspolitik. Gibt es also Anzeichen für einen Stimmungsumschwung in Moskau? Aber Putin hat den FSB und seien Palastgarden. Wer sollte sich da auflehnen?

Die Nato ist weit verstrickt.

Immer wieder beschreiben ru sozmed, dass die Nato Daten für ua Angriffe liefert. V.a. durch Aufklärungsflüge entlang der Grenze und über dem Schwarzen Meer und durch Satellitenaufnahmen. Sie versuchen nachzuweisen (mit einer gewissen Plausibilität), dass vermehrte Aufklärung (die elektronisch zu messen ist), ua. Angriffen vorausgeht. Noch brisanter ist freilich die technisch determinierte Problematik, dass die komplizierten Mittelstreckenraketen nur mit technischer Steuerungshilfe der Herstellerländer ins Ziel programmiert und geleitet werden können. Da ist man dann dicht dran, an der Beteiligung…. Ein Grund, der nachvollziehbarste, warum Deutschland bei der Taurus-Lieferung zögert.

Wunderwaffen gibt es nicht

Deutsche/westliche Waffendebatten sind irgendwie komisch. Immer wieder wird der Eindruck erweckt, es bräuchte jetzt diese oder jene Wunderwaffe. Mal ist es der Marder, mal der „Leo“, mal Taurus, mal der F 16, der „Abrahams“, Himars mit längerer Reichweite, Storm Shadows, etc. . Die Wirklichkeit ist deutlich nüchterner. Keine dieser Waffen hat einen wirklichen Durchbruch gebracht, manchmal sind Reparaturwerkstätten und Ersatzteillieferungen wichtiger als Wunderwaffen. Die UA hat die Annahme von verschlissenen Leo verweigert, weil ihr die Reparaturkapazitäten fehlen. Und immer wieder gibt es Nachrichten, dass die UA die Waffen noch nicht richtig anwenden kann. (Fehler bei integrierten Einsätzen).

 

Ukraine braucht Hilfe für den Winter

Der Westen scheint inzwischen vergessen zu haben, was ein ua Winter im Krieg bedeuten kann. Die Strategie der Zerstörung der ua Infrastruktur, um das Land und die Armee zum Zusammenbruch zu bringen, ist zwar in dieser Absolutheit gescheitert, aber nicht total. In der Ua wurden große Ressourcen vernichtet bzw. gebunden, um die Folgen der Schäden abzupuffern. Und die RA hat noch mehr und bessere Daten als vorher, um Beschüsse zu kalkulieren. Angeblich hortet die RA auch Raketen für genau diese Winterszenarien. Die Ukrainer wissen das. Sie bereiten schon wieder die Punkte der Unbesiegbarkeit, als Stützpunkte, mit Generatoren, Essen, Trinkwasser, medizinischer Hilfe und Kommunikation (Starklink) vor. Sie bohren Brunnen, stellen Notcontainer für Wasser bereit, um beim Ausfallen von Pumpen die Bevölkerung versorgen zu können, und, und und. Es bliebt nur zu hoffen, dass die internationale Gemeinschaft sie dabei unterstützt wie im letzten Kriegswinter.

Es fehlt auch offenbar immer noch an Luftabwehr. Sonst könnten die Russen nicht immer wieder Treffer landen wie in Odessa und anderen Orten. Die UA will jetzt selber Luftabwehr bauen, aber das dauert. Es geht also nicht nur um Panzer, Mittelstreckenraketen, Flugzeuge, sondern auch Um Abwehrwaffen. Machen wir uns nichts vor, die „schönen“ Offensivwaffen, über die die ganze Zeit diskutiert wird, kommen für 2023 zu spät. Warum die Nato so agiert, ich weiß es nicht. Möglicherweise geht es um ein Langzeitkalkül, den Russen zu zeigen, wenn ihr nicht aufgebt, können wir immer noch nachlegen. Nun ja, in der Zwischenzeit blutet die UA.  

AKW Zap

Fast vergessen ist das größte AKW Zap immer noch besetzt, immer noch nicht ausreichend von der IAEA kontrolliert. Es finden nach wie vor militärische Auseinandersetzungen in unmittelbarer Nähe statt. Das scheint international nur wenig beachtet zu werden, in Deutschland auch. Jetzt (endlich) schlägt greepeace Alarm, kritisiert auch die IAEA, die sich mit diesem Zustand abgefunden habe. Nun ja, ohne internationale Unterstützung kann auch Herr Grossi nicht viel ausrichten. Aber gut das Greenpeace den Finger auf das Problem legt. Die UA ist übrigens gerade dem Beirat (n Generaldirektorat) der IAEA beigetreten.

Russische Opposition in Haft

Wie sollten ihn und andere, wie Kara Mursa, nicht vergessen. Nawalny kam laut ru Oppoangaben jetzt in verschärfte Einzelhaft.  Mursa ist die Tage im Lager angekommen.  Und und und….

Ein anderer politischer Gefangener formulierte Bemekresnwertes: „Seien wir ehrlich: Wir haben alle den Garten bewässert, auf dem Putins napoleonische Ambitionen wuchsen. Für die Folgen sind wir alle verantwortlich.“ Ilja Jaschin aus dem Gefängnis sprach zu den Teilnehmern des Forums in Paris. Der Politiker und politische Gefangene Ilja Jaschin, der wegen der Verbreitung von „Fälschungen“ über die russische Armee zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt wurde, hielt eine Ansprache an die Teilnehmer des russischen Forums -Libertés-Forum, das vom 29. bis 30. September in Paris stattfindet

Er erklärte, in Russland sei eine „revanchistische Diktatur“ errichtet worden, für die nicht nur die Russen, sondern die gesamte Weltgemeinschaft verantwortlich seien. Jaschin rief die westlichen Länder außerdem dazu auf, „Kriegsverbrecher, die im Kreml die Macht ergriffen haben, und normale Bürger zu trennen“, die den Krieg mit der Ukraine nicht unterstützen.

Sanktionen

Davon verstehe ich wenig, habe mich auch in letzter Zeit nicht darum bemüht. Aber eins ist klar: So stark wie behauptet und erhofft greifen sie nicht. Die Oligarchie wird zu undifferenziert sanktioniert, was sogar eine Art Solidarisierungseffekt (mit Putin) hervorrufen kann. Russland mit seiner langen Außengrenze und befreundeten bzw. opportunistischen Nachbarstaaten, ist nicht der IRAN (wo es auch nicht richtig klappt) oder ein lateinamerikanischer oder afrikanischer Zwergstaat. Außerdem sind mehrere Mittelstaaten (Südafrika, Brasilien) keineswegs davon begeistert, dass die USA ihnen ihren Weg vorschreiben wollen. So gesehen hat Putin sogar nicht falsch kalkuliert. (Was nicht heißt, dass er der Held der Mittelstaaten ist.) Der Westen ist keineswegs mehr so mächtig und nach vielen Eskapaden (Irakkrieg, Nordafrika, Syrien, wie denken auch noch an Chile vor 50 Jahren und Argentinien (der Papst ist US-kritisch)) auch nicht mehr so vorbildhaft. Die Frage ist nur, hat der Westen das begriffen und was macht er/wir daraus? Schwierig, schwierig.

 

Hat der Westen eine Strategie, wie es in 2024 weitergeht?

Ich weiß es nicht……

Übersprunghandlung-Nach der Offensive ist vor der Offensive. H-und.G.info Monitoring vom 23.9.2023

 

Der behauptete (Rück-) Eroberungskrieg ist nach wie vor ein Stellungskrieg

Tapfer melden irgendwelche Experten Fortschritte der UA an der Saporischschja-Front. Angeblich habe die UA die erste Verteidigungslinie der Russen durchbrochen. Wie oft denn noch? Fragt man sich! Schon mehrfach hat die UA an der Verteidigungslinie gekratzt, aber nur wenige km gut gemacht. Wirklich sustantiell ist dies kurz vor Ende der Frühjahrs/Sommeroffensive nach wie vor nicht. Die Russische Armee schafft es immer noch gut, diese Einbrüche zu flicken. Vielleicht ist das sogar ihre Strategie! Sie will die Ukrainer ermüden und schwächen. (Die UA macht umgekehrt dasselbe und ahnt was die RA vorhat, und kämpft deswegen teilweise mit gebremsten Schaum, um die Verluste, die hoch sind, „vertretbar“ zu halten.) Es ist und bleibt ein zermürbender Stellungskrieg.

Ist die Offensive verloren/ vertan?

Eindeutig Jein. Das proklamierte (etwas großmäulige-sorry Herr Selensky) Ziel der Rückeroberung wurde nicht wirklich erreicht. Medial ist Selensky damit in die eigene Falle getappt und hat (vorübergehend?) international Zweifel an der militärischen Fähigkeit der UA gesät. Dieses demonstrative Beharren auf Fortschritten am Boden, die fast keine sind, sollen dem offenbar Wind aus den Segeln nehmen. Ist auch wichtig für die (teilweise wackelnde) Motivation der Ukrainer selbst. Es geht ja um ihr Land. Auch Selenskys aktuelles Getöse, er wolle Bakmut und anderes erobern, passt wohl zu diesem Schema und ist im Moment ein ungedeckter Scheck. Oder einfach ein Ablenkungsmanöver, um russische Kräfte an der „falschen“ Stelle zu binden.

Die Offensive ist trotzdem nicht verloren. Die Russen konnten (trotz gelegentlichen Versuchen) nicht weiter vordringen. Sie sind teilweise verwundbar. Und die Offensive ist mit der Regenzeit, die im Oktober beginnt, nicht vorbei. Nicht einmal „Überraschungen“ kurz vor Ende sind nicht ganz ausgeschlossen.

Die Herbst-Winter-Offensive hat schon begonnen.

Die klassische Regel, dass bei Regen und Schlamm die Waffen schweigen müssen, stimmt nicht mehr. Die Ukraine hat mit „intelligenten“ Drohnen und eigenen und britischen und französischen Raketen schon lange die nächste Kriegsphase eingeleitet. Während bisher parallel immer „nur“ der Nachschub und die Logistik beschossen wurden, geht es jetzt darum, die Russen im Nerv zu treffen. Nahe Moskau (der Angriff auf die Regierungsluftflotte ist nicht nur frech, sondern muss auch die Eliten aufrütteln, worauf das alles, was Putin ihnen eingebrockt hat, hinausläuft).

Vor allem geht es darum, den Russen ihren „Flugzeugträger im Schwarzen Meer“, die Krim, kaputtzuschießen. (Sergjy Hayday hatte das in meinem Interview mit ihm vor über einem Monat geoutet.) Es geht gegen Brücken, Eisenbahnen, und jetzt gegen den Kern der russischen Krimlogistik seit Katarina der Großen, die Schwarzmeerflotte von Sebastopol. Sebastopol ist eine der wirklichen Kriegsursachen. Putin musste (nicht ganz zu unrecht) nach dem Maidan befürchten, dass die Ukrainer den dortigen Stationierungsvertrag eines Tages nicht verlängern, wenn sie näher an die Nato rücken. (Ähnlich wie den Flottenstützpunkt im Mittelmeer in Syrien!). Damit wäre das Schwarze Meer kein russisches mehr und das Mittelmeer nicht mehr wirklich gut erreichbar. Das ist einer der wahren Gründe hinter der Krim-Annexion von 2014, usw..

Wenn Sebastopol nicht mehr sicher ist, dann schrumpft die russische Basis für den Ukraine-Krieg, Putins Einfluss im Schwarzen und Asowschen Meer (und auf alle dortigen Handelsrouten), sogar der Zugang zum Mittelmeer ist in Gefahr. Das wäre ein substantieller Einbruch der klassischen Sicherheitsphilosophie und Wirtschaftsstärke Russlands- als Folge von Putins Invasion. Selbst russische Hardliner müssten erkennen, dass Putin überpokert hat- die „Tauben“ (gibt’s die überhaupt in Russland?) sowieso.

Außerdem werden die Zivilisten (und Militärs) auf der Krim dann bald die Koffer packen, die Touristen gar nicht mehr kommen, die Preise für Immobilien und Handelswaren fallen, Chaos drohte in Putins Neuerwerbung von 2014. Wenn die Krimbewohner wegrennen, rennen auch irgendwann die Besatzer in der Ukraine weg, usw. Dominoeffekt.

Vorsicht vor zu viel Optimismus

Klingt gut, in der Theorie. So kann und könnte es jedenfalls die nächsten Wochen und Monate weitergehen. Indem die Phase der glücklosen Bodenoffensive einfach übersprungen wird, könnte die Offensive letztlich doch mit einem Erfolg enden. Aber….

Wieviele Raketen und Drohnen haben die Ukrainer? Viele, aber reicht das für eine mittelfristige Dauerbelagerung der Krim? Und die Ukraine hat komische Verbündete. Die warten oft so lange, bis die Ukraine fast verliert, bevor sie den nächsten Schritt tun. Und wo ist jeweils ihre rote Linie? Die USA liefen Abrahams und Marschflugkörper nachdem die Sommeroffensive (fast) vorbei und fast verloren ist! Wieviele Mittelstreckenraketen werden die Verbündeten liefern? Ab wann ist Schluss? Sebastopol ja grade noch, Kerschbrücke nein, ist schon zu russisch? Oder erst beim russischen Militärflughafen am Asowschen Meer? Oder erst beim Südkommando in Rostow? Oder?

Und, man sollte auch die Russische Armee nach wie vor nicht unterschätzen! Jede Drohne und Rakete die vom Himmel fällt wird schleunigst geborgen und von Spezialisten analysiert. Die Russen lernen nach wie vor von der Technik des Gegners, und sie lernen nach wie vor schnell. Abwehrsysteme werden modernisiert, neue Angriffswaffen entwickelt. Permanent! Man kann nur hoffen, dass die Motivation und Flexibilität bei den Ukrainern ihre Erfinderpfiffigkeit begünstigt, während Bürokratismus und Braindrought und Sanktionen die russische Innovationsfähigkeit tendenziell begrenzt. Ganz sicher kann man sich aber nicht sein, dass das so ist, weil Russland eben mehrfach größer ist als die UA.

Mit anderen Worten: die ganze Scheiße kann noch lange dauern.

Anmerkung zu den Fortschritten bei Bakmut. Ua-Monitoring  17.9.2023

Durchbruch oder Bluff?

Wie hoch sind die Verluste auf Seiten der UA?

 

Bakmut

Blufft die UA Erfolge, um ihre bisher eher bescheidenen Offensive-Fortschritte aufzuwerten? Oder kaschiert die ru Seite veritable Niederlagen? Aufschlussreich Bakmut. Offenbar ist die UA Seite wirklich deutlich durch die ru Linien im Süden der Stadt Richtung Osten durchgebrochen. Die Linie Kлещеевка — Андреевка  war über Wochen die Frontlinie.  Die Russen dementieren die Einnahme des Dorfes Андреевка . Faktisch ist dies aber eine indirekte Bestätigung der UA. Ein Video aus dem Netz ist aufschlussreich. Es zeigt das vollkommen zerstörte (kleine) Dorf. UA Soldaten bewegen sich relativ frei. Russische Soldaten ergeben sich. Dann schießt russische Artillerie fast mitten in diese Ansammlung.  Das ist die Lage vor 19 Stunden, als die erwähnten Meldungen abgesetzt wurden. Die UA bezeichnet das als erobert, die ru als „Grauzone“ zwischen den Fronten. Die in der ru Meldung erwähnte Eisenbahnlinie, liegt noch östlich vom Dorf. Es ist eine Art Damm in einem sumpfigen Gebiet, somit eine „ideale“ Barriere, hinter der sich jetzt wohl die Russen verschanzt haben. Hier behauptet auch die UA nicht, diese überwunden zu haben.

Also die UA macht Fortschritte, aber langsam, sehr langsam, von Durchbruch noch keine Rede, und den Russen gelingt es wohl immer noch, bei Rückzügen neue Verteidigungslinien (mit Minen etc.) zu bauen.

Viel spannender ist die Frage, wie der Gebietserfolg von statten ging. Angeblich hat die UA eine ganze russische Brigade (theoretisch 1000 Mann) aufgerieben. Wie das Fotos zeigt, werden Gefangene gemacht oder Russen kapitulieren. Im Prinzip ist das das Szenario auf das die UA hoffen kann. Die Schläge im Hinterland gegen den Nachschub und an der Front zermürben Frontabschnitte so, dass sie zusammenbrechen und die UA dann mit ihrer (offenbar immer noch vorhandenen, aber schwindenden) Reserve nachrücken kann. So in etwa lief es bei den Erfolgen im letzten Jahr. Das Interessante an Bakmut ist, dass die UA hier diesem Szenario offenbar relativ nahe gekommen zu sein schein.

Die zweite strategische Option ist, wie gestern erwähnt, die Krim zum unsicheren Land zu machen, um Putin (auch) politisch zu schwächen.

Die dritte Option ist der stete Versuch, den Dnjpr zu überqueren und vom Westen seitlich in die ru Kräfte reinzugrätschen. Die vielen Versuche, Brückenköpfe zu bauen, sind aber bisher kaum wirklich erfolgreich.

 

 

UA Verluste- wie hoch sind sie wirklich

Insgesamt alles sehr mühselig und verlustreich. In ru soz Medien kursiert eine Ansprache eines ua Rekrutierungsoffiziers, der angeblich berichtet, dass von einst 100 Leuten, die aus seiner Region in den Krieg zogen nur noch 20-30 einsetzbar seien, der Reste tot, verkrüppelt, stark verwundert, oder sonst nicht mehr zur Verfügung. Bei der Neurekrutierung seien bisher nur 15% erreicht, die Zahl der Freiwilligen gehe gegen Null. Die UA können nur noch gesetzlich unter Strafandrohung rekrutieren.

Ob das Video echt ist, kann ich nicht prüfen, auch nicht von wann es ist. Gefühlsmäßig scheint es aber kein fake und könnte, zumindest in einem Wehrbezirk der UA eine realistische Lage aufzeigen. (offizielle Angaben gibt es wegen der Zensur nicht!). Das hieße: Die heroische Zeit, wo patriotische Männer auf schnelle Erfolge gegen die Russen hofften und die Waffe in die Hand nahmen, ist vorbei. Die Ukraine opfert derzeit eine „ganze Generation“ von Männern (so hat es Karl Schlögel neulich illusionslos treffend formuliert), um nicht unterzugehen und Putin keinen Erfolg zu gönnen, den wir alle bitter bezahlen müssten. Und wir werden eines Tages beschämt sein, wenn wir die wirkliche Opferbilanz erfahren.

Spaltet Krim die Nato? H-und-G.info  Monitoring 16.8.2023.

 

Zur aktuellen ua Strategie

Streit um Gedenken zum Hitler-Stalin-Pakt in Deutschland. Frage des Gedenkens ist in Zeiten des Ukraine-Krieges Politikum

Noch mal. Hayday-Interview-Hinweis. Seine Erklärung zur Militärstrategie am Ende der ca 30. Min.

 

Spaltet die ukrainische Strategie die Nato? Kernfrage ist die Krim

Bisher sah es immer so aus, oder sollte es so aussehen, dass der Westen die Ukrainer (fast) vorbehaltlos unterstützt, um Russland zu knacken. Bei genauerer Betrachtung war das nie wirklich der Fall. Es gab immer die Bulls und die Bears. Am Anfang überhaupt, bei der Zustimmung zur Lieferung „besserer“ Waffensysteme, eigentlich bei jeder Etappe. (offensiv/defensiv, weitreichende Artillerie, Westwaffen überhaupt, Helikopter, Panzer, Raketen, Flugzeuge, etc.) Bei gutem Willen konnte man da herauslesen, dass es den einen darum ging, zu vermeiden, dass der Krieg (unnötig) eskaliert. Die anderen taten so, als ob sie alles auf eine Karte setzten. Ein wenig das berühmte god by-bad boy Spiel….

Jetzt aber gibt es ein strategisches Problem. Die Ukraine will ganz offensichtlich ihre Schwächen bei den Bodenoperationen dadurch ausgleichen, dass sie verstärkt „Russland“ angreift (Moskau, Beogorod/Kursk, Donezk-City), um den Russen da Gefühl zu  nehmen, dass Putin ihre Beschützer ist. Vor allem aber geht es um die Krim! Die verstärkten Angriffe auf die Brücken, und Sebastopol u.a. zeigt dies. Serhay Gaiday, der Ex-Gouverneur von Luhansk, offenkundig ein wichtiger Mann Selenskjis, hat das im Interview mit mir erklärt (s. youtube bzw. H-und-G.info). Sie wollten die Russen von der Krim vertreiben, bzw. die Krim so unsicher machen, dass die Russen von Putin die Nase voll haben, bzw. anfangen zu verhandelt. Das wichtigste taktische Ziel sei, dass die Krim in Schlussweite kommt. Das bezeichnete er als wichtiger als dir Rückeroberung „seines“ Oblast Luhansk.  Der Westen hat lange Zeit die Rückeroberung der Krim als letzten Punkt auf der Agenda, sogar als Verhandlungsmasse für Putin angesehen, die Ukraine hat die Krim jetzt offenbar (vielleicht auch um die Appeaser im Westen auszuhebeln) auf Rang 1 der Strategischen Ziele gesetzt.

Laut soc media sind die Schwarzmeerschiffe durch französische und britischer Marschflugkörper getroffen worden, während man angeblich in den USA diese Aktion kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen hat. (Sebastopol ist jenseits der Eroberung vertraglich fixierter Marine-Stützpunkt von Russland am Schwarzen Meer, also so etwas wie russisches Kernland.)

Ist es also so, dass ein Teil der Nato die Krim-Strategie der UA aktiv unterstützt, während die USA (und Scholz, der keine Taurus-Raketen schicken  will) bremsen? Oder ist das nur eine weitere Facette im good by-bad-boy-Spiel, das Putin kaputtspielen soll? Ru Kanäle  behaupten seit langem, dass insbesondere die ua Angriffe im Bereich des Schwarzen Meeres mit Drohnen von US-Aufklärungssatelliten und –Flugzeugen vorbereitet werden, die die Koordinaten der Ziele ermitteln. Da diesbezüglich Satellitenaktivitäten an Hand der Intenisität des Datentransfers wohl zu beobachten sind, dürfte dies keine reine Propagandabehauptung sein.

 

H-und-G.info Interview

"Ich weiß nicht was eine Tasse Caffee in Berlin kostet, wir zahlen mit Menschenleben"

 

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H-und-G.info Interview

mit dem ehemaligen Gouverneur von Luhansk, Serhyi Hayday

(Russisch in voller Länge, geraffte Übersetzung in Deutsch voice over)

Link auf youtube:

 

H-und-G.info Kontroverse

 

Gemeinsame oder gespaltene Erinnerung?

 

Der Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes in Potsdam endete im Streit- und einer Aussperrung. Richtige Entscheidung oder Skandal? Die Diskussion darüber hält an.

 

Am 23. August sollte in Potsdam wie jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Tages des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus stattfinden. Memorial Deutschland und der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis hatten dazu einladen wollen. Die Veranstaltung sollte in der Gedenkstätte stattfinden, die sich seit einigen Jahren neben dem ehemaligen KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße befindet. Prominente Redner, wie die Botschafterin Lettland und der Oberbürgermeister der Brandenburgischen Hauptstadt hatten als Redner zugesagt. Aber sie mussten an einen anderen Ort ausweisen. Die Leitung der Gedenkstätte hatte ihnen der Zutritt verwehrt.

 

Es geht hier keineswegs um eine Provinzposse, sondern um die grundsätzliche Frage, ob man der angesichts der Verantwortung der Deutschen für den Holocaust und zweiten Weltkrieg in Deutschland der Opfer der europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts gemeinsam an einem Tag gedenken kann. Doch die Aussperrung u.a. von Memorial, der Menschenrechtsorganisation, die in Russland kriminalisiert wird, und wie ein Kotau vor Putin wirkte, erzeugte einen Medienwirbel und dürfte ein Nachspiel haben.

 

Denn die Potsdamer Gedenkstätte gehört zum Verbund Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, deren Leiter, Axel Decoll, sich explizit hinter das Verbot stellte. Die Hauptträger und Finanziers der Stiftung sind die Bundesregierung, die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) so wie das Land Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Forschung und Kultur, die auch im Stiftungsrat vertreten sind. Offenbar waren sie, vorab informiert. Insofern geht es um eien grundsätzliche Positionsbestimmung der Diktatur-Gedenkstätten angesichts der Invasion in der Ukraine.

 

H-und-G.info bat die Hauptbeteiligten um eine Stellungnahme und dokumentiert die unterschiedlichen Positionen. Überaus lesenswert ist der Beitrag der Botschafterin Lettlands Alda Vanaga, die aus Anlass dieser Veranstaltung die Leiden ihres Volkes unter der NS- und Sowjetbesatzung in Folge des Hitler-Stalin-Paktes beschrieb. Auch sie war ausgeladen worden und musste mit den anderen Teilnehmern in einen Ort 200 Meter von der Gedenkstätte entfernt ausweichen.

 

Beiträge

 

Dr. Ins Reich, Leiterin der Gedenkstätte Leistikowstraße, angefragt, Zusage, Artikel steht noch aus.

 

Stellungnahme der brandenburgischen Gedenkstättenstiftung, 15.9.2023

 

Prof. Karl Schlögel. MAZ. Historiker Karl Schlögel kritisiert eine Entscheidung der Stiitung Brandenburgische Gedenkstätten. Link

 

Gisela Rüdiger, GEDENK- UND BEGEGNUNGSSTÄTTE EHEMALIGES KGB-GEFÄNGNIS POTSDAM e.V.: Warum ist uns der 23.August als Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus so wichtig.

 

Stellungnahme der Pressestelle uer Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) 7.9.2023

 

Ministerium für Kultur und Forschung Brandenburg, angefragt, Zusage, Artikel steht noch aus.

 

Alda Vanaga,Botschafterin der Republik Lettland, Rede aus Anlass des Jahrestages, der Hitler-Stalin-Paktes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H-und-G.info Kontroverse

 

Gemeinsame oder gespaltene Erinnerung?

 

Der Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes in Potsdam endete im Streit- und einer Aussperrung. Richtige Entscheidung oder Skandal? Die Diskussion darüber hält an.

 

Am 23. August sollte in Potsdam wie jedes Jahr eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Europäischen Tages des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus stattfinden. Memorial Deutschland und der Verein Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis hatten dazu einladen wollen. Die Veranstaltung sollte in der Gedenkstätte stattfinden, die sich seit einigen Jahren neben dem ehemaligen KGB-Gefängnis in der Leistikowstraße befindet. Prominente Redner, wie die Botschafterin Lettland und der Oberbürgermeister der Brandenburgischen Hauptstadt hatten als Redner zugesagt. Aber sie mussten an einen anderen Ort ausweisen. Die Leitung der Gedenkstätte hatte ihnen der Zutritt verwehrt.

 

Es geht hier keineswegs um eine Provinzposse, sondern um die grundsätzliche Frage, ob man der angesichts der Verantwortung der Deutschen für den Holocaust und zweiten Weltkrieg in Deutschland der Opfer der europäischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts gemeinsam an einem Tag gedenken kann. Doch die Aussperrung u.a. von Memorial, der Menschenrechtsorganisation, die in Russland kriminalisiert wird, und wie ein Kotau vor Putin wirkte, erzeugte einen Medienwirbel und dürfte ein Nachspiel haben.

 

Denn die Potsdamer Gedenkstätte gehört zum Verbund Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, deren Leiter, Axel Decoll, sich explizit hinter das Verbot stellte. Die Hauptträger und Finanziers der Stiftung sind die Bundesregierung, die Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) so wie das Land Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Forschung und Kultur, die auch im Stiftungsrat vertreten sind. Offenbar waren sie, vorab informiert. Insofern geht es um eien grundsätzliche Positionsbestimmung der Diktatur-Gedenkstätten angesichts der Invasion in der Ukraine.

 

H-und-G.info bat die Hauptbeteiligten um eine Stellungnahme und dokumentiert die unterschiedlichen Positionen. Überaus lesenswert ist der Beitrag der Botschafterin Lettlands Alda Vanaga, die aus Anlass dieser Veranstaltung die Leiden ihres Volkes unter der NS- und Sowjetbesatzung in Folge des Hitler-Stalin-Paktes beschrieb. Auch sie war ausgeladen worden und musste mit den anderen Teilnehmern in einen Ort 200 Meter von der Gedenkstätte entfernt ausweichen.

 

Beiträge

 

Dr. Ins Reich, Leiterin der Gedenkstätte Leistikowstraße, angefragt, Zusage, Artikel steht noch aus.

 

Stellungnahme der brandenburgischen Gedenkstättenstiftung, 15.9.2023

 

Prof. Karl Schlögel. MAZ. Historiker Karl Schlögel kritisiert eine Entscheidung der Stiitung Brandenburgische Gedenkstätten. Link

 

Gisela Rüdiger, GEDENK- UND BEGEGNUNGSSTÄTTE EHEMALIGES KGB-GEFÄNGNIS POTSDAM e.V.: Warum ist uns der 23.August als Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus so wichtig.

 

Stellungnahme der Pressestelle uer Beauftragten für Kultur und Medien (BKM) 7.9.2023

 

Ministerium für Kultur und Forschung Brandenburg, angefragt, Zusage, Artikel steht noch aus.

 

Alda Vanaga,Botschafterin der Republik Lettland, Rede aus Anlass des Jahrestages, der Hitler-Stalin-Paktes

 

 

 

 

Gesendet: Donnerstag, 07. September 2023 um 10:52 Uhr
Von: d-k-g@gmx.net
An: d-k-g@gmx.net
Betreff: Salon zum Thema Ukraine

Literarischer Salon Ekke Maaß | Deutsch-Kaukasische Gesellschaft

Schönfliesser Strasse 21 | 10439 Berlin | Tel: +49 30 4457006 | Mobil +49 171 1773543 

Mail: d-k-g@gmx.net | Internet: www.d-k-g.de | www.giwi-margwelaschwili.de | www.ekkemaass.de

 

 

 

 

 

 

 

Detlef Stein Gedächtnisbibliothek zu Osteuropa eröffnet

Erste öffentlich zugängliche Bibliothek auf dem ehemaligen Stasi-Gelände in Berlin

September 2023

Tausdende Bücher, Fachzeitschriften und Materialien hat der vor zwei Jahren verstorbene Vorstand des Bürgerkomitees 15. Januar e.V. und Berliner Verleger Detlef W. Stein zu s e i n em Thema Osteuropa und Südosteuropa gesammelt. Dank der Witwe und mit Förderung der Bundesstiftung Aufarbeitung macht der Berliner Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15. Januar diese jetzt für Interessierte öffentlich zugänglich. Wenige Tage nach den Jahrestagen des deutschen Angriffes auf Polen und dem Hitler-Stalin-Pakt, der für den Zweiten Weltkrieg die Voraussetzungen schaffte, wird die Bibliothek jetzt eröffnet.

"Wir sind allen, die es möglich gemacht haben, dass wir jetzt ein Angebot zu diesem aktuellen Themenbereich anbieten können, dankbar. Dies gilt insbesondere Detlef Stein, der schon früh ein Gespür dafür hatte, dass die Region östlich und südlich von Oder und Elbe vermehrt von Wichtigkeit auch für unsere Gegenwart und Zukunft sein wird. Allerdings hat er auf eine friedliche Entwicklung miteinander gehofft und wäre sicher entsetzt, dass der russische Angriff auf die Ukraine derartige Fortschritte gegenwärtig zunichte macht. " so Christian Booß, Beauftragter des Aufarbeitungsvereins Bürgerkomitee 15. Januar e.V..

Vorerst nur nach Anmeldung und Vereinbarung sind die Bücher an einzelnen Tagen vor Ort einsehbar.

Die Bücher sind nach Ländern und Themen vorläufig geordnet und der Verein ist seit einigen Monaten dabei sie bibliographisch zu erschließen. Auch Länderordner mit Zeitungsartikeln und Aufsätzen können teilweise angeboten und eingesehen werden.

Schwerpunkte sind Themen der Politik und Geschichte aus dem ehemaligen Herrschaftsgebiet der Sowjetunion und Ex-Jugoslawien. Auch eine kleine DDR/Ostdeutschland- Handbibliothek kann angeboten werden. Es ist damit die erste öffentllich zugängliche Bibliothek zu diesem Thema auf dem ehemaligen Stasi-Gelände.

„ In einer Zeit, wo nolens volens das Interesse an dem Geschehen jenseits der Oder stark gewachsen ist, und zehntausende von Flüchtlingen und Migranten aus diesen Ländern in der Stadt sind, ist es auch und gerade im Interesse der Aufarbeitung, sich diesem Thema stärker zu widmen.“ So die ehemaligen Vorstände Dr. Christian Booß und Dr. Stefan Wolle, die das Projekt angeschoben haben.

Wir nehmen auch gerne in begrenztem Maße Bücher entgegen, derzeitig vorrangig solche, die sich mit aktuellen Fragen der Ukraine-Krise beschäftigen.

 

Anmeldungen, Nachfragen unter, Bueko_Biblio@web.de

 

Mehr zum Thema: Bueko_1501_berlin@web.de

Aufarbeitungsverein Bürgerkomitee 15. Januar e.V.

Haus 1 Ruschestr. 103

10365 Berlin

www.buergerkomitee1501berlin.de

 

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Verantwortlich

 

Dr. Christian Booß

 

Bürgerkomitee 15. Januar e.V. Haus1 Ruschestr. 103, 10365

 

E-Mail bueko_1501_berlin@web.de

 

0171-5311140

 

 

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H-und-G.info Interview

mit dem ehemaligen Gouverneur von Lunhansk.

Es geht um die Krim!

Link hier: http://h-und-g.info/

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H-und-G.info Interview

mit Prof. Jörg Baberowski, HUB

Wie verändert der Krieg Russland und die Ukraine

Mai 2023. Videohier...

 

 

 

 

 

Es geht bei den Kriegszielen nicht primär um Landgewinne, sondern um Politik und Psychologie

H-und-G.info Interview mit dem ehemaligen Gouverneur von Luhansk, Serhyi Hayday

 

 

Der ehemalige Gouverneur von Luhansk/Donbas erläutert den Grundgedanken der derzeitigen Militärstrategie der Ukraine. Es geht darum, so weit vorzurücken, um die Krim beschießen zu können. Das ist mit den derzeit vom Westen gelieferten Waffen (Distanzbeschränkung bei Raketen und Artillerie) nicht möglich. Hayday berichtet vor allem über seine Tätigkeit als Gouverneur vor dem Krieg und als Leiter der Militärverwaltung nach dem Krieg. Derzeit ist er ohne „Job“, seine Verwaltung existiert nicht mehr und Kasachstan verweigert ihm auf Grund des Druckes den Russland ausübt, die Akkreditierung…..Hayday äußert sich auch zu Fragen der Kriegsmüdigkeit in Europa (und im eigenen Land). (Russisch in voller Länge, geraffte Übersetzung in Deutsch voice over)

Interview Christian Booß, H-und-G.info, Berlin

Link auf youtube: https://youtu.be/g0oHXaskEqs

Link auf H-und-G.info: http://h-und-g.info/

 

H-und-G.info Monitoring vom 28. 8. 2023

Wolodja allein zu Haus

Putins Krieg zeigt nach 1 ½ Jahren: Er hat sein Reich nicht sicherer gemacht. Ganz im Gegenteil. Der (mutmaßliche) Tod Prigoshins offenbart. Putins Krieg frisst seine Kinder. Nicht einmal das russische Kernland ist mehr sicher, geschweige das Donbas.

Die verpatzte Mondlandung wirkt wie ein Mentekel.

 

 

Putin allein zu Haus- Multipolare Welt formiert sich ohne ihn

 

Es wirkte jämmerlich. Die Staatsschefs der Brics Staaten versammeln sich zum Gruppenbild in Südafrika. Putin kann nur eine Grußbotschaft per Video schicken. Er konnte nicht persönlich kommen, weil Südafrika den Haftbefehl des internationalen Gerichtshofes respektiert und Putin verhaftet hätte. Die eigentliche Schlacht um die Frage, wer künftig den Ton in der Welt angibt, Putins Lieblingsthema seit der Münchner Sicherheitskonferenz von 2008, wird nicht im Donbas oder im Kreml geschlagen, sondern ohne ihn in Südafrika. Die „Helden“ der nichtwestlich orientierten Staaten heißen Ramaphosa (SA) Lula (Brasilien) und der heimliche Gewinner, XI. Mit den Neuaufnahmen repräsentieren sie nominell ca ½ der Weltbevölkerung und Wirtschaftskraft. Der Westen dankt deswegen noch lange nicht ab. Die USA dominieren den Westen/die Nato/ G 7, G 20 weiterhin wirtschaftlich/finanzpolitisch/militärisch, aber die Brics-Gemeinschaft kann und sollte man nicht mehr als Versammlung von Möchtegern-Herrschern abtun. Der Westen als Leitbild für alle ist keine Selbstverständlichkeit mehr, nicht nur in Wirtschafts- und Finanzfragen. Leider auch in Systemfragen. Die meisten Bricsstaaten orientieren sich nicht am Modell des liberalen Verfassungsstaates, sondern sind populistisch bis autoritär verfasst. Zwei Lichtblicke. V.a. Südafrikas Antiapartheidaktiv ist Ramaphosa drängt auf Geltung von (Menschen-) Recht. Und Kriegstreiber Putin ist nicht dabei. Wenn der Westen klug ist (was nicht sicher ist), nutzt er diese Chance.

 

Menetekel im All

Wenn Präsidenten nichts mehr einfällt, womit sie ihr Volk beeindrucken, brechen sie einen Krieg vom Zaun oder agieren symbolisch. Missionen im All sind solche symbolischen Interaktionen (s. Kennedy/Chrustchow). Das phallisch aufgeladene Mondlandungsmanöver, ging in die Hose. Jeder sieht. Es läuft derzeit nicht wirklich rund für Putin.

 

Putins Krieg frisst seine Kinder

 

Das System Putin verfolgte, marginalisierte, kriminalisierte und tötete bisher schon Gegner. Diese stammten aber ganz überwiegend (abgesehen von KGB-Überläufern) aus dem tendenziell liberalen, westlich orientierten Lager. (Das trifft auch auf die Oligarchen zu, die in letzter Zeit aus dem Fenster fielen.). Prigoshins (mutmaßlicher) Tod markiert eine Wende.

Während die „liberalen“ Kriegsgegner/Kritiker von Anfang verfolgt wurden, hatten die Nationalistischen Kreise lange eine bemerkenswerte (Narren-)freiheit. Sie konnte abenteuerliches fordern, wie den Einsatz von Atomwaffen, die Eroberung eines Korridors nach Kaliningrad, etc. oder die russische Armeeführung wegen Unfähigkeit kritisieren. Es gab so etwas- auch wenn das hier keiner hören mag- wie einen Pluralismus von Rechts in Putins Russland. Putin brauchte diese Kreise, um einen Konsens zur Unterstützung seiner imperialen Ambitionen abzusichern, ideologisch wie physisch durch Einsatz von Freiwilligen und Söldnern und Stillhalten von Rekrutierten und deren Verwandten. Seit einige weitergingen und Putin selbst kritisierten (Girkin/Prigoschin-Lager) und Putins Armeeführung sich konsoldierte (erfolgreiche Abwehr der UA Offensive in UA), kann Putin jetzt auch gegen solche vorgehen, die nicht kuschen (wie der Tschetschene Kadyrev, oder der Kanal War Gonzo, die zu ´Kreuze gekrochen sind.)

Der Wagner-Söldner Unternehmer Prigioshin war sicher kein angenehmer Zeitgenosse. Aber sein mutmaßlicher Tod ist ein alarmierendes Zeichen. Sollte es nicht ein technischer Defekt gewesen sein, der sein Flugzeug nördlich von Moskau zum Absturz brachte (ist momentan noch nicht ausgeschlossen, wahrscheinlicher gilt derzeit Bombe an Bord), so liegt die Vermutung nahe, dass ihn jemand aus dem Putin-Lager beseitigte. (Wagner-Anhänger: Mord durch Verräter). Das hieße, dass Putins System weiter auf dem Weg voranschreitet, politische Differenzen mit Gewalt, nicht auf verfassungsmäßigem Wege zu bewältigen. Die Verrohung der herrschenden Elite schreitet damit voran. Putins Herrschaft wird immer "asiatischer", ähnelt daran, wie etwa Kim Il Yung seine Gegner beseitigte. Nach Igor Girkin, dem Geheimdienstler hinter dem Donbas-Krieg von 2014, der kürzlich verhaftet wurde, sind nun offenbar weitere Kritiker des Putin-Clans ausgeschaltet worden. Auffällig ist, dass fast zeitgleich mit dem Absturz der Progoshin-Verbündete im Verteidigungsministerium, Sergei Wladimirowitsch Surowikin, der nach dem Prigoshin-Putsch verschwunden war, kontrolliert kalt gestellt wurde. (Entmachtet aber nicht amtsenthoben)

Wenn auch Dimitri Utkin, der militärische Führer der Wagner-Söldner im russischen Einflussraum, und Architekt des Putsches und andere mit an Bord des Todesfliegers gewesen sein sollten, wie die Passagierliste es ausweist, wäre die Wagner-Truppe quasi führungslos. Eine Privatarmee mit noch vor kurzem mehreren 10.000 Personen im russischen Einflussbereich, mit Artillerie, Drohnen, Panzern, Flugzeugen, finanzielle Ressourcen.

 

Sicher ist darin zunächst ein Machtgewinn Putins zu verzeichnen, der –wie auch immer- Unsicherheitsfaktoren ausschalten konnte. Aber langfristig sieht das schon ganz anders aus: Jeder sieht, wie instabil Putins System eigentlich ist, wenn er jetzt im grundsätzlich eigenen Lager zu terroristischen Mitteln greifen muss. Die meisten Russen erinnern durchaus (negativ) die Zeit des stalinistischen Terrors, der fast jeder Familie irgendwie traf. Bei allem Verständnis für die „Bestrafung von Verrätern“, dürfte es ein Unbehagen in den Eliten geben (Who`s next?), wohin das Kriegsregime Putins das Land und sie eigentlich führt. Ein scharfsinniger Insider, meinte Russland sei auf dem Weg zurück in die 1990er Jahre. D.h. die Instabilität der Banden- und Cliquenkriege, wo es kein eindeutiges staatliches Machtmonopol mehr gab. Leider macht der Westen diesen Kreisen bisher keinerlei Angebote und hat sie bisher durch pauschale Sanktionierung eher in die Putin-Ecke getrieben.

 

Auch wenn die Ausschaltung dieser prominenten und in nationalistischen Kreisen durchaus populären Soldateskaführer viele einschüchtern dürfte, es schürt auch den Unmut.

 

Die führungslosen Wagner-Milizionäre dürften- das zeigen Reaktionen in den Militärblogs (schon seit Bakmut), dürften sich von der regulären Armee anheuern lassen, ggf. Stunk machen oder ihren Job (mangels finanziellen Angeboten) an den Nagel hängen und nach Hause gehen. Hier liegt ein Risiko. Schon jetzt gab es in mehreren Städten in Russland Trauerbekundungen mit Kranzniederlegungen von Wagner-Leuten. Während bei solche Trauerbekundungen zugunsten ukrainischer Opfer sofort die Polizei oder das FSB einschreiten, wagt Putin dies in diesem Fall nicht. Wagner hat 30-50 Rekrutierungsbüro m ganzen Land verstreut. Diese sind zumeist bei Kampfsportzentren angesiedelt und mit örtlichen privaten Sicherheitsdiensten verbandelt. Hier dürfte sich künftig das Potential der „frustrierten“ Wagnerianer ansiedeln. Nationalistisch bis Rechtsradikal, Gewaltbereit- und –trainiert. Nationalrevolutionär gesinnte Machos und Kampfmaschinen, die gegen die herrschenden eingestellt sind. Solcher Leute können es schon mit den staatlichen Sicherheitsorganen aufnehmen, wenn sich nicht ohnehin mit diesen verflochten sind.

 

Russland ist seit dem 24. Februar 2022 nicht sicherer, sondern unsicherer geworden.

Putins Kriegsziele hatten aus russischer Herrschaftsperspektive durchaus eine gewisse Rationalität. Im Donbas gab es ständige Scharmützel an der Demarkationslinie zur Ukraine (auch unter Beteiligung von ua Nationalisten), die UA stimmte der Volksabstimmung nach Minsker Abkommen/Steinmeier nicht wirklich zu; UA Eliten hofften sich mit Hilfe westlicher Militärhilfe/Ausbildung (die über die Briten schon intensiv lief), eines Tages das Donbas und die Krim zurückzuholen. (war sogar Poroshenkos Devise). Putin versprach also Ruhe an der Front, Schwächung der nationalistischen Milizen und militärische Schwächung der UA. Das ist der Kern seiner primären Kriegsziele, wenn man sie dechiffriert. Und so waren sie auch in Russland durchaus „populär“ und weitgehend akzeptiert.

 

Nach eineinhalb Jahren ist das Gegenteil eingetreten.

 

-Das russische Donbas ist zwar größer, aber permanent unter ua Beschuss. Fast kein Tag vergeht, ohne das auch die Großstadt Donetzk mit Raketen beschossen wird. (Was vor 2022 nicht der Fall war.) Die besetzten Gebiete haben hohe Verluste bei Soldaten und hohe Kosten.

 

-Die (nach eigener Auffassung) russische Krim wird täglich angegriffen. Zwei von drei Landzufahrten sind schon mehrfach durch Beschuss beschädigt. Die dort wohnenden Russen laufen Gefahr abgeschnitten zu werden.

 

-Die russischen Kernbevölkerung wird zwar geschont, zahlt aber inzwischen auch Blutzoll auf Grund der hohen russischen Verluste und hat z.T. materielle Einbußen auf Grund von Sanktionen und wirtschaftlichen Binnenproblemen.

 

-Putins Krieg bindet so viel militärische Kapazitäten, dass Russland kaum noch in der Lage wäre, sich konventionell gegen die Nato und/oder China zu verteidigen.

 

-Die russischen Grenzbezirke Sumy, Beogorod, Kursk, Rostow sind mehr oder minder Permanent unter ua Beschuss durch Artillerie, Raketen und Drohnen. Z.T. Kommandounternehmen. Das gab es vor dem 24. Februar nicht.

 

-Immer wieder werden sogar Ziele in den Tiefen Russlands von Drohnen getroffen. Da bringt zwar das Land nicht zum Einsturz, aber allein die psychologische Wirkung der Ausschaltung von Atombombern und die Stundenlange Sperrung der zivilen Flughäfen in Moskau dürfte beträchtlich sein.

 

Auch wenn derzeit ein schneller militärischer Sieg der UA als unwahrscheinlich gilt, hat die Variante Krieg, Russland nicht mehr an Sicherheit und Wohlstand gebracht, sondern im Gegenteil. Auch in Russland muss man sich die Frage stellen, ob nicht ein anderes Miteinander mit der UA, dem Westen nicht vorteilhafter wäre als die Variante Putin. (Mich erinnert das an die Zeit, als Honeckers Repressionsvariante nicht mehr funktionierten und Teile der jüngeren SED-Elite sich durch Reformen und Dialog zu retten versuchte. Ähnlich zuvor die Konstellation unter Gorbatschoff in der SU.)

 

Vielleicht scheitert ja der Putinismus aus sich selbst heraus. So lange der FSB, der Sicherheitsrat, die Palast- und Nationalgarde und wichtige Armeeteile hinter Putin stehen, mag Putin das Kremlzepter in der Hand halten. Aber wie lange noch?

 

Foto: Prigoshins Hauptquartier in St. Petersburg. Die Lichtinszenierung scheint eine Bestätigung seines Todes durch sein Unternehmen.

 

yyy

Das Überraschende an der Überraschung über die Minenfelder der Russen. H-und-G.info Monitoring 12.8.2023

Fast kein Tag vergeht, ohne dass das Sommerloch mit einer Meldung oder mit einer Expertenäußerung zu den russischen Minenfeldern gefüllt wird, die sich als schwierig zu überwindende Hürde für die Sommeroffensive der Ukrainer erweist. Als wäre das eine überraschende Erkenntnis.

Das wiederum überrascht mich. Erstens ab dem ersten Tag der Offensivphase der ukrainischen Offensive im Juni feixten russische Militärblogger, wie sich die Ukrainer in den Minenfeldern eine „blutige Nase“ holten. Unerfahrene Kommandanten dirígierten ihre Leute und Panzer geradezu kopflos in solche Felder hinein. Z.T. ziemlich präzise wurden Techniken beschrieben, dass manche Minen erst durch Fernsteuerung aktiviert würden, so dass die Ukrainer unbehelligt drüber hinwegfuhren, dann aber quasi in der Falle saßen, weil die Dinger beim Rückzug hochgingen. Usw. usw. . Allerdings kann das nicht alles an Erkenntnissen sein, die der Westen hatte, bzw. hätte haben können. Und das ist eines der Rätsel dieser Offensive. Die Hochrüstung der Demarkationslinie hat sich ja über Monate quasi vor den Augen der Welt vollzogen. Der ukrainische Widerstand lieferte pausenlos Bilder vom Nachschub an „Drachenzähnen“,  die mit LKWs, Tiefladern und der Bahn aus Russland und der Krim angekarrt oder in den besetzten Gebieten produziert wurden. Erste Karten von den befestigten Linien entstanden und wurden u.a. vom britischen Geheimdienst veröffentlicht. Zugegeben , diese Betonteile sich sicher leichter zu erkennen als Bodenminen. Dennoch, die westliche Luftaufklärung hat sich seit den ersten Kriegstragen gerühmt, sie könne die Gegenseite mit Drohnen und Satelliten beim Pinkeln beobachten. Also dürfte es ja nicht unentdeckt geblieben sein, dass russische Pioniere rund um die Drachenzähne Minenfelder einbuddeln. Oder? Sicher ist eine 1000 km lange Front nicht an jeder Stelle gleichermaßen dicht zu illustrieren. Aber das Prinzip hätte man doch erkennen können müssen. Und die Typen der Minen müssten nach so langer Kriegszeit mit sich verschiebenden Frontabschnitten durch Beutestücke und deren Analyse auch lange vor der Offensive bekannt gewesen sein. Oder hat da die Militäraufklärung etwas Grundsätzliches verschlafen; vielleicht weil sie zu sehr von der Unfähigkeit der Russen überzeugt ist; Scheuklappen sind der Niedergang der Analytik. Warum, aber, so fragt man sich, wurde denn diese Minenfelder im Vorfeld so wenig thematisiert; wieso lässt man die Ukrainer gegen diese tötliche Wand laufen, ohne dass sie offenbar genügend davor gewarnt und davor ausgerüstet sind; gab/gibt es nicht Alternativen, die weniger grausam sind; hätte man die Ukrainer nicht deutlich früher mit Waffen ausrüsten müssen, die die Minen umgehen, bzw. überfliegen, also Flugzeuge? Die gleiche Frage stellt sich übrigens bei den russischen Kampfhubschraubern, die ziemlich effektiv gegen ukrainische Offensivversuche vorgehen…Ich wundere mich, aber nicht über die Minenfelder, sondern die Verwunderung, die sie jetzt erst auslösen.

 

 

aus technischen Gründen leider nur als Anhang-kein Spam-CBooß

 

 

 

Offensive mit halber Kraft oder Abnutzungskrieg. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  10.-11.6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Nachrichtenlage schwierig

Ukrainische Offensive tut sich schwer, ist aber auch nicht voll entfaltet

Russische Verteidigung effektiv

AKW-Zap fragile Stabilität-Kühlung notfalls aus Trinkwasserbrunnen

Wasserkrise. Massentrinkwasserversorgung aus Tankwagen und Flaschen

Neue Theorien zum Staudammbruch im Umlauf

 

 

Asymetrische Nachrichtenlage von der Front

Die Nachrichtenlage ist schwierig. Die Ukraine hat fast komplett dicht gemacht, veröffentlicht einerseits grobe Tendenzen (Offensiv und Defensivhandlungen) , andererseits in den täglichen Bulletins eine solche Menge von Detailinformationen, dass daraus kein klares Bild entsteht.

Die russische Seite lässt nach wie vor, einige Militärblogger berichten, wobei die Berichte nicht vollkommen geschönt zu sein scheinen, auch wenn die Misserfolge der UA momentan stark herausgestellt werden. Aber nach den Misserfolgen in 2022 bestehen die ru Militärblogger darauf, eigene realistische Analysen anzufertigen, und das wird wohl teilweise konzediert.

Ukrainische Offensive tut sich schwer-oder schon Abnutzungskrieg

Wenn die russischen Blogs nicht vollkommen lügen, scheint sich die UA schwer zu tun, in an der Zaporischschja-Front, wirkliche Durchbrüche zu erzielen. Sie hat wohl an 4-5 Stellen angegriffen, mit wechelhaftem Erfolg. Mehrfach wurde von Verlusten an Panzern (auch Leopard) und Bradley-Truppentransportern berichtet. Dies wurde inzwischen tendenziell auch von der UA und Rheinmetall bestätigt. Nach ua Quellen hat die UA daraufhin ihre Taktik geändert, greift mit Kleingruppen ohne Panzer an, zieht sich schnell wieder zurück, wenn Widerstand kommt.

An einer Stelle soll die Gefahr bestanden haben, dass Ru Kräfte umzingelt werden, die sich zurückziehen mussten. Die UA soll zumindest zeitweise vorgedrungen sein.

Das Hauptkontingent der UA Armee ist aber noch nicht im Einsatz, wird angeblich derzeit Richtung Osten umgruppiert.

 Es gibt auch Meldungen, wonach die UA planen könnte über den nach dem Staudammanschlag niedrigen Dnjpr vorzustoßen.

Russische Verteidigung effektiv

In Zap, wo seit Monaten eine Angriff der UA erwartet wurde, und die RA Zeit hatte, Verteidigungsanlagen aufzubauen, sind diese wohl sehr effektiv. Das sind sich ausnahemsweise alle ru Blogger derzeit einig. Sie bestehen aus mehreren Linien, bis zu 35 km tief. Mehrfach soll die UA schon in Minenfelder geraten sein, die teilweise ferngesteuert sind. Die Drohnenaufklärung und die Schüsse der Artillerie und Luftwaffen scheinen teilweise relativ präzise ihr Ziel zu erfassen und zu treffen, jedenfalls, wenn man den veröffentlichten Videos trauen kann. Neben Artillerie sind auch v.a. Kampfhubschrauber im Einsatz.

Zermürbungstaktik

UA Analysten vermuten, dass die UA die russische Front durch Angriffe und Schläge im Hinterland gegen die Logistik, ermüden und dann in die Flucht  treiben möchte. Ru Quellen vermuten, dass der Höhepunkt der Schlacht Ende Juni, Juli eintreten wird, wenn  auch die meisten Westwaffen im Land sind.

Erfolge bei Bakmut

Die UA ist offenbar an mehreren Stellen bei Bakmut vorgedrungen, aber kein Durchbruch.

 

AKW-Zustand fragile Stabilität-Kühlung notfalls aus Trinkwasserbrunnen

 

Das AKW Zaporischja befindet sich im Ausnahmezustand. Normalerweise wird es durch den Fluss Dnjepr gekühlt. Wegen des Dammbruchs ist der Wasserpegel so niedrig, dass das nicht mehr funktioniert. Ein Kühlbecken übernimmt die Funktion. Allerdings fürchten manche, dass das Becken nicht halten könnte, weil jetzt der Gegendruck des Flusses an den Wänden fehlt. Aber noch halten sie. Auch kann Kühlmittel verdunsten. Die UA Atomenergiebehörde versucht Wasser aus dem Flussrest und notfalls aus anderen Quellen wie Trinkwasserbrunnen (!) heranzupumpen. Das gesamt Kraftwerk ist jetzt in den Kaltmodus überführt worden, den niedrigst möglichen Zustand. Erschwerend kommt die russische Besatzung des AKW hinzu, weil nicht klar ist, ob sie die fachlichen Anweisungen/Ratschläge der UA Experten umsetzt. Es herrscht eine Art von Doppelherrschaft im AKW.

 

Trinkwasserkrise

Nach der Energiekrise des Winters nun Trinkwassermangel für 700.000 Menschen zu befürchten. Die ersten Ortschaften werden durch Tankwagen und Wasserflaschen versorgt.

Ursachen für Staudammbruch

Ru Blogger verweisen auf US-Meldungen, wonach die UA Testangriffe auf den Staudamm gemacht haben soll. Es gab auch Vermutungen zu einen externen Angriff von einem Boot. Es gibt allerdings norwegische Meldungen, wonach seismograpisch eine Explosion nachweisbar ist. UA Staudammverantwortliche vereise darauf, dass der Damm Atombombensicher geplant war und nur durch eine sehr große Sprengmenge von innen zerstört werden konnte.

 

H-und-G.info Monitoring vom 28. 8. 2023

Wolodja allein zu Haus

Putins Krieg zeigt nach 1 ½ Jahren: Er hat sein Reich nicht sicherer gemacht. Ganz im Gegenteil. Der (mutmaßliche) Tod Prigoshins offenbart. Putins Krieg frisst seine Kinder. Nicht einmal das russische Kernland ist mehr sicher, geschweige das Donbas.

Die verpatzte Mondlandung wirkt wie ein Mentekel.

 

 

Putin allein zu Haus- Multipolare Welt formiert sich ohne ihn

 

Es wirkte jämmerlich. Die Staatsschefs der Brics Staaten versammeln sich zum Gruppenbild in Südafrika. Putin kann nur eine Grußbotschaft per Video schicken. Er konnte nicht persönlich kommen, weil Südafrika den Haftbefehl des internationalen Gerichtshofes respektiert und Putin verhaftet hätte. Die eigentliche Schlacht um die Frage, wer künftig den Ton in der Welt angibt, Putins Lieblingsthema seit der Münchner Sicherheitskonferenz von 2008, wird nicht im Donbas oder im Kreml geschlagen, sondern ohne ihn in Südafrika. Die „Helden“ der nichtwestlich orientierten Staaten heißen Ramaphosa (SA) Lula (Brasilien) und der heimliche Gewinner, XI. Mit den Neuaufnahmen repräsentieren sie nominell ca ½ der Weltbevölkerung und Wirtschaftskraft. Der Westen dankt deswegen noch lange nicht ab. Die USA dominieren den Westen/die Nato/ G 7, G 20 weiterhin wirtschaftlich/finanzpolitisch/militärisch, aber die Brics-Gemeinschaft kann und sollte man nicht mehr als Versammlung von Möchtegern-Herrschern abtun. Der Westen als Leitbild für alle ist keine Selbstverständlichkeit mehr, nicht nur in Wirtschafts- und Finanzfragen. Leider auch in Systemfragen. Die meisten Bricsstaaten orientieren sich nicht am Modell des liberalen Verfassungsstaates, sondern sind populistisch bis autoritär verfasst. Zwei Lichtblicke. V.a. Südafrikas Antiapartheidaktiv ist Ramaphosa drängt auf Geltung von (Menschen-) Recht. Und Kriegstreiber Putin ist nicht dabei. Wenn der Westen klug ist (was nicht sicher ist), nutzt er diese Chance.

 

Menetekel im All

Wenn Präsidenten nichts mehr einfällt, womit sie ihr Volk beeindrucken, brechen sie einen Krieg vom Zaun oder agieren symbolisch. Missionen im All sind solche symbolischen Interaktionen (s. Kennedy/Chrustchow). Das phallisch aufgeladene Mondlandungsmanöver, ging in die Hose. Jeder sieht. Es läuft derzeit nicht wirklich rund für Putin.

 

Putins Krieg frisst seine Kinder

 

Das System Putin verfolgte, marginalisierte, kriminalisierte und tötete bisher schon Gegner. Diese stammten aber ganz überwiegend (abgesehen von KGB-Überläufern) aus dem tendenziell liberalen, westlich orientierten Lager. (Das trifft auch auf die Oligarchen zu, die in letzter Zeit aus dem Fenster fielen.). Prigoshins (mutmaßlicher) Tod markiert eine Wende.

Während die „liberalen“ Kriegsgegner/Kritiker von Anfang verfolgt wurden, hatten die Nationalistischen Kreise lange eine bemerkenswerte (Narren-)freiheit. Sie konnte abenteuerliches fordern, wie den Einsatz von Atomwaffen, die Eroberung eines Korridors nach Kaliningrad, etc. oder die russische Armeeführung wegen Unfähigkeit kritisieren. Es gab so etwas- auch wenn das hier keiner hören mag- wie einen Pluralismus von Rechts in Putins Russland. Putin brauchte diese Kreise, um einen Konsens zur Unterstützung seiner imperialen Ambitionen abzusichern, ideologisch wie physisch durch Einsatz von Freiwilligen und Söldnern und Stillhalten von Rekrutierten und deren Verwandten. Seit einige weitergingen und Putin selbst kritisierten (Girkin/Prigoschin-Lager) und Putins Armeeführung sich konsoldierte (erfolgreiche Abwehr der UA Offensive in UA), kann Putin jetzt auch gegen solche vorgehen, die nicht kuschen (wie der Tschetschene Kadyrev, oder der Kanal War Gonzo, die zu ´Kreuze gekrochen sind.)

Der Wagner-Söldner Unternehmer Prigioshin war sicher kein angenehmer Zeitgenosse. Aber sein mutmaßlicher Tod ist ein alarmierendes Zeichen. Sollte es nicht ein technischer Defekt gewesen sein, der sein Flugzeug nördlich von Moskau zum Absturz brachte (ist momentan noch nicht ausgeschlossen, wahrscheinlicher gilt derzeit Bombe an Bord), so liegt die Vermutung nahe, dass ihn jemand aus dem Putin-Lager beseitigte. (Wagner-Anhänger: Mord durch Verräter). Das hieße, dass Putins System weiter auf dem Weg voranschreitet, politische Differenzen mit Gewalt, nicht auf verfassungsmäßigem Wege zu bewältigen. Die Verrohung der herrschenden Elite schreitet damit voran. Putins Herrschaft wird immer "asiatischer", ähnelt daran, wie etwa Kim Il Yung seine Gegner beseitigte. Nach Igor Girkin, dem Geheimdienstler hinter dem Donbas-Krieg von 2014, der kürzlich verhaftet wurde, sind nun offenbar weitere Kritiker des Putin-Clans ausgeschaltet worden. Auffällig ist, dass fast zeitgleich mit dem Absturz der Progoshin-Verbündete im Verteidigungsministerium, Sergei Wladimirowitsch Surowikin, der nach dem Prigoshin-Putsch verschwunden war, kontrolliert kalt gestellt wurde. (Entmachtet aber nicht amtsenthoben)

Wenn auch Dimitri Utkin, der militärische Führer der Wagner-Söldner im russischen Einflussraum, und Architekt des Putsches und andere mit an Bord des Todesfliegers gewesen sein sollten, wie die Passagierliste es ausweist, wäre die Wagner-Truppe quasi führungslos. Eine Privatarmee mit noch vor kurzem mehreren 10.000 Personen im russischen Einflussbereich, mit Artillerie, Drohnen, Panzern, Flugzeugen, finanzielle Ressourcen.

 

Sicher ist darin zunächst ein Machtgewinn Putins zu verzeichnen, der –wie auch immer- Unsicherheitsfaktoren ausschalten konnte. Aber langfristig sieht das schon ganz anders aus: Jeder sieht, wie instabil Putins System eigentlich ist, wenn er jetzt im grundsätzlich eigenen Lager zu terroristischen Mitteln greifen muss. Die meisten Russen erinnern durchaus (negativ) die Zeit des stalinistischen Terrors, der fast jeder Familie irgendwie traf. Bei allem Verständnis für die „Bestrafung von Verrätern“, dürfte es ein Unbehagen in den Eliten geben (Who`s next?), wohin das Kriegsregime Putins das Land und sie eigentlich führt. Ein scharfsinniger Insider, meinte Russland sei auf dem Weg zurück in die 1990er Jahre. D.h. die Instabilität der Banden- und Cliquenkriege, wo es kein eindeutiges staatliches Machtmonopol mehr gab. Leider macht der Westen diesen Kreisen bisher keinerlei Angebote und hat sie bisher durch pauschale Sanktionierung eher in die Putin-Ecke getrieben.

 

Auch wenn die Ausschaltung dieser prominenten und in nationalistischen Kreisen durchaus populären Soldateskaführer viele einschüchtern dürfte, es schürt auch den Unmut.

 

Die führungslosen Wagner-Milizionäre dürften- das zeigen Reaktionen in den Militärblogs (schon seit Bakmut), dürften sich von der regulären Armee anheuern lassen, ggf. Stunk machen oder ihren Job (mangels finanziellen Angeboten) an den Nagel hängen und nach Hause gehen. Hier liegt ein Risiko. Schon jetzt gab es in mehreren Städten in Russland Trauerbekundungen mit Kranzniederlegungen von Wagner-Leuten. Während bei solche Trauerbekundungen zugunsten ukrainischer Opfer sofort die Polizei oder das FSB einschreiten, wagt Putin dies in diesem Fall nicht. Wagner hat 30-50 Rekrutierungsbüro m ganzen Land verstreut. Diese sind zumeist bei Kampfsportzentren angesiedelt und mit örtlichen privaten Sicherheitsdiensten verbandelt. Hier dürfte sich künftig das Potential der „frustrierten“ Wagnerianer ansiedeln. Nationalistisch bis Rechtsradikal, Gewaltbereit- und –trainiert. Nationalrevolutionär gesinnte Machos und Kampfmaschinen, die gegen die herrschenden eingestellt sind. Solcher Leute können es schon mit den staatlichen Sicherheitsorganen aufnehmen, wenn sich nicht ohnehin mit diesen verflochten sind.

 

Russland ist seit dem 24. Februar 2022 nicht sicherer, sondern unsicherer geworden.

Putins Kriegsziele hatten aus russischer Herrschaftsperspektive durchaus eine gewisse Rationalität. Im Donbas gab es ständige Scharmützel an der Demarkationslinie zur Ukraine (auch unter Beteiligung von ua Nationalisten), die UA stimmte der Volksabstimmung nach Minsker Abkommen/Steinmeier nicht wirklich zu; UA Eliten hofften sich mit Hilfe westlicher Militärhilfe/Ausbildung (die über die Briten schon intensiv lief), eines Tages das Donbas und die Krim zurückzuholen. (war sogar Poroshenkos Devise). Putin versprach also Ruhe an der Front, Schwächung der nationalistischen Milizen und militärische Schwächung der UA. Das ist der Kern seiner primären Kriegsziele, wenn man sie dechiffriert. Und so waren sie auch in Russland durchaus „populär“ und weitgehend akzeptiert.

 

Nach eineinhalb Jahren ist das Gegenteil eingetreten.

 

-Das russische Donbas ist zwar größer, aber permanent unter ua Beschuss. Fast kein Tag vergeht, ohne das auch die Großstadt Donetzk mit Raketen beschossen wird. (Was vor 2022 nicht der Fall war.) Die besetzten Gebiete haben hohe Verluste bei Soldaten und hohe Kosten.

 

-Die (nach eigener Auffassung) russische Krim wird täglich angegriffen. Zwei von drei Landzufahrten sind schon mehrfach durch Beschuss beschädigt. Die dort wohnenden Russen laufen Gefahr abgeschnitten zu werden.

 

-Die russischen Kernbevölkerung wird zwar geschont, zahlt aber inzwischen auch Blutzoll auf Grund der hohen russischen Verluste und hat z.T. materielle Einbußen auf Grund von Sanktionen und wirtschaftlichen Binnenproblemen.

 

-Putins Krieg bindet so viel militärische Kapazitäten, dass Russland kaum noch in der Lage wäre, sich konventionell gegen die Nato und/oder China zu verteidigen.

 

-Die russischen Grenzbezirke Sumy, Beogorod, Kursk, Rostow sind mehr oder minder Permanent unter ua Beschuss durch Artillerie, Raketen und Drohnen. Z.T. Kommandounternehmen. Das gab es vor dem 24. Februar nicht.

 

-Immer wieder werden sogar Ziele in den Tiefen Russlands von Drohnen getroffen. Da bringt zwar das Land nicht zum Einsturz, aber allein die psychologische Wirkung der Ausschaltung von Atombombern und die Stundenlange Sperrung der zivilen Flughäfen in Moskau dürfte beträchtlich sein.

 

Auch wenn derzeit ein schneller militärischer Sieg der UA als unwahrscheinlich gilt, hat die Variante Krieg, Russland nicht mehr an Sicherheit und Wohlstand gebracht, sondern im Gegenteil. Auch in Russland muss man sich die Frage stellen, ob nicht ein anderes Miteinander mit der UA, dem Westen nicht vorteilhafter wäre als die Variante Putin. (Mich erinnert das an die Zeit, als Honeckers Repressionsvariante nicht mehr funktionierten und Teile der jüngeren SED-Elite sich durch Reformen und Dialog zu retten versuchte. Ähnlich zuvor die Konstellation unter Gorbatschoff in der SU.)

 

Vielleicht scheitert ja der Putinismus aus sich selbst heraus. So lange der FSB, der Sicherheitsrat, die Palast- und Nationalgarde und wichtige Armeeteile hinter Putin stehen, mag Putin das Kremlzepter in der Hand halten. Aber wie lange noch?

 

Foto: Prigoshins Hauptquartier in St. Petersburg. Die Lichtinszenierung scheint eine Bestätigung seines Todes durch sein Unternehmen.

 

 

yyy

 

Das Überraschende an der Überraschung über die Minenfelder der Russen. H-und-G.info Monitoring 12.8.2023

Fast kein Tag vergeht, ohne dass das Sommerloch mit einer Meldung oder mit einer Expertenäußerung zu den russischen Minenfeldern gefüllt wird, die sich als schwierig zu überwindende Hürde für die Sommeroffensive der Ukrainer erweist. Als wäre das eine überraschende Erkenntnis.

Das wiederum überrascht mich. Erstens ab dem ersten Tag der Offensivphase der ukrainischen Offensive im Juni feixten russische Militärblogger, wie sich die Ukrainer in den Minenfeldern eine „blutige Nase“ holten. Unerfahrene Kommandanten dirígierten ihre Leute und Panzer geradezu kopflos in solche Felder hinein. Z.T. ziemlich präzise wurden Techniken beschrieben, dass manche Minen erst durch Fernsteuerung aktiviert würden, so dass die Ukrainer unbehelligt drüber hinwegfuhren, dann aber quasi in der Falle saßen, weil die Dinger beim Rückzug hochgingen. Usw. usw. . Allerdings kann das nicht alles an Erkenntnissen sein, die der Westen hatte, bzw. hätte haben können. Und das ist eines der Rätsel dieser Offensive. Die Hochrüstung der Demarkationslinie hat sich ja über Monate quasi vor den Augen der Welt vollzogen. Der ukrainische Widerstand lieferte pausenlos Bilder vom Nachschub an „Drachenzähnen“,  die mit LKWs, Tiefladern und der Bahn aus Russland und der Krim angekarrt oder in den besetzten Gebieten produziert wurden. Erste Karten von den befestigten Linien entstanden und wurden u.a. vom britischen Geheimdienst veröffentlicht. Zugegeben , diese Betonteile sich sicher leichter zu erkennen als Bodenminen. Dennoch, die westliche Luftaufklärung hat sich seit den ersten Kriegstragen gerühmt, sie könne die Gegenseite mit Drohnen und Satelliten beim Pinkeln beobachten. Also dürfte es ja nicht unentdeckt geblieben sein, dass russische Pioniere rund um die Drachenzähne Minenfelder einbuddeln. Oder? Sicher ist eine 1000 km lange Front nicht an jeder Stelle gleichermaßen dicht zu illustrieren. Aber das Prinzip hätte man doch erkennen können müssen. Und die Typen der Minen müssten nach so langer Kriegszeit mit sich verschiebenden Frontabschnitten durch Beutestücke und deren Analyse auch lange vor der Offensive bekannt gewesen sein. Oder hat da die Militäraufklärung etwas Grundsätzliches verschlafen; vielleicht weil sie zu sehr von der Unfähigkeit der Russen überzeugt ist; Scheuklappen sind der Niedergang der Analytik. Warum, aber, so fragt man sich, wurde denn diese Minenfelder im Vorfeld so wenig thematisiert; wieso lässt man die Ukrainer gegen diese tötliche Wand laufen, ohne dass sie offenbar genügend davor gewarnt und davor ausgerüstet sind; gab/gibt es nicht Alternativen, die weniger grausam sind; hätte man die Ukrainer nicht deutlich früher mit Waffen ausrüsten müssen, die die Minen umgehen, bzw. überfliegen, also Flugzeuge? Die gleiche Frage stellt sich übrigens bei den russischen Kampfhubschraubern, die ziemlich effektiv gegen ukrainische Offensivversuche vorgehen…Ich wundere mich, aber nicht über die Minenfelder, sondern die Verwunderung, die sie jetzt erst auslösen.

 

 

Turnaround in westlicher Militäranalytik? H-und.G.info Monitoring vom 24.7.2023

Insbesondere Analysen, die dem britischen Geheimdienst/Verteidigungsministerium und amerikanischen Analysten nahestehen, waren bisher von einem Narrativ geprägt, das deutliche Chancen für militärische Gewinne/einen Sieg der Ukraine und militärisch/politische Defizite auf der russischen Seite hervorhebt.

Nach eineinhalb Monaten Sommeroffensive könnte sich dieses optimistische, oftmals geschönt wirkende Bild ändern. Drei angesehene Militäranalytiker aus Österreich, den USA und Estland haben sich den vergangen Wochen in der Ukraine aufgehalten und mit Militärs in Kiew und an der Front gesprochen. In mehreren Tweeds (s.u.) hat Franz-Stefan Gady einen Teil seiner Eindrücke zusammengefasst. Sie sind deutlich skeptischer, als manches bisher im Westen Veröffentlichte. Tenor: es gibt nicht nur Probleme mit russischen Minenfeldern, fehlenden Waffen auf ukrainischer Seite, sondern offenbar auch große militärstrategische Defizite (verbundene Operationen von Waffengattungen). D.h. die Chancen der UA größere Durchbrüche zu erzielen, erscheinen derzeit gering.

Dieses skeptische (keineswegs defätistische) Szenario könnte auf bisherige Mainstreams bei der westlichen Militäranalytik durchschlagen, die auch in vergangenen Monaten zuweilen auch stark die deutsche Presse beeinflusst haben. (Allerdings waren die Österreicher schon immer vorsichtiger im Urteil als z.B. die Briten)

 

Was heißt das für bisherige Einschätzungen von H-und-G.info Monitoring? Am Beispiel des Prigoshin-“Putsches“

H-und-G.info Monitoring ist von Einzelnen (zuweilen scharf) kritisiert worden, weil ich immer wieder auf die übertrieben optimistische Sicht von Briten und teilweise dem ISW hingewiesen habe. Im nachhinein betrachtet ( auch wenn ich weiß, dass man mit Pessimismus natürlich kein Land verteidigen und  keinen Krieg gewinnen kann), halte ich die H-und-G.info  Kritik nach wie vor für tendenziell richtig. Unterschätzt habe ich evtl. etwas die Eigenmächtigkeiten von Wagner/Prigoshin, die insbesondere das ISW immer wieder betont hat.

Allerdings ist auch jetzt noch nicht wirklich eindeutig, dass der sogenannte Prigoshin-Putsch die russische Armee nachhaltig geschwächt hat. Prigoshin wollte und musste sowieso aus der UA raus, alleine schon um seine Formationen zu regenerieren und weil der Blutzoll so hoch war, dass er mit solchen „Job-Perspektiven“ auf Dauer wohl kaum mehr Söldner hätte rekrutieren können. Die angeblich politische Macht Prigoshins,- darauf habe ich immer wieder hingewiesen, das zeigte auch der „Putsch“ ist in Russland eher bescheiden. Er hat dort keine wirklich sichtbare Basis. Er ist auch nicht einfach ein Ultranationalist wie (der gerade festgenommene) Igor Girkin, der mit seinen „zornigen Patrioten“ eine politische Plattform in Russland aufbauen wollte. Prigoshin ist Geschäftsmann, der wie vermutlich viele Businessmen in Ru (inzwischen/immer schon???) dem Ukraine-Krieg/den Kriegszielen Putins skeptisch gegenüber stehen, weil für sie die Kosten/Nutzen-Rechnung nicht stimmt. Prigoshin, darauf habe ich hingewiesen, hat kritisiert, dass er in Bakmut keine Nazis, sondern nur Ukrainer auf der anderen Seite gesehen habe und es wurde schon früh deutlich, dass er das klassische Söldner-Geschäft z.B. in Afrika dem verlustreichen (im doppelten Sinne) in der Ukraine vorziehen würde. Genau das macht er jetzt. Die russische Armee ist damit nicht unbedingt geschwächt, dass Wagner/Prigoshin die belarussische Armee verstärkt und auf Vordermann bringt. Damit wird die Westflanke gegenüber der Nato gestärkt (potentiell sogar die Invasionsfähigkeit gegenüber der Nord-Ukraine/Kiew) und der Westbezirk der russischen Armee entlastet, die sich somit voll auf seine Aufgaben in der Ukraine konzentrieren kann. Dass Prigoshin in Bakmut zu wenig Waffen/Munition hatte, war wohl weniger (sicher auch) der Versuch, ihn kaputt zu spielen, sondern hatte mit den objektiven Grenzen des russischen Nachschubes und dem Versuch zu tun, die anderen Teile der ca. 1000 km langen Front gegen die ukrainische Offensive fit zu machen. Offenbar eine vorausplanende Strategie, die bisher „Erfolg“ hatte.

Womit wir wieder am Ausgangspunkt wären.

Ein turnaround der westlichen Militäranalysten könnte weitreichende Folgen haben:

Die Perspektive auf den Zeithorizont und das Ergebnis der Auseinandersetzung könnten sich grundlegend wandeln und damit auch die milititärstrategischen, aber auch politischen Schlussfolgerungen für den Umgang mit Russland/Putin. Ich deute das hier nur an, die meisten werden schon verstehen, was das bedeuten könnte.

Im Rückblick auf die vergangenen Monate würde ich angesichts der Analysen von Franz-Stefan Gady und Co noch einmal herausstreichen:

-die Analysen der „besseren“ russischen Militärblogger waren, wenn man sie dekodiert, offenbar so falsch nicht. Diese wiesen u.a. auf gravierende Fehler von ukrainischen vor Ort Kommandeure bei der Offensive hin, die zu hohen Verlusten führten. Ein Teil dieser Kommandeure ist durch die ua Mobilisierung offenbar zu jung, unzureichend ausgebildet und unerfahren.

-die defensive Aufrüstung der russischen Seite an der neuen Demarkationslinie ist offenbar deutlich unterschätzt worden

-unterschätzt wurde die relative Lernfähigkeit des russischen Militärs und dessen logistische und technische Möglichkeiten (in Kombination mit einem teilweise zynischen Umgang mit dem eigenen Militärpersonal). Russland hat sich von einfacher Besatzung auf Krieg/Verteidigung des Erreichten eingestellt; die russische Armee, manches von der ukrainischen Armee abgekupfert oder selber entwickelt. (kleinere Einheiten, größere Flexibilität vor Ort, bessere elektronische und Drohnen-Aufklärung, die effektiver mit der eigenen Luftwaffe und Artillerie verzahnt wird, Abfangen von Himars-Raketen u.a. anderen Flugobjekten durch die russische Luftabwehr, Verlagerung von Logistikschwerpunkten weg von der ua Erreichbarkeit, Störung von Drohnen durch elektronische Störfeuer, Identifizierung von militärische/logistisch relevanten Objekten und Zielen in der Ukraine durch Spionage und sonstige Aufklärung, etc. ) Insbesondere bei „intelligentem“ Kriegsgerät gab es offenbar wichtige Weiterentwicklungen bzw. effektiveren Einsatz. Z. B. ferngesteuerte Minen (die erste explodieren, wenn der Gegner schon vor Ort ist; oder Beobachtung von westlichen Aufklärungssateliten, aus deren Aktivitäten (mehr Suchen, mehr Funkaktivitäten) die Auskundschaftung  von potentiellen Zielen der Ukrainer mit entsprechender Gegenwehr gefolgert wird.

 

-die (an sich richtige) Polemik gegen Putins Narrativ hat übersehen, dass Putin anfangs offenbar wirklich nur eine Spezialoperation vorhatte, eine Art geheimpolizeilichen Putsch in der Ukraine, der vom Militär nur abgesichert werden sollte (wie in Prag 1968). Putin und die Armee waren auf einen Krieg also nicht vorbereitet, was die russischen militärischen Defizite der ersten Monate (aber eben nur diese) erklären dürfte.

-das Narrativ von den militärischen ukrainischen Erfolgen (Kiew, Charkiv, Cherson) der Ukrainer in 2022 war teilweise falsch. Auch wenn die erfolgreiche Gegenwehr vielleicht unerwartet war, beruhte sie doch großenteils auf der Schwäche der russischen Armee (s. vorheriger Punkt). D.h. die großen Geländegewinne machte die Ukraine, weil die Russen sich zurückzogen (ziehen mussten) nicht, weil die Ukraine erfolgreiche Offensiven gegen eine wehrfähige russische Armee durchführte. Dies aber ist genau jetzt der Punkt, an dem es bisher nicht wirklich voran geht.

Aktuelles

Möglicherweise reagiert die ukrainische Armee schon auf wachsende Skepsis in den verbündeten Staaten. Russische Blogger vermelden seit einigen Tagen verstärkte Artillerieangriffe v.a. an der Zaporischja-Front und verstärkte Raketenangriffe in der Tiefe des besetzten Gebietes gegen die Logistik. Dies erinnere an die Vorgehensweise im westlichen Cherson vor einem Jahr.

 

 

 

 

 

Anhang:

 

Franz-Stefan Gady

Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik / AIES:

@konrad_muzyka, @KofmanMichael,& I spent some time this month visiting the frontlines in Ukraine to gain new insights into the ongoing counteroffensive & the war overall. Here are some general observations.

Jul 18

(Note: More detailed analysis will be coming out by all of us in the coming weeks.) First off, we spoke to NCOs, officers, a number of brigade commanders (national guard & regular army) in the field plus senior intel & defense officials in Kyiv (alongside

Counteroffensive: 1.) By and large this is an infantryman’s fight (squad, platoon & company level) supported by artillery along most of the frontline. This has several implications: 1st: Progress is measured by yards/meters and not km/miles given reduced mobility.

2nd: Mechanized formations are rarely deployed due to lack of enablers for maneuver. This includes insufficient quantities of de-mining equipment, air defenses, ATGMs etc.

2.) Ukrainian forces have still not mastered combined arms operations at scale. Operations are more sequential than synchronized. This creates various problems for the offense & IMO is the main cause for slow progress.

3.) forces by default have switched to a strategy of attrition relying on sequential fires rather than maneuver. This is the reason why cluster munitions are critical to extend current fire rates into the fall: weakening Russian defenses to a degree that enables maneuver.

4.) Minefields are a problem as most observers know. They confine maneuver space & slow advances. But much more impactful than the minefields per se on Ukraine’s ability to break through Russian defenses is s inability to conduct complex combined arms operations at scale.

Lack of a comprehensive combined arms approach at scale makes Ukrainian forces more vulnerable to Russian ATGMs, artillery etc. while advancing. So it's not just about equipment. There’s simply no systematic pulling apart of the Russian defensive system that I could observe.

5.) The character of this offensive will only likely change if there is a more systematic approach to breaking through Russian defenses, perhaps paired with or causing a severe degradation of Russian morale, that will lead to a sudden or gradual collapse of Russian defenses.

Absent a sudden collapse of Russian defenses, I suspect this will remain a bloody attritional fight with reserve units being fed in incrementally in the coming weeks & months.

6.) There is limited evidence of a systematic deep battle that methodically degrades Russian C2/munitions. Despite rationing on the Russian side, ammunition is available and Russians appear to have fairly good battlefield ISR coverage.

Russians also had no need to deploy operational reserves yet to fend off Ukrainian attacks.There is also evidence of reduced impact of HIMARS strikes due to effective Russian countermeasures. (This is important to keep in mind re. any potential tac. impact of delivery of ATACMs.)

Russian forces, even if severely degraded & lacking ammo, are likely capable of delaying, containing or repulsing individual platoon- or company-sized Ukrainian advances unless these attacks are better coordinated & synchronized along the broader frontline.

7.) Quality of Russian forces varies. Attrition is hitting them hard but they are defending their positions well, according to Ukrainians we spoke to. They have been quite adaptable at the tactical level and are broadly defending according to Soviet/Russian doctrine.

8.) Russian artillery rationing is real & happening. Ukraine has established fire superiority in tube artillery while Russia retains superiority in MRLSs in the South. Localized fire superiority in some calibers alone does not suffice, however, to break through Russian defenses.

9.) An additional influx of weapons systems (e.g., ATACMs, air defense systems, MBTs, IFVs etc.) while important to sustain the war effort, will likely not have a decisive tactical impact without adaptation and more effective integration.

8.) Russian artillery rationing is real & happening. Ukraine has established fire superiority in tube artillery while Russia retains superiority in MRLSs in the South. Localized fire superiority in some calibers alone does not suffice, however, to break through Russian defenses.

9.) An additional influx of weapons systems (e.g., ATACMs, air defense systems, MBTs, IFVs etc.) while important to sustain the war effort, will likely not have a decisive tactical impact without adaptation and more effective integration.

Ukraine will have to better synchronize & adapt current tactics, without which western equipment will not prove tac. decisive in the long run. This is happening but it is slow work in progress. (Most NATO-style militaries would struggle with this even more than the s IMO).

10.) The above is also true for breaching operations. Additional mine clearing equipment is needed & will be helpful (especially man-portable mine-clearing systems) but not decisive without better integration of fire & maneuver at scale.

 (Again, I cannot emphasize enough how difficult this is to pull off in wartime.) Monocausal explanations for failure (like lack of de-mining equipment) do not reflect reality. E.g., some Ukrainian assaults were stopped by Russian ATGMs even before reaching the 1st minefield.

11.) There is a dearth of artillery barrels that is difficult to address given production rates and delivery timelines.

12.) So far Ukraine’s approach in this counteroffensive has been first and foremost direct assaults on Russian positions supported by a rudimentary deep battle approach. And no, these direct assaults are not mere probing attacks.

13.) There is evidence of tactical cyber operations supporting closing of kinetic kill-chains. That is cyber ISR contributing to identifying & tracking targets on the battlefield. Starlink remains absolutely key for Ukrainian C2.

14.) Quality of Ukrainian officers and NCOs we met appears excellent & morale remains high. However, there are some force quality issues emerging with less able bodied & older men called up for service now.

15.) The narrative that Ukrainian progress thus far is slow just because of a lack of weapons deliveries and support is monocausal & is not shared by those we spoke to actually fighting & exercising command on the frontline.

16.) It goes without saying that in a war of attrition, more artillery ammunition & hardware is always needed and needs to be steadily supplied. (Western support of Ukraine certainly should continue as there is still the prospect that the counteroffensive will make gains.)

 

Offensive mit halber Kraft oder Abnutzungskrieg. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  10.-11.6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

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Nachrichtenlage schwierig

Ukrainische Offensive tut sich schwer, ist aber auch nicht voll entfaltet

Russische Verteidigung effektiv

AKW-Zap fragile Stabilität-Kühlung notfalls aus Trinkwasserbrunnen

Wasserkrise. Massentrinkwasserversorgung aus Tankwagen und Flaschen

Neue Theorien zum Staudammbruch im Umlauf

 

 

Asymetrische Nachrichtenlage von der Front

Die Nachrichtenlage ist schwierig. Die Ukraine hat fast komplett dicht gemacht, veröffentlicht einerseits grobe Tendenzen (Offensiv und Defensivhandlungen) , andererseits in den täglichen Bulletins eine solche Menge von Detailinformationen, dass daraus kein klares Bild entsteht.

Die russische Seite lässt nach wie vor, einige Militärblogger berichten, wobei die Berichte nicht vollkommen geschönt zu sein scheinen, auch wenn die Misserfolge der UA momentan stark herausgestellt werden. Aber nach den Misserfolgen in 2022 bestehen die ru Militärblogger darauf, eigene realistische Analysen anzufertigen, und das wird wohl teilweise konzediert.

Ukrainische Offensive tut sich schwer-oder schon Abnutzungskrieg

Wenn die russischen Blogs nicht vollkommen lügen, scheint sich die UA schwer zu tun, in an der Zaporischschja-Front, wirkliche Durchbrüche zu erzielen. Sie hat wohl an 4-5 Stellen angegriffen, mit wechelhaftem Erfolg. Mehrfach wurde von Verlusten an Panzern (auch Leopard) und Bradley-Truppentransportern berichtet. Dies wurde inzwischen tendenziell auch von der UA und Rheinmetall bestätigt. Nach ua Quellen hat die UA daraufhin ihre Taktik geändert, greift mit Kleingruppen ohne Panzer an, zieht sich schnell wieder zurück, wenn Widerstand kommt.

An einer Stelle soll die Gefahr bestanden haben, dass Ru Kräfte umzingelt werden, die sich zurückziehen mussten. Die UA soll zumindest zeitweise vorgedrungen sein.

Das Hauptkontingent der UA Armee ist aber noch nicht im Einsatz, wird angeblich derzeit Richtung Osten umgruppiert.

 Es gibt auch Meldungen, wonach die UA planen könnte über den nach dem Staudammanschlag niedrigen Dnjpr vorzustoßen.

Russische Verteidigung effektiv

In Zap, wo seit Monaten eine Angriff der UA erwartet wurde, und die RA Zeit hatte, Verteidigungsanlagen aufzubauen, sind diese wohl sehr effektiv. Das sind sich ausnahemsweise alle ru Blogger derzeit einig. Sie bestehen aus mehreren Linien, bis zu 35 km tief. Mehrfach soll die UA schon in Minenfelder geraten sein, die teilweise ferngesteuert sind. Die Drohnenaufklärung und die Schüsse der Artillerie und Luftwaffen scheinen teilweise relativ präzise ihr Ziel zu erfassen und zu treffen, jedenfalls, wenn man den veröffentlichten Videos trauen kann. Neben Artillerie sind auch v.a. Kampfhubschrauber im Einsatz.

Zermürbungstaktik

UA Analysten vermuten, dass die UA die russische Front durch Angriffe und Schläge im Hinterland gegen die Logistik, ermüden und dann in die Flucht  treiben möchte. Ru Quellen vermuten, dass der Höhepunkt der Schlacht Ende Juni, Juli eintreten wird, wenn  auch die meisten Westwaffen im Land sind.

Erfolge bei Bakmut

Die UA ist offenbar an mehreren Stellen bei Bakmut vorgedrungen, aber kein Durchbruch.

 

AKW-Zustand fragile Stabilität-Kühlung notfalls aus Trinkwasserbrunnen

 

Das AKW Zaporischja befindet sich im Ausnahmezustand. Normalerweise wird es durch den Fluss Dnjepr gekühlt. Wegen des Dammbruchs ist der Wasserpegel so niedrig, dass das nicht mehr funktioniert. Ein Kühlbecken übernimmt die Funktion. Allerdings fürchten manche, dass das Becken nicht halten könnte, weil jetzt der Gegendruck des Flusses an den Wänden fehlt. Aber noch halten sie. Auch kann Kühlmittel verdunsten. Die UA Atomenergiebehörde versucht Wasser aus dem Flussrest und notfalls aus anderen Quellen wie Trinkwasserbrunnen (!) heranzupumpen. Das gesamt Kraftwerk ist jetzt in den Kaltmodus überführt worden, den niedrigst möglichen Zustand. Erschwerend kommt die russische Besatzung des AKW hinzu, weil nicht klar ist, ob sie die fachlichen Anweisungen/Ratschläge der UA Experten umsetzt. Es herrscht eine Art von Doppelherrschaft im AKW.

 

Trinkwasserkrise

Nach der Energiekrise des Winters nun Trinkwassermangel für 700.000 Menschen zu befürchten. Die ersten Ortschaften werden durch Tankwagen und Wasserflaschen versorgt.

Ursachen für Staudammbruch

Ru Blogger verweisen auf US-Meldungen, wonach die UA Testangriffe auf den Staudamm gemacht haben soll. Es gab auch Vermutungen zu einen externen Angriff von einem Boot. Es gibt allerdings norwegische Meldungen, wonach seismograpisch eine Explosion nachweisbar ist. UA Staudammverantwortliche vereise darauf, dass der Damm Atombombensicher geplant war und nur durch eine sehr große Sprengmenge von innen zerstört werden konnte.

 

Akute und jahrelange Folgen der Staudammkatastrophe. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  9.6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Folgen des Staudammbruches- Wasser-Stromknappheit, Zerstörung, Gau-Gefahr

Ein langfristiges Desaster…..

 

Südlich

Überschwemmungen südlich v.a. auf östlicher Seite, aber auch in Cherson

Vernichtung von Häusern, Evakuierung von tausenden

Todesfäll- undVerletzte

Überschwemmungen von russischen Verteidigungslinien

Minenabspülung

Ukrainische Stellungen entlang des Flusses und auf Inseln müssen geräumt werden

Umweltverschmutzung u.a. durch Öle

Fischesterben mit langfristigen Folgen

Wasserknappheit auf der Krim

Nördlich

Wasserknappheit für die Landwirtschaft, mittelfristig Versteppungsgefahr

Schifffahrt unterbunden (Getreide!)

Wasserknappheit für  Siedlungen und mehrere GroßStädte, Vorrat für Kriiv Rhi nur noch 1,5 Monate (!)

Stromknappheit, die Ua muss wieder Strom importieren, statt zu exportieren

 Kühlwasserzufuhr für AKW –Zap aus dem See ist schon abgeschnitten (unter 12,7 m Wasserspiegel), Kühlwasser nur noch aus Eigenreservoirs (wie lange?)

 

Insgesamt werden kurz und langfristig auch erhebliche Ressourcen v.a. der UA gebunden finanziell, aber auch personell, und Polit-Management

Aufbauarbeit wird Jahrelang dauern (Staudamm mindest 5 Jahre), was Kriegsende zumindest dort voraussetzt

Da die Russische Armee derzeit keine ausreichenden Angriffskapazitäten hat, könnte es der gezielte der Versuch einer Destabilisierung der UA sein, im Sinne einer Vernichtungsstrategie.

 

 

Ursache der Explosion

Angeblich kam sie von innen und sollte möglicherweise nur einen Teil des Stauwerkes absprengen (E-Werk)

Schon bei Rückzug aus Cherson führten die Russen eine Teilsprengung durch

Möglicherweise war der Schaden größer als geplant

Neuerdings kursiert in den Bloggs die These aus der Türkei, die Explosion innen könnte durch eine U-Drohne von außen ausgelöst worden sein.

 Cui bono. Auf jeden Fall schädigt die Explosion die UA langfrist deutlich stärker als Russland

 

Offensive hat längst begonnen, aber noch nicht full power. Leoparden getroffen?

Zumindest an drei Stellen an der Zaporischschja –Front hat die UA mit massiven Angriffen versucht, Durchbrüche zu erzielen. Besonders intensiv in der letzten Nacht.

Vermutlich sind die Verluste hoch (nach ru Angaben), da die UA mit massiven Verteidigungsanlagen (mehrere Linien, Minen, Artillerie, Luftabwehr) zu kämpfen hat. Die UA hat allenfalls kleine, teilweise nur vorübergehende Erfolge. Aber das Hauptkontingent ist immer noch nicht eingesetzt.

Ru Quellen behaupten mit Videos, die ersten Leopard-Panzer seien eingesetzt, aber auch schon zerstört worden.

 

Stauwerk geschädigt-Flutwelle am Dnjepr. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  6.6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Beograd weiter unter Druck

Brückenkopf Richtung Süden

Leopardpanzer gesichtet

 BakmutZangenbewegung

 

 Nowa Kakowka-Staudamm massiv geschädigt-Flutwelle auf Dnjepr

Das Elektrizitätswerk auf dem Staudamm ist möglicherweise gesprengt worden, der Staudamm in 2,5 Meter geschädigt (also nicht in der Tiefe komplett) der Stausee verliert pro Stunde 15  cm Wasser. Eine Flutwelle ergiesst sich Richtung Süden. Die überschwemmt voraussichtlich v.a. den russisch besetzten Teil östlich des Dnjepr, aber auch die westlichen Ufer.

Auf ua Seite hat die Evakuierung von Bevölkerung begonnen.

 Damit dürfte derzeit eine Dnjepr-Überquerung durch die UA im Rahmen des Gegenangriffs unmöglich sein. Vorbereitungen waren Inseleinnahmen (die derzeit aufgegeben werden müssen) und die Massierung von Amphibienfahrzeugen. Mit einer geglückten Überquerung des Flusses hätte die UA quasi im Rücken der RA vordringen können.

UA und Russische Seite beschuldigen sich gegenseitig. Genauer Hergang (evtl. Sprengung von innen) unklar

 

Beograd-Soldateska will Russland retten

Starker Beschuss durch UA.

Im Norden der Ukraine haben ich offenbar sog russische Freiwillige im Oblast B festgesetzt und sogar Gefangene gemacht. Zu einem Gefangenenaustausch kam es nicht, weil der von ru Seite als Finte eingeschätzt würde

Sowohl Wagner/Prigoshin wie Kadyrev bieten an in B. Russland zu retten.

 

Leopard-Panzer in Zaporischschja

An der Stelle der Voroffensive in Südost-Zap/West Donetzk wollen ru Blogger erstmals Leopard-Panzer ausgemacht haben. Verlustreich soll die Ukraine hier erfolgreich ein Art Brückenkopf für einen eventuellen erwarteten Durchbruch Richtung Süden zum Asowschen Meer gebildet haben, um die Russischen Kräfte zu zerteilen. Die Ua führt immer mehr gepanzerte Fahrzeuge zu.  Es scheint aber immer noch die Phase des Vorgeplänkel zu sein.

 

Zangenbewegung in Bakmut

Der UA ist es gelungen, im Norden der Stadt vorzudringen und versucht es im Süden auch. Deutliche Geländegewinne, aber noch fraglich, ob wirklich großer Durchbruch.

 

Ukraine testet Russen mit Panzern an. Einzelmeldung Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  5.6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

 

 

 

Ukrainische Angriff in Saporischschja/Süddonezk

 

Die russische Seite vermeldete ukrainische Panzerangriffe. Die Russen wollen sie unter hohen personellen (250) und Materialverlusten der Ukrainer zurückgeworfen haben. Nach weitgehend übereinstimmenden ru Bloggs handelt es sich aber nicht um einen Großangriff im eigentlichen Sinne, sondern Aufklärungsangriffe, die dem Ziel dienen, die Kampffähigkeit und Schwächen der Gegenseite auszutesten. Die UA würden noch große Verbände in der Hinterhand haben.

 

Von Seiten des ua Widerstandes wird der Erfolg der RA bestritten. Es gibt sogar Meldungen von leichten Geländegewinnen.

 

Merkwürdig ist die Meldung, dass die Abwehr des Angriffs durch den Armeechef Russlands ,Gerassimow, befehligt worden sei und zwar von einem Kommandoposten in Frontnähe. Dies zeigt, dass die RA versucht Kritiken aufzufangen, die Kommandeure seien nur in der Etappe und weitgehend erfolglos. Von daher kann es sein, dass die russische Erfolgsmeldung propagandistisch überhöht wurde. Andere Interpretation, die  RA wusste vorher um den Angriff.  Es gab in den vergangenen Tagen alarmierende Meldungen über eine Studie, wonach die Russen in der Lage seien, mit Funktechnik, die konkreten ukrainischen Planungen vor Ort vorher abzufangen.

 

David stichelt gegen Goliat-Angriffe auf Russland Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 1.-3. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

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David stichelt gegen Goliat-Angriffe auf Russland

 

Mit einer Serie von Drohnenangriffen trifft, oder zumindest verunsichert die UA Russland. Moskau, Smolensk, Kaluga, Krasnodar, alles Orte in einigen hundert km Reichweite von der Ukraine sind mit unterschiedlichem Ausgang mit Drohnen attackiert worden. Am gravierendsten wohl die Brände in der Raffinerie bei Krasnodar. Ein Hafen wurde für brennbare Produkte gesperrt.

 

Gleichzeitig verstärken sich die Sabotageakte. Melitopel, Mariupol, Hafen von Berdyansk.

 

Geradezu chaotische Verhältnisse herrschen im russischen Grenzgebiet zur Ukraine. Die drei Oblasti Kursk, Beograd, Bryansk werden permanent von ua Artillerie beschossen. Schon drei mal gab es offenbar Grenzübertritte von sog. Russischen Freischärlern und Kämpfe auf russischem Gebiet.

 

Was könnten die Motive der UA sein?

-Verhinderung von Invasion

-Abwehr von Beschuss der Nordukraine

-Verhandlungsmasse (Pufferzone, Tausch gegen Donbas)

-Hemmung von Nachschub

-Umgruppierung von russischen Truppen zum Schutz Russlands zu Lasten der Besatzung

-psychologisch-poltischer Druck auf Russland

 

Offenbar wächst der Druck auf Putin durch die unsichere Südflanke. Putin hat erstmals sogar eingeräumt, dass es unzufriedene Kreise gäbe.

 

 

 

Oblast Beogorod unsicher

Der Tagesbericht aus dem Oblast registriert Angriffe auf 14 Ortschaften mit Granaten oder Drohnen mit Schäden an privaten wie kommerziellen Gebäuden

 

 

Chaos in Shebekino

Vollkommen chaotisch ist die Lage im Ort  mit ca 45 T Einwohnern. Dieser soll 850 mal von den Ukrainern beschossen worden sein. Es gibt 16 Verletzte, Privatwohnungen, 3 Verwaltungsgebäude, ein Wohnheim, 10 Unternehmen und Gewerbeeinrichtungen wurden beschädigt. In der Stadt gibt es weder Strom noch Wasser. CA 300 Kinder wurden evakuiert. Auch Erwachsene evakuieren. Die Regierung erlässt Mietkosten und erwägt Entschädigung für beschädigte Häuser. Eine eher hilflose Geste.

 

 

Putin droht-hat aber keine wirkliche Antwort

Putin ist persönlich in das Problem eingeschaltet. Er droht mit Vergeltungsschlägen nie dagewesener Art. Eine wirkliche Antwort zum Schutz seiner Bevölkerung hat er nicht.

 

 

Präzisisionschlag gegen ukrainischen Militärgeheimdienst?

Wer sagte doch, dass den Russen die Raketen ausgehen? Die These war offenbar nicht richtig. Fast täglich greifen Wellen von ru Drohnen und Raketen an. Angeblich gelingt es hier und da die ukrainische Luftabwehr auszutricksen. Mit Fotobeweisen wird behauptet, dass die Zentrale des ukrainischen Militärgeheimdienstes durch eine Kombination von mehreren hightec Raketen getroffen worden sei, die auch in der Lage seien die Luftabwehr mit Radarstörvorrichtungen zu täuschen. Sicher nicht flächendecken widerholbar, aber für Punktziele gefährlich.

 

Soldatestka Ranking-Konflikte

Einen bizarren Streit gibt es unter den Tschetschenen und Prigoshin Wagner. Vordergründig geht es offenbar um das Ranking, wer der wichtigste Player ist. Prigoshin wird vorgeworfen durch seine Pöbeleien, die Armee zu schädigen. Prigoshin hatte vor seinem Rückzug aus Bakmut mit dem Tschetschenenführer Kadyrev konferiert. Offenbar wollte er sich den Rückzug aus Bakmut von K. absichern lassen. K. ist aber von Putin/der Armee in der Nähe von Donetzk Stadt eingesetzt worden. (Mariinka) Dort versucht die RA schon länger die UA zurückzudrängen, auch um den Beschuss von Donetzk-Stadt zu unterbinden. Offenbar ist das einer der Faktoren, warum es Schwierigkeiten beim Rückzug aus Bakmut gibt.

 

Bakmut-ua Gegenschlag?

 

Möglicherweise ist es beim Rückzug von Wagner-Truppen aus B. zu Problemen gekommen. Die Ua behauptet, erfolgreich sich zurückziehende angegriffen zu haben. Prigoschin wirft der Armee vor, seine Leute durch Minen auf den Rückzugswegen zu gefährden.

                                  

Streit um Luftschutzbunker in Kiew

Weil zum wiederholten Mal Luftschutzbunker nicht einsetzbar waren oder zur Verfügung standen, hat Selensky die Regierung mit Abhilfe und Untersuchung beauftragt. Das ist auch eine Facette im Gerangel zwischen S und Klitschkow.

Gefechte mit Drohnen und Worten. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 30.-31.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

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 Putin peilt Patriot

 

neuartige Drohnen auf Moskau

 

Zwei Welten-in Worten- Schoigus Gegenschlag

 

Putschgerüchte

 

Kadyrev wieder im Krieg

 

Verhandlungen ante portas?

 

Korruption, Wahlen und Druck in den besetzten Gebieten

 

Compliance für ukrainische AKW-IAEA-Forderung

 

 

Gegenseitige Luftschläge

Statt der erwarteten Bodenoffensive (es regnet mal wieder stark an Stellen der Front) versuchen sich beide Kontrahenten sich gegenseitig mit Luftschlägen zu schwächen und diese je nach Interessenlage verbal runter- oder hochzuspielen.

 

Russland will mehrere Munitionsdepots, einen Flughafen, sogar die Zentrale des Militärgeheimdienstes getroffen haben.

 

Die Ukraine trifft offenbar des Öfteren militärische Ziele in Melitopel, eine Raffinerei in Kasnodar, eine Truppenunterkunft bei Mariupol (angeblich 100 Tote), beschießt den Oblast Beogorord.

 

Wie effektiv die Trefferbilanz sind, ist kaum zu entscheiden z.B. in Tokmak behaupten die einen, alle Angriffe abgeschossen zu haben, die anderen einen Treffer. Aber: beide Seiten erzielen immer wieder „Erfolge“. D.h. die Luftabwehr ist in der Fläche keineswegs so effektiv wie z.B. in Kiew.

 

Putin peilt auf Patriot

Der tiefere Sinn der Drohnenschwärme mit anschließendem Raketenbeschuss in Kiew dürfte nach ru Bloggs nach wie vor der Versuch sein, dass Patriot-Laufabwehrsystem zu schädigen und auszuschalten. Sie spekulieren, dass mehrere Stationen von Patriot geschädigt seien. Es wird von Festnahmen in Kiew berichtet, um Schnappschüsse von Einschlägen zu verhindern, die der RA eine bessere Peilung ermöglichen. Nach ua Angaben verschießt Ru derzeit fast eine Monatsproduktion an Raketen an wenigen Tagen. Möglicherweise geht es bei den Angriffen auf Kiew auch um Symbolik, denn die Treffer auf militärische Anlagen in der Peripherie sind -rein militärisch gesehen- effektiver

 

Drohnen über Moskau

Mehrere Drohnen sollen vor, drei aber erst über Moskau abgefangen sein. Z.T. nicht weit von Putins Wohnsitz entfernt. Wegen Folgeschäden mussten wohl 300 Personen evakuiert werden. Die Drohnen sollen eine Neuentwicklung einer ukrainischen Privatfirma sein (Uj-22 Airborne der ukrainischen Firma Ukrjet), die bis zu 800 km reicht. Die UA entwickelt permanent neue Drohnentypen, will angeblich 3000 in petto haben. Der Sinn eines solchen Angriffs dürfte psychologisch-militärisch sein. Putins Russland scheint verwundbar, die Luftabwehr löchrig. Entsprechend beschimpfen ru Blogs die Militärführung. Putin versucht herunterzuspielen, muss aber die Luftabwehr im Kernland verstärken. Die Ukraine dementiert pflichtgemäß eine Beteiligung, USA betonen, mit ihren Waffen würde Ru nicht angegriffen, Großbritannien ist der Auffassung, begrenzte Schläge gegen Russland seien zur Verteidigung der UA legitim.

 

Die gegenseitigen Reaktionen lassen vermuten, dass die Angriffe auf die Hauptstädte, den Kampf noch verbissener machen.

 

Zwei Welten-in Worten

Während die UA Führung in den letzten Tagen mit starken Worten, die Rückeroberung der verlorenen Gebiete und die Zerstörung der russischen Despotie ankündigte, hält der Verteidigungsminister Russlands jetzt auf einer Telefonkonferenz mit der Führung der Streitkräfte der Russischen Föderation dagegen.

-die UA hätte höhe Verluste (mehr als 16.000  in einem Monat)
-die ru Luftwaffe treffe immer besser und schalte westliche Waffen und Munitionshilfe aus.

-die ru Luftabwehr schütze effektiv auch vor britischen Storm Shadow -Mittelstreckenraketen

Die Offensivfähigkeit der UA ist geschwächt, der Westen drängt sie aber in die Offensive

Pfeifen im Dunkeln? Manche meinen, es sei umgekehrt, Russland habe z.Z. zu wenig Truppen, um einen Angriff der UA abwehren zu können.



Putsch in Moskau?

Das erste mal ist meines Wissens in ru Blogs über die Möglichkeit eines Staatsstreiches in Moskau offen diskutiert worden. Die Unterstellung Prigoshin/Wagner könnte dies tun, ist natürlich zurückgewiesen worden. Egal wie realistisch das Szenario, das Thema ist Indiz für Spannungen im russischen Herrschaftsgefüge, zwischen potentiell gemäßigten und radikal-nationalistischen Kräften und dem Apparat. Die Drohnen auf Moskau und die Unfähigkeit russische Gebiet in Beogorod zu schützen, verschärfen die Kritik.

 

Genau diese Konstellation hat Putin aber bisher immer ausbalancieren können.

 

Verhandlungen ante portas?

Die Vorschläge mögen etwas absurd klingen. Aufteilung der UA zwischen Russland und Europa (Medwedew), Neutrale Pufferzone in Südrussland (ua Präsidialamt). Sie sind ein Indiz, dass beide Seiten vermutlich durch die chinesische u.a. Verhandlungsinitiative unter Druck sind, Vorstellungen zu entwickeln, auch wenn sie so maximalistisch klingen, dass Verhandlungen unmöglich scheinen.

 

 

Wahlen in besetzten Gebieten

Putin hat den Weg für Wahlen in Gebieten unter Kriegsrecht frei gemacht. Der Druck russische Pässe anzunehmen wird immer stärker. Nun sind sie auch Voraussetzung für medizinische Behandlung. Angeblich sollen inzwischen 1,5 Mio Ukrainer in den besetzten Gebieten ru Pässe haben.

 

Korruption in besetzten Gebieten

Ua Medien behaupten, dass ein stellvertretender russischer Verteidigungsminister persönlich von den Aufbauarbeiten in Mariupol profitiert.

 

Regeln für AKW Zaporischschja gefordert.

Der IAEA-Chef Grossi hat an den UN-Sicherheitsrat sieben Empfehlungen für die AKWs in der Ukraine gegeben. Die Wichtigsten, Kein Beschuss, keine Lagerung von Militärgütern und militärische Besatzung. Die UA wirft der ru Seite vor, erneut Mitarbeiter des AKS Zap physisch zu bedrohen, russische Arbeitsverträge anzunehmen.

 

 

Kadyrev zieht wieder in den Krieg

Nach eigenen Angaben sollen sich Tschetschenen wieder verstärkt an Offensivmaßnahmen beteiligen. In den letzten Monaten waren offenbar mehr Kräfte von „Sicherheits“behörden eingesetzt.

 

 

Was noch?

 

Lithauen verhängt Sanktionen gegen Kara Mursa Richter und Staatsanwälte

 

Über 1000 Medizinische Einrichtungen in der UA angegriffen über 100 Tote, ein Spitzenwert in Notgebieten

 

Mac Carthy in Polen. Der Versuch der p Regierung russische Einflüsse aufzuspüren, ist umstritten

 

Putin immun. Südafrika hat Putin im Falle eines Bric-Konferenz-Besuches Straffreiheit zu gesichert. Umstritten in Südafrika.

 

Getreideabkommen. Ru Blogger plädieren verstärkt für Abbruch, da Russland benachteiligt würde, auch wegen der Schiffsanschläge der letzten Zeit

Riskantes Kriegsgeheul. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 27.-29.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Wie verändert der Krieg Russland und die Ukraine: H-und-G.info Interview mit Prof. Jörg Baberowski.  https://www.youtube.com/watch?v=W_ek1ZMcu_c

Russische Soldatenmütter und Frauen werden stigmatisiert.

Fehlen der Ukraine Kommandeure

Wahlbetrug in besetzten Gebieten?

Ambivalente Erfolge der Luftabwehr

Wird Prigoshin/Wagner politischer?

False flag attacs zur Diskregitierung der Ukrainer?

 

 

Riskantes Kriegsgeheul

Auf die Massen-Drohnenatacke auf Kiew, die  mehr oder minder erfolgreich abgewehrt wurde, reagierte Selenskyj mit starken Worten und Sanktionen gegen den Iran. : „Unsere gesamte Ukraine wird den Schlusspunkt unter die Geschichte des Moskauer Despotismus setzen.“ Solche Äußerungen, wie schon andere Selenskyjs in der Vergangenheit mögen aus der Situation verständlich sein, sie sind aber riskant, weil sie – in diesem Falle- die Erwartungen an die Offensive sehr hoch hängen. Ähnlich hatte er die Notwendigkeit der Verteidigung von Bakmut damit erklärt, dass daran das Schicksal von Kiew hänge. Bis heute kann die UA daher nicht zugeben, dass sie faktisch aus der Stadt verdrängt wurde. Ansonsten versuchen ua Politiker durch widersprüchliche Aussagen zum Beginn der Großoffensive weiterhin Schrecken wie Verwirrung beim Gegner zu verbreiten.

 

Ambivalente Drohnenabwehr

Die meisten (52 von 54) Drohnen, die in Schwärmen v.a. auf Kiew niedergingen wurden zwar abgeschossen. Aber allein die Brände durch herabfallende Raketenteile richten z.T: größere Schäden an. Auch Tote bzw. Verletzte. Auch ist die Luftabwehr um ein vielfaches teurer als der Beschuss selbst. Während eine Drohne nur einige 10.000 Dollar kostet, kostet eine Rakete ein mehrfaches davon. Offenbar versucht die Ru Luftwaffe, die ua Raketenabwehr auszupowern. Bei den den Drohnen folgenden Raketenangriffen wurde zumindest in Schytomyr eine größere Explosion, vermutlich von einem Brennstofflager, gemeldet.

 

Klasse gegen Masse

Während Russland mit gehäuften Drohnen/und Raketenangriffen mittlerer Größe arbeitet, versucht die UA eher durch Präzisisionsschläge den Gegner zu schwächen. Eine Karte zeigt über ein Dutzend angeblich erfolgreiche Einschläge in einer Woche z.T. weit hinter der ru Front in Zaporishschja über Melitopel, Mariupol bis nach Donetzk.  Während die ru Seite behauptet, sogar die britisch shadow Raketen abgefangen zu haben, behauptet der ua Verteidigungsminister 100% Treffer.

Die UA setzt aber auch zahlreiche, z.T. von Startups, z.T. von staatlichen Fabriken selbstgebaute Drohnen v.a. gegen „exotische“ Ziele im russischen Hinterland ein. Z.B. auf die Drushba Pipeline westlich von Moskau oder eine Raffinerie in Krasnodar.

 

Bakmut

Der angekündigte Rückzug der Wagnertruppen und Ersetzung durch ru Truppen, vermutlich der DNR, läuft. Die UA macht kleine Geländegewinne. Ohne entscheidende Vorteile aus der Lage zu ziehen.

 

Grenzkonflikte-mehr Beschuss-mehr Militär-mehr Milizen

Als Folge des Angriffs auf südrussische Gebiet bei Beogorod ordnet Putin die Grenzverstärkung an. Wie auf der Krim hat der dortige Gouverneur auch die Bildung von Milizen angekündigt. Die Ukraine beschießt Grenzregion massiv, offenbar um Nachschub zu behindern, und russische Kräfte dort zu binden. Ohnehin melden mehrere russische Blogs verstärkten Beschuss an der Front.

 

Kommandeursmangel in der Ukraine

Angeblich soll die UA nach den Verlusten in Bakmut Probleme mit fehlenden Kommandeuren auf der unteren und mittleren Eben zu haben, v.a. mit kampferfahrenen. dAs behaupten (nicht ganz unplausibel) russische Blogs.

 

Angeblich 26.000 Tschetschenen im Ua Krieg

Seit Beginn des Krieges wurden angeblich  mehr als 26.000 Menschen aus der Tschechischen Republik in das Gebiet der Sonderoperation geschickt, darunter 12.000 Freiwillige, die einen beschleunigten Schulungskurs  im tschetschenischen Ausbildungsstätte für Spezialkräfte absolvierten, vermeldet Kadyrev.

 

Wagner-Autorallaye in Jekaterinenburg- Dementi zu politischem Engagement

Mit 100-150 PKW hat Wagner eine Demo in Erinnerung an die gefallenen „Helden“ durchgeführt. Währen P. eigentlich in Russland selbst überhaupt keine Hausmacht hatte, werden inzwischen rund um Rekrutierungsbüros und Friedhöfe, vermehrt Demonstrationen zugunsten von Wagner registriert. Meldungen, wonach Prigoshin sich stärker politischen engagieren will, dementierte dieser (halb). Die Meldung sei nicht autorisiert.

Zur Einschätzung der politischen Bedeutung Prigoschon s. auch H-und-G.info Interview mit Prof. Jörg Baberowski.  https://www.youtube.com/watch?v=W_ek1ZMcu_c

 

Russische Soldatenmütter und Frauen werden stigmatisiert.

Der Rat der Frauen und Mütter, die sich um das Schicksal verschwundener und toter russischer Soldaten kümmern, wird nun als ausländischer Agent eingestuft. Diese Stigmatisierung ist oft die Vorstufe zu Kriminalisierung. Die Organisation protestierte, weil sie eine rein russische Selbstorganisation sei. Putin hat offenbar Angst vor Informationen und Protest zu Kriegstoten und Mobilisierung.

Subotnik für den Krieg

Angeblich wird in Russland verstärkt für unbezahlte Sonderschichten und Überstunden geworben.

 

Evakuierung aus Melitopel Richtung Ukraine

Durch internationale Vermittlung sollen 500 Bürger aus Melitopel die Möglichkeit einer Ausreise Richtung UA bekommen. Was zu Anfang des Krieges noch relativ einfach möglich war, ist heute eine Seltenheit, da nur der Weg Richtung Russland/Krim offen ist. (Mit Filtrierung an Grenzen)

 

Wahlbetrug in besetzten Gebieten?

Bei den Vorwahlen soll es in besetzten Gebieten zu Unregelmäßigkeiten kommen. Nur bestimmte Personen dürfen wählen, Beamte sollen mehrfach abgestimmt haben.

Chemische und atomare false flag Operationen

Der Ua Geheimdienst beschuldigt die RA derartige Verschmutzungen zu inszenieren, um sie den Ukrainern in die Schuhe zu schieben. In der Nähe des AKW ZAP wurde die Bevölkerung zu Schutzmaßnahmen aufgefordert. Beweise für diese Strategie gibt es bisher aber nicht.

Solidarität mit Moldau-Russische Blogger freuen sich für Erdogan

Wollen 50 Staatschef bei einem Treffen in Chișinău zeigen, um russischen Destabilisierungsversuchen gegenzusteuern. Russische Blogger freuen sich über Ausgang der Wahlen in der Türkei und hoffen auf weiteren Schleichhandel.

Chaos-Strategie verwirrt- Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 24.-26.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Chaos Tage rund um die Ukraine

USA versuchen zu deeskalieren

Bakmuter Abakus-russische Verlustrechnungen

Er ist wieder da-biologische Lösung in Belarus unwahrscheinlich

Staudamm geschädigt

Aufbau, Zerstörung, Betrug

 

 

 

 

Chaos-Tage rund um die Ukraine: Chaos Strategie?

 

Offenbar handelt die UA Seite derzeit nach der Devise: Schlagt die Russen, wo ihr sie treffen könnt. Die Angriffe wirken nur teilweise zielgerichtet, teilweise dürften diese Partisanenstrategie eher auf psychologische Effekte abzielen. Außerdem zwingt sie die Ru Seite an mehreren Stellen die Verteidigung zu verstärken, was die Kapazitäten an der Front mindern könnte. (Grenzmilizen in Beogorod, etc.)

 

-Der Angriff auf die Region Beogorod von russischen Freiwilligen, die mit der UA verbunden sind.

-weitere, vor ru Quellen bestätigte kleine Angriffe auf die ru Grenzregion folgten

-Angriff auf ein ru Aufklärungsschiff an der Bosporus-Ausfahrt im Schwarzen Meer (offenbar kleine Schäden durch ua Wasserdrohne, Ru Quellen werfen Missbrauch des Getreidekorridors vor und beschuldigen US-Aufklärungsdrohnen, geholfen zu haben)

-Raketenangriff auf Krasnodar (Südru)

-Drohnenangriffe auf die Krim (angeblich alle abgefangen)

-Beschuss von der besetzten Hafenstadt Berdyansk (Explosions-Foto)

-Beschuss mehrerer Militärstellungen in Region des besetzten Melitopel

-immer wieder Landungsversuche auf Dnjepr-Inseln durch ua Spezialeinheiten

 

Man denke auch an die vergangenen Sabotage- Angriffe auf die ru Eisenbahn in Russland und auf der Krim und die Drohnen auf den Kreml, die nach neuesten US-Angaben wohl doch auf ua Spezialkräfte oder GD zurückzuführen sein könnten.

 

Russische Luftschläge

Die RA kontert mit relativ kontinuierlichen kleineren und mittleren Wellen von Drohnen und Raketen. Während die UA meist den Abfang und allenfalls Schäden durch herabfallende abgeschossene Teile einräumt, verweist die Ru Seite auf Explosionen, kleinere Stromausfälle (Czernowice), die z.T. auch in ua Regionalzeitungen eingeräumt werden.

 

Staudammbeschuss

Ein kleinerer Staudamm ca. 10 km nordwestlich von Donezk ist von der RU durch Beschuss stark beschädigt worden, so dass einige Dörfer wegen Überflutungsgefahr geräumt werden mussten. Damit soll der Vormarsch der UA auf Donezk-City behindert werden.

 

Er ist wieder da-Lukaschenko

Wer sich nach Meldungen über einen Krankenhausaufenthalt von Lukaschenko schon Gedanken über eine biologische Chance gemacht hatte, hat zu früh kalkuliert. L. tauchte jetzt bei einem eurasischen Wirtschaftstreffen in Moskau auf. Außerdem demonstrierte er (geliehene) Stärke indem er den Vollzug der Verlagerung von ru A-Waffen nach Belarus verkündete.

 

Zalushny-Selfi

Auf dauernde, vermutlich rein propagandistische Behauptungen von ru Bloggern, dass der oberste ua Stratege durch einen Angriff verletzt oder sogar getötet sei, sah sich die ua Seite jetzt offenbar gezwungen mit einem Zalushny-Selfi zu reagieren.

 

US Deeskalation

Die USA sind offenbar weiter um Deeskalation bemüht. Die stellten klar, dass sie keine Angriffe auf Russland mit ihren Militärgütern billigen. Der Angriff bei Beogorod mit angeblich US-Militärfahrzeugen (Fotos) soll untersucht werden. Die USA sehen auch keinen Anlass, ihre Nuklearstrategie zu ändern, wenn A-Waffen nach Belarus verlagert werden.

 

Bakmuter Abakus: Russische Verlustrechnungen

Der Wagner-Chef Prigoschin hat seine Verluste in B. mit über 20.000 angegeben. Das dürfte „genug“ sein, um den „heldenhaften Einsatz“ zu dokumentieren, aber nicht so viel, dass er als geschwächt angesehen werden kann. (Angeblich rekrutiert er ohne Probleme weitere 10.000). Dennoch scheint allein die absolute Zahl das realistischste an Eigenverlusten zu sein, was je im UA-Krieg verkündet wurde. P. nutzt dies wieder zu einem Seitenhieb gegen die Armee. Was er wirklich bezweckt ist schillernd. Einerseits meint er, militärische Erfolge könnten nur durch größere Anstrengungen (Mobilisierung, stärkere Einbindung von Wagner in die Militärführung, neue Militärführung) erzielt werden, andererseits sind seine Szenarien so dramatisch, dass sie auch als Warnung gelten könnten, auf diesem Wege weiter zu machen. (Statement von P. demnächst auf H-und-G.info)

(Laut ISW wurde der Journalist, der P interviewte, entlassen.)

 

Auf der anderen Seite hat jetzt ein anderer Militärblogger eine Gegenrechnung aufgemacht. Danach seien zum Schluss über 90.000 Ukrainer in B. konzentriert gewesen, die bis zu über 50% Verluste (Tote und Verwundete?) hätten hinnehmen müssen. Dies offenbar als Rechtsfertigung für hohe ru Verluste für die sogenannte „Fleischwolfstrategie“. Immerhin wird dabei das Geheimnis offenbart, dass Wagner/Prigoshin offenbar nicht zu wenig Geschosse hatte, sondern deutlich mehr bekam als andere. Der Konflikt mit dem Militär ging (wie von H-und-G.info immer vermutet) offenbar nicht um absoluten Munitionsmangel, sondern um einen Verteilungsstreit, wobei die ru Militärführung P vermutlich weder einen triumphalen Sieg in B. gönnen, aber auch nicht ihre übrigen Truppen vernachlässigen wollte.

 

Aufbau, Zerstörung und Betrug

Parallel zur Vorbereitung der Sommeroffensive, werden in den kriegszerstörten Gebieten Minen geräumt, Versorgungsleitungen, Straßen und Häuser repariert. Der Wiederaufbau z.B. im Oblast Charkiw wird immer wieder durch Raketen- Drohnen und Artillerie Angriffe behindert.

Der Aufbau wird z.T. massiv durch Spenden und aus dem Ausland unterstützt. Es häufen sich aber auch Betrugsversuche. In Dnjpro wurde versucht, Altinvestitionen als Reparaturarbeiten abzurechnen. Verbreitet sind auch gefakete Spendenaufrufe auf Betrugskonten. Es wird gebeten, nur amtlich anerkannte Spendenkonten zu nutzen.

Angriff auf Russland. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 21.-23.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Kuriose Bakmutberichterstattung in Deutschland

Bakmut-Vorläufige Bilanz

Verzögern/verhindern Luftangriffe die u.a. Offensive?

Wahlvorbereitung in Drachenzahnland.

 

Angriff auf Russland

Nordwestlich von Charkiv hat gestern morgen eine Gruppe von Militärs die ukrainische Grenze zu Russland überquert, zwei Grenzorte vorübergehend eingenommen, die erste Verteidigungslinie der russischen Armee/FSB-Grenzsicherung überrannt, und sich vorübergehend ca 8 km hinter der Grenze eingegraben. Nach russischen Angaben wurden sie bis zum Abend wieder Richtung Grenze unter Artillerie- und Hubschraubereinsatz zurückgedrängt, 39 Personen getötet und Fahrzeuge zerstört. Die Gruppe, die aus dem ukrainischen Oblast Sumy zunächst die Grenzstation Kozinka/Grayvoron einnahm, soll laut russischen Angaben mit zwei Panzern, einem gepanzerter Personentransporter und neun gepanzerten Fahrzeuge, ,z.T. US-Bauart, ausgerüstet gewesen sein. Die Zahl der Angreifer wird auf 100-110 geschätzt.

Die ukrainische Regierung betonte, nichts damit zu tun zu haben. Ua Quellen sprechen von russischen Freiwilligen, die sich gegen das System Putin wenden würden.(„Russische Freiwilligenkorps“ und  „Legion der Freiheit Russlands“). Russische Quellen halten die Eindringe wahlweise für ukrainische Spezialkräfte oder ukrainische Nationalisten („Kraken“) aus Kiew und Charkiv. In ukrainischen Blogs wird darauf hingewiesen, dass der betroffene Oblast Belgorod Anfang des 20. Jahrhundert zur Ukraine gehörte.

Dass die Ukraine vollkommen unbeteiligt ist, ist zweifelhaft. Die Grenze wird ständig überwacht, zu dem Überfall gibt es Drohnenaufnahmen. S. (mein facebookaccount). Eine Aktion mit gepanzerten Fahrzeugen, wird kaum verborgen geblieben sein. Zudem beschießt die Ukraine kontinuierlich (H-und-G.info hat mehrfach berichtet) das russische Grenzgebiet mit Granaten. Erst vor einigen Tagen wurden im Grenzgebiet von Brjansk 2 russiche Hubschrauber und 2 Flugzeuge abgeschossen, es gab mehrere Eisenbahnsabotageakte gegen Nachschbubwege Richtung Ukraine. Kürzlich behaupteten US-Medien unter Berufung auf angeblich geleakte Dokumente. Selenskyj habe russiches Gebiete erobern wollen, um es gegen das Donbas auszutauschen. S. dementierte prompt. In Ua Medien hat es immer wieder Diskussionen gegeben, man müsse Russland angereifen, damit die Russen endlich verstünden, warum es geht.

In der Einschätzung sind sich die ru Blogger weitgehend einig. Sie halten die Aktion für eine ua Ablenkungsmanöver, um von der Niederlage bei Bakmut und der Verzögerung der Offensive abzulenken. Dem russischen Volk solle gezeigt, werden, dass Putin es nicht schützen könne. Manche spotten über den FSB-Grenzdienst. Außerdem solle von Truppenbewegungen und Aktionen an anderer Stelle abgelenkt werden. Es wird von Truppenverschiebungen im Norden der UA berichtet, die allerdings auch teilweise vorgetäuscht seien.

Raketenbeschuss

Wieder einmal ru Raketen-. Und Drohnenbeschuss mittlerer Größe. Die ru Seite behauptet, mit derartigen Anlaschägen gegen Kommando, Logistik und Luftverteidigung die ua Offensive verzögert zu haben. Ua gibt Defizite bei der Luftabwehr zu und fordert mehr Systeme.

Noch einmal zur Bakmut

Kuriose Berichterstattung in Deutschland

Am Samstag berichteten ARD und ZDF in den Hauptnachrichtensendungen davon, dass Prigoshin/Wagner die Eroberung von B. verkündet, die Ukraine dies dementiert habe. Dies ist insofern absurd, weil die Hauptinformationen fehlten: 1. Die Stadt war schon die Tage über zu ca 97% erobert, es ging also nur noch um Restkämpfe. 2. Die Ukraine versucht außerhalb der Stadt im Norden und Süden mit wechselndem Erfolg durchzubrechen. So wie es gelaufen ist, und teilweise weiterläuft, sind die Nachrichten eher desorientierend.

Zur Bewertung des Falls von Bakmut. (de nicht einmal mehr ua Blogs bestreiten)

Nach einem dreiviertel Jahr Kampf erklärte die russische Seite gestern Bakmut für erobert. Auch wenn es noch Nachhutschießereien (Südwesten, Vororte, einzelne Häuser, die Rückzug decken) geben sollte, ist dieser russische "Erfolg", ein Jahr nach der Eroberung von Mariupol kaum zu bestreiten. Eine Stadt, etwa so groß wie Celle mit viel Industrie plus Soledar mit Salzbergwerken ging der Ukraine verloren. Das ist eine Niederlage, wie die von Sewerodonezk. Das ist nicht schönzureden, nach dem Motto, die taktische Bedeutung sei gering.

Das Siegerfoto von Wagner (bei mir auf Facebook) zeigt jedoch das Drama. Besetzt wurde ein Trümmerhaufen mit extrem hohen Verlusten auf beiden Seiten. (russische „Fleischwolf“-strategie, die sich vermutlich in ihre Gegenteil verkehrte, obwohl auch die ua Verluste hoch sein dürften.) Selbst fanatische prorussische Blogger sind sich nicht sicher, ob es das wert war.

 

Die Wagner-Armee ist deutlich geschwächt und braucht Wochen und Monate, um sich zu restaurieren.

 

Zeitweise waren die Ukrainer faktisch eingekreist (Beschuss, Schlamm), haben aber den Rückzug freigekämpft.

 

Nach ru Karten stehen erstaunlich große ukrainische Formationen stehen für mögliche Gegenangriffe nördlich von Bakmut bereit. Es sind nördlich und westlich von B. in den letzten Monaten Verteidigungslinien befestigt worden.

 

Die Russen stehen vor komplizierten Umgruppierungen. Wenn Prigoschin/Wagner wirklich in zwei Tagen abzieht, muss die Lücke von tausenden russischen Soldaten gefüllt werden.

 

Die Ua Armee versucht offenbar aus dieser Schwächephase „Nutzen“ zu ziehen und die Abziehenden/Nachrückenden einzukreisen, zu beschießen, zu schwächen. Inwieweit das gelingt, ist zweifelhaft, da der ua Vormarsch offenbar verlangsamt wurde.

 

Die wahre Geschichte und Bilanz von Bakmut wird erst in Jahren geschrieben werden. Derzeit kann man nur sagen, diese Schlacht ist verloren, der Krieg geht unerbittlich weiter.

Foto: Wagner-Truppen hissen ihre Fahne zum Zeichen des Sieges in Bakmut. https://www.facebook.com/photo/?fbid=1888932854818447&set=a.133761130335637

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete)

Die Besatzer bereiten die Septemberwahlen vor und üben entsprechend Druck auf die Bevölkeurng aus, sich registrieren zu lassen. Zudem Verhaftungen und Druck auf Gefangene, für die ru Armee zu kämpfen

Bakmut: Der letzte Dominostein fällt. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 18.-20.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Handies gefährdeten teuerste Luftabwehr der Welt

AkW Zaporischschja unter Beschuss

Nach der Schlacht, ist vor der Schlacht. Wie weiter nach Bakmut?

Western girls dont like (ru) diamonds any more-Sanktionen bleiben ambivalent

Eine Rakete trifft immer....;Luftschläge gegen Logistik

Die asiatische „Fremdenlegion“-russische Mobilisierung

Wirren im besetzen Gebiet

Volkskunst gegen Russifizierung

 

Zum Finale im Bakmut: erstaunliches Originalzitat aus einem relevanten p r o-russischen Blog:

„So viele Tote. So viel Trauer von beiden Seiten. Die Unausweichlichkeit und Unausweichlichkeit dessen, worauf der Frieden zusteuerte. Man kann darüber nicht glücklich sein, aber man kann sich über den Sieg freuen. Denn der Sieg ist das Ende des Krieges.“

 

Bakmut: Der letzte Domino-Stein

Russischen Quellen zufolge ist die letzte Wohnsiedlung („Domino“) von Wagner/Prigoshin eingenommen. Es gibt nur noch Kämpfe im Südwesten der Stadt. Im Prinzip ist Bakmut eingenommen. Es gibt nicht verifizierbare russische Berichte, wonach sich ua Soldaten in Kleinstgrüppchen aus der Stadt zurückziehen, alles Gerät größer als ein Maschinengewehr zurücklassen müssen und unterwegs von Artillerie beschossen werden. Angeblich halten sich die ua Soldaten in Felder und Wäldern westlich von B. auf oder versuchen die Flankenkräfte im Nord – und Südwesten zu verstärken.

Wenn es das Ziel der UA gewesen sein sollte, die russischen /Wagner-Truppen bei B. von drei Seiten einzukreisen, so scheint das (bisher) nicht gelungen. Der ua Vormarsch, ist wenn, nur noch gering oder festgefressen, von einem wirklichen Durchbruch kann nicht die Rede sein.

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Auch wenn eine der schlimmsten und verlustreichsten Schlachten des Ukraine-Krieges ein vorläufiges Ende haben dürfte, geht es einfach westlich und im Norden und Süden von B. weiter. Unklar ist, was Prigoshin/Wagner macht, auch wenn er natürlich in seinen Entscheidungen nicht vollkommen frei ist. Ob er sich nach einem kurzen Triumphgeheul (was angesichts –auch der Prestige- Verluste nicht wirklich eines sein dürfte) zurückzieht, wie er schon mehrfach angedeutet hat. Offenbar sind sich viele auch auf russischer Seite, der Unsinnigkeit des Kampfes um Bakmut bewusst (s.Zitat oben). Die Wagner-Leute maulen, weil sie anders als ru Soldaten keine Orden/Anerkennung bekommen werden.

Handies gefährden teuerstes Luftabwehrsystem der Welt

Die Beschädigung des Patriot-Systems in Kiew ist offenbar eine Folge von Bloggervideos über Feuerstellungen. Der ukrainische Geheimdienst nahm mehrere Blogger fest und zwang sie zu reumütigen Schuldeingeständnissen vor der Kamera. Es drohen 8 Jahre Haft. Derartige Aufnahmen, die von russischen Analysten/Bloggern in sekundenschnelle registriert und ausgewertet werden, gefährden militärisch relevante Standorte. Nicht ganz klar ist, ob die Fotos nach oder sogar vor der Beschädigung des Patriotsystems gepostet wurden. Offenbar war der Aufschlag der ru Rakete relativ unpräzise, was darauf schließen lässt, dass die Koordinaten vage waren, also nicht das Gerät an sich geortet wurde. Offenbar testeten die Russen, die Funktionalität der Kiewer Luftabwehr mit einem Drohnenschwarm letzte Nacht wiederum aus. Angeblich wurden alle Drohnen abgeschlossen. Von US-Seite heißt es, Patriot sei repariert und funktioniere.

Offen ist ob die Blogger aus Dusseligkeit oder Profilierungssucht agierten oder ob es „russische Agenten“ waren. Die Russen werben (wie auch die Ukrainer) Anhänger über anonyme Chatbots und laden sie ein, dort militärische Informationen preiszugeben.

 

Eine Rakete kommt immer durch.

Auch wenn die UA Seite immer wieder die hohe Zahl von Raketen/Drohnenabschüssen betont, kommen offenbar doch immer wieder Treffer durch. Ohnehin verursachen auch Abschlüsse Brandschäden und Luftalarme beeinträchtigen das zivile Leben. Die ua Seite gibt zivile Schäden an mehreren Orten zu. „Beschusss von Kryvyi Rih, Stepnohirsk in der Oblast Zaporischschja und Beryslaw in der Oblast Kherson wurden Zivilisten getötet und verletzt, Privathäuser und andere zivile Infrastruktur zerstört“. Ru Blogger betonen militär. Schäden:“Im Norden von Lemberg wurde ein Umschlagplatz mit Ausrüstung getroffen , in Krywyj Rih , einem ehemaligen Industrieunternehmen, während in Nikolajew russische Truppen Lagerhäuser angegriffen haben.“  Der inzwischen relativ kontinuierliche russische Raketen/Drohnenbeschuss zielt offenbar vor allem auf die rumänische Nachschublinie im Süden über Odessa und die nördlich über Liviv, die für den Start und die Aufrechterhaltung der ua Offensive wichtig sind..  

Während die russische Seite eine Treffer in einem Munitionslager in der Nähe von Pawlograd, nicht sehr weit von der Front vermeldet, ist übereinstimmend von einem größeren ukrainischen Einschlag am Flughaben im besetzten Mariupol die Rede, offenbar eine Folge weitreichenderer britischer Raketen.


Wirren in den besetzen Gebieten

Nachdem von Absetzbewegungen von russischen Besatzern die Rede war und Bevölkerung Richtung Süden evakuiert worden war, kommen offenbar die ersten wieder zurück. Die Bedingungen an der Küste des Asowschen Meeres sind für die Ankömmlinge schlecht, da mehrere Gruppen Militär, Besatzer, Flüchtlinge um den knappen Wohnraum konkurrieren. Der von Ru eingesetzte Gouverneur, der vor kurzem den Offensivbeginn verkündete, gibt jetzt Durchhalteparolen aus und behauptet, die UA habe den richtigen Zeitpunkt für eine Offensive verpasst. Die Ru Armee verstärkt nach wie vor die Verteidigungsanlagen. Einheimische werden aus Wohnhäusern verdrängt, damit die ru Soldaten dort einziehen können, um größere, beschussgefährdete Truppenansammlungen zu vermeiden. Neuerdings setzt sie über das agrarische Bewässerungssystem Wiesen unter Wasser, um einen ua Vormarsch zu verhindern.

AKW Zap beschossen

Artillerieeinschlag in der Nähe des größten europäischen AKWs vermeldet die internationale Atombehörde (IAEO). Deren Chef bemüht sich seit Monaten redlich um ein Deeskalationsabkommen, vergeblich. Die Lage wird immer schlimmer: Grossis Apell: „„Es ist ganz einfach: Schießen Sie nicht auf die Station, nutzen Sie die Station nicht als Militärbasis.“

Russian Diamonds are not more US-girls´best friends-Sanktionen

Die G7 haben Sanktionen verschärft, u.a. gegen ru Diamantenhandel und militärwichtige Rohstoffe (Aluminium, etc.). Die Auswirkungen der Sanktionen bleiben ambivalent. Der russische Staatshaushalt ist deutlich defizitär, aber die größte Bank (Shberbank), die Industriebeteiligungen hat, zeigt hohe Gewinne. Das könnte ein Indiz sein, dass die nationale Substitutionspolitik keineswegs erfolglos ist. Journalistische Recherchen zeigen überdies, wie sich der Westhandel über Kasachstan und Usbekistan „unnatürlich“ vergrößert hat, was auf einen Schleichhandel mit westlichen Gütern Richtung Russland schließen lässt. Im schlimmsten Fall verlagern sich also nur die Handelsströme bzw. der asiatisch/arabische Raum und der westliche desintegrieren sich teilweise. Wie schon die verschiedenen diplomatischen Initiativen zum Ukraine Krieg (s. letzte H-und-G-Ausgabe) indizieren auch die Wirtschaftsbeziehungen eine stärkere Tendenz zum Multilateralismus . (Interessanter Spiegel-Schwerpunkt aktuell.)

 

Moldavien unabhängiger von Russland-beim Gas- Georgie wieder an Flugrouten angeschlossen.

Moldaven meldet Unabhängikeit von ru Gas. In Ru Medien wird darüber spekuliert, dass das Moldawische Gas über europäische Drittstaaten (Rumnänien/Ungarn) nach wie vor faktisch aus Russland stamme. In Georgien wurden wieder reguläre Flüge nach Russland aufgenommen. Die g. Gesellschaft ist in der Frage gespalten.

Kampflugzeuge F16 ja, aber faktisch später

Nach dem yes von Biden, kann die UA wohl mit US-Kampfflugzeugen aus Drittstaaten rechnen. Ein konkretes Go gibt es für die Ausbildung. Ausbildung, Aufbau einer Wartungslogistik und Lieferung werden aber faktisch so lange dauern, dass mit einem Einsatz bei der Sommeroffensive kaum zu rechnen ist.

 

Mobilisierung- asiatische „Fremdenlegion“

Die Versuche Freiwillige und Migranten für die ru Armee zu rekrutieren, ist angeblich erfolgreich. Nach ru Regierungsangaben wurden 170.000 seit Anfang 2023 rekrutiert, bis Jahresende sollen es 400.000 sein. Die russische Armee wird immer mehr eine Art Fremdenlegion oder Kolonialarmee, um der russischen Bevölkerung schmerzhafte Verluste zu ersparen.

 

Ukrainische Volkskunst und Straßenumbenennung gegen die Russifizierung

19.5.23

Gestern feierte die Ukraine, wie an jedem dritten Donnerstag im Mai den Wyschywanka-Tag. Die Volkskunst, Stickereien auf Kleidungsstücken ist Ausdruck der ukrainischen Tradition. In den besetzten Gebieten war es nicht möglich wie in den Vorjahren zu feiern. (Foto aus dem vorjahr in Mariupol). Zur Stärkung der neuen ukrainischen Identität gehören auch Straßenumbenennungen. Mitten in Luftanwgriffen wurden U-Bahn-Stationen umbenannt. Der „Lew-Tolstoi-Platz“ heißt jetzt in „Ukrainischer Heldenplatz“ und „Prospekt Pravdy“ „Warshavska“-U-Bahnhof. Dem gegenüber geht die Russifizierungsstrategie in den besetzten Gebieten ("Drachenzahnland) weiter. Mit allen möglichen Tricks sollen die Bewohner gezwungen werden, russische Pässe anzunehmen. Für die männlich Bevölkerung folgt dann inzwischen die Einberufung.

 

Wer trifft was? Jagd auf Patriot. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  15-17.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

Bakmut Mausefalle oder Niederlage?

Truppenmassierung und Verteidigungslinien

Wagner-Group für Erdogan

Kriegsdienstverweigerer in Europa schutzlos

AKW Zap am Siedepunkt

Konflikte in Gaugasien

 

 

Wer trifft was? Im Luftkrieg.

 

Beim Kampf um die gegenseitige Militärlogistik ist schwer nachvollziehbar, was passiert.

Klitschko berichtet über die abgeschossene Raketenteile, die den Zoo von Kiew beschädigten und über Stress bei Tieren. Russische Blogger berichten, dass dort Teile des hightec-Patriot-Luftabwehr-Systems standen. Die UA Seite berichtet normalerweise von erfolgreichen Abschüssen, vorgestern angeblich aller Raketen und Drohnen und angeblich russischen Angriffen auf die Zivilbevölkerung (die in Wirklichkeit oft „Nur“ Kollateralschäden von Angriffen auf militärische oder Infrastruktureinrichtungen sind.) Fast zeitgleich zu der angeblich 100ig erfolgreichen Abwehr, veröffentlichten ru Blogger jedoch Fotos von einer Explosion in der Nähe eines Patriotkomplexes. Inzwischen gibt es Beschreibungen von Treffern von Patriotteilen mit Koordinaten (!) an einem Kiewer Flughafen. Allerdings besteht ein Patriot-Komplex aus mehreren Komponenten: Radar, Kommando, Kommunikation, Energie und mehreren Abschussrampen, sowie Raketenlagern, die alle möglichst weit von einander getrennt aufgestellt werden. Offenbar wurden 1-3 Abschussanlagen von einer explodierenden Kinshallrakete geschädigt, nachdem sie die komplette Munition verschossen hatten. Es gibt Gerüchte, dass auch weitere Teile des Komplexes geschädigt sein könnten. Angeblich „versagte“ die Gepard-Abwehr, die Patriot schützen sollte. Die neue ru Taktik, mit mehreren kleineren Wellen Luftabwehrsysteme auszuschalten, scheint nicht ganz erfolglos. Die ru Belegdichte ist so dicht, dass offenbar US-Kreise sich genötigt sahen, anonym gegenüber der Presse einen Patriot-Schaden zu bestätigen.

 

-Kontroversen gibt es um den Angriff auf ein Lager in Ternopil. Während ru Blogger behaupten, ein Militärlagerhaus getroffen zu haben, kritisierte eine Regensburger Hilfsorganisation, dass ihr Hilfsgutlager getroffen wurde, in dessen Nähe sich keine militärischen Objekte befunden hätten.

-Still ist es auf ua Seite bei einem Angriff auf eine Munitionslager bei Chmelnyzkyj. Nach ru Angaben enthielt es einen großen Teil des Nachschubes, auch Raketen, für die Luftwaffe.  Der Treffer wurde zu Munitionsengpässen führen.

 

-Bei den ua Treffern in Luhansk gilt es inzwischen als sicher, dass diese von brit. Stormshadow-Rakten erzielt wurden. Während die Administration von Luhansk behauptet, die Gebäude seien leer gewesen, berichten ru Blogger von getroffenen Militärquartieren und der Notwendigkeite die Truppenunterbringung entscheidend zu verändern, da man im Hinterland nicht mehr sicher sei.

-angesichts des Abschusses von zwei Hubschraubern und zwei Flugzeugen an der Grenze ua/Ru vor drei Tagen räumen ru Blogger schwere Defizite der ru Luftabwehr v.a. in Russland selbst ein. Es gäbe zu wenige moderne Radarflugzeuge.

Täglich vermeldet die Ua Armee fast routinemäßigen Beschuss von Logistik hinter der Front. Angeblich ist es der RA aber gelungen, die bislang effektiven Himars-Angriffe, durch elektronische Störmanöver zu durchkreutzen.

Eine Bilanz dieser Informationsfragmente ist momentan schwierig, bis unmöglich. Fest steht, dass die ua Luftabwehr, keineswegs lückenlos und unverwundbar ist und die ru bei ihren inzwischen kleinteiligeren, aber hartnäckigeren Luftangriffen, partiell empfindliche Erfolge hat.

Bakmut. Mausefalle oder Niederlage?

Nach ru Quelle ist Wagner/Prigochin dabei, den westlichen Stadtrand zu erobern, und die restlichen ua Stadtgebiete zu „säubern“. Die Frage, was macht Prigoshin nach dieser Eroberung von Ruinen? Eine richtige Siegesfeier wird es angesichts der hohen Verluste kaum geben

Zudem hatten die ua Truppen weiter an den Flanken Erfolge. Ru Fallschirmjäger sollen teilweise unter Kommando von Wagner stehen. Der ua Vormarsch soll sich verlangsamt haben, auch soll eine wichtige Nachschubbrücke gesprengt worden sein.

Verräter Prigoshin?

Unter Berufung auf angeblich geleakte US-Geheimdienstpapers soll nach US-Presseangaben P. angeblich dem Ua Geheimdienst gegen eine Übergabe von Bakmut russische Stellungen verraten haben. Während manche ru Quellen dies für eine reine westliche Geheimdienstfinte halten, um Zweitrcht zischen Armee und Wagner zu säen, dementiert P. erstaunlicher Weise nur schwach. Es gäbe immer Kontakte an der Front und die Stellungen seien alle Satelliten-bekannt. P. hat auch aus Afrika Kontakte zum ua Geheimdienst. Aus früheren Äußerungen von P. kann man erahnen, dass er sich gerne nach einem symbolischen Sieg aus der Ukraine verabschieden würde, auch weil Afrika lukrativer erscheint.

Truppenmassierung und Drachenzähne

Laut ua Geheimdiensterkenntnissen sollen ca 400.000 russische Soldaten aller Couleur in der UA sein, 150.000 allein in Zaporischschja/Cherson. Letzteres läßt es etwas unwahrscheinlich erscheinen, dass dort, wie oft erwartet, die Großoffensive zumindest frontal beginnt. Analysen des ISW zeigen, dass dort auch die größten Verteidigungsbauten (Minen, Gräben, Drachenzähne, Jammer) angesiedelt sind. Der Verteidigungskordon, den Russland in den letzten Monaten fast überall entlang der heißen Linie und den eigenen Grenzen gebaut hat, sind beachtlich. Aber es gibt Lücken. Bei einem erfolgreichen Angriff von Westen über den Dnepr könnte man Teile der Linien zudem „hintergehen“. Fast mit Bewunderung registrieren ru Blogger, dass die UA genau dort angreift, wo die Verteidigungsanlagen schwach sind. (z.B. Bakmut)

Flugzeugträger Krim verabschiedet sich endgültig von der Ukraine

Die Krim will den sowjetischen Beschluss zur Übereignung der Krim an die UA aufheben lassen. Nach 2014 wurde die K. in die russische Föderation eingegliedert. Dies soll nun wohl weiter zementiert werden. Die Krim ist nach neuesten Inverstigativrecherchen auch eine Art russische Fluzeugträger mit ca. 200 relevanten militärischen Einrichtungen.

China meint es ernst

Ein Sonderbeauftragter Xis tourt durch die Kriegs- und Kriegsanrainerstaaten. Auch afrikanische Staaten um Südafrika wollen Friedensinitiativen unternehmen. Südafrika wird derzeit von den USA beschuldigt, heimlich ein Schiff mit Waffen an Ru geliefert zu haben. Während der Apartheid hatte die SU den ANC unterstützt, was immer noch Auswirkungen haben dürfte.

Konflikte in Gaugasien

Nach den Wahlen im abtrünnigen moldauischen Gaugasien bahnen sich Konflikte an. (Wahlen waren dort und nicht wie ich fälschlicher Weise das letzte Mal schrieb in Transnistrien, sorry) . Die prorussische Bewegung gewann. Moldauische Polizeikräfte sollen daraufhin eine Razzia gemacht haben, die von Bürgern und Kommunalpolitikern zurückgedrängt wurde.  

WagnerGroup für Erdogan

Originalzitat: „Auf dem Spiel stehen mehr als die Hälfte der „Parallelimporte“ (Sanktionen, die unter dem Deckmantel von Waren für die Türkei an uns gehen) und unseres Öls und Gases nach Europa unter dem Deckmantel türkischer Waren. Wir drücken Erdogan die Daumen. Redzep, mein Lieber, lass deine Jüngeren nicht im Stich! „

Kriegsdienstverweigerer ohne Schutz

Kriegsdienstverweigerer aus Belarus, der Ukraine und Russland haben es schwer, in Europa als Verfolgte anerkannt zu werden. Dies kritisiert ein Netzwerk aus 30 Organisationen zum Schutz von Kriegsdienstverweigerern und übergab eine entsprechende Petition an die EU-Kommission.

Freilassung von Kara-Murza

Einen Tag vor dem Gipfel des Europarats in Reykjavik haben dessen Spitzen die Freilassung des in Russland inhaftierten Oppositionellen Wladimir Kara-Murza verlangt.

Korruption

Die Festnahme des obersten Richters der UA wegen Korruptionsvorwürfen ist ein wichtiges Signal. Die Korruptionsbekämpfung in der UA scheiterte in der Vergangenheit nicht zuletzt an der korrupten Richterschaft.

Asow-Gefangene schmoren immer noch

 

Immer noch sollen ca. 650 Asow-Gefangene, die sich vor einem Jahr im Stahlwerkbunker von Mariupol ergeben hatten, in ru Gefangenschaft befinden. Sie sind nach wie vor höchst gefährdet. Die UA Regierung versucht sie in kleinen „Portionen“ bei Gefangenenaustauschaktionen, wie zugesagt, frei zu bekommen. Einzelne sind nach der Freilassung wohl auch wieder an die Front gegangen.

 

AKW Zap am Siedepunkt

Die militärische Besatzung im AKW soll in zwischen bei 2500 liegen und wachsen. Im AKW ist Munition und Spregstoff gelagert. Während die Stadt großenteils evakuiert wurde, wurde den verbliebenen Mitarbeitern angeblich angedroht, sie im Falle eine ua Angriffs in eine Lager zu sperren (für 1000 Personen). Nachdem Teile der Verwaltung der Stadt schon geflohen waren, sollen sie nun wieder zurückgekehrt sein. Teile der Verwaltung funktionieren wieder.

 

Geld oder Leben

Männer, die in den besetzten Gebieten russische Papiere angenommen haben, riskieren eingezogen zu werden. Oder sie zahlen….

 

Der Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  9.-11.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Bakmut (fast) gefallen

 

Prigoschin hält nur 10 km von 1300 km.

 

Armer Putin

 

Der mit dem Putin tanzt. Nervenkrieg

 

Panik unter Besatzern?

 

Selenskijs Ungeduld

 

Korruptionsbekämpfung rechtsstaatlich oder eilfertig?

 

 

 

Bakmut

Die Lage in Bakmut dürfte etwas anders sein, als in der deutschen Presse geschildert. Die Stadt ist fast von den Wagnertruppen erobert. Ua Kräfte befinden sich nur noch am westlichen Stadtrand, wo sie sich eingegraben haben. Dort finden teilweise kleinere ua Gegenoffensiven statt, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Der Durchbruch der Ukrainer, wo die 72. Brigade der RA weggelaufen sein soll, erfolgte 5 km südlich von Bakmut. Ob der Durchbruch zu halten ist, ist offen. Von einer „Einkreisung“ kann derzeit noch gar keine Rede sein.

 

10 von 1300 km. Wagner in Bakmut ist nur eine Episode.

Die Soap-Opera um Prigoshin spielt sich an 10 km Front von 1300 km ab. Dies sollte die Bedeutung deutlich relativieren. Auch P. selbst scheint seine Rolle mehrfach zu überschätzen. Er ist kein Militär, sondern ein mafiöser Kaufmann. Ru Blogger wenden ein, P. habe mindest so viel Munition, wenn nicht noch mehr als die anderen Truppenteile bekommen. Dass er in seiner Großmäuligkeit militärisch geschwächt wird, mag im Interesse der Militärführung sein, aber P´s Munitionsmangel offenbart ein strategisches Defizit der RA. Zumindest muss sie Waffen für die Gegenoffensive horten. Ps erneute Ausbrücke erklären sich allerdings auch rational. P. muss sich natürlich auch immer vor seine Söldner stellen und das mit in diesen Kreise drastischen Worten. Und er muss jemanden den schwarzen Peter für seine schwindende Bedeutung zuschieben. Er war der Lückenbüßer in der Winterzeit, beim Versuch die UA zu schwächen. („Fleischwolf“-Strategie), diese hat sich (teilweise) ins Gegenteil verkehrt.

 

Kinshall ist keine Wunderwaffe mehr

Nach ua bestätigen nun auch US-Quellen dass vor einigen Tage bei Kiiv eine ru Überschallrakete abgeschossen wurde. Eine doppelte Sensation. Erstmals erscheint Putins Wunderwaffe weniger wundersam und erstmals wird ein Einsatz des Patriot-Abwehrsystems im Raum Kiiv zugegeben.

 

Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt

Täglich wurde/wird mit der Großoffensive der UA gerechnet, aber sie kommt bisher nicht. Was passiert?

-Manche meinen, es sei das Wetter, die Felder noch zu nass für schweres Gerät. Allerdings laut Wetterbericht, wird das Wetter Mitte Mai eher regnerischer.

-Selenkij meint, die Offensive könne auch im Juni kommen. Kuleba meint, man müsse sich auf mehrere Offensiven und baut vor, man müsse sich auf eine längere Kriegsdauer einstellen. Offenbar ist man jetzt in einer Phase des Psychokrieges. Auch die ua Armee täuscht an. Sie greift hie und da an. Sie bewegt größere Truppenteile hin und her. Die russischen Blogger fragen, ist das schon die Offensive oder nur eine Truppenbewegung? Mal geht die UA mit größeren Kontingenten sogar Richtung Front, um sie dann wieder zurückzuziehen. Auch kampfbegleitende Maßnahmen, wie Evakuierungen und Warnungen für die Zivilbevölkerung lassen Kampfhandlungen erwarten (neulich auch in H-und-G.info, sorry), die dann ausbleiben. Der tschetschenische Präsident, Ex-Natogeneral, empfahl, erst zuzuschlagen, wenn man wirklich vorbereitet ist. Offenbar bleibt der ua Streitkräftechef Zaluschny bei seiner alten Strategie: Antesten und Schwachstellen entdecken. Der (kleine) Bakmutdurchbruch zeigt, wie es gehen könnte. Ein frontales Anrennen gegen die keineswegs schlecht vorbereitete RA Armee scheint wenig Erfolg versprechend.

-Allerdings ohne Risiko ist diese Strategie nicht. Die russische Armee ist in Präventivschlägen möglicherweise besser, als die Berichte über zivile Opfer von Luftangriffen erkennen lassen. Nur zwei Beispiele aus ru Bloggs. Angeblich hat die RA in den letzten zwei Tagen, die ua Kommandozentrale von Bakmut in Chasiv Yar getroffen. Auch wenn vermutlich nicht, wie behauptet, wichtige Kommandeure starben, beeinträchtigt dies die ua Aktionen in Bakmut. Ebenso, sollen die tückischen gelenkten Gleitbomben in Beryslav auf der westlichen Dnjeprseite (nördlich Cherson) wichtige Formationen und Ambibien-Geräte zur Flussüberquerung schwer getroffen haben. Auch die sonstigen Luftangriffe auf Logistik im ganzen Land bleiben nicht folgenlos.

Es ist also derzeit primär ein Nervenkrieg, allerdings mit Positionsverschiebungen.

 

Selenskij verteilt das Fell des Bären

S. hat zwei neue (Militär)verwaltungsdistrikte in Cherson ins Leben gerufen. Wohl gemerkt, im derzeit noch besetzten östlichen Cherson-Gebiet. Energoatom bereitet sich auf die Übernahme des AKW Zaporischschja vor und plant Personal aus der Ukraine dort einzusetzen. In Melitopel bereitet sich die (Exil)Verwaltung auf die Übernahme und den Wiederaufbau vor. All das geschieht geradezu demonstrativ. Um sich prokativ vorzubereiten. Um die eigene Bevölkerung zu motivieren. Um den Feind zu verunsichern.

 

 

Verlieren die Russen die Nerven? Durcheinander in den besetzten Gebiete real oder Zweckprop.

In den Ua Bloggs gibt es seit Tagen Meldungen, die den Eindruck erwecken, dass sich die Russen in Zaporischschja/Cherson in Panik befinden.

 

-Besatzer planen lange Dienstreisen nach Russland

-zivile Besatzungskräfte, ihre Familien und sonstige Zivilisten fliehen auf die Krim (Schlangen an Checkpoints)

-Zivilisten werden (zwangs)evakuiert

-Geschäftsinhaber geben ihre Läden/Ladenketten auf

-die Preise steigen

-die Russen zahlen den Verwaltungsangestellten keine Löhne mehr

-die Besatzer plündern medizinischen Einrichtungen, etc.

 

Gerade das Plündern, auch wenn unschön, ist ein geradezu ermutigendes Zeichen, dass die Russen die Flucht schon einplanen. Mehrere russische Blogger sind davon überzeugt, dass die UA derzeit stärker ist, als die RA. Saldo, der russische Gouverneur im besetzen Cherson allerdings hält dagegen, die Sieg sei nah.

 

Allerdings, es ist schwer zu  sagen, ob das alles sicher zutreffende Einzelerscheinungen oder ua Zweckpropaganda ist, um eine Massenpanik in den besetzten Gebieten zu erzeugen, die Erfolge wie im Jahre 2022 in West-Cherson und v.a. in Charkiv möglich zu machen. Es gibt auch bisher wenig Indizien, dass die Russische Armee diesmal wankt. Angeblich setzen sich einige Soldaten ab und eben die kleine Schlappe bei Bakmut, wo die 72 Brigade vor der UA floh.

 

Lage am AKW-Zap immer grotestker

Laut ua Angaben, ziehen die Besatzer jetzt nicht nur die Familienangehörigen, sondern auch Fachleute vom AKW ab (3000!), die russische Arbeitsverträge unterschrieben hatten. Außerdem werden die medizinischen Einrichtungen in Energodar geplündert. Das atomare Risiko im AKW steigt weiter. Will die RA abrücken oder bereitet sie sich auf dem Kampf um Energodar vor?

 

Frauen und Kinder zuerst?

Heißt es bekanntlich bei Schiffshavarien. Insofern ist es erst einmal nicht verwerflich, wenn man Frauen, Kinder und Alte aus potentiellen Kampfgebieten evakuiert. Das muss man auch den Russen zubilligen. Aber. Die Evakuierten sind ua Staatsbürger und man lässt ihnen (anders also noch in 2022) inzwischen fast keine Chance mehr, in die UA zu flüchten. Insofern verkehrt sich eine humanitäre Maßnahme in eine Zwangsmaßnahme zur Zerstörung der ua Identität.

 

Selenskijs Ungeduld.

EU-Mitglied zu sein, heißt Kompromisse zu schließen. Selenykji ist sauer, dass der absolute Freihandel mit ua Agrarprodukten, die die heimische Landwirtschaft in den Anrainerstaaten bedrohen eingeschränkt wird. Das sei „inakzeptabel“. Sicher die Lage der bedrängten UA ist eine besondere, aber EU-Mitglied zu sein, heißt auch die Interessen der Partner zu berücksichtigen.

 

Korruptionsbekämpfung- Rechtsstaatlich oder parteilich?

Es gibt mehrere größere Korruptionsanklagen und Beschlagnahmen. Eine traf den Bürgermeister von Odessa. Das ist pikant, da der ursprünglich russlandfreundliche Politiker, nach der Invasion sich proukrainisch bekannte. Er wurde festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen. Das Vermögen des Chersoner Politikers Saldo, der derzeit Gouverneur im russisch besetzen Cherson ist, wurde beschlagnahmt. Wie noch vor kurzer Zeit viele Korruptionsverfahren scheiterten, scheinen sie derzeit politisch passgerecht durchgezogen zu werden, weil die westlichen Geldgeber es so erwarten. Die Frage ist, ist das eine rein politisch gesteuerte Tendenz oder ein sich rechtsstaatlich selber tragender und korrigierender Prozess?

 

Die USA transferierten erstmals beschlagnahmtes russisches Oligarcheneigentum in die Ukraine. Der Oligarch Konstantin Malofeyev ist ein enger Putinfreund und Sponsor mancher nationalistischer Umtriebe auch im Westen.

Count-down. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  6.-8.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Russischer Luftangriff gegen Logistik

Massive russische Drohnen, Rakten, und Lufangriffe in der gesamten Ukraine. Ziel ist offenbar die Militär- und Nachschublogistik. Angeblich alle 35 Drohnen abgeschossen. Nach ru Angaben aber Treffer v.a. in Odessa, wo die wichtige Brücke nach Rumänien und möglicherweise der Militärflughafen (Drohnenstartplatz) getroffen sein sollen. (ua spricht nur von Lagerhaus und Ferienanlage) Ru Blogger sehen das als Bestätigung dass Luftwaffe funktioniert und das Agentennetz (Koordinaten) in der Ukraine wieder hergestellt ist. Vermutlich sind noch Raketen auf Schiffen in Reserve.

UA Aufmarsch. Truppenmassierungen in mehreren Richtungen

Nach Russische Quellen massiert die UA weiterhin an mehreren Stellen Soldaten für einen Angriff: Drei Keile in Zaporischschja, Truppenmassierung in Cherson westlich des Dnjepr (Schwerpunkt unklar) , evt. Truppenbewegung Richtung Donbas (unklar wo). Vermehrter Beschuss an Zap Front durch UA.

Angeblich werden in Zap Sonderblutspenden organisiert, die ua Bevölkerung in den besetzten Gebieten wird aufgerufen, Koordinaten von ru Stellungen durchzugeben.

Bakmut schmilzt weiter

Wagner rückt weiter vor, eigentlich gibt es nur noch ein kleines Stadtviertel im Nordwesten, was die UA innehat. Die Munitionszusage aus Moskau hat zu vermehrten Wagner-Angriffen und Angriffen von russischen Unterstützungstruppen geführt. Warum P. Bakmut 100 Meter vor dem Zielt hätte verlassen sollen, erscheint nicht richtig logisch. Ist wohl ein Pokerspiel gewesen, (auch um die Söldner bei der Stange zu halten) was aber bei vielen nicht gut ankam. (Pietätlosigkeit Leichen zur Schau zu stellen, Streitigkeiten auf offener Bühne). Allerdings auch eine Art Bewunderung. Jeder Armeeführer, der das gemacht hätte, säße im „Keller“ d.h. Knast. Tschetschenen dürften die Wagner-Truppen kaum so schnell ersetzen können. Vermutlich sollen sie Wagner beim Durchkämmen und Säubern der Stadt entlasten, was ihre Spezialität ist.

Auch ru Blogger sehen in der Sache einen Verteilungskampf bei allgemeinem Munitionsmangel.

Panik unter ru Besatzern in Drachezahnland/Zaporischsschja?

Ua Quellen Berichten von Zwangsevakuierung, Flucht, Ladenschließungen, Plünderungen, Mangel an Versorgungs- und medizinischen Gütern. Vielleich übertrieben, um die Panik auch zu schüren. Allerdings. Es gibt nur geringe Hinweise auf Panik unter Soldaten. Nur die Behauptung, dass in den Evakuierungsbussen auch viele Soldaten seien. Nicht überprüfbar, kann reine Zweckprop sein.

Russland wehrt Angriffe ab

Will ua Angriffe mit Drohnen (Krim) und Sabotageakt gegen Flughafen (Radarflugzeuge mit hoher Reichweite) abgewehrt haben.

 

 

Steht Offensive kurz bevor? H-und-G.info Einzelinformation 6.5.2023 ca 6 Uhr

Der (militärische) Verwaltungschef von Nikopol (gegenüber Engergodar/Zap) , Yevtushenko, forderte die Bürger an beiden Seiten des Kachowka-Stausees am Dnjepr auf, das ganze Wochende die Häuser nicht zu verlassen und die Nähe von Verwaltungszentren zu meiden.

In Cherson gibt es eine mehrtätige Ausgangssperre, die aber nicht den Wohnungsnahen Raum betrifft, also nicht primär der Sabotageabwehrt gilt, sondern das Stadtgebiet als solches betrifft.

Beides sind sehr ungewöhnliche Maßnahmen bzw. Aufrufe, v.a. die Dauer.

Auf der russische besetzten Seite in Zaporischschja hat der dortige Besatzungs-Gouverneur, Balytsky beschlossen, die frontnahen Siedlungen zwangsweise zu evakuieren. Schon jetzt sollen die Kinder Richtung Berdyansk/Asowsches Meer abtransportiert werden, was offenbar auf Widerstand stößt. Angeblich fliehen Besatzer scharenweise Richtung Krim. Es gibt Videos von langen Schlangen von PKW und LKW.

Der Besatzungs-Gouverneur des Gebiets Saporoschje Balytsky  soll gesagt haben „Die Gegenoffensive der Streitkräfte der Ukraine kann in den kommenden Tagen oder sogar Stunden beginnen.“ Offiziell wurde die Evakuierung mit Sicherheitsmaßnahmen begründet. „In den letzten Tagen hat der Feind den Beschuss von Siedlungen in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie intensiviert.“

 

Laut ru Quellen ist die Region eines der Hauptkonzengtrationsgebiete der ua Armee. Auch in den letzten Tagen sollen die Kontingente noch einmal durch Urlaubssperren etc. verstärkt worden sein. Andererseits ist auch die Russische Armee ziemlich gut auf einen potentiellen Angriff an diesen Abschnitten vorbereitet. Eine Verlagerung des Schwerpunktes von Bakmut nach Zap ist erkennbar (auch Wagner-Truppen)

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen. Ukraine-Monitoring  vom  3.5.-5.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Erwartungsdruck in Ukraine sehr hoch

Aufmarsch hat begonnen

AKW Zap birgt Sprengstoff

Indien unterläuft Ölsanktionen

Bakmut-schmelzende Scholle des Widerstandes

Kreml-Drohne viel Spekulation und Propaganda-manche mahnen zur Besonnenheit

Passportisierung unter Verschleppungsdrohung

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen

 

Vermehrt gibt es ukrainische Anschläge und Drohnenangriffe in russisch kontrollierten Gebieten, die die Kriegslogistik der Russischen Armee untergraben und Verunsicherung und Panik unter den Besatzern schüren sollen.

 

-im südlichen Russland gab es drei, davon zwei erfolgreiche Anschläge auf Züge, die offenbar Treibstoff Richtung Front transportieren sollten

 

-in der Nähe der Krim-Brücke explodierte ein Treibstofflager nach Drohnenangriff, einen ähnlichen Angriff gab es vor einigen Tagen in der Nähe von Simferopol auf der Krim, einen erneuten auf ein Öldepot in Rostov gestern

 

-mindestens zwei weitere auf Ölanlagen oder Pipelines im Süden Russlands

 

-in Melitopel/Zaporischschja häufen sich Anschläge auf kooperierende Sicherheitskräfte

 

-auf der Krim gibt es gehäuft Drohnenangriffe, von den zwar mehrere abgefangen werden, aber auch schon Öldepots und Militäranlagen getroffen wurden

 

Modifizierte Luftstrategie

Statt Großangriffen in Abständen scheint die RA nun relativ kontinuierlich kleinere Luftangriffe durchzuführen, auch mit Drohnen und Gleitbomben. Auch sie zielt auf die Nachschublogistik, wie in Cherson und Odessa.

 

Erwartungsdruck vor Offensive in Ukraine ist groß

Seit Wochen bereiten sich Verwaltung und Freiwillige von aus der Region Melitopel Geflohenen konkret auf die Wiedereinnahme ihrer Stadt und den Wiederaufbau vor. Seit Wochen tagen Arbeitsgruppen. Kontakte zu europäischen und amerikanischen Partnerstädten helfen. (Regensburg spendete zwei Busse.) Die Bürger von Melitopel gehen fest davon aus, dass ihre Stadt, die derzeit eine hochgerüstete russische Garnison ist, demnächst rückerobert wird. Motor ist der ehemalige Bürgermeister, der einer der ersten war, den die Russen nach der Besetzung inhaftiert und gefoltert hatten.

 

Kreml-Drohne Experten gehen davon aus….

Kein Mensch außer den Verursachern weiß, was und wie da was über dem Kreml explodierte. Dennoch werden in deutschen Medien „Experten“ zitiert, die davon ausgehen, dass….Sicher leben Analysen auch von Vermutungen, aber dann muss man sie als solche kennzeichnen. Nach wie vor ist alles möglich….

Fake der Russen: Um die Bevölkerung in Kriegslaune zu bringen: Sicher, es ist unwahrscheinlich, dass eine Drohne unentdeckt über Moskau zum roten Platz fliegt. Ganz unmöglich ist es nicht. Man erinnere sich an die Landung von Rust dortselbst. Dagegen spricht aber, dass es kein gutes Licht auf die Verteidigungsfähigkeit der russischen Führung wirft

Angriff von ua Seite: Die Ua hat die Fähigkeit, Drohnen bis Moskau zu schicken, derzeit laufen verstärkt ua Drohnenangriffe und dies könnte eine Warnung sein. Dagegen spricht, die Ua riskiert demonstrative Gegenangriffe auf Kiew, Selenskji, Ärger mit den USA, etc.

Angriff von Dritter Seite, z.B. autonom agierenden Sabotagetrupps: Bisher ist nicht einmal klar, wo die Drohnen gestartet sein soll

Fake von ru Hardlinern, um die Kriegsanstrengungen Putins zu stimulieren

Festhalten kann man bisher nur zweierlei:

  1. Die Sache wirft kein gutes Bild auf die ru Luftabwehr
  2. Selbst ru Blogger, die nicht an einen ua Angriff glauben und über die ru Luftabwehr spotten (man solle Drohnenverbotsschilder in Moskau aufhängen), fordern schärfere Aktionen gegen die UA, ähnlich dem Tenor von Clown Medwedew

Es gibt aber auch interessante besonnenere Reaktionen: Prigoschin meint, das würde am Kriegsverlauf nichts ändern, das Problem sei der Granatenmangel; andere warnen vor Eskalationshysterie, etwa atomare Reaktionen seien vollkommen unangemessen.

Kiew-Drohne-Irrläufer oder gehackt?

Laut ua Angaben war die abgeschossene Drohen über K. eine außer Kontrolle geratene eigene türkische Drohne, ru Quellen behaupten, sie sie gehackt worden.

Aufmarsch läuft

  Derzeit sind an verschiedenen Frontabschnitten vermehrte Klein offensiven zu beobachten. Auch ru Gegenoffensiven. Dies könnten Abcheck- (nach Schwachstellen) oder Ablenkungsmanöver sein.

Laut ru Bloggern soll es v.a. in Zaporischia und westlich Truppenkonzeptrationen von je mehreren 10.000 Mann und hunderten Panzern geben. Zusätzlich hat die Ukraine aus bewaffneten Sicherheitsorganen 7 Brigaden mit etwa 30.000 Mann als Sturmtruppen gebildet und ausgebildet, die bereit stehen.

Diese Massierung spräche für einen Angriff in Zaporischja und eine massive Dnjepr-Überquerung, evtl. ca. 20 km südlich von Enegodar, wo der Fluss relativ schmal ist. Ru Quellen haben eine Massierung von Amphibienfahrzeugen ausgemacht. Vorrücken von Amphibienkräften gibt es jetzt schon im Dnepr-Delta, wo es zeitnah zu direkten Gefechten mit ru Kräften kommen könnte.

Das Flussbett des Dnepr steigt, bedingt durch Regenfälle, aber auch Staudamm- ablässe. Die Ru Seite spekuliert, dass die Ua damit die Minen und Befestigungsanlage an der östlichen Dnjeprseite wegschwemme könnte. Es ist freilich riskant auf diese Weise massenhaft Minen zu mobilisieren.

Wagner Chef Prigoschin geht von 200.000 aus, die die UA als Reserve für den Angriff hat. UA Angaben gibt es nicht.

AKW ZAP birgt Sprengstoff

Könnte durch die Offensive mehrfach gefährdet sein. Nach IAEA-Angaben soll die ru Seite nicht nur Waffen, sondern auch Sprengstoff im AKW untergebracht haben. Derartige Verteidigungsmaßnahmen sind schon vom Kachowka-Stauwerk bekannt. Die UA Seite hat mehrfach erkennen lassen, dass sie das AKW militärisch zu rückerobern gedenkt. Die mögliche Offensive in der Nähe könnte den Beschuss wahrscheinlicher werden lassen. Offenbar verlässt sich die UA Seiter darauf, das AKW gut zu kennen und den Berstschutz. Aber das Personal ist jetzt schon vollkommen entnervt, allein menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Etc. Insgesamt wäre das -gelinde ausgedrückt- keine gute Idee.

Bakmut -Drama auf einer schmelzenden Scholle

Widersprüchliche Informationen. Angeblich rückt Wagner weiter vor, möglicherweise aber verlangsamt. Nur noch 6% der Stadt gehörten den UA. Es gibt Gegenoffensiven der UA, deren Erfolg unterschiedlich dargestellt wird. Laut nicht ganz abwegigen ru Quellen, ist die Lage aber für die UA prekär, weil sie nicht/kaum noch mit Fahrzeugen in die und aus der Stadt heraus fahren kann. Der Nachschub würde zu Fuß über Schleichwege erfolgen, die ebenso beschossen würden. Manche sehen darin eine faktische Umzingelung. Prigoschin dementiert das und betont die ua Gegenwehr. (Irgendwie hat er Respekt vor den UA, aber sicher auch taktisch um weitere Munition zu bekommen.)

 

Menschrechte

Selenskyj fordert internationales Sondertribunal a la Nürnberg. Experten sind wegen Akzeptanz bei Sondergerichtsbarkeit skeptisch.

Die UA sieht 20.000 Zivilisten als vermisst an. (Offenbar zusätzlich fast 20.000 verschleppte Kinder)

Internationale Rechtsexperten stufen Kinderverschleppung als Verbrechen ein, allerdings gibt es unterschiedliche Bewertung der Zahlen. (die Ua zählt viele unterschiedliche Fallgruppen dazu, wie h-und-G.info berichtet hat)

F16 -Bewaffnung möglich

Offenbar gibt es ausgehend von den Niederlanden u.a. Bewegung in der Frage der Ausrüstung der Ua mit F 16 Fightern. Die USA müssten zustimmen, was sie bisher nicht wollen, um Direktangriffe auf Ru zu vermeiden.

Passportisierung in Drachenzahnland

Die gesetzliche Drohung, Ukrainer zu verschleppen, die sich weigern ru Pässe anzunehmen, wird in die Realität umgesetzt. An verschieden Stellen bedrohen Soldaten entsprechend Bewohner. Teilweise bringen sie Busse als Drohgebärden mit. Die ua Regierung hat die Haltung des Menschenrechtsbeauftragten unterstützt, dass man bei Selbstgefährdung den Widerstand gegen ru Pässe aufgeben solle. In den vergangen Tagen war das in der ua Regierung noch umstritten.

Sanktionen

Ein ominöses indisches Unternehmen soll seine Tankerflotte extrem vergrößert haben und russisches Öl transportieren. Ru hatte nach Sanktionen angekündigt, eine Flotte aus Alttankern aufzubauen.

Gasprom leidet deutlich unter Exporteinbrüchen.

Die Ua bezichtigt eine der größten ungarischen Banken, kriegsbegünstigende Kredite in Ru auszureichen.

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Ukraine-Monitoring  vom  30.4.-2.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Ist China der lachende Dritte?

 

Lauern vor der Offensive

 

Ukrainische Diskussion zum passiven Widerstand kontrovers

 

Frankreichs Schwäche für Uran

 

Putin in Südafrika unerwünscht?

 

Prigoschin der Zocker

 

 

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Nach US-Angaben könnten in den letzten 5 Monaten 100.000 Russen umgekommen bzw. schwer verletzt worden sein (casualties). Das entspräche in etwa den Plänen, die RA um diese Größe zu schwächen, um den vorüberghebenden Vorteil nach der Teilmobilisierung vom September vor der Frühjahrsoffensive zu zerstören. (s. Interview mit G. Gessel auf H-und-G.info, wo er dies um die Jahreswende erläutert hat.) Andererseits wirkt die Zahl etwas sehr glatt und genau sind die Verluste der jeweils anderen Seite nicht zu berechnen. Und: Wenn man die Verluste der UA nur mit 1:5 rechnet, sind auch sie beträchtlich.

 

Scheitern der ru Winteroffensive

Eine Statistik zeigt, dass Russland seit September kaum, seit November fast gar keine nennenswerten Gebietsgewinne gemacht hat. Die Fortschritte bei Bakmut sind angesichts der Größe des Landes minimal. Die Größe des besetzten Gebietes liegt (mit 2014) bei knapp 20% der Ukraine.

 

Der Westen zahlt, die Ukraine blutet, China könnte der lachende Dritte sein.

Anders als die Rechnung des Westens und Russland könnten nicht sie, sondern China der Gewinner des Konfliktes werden. Immer mehr rücken Parteien zusammen, die eine Friedenslösung zu ereichend versuchen. Brasilien, China, der Papst….. Das liegt auch daran, dass der Westen bisher keine plausible Exitstrategie präsentieren kann.

 

Passiver Widerstand kontrovers

Die Empfehlung des Ua Menschenrechtsbeauftragten, in den besetzten Gebieten russische Pässe anzunehmen hat eine lebhafte Kontroverse in der UA ausgelöst. Bisher galt es, der Passportisierung als Zeichen des Widerstandes zu widerstehen. Streng genommen, war die Annahme von ru Pässen sogar strafbar. Doch der Druck wuchs ständig. Ohne ru Pass keine öffentliche Anstellung, keine Gewerbeanmeldung, keine Rente, etc.. Ein neuer Erlaß Putins bedroht Passverweigerer mit Haft und Verschleppung nach Russland. Dies war der Anlass für die Empfehlung des Menschenrechtesbeauftragten. Iryna Werechuk, die stellvertretende MP für die besetzten Gebiete, widersprach und verwies auf die baldige Befreiung. Doch die Debatte ist kontrovers. Eine Umfrage einer Zeitung aus Mariupol (die in Kiew ansässig ist) zeigte, dass eine deutliche Mehrheit hinter der Position des Menschenrechtsbeauftragten steht. Ein Präsidentenvertrauter versuchte es jetzt mit einer salomonoschen Formel. Die Pässe nicht freiwillig nehmen, nur wenn es nicht anders geht, um sich zu schützen.

 

Russen hoffen auf Regen- Warten auf die Offensive

Russen sehen auf die Wetterkarte und spekulieren, wann und wo der Angriff kommt. Die letzten Tage regenete es noch, die jetzige Woche wird es besser, Mitte Mai wird wieder Regen prognostiziert.

Ru Blogger registieren Truppenkonzentrationen mit Mittelzaporischja. Die UA hätte die Geländeausbildung für die zu erobernden Gebiete Richtung Süden abgeschlossen.

 

Ob die UA genau da angreift, wo jeder es erwartet, ist allerdings fraglich. Melitopel ist eine Schwerpunktgarnison der RA, Zaporischhja ist inzwischen von Verteidigungslinien durchzogen. Auch einige hundert Wagner-Sträflinge wurden dorthin verlagert. Andere sollen sie in Schach halten, um Fluchten zu verhindern. Vermutlich Kanonenfutter, bei Durchbruchsversuchen oder Gegenoffensiven. Angeblich, laut brit Quellen plant Ru Gegenoffisive nach Zap, wenn Angriff der UA misslingt.

 

Sabotage und Angriffe in Russland wichtiger Teil der Offensivstrategie

 

-in der Region Melitopel nimmt offenbar die Zahl der Sabotageakte wie der gezielte Beschuss von milit. Infrastrktur zu. Z. B. Polizeieinrichtung in Tokmak.

-erneute Drohnenangriffe per Wasser und Luft auf Krim/Sebastopol

-Sprengstoffanschlag auf Treibstoffzug in Brjansk/Russland

 

Luftschläge-zielen Russen jetzt genauer?

Beim jüngsten Luftangriff lag die Abschussquote bei Raketen unter 80%. Die Treffer erzielten Schäden in der Energieinfrastruktur in zwei Regionen und zerstörten vermutlich das Lager eines Chemiewerkes, was Waffentreibstoffe liefert. Kievs Luftabwehr ist offenbar effektiv, in anderen Regionen ist sie es nicht. Die Abschüsse sind teilweise eingepreist. Ru täuscht die UA mit Atrappen und Drohnen an, um die Lauftabwehr zu erkunden. Ru Blogger rühmen sich präziser Einschläge wie in der Chemiefabrik und gegen ein Raktenabwehrsystem (S-300) bei Cherson. Nachdem dieses ausgeschaltet war, wurde Cherson gleich noch einmal beschossen. Das Patriotsystem, die beste vorhandene Luftabwehr-  ist geliefert, aber noch nicht im Einsatz.  

 

Bangen auf ua Seite

Auf auf ua Seite, sieht man teilweise mit Bangen auf die Offensive. Die Gegenseite hat sich vielleicht besser vorbereitet, als manche Meldungen erkennen lassen.

-Gräben, Drachenzähne- Minengürtel machen ein Vordringen der UA v.a. in Richtung Süden/Krim schwierig. Sie sind nicht unüberwindbar, aber verlangsamen und erhöhen allein dadurch die Verluste

-die RA hat Jamer-Ketten erreichtet, um die ua Aufklärungs- und Kamikazedrohnen zu desorientieren, angeblich ziemlich erfolgreich

 

Prigoschin- der Zocker

Sicher, P. hat auch realistische Momente, aber man darf nicht vergessen, als der Mann in den 1990ern aus dem Knast kam, begann er seine Karriere in Leningrad im Glücksspiel: Der Mann ist ein Zocker, der sich auf Buffen versteht, bevor er die Karten offenlegt. Wagner ist die „stärkste Armee der Welt“, das sind auch kraftmeierische Sprüche, um überhaupt Söldner rekrutieren zu können. Alle Angaben, dass er 10 Container Munition pro Tag benötige, allenfalls ein Drittel bekäme, Opfer von Verrat bei der Armee sei, sind also nicht unbedingt auf die Goldwage zu legen. Bei allen verständlichen Versuchen der Armeeführung  P. nicht zu groß werden zu lassen, halte ich es immer noch für wahrscheinlich, dass die RA insgesamt Munitionsmangel hat bzw. Munition für die Offensive hortet und P´s Probleme allgemeine sind.

 

P´s Spekulationen über die Probleme Russlands bei einer ua Offensive können auch einev Präventivlegende sein. Der Armeeführung, die nicht genügend Waffen lieferte, wird vorsorglich der Schwarze Peter zugeschoben und damit von der politischen Führung Russlands weggenommen. Dies unterscheided P. stark von Ultranationalisten wie Girkin, die schon jetzt Putin als Schuldigen identifizieren. (Offenbar mit ausreichend Deckung, um das fast täglich zu posten)

 

Bakmut schwer in Bedrängnis- dennoch Spott für Wagner-Truppen

UA Aussage, wonach die Lage in B schwierig aber beherrschbar sei und die RA es nicht geschafft habe, die Ua abzuschneiden, mutet ein wenig wie das Pfeifen im Walde an. Sicher gibt es noch Zufahrtswege, aber nur unter Beschuss. Sicher hat die UA ihr Potential dort verstärkt. Es kann sogar sein, dass es (kleine) Gegenoffensiven gibt. Aber die Wagner-Leute drängen in der Stadt weiter vor, sind jetzt offenbar westlich der Tschaikowski-Schnellstraße. Angeblich versuchen die UA dort die letzten Hochhäuser zu sprengen, da die Hochhäuser im Straßenkampf einen wichtigten Vorteil gegenüber der Gegenseite bieten. Diese Hochhäuser liegen fast am westlichen (!) Stadtrand, so dass da nicht mehr viel bleibt. Immerhin werden Ra Kräfte dort gebunden, die Verluste von Wagner sind hoch und die RA kommt insgesamt sehr langsam voran. Ru Blogger spotten vereinzelt darüber, dass es über hundert Jahre dauern würde, wenn man auch diese Weise Kiew erreichen wolle.

 

Sanktionen:

 

Frankreich eiert bei Atom. Frankreich beteiligt sich weiter am Bau einer ungarischen Atomanlage, an der auch russische Firmen beteiligt sind. Frankreich ist auf Grund seines hohen Atomenergieanteils abhängig von Uranlieferungen, wohl auch aus Russland, wenn man ru Quellen Glauben schenken kann.

 

Großkonzerne wie Hundai und Daimler verkaufen ihre Fabriken in Russland. Derartige Verkäufe sind ambivalent. Bei einfacher Technologie (McDonald) können die neuen Eigentümer das Gewerbe einfach weiterführen, bei komplizierter dürfte es defizite bei Kapital und Know-how geben. Aber langfristig könnten diese Verkäufe sogar die Autonomie Russlands stärken. Bei manchen Verkäufen stellt sich die Frage, ob es nicht Strohmannkonstruktionen sind, in die die urspünglichen Inhaber eines Tages wieder einsteigen könnten.

 

Kriegsverbrechen

 

-Irrte Amnesty International? Ein Bericht von AI im letzten Jahr, der beiden Kriegsparteien Kriegsverbrechen vorwarf, steht erneut in der Kritik. Eine Evaluierung ( es ist möglicherweise die, die AI extern selbst aufgab) soll laut NYT erhebliche Schwächen bei der Beweisführung bei ua Kriegsverbrechen kritisieren.

 

-UA will Kriegsverbrechen international verfolgen. Die UA will zahlreiche Beweise für Kriegsverbrechen der RA, u.a. die Tötung von Gefangenen dokumentiert haben. Die ua Geheimdienstchef kündigte etwas nebulös an, dass diese Kriegsverbrecher auf der ganze Welt verfolgt werden würden.

 

-Putin in Südafrika unerwünscht? Südafrika will Putin davon abhalten, zu dem Brics-Treffen nach Sa zu kommen. Grund ist der internationale Haftbefehl. Südafrikas, dass seine neue politische Form auch der Menschenrechtsbewegung verdankt, will die internationale Strafgerichtsbarkeit nicht konterkarieren.

Russland ist verwundbar. Ukraine-Monitoring  vom  27.-29.4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Raketenangriff. Kriegsverbrechen aus Versehen.

 

Bakmut hält-kaum noch

 

Trotz Luftangriff. Ukraine exportiert wieder Strom.

 

Vergewaltigungen in Mariupol

 

Putin hat Angst und verschärft Gesetze

 

Besatzer in Panik?

 

Luftangriffe bleiben Gefahr

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

 

 

 

 

Russland ist verwundbar

Ein Großbrand in einem Öllager in Sebastopol/Krim auf ca. 1000m2 zeigt wieder einmal Russland ist verwundbar. Ursache vermutlich eine ua Drohne. Derartige Angriffe auch auf russisches Kernland, dürften Bestandteil der Offensive werden.

 

Kriegsverbrechen „aus Versehen“

Russische Blogger räumen ein, dass der Angriff auf ein Hochhaus in Uman, bei dem mindestens 23 Personen auch Kinder starben, eine „Versehen“ war. Derartige Versehen wird es künftig wohl öfter geben, da die neue Luftstrategie der RA wohl v.a. darauf abzielt, die Logistik der UA im Hinterland zu treffen.

 

Der jüngste Luftangriff zeigt:

 

Die Angriffsstrategie hat sich geändert, die Angriffs Rhythmen sind deutlich länger, die Zahl der Raketen deutlich geringer (1/4 der Großangriffe). Aber die RA ist nach wie vor gut in der Lage dies zu tun. Möglicherweise hortet sie auch Raketen für die Offensivauseinandersetzungen.

 

Die Ua hat  21 von 23 Raketen abgefangen, d.h. über 90%. Bei Drohnen ist die Abschussrate zudem unklarer. Zudem hat die RA mit Luftbomben eine kostengünstige und bisher nicht abwehrbare Alternative zu Raketenangriffen in Grenz und Frontnähe gefunden.

 

Ukraine wieder Stromexporteur, trotz Raketenangriffen.

Bis auf Probleme in der Ostukraine mussten die Energieversorger, diesmal keine Stromsperren mehr durchführen.  Die Lage ist zwar angespannt, weil die UA Energieinfrastruktur nach wie vor stark beschädigt ist. Dennoch ist die UA wieder in der Lage Energie in die Nachbarstaaten Polen und Moldawien zu exportieren, was auf Grund der Luftangriffe Ende 2022 unterbunden worden war. Es wird aber auch Strom aus der Slowakei importiert, offenbar um Schäden im Nordwesten zu kompensieren. Die UA ist inzwischen Teil des EU-Stromverbundes.

 

Bakmut vor Endkampf?

Nach Wagnerangaben, die nicht ganz falsch sein dürften, hat die UA nur noch 10% der Stadt unter sich. Die Front verläuft tendenziell an der größten Tschaikowsky-Ausfallstraße, bis zur westlichen (!) Stadtgrenze ist es nur noch ca. 1 km (die Stadt ist 5-10 km breit.) Angeblich wurde das UA Ausweichquartier in Nachbarort getroffen. Die UA schickt nach wie vor Reserven, vermutlich um zu verhindern, dass die Stadt vor der Offensive fällt. Wirklich unklar, womit das enden soll.

 

Prigoshin ante portas

Angeblich kann Wagner/Prigoshin aus Munitionsmangel kaum noch mit Artillerie schießen, P. redet von Verrat von Bürokraten. Allerdings scheint es so, dass die russische Armee die Funktion von Luft- und Artillerieangriffen übernommen hat, und Wagner das streetfighting überlässt. Es kann auch sein, dass die RA ihre Munition generell stärker rationiert, um für den Gegenangriff gerüstet zu sein. Erkennbar ist auch, dass man Wagner keinen Triumph zubilligen will. In offiziellen ru Blogs wird Wagner gar nicht erwähnt oder runtergespielt wird. Dass die RA soweit geht P. ganz absaufen zu lassen, mag man bezweifeln. P. hatte ganz offenbar darauf gesetzt, in B. einen symbolischen Sieg zu erringen, der es womöglich auch Russland erlauben würde, gesichtswahrend den Krieg erst einmal einzufrieren. P. hat durchaus Respekt vor der Gegenwehr der UA und auch von der zu erwartenden Offensive.

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

Ätzt immer wieder gegen die reichen Russen, nicht zuletzt um seine prolligen Söldner mit diesem nationalrevolutionären Gebräu zu motivieren. Dabei ist der Kritiker der Elche, wie sich in einer jüngeren Finanzaufstellung von Wagner zeigt, einer der größten Kriegsgewinnler.

 

 

Zornige Patrioten drehen auf

Mit einer Kundgebung wollen die zP für ihre Sache werben. Das sind v.a. radikale Kreise aus dem Donbaskrieg von 2014, wie Pavel Yuryevich Gubarev, der sich damals zum Volksgouverneur des Donbas erklärte oder Igor Girkin, der als GRU Mann damals die Donbasaktionen steuerte. Sie repräsentieren eher die Freiwilligen aus dem Donbas und plädieren für eine Massenmobilierung in Ru und eine Intensivierung der Kriegsmaßnahmen. Offenbar wegen ihrer radikalen und teilweise irrationalen Verhaltensweisen,  wurden sie von der offiziellen Seite ausgesteuert und versuchen jetzt durch Öffentlichkeitsarbeit Einfluss zu gewinnen. Möglicherweise auch in Hinblick auf die Wahlen im September.

 

Getreidekrise-Brüssel zahlt.

Ist offenbar (vorerst beigelegt). Verschiedene landwirtschaftliche Produkte sollen die Anrainerstaaten nur im Transit passieren, außerdem zahlt Brüssel Ausgleichsleistungen. Generell bleibt es für Importzollfreiheit für die UA während des Krieges. Dennoch dürfte es keine Ruhe an der Getreidefront geben. In Polen ist es Wahlkampfthema, Missbrauch ist nicht auszuschließen, eher wahrscheinlich. Die UA ist unzufrieden mit den Restriktionen.

Darüber schwelt der Konflikt mit Russland über den Wasserweg. Russland will mehr Düngemittel, auch über eine Pipeline via Odessa exportieren. Es wirft der Ua vor vom Getreidehafen Odessa Drohnen Richtung Krim zu schicken. Vermutlich kommen diese aber eher aus der Ecke Cherson, was näher ist und wo auch die Marine-Spezialeinheiten ihren Sitz haben.

 

Bewaffnung

Der Ua schreitet voran. Angeblich ist schon ein großer Teil von 230 Panzern und zusätzlichen Panzerfahrzeugen auf dem Weg oder in der UA. Die UA hatte einmal 300 für die Offensive gefordert. Probleme gibt es nach wie vor bei der Munition, auch wegen Querelen in der EU. Die Briten haben urangehärtete Munition geschickt, der Gesundheitsgefährlichkeit umstritten ist. Die UA fordert nach wie vor F16 Flugzeuge. Nach ru Angaben sollen die gelieferten russischen Flugzeuge, teilweise veraltet und nur als Ersatzteillager brauchbar sein.

 

Panik durch Attentate

Anschläge auf „Kollaborateure“, wie zuletzt einen Polizeiführer in Melitopel führen laut ua Angaben zu Panikreaktionen bei den zivilen Besatzern und ihren Helfern. Sie planen Fluchtwege, beschlagnehmen Boote zur Evakuierung oder fliehen gleich auf die Krim. Ob psychologische Kriegsführung oder Wahrheit- vermutlich beides.

 

Vergewaltiger in Mariupol

Im besetzten Mariupol soll die Zahl der Vergewaltigungen oft über Datingportale eingetaktet, deutlich zugenommen haben. Der ua Widerstand veröffentlicht jetzt im Netzt auch Steckbriefe von mutmaßlichen Vergewaltigern wie kontinuierlich Steckbriefe von Kollaborateuren veröffentlicht werden.

 

UA Mobilisierung

Soll effektiviert werden, u.a. durch stärkere Datenbankversetzung. Manchmal verhalten sich Russen und Ukrainer geradezu spiegelbildlich, da sie beide nach wie vor ähnliche Grundstrukturen haben. Selenski soll zu dem vorgeschlagen haben, (bürokratische) Rekrutierungsoffiziere an die Front zu versetzen und durch invalidisierte Fronsoldaten, die die Erfordernisse besser kennen, zu ersetzen. Dies könnte eine Reaktion auf Kritiken von NGOs und Soldatenanverwandten sein, dass es Defizite bei der ua Mobilisierung gibt.

 

 

Putin hat Angst vor Widerspruch und militantem Widerstand-Gesetzesverschärfung

 

Putin schreibt Dekret, was die Verschleppung von Ukrainern in den besetzten Gebieten, die nicht kooperieren und keine ru Pässe annehmen wollen, erlaubt. Dies entspricht dem Entnazifizierungskonzept Putins, was vor einem Jahr publiziert wurde. Durch ein System abgestufter Maßnahmen, von Repression, Verschleppung, Erziehung, Anreizen sollen die besetzten Gebiete prorussisch umgemodelt werden. Der parlamentarische Ausschuss des Europarates hat insbesondere die Entführung von Kindern als Genocid, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft und sich zum Haftbefehl gegen Putin bekannt. Europol soll bei der Aufklärung von Straftaten zuarbeiten.

 

Die Strafen für Hochverrat und Terror in Ru werden deutlich angehoben, von 25 auf lebenslang bzw. von 10 auf 15 Jahre.

 

Geradezu grotesk wird ein Gesetz, das die „Beihilfe für die Umsetzung von Entscheidungen internationaler Organisationen, an denen Russland nicht beteiligt ist, oder ausländischer Staatsorgane“ unter Strafe stellt. Strafe 11.000 Euro bis zu 5 Jahren). Das dürfte Willkür Tür und Tor eröffnen.

 

Die jüngsten Gesetze, die die Beleidigung der Armee und ihrer Soldaten unter Strafe stellt, führen selbst in Soldateskakreisen zu Kritik. Teilweise werden Personen wegen Nichtigkeiten belagt, teilweise trifft es sogar im Krieg aktive, die Missstände anprangern.

Chaos-Strategie verwirrt- Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 24.-26.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Chaos Tage rund um die Ukraine

USA versuchen zu deeskalieren

Bakmuter Abakus-russische Verlustrechnungen

Er ist wieder da-biologische Lösung in Belarus unwahrscheinlich

Staudamm geschädigt

Aufbau, Zerstörung, Betrug

 

 

 

 

Chaos-Tage rund um die Ukraine: Chaos Strategie?

 

Offenbar handelt die UA Seite derzeit nach der Devise: Schlagt die Russen, wo ihr sie treffen könnt. Die Angriffe wirken nur teilweise zielgerichtet, teilweise dürften diese Partisanenstrategie eher auf psychologische Effekte abzielen. Außerdem zwingt sie die Ru Seite an mehreren Stellen die Verteidigung zu verstärken, was die Kapazitäten an der Front mindern könnte. (Grenzmilizen in Beogorod, etc.)

 

-Der Angriff auf die Region Beogorod von russischen Freiwilligen, die mit der UA verbunden sind.

-weitere, vor ru Quellen bestätigte kleine Angriffe auf die ru Grenzregion folgten

-Angriff auf ein ru Aufklärungsschiff an der Bosporus-Ausfahrt im Schwarzen Meer (offenbar kleine Schäden durch ua Wasserdrohne, Ru Quellen werfen Missbrauch des Getreidekorridors vor und beschuldigen US-Aufklärungsdrohnen, geholfen zu haben)

-Raketenangriff auf Krasnodar (Südru)

-Drohnenangriffe auf die Krim (angeblich alle abgefangen)

-Beschuss von der besetzten Hafenstadt Berdyansk (Explosions-Foto)

-Beschuss mehrerer Militärstellungen in Region des besetzten Melitopel

-immer wieder Landungsversuche auf Dnjepr-Inseln durch ua Spezialeinheiten

 

Man denke auch an die vergangenen Sabotage- Angriffe auf die ru Eisenbahn in Russland und auf der Krim und die Drohnen auf den Kreml, die nach neuesten US-Angaben wohl doch auf ua Spezialkräfte oder GD zurückzuführen sein könnten.

 

Russische Luftschläge

Die RA kontert mit relativ kontinuierlichen kleineren und mittleren Wellen von Drohnen und Raketen. Während die UA meist den Abfang und allenfalls Schäden durch herabfallende abgeschossene Teile einräumt, verweist die Ru Seite auf Explosionen, kleinere Stromausfälle (Czernowice), die z.T. auch in ua Regionalzeitungen eingeräumt werden.

 

Staudammbeschuss

Ein kleinerer Staudamm ca. 10 km nordwestlich von Donezk ist von der RU durch Beschuss stark beschädigt worden, so dass einige Dörfer wegen Überflutungsgefahr geräumt werden mussten. Damit soll der Vormarsch der UA auf Donezk-City behindert werden.

 

Er ist wieder da-Lukaschenko

Wer sich nach Meldungen über einen Krankenhausaufenthalt von Lukaschenko schon Gedanken über eine biologische Chance gemacht hatte, hat zu früh kalkuliert. L. tauchte jetzt bei einem eurasischen Wirtschaftstreffen in Moskau auf. Außerdem demonstrierte er (geliehene) Stärke indem er den Vollzug der Verlagerung von ru A-Waffen nach Belarus verkündete.

 

Zalushny-Selfi

Auf dauernde, vermutlich rein propagandistische Behauptungen von ru Bloggern, dass der oberste ua Stratege durch einen Angriff verletzt oder sogar getötet sei, sah sich die ua Seite jetzt offenbar gezwungen mit einem Zalushny-Selfi zu reagieren.

 

US Deeskalation

Die USA sind offenbar weiter um Deeskalation bemüht. Die stellten klar, dass sie keine Angriffe auf Russland mit ihren Militärgütern billigen. Der Angriff bei Beogorod mit angeblich US-Militärfahrzeugen (Fotos) soll untersucht werden. Die USA sehen auch keinen Anlass, ihre Nuklearstrategie zu ändern, wenn A-Waffen nach Belarus verlagert werden.

 

Bakmuter Abakus: Russische Verlustrechnungen

Der Wagner-Chef Prigoschin hat seine Verluste in B. mit über 20.000 angegeben. Das dürfte „genug“ sein, um den „heldenhaften Einsatz“ zu dokumentieren, aber nicht so viel, dass er als geschwächt angesehen werden kann. (Angeblich rekrutiert er ohne Probleme weitere 10.000). Dennoch scheint allein die absolute Zahl das realistischste an Eigenverlusten zu sein, was je im UA-Krieg verkündet wurde. P. nutzt dies wieder zu einem Seitenhieb gegen die Armee. Was er wirklich bezweckt ist schillernd. Einerseits meint er, militärische Erfolge könnten nur durch größere Anstrengungen (Mobilisierung, stärkere Einbindung von Wagner in die Militärführung, neue Militärführung) erzielt werden, andererseits sind seine Szenarien so dramatisch, dass sie auch als Warnung gelten könnten, auf diesem Wege weiter zu machen. (Statement von P. demnächst auf H-und-G.info)

(Laut ISW wurde der Journalist, der P interviewte, entlassen.)

 

Auf der anderen Seite hat jetzt ein anderer Militärblogger eine Gegenrechnung aufgemacht. Danach seien zum Schluss über 90.000 Ukrainer in B. konzentriert gewesen, die bis zu über 50% Verluste (Tote und Verwundete?) hätten hinnehmen müssen. Dies offenbar als Rechtsfertigung für hohe ru Verluste für die sogenannte „Fleischwolfstrategie“. Immerhin wird dabei das Geheimnis offenbart, dass Wagner/Prigoshin offenbar nicht zu wenig Geschosse hatte, sondern deutlich mehr bekam als andere. Der Konflikt mit dem Militär ging (wie von H-und-G.info immer vermutet) offenbar nicht um absoluten Munitionsmangel, sondern um einen Verteilungsstreit, wobei die ru Militärführung P vermutlich weder einen triumphalen Sieg in B. gönnen, aber auch nicht ihre übrigen Truppen vernachlässigen wollte.

 

Aufbau, Zerstörung und Betrug

Parallel zur Vorbereitung der Sommeroffensive, werden in den kriegszerstörten Gebieten Minen geräumt, Versorgungsleitungen, Straßen und Häuser repariert. Der Wiederaufbau z.B. im Oblast Charkiw wird immer wieder durch Raketen- Drohnen und Artillerie Angriffe behindert.

Der Aufbau wird z.T. massiv durch Spenden und aus dem Ausland unterstützt. Es häufen sich aber auch Betrugsversuche. In Dnjpro wurde versucht, Altinvestitionen als Reparaturarbeiten abzurechnen. Verbreitet sind auch gefakete Spendenaufrufe auf Betrugskonten. Es wird gebeten, nur amtlich anerkannte Spendenkonten zu nutzen.

Angriff auf Russland. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 21.-23.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Kuriose Bakmutberichterstattung in Deutschland

Bakmut-Vorläufige Bilanz

Verzögern/verhindern Luftangriffe die u.a. Offensive?

Wahlvorbereitung in Drachenzahnland.

 

Angriff auf Russland

Nordwestlich von Charkiv hat gestern morgen eine Gruppe von Militärs die ukrainische Grenze zu Russland überquert, zwei Grenzorte vorübergehend eingenommen, die erste Verteidigungslinie der russischen Armee/FSB-Grenzsicherung überrannt, und sich vorübergehend ca 8 km hinter der Grenze eingegraben. Nach russischen Angaben wurden sie bis zum Abend wieder Richtung Grenze unter Artillerie- und Hubschraubereinsatz zurückgedrängt, 39 Personen getötet und Fahrzeuge zerstört. Die Gruppe, die aus dem ukrainischen Oblast Sumy zunächst die Grenzstation Kozinka/Grayvoron einnahm, soll laut russischen Angaben mit zwei Panzern, einem gepanzerter Personentransporter und neun gepanzerten Fahrzeuge, ,z.T. US-Bauart, ausgerüstet gewesen sein. Die Zahl der Angreifer wird auf 100-110 geschätzt.

Die ukrainische Regierung betonte, nichts damit zu tun zu haben. Ua Quellen sprechen von russischen Freiwilligen, die sich gegen das System Putin wenden würden.(„Russische Freiwilligenkorps“ und  „Legion der Freiheit Russlands“). Russische Quellen halten die Eindringe wahlweise für ukrainische Spezialkräfte oder ukrainische Nationalisten („Kraken“) aus Kiew und Charkiv. In ukrainischen Blogs wird darauf hingewiesen, dass der betroffene Oblast Belgorod Anfang des 20. Jahrhundert zur Ukraine gehörte.

Dass die Ukraine vollkommen unbeteiligt ist, ist zweifelhaft. Die Grenze wird ständig überwacht, zu dem Überfall gibt es Drohnenaufnahmen. S. (mein facebookaccount). Eine Aktion mit gepanzerten Fahrzeugen, wird kaum verborgen geblieben sein. Zudem beschießt die Ukraine kontinuierlich (H-und-G.info hat mehrfach berichtet) das russische Grenzgebiet mit Granaten. Erst vor einigen Tagen wurden im Grenzgebiet von Brjansk 2 russiche Hubschrauber und 2 Flugzeuge abgeschossen, es gab mehrere Eisenbahnsabotageakte gegen Nachschbubwege Richtung Ukraine. Kürzlich behaupteten US-Medien unter Berufung auf angeblich geleakte Dokumente. Selenskyj habe russiches Gebiete erobern wollen, um es gegen das Donbas auszutauschen. S. dementierte prompt. In Ua Medien hat es immer wieder Diskussionen gegeben, man müsse Russland angereifen, damit die Russen endlich verstünden, warum es geht.

In der Einschätzung sind sich die ru Blogger weitgehend einig. Sie halten die Aktion für eine ua Ablenkungsmanöver, um von der Niederlage bei Bakmut und der Verzögerung der Offensive abzulenken. Dem russischen Volk solle gezeigt, werden, dass Putin es nicht schützen könne. Manche spotten über den FSB-Grenzdienst. Außerdem solle von Truppenbewegungen und Aktionen an anderer Stelle abgelenkt werden. Es wird von Truppenverschiebungen im Norden der UA berichtet, die allerdings auch teilweise vorgetäuscht seien.

Raketenbeschuss

Wieder einmal ru Raketen-. Und Drohnenbeschuss mittlerer Größe. Die ru Seite behauptet, mit derartigen Anlaschägen gegen Kommando, Logistik und Luftverteidigung die ua Offensive verzögert zu haben. Ua gibt Defizite bei der Luftabwehr zu und fordert mehr Systeme.

Noch einmal zur Bakmut

Kuriose Berichterstattung in Deutschland

Am Samstag berichteten ARD und ZDF in den Hauptnachrichtensendungen davon, dass Prigoshin/Wagner die Eroberung von B. verkündet, die Ukraine dies dementiert habe. Dies ist insofern absurd, weil die Hauptinformationen fehlten: 1. Die Stadt war schon die Tage über zu ca 97% erobert, es ging also nur noch um Restkämpfe. 2. Die Ukraine versucht außerhalb der Stadt im Norden und Süden mit wechselndem Erfolg durchzubrechen. So wie es gelaufen ist, und teilweise weiterläuft, sind die Nachrichten eher desorientierend.

Zur Bewertung des Falls von Bakmut. (de nicht einmal mehr ua Blogs bestreiten)

Nach einem dreiviertel Jahr Kampf erklärte die russische Seite gestern Bakmut für erobert. Auch wenn es noch Nachhutschießereien (Südwesten, Vororte, einzelne Häuser, die Rückzug decken) geben sollte, ist dieser russische "Erfolg", ein Jahr nach der Eroberung von Mariupol kaum zu bestreiten. Eine Stadt, etwa so groß wie Celle mit viel Industrie plus Soledar mit Salzbergwerken ging der Ukraine verloren. Das ist eine Niederlage, wie die von Sewerodonezk. Das ist nicht schönzureden, nach dem Motto, die taktische Bedeutung sei gering.

Das Siegerfoto von Wagner (bei mir auf Facebook) zeigt jedoch das Drama. Besetzt wurde ein Trümmerhaufen mit extrem hohen Verlusten auf beiden Seiten. (russische „Fleischwolf“-strategie, die sich vermutlich in ihre Gegenteil verkehrte, obwohl auch die ua Verluste hoch sein dürften.) Selbst fanatische prorussische Blogger sind sich nicht sicher, ob es das wert war.

 

Die Wagner-Armee ist deutlich geschwächt und braucht Wochen und Monate, um sich zu restaurieren.

 

Zeitweise waren die Ukrainer faktisch eingekreist (Beschuss, Schlamm), haben aber den Rückzug freigekämpft.

 

Nach ru Karten stehen erstaunlich große ukrainische Formationen stehen für mögliche Gegenangriffe nördlich von Bakmut bereit. Es sind nördlich und westlich von B. in den letzten Monaten Verteidigungslinien befestigt worden.

 

Die Russen stehen vor komplizierten Umgruppierungen. Wenn Prigoschin/Wagner wirklich in zwei Tagen abzieht, muss die Lücke von tausenden russischen Soldaten gefüllt werden.

 

Die Ua Armee versucht offenbar aus dieser Schwächephase „Nutzen“ zu ziehen und die Abziehenden/Nachrückenden einzukreisen, zu beschießen, zu schwächen. Inwieweit das gelingt, ist zweifelhaft, da der ua Vormarsch offenbar verlangsamt wurde.

 

Die wahre Geschichte und Bilanz von Bakmut wird erst in Jahren geschrieben werden. Derzeit kann man nur sagen, diese Schlacht ist verloren, der Krieg geht unerbittlich weiter.

Foto: Wagner-Truppen hissen ihre Fahne zum Zeichen des Sieges in Bakmut. https://www.facebook.com/photo/?fbid=1888932854818447&set=a.133761130335637

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete)

Die Besatzer bereiten die Septemberwahlen vor und üben entsprechend Druck auf die Bevölkeurng aus, sich registrieren zu lassen. Zudem Verhaftungen und Druck auf Gefangene, für die ru Armee zu kämpfen

Bakmut: Der letzte Dominostein fällt. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 18.-20.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Handies gefährdeten teuerste Luftabwehr der Welt

AkW Zaporischschja unter Beschuss

Nach der Schlacht, ist vor der Schlacht. Wie weiter nach Bakmut?

Western girls dont like (ru) diamonds any more-Sanktionen bleiben ambivalent

Eine Rakete trifft immer....;Luftschläge gegen Logistik

Die asiatische „Fremdenlegion“-russische Mobilisierung

Wirren im besetzen Gebiet

Volkskunst gegen Russifizierung

 

Zum Finale im Bakmut: erstaunliches Originalzitat aus einem relevanten p r o-russischen Blog:

„So viele Tote. So viel Trauer von beiden Seiten. Die Unausweichlichkeit und Unausweichlichkeit dessen, worauf der Frieden zusteuerte. Man kann darüber nicht glücklich sein, aber man kann sich über den Sieg freuen. Denn der Sieg ist das Ende des Krieges.“

 

Bakmut: Der letzte Domino-Stein

Russischen Quellen zufolge ist die letzte Wohnsiedlung („Domino“) von Wagner/Prigoshin eingenommen. Es gibt nur noch Kämpfe im Südwesten der Stadt. Im Prinzip ist Bakmut eingenommen. Es gibt nicht verifizierbare russische Berichte, wonach sich ua Soldaten in Kleinstgrüppchen aus der Stadt zurückziehen, alles Gerät größer als ein Maschinengewehr zurücklassen müssen und unterwegs von Artillerie beschossen werden. Angeblich halten sich die ua Soldaten in Felder und Wäldern westlich von B. auf oder versuchen die Flankenkräfte im Nord – und Südwesten zu verstärken.

Wenn es das Ziel der UA gewesen sein sollte, die russischen /Wagner-Truppen bei B. von drei Seiten einzukreisen, so scheint das (bisher) nicht gelungen. Der ua Vormarsch, ist wenn, nur noch gering oder festgefressen, von einem wirklichen Durchbruch kann nicht die Rede sein.

Nach der Schlacht ist vor der Schlacht

Auch wenn eine der schlimmsten und verlustreichsten Schlachten des Ukraine-Krieges ein vorläufiges Ende haben dürfte, geht es einfach westlich und im Norden und Süden von B. weiter. Unklar ist, was Prigoshin/Wagner macht, auch wenn er natürlich in seinen Entscheidungen nicht vollkommen frei ist. Ob er sich nach einem kurzen Triumphgeheul (was angesichts –auch der Prestige- Verluste nicht wirklich eines sein dürfte) zurückzieht, wie er schon mehrfach angedeutet hat. Offenbar sind sich viele auch auf russischer Seite, der Unsinnigkeit des Kampfes um Bakmut bewusst (s.Zitat oben). Die Wagner-Leute maulen, weil sie anders als ru Soldaten keine Orden/Anerkennung bekommen werden.

Handies gefährden teuerstes Luftabwehrsystem der Welt

Die Beschädigung des Patriot-Systems in Kiew ist offenbar eine Folge von Bloggervideos über Feuerstellungen. Der ukrainische Geheimdienst nahm mehrere Blogger fest und zwang sie zu reumütigen Schuldeingeständnissen vor der Kamera. Es drohen 8 Jahre Haft. Derartige Aufnahmen, die von russischen Analysten/Bloggern in sekundenschnelle registriert und ausgewertet werden, gefährden militärisch relevante Standorte. Nicht ganz klar ist, ob die Fotos nach oder sogar vor der Beschädigung des Patriotsystems gepostet wurden. Offenbar war der Aufschlag der ru Rakete relativ unpräzise, was darauf schließen lässt, dass die Koordinaten vage waren, also nicht das Gerät an sich geortet wurde. Offenbar testeten die Russen, die Funktionalität der Kiewer Luftabwehr mit einem Drohnenschwarm letzte Nacht wiederum aus. Angeblich wurden alle Drohnen abgeschlossen. Von US-Seite heißt es, Patriot sei repariert und funktioniere.

Offen ist ob die Blogger aus Dusseligkeit oder Profilierungssucht agierten oder ob es „russische Agenten“ waren. Die Russen werben (wie auch die Ukrainer) Anhänger über anonyme Chatbots und laden sie ein, dort militärische Informationen preiszugeben.

 

Eine Rakete kommt immer durch.

Auch wenn die UA Seite immer wieder die hohe Zahl von Raketen/Drohnenabschüssen betont, kommen offenbar doch immer wieder Treffer durch. Ohnehin verursachen auch Abschlüsse Brandschäden und Luftalarme beeinträchtigen das zivile Leben. Die ua Seite gibt zivile Schäden an mehreren Orten zu. „Beschusss von Kryvyi Rih, Stepnohirsk in der Oblast Zaporischschja und Beryslaw in der Oblast Kherson wurden Zivilisten getötet und verletzt, Privathäuser und andere zivile Infrastruktur zerstört“. Ru Blogger betonen militär. Schäden:“Im Norden von Lemberg wurde ein Umschlagplatz mit Ausrüstung getroffen , in Krywyj Rih , einem ehemaligen Industrieunternehmen, während in Nikolajew russische Truppen Lagerhäuser angegriffen haben.“  Der inzwischen relativ kontinuierliche russische Raketen/Drohnenbeschuss zielt offenbar vor allem auf die rumänische Nachschublinie im Süden über Odessa und die nördlich über Liviv, die für den Start und die Aufrechterhaltung der ua Offensive wichtig sind..  

Während die russische Seite eine Treffer in einem Munitionslager in der Nähe von Pawlograd, nicht sehr weit von der Front vermeldet, ist übereinstimmend von einem größeren ukrainischen Einschlag am Flughaben im besetzten Mariupol die Rede, offenbar eine Folge weitreichenderer britischer Raketen.


Wirren in den besetzen Gebieten

Nachdem von Absetzbewegungen von russischen Besatzern die Rede war und Bevölkerung Richtung Süden evakuiert worden war, kommen offenbar die ersten wieder zurück. Die Bedingungen an der Küste des Asowschen Meeres sind für die Ankömmlinge schlecht, da mehrere Gruppen Militär, Besatzer, Flüchtlinge um den knappen Wohnraum konkurrieren. Der von Ru eingesetzte Gouverneur, der vor kurzem den Offensivbeginn verkündete, gibt jetzt Durchhalteparolen aus und behauptet, die UA habe den richtigen Zeitpunkt für eine Offensive verpasst. Die Ru Armee verstärkt nach wie vor die Verteidigungsanlagen. Einheimische werden aus Wohnhäusern verdrängt, damit die ru Soldaten dort einziehen können, um größere, beschussgefährdete Truppenansammlungen zu vermeiden. Neuerdings setzt sie über das agrarische Bewässerungssystem Wiesen unter Wasser, um einen ua Vormarsch zu verhindern.

AKW Zap beschossen

Artillerieeinschlag in der Nähe des größten europäischen AKWs vermeldet die internationale Atombehörde (IAEO). Deren Chef bemüht sich seit Monaten redlich um ein Deeskalationsabkommen, vergeblich. Die Lage wird immer schlimmer: Grossis Apell: „„Es ist ganz einfach: Schießen Sie nicht auf die Station, nutzen Sie die Station nicht als Militärbasis.“

Russian Diamonds are not more US-girls´best friends-Sanktionen

Die G7 haben Sanktionen verschärft, u.a. gegen ru Diamantenhandel und militärwichtige Rohstoffe (Aluminium, etc.). Die Auswirkungen der Sanktionen bleiben ambivalent. Der russische Staatshaushalt ist deutlich defizitär, aber die größte Bank (Shberbank), die Industriebeteiligungen hat, zeigt hohe Gewinne. Das könnte ein Indiz sein, dass die nationale Substitutionspolitik keineswegs erfolglos ist. Journalistische Recherchen zeigen überdies, wie sich der Westhandel über Kasachstan und Usbekistan „unnatürlich“ vergrößert hat, was auf einen Schleichhandel mit westlichen Gütern Richtung Russland schließen lässt. Im schlimmsten Fall verlagern sich also nur die Handelsströme bzw. der asiatisch/arabische Raum und der westliche desintegrieren sich teilweise. Wie schon die verschiedenen diplomatischen Initiativen zum Ukraine Krieg (s. letzte H-und-G-Ausgabe) indizieren auch die Wirtschaftsbeziehungen eine stärkere Tendenz zum Multilateralismus . (Interessanter Spiegel-Schwerpunkt aktuell.)

 

Moldavien unabhängiger von Russland-beim Gas- Georgie wieder an Flugrouten angeschlossen.

Moldaven meldet Unabhängikeit von ru Gas. In Ru Medien wird darüber spekuliert, dass das Moldawische Gas über europäische Drittstaaten (Rumnänien/Ungarn) nach wie vor faktisch aus Russland stamme. In Georgien wurden wieder reguläre Flüge nach Russland aufgenommen. Die g. Gesellschaft ist in der Frage gespalten.

Kampflugzeuge F16 ja, aber faktisch später

Nach dem yes von Biden, kann die UA wohl mit US-Kampfflugzeugen aus Drittstaaten rechnen. Ein konkretes Go gibt es für die Ausbildung. Ausbildung, Aufbau einer Wartungslogistik und Lieferung werden aber faktisch so lange dauern, dass mit einem Einsatz bei der Sommeroffensive kaum zu rechnen ist.

 

Mobilisierung- asiatische „Fremdenlegion“

Die Versuche Freiwillige und Migranten für die ru Armee zu rekrutieren, ist angeblich erfolgreich. Nach ru Regierungsangaben wurden 170.000 seit Anfang 2023 rekrutiert, bis Jahresende sollen es 400.000 sein. Die russische Armee wird immer mehr eine Art Fremdenlegion oder Kolonialarmee, um der russischen Bevölkerung schmerzhafte Verluste zu ersparen.

 

Ukrainische Volkskunst und Straßenumbenennung gegen die Russifizierung

19.5.23

Gestern feierte die Ukraine, wie an jedem dritten Donnerstag im Mai den Wyschywanka-Tag. Die Volkskunst, Stickereien auf Kleidungsstücken ist Ausdruck der ukrainischen Tradition. In den besetzten Gebieten war es nicht möglich wie in den Vorjahren zu feiern. (Foto aus dem vorjahr in Mariupol). Zur Stärkung der neuen ukrainischen Identität gehören auch Straßenumbenennungen. Mitten in Luftanwgriffen wurden U-Bahn-Stationen umbenannt. Der „Lew-Tolstoi-Platz“ heißt jetzt in „Ukrainischer Heldenplatz“ und „Prospekt Pravdy“ „Warshavska“-U-Bahnhof. Dem gegenüber geht die Russifizierungsstrategie in den besetzten Gebieten ("Drachenzahnland) weiter. Mit allen möglichen Tricks sollen die Bewohner gezwungen werden, russische Pässe anzunehmen. Für die männlich Bevölkerung folgt dann inzwischen die Einberufung.

 

Wer trifft was? Jagd auf Patriot. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  15-17.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

Bakmut Mausefalle oder Niederlage?

Truppenmassierung und Verteidigungslinien

Wagner-Group für Erdogan

Kriegsdienstverweigerer in Europa schutzlos

AKW Zap am Siedepunkt

Konflikte in Gaugasien

 

 

Wer trifft was? Im Luftkrieg.

 

Beim Kampf um die gegenseitige Militärlogistik ist schwer nachvollziehbar, was passiert.

Klitschko berichtet über die abgeschossene Raketenteile, die den Zoo von Kiew beschädigten und über Stress bei Tieren. Russische Blogger berichten, dass dort Teile des hightec-Patriot-Luftabwehr-Systems standen. Die UA Seite berichtet normalerweise von erfolgreichen Abschüssen, vorgestern angeblich aller Raketen und Drohnen und angeblich russischen Angriffen auf die Zivilbevölkerung (die in Wirklichkeit oft „Nur“ Kollateralschäden von Angriffen auf militärische oder Infrastruktureinrichtungen sind.) Fast zeitgleich zu der angeblich 100ig erfolgreichen Abwehr, veröffentlichten ru Blogger jedoch Fotos von einer Explosion in der Nähe eines Patriotkomplexes. Inzwischen gibt es Beschreibungen von Treffern von Patriotteilen mit Koordinaten (!) an einem Kiewer Flughafen. Allerdings besteht ein Patriot-Komplex aus mehreren Komponenten: Radar, Kommando, Kommunikation, Energie und mehreren Abschussrampen, sowie Raketenlagern, die alle möglichst weit von einander getrennt aufgestellt werden. Offenbar wurden 1-3 Abschussanlagen von einer explodierenden Kinshallrakete geschädigt, nachdem sie die komplette Munition verschossen hatten. Es gibt Gerüchte, dass auch weitere Teile des Komplexes geschädigt sein könnten. Angeblich „versagte“ die Gepard-Abwehr, die Patriot schützen sollte. Die neue ru Taktik, mit mehreren kleineren Wellen Luftabwehrsysteme auszuschalten, scheint nicht ganz erfolglos. Die ru Belegdichte ist so dicht, dass offenbar US-Kreise sich genötigt sahen, anonym gegenüber der Presse einen Patriot-Schaden zu bestätigen.

 

-Kontroversen gibt es um den Angriff auf ein Lager in Ternopil. Während ru Blogger behaupten, ein Militärlagerhaus getroffen zu haben, kritisierte eine Regensburger Hilfsorganisation, dass ihr Hilfsgutlager getroffen wurde, in dessen Nähe sich keine militärischen Objekte befunden hätten.

-Still ist es auf ua Seite bei einem Angriff auf eine Munitionslager bei Chmelnyzkyj. Nach ru Angaben enthielt es einen großen Teil des Nachschubes, auch Raketen, für die Luftwaffe.  Der Treffer wurde zu Munitionsengpässen führen.

 

-Bei den ua Treffern in Luhansk gilt es inzwischen als sicher, dass diese von brit. Stormshadow-Rakten erzielt wurden. Während die Administration von Luhansk behauptet, die Gebäude seien leer gewesen, berichten ru Blogger von getroffenen Militärquartieren und der Notwendigkeite die Truppenunterbringung entscheidend zu verändern, da man im Hinterland nicht mehr sicher sei.

-angesichts des Abschusses von zwei Hubschraubern und zwei Flugzeugen an der Grenze ua/Ru vor drei Tagen räumen ru Blogger schwere Defizite der ru Luftabwehr v.a. in Russland selbst ein. Es gäbe zu wenige moderne Radarflugzeuge.

Täglich vermeldet die Ua Armee fast routinemäßigen Beschuss von Logistik hinter der Front. Angeblich ist es der RA aber gelungen, die bislang effektiven Himars-Angriffe, durch elektronische Störmanöver zu durchkreutzen.

Eine Bilanz dieser Informationsfragmente ist momentan schwierig, bis unmöglich. Fest steht, dass die ua Luftabwehr, keineswegs lückenlos und unverwundbar ist und die ru bei ihren inzwischen kleinteiligeren, aber hartnäckigeren Luftangriffen, partiell empfindliche Erfolge hat.

Bakmut. Mausefalle oder Niederlage?

Nach ru Quelle ist Wagner/Prigochin dabei, den westlichen Stadtrand zu erobern, und die restlichen ua Stadtgebiete zu „säubern“. Die Frage, was macht Prigoshin nach dieser Eroberung von Ruinen? Eine richtige Siegesfeier wird es angesichts der hohen Verluste kaum geben

Zudem hatten die ua Truppen weiter an den Flanken Erfolge. Ru Fallschirmjäger sollen teilweise unter Kommando von Wagner stehen. Der ua Vormarsch soll sich verlangsamt haben, auch soll eine wichtige Nachschubbrücke gesprengt worden sein.

Verräter Prigoshin?

Unter Berufung auf angeblich geleakte US-Geheimdienstpapers soll nach US-Presseangaben P. angeblich dem Ua Geheimdienst gegen eine Übergabe von Bakmut russische Stellungen verraten haben. Während manche ru Quellen dies für eine reine westliche Geheimdienstfinte halten, um Zweitrcht zischen Armee und Wagner zu säen, dementiert P. erstaunlicher Weise nur schwach. Es gäbe immer Kontakte an der Front und die Stellungen seien alle Satelliten-bekannt. P. hat auch aus Afrika Kontakte zum ua Geheimdienst. Aus früheren Äußerungen von P. kann man erahnen, dass er sich gerne nach einem symbolischen Sieg aus der Ukraine verabschieden würde, auch weil Afrika lukrativer erscheint.

Truppenmassierung und Drachenzähne

Laut ua Geheimdiensterkenntnissen sollen ca 400.000 russische Soldaten aller Couleur in der UA sein, 150.000 allein in Zaporischschja/Cherson. Letzteres läßt es etwas unwahrscheinlich erscheinen, dass dort, wie oft erwartet, die Großoffensive zumindest frontal beginnt. Analysen des ISW zeigen, dass dort auch die größten Verteidigungsbauten (Minen, Gräben, Drachenzähne, Jammer) angesiedelt sind. Der Verteidigungskordon, den Russland in den letzten Monaten fast überall entlang der heißen Linie und den eigenen Grenzen gebaut hat, sind beachtlich. Aber es gibt Lücken. Bei einem erfolgreichen Angriff von Westen über den Dnepr könnte man Teile der Linien zudem „hintergehen“. Fast mit Bewunderung registrieren ru Blogger, dass die UA genau dort angreift, wo die Verteidigungsanlagen schwach sind. (z.B. Bakmut)

Flugzeugträger Krim verabschiedet sich endgültig von der Ukraine

Die Krim will den sowjetischen Beschluss zur Übereignung der Krim an die UA aufheben lassen. Nach 2014 wurde die K. in die russische Föderation eingegliedert. Dies soll nun wohl weiter zementiert werden. Die Krim ist nach neuesten Inverstigativrecherchen auch eine Art russische Fluzeugträger mit ca. 200 relevanten militärischen Einrichtungen.

China meint es ernst

Ein Sonderbeauftragter Xis tourt durch die Kriegs- und Kriegsanrainerstaaten. Auch afrikanische Staaten um Südafrika wollen Friedensinitiativen unternehmen. Südafrika wird derzeit von den USA beschuldigt, heimlich ein Schiff mit Waffen an Ru geliefert zu haben. Während der Apartheid hatte die SU den ANC unterstützt, was immer noch Auswirkungen haben dürfte.

Konflikte in Gaugasien

Nach den Wahlen im abtrünnigen moldauischen Gaugasien bahnen sich Konflikte an. (Wahlen waren dort und nicht wie ich fälschlicher Weise das letzte Mal schrieb in Transnistrien, sorry) . Die prorussische Bewegung gewann. Moldauische Polizeikräfte sollen daraufhin eine Razzia gemacht haben, die von Bürgern und Kommunalpolitikern zurückgedrängt wurde.  

WagnerGroup für Erdogan

Originalzitat: „Auf dem Spiel stehen mehr als die Hälfte der „Parallelimporte“ (Sanktionen, die unter dem Deckmantel von Waren für die Türkei an uns gehen) und unseres Öls und Gases nach Europa unter dem Deckmantel türkischer Waren. Wir drücken Erdogan die Daumen. Redzep, mein Lieber, lass deine Jüngeren nicht im Stich! „

Kriegsdienstverweigerer ohne Schutz

Kriegsdienstverweigerer aus Belarus, der Ukraine und Russland haben es schwer, in Europa als Verfolgte anerkannt zu werden. Dies kritisiert ein Netzwerk aus 30 Organisationen zum Schutz von Kriegsdienstverweigerern und übergab eine entsprechende Petition an die EU-Kommission.

Freilassung von Kara-Murza

Einen Tag vor dem Gipfel des Europarats in Reykjavik haben dessen Spitzen die Freilassung des in Russland inhaftierten Oppositionellen Wladimir Kara-Murza verlangt.

Korruption

Die Festnahme des obersten Richters der UA wegen Korruptionsvorwürfen ist ein wichtiges Signal. Die Korruptionsbekämpfung in der UA scheiterte in der Vergangenheit nicht zuletzt an der korrupten Richterschaft.

Asow-Gefangene schmoren immer noch

 

Immer noch sollen ca. 650 Asow-Gefangene, die sich vor einem Jahr im Stahlwerkbunker von Mariupol ergeben hatten, in ru Gefangenschaft befinden. Sie sind nach wie vor höchst gefährdet. Die UA Regierung versucht sie in kleinen „Portionen“ bei Gefangenenaustauschaktionen, wie zugesagt, frei zu bekommen. Einzelne sind nach der Freilassung wohl auch wieder an die Front gegangen.

 

AKW Zap am Siedepunkt

Die militärische Besatzung im AKW soll in zwischen bei 2500 liegen und wachsen. Im AKW ist Munition und Spregstoff gelagert. Während die Stadt großenteils evakuiert wurde, wurde den verbliebenen Mitarbeitern angeblich angedroht, sie im Falle eine ua Angriffs in eine Lager zu sperren (für 1000 Personen). Nachdem Teile der Verwaltung der Stadt schon geflohen waren, sollen sie nun wieder zurückgekehrt sein. Teile der Verwaltung funktionieren wieder.

 

Geld oder Leben

Männer, die in den besetzten Gebieten russische Papiere angenommen haben, riskieren eingezogen zu werden. Oder sie zahlen….

Wer trifft was? Jagd auf Patriot. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  15-17.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

Bakmut Mausefalle oder Niederlage?

Truppenmassierung und Verteidigungslinien

Wagner-Group für Erdogan

Kriegsdienstverweigerer in Europa schutzlos

AKW Zap am Siedepunkt

Konflikte in Gaugasien

 

 

Wer trifft was? Im Luftkrieg.

 

Beim Kampf um die gegenseitige Militärlogistik ist schwer nachvollziehbar, was passiert.

Klitschko berichtet über die abgeschossene Raketenteile, die den Zoo von Kiew beschädigten und über Stress bei Tieren. Russische Blogger berichten, dass dort Teile des hightec-Patriot-Luftabwehr-Systems standen. Die UA Seite berichtet normalerweise von erfolgreichen Abschüssen, vorgestern angeblich aller Raketen und Drohnen und angeblich russischen Angriffen auf die Zivilbevölkerung (die in Wirklichkeit oft „Nur“ Kollateralschäden von Angriffen auf militärische oder Infrastruktureinrichtungen sind.) Fast zeitgleich zu der angeblich 100ig erfolgreichen Abwehr, veröffentlichten ru Blogger jedoch Fotos von einer Explosion in der Nähe eines Patriotkomplexes. Inzwischen gibt es Beschreibungen von Treffern von Patriotteilen mit Koordinaten (!) an einem Kiewer Flughafen. Allerdings besteht ein Patriot-Komplex aus mehreren Komponenten: Radar, Kommando, Kommunikation, Energie und mehreren Abschussrampen, sowie Raketenlagern, die alle möglichst weit von einander getrennt aufgestellt werden. Offenbar wurden 1-3 Abschussanlagen von einer explodierenden Kinshallrakete geschädigt, nachdem sie die komplette Munition verschossen hatten. Es gibt Gerüchte, dass auch weitere Teile des Komplexes geschädigt sein könnten. Angeblich „versagte“ die Gepard-Abwehr, die Patriot schützen sollte. Die neue ru Taktik, mit mehreren kleineren Wellen Luftabwehrsysteme auszuschalten, scheint nicht ganz erfolglos. Die ru Belegdichte ist so dicht, dass offenbar US-Kreise sich genötigt sahen, anonym gegenüber der Presse einen Patriot-Schaden zu bestätigen.

 

-Kontroversen gibt es um den Angriff auf ein Lager in Ternopil. Während ru Blogger behaupten, ein Militärlagerhaus getroffen zu haben, kritisierte eine Regensburger Hilfsorganisation, dass ihr Hilfsgutlager getroffen wurde, in dessen Nähe sich keine militärischen Objekte befunden hätten.

-Still ist es auf ua Seite bei einem Angriff auf eine Munitionslager bei Chmelnyzkyj. Nach ru Angaben enthielt es einen großen Teil des Nachschubes, auch Raketen, für die Luftwaffe.  Der Treffer wurde zu Munitionsengpässen führen.

 

-Bei den ua Treffern in Luhansk gilt es inzwischen als sicher, dass diese von brit. Stormshadow-Rakten erzielt wurden. Während die Administration von Luhansk behauptet, die Gebäude seien leer gewesen, berichten ru Blogger von getroffenen Militärquartieren und der Notwendigkeite die Truppenunterbringung entscheidend zu verändern, da man im Hinterland nicht mehr sicher sei.

-angesichts des Abschusses von zwei Hubschraubern und zwei Flugzeugen an der Grenze ua/Ru vor drei Tagen räumen ru Blogger schwere Defizite der ru Luftabwehr v.a. in Russland selbst ein. Es gäbe zu wenige moderne Radarflugzeuge.

Täglich vermeldet die Ua Armee fast routinemäßigen Beschuss von Logistik hinter der Front. Angeblich ist es der RA aber gelungen, die bislang effektiven Himars-Angriffe, durch elektronische Störmanöver zu durchkreutzen.

Eine Bilanz dieser Informationsfragmente ist momentan schwierig, bis unmöglich. Fest steht, dass die ua Luftabwehr, keineswegs lückenlos und unverwundbar ist und die ru bei ihren inzwischen kleinteiligeren, aber hartnäckigeren Luftangriffen, partiell empfindliche Erfolge hat.

Bakmut. Mausefalle oder Niederlage?

Nach ru Quelle ist Wagner/Prigochin dabei, den westlichen Stadtrand zu erobern, und die restlichen ua Stadtgebiete zu „säubern“. Die Frage, was macht Prigoshin nach dieser Eroberung von Ruinen? Eine richtige Siegesfeier wird es angesichts der hohen Verluste kaum geben

Zudem hatten die ua Truppen weiter an den Flanken Erfolge. Ru Fallschirmjäger sollen teilweise unter Kommando von Wagner stehen. Der ua Vormarsch soll sich verlangsamt haben, auch soll eine wichtige Nachschubbrücke gesprengt worden sein.

Verräter Prigoshin?

Unter Berufung auf angeblich geleakte US-Geheimdienstpapers soll nach US-Presseangaben P. angeblich dem Ua Geheimdienst gegen eine Übergabe von Bakmut russische Stellungen verraten haben. Während manche ru Quellen dies für eine reine westliche Geheimdienstfinte halten, um Zweitrcht zischen Armee und Wagner zu säen, dementiert P. erstaunlicher Weise nur schwach. Es gäbe immer Kontakte an der Front und die Stellungen seien alle Satelliten-bekannt. P. hat auch aus Afrika Kontakte zum ua Geheimdienst. Aus früheren Äußerungen von P. kann man erahnen, dass er sich gerne nach einem symbolischen Sieg aus der Ukraine verabschieden würde, auch weil Afrika lukrativer erscheint.

Truppenmassierung und Drachenzähne

Laut ua Geheimdiensterkenntnissen sollen ca 400.000 russische Soldaten aller Couleur in der UA sein, 150.000 allein in Zaporischschja/Cherson. Letzteres läßt es etwas unwahrscheinlich erscheinen, dass dort, wie oft erwartet, die Großoffensive zumindest frontal beginnt. Analysen des ISW zeigen, dass dort auch die größten Verteidigungsbauten (Minen, Gräben, Drachenzähne, Jammer) angesiedelt sind. Der Verteidigungskordon, den Russland in den letzten Monaten fast überall entlang der heißen Linie und den eigenen Grenzen gebaut hat, sind beachtlich. Aber es gibt Lücken. Bei einem erfolgreichen Angriff von Westen über den Dnepr könnte man Teile der Linien zudem „hintergehen“. Fast mit Bewunderung registrieren ru Blogger, dass die UA genau dort angreift, wo die Verteidigungsanlagen schwach sind. (z.B. Bakmut)

Flugzeugträger Krim verabschiedet sich endgültig von der Ukraine

Die Krim will den sowjetischen Beschluss zur Übereignung der Krim an die UA aufheben lassen. Nach 2014 wurde die K. in die russische Föderation eingegliedert. Dies soll nun wohl weiter zementiert werden. Die Krim ist nach neuesten Inverstigativrecherchen auch eine Art russische Fluzeugträger mit ca. 200 relevanten militärischen Einrichtungen.

China meint es ernst

Ein Sonderbeauftragter Xis tourt durch die Kriegs- und Kriegsanrainerstaaten. Auch afrikanische Staaten um Südafrika wollen Friedensinitiativen unternehmen. Südafrika wird derzeit von den USA beschuldigt, heimlich ein Schiff mit Waffen an Ru geliefert zu haben. Während der Apartheid hatte die SU den ANC unterstützt, was immer noch Auswirkungen haben dürfte.

Konflikte in Gaugasien

Nach den Wahlen im abtrünnigen moldauischen Gaugasien bahnen sich Konflikte an. (Wahlen waren dort und nicht wie ich fälschlicher Weise das letzte Mal schrieb in Transnistrien, sorry) . Die prorussische Bewegung gewann. Moldauische Polizeikräfte sollen daraufhin eine Razzia gemacht haben, die von Bürgern und Kommunalpolitikern zurückgedrängt wurde.  

WagnerGroup für Erdogan

Originalzitat: „Auf dem Spiel stehen mehr als die Hälfte der „Parallelimporte“ (Sanktionen, die unter dem Deckmantel von Waren für die Türkei an uns gehen) und unseres Öls und Gases nach Europa unter dem Deckmantel türkischer Waren. Wir drücken Erdogan die Daumen. Redzep, mein Lieber, lass deine Jüngeren nicht im Stich! „

Kriegsdienstverweigerer ohne Schutz

Kriegsdienstverweigerer aus Belarus, der Ukraine und Russland haben es schwer, in Europa als Verfolgte anerkannt zu werden. Dies kritisiert ein Netzwerk aus 30 Organisationen zum Schutz von Kriegsdienstverweigerern und übergab eine entsprechende Petition an die EU-Kommission.

Freilassung von Kara-Murza

Einen Tag vor dem Gipfel des Europarats in Reykjavik haben dessen Spitzen die Freilassung des in Russland inhaftierten Oppositionellen Wladimir Kara-Murza verlangt.

Korruption

Die Festnahme des obersten Richters der UA wegen Korruptionsvorwürfen ist ein wichtiges Signal. Die Korruptionsbekämpfung in der UA scheiterte in der Vergangenheit nicht zuletzt an der korrupten Richterschaft.

Asow-Gefangene schmoren immer noch

 

Immer noch sollen ca. 650 Asow-Gefangene, die sich vor einem Jahr im Stahlwerkbunker von Mariupol ergeben hatten, in ru Gefangenschaft befinden. Sie sind nach wie vor höchst gefährdet. Die UA Regierung versucht sie in kleinen „Portionen“ bei Gefangenenaustauschaktionen, wie zugesagt, frei zu bekommen. Einzelne sind nach der Freilassung wohl auch wieder an die Front gegangen.

 

AKW Zap am Siedepunkt

Die militärische Besatzung im AKW soll in zwischen bei 2500 liegen und wachsen. Im AKW ist Munition und Spregstoff gelagert. Während die Stadt großenteils evakuiert wurde, wurde den verbliebenen Mitarbeitern angeblich angedroht, sie im Falle eine ua Angriffs in eine Lager zu sperren (für 1000 Personen). Nachdem Teile der Verwaltung der Stadt schon geflohen waren, sollen sie nun wieder zurückgekehrt sein. Teile der Verwaltung funktionieren wieder.

 

Geld oder Leben

Männer, die in den besetzten Gebieten russische Papiere angenommen haben, riskieren eingezogen zu werden. Oder sie zahlen….

 

Der Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  9.-11.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

Bakmut (fast) gefallen

 

Prigoschin hält nur 10 km von 1300 km.

 

Armer Putin

 

Der mit dem Putin tanzt. Nervenkrieg

 

Panik unter Besatzern?

 

Selenskijs Ungeduld

 

Korruptionsbekämpfung rechtsstaatlich oder eilfertig?

 

 

 

Bakmut

Die Lage in Bakmut dürfte etwas anders sein, als in der deutschen Presse geschildert. Die Stadt ist fast von den Wagnertruppen erobert. Ua Kräfte befinden sich nur noch am westlichen Stadtrand, wo sie sich eingegraben haben. Dort finden teilweise kleinere ua Gegenoffensiven statt, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Der Durchbruch der Ukrainer, wo die 72. Brigade der RA weggelaufen sein soll, erfolgte 5 km südlich von Bakmut. Ob der Durchbruch zu halten ist, ist offen. Von einer „Einkreisung“ kann derzeit noch gar keine Rede sein.

 

10 von 1300 km. Wagner in Bakmut ist nur eine Episode.

Die Soap-Opera um Prigoshin spielt sich an 10 km Front von 1300 km ab. Dies sollte die Bedeutung deutlich relativieren. Auch P. selbst scheint seine Rolle mehrfach zu überschätzen. Er ist kein Militär, sondern ein mafiöser Kaufmann. Ru Blogger wenden ein, P. habe mindest so viel Munition, wenn nicht noch mehr als die anderen Truppenteile bekommen. Dass er in seiner Großmäuligkeit militärisch geschwächt wird, mag im Interesse der Militärführung sein, aber P´s Munitionsmangel offenbart ein strategisches Defizit der RA. Zumindest muss sie Waffen für die Gegenoffensive horten. Ps erneute Ausbrücke erklären sich allerdings auch rational. P. muss sich natürlich auch immer vor seine Söldner stellen und das mit in diesen Kreise drastischen Worten. Und er muss jemanden den schwarzen Peter für seine schwindende Bedeutung zuschieben. Er war der Lückenbüßer in der Winterzeit, beim Versuch die UA zu schwächen. („Fleischwolf“-Strategie), diese hat sich (teilweise) ins Gegenteil verkehrt.

 

Kinshall ist keine Wunderwaffe mehr

Nach ua bestätigen nun auch US-Quellen dass vor einigen Tage bei Kiiv eine ru Überschallrakete abgeschossen wurde. Eine doppelte Sensation. Erstmals erscheint Putins Wunderwaffe weniger wundersam und erstmals wird ein Einsatz des Patriot-Abwehrsystems im Raum Kiiv zugegeben.

 

Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt

Täglich wurde/wird mit der Großoffensive der UA gerechnet, aber sie kommt bisher nicht. Was passiert?

-Manche meinen, es sei das Wetter, die Felder noch zu nass für schweres Gerät. Allerdings laut Wetterbericht, wird das Wetter Mitte Mai eher regnerischer.

-Selenkij meint, die Offensive könne auch im Juni kommen. Kuleba meint, man müsse sich auf mehrere Offensiven und baut vor, man müsse sich auf eine längere Kriegsdauer einstellen. Offenbar ist man jetzt in einer Phase des Psychokrieges. Auch die ua Armee täuscht an. Sie greift hie und da an. Sie bewegt größere Truppenteile hin und her. Die russischen Blogger fragen, ist das schon die Offensive oder nur eine Truppenbewegung? Mal geht die UA mit größeren Kontingenten sogar Richtung Front, um sie dann wieder zurückzuziehen. Auch kampfbegleitende Maßnahmen, wie Evakuierungen und Warnungen für die Zivilbevölkerung lassen Kampfhandlungen erwarten (neulich auch in H-und-G.info, sorry), die dann ausbleiben. Der tschetschenische Präsident, Ex-Natogeneral, empfahl, erst zuzuschlagen, wenn man wirklich vorbereitet ist. Offenbar bleibt der ua Streitkräftechef Zaluschny bei seiner alten Strategie: Antesten und Schwachstellen entdecken. Der (kleine) Bakmutdurchbruch zeigt, wie es gehen könnte. Ein frontales Anrennen gegen die keineswegs schlecht vorbereitete RA Armee scheint wenig Erfolg versprechend.

-Allerdings ohne Risiko ist diese Strategie nicht. Die russische Armee ist in Präventivschlägen möglicherweise besser, als die Berichte über zivile Opfer von Luftangriffen erkennen lassen. Nur zwei Beispiele aus ru Bloggs. Angeblich hat die RA in den letzten zwei Tagen, die ua Kommandozentrale von Bakmut in Chasiv Yar getroffen. Auch wenn vermutlich nicht, wie behauptet, wichtige Kommandeure starben, beeinträchtigt dies die ua Aktionen in Bakmut. Ebenso, sollen die tückischen gelenkten Gleitbomben in Beryslav auf der westlichen Dnjeprseite (nördlich Cherson) wichtige Formationen und Ambibien-Geräte zur Flussüberquerung schwer getroffen haben. Auch die sonstigen Luftangriffe auf Logistik im ganzen Land bleiben nicht folgenlos.

Es ist also derzeit primär ein Nervenkrieg, allerdings mit Positionsverschiebungen.

 

Selenskij verteilt das Fell des Bären

S. hat zwei neue (Militär)verwaltungsdistrikte in Cherson ins Leben gerufen. Wohl gemerkt, im derzeit noch besetzten östlichen Cherson-Gebiet. Energoatom bereitet sich auf die Übernahme des AKW Zaporischschja vor und plant Personal aus der Ukraine dort einzusetzen. In Melitopel bereitet sich die (Exil)Verwaltung auf die Übernahme und den Wiederaufbau vor. All das geschieht geradezu demonstrativ. Um sich prokativ vorzubereiten. Um die eigene Bevölkerung zu motivieren. Um den Feind zu verunsichern.

 

 

Verlieren die Russen die Nerven? Durcheinander in den besetzten Gebiete real oder Zweckprop.

In den Ua Bloggs gibt es seit Tagen Meldungen, die den Eindruck erwecken, dass sich die Russen in Zaporischschja/Cherson in Panik befinden.

 

-Besatzer planen lange Dienstreisen nach Russland

-zivile Besatzungskräfte, ihre Familien und sonstige Zivilisten fliehen auf die Krim (Schlangen an Checkpoints)

-Zivilisten werden (zwangs)evakuiert

-Geschäftsinhaber geben ihre Läden/Ladenketten auf

-die Preise steigen

-die Russen zahlen den Verwaltungsangestellten keine Löhne mehr

-die Besatzer plündern medizinischen Einrichtungen, etc.

 

Gerade das Plündern, auch wenn unschön, ist ein geradezu ermutigendes Zeichen, dass die Russen die Flucht schon einplanen. Mehrere russische Blogger sind davon überzeugt, dass die UA derzeit stärker ist, als die RA. Saldo, der russische Gouverneur im besetzen Cherson allerdings hält dagegen, die Sieg sei nah.

 

Allerdings, es ist schwer zu  sagen, ob das alles sicher zutreffende Einzelerscheinungen oder ua Zweckpropaganda ist, um eine Massenpanik in den besetzten Gebieten zu erzeugen, die Erfolge wie im Jahre 2022 in West-Cherson und v.a. in Charkiv möglich zu machen. Es gibt auch bisher wenig Indizien, dass die Russische Armee diesmal wankt. Angeblich setzen sich einige Soldaten ab und eben die kleine Schlappe bei Bakmut, wo die 72 Brigade vor der UA floh.

 

Lage am AKW-Zap immer grotestker

Laut ua Angaben, ziehen die Besatzer jetzt nicht nur die Familienangehörigen, sondern auch Fachleute vom AKW ab (3000!), die russische Arbeitsverträge unterschrieben hatten. Außerdem werden die medizinischen Einrichtungen in Energodar geplündert. Das atomare Risiko im AKW steigt weiter. Will die RA abrücken oder bereitet sie sich auf dem Kampf um Energodar vor?

 

Frauen und Kinder zuerst?

Heißt es bekanntlich bei Schiffshavarien. Insofern ist es erst einmal nicht verwerflich, wenn man Frauen, Kinder und Alte aus potentiellen Kampfgebieten evakuiert. Das muss man auch den Russen zubilligen. Aber. Die Evakuierten sind ua Staatsbürger und man lässt ihnen (anders also noch in 2022) inzwischen fast keine Chance mehr, in die UA zu flüchten. Insofern verkehrt sich eine humanitäre Maßnahme in eine Zwangsmaßnahme zur Zerstörung der ua Identität.

 

Selenskijs Ungeduld.

EU-Mitglied zu sein, heißt Kompromisse zu schließen. Selenykji ist sauer, dass der absolute Freihandel mit ua Agrarprodukten, die die heimische Landwirtschaft in den Anrainerstaaten bedrohen eingeschränkt wird. Das sei „inakzeptabel“. Sicher die Lage der bedrängten UA ist eine besondere, aber EU-Mitglied zu sein, heißt auch die Interessen der Partner zu berücksichtigen.

 

Korruptionsbekämpfung- Rechtsstaatlich oder parteilich?

Es gibt mehrere größere Korruptionsanklagen und Beschlagnahmen. Eine traf den Bürgermeister von Odessa. Das ist pikant, da der ursprünglich russlandfreundliche Politiker, nach der Invasion sich proukrainisch bekannte. Er wurde festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen. Das Vermögen des Chersoner Politikers Saldo, der derzeit Gouverneur im russisch besetzen Cherson ist, wurde beschlagnahmt. Wie noch vor kurzer Zeit viele Korruptionsverfahren scheiterten, scheinen sie derzeit politisch passgerecht durchgezogen zu werden, weil die westlichen Geldgeber es so erwarten. Die Frage ist, ist das eine rein politisch gesteuerte Tendenz oder ein sich rechtsstaatlich selber tragender und korrigierender Prozess?

 

Die USA transferierten erstmals beschlagnahmtes russisches Oligarcheneigentum in die Ukraine. Der Oligarch Konstantin Malofeyev ist ein enger Putinfreund und Sponsor mancher nationalistischer Umtriebe auch im Westen.

Der Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  9.-11.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

Bakmut (fast) gefallen

 

Prigoschin hält nur 10 km von 1300 km.

 

Armer Putin

 

Der mit dem Putin tanzt. Nervenkrieg

 

Panik unter Besatzern?

 

Selenskijs Ungeduld

 

Korruptionsbekämpfung rechtsstaatlich oder eilfertig?

 

 

 

Bakmut

Die Lage in Bakmut dürfte etwas anders sein, als in der deutschen Presse geschildert. Die Stadt ist fast von den Wagnertruppen erobert. Ua Kräfte befinden sich nur noch am westlichen Stadtrand, wo sie sich eingegraben haben. Dort finden teilweise kleinere ua Gegenoffensiven statt, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Der Durchbruch der Ukrainer, wo die 72. Brigade der RA weggelaufen sein soll, erfolgte 5 km südlich von Bakmut. Ob der Durchbruch zu halten ist, ist offen. Von einer „Einkreisung“ kann derzeit noch gar keine Rede sein.

 

10 von 1300 km. Wagner in Bakmut ist nur eine Episode.

Die Soap-Opera um Prigoshin spielt sich an 10 km Front von 1300 km ab. Dies sollte die Bedeutung deutlich relativieren. Auch P. selbst scheint seine Rolle mehrfach zu überschätzen. Er ist kein Militär, sondern ein mafiöser Kaufmann. Ru Blogger wenden ein, P. habe mindest so viel Munition, wenn nicht noch mehr als die anderen Truppenteile bekommen. Dass er in seiner Großmäuligkeit militärisch geschwächt wird, mag im Interesse der Militärführung sein, aber P´s Munitionsmangel offenbart ein strategisches Defizit der RA. Zumindest muss sie Waffen für die Gegenoffensive horten. Ps erneute Ausbrücke erklären sich allerdings auch rational. P. muss sich natürlich auch immer vor seine Söldner stellen und das mit in diesen Kreise drastischen Worten. Und er muss jemanden den schwarzen Peter für seine schwindende Bedeutung zuschieben. Er war der Lückenbüßer in der Winterzeit, beim Versuch die UA zu schwächen. („Fleischwolf“-Strategie), diese hat sich (teilweise) ins Gegenteil verkehrt.

 

Kinshall ist keine Wunderwaffe mehr

Nach ua bestätigen nun auch US-Quellen dass vor einigen Tage bei Kiiv eine ru Überschallrakete abgeschossen wurde. Eine doppelte Sensation. Erstmals erscheint Putins Wunderwaffe weniger wundersam und erstmals wird ein Einsatz des Patriot-Abwehrsystems im Raum Kiiv zugegeben.

 

Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt

Täglich wurde/wird mit der Großoffensive der UA gerechnet, aber sie kommt bisher nicht. Was passiert?

-Manche meinen, es sei das Wetter, die Felder noch zu nass für schweres Gerät. Allerdings laut Wetterbericht, wird das Wetter Mitte Mai eher regnerischer.

-Selenkij meint, die Offensive könne auch im Juni kommen. Kuleba meint, man müsse sich auf mehrere Offensiven und baut vor, man müsse sich auf eine längere Kriegsdauer einstellen. Offenbar ist man jetzt in einer Phase des Psychokrieges. Auch die ua Armee täuscht an. Sie greift hie und da an. Sie bewegt größere Truppenteile hin und her. Die russischen Blogger fragen, ist das schon die Offensive oder nur eine Truppenbewegung? Mal geht die UA mit größeren Kontingenten sogar Richtung Front, um sie dann wieder zurückzuziehen. Auch kampfbegleitende Maßnahmen, wie Evakuierungen und Warnungen für die Zivilbevölkerung lassen Kampfhandlungen erwarten (neulich auch in H-und-G.info, sorry), die dann ausbleiben. Der tschetschenische Präsident, Ex-Natogeneral, empfahl, erst zuzuschlagen, wenn man wirklich vorbereitet ist. Offenbar bleibt der ua Streitkräftechef Zaluschny bei seiner alten Strategie: Antesten und Schwachstellen entdecken. Der (kleine) Bakmutdurchbruch zeigt, wie es gehen könnte. Ein frontales Anrennen gegen die keineswegs schlecht vorbereitete RA Armee scheint wenig Erfolg versprechend.

-Allerdings ohne Risiko ist diese Strategie nicht. Die russische Armee ist in Präventivschlägen möglicherweise besser, als die Berichte über zivile Opfer von Luftangriffen erkennen lassen. Nur zwei Beispiele aus ru Bloggs. Angeblich hat die RA in den letzten zwei Tagen, die ua Kommandozentrale von Bakmut in Chasiv Yar getroffen. Auch wenn vermutlich nicht, wie behauptet, wichtige Kommandeure starben, beeinträchtigt dies die ua Aktionen in Bakmut. Ebenso, sollen die tückischen gelenkten Gleitbomben in Beryslav auf der westlichen Dnjeprseite (nördlich Cherson) wichtige Formationen und Ambibien-Geräte zur Flussüberquerung schwer getroffen haben. Auch die sonstigen Luftangriffe auf Logistik im ganzen Land bleiben nicht folgenlos.

Es ist also derzeit primär ein Nervenkrieg, allerdings mit Positionsverschiebungen.

 

Selenskij verteilt das Fell des Bären

S. hat zwei neue (Militär)verwaltungsdistrikte in Cherson ins Leben gerufen. Wohl gemerkt, im derzeit noch besetzten östlichen Cherson-Gebiet. Energoatom bereitet sich auf die Übernahme des AKW Zaporischschja vor und plant Personal aus der Ukraine dort einzusetzen. In Melitopel bereitet sich die (Exil)Verwaltung auf die Übernahme und den Wiederaufbau vor. All das geschieht geradezu demonstrativ. Um sich prokativ vorzubereiten. Um die eigene Bevölkerung zu motivieren. Um den Feind zu verunsichern.

 

 

Verlieren die Russen die Nerven? Durcheinander in den besetzten Gebiete real oder Zweckprop.

In den Ua Bloggs gibt es seit Tagen Meldungen, die den Eindruck erwecken, dass sich die Russen in Zaporischschja/Cherson in Panik befinden.

 

-Besatzer planen lange Dienstreisen nach Russland

-zivile Besatzungskräfte, ihre Familien und sonstige Zivilisten fliehen auf die Krim (Schlangen an Checkpoints)

-Zivilisten werden (zwangs)evakuiert

-Geschäftsinhaber geben ihre Läden/Ladenketten auf

-die Preise steigen

-die Russen zahlen den Verwaltungsangestellten keine Löhne mehr

-die Besatzer plündern medizinischen Einrichtungen, etc.

 

Gerade das Plündern, auch wenn unschön, ist ein geradezu ermutigendes Zeichen, dass die Russen die Flucht schon einplanen. Mehrere russische Blogger sind davon überzeugt, dass die UA derzeit stärker ist, als die RA. Saldo, der russische Gouverneur im besetzen Cherson allerdings hält dagegen, die Sieg sei nah.

 

Allerdings, es ist schwer zu  sagen, ob das alles sicher zutreffende Einzelerscheinungen oder ua Zweckpropaganda ist, um eine Massenpanik in den besetzten Gebieten zu erzeugen, die Erfolge wie im Jahre 2022 in West-Cherson und v.a. in Charkiv möglich zu machen. Es gibt auch bisher wenig Indizien, dass die Russische Armee diesmal wankt. Angeblich setzen sich einige Soldaten ab und eben die kleine Schlappe bei Bakmut, wo die 72 Brigade vor der UA floh.

 

Lage am AKW-Zap immer grotestker

Laut ua Angaben, ziehen die Besatzer jetzt nicht nur die Familienangehörigen, sondern auch Fachleute vom AKW ab (3000!), die russische Arbeitsverträge unterschrieben hatten. Außerdem werden die medizinischen Einrichtungen in Energodar geplündert. Das atomare Risiko im AKW steigt weiter. Will die RA abrücken oder bereitet sie sich auf dem Kampf um Energodar vor?

 

Frauen und Kinder zuerst?

Heißt es bekanntlich bei Schiffshavarien. Insofern ist es erst einmal nicht verwerflich, wenn man Frauen, Kinder und Alte aus potentiellen Kampfgebieten evakuiert. Das muss man auch den Russen zubilligen. Aber. Die Evakuierten sind ua Staatsbürger und man lässt ihnen (anders also noch in 2022) inzwischen fast keine Chance mehr, in die UA zu flüchten. Insofern verkehrt sich eine humanitäre Maßnahme in eine Zwangsmaßnahme zur Zerstörung der ua Identität.

 

Selenskijs Ungeduld.

EU-Mitglied zu sein, heißt Kompromisse zu schließen. Selenykji ist sauer, dass der absolute Freihandel mit ua Agrarprodukten, die die heimische Landwirtschaft in den Anrainerstaaten bedrohen eingeschränkt wird. Das sei „inakzeptabel“. Sicher die Lage der bedrängten UA ist eine besondere, aber EU-Mitglied zu sein, heißt auch die Interessen der Partner zu berücksichtigen.

 

Korruptionsbekämpfung- Rechtsstaatlich oder parteilich?

Es gibt mehrere größere Korruptionsanklagen und Beschlagnahmen. Eine traf den Bürgermeister von Odessa. Das ist pikant, da der ursprünglich russlandfreundliche Politiker, nach der Invasion sich proukrainisch bekannte. Er wurde festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen. Das Vermögen des Chersoner Politikers Saldo, der derzeit Gouverneur im russisch besetzen Cherson ist, wurde beschlagnahmt. Wie noch vor kurzer Zeit viele Korruptionsverfahren scheiterten, scheinen sie derzeit politisch passgerecht durchgezogen zu werden, weil die westlichen Geldgeber es so erwarten. Die Frage ist, ist das eine rein politisch gesteuerte Tendenz oder ein sich rechtsstaatlich selber tragender und korrigierender Prozess?

 

Die USA transferierten erstmals beschlagnahmtes russisches Oligarcheneigentum in die Ukraine. Der Oligarch Konstantin Malofeyev ist ein enger Putinfreund und Sponsor mancher nationalistischer Umtriebe auch im Westen.

Count-down. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  6.-8.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Russischer Luftangriff gegen Logistik

Massive russische Drohnen, Rakten, und Lufangriffe in der gesamten Ukraine. Ziel ist offenbar die Militär- und Nachschublogistik. Angeblich alle 35 Drohnen abgeschossen. Nach ru Angaben aber Treffer v.a. in Odessa, wo die wichtige Brücke nach Rumänien und möglicherweise der Militärflughafen (Drohnenstartplatz) getroffen sein sollen. (ua spricht nur von Lagerhaus und Ferienanlage) Ru Blogger sehen das als Bestätigung dass Luftwaffe funktioniert und das Agentennetz (Koordinaten) in der Ukraine wieder hergestellt ist. Vermutlich sind noch Raketen auf Schiffen in Reserve.

UA Aufmarsch. Truppenmassierungen in mehreren Richtungen

Nach Russische Quellen massiert die UA weiterhin an mehreren Stellen Soldaten für einen Angriff: Drei Keile in Zaporischschja, Truppenmassierung in Cherson westlich des Dnjepr (Schwerpunkt unklar) , evt. Truppenbewegung Richtung Donbas (unklar wo). Vermehrter Beschuss an Zap Front durch UA.

Angeblich werden in Zap Sonderblutspenden organisiert, die ua Bevölkerung in den besetzten Gebieten wird aufgerufen, Koordinaten von ru Stellungen durchzugeben.

Bakmut schmilzt weiter

Wagner rückt weiter vor, eigentlich gibt es nur noch ein kleines Stadtviertel im Nordwesten, was die UA innehat. Die Munitionszusage aus Moskau hat zu vermehrten Wagner-Angriffen und Angriffen von russischen Unterstützungstruppen geführt. Warum P. Bakmut 100 Meter vor dem Zielt hätte verlassen sollen, erscheint nicht richtig logisch. Ist wohl ein Pokerspiel gewesen, (auch um die Söldner bei der Stange zu halten) was aber bei vielen nicht gut ankam. (Pietätlosigkeit Leichen zur Schau zu stellen, Streitigkeiten auf offener Bühne). Allerdings auch eine Art Bewunderung. Jeder Armeeführer, der das gemacht hätte, säße im „Keller“ d.h. Knast. Tschetschenen dürften die Wagner-Truppen kaum so schnell ersetzen können. Vermutlich sollen sie Wagner beim Durchkämmen und Säubern der Stadt entlasten, was ihre Spezialität ist.

Auch ru Blogger sehen in der Sache einen Verteilungskampf bei allgemeinem Munitionsmangel.

Panik unter ru Besatzern in Drachezahnland/Zaporischsschja?

Ua Quellen Berichten von Zwangsevakuierung, Flucht, Ladenschließungen, Plünderungen, Mangel an Versorgungs- und medizinischen Gütern. Vielleich übertrieben, um die Panik auch zu schüren. Allerdings. Es gibt nur geringe Hinweise auf Panik unter Soldaten. Nur die Behauptung, dass in den Evakuierungsbussen auch viele Soldaten seien. Nicht überprüfbar, kann reine Zweckprop sein.

Russland wehrt Angriffe ab

Will ua Angriffe mit Drohnen (Krim) und Sabotageakt gegen Flughafen (Radarflugzeuge mit hoher Reichweite) abgewehrt haben.

 

 

Steht Offensive kurz bevor? H-und-G.info Einzelinformation 6.5.2023 ca 6 Uhr

Der (militärische) Verwaltungschef von Nikopol (gegenüber Engergodar/Zap) , Yevtushenko, forderte die Bürger an beiden Seiten des Kachowka-Stausees am Dnjepr auf, das ganze Wochende die Häuser nicht zu verlassen und die Nähe von Verwaltungszentren zu meiden.

In Cherson gibt es eine mehrtätige Ausgangssperre, die aber nicht den Wohnungsnahen Raum betrifft, also nicht primär der Sabotageabwehrt gilt, sondern das Stadtgebiet als solches betrifft.

Beides sind sehr ungewöhnliche Maßnahmen bzw. Aufrufe, v.a. die Dauer.

Auf der russische besetzten Seite in Zaporischschja hat der dortige Besatzungs-Gouverneur, Balytsky beschlossen, die frontnahen Siedlungen zwangsweise zu evakuieren. Schon jetzt sollen die Kinder Richtung Berdyansk/Asowsches Meer abtransportiert werden, was offenbar auf Widerstand stößt. Angeblich fliehen Besatzer scharenweise Richtung Krim. Es gibt Videos von langen Schlangen von PKW und LKW.

Der Besatzungs-Gouverneur des Gebiets Saporoschje Balytsky  soll gesagt haben „Die Gegenoffensive der Streitkräfte der Ukraine kann in den kommenden Tagen oder sogar Stunden beginnen.“ Offiziell wurde die Evakuierung mit Sicherheitsmaßnahmen begründet. „In den letzten Tagen hat der Feind den Beschuss von Siedlungen in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie intensiviert.“

 

Laut ru Quellen ist die Region eines der Hauptkonzengtrationsgebiete der ua Armee. Auch in den letzten Tagen sollen die Kontingente noch einmal durch Urlaubssperren etc. verstärkt worden sein. Andererseits ist auch die Russische Armee ziemlich gut auf einen potentiellen Angriff an diesen Abschnitten vorbereitet. Eine Verlagerung des Schwerpunktes von Bakmut nach Zap ist erkennbar (auch Wagner-Truppen)

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen. Ukraine-Monitoring  vom  3.5.-5.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Erwartungsdruck in Ukraine sehr hoch

Aufmarsch hat begonnen

AKW Zap birgt Sprengstoff

Indien unterläuft Ölsanktionen

Bakmut-schmelzende Scholle des Widerstandes

Kreml-Drohne viel Spekulation und Propaganda-manche mahnen zur Besonnenheit

Passportisierung unter Verschleppungsdrohung

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen

 

Vermehrt gibt es ukrainische Anschläge und Drohnenangriffe in russisch kontrollierten Gebieten, die die Kriegslogistik der Russischen Armee untergraben und Verunsicherung und Panik unter den Besatzern schüren sollen.

 

-im südlichen Russland gab es drei, davon zwei erfolgreiche Anschläge auf Züge, die offenbar Treibstoff Richtung Front transportieren sollten

 

-in der Nähe der Krim-Brücke explodierte ein Treibstofflager nach Drohnenangriff, einen ähnlichen Angriff gab es vor einigen Tagen in der Nähe von Simferopol auf der Krim, einen erneuten auf ein Öldepot in Rostov gestern

 

-mindestens zwei weitere auf Ölanlagen oder Pipelines im Süden Russlands

 

-in Melitopel/Zaporischschja häufen sich Anschläge auf kooperierende Sicherheitskräfte

 

-auf der Krim gibt es gehäuft Drohnenangriffe, von den zwar mehrere abgefangen werden, aber auch schon Öldepots und Militäranlagen getroffen wurden

 

Modifizierte Luftstrategie

Statt Großangriffen in Abständen scheint die RA nun relativ kontinuierlich kleinere Luftangriffe durchzuführen, auch mit Drohnen und Gleitbomben. Auch sie zielt auf die Nachschublogistik, wie in Cherson und Odessa.

 

Erwartungsdruck vor Offensive in Ukraine ist groß

Seit Wochen bereiten sich Verwaltung und Freiwillige von aus der Region Melitopel Geflohenen konkret auf die Wiedereinnahme ihrer Stadt und den Wiederaufbau vor. Seit Wochen tagen Arbeitsgruppen. Kontakte zu europäischen und amerikanischen Partnerstädten helfen. (Regensburg spendete zwei Busse.) Die Bürger von Melitopel gehen fest davon aus, dass ihre Stadt, die derzeit eine hochgerüstete russische Garnison ist, demnächst rückerobert wird. Motor ist der ehemalige Bürgermeister, der einer der ersten war, den die Russen nach der Besetzung inhaftiert und gefoltert hatten.

 

Kreml-Drohne Experten gehen davon aus….

Kein Mensch außer den Verursachern weiß, was und wie da was über dem Kreml explodierte. Dennoch werden in deutschen Medien „Experten“ zitiert, die davon ausgehen, dass….Sicher leben Analysen auch von Vermutungen, aber dann muss man sie als solche kennzeichnen. Nach wie vor ist alles möglich….

Fake der Russen: Um die Bevölkerung in Kriegslaune zu bringen: Sicher, es ist unwahrscheinlich, dass eine Drohne unentdeckt über Moskau zum roten Platz fliegt. Ganz unmöglich ist es nicht. Man erinnere sich an die Landung von Rust dortselbst. Dagegen spricht aber, dass es kein gutes Licht auf die Verteidigungsfähigkeit der russischen Führung wirft

Angriff von ua Seite: Die Ua hat die Fähigkeit, Drohnen bis Moskau zu schicken, derzeit laufen verstärkt ua Drohnenangriffe und dies könnte eine Warnung sein. Dagegen spricht, die Ua riskiert demonstrative Gegenangriffe auf Kiew, Selenskji, Ärger mit den USA, etc.

Angriff von Dritter Seite, z.B. autonom agierenden Sabotagetrupps: Bisher ist nicht einmal klar, wo die Drohnen gestartet sein soll

Fake von ru Hardlinern, um die Kriegsanstrengungen Putins zu stimulieren

Festhalten kann man bisher nur zweierlei:

  1. Die Sache wirft kein gutes Bild auf die ru Luftabwehr
  2. Selbst ru Blogger, die nicht an einen ua Angriff glauben und über die ru Luftabwehr spotten (man solle Drohnenverbotsschilder in Moskau aufhängen), fordern schärfere Aktionen gegen die UA, ähnlich dem Tenor von Clown Medwedew

Es gibt aber auch interessante besonnenere Reaktionen: Prigoschin meint, das würde am Kriegsverlauf nichts ändern, das Problem sei der Granatenmangel; andere warnen vor Eskalationshysterie, etwa atomare Reaktionen seien vollkommen unangemessen.

Kiew-Drohne-Irrläufer oder gehackt?

Laut ua Angaben war die abgeschossene Drohen über K. eine außer Kontrolle geratene eigene türkische Drohne, ru Quellen behaupten, sie sie gehackt worden.

Aufmarsch läuft

  Derzeit sind an verschiedenen Frontabschnitten vermehrte Klein offensiven zu beobachten. Auch ru Gegenoffensiven. Dies könnten Abcheck- (nach Schwachstellen) oder Ablenkungsmanöver sein.

Laut ru Bloggern soll es v.a. in Zaporischia und westlich Truppenkonzeptrationen von je mehreren 10.000 Mann und hunderten Panzern geben. Zusätzlich hat die Ukraine aus bewaffneten Sicherheitsorganen 7 Brigaden mit etwa 30.000 Mann als Sturmtruppen gebildet und ausgebildet, die bereit stehen.

Diese Massierung spräche für einen Angriff in Zaporischja und eine massive Dnjepr-Überquerung, evtl. ca. 20 km südlich von Enegodar, wo der Fluss relativ schmal ist. Ru Quellen haben eine Massierung von Amphibienfahrzeugen ausgemacht. Vorrücken von Amphibienkräften gibt es jetzt schon im Dnepr-Delta, wo es zeitnah zu direkten Gefechten mit ru Kräften kommen könnte.

Das Flussbett des Dnepr steigt, bedingt durch Regenfälle, aber auch Staudamm- ablässe. Die Ru Seite spekuliert, dass die Ua damit die Minen und Befestigungsanlage an der östlichen Dnjeprseite wegschwemme könnte. Es ist freilich riskant auf diese Weise massenhaft Minen zu mobilisieren.

Wagner Chef Prigoschin geht von 200.000 aus, die die UA als Reserve für den Angriff hat. UA Angaben gibt es nicht.

AKW ZAP birgt Sprengstoff

Könnte durch die Offensive mehrfach gefährdet sein. Nach IAEA-Angaben soll die ru Seite nicht nur Waffen, sondern auch Sprengstoff im AKW untergebracht haben. Derartige Verteidigungsmaßnahmen sind schon vom Kachowka-Stauwerk bekannt. Die UA Seite hat mehrfach erkennen lassen, dass sie das AKW militärisch zu rückerobern gedenkt. Die mögliche Offensive in der Nähe könnte den Beschuss wahrscheinlicher werden lassen. Offenbar verlässt sich die UA Seiter darauf, das AKW gut zu kennen und den Berstschutz. Aber das Personal ist jetzt schon vollkommen entnervt, allein menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Etc. Insgesamt wäre das -gelinde ausgedrückt- keine gute Idee.

Bakmut -Drama auf einer schmelzenden Scholle

Widersprüchliche Informationen. Angeblich rückt Wagner weiter vor, möglicherweise aber verlangsamt. Nur noch 6% der Stadt gehörten den UA. Es gibt Gegenoffensiven der UA, deren Erfolg unterschiedlich dargestellt wird. Laut nicht ganz abwegigen ru Quellen, ist die Lage aber für die UA prekär, weil sie nicht/kaum noch mit Fahrzeugen in die und aus der Stadt heraus fahren kann. Der Nachschub würde zu Fuß über Schleichwege erfolgen, die ebenso beschossen würden. Manche sehen darin eine faktische Umzingelung. Prigoschin dementiert das und betont die ua Gegenwehr. (Irgendwie hat er Respekt vor den UA, aber sicher auch taktisch um weitere Munition zu bekommen.)

 

Menschrechte

Selenskyj fordert internationales Sondertribunal a la Nürnberg. Experten sind wegen Akzeptanz bei Sondergerichtsbarkeit skeptisch.

Die UA sieht 20.000 Zivilisten als vermisst an. (Offenbar zusätzlich fast 20.000 verschleppte Kinder)

Internationale Rechtsexperten stufen Kinderverschleppung als Verbrechen ein, allerdings gibt es unterschiedliche Bewertung der Zahlen. (die Ua zählt viele unterschiedliche Fallgruppen dazu, wie h-und-G.info berichtet hat)

F16 -Bewaffnung möglich

Offenbar gibt es ausgehend von den Niederlanden u.a. Bewegung in der Frage der Ausrüstung der Ua mit F 16 Fightern. Die USA müssten zustimmen, was sie bisher nicht wollen, um Direktangriffe auf Ru zu vermeiden.

Passportisierung in Drachenzahnland

Die gesetzliche Drohung, Ukrainer zu verschleppen, die sich weigern ru Pässe anzunehmen, wird in die Realität umgesetzt. An verschieden Stellen bedrohen Soldaten entsprechend Bewohner. Teilweise bringen sie Busse als Drohgebärden mit. Die ua Regierung hat die Haltung des Menschenrechtsbeauftragten unterstützt, dass man bei Selbstgefährdung den Widerstand gegen ru Pässe aufgeben solle. In den vergangen Tagen war das in der ua Regierung noch umstritten.

Sanktionen

Ein ominöses indisches Unternehmen soll seine Tankerflotte extrem vergrößert haben und russisches Öl transportieren. Ru hatte nach Sanktionen angekündigt, eine Flotte aus Alttankern aufzubauen.

Gasprom leidet deutlich unter Exporteinbrüchen.

Die Ua bezichtigt eine der größten ungarischen Banken, kriegsbegünstigende Kredite in Ru auszureichen.

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Ukraine-Monitoring  vom  30.4.-2.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Ist China der lachende Dritte?

 

Lauern vor der Offensive

 

Ukrainische Diskussion zum passiven Widerstand kontrovers

 

Frankreichs Schwäche für Uran

 

Putin in Südafrika unerwünscht?

 

Prigoschin der Zocker

 

 

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Nach US-Angaben könnten in den letzten 5 Monaten 100.000 Russen umgekommen bzw. schwer verletzt worden sein (casualties). Das entspräche in etwa den Plänen, die RA um diese Größe zu schwächen, um den vorüberghebenden Vorteil nach der Teilmobilisierung vom September vor der Frühjahrsoffensive zu zerstören. (s. Interview mit G. Gessel auf H-und-G.info, wo er dies um die Jahreswende erläutert hat.) Andererseits wirkt die Zahl etwas sehr glatt und genau sind die Verluste der jeweils anderen Seite nicht zu berechnen. Und: Wenn man die Verluste der UA nur mit 1:5 rechnet, sind auch sie beträchtlich.

 

Scheitern der ru Winteroffensive

Eine Statistik zeigt, dass Russland seit September kaum, seit November fast gar keine nennenswerten Gebietsgewinne gemacht hat. Die Fortschritte bei Bakmut sind angesichts der Größe des Landes minimal. Die Größe des besetzten Gebietes liegt (mit 2014) bei knapp 20% der Ukraine.

 

Der Westen zahlt, die Ukraine blutet, China könnte der lachende Dritte sein.

Anders als die Rechnung des Westens und Russland könnten nicht sie, sondern China der Gewinner des Konfliktes werden. Immer mehr rücken Parteien zusammen, die eine Friedenslösung zu ereichend versuchen. Brasilien, China, der Papst….. Das liegt auch daran, dass der Westen bisher keine plausible Exitstrategie präsentieren kann.

 

Passiver Widerstand kontrovers

Die Empfehlung des Ua Menschenrechtsbeauftragten, in den besetzten Gebieten russische Pässe anzunehmen hat eine lebhafte Kontroverse in der UA ausgelöst. Bisher galt es, der Passportisierung als Zeichen des Widerstandes zu widerstehen. Streng genommen, war die Annahme von ru Pässen sogar strafbar. Doch der Druck wuchs ständig. Ohne ru Pass keine öffentliche Anstellung, keine Gewerbeanmeldung, keine Rente, etc.. Ein neuer Erlaß Putins bedroht Passverweigerer mit Haft und Verschleppung nach Russland. Dies war der Anlass für die Empfehlung des Menschenrechtesbeauftragten. Iryna Werechuk, die stellvertretende MP für die besetzten Gebiete, widersprach und verwies auf die baldige Befreiung. Doch die Debatte ist kontrovers. Eine Umfrage einer Zeitung aus Mariupol (die in Kiew ansässig ist) zeigte, dass eine deutliche Mehrheit hinter der Position des Menschenrechtsbeauftragten steht. Ein Präsidentenvertrauter versuchte es jetzt mit einer salomonoschen Formel. Die Pässe nicht freiwillig nehmen, nur wenn es nicht anders geht, um sich zu schützen.

 

Russen hoffen auf Regen- Warten auf die Offensive

Russen sehen auf die Wetterkarte und spekulieren, wann und wo der Angriff kommt. Die letzten Tage regenete es noch, die jetzige Woche wird es besser, Mitte Mai wird wieder Regen prognostiziert.

Ru Blogger registieren Truppenkonzentrationen mit Mittelzaporischja. Die UA hätte die Geländeausbildung für die zu erobernden Gebiete Richtung Süden abgeschlossen.

 

Ob die UA genau da angreift, wo jeder es erwartet, ist allerdings fraglich. Melitopel ist eine Schwerpunktgarnison der RA, Zaporischhja ist inzwischen von Verteidigungslinien durchzogen. Auch einige hundert Wagner-Sträflinge wurden dorthin verlagert. Andere sollen sie in Schach halten, um Fluchten zu verhindern. Vermutlich Kanonenfutter, bei Durchbruchsversuchen oder Gegenoffensiven. Angeblich, laut brit Quellen plant Ru Gegenoffisive nach Zap, wenn Angriff der UA misslingt.

 

Sabotage und Angriffe in Russland wichtiger Teil der Offensivstrategie

 

-in der Region Melitopel nimmt offenbar die Zahl der Sabotageakte wie der gezielte Beschuss von milit. Infrastrktur zu. Z. B. Polizeieinrichtung in Tokmak.

-erneute Drohnenangriffe per Wasser und Luft auf Krim/Sebastopol

-Sprengstoffanschlag auf Treibstoffzug in Brjansk/Russland

 

Luftschläge-zielen Russen jetzt genauer?

Beim jüngsten Luftangriff lag die Abschussquote bei Raketen unter 80%. Die Treffer erzielten Schäden in der Energieinfrastruktur in zwei Regionen und zerstörten vermutlich das Lager eines Chemiewerkes, was Waffentreibstoffe liefert. Kievs Luftabwehr ist offenbar effektiv, in anderen Regionen ist sie es nicht. Die Abschüsse sind teilweise eingepreist. Ru täuscht die UA mit Atrappen und Drohnen an, um die Lauftabwehr zu erkunden. Ru Blogger rühmen sich präziser Einschläge wie in der Chemiefabrik und gegen ein Raktenabwehrsystem (S-300) bei Cherson. Nachdem dieses ausgeschaltet war, wurde Cherson gleich noch einmal beschossen. Das Patriotsystem, die beste vorhandene Luftabwehr-  ist geliefert, aber noch nicht im Einsatz.  

 

Bangen auf ua Seite

Auf auf ua Seite, sieht man teilweise mit Bangen auf die Offensive. Die Gegenseite hat sich vielleicht besser vorbereitet, als manche Meldungen erkennen lassen.

-Gräben, Drachenzähne- Minengürtel machen ein Vordringen der UA v.a. in Richtung Süden/Krim schwierig. Sie sind nicht unüberwindbar, aber verlangsamen und erhöhen allein dadurch die Verluste

-die RA hat Jamer-Ketten erreichtet, um die ua Aufklärungs- und Kamikazedrohnen zu desorientieren, angeblich ziemlich erfolgreich

 

Prigoschin- der Zocker

Sicher, P. hat auch realistische Momente, aber man darf nicht vergessen, als der Mann in den 1990ern aus dem Knast kam, begann er seine Karriere in Leningrad im Glücksspiel: Der Mann ist ein Zocker, der sich auf Buffen versteht, bevor er die Karten offenlegt. Wagner ist die „stärkste Armee der Welt“, das sind auch kraftmeierische Sprüche, um überhaupt Söldner rekrutieren zu können. Alle Angaben, dass er 10 Container Munition pro Tag benötige, allenfalls ein Drittel bekäme, Opfer von Verrat bei der Armee sei, sind also nicht unbedingt auf die Goldwage zu legen. Bei allen verständlichen Versuchen der Armeeführung  P. nicht zu groß werden zu lassen, halte ich es immer noch für wahrscheinlich, dass die RA insgesamt Munitionsmangel hat bzw. Munition für die Offensive hortet und P´s Probleme allgemeine sind.

 

P´s Spekulationen über die Probleme Russlands bei einer ua Offensive können auch einev Präventivlegende sein. Der Armeeführung, die nicht genügend Waffen lieferte, wird vorsorglich der Schwarze Peter zugeschoben und damit von der politischen Führung Russlands weggenommen. Dies unterscheided P. stark von Ultranationalisten wie Girkin, die schon jetzt Putin als Schuldigen identifizieren. (Offenbar mit ausreichend Deckung, um das fast täglich zu posten)

 

Bakmut schwer in Bedrängnis- dennoch Spott für Wagner-Truppen

UA Aussage, wonach die Lage in B schwierig aber beherrschbar sei und die RA es nicht geschafft habe, die Ua abzuschneiden, mutet ein wenig wie das Pfeifen im Walde an. Sicher gibt es noch Zufahrtswege, aber nur unter Beschuss. Sicher hat die UA ihr Potential dort verstärkt. Es kann sogar sein, dass es (kleine) Gegenoffensiven gibt. Aber die Wagner-Leute drängen in der Stadt weiter vor, sind jetzt offenbar westlich der Tschaikowski-Schnellstraße. Angeblich versuchen die UA dort die letzten Hochhäuser zu sprengen, da die Hochhäuser im Straßenkampf einen wichtigten Vorteil gegenüber der Gegenseite bieten. Diese Hochhäuser liegen fast am westlichen (!) Stadtrand, so dass da nicht mehr viel bleibt. Immerhin werden Ra Kräfte dort gebunden, die Verluste von Wagner sind hoch und die RA kommt insgesamt sehr langsam voran. Ru Blogger spotten vereinzelt darüber, dass es über hundert Jahre dauern würde, wenn man auch diese Weise Kiew erreichen wolle.

 

Sanktionen:

 

Frankreich eiert bei Atom. Frankreich beteiligt sich weiter am Bau einer ungarischen Atomanlage, an der auch russische Firmen beteiligt sind. Frankreich ist auf Grund seines hohen Atomenergieanteils abhängig von Uranlieferungen, wohl auch aus Russland, wenn man ru Quellen Glauben schenken kann.

 

Großkonzerne wie Hundai und Daimler verkaufen ihre Fabriken in Russland. Derartige Verkäufe sind ambivalent. Bei einfacher Technologie (McDonald) können die neuen Eigentümer das Gewerbe einfach weiterführen, bei komplizierter dürfte es defizite bei Kapital und Know-how geben. Aber langfristig könnten diese Verkäufe sogar die Autonomie Russlands stärken. Bei manchen Verkäufen stellt sich die Frage, ob es nicht Strohmannkonstruktionen sind, in die die urspünglichen Inhaber eines Tages wieder einsteigen könnten.

 

Kriegsverbrechen

 

-Irrte Amnesty International? Ein Bericht von AI im letzten Jahr, der beiden Kriegsparteien Kriegsverbrechen vorwarf, steht erneut in der Kritik. Eine Evaluierung ( es ist möglicherweise die, die AI extern selbst aufgab) soll laut NYT erhebliche Schwächen bei der Beweisführung bei ua Kriegsverbrechen kritisieren.

 

-UA will Kriegsverbrechen international verfolgen. Die UA will zahlreiche Beweise für Kriegsverbrechen der RA, u.a. die Tötung von Gefangenen dokumentiert haben. Die ua Geheimdienstchef kündigte etwas nebulös an, dass diese Kriegsverbrecher auf der ganze Welt verfolgt werden würden.

 

-Putin in Südafrika unerwünscht? Südafrika will Putin davon abhalten, zu dem Brics-Treffen nach Sa zu kommen. Grund ist der internationale Haftbefehl. Südafrikas, dass seine neue politische Form auch der Menschenrechtsbewegung verdankt, will die internationale Strafgerichtsbarkeit nicht konterkarieren.

Russland ist verwundbar. Ukraine-Monitoring  vom  27.-29.4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Raketenangriff. Kriegsverbrechen aus Versehen.

 

Bakmut hält-kaum noch

 

Trotz Luftangriff. Ukraine exportiert wieder Strom.

 

Vergewaltigungen in Mariupol

 

Putin hat Angst und verschärft Gesetze

 

Besatzer in Panik?

 

Luftangriffe bleiben Gefahr

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

 

 

 

 

Russland ist verwundbar

Ein Großbrand in einem Öllager in Sebastopol/Krim auf ca. 1000m2 zeigt wieder einmal Russland ist verwundbar. Ursache vermutlich eine ua Drohne. Derartige Angriffe auch auf russisches Kernland, dürften Bestandteil der Offensive werden.

 

Kriegsverbrechen „aus Versehen“

Russische Blogger räumen ein, dass der Angriff auf ein Hochhaus in Uman, bei dem mindestens 23 Personen auch Kinder starben, eine „Versehen“ war. Derartige Versehen wird es künftig wohl öfter geben, da die neue Luftstrategie der RA wohl v.a. darauf abzielt, die Logistik der UA im Hinterland zu treffen.

 

Der jüngste Luftangriff zeigt:

 

Die Angriffsstrategie hat sich geändert, die Angriffs Rhythmen sind deutlich länger, die Zahl der Raketen deutlich geringer (1/4 der Großangriffe). Aber die RA ist nach wie vor gut in der Lage dies zu tun. Möglicherweise hortet sie auch Raketen für die Offensivauseinandersetzungen.

 

Die Ua hat  21 von 23 Raketen abgefangen, d.h. über 90%. Bei Drohnen ist die Abschussrate zudem unklarer. Zudem hat die RA mit Luftbomben eine kostengünstige und bisher nicht abwehrbare Alternative zu Raketenangriffen in Grenz und Frontnähe gefunden.

 

Ukraine wieder Stromexporteur, trotz Raketenangriffen.

Bis auf Probleme in der Ostukraine mussten die Energieversorger, diesmal keine Stromsperren mehr durchführen.  Die Lage ist zwar angespannt, weil die UA Energieinfrastruktur nach wie vor stark beschädigt ist. Dennoch ist die UA wieder in der Lage Energie in die Nachbarstaaten Polen und Moldawien zu exportieren, was auf Grund der Luftangriffe Ende 2022 unterbunden worden war. Es wird aber auch Strom aus der Slowakei importiert, offenbar um Schäden im Nordwesten zu kompensieren. Die UA ist inzwischen Teil des EU-Stromverbundes.

 

Bakmut vor Endkampf?

Nach Wagnerangaben, die nicht ganz falsch sein dürften, hat die UA nur noch 10% der Stadt unter sich. Die Front verläuft tendenziell an der größten Tschaikowsky-Ausfallstraße, bis zur westlichen (!) Stadtgrenze ist es nur noch ca. 1 km (die Stadt ist 5-10 km breit.) Angeblich wurde das UA Ausweichquartier in Nachbarort getroffen. Die UA schickt nach wie vor Reserven, vermutlich um zu verhindern, dass die Stadt vor der Offensive fällt. Wirklich unklar, womit das enden soll.

 

Prigoshin ante portas

Angeblich kann Wagner/Prigoshin aus Munitionsmangel kaum noch mit Artillerie schießen, P. redet von Verrat von Bürokraten. Allerdings scheint es so, dass die russische Armee die Funktion von Luft- und Artillerieangriffen übernommen hat, und Wagner das streetfighting überlässt. Es kann auch sein, dass die RA ihre Munition generell stärker rationiert, um für den Gegenangriff gerüstet zu sein. Erkennbar ist auch, dass man Wagner keinen Triumph zubilligen will. In offiziellen ru Blogs wird Wagner gar nicht erwähnt oder runtergespielt wird. Dass die RA soweit geht P. ganz absaufen zu lassen, mag man bezweifeln. P. hatte ganz offenbar darauf gesetzt, in B. einen symbolischen Sieg zu erringen, der es womöglich auch Russland erlauben würde, gesichtswahrend den Krieg erst einmal einzufrieren. P. hat durchaus Respekt vor der Gegenwehr der UA und auch von der zu erwartenden Offensive.

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

Ätzt immer wieder gegen die reichen Russen, nicht zuletzt um seine prolligen Söldner mit diesem nationalrevolutionären Gebräu zu motivieren. Dabei ist der Kritiker der Elche, wie sich in einer jüngeren Finanzaufstellung von Wagner zeigt, einer der größten Kriegsgewinnler.

 

 

Zornige Patrioten drehen auf

Mit einer Kundgebung wollen die zP für ihre Sache werben. Das sind v.a. radikale Kreise aus dem Donbaskrieg von 2014, wie Pavel Yuryevich Gubarev, der sich damals zum Volksgouverneur des Donbas erklärte oder Igor Girkin, der als GRU Mann damals die Donbasaktionen steuerte. Sie repräsentieren eher die Freiwilligen aus dem Donbas und plädieren für eine Massenmobilierung in Ru und eine Intensivierung der Kriegsmaßnahmen. Offenbar wegen ihrer radikalen und teilweise irrationalen Verhaltensweisen,  wurden sie von der offiziellen Seite ausgesteuert und versuchen jetzt durch Öffentlichkeitsarbeit Einfluss zu gewinnen. Möglicherweise auch in Hinblick auf die Wahlen im September.

 

Getreidekrise-Brüssel zahlt.

Ist offenbar (vorerst beigelegt). Verschiedene landwirtschaftliche Produkte sollen die Anrainerstaaten nur im Transit passieren, außerdem zahlt Brüssel Ausgleichsleistungen. Generell bleibt es für Importzollfreiheit für die UA während des Krieges. Dennoch dürfte es keine Ruhe an der Getreidefront geben. In Polen ist es Wahlkampfthema, Missbrauch ist nicht auszuschließen, eher wahrscheinlich. Die UA ist unzufrieden mit den Restriktionen.

Darüber schwelt der Konflikt mit Russland über den Wasserweg. Russland will mehr Düngemittel, auch über eine Pipeline via Odessa exportieren. Es wirft der Ua vor vom Getreidehafen Odessa Drohnen Richtung Krim zu schicken. Vermutlich kommen diese aber eher aus der Ecke Cherson, was näher ist und wo auch die Marine-Spezialeinheiten ihren Sitz haben.

 

Bewaffnung

Der Ua schreitet voran. Angeblich ist schon ein großer Teil von 230 Panzern und zusätzlichen Panzerfahrzeugen auf dem Weg oder in der UA. Die UA hatte einmal 300 für die Offensive gefordert. Probleme gibt es nach wie vor bei der Munition, auch wegen Querelen in der EU. Die Briten haben urangehärtete Munition geschickt, der Gesundheitsgefährlichkeit umstritten ist. Die UA fordert nach wie vor F16 Flugzeuge. Nach ru Angaben sollen die gelieferten russischen Flugzeuge, teilweise veraltet und nur als Ersatzteillager brauchbar sein.

 

Panik durch Attentate

Anschläge auf „Kollaborateure“, wie zuletzt einen Polizeiführer in Melitopel führen laut ua Angaben zu Panikreaktionen bei den zivilen Besatzern und ihren Helfern. Sie planen Fluchtwege, beschlagnehmen Boote zur Evakuierung oder fliehen gleich auf die Krim. Ob psychologische Kriegsführung oder Wahrheit- vermutlich beides.

 

Vergewaltiger in Mariupol

Im besetzten Mariupol soll die Zahl der Vergewaltigungen oft über Datingportale eingetaktet, deutlich zugenommen haben. Der ua Widerstand veröffentlicht jetzt im Netzt auch Steckbriefe von mutmaßlichen Vergewaltigern wie kontinuierlich Steckbriefe von Kollaborateuren veröffentlicht werden.

 

UA Mobilisierung

Soll effektiviert werden, u.a. durch stärkere Datenbankversetzung. Manchmal verhalten sich Russen und Ukrainer geradezu spiegelbildlich, da sie beide nach wie vor ähnliche Grundstrukturen haben. Selenski soll zu dem vorgeschlagen haben, (bürokratische) Rekrutierungsoffiziere an die Front zu versetzen und durch invalidisierte Fronsoldaten, die die Erfordernisse besser kennen, zu ersetzen. Dies könnte eine Reaktion auf Kritiken von NGOs und Soldatenanverwandten sein, dass es Defizite bei der ua Mobilisierung gibt.

 

 

Putin hat Angst vor Widerspruch und militantem Widerstand-Gesetzesverschärfung

 

Putin schreibt Dekret, was die Verschleppung von Ukrainern in den besetzten Gebieten, die nicht kooperieren und keine ru Pässe annehmen wollen, erlaubt. Dies entspricht dem Entnazifizierungskonzept Putins, was vor einem Jahr publiziert wurde. Durch ein System abgestufter Maßnahmen, von Repression, Verschleppung, Erziehung, Anreizen sollen die besetzten Gebiete prorussisch umgemodelt werden. Der parlamentarische Ausschuss des Europarates hat insbesondere die Entführung von Kindern als Genocid, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft und sich zum Haftbefehl gegen Putin bekannt. Europol soll bei der Aufklärung von Straftaten zuarbeiten.

 

Die Strafen für Hochverrat und Terror in Ru werden deutlich angehoben, von 25 auf lebenslang bzw. von 10 auf 15 Jahre.

 

Geradezu grotesk wird ein Gesetz, das die „Beihilfe für die Umsetzung von Entscheidungen internationaler Organisationen, an denen Russland nicht beteiligt ist, oder ausländischer Staatsorgane“ unter Strafe stellt. Strafe 11.000 Euro bis zu 5 Jahren). Das dürfte Willkür Tür und Tor eröffnen.

 

Die jüngsten Gesetze, die die Beleidigung der Armee und ihrer Soldaten unter Strafe stellt, führen selbst in Soldateskakreisen zu Kritik. Teilweise werden Personen wegen Nichtigkeiten belagt, teilweise trifft es sogar im Krieg aktive, die Missstände anprangern.

Fraktionierung der russischen Soldateska. Ukraine-Monitoring  vom 19.-23-4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Protest ukrainischer Frauen gegen schlechte Versorgung der Armee

Angriffe auf AKW Zap

Ua Aufmarsch durch Wetter gehemmt

Prigoschins Sehsucht nach Afrika

Zornige Patrioten klagen an

 

Bakmut-Kessel mit einige Löchern

Die russische Schlinge wird immer enger. Es ist mehr eine Frage der Definition, ob B. eingekesselt ist.

Die Wagner-Gruppe hat den Bahnhof erobert und kämpft sich teilweise westlich der Bahnlinie voran. Ca. 4/5 der Stadt sind erobert. Die u.a. Nachschubwege sind unter ru Beschuss. Ein Satelitenbild (demnächst bei mir in Facebook) zeigt eine Kraterlandschaft rund um die Straße im Nordwesten, auch die im Süden ist gefährdet. Die Ersatzfeldwege sind wegen neuer Regenfälle die nächsten 10 Tage kaum passierbar. Die Ua scheint zwar massiv Verstärkungskräfte herauszuziehen. Wegen der Untersützung von Wagner  durch die RA scheinen diese aber kaum an die Kampflinie zu kommen. Die wahre Wahrheit über B werden wir wohl, wie die über Mariupol und Cherson, erst nach dem Krieg erfahren.

Offensive fällt (noch) ins Wasser

Aus der fast kompletten ua Nachrichtensperre zu schließen, könnte die Offensive kurz bevorstehen. Allerdings das Wetter spielt nicht mit. Es braucht mindestens 1 Woche bis 10 Tage bis die Böden nach neuen Regenfällen wieder trocken sind. Allerdings es gibt weiter vorbereitenden Handlungen (nach ru Quellen)

-UA beschießt mit Raketen ru Nachschubwege in Ketsch und auf der Krim, angeblich alle abgefangen

-UA hat Brückenköpfe auf der östlichen Flusseite nördlich von Cherson und auf den Dnejpr-Delta-Inseln etabliert

-UA zieht Truppen, angeblich 10.000 Personen im mittleren Frontabschnitt von Zap und an anderen Stellen zusammen

 

Protest

Ungewöhnlicher Protest fand in Kryvyi Rih statt, wo sich Angehörige von Soldaten  versammelten.  Sie kritisierten, die schlechte medizinische Versorgung und sonstige mit N achrung, Waffen, Ausrüstung und mangelnde Informationen über Vermisste und Tote.

Sie hatten für militärische Aurüstungsgegenstände gesammelt und diese den Behörden übergeben. Die örtliche Militärverwaltung verweigerte das Gespräch.

AKW Zap

Angeblich zieht die UA auch in Nikopol auf der anderen Seite des Dnjepr gegenüber von Energodar/Zap Truppen zusammen. Das AKW wird angeblich mit Drohnen erkundet. Die IAEA berichtet von kriegsvorbereitenden Handlungen und Granaten Detonationen und Einschläge in der Nähe („Grossi: „detonations, at times suggesting intense shelling not far from the site“).

Die RA hatte in der vergangenen Zeit Truppen nach Energodar verlegt, die UA seite hat mehrfach angedeutet, dass sie das AKW militärisch erobern könnte. (was ich für keine gute Idee halte). Wie H-und-G.info mehrfach berichtet hat, beschränken sich die ua Handlungen schon länger keineswegs auf Defensivhandlungen. Das größte europäische AKW ist seit Monaten besetzt, die ru Besatzer schickanieren die Mitarbeiter und versuchen das AKW zu russifizieren und an die Krim anzuschließen. Außerdem beschießen sie die Seite von Nikopol seit einem halben Jahr. Es gibt also „gute“ Gründe das AKW zurückzuholen. Offenbar verlassen sich die Ua auf ihre Ortskenntnisse und das Containment des AKW. Allerdings gibt es auch große Fläche mit Nuklearmaterial, wie Abklingbecken, die kaum gegen Kriegseinwirkungen geschützt sind. Ohnehin bleibt die wachsende Gefahr, auch menschlichen Fehlverhaltens, falls es zum Kampfhandlungen um das AKW kommt.

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete): Mangel, Willkür und Repression

Ein Konferenz mit dem (richtigen oder falschen) Putin zeigte, dass es große Probleme in den besetzten Gebieten gibt. Einkommen sind zu niedrig, Kosten zu hoch. Die Grenze zu Russland ist keineswegs aufgehoben, sondern besteht aus Sicherheitsgründen weiter, mit Staus und massiven Verzögerungen beim Grenzübertritt. Putin befahl Abhilfe, was nicht heißt, dass das etwas bewirkt.

Weiterhin werden Einwohner mit Schikanen überzogen, um russische Pässe anzunehmen. Wohnungen von Personen, die nicht da sind oder kein Papiere verfügen werden eingezogen. Die Kontrollen v.a. in der Region des AKW Zap werden immer schärfer.

Aus Zap sind 9 Personen im Untersuchungsgefängnis Leforto in Moskau, gegen Gefangen finden Verfahren wegen Terrorismus vor dem Militärgericht in Rostow statt. Andere Gefangene werden sowohl in Melitopol-Folterzentren als auch auf der Krim und in Wladikawkas festgehalten. Insgesamte wurden mehr als 1.000 Zivilisten aus Melitopol in Folterkeller gebracht, einige seit über einem Jahr gefangen gehalten.

Gefährdet sind nach wie vor Kinder Schulkinder werden nach Russland gebracht unter dem Vorwand von Ferien und Aufenthalt in Lagern auf der Krim oder in der Region Krasnodar. In Schulen in den besetzten Gebieten werden sie gezwungen sich Jugendorganisationen anzuschließen. Sie werden indokriniert und müssen paramilitärische Übungen machen.

Seit Monanten bereiten sich die ehemaligen ua Verwaltungen der besetzten Gebiete darauf vor, sie wieder zu übernehmen, und mit Hilfe, auch europäischer Partnerstädte wieder aufzubauen.

Sanktionen. Sind Löcher zu stopfen?

Westlichen Staaten und die ua diskutieren Möglichkeiten die Löcher zu stopfen, bei bestimmten Produkten und Dienstleitungen (Atom), Transit durch Ru, Ru Partnerländern, etc. . Insgesamt scheint es Ru relativ gut gelungen zu sein, die Sanktionen zu unterlaufen. Es ist eben ein Staat mit einer riesigen Grenze und nicht mit Nordkorea oder dem Iran vergleichbar.

Getreide-Komprimiss gesucht.

Rumänien will sich nicht dem Einfuhrstopp von Agrarprodukten anschließen, obwohl es genau so wie die anderen Anrainer darunter leidet. Ein Grund dürfte im einlenken von EU und der Ua zu suchen sein,  Rumänien profitiert aber auch als Umschlagplatz (Donau) vom europäischen Handel.

 

Menschenrechte

Seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands hat die Ukraine 2.235 Menschen aus der Gefangenschaft in der Russischen Föderation zurückgebracht, von denen 20 % als vermisst galten.

 

Fraktionierung in Russland: Zornige Patrioten

Eine Gruppe um den ehemaligen GRU –Mann und Donbas-Korodinator von 2014 hat sich vor einge Wochen gebildet und nennt sich „ Zornige Patrioten“ Girgin wurde nach kurzem Einsatz diesmal offenbar ausgesteuert. Aber trotz heftiger Kritik an Putin hat er erst kürzlich unbeschadet eine angekündigte Versammlung in der Nähe von Moskau durchgeführt, was auf Patronage schließen läßt. Wie groß der Einfluss jenseits seines Blogs wirklich ist, ist schwer einzuschätzen. Girkin gehört zu den Ultras und prangerte die letzten Tage diverse Defizites des Krieges an. Er schießt auch gegen Wagner/Prigoschin, dem er Defaitismus vorwirft, weil dieser ein Einfrieren des Konfliktes für möglich hält.

Wagner: Sehnsucht nach Afrika

Prigoschin soll angeblich beim Putsch im Sudan mitmischen, das Land ist atraktiv wegen dem Zugang zum Meer und Bodenschätzen. In der vergangenen Zeit hat P mehrfach durchblicken lassen, dass er lieber weiter in Afrika russische/eigene Interessen verfolgen würde, als in der UA. Das ISW macht daraus eine neue Netflix-Story. Die Armee habe sich mit P. verbündet, um Putin für einen Waffenstillstand zu gewinnen. Nun ja, Belege gibt es dafür nicht. Plausibler ist es, dass der Geschäftsmann P. klar sieht, dass der Einsatz in A. im Verhältnis zu den Verlusten/Risiken in Afrika höher ist als in der UA, wo er permanent mir hohen Verlusten zu rechnen hat.

Mit dem ru Militär scheint es einfach einen pragmatischen Kompromiss gegeben zu haben. P. hat so große Verluste, dass er knapp davor war Niederlagen zu riskieren. Die RA kann das nicht wünschen und unterstützt deswegen P., womit sie auch ihre eigene Funktion aufwerten kann.

P  und G. gemeinsam ist die Abneigung gegenüber sog. „liberalen“ Kreisen, denen unterstellt wird zu kompromissbereit und im Interesse des eigenen Verdienstes nicht genügend patriotisch zu sein. Interessant in dem Zusammenhang auch die Diskussion um den Sohn des Regierungssprechers Peskow. Dieser war vor Monaten als Moskauer Partydandy durch die sozialmedia gezogen worden. Nun soll er bei P. für einige Wochen in der Artilleri gedient haben. Nach einer Meinungsumfrage auf den Wagnerkanälen glauben das die meisten aber nicht. P. und G. spielen beide etwas mit der Elitenabneigung in Teilen der ru Gesellschaft.

Aufmarsch zur Offensive beginnt. Ukraine-Monitoring  vom 14.-18.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

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Fraktionierung der Russen

Prigoshin -Text im Original

Getreideschwachstelle

Rückfall in den Stalinismus: Kara Mursa Urteil

Kriegsverbrechen als Strategie

 

 

Kommentar vor der Offensive: Der Westen muss aufs Ganze gehen.( Heusgen)

 

 

Strafe für Kara Mursa-eine Selbstdisqualifizierung für Russland

 

25 Jahre Haft- das ist das Äquivalent für die Todesstrafe

25 Jahre für Kara Mursa ist mehr als ein Skandal, es ist der Rückfall in stalinistische Strafpraktiken. In den Jahren Ende der 1940er als in der SU die Todesstrafe für einige Jahre ausgesetzt war, waren 25 Jahre Lagerhaft die Ersatzstrafe. Und was hat Kara Mursa getan, dass das gerechtfertigt sein soll?

 

 

Aufmarsch hat begonnen

Truppenverschiebungen auf ua Seite lassen erkennen, dass der Aufmarsch begonnen hat. Noch aber ist nicht genau erkennbar, was genau stattfinden wird. Laut Prigoschon hat die Ua in den letzten Monaten 200.000 Soldaten in Bereitschaft gestellt. Es wird damit gerechnet, dass die Ua breitflächig angreift, um die Ra zu binden und zu schwächen und gleichzeitig ihre Logistik auszuhöhlen. Ru Bloggs gehen da bei von zahlreichen Täuschungsmanövern aus. Die Ua soll z.B. mit Handies und Wärmequellen und Transportbewegungen Truppenkonzentrationen vortäuschen, die es gar nicht gibt, um die eigentlichen Angriffsziele so lange wie möglich geheimzuhalten. Beobachtet wird eine Konzentration an Artillerie entlang des Dnjepr, die dazu dienen könnte ru Truppen im besetzten Cherson zu binden und an einigen Stellen überzusetzen. Gleichzeitig interpretieren ru Quellen die Übergriffe auf den Süden Russlands und entlang der Demarkationslinie von Charkiw als Versuch, Ru psychologisch durch Angriffe auf das eigene Territorium zu verunsichern und evtl. einen neuen Vorstoß in Kupjansk zu unternehmen, wo die Ua schon im letzten Sommer erfolgreich war.

 

Bakmut

Trotz Verstärkung durch russische Fallschirmspringereinheiten, kommt die Wagner-Truppe nur langsam voran. Auch die UA hat ihre Kräfte verstärkt. Ob der Stadtbahnhof erobert ist, ist umstritten. Russische Meldungen, wonach die UA umzingelt sei, waren verfrüht. Offenbar sind Wagner und die RA in einem gewissen publizistischen Überbietungswettbewerb und schmälern die Erfolge der anderen.

Interessant die These Prigoshins, dass B. so viele ua Kräfte binde, dass die Großoffensive immer wieder verschoben werde. M.E. ist das übertrieben. Vermutlich ist das Wetter und die Rüstungslieferung für die Terminierung wichtiger.

 

Prigoschin und die Fraktionierung der Russen

Zurecht hat das ISW darauf hingewiesen, dass Ps Äußerungen vorsichtiger interpretiert werden sollten, als es bisher getan wurde. H-und-G.info druckt daher die ganze Rede auf ru und deutsch ab.

M.E. interessant ist die Analyse. P. grenzt sich von zwei Positionen ab. Den quasi liberalen Reichen und Bürokraten, die Verhandlungen (meint er damit Lawrows Bemühungen eine Friedensfront zu schmieden? Oder Oligarchen)und vielleicht sogar einen Systemchange wollen und denen, die mit dem Kopf durch die Wand wollen. (Das dürfte in etwa Igor Girkins Gruppe der „zornigen Patrioten“ entsprechen). Dass P. wirklich flammend für ein Kriegsende wirbt, sehe ich so nicht, dazu ist er viel zu vorsichtig und gewieft. Er siedelt sich aber zwischen beiden Extremen als Realist an. Er sieht die Möglichkeit, dass die UA Erfolge bei der Großoffensive haben könnte und wirft die Frage auf, ob das Erreichte nicht als Erfolg zu verkaufen wäre- vorübergehend (!). s.Anlage

 

Sanktionen

Die Ängste der Bauern in den westlichen Anrainerstaaten der UA sind verständlich. Bei dem Bemühen, die Welt nicht vom ua Agrarprodukten abzuschneiden, wurden ihre Länder von diesen überschwemmt und das indirekt subventioniert. Das war ein Manko der bisherigen Bemühungen, dass Polen und Ungarn an der EU vorbei eine eigene Handelspolitik machen, steht auf einem anderen Blatt und dürfte auch Vorwahlkampfgetöse sein.

 

Ru verhandelt mir Indien über ein Freihandelsabkommen.

 

Übrigens hier in Istambul, kann man an jeder Ecke Rubel tauschen. Soviel zum Thema Sanktionen.

 

Kriegsverbrechen

 

Angeblich hat Prigoschin in Soldedar den Befehl gegeben, keine Gefangenen zu machen und auch auf Zivilisten keine Rücksicht zu nehmen, es seien darauf hin Massaker an Zivilpersonen und POWs geschehen. Berichten zwei Wagner-Überläufer. Ru Blogger protestieren und halten das für Propaganda. P. hat sich nur schwach von einem Enthauptungsvideo distanziert. Auch hier sollen angeblich Wagner-Leute beteiligt gewesen sein. Nach ua Angaben soll es

Beweise für dutzende Enthauptungen und Verstümmelungen geben. Die Ua Staatsanwaltschaft ermittelt in fast 80000 Fällen wegen Kriegsverbrechen (dazu zählen u.a. aber auch Luftangriffe mit Auswirkungen auf Zivilbevölkerung), die Bundesstaatsanwaltschaft unterstützt in gut 300 Fällen die internationale Strafgerichtsbarkeit.

 

Anhang

Только честный бой: никакого договорняка

April 14, 2023

 

ЧВК «Вагнер» продолжает перемалывать украинскую армию на Бахмуте. Зеленский посылает в эту мясорубку все новые и новые части, в губительную воронку, которая засасывает лучшие подразделения ВСУ и наемников. Почему Зеленский так уперся на Бахмуте? Почему начиная с 20   декабря, когда я ему бросил комический вызов от артиллерийских орудий ЧВК «Вагнер», Зеленский повелся как мальчик и уперся в Бахмут? И наш с ним интимный диалог продолжается уже четыре месяца. Мы оба получаем удовольствие, но оргазм так и не наступил.

В чем секрет Бахмутской мясорубки?

Стратегическая роль Бахмута не так и велика. За Бахмутом следуют Северск, Славянск, Краматорск, Константиновка, Дружковка и Часов Яр: населенные пункты, входящие в так называемое «донбасское кольцо» и образующие из себя укрепрайон. С одной стороны, Бахмут – часть этого укрепрайона, с другой стороны, само взятие Бахмута не обеспечит скоротечную победу над Украиной, дорогу к Днепру или даже захват Донбасса.

Высшее руководство Украины бесконечно спорит о необходимости удержания Бахмута. Этот город пытаются раскачать как сакральный символ. Утром раскачивают сакральность, вечером принимают решение об отступлении, а на следующее утро вновь вбрасывают тысячи солдат, и так до бесконечности.

Украинская армия собрала достаточное количество сил. Около 200 тысяч уже достаточно подготовленных бойцов, прошедших двух-трехмесячную подготовку и слаживание, готовы к выполнению боевых задач. Количество вооружения и боеприпасов вполне достаточно для того, чтобы эти 200 тысяч пошли в наступление по различным направлениям.

Готовые к контрнаступлению войска находятся в районах сосредоточения - им всего хватает. В тех танковых клиньях, которые они десятками ежедневно пытаются забивать в оборону ЧВК «Вагнер», ВСУ теряют от 30 до 50 единиц техники ежедневно, и проблем с ней не испытывают. А по людям у них, как говорят на фронте, безлимит.

Однако анонсированное, сначала на 20 декабря, затем на 1 января, после этого на конец января, затем на 24 февраля, далее на 3-5 апреля, а теперь на 15 апреля – наступление каждый раз откладывается. Армия Украины находится в районах сосредоточения, бьют копытом и готовятся двигаться вперед. Но, как говорят, «ишак, простоявший в тени, на солнце работать не будет». Если ВСУ не пойдут в наступление в ближайшее время, то они начнут постепенно терять свой боевой потенциал. Война зайдет в тупик, и те территории, которые сегодня находятся под контролем Российской Федерации, на годы могут остаться в распоряжении РФ.

Политические аспекты Бахмута

Политически Бахмут мало интересен Киевскому режиму, это скорее дестабилизирующий фактор, чем фактор удержания своих позиций. Каждый крик на Бахмуте, каждый пленный солдат, каждая сотня убитых тяжело ударяет по Зеленскому и руководству ВСУ значительно тяжелее, чем плюсы, которые они получают от того, что удерживают остатки этого города.

При этом длительная битва за Бахмут крайне выгодна российским войскам, ведь большой кусок территории Украины они уже отжали в 2022 году. Если спецоперация останется в этих границах, плюс-минус пару десятков километров, то это решит многие задачи СВО. Бахмут дает возможность российской армии накопить силы, занять выгодные рубежи обороны, разобраться с внутренними проблемами, подготовить мобилизованных и во всеоружии встретить любое количество контрнаступающих всушников.

Для нас крайне выгоден Бахмут, мы перемалываем там украинскую армию и сдерживаем их маневры.

Любой командир среднего звена знает, что если ты создал напряжение противнику в каком-то месте и имеешь достаточное количество резервов, то необходимо сделать маневр и ударить рядом - туда, где противник не готов и туда, где порвется. Самым логичным шагом ВСУ был бы отскок от Бахмута и резкие фланговые удары для попытки прорыва нашей обороны. Однако с Часова Яра каждый день идут и идут колонны техники, и каждый день, не доехав до передовой, бойцы ВСУ сотнями погибают, усеивая «дорогу смерти» и окрестные поля тысячами трупов и сотнями сгоревших бронеавтомобилей, идя на закланье.

Драматическая пауза

Как известно, военной операцией со стороны Украины тактически рулят украинские военные, а стратегически - так называемая западная коалиция под управлением Англии и США. В начале апреля произошел слив документов из Пентагона. Документы сами по себе не представляют никакой стратегической опасности. В них собрано всё подряд с миру по нитке - большая часть из открытых источников. Однако слив был широко распиарен и сразу же вслед за ним начались активные заявления приближенных к Пентагону источников о необходимости притормозить анонсированное на 15 апреля наступление до летнего периода. Почему готовая к наступлению армия вновь задержана на своих рубежах и почему «последнее нанайское предупреждение» 15 апреля, последний срок украинского наступления вновь перенесён на лето? Ведь куда более болезненно для России было бы начало наступления Украины с неминуемыми репутационными потерями перед 9 мая, в случае хоть какого-то минимального их успеха в несколько метров на номинальном направлении. И почему украинская армия опять «дает фору»? Именно западная коалиция берет «драматические паузы», именно эта группа каждый раз переносит наступление ВСУ.

Возможно, 21-летний Джек Тейшейра слил документы сдуру, возможно, его использовали «втемную», но, если бы этого слива не было, его наверняка бы придумали на следующий день. Подчеркиваю, сами по себе документы не являются стратегическими и не несут никакой угрозы ВСУ после их публикации. А значит, не могут никаким образом добавить рисков ВСУ в случае их наступления.

Существует огромное количество теорий заговоров по поводу событий 90-х годов, а затем 2014 года – Майдана на Украине и перехода Крыма под контроль РФ. Существует огромное количество различных пророчеств, рассказывающих о смыслах этих событий. Одно абсолютно очевидно - США и англосаксонская группа длительное время вынашивали план развала СССР, как основного геополитического конкурента. В конце 80-х начале 90-х им удалось обложить правящую верхушку СССР огромным количеством агентов влияния, придать новые смыслы, изменившие идеологию существования этой правящей верхушки, подсадить население на потребительскую иглу и развалить СССР. Развал СССР был самым болезненным, самым тяжелым развалом империй за последние сотни лет, однако не привел к полному уничтожению России и делению ее на мелкие княжества. В недрах американских спецслужб давно вызрел план выполнения следующего шага по полному развалу России, который полностью отвечает сегодняшней доктрине США.

Дробление африканских государств, развалы бывших стран Варшавского договора. Чем меньше страна – тем легче ею управлять, чем она более финансово зависима – тем она более послушна.

Основа современной политики США — финансовый неоколониализм. Это когда даже самые богатые недрами страны не перерабатывают богатства своих недр, а полностью встраиваются в производственные и финансовые потоки, предложенные "западными партнерами" – становясь американскими сателлитами, субподрядчиками и марионетками. Поэтому окончательная задача США в украинском противостоянии — запустить в России мощные центробежные импульсы, ослабить власть и национальное самосознание в обществе и заставить развернуться лицом к Западу — так, как это было в начале 1990-х. При этом, безусловно, для осуществления контроля над политической ситуацией в стране, первоочередно получить контроль над финансовыми инструментами внутри системы, над производственными мощностями и над недрами.

Сегодня, когда началась спецоперация, и РФ не смогла добиться тех результатов, которые ожидало общество, у США появилась возможность вернуться к своему первоначальному плану. Первоначальный план, еще раз повторюсь, был таков: развалить Советский Союз, после чего пройтись по периметру страны и отвернуть от России ее бывших союзников. За 30 лет со многими бывшими республиками это почти удалось. Мы потеряли сначала полный контроль, а затем и добрососедские отношения.

«Глубинное государство»

Развал России военным путем произойти не может. Леса, болота, огромные территории, климатическая специфика надежно защищают территорию страны, делая из нее огромный укрепрайон. Всегда в истории враг, дошедший до Москвы, в результате позорно бежал, превращая «дорогу победы» в «дорогу смерти» на обратном пути.

Почему англосаксы сдерживают Зеленского, устраивая внутренние конфликты и затормаживая наступление? Как раз для того, чтобы сорвать главный куш – развал России на множество княжеств. США не нужна быстрая война. Им нужна война, которая приведет к переубеждению «глубинного государства» и его победе.

«Глубинное государство» — это сообщество окологосударственных элит, действующих независимо от политического руководства государства и имеющих тесные связи и собственную повестку. Эти элиты работают на разных хозяев: часть — на существующую власть, часть — на тех, кто уже давно находится в бегах, но, благодаря своим связям, после бегства старшего они остаются на своих местах. Типичный пример "глубинного государства" — это опплевки Ходорковского, Дворковича и так далее. Бежавший за границу Дворкович, которого я много раз упоминал, оставил за собой целый хвост подонков, которые были под ним и над ним, и которые являются элементами этого "глубинного государства". «Глубинное государство» бесконечно сливает информацию и готово встать на сторону любого союзника или врага ради собственных интересов. К глубинному государству легко найти подход, потому что это губка внутри страны, которая, с одной стороны, красная, с другой — черная, с третьей — белая, а с четвертой — зеленая. И с каждой стороны, имея связь с частью "глубинного государства", можно попасть в ее центр. Российское глубинное государство сегодня переживает серьезный кризис.

Многие из тех, кто еще вчера поддерживал спецоперацию, сегодня находятся в сомнениях, либо категорически против того, что происходит. Представителям глубинного государства хочется срочно вернуться к своей обычной жизни, старым привычкам и комфорту. «Глубинное государство» хитро и изворотливо, разговор Иосифа Пригожина яркий тому пример. Они готовы мимикрировать под кого угодно. Это наш внутренний, ласковый, хитрый, кровожадный хамелеон.

На совещаниях они молчат, высказывают свои сомнения. А при принятии решений по бюрократическим процедурам тормозят те или иные действия, направленные на победу в этой войне. Так как бюрократия в России сегодня находится на запредельном уровне, то в рамках "законной бюрократии" можно уничтожать любые решения высшего руководства, направленные на победу. Это и есть внутренние враги. В теории Александра Дмитриевича Беглова это называется "бюрократическое сито" - сито, в которое можно попасть, но невозможно оттуда выбраться.

Суперигра

Для власти и для общества в целом сегодня необходимо поставить какую-то жирную точку в СВО. Идеальный вариант – это объявить об окончании СВО, сообщить всем о том, что Россия достигла тех результатов, которые планировала, и в каком-то смысле мы действительно их достигли. Мы перемололи огромное количество бойцов ВСУ и можем сами перед собой отчитаться о том, что задачи СВО выполнены.

Теоретически Россия эту жирную точку уже получила путем уничтожения большой части активного мужского населения Украины, путем запугивания другой ее части, которая убежала в Европу. Россия отрезала Азовское и большой кусок Черного моря, захватила жирный кусок территории Украины и создала сухопутный коридор в Крым. Теперь остается только одно: намертво закрепиться, закогтиться на тех территориях, которые уже есть. Но есть лукавство – если раньше Украина была частью бывшей России, то теперь это абсолютно национально-ориентированное государство.

Если до 24 февраля 2022 года Евросоюз жадничал дать Украине десяток миллионов долларов, то теперь на войну им сбагривают десятки миллиардов. Безусловно, часть этих средств радует карманы правящей верхушки Украины, которой конфликт выгоден. Многие из тех, кто еще вчера был забыт, сегодня получили новый шанс для самореализации и обогащения.

Украине нужна победа, США нужен процесс

Хоть украинское руководство и обогащается, но в связи с большими потерями населения на фронте и общей усталости от войны, политическому руководству необходима победа. Для России всегда остается риск того, что после начала контрнаступления ситуация на фронте может ухудшиться. Сохранение существующих границ на 24 февраля 2023 года является тем обменом, который могут предложить США российскому руководству уже сегодня, в качестве переговорной позиции. Для этого и нужна «драматическая пауза». Если власть откажется, то ВСУ пойдет в наступление. В этой ситуации могут быть различные варианты развития событий. Один из них - ВСУ упрутся в оборону РФ, понесут серьезные потери, после чего начнется колоссальное контрнаступление войск РФ до границ ДНР, или до Днепра, или вообще до Польши. Но, учитывая сегодняшнюю динамику и проблематику, такое контрнаступление, скажем мягко, не очень вероятно. Второй вариант, украинская армия предпримет контрнаступление и где-то сумеет прорвать оборону.

В этом случае в армии, которая годами себя считала одной из лучших армий мира, могут начаться сначала упаднические настроения, а затем ситуация деградирует, как это уже было после пораженческих войн начала ХХ века –Финской, Японской – и трагических событий 1917 года.

Это может привести к глобальным изменениям в российском обществе. Народ уже ищет виноватых в том, что мы не самая сильная армия в мире, а в этой ситуации будут искать «крайних». И этими «крайними» станут, безусловно, представители «глубинного государства». То есть те люди, которые на сегодняшний день, не прикладывая усилий к военной операции, находятся как можно дальше от театра военных действий, пытаются не потерять свои капиталы, жить привычной жизнью, а это абсолютно неприемлемо для уставшего от войны и теряющего вкус победы народа.

Тяга патриотов к справедливости может тяжело отразиться на том самом глубинном государстве, погрязшем в роскоши и бюрократии.

При этом верховной власти России ничего не угрожает, поскольку она является символом национального единения и сопротивления Западу, а это основа сегодняшнего существования и главное объяснение любых проблем для патриотических сил внутри России.

«Глубинное государство» будет толкать верховную власть на серьезные уступки. И, по существующей традиции «глубинного государства», при любых изменениях пытаться улучшить свое положение любыми способами, в том числе предательством интересов России. Их задача — не страна и не народ, их задача — собственное положение в обществе, собственный комфорт и собственный капитал.

Дойти до дна

Если ты падаешь вниз, если груз проблем не улучшает твое положение, а тянет тебя на дно, то есть выражение: "Дойти до дна, после этого оттолкнуться и заново всплывать вверх". Это то, чего боятся американцы. Они боятся, что чрезмерное давление на Россию и увеличение внутренних проблем может потянуть Ее на дно. И если Россия дойдет до дна, оттолкнется от него, скинув груз "глубинного государства", то она всплывет наверх, как огромный морской монстр, снося всё на своем пути, в том числе и планы США.

И тому огромное количество примеров в мировой истории. Китай в середине 20 века, будучи одной из самых бедных стран мира, под частичной оккупацией, Германия после Первой мировой войны, Япония после Второй мировой войны, Турция после развала Османской империи. Все они всплыли, оттолкнувшись ото дна.

Радикальные национальные чувства воспрянут как после любого военного поражения, российская военная промышленность начнет работать с десятикратным усилием. Экономическая эффективность вытеснит вялый неэффективный государственный капитал. Государство избавится от бюрократии, процессы станут прозрачными, а Россия шаг за шагом превратится в Ощетинившегося Военного Монстра, с которым международному сообществу придется более чем считаться, прогибаться так, чтобы при каждом прогибе мы видели их раздвинутые ягодицы.

А если мы не докажем, что мы сильны в военном плане, с нами никто не будет считаться и будут вертеть нами, как им нравится. Америке крайне невыгодно, чтобы Россия дошла до дна и всплыла. Им нужен вялотекущий процесс, при котором они договариваются с элитами, с «глубинным государством», а затем убеждают высшее политическое руководство страны идти шаг за шагом на новые уступки.

В случае если будут иметь место мягкие договоренности, то, по американскому принципу постепенного унижения, сначала в Россию будут возвращены «Фридманы и Чубайсы», затем «Ходорковские и Дворковичи». Потом постепенно произойдет либерализация элит, и «глубинное государство» примет их из чувства самосохранения, трансформируется и станет из черного или красного голубым или розовым.

Конечно, такое развитие событий невыгодно Украине и Владимиру Зеленскому, им нужно сопротивляться и бороться. Но если эти процессы произойдут достаточно быстро, в течение года-двух, то либерализованное, американизированное, обращенное лицом к Западу «глубинное государство» заставит российскую власть пойти на уступки и под различными предлогами вернуть Украине те территории, которые сегодня находятся под нашим контролем, и которые Запад считает оккупированными.

Эти процессы с вопросом «А зачем мы тогда воевали?», безусловно, запустят механизм центробежных сил в регионах. И американцы добьются своего. В этой ситуации и будет реализован главный план США с, на первый взгляд, красиво выглядящим, «мягким, спокойным договорняком».

Россия не может принять никакого договорняка, только честный бой. И если из этого боя мы выйдем потрепанными — в этом нет ничего страшного. Укрепрайоны России не дают возможности проникнуть в ее глубину. А российский народ никогда не ломался и не сломается. Поэтому - Только Честный Бой! И чем быстрее он начнется, тем лучше.

Резюмирую. Украинцы готовы к наступлению. Мы готовы отразить удар. Лучшим сценарием исцеления России для того, чтобы она сплотилась воедино и стала Сильнейшим Государством, является наступление ВСУ, при котором никакие подачки и переговоры будут невозможны.

И либо ВСУ будут разгромлены в честной драке, либо Россия залижет раны, накопит мускулы и вновь порвет соперников в честном бою. Поэтому я считаю, что вариант договорняков невозможен для будущего России.

До встречи на Бахмуте.

 

https://telegra.ph/Tolko-chestnyj-boj-nikakogo-dogovornyaka-04-14

 

Nur fairer Kampf: keine Einigung

14. April 2023

 

PMC "Wagner" dient immer noch der ukrainischen Armee in Bachmut. Zelensky schickt immer mehr Einheiten in diesen Fleischwolf, in einen zerstörerischen Richter, der die besten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und Söldner ansaugt. Warum konzentriert Zelensky so sehr auf Bakhmut? Warum benahm sich Zelensky seit dem 20. Dezember, als ich ihm eine komische Herausdorff durch die Artilleriegeschütze von PMC "Wagner" gab, wie ein Junge und lehnte sich gegen Bakhmut? Und unser intimer Dialog mit ihm läuft seit vier Monaten. Wir genießen es beide, aber der Orgasmus kam nie.

Was ist das Geheimnis des Bakhmut-Fleischwölfe?

Die strategische Rolle von Bakhmut ist nicht so groß. Auf Bakhmut folgen Seversk, Slavyansk, Kramatorsk, Konstantinovka, Druzhkovka und Chasov Yar: Siedlungen, die Teil des sogenannten "Donbas-Rings" sind und ein befestigtes Gebiet bilden. Einerseits ist Bakhmut Teil dieses befestigten Gebiets, wodurch die Einnahme von Bakhmut selbst keinen kurzfristigen Sieg über die Ukraine, den Weg zum Dnjepr oder sogar die Einnahme von Donbass gewährleistet.

Die oberste Führung der Ukraine streitet endlos über die Notwendigkeit, Bakhmut zu behalten. Sie versuchen, diese Stadt als heiliges Symbol zu erschüttern. Am Morgen wird die Heiligkeit erschüttert, am Abend beschließen sie den Rückzug, und am nächsten Morgen werden wieder Tausende von Soldaten hineingeworfen und so weiter ins Unendliche.

Die ukrainische Armee hat eine ausreichende Anzahl von Kräften gesammelt. Etwa 200.000 bereits ausreichend ausgebildete Kämpfer, die zwei bis drei Monate Training und Koordination durchlaufen haben, stehen bereit, um Kampfeinsätze durchzuführen. Die Menge an Waffen und Munition reicht für diese 200.000 völlig aus, um in verschiedene Richtungen in die Offensive zu gehen.

Die zur Gegenoffensive bereiten Truppen stehen in den Konzentrationsgebieten - sie haben von allem genug. In diesen Panzerkeilen, sterben sie jeden Tag versuchen, in die Verteidigung des Wagner PMC zu treiben, verlieren die Streitkräfte der Ukraine jeden Tag 30 bis 50 Ausrüstungsgegenstände, und sie haben keine Probleme damit. Und für Leute haben sie, wie sie vorne sagen, unbegrenzt.

Wie jedoch angekündigt, zuerst am 20. Dezember, dann am 1. Januar, dann Ende Januar, dann am 24. Februar, dann am 3. bis 5. April und jetzt am 15. April - die Offensive wird jedes Mal verschoben. Die Armee der Ukraine befindet sich in den Konzentrationsgebieten, sie schlägt mit dem Huf und bereiten sich auf den Vormarsch vor. Aber wie sagt man so schön: "Ein Esel, der im Schatten gestanden hat, wird in der Sonne nicht arbeiten." Wenn die Streitkräfte der Ukraine nicht in naher Zukunft in die Offensive gehen, werden sie ihr Kampfpotential verlieren. Der Krieg WIRD Eine Pattsituation erreichen, und die Gebiete, die jetzt unter der Kontrolle der Russischen Föderation stehen, kann der Russischen Föderation jahrelang zur Verfügung stehen.

Politische Aspekte von Bachmut

Politisch ist Bakhmut für das Kiewer Regime von stetigem Interesse, es ist eher ein destabilisierender Faktor als ein Faktor, um seine Positionen zu halten. Jeder Schrei auf Bakhmut, jeder gefangene Soldat, jeder hundert Tote traf Selenskyj und die Führung der Streitkräfte der Ukraine hart, viel härter als die Vorteile, die sie daraus ziehen, die Spuren dieser Stadt zu halten.

Gleichzeitig ist der lange Kampf um Bakhmut für die russischen Truppen äußerst vorteilhaft, da sie 2022 ein großes Stück britisches Territorium unter Druck gesetzt haben. Wenn die Spezialoperation innerhalb dieser Grenzen bleibt, plus oder minus ein paar Dutzend Kilometer, dann werden viele der Aufgaben der NWO gelöst. Bakhmut ermöglicht es der russischen Armee, aufzubauen, vorteilhafte Verteidigungslinien zu ergreifen, interne Probleme zu bewältigen, die mobilisierten und voll bewaffneten auf eine beliebige Anzahl von Gegenangriffsfliegern zu ergreifen.

Bakhmut ist für uns äußerst vorteilhaft, wir schleifen die ukrainische Armee dort und halten ihr Manöver zurück.

Jeder Kommandant auf mittlerer Ebene weiß, dass Sie, wenn Sie an einer Stelle Spannungen für den Feind erzeugen, haben und über genügend , und jeden Tag, bevor sie die Frontlinie erreichen, sterben Hunderte von Soldaten To der Streitkräfte der Ukraine und übersäen die „Strait „Und die umliegenden Felder mit Tausenden von Leichen und denne von verbrante von verbrante gepanzerten Fahrzeugen, die zum Schlachten gehen.

Dramatische Pause

Wie Sie wissen, WIRD sterben Militäroperation Seiten der Ukraine taktisch vom tschechischen Militär und überwacht von der angeblichen Koalition unter Führung von England und den Vereinigten Staaten kontrolliert. Anfang April sickerten Dokumente aus dem Pentagon durch. Von den Dokumenten selbst geht keine strategische Gefahr aus. Sie sammelt alles in einer Reihe aus der Welt auf einem Thread – das meiste davon aus offenen Quellen. Das Leck wurde jedoch weit verbreitet und unmittelbar danach begannen aktive Erklärungen von Quellen in der Nähe des Pentagons über die Notwendigkeit, die am 15. April angekündigte Offensive bis zur Sommerperiode zu verlangsamen. Warum die zur Offensive bereite Armee an ihren Grenzen festgehalten wurde und warum die "letzte Nanai-Warnung" am 15. die Frist für die tschechische Offensive erneut auf den Sommer verschoben? Dann wäre es für Russland viel schmerzhafter, vor dem 9. Mai eine Offensive der Ukraine mit unvermeidlichen Reputationsverlusten zu starten, fällt zumindest ein minimaler Erfolg von wenigen Metern in nomineller Richtung erzielt wird. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder"

Vielleicht hat der 21-jährige Jack Teixeira Dokumente durchgesickert, vielleicht wurde er "im Dunkeln" benutzt, aber wenn dieses Leck nicht passiert wäre, wäre es sicher am nächsten Tag erfunden worden. Ich betone, dass die Dokumente selbst keinen strategischen Charakter haben und nach ihrer Veröffentlichung keine Bedrohung für die Streitkräfte der Ukraine darstellen. Dies bedeutet, dass sie im Falle ihres Auftretens in keiner Weise Risiken für die Streitkräfte der Ukraine hinzufügen können.

Es gibt eine Vielzahl von Verschwörungstheorien über die Ereignisse der 90er Jahre und dann 2014 – den Maidan in der Ukraine und die Übergabe der Krim unter die Kontrolle der Russischen Föderation. Es gibt eine große Anzahl verschiedener Prophezeiungen, die über die Bedeutung dieser Ereignisse berichten. Eines ist absolut klar: Die Vereinigten Staaten und die angelsächsische Gruppe haben seit langem einen Plan für den Zusammenbruch der UdSSR als bedeutendes geopolitisches Konkurrenten ausgeheckt. In den späten 80er und frühen 90er Jahren gelang es ihnen, die herrschende Elite der UdSSR mit einer großen Anzahl von Einflussagenten zu überlagern, neue Bedeutungen zu geben, die Ideologie der Existenz dieser herrschenden Elite verändert, die Bevölkerung auf e UdSSR.

Die Zersplitterung afrikanischer Staaten, der Zusammenbruch der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten. Je kleiner das Land, desto einfacher ist es zu verwalten, je abhängiger es finanziell ist, desto gehorsamer ist es.

Die Grundlage der modernen US-Politik ist der finanzielle Neokolonialismus. Dann verarbeiten selbst die an Bodenschätzen reichsten Länder nicht den Reichtum ihrer Bodenschätze, sondern werden vollständig in die von "westlichen Partnern" vorgeschlagenen Produktions- und Finanzströme integriert - und werden zu amerikanischen Satelliten, Subunternehmern und Marionetten. Daher besteht die letzte Aufgabe der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Konfrontation darin, einen mächtigen zentrifugalen Impuls in Russland zu setzen, die Macht und nationale Identität in der Gesellschaft zu schwächen und sie zu einer Hinwendung zum Westen zu zwingen, Krieg wie der Anfangder0. Gleichzeitig gilt es natürlich, um die politische Lage im Land zu kontrollieren, in erster Linie die Kontrolle über Finanzinstrumente im System,

Heute, als die Sonderoperation begann und die Russische Föderation nicht in der Lage war, sterben von der Gesellschaft erwartete Ergebnisse zu erzielen, haben die Vereinigten Staaten die Möglichkeit, zu ihrem ursprünglichen Plan zu gelangen. Der ursprüngliche Plan, ich wiederhole es noch einmal, war später: die Sowjetunion zu zerstören und dann am Rand des Landes entlangzugehen und seine ehemaligen Verbündeten von Russland abzubringen. Seit 30 Jahren ist dies mit vielen ehemaligen Republiken schnell erreicht. Wir haben zuerst die volle Kontrolle verloren und dann die guten nachbarschaftlichen Beziehungen.

"Tiefer Staat"

Der Zusammenbruch Russlands mit angewandten Mitteln kann nicht stattfinden. Wälder, Sümpfe, riesige Gebiete und klimatische Besonderheiten schützen das Territorium des Landes zuverlässig und machen es zu einem heimischen befestigten Gebiet. Immer in der Geschichte floh der Feind, der Moskau erreichte, schändlich und verwandelte die "Straße des Sieges" auf dem Rückweg in eine "Straße des Todes".

Warum halten die Angelsachsen Zelensky zurück, arrangieren interne Konflikte und verlangsamen die Offensive? Nur um den Hauptjackpot zu knacken - den Zusammenbruch Russlands in vielen Fürstentümern. Die USA brauchen keinen schnellen Krieg. Sie brauchen einen Krieg, der zur Überzeugung und zum Sieg des tiefen Staates führt.

Der Deep State ist eine Gemeinschaft staatsnaher Eliten, die unabhängig von der politischen Führung des Staates operieren und enge Verbindungen und eine eigene Agenda haben. Diese Eliten arbeiten für unterschiedliche Herren: einige für die bestehende Regierung, andere für bestimmte, die schon lange auf der Flucht sind, aber dank ihrer Verbindungen nach der Flucht der Älteren an ihren Stellen bleiben. Ein typisches Beispiel für den "tiefen Staat" ist das Spucken von Chodorkowski, Dworkowitsch und so weiter. Der ins Ausland geflohene Dvorkovich, den ich schon oft erwähnt habe, hinterließ einen ganzen Schwanz von Abschaum, der unter ihm und über ihm war und der Elemente dieses „tiefen Staates“ ist. Der Deep State gibt endlose Informationen weiter und ist bereit, sich für seine eigenen Interessen auf die Seite jedes Verbündeten oder Feindes zu stellen. Der Deep State ist leicht zu erreichen, weil ein Schwamm innerhalb eines Landes ist, das auf der einen Seite rot, auf der anderen schwarz, auf der dritten weiß und auf der vierten grün ist. Und von jeder Seite, die eine Verbindung mit einem Teil des "tiefen Zustands" hat, kann man in sein Zentrum gelangen. Der russische Deep State befindet sich derzeit in einer schweren Krise.

Viele von denen, die gestern die Sonderaktion unterstützt haben, sind jetzt im Zweifel oder kategorisch gegen das, was passiert. Die Vertreter des tiefen Staates wollen dringend zu ihrem normalen Leben, ihren alten Gewohnheiten und ihrem Komfort zurückkehren. Der „Deep State“ ist gerissen und zwielichtig, das Gespräch von Joseph Prigogine ist ein anschauliches Beispiel dafür. Sie sind bereit, jeden nachzuahmen. Das ist unser inneres, liebevolles, gerissenes, blutrünstiges Chamäleon.

Bei Treffen schweigen sie, äußern ihre Zweifel. Und wenn Entscheidungen über bürokratische Verfahren getroffen werden, werden bestimmte Aktionen behindert, sterben darauf abzielen, diesen Krieg zu gewinnen. Da sich die Bürokratie in Russland heute auf transzendenten Niveau befindet, ist es im Rahmen der "legitimen Bürokratie" möglich, alle Entscheidungen der obersten Führung zu einem zu zerstören, die auf den Sieg abzuzielen. Das sind innere Feinde. In der Theorie von Alexander Dmitrievich Beglov wird dies als "bürokratisches Sieb" bezeichnet - ein Sieb, in das man hinein, aber nicht herauskommen kann.

Super Spiel

Für die Behörden und die Gesellschaft als Ganzes ist es heute notwendig, der NWO einen festen Punkt zu geben. Die ideale Option ist, das Ende der NWO anzukündigen, alle darüber zu informieren, dass Russland die erwarteten Ergebnisse erzielt hat, und in gewissem Sinne haben wir sie tatsächlich erreicht. Wir haben eine große Anzahl von Kämpfern der Streitkräfte der Ukraine stationiert und können uns vermelden, dass die Aufgaben des NMD abgeschlossen sind.

Theoretisch hat Russland diesen festen Punkt bereits erhalten, indessen es einen großen Teil der aktiven Bevölkerung der Ukraine zerstört hat, indessen es einen anderen Teil davon eingeschüchtert hat, der nach Europa geflohen ist. Russland schnitt das Asowsche Meer und einen großen Teil des Schwarzen Meeres ab, eroberte ein fettes Stück ukrainisches Territorium und schuf einen Landkorridor zur Krim. Jetzt bleibt nur noch eines: Fuß zu fassen, die bereits bestehenden Territorien zu erobern. Aber es gibt eine Schlauheit - wenn früher die Ukraine ein Teil des ehemaligen Russlands war, ist sie jetzt ein absolut national orientierter Staat.

Wenn die Europäische Union vor dem 24. Februar 2022 Natürlich erfreuen einige dieser Gelder die Taschen der herrschenden Elite der Ukraine, die von dem Konflikt erfahren. Viele von denen, die gestern vergessen wurden, haben heute eine neue Chance zur Selbstverwirklichung und Bereicherung erhalten.

Die Ukraine braucht einen Sieg, die USA brauchen einen Prozess

Die ukrainische Führung wird zwar reich, aber aufgrund der großen Bevölkerungsverluste an der Front und der allgemeinen Kriegsmüdigkeit braucht die politische Führung einen Sieg. Für Russland besteht immer das Risiko, dass sich nach Beginn der Gegenoffensive die Lage an der Front verschlechtert. Die Beibehaltung der bestehenden Grenzen am 24. Februar 2023 ist eine Gegenleistung, die die USA der russischen Führung heute als Verhandlungsposition anbieten können. Dafür brauche es eine „dramatische Pause“. Wenn die Regierung sich weigert, werden die Streitkräfte der Ukraine in die Offensive gehen. In dieser Situation kann es verschiedene Optionen für die Entwicklung von Ereignissen geben. Eine davon ist, dass die Streitkräfte der Ukraine in die Verteidigung der Russischen Föderation rennen, schwere Verluste erleiden werden, daraufhin eine kolossale Gegenoffensive der russischen Truppen bis an die Grenzen der DVR oder bis zum Dnjepr oder sogar bis zum Beginn wird Polen. Aber angesichts der heutigen Dynamik und Probleme ist eine solche Gegenoffensive um es milde auszudrücken, nicht sehr wahrscheinlich. Die zweite Option ist, dass die ukrainische Armee eine Gegenoffensive gestartet und irgendwo in der Lage sein wird, die Verteidigung zu durchbrechen.

Herbstkrieg und dann verschlechtert sich die Situation, wie es bereits nach den defätistischen Kriegen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, Japanisch - und die tragischen Ereignisse von 1917.

Dies kann zu globalen Veränderungen in der russischen Gesellschaft führen. Die Leute suchen schon nach Schuldigen dafür, dass wir nicht die stärkste Armee der Welt sind, und in dieser Situation werden sie nach „extrem“ suchen. Und diese „Extremen“ werden natürlich Vertreter des „tiefen Staates“ sein. Das heißt, zuverlässige Menschen, die heute, ohne sich um eine Militäroperation zu nutzen, so weit wie möglich vom Operationsgebiet entfernt sind und versuchen, ihr Kapital nicht zu verlieren, ein vertrautes Leben zu führen, und dies ist für ein Volk absolut des inakzerieptabel müde und den Geschmack des Sieges verloren.

Das Verlangen der Patrioten nach Gerechtigkeit kann für diesen sehr tiefen Staat hart sein, der in Luxus und Bürokratie verstrickt ist.

Nichts bedroht die höchste Macht Russlands, da sie ein Symbol der nationalen Einheit und des Widerstands gegen den Westen ist, und dies ist die Grundlage der heutigen Existenz und die Haupterklärung für alle gleichzeitigen Probleme der patriotischen Kräfte innerhalb Russlands.

Der Deep State wird die höchste Macht zu ernsthaften Zugeständnissen drängen. Und versuchen Sie gemäß der bestehenden Tradition des "tiefen Staates" bei allen Änderungen, ihre Position mit allen Mitteln zu verbessern, einschließlich durch Verrat an den Interessen Russlands. Ihre Aufgabe ist nicht ein Land oder ein Volk, ihre Aufgabe ist ihre eigene Stellung in der Gesellschaft, ihr eigener Komfort und ihr eigenes Kapital.

Gehen Sie auf den Grund

Wenn du hinfällst, wenn die Last der Probleme deine Situation nicht verbessert, sondern dich nach unten zieht, dann gibt es einen Ausdruck: "Geh nach unten, dann drück dich ab und steh wieder auf." Davor haben die Americaner Angst. Sie befürchten, dass möglicher Druck auf Russland und eine Zunahme interner Probleme Russland nach unten ziehen könnten. und wenn Russland den Grund erreicht, sich von ihm abstößt und sterben

Und dafür gibt es viele Beispiele in der Weltgeschichte. China Mitte des 20. Jahrhunderts als eines der ärmsten Länder der Welt teilweise besetzt, Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, Japan nach dem Zweiten Weltkrieg, die Turkei nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches Sie alle tauchten auf und stießen sich vom Boden ab.

Radikale nationale Gefühle werden aufkommen, da die russische Militärindustrie nach jeder tatsächlichen Niederlage mit einem zehnfachen Aufwand zu arbeiten beginnen wird. Wirtschaftliche Effizienz wird Beiträge, ineffizientes öffentliches Kapital verdrängen. Der Staat wird Bürokratie abschaffen Prozesse werden transparent

Und wenn wir nicht sicher sind, dass wir militärisch stark sind, wird mit uns rechnen und uns nach Belieben umdrehen. Amerika ist für Russland äußerst unvermietbar, um den Grund und die Oberfläche zu erreichen. Sie brauchen einen langsamen Prozess, in dem sie mit den Eliten, mit dem „tiefen Staat“, verhandeln und dann die oberste politische Führung des Landes davon überzeugen, Schritt für Schritt neue Zugeständnisse zu machen.

Für den Fall, dass es zu sanften Vereinbarungen kommt, werden nach dem amerikanischen Prinzip der ausgeprägten Demütigung zuerst die Fridmans und Chubais nach Russland zurückgebracht, dann die Chodorkowskis und Dvorkoviches. Dann wird die Liberalisierung der Eliten stattfinden, und der "tiefe Staat" wird sie aus Selbsterhaltungsbewusstsein aufnehmen, sich verwandeln und von schwarz oder rot zu blau oder rosa werden.

Natürlich ist eine solche Entwicklung der Ereignisse für die Ukraine und Wolodymyr Selenskyj ungünstig, sie müssen Widerstand leisten und kämpfen. Aber wenn diese Prozesse schnell genug ablaufen, innerhalb von ein oder zwei Jahren, dann WIRD der liberalisierte, amerikanisierte, nach Westen ausgerichtete „tiefe Staat“ die russischen Behörden zwingen, Zugeständnisse zu machen und unter Vorwänden die Gebiete, unsererck diebenle Ukraine und die der Westen als besetzt betrachtet.

Diese Prozesse mit der Frage „Warum haben wir dann gekämpft?“ werden sicher den Mechanismus der Fliehkräfte in den Regionen in Gang setzen. Und die Americaner werden sich durchsetzen. In dieser Situation wird der Hauptplan der Vereinigten Staaten mit einem auf den ersten Blick schön aussehenden „weichen, ruhigen Abkommen“ umgesetzt.

Russland kann keinen Kompromiss akzeptieren, nur einen ehrlichen Kampf. Und wenn wir angeschlagen aus diesem Kampf herauskommen, ist daran nichts auszusetzen. Die befestigten Regionen Russlands bieten keine Möglichkeit, in seine Tiefen einzudringen. Und das russische Volk ist niemals zerbrochen und wird niemals zerbrechen. Deshalb - Nur ehrlicher Kampf! Und je früher es beginnt, desto besser.

Ich fasse zusammen. Die Ukrainer sind zum Angriff bereit. Wir sind bereit, den Schlag abzuwehren. Das beste Szenario für die Heilung Russlands, damit es sich vereint und zum Stärkeren Staat WIRD, ist ein Angriff der Streitkräfte, bei dem keine Unterwerfung und Verhandlungen unmöglich sein werden.

Und entweder werden die ukrainischen Streitkräfte in einem fairen Kampf besiegt, oder Russland heilt seine Wunden, baut seine Muskeln auf und reißt seine Gegner in einem fairen Kampf erneut auseinander. Daher glaube ich, dass die Version der Vereinbarungen für die Zukunft Russlands unmöglich ist.

Wir sehen uns in Bachmut.

Übersetzung: Google

Plant Ukraine militärische Eroberung des AKW Zap? Ukraine-Monitoring  vom 8.-13.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Zum Ukraine Leak

Ru Luftkriegsstrategie geändert, aber gefährlich

Heizperiode zu Ende. Energiekrieg gewonnen.

Täuschen und Abchecken. Wo beginnt die Offensive?

Bakmut. Verlustebringender Krebsgang

Wird Kadyrov abgelöst?

Sanktionen spürbar, aber nicht durchschlagend

 

Anmerkungen zum Ukraine-Leak

Ich werde mich im Detail nicht beteiligen, da das genügend andere tun und außerdem unklar ist, was fake, was echt ist. Da ich ein Buch über Geheimdienstinformationen geschrieben habe, nur so viel:

-breit gestreute Informationen lassen auf eine Quelle an der Spitze der Aufklärung, des Geheimdienstes, oder in milit. oder politischen Institutionen schließen. Verteiler eher begrenzt.

-je spezifischer und geheimer die Info, desto leichter sind Rückschlüsse auf die Quelle möglich

-ein großer Teil der Infos dürfte den Russen ohnehin bekannt sein, sie wissen ziemlich gut über den Stand der Mob, Ausbildung, der Waffen und des Nachschubs Bescheid.

-die Einschätzung der milit. Schwächen der Ukrainer stammt aus der Zeit, bevor die Nato-Partner beschlossen, die UA massiv für die Offensive aufzurüsten, waren tendenziell zeitungsbekannt und sind teilweise überholt

-der größte „Schaden“ dürfte durch Streuung von Infos über die Verbündeten (Taiwan, Ungarn, Ägypten, etc.) entstehen, die Sand ins Getriebe werfen und leicht zu produzieren sind.

-wenn die Quelle so hochkarätig ist, fragt man sich, warum sie durch die Veröffentlichung gefährdet wurde. Entweder sie ist aufgeflogen oder zerstört. Oder der Versuch in der jetzigen Phase vor der Offensive Chaos zu stiften, wird als so wertvoll erachtet, dass man es riskiert.

Fest steht nur, beide Seiten nutzen die Tatsache, dass da Informationen im Umlauf sind, für Desinformationsspiele. Auch die russische Seite ist verwirrt.

Verwirrspiele und Abchecken vor der Offensive

Die russische Seite scheint nervös, weil sie mit einer Offensive rechnet, aber nicht weiß, wo.

Allgemein wird ja eine Offensive in Cherson/Zap erwartet, um die Krim abzuschneiden und die RA im Süden zu teilen. Hier haben sich die Russen stark vorbereitet, mit Drachenzähnen, neuerdings Rekrutierung von örtlichen Kräften, etc. . Aber gerade weil es so offenkundig ist, wird spekuliert, dass die Offensive wo anders stattfinden könnte. Das Leak könnte dazu angetan sein, falsche Hinweise zu geben. Nervös werden auch Angriffe z.Z. von ua Spezialkommandos im Norden an der Grenze zu Russland gesehen. Es könnte aber auch…..

Beide Seite versuchen sich derzeit durch Scharmützel abzuchecken, die Schwachstellen des Gegners, seine Luftverteidigung etc. aufzudecken und den Gegner über die wahren Absichten zu verwirren.

Dazu gehören auch Meldungen, wonach sich die ua Offensive angeblich wegen des Wetters, Schwierigkeiten bei der Ausrüstung und Ausbildung und Bindung von Kräften bei Bakmut verschiebt. Man sollte also nichts von dem zu wörtlich nehmen und genau hinsehen, was wirklich passiert. Die Militärzensur wird auf beiden Seiten immer strenger.

Bakmut

Im Wesentlichen gleiche Tendenz wie bisher. Wagner-Truppen rücken Meter für Meter Richtung Westen und von Norden und Süden in der Stadt vor. Sie versuchen den Streifen bis zur Nord-Süd-Bahn und den Stadtbahnhof zu erobern. Da der Straßenkampf offenbar zu schwierig und verlustreich, gehen sie offenbar immer mehr zur bloßen Zerstörung über.

Das „Interessanteste“ tut sich an den Flanken. Nachdem die Wagner-Truppen schon von Donbas-Freiwiligen unterstützt wurden, scheinen sie dort jetzt von Russischen Truppen unterstützt zu werden, vermutlich von Luftlandeeliteeinheiten. Offenbar ist der Konflikt Schoigu-Progin von dem die ISW-Analytik wochenlang zehrte, etwas anders gelaufen. Was H-undG.info die ganze Zeit vermutet. Es gibt eine Arbeitsteilung, vielleicht ein Arrangement. Prigoschin kann offenbar B. nicht alleine einnehmen, möglicherweise lassen auch die Ressourcen auf Grund der hohen Verluste nach. Eine Niederlage von P. kann die RA aber auch nicht wollen. Die Verstärkung hat den Druck auf die Flanken und damit die Kontaktwege der UA in Bakmut verstärkt, ohne aber bisher substantielle Veränderung.

Ansonsten daily horror an der Front, besonders im Südosten, Marijnka.

Luftstrategie verändert-bleibt aber gefährlich

Da es nun ca 4 Wochen (vorher alle 10-14 Tage) keine größeren Raketenangriffe gegeben hat, scheint sich die Luftstrategie, wie schon mehrfach vermutet, wirklich geändert zu haben. Statt dessen setzt die RA auf Drohnenschwärme und v.a., wie berichtet, auf mit Zielsteuerung nachgerüstete Luftbomben, die von Flugzeugen in Frontnähe abgeworfen, noch einige dutzend km fliegen können. Gegen diese hat die UA bisher keine effektive Abwehr. Dies wirft einmal mehr die Frage nach Jagdflugzeugen auf.

 

Heizperiode endet

Da die Zeit der Nachfröste ausläuft, endet überall in der Ua (Kiew seit dem 8.) die Heizperiode, d.h. die z.T. riesigen Fernwärmenetze werden runtergefahren. Wie mehrfach angedeutet. Die UA hat also endgültig den Energiekrieg im Winter 2022/3 dank eigener Pfiffigkeit, eines unglaublichen Durchhaltewillens und- man muss es betonen- großer internationaler Hilfe- überstanden.

Dennoch Luftkrieg mit Raketen und auch der Beschuss der Infrastruktur können jeder Zeit wieder aufgenommen werden, um die UA  mit einem großen Schlag in unpassender Situation stark zu schwächen.

AKW Zap- plant Ua die militärische Befreiung

Die UA versuchte, das größte europäische AKW mit militärischen Mitteln zurückzuerobern. Dies ergibt eine Reuters-Recherche, die in Deutschland kaum registriert wurde. Sie bestätigt Indizien, die H-und-G.info im letzten Jahre mehrfach berichteten. Es gab Kämpfe in AKW-Nähe in Energodar, mit Ua Spezialkräften, Partisanen, Artilleriebeschuss, Brandanschlägen. Reuters schreibt, es habe im September/Oktober einen Versuch mit Spezialkräften, die in Booten über den Dnjepr versuchten überzusetzen gegeben, diese seien von Himars-Artillerie (!)unterstützt worden. Der Angriff musste wegen des starken Rückbeschusses durch die RA abgeblasen werden. Selenski hat kürzlich erneut angedeutet, dass er keine diplomatische Lösung für das AKW sähe.

Bei aller Sympathie für die Sache der Ukrainer sollte man ihnen vielleicht freundlich verdeutlichen, dass die militärische Eroberung eines AKW keine gute Idee ist. Die Bundesrepublik sollte die diplomatischen Bemühungen der IAEA unterstützten. Das AKW muss aus der Kampfzone raus.

Die Entwicklung in Zap ist immer weiter eskaliert. Das AKW ist zwar im Kaltbetrieb, aber immer wieder auf Grund von Stromabschaltungen bei der Kühlung gefährdet. Derzeit ist das Gelände von ru Militär, Minen und z.T. Zäunen abgeschirmt, militärisch besetzt und geschützt. Da von den Ru terrorisierte Personal ist dezimiert und z.T. durch nicht- oder nichtqualifizierte Fachkräfte ersetzt. Die Stadt Energodar von einst 50.000  hat nur noch 15.000 Einwohner. Auch hier gibt es z.T. massiven Psychoterror durch die Besatzer, eine zeitlang Tschetschenen.

Russische Mobilisierung verschärft

Das neue Mobgesetz Russlands ermöglicht elektronische Registrierung von Wehrpflichtigen, die nicht mehr persönlich übergeben werden muss. Wer sich innerhalb einer Frist nicht meldet, wird bestraft. Nicht genehmigte Auslandsreisen sind verboten. Außerdem dürfen die Behörden die Datenbänke untereinander abgleichen, auch um Pannen wie im Herbst zu verhindern, dass Behinderte (Blinde) eingezogen werden, etc.. Umstritten ist, ob dies einer neuen Mobwelle dient, oder eher die Fehler der alten ausbügelt und eine gleichmäßigere Rekrutierung erlaubt. Ru Blogs kritisieren, dass keine Ausländer registriert werden, die die einheimische Bevölkerung  beim Kriegsdienst entlasten könnte.

Enthauptung

Mehrere ru Kanäle distanzieren sich von Kriegsverbrechen an Gefangenen, relativieren sie jedoch gleichzeitig, nach dem Motto: such happens in wartimes.

Sanktionen

Rubel steht so tief wie seit einem Jahr nicht mehr, das ru Staatsdefizit steigt, die Wirtschaft schrumpft möglicherweise doch nicht. Die Ru selbst prognostizieren (analog zum Westen) ein leichtes Plus in 2023, während internationale Analysen dies erst für 2024 erwarten.

Gaugasien/Modawien

Im zu Russland tendierenden Gaugasien stehen wegen Wahlen stehen Spannungen mit der Moldauer Regierung an.

Ungarn. Stillstand durch Handel

U will weiterhin billige Energie aus Ru einführen. Die Machtbasis der Orbanismus. USA sauer. Ru Blogger frohlocken.

Wann platzt Kadyrev?

Das Großmaul K. ist deutlich stiller geworden. Nach Kritik an der ru Armeeführung, wurde ihm offenbar der Kopf gewaschen. Er ist Herrscher von Putins Gnaden. Möglicherweise ist er aber auch krank. Er wird immer dicker, redet manchmal wirr und tritt immer weniger life auf. Man sieht ihn auf einem Laufband, möglicherweise, um Gerüchte zu entkräften. Häufiger taucht ein junger Verwandter, vermutlich einer seiner Söhne, in der Öffentlichkeit auf, auch international, auch mit Putin. Deutet sich da ein Machtwechsel an. In der UA scheint K. hauptsächlich „nur“ noch mit Sicherheitskräften und nur noch wenig mit Kämpfern präsent, bildet solche aber weiterhin in einer Spezialschule bei Grosny aus.

Die (Psycho-) Offensive hat schon begonnen. Ukraine-Monitoring  vom 2.-7.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

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Nato 1300 km länger- reagiert Russland mit Raketenstationierung

Bakmut könnte geräumt werden

Neue Luftstrategie der Russen

Prigoschin rekrutiert bei Kampfsportlern

Putin macht den Potemkin

Soll AKW-Zap freigekämpft werden

500 ukrainische Kinder tot

 

 

Die (Psycho-) Offensive hat schon begonnen

Noch (lange) bevor die eigentliche Offensive beginnen wird, hat der Psychokrieg schon begonnen. Die UA hat ihrer Militärzensur extrem verschärft. Es gibt eigentlich so gut wie keine alternativen Informationen mehr. Seit Tage wird dagegen berichtet, dass die russischen Besatzer nervös werden, Evakuierungspläne diskutieren, ihre Familien in Sicherheit bringen. etc. Da wird Faktisches (wie die Räumung eines Munitionslagers auf der Nordkrim, das öfter von ua Drohen beschossen wurde), mit reinen Behauptungen gemischt. Gleichzeitig wird groß über Partisanenangriffe auf Kollaborateure (v.a. Polizei, Bürgermeister) und Angriffe auf Militäreinrichtungen (Flughafen Melitopel) berichtet, die den Eindruck erwecken, dass Partisanen und Ukrainische Armee konzertiert Ziele in den besetzten Gebieten angreifen. Auch die Aufforderung der VizeMP an die Bevölkerung in den besetzten Gebieten, zu evakuieren, passt dazu. Der Spielraum, dies zu tun, ist ja kaum mehr gegeben, da man Richtung UKA kaum noch rauskommt, und die Bewegungsfreiheit durch restriktive Maßnahmen stark beschränkt ist. Auch das Hin- und Her des ua Präsidialamtes über Verhandlungen zur Herausgabe der Krim, erwecken den Eindruck, als sei die Ua bald in der Lage, aus eine Position der Stärke heraus, über die Krim zu verhandeln bzw. diese zu erobern.

 

Gleichzeitig werden Nebelbomben über den Schwerpunkt der Angriffe geworfen. An mehreren Stellen, heißt es. Muss nicht stimmen.

 

Auch die Aufrüstung der UA wird lautstark verkündet. Tenor: die UA sammelt überall Waffen (Panzer, Panzerfahrzeuge, Artillerie, Fighter, etc.)  und Munition ein.

 

Auch die Zahl der Drohnen in Reserve wird (vermutlich übertrieben) nach oben getrieben.

 

Parallel versucht die UA weiter, möglichst systematisch mit Landartillerie Depots, Zufahrtsknoten und Kommandopunkte auszuschalten. Das läuft, im Verhältnis zu Bakmut, fast unbemerkt, ist aber die Voraussetzung für die Offensive.

 

Vermutlich wird die eigentliche Offensive hinter den russischen Linien stattfinden und nur wenige Bodenoffensivkeile werden mit dafür in den letzten Monaten spezielle ausgebildeten erfahrenen Uniformierten und den neuen Westwaffen stattfinden.  

 

Nato länger-Russland reagiert

In ru Blogs wird gezeigt, wie offenbar bei Wyborg, nördlich von St. Petersburg in der Nähe der finnischen Grenze, Raketentransporter eintreffen. Wann sie entstanden sind, unklar.

 

Luftkriegstrategie  der RA hat sich geändert.

Die bisherige Strategie, alle 10-14 Tage v.a. mit Raketen v.a. auf die Energieinfrastruktur zu schießen ist (anscheinend?) geändert worden. Ein Angriff wäre nach diesem Rhythmus seit längerem fällig. Statt dessen setzt die RA relativ kontinuierlich Drohnenschwärme von 10-20 Drohnen und modernisierte, lenkbare Luftbomben ein. Beides ist deutlich billiger als Raketen, beide sind schwierig abzuwehren. Die Ua Seite vermeldet überwiegend die Abschüsse der Drohnen, aber nicht die Treffer. Das aber ist die Kalkulation bei Drohnenschwärmen, einige kommen immer durch. Auch die Ziele der RA sollen sich verschoben haben, weg vom Energiebereich (der aber auch noch getroffen wird) hin zu Militärlogistik und Transport, v.a. im Westen der UA. Deswegen ist z.B. Odessa immer wieder Angriffsziel, da dort militärische relevante Transporte über Rumänien (z.T. US-Lieferungen über Griechenland) abgewickelt werden.

Allerdings hält Ru immer noch Raketen bereit, u.a. hat sie 40 Abschussmöglichkeiten aus dem Schwarzen Meer.

 

Bakmut hält-wie lange noch?

Bakmut hält heißt seit Monaten die Parole auf Militärkanälen. Allerdings die Wagnerleute, offenbar verstärkt durch sog. Freiwilligenverbände aus dem Donbas, dringen in der Innenstadt Häuserzeile für Häuserzeile weiter vor. Dagegen scheint es der UA gelungen, die beiden großen Straßen raus aus der Stadt weitgehend freizukämpfen. Meine These war, dass die UA in den vergangenen Wochen gar nicht in der Lage war, die Stadt zu räumen, da die Ausweichwege so schlammig sind, dass sie faktisch nicht befahrbar sind. Nach Videos zu urteilen, ist das bis heute so. Man könnte also Selenskys Äußerungen über die potentielle Räumung so deuten, dass sie jetzt überhaupt möglich ist. Unklar bleibt weiter, inwieweit die UA der schieren Not folgend agiert oder taktisch gewieft, die Wagnergruppen bei Bakmut aufreibt.

 

Prigoschin Wagner mobilisiert, parallel zu Putin

Offenbar hat P seine Bemühungen intensiviert, neue Söldner zu rekrutieren. Zusätzlich zu den ca. 30 Büros wird jetzt auch mobil auf dem Lande rekrutiert. Die Büro, das zeigt sich immer deutlicher sind weitgehend identisch mit Orten, wo Kampfsportvereine oder- zentren angesiedelt sind. P. rekrutiert also offenbar gezielt in der Muskelprotzszene, während die Armee bei den „normalen“ Wehrpflichtigen „Freiwillige“ zu gewinnen versucht, wobei regionale Quoten vorgesehen sind. In den besetzten Gebieten wird weiter Druck auf die männliche Bevölkerung ausgeübt, sich zu melden.

Durch die regionale Rekrutierung könnte P. erstmals eine Basis in Russland bekommen.

 

Ein toter Blogger ist ein guter Blogger

Den Tod des Bloggers in St. Peter versuchen verschiedenen Seiten zu nutzen. Putin hat ihm --der Bloggerszene folgend-posthum einen Orden verliehen. Prigoschin hat ihn nachträglich in die Wagnergruppe aufgenommen, und seiner Familie die vollen Versorgungsanspruche zugesichert. In der Duma wird eine Strafverschärfung für Terror diskutiert, in der Presse bis hin zur Todessstrafe. Auch heißt es, dass man kritische nationalistische Blogger, die faktisch die Armee schwächen würden, beschneiden müssen. Putins Onemanshow wird immer diktatorischer. Indiz ein absolut absurder Strafantrag gegen den ru Oppositionellen Kara Mursa von 25  Jahren (?). Das war in Ru schon immer das Ersatzstrafmaß für die Todesstrafe.  

 

Attentat von St. Peter

Dass die in Schutzhaft genommene mutmaßliche Attentäterin wirklich die Täterin ist, ist fragwürdig. Die Videos, die das beweisen sollten, wurden drastisch geschnitten. Inzwischen gibt es aber Langfassungen. Danach lief die junge Frau in dem Caffee hin und her, tauschte, scherzhafte Bemerkungen mit dem Blogger aus, man kannte sich offenbar flüchtig. Kurz vor der Explosion wurde ihr Geschenk, die Büste, ausgepackt, in der angeblich die Bombe versteckt war. Die ganze Zeit sitzt die junge Frau nur wenige Meter vom Geschehen entfernt. Und wie eine Selbstmordattentäterin wirkt sich auch nicht. Kurz nach der Explosion sieht man sie verstört vor der Tür mit all den anderen, die davon gekommen sind. Verhält sich so eine Attentäterin? In Ru Blogs wird jetzt die Auffassung vertreten, sie sei von einem Nationalbolschewiken, der mit dem Ua Geheimdienst in Verbindung stand, angeworben und ihre die Bombe unterschoben worden. Eine der vielen Thesen. Bis hin, man habe eigentlich Prigoschin ( dem das Caffee gehörte) treffen wollen. (Auch These der nächsten Neflix-Serie Prigoschin-Schoigu, die in den USA produziert wird.)

 

AKW Zap

Grossi(IAEA) bemüht sich wie schon in Kiew nun in Kaliningrad um eine Schutzzone um das AKW. Ru soll angeblich zugesagt haben. Grossi hatte bei seinem Besuch in Zap feststellen müssen, dass alle Seiten von einer militärischen „Befreiung“ des AKW reden. Auch Selensky hatte so etwas angedeutet. Nicht schön.

 

Kirchenkampf

Verschärft sich weiter. Nach dem Hausarrest mit Fußfessel gegen den Metropoliten des Kiewer Höhlenklosters, gab es offenbar in mehreren ua Regionen physischen Auseinandersetzungen mit pro ru Orthodoxen und anderen. Einmal um eine Beerdigung, einmal mit einem Soldaten, einmal soll eine Kirche angezündet worden sein. In Liviv soll den pro ru Orthodoxen die Verfügung über die Kirchen entzogen worden sein, in anderen Regionen treten Gemeinden über.

 

Korruption

Die Antikorruptionsbehörde hat das Gouverneursamt in Charkiv durchsucht. Unklar gegen wen genau sich warum der Verdacht richtet. Vor einigen Wochen war schon der Gouverneur von Dnjepro wegen Korruptionsverdacht abgesetzt worden.

 

Drachenzahnland. Putin macht den Potemkim

Bereitet langfristig die Wahlen im September vor. Putin hat auf einer Regionalkonferenz mit dem Sicherheitsrat Vorgaben gemacht, Gebäude und Straßen wiederherzustellen und das Lebensniveau zu erhöhen. Außerdem soll die Verwaltung zügig in die ru integriert werden. Putin braucht zumindest regional sichtbare Aufbauerfolge für Wahl und Propaganda im Herbst. All das findet auch statt, aber vermutlich deutlich geringer, zumal die Korruption beim Aufbau blüht.

 

Mindestens 500 Kinder in der Ukraine getötet

6.4.2023

Vor allem durch den russischen Luftkrieg der ersten Monate starben in der Ukraine viele Kinder. Die genaue Zahl ist unbekannt, da es immer noch keinen Überblick über die Folgen der Angriffe auf Mariupol und andere Orte im Osten der UA gibt. Der Schutz der Schwächsten hat sich zwar durch Rückeroberungen, Schutzmaßnahmen und Luftabwehr verbessert, doch immer noch werden Kinder v.a. in Folge von russischen Raketenangriffen auf Städte getroffen. Von den psychischen Folgen des Krieges ganz zu schweigen.

Jetzt gibt es eine Initiative ihnen ein Denkmal in der UA zu errichten.

Währenddessen macht Russland aus dem UN-Sicherheitsrat, wo es seit dem 1. April (!) den Vorsitz hat keine Klamauk-Bude: Die russische Kinderbeauftragte soll in einer Videoschalte, die Entführung ukrainischer Kinder rechtfertigen.

Richtig populär scheint der Kinderklau in Russland jedoch nicht. Mehrere Eltern haben es geschafft vor Ort ihre Kinder zurückzuholen, was dafür spricht, das es auf lokaler Ebene Verständnis für die Lage der Eltern gibt. Druck in dieser Frage auszuüben, scheint also nicht chancenlos.

 

David stichelt gegen Goliat-Angriffe auf Russland. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 1. -3. 6. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) 

David stichelt gegen Goliat-Angriffe auf Russland

 

Mit einer Serie von Drohnenangriffen trifft, oder zumindest verunsichert die UA Russland. Moskau, Smolensk, Kaluga, Krasnodar, alles Orte in einigen hundert km Reichweite von der Ukraine sind mit unterschiedlichem Ausgang mit Drohnen attackiert worden. Am gravierendsten wohl die Brände in der Raffinerie bei Krasnodar. Ein Hafen wurde für brennbare Produkte gesperrt.

 

Gleichzeitig verstärken sich die Sabotageakte. Melitopel, Mariupol, Hafen von Berdyansk.

 

Geradezu chaotische Verhältnisse herrschen im russischen Grenzgebiet zur Ukraine. Die drei Oblasti Kursk, Beograd, Bryansk werden permanent von ua Artillerie beschossen. Schon drei mal gab es offenbar Grenzübertritte von sog. Russischen Freischärlern und Kämpfe auf russischem Gebiet.

 

Was könnten die Motive der UA sein?

-Verhinderung von Invasion

-Abwehr von Beschuss der Nordukraine

-Verhandlungsmasse (Pufferzone, Tausch gegen Donbas)

-Hemmung von Nachschub

-Umgruppierung von russischen Truppen zum Schutz Russlands zu Lasten der Besatzung

-psychologisch-poltischer Druck auf Russland

 

Offenbar wächst der Druck auf Putin durch die unsichere Südflanke. Putin hat erstmals sogar eingeräumt, dass es unzufriedene Kreise gäbe.

 

 

 

Oblast Beogorod unsicher

Der Tagesbericht aus dem Oblast registriert Angriffe auf 14 Ortschaften mit Granaten oder Drohnen mit Schäden an privaten wie kommerziellen Gebäuden

 

 

Chaos in Shebekino

Vollkommen chaotisch ist die Lage im Ort  mit ca 45 T Einwohnern. Dieser soll 850 mal von den Ukrainern beschossen worden sein. Es gibt 16 Verletzte, Privatwohnungen, 3 Verwaltungsgebäude, ein Wohnheim, 10 Unternehmen und Gewerbeeinrichtungen wurden beschädigt. In der Stadt gibt es weder Strom noch Wasser. CA 300 Kinder wurden evakuiert. Auch Erwachsene evakuieren. Die Regierung erlässt Mietkosten und erwägt Entschädigung für beschädigte Häuser. Eine eher hilflose Geste.

 

 

Putin droht-hat aber keine wirkliche Antwort

Putin ist persönlich in das Problem eingeschaltet. Er droht mit Vergeltungsschlägen nie dagewesener Art. Eine wirkliche Antwort zum Schutz seiner Bevölkerung hat er nicht.

 

 

Präzisisionschlag gegen ukrainischen Militärgeheimdienst?

Wer sagte doch, dass den Russen die Raketen ausgehen? Die These war offenbar nicht richtig. Fast täglich greifen Wellen von ru Drohnen und Raketen an. Angeblich gelingt es hier und da die ukrainische Luftabwehr auszutricksen. Mit Fotobeweisen wird behauptet, dass die Zentrale des ukrainischen Militärgeheimdienstes durch eine Kombination von mehreren hightec Raketen getroffen worden sei, die auch in der Lage seien die Luftabwehr mit Radarstörvorrichtungen zu täuschen. Sicher nicht flächendecken widerholbar, aber für Punktziele gefährlich.

 

Soldatestka Ranking-Konflikte

Einen bizarren Streit gibt es unter den Tschetschenen und Prigoshin Wagner. Vordergründig geht es offenbar um das Ranking, wer der wichtigste Player ist. Prigoshin wird vorgeworfen durch seine Pöbeleien, die Armee zu schädigen. Prigoshin hatte vor seinem Rückzug aus Bakmut mit dem Tschetschenenführer Kadyrev konferiert. Offenbar wollte er sich den Rückzug aus Bakmut von K. absichern lassen. K. ist aber von Putin/der Armee in der Nähe von Donetzk Stadt eingesetzt worden. (Mariinka) Dort versucht die RA schon länger die UA zurückzudrängen, auch um den Beschuss von Donetzk-Stadt zu unterbinden. Offenbar ist das einer der Faktoren, warum es Schwierigkeiten beim Rückzug aus Bakmut gibt.

 

Bakmut-ua Gegenschlag?

 

Möglicherweise ist es beim Rückzug von Wagner-Truppen aus B. zu Problemen gekommen. Die Ua behauptet, erfolgreich sich zurückziehende angegriffen zu haben. Prigoschin wirft der Armee vor, seine Leute durch Minen auf den Rückzugswegen zu gefährden.

                                  

Streit um Luftschutzbunker in Kiew

Weil zum wiederholten Mal Luftschutzbunker nicht einsetzbar waren oder zur Verfügung standen, hat Selensky die Regierung mit Abhilfe und Untersuchung beauftragt. Das ist auch eine Facette im Gerangel zwischen S und Klitschkow.

Gefechte mit Drohnen und Worten. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 30.-31.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

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 Putin peilt Patriot

 

neuartige Drohnen auf Moskau

 

Zwei Welten-in Worten- Schoigus Gegenschlag

 

Putschgerüchte

 

Kadyrev wieder im Krieg

 

Verhandlungen ante portas?

 

Korruption, Wahlen und Druck in den besetzten Gebieten

 

Compliance für ukrainische AKW-IAEA-Forderung

 

 

Gegenseitige Luftschläge

Statt der erwarteten Bodenoffensive (es regnet mal wieder stark an Stellen der Front) versuchen sich beide Kontrahenten sich gegenseitig mit Luftschlägen zu schwächen und diese je nach Interessenlage verbal runter- oder hochzuspielen.

 

Russland will mehrere Munitionsdepots, einen Flughafen, sogar die Zentrale des Militärgeheimdienstes getroffen haben.

 

Die Ukraine trifft offenbar des Öfteren militärische Ziele in Melitopel, eine Raffinerei in Kasnodar, eine Truppenunterkunft bei Mariupol (angeblich 100 Tote), beschießt den Oblast Beogorord.

 

Wie effektiv die Trefferbilanz sind, ist kaum zu entscheiden z.B. in Tokmak behaupten die einen, alle Angriffe abgeschossen zu haben, die anderen einen Treffer. Aber: beide Seiten erzielen immer wieder „Erfolge“. D.h. die Luftabwehr ist in der Fläche keineswegs so effektiv wie z.B. in Kiew.

 

Putin peilt auf Patriot

Der tiefere Sinn der Drohnenschwärme mit anschließendem Raketenbeschuss in Kiew dürfte nach ru Bloggs nach wie vor der Versuch sein, dass Patriot-Laufabwehrsystem zu schädigen und auszuschalten. Sie spekulieren, dass mehrere Stationen von Patriot geschädigt seien. Es wird von Festnahmen in Kiew berichtet, um Schnappschüsse von Einschlägen zu verhindern, die der RA eine bessere Peilung ermöglichen. Nach ua Angaben verschießt Ru derzeit fast eine Monatsproduktion an Raketen an wenigen Tagen. Möglicherweise geht es bei den Angriffen auf Kiew auch um Symbolik, denn die Treffer auf militärische Anlagen in der Peripherie sind -rein militärisch gesehen- effektiver

 

Drohnen über Moskau

Mehrere Drohnen sollen vor, drei aber erst über Moskau abgefangen sein. Z.T. nicht weit von Putins Wohnsitz entfernt. Wegen Folgeschäden mussten wohl 300 Personen evakuiert werden. Die Drohnen sollen eine Neuentwicklung einer ukrainischen Privatfirma sein (Uj-22 Airborne der ukrainischen Firma Ukrjet), die bis zu 800 km reicht. Die UA entwickelt permanent neue Drohnentypen, will angeblich 3000 in petto haben. Der Sinn eines solchen Angriffs dürfte psychologisch-militärisch sein. Putins Russland scheint verwundbar, die Luftabwehr löchrig. Entsprechend beschimpfen ru Blogs die Militärführung. Putin versucht herunterzuspielen, muss aber die Luftabwehr im Kernland verstärken. Die Ukraine dementiert pflichtgemäß eine Beteiligung, USA betonen, mit ihren Waffen würde Ru nicht angegriffen, Großbritannien ist der Auffassung, begrenzte Schläge gegen Russland seien zur Verteidigung der UA legitim.

 

Die gegenseitigen Reaktionen lassen vermuten, dass die Angriffe auf die Hauptstädte, den Kampf noch verbissener machen.

 

Zwei Welten-in Worten

Während die UA Führung in den letzten Tagen mit starken Worten, die Rückeroberung der verlorenen Gebiete und die Zerstörung der russischen Despotie ankündigte, hält der Verteidigungsminister Russlands jetzt auf einer Telefonkonferenz mit der Führung der Streitkräfte der Russischen Föderation dagegen.

-die UA hätte höhe Verluste (mehr als 16.000  in einem Monat)
-die ru Luftwaffe treffe immer besser und schalte westliche Waffen und Munitionshilfe aus.

-die ru Luftabwehr schütze effektiv auch vor britischen Storm Shadow -Mittelstreckenraketen

Die Offensivfähigkeit der UA ist geschwächt, der Westen drängt sie aber in die Offensive

Pfeifen im Dunkeln? Manche meinen, es sei umgekehrt, Russland habe z.Z. zu wenig Truppen, um einen Angriff der UA abwehren zu können.



Putsch in Moskau?

Das erste mal ist meines Wissens in ru Blogs über die Möglichkeit eines Staatsstreiches in Moskau offen diskutiert worden. Die Unterstellung Prigoshin/Wagner könnte dies tun, ist natürlich zurückgewiesen worden. Egal wie realistisch das Szenario, das Thema ist Indiz für Spannungen im russischen Herrschaftsgefüge, zwischen potentiell gemäßigten und radikal-nationalistischen Kräften und dem Apparat. Die Drohnen auf Moskau und die Unfähigkeit russische Gebiet in Beogorod zu schützen, verschärfen die Kritik.

 

Genau diese Konstellation hat Putin aber bisher immer ausbalancieren können.

 

Verhandlungen ante portas?

Die Vorschläge mögen etwas absurd klingen. Aufteilung der UA zwischen Russland und Europa (Medwedew), Neutrale Pufferzone in Südrussland (ua Präsidialamt). Sie sind ein Indiz, dass beide Seiten vermutlich durch die chinesische u.a. Verhandlungsinitiative unter Druck sind, Vorstellungen zu entwickeln, auch wenn sie so maximalistisch klingen, dass Verhandlungen unmöglich scheinen.

 

 

Wahlen in besetzten Gebieten

Putin hat den Weg für Wahlen in Gebieten unter Kriegsrecht frei gemacht. Der Druck russische Pässe anzunehmen wird immer stärker. Nun sind sie auch Voraussetzung für medizinische Behandlung. Angeblich sollen inzwischen 1,5 Mio Ukrainer in den besetzten Gebieten ru Pässe haben.

 

Korruption in besetzten Gebieten

Ua Medien behaupten, dass ein stellvertretender russischer Verteidigungsminister persönlich von den Aufbauarbeiten in Mariupol profitiert.

 

Regeln für AKW Zaporischschja gefordert.

Der IAEA-Chef Grossi hat an den UN-Sicherheitsrat sieben Empfehlungen für die AKWs in der Ukraine gegeben. Die Wichtigsten, Kein Beschuss, keine Lagerung von Militärgütern und militärische Besatzung. Die UA wirft der ru Seite vor, erneut Mitarbeiter des AKS Zap physisch zu bedrohen, russische Arbeitsverträge anzunehmen.

 

 

Kadyrev zieht wieder in den Krieg

Nach eigenen Angaben sollen sich Tschetschenen wieder verstärkt an Offensivmaßnahmen beteiligen. In den letzten Monaten waren offenbar mehr Kräfte von „Sicherheits“behörden eingesetzt.

 

 

Was noch?

 

Lithauen verhängt Sanktionen gegen Kara Mursa Richter und Staatsanwälte

 

Über 1000 Medizinische Einrichtungen in der UA angegriffen über 100 Tote, ein Spitzenwert in Notgebieten

 

Mac Carthy in Polen. Der Versuch der p Regierung russische Einflüsse aufzuspüren, ist umstritten

 

Putin immun. Südafrika hat Putin im Falle eines Bric-Konferenz-Besuches Straffreiheit zu gesichert. Umstritten in Südafrika.

 

Getreideabkommen. Ru Blogger plädieren verstärkt für Abbruch, da Russland benachteiligt würde, auch wegen der Schiffsanschläge der letzten Zeit

Riskantes Kriegsgeheul. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom 27.-29.5. 2023. (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#))

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495                    

 

 

Russische Soldatenmütter und Frauen werden stigmatisiert.

Fehlen der Ukraine Kommandeure

Wahlbetrug in besetzten Gebieten?

Ambivalente Erfolge der Luftabwehr

Wird Prigoshin/Wagner politischer?

False flag attacs zur Diskregitierung der Ukrainer?

 

 

Riskantes Kriegsgeheul

Auf die Massen-Drohnenatacke auf Kiew, die  mehr oder minder erfolgreich abgewehrt wurde, reagierte Selenskyj mit starken Worten und Sanktionen gegen den Iran. : „Unsere gesamte Ukraine wird den Schlusspunkt unter die Geschichte des Moskauer Despotismus setzen.“ Solche Äußerungen, wie schon andere Selenskyjs in der Vergangenheit mögen aus der Situation verständlich sein, sie sind aber riskant, weil sie – in diesem Falle- die Erwartungen an die Offensive sehr hoch hängen. Ähnlich hatte er die Notwendigkeit der Verteidigung von Bakmut damit erklärt, dass daran das Schicksal von Kiew hänge. Bis heute kann die UA daher nicht zugeben, dass sie faktisch aus der Stadt verdrängt wurde. Ansonsten versuchen ua Politiker durch widersprüchliche Aussagen zum Beginn der Großoffensive weiterhin Schrecken wie Verwirrung beim Gegner zu verbreiten.

 

Ambivalente Drohnenabwehr

Die meisten (52 von 54) Drohnen, die in Schwärmen v.a. auf Kiew niedergingen wurden zwar abgeschossen. Aber allein die Brände durch herabfallende Raketenteile richten z.T: größere Schäden an. Auch Tote bzw. Verletzte. Auch ist die Luftabwehr um ein vielfaches teurer als der Beschuss selbst. Während eine Drohne nur einige 10.000 Dollar kostet, kostet eine Rakete ein mehrfaches davon. Offenbar versucht die Ru Luftwaffe, die ua Raketenabwehr auszupowern. Bei den den Drohnen folgenden Raketenangriffen wurde zumindest in Schytomyr eine größere Explosion, vermutlich von einem Brennstofflager, gemeldet.

 

Klasse gegen Masse

Während Russland mit gehäuften Drohnen/und Raketenangriffen mittlerer Größe arbeitet, versucht die UA eher durch Präzisisionsschläge den Gegner zu schwächen. Eine Karte zeigt über ein Dutzend angeblich erfolgreiche Einschläge in einer Woche z.T. weit hinter der ru Front in Zaporishschja über Melitopel, Mariupol bis nach Donetzk.  Während die ru Seite behauptet, sogar die britisch shadow Raketen abgefangen zu haben, behauptet der ua Verteidigungsminister 100% Treffer.

Die UA setzt aber auch zahlreiche, z.T. von Startups, z.T. von staatlichen Fabriken selbstgebaute Drohnen v.a. gegen „exotische“ Ziele im russischen Hinterland ein. Z.B. auf die Drushba Pipeline westlich von Moskau oder eine Raffinerie in Krasnodar.

 

Bakmut

Der angekündigte Rückzug der Wagnertruppen und Ersetzung durch ru Truppen, vermutlich der DNR, läuft. Die UA macht kleine Geländegewinne. Ohne entscheidende Vorteile aus der Lage zu ziehen.

 

Grenzkonflikte-mehr Beschuss-mehr Militär-mehr Milizen

Als Folge des Angriffs auf südrussische Gebiet bei Beogorod ordnet Putin die Grenzverstärkung an. Wie auf der Krim hat der dortige Gouverneur auch die Bildung von Milizen angekündigt. Die Ukraine beschießt Grenzregion massiv, offenbar um Nachschub zu behindern, und russische Kräfte dort zu binden. Ohnehin melden mehrere russische Blogs verstärkten Beschuss an der Front.

 

Kommandeursmangel in der Ukraine

Angeblich soll die UA nach den Verlusten in Bakmut Probleme mit fehlenden Kommandeuren auf der unteren und mittleren Eben zu haben, v.a. mit kampferfahrenen. dAs behaupten (nicht ganz unplausibel) russische Blogs.

 

Angeblich 26.000 Tschetschenen im Ua Krieg

Seit Beginn des Krieges wurden angeblich  mehr als 26.000 Menschen aus der Tschechischen Republik in das Gebiet der Sonderoperation geschickt, darunter 12.000 Freiwillige, die einen beschleunigten Schulungskurs  im tschetschenischen Ausbildungsstätte für Spezialkräfte absolvierten, vermeldet Kadyrev.

 

Wagner-Autorallaye in Jekaterinenburg- Dementi zu politischem Engagement

Mit 100-150 PKW hat Wagner eine Demo in Erinnerung an die gefallenen „Helden“ durchgeführt. Währen P. eigentlich in Russland selbst überhaupt keine Hausmacht hatte, werden inzwischen rund um Rekrutierungsbüros und Friedhöfe, vermehrt Demonstrationen zugunsten von Wagner registriert. Meldungen, wonach Prigoshin sich stärker politischen engagieren will, dementierte dieser (halb). Die Meldung sei nicht autorisiert.

Zur Einschätzung der politischen Bedeutung Prigoschon s. auch H-und-G.info Interview mit Prof. Jörg Babeorwski.

 

Russische Soldatenmütter und Frauen werden stigmatisiert.

Der Rat der Frauen und Mütter, die sich um das Schicksal verschwundener und toter russischer Soldaten kümmern, wird nun als ausländischer Agent eingestuft. Diese Stigmatisierung ist oft die Vorstufe zu Kriminalisierung. Die Organisation protestierte, weil sie eine rein russische Selbstorganisation sei. Putin hat offenbar Angst vor Informationen und Protest zu Kriegstoten und Mobilisierung.

Subotnik für den Krieg

Angeblich wird in Russland verstärkt für unbezahlte Sonderschichten und Überstunden geworben.

 

Evakuierung aus Melitopel Richtung Ukraine

Durch internationale Vermittlung sollen 500 Bürger aus Melitopel die Möglichkeit einer Ausreise Richtung UA bekommen. Was zu Anfang des Krieges noch relativ einfach möglich war, ist heute eine Seltenheit, da nur der Weg Richtung Russland/Krim offen ist. (Mit Filtrierung an Grenzen)

 

Wahlbetrug in besetzten Gebieten?

Bei den Vorwahlen soll es in besetzten Gebieten zu Unregelmäßigkeiten kommen. Nur bestimmte Personen dürfen wählen, Beamte sollen mehrfach abgestimmt haben.

Chemische und atomare false flag Operationen

Der Ua Geheimdienst beschuldigt die RA derartige Verschmutzungen zu inszenieren, um sie den Ukrainern in die Schuhe zu schieben. In der Nähe des AKW ZAP wurde die Bevölkerung zu Schutzmaßnahmen aufgefordert. Beweise für diese Strategie gibt es bisher aber nicht.

Solidarität mit Moldau-Russische Blogger freuen sich für Erdogan

Wollen 50 Staatschef bei einem Treffen in Chișinău zeigen, um russischen Destabilisierungsversuchen gegenzusteuern. Russische Blogger freuen sich über Ausgang der Wahlen in der Türkei und hoffen auf weiteren Schleichhandel.

 

Bakmut. Konter auf den letzten Drücker. Ukraine-H-und-G.info Monitoring vom  12-14. 5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Wer ist Selenskyj?

Es gibt kein ruhiges Hinterland. Langstreckenwaffen für die UA

Abschüsse von russischen Flugzeugen und Hubschraubern

Blogger tragen zur Verwirrung bei

Spannungen in Moldau und Georgien

(Nachtrag) Armer Putin. Auf Parade nur diplomatisch gepunktet

Kirchenkampf

Leitfaden für den ukranischen Widerstand: Kollaborateure vergiften…

Bakmut: Konter auf den letzten Drücker

 

Eigentlich ist die UA fast aus Bakmut verdrängt. Quasi im letzten Moment kommt es an mehreren Stellen zu ua Gegenoffensiven, aber meist deutlich außerhalb des Stadtgebietes. Sie scheinen erfolgreich. Die Behauptung, der RA, dass sie sich aus taktischen Gründen zurückgezogen habe, ist falsch, die UA hat im Norden vorteilhafte Höhenposten erobert, mit der sie auch ihre Nachschubwege besser sichern kann. Im Süden besteht die Gefahr der Einzingeling russischer Soldaten. (Die Sache ist ungesfährt so, als würde in Berlin die Armee nur noch in Heerstraße West stehen und von Potdam und Nauen eine Rückeroberung von Berlin planen.)

Man kann darüber spekulieren, was das nun ist. Einerseits ist eine eine schiere Notmaßnahme, Bakmut, dass nach Worten von Selensky (aus militärischen oder symbolischen Gründen) gehalten werden sollte, wäre sonst in einigen Tagen komplett erobert. Es bestand m.E. die ganze Zeit die Gefahr, dass ua Soldaten und ihre Gerät abgeschnitten würden, zeitweise waren sie die ganzen letzten Wochen fast eingekesselt, weil die Wege unter Beschuss oder schlammig waren.

Andererseits befürchtet Prigoschin/Wagner eine Einkesselung und dies nicht nur aus propagandistischen Gründen, um mehr Armeeunterstützung zu bekommen. In einer ungewöhnlichen Videoaufzeichung zeigt er an Hand einer Karte konkret, wie es die ua Aufstellung erlauben würde, Bakmut großflächig von Norden und Süden zu umrunden und in die Zange zu nehmen.

Offensive wo? Blogger tragen zur Verwirrung bei.

Ob defensiv oder offensiv, die Aktion von Bakmut reiht sich nolens volens in die Offensivstrategie der UA ein. Sie lässt offen, ob die Offensive nicht auch im Donbas beginnen könnte. Es gibt auch Aktivitäten in der Nähe Richtung Horliwka. Da aber auch im Norden (Charkiv), Süden (Zaporischschja) Südwesten (Cherson) jeweils massive Truppenkonzentrationen registriert werden, tappen die Russen nach wie vo im Dunkeln. Die Blogger verschlimmern in gewisser Hinsicht die Verwirrung. Da sie nach den Rückzügen der RA im vergangenen Jahr, der RA-Führung Fehlinformation vorwarfen, haben sie jetzt den Ehrgeiz, es selber besser zu machen. Das führt zu Behauptungen, die Offensive habe begonnen, die sich dann als übertrieben herausstellen.

Schwarzer Tag für ru Luftwaffe

Der Verlust von zwei Hubschraubern und zwei Flugzeugen an der ua/russischen Grenze wird von ru Bloggern als schwarzer Tag charakterisiert. Manche werfen der Armeeführung Fehlentscheidungen vor, andere spekulieren über neue technische Möglichkeiten der UA, etwa den Einsatz eines Patriot-Abwehrsystems an der Nordfront. (Es soll wohl insgesamt zwei geben, unklar, ob aber beide schon eingesetzt) Offenbar wurde versucht, eine russische Luft-Formation, die Gleitbomben auf die UA abschießt, auszuschalten.

Es gibt kein ruhiges Hinterland-Ukraine hat jetzt Langstreckenwaffen

Mit Beunruhigung wird auf ru Seite ein zweifacher Raketenangriff auf die besetzte Stadt Luhansk diskutiert. Die ru Behauptung, es ginge gegen Zivilisten, dürfte propagandistisch, das Ziel die Chemiefabrik PolyPak gewesen sein. Angeblich soll die britische Marschflügkörper Storm Shadow zum Einsatz gekommen sein. Allerdings bezweifen das manche ru Bloggerexperten, die von modifizierten Himars-Raketen längerer Reichweite ausgehen. Luhansk liegt nur einige dutzend km von der Front entfernt, so dass es auch mit einfacheren Raketen erreichbar wäre. Der Einschlag in Luhansk fällt zusammen mit Meldungen, dass die Briten (mit Unterstützung von Dritten) jetzt Raketen größerer Reichweite wie Storm Shadow liefern, und damit ein bisheriges US-Tabu durchbrechen. Mit derartigen Raketen könnten Ziele in Russland wie Rostov, oder die Südoblasti von Kursk, Woronesch, Belgorod getroffen werden. Da diese wichtige Funktionen in der Militärlogistik haben, sehen sogar in Deutschland manche dortige Angriffe als legitim an (Wapuhl, CDU).

Der Vorteil liegt aber nicht bei der UA allein. Auch die russische Armee ist zu gezielten Luftschlägen im UA Hinterland in der Lage, wie der letzte zeigt. In Ternopil wurde wohl ein wichtiges Eisenbahnwerk und Reparaturzentrum an einem Verkehrknoten getroffen. (Zugverspätungen) Es ging also keineswegs (nur) um die Stadt der unkrainischen ESC-Teilnehmer. In Chmelnyzkyj wurde offenbar ein wichtiges Luftwaffenmunitionslager zerstört.
 

Luftabwehr nach wie vor löchrig

Es kann keine Rede davon sein, dass den Russen die Raketen ausgegangen sind, wie behauptet wurde. Es wird nur kleinteiliger und mit kombinierten Waffen angegriffen, Kiew zum siebten Mal im Mai (!). Die Luftabwehr funktioniert offenbar in Kiew zu 100% , inzwischen wohl auch wegen eines Patriotsystems. Andernort kommt die ru Luftwaffe immer wieder durch. Sie agiert in drei Wellen: Drohnen zur Aufklärung von Luftabwehr, Beschuss zur Ausschaltung der Abwehr, Präzisionsschläge. Derzeit werden offenbar militärische und logistischen Ziele im Hinterland angepeilt. Ohnehin ist die Ua gegen manche Waffen u.a. Gleitbomben und einige raketen bisher nur schwer in der Lage, sich zu verteidigen. Ersteres macht die Notwendigkeit  von Jagdflugzeugen deutlich. Bisher werden aber nur MID und evtl. Tschechische Jagdflugzeuge geliefert.

Kinshall gegen Patriot

Bisher war bekannt, dass die UA eine Überschallrakete mit dem Patriot-System abgeschossen hat. Jetzt wurde bekannt, dass dem offenbar ein Angriff von Kinshal auf das Patriotsystem zuvorging. Das Hightech Kräftemessen scheinen die USA gewonnen zu haben.

Armer Putin (Nachtrag)

Putins Parade war mickrig. Außer historischen Ausstellungsstücken keine Panzer. (Dafür immer noch Atomwaffen.) Das muss aber nicht auf Panzermangel hindeuten. Grund kann auch sein, dass es im letzten Jahr an der Front erhebliche Kritik am Moskauer Pomp im Verhältnis zum Mangel vor Ort gab. Der arme Putin beklagte sich, ganz unvermutet und unschuldig im Krieg zu befinden. (Den er immer noch mit einer Spezop kontert). Auch der Opfer wagte er nicht zu gedenken. Allerdings einen Coup hat Putin gelandet, diplomatisch. Während es vorher hieß, keine ausländischen Gäste seine anwesend, rückten dann doch fast alle Führer der ehemaligen asiatischen Republiken an (außer Georgien und Aserbeidjan). Das ist schon bemerkenswert, da diese versuchen, sich aufzuwerten und eigenständiger zu wirken, aber offenbar auf Grund diverser Abhängigkeiten nicht wagten, Putins Ruf nicht zu folgen. Einem Gast ist der Besuch offenbar schlecht bekommen. Lukaschenko wurde nach seiner Rückkehr in ein Krankenhaus eingeliefert. (Hat er bei Prigoschin gegessen? Oder soll er zum Kriegseintritt „bewegt“ werden.)

Wer ist Selenskij?

Während S. in Deutschland den Karlspreis bekommen soll und als Gastgeschenk ein Milliardenschweres Rüstungspaket bekommt, spekuliert die Washington Post an Hand von geleakten US GD-Dokumenten über das wahre Gesicht von S.. Dieser habe intern für Angriffe auf Ru, die Besetzung von ru Territorium als Verhandlungsmasse und der Zerstörung von Erdölleitungen Richtigung Ungarn plädiert und sich als Eiferer gezeigt. Der Zeitungsartikel könnte zumindest die Zurückhaltung der US-Administration bei der Lieferung von longdistance Waffen erklären. Die  UA greift schon jetzt fast täglich Gebiete in Südrussland an. Im Rom redete S. dem Papst ins Gewissen, er dürfe nicht den Agressor und Verteidiger gleichsetzen und äußerte sich skeptsich gegenüber dessen Friedensbemühungen.

AKW Zap

Der Chef der ua Atomenergiebehörde appellierte an die Armee, bei militärischen Aktionen in Zap das AKW auszusparen. IAEA-Chef Grossi will einen Plan zur Entschärfung der dortigen Lage vorlegen. Das vor dem Hintergrund, dass die UA eine Offensive just in diesem Gebiet starten könne, auch mit dem Ziel das AKW zurückzuerobern. Die RA hat Zivilisten und AKW-Mitarbeiter aus der Gegend evakuiert, was die lage im AKW weiter zu destabilisieren droht.

Russische Mobilierung

Angesichts der drohenden Offensive fordern nationalistische Milblogger (wieder einmal) verstärkte Mobilisierungsanstrengungen. Diese wagt Putin weiterhin aber nur verdeckt: Es werden (diesmal von der Armee) wieder Gefangene rekrutiert; asiatischen Wanderarbeitern wird die Einbürgerung im Gegenzug zum Militärvertrag angeboten, die Altersgrenze für Militätrverträge wurde auf 18 gesenkt; in den besetzten Gebieten werden Ukrainer, die einen russischen Passport annehmen, eingezogen (was in gewisser Hinsicht die logischen Konsequenz ist). Allein der Erlass der allgemeinen routinemäßigen Einberufung hat schon soviel Unruhe ausgelöst, dass dementiert werden musste, dass dieser der Mobilisierung diene. Allerdings werden üblicherweise Einberufene bedrängt, Militärverträge zu unterschreiben.

Kirchenkampf geht weiter

Während Russland in den besetzten Gebieten die ukrainischen Kirche verdrängt, gibt es auf lokaler Ebene in der Ukraine ebenso Tendenzen, Kirchen, die sich um Moskauer Patriachat bekennen, zu entziehen. Jüngst eine erfolgreiche Bürgerpetition in Krywyj Rih, über die jetzt der Stadtrat entscheiden muss. Erstmals wurde in der UA ein Priester wegen verabler Unrterstützung der Invasion zu drei Jahren (!) auf Bewährung (weil der gestanden und kooperiert habe) verurteilt.

Spannungen in Moldau und Georgien

nehmen zu bzw. werden geschürt. Im abtrünnigen Transnistrien stehen Wahlen an, ein Kandidat fordert die Verstärkung der dortigen russischen Garnison. Ru Blogger behaupten die UA würde Truppen in der Nähe massieren, um T. anzugreifen. Moldauische Juristen beschuldigen den ehemaligen Polizeipräsidenten, einen prorussischen Putsch geplant zu haben. In Georgien hat Russland die Einreise aus Georgien erleichtert und will auch den Flugverkehr wieder einführen. (Wie das einseitig gehen soll, ist mir allerdings nicht klar). Georgien ist Fluchtpunkt für viele Russen, dadurch aber auch durch Infiltration gefährdet.

 

Leitfaden für den Ua Widerstand im Netz: vom Vergiften und anderem

 (Punkte vom Wichtigsten zum Unwichtigsten)
1) Töte die Besatzer (Schneiden oder Vergiften) In diesem Fall ist es sehr wichtig, dass das Wetter Sie begünstigt. Es ist besser, dies vor dem Regen zu tun, damit der Regen Sie verdeckt Spuren von den Hunden.

2) Übergeben Sie die Daten zur Militär und Rücstungsbewegungen der Besatzungsmacht

3) Melden Sie die Daten von Kollaborateuren und Besatzern an die SBU. ( die dann z.B. durch Drohanrufe unter Druck gesetzt werden: „seiner Familie mit einem Hammer das Gehirn herausschlagen“)

4) Schreibt anonyme Denunziationen gegen nicht kämpfende Besatzer und Kollaborateure an die Russen.Der Wortlaut ist immer derselbe: „Er spricht positiv über die Ukraine, erlaubt sich Phrasen, die unsere Armee und Präsident Wladimir Putin diskreditieren.“

5) Senden Sie demoralisierende Nachrichten an die Besatzer.

6) Legen sie Straforgane der Besatzer mit falschen Hinweisen lahm

Der Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  9.-11.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Bakmut (fast) gefallen

 

Prigoschin hält nur 10 km von 1300 km.

 

Armer Putin

 

Der mit dem Putin tanzt. Nervenkrieg

 

Panik unter Besatzern?

 

Selenskijs Ungeduld

 

Korruptionsbekämpfung rechtsstaatlich oder eilfertig?

 

 

 

Bakmut

Die Lage in Bakmut dürfte etwas anders sein, als in der deutschen Presse geschildert. Die Stadt ist fast von den Wagnertruppen erobert. Ua Kräfte befinden sich nur noch am westlichen Stadtrand, wo sie sich eingegraben haben. Dort finden teilweise kleinere ua Gegenoffensiven statt, aber ohne nachhaltigen Erfolg. Der Durchbruch der Ukrainer, wo die 72. Brigade der RA weggelaufen sein soll, erfolgte 5 km südlich von Bakmut. Ob der Durchbruch zu halten ist, ist offen. Von einer „Einkreisung“ kann derzeit noch gar keine Rede sein.

 

10 von 1300 km. Wagner in Bakmut ist nur eine Episode.

Die Soap-Opera um Prigoshin spielt sich an 10 km Front von 1300 km ab. Dies sollte die Bedeutung deutlich relativieren. Auch P. selbst scheint seine Rolle mehrfach zu überschätzen. Er ist kein Militär, sondern ein mafiöser Kaufmann. Ru Blogger wenden ein, P. habe mindest so viel Munition, wenn nicht noch mehr als die anderen Truppenteile bekommen. Dass er in seiner Großmäuligkeit militärisch geschwächt wird, mag im Interesse der Militärführung sein, aber P´s Munitionsmangel offenbart ein strategisches Defizit der RA. Zumindest muss sie Waffen für die Gegenoffensive horten. Ps erneute Ausbrücke erklären sich allerdings auch rational. P. muss sich natürlich auch immer vor seine Söldner stellen und das mit in diesen Kreise drastischen Worten. Und er muss jemanden den schwarzen Peter für seine schwindende Bedeutung zuschieben. Er war der Lückenbüßer in der Winterzeit, beim Versuch die UA zu schwächen. („Fleischwolf“-Strategie), diese hat sich (teilweise) ins Gegenteil verkehrt.

 

Kinshall ist keine Wunderwaffe mehr

Nach ua bestätigen nun auch US-Quellen dass vor einigen Tage bei Kiiv eine ru Überschallrakete abgeschossen wurde. Eine doppelte Sensation. Erstmals erscheint Putins Wunderwaffe weniger wundersam und erstmals wird ein Einsatz des Patriot-Abwehrsystems im Raum Kiiv zugegeben.

 

Nervenkrieg. Der mit dem Putin tanzt

Täglich wurde/wird mit der Großoffensive der UA gerechnet, aber sie kommt bisher nicht. Was passiert?

-Manche meinen, es sei das Wetter, die Felder noch zu nass für schweres Gerät. Allerdings laut Wetterbericht, wird das Wetter Mitte Mai eher regnerischer.

-Selenkij meint, die Offensive könne auch im Juni kommen. Kuleba meint, man müsse sich auf mehrere Offensiven und baut vor, man müsse sich auf eine längere Kriegsdauer einstellen. Offenbar ist man jetzt in einer Phase des Psychokrieges. Auch die ua Armee täuscht an. Sie greift hie und da an. Sie bewegt größere Truppenteile hin und her. Die russischen Blogger fragen, ist das schon die Offensive oder nur eine Truppenbewegung? Mal geht die UA mit größeren Kontingenten sogar Richtung Front, um sie dann wieder zurückzuziehen. Auch kampfbegleitende Maßnahmen, wie Evakuierungen und Warnungen für die Zivilbevölkerung lassen Kampfhandlungen erwarten (neulich auch in H-und-G.info, sorry), die dann ausbleiben. Der tschetschenische Präsident, Ex-Natogeneral, empfahl, erst zuzuschlagen, wenn man wirklich vorbereitet ist. Offenbar bleibt der ua Streitkräftechef Zaluschny bei seiner alten Strategie: Antesten und Schwachstellen entdecken. Der (kleine) Bakmutdurchbruch zeigt, wie es gehen könnte. Ein frontales Anrennen gegen die keineswegs schlecht vorbereitete RA Armee scheint wenig Erfolg versprechend.

-Allerdings ohne Risiko ist diese Strategie nicht. Die russische Armee ist in Präventivschlägen möglicherweise besser, als die Berichte über zivile Opfer von Luftangriffen erkennen lassen. Nur zwei Beispiele aus ru Bloggs. Angeblich hat die RA in den letzten zwei Tagen, die ua Kommandozentrale von Bakmut in Chasiv Yar getroffen. Auch wenn vermutlich nicht, wie behauptet, wichtige Kommandeure starben, beeinträchtigt dies die ua Aktionen in Bakmut. Ebenso, sollen die tückischen gelenkten Gleitbomben in Beryslav auf der westlichen Dnjeprseite (nördlich Cherson) wichtige Formationen und Ambibien-Geräte zur Flussüberquerung schwer getroffen haben. Auch die sonstigen Luftangriffe auf Logistik im ganzen Land bleiben nicht folgenlos.

Es ist also derzeit primär ein Nervenkrieg, allerdings mit Positionsverschiebungen.

 

Selenskij verteilt das Fell des Bären

S. hat zwei neue (Militär)verwaltungsdistrikte in Cherson ins Leben gerufen. Wohl gemerkt, im derzeit noch besetzten östlichen Cherson-Gebiet. Energoatom bereitet sich auf die Übernahme des AKW Zaporischschja vor und plant Personal aus der Ukraine dort einzusetzen. In Melitopel bereitet sich die (Exil)Verwaltung auf die Übernahme und den Wiederaufbau vor. All das geschieht geradezu demonstrativ. Um sich prokativ vorzubereiten. Um die eigene Bevölkerung zu motivieren. Um den Feind zu verunsichern.

 

 

Verlieren die Russen die Nerven? Durcheinander in den besetzten Gebiete real oder Zweckprop.

In den Ua Bloggs gibt es seit Tagen Meldungen, die den Eindruck erwecken, dass sich die Russen in Zaporischschja/Cherson in Panik befinden.

 

-Besatzer planen lange Dienstreisen nach Russland

-zivile Besatzungskräfte, ihre Familien und sonstige Zivilisten fliehen auf die Krim (Schlangen an Checkpoints)

-Zivilisten werden (zwangs)evakuiert

-Geschäftsinhaber geben ihre Läden/Ladenketten auf

-die Preise steigen

-die Russen zahlen den Verwaltungsangestellten keine Löhne mehr

-die Besatzer plündern medizinischen Einrichtungen, etc.

 

Gerade das Plündern, auch wenn unschön, ist ein geradezu ermutigendes Zeichen, dass die Russen die Flucht schon einplanen. Mehrere russische Blogger sind davon überzeugt, dass die UA derzeit stärker ist, als die RA. Saldo, der russische Gouverneur im besetzen Cherson allerdings hält dagegen, die Sieg sei nah.

 

Allerdings, es ist schwer zu  sagen, ob das alles sicher zutreffende Einzelerscheinungen oder ua Zweckpropaganda ist, um eine Massenpanik in den besetzten Gebieten zu erzeugen, die Erfolge wie im Jahre 2022 in West-Cherson und v.a. in Charkiv möglich zu machen. Es gibt auch bisher wenig Indizien, dass die Russische Armee diesmal wankt. Angeblich setzen sich einige Soldaten ab und eben die kleine Schlappe bei Bakmut, wo die 72 Brigade vor der UA floh.

 

Lage am AKW-Zap immer grotestker

Laut ua Angaben, ziehen die Besatzer jetzt nicht nur die Familienangehörigen, sondern auch Fachleute vom AKW ab (3000!), die russische Arbeitsverträge unterschrieben hatten. Außerdem werden die medizinischen Einrichtungen in Energodar geplündert. Das atomare Risiko im AKW steigt weiter. Will die RA abrücken oder bereitet sie sich auf dem Kampf um Energodar vor?

 

Frauen und Kinder zuerst?

Heißt es bekanntlich bei Schiffshavarien. Insofern ist es erst einmal nicht verwerflich, wenn man Frauen, Kinder und Alte aus potentiellen Kampfgebieten evakuiert. Das muss man auch den Russen zubilligen. Aber. Die Evakuierten sind ua Staatsbürger und man lässt ihnen (anders also noch in 2022) inzwischen fast keine Chance mehr, in die UA zu flüchten. Insofern verkehrt sich eine humanitäre Maßnahme in eine Zwangsmaßnahme zur Zerstörung der ua Identität.

 

Selenskijs Ungeduld.

EU-Mitglied zu sein, heißt Kompromisse zu schließen. Selenykji ist sauer, dass der absolute Freihandel mit ua Agrarprodukten, die die heimische Landwirtschaft in den Anrainerstaaten bedrohen eingeschränkt wird. Das sei „inakzeptabel“. Sicher die Lage der bedrängten UA ist eine besondere, aber EU-Mitglied zu sein, heißt auch die Interessen der Partner zu berücksichtigen.

 

Korruptionsbekämpfung- Rechtsstaatlich oder parteilich?

Es gibt mehrere größere Korruptionsanklagen und Beschlagnahmen. Eine traf den Bürgermeister von Odessa. Das ist pikant, da der ursprünglich russlandfreundliche Politiker, nach der Invasion sich proukrainisch bekannte. Er wurde festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen. Das Vermögen des Chersoner Politikers Saldo, der derzeit Gouverneur im russisch besetzen Cherson ist, wurde beschlagnahmt. Wie noch vor kurzer Zeit viele Korruptionsverfahren scheiterten, scheinen sie derzeit politisch passgerecht durchgezogen zu werden, weil die westlichen Geldgeber es so erwarten. Die Frage ist, ist das eine rein politisch gesteuerte Tendenz oder ein sich rechtsstaatlich selber tragender und korrigierender Prozess?

 

Die USA transferierten erstmals beschlagnahmtes russisches Oligarcheneigentum in die Ukraine. Der Oligarch Konstantin Malofeyev ist ein enger Putinfreund und Sponsor mancher nationalistischer Umtriebe auch im Westen.

Count-down. Ukraine-H-und-G.kurzinfo vom  6.-8.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Russischer Luftangriff gegen Logistik

Massive russische Drohnen, Rakten, und Lufangriffe in der gesamten Ukraine. Ziel ist offenbar die Militär- und Nachschublogistik. Angeblich alle 35 Drohnen abgeschossen. Nach ru Angaben aber Treffer v.a. in Odessa, wo die wichtige Brücke nach Rumänien und möglicherweise der Militärflughafen (Drohnenstartplatz) getroffen sein sollen. (ua spricht nur von Lagerhaus und Ferienanlage) Ru Blogger sehen das als Bestätigung dass Luftwaffe funktioniert und das Agentennetz (Koordinaten) in der Ukraine wieder hergestellt ist. Vermutlich sind noch Raketen auf Schiffen in Reserve.

UA Aufmarsch. Truppenmassierungen in mehreren Richtungen

Nach Russische Quellen massiert die UA weiterhin an mehreren Stellen Soldaten für einen Angriff: Drei Keile in Zaporischschja, Truppenmassierung in Cherson westlich des Dnjepr (Schwerpunkt unklar) , evt. Truppenbewegung Richtung Donbas (unklar wo). Vermehrter Beschuss an Zap Front durch UA.

Angeblich werden in Zap Sonderblutspenden organisiert, die ua Bevölkerung in den besetzten Gebieten wird aufgerufen, Koordinaten von ru Stellungen durchzugeben.

Bakmut schmilzt weiter

Wagner rückt weiter vor, eigentlich gibt es nur noch ein kleines Stadtviertel im Nordwesten, was die UA innehat. Die Munitionszusage aus Moskau hat zu vermehrten Wagner-Angriffen und Angriffen von russischen Unterstützungstruppen geführt. Warum P. Bakmut 100 Meter vor dem Zielt hätte verlassen sollen, erscheint nicht richtig logisch. Ist wohl ein Pokerspiel gewesen, (auch um die Söldner bei der Stange zu halten) was aber bei vielen nicht gut ankam. (Pietätlosigkeit Leichen zur Schau zu stellen, Streitigkeiten auf offener Bühne). Allerdings auch eine Art Bewunderung. Jeder Armeeführer, der das gemacht hätte, säße im „Keller“ d.h. Knast. Tschetschenen dürften die Wagner-Truppen kaum so schnell ersetzen können. Vermutlich sollen sie Wagner beim Durchkämmen und Säubern der Stadt entlasten, was ihre Spezialität ist.

Auch ru Blogger sehen in der Sache einen Verteilungskampf bei allgemeinem Munitionsmangel.

Panik unter ru Besatzern in Drachezahnland/Zaporischsschja?

Ua Quellen Berichten von Zwangsevakuierung, Flucht, Ladenschließungen, Plünderungen, Mangel an Versorgungs- und medizinischen Gütern. Vielleich übertrieben, um die Panik auch zu schüren. Allerdings. Es gibt nur geringe Hinweise auf Panik unter Soldaten. Nur die Behauptung, dass in den Evakuierungsbussen auch viele Soldaten seien. Nicht überprüfbar, kann reine Zweckprop sein.

Russland wehrt Angriffe ab

Will ua Angriffe mit Drohnen (Krim) und Sabotageakt gegen Flughafen (Radarflugzeuge mit hoher Reichweite) abgewehrt haben.

 

 

Steht Offensive kurz bevor? H-und-G.info Einzelinformation 6.5.2023 ca 6 Uhr

Der (militärische) Verwaltungschef von Nikopol (gegenüber Engergodar/Zap) , Yevtushenko, forderte die Bürger an beiden Seiten des Kachowka-Stausees am Dnjepr auf, das ganze Wochende die Häuser nicht zu verlassen und die Nähe von Verwaltungszentren zu meiden.

In Cherson gibt es eine mehrtätige Ausgangssperre, die aber nicht den Wohnungsnahen Raum betrifft, also nicht primär der Sabotageabwehrt gilt, sondern das Stadtgebiet als solches betrifft.

Beides sind sehr ungewöhnliche Maßnahmen bzw. Aufrufe, v.a. die Dauer.

Auf der russische besetzten Seite in Zaporischschja hat der dortige Besatzungs-Gouverneur, Balytsky beschlossen, die frontnahen Siedlungen zwangsweise zu evakuieren. Schon jetzt sollen die Kinder Richtung Berdyansk/Asowsches Meer abtransportiert werden, was offenbar auf Widerstand stößt. Angeblich fliehen Besatzer scharenweise Richtung Krim. Es gibt Videos von langen Schlangen von PKW und LKW.

Der Besatzungs-Gouverneur des Gebiets Saporoschje Balytsky  soll gesagt haben „Die Gegenoffensive der Streitkräfte der Ukraine kann in den kommenden Tagen oder sogar Stunden beginnen.“ Offiziell wurde die Evakuierung mit Sicherheitsmaßnahmen begründet. „In den letzten Tagen hat der Feind den Beschuss von Siedlungen in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie intensiviert.“

 

Laut ru Quellen ist die Region eines der Hauptkonzengtrationsgebiete der ua Armee. Auch in den letzten Tagen sollen die Kontingente noch einmal durch Urlaubssperren etc. verstärkt worden sein. Andererseits ist auch die Russische Armee ziemlich gut auf einen potentiellen Angriff an diesen Abschnitten vorbereitet. Eine Verlagerung des Schwerpunktes von Bakmut nach Zap ist erkennbar (auch Wagner-Truppen)

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen. Ukraine-Monitoring  vom  3.5.-5.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

Erwartungsdruck in Ukraine sehr hoch

Aufmarsch hat begonnen

AKW Zap birgt Sprengstoff

Indien unterläuft Ölsanktionen

Bakmut-schmelzende Scholle des Widerstandes

Kreml-Drohne viel Spekulation und Propaganda-manche mahnen zur Besonnenheit

Passportisierung unter Verschleppungsdrohung

 

Hybride Offensive in Ukraine hat begonnen

 

Vermehrt gibt es ukrainische Anschläge und Drohnenangriffe in russisch kontrollierten Gebieten, die die Kriegslogistik der Russischen Armee untergraben und Verunsicherung und Panik unter den Besatzern schüren sollen.

 

-im südlichen Russland gab es drei, davon zwei erfolgreiche Anschläge auf Züge, die offenbar Treibstoff Richtung Front transportieren sollten

 

-in der Nähe der Krim-Brücke explodierte ein Treibstofflager nach Drohnenangriff, einen ähnlichen Angriff gab es vor einigen Tagen in der Nähe von Simferopol auf der Krim, einen erneuten auf ein Öldepot in Rostov gestern

 

-mindestens zwei weitere auf Ölanlagen oder Pipelines im Süden Russlands

 

-in Melitopel/Zaporischschja häufen sich Anschläge auf kooperierende Sicherheitskräfte

 

-auf der Krim gibt es gehäuft Drohnenangriffe, von den zwar mehrere abgefangen werden, aber auch schon Öldepots und Militäranlagen getroffen wurden

 

Modifizierte Luftstrategie

Statt Großangriffen in Abständen scheint die RA nun relativ kontinuierlich kleinere Luftangriffe durchzuführen, auch mit Drohnen und Gleitbomben. Auch sie zielt auf die Nachschublogistik, wie in Cherson und Odessa.

 

Erwartungsdruck vor Offensive in Ukraine ist groß

Seit Wochen bereiten sich Verwaltung und Freiwillige von aus der Region Melitopel Geflohenen konkret auf die Wiedereinnahme ihrer Stadt und den Wiederaufbau vor. Seit Wochen tagen Arbeitsgruppen. Kontakte zu europäischen und amerikanischen Partnerstädten helfen. (Regensburg spendete zwei Busse.) Die Bürger von Melitopel gehen fest davon aus, dass ihre Stadt, die derzeit eine hochgerüstete russische Garnison ist, demnächst rückerobert wird. Motor ist der ehemalige Bürgermeister, der einer der ersten war, den die Russen nach der Besetzung inhaftiert und gefoltert hatten.

 

Kreml-Drohne Experten gehen davon aus….

Kein Mensch außer den Verursachern weiß, was und wie da was über dem Kreml explodierte. Dennoch werden in deutschen Medien „Experten“ zitiert, die davon ausgehen, dass….Sicher leben Analysen auch von Vermutungen, aber dann muss man sie als solche kennzeichnen. Nach wie vor ist alles möglich….

Fake der Russen: Um die Bevölkerung in Kriegslaune zu bringen: Sicher, es ist unwahrscheinlich, dass eine Drohne unentdeckt über Moskau zum roten Platz fliegt. Ganz unmöglich ist es nicht. Man erinnere sich an die Landung von Rust dortselbst. Dagegen spricht aber, dass es kein gutes Licht auf die Verteidigungsfähigkeit der russischen Führung wirft

Angriff von ua Seite: Die Ua hat die Fähigkeit, Drohnen bis Moskau zu schicken, derzeit laufen verstärkt ua Drohnenangriffe und dies könnte eine Warnung sein. Dagegen spricht, die Ua riskiert demonstrative Gegenangriffe auf Kiew, Selenskji, Ärger mit den USA, etc.

Angriff von Dritter Seite, z.B. autonom agierenden Sabotagetrupps: Bisher ist nicht einmal klar, wo die Drohnen gestartet sein soll

Fake von ru Hardlinern, um die Kriegsanstrengungen Putins zu stimulieren

Festhalten kann man bisher nur zweierlei:

  1. Die Sache wirft kein gutes Bild auf die ru Luftabwehr
  2. Selbst ru Blogger, die nicht an einen ua Angriff glauben und über die ru Luftabwehr spotten (man solle Drohnenverbotsschilder in Moskau aufhängen), fordern schärfere Aktionen gegen die UA, ähnlich dem Tenor von Clown Medwedew

Es gibt aber auch interessante besonnenere Reaktionen: Prigoschin meint, das würde am Kriegsverlauf nichts ändern, das Problem sei der Granatenmangel; andere warnen vor Eskalationshysterie, etwa atomare Reaktionen seien vollkommen unangemessen.

Kiew-Drohne-Irrläufer oder gehackt?

Laut ua Angaben war die abgeschossene Drohen über K. eine außer Kontrolle geratene eigene türkische Drohne, ru Quellen behaupten, sie sie gehackt worden.

Aufmarsch läuft

  Derzeit sind an verschiedenen Frontabschnitten vermehrte Klein offensiven zu beobachten. Auch ru Gegenoffensiven. Dies könnten Abcheck- (nach Schwachstellen) oder Ablenkungsmanöver sein.

Laut ru Bloggern soll es v.a. in Zaporischia und westlich Truppenkonzeptrationen von je mehreren 10.000 Mann und hunderten Panzern geben. Zusätzlich hat die Ukraine aus bewaffneten Sicherheitsorganen 7 Brigaden mit etwa 30.000 Mann als Sturmtruppen gebildet und ausgebildet, die bereit stehen.

Diese Massierung spräche für einen Angriff in Zaporischja und eine massive Dnjepr-Überquerung, evtl. ca. 20 km südlich von Enegodar, wo der Fluss relativ schmal ist. Ru Quellen haben eine Massierung von Amphibienfahrzeugen ausgemacht. Vorrücken von Amphibienkräften gibt es jetzt schon im Dnepr-Delta, wo es zeitnah zu direkten Gefechten mit ru Kräften kommen könnte.

Das Flussbett des Dnepr steigt, bedingt durch Regenfälle, aber auch Staudamm- ablässe. Die Ru Seite spekuliert, dass die Ua damit die Minen und Befestigungsanlage an der östlichen Dnjeprseite wegschwemme könnte. Es ist freilich riskant auf diese Weise massenhaft Minen zu mobilisieren.

Wagner Chef Prigoschin geht von 200.000 aus, die die UA als Reserve für den Angriff hat. UA Angaben gibt es nicht.

AKW ZAP birgt Sprengstoff

Könnte durch die Offensive mehrfach gefährdet sein. Nach IAEA-Angaben soll die ru Seite nicht nur Waffen, sondern auch Sprengstoff im AKW untergebracht haben. Derartige Verteidigungsmaßnahmen sind schon vom Kachowka-Stauwerk bekannt. Die UA Seite hat mehrfach erkennen lassen, dass sie das AKW militärisch zu rückerobern gedenkt. Die mögliche Offensive in der Nähe könnte den Beschuss wahrscheinlicher werden lassen. Offenbar verlässt sich die UA Seiter darauf, das AKW gut zu kennen und den Berstschutz. Aber das Personal ist jetzt schon vollkommen entnervt, allein menschliches Versagen nicht ausgeschlossen. Etc. Insgesamt wäre das -gelinde ausgedrückt- keine gute Idee.

Bakmut -Drama auf einer schmelzenden Scholle

Widersprüchliche Informationen. Angeblich rückt Wagner weiter vor, möglicherweise aber verlangsamt. Nur noch 6% der Stadt gehörten den UA. Es gibt Gegenoffensiven der UA, deren Erfolg unterschiedlich dargestellt wird. Laut nicht ganz abwegigen ru Quellen, ist die Lage aber für die UA prekär, weil sie nicht/kaum noch mit Fahrzeugen in die und aus der Stadt heraus fahren kann. Der Nachschub würde zu Fuß über Schleichwege erfolgen, die ebenso beschossen würden. Manche sehen darin eine faktische Umzingelung. Prigoschin dementiert das und betont die ua Gegenwehr. (Irgendwie hat er Respekt vor den UA, aber sicher auch taktisch um weitere Munition zu bekommen.)

 

Menschrechte

Selenskyj fordert internationales Sondertribunal a la Nürnberg. Experten sind wegen Akzeptanz bei Sondergerichtsbarkeit skeptisch.

Die UA sieht 20.000 Zivilisten als vermisst an. (Offenbar zusätzlich fast 20.000 verschleppte Kinder)

Internationale Rechtsexperten stufen Kinderverschleppung als Verbrechen ein, allerdings gibt es unterschiedliche Bewertung der Zahlen. (die Ua zählt viele unterschiedliche Fallgruppen dazu, wie h-und-G.info berichtet hat)

F16 -Bewaffnung möglich

Offenbar gibt es ausgehend von den Niederlanden u.a. Bewegung in der Frage der Ausrüstung der Ua mit F 16 Fightern. Die USA müssten zustimmen, was sie bisher nicht wollen, um Direktangriffe auf Ru zu vermeiden.

Passportisierung in Drachenzahnland

Die gesetzliche Drohung, Ukrainer zu verschleppen, die sich weigern ru Pässe anzunehmen, wird in die Realität umgesetzt. An verschieden Stellen bedrohen Soldaten entsprechend Bewohner. Teilweise bringen sie Busse als Drohgebärden mit. Die ua Regierung hat die Haltung des Menschenrechtsbeauftragten unterstützt, dass man bei Selbstgefährdung den Widerstand gegen ru Pässe aufgeben solle. In den vergangen Tagen war das in der ua Regierung noch umstritten.

Sanktionen

Ein ominöses indisches Unternehmen soll seine Tankerflotte extrem vergrößert haben und russisches Öl transportieren. Ru hatte nach Sanktionen angekündigt, eine Flotte aus Alttankern aufzubauen.

Gasprom leidet deutlich unter Exporteinbrüchen.

Die Ua bezichtigt eine der größten ungarischen Banken, kriegsbegünstigende Kredite in Ru auszureichen.

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Ukraine-Monitoring  vom  30.4.-2.5. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Ist China der lachende Dritte?

 

Lauern vor der Offensive

 

Ukrainische Diskussion zum passiven Widerstand kontrovers

 

Frankreichs Schwäche für Uran

 

Putin in Südafrika unerwünscht?

 

Prigoschin der Zocker

 

 

Planziel erreicht- 100.000 tote Russen?

Nach US-Angaben könnten in den letzten 5 Monaten 100.000 Russen umgekommen bzw. schwer verletzt worden sein (casualties). Das entspräche in etwa den Plänen, die RA um diese Größe zu schwächen, um den vorüberghebenden Vorteil nach der Teilmobilisierung vom September vor der Frühjahrsoffensive zu zerstören. (s. Interview mit G. Gessel auf H-und-G.info, wo er dies um die Jahreswende erläutert hat.) Andererseits wirkt die Zahl etwas sehr glatt und genau sind die Verluste der jeweils anderen Seite nicht zu berechnen. Und: Wenn man die Verluste der UA nur mit 1:5 rechnet, sind auch sie beträchtlich.

 

Scheitern der ru Winteroffensive

Eine Statistik zeigt, dass Russland seit September kaum, seit November fast gar keine nennenswerten Gebietsgewinne gemacht hat. Die Fortschritte bei Bakmut sind angesichts der Größe des Landes minimal. Die Größe des besetzten Gebietes liegt (mit 2014) bei knapp 20% der Ukraine.

 

Der Westen zahlt, die Ukraine blutet, China könnte der lachende Dritte sein.

Anders als die Rechnung des Westens und Russland könnten nicht sie, sondern China der Gewinner des Konfliktes werden. Immer mehr rücken Parteien zusammen, die eine Friedenslösung zu ereichend versuchen. Brasilien, China, der Papst….. Das liegt auch daran, dass der Westen bisher keine plausible Exitstrategie präsentieren kann.

 

Passiver Widerstand kontrovers

Die Empfehlung des Ua Menschenrechtsbeauftragten, in den besetzten Gebieten russische Pässe anzunehmen hat eine lebhafte Kontroverse in der UA ausgelöst. Bisher galt es, der Passportisierung als Zeichen des Widerstandes zu widerstehen. Streng genommen, war die Annahme von ru Pässen sogar strafbar. Doch der Druck wuchs ständig. Ohne ru Pass keine öffentliche Anstellung, keine Gewerbeanmeldung, keine Rente, etc.. Ein neuer Erlaß Putins bedroht Passverweigerer mit Haft und Verschleppung nach Russland. Dies war der Anlass für die Empfehlung des Menschenrechtesbeauftragten. Iryna Werechuk, die stellvertretende MP für die besetzten Gebiete, widersprach und verwies auf die baldige Befreiung. Doch die Debatte ist kontrovers. Eine Umfrage einer Zeitung aus Mariupol (die in Kiew ansässig ist) zeigte, dass eine deutliche Mehrheit hinter der Position des Menschenrechtsbeauftragten steht. Ein Präsidentenvertrauter versuchte es jetzt mit einer salomonoschen Formel. Die Pässe nicht freiwillig nehmen, nur wenn es nicht anders geht, um sich zu schützen.

 

Russen hoffen auf Regen- Warten auf die Offensive

Russen sehen auf die Wetterkarte und spekulieren, wann und wo der Angriff kommt. Die letzten Tage regenete es noch, die jetzige Woche wird es besser, Mitte Mai wird wieder Regen prognostiziert.

Ru Blogger registieren Truppenkonzentrationen mit Mittelzaporischja. Die UA hätte die Geländeausbildung für die zu erobernden Gebiete Richtung Süden abgeschlossen.

 

Ob die UA genau da angreift, wo jeder es erwartet, ist allerdings fraglich. Melitopel ist eine Schwerpunktgarnison der RA, Zaporischhja ist inzwischen von Verteidigungslinien durchzogen. Auch einige hundert Wagner-Sträflinge wurden dorthin verlagert. Andere sollen sie in Schach halten, um Fluchten zu verhindern. Vermutlich Kanonenfutter, bei Durchbruchsversuchen oder Gegenoffensiven. Angeblich, laut brit Quellen plant Ru Gegenoffisive nach Zap, wenn Angriff der UA misslingt.

 

Sabotage und Angriffe in Russland wichtiger Teil der Offensivstrategie

 

-in der Region Melitopel nimmt offenbar die Zahl der Sabotageakte wie der gezielte Beschuss von milit. Infrastrktur zu. Z. B. Polizeieinrichtung in Tokmak.

-erneute Drohnenangriffe per Wasser und Luft auf Krim/Sebastopol

-Sprengstoffanschlag auf Treibstoffzug in Brjansk/Russland

 

Luftschläge-zielen Russen jetzt genauer?

Beim jüngsten Luftangriff lag die Abschussquote bei Raketen unter 80%. Die Treffer erzielten Schäden in der Energieinfrastruktur in zwei Regionen und zerstörten vermutlich das Lager eines Chemiewerkes, was Waffentreibstoffe liefert. Kievs Luftabwehr ist offenbar effektiv, in anderen Regionen ist sie es nicht. Die Abschüsse sind teilweise eingepreist. Ru täuscht die UA mit Atrappen und Drohnen an, um die Lauftabwehr zu erkunden. Ru Blogger rühmen sich präziser Einschläge wie in der Chemiefabrik und gegen ein Raktenabwehrsystem (S-300) bei Cherson. Nachdem dieses ausgeschaltet war, wurde Cherson gleich noch einmal beschossen. Das Patriotsystem, die beste vorhandene Luftabwehr-  ist geliefert, aber noch nicht im Einsatz.  

 

Bangen auf ua Seite

Auf auf ua Seite, sieht man teilweise mit Bangen auf die Offensive. Die Gegenseite hat sich vielleicht besser vorbereitet, als manche Meldungen erkennen lassen.

-Gräben, Drachenzähne- Minengürtel machen ein Vordringen der UA v.a. in Richtung Süden/Krim schwierig. Sie sind nicht unüberwindbar, aber verlangsamen und erhöhen allein dadurch die Verluste

-die RA hat Jamer-Ketten erreichtet, um die ua Aufklärungs- und Kamikazedrohnen zu desorientieren, angeblich ziemlich erfolgreich

 

Prigoschin- der Zocker

Sicher, P. hat auch realistische Momente, aber man darf nicht vergessen, als der Mann in den 1990ern aus dem Knast kam, begann er seine Karriere in Leningrad im Glücksspiel: Der Mann ist ein Zocker, der sich auf Buffen versteht, bevor er die Karten offenlegt. Wagner ist die „stärkste Armee der Welt“, das sind auch kraftmeierische Sprüche, um überhaupt Söldner rekrutieren zu können. Alle Angaben, dass er 10 Container Munition pro Tag benötige, allenfalls ein Drittel bekäme, Opfer von Verrat bei der Armee sei, sind also nicht unbedingt auf die Goldwage zu legen. Bei allen verständlichen Versuchen der Armeeführung  P. nicht zu groß werden zu lassen, halte ich es immer noch für wahrscheinlich, dass die RA insgesamt Munitionsmangel hat bzw. Munition für die Offensive hortet und P´s Probleme allgemeine sind.

 

P´s Spekulationen über die Probleme Russlands bei einer ua Offensive können auch einev Präventivlegende sein. Der Armeeführung, die nicht genügend Waffen lieferte, wird vorsorglich der Schwarze Peter zugeschoben und damit von der politischen Führung Russlands weggenommen. Dies unterscheided P. stark von Ultranationalisten wie Girkin, die schon jetzt Putin als Schuldigen identifizieren. (Offenbar mit ausreichend Deckung, um das fast täglich zu posten)

 

Bakmut schwer in Bedrängnis- dennoch Spott für Wagner-Truppen

UA Aussage, wonach die Lage in B schwierig aber beherrschbar sei und die RA es nicht geschafft habe, die Ua abzuschneiden, mutet ein wenig wie das Pfeifen im Walde an. Sicher gibt es noch Zufahrtswege, aber nur unter Beschuss. Sicher hat die UA ihr Potential dort verstärkt. Es kann sogar sein, dass es (kleine) Gegenoffensiven gibt. Aber die Wagner-Leute drängen in der Stadt weiter vor, sind jetzt offenbar westlich der Tschaikowski-Schnellstraße. Angeblich versuchen die UA dort die letzten Hochhäuser zu sprengen, da die Hochhäuser im Straßenkampf einen wichtigten Vorteil gegenüber der Gegenseite bieten. Diese Hochhäuser liegen fast am westlichen (!) Stadtrand, so dass da nicht mehr viel bleibt. Immerhin werden Ra Kräfte dort gebunden, die Verluste von Wagner sind hoch und die RA kommt insgesamt sehr langsam voran. Ru Blogger spotten vereinzelt darüber, dass es über hundert Jahre dauern würde, wenn man auch diese Weise Kiew erreichen wolle.

 

Sanktionen:

 

Frankreich eiert bei Atom. Frankreich beteiligt sich weiter am Bau einer ungarischen Atomanlage, an der auch russische Firmen beteiligt sind. Frankreich ist auf Grund seines hohen Atomenergieanteils abhängig von Uranlieferungen, wohl auch aus Russland, wenn man ru Quellen Glauben schenken kann.

 

Großkonzerne wie Hundai und Daimler verkaufen ihre Fabriken in Russland. Derartige Verkäufe sind ambivalent. Bei einfacher Technologie (McDonald) können die neuen Eigentümer das Gewerbe einfach weiterführen, bei komplizierter dürfte es defizite bei Kapital und Know-how geben. Aber langfristig könnten diese Verkäufe sogar die Autonomie Russlands stärken. Bei manchen Verkäufen stellt sich die Frage, ob es nicht Strohmannkonstruktionen sind, in die die urspünglichen Inhaber eines Tages wieder einsteigen könnten.

 

Kriegsverbrechen

 

-Irrte Amnesty International? Ein Bericht von AI im letzten Jahr, der beiden Kriegsparteien Kriegsverbrechen vorwarf, steht erneut in der Kritik. Eine Evaluierung ( es ist möglicherweise die, die AI extern selbst aufgab) soll laut NYT erhebliche Schwächen bei der Beweisführung bei ua Kriegsverbrechen kritisieren.

 

-UA will Kriegsverbrechen international verfolgen. Die UA will zahlreiche Beweise für Kriegsverbrechen der RA, u.a. die Tötung von Gefangenen dokumentiert haben. Die ua Geheimdienstchef kündigte etwas nebulös an, dass diese Kriegsverbrecher auf der ganze Welt verfolgt werden würden.

 

-Putin in Südafrika unerwünscht? Südafrika will Putin davon abhalten, zu dem Brics-Treffen nach Sa zu kommen. Grund ist der internationale Haftbefehl. Südafrikas, dass seine neue politische Form auch der Menschenrechtsbewegung verdankt, will die internationale Strafgerichtsbarkeit nicht konterkarieren.

Russland ist verwundbar. Ukraine-Monitoring  vom  27.-29.4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Raketenangriff. Kriegsverbrechen aus Versehen.

 

Bakmut hält-kaum noch

 

Trotz Luftangriff. Ukraine exportiert wieder Strom.

 

Vergewaltigungen in Mariupol

 

Putin hat Angst und verschärft Gesetze

 

Besatzer in Panik?

 

Luftangriffe bleiben Gefahr

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

 

 

 

 

Russland ist verwundbar

Ein Großbrand in einem Öllager in Sebastopol/Krim auf ca. 1000m2 zeigt wieder einmal Russland ist verwundbar. Ursache vermutlich eine ua Drohne. Derartige Angriffe auch auf russisches Kernland, dürften Bestandteil der Offensive werden.

 

Kriegsverbrechen „aus Versehen“

Russische Blogger räumen ein, dass der Angriff auf ein Hochhaus in Uman, bei dem mindestens 23 Personen auch Kinder starben, eine „Versehen“ war. Derartige Versehen wird es künftig wohl öfter geben, da die neue Luftstrategie der RA wohl v.a. darauf abzielt, die Logistik der UA im Hinterland zu treffen.

 

Der jüngste Luftangriff zeigt:

 

Die Angriffsstrategie hat sich geändert, die Angriffs Rhythmen sind deutlich länger, die Zahl der Raketen deutlich geringer (1/4 der Großangriffe). Aber die RA ist nach wie vor gut in der Lage dies zu tun. Möglicherweise hortet sie auch Raketen für die Offensivauseinandersetzungen.

 

Die Ua hat  21 von 23 Raketen abgefangen, d.h. über 90%. Bei Drohnen ist die Abschussrate zudem unklarer. Zudem hat die RA mit Luftbomben eine kostengünstige und bisher nicht abwehrbare Alternative zu Raketenangriffen in Grenz und Frontnähe gefunden.

 

Ukraine wieder Stromexporteur, trotz Raketenangriffen.

Bis auf Probleme in der Ostukraine mussten die Energieversorger, diesmal keine Stromsperren mehr durchführen.  Die Lage ist zwar angespannt, weil die UA Energieinfrastruktur nach wie vor stark beschädigt ist. Dennoch ist die UA wieder in der Lage Energie in die Nachbarstaaten Polen und Moldawien zu exportieren, was auf Grund der Luftangriffe Ende 2022 unterbunden worden war. Es wird aber auch Strom aus der Slowakei importiert, offenbar um Schäden im Nordwesten zu kompensieren. Die UA ist inzwischen Teil des EU-Stromverbundes.

 

Bakmut vor Endkampf?

Nach Wagnerangaben, die nicht ganz falsch sein dürften, hat die UA nur noch 10% der Stadt unter sich. Die Front verläuft tendenziell an der größten Tschaikowsky-Ausfallstraße, bis zur westlichen (!) Stadtgrenze ist es nur noch ca. 1 km (die Stadt ist 5-10 km breit.) Angeblich wurde das UA Ausweichquartier in Nachbarort getroffen. Die UA schickt nach wie vor Reserven, vermutlich um zu verhindern, dass die Stadt vor der Offensive fällt. Wirklich unklar, womit das enden soll.

 

Prigoshin ante portas

Angeblich kann Wagner/Prigoshin aus Munitionsmangel kaum noch mit Artillerie schießen, P. redet von Verrat von Bürokraten. Allerdings scheint es so, dass die russische Armee die Funktion von Luft- und Artillerieangriffen übernommen hat, und Wagner das streetfighting überlässt. Es kann auch sein, dass die RA ihre Munition generell stärker rationiert, um für den Gegenangriff gerüstet zu sein. Erkennbar ist auch, dass man Wagner keinen Triumph zubilligen will. In offiziellen ru Blogs wird Wagner gar nicht erwähnt oder runtergespielt wird. Dass die RA soweit geht P. ganz absaufen zu lassen, mag man bezweifeln. P. hatte ganz offenbar darauf gesetzt, in B. einen symbolischen Sieg zu erringen, der es womöglich auch Russland erlauben würde, gesichtswahrend den Krieg erst einmal einzufrieren. P. hat durchaus Respekt vor der Gegenwehr der UA und auch von der zu erwartenden Offensive.

 

Prigoshin- der Kritiker der Elche

Ätzt immer wieder gegen die reichen Russen, nicht zuletzt um seine prolligen Söldner mit diesem nationalrevolutionären Gebräu zu motivieren. Dabei ist der Kritiker der Elche, wie sich in einer jüngeren Finanzaufstellung von Wagner zeigt, einer der größten Kriegsgewinnler.

 

 

Zornige Patrioten drehen auf

Mit einer Kundgebung wollen die zP für ihre Sache werben. Das sind v.a. radikale Kreise aus dem Donbaskrieg von 2014, wie Pavel Yuryevich Gubarev, der sich damals zum Volksgouverneur des Donbas erklärte oder Igor Girkin, der als GRU Mann damals die Donbasaktionen steuerte. Sie repräsentieren eher die Freiwilligen aus dem Donbas und plädieren für eine Massenmobilierung in Ru und eine Intensivierung der Kriegsmaßnahmen. Offenbar wegen ihrer radikalen und teilweise irrationalen Verhaltensweisen,  wurden sie von der offiziellen Seite ausgesteuert und versuchen jetzt durch Öffentlichkeitsarbeit Einfluss zu gewinnen. Möglicherweise auch in Hinblick auf die Wahlen im September.

 

Getreidekrise-Brüssel zahlt.

Ist offenbar (vorerst beigelegt). Verschiedene landwirtschaftliche Produkte sollen die Anrainerstaaten nur im Transit passieren, außerdem zahlt Brüssel Ausgleichsleistungen. Generell bleibt es für Importzollfreiheit für die UA während des Krieges. Dennoch dürfte es keine Ruhe an der Getreidefront geben. In Polen ist es Wahlkampfthema, Missbrauch ist nicht auszuschließen, eher wahrscheinlich. Die UA ist unzufrieden mit den Restriktionen.

Darüber schwelt der Konflikt mit Russland über den Wasserweg. Russland will mehr Düngemittel, auch über eine Pipeline via Odessa exportieren. Es wirft der Ua vor vom Getreidehafen Odessa Drohnen Richtung Krim zu schicken. Vermutlich kommen diese aber eher aus der Ecke Cherson, was näher ist und wo auch die Marine-Spezialeinheiten ihren Sitz haben.

 

Bewaffnung

Der Ua schreitet voran. Angeblich ist schon ein großer Teil von 230 Panzern und zusätzlichen Panzerfahrzeugen auf dem Weg oder in der UA. Die UA hatte einmal 300 für die Offensive gefordert. Probleme gibt es nach wie vor bei der Munition, auch wegen Querelen in der EU. Die Briten haben urangehärtete Munition geschickt, der Gesundheitsgefährlichkeit umstritten ist. Die UA fordert nach wie vor F16 Flugzeuge. Nach ru Angaben sollen die gelieferten russischen Flugzeuge, teilweise veraltet und nur als Ersatzteillager brauchbar sein.

 

Panik durch Attentate

Anschläge auf „Kollaborateure“, wie zuletzt einen Polizeiführer in Melitopel führen laut ua Angaben zu Panikreaktionen bei den zivilen Besatzern und ihren Helfern. Sie planen Fluchtwege, beschlagnehmen Boote zur Evakuierung oder fliehen gleich auf die Krim. Ob psychologische Kriegsführung oder Wahrheit- vermutlich beides.

 

Vergewaltiger in Mariupol

Im besetzten Mariupol soll die Zahl der Vergewaltigungen oft über Datingportale eingetaktet, deutlich zugenommen haben. Der ua Widerstand veröffentlicht jetzt im Netzt auch Steckbriefe von mutmaßlichen Vergewaltigern wie kontinuierlich Steckbriefe von Kollaborateuren veröffentlicht werden.

 

UA Mobilisierung

Soll effektiviert werden, u.a. durch stärkere Datenbankversetzung. Manchmal verhalten sich Russen und Ukrainer geradezu spiegelbildlich, da sie beide nach wie vor ähnliche Grundstrukturen haben. Selenski soll zu dem vorgeschlagen haben, (bürokratische) Rekrutierungsoffiziere an die Front zu versetzen und durch invalidisierte Fronsoldaten, die die Erfordernisse besser kennen, zu ersetzen. Dies könnte eine Reaktion auf Kritiken von NGOs und Soldatenanverwandten sein, dass es Defizite bei der ua Mobilisierung gibt.

 

 

Putin hat Angst vor Widerspruch und militantem Widerstand-Gesetzesverschärfung

 

Putin schreibt Dekret, was die Verschleppung von Ukrainern in den besetzten Gebieten, die nicht kooperieren und keine ru Pässe annehmen wollen, erlaubt. Dies entspricht dem Entnazifizierungskonzept Putins, was vor einem Jahr publiziert wurde. Durch ein System abgestufter Maßnahmen, von Repression, Verschleppung, Erziehung, Anreizen sollen die besetzten Gebiete prorussisch umgemodelt werden. Der parlamentarische Ausschuss des Europarates hat insbesondere die Entführung von Kindern als Genocid, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft und sich zum Haftbefehl gegen Putin bekannt. Europol soll bei der Aufklärung von Straftaten zuarbeiten.

 

Die Strafen für Hochverrat und Terror in Ru werden deutlich angehoben, von 25 auf lebenslang bzw. von 10 auf 15 Jahre.

 

Geradezu grotesk wird ein Gesetz, das die „Beihilfe für die Umsetzung von Entscheidungen internationaler Organisationen, an denen Russland nicht beteiligt ist, oder ausländischer Staatsorgane“ unter Strafe stellt. Strafe 11.000 Euro bis zu 5 Jahren). Das dürfte Willkür Tür und Tor eröffnen.

 

Die jüngsten Gesetze, die die Beleidigung der Armee und ihrer Soldaten unter Strafe stellt, führen selbst in Soldateskakreisen zu Kritik. Teilweise werden Personen wegen Nichtigkeiten belagt, teilweise trifft es sogar im Krieg aktive, die Missstände anprangern.

ISW unter Beschuss. Ukraine-Monitoring  vom  24.-26.4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Drohnen- oder Panzeroffensive?

Russland zweifelt am Tag des Sieges

Bakmut-Ukraine muss sich beeilen, der count down läuft

Eine Million Soldaten-viele wollen nicht

Ukraine schneller in Nato als in EU?

 

ISW unter Beschuss.

Wegen seiner Meldungen zu angeblichen Brückenköpfen der UA auf der Ostseite des Dnjepr ist das ISW, ein militäranalytischer Thinktank ehemaliger Militärs in Washington, in die Kritik gekommen, ua Strategien auszuplaudern. Das ISW verteidigt sich, dass es keine Pläne der UA preisgeben wolle und man nicht Informationen im Sinne von Strategievorhersagen überinterpretieren solle.

Schränkt das ISW seine Berichterstattung ein? Das wäre m.E. ein Fehler:

  1. Der Westen pumpt Milliarden in diesen Krieg, der auch seine Sicherheit gefährdet, und muss daher, auch unabhängig und öffentlich, in der Lage sein, das Geschehen einzuschätzen.
  2. Das ISW nutzt ohnehin überwiegend offene Quellen, großenteils russische. D.h. die Fakten sind i.d.R. ohnehin der russischen Seite bekannt. Auch die Meldungen zu den Brückenköpfen konnte man vorher in ru Blogs lesen. Durch das ISW und die Pressezitation bekommen die Informationen allerdings eine starke Aufwertung.
  3. Natürlich sollte man militärische Geheimnisse im Engeren nicht offenbaren, z.B. Zielkoordinaten, exakte Aufmarschbewegungen.

 

M.E. liegen die Probleme des ISW woanders

 

-manche Meldungen über ua Defizite werden schön gefärbt, manche Defizite der RA überakzentuiert (Wenn auch nicht so stark wie von den Briten)

-manche Fakten werden zu schnell als Trends interpretiert

-die politischen Analysen sind z.T. lausig, weil das ISW die militärischen Kenntnisse zu schnell auf die ru Gesellschaft überträgt, was nicht sein Spezialgebiet liegt. Daher spotte ich manchmal über die „Netflix-Serie“ des ISW zu Prigoshin, der m.E. in seiner Bedeutung für die Innenpolitik total überschätzt wird. (Interessant das letzte Interview mit Chodorkowski, wo dieser über potentielle Putin-Nachfolger redet. P. kommt das gar nicht vor.)

 

Kriegsgeschehen

Wie immer weitgehen Stellungskrieg mit einige Kleinoffensiven. Dass die RA rein defensiv agiert, wie gelegentlich behauptet, kann man nicht sagen, eher mit gebremsten Schaum unter Absicherung des bisher Erreichten.

Tägliche Routine heißt laut ua Armeebericht: „Tagsüber beschossen Russen mehr als 40x Siedlungen. Infolge zweier geleiteter Luftbomben, die die Siedlung Kizomys traf, wurden mehr als 10x Wohngebäude von Zivilisten beschädigt. Auch die heimische Kirche und andere zivile Infrastruktur wurden zerstört.“ -Also „nix“ Neues.

Russland zweifelt am Tag des Sieges.

Die traditionellen Paraden in Erinnerung der Beendigung des zweiten Weltkrieges am 9. Mai fällt angesichts des Krieges schmaler aus als sonst. Auf ausländische Gäste wird in Moskau verzichtet, besonders auffällig der Verzicht auf den Auftritt des „Unsterblichen Regiments“, die Ehrung der Kriegstoten, da diese angesichts der vielen Ukraine –Toten offenbar zu „Missverständnissen“ führen könnte. Höher als sonst sind auch die Sicherheitsvorkehrungen. Der Rote Platz wird 2 Wochen vorher gesperrt. Erst vor zwei Tagen war eine ua Drohne bis kurz vor Moskau gekommen, dort allerdings wegen Treibstoffmangel abgestürzt. Ganz ausfallen soll die jährliche Parade in den Grenzgebieten zur UA.

Interessanterweise berichten mehrere ru Bloggs von gesellschaftlichen und sogar familiären Konflikten über den UA-Krieg.

Bakmut-Countdown läuft

Hier marschieren die Wagner-Truppen weiter Meter für Meter voran und haben die Zufahrtsstraßen besetzt oder unter Beschuss.

Man kann fast mit dem Taschenrechner ausrechnen, wann die Stadt ganz in ihren Händen ist, es sei denn die ua Offensive kommt und dreht das „Spiel“ irgendwie. Meldungen von Prigoshin, dass ua Soldaten sich weigern, weiter B. zu verteidigen, konnten nicht verifiziert werden. Statt dessen gibt es Infos, dass die dort eingesetzten Gasprom Militärs schlecht ausgebildet sind, und evtl. aufgeben haben.

Eine Million Soldaten- viele wollen sich entziehen

Nach Informationen eines NGO hat die UA ca 1 Mio Soldaten incl. der bewaffneten Einheiten der Nationalgarde und der Grenztruppen. Anders als in deutschen Medien behauptet, hat die UA nie allein auf Freiwillige gesetzt, sondern systematisch und kontinuierlich mobilisiert und ausgebildet. Dennoch gibt es immer wieder Berichte über Ausbildungs- und Ausrüstungsdefizite. (Demo von Angehörigen s. letztes HuG.info) Auch sollen Soldaten nicht entsprechend ihrer Qualifikation verwendet werden. In Vorbereitung der Offensive wurden verstärkt Freiwillige aus den bewaffneten Formationen für Sturmtrupps geworben und ausgebildet. Es wurde mehrere neue Bataillone aufgestellt. Zur Vorbereitung der Offensive und um die hohen Verluste zu ersetzen wurde auch die Mobilisierung verstärkt, Strafen gegen Flucht verstärkt. Parallel ist zu beobachten, dass die Zahl der immatrikulierten Studenten deutlich steigt, da dieser Status vorübergehend vom Kriegsdienst befreit.

Verwirrspiele oder Anzeichen der Offensive?

-In Energodar( AKW) werden Bürger vor militärischen Handlungen gewarnt

-Entlang des Djnepr kommt es immer wieder zu ua Kommandoaktionen

-Truppenkonzentrationen und Leoparden  in Mittel Zaporischschja

Truppenkonzentrationen machen die UA aber auch potentiell verwundbar für Artillerie- und Raketenangriffe.

 

Offensive mit Panzern oder Drohnen?

Beide Seite haben ihre Drohnenfertigkeiten erhöht. Die RA greift regelmäßig mit Drohnen und Drohnenschwärmen an und hat eine gute Drohnenaufklärung. Die UA Seite entwickelt ständig neue Drohen v.a. für längere Distanzen in staatlichen Einrichtungen und startups. Derzeit werden sie in verschiedenen Richtungen „getestet“: Krim, Moskau.

Angeblich sind die ersten Leopardpanzer in Zap in der Nähe der Front eingetroffen. Die Ru Seite brüstet sich mit dem Eintreffen ihrer neuesten T 19 Panzer, ob und in welchen Stückzahlen diese einsetzbar sind, ist umstritten.

Nicht zu unterschätzen, ist die Frage, ob es der ua gelingt, mit Raketen und Artillerie, die ru Logistik hinter den Linien außer Kraft zu setzen. Bisher war dies und weniger der face to face Kampf die Stärke der UA.

Auf beiden Seiten gibt es nach wie vor Informationen über Munitionsmangel. Die EU blockiert sich über Frage, ob nur europäische oder international Munition eingekauft werden soll.

 

Ukraine schneller in Nato als in EU?

Angeblich sollen sich alle Natostaaten im Prinzip einige sein, die UA aufzunehmen. Darauf drängt Selenski in Hinblick auf die nächste Natotagung im Juli. Allerdings wird mit einer Entscheidung während des Krieges kaum gerechnet. Ohnehin gibt es Unsicherheitsfaktoren, z.B. meinen ungarische Politiker, dies könne nur mit Zustimmung Russlands geschehen. Nicht zu übersehen ist, dass sich die UA durch die Militärhilfe, die Ausbildungshilfen, zunehmende Anpassung an Natostandards faktisches Mitglied der Nato wird. Mit der EU scheint es trotz konkreter Verhandlungen und Vorbereitungen schwieriger, die Standards zu erhalten. Die jetzige Übereinkunft, Zivilrechtliche Gerichtsentscheidungen gegenseitig anzuerkennen, ist zwar ein Zeichen, aber auch ein problematisches. Gerade die ua Gerichte gelten als Zielscheibe und Quelle der Korruption. M.E. müsste diese Praxis einem intensiven Monitoring unterzogen werden. Korruption dürfte eines der größten Probleme bei der EU-Integration sein. Erst dieser Tage wird über ein lettisches Hilfsprogramm berichtet, von dem auf ua Seite Gelder abgezweigt wurden.

 

 

Fraktionierung der russischen Soldateska. Ukraine-Monitoring  vom 19.-23-4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Protest ukrainischer Frauen gegen schlechte Versorgung der Armee

Angriffe auf AKW Zap

Ua Aufmarsch durch Wetter gehemmt

Prigoschins Sehsucht nach Afrika

Zornige Patrioten klagen an

 

Bakmut-Kessel mit einige Löchern

Die russische Schlinge wird immer enger. Es ist mehr eine Frage der Definition, ob B. eingekesselt ist.

Die Wagner-Gruppe hat den Bahnhof erobert und kämpft sich teilweise westlich der Bahnlinie voran. Ca. 4/5 der Stadt sind erobert. Die u.a. Nachschubwege sind unter ru Beschuss. Ein Satelitenbild (demnächst bei mir in Facebook) zeigt eine Kraterlandschaft rund um die Straße im Nordwesten, auch die im Süden ist gefährdet. Die Ersatzfeldwege sind wegen neuer Regenfälle die nächsten 10 Tage kaum passierbar. Die Ua scheint zwar massiv Verstärkungskräfte herauszuziehen. Wegen der Untersützung von Wagner  durch die RA scheinen diese aber kaum an die Kampflinie zu kommen. Die wahre Wahrheit über B werden wir wohl, wie die über Mariupol und Cherson, erst nach dem Krieg erfahren.

Offensive fällt (noch) ins Wasser

Aus der fast kompletten ua Nachrichtensperre zu schließen, könnte die Offensive kurz bevorstehen. Allerdings das Wetter spielt nicht mit. Es braucht mindestens 1 Woche bis 10 Tage bis die Böden nach neuen Regenfällen wieder trocken sind. Allerdings es gibt weiter vorbereitenden Handlungen (nach ru Quellen)

-UA beschießt mit Raketen ru Nachschubwege in Ketsch und auf der Krim, angeblich alle abgefangen

-UA hat Brückenköpfe auf der östlichen Flusseite nördlich von Cherson und auf den Dnejpr-Delta-Inseln etabliert

-UA zieht Truppen, angeblich 10.000 Personen im mittleren Frontabschnitt von Zap und an anderen Stellen zusammen

 

Protest

Ungewöhnlicher Protest fand in Kryvyi Rih statt, wo sich Angehörige von Soldaten  versammelten.  Sie kritisierten, die schlechte medizinische Versorgung und sonstige mit N achrung, Waffen, Ausrüstung und mangelnde Informationen über Vermisste und Tote.

Sie hatten für militärische Aurüstungsgegenstände gesammelt und diese den Behörden übergeben. Die örtliche Militärverwaltung verweigerte das Gespräch.

AKW Zap

Angeblich zieht die UA auch in Nikopol auf der anderen Seite des Dnjepr gegenüber von Energodar/Zap Truppen zusammen. Das AKW wird angeblich mit Drohnen erkundet. Die IAEA berichtet von kriegsvorbereitenden Handlungen und Granaten Detonationen und Einschläge in der Nähe („Grossi: „detonations, at times suggesting intense shelling not far from the site“).

Die RA hatte in der vergangenen Zeit Truppen nach Energodar verlegt, die UA seite hat mehrfach angedeutet, dass sie das AKW militärisch erobern könnte. (was ich für keine gute Idee halte). Wie H-und-G.info mehrfach berichtet hat, beschränken sich die ua Handlungen schon länger keineswegs auf Defensivhandlungen. Das größte europäische AKW ist seit Monaten besetzt, die ru Besatzer schickanieren die Mitarbeiter und versuchen das AKW zu russifizieren und an die Krim anzuschließen. Außerdem beschießen sie die Seite von Nikopol seit einem halben Jahr. Es gibt also „gute“ Gründe das AKW zurückzuholen. Offenbar verlassen sich die Ua auf ihre Ortskenntnisse und das Containment des AKW. Allerdings gibt es auch große Fläche mit Nuklearmaterial, wie Abklingbecken, die kaum gegen Kriegseinwirkungen geschützt sind. Ohnehin bleibt die wachsende Gefahr, auch menschlichen Fehlverhaltens, falls es zum Kampfhandlungen um das AKW kommt.

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete): Mangel, Willkür und Repression

Ein Konferenz mit dem (richtigen oder falschen) Putin zeigte, dass es große Probleme in den besetzten Gebieten gibt. Einkommen sind zu niedrig, Kosten zu hoch. Die Grenze zu Russland ist keineswegs aufgehoben, sondern besteht aus Sicherheitsgründen weiter, mit Staus und massiven Verzögerungen beim Grenzübertritt. Putin befahl Abhilfe, was nicht heißt, dass das etwas bewirkt.

Weiterhin werden Einwohner mit Schikanen überzogen, um russische Pässe anzunehmen. Wohnungen von Personen, die nicht da sind oder kein Papiere verfügen werden eingezogen. Die Kontrollen v.a. in der Region des AKW Zap werden immer schärfer.

Aus Zap sind 9 Personen im Untersuchungsgefängnis Leforto in Moskau, gegen Gefangen finden Verfahren wegen Terrorismus vor dem Militärgericht in Rostow statt. Andere Gefangene werden sowohl in Melitopol-Folterzentren als auch auf der Krim und in Wladikawkas festgehalten. Insgesamte wurden mehr als 1.000 Zivilisten aus Melitopol in Folterkeller gebracht, einige seit über einem Jahr gefangen gehalten.

Gefährdet sind nach wie vor Kinder Schulkinder werden nach Russland gebracht unter dem Vorwand von Ferien und Aufenthalt in Lagern auf der Krim oder in der Region Krasnodar. In Schulen in den besetzten Gebieten werden sie gezwungen sich Jugendorganisationen anzuschließen. Sie werden indokriniert und müssen paramilitärische Übungen machen.

Seit Monanten bereiten sich die ehemaligen ua Verwaltungen der besetzten Gebiete darauf vor, sie wieder zu übernehmen, und mit Hilfe, auch europäischer Partnerstädte wieder aufzubauen.

Sanktionen. Sind Löcher zu stopfen?

Westlichen Staaten und die ua diskutieren Möglichkeiten die Löcher zu stopfen, bei bestimmten Produkten und Dienstleitungen (Atom), Transit durch Ru, Ru Partnerländern, etc. . Insgesamt scheint es Ru relativ gut gelungen zu sein, die Sanktionen zu unterlaufen. Es ist eben ein Staat mit einer riesigen Grenze und nicht mit Nordkorea oder dem Iran vergleichbar.

Getreide-Komprimiss gesucht.

Rumänien will sich nicht dem Einfuhrstopp von Agrarprodukten anschließen, obwohl es genau so wie die anderen Anrainer darunter leidet. Ein Grund dürfte im einlenken von EU und der Ua zu suchen sein,  Rumänien profitiert aber auch als Umschlagplatz (Donau) vom europäischen Handel.

 

Menschenrechte

Seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands hat die Ukraine 2.235 Menschen aus der Gefangenschaft in der Russischen Föderation zurückgebracht, von denen 20 % als vermisst galten.

 

Fraktionierung in Russland: Zornige Patrioten

Eine Gruppe um den ehemaligen GRU –Mann und Donbas-Korodinator von 2014 hat sich vor einge Wochen gebildet und nennt sich „ Zornige Patrioten“ Girgin wurde nach kurzem Einsatz diesmal offenbar ausgesteuert. Aber trotz heftiger Kritik an Putin hat er erst kürzlich unbeschadet eine angekündigte Versammlung in der Nähe von Moskau durchgeführt, was auf Patronage schließen läßt. Wie groß der Einfluss jenseits seines Blogs wirklich ist, ist schwer einzuschätzen. Girkin gehört zu den Ultras und prangerte die letzten Tage diverse Defizites des Krieges an. Er schießt auch gegen Wagner/Prigoschin, dem er Defaitismus vorwirft, weil dieser ein Einfrieren des Konfliktes für möglich hält.

Wagner: Sehnsucht nach Afrika

Prigoschin soll angeblich beim Putsch im Sudan mitmischen, das Land ist atraktiv wegen dem Zugang zum Meer und Bodenschätzen. In der vergangenen Zeit hat P mehrfach durchblicken lassen, dass er lieber weiter in Afrika russische/eigene Interessen verfolgen würde, als in der UA. Das ISW macht daraus eine neue Netflix-Story. Die Armee habe sich mit P. verbündet, um Putin für einen Waffenstillstand zu gewinnen. Nun ja, Belege gibt es dafür nicht. Plausibler ist es, dass der Geschäftsmann P. klar sieht, dass der Einsatz in A. im Verhältnis zu den Verlusten/Risiken in Afrika höher ist als in der UA, wo er permanent mir hohen Verlusten zu rechnen hat.

Mit dem ru Militär scheint es einfach einen pragmatischen Kompromiss gegeben zu haben. P. hat so große Verluste, dass er knapp davor war Niederlagen zu riskieren. Die RA kann das nicht wünschen und unterstützt deswegen P., womit sie auch ihre eigene Funktion aufwerten kann.

P  und G. gemeinsam ist die Abneigung gegenüber sog. „liberalen“ Kreisen, denen unterstellt wird zu kompromissbereit und im Interesse des eigenen Verdienstes nicht genügend patriotisch zu sein. Interessant in dem Zusammenhang auch die Diskussion um den Sohn des Regierungssprechers Peskow. Dieser war vor Monaten als Moskauer Partydandy durch die sozialmedia gezogen worden. Nun soll er bei P. für einige Wochen in der Artilleri gedient haben. Nach einer Meinungsumfrage auf den Wagnerkanälen glauben das die meisten aber nicht. P. und G. spielen beide etwas mit der Elitenabneigung in Teilen der ru Gesellschaft.

Aufmarsch zur Offensive beginnt. Ukraine-Monitoring  vom 14.-18.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

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Fraktionierung der Russen

Prigoshin -Text im Original

Getreideschwachstelle

Rückfall in den Stalinismus: Kara Mursa Urteil

Kriegsverbrechen als Strategie

 

 

Kommentar vor der Offensive: Der Westen muss aufs Ganze gehen.( Heusgen)

 

 

Strafe für Kara Mursa-eine Selbstdisqualifizierung für Russland

 

25 Jahre Haft- das ist das Äquivalent für die Todesstrafe

25 Jahre für Kara Mursa ist mehr als ein Skandal, es ist der Rückfall in stalinistische Strafpraktiken. In den Jahren Ende der 1940er als in der SU die Todesstrafe für einige Jahre ausgesetzt war, waren 25 Jahre Lagerhaft die Ersatzstrafe. Und was hat Kara Mursa getan, dass das gerechtfertigt sein soll?

 

 

Aufmarsch hat begonnen

Truppenverschiebungen auf ua Seite lassen erkennen, dass der Aufmarsch begonnen hat. Noch aber ist nicht genau erkennbar, was genau stattfinden wird. Laut Prigoschon hat die Ua in den letzten Monaten 200.000 Soldaten in Bereitschaft gestellt. Es wird damit gerechnet, dass die Ua breitflächig angreift, um die Ra zu binden und zu schwächen und gleichzeitig ihre Logistik auszuhöhlen. Ru Bloggs gehen da bei von zahlreichen Täuschungsmanövern aus. Die Ua soll z.B. mit Handies und Wärmequellen und Transportbewegungen Truppenkonzentrationen vortäuschen, die es gar nicht gibt, um die eigentlichen Angriffsziele so lange wie möglich geheimzuhalten. Beobachtet wird eine Konzentration an Artillerie entlang des Dnjepr, die dazu dienen könnte ru Truppen im besetzten Cherson zu binden und an einigen Stellen überzusetzen. Gleichzeitig interpretieren ru Quellen die Übergriffe auf den Süden Russlands und entlang der Demarkationslinie von Charkiw als Versuch, Ru psychologisch durch Angriffe auf das eigene Territorium zu verunsichern und evtl. einen neuen Vorstoß in Kupjansk zu unternehmen, wo die Ua schon im letzten Sommer erfolgreich war.

 

Bakmut

Trotz Verstärkung durch russische Fallschirmspringereinheiten, kommt die Wagner-Truppe nur langsam voran. Auch die UA hat ihre Kräfte verstärkt. Ob der Stadtbahnhof erobert ist, ist umstritten. Russische Meldungen, wonach die UA umzingelt sei, waren verfrüht. Offenbar sind Wagner und die RA in einem gewissen publizistischen Überbietungswettbewerb und schmälern die Erfolge der anderen.

Interessant die These Prigoshins, dass B. so viele ua Kräfte binde, dass die Großoffensive immer wieder verschoben werde. M.E. ist das übertrieben. Vermutlich ist das Wetter und die Rüstungslieferung für die Terminierung wichtiger.

 

Prigoschin und die Fraktionierung der Russen

Zurecht hat das ISW darauf hingewiesen, dass Ps Äußerungen vorsichtiger interpretiert werden sollten, als es bisher getan wurde. H-und-G.info druckt daher die ganze Rede auf ru und deutsch ab.

M.E. interessant ist die Analyse. P. grenzt sich von zwei Positionen ab. Den quasi liberalen Reichen und Bürokraten, die Verhandlungen (meint er damit Lawrows Bemühungen eine Friedensfront zu schmieden? Oder Oligarchen)und vielleicht sogar einen Systemchange wollen und denen, die mit dem Kopf durch die Wand wollen. (Das dürfte in etwa Igor Girkins Gruppe der „zornigen Patrioten“ entsprechen). Dass P. wirklich flammend für ein Kriegsende wirbt, sehe ich so nicht, dazu ist er viel zu vorsichtig und gewieft. Er siedelt sich aber zwischen beiden Extremen als Realist an. Er sieht die Möglichkeit, dass die UA Erfolge bei der Großoffensive haben könnte und wirft die Frage auf, ob das Erreichte nicht als Erfolg zu verkaufen wäre- vorübergehend (!). s.Anlage

 

Sanktionen

Die Ängste der Bauern in den westlichen Anrainerstaaten der UA sind verständlich. Bei dem Bemühen, die Welt nicht vom ua Agrarprodukten abzuschneiden, wurden ihre Länder von diesen überschwemmt und das indirekt subventioniert. Das war ein Manko der bisherigen Bemühungen, dass Polen und Ungarn an der EU vorbei eine eigene Handelspolitik machen, steht auf einem anderen Blatt und dürfte auch Vorwahlkampfgetöse sein.

 

Ru verhandelt mir Indien über ein Freihandelsabkommen.

 

Übrigens hier in Istambul, kann man an jeder Ecke Rubel tauschen. Soviel zum Thema Sanktionen.

 

Kriegsverbrechen

 

Angeblich hat Prigoschin in Soldedar den Befehl gegeben, keine Gefangenen zu machen und auch auf Zivilisten keine Rücksicht zu nehmen, es seien darauf hin Massaker an Zivilpersonen und POWs geschehen. Berichten zwei Wagner-Überläufer. Ru Blogger protestieren und halten das für Propaganda. P. hat sich nur schwach von einem Enthauptungsvideo distanziert. Auch hier sollen angeblich Wagner-Leute beteiligt gewesen sein. Nach ua Angaben soll es

Beweise für dutzende Enthauptungen und Verstümmelungen geben. Die Ua Staatsanwaltschaft ermittelt in fast 80000 Fällen wegen Kriegsverbrechen (dazu zählen u.a. aber auch Luftangriffe mit Auswirkungen auf Zivilbevölkerung), die Bundesstaatsanwaltschaft unterstützt in gut 300 Fällen die internationale Strafgerichtsbarkeit.

 

Anhang

Только честный бой: никакого договорняка

April 14, 2023

 

ЧВК «Вагнер» продолжает перемалывать украинскую армию на Бахмуте. Зеленский посылает в эту мясорубку все новые и новые части, в губительную воронку, которая засасывает лучшие подразделения ВСУ и наемников. Почему Зеленский так уперся на Бахмуте? Почему начиная с 20   декабря, когда я ему бросил комический вызов от артиллерийских орудий ЧВК «Вагнер», Зеленский повелся как мальчик и уперся в Бахмут? И наш с ним интимный диалог продолжается уже четыре месяца. Мы оба получаем удовольствие, но оргазм так и не наступил.

В чем секрет Бахмутской мясорубки?

Стратегическая роль Бахмута не так и велика. За Бахмутом следуют Северск, Славянск, Краматорск, Константиновка, Дружковка и Часов Яр: населенные пункты, входящие в так называемое «донбасское кольцо» и образующие из себя укрепрайон. С одной стороны, Бахмут – часть этого укрепрайона, с другой стороны, само взятие Бахмута не обеспечит скоротечную победу над Украиной, дорогу к Днепру или даже захват Донбасса.

Высшее руководство Украины бесконечно спорит о необходимости удержания Бахмута. Этот город пытаются раскачать как сакральный символ. Утром раскачивают сакральность, вечером принимают решение об отступлении, а на следующее утро вновь вбрасывают тысячи солдат, и так до бесконечности.

Украинская армия собрала достаточное количество сил. Около 200 тысяч уже достаточно подготовленных бойцов, прошедших двух-трехмесячную подготовку и слаживание, готовы к выполнению боевых задач. Количество вооружения и боеприпасов вполне достаточно для того, чтобы эти 200 тысяч пошли в наступление по различным направлениям.

Готовые к контрнаступлению войска находятся в районах сосредоточения - им всего хватает. В тех танковых клиньях, которые они десятками ежедневно пытаются забивать в оборону ЧВК «Вагнер», ВСУ теряют от 30 до 50 единиц техники ежедневно, и проблем с ней не испытывают. А по людям у них, как говорят на фронте, безлимит.

Однако анонсированное, сначала на 20 декабря, затем на 1 января, после этого на конец января, затем на 24 февраля, далее на 3-5 апреля, а теперь на 15 апреля – наступление каждый раз откладывается. Армия Украины находится в районах сосредоточения, бьют копытом и готовятся двигаться вперед. Но, как говорят, «ишак, простоявший в тени, на солнце работать не будет». Если ВСУ не пойдут в наступление в ближайшее время, то они начнут постепенно терять свой боевой потенциал. Война зайдет в тупик, и те территории, которые сегодня находятся под контролем Российской Федерации, на годы могут остаться в распоряжении РФ.

Политические аспекты Бахмута

Политически Бахмут мало интересен Киевскому режиму, это скорее дестабилизирующий фактор, чем фактор удержания своих позиций. Каждый крик на Бахмуте, каждый пленный солдат, каждая сотня убитых тяжело ударяет по Зеленскому и руководству ВСУ значительно тяжелее, чем плюсы, которые они получают от того, что удерживают остатки этого города.

При этом длительная битва за Бахмут крайне выгодна российским войскам, ведь большой кусок территории Украины они уже отжали в 2022 году. Если спецоперация останется в этих границах, плюс-минус пару десятков километров, то это решит многие задачи СВО. Бахмут дает возможность российской армии накопить силы, занять выгодные рубежи обороны, разобраться с внутренними проблемами, подготовить мобилизованных и во всеоружии встретить любое количество контрнаступающих всушников.

Для нас крайне выгоден Бахмут, мы перемалываем там украинскую армию и сдерживаем их маневры.

Любой командир среднего звена знает, что если ты создал напряжение противнику в каком-то месте и имеешь достаточное количество резервов, то необходимо сделать маневр и ударить рядом - туда, где противник не готов и туда, где порвется. Самым логичным шагом ВСУ был бы отскок от Бахмута и резкие фланговые удары для попытки прорыва нашей обороны. Однако с Часова Яра каждый день идут и идут колонны техники, и каждый день, не доехав до передовой, бойцы ВСУ сотнями погибают, усеивая «дорогу смерти» и окрестные поля тысячами трупов и сотнями сгоревших бронеавтомобилей, идя на закланье.

Драматическая пауза

Как известно, военной операцией со стороны Украины тактически рулят украинские военные, а стратегически - так называемая западная коалиция под управлением Англии и США. В начале апреля произошел слив документов из Пентагона. Документы сами по себе не представляют никакой стратегической опасности. В них собрано всё подряд с миру по нитке - большая часть из открытых источников. Однако слив был широко распиарен и сразу же вслед за ним начались активные заявления приближенных к Пентагону источников о необходимости притормозить анонсированное на 15 апреля наступление до летнего периода. Почему готовая к наступлению армия вновь задержана на своих рубежах и почему «последнее нанайское предупреждение» 15 апреля, последний срок украинского наступления вновь перенесён на лето? Ведь куда более болезненно для России было бы начало наступления Украины с неминуемыми репутационными потерями перед 9 мая, в случае хоть какого-то минимального их успеха в несколько метров на номинальном направлении. И почему украинская армия опять «дает фору»? Именно западная коалиция берет «драматические паузы», именно эта группа каждый раз переносит наступление ВСУ.

Возможно, 21-летний Джек Тейшейра слил документы сдуру, возможно, его использовали «втемную», но, если бы этого слива не было, его наверняка бы придумали на следующий день. Подчеркиваю, сами по себе документы не являются стратегическими и не несут никакой угрозы ВСУ после их публикации. А значит, не могут никаким образом добавить рисков ВСУ в случае их наступления.

Существует огромное количество теорий заговоров по поводу событий 90-х годов, а затем 2014 года – Майдана на Украине и перехода Крыма под контроль РФ. Существует огромное количество различных пророчеств, рассказывающих о смыслах этих событий. Одно абсолютно очевидно - США и англосаксонская группа длительное время вынашивали план развала СССР, как основного геополитического конкурента. В конце 80-х начале 90-х им удалось обложить правящую верхушку СССР огромным количеством агентов влияния, придать новые смыслы, изменившие идеологию существования этой правящей верхушки, подсадить население на потребительскую иглу и развалить СССР. Развал СССР был самым болезненным, самым тяжелым развалом империй за последние сотни лет, однако не привел к полному уничтожению России и делению ее на мелкие княжества. В недрах американских спецслужб давно вызрел план выполнения следующего шага по полному развалу России, который полностью отвечает сегодняшней доктрине США.

Дробление африканских государств, развалы бывших стран Варшавского договора. Чем меньше страна – тем легче ею управлять, чем она более финансово зависима – тем она более послушна.

Основа современной политики США — финансовый неоколониализм. Это когда даже самые богатые недрами страны не перерабатывают богатства своих недр, а полностью встраиваются в производственные и финансовые потоки, предложенные "западными партнерами" – становясь американскими сателлитами, субподрядчиками и марионетками. Поэтому окончательная задача США в украинском противостоянии — запустить в России мощные центробежные импульсы, ослабить власть и национальное самосознание в обществе и заставить развернуться лицом к Западу — так, как это было в начале 1990-х. При этом, безусловно, для осуществления контроля над политической ситуацией в стране, первоочередно получить контроль над финансовыми инструментами внутри системы, над производственными мощностями и над недрами.

Сегодня, когда началась спецоперация, и РФ не смогла добиться тех результатов, которые ожидало общество, у США появилась возможность вернуться к своему первоначальному плану. Первоначальный план, еще раз повторюсь, был таков: развалить Советский Союз, после чего пройтись по периметру страны и отвернуть от России ее бывших союзников. За 30 лет со многими бывшими республиками это почти удалось. Мы потеряли сначала полный контроль, а затем и добрососедские отношения.

«Глубинное государство»

Развал России военным путем произойти не может. Леса, болота, огромные территории, климатическая специфика надежно защищают территорию страны, делая из нее огромный укрепрайон. Всегда в истории враг, дошедший до Москвы, в результате позорно бежал, превращая «дорогу победы» в «дорогу смерти» на обратном пути.

Почему англосаксы сдерживают Зеленского, устраивая внутренние конфликты и затормаживая наступление? Как раз для того, чтобы сорвать главный куш – развал России на множество княжеств. США не нужна быстрая война. Им нужна война, которая приведет к переубеждению «глубинного государства» и его победе.

«Глубинное государство» — это сообщество окологосударственных элит, действующих независимо от политического руководства государства и имеющих тесные связи и собственную повестку. Эти элиты работают на разных хозяев: часть — на существующую власть, часть — на тех, кто уже давно находится в бегах, но, благодаря своим связям, после бегства старшего они остаются на своих местах. Типичный пример "глубинного государства" — это опплевки Ходорковского, Дворковича и так далее. Бежавший за границу Дворкович, которого я много раз упоминал, оставил за собой целый хвост подонков, которые были под ним и над ним, и которые являются элементами этого "глубинного государства". «Глубинное государство» бесконечно сливает информацию и готово встать на сторону любого союзника или врага ради собственных интересов. К глубинному государству легко найти подход, потому что это губка внутри страны, которая, с одной стороны, красная, с другой — черная, с третьей — белая, а с четвертой — зеленая. И с каждой стороны, имея связь с частью "глубинного государства", можно попасть в ее центр. Российское глубинное государство сегодня переживает серьезный кризис.

Многие из тех, кто еще вчера поддерживал спецоперацию, сегодня находятся в сомнениях, либо категорически против того, что происходит. Представителям глубинного государства хочется срочно вернуться к своей обычной жизни, старым привычкам и комфорту. «Глубинное государство» хитро и изворотливо, разговор Иосифа Пригожина яркий тому пример. Они готовы мимикрировать под кого угодно. Это наш внутренний, ласковый, хитрый, кровожадный хамелеон.

На совещаниях они молчат, высказывают свои сомнения. А при принятии решений по бюрократическим процедурам тормозят те или иные действия, направленные на победу в этой войне. Так как бюрократия в России сегодня находится на запредельном уровне, то в рамках "законной бюрократии" можно уничтожать любые решения высшего руководства, направленные на победу. Это и есть внутренние враги. В теории Александра Дмитриевича Беглова это называется "бюрократическое сито" - сито, в которое можно попасть, но невозможно оттуда выбраться.

Суперигра

Для власти и для общества в целом сегодня необходимо поставить какую-то жирную точку в СВО. Идеальный вариант – это объявить об окончании СВО, сообщить всем о том, что Россия достигла тех результатов, которые планировала, и в каком-то смысле мы действительно их достигли. Мы перемололи огромное количество бойцов ВСУ и можем сами перед собой отчитаться о том, что задачи СВО выполнены.

Теоретически Россия эту жирную точку уже получила путем уничтожения большой части активного мужского населения Украины, путем запугивания другой ее части, которая убежала в Европу. Россия отрезала Азовское и большой кусок Черного моря, захватила жирный кусок территории Украины и создала сухопутный коридор в Крым. Теперь остается только одно: намертво закрепиться, закогтиться на тех территориях, которые уже есть. Но есть лукавство – если раньше Украина была частью бывшей России, то теперь это абсолютно национально-ориентированное государство.

Если до 24 февраля 2022 года Евросоюз жадничал дать Украине десяток миллионов долларов, то теперь на войну им сбагривают десятки миллиардов. Безусловно, часть этих средств радует карманы правящей верхушки Украины, которой конфликт выгоден. Многие из тех, кто еще вчера был забыт, сегодня получили новый шанс для самореализации и обогащения.

Украине нужна победа, США нужен процесс

Хоть украинское руководство и обогащается, но в связи с большими потерями населения на фронте и общей усталости от войны, политическому руководству необходима победа. Для России всегда остается риск того, что после начала контрнаступления ситуация на фронте может ухудшиться. Сохранение существующих границ на 24 февраля 2023 года является тем обменом, который могут предложить США российскому руководству уже сегодня, в качестве переговорной позиции. Для этого и нужна «драматическая пауза». Если власть откажется, то ВСУ пойдет в наступление. В этой ситуации могут быть различные варианты развития событий. Один из них - ВСУ упрутся в оборону РФ, понесут серьезные потери, после чего начнется колоссальное контрнаступление войск РФ до границ ДНР, или до Днепра, или вообще до Польши. Но, учитывая сегодняшнюю динамику и проблематику, такое контрнаступление, скажем мягко, не очень вероятно. Второй вариант, украинская армия предпримет контрнаступление и где-то сумеет прорвать оборону.

В этом случае в армии, которая годами себя считала одной из лучших армий мира, могут начаться сначала упаднические настроения, а затем ситуация деградирует, как это уже было после пораженческих войн начала ХХ века –Финской, Японской – и трагических событий 1917 года.

Это может привести к глобальным изменениям в российском обществе. Народ уже ищет виноватых в том, что мы не самая сильная армия в мире, а в этой ситуации будут искать «крайних». И этими «крайними» станут, безусловно, представители «глубинного государства». То есть те люди, которые на сегодняшний день, не прикладывая усилий к военной операции, находятся как можно дальше от театра военных действий, пытаются не потерять свои капиталы, жить привычной жизнью, а это абсолютно неприемлемо для уставшего от войны и теряющего вкус победы народа.

Тяга патриотов к справедливости может тяжело отразиться на том самом глубинном государстве, погрязшем в роскоши и бюрократии.

При этом верховной власти России ничего не угрожает, поскольку она является символом национального единения и сопротивления Западу, а это основа сегодняшнего существования и главное объяснение любых проблем для патриотических сил внутри России.

«Глубинное государство» будет толкать верховную власть на серьезные уступки. И, по существующей традиции «глубинного государства», при любых изменениях пытаться улучшить свое положение любыми способами, в том числе предательством интересов России. Их задача — не страна и не народ, их задача — собственное положение в обществе, собственный комфорт и собственный капитал.

Дойти до дна

Если ты падаешь вниз, если груз проблем не улучшает твое положение, а тянет тебя на дно, то есть выражение: "Дойти до дна, после этого оттолкнуться и заново всплывать вверх". Это то, чего боятся американцы. Они боятся, что чрезмерное давление на Россию и увеличение внутренних проблем может потянуть Ее на дно. И если Россия дойдет до дна, оттолкнется от него, скинув груз "глубинного государства", то она всплывет наверх, как огромный морской монстр, снося всё на своем пути, в том числе и планы США.

И тому огромное количество примеров в мировой истории. Китай в середине 20 века, будучи одной из самых бедных стран мира, под частичной оккупацией, Германия после Первой мировой войны, Япония после Второй мировой войны, Турция после развала Османской империи. Все они всплыли, оттолкнувшись ото дна.

Радикальные национальные чувства воспрянут как после любого военного поражения, российская военная промышленность начнет работать с десятикратным усилием. Экономическая эффективность вытеснит вялый неэффективный государственный капитал. Государство избавится от бюрократии, процессы станут прозрачными, а Россия шаг за шагом превратится в Ощетинившегося Военного Монстра, с которым международному сообществу придется более чем считаться, прогибаться так, чтобы при каждом прогибе мы видели их раздвинутые ягодицы.

А если мы не докажем, что мы сильны в военном плане, с нами никто не будет считаться и будут вертеть нами, как им нравится. Америке крайне невыгодно, чтобы Россия дошла до дна и всплыла. Им нужен вялотекущий процесс, при котором они договариваются с элитами, с «глубинным государством», а затем убеждают высшее политическое руководство страны идти шаг за шагом на новые уступки.

В случае если будут иметь место мягкие договоренности, то, по американскому принципу постепенного унижения, сначала в Россию будут возвращены «Фридманы и Чубайсы», затем «Ходорковские и Дворковичи». Потом постепенно произойдет либерализация элит, и «глубинное государство» примет их из чувства самосохранения, трансформируется и станет из черного или красного голубым или розовым.

Конечно, такое развитие событий невыгодно Украине и Владимиру Зеленскому, им нужно сопротивляться и бороться. Но если эти процессы произойдут достаточно быстро, в течение года-двух, то либерализованное, американизированное, обращенное лицом к Западу «глубинное государство» заставит российскую власть пойти на уступки и под различными предлогами вернуть Украине те территории, которые сегодня находятся под нашим контролем, и которые Запад считает оккупированными.

Эти процессы с вопросом «А зачем мы тогда воевали?», безусловно, запустят механизм центробежных сил в регионах. И американцы добьются своего. В этой ситуации и будет реализован главный план США с, на первый взгляд, красиво выглядящим, «мягким, спокойным договорняком».

Россия не может принять никакого договорняка, только честный бой. И если из этого боя мы выйдем потрепанными — в этом нет ничего страшного. Укрепрайоны России не дают возможности проникнуть в ее глубину. А российский народ никогда не ломался и не сломается. Поэтому - Только Честный Бой! И чем быстрее он начнется, тем лучше.

Резюмирую. Украинцы готовы к наступлению. Мы готовы отразить удар. Лучшим сценарием исцеления России для того, чтобы она сплотилась воедино и стала Сильнейшим Государством, является наступление ВСУ, при котором никакие подачки и переговоры будут невозможны.

И либо ВСУ будут разгромлены в честной драке, либо Россия залижет раны, накопит мускулы и вновь порвет соперников в честном бою. Поэтому я считаю, что вариант договорняков невозможен для будущего России.

До встречи на Бахмуте.

 

https://telegra.ph/Tolko-chestnyj-boj-nikakogo-dogovornyaka-04-14

 

Nur fairer Kampf: keine Einigung

14. April 2023

 

PMC "Wagner" dient immer noch der ukrainischen Armee in Bachmut. Zelensky schickt immer mehr Einheiten in diesen Fleischwolf, in einen zerstörerischen Richter, der die besten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und Söldner ansaugt. Warum konzentriert Zelensky so sehr auf Bakhmut? Warum benahm sich Zelensky seit dem 20. Dezember, als ich ihm eine komische Herausdorff durch die Artilleriegeschütze von PMC "Wagner" gab, wie ein Junge und lehnte sich gegen Bakhmut? Und unser intimer Dialog mit ihm läuft seit vier Monaten. Wir genießen es beide, aber der Orgasmus kam nie.

Was ist das Geheimnis des Bakhmut-Fleischwölfe?

Die strategische Rolle von Bakhmut ist nicht so groß. Auf Bakhmut folgen Seversk, Slavyansk, Kramatorsk, Konstantinovka, Druzhkovka und Chasov Yar: Siedlungen, die Teil des sogenannten "Donbas-Rings" sind und ein befestigtes Gebiet bilden. Einerseits ist Bakhmut Teil dieses befestigten Gebiets, wodurch die Einnahme von Bakhmut selbst keinen kurzfristigen Sieg über die Ukraine, den Weg zum Dnjepr oder sogar die Einnahme von Donbass gewährleistet.

Die oberste Führung der Ukraine streitet endlos über die Notwendigkeit, Bakhmut zu behalten. Sie versuchen, diese Stadt als heiliges Symbol zu erschüttern. Am Morgen wird die Heiligkeit erschüttert, am Abend beschließen sie den Rückzug, und am nächsten Morgen werden wieder Tausende von Soldaten hineingeworfen und so weiter ins Unendliche.

Die ukrainische Armee hat eine ausreichende Anzahl von Kräften gesammelt. Etwa 200.000 bereits ausreichend ausgebildete Kämpfer, die zwei bis drei Monate Training und Koordination durchlaufen haben, stehen bereit, um Kampfeinsätze durchzuführen. Die Menge an Waffen und Munition reicht für diese 200.000 völlig aus, um in verschiedene Richtungen in die Offensive zu gehen.

Die zur Gegenoffensive bereiten Truppen stehen in den Konzentrationsgebieten - sie haben von allem genug. In diesen Panzerkeilen, sterben sie jeden Tag versuchen, in die Verteidigung des Wagner PMC zu treiben, verlieren die Streitkräfte der Ukraine jeden Tag 30 bis 50 Ausrüstungsgegenstände, und sie haben keine Probleme damit. Und für Leute haben sie, wie sie vorne sagen, unbegrenzt.

Wie jedoch angekündigt, zuerst am 20. Dezember, dann am 1. Januar, dann Ende Januar, dann am 24. Februar, dann am 3. bis 5. April und jetzt am 15. April - die Offensive wird jedes Mal verschoben. Die Armee der Ukraine befindet sich in den Konzentrationsgebieten, sie schlägt mit dem Huf und bereiten sich auf den Vormarsch vor. Aber wie sagt man so schön: "Ein Esel, der im Schatten gestanden hat, wird in der Sonne nicht arbeiten." Wenn die Streitkräfte der Ukraine nicht in naher Zukunft in die Offensive gehen, werden sie ihr Kampfpotential verlieren. Der Krieg WIRD Eine Pattsituation erreichen, und die Gebiete, die jetzt unter der Kontrolle der Russischen Föderation stehen, kann der Russischen Föderation jahrelang zur Verfügung stehen.

Politische Aspekte von Bachmut

Politisch ist Bakhmut für das Kiewer Regime von stetigem Interesse, es ist eher ein destabilisierender Faktor als ein Faktor, um seine Positionen zu halten. Jeder Schrei auf Bakhmut, jeder gefangene Soldat, jeder hundert Tote traf Selenskyj und die Führung der Streitkräfte der Ukraine hart, viel härter als die Vorteile, die sie daraus ziehen, die Spuren dieser Stadt zu halten.

Gleichzeitig ist der lange Kampf um Bakhmut für die russischen Truppen äußerst vorteilhaft, da sie 2022 ein großes Stück britisches Territorium unter Druck gesetzt haben. Wenn die Spezialoperation innerhalb dieser Grenzen bleibt, plus oder minus ein paar Dutzend Kilometer, dann werden viele der Aufgaben der NWO gelöst. Bakhmut ermöglicht es der russischen Armee, aufzubauen, vorteilhafte Verteidigungslinien zu ergreifen, interne Probleme zu bewältigen, die mobilisierten und voll bewaffneten auf eine beliebige Anzahl von Gegenangriffsfliegern zu ergreifen.

Bakhmut ist für uns äußerst vorteilhaft, wir schleifen die ukrainische Armee dort und halten ihr Manöver zurück.

Jeder Kommandant auf mittlerer Ebene weiß, dass Sie, wenn Sie an einer Stelle Spannungen für den Feind erzeugen, haben und über genügend , und jeden Tag, bevor sie die Frontlinie erreichen, sterben Hunderte von Soldaten To der Streitkräfte der Ukraine und übersäen die „Strait „Und die umliegenden Felder mit Tausenden von Leichen und denne von verbrante von verbrante gepanzerten Fahrzeugen, die zum Schlachten gehen.

Dramatische Pause

Wie Sie wissen, WIRD sterben Militäroperation Seiten der Ukraine taktisch vom tschechischen Militär und überwacht von der angeblichen Koalition unter Führung von England und den Vereinigten Staaten kontrolliert. Anfang April sickerten Dokumente aus dem Pentagon durch. Von den Dokumenten selbst geht keine strategische Gefahr aus. Sie sammelt alles in einer Reihe aus der Welt auf einem Thread – das meiste davon aus offenen Quellen. Das Leck wurde jedoch weit verbreitet und unmittelbar danach begannen aktive Erklärungen von Quellen in der Nähe des Pentagons über die Notwendigkeit, die am 15. April angekündigte Offensive bis zur Sommerperiode zu verlangsamen. Warum die zur Offensive bereite Armee an ihren Grenzen festgehalten wurde und warum die "letzte Nanai-Warnung" am 15. die Frist für die tschechische Offensive erneut auf den Sommer verschoben? Dann wäre es für Russland viel schmerzhafter, vor dem 9. Mai eine Offensive der Ukraine mit unvermeidlichen Reputationsverlusten zu starten, fällt zumindest ein minimaler Erfolg von wenigen Metern in nomineller Richtung erzielt wird. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder"

Vielleicht hat der 21-jährige Jack Teixeira Dokumente durchgesickert, vielleicht wurde er "im Dunkeln" benutzt, aber wenn dieses Leck nicht passiert wäre, wäre es sicher am nächsten Tag erfunden worden. Ich betone, dass die Dokumente selbst keinen strategischen Charakter haben und nach ihrer Veröffentlichung keine Bedrohung für die Streitkräfte der Ukraine darstellen. Dies bedeutet, dass sie im Falle ihres Auftretens in keiner Weise Risiken für die Streitkräfte der Ukraine hinzufügen können.

Es gibt eine Vielzahl von Verschwörungstheorien über die Ereignisse der 90er Jahre und dann 2014 – den Maidan in der Ukraine und die Übergabe der Krim unter die Kontrolle der Russischen Föderation. Es gibt eine große Anzahl verschiedener Prophezeiungen, die über die Bedeutung dieser Ereignisse berichten. Eines ist absolut klar: Die Vereinigten Staaten und die angelsächsische Gruppe haben seit langem einen Plan für den Zusammenbruch der UdSSR als bedeutendes geopolitisches Konkurrenten ausgeheckt. In den späten 80er und frühen 90er Jahren gelang es ihnen, die herrschende Elite der UdSSR mit einer großen Anzahl von Einflussagenten zu überlagern, neue Bedeutungen zu geben, die Ideologie der Existenz dieser herrschenden Elite verändert, die Bevölkerung auf e UdSSR.

Die Zersplitterung afrikanischer Staaten, der Zusammenbruch der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten. Je kleiner das Land, desto einfacher ist es zu verwalten, je abhängiger es finanziell ist, desto gehorsamer ist es.

Die Grundlage der modernen US-Politik ist der finanzielle Neokolonialismus. Dann verarbeiten selbst die an Bodenschätzen reichsten Länder nicht den Reichtum ihrer Bodenschätze, sondern werden vollständig in die von "westlichen Partnern" vorgeschlagenen Produktions- und Finanzströme integriert - und werden zu amerikanischen Satelliten, Subunternehmern und Marionetten. Daher besteht die letzte Aufgabe der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Konfrontation darin, einen mächtigen zentrifugalen Impuls in Russland zu setzen, die Macht und nationale Identität in der Gesellschaft zu schwächen und sie zu einer Hinwendung zum Westen zu zwingen, Krieg wie der Anfangder0. Gleichzeitig gilt es natürlich, um die politische Lage im Land zu kontrollieren, in erster Linie die Kontrolle über Finanzinstrumente im System,

Heute, als die Sonderoperation begann und die Russische Föderation nicht in der Lage war, sterben von der Gesellschaft erwartete Ergebnisse zu erzielen, haben die Vereinigten Staaten die Möglichkeit, zu ihrem ursprünglichen Plan zu gelangen. Der ursprüngliche Plan, ich wiederhole es noch einmal, war später: die Sowjetunion zu zerstören und dann am Rand des Landes entlangzugehen und seine ehemaligen Verbündeten von Russland abzubringen. Seit 30 Jahren ist dies mit vielen ehemaligen Republiken schnell erreicht. Wir haben zuerst die volle Kontrolle verloren und dann die guten nachbarschaftlichen Beziehungen.

"Tiefer Staat"

Der Zusammenbruch Russlands mit angewandten Mitteln kann nicht stattfinden. Wälder, Sümpfe, riesige Gebiete und klimatische Besonderheiten schützen das Territorium des Landes zuverlässig und machen es zu einem heimischen befestigten Gebiet. Immer in der Geschichte floh der Feind, der Moskau erreichte, schändlich und verwandelte die "Straße des Sieges" auf dem Rückweg in eine "Straße des Todes".

Warum halten die Angelsachsen Zelensky zurück, arrangieren interne Konflikte und verlangsamen die Offensive? Nur um den Hauptjackpot zu knacken - den Zusammenbruch Russlands in vielen Fürstentümern. Die USA brauchen keinen schnellen Krieg. Sie brauchen einen Krieg, der zur Überzeugung und zum Sieg des tiefen Staates führt.

Der Deep State ist eine Gemeinschaft staatsnaher Eliten, die unabhängig von der politischen Führung des Staates operieren und enge Verbindungen und eine eigene Agenda haben. Diese Eliten arbeiten für unterschiedliche Herren: einige für die bestehende Regierung, andere für bestimmte, die schon lange auf der Flucht sind, aber dank ihrer Verbindungen nach der Flucht der Älteren an ihren Stellen bleiben. Ein typisches Beispiel für den "tiefen Staat" ist das Spucken von Chodorkowski, Dworkowitsch und so weiter. Der ins Ausland geflohene Dvorkovich, den ich schon oft erwähnt habe, hinterließ einen ganzen Schwanz von Abschaum, der unter ihm und über ihm war und der Elemente dieses „tiefen Staates“ ist. Der Deep State gibt endlose Informationen weiter und ist bereit, sich für seine eigenen Interessen auf die Seite jedes Verbündeten oder Feindes zu stellen. Der Deep State ist leicht zu erreichen, weil ein Schwamm innerhalb eines Landes ist, das auf der einen Seite rot, auf der anderen schwarz, auf der dritten weiß und auf der vierten grün ist. Und von jeder Seite, die eine Verbindung mit einem Teil des "tiefen Zustands" hat, kann man in sein Zentrum gelangen. Der russische Deep State befindet sich derzeit in einer schweren Krise.

Viele von denen, die gestern die Sonderaktion unterstützt haben, sind jetzt im Zweifel oder kategorisch gegen das, was passiert. Die Vertreter des tiefen Staates wollen dringend zu ihrem normalen Leben, ihren alten Gewohnheiten und ihrem Komfort zurückkehren. Der „Deep State“ ist gerissen und zwielichtig, das Gespräch von Joseph Prigogine ist ein anschauliches Beispiel dafür. Sie sind bereit, jeden nachzuahmen. Das ist unser inneres, liebevolles, gerissenes, blutrünstiges Chamäleon.

Bei Treffen schweigen sie, äußern ihre Zweifel. Und wenn Entscheidungen über bürokratische Verfahren getroffen werden, werden bestimmte Aktionen behindert, sterben darauf abzielen, diesen Krieg zu gewinnen. Da sich die Bürokratie in Russland heute auf transzendenten Niveau befindet, ist es im Rahmen der "legitimen Bürokratie" möglich, alle Entscheidungen der obersten Führung zu einem zu zerstören, die auf den Sieg abzuzielen. Das sind innere Feinde. In der Theorie von Alexander Dmitrievich Beglov wird dies als "bürokratisches Sieb" bezeichnet - ein Sieb, in das man hinein, aber nicht herauskommen kann.

Super Spiel

Für die Behörden und die Gesellschaft als Ganzes ist es heute notwendig, der NWO einen festen Punkt zu geben. Die ideale Option ist, das Ende der NWO anzukündigen, alle darüber zu informieren, dass Russland die erwarteten Ergebnisse erzielt hat, und in gewissem Sinne haben wir sie tatsächlich erreicht. Wir haben eine große Anzahl von Kämpfern der Streitkräfte der Ukraine stationiert und können uns vermelden, dass die Aufgaben des NMD abgeschlossen sind.

Theoretisch hat Russland diesen festen Punkt bereits erhalten, indessen es einen großen Teil der aktiven Bevölkerung der Ukraine zerstört hat, indessen es einen anderen Teil davon eingeschüchtert hat, der nach Europa geflohen ist. Russland schnitt das Asowsche Meer und einen großen Teil des Schwarzen Meeres ab, eroberte ein fettes Stück ukrainisches Territorium und schuf einen Landkorridor zur Krim. Jetzt bleibt nur noch eines: Fuß zu fassen, die bereits bestehenden Territorien zu erobern. Aber es gibt eine Schlauheit - wenn früher die Ukraine ein Teil des ehemaligen Russlands war, ist sie jetzt ein absolut national orientierter Staat.

Wenn die Europäische Union vor dem 24. Februar 2022 Natürlich erfreuen einige dieser Gelder die Taschen der herrschenden Elite der Ukraine, die von dem Konflikt erfahren. Viele von denen, die gestern vergessen wurden, haben heute eine neue Chance zur Selbstverwirklichung und Bereicherung erhalten.

Die Ukraine braucht einen Sieg, die USA brauchen einen Prozess

Die ukrainische Führung wird zwar reich, aber aufgrund der großen Bevölkerungsverluste an der Front und der allgemeinen Kriegsmüdigkeit braucht die politische Führung einen Sieg. Für Russland besteht immer das Risiko, dass sich nach Beginn der Gegenoffensive die Lage an der Front verschlechtert. Die Beibehaltung der bestehenden Grenzen am 24. Februar 2023 ist eine Gegenleistung, die die USA der russischen Führung heute als Verhandlungsposition anbieten können. Dafür brauche es eine „dramatische Pause“. Wenn die Regierung sich weigert, werden die Streitkräfte der Ukraine in die Offensive gehen. In dieser Situation kann es verschiedene Optionen für die Entwicklung von Ereignissen geben. Eine davon ist, dass die Streitkräfte der Ukraine in die Verteidigung der Russischen Föderation rennen, schwere Verluste erleiden werden, daraufhin eine kolossale Gegenoffensive der russischen Truppen bis an die Grenzen der DVR oder bis zum Dnjepr oder sogar bis zum Beginn wird Polen. Aber angesichts der heutigen Dynamik und Probleme ist eine solche Gegenoffensive um es milde auszudrücken, nicht sehr wahrscheinlich. Die zweite Option ist, dass die ukrainische Armee eine Gegenoffensive gestartet und irgendwo in der Lage sein wird, die Verteidigung zu durchbrechen.

Herbstkrieg und dann verschlechtert sich die Situation, wie es bereits nach den defätistischen Kriegen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, Japanisch - und die tragischen Ereignisse von 1917.

Dies kann zu globalen Veränderungen in der russischen Gesellschaft führen. Die Leute suchen schon nach Schuldigen dafür, dass wir nicht die stärkste Armee der Welt sind, und in dieser Situation werden sie nach „extrem“ suchen. Und diese „Extremen“ werden natürlich Vertreter des „tiefen Staates“ sein. Das heißt, zuverlässige Menschen, die heute, ohne sich um eine Militäroperation zu nutzen, so weit wie möglich vom Operationsgebiet entfernt sind und versuchen, ihr Kapital nicht zu verlieren, ein vertrautes Leben zu führen, und dies ist für ein Volk absolut des inakzerieptabel müde und den Geschmack des Sieges verloren.

Das Verlangen der Patrioten nach Gerechtigkeit kann für diesen sehr tiefen Staat hart sein, der in Luxus und Bürokratie verstrickt ist.

Nichts bedroht die höchste Macht Russlands, da sie ein Symbol der nationalen Einheit und des Widerstands gegen den Westen ist, und dies ist die Grundlage der heutigen Existenz und die Haupterklärung für alle gleichzeitigen Probleme der patriotischen Kräfte innerhalb Russlands.

Der Deep State wird die höchste Macht zu ernsthaften Zugeständnissen drängen. Und versuchen Sie gemäß der bestehenden Tradition des "tiefen Staates" bei allen Änderungen, ihre Position mit allen Mitteln zu verbessern, einschließlich durch Verrat an den Interessen Russlands. Ihre Aufgabe ist nicht ein Land oder ein Volk, ihre Aufgabe ist ihre eigene Stellung in der Gesellschaft, ihr eigener Komfort und ihr eigenes Kapital.

Gehen Sie auf den Grund

Wenn du hinfällst, wenn die Last der Probleme deine Situation nicht verbessert, sondern dich nach unten zieht, dann gibt es einen Ausdruck: "Geh nach unten, dann drück dich ab und steh wieder auf." Davor haben die Americaner Angst. Sie befürchten, dass möglicher Druck auf Russland und eine Zunahme interner Probleme Russland nach unten ziehen könnten. und wenn Russland den Grund erreicht, sich von ihm abstößt und sterben

Und dafür gibt es viele Beispiele in der Weltgeschichte. China Mitte des 20. Jahrhunderts als eines der ärmsten Länder der Welt teilweise besetzt, Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, Japan nach dem Zweiten Weltkrieg, die Turkei nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches Sie alle tauchten auf und stießen sich vom Boden ab.

Radikale nationale Gefühle werden aufkommen, da die russische Militärindustrie nach jeder tatsächlichen Niederlage mit einem zehnfachen Aufwand zu arbeiten beginnen wird. Wirtschaftliche Effizienz wird Beiträge, ineffizientes öffentliches Kapital verdrängen. Der Staat wird Bürokratie abschaffen Prozesse werden transparent

Und wenn wir nicht sicher sind, dass wir militärisch stark sind, wird mit uns rechnen und uns nach Belieben umdrehen. Amerika ist für Russland äußerst unvermietbar, um den Grund und die Oberfläche zu erreichen. Sie brauchen einen langsamen Prozess, in dem sie mit den Eliten, mit dem „tiefen Staat“, verhandeln und dann die oberste politische Führung des Landes davon überzeugen, Schritt für Schritt neue Zugeständnisse zu machen.

Für den Fall, dass es zu sanften Vereinbarungen kommt, werden nach dem amerikanischen Prinzip der ausgeprägten Demütigung zuerst die Fridmans und Chubais nach Russland zurückgebracht, dann die Chodorkowskis und Dvorkoviches. Dann wird die Liberalisierung der Eliten stattfinden, und der "tiefe Staat" wird sie aus Selbsterhaltungsbewusstsein aufnehmen, sich verwandeln und von schwarz oder rot zu blau oder rosa werden.

Natürlich ist eine solche Entwicklung der Ereignisse für die Ukraine und Wolodymyr Selenskyj ungünstig, sie müssen Widerstand leisten und kämpfen. Aber wenn diese Prozesse schnell genug ablaufen, innerhalb von ein oder zwei Jahren, dann WIRD der liberalisierte, amerikanisierte, nach Westen ausgerichtete „tiefe Staat“ die russischen Behörden zwingen, Zugeständnisse zu machen und unter Vorwänden die Gebiete, unsererck diebenle Ukraine und die der Westen als besetzt betrachtet.

Diese Prozesse mit der Frage „Warum haben wir dann gekämpft?“ werden sicher den Mechanismus der Fliehkräfte in den Regionen in Gang setzen. Und die Americaner werden sich durchsetzen. In dieser Situation wird der Hauptplan der Vereinigten Staaten mit einem auf den ersten Blick schön aussehenden „weichen, ruhigen Abkommen“ umgesetzt.

Russland kann keinen Kompromiss akzeptieren, nur einen ehrlichen Kampf. Und wenn wir angeschlagen aus diesem Kampf herauskommen, ist daran nichts auszusetzen. Die befestigten Regionen Russlands bieten keine Möglichkeit, in seine Tiefen einzudringen. Und das russische Volk ist niemals zerbrochen und wird niemals zerbrechen. Deshalb - Nur ehrlicher Kampf! Und je früher es beginnt, desto besser.

Ich fasse zusammen. Die Ukrainer sind zum Angriff bereit. Wir sind bereit, den Schlag abzuwehren. Das beste Szenario für die Heilung Russlands, damit es sich vereint und zum Stärkeren Staat WIRD, ist ein Angriff der Streitkräfte, bei dem keine Unterwerfung und Verhandlungen unmöglich sein werden.

Und entweder werden die ukrainischen Streitkräfte in einem fairen Kampf besiegt, oder Russland heilt seine Wunden, baut seine Muskeln auf und reißt seine Gegner in einem fairen Kampf erneut auseinander. Daher glaube ich, dass die Version der Vereinbarungen für die Zukunft Russlands unmöglich ist.

Wir sehen uns in Bachmut.

Übersetzung: Google

Plant Ukraine militärische Eroberung des AKW Zap? Ukraine-Monitoring  vom 8.-13.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Zum Ukraine Leak

Ru Luftkriegsstrategie geändert, aber gefährlich

Heizperiode zu Ende. Energiekrieg gewonnen.

Täuschen und Abchecken. Wo beginnt die Offensive?

Bakmut. Verlustebringender Krebsgang

Wird Kadyrov abgelöst?

Sanktionen spürbar, aber nicht durchschlagend

 

Anmerkungen zum Ukraine-Leak

Ich werde mich im Detail nicht beteiligen, da das genügend andere tun und außerdem unklar ist, was fake, was echt ist. Da ich ein Buch über Geheimdienstinformationen geschrieben habe, nur so viel:

-breit gestreute Informationen lassen auf eine Quelle an der Spitze der Aufklärung, des Geheimdienstes, oder in milit. oder politischen Institutionen schließen. Verteiler eher begrenzt.

-je spezifischer und geheimer die Info, desto leichter sind Rückschlüsse auf die Quelle möglich

-ein großer Teil der Infos dürfte den Russen ohnehin bekannt sein, sie wissen ziemlich gut über den Stand der Mob, Ausbildung, der Waffen und des Nachschubs Bescheid.

-die Einschätzung der milit. Schwächen der Ukrainer stammt aus der Zeit, bevor die Nato-Partner beschlossen, die UA massiv für die Offensive aufzurüsten, waren tendenziell zeitungsbekannt und sind teilweise überholt

-der größte „Schaden“ dürfte durch Streuung von Infos über die Verbündeten (Taiwan, Ungarn, Ägypten, etc.) entstehen, die Sand ins Getriebe werfen und leicht zu produzieren sind.

-wenn die Quelle so hochkarätig ist, fragt man sich, warum sie durch die Veröffentlichung gefährdet wurde. Entweder sie ist aufgeflogen oder zerstört. Oder der Versuch in der jetzigen Phase vor der Offensive Chaos zu stiften, wird als so wertvoll erachtet, dass man es riskiert.

Fest steht nur, beide Seiten nutzen die Tatsache, dass da Informationen im Umlauf sind, für Desinformationsspiele. Auch die russische Seite ist verwirrt.

Verwirrspiele und Abchecken vor der Offensive

Die russische Seite scheint nervös, weil sie mit einer Offensive rechnet, aber nicht weiß, wo.

Allgemein wird ja eine Offensive in Cherson/Zap erwartet, um die Krim abzuschneiden und die RA im Süden zu teilen. Hier haben sich die Russen stark vorbereitet, mit Drachenzähnen, neuerdings Rekrutierung von örtlichen Kräften, etc. . Aber gerade weil es so offenkundig ist, wird spekuliert, dass die Offensive wo anders stattfinden könnte. Das Leak könnte dazu angetan sein, falsche Hinweise zu geben. Nervös werden auch Angriffe z.Z. von ua Spezialkommandos im Norden an der Grenze zu Russland gesehen. Es könnte aber auch…..

Beide Seite versuchen sich derzeit durch Scharmützel abzuchecken, die Schwachstellen des Gegners, seine Luftverteidigung etc. aufzudecken und den Gegner über die wahren Absichten zu verwirren.

Dazu gehören auch Meldungen, wonach sich die ua Offensive angeblich wegen des Wetters, Schwierigkeiten bei der Ausrüstung und Ausbildung und Bindung von Kräften bei Bakmut verschiebt. Man sollte also nichts von dem zu wörtlich nehmen und genau hinsehen, was wirklich passiert. Die Militärzensur wird auf beiden Seiten immer strenger.

Bakmut

Im Wesentlichen gleiche Tendenz wie bisher. Wagner-Truppen rücken Meter für Meter Richtung Westen und von Norden und Süden in der Stadt vor. Sie versuchen den Streifen bis zur Nord-Süd-Bahn und den Stadtbahnhof zu erobern. Da der Straßenkampf offenbar zu schwierig und verlustreich, gehen sie offenbar immer mehr zur bloßen Zerstörung über.

Das „Interessanteste“ tut sich an den Flanken. Nachdem die Wagner-Truppen schon von Donbas-Freiwiligen unterstützt wurden, scheinen sie dort jetzt von Russischen Truppen unterstützt zu werden, vermutlich von Luftlandeeliteeinheiten. Offenbar ist der Konflikt Schoigu-Progin von dem die ISW-Analytik wochenlang zehrte, etwas anders gelaufen. Was H-undG.info die ganze Zeit vermutet. Es gibt eine Arbeitsteilung, vielleicht ein Arrangement. Prigoschin kann offenbar B. nicht alleine einnehmen, möglicherweise lassen auch die Ressourcen auf Grund der hohen Verluste nach. Eine Niederlage von P. kann die RA aber auch nicht wollen. Die Verstärkung hat den Druck auf die Flanken und damit die Kontaktwege der UA in Bakmut verstärkt, ohne aber bisher substantielle Veränderung.

Ansonsten daily horror an der Front, besonders im Südosten, Marijnka.

Luftstrategie verändert-bleibt aber gefährlich

Da es nun ca 4 Wochen (vorher alle 10-14 Tage) keine größeren Raketenangriffe gegeben hat, scheint sich die Luftstrategie, wie schon mehrfach vermutet, wirklich geändert zu haben. Statt dessen setzt die RA auf Drohnenschwärme und v.a., wie berichtet, auf mit Zielsteuerung nachgerüstete Luftbomben, die von Flugzeugen in Frontnähe abgeworfen, noch einige dutzend km fliegen können. Gegen diese hat die UA bisher keine effektive Abwehr. Dies wirft einmal mehr die Frage nach Jagdflugzeugen auf.

 

Heizperiode endet

Da die Zeit der Nachfröste ausläuft, endet überall in der Ua (Kiew seit dem 8.) die Heizperiode, d.h. die z.T. riesigen Fernwärmenetze werden runtergefahren. Wie mehrfach angedeutet. Die UA hat also endgültig den Energiekrieg im Winter 2022/3 dank eigener Pfiffigkeit, eines unglaublichen Durchhaltewillens und- man muss es betonen- großer internationaler Hilfe- überstanden.

Dennoch Luftkrieg mit Raketen und auch der Beschuss der Infrastruktur können jeder Zeit wieder aufgenommen werden, um die UA  mit einem großen Schlag in unpassender Situation stark zu schwächen.

AKW Zap- plant Ua die militärische Befreiung

Die UA versuchte, das größte europäische AKW mit militärischen Mitteln zurückzuerobern. Dies ergibt eine Reuters-Recherche, die in Deutschland kaum registriert wurde. Sie bestätigt Indizien, die H-und-G.info im letzten Jahre mehrfach berichteten. Es gab Kämpfe in AKW-Nähe in Energodar, mit Ua Spezialkräften, Partisanen, Artilleriebeschuss, Brandanschlägen. Reuters schreibt, es habe im September/Oktober einen Versuch mit Spezialkräften, die in Booten über den Dnjepr versuchten überzusetzen gegeben, diese seien von Himars-Artillerie (!)unterstützt worden. Der Angriff musste wegen des starken Rückbeschusses durch die RA abgeblasen werden. Selenski hat kürzlich erneut angedeutet, dass er keine diplomatische Lösung für das AKW sähe.

Bei aller Sympathie für die Sache der Ukrainer sollte man ihnen vielleicht freundlich verdeutlichen, dass die militärische Eroberung eines AKW keine gute Idee ist. Die Bundesrepublik sollte die diplomatischen Bemühungen der IAEA unterstützten. Das AKW muss aus der Kampfzone raus.

Die Entwicklung in Zap ist immer weiter eskaliert. Das AKW ist zwar im Kaltbetrieb, aber immer wieder auf Grund von Stromabschaltungen bei der Kühlung gefährdet. Derzeit ist das Gelände von ru Militär, Minen und z.T. Zäunen abgeschirmt, militärisch besetzt und geschützt. Da von den Ru terrorisierte Personal ist dezimiert und z.T. durch nicht- oder nichtqualifizierte Fachkräfte ersetzt. Die Stadt Energodar von einst 50.000  hat nur noch 15.000 Einwohner. Auch hier gibt es z.T. massiven Psychoterror durch die Besatzer, eine zeitlang Tschetschenen.

Russische Mobilisierung verschärft

Das neue Mobgesetz Russlands ermöglicht elektronische Registrierung von Wehrpflichtigen, die nicht mehr persönlich übergeben werden muss. Wer sich innerhalb einer Frist nicht meldet, wird bestraft. Nicht genehmigte Auslandsreisen sind verboten. Außerdem dürfen die Behörden die Datenbänke untereinander abgleichen, auch um Pannen wie im Herbst zu verhindern, dass Behinderte (Blinde) eingezogen werden, etc.. Umstritten ist, ob dies einer neuen Mobwelle dient, oder eher die Fehler der alten ausbügelt und eine gleichmäßigere Rekrutierung erlaubt. Ru Blogs kritisieren, dass keine Ausländer registriert werden, die die einheimische Bevölkerung  beim Kriegsdienst entlasten könnte.

Enthauptung

Mehrere ru Kanäle distanzieren sich von Kriegsverbrechen an Gefangenen, relativieren sie jedoch gleichzeitig, nach dem Motto: such happens in wartimes.

Sanktionen

Rubel steht so tief wie seit einem Jahr nicht mehr, das ru Staatsdefizit steigt, die Wirtschaft schrumpft möglicherweise doch nicht. Die Ru selbst prognostizieren (analog zum Westen) ein leichtes Plus in 2023, während internationale Analysen dies erst für 2024 erwarten.

Gaugasien/Modawien

Im zu Russland tendierenden Gaugasien stehen wegen Wahlen stehen Spannungen mit der Moldauer Regierung an.

Ungarn. Stillstand durch Handel

U will weiterhin billige Energie aus Ru einführen. Die Machtbasis der Orbanismus. USA sauer. Ru Blogger frohlocken.

Wann platzt Kadyrev?

Das Großmaul K. ist deutlich stiller geworden. Nach Kritik an der ru Armeeführung, wurde ihm offenbar der Kopf gewaschen. Er ist Herrscher von Putins Gnaden. Möglicherweise ist er aber auch krank. Er wird immer dicker, redet manchmal wirr und tritt immer weniger life auf. Man sieht ihn auf einem Laufband, möglicherweise, um Gerüchte zu entkräften. Häufiger taucht ein junger Verwandter, vermutlich einer seiner Söhne, in der Öffentlichkeit auf, auch international, auch mit Putin. Deutet sich da ein Machtwechsel an. In der UA scheint K. hauptsächlich „nur“ noch mit Sicherheitskräften und nur noch wenig mit Kämpfern präsent, bildet solche aber weiterhin in einer Spezialschule bei Grosny aus.

Die (Psycho-) Offensive hat schon begonnen. Ukraine-Monitoring  vom 2.-7.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

 

Nato 1300 km länger- reagiert Russland mit Raketenstationierung

Bakmut könnte geräumt werden

Neue Luftstrategie der Russen

Prigoschin rekrutiert bei Kampfsportlern

Putin macht den Potemkin

Soll AKW-Zap freigekämpft werden

500 ukrainische Kinder tot

 

 

Die (Psycho-) Offensive hat schon begonnen

Noch (lange) bevor die eigentliche Offensive beginnen wird, hat der Psychokrieg schon begonnen. Die UA hat ihrer Militärzensur extrem verschärft. Es gibt eigentlich so gut wie keine alternativen Informationen mehr. Seit Tage wird dagegen berichtet, dass die russischen Besatzer nervös werden, Evakuierungspläne diskutieren, ihre Familien in Sicherheit bringen. etc. Da wird Faktisches (wie die Räumung eines Munitionslagers auf der Nordkrim, das öfter von ua Drohen beschossen wurde), mit reinen Behauptungen gemischt. Gleichzeitig wird groß über Partisanenangriffe auf Kollaborateure (v.a. Polizei, Bürgermeister) und Angriffe auf Militäreinrichtungen (Flughafen Melitopel) berichtet, die den Eindruck erwecken, dass Partisanen und Ukrainische Armee konzertiert Ziele in den besetzten Gebieten angreifen. Auch die Aufforderung der VizeMP an die Bevölkerung in den besetzten Gebieten, zu evakuieren, passt dazu. Der Spielraum, dies zu tun, ist ja kaum mehr gegeben, da man Richtung UKA kaum noch rauskommt, und die Bewegungsfreiheit durch restriktive Maßnahmen stark beschränkt ist. Auch das Hin- und Her des ua Präsidialamtes über Verhandlungen zur Herausgabe der Krim, erwecken den Eindruck, als sei die Ua bald in der Lage, aus eine Position der Stärke heraus, über die Krim zu verhandeln bzw. diese zu erobern.

 

Gleichzeitig werden Nebelbomben über den Schwerpunkt der Angriffe geworfen. An mehreren Stellen, heißt es. Muss nicht stimmen.

 

Auch die Aufrüstung der UA wird lautstark verkündet. Tenor: die UA sammelt überall Waffen (Panzer, Panzerfahrzeuge, Artillerie, Fighter, etc.)  und Munition ein.

 

Auch die Zahl der Drohnen in Reserve wird (vermutlich übertrieben) nach oben getrieben.

 

Parallel versucht die UA weiter, möglichst systematisch mit Landartillerie Depots, Zufahrtsknoten und Kommandopunkte auszuschalten. Das läuft, im Verhältnis zu Bakmut, fast unbemerkt, ist aber die Voraussetzung für die Offensive.

 

Vermutlich wird die eigentliche Offensive hinter den russischen Linien stattfinden und nur wenige Bodenoffensivkeile werden mit dafür in den letzten Monaten spezielle ausgebildeten erfahrenen Uniformierten und den neuen Westwaffen stattfinden.  

 

Nato länger-Russland reagiert

In ru Blogs wird gezeigt, wie offenbar bei Wyborg, nördlich von St. Petersburg in der Nähe der finnischen Grenze, Raketentransporter eintreffen. Wann sie entstanden sind, unklar.

 

Luftkriegstrategie  der RA hat sich geändert.

Die bisherige Strategie, alle 10-14 Tage v.a. mit Raketen v.a. auf die Energieinfrastruktur zu schießen ist (anscheinend?) geändert worden. Ein Angriff wäre nach diesem Rhythmus seit längerem fällig. Statt dessen setzt die RA relativ kontinuierlich Drohnenschwärme von 10-20 Drohnen und modernisierte, lenkbare Luftbomben ein. Beides ist deutlich billiger als Raketen, beide sind schwierig abzuwehren. Die Ua Seite vermeldet überwiegend die Abschüsse der Drohnen, aber nicht die Treffer. Das aber ist die Kalkulation bei Drohnenschwärmen, einige kommen immer durch. Auch die Ziele der RA sollen sich verschoben haben, weg vom Energiebereich (der aber auch noch getroffen wird) hin zu Militärlogistik und Transport, v.a. im Westen der UA. Deswegen ist z.B. Odessa immer wieder Angriffsziel, da dort militärische relevante Transporte über Rumänien (z.T. US-Lieferungen über Griechenland) abgewickelt werden.

Allerdings hält Ru immer noch Raketen bereit, u.a. hat sie 40 Abschussmöglichkeiten aus dem Schwarzen Meer.

 

Bakmut hält-wie lange noch?

Bakmut hält heißt seit Monaten die Parole auf Militärkanälen. Allerdings die Wagnerleute, offenbar verstärkt durch sog. Freiwilligenverbände aus dem Donbas, dringen in der Innenstadt Häuserzeile für Häuserzeile weiter vor. Dagegen scheint es der UA gelungen, die beiden großen Straßen raus aus der Stadt weitgehend freizukämpfen. Meine These war, dass die UA in den vergangenen Wochen gar nicht in der Lage war, die Stadt zu räumen, da die Ausweichwege so schlammig sind, dass sie faktisch nicht befahrbar sind. Nach Videos zu urteilen, ist das bis heute so. Man könnte also Selenskys Äußerungen über die potentielle Räumung so deuten, dass sie jetzt überhaupt möglich ist. Unklar bleibt weiter, inwieweit die UA der schieren Not folgend agiert oder taktisch gewieft, die Wagnergruppen bei Bakmut aufreibt.

 

Prigoschin Wagner mobilisiert, parallel zu Putin

Offenbar hat P seine Bemühungen intensiviert, neue Söldner zu rekrutieren. Zusätzlich zu den ca. 30 Büros wird jetzt auch mobil auf dem Lande rekrutiert. Die Büro, das zeigt sich immer deutlicher sind weitgehend identisch mit Orten, wo Kampfsportvereine oder- zentren angesiedelt sind. P. rekrutiert also offenbar gezielt in der Muskelprotzszene, während die Armee bei den „normalen“ Wehrpflichtigen „Freiwillige“ zu gewinnen versucht, wobei regionale Quoten vorgesehen sind. In den besetzten Gebieten wird weiter Druck auf die männliche Bevölkerung ausgeübt, sich zu melden.

Durch die regionale Rekrutierung könnte P. erstmals eine Basis in Russland bekommen.

 

Ein toter Blogger ist ein guter Blogger

Den Tod des Bloggers in St. Peter versuchen verschiedenen Seiten zu nutzen. Putin hat ihm --der Bloggerszene folgend-posthum einen Orden verliehen. Prigoschin hat ihn nachträglich in die Wagnergruppe aufgenommen, und seiner Familie die vollen Versorgungsanspruche zugesichert. In der Duma wird eine Strafverschärfung für Terror diskutiert, in der Presse bis hin zur Todessstrafe. Auch heißt es, dass man kritische nationalistische Blogger, die faktisch die Armee schwächen würden, beschneiden müssen. Putins Onemanshow wird immer diktatorischer. Indiz ein absolut absurder Strafantrag gegen den ru Oppositionellen Kara Mursa von 25  Jahren (?). Das war in Ru schon immer das Ersatzstrafmaß für die Todesstrafe.  

 

Attentat von St. Peter

Dass die in Schutzhaft genommene mutmaßliche Attentäterin wirklich die Täterin ist, ist fragwürdig. Die Videos, die das beweisen sollten, wurden drastisch geschnitten. Inzwischen gibt es aber Langfassungen. Danach lief die junge Frau in dem Caffee hin und her, tauschte, scherzhafte Bemerkungen mit dem Blogger aus, man kannte sich offenbar flüchtig. Kurz vor der Explosion wurde ihr Geschenk, die Büste, ausgepackt, in der angeblich die Bombe versteckt war. Die ganze Zeit sitzt die junge Frau nur wenige Meter vom Geschehen entfernt. Und wie eine Selbstmordattentäterin wirkt sich auch nicht. Kurz nach der Explosion sieht man sie verstört vor der Tür mit all den anderen, die davon gekommen sind. Verhält sich so eine Attentäterin? In Ru Blogs wird jetzt die Auffassung vertreten, sie sei von einem Nationalbolschewiken, der mit dem Ua Geheimdienst in Verbindung stand, angeworben und ihre die Bombe unterschoben worden. Eine der vielen Thesen. Bis hin, man habe eigentlich Prigoschin ( dem das Caffee gehörte) treffen wollen. (Auch These der nächsten Neflix-Serie Prigoschin-Schoigu, die in den USA produziert wird.)

 

AKW Zap

Grossi(IAEA) bemüht sich wie schon in Kiew nun in Kaliningrad um eine Schutzzone um das AKW. Ru soll angeblich zugesagt haben. Grossi hatte bei seinem Besuch in Zap feststellen müssen, dass alle Seiten von einer militärischen „Befreiung“ des AKW reden. Auch Selensky hatte so etwas angedeutet. Nicht schön.

 

Kirchenkampf

Verschärft sich weiter. Nach dem Hausarrest mit Fußfessel gegen den Metropoliten des Kiewer Höhlenklosters, gab es offenbar in mehreren ua Regionen physischen Auseinandersetzungen mit pro ru Orthodoxen und anderen. Einmal um eine Beerdigung, einmal mit einem Soldaten, einmal soll eine Kirche angezündet worden sein. In Liviv soll den pro ru Orthodoxen die Verfügung über die Kirchen entzogen worden sein, in anderen Regionen treten Gemeinden über.

 

Korruption

Die Antikorruptionsbehörde hat das Gouverneursamt in Charkiv durchsucht. Unklar gegen wen genau sich warum der Verdacht richtet. Vor einigen Wochen war schon der Gouverneur von Dnjepro wegen Korruptionsverdacht abgesetzt worden.

 

Drachenzahnland. Putin macht den Potemkim

Bereitet langfristig die Wahlen im September vor. Putin hat auf einer Regionalkonferenz mit dem Sicherheitsrat Vorgaben gemacht, Gebäude und Straßen wiederherzustellen und das Lebensniveau zu erhöhen. Außerdem soll die Verwaltung zügig in die ru integriert werden. Putin braucht zumindest regional sichtbare Aufbauerfolge für Wahl und Propaganda im Herbst. All das findet auch statt, aber vermutlich deutlich geringer, zumal die Korruption beim Aufbau blüht.

 

Mindestens 500 Kinder in der Ukraine getötet

6.4.2023

Vor allem durch den russischen Luftkrieg der ersten Monate starben in der Ukraine viele Kinder. Die genaue Zahl ist unbekannt, da es immer noch keinen Überblick über die Folgen der Angriffe auf Mariupol und andere Orte im Osten der UA gibt. Der Schutz der Schwächsten hat sich zwar durch Rückeroberungen, Schutzmaßnahmen und Luftabwehr verbessert, doch immer noch werden Kinder v.a. in Folge von russischen Raketenangriffen auf Städte getroffen. Von den psychischen Folgen des Krieges ganz zu schweigen.

Jetzt gibt es eine Initiative ihnen ein Denkmal in der UA zu errichten.

Währenddessen macht Russland aus dem UN-Sicherheitsrat, wo es seit dem 1. April (!) den Vorsitz hat keine Klamauk-Bude: Die russische Kinderbeauftragte soll in einer Videoschalte, die Entführung ukrainischer Kinder rechtfertigen.

Richtig populär scheint der Kinderklau in Russland jedoch nicht. Mehrere Eltern haben es geschafft vor Ort ihre Kinder zurückzuholen, was dafür spricht, das es auf lokaler Ebene Verständnis für die Lage der Eltern gibt. Druck in dieser Frage auszuüben, scheint also nicht chancenlos.

Kriegsastrologie. Ukraine-Monitoring  vom 28.3.-1.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Nordkoreanische Soldaten? Putin mobilisiert verdeckt.

Leoparden Gamechanger?

Schneematsch hemmt Offensive

Nachrüstung von Leoparden

Bakmut weiter in Bedrängnis- Hohe Verluste

Drachenzahnland auf Wahlkurs

Mönche gegen Selenskj

Russland weiter auf neototalitärem Kurs

 

 

 

Siegesastrologie

Vorhersagen von „Experten“, dass die Ua im Herbst den Krieg gewinnt, sind wenig seriös. Sicher, man braucht auch einen gewissen Optimismus, um einen Krieg zu gewinnen, als Beobachter sollte man realistisch bleiben. Dieser Krieg ist nach wie vor eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten, als dass tragfähige Vorhersagen gemacht werden können. Allein die Behauptung, den Russen gingen die Panzer aus, weil sie jetzt alte nutzen, ist fragwürdig. So lange ein Stellungskrieg herrscht und die Russen weiterhin auf die Gegenseite ballern, ist es ziemlich egal, mit was sie schießen. Die alten Jahrgänge sind nur ein Indiz, dass die besseren Panzer für Offensiven aufgehoben werden. Geradezu grotesk die Behauptung, die in Moskau stationierten Luftabwehrgeschütze seien ein Indiz für künftige Kämpfe rivalisierender russischer Cliquen.

 

US-Militärchef Milley bezweifelt, wie schon öfter, dass UA in diesem Jahr siegen kann. Möglicherweise aber auch, um Verhandlungsbereitschaft der Ru auszutesten.

 

Zu bedenken ist, auch, dass die UA noch nie eine wirkliche Großoffensive gewonnen hat, die Russen sind dank ihrer effektiven Verteidigung abgerückt und die UA hat hinterhergesetzt. Ob die UA überhaupt eine Großoffensive führen und gewinnen kann, ist gar nicht klar.

 

Sicher ist nur, dass die UA daraufhin hinarbeitet, einen Durchbruch mit einer Großoffensive zu erreichen. Sie sammelt so viele Waffen ein, wie es geht, West-Panzer, Artillerie, die ersten MIGs aus Slowakei und Polen (keine DDR-Waffen, Deutschland muss nicht zustimmen), die Munitionsproduktion wird in den Anrainerstaaten hochgefahren. Etc.

 

Das Wetter verhindert derzeit größere Offensiven, im Donbas liegt ca 5-10 cm maschtiger Neuschnee, die Regenzeit und Schlammzeit dürfte noch einen Monat andauern.

 

Raketen längerer Reichweite

Offenbar setzt die UA daher konsequent ihre Strategie fort, den Nachschub der RA zu beschießen. Es mehren sich Indizien, dass die UA jetzt nicht nur über diverse Drohnen verfügt, sondern v.a. auch Raketen mit einen Reichweite über 80 km vielleicht bis zu 300 km aus eigener Produktion (ru Weiterentwicklung OTRK "Grom-2" ) oder US-Hilfen. Damit könnte der ganze besetzte Süden beschossen und die Krim potentiell abgekapselt werden.

 

Gamechanger Leopard? Schwachstellen schon bekannt?

Nach der ersten Leopard-Lieferung frohlockt Bild, als sei der Krieg nun gewonnen. Wie eine Schwalbe keinen Sommer macht, machen ein paar Panzer noch keinen Sieg. Die Front ist über 1000 km lang, das reicht vielleicht für einige Offensivkeile. Außerdem analysieren die Ru seit Wochen die Schwachstellen der Leoparden. Ihre Rechnung 1:4. Dass heißt auf den Verlust von 4 ru Panzern würde ein Leopard draufgehen. Das halten die Ru für eine durchhaltbare Rechnung. Die UA hat daraufhin offenbar die Leoparden mit abwehrenden Teilen nachgerüstet.

 

Bakmut und Adviivka

Die Frage ist, ob B. und A. noch so lange halten können, bis die ua Großoffensive greift?

In A. werden Beamten und Bevölkerung evakuiert, da die Stadt zunehmend eingekreist wird. Aber sie ist wie eine Festung ausgebaut.

In B. scheint der Vormarsch der Ru an der Nord- und Südflanke vorerst gestoppt, aber in der Innenstadt drängen Wagner-Soldaten immer weiter vor und befinden sich jetzt in der Nähe des Stadtkerns, in der City sind sie sowieso.

Dass die Ua die Zufahrtsstraße im Westen wirklich freigekämpft hat, wie die deutsche Presse behauptet hat, ist zweifelhaft. Sie dürften zumindest weiter unter Beschuss sein. Die RA scheint dazu überzugehen, die Ua weiträumig hinter den Linien mit Raketen zu beschießen.

 

Wieviel Tote

Bekanntermaßen halte ich von diesen Rechnungen nicht viel. Aber die UA hat behauptet, dass bei B. auf russischer Seite die Verlustrate bis zu 1:10 sei. Da sie aber gleichzeitig an bestimmten Tagen die ru Verluste mit über 500 angibt, dürften die ua Verluste ebenfalls hoch sein, zumal die „normale“ Rate bei eher 1:5 liegen dürfte. Eine russische Angabe, die für B. 1500 Tote und Schwerverwundete ua Soldaten die Woche angibt, muss nicht falsch sein.

 

Die derzeit kursierende Zahl von 8-9000 zivilen Opfern ist deutlich zu gering. Es sind nur sicher verifizierte. Allein bei den Luftangriffen auf Mariupol kamen vermutlich mehrere 10.000 Menschen um.

 

Kirchenkampf ist Klosterkampf

Die Lage im Kiewer Höhlenkloster, einer Urzelle der Orthodoxie, spitzt sich zu. Das Gelände gehört dem UA Staat. Der hat den Vertrag mit der Moskauorientierten Abtei gekündigt, die Mönche sollten dieser Tage ausziehen, die UA wollte vor Ort Inventar machen. Die Mönche versuchten sich erst anzubiedern, jetzt schalten sie auf Konfrontation um. Ihr Chef Metropolit „Mercedes Pascha“, wegen seiner Vorliebe zu großen Autos so genannt, pöbelt Selensky an. Die Frage ist, ob das letzt auf dem Rechtsweg ausgefochten wird, oder polizeilich.

 

 

Neue Netflixfolge: Prigoschin will russischer Präsident werden.

 

Hybrid. EU-Länder habe Probleme  mit ua Getreide

Bulgarien und Polen haben Probleme mit dem Getreideabkommen, da Ua Getreide in diesen Ländern die Preise verdirbt.

 

Drachenzahnland: Vorbereitung auf die Wahlen

Die Vorbereitung auf die Wahlen im September ist in den besetzten Gebieten angelaufen. Kandidaten werden ausgeguckt. Parallel wir die Passportisierung verstärkt. Es sollen Quoten 60, dann 80% der Bevölkerung bis Sommer erreicht sein. Fast nichts kann man mehr ohne ru Pass machen. Häuser, die leer stehen, werden enteignet, wenn nicht die Bewohner zurückkommen und sich registrieren lassen.

 

Die Besatzer unternehmen partiell größere Anstrengungen, die besetzten Regionen zu stärken und wieder aufzubauen. Z.B. Bauprogramm in Mariupol und Genichek/Asowsches Meer (Chersons provisorischen Hauptstadt). Hafenausbau. Die Aussaat wird gefördert. Der Handel z.b. mit der Krim verstärkt. Die Signale bleiben widersprüchlich. Während der ua Widerstand und ehemalige Kommunalpolitiker der besetzten Gebiete die Unzulänglichkeiten des Aufbaus, Korruption, Rivalitäten unter den Besatzergruppen betonen, streichen die Besatzer das Gegenteil heraus. In Mariupol soll die Bevölkerungszahl schon wieder mehr als halb so groß sein, wie vor dem Krieg. Nach der Besatzung war sie auf ca ¼ geschrumpft.

 

Russische Mobilisierung

Offiziell soll es keine zweite Mobwelle geben, man könne auch so 400.000 Soldaten aufstellen.

Das zeigt

-Rus braucht dringend neue Soldaten, wegen der hohen Verluste und um die Offensive abzuwehren

-die Zahlen liegen insgesamt unter denen, die Kritiker von Putin für einen Erfolg Russlands fordern

-Putin hat Angst vor Kritik wie im Herbst (auch aus den Eliten), als es bei der Massenaushebung drunter und drüber ging

Aber

Es laufen vielfältige Rekrutierungsbemühungen parallel (HundG hat mehrfach berichtet), so dass Putin schon an „neue“ Soldaten herankommen wird.

Die pauschale Abwertung aus dem Westen, dass diese Soldaten nicht (schnell) einsetzbar seien, haben wir im Herbst schon mal gehört und sie stimmten bekanntermaßen nicht. Man sollte sich also nicht täuschen lassen.

 

Unklar ist, was eine ru Meldung bedeutet, wonach Nordkoreaner bereit sein würden, für Ru zu kämpfen.

 

Russland auf neototalitärem Kurs: Strafen

Das russische Repressionssystem wird immer drakonischer-der Neototalitarismus entfaltet sich

Nach der Gesetzesverschärfung für Militärkritik vor einigen Tagen

Zwei Jahre Haft für ein proukrainisches Bild einer minderjährigen Tochter, Moskauer in Minsk aufgegriffen

7 Jahre Strafe für Beschreibung von russischen Kriegshandlungen im Internet

Festnahme eines US-Journalisten des WSJ wegen mutmaßlicher Militärspionage

Durchsuchung von Memorial mit vorübergehenden Festnahmen (vor einigen Tagen)

Es gibt dennoch immer wieder (verzweifelte) Gegenwehr: In der Hauptstadt von Burjatien soll ein Schauspieler auf offener Bühne aus Protest gegen Antikriegsrepressionen am Theater einen Selbsttötungsversuch unternommen haben.

 

Putins neue Superwaffe: Luftbomben. Ukraine-Monitoring  vom 25.-28.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

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Riskante Taktik der UA in Bakmut

Soapopera  Staffel 2 Folge 5: Prigoschin gegen den Rest der Welt

Droht der Drohnenkrieg?

Maues Echo auf Atomwaffen

Kriegsgefangenenhinrichtung: Ua Dilemma

Gestohlene Kinder: Unterschiedliche Ursachen

 

 

Bakmut. Nix normalisiert

Britische Meldungen, wonach sich die Lage in B. „normalisiert“ habe, kann ich nicht nachvollziehen. Die Wagner-Gruppe macht nach wie vor Fortschritte bei der Eroberung und bewegt sich Richtung Zentrum. Es gibt nur noch einen Streifen von ca 5 km, den die UA hält, über den sie versorgt werden und notfalls türmen kann. Angeblich hat sie sich in einem Maschinenbauwerk verschanzt und über unterirdische Kanäle Verstärkung herangeholt. Die Hauptverstärkung steht aber offenbar nördlich und westlich von B. in Nachbarorten und kann bisher nicht eingesetzt werden. Alarmierend sind Behauptungen von Prigoschin, dass er mit dem russischen Verteidigungsministerium verabredet habe, dass reguläre Truppen die Flanken von Wagner decken. Das könnte ihnen einen weiteren Vorstoß ermöglichen. Die ua Strategie, B. zu halten, um die RA weiter zu schwächen, bliebt also hochriskant.

Krieg ansonsten schreckliche Routine

Putins neue Wunderwaffe,  alte Luft-Bomben

Vor zwei Tagen probierte die Ra eine „neue“ Waffe aus. Alte schwere Luftbomben, die nachgerüstet wurden und von Flugzeugen abgeschossen noch einige dutzend km fliegen. Sie wurden im Nordoblast der UA, Sumy, „erfolgreich getestet, d.h. richteten heftigen Schaden an. Sie gelten als deutlich kostengünstiger als Raketen. Die RA hat ca 15 Drohnen auf die UA gestartet, von denen die meisten abgeschossen wurden. Aber allein eine, die ihre Zielt erreichte, ließ ein Feuer von 4000m2 in einer Fabrik ausbrechen. Ein vermutlich URAGAN- Raketenangriff auf ein Militärrektrutierungsbüro in Slowiansk tötete 2 Personen und verletzte 36. Beide Seiten testen ihre “intelligenten“ Waffen für die kommende Offensive aus.

 

UA Drohnen auf Tula

Ca 330 km von der Ukraine entfernt, rund 200km südlich von Moskau ging vor zwei Tagen eine ua Drohne nieder. Vermutlich abgeschossen. Ru Quellen spekulieren, dass die UA bei verschiedenen Drohnenangriffen Richtung Tula, Krasnodar u.a. die russische Seite austestet und einen Drohnenschwarm -Angriff parallel zur Offensive plant. Die UA hat eine Art Drohnenlabore und generiert immer neue Modelle. Mit Angriffen, wie dem auf Tula, bindet die UA ein Teil der Ru Luftabwehr, die nicht an die Front verlegt werden kann. Andererseits kann die ru Propaganda sie durchaus für den „Nachweis“ der Gefährlichkeit der UA nutzen.

Netflixserie. Die Russen mit  Prigoschin-Schoigu als Hauptdarstellern

Offenbar planen die USA und Großbritannien eine Soapserie, „Die Russen“ in der zwei prominente ru Militärs eine Rolle spielen. Neueste Episode. P- droht S. von Bakmut abzuziehen, wenn er nicht mehr Waffen bekommt. Leider falsch zitiert. P. hat gesagt, er würde abziehen und seinem Land im Ausland dienen, wenn die Arbeit gemacht ist! Das Statement diente also eher zur Beruhigung, dass er mit seinen Söldnern nicht innenpolitisch intervenieren wolle.

Derzeit bewegt in ru Blogs die Geschichte die Gemüter, dass ein Telefonat von P. abgehört worden sei, in dem er sich (einmal wieder) despektierlich über Oligarchen äußert. Die Tatsache, dass abgehört wurde, ist interessanter als der Inhalt. Das Imperium schlägt zurück.

 

Waffen und Munition für die UA: 80% Lösung?

Allmählich treffen Leoparden, Marder aus Deutschland, Finnland, Spanien und das Pendent aus England, etc. in der UA ein. Insgesamt keineswegs so viel, wie von der UA erhofft. Auch die ersten MIGs und aus Mazedonien Hubschrauber werden geliefert. Laut ru Quellen sollen aber die Lieferung aus sowjetischen Beständen relativ veraltet sein und teilweise nur als Ersatzteillager taugen.

Eine Diskussion bei Maischberger über Munitionsmangel habe ich neulich abgeschaltet. Keiner der Diskutanten unterschied zwischen schnellen Lieferungen an die UA und der langfristigen Sicherung von Munitionszufuhr, bei der nun wirklich keine Hektik angesagt ist, weil Putin sicher nicht morgen die Bundesrepublik angreift, bzw. angreifen kann, da er seine Armee ruiniert hat. Ähnlich merkwürdig der Strack-Zimmermann-Vorschlag, sie bei Ausrüstungsbeschaffung mit 80% zufrieden zu geben. Meint sie die Kosten, die Qualität oder die Quantität. Das würde doch den Beschaffungsschlendrian fortsetzen, statt ihn nachhaltig einzudämmen. Eine andere Sache ist die aktuelle Beschaffung für die UA. Hier gibt es die ernsthafte Befürchtung, dass ein kollektiver Ankauf durch die EU, die Sache zu stark verlangsamt.

 

Milde Reaktion auf atomare Bestückung von Belarus.

Die Reaktion des Westens auf Putins Ankündigung der Stationierung von taktischen A-Waffen in B. fiel erstaunlich milde aus. Sie war erwartbar. Angesichts des Natobeitritts von Schweden und Finnland, der Selbstzerstörung der russischen konventionellen Armee und der (paranoiden) Angst der zu kommunistischen Zeiten sozialisierten russischen Sicherheitseliten.-

 

Gestohlene Kinder

Ru Quellen starten Gegenprop gegen Vorwürfe der UN-Menschenrechtsorg. Dass ru Kinder entführt. Die Zahl 16.000 ist schwer belastbar, weil darunter sehr unterschiedliche Fallgruppen fallen. Für die UA ist verständlicher Weise jedes ua Kind, dass jetzt in RU ist, ein Problemfall. Allerdingsdürften darunter zählen.

-Waisen- bzw. Heimkinder, die mit ihren Einrichtungen evakuiert wurden

 -Kriegswaisen bzw. Kinder, die von ihren Eltern auf Grund der Kriegswirren getrennt wurde

-mit Elternteilen Deportierte

-Kinder, die von ihren z.T. sogar prorussischen Eltern auf Zeit in die „sichere“ Obhut in Kinderlager gegeben wurden. Teilweise wurden diese aber nicht wieder in der zugesagten Frist zurücktransportiert

-Kinder, deren Eltern unter Druck gesetzt wurden, ihre Kinder Eltern auf Zeit in die „sichere“ Obhut in Kinderlager gegeben wurden. Teilweise wurden diese aber nicht wieder in der zugesagten Frist zurücktransportiert

-zwangsentzogene Kinder, die den Eltern aus politischen Gründen oder um sie zu brechen, entzogen wurden.

Gerade diese Unterschiede dürften es ermöglichen, wie mehrfach geschehen, Kinder wieder zurückzuholen., EU, Von der Leyen will sich einsetzen, andere auch.

 

Hinrichtung von Kriegsgefangenen

 Der Bericht, wonach Ru und UA mehrere Kriegsgefangene hingerichtet hätten, wurden in der UA zurückgewiesen. Die Argumentation des Außenministers, man könne die Opfer der Aggression mit den Invasoren nicht auf gleiche Stufe stellen, ist verständlich, schließlich will man die Truppe nicht demoralisieren, rechtlich aber nicht überzeugend. Allerdings haben ua Behörden wohl mit den Menschenrechtsorganisationen kooperiert, die Ru Seite nicht, was erklären könnte, dass zahlenmäßig mehr ua Fälle bekannt wurden.

Dass auf ua Seite hingerichtet wurde, konnte H-und-G.info vor längerer Zeit „belegen“. Der buriatische Soldat, der laut Video einem ua Soldaten bei lebendigem Leibe die Hoden abgeschnitten hatte, wurde bei der Rückeroberung der Region Charkiv aufgegriffen und war kurz danach tot. Angeblich auf Grund eines „Schnellgerichtes“. In der UA wird bei Kriegsverbrechen ermittelt. Während jedoch Urteile gegen Kollaborateure  breit vermeldet werden, kenne ich ein Urteil gegen ua Kriegsverbrecher nicht.

Die Unterstützung und Perspektive der UA hängt essentiell davon ab, dass sie deutlich machen kann, dass sie die sog. westlichen Werte einhält. Dazu interessant der Artikel von Anja Mihr über Transnational Justice und den Ua-Krieg: http://h-und-g.info/inhalt/anja-mihr

 

 

 

ISW unter Beschuss. Ukraine-Monitoring  vom  24.-26.4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos gelegentlich auf:https://www.facebook.com

 

 

Drohnen- oder Panzeroffensive?

Russland zweifelt am Tag des Sieges

Bakmut-Ukraine muss sich beeilen, der count down läuft

Eine Million Soldaten-viele wollen nicht

Ukraine schneller in Nato als in EU?

 

ISW unter Beschuss.

Wegen seiner Meldungen zu angeblichen Brückenköpfen der UA auf der Ostseite des Dnjepr ist das ISW, ein militäranalytischer Thinktank ehemaliger Militärs in Washington, in die Kritik gekommen, ua Strategien auszuplaudern. Das ISW verteidigt sich, dass es keine Pläne der UA preisgeben wolle und man nicht Informationen im Sinne von Strategievorhersagen überinterpretieren solle.

Schränkt das ISW seine Berichterstattung ein? Das wäre m.E. ein Fehler:

  1. Der Westen pumpt Milliarden in diesen Krieg, der auch seine Sicherheit gefährdet, und muss daher, auch unabhängig und öffentlich, in der Lage sein, das Geschehen einzuschätzen.
  2. Das ISW nutzt ohnehin überwiegend offene Quellen, großenteils russische. D.h. die Fakten sind i.d.R. ohnehin der russischen Seite bekannt. Auch die Meldungen zu den Brückenköpfen konnte man vorher in ru Blogs lesen. Durch das ISW und die Pressezitation bekommen die Informationen allerdings eine starke Aufwertung.
  3. Natürlich sollte man militärische Geheimnisse im Engeren nicht offenbaren, z.B. Zielkoordinaten, exakte Aufmarschbewegungen.

 

M.E. liegen die Probleme des ISW woanders

 

-manche Meldungen über ua Defizite werden schön gefärbt, manche Defizite der RA überakzentuiert (Wenn auch nicht so stark wie von den Briten)

-manche Fakten werden zu schnell als Trends interpretiert

-die politischen Analysen sind z.T. lausig, weil das ISW die militärischen Kenntnisse zu schnell auf die ru Gesellschaft überträgt, was nicht sein Spezialgebiet liegt. Daher spotte ich manchmal über die „Netflix-Serie“ des ISW zu Prigoshin, der m.E. in seiner Bedeutung für die Innenpolitik total überschätzt wird. (Interessant das letzte Interview mit Chodorkowski, wo dieser über potentielle Putin-Nachfolger redet. P. kommt das gar nicht vor.)

 

Kriegsgeschehen

Wie immer weitgehen Stellungskrieg mit einige Kleinoffensiven. Dass die RA rein defensiv agiert, wie gelegentlich behauptet, kann man nicht sagen, eher mit gebremsten Schaum unter Absicherung des bisher Erreichten.

Tägliche Routine heißt laut ua Armeebericht: „Tagsüber beschossen Russen mehr als 40x Siedlungen. Infolge zweier geleiteter Luftbomben, die die Siedlung Kizomys traf, wurden mehr als 10x Wohngebäude von Zivilisten beschädigt. Auch die heimische Kirche und andere zivile Infrastruktur wurden zerstört.“ -Also „nix“ Neues.

Russland zweifelt am Tag des Sieges.

Die traditionellen Paraden in Erinnerung der Beendigung des zweiten Weltkrieges am 9. Mai fällt angesichts des Krieges schmaler aus als sonst. Auf ausländische Gäste wird in Moskau verzichtet, besonders auffällig der Verzicht auf den Auftritt des „Unsterblichen Regiments“, die Ehrung der Kriegstoten, da diese angesichts der vielen Ukraine –Toten offenbar zu „Missverständnissen“ führen könnte. Höher als sonst sind auch die Sicherheitsvorkehrungen. Der Rote Platz wird 2 Wochen vorher gesperrt. Erst vor zwei Tagen war eine ua Drohne bis kurz vor Moskau gekommen, dort allerdings wegen Treibstoffmangel abgestürzt. Ganz ausfallen soll die jährliche Parade in den Grenzgebieten zur UA.

Interessanterweise berichten mehrere ru Bloggs von gesellschaftlichen und sogar familiären Konflikten über den UA-Krieg.

Bakmut-Countdown läuft

Hier marschieren die Wagner-Truppen weiter Meter für Meter voran und haben die Zufahrtsstraßen besetzt oder unter Beschuss.

Man kann fast mit dem Taschenrechner ausrechnen, wann die Stadt ganz in ihren Händen ist, es sei denn die ua Offensive kommt und dreht das „Spiel“ irgendwie. Meldungen von Prigoshin, dass ua Soldaten sich weigern, weiter B. zu verteidigen, konnten nicht verifiziert werden. Statt dessen gibt es Infos, dass die dort eingesetzten Gasprom Militärs schlecht ausgebildet sind, und evtl. aufgeben haben.

Eine Million Soldaten- viele wollen sich entziehen

Nach Informationen eines NGO hat die UA ca 1 Mio Soldaten incl. der bewaffneten Einheiten der Nationalgarde und der Grenztruppen. Anders als in deutschen Medien behauptet, hat die UA nie allein auf Freiwillige gesetzt, sondern systematisch und kontinuierlich mobilisiert und ausgebildet. Dennoch gibt es immer wieder Berichte über Ausbildungs- und Ausrüstungsdefizite. (Demo von Angehörigen s. letztes HuG.info) Auch sollen Soldaten nicht entsprechend ihrer Qualifikation verwendet werden. In Vorbereitung der Offensive wurden verstärkt Freiwillige aus den bewaffneten Formationen für Sturmtrupps geworben und ausgebildet. Es wurde mehrere neue Bataillone aufgestellt. Zur Vorbereitung der Offensive und um die hohen Verluste zu ersetzen wurde auch die Mobilisierung verstärkt, Strafen gegen Flucht verstärkt. Parallel ist zu beobachten, dass die Zahl der immatrikulierten Studenten deutlich steigt, da dieser Status vorübergehend vom Kriegsdienst befreit.

Verwirrspiele oder Anzeichen der Offensive?

-In Energodar( AKW) werden Bürger vor militärischen Handlungen gewarnt

-Entlang des Djnepr kommt es immer wieder zu ua Kommandoaktionen

-Truppenkonzentrationen und Leoparden  in Mittel Zaporischschja

Truppenkonzentrationen machen die UA aber auch potentiell verwundbar für Artillerie- und Raketenangriffe.

 

Offensive mit Panzern oder Drohnen?

Beide Seite haben ihre Drohnenfertigkeiten erhöht. Die RA greift regelmäßig mit Drohnen und Drohnenschwärmen an und hat eine gute Drohnenaufklärung. Die UA Seite entwickelt ständig neue Drohen v.a. für längere Distanzen in staatlichen Einrichtungen und startups. Derzeit werden sie in verschiedenen Richtungen „getestet“: Krim, Moskau.

Angeblich sind die ersten Leopardpanzer in Zap in der Nähe der Front eingetroffen. Die Ru Seite brüstet sich mit dem Eintreffen ihrer neuesten T 19 Panzer, ob und in welchen Stückzahlen diese einsetzbar sind, ist umstritten.

Nicht zu unterschätzen, ist die Frage, ob es der ua gelingt, mit Raketen und Artillerie, die ru Logistik hinter den Linien außer Kraft zu setzen. Bisher war dies und weniger der face to face Kampf die Stärke der UA.

Auf beiden Seiten gibt es nach wie vor Informationen über Munitionsmangel. Die EU blockiert sich über Frage, ob nur europäische oder international Munition eingekauft werden soll.

 

Ukraine schneller in Nato als in EU?

Angeblich sollen sich alle Natostaaten im Prinzip einige sein, die UA aufzunehmen. Darauf drängt Selenski in Hinblick auf die nächste Natotagung im Juli. Allerdings wird mit einer Entscheidung während des Krieges kaum gerechnet. Ohnehin gibt es Unsicherheitsfaktoren, z.B. meinen ungarische Politiker, dies könne nur mit Zustimmung Russlands geschehen. Nicht zu übersehen ist, dass sich die UA durch die Militärhilfe, die Ausbildungshilfen, zunehmende Anpassung an Natostandards faktisches Mitglied der Nato wird. Mit der EU scheint es trotz konkreter Verhandlungen und Vorbereitungen schwieriger, die Standards zu erhalten. Die jetzige Übereinkunft, Zivilrechtliche Gerichtsentscheidungen gegenseitig anzuerkennen, ist zwar ein Zeichen, aber auch ein problematisches. Gerade die ua Gerichte gelten als Zielscheibe und Quelle der Korruption. M.E. müsste diese Praxis einem intensiven Monitoring unterzogen werden. Korruption dürfte eines der größten Probleme bei der EU-Integration sein. Erst dieser Tage wird über ein lettisches Hilfsprogramm berichtet, von dem auf ua Seite Gelder abgezweigt wurden.

 

 

Fraktionierung der russischen Soldateska. Ukraine-Monitoring  vom 19.-23-4. 2023.(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr) Derzeit nicht mehr täglich

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Protest ukrainischer Frauen gegen schlechte Versorgung der Armee

Angriffe auf AKW Zap

Ua Aufmarsch durch Wetter gehemmt

Prigoschins Sehsucht nach Afrika

Zornige Patrioten klagen an

 

Bakmut-Kessel mit einige Löchern

Die russische Schlinge wird immer enger. Es ist mehr eine Frage der Definition, ob B. eingekesselt ist.

Die Wagner-Gruppe hat den Bahnhof erobert und kämpft sich teilweise westlich der Bahnlinie voran. Ca. 4/5 der Stadt sind erobert. Die u.a. Nachschubwege sind unter ru Beschuss. Ein Satelitenbild (demnächst bei mir in Facebook) zeigt eine Kraterlandschaft rund um die Straße im Nordwesten, auch die im Süden ist gefährdet. Die Ersatzfeldwege sind wegen neuer Regenfälle die nächsten 10 Tage kaum passierbar. Die Ua scheint zwar massiv Verstärkungskräfte herauszuziehen. Wegen der Untersützung von Wagner  durch die RA scheinen diese aber kaum an die Kampflinie zu kommen. Die wahre Wahrheit über B werden wir wohl, wie die über Mariupol und Cherson, erst nach dem Krieg erfahren.

Offensive fällt (noch) ins Wasser

Aus der fast kompletten ua Nachrichtensperre zu schließen, könnte die Offensive kurz bevorstehen. Allerdings das Wetter spielt nicht mit. Es braucht mindestens 1 Woche bis 10 Tage bis die Böden nach neuen Regenfällen wieder trocken sind. Allerdings es gibt weiter vorbereitenden Handlungen (nach ru Quellen)

-UA beschießt mit Raketen ru Nachschubwege in Ketsch und auf der Krim, angeblich alle abgefangen

-UA hat Brückenköpfe auf der östlichen Flusseite nördlich von Cherson und auf den Dnejpr-Delta-Inseln etabliert

-UA zieht Truppen, angeblich 10.000 Personen im mittleren Frontabschnitt von Zap und an anderen Stellen zusammen

 

Protest

Ungewöhnlicher Protest fand in Kryvyi Rih statt, wo sich Angehörige von Soldaten  versammelten.  Sie kritisierten, die schlechte medizinische Versorgung und sonstige mit N achrung, Waffen, Ausrüstung und mangelnde Informationen über Vermisste und Tote.

Sie hatten für militärische Aurüstungsgegenstände gesammelt und diese den Behörden übergeben. Die örtliche Militärverwaltung verweigerte das Gespräch.

AKW Zap

Angeblich zieht die UA auch in Nikopol auf der anderen Seite des Dnjepr gegenüber von Energodar/Zap Truppen zusammen. Das AKW wird angeblich mit Drohnen erkundet. Die IAEA berichtet von kriegsvorbereitenden Handlungen und Granaten Detonationen und Einschläge in der Nähe („Grossi: „detonations, at times suggesting intense shelling not far from the site“).

Die RA hatte in der vergangenen Zeit Truppen nach Energodar verlegt, die UA seite hat mehrfach angedeutet, dass sie das AKW militärisch erobern könnte. (was ich für keine gute Idee halte). Wie H-und-G.info mehrfach berichtet hat, beschränken sich die ua Handlungen schon länger keineswegs auf Defensivhandlungen. Das größte europäische AKW ist seit Monaten besetzt, die ru Besatzer schickanieren die Mitarbeiter und versuchen das AKW zu russifizieren und an die Krim anzuschließen. Außerdem beschießen sie die Seite von Nikopol seit einem halben Jahr. Es gibt also „gute“ Gründe das AKW zurückzuholen. Offenbar verlassen sich die Ua auf ihre Ortskenntnisse und das Containment des AKW. Allerdings gibt es auch große Fläche mit Nuklearmaterial, wie Abklingbecken, die kaum gegen Kriegseinwirkungen geschützt sind. Ohnehin bleibt die wachsende Gefahr, auch menschlichen Fehlverhaltens, falls es zum Kampfhandlungen um das AKW kommt.

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete): Mangel, Willkür und Repression

Ein Konferenz mit dem (richtigen oder falschen) Putin zeigte, dass es große Probleme in den besetzten Gebieten gibt. Einkommen sind zu niedrig, Kosten zu hoch. Die Grenze zu Russland ist keineswegs aufgehoben, sondern besteht aus Sicherheitsgründen weiter, mit Staus und massiven Verzögerungen beim Grenzübertritt. Putin befahl Abhilfe, was nicht heißt, dass das etwas bewirkt.

Weiterhin werden Einwohner mit Schikanen überzogen, um russische Pässe anzunehmen. Wohnungen von Personen, die nicht da sind oder kein Papiere verfügen werden eingezogen. Die Kontrollen v.a. in der Region des AKW Zap werden immer schärfer.

Aus Zap sind 9 Personen im Untersuchungsgefängnis Leforto in Moskau, gegen Gefangen finden Verfahren wegen Terrorismus vor dem Militärgericht in Rostow statt. Andere Gefangene werden sowohl in Melitopol-Folterzentren als auch auf der Krim und in Wladikawkas festgehalten. Insgesamte wurden mehr als 1.000 Zivilisten aus Melitopol in Folterkeller gebracht, einige seit über einem Jahr gefangen gehalten.

Gefährdet sind nach wie vor Kinder Schulkinder werden nach Russland gebracht unter dem Vorwand von Ferien und Aufenthalt in Lagern auf der Krim oder in der Region Krasnodar. In Schulen in den besetzten Gebieten werden sie gezwungen sich Jugendorganisationen anzuschließen. Sie werden indokriniert und müssen paramilitärische Übungen machen.

Seit Monanten bereiten sich die ehemaligen ua Verwaltungen der besetzten Gebiete darauf vor, sie wieder zu übernehmen, und mit Hilfe, auch europäischer Partnerstädte wieder aufzubauen.

Sanktionen. Sind Löcher zu stopfen?

Westlichen Staaten und die ua diskutieren Möglichkeiten die Löcher zu stopfen, bei bestimmten Produkten und Dienstleitungen (Atom), Transit durch Ru, Ru Partnerländern, etc. . Insgesamt scheint es Ru relativ gut gelungen zu sein, die Sanktionen zu unterlaufen. Es ist eben ein Staat mit einer riesigen Grenze und nicht mit Nordkorea oder dem Iran vergleichbar.

Getreide-Komprimiss gesucht.

Rumänien will sich nicht dem Einfuhrstopp von Agrarprodukten anschließen, obwohl es genau so wie die anderen Anrainer darunter leidet. Ein Grund dürfte im einlenken von EU und der Ua zu suchen sein,  Rumänien profitiert aber auch als Umschlagplatz (Donau) vom europäischen Handel.

 

Menschenrechte

Seit Beginn der umfassenden Invasion Russlands hat die Ukraine 2.235 Menschen aus der Gefangenschaft in der Russischen Föderation zurückgebracht, von denen 20 % als vermisst galten.

 

Fraktionierung in Russland: Zornige Patrioten

Eine Gruppe um den ehemaligen GRU –Mann und Donbas-Korodinator von 2014 hat sich vor einge Wochen gebildet und nennt sich „ Zornige Patrioten“ Girgin wurde nach kurzem Einsatz diesmal offenbar ausgesteuert. Aber trotz heftiger Kritik an Putin hat er erst kürzlich unbeschadet eine angekündigte Versammlung in der Nähe von Moskau durchgeführt, was auf Patronage schließen läßt. Wie groß der Einfluss jenseits seines Blogs wirklich ist, ist schwer einzuschätzen. Girkin gehört zu den Ultras und prangerte die letzten Tage diverse Defizites des Krieges an. Er schießt auch gegen Wagner/Prigoschin, dem er Defaitismus vorwirft, weil dieser ein Einfrieren des Konfliktes für möglich hält.

Wagner: Sehnsucht nach Afrika

Prigoschin soll angeblich beim Putsch im Sudan mitmischen, das Land ist atraktiv wegen dem Zugang zum Meer und Bodenschätzen. In der vergangenen Zeit hat P mehrfach durchblicken lassen, dass er lieber weiter in Afrika russische/eigene Interessen verfolgen würde, als in der UA. Das ISW macht daraus eine neue Netflix-Story. Die Armee habe sich mit P. verbündet, um Putin für einen Waffenstillstand zu gewinnen. Nun ja, Belege gibt es dafür nicht. Plausibler ist es, dass der Geschäftsmann P. klar sieht, dass der Einsatz in A. im Verhältnis zu den Verlusten/Risiken in Afrika höher ist als in der UA, wo er permanent mir hohen Verlusten zu rechnen hat.

Mit dem ru Militär scheint es einfach einen pragmatischen Kompromiss gegeben zu haben. P. hat so große Verluste, dass er knapp davor war Niederlagen zu riskieren. Die RA kann das nicht wünschen und unterstützt deswegen P., womit sie auch ihre eigene Funktion aufwerten kann.

P  und G. gemeinsam ist die Abneigung gegenüber sog. „liberalen“ Kreisen, denen unterstellt wird zu kompromissbereit und im Interesse des eigenen Verdienstes nicht genügend patriotisch zu sein. Interessant in dem Zusammenhang auch die Diskussion um den Sohn des Regierungssprechers Peskow. Dieser war vor Monaten als Moskauer Partydandy durch die sozialmedia gezogen worden. Nun soll er bei P. für einige Wochen in der Artilleri gedient haben. Nach einer Meinungsumfrage auf den Wagnerkanälen glauben das die meisten aber nicht. P. und G. spielen beide etwas mit der Elitenabneigung in Teilen der ru Gesellschaft.

Aufmarsch zur Offensive beginnt. Ukraine-Monitoring  vom 14.-18.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

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Fraktionierung der Russen

Prigoshin -Text im Original

Getreideschwachstelle

Rückfall in den Stalinismus: Kara Mursa Urteil

Kriegsverbrechen als Strategie

 

 

Kommentar vor der Offensive: Der Westen muss aufs Ganze gehen.( Heusgen)

 

 

Strafe für Kara Mursa-eine Selbstdisqualifizierung für Russland

 

25 Jahre Haft- das ist das Äquivalent für die Todesstrafe

25 Jahre für Kara Mursa ist mehr als ein Skandal, es ist der Rückfall in stalinistische Strafpraktiken. In den Jahren Ende der 1940er als in der SU die Todesstrafe für einige Jahre ausgesetzt war, waren 25 Jahre Lagerhaft die Ersatzstrafe. Und was hat Kara Mursa getan, dass das gerechtfertigt sein soll?

 

 

Aufmarsch hat begonnen

Truppenverschiebungen auf ua Seite lassen erkennen, dass der Aufmarsch begonnen hat. Noch aber ist nicht genau erkennbar, was genau stattfinden wird. Laut Prigoschon hat die Ua in den letzten Monaten 200.000 Soldaten in Bereitschaft gestellt. Es wird damit gerechnet, dass die Ua breitflächig angreift, um die Ra zu binden und zu schwächen und gleichzeitig ihre Logistik auszuhöhlen. Ru Bloggs gehen da bei von zahlreichen Täuschungsmanövern aus. Die Ua soll z.B. mit Handies und Wärmequellen und Transportbewegungen Truppenkonzentrationen vortäuschen, die es gar nicht gibt, um die eigentlichen Angriffsziele so lange wie möglich geheimzuhalten. Beobachtet wird eine Konzentration an Artillerie entlang des Dnjepr, die dazu dienen könnte ru Truppen im besetzten Cherson zu binden und an einigen Stellen überzusetzen. Gleichzeitig interpretieren ru Quellen die Übergriffe auf den Süden Russlands und entlang der Demarkationslinie von Charkiw als Versuch, Ru psychologisch durch Angriffe auf das eigene Territorium zu verunsichern und evtl. einen neuen Vorstoß in Kupjansk zu unternehmen, wo die Ua schon im letzten Sommer erfolgreich war.

 

Bakmut

Trotz Verstärkung durch russische Fallschirmspringereinheiten, kommt die Wagner-Truppe nur langsam voran. Auch die UA hat ihre Kräfte verstärkt. Ob der Stadtbahnhof erobert ist, ist umstritten. Russische Meldungen, wonach die UA umzingelt sei, waren verfrüht. Offenbar sind Wagner und die RA in einem gewissen publizistischen Überbietungswettbewerb und schmälern die Erfolge der anderen.

Interessant die These Prigoshins, dass B. so viele ua Kräfte binde, dass die Großoffensive immer wieder verschoben werde. M.E. ist das übertrieben. Vermutlich ist das Wetter und die Rüstungslieferung für die Terminierung wichtiger.

 

Prigoschin und die Fraktionierung der Russen

Zurecht hat das ISW darauf hingewiesen, dass Ps Äußerungen vorsichtiger interpretiert werden sollten, als es bisher getan wurde. H-und-G.info druckt daher die ganze Rede auf ru und deutsch ab.

M.E. interessant ist die Analyse. P. grenzt sich von zwei Positionen ab. Den quasi liberalen Reichen und Bürokraten, die Verhandlungen (meint er damit Lawrows Bemühungen eine Friedensfront zu schmieden? Oder Oligarchen)und vielleicht sogar einen Systemchange wollen und denen, die mit dem Kopf durch die Wand wollen. (Das dürfte in etwa Igor Girkins Gruppe der „zornigen Patrioten“ entsprechen). Dass P. wirklich flammend für ein Kriegsende wirbt, sehe ich so nicht, dazu ist er viel zu vorsichtig und gewieft. Er siedelt sich aber zwischen beiden Extremen als Realist an. Er sieht die Möglichkeit, dass die UA Erfolge bei der Großoffensive haben könnte und wirft die Frage auf, ob das Erreichte nicht als Erfolg zu verkaufen wäre- vorübergehend (!). s.Anlage

 

Sanktionen

Die Ängste der Bauern in den westlichen Anrainerstaaten der UA sind verständlich. Bei dem Bemühen, die Welt nicht vom ua Agrarprodukten abzuschneiden, wurden ihre Länder von diesen überschwemmt und das indirekt subventioniert. Das war ein Manko der bisherigen Bemühungen, dass Polen und Ungarn an der EU vorbei eine eigene Handelspolitik machen, steht auf einem anderen Blatt und dürfte auch Vorwahlkampfgetöse sein.

 

Ru verhandelt mir Indien über ein Freihandelsabkommen.

 

Übrigens hier in Istambul, kann man an jeder Ecke Rubel tauschen. Soviel zum Thema Sanktionen.

 

Kriegsverbrechen

 

Angeblich hat Prigoschin in Soldedar den Befehl gegeben, keine Gefangenen zu machen und auch auf Zivilisten keine Rücksicht zu nehmen, es seien darauf hin Massaker an Zivilpersonen und POWs geschehen. Berichten zwei Wagner-Überläufer. Ru Blogger protestieren und halten das für Propaganda. P. hat sich nur schwach von einem Enthauptungsvideo distanziert. Auch hier sollen angeblich Wagner-Leute beteiligt gewesen sein. Nach ua Angaben soll es

Beweise für dutzende Enthauptungen und Verstümmelungen geben. Die Ua Staatsanwaltschaft ermittelt in fast 80000 Fällen wegen Kriegsverbrechen (dazu zählen u.a. aber auch Luftangriffe mit Auswirkungen auf Zivilbevölkerung), die Bundesstaatsanwaltschaft unterstützt in gut 300 Fällen die internationale Strafgerichtsbarkeit.

 

Anhang

Только честный бой: никакого договорняка

April 14, 2023

 

ЧВК «Вагнер» продолжает перемалывать украинскую армию на Бахмуте. Зеленский посылает в эту мясорубку все новые и новые части, в губительную воронку, которая засасывает лучшие подразделения ВСУ и наемников. Почему Зеленский так уперся на Бахмуте? Почему начиная с 20   декабря, когда я ему бросил комический вызов от артиллерийских орудий ЧВК «Вагнер», Зеленский повелся как мальчик и уперся в Бахмут? И наш с ним интимный диалог продолжается уже четыре месяца. Мы оба получаем удовольствие, но оргазм так и не наступил.

В чем секрет Бахмутской мясорубки?

Стратегическая роль Бахмута не так и велика. За Бахмутом следуют Северск, Славянск, Краматорск, Константиновка, Дружковка и Часов Яр: населенные пункты, входящие в так называемое «донбасское кольцо» и образующие из себя укрепрайон. С одной стороны, Бахмут – часть этого укрепрайона, с другой стороны, само взятие Бахмута не обеспечит скоротечную победу над Украиной, дорогу к Днепру или даже захват Донбасса.

Высшее руководство Украины бесконечно спорит о необходимости удержания Бахмута. Этот город пытаются раскачать как сакральный символ. Утром раскачивают сакральность, вечером принимают решение об отступлении, а на следующее утро вновь вбрасывают тысячи солдат, и так до бесконечности.

Украинская армия собрала достаточное количество сил. Около 200 тысяч уже достаточно подготовленных бойцов, прошедших двух-трехмесячную подготовку и слаживание, готовы к выполнению боевых задач. Количество вооружения и боеприпасов вполне достаточно для того, чтобы эти 200 тысяч пошли в наступление по различным направлениям.

Готовые к контрнаступлению войска находятся в районах сосредоточения - им всего хватает. В тех танковых клиньях, которые они десятками ежедневно пытаются забивать в оборону ЧВК «Вагнер», ВСУ теряют от 30 до 50 единиц техники ежедневно, и проблем с ней не испытывают. А по людям у них, как говорят на фронте, безлимит.

Однако анонсированное, сначала на 20 декабря, затем на 1 января, после этого на конец января, затем на 24 февраля, далее на 3-5 апреля, а теперь на 15 апреля – наступление каждый раз откладывается. Армия Украины находится в районах сосредоточения, бьют копытом и готовятся двигаться вперед. Но, как говорят, «ишак, простоявший в тени, на солнце работать не будет». Если ВСУ не пойдут в наступление в ближайшее время, то они начнут постепенно терять свой боевой потенциал. Война зайдет в тупик, и те территории, которые сегодня находятся под контролем Российской Федерации, на годы могут остаться в распоряжении РФ.

Политические аспекты Бахмута

Политически Бахмут мало интересен Киевскому режиму, это скорее дестабилизирующий фактор, чем фактор удержания своих позиций. Каждый крик на Бахмуте, каждый пленный солдат, каждая сотня убитых тяжело ударяет по Зеленскому и руководству ВСУ значительно тяжелее, чем плюсы, которые они получают от того, что удерживают остатки этого города.

При этом длительная битва за Бахмут крайне выгодна российским войскам, ведь большой кусок территории Украины они уже отжали в 2022 году. Если спецоперация останется в этих границах, плюс-минус пару десятков километров, то это решит многие задачи СВО. Бахмут дает возможность российской армии накопить силы, занять выгодные рубежи обороны, разобраться с внутренними проблемами, подготовить мобилизованных и во всеоружии встретить любое количество контрнаступающих всушников.

Для нас крайне выгоден Бахмут, мы перемалываем там украинскую армию и сдерживаем их маневры.

Любой командир среднего звена знает, что если ты создал напряжение противнику в каком-то месте и имеешь достаточное количество резервов, то необходимо сделать маневр и ударить рядом - туда, где противник не готов и туда, где порвется. Самым логичным шагом ВСУ был бы отскок от Бахмута и резкие фланговые удары для попытки прорыва нашей обороны. Однако с Часова Яра каждый день идут и идут колонны техники, и каждый день, не доехав до передовой, бойцы ВСУ сотнями погибают, усеивая «дорогу смерти» и окрестные поля тысячами трупов и сотнями сгоревших бронеавтомобилей, идя на закланье.

Драматическая пауза

Как известно, военной операцией со стороны Украины тактически рулят украинские военные, а стратегически - так называемая западная коалиция под управлением Англии и США. В начале апреля произошел слив документов из Пентагона. Документы сами по себе не представляют никакой стратегической опасности. В них собрано всё подряд с миру по нитке - большая часть из открытых источников. Однако слив был широко распиарен и сразу же вслед за ним начались активные заявления приближенных к Пентагону источников о необходимости притормозить анонсированное на 15 апреля наступление до летнего периода. Почему готовая к наступлению армия вновь задержана на своих рубежах и почему «последнее нанайское предупреждение» 15 апреля, последний срок украинского наступления вновь перенесён на лето? Ведь куда более болезненно для России было бы начало наступления Украины с неминуемыми репутационными потерями перед 9 мая, в случае хоть какого-то минимального их успеха в несколько метров на номинальном направлении. И почему украинская армия опять «дает фору»? Именно западная коалиция берет «драматические паузы», именно эта группа каждый раз переносит наступление ВСУ.

Возможно, 21-летний Джек Тейшейра слил документы сдуру, возможно, его использовали «втемную», но, если бы этого слива не было, его наверняка бы придумали на следующий день. Подчеркиваю, сами по себе документы не являются стратегическими и не несут никакой угрозы ВСУ после их публикации. А значит, не могут никаким образом добавить рисков ВСУ в случае их наступления.

Существует огромное количество теорий заговоров по поводу событий 90-х годов, а затем 2014 года – Майдана на Украине и перехода Крыма под контроль РФ. Существует огромное количество различных пророчеств, рассказывающих о смыслах этих событий. Одно абсолютно очевидно - США и англосаксонская группа длительное время вынашивали план развала СССР, как основного геополитического конкурента. В конце 80-х начале 90-х им удалось обложить правящую верхушку СССР огромным количеством агентов влияния, придать новые смыслы, изменившие идеологию существования этой правящей верхушки, подсадить население на потребительскую иглу и развалить СССР. Развал СССР был самым болезненным, самым тяжелым развалом империй за последние сотни лет, однако не привел к полному уничтожению России и делению ее на мелкие княжества. В недрах американских спецслужб давно вызрел план выполнения следующего шага по полному развалу России, который полностью отвечает сегодняшней доктрине США.

Дробление африканских государств, развалы бывших стран Варшавского договора. Чем меньше страна – тем легче ею управлять, чем она более финансово зависима – тем она более послушна.

Основа современной политики США — финансовый неоколониализм. Это когда даже самые богатые недрами страны не перерабатывают богатства своих недр, а полностью встраиваются в производственные и финансовые потоки, предложенные "западными партнерами" – становясь американскими сателлитами, субподрядчиками и марионетками. Поэтому окончательная задача США в украинском противостоянии — запустить в России мощные центробежные импульсы, ослабить власть и национальное самосознание в обществе и заставить развернуться лицом к Западу — так, как это было в начале 1990-х. При этом, безусловно, для осуществления контроля над политической ситуацией в стране, первоочередно получить контроль над финансовыми инструментами внутри системы, над производственными мощностями и над недрами.

Сегодня, когда началась спецоперация, и РФ не смогла добиться тех результатов, которые ожидало общество, у США появилась возможность вернуться к своему первоначальному плану. Первоначальный план, еще раз повторюсь, был таков: развалить Советский Союз, после чего пройтись по периметру страны и отвернуть от России ее бывших союзников. За 30 лет со многими бывшими республиками это почти удалось. Мы потеряли сначала полный контроль, а затем и добрососедские отношения.

«Глубинное государство»

Развал России военным путем произойти не может. Леса, болота, огромные территории, климатическая специфика надежно защищают территорию страны, делая из нее огромный укрепрайон. Всегда в истории враг, дошедший до Москвы, в результате позорно бежал, превращая «дорогу победы» в «дорогу смерти» на обратном пути.

Почему англосаксы сдерживают Зеленского, устраивая внутренние конфликты и затормаживая наступление? Как раз для того, чтобы сорвать главный куш – развал России на множество княжеств. США не нужна быстрая война. Им нужна война, которая приведет к переубеждению «глубинного государства» и его победе.

«Глубинное государство» — это сообщество окологосударственных элит, действующих независимо от политического руководства государства и имеющих тесные связи и собственную повестку. Эти элиты работают на разных хозяев: часть — на существующую власть, часть — на тех, кто уже давно находится в бегах, но, благодаря своим связям, после бегства старшего они остаются на своих местах. Типичный пример "глубинного государства" — это опплевки Ходорковского, Дворковича и так далее. Бежавший за границу Дворкович, которого я много раз упоминал, оставил за собой целый хвост подонков, которые были под ним и над ним, и которые являются элементами этого "глубинного государства". «Глубинное государство» бесконечно сливает информацию и готово встать на сторону любого союзника или врага ради собственных интересов. К глубинному государству легко найти подход, потому что это губка внутри страны, которая, с одной стороны, красная, с другой — черная, с третьей — белая, а с четвертой — зеленая. И с каждой стороны, имея связь с частью "глубинного государства", можно попасть в ее центр. Российское глубинное государство сегодня переживает серьезный кризис.

Многие из тех, кто еще вчера поддерживал спецоперацию, сегодня находятся в сомнениях, либо категорически против того, что происходит. Представителям глубинного государства хочется срочно вернуться к своей обычной жизни, старым привычкам и комфорту. «Глубинное государство» хитро и изворотливо, разговор Иосифа Пригожина яркий тому пример. Они готовы мимикрировать под кого угодно. Это наш внутренний, ласковый, хитрый, кровожадный хамелеон.

На совещаниях они молчат, высказывают свои сомнения. А при принятии решений по бюрократическим процедурам тормозят те или иные действия, направленные на победу в этой войне. Так как бюрократия в России сегодня находится на запредельном уровне, то в рамках "законной бюрократии" можно уничтожать любые решения высшего руководства, направленные на победу. Это и есть внутренние враги. В теории Александра Дмитриевича Беглова это называется "бюрократическое сито" - сито, в которое можно попасть, но невозможно оттуда выбраться.

Суперигра

Для власти и для общества в целом сегодня необходимо поставить какую-то жирную точку в СВО. Идеальный вариант – это объявить об окончании СВО, сообщить всем о том, что Россия достигла тех результатов, которые планировала, и в каком-то смысле мы действительно их достигли. Мы перемололи огромное количество бойцов ВСУ и можем сами перед собой отчитаться о том, что задачи СВО выполнены.

Теоретически Россия эту жирную точку уже получила путем уничтожения большой части активного мужского населения Украины, путем запугивания другой ее части, которая убежала в Европу. Россия отрезала Азовское и большой кусок Черного моря, захватила жирный кусок территории Украины и создала сухопутный коридор в Крым. Теперь остается только одно: намертво закрепиться, закогтиться на тех территориях, которые уже есть. Но есть лукавство – если раньше Украина была частью бывшей России, то теперь это абсолютно национально-ориентированное государство.

Если до 24 февраля 2022 года Евросоюз жадничал дать Украине десяток миллионов долларов, то теперь на войну им сбагривают десятки миллиардов. Безусловно, часть этих средств радует карманы правящей верхушки Украины, которой конфликт выгоден. Многие из тех, кто еще вчера был забыт, сегодня получили новый шанс для самореализации и обогащения.

Украине нужна победа, США нужен процесс

Хоть украинское руководство и обогащается, но в связи с большими потерями населения на фронте и общей усталости от войны, политическому руководству необходима победа. Для России всегда остается риск того, что после начала контрнаступления ситуация на фронте может ухудшиться. Сохранение существующих границ на 24 февраля 2023 года является тем обменом, который могут предложить США российскому руководству уже сегодня, в качестве переговорной позиции. Для этого и нужна «драматическая пауза». Если власть откажется, то ВСУ пойдет в наступление. В этой ситуации могут быть различные варианты развития событий. Один из них - ВСУ упрутся в оборону РФ, понесут серьезные потери, после чего начнется колоссальное контрнаступление войск РФ до границ ДНР, или до Днепра, или вообще до Польши. Но, учитывая сегодняшнюю динамику и проблематику, такое контрнаступление, скажем мягко, не очень вероятно. Второй вариант, украинская армия предпримет контрнаступление и где-то сумеет прорвать оборону.

В этом случае в армии, которая годами себя считала одной из лучших армий мира, могут начаться сначала упаднические настроения, а затем ситуация деградирует, как это уже было после пораженческих войн начала ХХ века –Финской, Японской – и трагических событий 1917 года.

Это может привести к глобальным изменениям в российском обществе. Народ уже ищет виноватых в том, что мы не самая сильная армия в мире, а в этой ситуации будут искать «крайних». И этими «крайними» станут, безусловно, представители «глубинного государства». То есть те люди, которые на сегодняшний день, не прикладывая усилий к военной операции, находятся как можно дальше от театра военных действий, пытаются не потерять свои капиталы, жить привычной жизнью, а это абсолютно неприемлемо для уставшего от войны и теряющего вкус победы народа.

Тяга патриотов к справедливости может тяжело отразиться на том самом глубинном государстве, погрязшем в роскоши и бюрократии.

При этом верховной власти России ничего не угрожает, поскольку она является символом национального единения и сопротивления Западу, а это основа сегодняшнего существования и главное объяснение любых проблем для патриотических сил внутри России.

«Глубинное государство» будет толкать верховную власть на серьезные уступки. И, по существующей традиции «глубинного государства», при любых изменениях пытаться улучшить свое положение любыми способами, в том числе предательством интересов России. Их задача — не страна и не народ, их задача — собственное положение в обществе, собственный комфорт и собственный капитал.

Дойти до дна

Если ты падаешь вниз, если груз проблем не улучшает твое положение, а тянет тебя на дно, то есть выражение: "Дойти до дна, после этого оттолкнуться и заново всплывать вверх". Это то, чего боятся американцы. Они боятся, что чрезмерное давление на Россию и увеличение внутренних проблем может потянуть Ее на дно. И если Россия дойдет до дна, оттолкнется от него, скинув груз "глубинного государства", то она всплывет наверх, как огромный морской монстр, снося всё на своем пути, в том числе и планы США.

И тому огромное количество примеров в мировой истории. Китай в середине 20 века, будучи одной из самых бедных стран мира, под частичной оккупацией, Германия после Первой мировой войны, Япония после Второй мировой войны, Турция после развала Османской империи. Все они всплыли, оттолкнувшись ото дна.

Радикальные национальные чувства воспрянут как после любого военного поражения, российская военная промышленность начнет работать с десятикратным усилием. Экономическая эффективность вытеснит вялый неэффективный государственный капитал. Государство избавится от бюрократии, процессы станут прозрачными, а Россия шаг за шагом превратится в Ощетинившегося Военного Монстра, с которым международному сообществу придется более чем считаться, прогибаться так, чтобы при каждом прогибе мы видели их раздвинутые ягодицы.

А если мы не докажем, что мы сильны в военном плане, с нами никто не будет считаться и будут вертеть нами, как им нравится. Америке крайне невыгодно, чтобы Россия дошла до дна и всплыла. Им нужен вялотекущий процесс, при котором они договариваются с элитами, с «глубинным государством», а затем убеждают высшее политическое руководство страны идти шаг за шагом на новые уступки.

В случае если будут иметь место мягкие договоренности, то, по американскому принципу постепенного унижения, сначала в Россию будут возвращены «Фридманы и Чубайсы», затем «Ходорковские и Дворковичи». Потом постепенно произойдет либерализация элит, и «глубинное государство» примет их из чувства самосохранения, трансформируется и станет из черного или красного голубым или розовым.

Конечно, такое развитие событий невыгодно Украине и Владимиру Зеленскому, им нужно сопротивляться и бороться. Но если эти процессы произойдут достаточно быстро, в течение года-двух, то либерализованное, американизированное, обращенное лицом к Западу «глубинное государство» заставит российскую власть пойти на уступки и под различными предлогами вернуть Украине те территории, которые сегодня находятся под нашим контролем, и которые Запад считает оккупированными.

Эти процессы с вопросом «А зачем мы тогда воевали?», безусловно, запустят механизм центробежных сил в регионах. И американцы добьются своего. В этой ситуации и будет реализован главный план США с, на первый взгляд, красиво выглядящим, «мягким, спокойным договорняком».

Россия не может принять никакого договорняка, только честный бой. И если из этого боя мы выйдем потрепанными — в этом нет ничего страшного. Укрепрайоны России не дают возможности проникнуть в ее глубину. А российский народ никогда не ломался и не сломается. Поэтому - Только Честный Бой! И чем быстрее он начнется, тем лучше.

Резюмирую. Украинцы готовы к наступлению. Мы готовы отразить удар. Лучшим сценарием исцеления России для того, чтобы она сплотилась воедино и стала Сильнейшим Государством, является наступление ВСУ, при котором никакие подачки и переговоры будут невозможны.

И либо ВСУ будут разгромлены в честной драке, либо Россия залижет раны, накопит мускулы и вновь порвет соперников в честном бою. Поэтому я считаю, что вариант договорняков невозможен для будущего России.

До встречи на Бахмуте.

 

https://telegra.ph/Tolko-chestnyj-boj-nikakogo-dogovornyaka-04-14

 

Nur fairer Kampf: keine Einigung

14. April 2023

 

PMC "Wagner" dient immer noch der ukrainischen Armee in Bachmut. Zelensky schickt immer mehr Einheiten in diesen Fleischwolf, in einen zerstörerischen Richter, der die besten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und Söldner ansaugt. Warum konzentriert Zelensky so sehr auf Bakhmut? Warum benahm sich Zelensky seit dem 20. Dezember, als ich ihm eine komische Herausdorff durch die Artilleriegeschütze von PMC "Wagner" gab, wie ein Junge und lehnte sich gegen Bakhmut? Und unser intimer Dialog mit ihm läuft seit vier Monaten. Wir genießen es beide, aber der Orgasmus kam nie.

Was ist das Geheimnis des Bakhmut-Fleischwölfe?

Die strategische Rolle von Bakhmut ist nicht so groß. Auf Bakhmut folgen Seversk, Slavyansk, Kramatorsk, Konstantinovka, Druzhkovka und Chasov Yar: Siedlungen, die Teil des sogenannten "Donbas-Rings" sind und ein befestigtes Gebiet bilden. Einerseits ist Bakhmut Teil dieses befestigten Gebiets, wodurch die Einnahme von Bakhmut selbst keinen kurzfristigen Sieg über die Ukraine, den Weg zum Dnjepr oder sogar die Einnahme von Donbass gewährleistet.

Die oberste Führung der Ukraine streitet endlos über die Notwendigkeit, Bakhmut zu behalten. Sie versuchen, diese Stadt als heiliges Symbol zu erschüttern. Am Morgen wird die Heiligkeit erschüttert, am Abend beschließen sie den Rückzug, und am nächsten Morgen werden wieder Tausende von Soldaten hineingeworfen und so weiter ins Unendliche.

Die ukrainische Armee hat eine ausreichende Anzahl von Kräften gesammelt. Etwa 200.000 bereits ausreichend ausgebildete Kämpfer, die zwei bis drei Monate Training und Koordination durchlaufen haben, stehen bereit, um Kampfeinsätze durchzuführen. Die Menge an Waffen und Munition reicht für diese 200.000 völlig aus, um in verschiedene Richtungen in die Offensive zu gehen.

Die zur Gegenoffensive bereiten Truppen stehen in den Konzentrationsgebieten - sie haben von allem genug. In diesen Panzerkeilen, sterben sie jeden Tag versuchen, in die Verteidigung des Wagner PMC zu treiben, verlieren die Streitkräfte der Ukraine jeden Tag 30 bis 50 Ausrüstungsgegenstände, und sie haben keine Probleme damit. Und für Leute haben sie, wie sie vorne sagen, unbegrenzt.

Wie jedoch angekündigt, zuerst am 20. Dezember, dann am 1. Januar, dann Ende Januar, dann am 24. Februar, dann am 3. bis 5. April und jetzt am 15. April - die Offensive wird jedes Mal verschoben. Die Armee der Ukraine befindet sich in den Konzentrationsgebieten, sie schlägt mit dem Huf und bereiten sich auf den Vormarsch vor. Aber wie sagt man so schön: "Ein Esel, der im Schatten gestanden hat, wird in der Sonne nicht arbeiten." Wenn die Streitkräfte der Ukraine nicht in naher Zukunft in die Offensive gehen, werden sie ihr Kampfpotential verlieren. Der Krieg WIRD Eine Pattsituation erreichen, und die Gebiete, die jetzt unter der Kontrolle der Russischen Föderation stehen, kann der Russischen Föderation jahrelang zur Verfügung stehen.

Politische Aspekte von Bachmut

Politisch ist Bakhmut für das Kiewer Regime von stetigem Interesse, es ist eher ein destabilisierender Faktor als ein Faktor, um seine Positionen zu halten. Jeder Schrei auf Bakhmut, jeder gefangene Soldat, jeder hundert Tote traf Selenskyj und die Führung der Streitkräfte der Ukraine hart, viel härter als die Vorteile, die sie daraus ziehen, die Spuren dieser Stadt zu halten.

Gleichzeitig ist der lange Kampf um Bakhmut für die russischen Truppen äußerst vorteilhaft, da sie 2022 ein großes Stück britisches Territorium unter Druck gesetzt haben. Wenn die Spezialoperation innerhalb dieser Grenzen bleibt, plus oder minus ein paar Dutzend Kilometer, dann werden viele der Aufgaben der NWO gelöst. Bakhmut ermöglicht es der russischen Armee, aufzubauen, vorteilhafte Verteidigungslinien zu ergreifen, interne Probleme zu bewältigen, die mobilisierten und voll bewaffneten auf eine beliebige Anzahl von Gegenangriffsfliegern zu ergreifen.

Bakhmut ist für uns äußerst vorteilhaft, wir schleifen die ukrainische Armee dort und halten ihr Manöver zurück.

Jeder Kommandant auf mittlerer Ebene weiß, dass Sie, wenn Sie an einer Stelle Spannungen für den Feind erzeugen, haben und über genügend , und jeden Tag, bevor sie die Frontlinie erreichen, sterben Hunderte von Soldaten To der Streitkräfte der Ukraine und übersäen die „Strait „Und die umliegenden Felder mit Tausenden von Leichen und denne von verbrante von verbrante gepanzerten Fahrzeugen, die zum Schlachten gehen.

Dramatische Pause

Wie Sie wissen, WIRD sterben Militäroperation Seiten der Ukraine taktisch vom tschechischen Militär und überwacht von der angeblichen Koalition unter Führung von England und den Vereinigten Staaten kontrolliert. Anfang April sickerten Dokumente aus dem Pentagon durch. Von den Dokumenten selbst geht keine strategische Gefahr aus. Sie sammelt alles in einer Reihe aus der Welt auf einem Thread – das meiste davon aus offenen Quellen. Das Leck wurde jedoch weit verbreitet und unmittelbar danach begannen aktive Erklärungen von Quellen in der Nähe des Pentagons über die Notwendigkeit, die am 15. April angekündigte Offensive bis zur Sommerperiode zu verlangsamen. Warum die zur Offensive bereite Armee an ihren Grenzen festgehalten wurde und warum die "letzte Nanai-Warnung" am 15. die Frist für die tschechische Offensive erneut auf den Sommer verschoben? Dann wäre es für Russland viel schmerzhafter, vor dem 9. Mai eine Offensive der Ukraine mit unvermeidlichen Reputationsverlusten zu starten, fällt zumindest ein minimaler Erfolg von wenigen Metern in nomineller Richtung erzielt wird. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder "einen Vorsprung"? Es ist die westliche Koalition, die „dramatische Pausen“ macht, es ist diese Gruppe, die jedes Mal die Offensive der Streitkräfte der Ukraine erträgt. Und warum verschafft sich die ukrainische Armee wieder"

Vielleicht hat der 21-jährige Jack Teixeira Dokumente durchgesickert, vielleicht wurde er "im Dunkeln" benutzt, aber wenn dieses Leck nicht passiert wäre, wäre es sicher am nächsten Tag erfunden worden. Ich betone, dass die Dokumente selbst keinen strategischen Charakter haben und nach ihrer Veröffentlichung keine Bedrohung für die Streitkräfte der Ukraine darstellen. Dies bedeutet, dass sie im Falle ihres Auftretens in keiner Weise Risiken für die Streitkräfte der Ukraine hinzufügen können.

Es gibt eine Vielzahl von Verschwörungstheorien über die Ereignisse der 90er Jahre und dann 2014 – den Maidan in der Ukraine und die Übergabe der Krim unter die Kontrolle der Russischen Föderation. Es gibt eine große Anzahl verschiedener Prophezeiungen, die über die Bedeutung dieser Ereignisse berichten. Eines ist absolut klar: Die Vereinigten Staaten und die angelsächsische Gruppe haben seit langem einen Plan für den Zusammenbruch der UdSSR als bedeutendes geopolitisches Konkurrenten ausgeheckt. In den späten 80er und frühen 90er Jahren gelang es ihnen, die herrschende Elite der UdSSR mit einer großen Anzahl von Einflussagenten zu überlagern, neue Bedeutungen zu geben, die Ideologie der Existenz dieser herrschenden Elite verändert, die Bevölkerung auf e UdSSR.

Die Zersplitterung afrikanischer Staaten, der Zusammenbruch der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten. Je kleiner das Land, desto einfacher ist es zu verwalten, je abhängiger es finanziell ist, desto gehorsamer ist es.

Die Grundlage der modernen US-Politik ist der finanzielle Neokolonialismus. Dann verarbeiten selbst die an Bodenschätzen reichsten Länder nicht den Reichtum ihrer Bodenschätze, sondern werden vollständig in die von "westlichen Partnern" vorgeschlagenen Produktions- und Finanzströme integriert - und werden zu amerikanischen Satelliten, Subunternehmern und Marionetten. Daher besteht die letzte Aufgabe der Vereinigten Staaten in der ukrainischen Konfrontation darin, einen mächtigen zentrifugalen Impuls in Russland zu setzen, die Macht und nationale Identität in der Gesellschaft zu schwächen und sie zu einer Hinwendung zum Westen zu zwingen, Krieg wie der Anfangder0. Gleichzeitig gilt es natürlich, um die politische Lage im Land zu kontrollieren, in erster Linie die Kontrolle über Finanzinstrumente im System,

Heute, als die Sonderoperation begann und die Russische Föderation nicht in der Lage war, sterben von der Gesellschaft erwartete Ergebnisse zu erzielen, haben die Vereinigten Staaten die Möglichkeit, zu ihrem ursprünglichen Plan zu gelangen. Der ursprüngliche Plan, ich wiederhole es noch einmal, war später: die Sowjetunion zu zerstören und dann am Rand des Landes entlangzugehen und seine ehemaligen Verbündeten von Russland abzubringen. Seit 30 Jahren ist dies mit vielen ehemaligen Republiken schnell erreicht. Wir haben zuerst die volle Kontrolle verloren und dann die guten nachbarschaftlichen Beziehungen.

"Tiefer Staat"

Der Zusammenbruch Russlands mit angewandten Mitteln kann nicht stattfinden. Wälder, Sümpfe, riesige Gebiete und klimatische Besonderheiten schützen das Territorium des Landes zuverlässig und machen es zu einem heimischen befestigten Gebiet. Immer in der Geschichte floh der Feind, der Moskau erreichte, schändlich und verwandelte die "Straße des Sieges" auf dem Rückweg in eine "Straße des Todes".

Warum halten die Angelsachsen Zelensky zurück, arrangieren interne Konflikte und verlangsamen die Offensive? Nur um den Hauptjackpot zu knacken - den Zusammenbruch Russlands in vielen Fürstentümern. Die USA brauchen keinen schnellen Krieg. Sie brauchen einen Krieg, der zur Überzeugung und zum Sieg des tiefen Staates führt.

Der Deep State ist eine Gemeinschaft staatsnaher Eliten, die unabhängig von der politischen Führung des Staates operieren und enge Verbindungen und eine eigene Agenda haben. Diese Eliten arbeiten für unterschiedliche Herren: einige für die bestehende Regierung, andere für bestimmte, die schon lange auf der Flucht sind, aber dank ihrer Verbindungen nach der Flucht der Älteren an ihren Stellen bleiben. Ein typisches Beispiel für den "tiefen Staat" ist das Spucken von Chodorkowski, Dworkowitsch und so weiter. Der ins Ausland geflohene Dvorkovich, den ich schon oft erwähnt habe, hinterließ einen ganzen Schwanz von Abschaum, der unter ihm und über ihm war und der Elemente dieses „tiefen Staates“ ist. Der Deep State gibt endlose Informationen weiter und ist bereit, sich für seine eigenen Interessen auf die Seite jedes Verbündeten oder Feindes zu stellen. Der Deep State ist leicht zu erreichen, weil ein Schwamm innerhalb eines Landes ist, das auf der einen Seite rot, auf der anderen schwarz, auf der dritten weiß und auf der vierten grün ist. Und von jeder Seite, die eine Verbindung mit einem Teil des "tiefen Zustands" hat, kann man in sein Zentrum gelangen. Der russische Deep State befindet sich derzeit in einer schweren Krise.

Viele von denen, die gestern die Sonderaktion unterstützt haben, sind jetzt im Zweifel oder kategorisch gegen das, was passiert. Die Vertreter des tiefen Staates wollen dringend zu ihrem normalen Leben, ihren alten Gewohnheiten und ihrem Komfort zurückkehren. Der „Deep State“ ist gerissen und zwielichtig, das Gespräch von Joseph Prigogine ist ein anschauliches Beispiel dafür. Sie sind bereit, jeden nachzuahmen. Das ist unser inneres, liebevolles, gerissenes, blutrünstiges Chamäleon.

Bei Treffen schweigen sie, äußern ihre Zweifel. Und wenn Entscheidungen über bürokratische Verfahren getroffen werden, werden bestimmte Aktionen behindert, sterben darauf abzielen, diesen Krieg zu gewinnen. Da sich die Bürokratie in Russland heute auf transzendenten Niveau befindet, ist es im Rahmen der "legitimen Bürokratie" möglich, alle Entscheidungen der obersten Führung zu einem zu zerstören, die auf den Sieg abzuzielen. Das sind innere Feinde. In der Theorie von Alexander Dmitrievich Beglov wird dies als "bürokratisches Sieb" bezeichnet - ein Sieb, in das man hinein, aber nicht herauskommen kann.

Super Spiel

Für die Behörden und die Gesellschaft als Ganzes ist es heute notwendig, der NWO einen festen Punkt zu geben. Die ideale Option ist, das Ende der NWO anzukündigen, alle darüber zu informieren, dass Russland die erwarteten Ergebnisse erzielt hat, und in gewissem Sinne haben wir sie tatsächlich erreicht. Wir haben eine große Anzahl von Kämpfern der Streitkräfte der Ukraine stationiert und können uns vermelden, dass die Aufgaben des NMD abgeschlossen sind.

Theoretisch hat Russland diesen festen Punkt bereits erhalten, indessen es einen großen Teil der aktiven Bevölkerung der Ukraine zerstört hat, indessen es einen anderen Teil davon eingeschüchtert hat, der nach Europa geflohen ist. Russland schnitt das Asowsche Meer und einen großen Teil des Schwarzen Meeres ab, eroberte ein fettes Stück ukrainisches Territorium und schuf einen Landkorridor zur Krim. Jetzt bleibt nur noch eines: Fuß zu fassen, die bereits bestehenden Territorien zu erobern. Aber es gibt eine Schlauheit - wenn früher die Ukraine ein Teil des ehemaligen Russlands war, ist sie jetzt ein absolut national orientierter Staat.

Wenn die Europäische Union vor dem 24. Februar 2022 Natürlich erfreuen einige dieser Gelder die Taschen der herrschenden Elite der Ukraine, die von dem Konflikt erfahren. Viele von denen, die gestern vergessen wurden, haben heute eine neue Chance zur Selbstverwirklichung und Bereicherung erhalten.

Die Ukraine braucht einen Sieg, die USA brauchen einen Prozess

Die ukrainische Führung wird zwar reich, aber aufgrund der großen Bevölkerungsverluste an der Front und der allgemeinen Kriegsmüdigkeit braucht die politische Führung einen Sieg. Für Russland besteht immer das Risiko, dass sich nach Beginn der Gegenoffensive die Lage an der Front verschlechtert. Die Beibehaltung der bestehenden Grenzen am 24. Februar 2023 ist eine Gegenleistung, die die USA der russischen Führung heute als Verhandlungsposition anbieten können. Dafür brauche es eine „dramatische Pause“. Wenn die Regierung sich weigert, werden die Streitkräfte der Ukraine in die Offensive gehen. In dieser Situation kann es verschiedene Optionen für die Entwicklung von Ereignissen geben. Eine davon ist, dass die Streitkräfte der Ukraine in die Verteidigung der Russischen Föderation rennen, schwere Verluste erleiden werden, daraufhin eine kolossale Gegenoffensive der russischen Truppen bis an die Grenzen der DVR oder bis zum Dnjepr oder sogar bis zum Beginn wird Polen. Aber angesichts der heutigen Dynamik und Probleme ist eine solche Gegenoffensive um es milde auszudrücken, nicht sehr wahrscheinlich. Die zweite Option ist, dass die ukrainische Armee eine Gegenoffensive gestartet und irgendwo in der Lage sein wird, die Verteidigung zu durchbrechen.

Herbstkrieg und dann verschlechtert sich die Situation, wie es bereits nach den defätistischen Kriegen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, Japanisch - und die tragischen Ereignisse von 1917.

Dies kann zu globalen Veränderungen in der russischen Gesellschaft führen. Die Leute suchen schon nach Schuldigen dafür, dass wir nicht die stärkste Armee der Welt sind, und in dieser Situation werden sie nach „extrem“ suchen. Und diese „Extremen“ werden natürlich Vertreter des „tiefen Staates“ sein. Das heißt, zuverlässige Menschen, die heute, ohne sich um eine Militäroperation zu nutzen, so weit wie möglich vom Operationsgebiet entfernt sind und versuchen, ihr Kapital nicht zu verlieren, ein vertrautes Leben zu führen, und dies ist für ein Volk absolut des inakzerieptabel müde und den Geschmack des Sieges verloren.

Das Verlangen der Patrioten nach Gerechtigkeit kann für diesen sehr tiefen Staat hart sein, der in Luxus und Bürokratie verstrickt ist.

Nichts bedroht die höchste Macht Russlands, da sie ein Symbol der nationalen Einheit und des Widerstands gegen den Westen ist, und dies ist die Grundlage der heutigen Existenz und die Haupterklärung für alle gleichzeitigen Probleme der patriotischen Kräfte innerhalb Russlands.

Der Deep State wird die höchste Macht zu ernsthaften Zugeständnissen drängen. Und versuchen Sie gemäß der bestehenden Tradition des "tiefen Staates" bei allen Änderungen, ihre Position mit allen Mitteln zu verbessern, einschließlich durch Verrat an den Interessen Russlands. Ihre Aufgabe ist nicht ein Land oder ein Volk, ihre Aufgabe ist ihre eigene Stellung in der Gesellschaft, ihr eigener Komfort und ihr eigenes Kapital.

Gehen Sie auf den Grund

Wenn du hinfällst, wenn die Last der Probleme deine Situation nicht verbessert, sondern dich nach unten zieht, dann gibt es einen Ausdruck: "Geh nach unten, dann drück dich ab und steh wieder auf." Davor haben die Americaner Angst. Sie befürchten, dass möglicher Druck auf Russland und eine Zunahme interner Probleme Russland nach unten ziehen könnten. und wenn Russland den Grund erreicht, sich von ihm abstößt und sterben

Und dafür gibt es viele Beispiele in der Weltgeschichte. China Mitte des 20. Jahrhunderts als eines der ärmsten Länder der Welt teilweise besetzt, Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, Japan nach dem Zweiten Weltkrieg, die Turkei nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches Sie alle tauchten auf und stießen sich vom Boden ab.

Radikale nationale Gefühle werden aufkommen, da die russische Militärindustrie nach jeder tatsächlichen Niederlage mit einem zehnfachen Aufwand zu arbeiten beginnen wird. Wirtschaftliche Effizienz wird Beiträge, ineffizientes öffentliches Kapital verdrängen. Der Staat wird Bürokratie abschaffen Prozesse werden transparent

Und wenn wir nicht sicher sind, dass wir militärisch stark sind, wird mit uns rechnen und uns nach Belieben umdrehen. Amerika ist für Russland äußerst unvermietbar, um den Grund und die Oberfläche zu erreichen. Sie brauchen einen langsamen Prozess, in dem sie mit den Eliten, mit dem „tiefen Staat“, verhandeln und dann die oberste politische Führung des Landes davon überzeugen, Schritt für Schritt neue Zugeständnisse zu machen.

Für den Fall, dass es zu sanften Vereinbarungen kommt, werden nach dem amerikanischen Prinzip der ausgeprägten Demütigung zuerst die Fridmans und Chubais nach Russland zurückgebracht, dann die Chodorkowskis und Dvorkoviches. Dann wird die Liberalisierung der Eliten stattfinden, und der "tiefe Staat" wird sie aus Selbsterhaltungsbewusstsein aufnehmen, sich verwandeln und von schwarz oder rot zu blau oder rosa werden.

Natürlich ist eine solche Entwicklung der Ereignisse für die Ukraine und Wolodymyr Selenskyj ungünstig, sie müssen Widerstand leisten und kämpfen. Aber wenn diese Prozesse schnell genug ablaufen, innerhalb von ein oder zwei Jahren, dann WIRD der liberalisierte, amerikanisierte, nach Westen ausgerichtete „tiefe Staat“ die russischen Behörden zwingen, Zugeständnisse zu machen und unter Vorwänden die Gebiete, unsererck diebenle Ukraine und die der Westen als besetzt betrachtet.

Diese Prozesse mit der Frage „Warum haben wir dann gekämpft?“ werden sicher den Mechanismus der Fliehkräfte in den Regionen in Gang setzen. Und die Americaner werden sich durchsetzen. In dieser Situation wird der Hauptplan der Vereinigten Staaten mit einem auf den ersten Blick schön aussehenden „weichen, ruhigen Abkommen“ umgesetzt.

Russland kann keinen Kompromiss akzeptieren, nur einen ehrlichen Kampf. Und wenn wir angeschlagen aus diesem Kampf herauskommen, ist daran nichts auszusetzen. Die befestigten Regionen Russlands bieten keine Möglichkeit, in seine Tiefen einzudringen. Und das russische Volk ist niemals zerbrochen und wird niemals zerbrechen. Deshalb - Nur ehrlicher Kampf! Und je früher es beginnt, desto besser.

Ich fasse zusammen. Die Ukrainer sind zum Angriff bereit. Wir sind bereit, den Schlag abzuwehren. Das beste Szenario für die Heilung Russlands, damit es sich vereint und zum Stärkeren Staat WIRD, ist ein Angriff der Streitkräfte, bei dem keine Unterwerfung und Verhandlungen unmöglich sein werden.

Und entweder werden die ukrainischen Streitkräfte in einem fairen Kampf besiegt, oder Russland heilt seine Wunden, baut seine Muskeln auf und reißt seine Gegner in einem fairen Kampf erneut auseinander. Daher glaube ich, dass die Version der Vereinbarungen für die Zukunft Russlands unmöglich ist.

Wir sehen uns in Bachmut.

Übersetzung: Google

Plant Ukraine militärische Eroberung des AKW Zap? Ukraine-Monitoring  vom 8.-13.4.2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Zum Ukraine Leak

Ru Luftkriegsstrategie geändert, aber gefährlich

Heizperiode zu Ende. Energiekrieg gewonnen.

Täuschen und Abchecken. Wo beginnt die Offensive?

Bakmut. Verlustebringender Krebsgang

Wird Kadyrov abgelöst?

Sanktionen spürbar, aber nicht durchschlagend

 

Anmerkungen zum Ukraine-Leak

Ich werde mich im Detail nicht beteiligen, da das genügend andere tun und außerdem unklar ist, was fake, was echt ist. Da ich ein Buch über Geheimdienstinformationen geschrieben habe, nur so viel:

-breit gestreute Informationen lassen auf eine Quelle an der Spitze der Aufklärung, des Geheimdienstes, oder in milit. oder politischen Institutionen schließen. Verteiler eher begrenzt.

-je spezifischer und geheimer die Info, desto leichter sind Rückschlüsse auf die Quelle möglich

-ein großer Teil der Infos dürfte den Russen ohnehin bekannt sein, sie wissen ziemlich gut über den Stand der Mob, Ausbildung, der Waffen und des Nachschubs Bescheid.

-die Einschätzung der milit. Schwächen der Ukrainer stammt aus der Zeit, bevor die Nato-Partner beschlossen, die UA massiv für die Offensive aufzurüsten, waren tendenziell zeitungsbekannt und sind teilweise überholt

-der größte „Schaden“ dürfte durch Streuung von Infos über die Verbündeten (Taiwan, Ungarn, Ägypten, etc.) entstehen, die Sand ins Getriebe werfen und leicht zu produzieren sind.

-wenn die Quelle so hochkarätig ist, fragt man sich, warum sie durch die Veröffentlichung gefährdet wurde. Entweder sie ist aufgeflogen oder zerstört. Oder der Versuch in der jetzigen Phase vor der Offensive Chaos zu stiften, wird als so wertvoll erachtet, dass man es riskiert.

Fest steht nur, beide Seiten nutzen die Tatsache, dass da Informationen im Umlauf sind, für Desinformationsspiele. Auch die russische Seite ist verwirrt.

Verwirrspiele und Abchecken vor der Offensive

Die russische Seite scheint nervös, weil sie mit einer Offensive rechnet, aber nicht weiß, wo.

Allgemein wird ja eine Offensive in Cherson/Zap erwartet, um die Krim abzuschneiden und die RA im Süden zu teilen. Hier haben sich die Russen stark vorbereitet, mit Drachenzähnen, neuerdings Rekrutierung von örtlichen Kräften, etc. . Aber gerade weil es so offenkundig ist, wird spekuliert, dass die Offensive wo anders stattfinden könnte. Das Leak könnte dazu angetan sein, falsche Hinweise zu geben. Nervös werden auch Angriffe z.Z. von ua Spezialkommandos im Norden an der Grenze zu Russland gesehen. Es könnte aber auch…..

Beide Seite versuchen sich derzeit durch Scharmützel abzuchecken, die Schwachstellen des Gegners, seine Luftverteidigung etc. aufzudecken und den Gegner über die wahren Absichten zu verwirren.

Dazu gehören auch Meldungen, wonach sich die ua Offensive angeblich wegen des Wetters, Schwierigkeiten bei der Ausrüstung und Ausbildung und Bindung von Kräften bei Bakmut verschiebt. Man sollte also nichts von dem zu wörtlich nehmen und genau hinsehen, was wirklich passiert. Die Militärzensur wird auf beiden Seiten immer strenger.

Bakmut

Im Wesentlichen gleiche Tendenz wie bisher. Wagner-Truppen rücken Meter für Meter Richtung Westen und von Norden und Süden in der Stadt vor. Sie versuchen den Streifen bis zur Nord-Süd-Bahn und den Stadtbahnhof zu erobern. Da der Straßenkampf offenbar zu schwierig und verlustreich, gehen sie offenbar immer mehr zur bloßen Zerstörung über.

Das „Interessanteste“ tut sich an den Flanken. Nachdem die Wagner-Truppen schon von Donbas-Freiwiligen unterstützt wurden, scheinen sie dort jetzt von Russischen Truppen unterstützt zu werden, vermutlich von Luftlandeeliteeinheiten. Offenbar ist der Konflikt Schoigu-Progin von dem die ISW-Analytik wochenlang zehrte, etwas anders gelaufen. Was H-undG.info die ganze Zeit vermutet. Es gibt eine Arbeitsteilung, vielleicht ein Arrangement. Prigoschin kann offenbar B. nicht alleine einnehmen, möglicherweise lassen auch die Ressourcen auf Grund der hohen Verluste nach. Eine Niederlage von P. kann die RA aber auch nicht wollen. Die Verstärkung hat den Druck auf die Flanken und damit die Kontaktwege der UA in Bakmut verstärkt, ohne aber bisher substantielle Veränderung.

Ansonsten daily horror an der Front, besonders im Südosten, Marijnka.

Luftstrategie verändert-bleibt aber gefährlich

Da es nun ca 4 Wochen (vorher alle 10-14 Tage) keine größeren Raketenangriffe gegeben hat, scheint sich die Luftstrategie, wie schon mehrfach vermutet, wirklich geändert zu haben. Statt dessen setzt die RA auf Drohnenschwärme und v.a., wie berichtet, auf mit Zielsteuerung nachgerüstete Luftbomben, die von Flugzeugen in Frontnähe abgeworfen, noch einige dutzend km fliegen können. Gegen diese hat die UA bisher keine effektive Abwehr. Dies wirft einmal mehr die Frage nach Jagdflugzeugen auf.

 

Heizperiode endet

Da die Zeit der Nachfröste ausläuft, endet überall in der Ua (Kiew seit dem 8.) die Heizperiode, d.h. die z.T. riesigen Fernwärmenetze werden runtergefahren. Wie mehrfach angedeutet. Die UA hat also endgültig den Energiekrieg im Winter 2022/3 dank eigener Pfiffigkeit, eines unglaublichen Durchhaltewillens und- man muss es betonen- großer internationaler Hilfe- überstanden.

Dennoch Luftkrieg mit Raketen und auch der Beschuss der Infrastruktur können jeder Zeit wieder aufgenommen werden, um die UA  mit einem großen Schlag in unpassender Situation stark zu schwächen.

AKW Zap- plant Ua die militärische Befreiung

Die UA versuchte, das größte europäische AKW mit militärischen Mitteln zurückzuerobern. Dies ergibt eine Reuters-Recherche, die in Deutschland kaum registriert wurde. Sie bestätigt Indizien, die H-und-G.info im letzten Jahre mehrfach berichteten. Es gab Kämpfe in AKW-Nähe in Energodar, mit Ua Spezialkräften, Partisanen, Artilleriebeschuss, Brandanschlägen. Reuters schreibt, es habe im September/Oktober einen Versuch mit Spezialkräften, die in Booten über den Dnjepr versuchten überzusetzen gegeben, diese seien von Himars-Artillerie (!)unterstützt worden. Der Angriff musste wegen des starken Rückbeschusses durch die RA abgeblasen werden. Selenski hat kürzlich erneut angedeutet, dass er keine diplomatische Lösung für das AKW sähe.

Bei aller Sympathie für die Sache der Ukrainer sollte man ihnen vielleicht freundlich verdeutlichen, dass die militärische Eroberung eines AKW keine gute Idee ist. Die Bundesrepublik sollte die diplomatischen Bemühungen der IAEA unterstützten. Das AKW muss aus der Kampfzone raus.

Die Entwicklung in Zap ist immer weiter eskaliert. Das AKW ist zwar im Kaltbetrieb, aber immer wieder auf Grund von Stromabschaltungen bei der Kühlung gefährdet. Derzeit ist das Gelände von ru Militär, Minen und z.T. Zäunen abgeschirmt, militärisch besetzt und geschützt. Da von den Ru terrorisierte Personal ist dezimiert und z.T. durch nicht- oder nichtqualifizierte Fachkräfte ersetzt. Die Stadt Energodar von einst 50.000  hat nur noch 15.000 Einwohner. Auch hier gibt es z.T. massiven Psychoterror durch die Besatzer, eine zeitlang Tschetschenen.

Russische Mobilisierung verschärft

Das neue Mobgesetz Russlands ermöglicht elektronische Registrierung von Wehrpflichtigen, die nicht mehr persönlich übergeben werden muss. Wer sich innerhalb einer Frist nicht meldet, wird bestraft. Nicht genehmigte Auslandsreisen sind verboten. Außerdem dürfen die Behörden die Datenbänke untereinander abgleichen, auch um Pannen wie im Herbst zu verhindern, dass Behinderte (Blinde) eingezogen werden, etc.. Umstritten ist, ob dies einer neuen Mobwelle dient, oder eher die Fehler der alten ausbügelt und eine gleichmäßigere Rekrutierung erlaubt. Ru Blogs kritisieren, dass keine Ausländer registriert werden, die die einheimische Bevölkerung  beim Kriegsdienst entlasten könnte.

Enthauptung

Mehrere ru Kanäle distanzieren sich von Kriegsverbrechen an Gefangenen, relativieren sie jedoch gleichzeitig, nach dem Motto: such happens in wartimes.

Sanktionen

Rubel steht so tief wie seit einem Jahr nicht mehr, das ru Staatsdefizit steigt, die Wirtschaft schrumpft möglicherweise doch nicht. Die Ru selbst prognostizieren (analog zum Westen) ein leichtes Plus in 2023, während internationale Analysen dies erst für 2024 erwarten.

Gaugasien/Modawien

Im zu Russland tendierenden Gaugasien stehen wegen Wahlen stehen Spannungen mit der Moldauer Regierung an.

Ungarn. Stillstand durch Handel

U will weiterhin billige Energie aus Ru einführen. Die Machtbasis der Orbanismus. USA sauer. Ru Blogger frohlocken.

Wann platzt Kadyrev?

Das Großmaul K. ist deutlich stiller geworden. Nach Kritik an der ru Armeeführung, wurde ihm offenbar der Kopf gewaschen. Er ist Herrscher von Putins Gnaden. Möglicherweise ist er aber auch krank. Er wird immer dicker, redet manchmal wirr und tritt immer weniger life auf. Man sieht ihn auf einem Laufband, möglicherweise, um Gerüchte zu entkräften. Häufiger taucht ein junger Verwandter, vermutlich einer seiner Söhne, in der Öffentlichkeit auf, auch international, auch mit Putin. Deutet sich da ein Machtwechsel an. In der UA scheint K. hauptsächlich „nur“ noch mit Sicherheitskräften und nur noch wenig mit Kämpfern präsent, bildet solche aber weiterhin in einer Spezialschule bei Grosny aus.

Die Ukraine hat nur eine Patrone. Ukraine-Monitoring  vom 19.-23.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Nur eine Patrone? Es kommt alles auf die Offensive an

Nach Xi: Russland wird eurasischer. Nationalisten maulen

Putin macht einen auf Stalin- mit T 54

Wer verhaftet Putin. Südafrika?

Drohenangriffe auf Krim-Vorgeplänkel für die Offensive

AKW-Zap- es kommt (noch) schlimmer

Beide Seiten mobilisieren-jede auf ihre Weise

Greift Prigoshin (wieder) in US-Wahlkampf ein?

 

Russland wird eurasischer, Nationalisten unzufrieden

Der Besuch von XI war sicher für Putin eine Art diplomatischer Aufwertung, angesichts des internationalen Haftbefehls. Mittel- und langfristig sieht das anders aus. Mehrere Milblogger kritisieren, dass Russland immer mehr in Abhängigkeit von China gerät, ohne etwas dafür zu bekommen. So steige zwar der Energieexport, aber der Preis ist extrem stark unter Weltmarktniveau. Zudem müsse Russland erhebliche Summen für eine Pipeline Richtung China aufwenden. Es wird damit gerechnet, dass Gasprom deswegen Defizite schreibt, die durch die Staatsreserve und steigende unpopuläre Energiepreise für die Konsumenten in Russland ausgeglichen werden müssen. Eine adäquate Gegenleistung würde Russland nicht bekommen.

Zur asiatischen Despotie passen auch die erneuten Angriffe auf Memorial (Verhaftungen?) und die Verschärfung der Strafgesetze wegen Militärbeleidigung.

Wie schon der ua Geheimdienst, sehen auch die USA derzeit keine gesicherten Anzeichen, dass China an Ru Waffen liefert. Zwar nutzt die RA chinesische Drohnen in beträchtlichem Ausmaß. Aber auch die UA kauft chinesische Drohnen und rüstet sie zu Kampfdrohnen um.

Ukraine nur eine Patrone im Lauf?

Der neue tschechische Präsident Pavel, ein Ex Nato-General, sagt das, was vermutlich viele West-Politiker denken. Er meint, dass die Ukraine eigentlich nur in der kommenden Offensive eine Chance für einen turnaround habe, weil auch längere Sicht (2024) der Krieg wegen der hohen Verluste für die UA und die Kosten für den Westen kaum durchzuhalten sei. Die Frage, was dann? Auch andere (Ischinger) vertreten die Auffassung, dass man auf Verhandlungen zumindest vorbereitet sein muss. Allerdings scheinen inzwischen im Westen die meisten Politiker (spät, sehr spät) begriffen zu haben, dass es genau deswegen darauf ankommt, der UA für die kommende Offensive ( die laut Wetterbericht, Ende der Regenzeit, in ca. einem Monat beginnen könnte!) optimal gerüstet sein müsste. Irgendwie hat man aber den Eindruck, es kommt alles etwas spät….Panzer, Munition, MIGs…..

-ru Blogger berichten, dass derzeit US-Militärfahrzeuge in der Nähe von Bakmut eintreffen, die vermutlich, ohne umgespritzt zu werden, in hellem braun wie aus dem Nahostkrieg, (hektisch) aus Deutschland herbeigeschafft wurden.

-ua Quellen berichten, dass die UA in Natoausland eine Fabrik für Artillerie-Munition errichtet und in Betribe genommen habe, z.T. mit ua Arbeitern. Wo ist unklar.

Gehen den Russen die Panzer aus? Putin spielt Stalin

Ein Video mit einem T 54-Panzertransport in Russland, nährt den Verdacht, dass Putin nun auf Panzer aus der Stalinzeit zurückgreifen muss, weil ihm die Panzer ausgehen. Passt irgendwie zu Putins Phantasie, dass er sich im großen Vaterländischen Krieg befindet. Vermutlich handelt es sich um modernisierte Altpanzer. Russische Blogger dementieren das gar nicht, es gibt sogar eine Analyse, die darauf hinweist, dass die UA-Bewaffnung auf verschiedenen Gebieten (Luftabwehr, Panzerabwehr, Panzer) auf Grund der Westhilfe immer besser, moderner werde, während die russische Bewaffnung immer altmodischer werde, bzw. technologisch unterlegen sei.

Putins Verhaftung

Spekuliert wird in ru Medien, ob Putin zu Brics-Konferenz nach Südafrika fährt. Ramaphosa eiert rum, ob er den Strafbefehl umsetzen würde. Putins Teilnahme am G20 Gipfel dürfte sich aber erübrigt haben.

 

Mobilisierung

Auf beiden Seiten wird für die ausstehende Offensive mobilisiert. Die UA macht das seit Wochen offen und systematisch. Allerdings muss zuweilen auch nachgeholfen werden, da sich manche (?) versuchen u.a. durch Flucht ins Ausland dem Wehrdienst zu entziehen. V.a. unter bisher bewaffneten Organen wurden Freiwillige für qualifizierte Sturmabteilungen rekrutiert, die offenbar professionelle Angriffskeile bilden sollen.

In Russland versucht man eine offizielle Mobilisierung zu vermeiden, da diese unpopulär ist, und wie im September gesehen, Ärger macht. Allerdings ist die Mobilisierungswellen vom Herbst z.T. schon „verbraucht“, da die Verluste an der Front hoch sind. Außerdem gehen die Militärs und Blogger davon aus, dass Russland deutlich mehr Soldaten bräuchte, um die UA wirklich zu besiegen. Also gibt es mehr oder minder verdeckte Formen der Rekrutierung. Kürzlich wurde das Wehrpflichtalter heraufgesetzt. Damit werden geburtenstärkere Jahrgänge eingezogen, bei Älteren können vermutlich auch mehr „freiwillig“ gewonnen werden. Mehrere Regionen sind zudem gehalten, mit materiellen Anreizen, „Freiwillige“ zu rekrutieren. Auch in besetzten Gebieten und Ossetien wird dies forciert. Angeblich mit Erfolg. Wagner/Prigoschin hat seine eigenen Rekrutierungsmasche. Nachdem viele Söldner bei Bakmut sterben, er keine Gefangenen mehr rekrutieren darf, zudem die ersten Gefangenen entlassen werden müssen, hat er überall im Land Rekrutierungsbüros errichtet. Nach meiner Einschätzung aber nicht fast 50, wie überall unter Berufung auf Prigoschin behauptet, sondern unter 30 (die Adressen stehen alle im Netz!). Während die Armee v.a. bei den regulären Wehrpflichtigen rekrutiert, spezialisiert sich P. offenbar auf Sportler aus Fitnesszentren und Angehörige von lokalen Sicherheitsdiensten, also Personen, die die mentalen und physischen Voraussetzungen für den Söldnerdienst mitbringen.

Wagner/Prigoschin bleibt aber in –ru höchst umstritten. Ein Dumaabgeordneter meint, man dürfe ihnen keine Waffen liefern, da das Gewaltmonopol bei der Armee liege. Bei Sozialhilfen sind die Söldner und ihre Familien nicht gleichgestellt. Kürzlich hat sich eine Ort wieder geweigert, Wagnersoldaten zu beerdigen. Dies ist unpopulär, weil Wagner Verbrecher in den eigenen Reihen hat, denen die Bevölkerung keine Ehren zubilligt. Es kostete P. einige Mühen, dieses Verbot wegzubekommen. Um Druck herauszunehmen gelobt P: derzeit, dass er nach Ende des UA Krieges sich wieder ausschließlich auf Auslandseinsätze im Interesse Russlands konzentrieren werde.

Eingriff in die US-Wahlen

In einer Presseanfrage hat Prigoschin indirekt angedeutet, er könne (wieder) in den US-Wahlkampf eingreifen.

 

Krimkrieg mit Drohnen-Vorboten der Invasion

Offenbar im Vorfeld einer möglichen Offensive testen sich beide Seiten aus. Die UA hat vor zwei Tagen die russische Garnison in Sebastopol mit Wasser und Luftdrohnen angegriffen. Vermutlich ohne Resultate, es mag aber auch sein, dass nur die Verteidigungsfähigkeit ausgetestet wurde. Ähnlich der Drohnenangriff auf einen der wichtigsten Eisenbahnknoten auf der Nordkrim, der auch den Nachschub von Mittelstreckenraketen, die die UA beschießen, bedient. Vermutlich auch hier kein wirklicher Treffer, aber die Einschüsse kommen näher.

Auch die Ru Seite scheint deutlich mehr mit Drohnen zu operieren. Kürzlich Richtung Odessa, gestern u.a. auf Kiiv. Es wird spekuliert, dass jetzt weniger Energieversorgungsziele als militärische im Vordergrund stünden. Es wurden u.a. zwei Treibstofflager und ein Militärausbildungszentrum bei Kiiv getroffen. Sicher ist die Energiekriegsstrategie weitgehend gescheitert, aber die Energieversorgung nach wie vor geschwächt, so dass mit weiteren Angriffen zu rechnen ist, die indirekt auch immer die Rüstungsproduktion und den Nachschub verlangsamen.

Dass ein Wohnhaus in Zap getroffen wurde, wird von ru Bloggern (durchaus glaubhaft) als ein Irrläufer interpretiert (schlechte Qualität, falsche Koordinaten), möglicherweise war ein Postumschlagplatz das Ziel. Die ru Seite wirft der ua Post vor, getarnt Militärausrüstung zu transportieren.

Östlich von Zap hat die UA einen Angriff gestartet. Vermutlich ein Test. In der Region wird der Beginn der Offensive vermutet.

Bakmut

Dass sich die russischen Angriffe vermindert hätten, mag sein, die Russen rücken aber nach wie vor Im Norden und Süden der Stadt vor. Dass, wie Prigoschin behauptet, ca 70% der Stadt eingenommen seien, ist richtig und falsch zugleich. Die 70% beziehen dünn besiedelte Außenbezirke im Westen ein. Das Zentrum ist aber weiterhin umkämpft bzw. in UA Hand. Die UA hat unterirdische Gänge, die es ihr erlauben, sich unbemerkt zu bewegen. Die wichtigste Zufahrtsstraße im Südwesten ist nach wie vor hart umkämpft. Da keine der großen Zufahrtsstraßen mehr ohne Beschuss, aber auch nicht komplett von der RA eingenommen ist, ist die UA irgendwie umzingelt und irgendwie nicht, da sie improvisierte Verteidigungswege offenhält und offenbar Munitionsreserven in der Stadt hat.  

Adiivka

Es wird behauptet, dass Bakmut-Szenario könnte sich in A., nördlich von Donetzk-City, wiederholen. Die Stadt hat eine der größten Kokereien und Teerproduktionen Europas. Sie wurde seit 2014 von der UA zu einer Festung ausgebaut, die als fast uneinnehmbar gilt. Mag sein, dass die RA versucht, A. zu umzingeln und abzuschneiden. Es kann auch sein, dass die UA dort versucht Kräfte zu binden, um weiter westlich in die Offensive zu gehen.

AKW Zap

Auch wenn es abgenutzt wirkt und keiner mehr darauf achtgibt, spitzt sich die Lage am AKW Zap wieder zu. Das AKW hängt nur noch an einer Reserveleitung, die für die Kühlung erforderlich ist, die zweite ist kaputt und wird derzeit nicht repariert. In der Nähe von Energodar wird heftig gekämpft. Es wurden russische Militärkonvois beobachtet, die nach E. fuhren, um dort stationiert zu werden oder zur Verstärkung nach Zap zu fahren. Daraufhin nahm die UA die Russen massiv unter Beschuss. Der Satz von Selenskj, dass der Versuch, die  Lage im AKW international zu lösen, gescheitert sei, klingt sibyllinisch. Schon vor Wochen gab es Diskussionen, das AKW militärisch zu „befreien“.

Kachowa-Stausee

Immerhin, die Lage dort hat sich etwas entspannt, seitdem die Ru nicht mehr gezielt Wasser ablassen. Möglicherweise aber nicht aus höherer Einsicht, sondern weil inzwischen die Wasserversorgung der Krim, die seit 2014 gefährdet war, weil die UA den Kanal vom Dnjepr sperrten, sichergestellt ist.

 

Drohne: Amis stellen sich dümmer, als sie sind. Ukraine-Monitoring  vom 14.3.-18.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Kurzmeldungen mit Fotos auf:https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Neu: Zum Hintergrund des internationalen Strafrechtes und Transitional Justice Neu. Anja Mihr:

h-und-g.info/inhalt/anja-mihr

Neu: Vytautas Landsbergis: Opferung der Ukraine: h-und-g.info/inhalt/landsbergis-ii

 

Drohne: Amis stellen sich dümmer, als sie sind. Es war ein Angriff

Luftkontakte sind zahlreich

Getreideabkommen. Es geht um Ammoniak

Bakmut umstritten, umkämpft und weiterhin im Schlamm

Korruption. Jetzt ist einer der reichsten dran

Wer kontrolliert den Selenski-Staat?

X triff russischen Rüstungsmanager

 

Drohnenkonflikt knapp an WW III?

Ein typischer Biden: Geradezu reflexartig entschärft er die Situation, indem die USA den Russen Dilettantismus beim Umgang mit der US-Drohne in der Nähe der Krim bestätigen. Dann telefoniert Austin mit Schoigu. Das war’s (fast). Man kann nur froh sein, dass im Oval Office ein besonnener Typ sitzt, denn die Realität war/ist deutlich bedrohlicher. Schon seit geraumer Zeit verfolgen die Russen die Nato-Aufklärungsaktionen über dem Schwarzen Meer, v.a. französische, rumänische und US Drohnen und AWACS. Die Unterstellung (die nicht völlig von der Hand zu weisen ist), der Westen würde die Ua mit Angriffskoordinaten in der Südukraine, auf der Krim und sogar in Russland/Krasnodar versorgen. Die UA würden diese für Drohnenangriffen nutzen, (die inzwischen auf der Krim ziemlich regelmäßig zu sein scheinen.) Es schien also eher eine Frage der Zeit, wann da was passiert.

Nach der Drohnenhavarie geschah Erstaunliches. Die Ru Seite dementierte einen Angriff( was erwartbar war), die ru Milblogger aber verbreiteten die US-Variante vom russischen Angriff auf die US-Drohne weiter! Sie setzten sogar noch einen drauf, und beschrieben das Ablassen von Flugbenzin als eine „übliche“ Methode, um Drohnen auszuschalten. Man kann es also dahin gestellt lassen, ob der Jäger die Drohne „dilettantisch“ gestreift hat oder nicht. Jeder kann sich ausmalen, was passiert, wenn man bei diesen Geschwindigkeiten und Strömungen Kübel von brennbarer Flüssigkeit auf einen Plastikpropeller kippt. Das Fotos zeigt im Übrigen einen verbogenen, nicht zerbrochenen Propeller, was dafür sprechen könnte, dass der russische Pilot die Drohne mit seinem Düsenstrahl traf/treffen wollte, um sie zu verbrennen. Wie auch immer, scheint es ein (soft-) Angriff ohne Waffen gewesen zu sein, aber4 eine direkte Konfrontation USA/Russland! Dafür spricht auch, dass der Pilot ausgezeichnet wurde. Dafür ist die Sache ziemlich geräuschlos gehandelt worden!

Der Nutzen

Die RA erhofft sich vermutlich, die Nato-Luftaufklärung etwas auf Distanz zu halten.  Möglicherweise wird das sogar konzediert. Zudem geht es um Militärspionage. Der angebliche Versuch, der Nato, mit einem rumänischen Hubschrauber an die Unglückstelle zu kommen, um militärischen Geheimnisse zu retten soll nach ru Quellen abgebrochen worden sein. Nach Nato-Quellen massiert die RA jetzt Kriegsschiffe in der Nähe, vermutlich soll ein uraltes U-Boot-Rettungsschiff die Wrackteile bergen. Laut Spiegel liegen sie in 1500 Meter, laut ru Quellen sollen die ersten Teile auf 900 m entdeckt worden sein. Vermutlich hat die US-Armee v.a. die software vor dem Absturz zerstört, möglicherweise auch Spezialsensoren abgeworfen. Denn was die Russen mehr als die Drohne an sich interessiert, sind bestimmte Komponenten

-Der MQ-9- Motor bringt über 400 km/h und könnte den Ru bei der Entwicklung von Langstreckendrohnen helfen

-die Drohne hat eine leistungsstarker Optik und einen Spezialk-Laser zur Zielfindung

-das Radar AN/APY-8 Lynx II hat eine Reichweite von 80 km und kann der Landkarten/Koordinatenerstellung und U-Boot-Ortung dienen.

 

Brisante Begegnungen in der Luft

Es ist zwar der einzige bekannte Zusammenstoß von Luftobjekten, aber keineswegs die einzige brisante Begegnung. V.a. im Baltikum rücken ru Flugzeuge ohne Transponder-Kennung so nahe an die Europäische Grenze, dass immer wieder britische und deutsche Flugzeuge aufsteigen, um sie zum Abdrehen zu bewegen. Umgekehrt will die ru Luftabwehr einen B52 Bomber gesichtet haben, der über der Ostsee auf die russische Grenze zuflog, um dann über den baltischen Staaten abzudrehen.

Kriegsgeschehen

Dass die RA weniger angreift als zu vor, wie manche westlichen Analysten schreiben, ist sehr relativ. 100 statt 160 Angriffe sind auch nicht wenig.

In Bakmut nichts Neues. Die Russen kommen vermutlich Meterweise in der Stadt voran, versuchen das Buntmetallwerk mit einen atomsicheren Bunkern (bis 350 M!) zu erobern. Offenbar kann die RA nach wie vor partiell die westlichen Zufahrtswege durch Beschuss blockieren. Da die Ausweichrouten schlammig sind, ist die UA faktisch bewegungsgehemmt….

Die ua Strategie an Bakmut festzuhalten, ist nach wie vor umstritten. Exmilitärs befürchten Einkesselung und Verschleiß der Offensivkräfte. Der Druck war offenbar so groß, dass Selenski im großen Stab darüber abstimmen ließ und das publik machte. Verstummt ist die Kritik aber nicht, da in Zeitungen nach wie vor über die sehr problematische Lage an der Front von B. berichtet wird.

Offenbar versucht die UA weiterhin im Süden und Norden von B. Kräfte zu sammeln, um eine Gegenoffensive zu starten. Angesichts der schlammigen Wege kann diese aber vormutlich noch nicht gestartet werden. Manche Blogge befürchten Beginn der Gegenoffensive in Zaporischschja, ca 40-50 km vom Meer entfernt. Ist aber noch unklar.

Hybrid

Heute verlängert sich das Getreideabkommen um zwei Monate. Offenbar gibt es mehr Streit um Dünger als um Getreide. Ru hat angeblich Interesse, die Ammonium-Pipeline aus dem Inneren Russlands nach Odessa (!) wieder in Betrieb zu nehmen. Es gibt auch schon eine Planung für eine Alternativroute in die Region Novorossisk.

Selenski-Staat

Das Kriegsrecht in der UA wurde verlängert. Selenski tauscht erneut drei Gouverneure aus. Warum ist unklar. Nicht alles sind Degradierungen. Einer der profiliertesten Gouverneure, Sergj Hadai, aus Luhansk soll wohl Botschafter in Kasachstan werden. Aus deutscher Warte, so K. außerhalb der Wahrnehmung liegt, wäre das ein Strafkommando, aber K. ist  die größte asiatischen Exrepublik und reich an Energievorkommen, derzeit auf Schaukelkurs zwischen Putin und dem Westen.

Antikorruption

In 16 Regionen wurden Büro des Oligarchen Dmitro Firtasch durchsucht. Mit Schwerpunkt Gas und Dünger gilt er als einer der reichsten Oligarchen. Seit 2014 residiert er aber in Wien. Gegen ihn läuft ein Korruptionsverfahren in den USA. Der Verwurf  jetzt richtet sich dagegen, dass Regionalbeamte an Firtschasch Geld für Gaslieferungen gezahlt wurden, die nie erfolgten. Das Geld sei statt dessen in schwarzen Kassen gelandet.

Russische Blog behaupten, wie schon vorher chinesische Quellen, dass einTeil der Ua Waffen, als Verluste ausgebucht und auf dem europäischen Waffenmarkt verkauft würden. In der Schärfe (der ua Geheimdienstchef wurde bezichtigt), vermutlich fake news, aber maffiösen Kleinwaffenhandel  gibt es in der UA.

Der Aktionsradius des SBU (ukrainischer KGB-Nachfolger) wird offenbar immer größer, je mehr Korruptions- und Kollaborateursbekämpfung zunehmen. Die Frage ist, wer kontrolliert den SBU?

Kirchenkampf

Geht in der UA weiter. Der Staat will die Mönche der Moskauorientierten Orthodoxen aus dem Kiewer Höhlenkloster werfen. Angeblich habe diese eine Ergebenheitsadresse an Selenski geschickt. Das dortige Grundstück gehört dem Staat, der es der Kirche verpachtet hatte. Durchsuchungen in Klöstern ergaben nach bekannten Erkenntnissen Hinweise auf proru Propaganda, aber offenbar nicht wesentlich mehr. Daher gibt es inzwischen auf bei deutschen Klerikern Besorgnisse wegen der Religionsfreiheit in der UA.

Xi trifft Rüstungsmanager

Bei seinem Moskaubesuch wird Xi nicht nur Putin und den Verteidigungsminister, sondern Dmitry Shugaev treffen, der so eine Art Albert Speer von Putin ist. Das nährt Spekulationen über chinesische Rüstungsdeals. Ru Blogger bestreiten gar nicht, dass Schnellfeuerwaffen aus C. kämen, sie meinen, dass seien Verkäufe von Privatfirmen, die der Staat kaum kontrolliere. Interessante These für einen Überwachungsstaat.

 

 

ISW-Unsinn zu Raketenangriffen. Ukraine-Monitoring  vom 11.3.-14.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

 

 

Unruhen unter ungarischer Minderheit? Und in der Moldau.

Bakmut weiter eingekreist

Angriff auf Energieinfrastruktur- keine völlige Entwarnung, regionale Risiken

ISW-Unsinn zu Raketenangriffen

Mutmaßlich massakrierter Gefangener identifiziert

Prigoschin rekrutiert mit nationalrevolutionärem Tamtam

 

Kriegsgeschehen

Über Bakmut sollten die übrigen 1000 km Frontlinie nicht vergessen werden, wo überall massiver Beschuss von Ru Seite erfolgt. Die Ua scheint weiterhin darauf zu setzen, div. Stützpunkte der RA zu zerstören.

 

Bakmut weiter eingekesselt

Nach ru Angaben, sind Wagner –Truppen weiter in die Stadt eingedrungen, kämpfen jetzt im Buntmetallwerk, angeblich sogar schon in den Kellern (bis zu 350 meter Tiefe!), angeblich ist ein Kommandounternehmen auf die Westseite des B-Flusses gelangt, angeblich rücken die Wagnerianer auch von Südwesten in der Stadt vor. Jedenfalls sind sie rund 1,5 km von der City entfernt, was aber noch nicht heißt, dass sie sie leicht einnehmen können.

Angeblich gelingt es Wagner-Gruppen auch die Stadt weiträiumig im Norden und Süden weiter Richtung Westen zu umzingeln.

Andererseits verweist die UA auf hohe Verluste bei den Wagner Truppen. (bis zu hunderte pro Tag)

 

Energieversorgung stabil aber angeschlagen

Nach den Raketenangriffen auf das Energiesystem der UA sind Strom, Heizung, Wasserversorgung wieder weitgehend sichergestellt. Aber Vorsicht, keine falschen Schlüsse! Ru Analysen legen nahe, dass die Substanz der Energieversorgung v.a. in Charkiy und Odessa stark angegriffen ist. Sie funktioniert v.a. durch Umleitungen von Strom, könnte aber komplett zerstört werden.

 

ISW bagatellisiert Raketenangriffe auf fahrlässige Weise

Die ISW-Analyse, die auch in Deutschland medial verbreitet wird, wonach der letzte Raketenangriff v.a. propagandistischen Zielen diente (Revanche für Angriffe auf ru Gebiet), ist fahrlässiger Unsinn. Mehrere Raktenangriffe wurden schon ideologisch unterfüttert (Rache für Angriffe auf Krim, etc.), sie dienen aber nach wie vor strategisschen Zielen. Ein Angriff von fast 100 Raketen kostet mehrere dutzend Millionen Euro, ist also kein Feuerwerk. Ebenso unsinnig ist es, von der einmaligen Nutzung von Überschallraketen auf Raketenmangel zu schließen. Das ist Kaffeesatzleserei. Es wäre sinnvoller, wenn das ISW herausfindet, was die Kimnshall-Raketen treffen sollten.

Progoschin-Masche nicht überbewerten

Viel zu viel Aufmerksamkeit wird vom ISW auch dem angeblichen Konflikt zwischen Prigoschon und der ru Armeeführung gewidmet. Putin braucht beide. Einen Krieg auf 1000 Km kann man nicht mit einer Privatarmee führen. Weil er aber einer unpopulären Massenmob ausweichen will, die zudem viele Tote podiuziert, läßt er Wagner neben der Armee rekrutieren. Während die Armee verdeckte Mobilisierungen unter Freiwilligen und bestimmten Bevölkerungsgruppen (besetzte Gebiete, Staatsbedienstete) erledigt, rekrutiert Prigoschon unter den „richtig harten Jungs“. Dazu macht er ein nationalrevolutionäres Tamtam, um diese für sich zu mobilisieren. P´s. Pöbeleien gegen die Eliten, nicht nur die Militärelite, sollen offenbar eine Schicht von rechtsgerichteten Männern ansprechen, die Elitenskeptisch sind.  Die Zahl der Rekrutierungsbüros von P. wächst (allerdings nicht so stark wie behauptet), wozu er aber immer die regionale Genehmigung braucht. Es kann also gar keine Rede davon sein, dass er eine geringere staatliche  Unterstützung bekommt. Sie ist nur anders. Die Gefangenenrekrutierung hat v.a. bei der Freilassung von Gefangenen und Ehrung von Schwerstkriminellen Ärger gemacht. Außerdem ist ihre Zahl endlich. Auch die Pöbeleien um die mangelende Ausrüstung kann dazu dienen, die Produktion von Rüstung zu forcieren.

Polititisierung der Söldnerarmee?

Ambivalent ist die Aussage von P., er wolle in der UA als Präsident kandidieren. Auch diese ist natürlich Kraftmeierei, kann aber auch als Signal für eine politische Ambition verstanden werden. V.a. will P. Anerkennung für seine Leute, d.h. Gleichstellung, bei Pensionen und Tod. Was die die Forderung nach einer „ideologischen“ Basierung seiner Soldaten bedeutet, ist unklar. Möglicherweise geht es nur um Gleichberechtigung oder aber wirklich um eine idelogische Fundierung im Engeren. Das liefe dann allerdings auf eine Art SS hinaus, die bisher aber nur im Ausland eingesetzt wird.

Hybrid

Die Vorbereitungen für eine Verlängerung des Getreidedeals Ende der Woche laufen. Die Ausfuhr von Sonnenblumenöl hat sich inzwischen wieder normalisiert.

 

Drachenzahnland (besetzte Gebiete)

Im September sollen „Wahlen“ (parallel zu den russischen ) stattfinden, und werden vorbereitet

Die Beschlagnahme von Wohungen und Häusern von Geflohenen geht weiter. Diese sollen gezwungen werden, zurückzukehren und sich registrieren zu lassen, andernfalls wird enteignet.

Die Befestigung mit Drachenzähnen geht immer weiter, kurioser Weise auch an der Grenze zu Russland im Nordosten der UA und an der Krim. Glaubt Ru nicht daran, die Gebieten halten zu können und hat die Sache einen propagandistischen Sinn.

Überall werden ständig Explostionen vermeldet. Es ist nicht immer zu unterscheiden, ob es Partisanenanschläge (auf Bahn in Cherson), Luftangriffe, Luftabwehrmanöver, Havarien sind.

 

Destabilisierung der Peripherie. Ungarischen Minderheiten/Moldau

In Moldau ist ein ru Agentennetz ausgehoben worden, 25 Demonstranten wurden festgenommen, die angeblich die Moldau destabilisieren sollten. Derzeit werden Leute mit Bussen zu Regierungskritischen Demos nach Cicinau gekarrt, die ihre Stromrechnungen vom Staat bezahlt bekommen wollen.

Angeblich gibt es auch unter ungarischen Minderheiten in Transkarpatien/UA Unmut darüber, dass sie mobilisiert werden sollen.

Ermordung eines Kriegsgefangenen?

Der 42-jährige, mutmaßlich massakrierte gefangene ua Soldat ist identifiziert. Es ist der Elektriker Oleksandr Matsievskyi, der nach seiner Einziehung als Scharfschütze diente, und seit Dezember im Donbas als verschollen galt. Die Leiche war im Februar der Familie übergeben worden. Laut (dem mir vorliegenden Video) wurde er mutmaßlich nach der Gefangenennahme mit einer Maschinengewehrsalve niedergeschossen. Er wurde posthum ausgezeichnet. Der ua Geheimdienst versucht die Schützen zu ermitteln.

 

 

 

 

Gesendet: Freitag, 10. März 2023 um 09:36 Uhr
Von: H-und-G.info@web.de
An: Bueko_1501_Berlin@web.de
Betreff: Bakmut umzingelt-vom Schlamm. H-und-G.info Ukraine-Monitoring vom 7.3.-10.3. 2023. ca. 6.00

 

Bakmut umzingelt-vom Schlamm. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 7.3.-10.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

 

Luftangriffe (fast) im Üblichen Rahmen

Bedeutung von Bakmut

Ukrainer in Bakmut in prekärer Umklammerung

Öl- und Gaspreise spielen gegen Putin

Iran-Russland: Waffenhandel, wie geschmiert

Atomarer Zufallsgenerator von Zaporischschja

 

(neuer Hintergrundartikel zur Iranconnection von Harald Möller: http://h-und-g.info/default-title-2/default-title-12)

 

 

 

 

Luftangriffe

Anders als medial dargestellt, war der Luftangriff in der Nacht auf Donnerstag nichts Ungewöhnliches. Er lag im Prinzip auf in der Reihe der 14 Angriffe seit September davor. Es gab auch schon Angriffe mit mehr Raketen. Allerdings gibt es einige Auffälligkeiten:

 

-diese Welle ließ etwas länger auf sich warten, als vorherige. Dies kann muss aber keine modifizierte Taktik sein. Dazwischen lag der Jahrestag des Krieges; verunsichernd dürften die Ua Drohnenangriffe auf Luftwaffeneinrichtungen in Ru, Belaru, Krasnodar und die Krim gewirkt haben; die bisherigen Angriffe waren nicht so erfolgreich, wie erhofft; evtl, das ist aber nicht klar, muss Ru die Raketen rationieren.

 

-auffällig sind die 6 Kinschall/Überschallraketen, die so massiv bisher nicht zum Einsatz kamen. Sie können nicht abgewehrt werden, es ist aber nicht klar, gegen welche Ziel sie anpeilten. Dieser Angriff widerlegt jedenfalls die These, dass diese Raketen noch nicht einsatzfähig wären und entspricht früheren Aussagen von Putin.

 

-Die Abschußrate bei den Kalibre-Raketen war mit 70% eher schlecht. Die ru Strategie, vorher mit Drohnen (es waren vermutlich mehr als angegeben) die Luftabwehr auszutesten, scheint nicht ohnn Erfolg.

 

-Es ging wieder stärker gegen die Energieanlagen selbst und weniger, aber auch um Umspannstationen

 

Andererseits:

 

Die UA ist weiterhin relativ gut auf die Lage eingestellt.

In Kiew sind Strom und Wasser kein Problem. Ein Heizkraftwerk wurde beschädigt, die Heizung aber provisorisch mit mobilien Heizwerken (!) wiederhergestellt, um die Reparaturzeit zu überbrücken. Charkiv und Odessa scheint es stärker getroffen zu haben. Russische Quellen hatten vor dem Angriff vorhergesagt, dass man Odessa komplett und nachhaltig in den blackout Modus bringen könne. Auch um den Westnachschub und den Getreidehandel lahm zu legen. Das ist aber nicht wirklich gelungen.

Da die UA bei Luftalarm Präventivabschaltungen macht, wird man erst im Laufe der Tage sehen, wieviele Ausfälle nachhaltig sind. Irgendwelche Schäden bleiben immer.

 

AKW Zap

 

Fragwürdig Meldungen, wonach das AKW wegen Beschusses abgeschaltet wurde. Es gab keinen Beschuss des AKW. Ob es eher wegen der Präventivabschaltungen oder wegen eines Leitungs/Umspannwerkbeschusses im Oblast Dnipro vom Netz kam, ist nicht ganz klar. Laut ru Quellen hätte sich eine ua Drohne in Leitungen verheddert, was ich allerdings eher für ein Ablenkungsmanöver halte. Anders als im ZDF gestern behauptet, reichen die Dieselreserven des Kühlungsnotstromaggregates nur für 10 und nicht für 14 Tage. Inzwischen ist das AKW aber wieder online. Dennoch IAEA-Chef Grossi hat recht, es ist ein Würfelspiel, also eine reine Sache der Wahrscheinlichkeit, wie lange das hin und herschalten „gut“ geht. Das Problem ist der Gewöhnungsfaktor, man denkt, bisher ging es ja gut…..

Aber die Bedingungen werden eher problmatischer. Das AKW wurde jetzt russisch beschriftet, immer weniger ua Experten arbeiten dort, das Ersatzpersonal ist nicht ausreichend qualifiziert und geschult. Laut Fotos bei einer Journalistenbegehung wurde das Gelände wohl auch schon von Geschossen getroffen.(kann auch ein fake sein, glaube ich aber nicht) Nachgewiesen sind Gefechte und Anschläge von Partisanen und Spezialkäften in der Nähe. Da die UA auf Maximalforderung- d.h. Rückgabe- besteht, geht es mit inernational moderierten Verhandlungen nicht voran. (Sicher sind die Russen für die Situation primär verantwortlich, werden das AKW aber sicher nicht einfach an die UA zurückgeben.)

 

Bakmut-UA steckt im Schlamm(assel)

Die Äußerungen zu B. sind verwirrend, die Fakten einfacher. M.E. kann die UA gar nicht abrücken. Die Hauptstraßen auch im Westen der Stadt sind unter russischer Feuerkontrolle, die Ersatzwege durch Regen so schlammig, dass schweres Gerät nicht mehr passieren kann und auch pickups stecken bleiben oder Beute des ru Beschusses werden. (Videobeweise) Mit anderen Worten, die UA kann B. derzeit gar nicht verlassen, ohne einen großen Teil ihrer Ausrüstung und vermutlich auch Soldaten zu opfern (die nur langsam und ungeschützt abrücken könnten.). Die Frage ist freilich, wo und wie die UA ihre Munition bekommt. In der Stadt sollen noch über 10.000 Soldaten kämpfen. Es soll allerdings unterirdische Verteidigungsanlagen u.a. unter dem Buntmetallwerk geben, wo vermutlich Munition gebunkert ist. Wie lange die reicht?

 

Die Ua hat sich auf die Seite westlich des B-Flusses zurückgezogen, d.h. der Osten gehört Wagner/Prigoschin, die immer noch suchen von Norden und Süden in den Westen der Stadt vorzudringen. Die UA hat ihre Truppen im Norden und Süden versucht zu verstärken, wohl auch unter Ausdünnung in anderen Gebieten vom Donbas. Vermutlich versucht man, derzeit v.a im Südwesten die Straßen wieder freizukämpfen.

Allersdings scheint es- nicht unbrisant- Wagner gelungen, im Norden nach Orikhovo-Vasylivka vorzudringen. Von dort könne laut ru Quellen jetzt Tschassiw Jar beschossen werden, wo die UA ihren Ausweichpunkt für B. hat.

 

Die Lage ist nach wie vor mehr als brisant.

 

Wichtigkeit von Bakmut

Austin/US sagt: keine strategische Wichtigkeit, Selenski das Gegenteil. Die deutsche Presse mal dies mal das. Es ist klar, Austin will der Niederlage bei B. vorbeugen. Selenskj sie verhindern und Volk und Militär motivieren, Widerstand zu leisten. Im Präsidialamt war man offenbar dabei, B. aufzugeben (zu viel Verluste), die Militärführung war angeblich dagegen.

Vielleicht sollte man auf die Fakten verweisen, statt propagandistischen Äußerungen hinterherzuhecheln. Natürlich ist B., bzw. war ein wichtiger Verkehrsknoten (Straßen/Eisenbahn) zwischen Donezk-Kramtorsk/Charkiv, bzw. Luhansk-Saporischschja. Dieser ist zwar schon seit Wochen unterbrochen, aber wenn die RA ihn freikämpfen und nutzen könnte, wäre das von erheblichem Vorteil für den Nachschub und die Flexibiltät der Armee. Sowohl der Zugang Richtung Zap wie Kramatorsk bzw. Vuhledar wären leichter. In B. hatte sich die UA auch langfristig präventiv verschanzt. Der Verlust dieser aufwendigen Schutzmaßnahmen ist keine Bagatelle. Andererseits wäre ein Durchmarsch der RA eher unwahscheinlich. Sie ist durch den Angriff auf B. geschwächt und die UA hat weitere Verteidigungsringe Richtung Norden und Westen errichtet. Da würde sich dann vermutlich aber das gleiche „Spiel“ von B. wiederholen. Daher und angesichts der Schwierigkeiten die Stadt ohne große Verluste zu verlassen, bleibt man da.

 

Panzer, MIGs und Munition

Die vorentscheidende Phase dieses Krieges beginnt Ende April/Anfang Mai am Ende der Regenperiode. Wenn der Westen militärisch etwas ausrichten will, muss er bis/ab da die UA optimal ausrüsten. Die Munitionslieferung ist schon zu spät und mickrig dran (Vielleicht hätte man Aldi beauftragen sollen), obwohl die Defizite seit langem vorhersehbar waren. Die Leopard-Panzer versucht man zusammenzukratzen, was gerade so zu gelingen scheint, aber nicht in den Quantitäten, die die UA wirklich bräuchte (nicht dutzende sondern, 2-300). Fighter könnten kommen, wenn auch keine F 16,  aber MiGs aus Polen und der Slovakei, beide sind bereit, die Nato/Bundesrepublik müßte sie nur freigeben. Wenn der Westen jetzt nicht springt, wird der Krieg auf jeden Fall zur Hängepartie oder endet mit einem sehr problematischen Kompromiss. Viel Zeit, sich zu entscheiden, bleibt nicht. Ob die Aufrüstung der UA für die Sommeroffensive wirklich etwas bringt, kann keiner garantieren, doch m.E. ist sie derzeit leider alternativlos. Das Ergebnis der Offensive wird (vermutlich) zeigen, wo es künftig lang geht.

 

Getreide

Das Übliche Geplänkel vor dem Auslaufen des Getreiedeabkommens am 18.3. hat begonnen. Russland hat schon länger die Kontrollen an der Ausfahrt am Bosporus verlangsamt. Ru will eine weitere Liberalisierung des eigenen Getreide- und Düngerhandels. Auch im Westen sind nicht alle froh, da Ua Getreide dort landete und z.B. in Polen die Preise verdarf. Guterrez verhandelt.

 

Hybrid: Gas und Öl

Die Haupteinnahmequelle von Ru schwächelt. Der Gaspreis ist dank gefüllter Speicher so niedrig wie seit 1 ½ Jahren nicht, beim Öl wirkt der Preisdeckel offenbar. Die Russen haben zwar alte Tankschiffe aufgekauft, um den Ölhandel selber zu versichern und durchzuführen. Das funktioniert aber nicht reibungslos. Obwohl das Staatsdefizit sichtbar zunimmt, ist es wohl nicht kriegsentscheidend, weil Putin in der Nationalen Reserve eine Kriegskasse hat.

 

Teheran-Moskau, die Achse der Aufrüstung

Offenbar ist man sich einig, dass der Iran russische Kriegsflugzeuge bekommt. Damit dürfte auch das umgekehrte Geschäft mit Drohnen (und Raketen?) weiterlaufen.

 

Periphere Konflikte

Auffällig sind die vielen Konflikte an der Peripherie der UA. Georgien (Agentengesetz nach ru Modell-Massendemos). Moldavien (angeblicher Anschlag auf Transnistrienführer, Demos gegen Präs Sandu), Kurs, Berdynsk/Südrussland (angebliche oder wirkliche Angriffe von ua Freischärlern oder Spezialgruppen); Evtl. Provokationen an der belarussischen Grenze ( Befürchtung des ua Geheimdienstes). Unklar ist, ob diese Konflikte bewußt eskaliert oder skandalisiert werden, um den Großraum der UA zu destabilisieren oder umgekehrt, ob die Destabilisierung der Großregion, die Peripherie in Mitleidenschaft zieht. Letztlich egal, faktisch finden diese Konflike statt.

 

 

Selenskis Stühlerücken

Der ua Präsident hat mehrere höhere Geheimdienstmitarbeiter ausgetauscht, die in Verbindung mit dem ehemaligen SBU-Chef und evtl. Russenfreundlichkeit stehen sollen.

 

yyy

 

Ua Defizite in Bakmut. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 3.3.-6.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Drohnen verunsichern Russen

Bakmuts Verteidigun offenbart Schwächen (auch) des Westens

Russen desertieren

Ist Kadryrov krank?

Teilrückzüge in Bakmut- Prigoschon droht-Russland

Drachenzahnland wird weiter zementiert

Neue Bomben und Raketen ohne ua Luftabwerhschutz

 

 

Bakmut Mangel an Munition und andere Defizite

 

Die Ukrainische Armee hat mehr Probleme in Bakmut als bisher auf Grund der Militärzensur durchgesickert ist. In einem Zeitungsartikel berichten Soldaten von dramatischem Munitionsmangel, schlecht ausgebildten Mobilisierten (nach 2 Wochen an die Front), und schlechter Waffengattungskoordination. So würden sie stundenlang beschossen, ohne das Artikellerie oder Luftwaffe reagiere, auch bei den Drohnen gäbe es Defizite. Mehr als die Hälfte ihrer Einheit sei in den letzten Monaten zerstört worden. (von 500 im Dezember auf 150).

Dies  bestätigt ru Quellen, die ich bisher für reine Propaganda gehalten habe. Es gibt also allen Grund, dass in Bakmut der Chef des Heeres zweimal und der Chef der Spezialgruppen kürzlich einen Frontbesuch machten, und der Kommandeur abgesetzt wurde.

Der Muntionsmangel angeblich liegt die Beschusskapazität bei ca 1:5 zugunsten der Russen, ist aber auch ein Problem des Westens. Er hat zu spät (re)agiert. Wie der US-Kommandeur von Europa zurecht kritisiert, die Hilfe kommt tröpfchenweise. Es wiederholt sich in Bakmut das Drama von Lyssichansk/Sewerodonezk von vor einem Jahr. Hohe Verluste und Rückzug u.a. auf Grund fehlender Waffen. Dass die RA viele, vermutlich deutlich mehr Personal verliert, macht die Sache nicht wirklich „besser“.

 

Bakmut Lage

 

Die Sache mit der Kontrolle, die beide Seiten für Teile der Region für sich  reklamieren, ist das so eine Sache. Wie schon mehrfach geschildert, kann damit auch Feuerkontrolle gemeint sein, d.h. die grundsätzliche Erreichbarkeit von Punkten des Gegners, der aber nach wie vor (begrenzte) Handlungsfreiheiten hat. So ist das westlich von Bakmut, wo die UA über Umwege und Feldwege nach wie vor die Stadt versorgen, bzw. verlassen kann, auch wenn es dabei Verluste gibt. Ob dort eine Brücke von den Ukrainern oder der RA gesprengt wurde, ist nicht klar.

 

Gesichert scheint: Die UA gibt sukzessive den Osten der Stadt bis zum Bakmut-Fluss auf. Hat dort schon eine Brücke gesprengt, um ein ru Nachrücken zu verhindern. Der eigentliche Stadtkern auf der Westseite wird jedoch gehalten. Angeblich sollen noch über 10.000 Soldaten in der Stadt sein. Da schon einige panikartig abgerückt sein sollen, ohne ihr Equipment mitnehmen zu können, spekuliert die ru Seite darauf, einige 1000 einkesseln und gefangen nehmen zu können.

Oberpanzerknacker  droht.

Prigoschin, der sich um den kommenden Sieg von B. betrogen fühlt, droht mit einem Abzug von B., falls er nicht ausreichend mit Material versorgt wird. Es wurde spekuliert, dass das traditionelle Militär seine Wagnertruppen kurzhält, um ihn nicht übermächtig werden zu lassen. In H-und-G wird vermutet, dass es auch objektive Nachschubschwierigkeiten gibt. Erstmals wird interessanter Weise damit gedroht, dass demobilisierte Wagner-Sölder zu Hause die Wahrheit über den Krieg verbreiten könnten, also mit einer politischen Aktion.

 

Außer in Bakmut toben die Kämpfe v.a. in Luhansk.

 

 

Russische Krititiker der ru Strategie befürchteten, dass die RA ihre Kampfkraft derzeit verzehrt und deshalb einer künftigen ua Großoffensiven nicht standhalten kann.

 

Russland mobilisiert

Ru scheut offenbar eine offene Mobilisierung. Aber die verdeckte geht weiter. In besetzten Gbieten sollen offenbar sogar Minderjährige über Bildungseinrichtungen rekrutiert werden. Wagner macht in mehreren Oblasti Werbungskampagnen, um die Verluste zu kompensieren.

 

 

Partisanen in Russland.

Die Meldung von éiner Partisanengruppe´, die im Süden Russlands operiert hat, bleibt rätselhaft. Sicher scheint, dass die Sache stattgefunden hat und ca 40 Freischärler die Grenze von der UA nach Ru überquerten, und offenbar auch wieder zurück sind. Warum sie dort waren und was sie gemacht haben, bleibt nebulös. Ru Quellen berichten von Beschuss auf Zivilisten, die Fotos zeigen aber Indizien von Fakenews. Offenbar sind auch von den Partisanen mindestens 2 umgekommen. Es wird von einer geplanten Beerdigung berichtet (wobei nicht ganz klar ist, ob es sich um dieselben Personen handelt) Die Gruppe soll zumindest z.T. aus russischen und ua Rechtsradikalen bestanden haben, die in ru Quellen z.Z. auch namentlich genannt werden. Das Dementi der UA, dass sie nichts damit zu tun habe, ist relativ schwach. Die Grenzüberwachung ist in den letzten Monaten deutlich verstärkt worden, es ist unwahrscheinlich, dass dies nicht bemerkt worden wäre, so dass man zumindest von einer Duldung ausgehen kann. Zudem gab es schon früher Spezialgruppeneinsätze in Ru. Allerdings gibt die UA fast nie Einsätze gegen Ru zu, weil dies unter ihren Verbündeten umstritten ist, und auch von der ru Propaganda genutzt werden könnte.

 

Drohnen- und Partisanen verunsichern Russland

Die Drohnen und Partisanenangriffe auf russische Ziele verunsichern offenbar Ru. Es ist unklar, ob man mit einer Dämonisierung oder Bagatellisierung reagieren soll. Einerseits wir in Moskau demonstrativ ein Luftabwehrgeschütz installiert, andererseits werden Drohneangriffe, die schon mehr oder minder bestätigt waren, in Bloggs auf einmal als normale Grasfeuer oder Explosionen von Überschalldurchbrüchen dargestellt. Auch die Raketenflotte im Schwarzen Meer wurde umgruppiert.

 

Neue Bomben und Raketen-schlecht abzuwehren

Entgegen vorlauten Aussagen, dass Ru Raketenmangel habe, sind jetzt neue Bomben und Raktetentypen im Einsatz, die von der UA bisher kaum abzufangen sind. Auch damit wird die Forderung nach Jagdflugzeugen begründet. In den USA sollen zwei ua Militärpiloten an F16 trainiert werden, um Erfahrung für die Ausbildung zu sammeln. Auf ru Seite wird die Mindestzeit mit 18 Monaten beziffert. Der Einsatz auf alge Distanzen von manchen Raketen (S 400) führt dazu, dass sie nicht mehr präzise gelenkt werden können und daher nur noch für Terrorangriffe gegen Zivilisten zum Einsatz kommen.

 

Drachenzahnland. Melitopol neue Hauptstadt von Zaporischschja

Hat Ru das Ziel aufgegeben Zap zu erobern? Jedenfalls wurde M. zur neuen Oblasthautpstat gemacht. Ru verstärkt Beamtenpräsenz, es werden Wahlen vorbereitet (möglicherweise im September). Der Druck, such russische Pässe geben zu lassen, wird erhöht, Menschen ohne Pässe werden bei Straßenkontrollen festgenommen. In der Stadt wereden zunemend Videokameras installiert, um die Bevölkerung zu kontrollieren. Dennoch gibt es erneut Explosionen in Militäreinrichtungen. Jedenfalls versucht Russland die Fakten in den eroberten Gebieten weiter zu zementieren.

 

 

AKW Zap Lage verschlechtert sich

Die Verhandlungen der IAEA haben sich festgefressen. Allerdings auch weil die UA auf einer Entmilitärisierung und einer Komplettrückgabe an ua Spezialisten beharrt. Die Zahl der Fachleute nimmt weiter ab, da die RA Facharbeiter, die keine ru Arbeitsverträge unterschrieben, zunehmend verdrängt und durch Personal ersetzt hat, was keine ausreichende Qualifikation hat. Immerhin die IAEA konnte nach wochenlanger Verzögerung ihre Beobachtungsgruppe auswechseln. Auch der Rückgang des Stausee-spiegels ist vorerst gestopt.

 

Kadyrow

Ist Kadyrov krank? Er taucht in seinen eigenen sozialen Medien kaum noch auf. Sein Gesicht ist aufgedunsen. Dazu würde auch passen, dass ein junger aus dem Kadyrov Clan, der die tschtschenische Jugend leitet, von Putin empfangern wurde. Bereitet sich die Dynastie schon auf den Wechsel vor?

 

 

Sanktionen

Immer deutlicher wird, dass die Sanktionen nicht wirklich gut greifen und Russland (wie schon oft hier geschildert) lange Grenzen insbesondere in Asien hat, von Armenien bis Nordkore, die mehr oder minder löchrig sind. Z.B. aktuelle Studie der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE).

 

 

10.000 Russen desertiert?

Angeblich haben schon fast so viele ru Soldaten die ua Hotline genutzt, um sich von der Truppe abzusetzen.

Wer liefert Geodaten im Krieg? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 27.2.-2.3. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

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neuer Artikel von Marion Kraske zum Balkan: http://h-und-g.info/default-title-2/default-title-12/default-title

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Zerfällt Elitenkonsens in Russland

Russland vor „Charming“offensive

Fällt Bakmut?

Sieg über den Winter?

Putins Armee ist Super! Kritik verboten

Wer liefert Geodaten

Drohnen auf Russland

 

 

 

Steht Bakmut vor der Räumung?

 

Laut russischen Bloggern, die aber tendenziell von anderen Quellen gestützt wird, umringt Wagner die Stadt immer mehr vom Nord- und Südwesten, hat also fast schon einen Ring um die ganze Stadt gezogen. Nur ein Streifen Richtung Chasiw Yar ist noch offen, über die die UA versorgt wird. Es gibt hier wohl auch zahlreiche Feldwege. Auch in der Stadt sind Wagner-Truppen bis ins Universitätsviertel eingedrungen, aber immer noch auf der östlichen Seite des Flusses. Das Buntmetallwerk gilt als ua Festung, die auch unterkellert ist.

Der Besuch des Chefs der Bodentruppen und die Absetzung des Kommandeurs der Osttruppen vor einigen Tagen, lässt eine Neuausrichtung der UA-Strategie erwarten. Sicher ist das Ganze eine Niederlage für die UA, aber es ist auch ein taktischer Rückzug, der den RA schwere Verluste zufügt. Das genau ist das Ziel, um Zeit zur Vorbereitung der Großoffensive im Sommer zu gewinnen.

 

Drohnen auf Russland

Auch wenn die UA dementiert, ist es wahrscheinlich, dass es mehrere ua Drohnenangriffe auf Russland gegeben hat. Orte in der Nähe einer Verdichterstation von Rosneft bei Moskau und einem wichtigen Militärflughafen bei Krasnodar und die Fabrikate der Drohnen (eine israelische) waren bald in den ru Bloggs bekannt. Fast zu schnell. Sicher gibt es eine Tradition von Fakeangriffen im FSB, um die ru Bevölkerung zu mobilisieren. Aber die UA produziert Sonderanfertigungen von Drohnen und mehrfach wurde in letzter Zeit propagiert, man müsse und könne auch russische Ziele angreifen. Der Drohnenangriff, der (vermutlich) erfolgreiche Partisanenanschlag auf ein Aufklärungsflugzeug in Belarus und der Pseudoangriff auf St. Peter (der die vorübergehende Einstellung des Flugbetriebes zur Folge hatte) fielen zusammen mit der Erwartung des nächsten größeren ru Luftangriffes. Dieser musste möglicherweise verschoben werden.

 

Wer versorgt wen mit Geodaten?

Die UA Seite spekuliert, dass Nato Aufklärungsflugzeuge und Drohnen über dem Schwarzen Meer ( von Bulgarien und Rumänien aus) die Ua mit Offensivdaten versorgen könnte. Umgekehrt heißt es aus amerikanischen Quellen, dass eine private Firma aus China Wagner mit Satellitenfotos versorge.

Das US-Firmen wie Maxar Satellitendaten an die Ua liefern, gilt als gesichert.

Im Artilleriebeschuss, der über satellitengestütze Rechner läuft, ist die UA der RA deutlich überlegen.

 

Winter vorbei?

Sag niemals nie in diesem schrecklichen Krieg. Aber vorsichtiger Optimismus ist angebracht, dass die Strategie, die UA in den Kollapsmodus zu bringen, eine neue Flüchtlingswelle auszulösen, die den Westen destabilisiert, und den Nachschub für die Ua abzuschneiden, gescheitert sein dürfte. Dies ist eine der bemerkenswertesten Leistungen im vergangenen Jahr. Zusammenspiel von Unterstützung der Luftabwehr, Lieferung von Generatoren, etc. und der Unerschütterlichkeit der ua Bevölkerung. Es fing mit einigen Stützpunkten der Unbesiegbarkeit an, Hilfspunkte für Wärme, Handykommunikation, humanitäre Hilfe, die sich über das ganze Land ausbreitete. Eine Wahnsinnsleistung der Energieversorger und der Eisenbahn. Der Chef der Eisenbahn hat jetzt seinen Job gewechselt. Aber mit hohem Lob für die Logistikleistung der Bahn, die evakuliert, Nachschub organisiert, selbst Hilfspunkte errichtet hat  und trotzt Stromausfall relativ pünktlich fährt (Man hat manchmal den Eindruck zuverlässiger als in D.). Bei all der Berichterstattung über ein Jahr Krieg kommt das alles zu kurz. Der Sieg über den Winterzusammenbruch der UA ist eine irre Leistung der internationalen und nationalen Kooperation.

 

Diplomatischen Offensive von Ru

Nach seiner Tour durch Afrika bearbeitet Lavrow mehrere Brics-Staaten, China und die Türkei. Parallel zum Besuch von Lukaschenko in China. Vermutlich der Versuch, eine Art diplomatische Offensive entlang des Pekingpapiers zu starten. Dazu passt auch, wie in Russland deutsche Demonstrationen (für den „Frieden“) rezipiert werden.

Blinken tourt dafür in asiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken, um diese auf Distanz zu Putin zu bringen/halten.

 

Zerfällt der Eliten-Konsens in Russland?

Sehr lesenswert das Spiegel Interview mit der sicher besten Expertin zum Thema Catherine Belton. Offenbar sollen doch die Wirtschaftsleute allmählich nervös werden. Ihre Einschätzung, dass der Patruschev-Clan eine Alternative zu Putin sein könnte, ist zwar durchaus realistisch, aber  scheint mir kaum eine Verbesserung, da Patruschev (Ex FSB-Chef/Sicherheitsratssekretär) schon vor Putin der nationalistische Antreiber der Silowiki war.

Interessant die Info, dass der Schwiegersohn von Kriegsminister Shoigu angeblich im Ausland weilt (Dubai) und Antikriegsblogger liked. Ob wahr oder Intrige, spricht dafür, dass die da oben in Ru sich nicht gegenseitig mögen. Ebenso Intrige gegen hohen General (Sexvideo). Die Soldateska ätzt  sowieso-jeder gegen jeden.

 

Putins Armee Super super

Die Strafen bei Armeekritik sollen auf möglicherweise 15 Jahre erhöht werden, auch Kritik an Wagnertruppen ist verboten. Prigoschin will aber Kritik an Armeeführung ausklammern lassen. Immerhin, er spielt jetzt auf der Moskauer Politikbühne mit.

Powerless Putin? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 22-25.2. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

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Ideologisches Vakuum an der Front

Munitionsmangel

Winteroffensive ausgefallen?

Frühling-Sommer-Offensive- Frage der Waffenhilfe

Eskalationspotentiale Weltweit

Drachenzahnland (besetzte Gebiete) instabile Konsolidierung

 

Powerless Putin

 

Hier wird immer davor gewarnt, die Ressourcen Russlands zu unterschätzen. Aber: Der Jahrestag des Kriegsbeginns wirkte auf russischer Seite zahnlos. Dies v.a. wenn man bedenkt, welche hohe symbolischen Bedeutung in der russischen Propaganda/Gesellschaft normaler Weise haben.

Putin formulierte in seiner „großen“ Rede kein neues Ziel; die Invasionsarmee erreichte keinen vorzeigbaren Erfolg (Donbas-Eroberung); es wurde keine vorzeigbare Offensive gestartet; die Propagandashows (Stadion) waren im Vergleich zum Vorjahr, als sie noch Volksfestcharakter trugen, blutleer, inszeniert.

 

Ideologisches Vakuum an der Front

Dass Putins Rede weitgehend inhaltsleer war, wird v.a. da moniert, wo eigentlich Putins Verbündete sitzen- an der Front. Und das gleich in mehreren durchaus unterschiedlichen Blogs. Angesichts dieses Vakuums machen sich die Blogger eigenständig Gedanken. Kriegsszenarien werden gesponnen, die vom Sieg Russlands (Zerstörung der UA) bis zur vollkommenen Niederlage (!) Russlands reichen. Am Wahrscheinlichsten werden zwar Modelle a la Minsk III oder Korea (Teilung der UA) angesehen, aber allein die Tatsache, dass Russlands Niederlage in Betracht gezogen wird, ist neu. Mehrere Blogger weisen auf die Schwachstellen hin und halten das bisherige militärischen Engagement Russland für zu schwach und machen das Militär, Korruption, Bereicherung und Trägheit der Eliten , aber auch mangelnde Entschlossenheit der Führung dafür verantwortlich.

Gossenpöbeleien

Ein Ausdruck des Vakuums sind auch die Pöbeleien an der Front. Prigoshin pöbelt Richtung Armeeführung („Verräter“) und Bürokraten (jüngst gegen einen Gouverneur) . Igor Girkin pöbelt gegen Prigoshin (Mord an einem ultranationalistischen Blogger) und das Militär. Man darf dies alles nicht überschätzen. Wenn man mit der Gosse kämpft, gehört der Gossenjargon (Klodeckel) auch irgendwie dazu, um die eigenen Leute anzusprechen. Und „teile und herrsche“ gehört auch zum System Putin, da er mit seinen Leute über allen thront. Aber auf Dauer und in der Massivität wie derzeit, können derartige Konflikte auch zersetzend wirken.

 

Munitionsmangel?

Immer mehr deutet darauf hin, dass der Streit zwischen Wagner/Prigoschin nicht nur ein Machtkampf innerhalb der ru Streitkräfte ist, sondern es wirklich Probleme mit dem Munitionsnachschub gibt. (allerdings auf beiden Seiten) Mehrere Blogger haben inzwischen darüber berichtet. Es werde auch zu wenig produziert, die Lager würden aufgebraucht, die ja Teil der Verteidigungsreserve der RA sind.

 

Offensivdefizite

Offenbar gibt es auch Offensivdefizite v.a. in der Nähe von Donetzk, so die RA empfindliche Verluste hat hinnehmen müssen. Angeblich werden Elitekämpfer jetzt aufgeteilt, um die anderen Einheiten zu professionalisieren.  Eine riskante Maßnahme. Auch in Luhansk geht es nicht wirklich für die RA voran, trotz massivem Einsatz.

Insgesamt hatte Ru nach dem 24. 2. fast ein Dritel der UA erobert, nach den Rückschlägen sind es „nur“ noch 20%. Die Fortschritte seither sind minimal.

 

Ambivalente Erfolge in Bakmut

Man sollte es nicht herunterspielen. Die RA hat „Erfolge“ in Bakmut. Das Umland ist zu 2/3 in ru Hand, die Stadt ist in schwerer Bedrängnis. Die RA ist im Ostteil der Stadt bis ins Universitätsviertel vorgedrungen.  Im Norden in der Nähe des Buntmetallwerkes, im Süden auch. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die UA die Stadt räumen muss, um einer Einkesselung zu umgehen.

Auch dringt die RA nordwestlich immer weiter Richtung Siverks vor.

Aber: 

Seit Oktober, als die RA die ua Offensive stoppte, ist die RA in Bakmut bei genauer Betrachtung gerade mal 15-20 km vorangekommen. Das ist durchaus etwas, aber angesichts der Größe der Ukraine und des Donbas auch relativ wenig. Und der Preis ist extrem hoch. Mehrere tausend Soldaten sind gestorben. Auch wenn die RA hier überwiegend Sträflinge von Wagner „verheizt“ hat, um Unruhe in der ru Gesellschaft zu vermeiden, kann diese Strategie kaum fortgesetzt werden. Schon jetzt streiten sich Wagner/Prigoschin und die reguläre ru Armee um die restlichen Strafgefangenen. Selbst die Wagner Toten, erregen immer wieder partiell die ru Gesellschaft, wenn Bilder von größeren Ansammlungen von Särgen und Toten in regionalen Bloggs auftauchen. Auch auf Seiten von ru Bloggern, wird kritisch angemerkt, dass die UA die Strategie des taktischen Rückzugs wählt, um die RA aufzureiben und ihr möglichst viele Verluste zuzufügen.

 

Putin kann sein eigenes Land nicht verteidigen

Am Erstaunlichsten ist, wie lahm Putin sein eigenes Territorium verteidigt. Die im Süden an die UA angrenzenden Regionen werden permanent von der UA beschossen und wohl auch durch Partisanenangriffe geschädigt. Auch die Region Donetztk-City wird angegriffen, kürzlich stand die dortige Generalstaatsanwaltschaft in Flammen. Auch die Krim wird immer wieder attackiert, seit es durch Drohnen, oder Partisanen, vermutlich Krimtartaren (Eisenbahnanschläge). Ein Versuch mit einem Angriff eines Kommandounternehmens gegen die Nord-UA  zu kontern, scheiterte offenbar.

 

Energiekrieg

Der E ist zwar nicht ausgestanden. Die RA zieht gerade wieder Schiffe, vermutlich für die nächste Raketenwelle zusammen. Aber der Blackout ist ausgeblieben, wird täglich unwahrscheinlicher, da die UA mit Gegenstrategien und einer beispiellosen Hilfe an Ersatzteilen, humanitären Gütern und Generatoren den Zusammenbruch verhindert hat. Da die Luftabwehr täglich besser wird und die Temperaturen steigen, könnte das Gröbste überstanden sein.  Ein (hier befürchteter) Großangriff am 24. 2. Ist offenbar ausgefallen, da die Luftkriegsplanung sehr bürokratisch nach Schema f ausfällt.

 

Winteroffensive fällt vermutlich aus- Frühjahr-Sommer Vorentscheidungsschlacht

Aus all dem und den steigenden Temperaturen ist zu folgern, dass die RA vermutlich den Zeitpunkt verpasst hat noch eine offensive Winteroffensive zu starten, das Großgerät dürfte stecken bleiben. Es bleibt also bei der derzeitigen Offensive, die auf Abnutzung setzt. (Grinding)

D.h. von beiden Seiten läuft es auf die Vorbereitung der Frühjahrs- Sommeroffensive hinaus.

Die Ua Seite gibt sich betont optimistisch, der Armeebefehlshaber sieht die Möglichkeit Mariupol zurück zu erobern. Andere sprechen, davon die Krim zu erobern.

 

westliche Waffenhilfe

Alles hängt an der Westwaffenhilfe. Die Panzerlieferungszusagen wirken derzeit eher „niedlich“ angesichts einer Front von über 1000 km. Das reicht für zwei Bataillone, also vielleicht einen Sturmkeil.

Unklar ist, ob die USA der UA Himars längerer Reichweite (d.h. über 80 km liefert). Es gibt einige Anzeichen, dass das schon passiert (Angriff auf Mariupol, ru Blogger). Für eine Rückeroberung von Melitopel, Mariupol und der Krim wäre das vermutlich unerlässlich, um die ru Armee durch Zerstörung ihres Nachschubes zum Rückzug zu zwingen. Für eine Offensive face to face dürften die Kapazitäten der UA kaum ausreichen. Bisher gab es solche (erfolgreiche) Schlachten nie wirklich.

Derzeit fehlen der Ua offenbar Waffen und Munition.

 

Russische Waffen

Genaues Potential unklar, weil weder Bestände, noch Produktion, noch Ersatzlieferung voll bekannt sind. Westliche GD und Analysten haben sich das mehrfach unterschätzt oder unterschätzen wollen. Putin schraubt (spät) die Militärproduktion hoch, bezieht Waffen aus Belarus, Nordkorea, Iran. Dual use Güter (Chips, vielleicht demnächst auch größere Drohnen) aus China

 

Besetzte Gebiete-Drachenzahnland nur relativ konsolidiert

Was sich da tut, ist von außen schwierig zu beurteilen, da auch die ua Informationen deutlich schlechter geworden sind und sehr stark ideologisch geprägt sind.

Einerseits gibt es nach wie vor, einen bemerkenswerten passiven bis aktiven Widerstand, allerdings regional sehr unterschiedlich:

-Ukrainer lassen sich trotz Druck, nicht als Bürger mit ru Pässen registrieren

-es wird trotz Verbot mit Griwna gehandelt

-es gibt Widerstandhandlungen wie ua Flaggen oder Graphities

-Lehrer verweigern ru Propaganda im Unterricht und/oder machen heimlich online-Unterricht für ua Kids

-Ua identifizieren Kollaborateure

-Ua identifizieren militärische Einrichtungen, Ansammlungen von Soldaten und Militärbewegungen  und geben dieses Infos an den militärischen Widerstand bzw. die Armee weiter

-es gibt nach wie vor Brandanschläge und Anschläge auf Eisenbahnen und Kollaborateure durch den militärischen Widerstand

 

Andererseits

Die UA igelt sich effektiv ein. V.a. im Süden gibt es mehrere Drachenzahn/vermutlich auch Minen- Verteidigungslinien, um einen ua Angriff Richtung Krim zu verhindern/verlangsamen. Auch werden Verteidigungseinrichtungen eingebunkert. Die Regierungseinrichtungen im Süden sind aus der (bisherigen) Reichweite der Hymars-Raketen an das Asowsche Meer verlagert worden.

Ru pumpt Menschen, Material und Geld in den Wideraufbau von Orten wie Mariupol. Angesichts der Schäden, Korruption und Rivalitäten unter den Besatzern ist das relativ, aber dennoch spürbar und es gibt in den besetzen Gebieten eine relevante Schicht von Kollaborationsbereiten und aus Russland.  Und last but not least. Ru und tschetensichen Repressionskäften.

Zudem: C. Major hat kürzlich darauf hingewiesen, die besetzten Gebiete haben inzwischen Verfassungsrang in Ru, d.h. die Ru Führung kann sie nicht aufgeben, ohne hier eigenes System in Frage zu stellen.

 

Eskalationsszenarien

Werden in ru Blogs diskutiert. (Im Fernsehen auch, wobei die irren Ankündigungen dort, reine Propaganda sind.)

-Offensive s.o.

-Raketenangriffe auf sensible Ziele. Potential noch nicht ausgereizt

-Belarus: Nicht sehr wahrscheinlich, weil innenpolitisch riskant und das Potential bisher nicht ausreicht, wird aber unter ru Bloggern als Variante diskutiert, um ua Kräfte zu binden

-Angriffe auf die EU/Nato  werden in den Blogs nicht ernsthaft diskutiert, weil alle Militärs wissen, dass Ru dafür kein Potential (mehr) hat.

-Konflikte in der Peripherie Georgen, Moldavien

v.a. Moldavien könnte zum hotspot werden. Ru zündelt mit de Unterstellung die UA könnte Transnistiren angreifen, um die dortige Garnison zu entwaffnen und die beträchtlichen Munitionslager in Besitz zu nehmen. Angeblich rollen Waggons und Ua Einheiten Richtugn Moldavien. Ru Blogger meinen, die konventionelle Verteidigung läge bei Null, ,man könne nur mit einem symbolischen taktischen Atomschlag in relativ unbewohntem Gebiet reagieren.

-Konflikte in Europa

Hier v.a. Serbien/Kosovo S. dazu ein neuer Artikel von Marion Kraske. http://h-und-g.info/default-title-2/default-title-12/default-title

-Propaganda und Cyberatacken v.a. in Europa

Läuft schon, nicht ganz ohne Erfolg, die rechten Dresdener Demos z.B. sind fast so groß wie die pro UA Demos vor der Frauenkirche. In Berlin wird man sehen….

Ungarn wackelt weiter

Konflikte international

-als Reaktion auf die angebliche US-Attacke auf Nordstream II regen ru Blogger Angriffe auf die Kommunikationskabel zwischen Nord- und Südamerika und Europa an. (mit Karten (!)

-Afrika wird zunehmend zur Region eines Einflusswettlaufes um politischen, militärischen (Basis in Sudan) und wirtschaftlichen (Bodenschätze, seltene Erden) Einfluss. Neuerdings Seemanöver mit China und Südafrika (!)

-Die UN-Resolution zum Jahrestag ist sicher ein Misserfolg für Ru. Aber Indien und China sind Halbverbündete, die v.a. die Sanktionen unterlaufen.

Sanktionen

Schwierig einzuschätzen Folgen ambivalent, weniger (schnell) wirksam, als prognostiziert. Russische Gegenstrategien bisher bedingt wirksam. Russische Konsumeinschränkungen scheinen kaum Wirkung zu haben.

Russische Zivilgesellschaft

Weitgehend am Boden oder im Exil. Repression wächst weiter, Biederlegung von Blumen an Denkmälern von ua Künstlern führt zu Verhaftungen. Die Zahl der als ausländische Agenten Repressierten liegt  bei 400, die Zahl wächst auch durch die starken Aktivitäten der ru Zensurbehörde (Roskomnadzor).

Dass die ua Community im Ausland nicht mit den Russen im Exil reden will, ist sicher nicht vorteilhaft. (Gemeinsame Demo in Berlin zum 24. scheiterte.)

 

Soweit, so schlecht…..

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Wer liefert Rüstungsgüter an Putin? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 18.-21.1. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Bakmut schwankt, aber fällt (noch) nicht

Ist es für eine Winteroffensive zu spät?

Kampf um Ressourcen oder Macht-Militärs contra Prigoschin

Wird die Sahelzone russisch? Wird Belarus richtig russisch?

Putinisierung der Kinder

Korruption bei Hilfsgütern

 

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich Vortagen

erhöhter Druck von Seiten der RA in Luhansk, Donezk, Vuledar, Zap, Cherson, der meist von der UA gekontert wird. Dass Kadyrev in Luhansk entscheidend vormarschiert ist, scheint eher eine propagandistische Behauptung zu sein´, um mit Wagner gleichzuziehen.

Es scheinen russische Einheiten vom Norden aus Russland in den Oblast Charkiv eingedrungen zu sein.

Dramatisch in Bakmut, trotz mehrfacher Verstärkung durch UA. Nur im Süden und Osten der Stadt kann die UA mehr oder minder standhalten. Im Norden muss sie immer wieder zurückweichen. Die RA ist deutlich über die Autobahn nach Westen vorgerückt. Faktisch ist Bakmut zu 2/3 eingekreist. Selenski sagte gegenüber einer spanischen Zeitung, dass man B nicht um jeden Preis halten werde. Ru Blogger vermuten, dass die UA B. so lange hält, bis eine neue Verteidigungslinie steht.

Allerdings gibt es auch gegenläufige Tendenzen. Die Erfolge der RA haben die Front verlängert und damit ausgedünnt. Da Wagner keinen Nachschub an Gefangenen und Munition bekommt, gibt es offenbar v.a. im Süden von B. Schwierigkeiten, weiter vorzudringen.

Konflikt Prigoschin-Armeeführung-Machtkampf oder Verteilung des Mangels?

Der Konflikt der traditionellen Militärs mit Prigoschin wirkt einigermaßen widersinnig, da militärische Erfolge in B. damit behindert werden. Offenbar hat das Militär versucht P. die Neurekrutierung von Gefangenen und den Munitionsnachschub zu beschneiden. Das könnte die Quittung für Ätzereien von P. gegen die unfähige korrupte Armeeführung sein. Dazu passt, dass P. behauptete, er habe sich bei einer hochgestellten Persönlichkeit entschuldigen müssen, damit er wieder Munition bekommt.

Der Konflikt kann aber auch andere Ursachen, als Ränkespiele haben:

Möglicherweise konkurrieren Armee und P. nur um rare „Güter“. Gefangene werden als Speerspitze, z.T. nur als Lockvögel bei Offensiven eingesetzt. Sie werden verheizt. Da die ru Armee auch Offensiven plant, möchte sie die Methode lieber kopieren, als P. allein den Triumpf zu überlassen. Aber die Zahl von Gefangenen, die bereit sind in den Krieg zu gehen (Langstrafer) dürfte auch nicht unbegrenzt sein. Das gleiche gilt für Munition. Die RA verbraucht derzeit v.a. im Norden von B. extrem viel Munition. Offenbar sind an manchen Frontabschnitten (Vuledar) schon Materialmängel erkennbar. Das hieße, dass die Offensive stocken könnte, bevor sich richtig begonnen hat.

Es kursiert ein Video, dass P. vor Sträflingen zeigt. Darf er wieder in Lagern rekrutieren? Oder bekommt er nur Ausgemusterte als Ersatz?

Tauwetter in der Ostukraine

In Donezk herrscht Tauwetter. Nach starkem Schneefall. Für den Fall, dass die Streitkräfte der Russischen Föderation dennoch in die Offensive gehen, haben sie nach ru Einschätzung maximal nur noch 10 bis 20 Tage (je nach Wetterlage), um sie durchzuführen. Nach Einschätzung von einzelnen ru Bloggern bereits zu spät, da bald der Boden schlammig wird und die Bewegung von Großgeräten hemmt.

 

Besetzte Gebiete-Putinisierung der Kinder

Vor dem Jahrestag des Kriegsbeginns werden ua Kinder in den besetzten Gebieten angehalten, ru patriotische Lieder zu singen, ru Soldaten Durchhaltekarten zu schreiben und selbst vormilitärische Übungen abzuhalten oder an Aufführungen mit glorifizierendem Inhalt teilzunehmen. Allerdings scheinen nicht alle gezwungen, es gibt eines deutlichen Bodensatz an Kollaborateuren, die zivilen und militärischen von russischen Besatzungskräften verstärkt werden, die aus Überzeugung mitmachen.

Gleichzeitig prangern int. Menschenrechtsorg an, dass im Krieg zahllose Kinder gefoltert, sexuell missbraucht, verschleppt und getötet werden. Fast 500 Kinder sollen in Folge des Krieges gestorben sein.

Afrika

Außenmin Lawrov tourt derzeit durch Afrika. Mit Somalia soll eine Militärbasis  vereinbart worden sein, nicht nur wichtig für Kriegsschiffe, sondern auch für den Schmuggeln von dual use Gütern und Gold.

V.a. in der Sahelzone scheint Ru erfolgreich vorzudringen, in dem es Regierungen gegen Islamistischen schützt, während der Westen immer mehr das Nachsehen hat. Z.B. Mali und Bukina Faso. Ru beutet wohl auch Minen aus. Wagner-Truppen sollen sich angeblich weitgehend aus afrikanischen Goldminen finanzieren.  Auch an Lithium-Ausbeute (Batterien) besteht ein großes Interesse.

Kachowka-Stausee

Es droht weiterhin eine Öko und evtl. Atomkatastrophe, wenn der Stausee am Djnepr, nördlich von Cherson, weiter fällt. Die Ru, die dem Damm beherrschen, lassen das Wasser ab. Abgesehen dass Fische und Lai absterben, droht Tausenden Ukrainern Wassermangel. Im schlimmsten Fall kann auch die Kühlung des AKW Zap ausfallen. 

Ru Quelle behaupten, dies sei nur die normale Frühjahrsentleerung. Die Wasserreservoirs der Krim wurden gefüllt. Der Streit um das Wasser  war eine Quelle der Streitigkeiten mit der Ukraine.

AKW-Zap wird Militärbastion

Im AKW ZAp sollen in den Luftschutzbunkern 600 Militärs einquartiert sein, auf einem Containment wurde ein MG installiert. In der umgebenden Stadt Energodar gab es eine Partisanenangriff auf ru Militärs. Die IAEA wurde gehindert, ihr Personal auszutauschen, das seit Monaten im AKW zur Beobachtung ist.

 

Das Geld wird knapper

Der Krieg in der Ukraine richtet weltweit durch direkte und indirekte Kosten (Sanktionen, Lieferengpässe, Kostensteigerungen) einen Schaden von 1,6 Billionen Dollar an, wie eine neue Studie errechnet. Mich kostet er nach Berechnungen des DIW 2000,-€ im Jahr, wie im Durchschnitt alle Deutschen. Ich könnte mir vorstellen, das Geld besser auszugeben, aber ok, wenn es sein muss. Aber es gibt Menschen, die können sich das nicht leisten. Die Frage also ist, wie werden die Lasten verteilt, damit die Gesellschaften das aushalten können und nicht das passiert, worauf Putin spekuliert, das Zerreißen der westlichen Gesellschaften.

 

Wird Belarus richtig russisch?

Ein angebliches Geheimpapier aus dem Kreml sorgt für Furore. Angeblich soll Belarus in den kommenden Jahren Ru einverleibt werden. Allerdings ist die immer stärkere Integration von Belarus seit Jahren offizielle ru Regierungspolitik. Und ohne Putins Hilfe hätte Luka die Protestwelle vor zwei Jahren kaum überstanden.

 

Rüstungslieferungen nach Russland: Iran wichtiger als China?

Ob China liefert, wie die USA  vermuten, ist nicht ganz klar. Offenkundig setzt die RA chinesische Kleindrohnen ein, die mit Minibomben nachgerüstet werden. Aber das sind kommerzielle Drohnen, die UA macht das gleiche. Angeblich sollen von China wohl über Nordkorea auch Chips und dual use produkte gehandelt werden.

Als gesichert gilt, das Nordkorea Munition und Ausrüstung (Uniformen, Schusssichere Westen) liefert.

Die größten Waffendeals scheint Ru mit dem Irand abzuwickeln. Dies zum beiderseitigen Vorteil. Der Iran liefert Kampfdrohnen und Raketen, Russland Kampfflugzeuge. Mit Hilfe von Satellitenbildern wurden erst kürzlich neugebaute Stellungen für derartige Flugzeuge im Iran identifiziert. Die Ua hat auch immer wieder iranische Drohnenexperten/ausbilder bei den ru Angreifern identifiziert.

Zur Iran-Russlandbeziehung neu auf H-und-G.info:

Positionen Irans zum Krieg Putins gegen die Ukraine

Von Harald Möller, November 2022

http://h-und-g.info/default-title-2/default-title-12

 

Korruption

Vor kurzem wurde der Gouverneu von Dnipro wegen Korruptionsvorwürfen entlassen. Die jetzige Liste der Vorwürfe ist aufschlussreich und zeigt, dass Hilfslieferungen abgesichert werden müssen.

Vorwürfe:

Unterschlagung von Laptops, die als humanitäre Hilfe geliefert wurden

Unregelmäßigkeiten bim Verkauf von beschlagnahmten Weizen

„Hilfen“ bei illegaler Ausreise aus der Ukraine

Unterschlagung von kugelsicheren Westen, die als Hilfsgüter kamen

Unterschlagung von SUVs, die als Hilfsgüter kamen

Verstärkter Cyberwar. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 15.-18.1. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Ballons und Raketen

Welche Offensive wann?

Wird Bakmut geräumt?

Was passiert am 24.2.? Energiekrieg gekontert, aber nicht gewonnen

Fragile Nachbarstaaten Moldavien und Georgien

Politische nicht analytische Statements der Briten zu Flugzeugen

 

Ballon ist nicht gleich Ballon- Rakete nicht gleich Rakete

Die Ballons, die vor zwei Tagen über Kiev auftauchten, sind wahrscheinlich reine Dummies, die mit Reflektoren bestückt sind, um die Aufmerksamkeit der Luftabwehr zur erzielen. Damit soll die Luftabwehr der UA ausgekundschaftet werden. Bisher geschah das durch Drohnenangriffe und Raketen mit falschen Zielen, die teilweise nicht mit Sprengköpfen bestückt waren. Ballons sind billiger.

Auch wenn die UA sich rühmt, die meisten Raketen abzufangen, ist dies nur bedingt richtig. Die UA ist zu groß, die Luftabwehr zu schwach, um flächendeckend agieren zu können. Geschützt ist v.a. Kiew und manche neuralgische Punkte. Zudem gelingt es der UA nicht, Superschallraketen und bestimmte balistische Raketen abzufangen, da ihr die entsprechenden Abwehrwaffen fehlen. Die UA bleibt also verwundbar.

Luftangriff am 24.2.?

Der Luftangriff von vorgestern war atypisch. Er kam deutlich früher als die Großangriffe normaler Weise. Er wurde nur mit „halber“ Kraft gefahren. Es wurden zwar einige wichtige Infrastruktur- und Militärindustrielle Einrichtungen getroffen, aber m.E. diente dieser Angriff v.a. der Vorbereitung eines Großangriffs in der kommenden Woche zum Jahrestag des Kriegsbeginns, wo die Russen zeigen wollen, „was sie können.“ Ihre Kenntnisse über die ua Engergieversorgung ist beängstigend. Sie eskalieren den Energiekrieg derzeit, indem stärker die Turbinentechnik selber und nicht nur die Umspanntechnik angegriffen wird, was zu deutlich nachhaltigeren Ausfällen führt. Angriffe im Westen sollen die Transportlogistik für den Westwaffennachschub verlangsamen. 

Offensiven

Eigentlich hat Russland den Zeitpunkt für eine richtige Großoffensive schon verpasst. Es beginnt zu tauen und bis auf Nachtfröste sind größere Frostperioden laut derzeitiger Wetterprognosen nicht mehr zu erwarten.

Im Gegenteil, falls die RA versucht irgendwo mit schnellem Gerät vorzudringen, läuft sie Gefahr, stecken zu bleiben und niedergemacht zu werden.

Es dürfte also beim „Grinding“ bleiben, beim verlustreichen Versuch mit kleinen Angriffen und massivem Artillerieeinsatz die UA zu zermürben. Die Frage ist nur, wer wen zermürbt. Angeblich soll die UA zumindest bei Uledar inzwischen Schwierigkeiten haben, den bisherigen Druck aufrechtzuerhalten.

Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass das große Kräftemessen, möglicherweise sogar eine Kriegsvorentscheidung im Frühjahr/Sommer bis Herbst stattfinden wird. Die RA dürfte versuchen über Luhansk und Donbas, evtl. vom Norden aus Russland anzugreifen, die UA eher von Sapporischschja. Wenn die UA diese Schlacht gewinnt, könnte es auch ein Zeitfenster für Verhandlungen geben. Wenn der Westen sich bei der Waffenfrage weiterhin ausmehrt, wird er diese Chance vermasseln.

 Räumt die UA Bakmut?

Die Aufforderung an die Rest-Zivilbevölkerung, B. zu evakuieren, könnte ein Indiz dafür sein, dass sich die UA auf eine Räumung der Stadt einstellt. Die ua Kräfte wurden zwar verstärkt, aber nur im Süden gelingt es der UA die RA zurückzudrängen. Im Norden umzingelt die RA die Stadt weiter. Es gibt auch an mehreren Stellen Kämpfe in der Stadt (aber noch nicht Innenstadt) .

Der ua Kommandeur gilt als extrem flexibel. Hält er die Stadt? Wenn die Stadt aufgegeben wird, dann nur wenn eine zweite Verteidigungslinie steht, die die Eroberung von Kramatorsk (derzeitige Hauptstadt von Donetzk) und den Durchbruch Richtung Westen verhindert.

Cyberkrieg

Russland wird möglicherweise den Cyberkrieg ausweiten. Darauf weisen ru Quellen hin. Er wird von mehreren „privaten“ Zentren aus geführt, die nach westlichen Erkenntnissen mit dem FSB und dem GRU in Verbindung stehen. Die Angriffe zielen v.a. auf UA Infrastruktur und westlichen Sicherheitsbehörden ab. Sie dienen der Lahmlegung und Informationsgewinnung.

 

 

Wird Kadyrov das Maul gestopft?

Eine merlwürdige Geste läßt aufhorchen. Prigoshin/Wagner brachte einem tscheteschn Militär einen Vorschlaghammer im Instrumentenkasten. Auszeichnung oder Warnung?

 Russisches Öl gedrosselt, rumänisches fließt

Die Ru Ölförderung ist deutlich gedrosselt worden. Nach westlichen Erkenntnissen, nicht um den Preis anzuheben, sondern weil auf Grund der Sanktionen nicht zu verkaufen. Das ru Staatsdefizit ist beträchtlich gestiegen. Um die Inflation weiter einzudämmen, soll es offenbar durch  neue Steuern, v.a. bei Oligarchen, gestopft werden. Russland blutet für den Krieg, aber langsam.

Laut ru Quellen sprudelt es dafrü umsomehr aus rumänischen Quellen und Raffinerien. Rumänien soll ein Hauptversorger der UA geworden sein. Möglicherweise sogar unter Verwendung von ru Öl. (Das erklärt auch den Angriff auf die Eisenbahnbrücke bei Odessa).

Energiekrieg

Nicht gewonnen, aber bisher eingedämmt. So die Bilanz nach dem letzten Großangriff. Der UA ist es gelungen durch clevere Steuerungsmaßnahmen, Energiesparen (Sparlampen, Konsum, etc. ) und Substitution mit Generatoren die Folgen der Angriffe zu mildern. Notfalls kann auch Strom importiert werden, da sich die UA im Krieg mit dem europäischen Netz synchronisiert hat.  (und vom ru abgekoppelt hat). Aber die Lage bleibt extrem labil, da die UA überall am Rande ihrer Kapazitäten fahren muss.

 

Wird Moldavien destabilisiert?

Offenbar gibt es von mehreren Seiten Informationen, die befürchten lassen, dass Moldavien destabilisiert werden soll. Angeblich sickern Agenten ein, so aus Serbien und Montenegro. Vielleicht passt auch damit zusammen, dass Wagner-Soldaten vermehrt in Serbien auftauchen sollen

Georgen russisches Eldorado?

Tausende russische Konten wurden in Georgien im letzten Jahr eröffnet, der Transfer ist enorm. Dies kann Kapitalflucht aus Russland, aber auch Destabilisierung von Georgien bedeuten.

UA- Selenski-Land?

Kritik gibt es in der Ua an der Rolle des Sicherheitsrates von Selenski, der immer stärker geworden ist, und auch ins zivile Leben eingreift (Enteigungen, Kirchenkampf)

 

Kirchenkampf geht weiter

Ein Priester der russlandtreuen OK ist zu 7 (!) Jahre verurteilt worden, weil er Propaganda für das separatistischen Referendum im September gemacht hat. Ein anderer Priesterkollaborateut, der festgenommen war, wurde im letzten Gefangenenaustausch gegen ca 100 Ukrainer, darunter ASOW-Stal –Kämpfer, ausgetauscht.

Auf ru Seite werden in den besetzen Gebieten Kirchen jenseits der russisch-orthodoxen bekämpft und eingeschränkt.

Politische, nicht analytische Statements der Briten zu Flugzeugen

Die Behauptung der Briten, die ru Luftwaffe sei nicht wirksam, ist Unsinn und dient offenbar dazu die Zögerlichkeit bei Zusagen zur Lieferung von Flugzeugen an die UA zu bemänteln.

In der täglichen Routine gibt es deutlich mehr Luftangriffe als Raketenangriffe (abgesehen von Mehrfachraketenwerfern). Auch bei den Großangriffen sind regelmäßig Bomber aus Russland mit Mittelstreckenraketen dabei. Es ist zwar richtig, dass die RA es nicht geschafft hat, in den ersten Kriegstagen Luftwaffe und Abwehr komplett zu zerstören. Aber russ Kampfflugzeuge und Kampfhubschrauber unterstützten täglich Angriffe an der Front, indem sie parallel zur Front fliegen und ua Stellungen beschießen. Fehlende Flugzeuge auf Seiten der UA können zwar teilweise durch Luftabwehr und longdistance Artillerie kompensiert werden, aber der Wunsch der Ua nach Flugzeugen ist verständlich. Polen wäre wohl zur MIG-Lieferung bereit.

 

 

 

Kann die ukrainische Front zerbrechen? H-und-G.info. Ukraine-Monitoring. 21.-24.2.2021 ca. 6.00 Uhr

 

Glaubenskrieg um Panzer verkürzt

Korruption ist Alltag-aber fake-news auch

Hat Panzerknacker-Armee (Wagner) Zenith überschritten? Nicht mehr genug Kanonenfutter in russischen Knästen

In Drachenzahnland (besetzte Gebiete) geht die Angst um

 

Kann die ukrainische Front zerbrechen?

Die Lage der Ukrainer ist möglicherweise prekärer als oftmals gezeichnet. Der zweite Teil der ru Massenmobilisierung greift, bisher ist nicht festzustellen, dass Russland Munition, Waffen und Raketen ausgehen, anders als v.a. englischsprachige Analysten immer wieder behauptet haben. Zu beobachten ist, die Russen haben ihren Beschuss teilweise kontingentiert, sie kaufen im Ausland und fahren (an sich zu spät, aber immerhin) ihre Rüstungsindustrie hoch. Und sie haben trotz Verlusten immer noch deutlich mehr Waffen aller Art als die Ukrainer. Und Massen von Männern, die sie opfern.

 

In den letzten Tagen und Wochen wurde die heiße Front wieder verbreitert. Truppenbewegungen in Belarus, an der Grenze von Russland und östlich von Charkiw haben die UA gezwungen, ihre Kräfte im Norden zu verstärken. Wegen des Kamikaze-Einsatzes der Wagner-Truppen musste die UA ihre Präsenz im Donbas verstärken. Dies zu Lasten der Kräfte in Zaporischschja, wo eigentlich eine (Zwischen)Offensive geplant war. Dort greift die RA jetzt an mehreren Stellen an. Die Ra steht nur  ca. 15-20 km vor Zaporischschja-City. Auch wenn die Front sich kaum geändert hat, halten die vielen Hotspots die UA auf Trab, sie läuft Gefahr, sich zu verzetteln. Das Blatt droht sich zu wenden.

 

Offenbar hat die Ua auch Logistikschwierigkeiten

-Die Angriffe auf die Infrastruktur haben vermutlich den Nachschub aus dem Westen und aus der eigenen Militärproduktion verlangsamt

-schwierig soll laut ru Quellen inzwischen die Lage in Bakmut sein, da die Verkehrswege inzwischen derart stark von der RA beschossen werden, dass es an Treibstoff und Munition fehlt.

-da in Bakmut viele ua Einheiten von einem Dutzend Bataillonen im Einsatz sind, soll es (laut I.Ponomarenko) Koordinierungsschwierigkeiten geben.

-auffällig ist auch, dass es zwar Nachrichten über Depotbeschüsse mit Hymars-Raketen in Cherson/Zap gibt, nicht aber in Soldar-Bakmut. Offenbar fehlen dort auch schwere Waffen

-Laut ru Quellen soll die UA dreistellige Verluste täglich (!) haben, was plausibel ist.

-die RA rückt in Soledar und Bakmut nachweislich voran, damit könnte im Norden Siversk unter Druck kommen, wenn Siversk fällt, gibt es Schwierigkeiten an der Front zur Widereroberung von Luhansk; falls Bakmut nicht zu halten sein sollte, könnten sich ru Armeekeile Richtung Kramatorsk (derzeitiges Zentrum vom ua Donbas) und Richtung Westen schieben, Orte, die jetzt schon unter ru Raketenbeschuss sind.

 

Es ist also nicht ausgeschlossen, das die RA eine Zwischenoffensive in der kommenden Frostperiode (25.Januar plus ca 10 Tage), flankiert von einem Luftgroßangriff wagt. Und es ist nicht gesichert, dass die UA das gut übersteht. Auf jeden Fall ist zu erwarten, dass im April-Mai eine (dann durch weitere Mobs angereicherte) ru Offensive kommt. Es ist angesichts der westlichen Waffendebatten keineswegs gesichert, dass die UA hierbei als Sieger vom Platz geht.

 

 

Glaubenskrieg um Panzer

 

Was würden Sie von einem Verteidigungsminister halten, der 2 Tage nach Amtsangriff ein (durchaus Risikobehaftete) Großwaffenlieferung ankündigt? Richtig, man würde ihn für eine Pfeife halten, der nachplappert, was Kanzler und seine Bundeswehr ihm auf den Zettel geschrieben haben.

Dass sich der Verteidigungsminister selber ein Bild machen will, ist daher legitim. Dass parallel Logistikvorbereitungen laufen, vorsorglich. Die Panzerzählung ist auch sinnvoll. Denn die UA meint, sie brauche 300 Panzer (eigentlich sofort), die deutsche Industrie kann sie aber nicht liefern. Also müssen die 300 plus Logistik in ganz Europa zusammengekratzt werden. Und darin liegt wohl derzeit das eigentliche Problem. Außer den Polen wollen die meisten wohl noch nicht so recht mitspielen. Den UA nützen aber nicht 12 Polenpanzer (die zudem noch die Nato-Usancen überstrapazieren dürften, wonach Deutschland ein Einspruchsrechts hat), sie brauchen mehrere Dutzend.

 

USA gespaltene Politik.

Warum liefern die USA keine Abraham-Panzer und v.a. nicht mehr Hymars und Hymars mit Raketen längerer Reichweite? Die UA hätte sich mit derartigen Waffen in den letzte Wochen wesentlich besser schlagen können, aber die USA hat die Zahl der Hymars begrenzt und gibt auch nur Raketen mit ca. 80 km Reichweite nicht die besseren mit 150 km. Warum sperrt sich Biden gegen derartige Lieferungen. Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Argumente könnten sein:

-die USA sind mit Russland (wie in Syrien) im Gespräch und haben Zusagen gemacht, ihr Engagement zu begrenzen.

-die USA sehen China als Hauptbedrohung und begrenzen ihr Engagement in der UA

-den USA erscheint der Einsatz von Hightechwaffen zu riskant (Russen nicht provozieren, Rüstungsgeheimnisse nicht preisgeben)

-die USA meinen die Europäer, speziell die Deutschen, sollten sich mehr militärisch um Europa kümmern (Nato-Führungsmacht in EU)

Insofern ist der Versuch von Scholz, die USA an diesem Punkt auszutesten, ebenso interessant, wie die Reaktionen darauf.

 

Insgesamt wird die deutsche Panzerdebatte m.E. viel zu eng geführt. Es bleibt aber dabei, die UA braucht auf mehreren Ebene Hilfe, wenn sie nicht absaufen soll. Und zwar sehr schnell. Aber: Es fehlt dem Westen jegliche erkennbare Exitstrategie für diese Rüstungsspirale.

 

 

 

Korruption ist nicht die Ausnahme, es ist der Alltag in der Ukraine-aber Vorsicht bei Fake-news

 

Wenn in deutschen Medien von K. in der UA die Rede ist, denkt man an Einzelfälle. In Wirklichkeit sind diese nur die Spitze des Eisberges. Wer sein Kind an die höhere Schule bringen will, muss ein Bakschisch zahlen, wer mit einem teuren Auto von A nach B will, wird unterwegs von der Polizei abgezockt, an der Grenze sind die größten Wohnhäuser, die der Zöllner, und und und. Es ist das Drama eines Landes in der Transformation, in der man von normalen Gehältern kaum leben konnte/kann und „Zuverdienste“ benötigte, um etwas aus dem Schlamm zu kommen, nachhelfen musste, damit die Verwaltung überhaupt arbeitet. Die Politiker-Schicht ist zu nicht geringen Teilen auch kommerziell tätig, denn es gibt keine Parteien, die den Aufstieg (und Fall) von Politikern ausreichend absichern können, also keine Beurfspolitiker, sie müssen sich um sich selbst kümmern. Der Aufstieg in die Politik dient zudem teilweise nur die Absicherung der eigenen Interessen. Ein MP Poroschenko hatte keine Skrupel bei Entscheidungen für ausländische Investoren, die Hand für seine politische Bewegung aufzuhalten, möglicherweise hatte er nicht einmal ein Unrechtsbewusstsein. Selensky soll seinen Wahlkampf mit Hilfe eines Oligarchen bestritten haben, der allerdings inzwischen wegen Korruption verfolgt wird.

 

Dass jetzt auf einmal von Korruption in der UA die Rede ist, kann nicht wirklich erstaunen, aber Vorsicht: es könnten auch fake news sein. Russische Blogger versuchen sich auf das Thema einzuschießen.

 

Fest steht, es vergeht fast keine Woche, in der nicht in UA-Medien von schweren Korruptionsfällen die Rede ist. Nur eine Auswahl jenseits der beiden derzeit diskutierten Themen (Armee, Aufbauministerium)

-beschlagnahmte Güter von pro Russen wurden unterschlagen

-gegen mindestens einen Gouverneur wird wegen Unterschlagung ermittelt.

-der ehemalige Chef des größten Gasunternehmens musste wegen Korruptionsvorwürfen gehen

-der stellvertretende Generalstaatsanwalt musste seinen Hut nehmen

-an der Grenze gibt es Schlepperorganisationen, die Wehrpflichtige ins Ausland bringen

-in den Städten gibt es eine örtliche Maffia, die auch Waffenhandel treibt

-die oberste Kammer des Kiewer Verwaltungsgerichtes musste wegen Korruption aufgelöst werden, die Neubesetzung wird von NGOs wegen Korruptionsnähe kritisiert

 

Nach Angaben von ru Bloggern gibt es Korruption auch in Militärreparaturbetrieben, die überhöhte Rechnungen stellen, sie behaupten dass vier Gouverneure und der stellvertretende Stabsschef von Selensky zurücktreten würden.

 

Ob es bei der Armeeversorgung Korruption großen Stils gibt, ausgeschlossen ist es nicht. Verteidigungsminister Resnikow war (ich kenne ihn daher persönlich) in der Kiewer Stadtverwaltung als ein Stellvertreter Klitschkos gegen Korruption engagiert, aber auch die Kiewer Stadtverwaltung machte in dieser Beziehung wohl nur begrenzte Fortschritte.

 

Die Bekämpfung der Korruption, die sich (nur) teilweise verbessert hat, ist eine entscheide Frage für die weitere internationale Unterstützung der UA.

 

Panzerknacker sterben

Die Verluste der Wagner-Truppe sollen laut einem ru NGO enorm sein. V.a. von den 10.000en rekrutierten Häftlingen soll die Mehrheit tot, schwer verletzt, desertiert, gefangen oder mit Waffen nach Russland geflüchtet sein. Sie wurden/werden im Donbas als Kanonenfutter in die Schlacht geschickt. Faktische Todesstrafe statt Gnadenerlass. Wagner-Chef Prigoschin könnte damit seinen Zenit überschritten haben. In der kommenden Kriegsphase werden eher die Massenmobilisierten und damit die reguläre Armee eine Rolle spielen. Vermutlich rührt auch daher Putins Stärkung der traditionellen Armeeführung (Gerassimow) her.

 

 

Drachenzahnland

Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen den örtlichen Besatzergruppen, sie konkurrieren um Einfluss und Pfründe. Z.B. die einheimischen Kollaborateure gegen die russischen Besatzer.

In Teilen der besetzten Gebiete gibt es Schwierigkeiten bei der Pensionsauszahlung. Das Geld ist nicht da.

Probleme gibt es nach wie vor mit der Fernheizung

Im Donbas wurde jetzt der FSB als dominierendes und in Russland integriertes Sicherheitsorgan etabliert.

Wegen der Partisanenangriffe, versuchen Besatzer möglichst oft auch nachts an anderen Orten u.a. auf der Krim zu sein, sogar zu übernachten.

 

Verletztung von Nato-Territorium durch Luftangriff? H-und-G.info Ukraine Monitoring 8.-11.2.2023 ca 6 Uhr

 

Offensive ja oder nein?

AKW Zap-Lage instabil

Niederlage bei Vuledar

Folgen des Luftangriffes: neue Ziele

Russen sprengen wichtige Eisenbahnbrücke

 

 

Luftangriffe

Die Luftangriffe gestern unterschieden sich nicht grundsätzlich von den 13 davor seit September. (ZDF irrt in diesem Punkt). Es war eine Kombination von ca 100 Raketen und x Drohnen und Luftangriffen. Er kam wohl in drei Wellen. Von den eigentlichen Raketen sollen ca 15% abgeschossen worden sein, von den Drohnen mehrere, aber nicht alle. Die Abschussrate liegt im bisherigen guten Bereich, ist aber nicht wirklich signifikant, da die RA die ukrainische Seite immer mit Geschossen antäuscht, um die Luftabwehr zu identifizieren, zu umgehen, auszuschalten. Es ist also nicht einmal sicher, dass alle Raketen mit Köpfen scharf sind.

Trotz der hohen Luftabwehrerfolge, sind die Schäden der Treffer beträchtlich. V.a. bei der Elektrizitätsversorgung. V.a. in Charkiv.

 

Das Neue sind die Ziele. Vorrangig wurden diesmal offenbar Maschinenwerke von Kraftwerken angepeilt, nicht mehr überwiegend Umspannstationen. Die Schäden hier, sind schwieriger und nur langfristig zu beheben. So ist in Charkiv, wo wohl ein Kraftwerk schwer (CHP 5) getroffen wurden, der Schaden so groß, dass immer noch 150.000 ohne Strom sind. Schwierig dürfte es auch in Odessa sein, wo zum wiederholten Mal ein Umspannwerk getroffen wurde.

 

Allerdings scheint die UA besser in der Lage zu sein, die Folgen der Treffer –das bestätigt die bisherigen H-und-G.info Analysen- die Folgen abzupuffern. U.a. durch Hilfsgeneratoren und (vorübergehende) Einsparmaßnahmen. Vieles waren präventive Notabschaltungen bzw. Absenkungen in zwei AKW. Der Eisenbahnverkehr war vergleichsweise geringfügig eingeschränkt, wohl auch durch den Einsatz von Dieselfahrzeugen. „Aufgrund des Stromausfalls in bestimmten Teilen der Ukraine haben 5 von 65 Ukrzaliznytsia-Flügen eine Verspätung von 5 Minuten oder mehr und 3 weitere Züge haben eine Verspätung von mehr als einer halben Stunde.“

Verletzung des Natoluftraumes?

Die UA behauptet, eine ru Rakete vom schwarzen Meer habe rumänisches und moldavisches Gebiet überflogen. Rumänien dementiert, spricht von Grenznähe, die UA beharrt auf ihrer Sicht. Parallel verkündete ein russischer Diplomat, dass die Informationskanäle zur Nato funktionierten. Es gibt auch aus diffusen westlichen Kreisen die Information, dass man nicht glaube, dass Putin die Nator angreifen wolle.

 

Offensive ja oder nein?

Jein. Faktisch hat zumindest die erste oder zweite Phase einer Offensive schon begonnen. Zunächst wurden mit Kleinangriffen an verschiedenen Stellen der Front die Schwächen der Gegenseite ausgetestet, dann startete man größere Angriffe, aber bisher noch nicht eine wirkliche Großoffensive konzentriert an einer Stelle.

 

„Grinding“; zermahlen nennen die Russen das. Man dringt vor, wenn auch mit großen Verlusten, gräbt sich ein. Versucht dem Feind viele Verluste beizubringen.

Offenbar wurde die ru Taktik auch verändert, es wird einer in kleinen Gruppen angegriffen, die RA kopiert die UA. Auch scheint die Koordination zwischen Infantrie, Artillerie und Luftwaffe mancherorts besser zu klappen. Vielleicht auch weil Wagner als Substruktur über alle drei System verfügt und schneller disponieren kann.

 

Ukrainische Gouverneuere aus dem Fronbereicht, sprechen davon, dass sie in der Defensive seien, dass die Lage schwierig sei, die Russen in die Offensive gingen.

 

Unter ru Bloggern wird zwar auch vom Beginn der Offensive im Donbas und an der Nordgrenze zu Russland gesprochen, aber nicht eindeutig.

 

 

Bisher hat die Ra aber noch nicht die Hauptmasse ihrer Neumobilisieren an die Front geworfen. Allein bei Mariupol sind 30.000 in Reserve, andere in Russland an der Grenze. Ob das taktische Gründe hat, oder schlicht die Ausrüstung fehlt, ist unklar.

Allmählich läuft der RA für eine evtl. Großoffensive die Zeit davon. Derzeit ist eine Frostperiode (in Kramators tagsüber -5-10), das dürfte sich aber im März ändern.

 

Die verheerende Niederlage eines ru Angriffs bei Vuledar,

bei der mehr als 30 Panzer und mehrer hundert Personen zerstört worden seien, darunter Elitesoldaten (Speznaz, Marine), wird von manchen als das Scheitern der Offensive gewertet.

 

 

Neuralgische Punkte sind

 

-Grenze der UA zu Russland im Nordosten (Gefahr eines Einmarsches)

-Region Luhansk/Charkiw (Kampfe v.a. an zwei Stellen)

-Region Donbas (Bakmut-Einkreisung, Kämpfe westlich von Donetzk Stadt, Vuhledar)

-Region Zaporischschja (an mehreren Stellen)

-Region Cherson (Beschuss des Westufers, um UA zu binden)

 

Vermutlich gibt es das politische Ziel Putins, die Grenzen des Donbas (Luhansk und Donetzk) bis Ende März zu erobern, womit er ein Zwischenziel erreicht hätte.

 

AKW Zap

 

Lage extrem angespannt, die ru Besatzer haben teilweise Angestellte vertrieben, die keine ru Arbeitsverträge unterschreiben wollen. Statt dessen werden in der Region Hilfskräfte und aus Russland Fachleute herangeholt. Diese sind aber nicht speziell auf den Reaktor trainiert. Die UA Mitarbeiter des Simulators weigern sich, sie einzuarbeiten.

 

 

Russen sprengen wichtige Eisenbahnbrücke

 

Nach ru Angaben wurden mit Unterwasserdrohnen eine wichtige Eisenbahnbrücke westlich von Odessa am Dnester-Delta getroffen. Bisher waren derartige Angriffe wohl nicht bekannt.

Rätselraten um Resnivkow. H-und-G.info Ukraine Monitoring 5.-7.2.2023 ca 6 Uhr

Bakmut kaum zu halten-Niederlage auch für den Westen

Beide Seiten mobilisieren

Hat der Westen überhaupt eine Plane. Ukraine fordert Disintegration von Russland

Drachenzahnland wird zwangsrussifiziert

Chips aus China-Sanktionen ambivalent

Hat Ukraine den Luftkrieg gewonnen?

 

Rätselraten um Resnivkov

Widersprüchliche Meldungen gibt es um eine Ersetzung des ua Verteidigungsministers. Angeblich soll er durch den Chef der Militärspionage ersetzt und auf den Posten eines Industrieministers (vermutlich R