nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

H-und-G.info Monitoring (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

H-und-G.info Monitoring 24. 5. ca 6.00

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

 

Krieg wird immer schlimmer, Russland mobilisiert immer mehr Kräfte

Humanitäre Lage in Luhansk prekär, Beschuss von Evakuierungsfahrzeugen

Defizite bei ukrainischen Luftabwehr tötet ua Soldaten

Russische Veteranen wollen Krieg ausdehnen.

Biden spricht von Weltkrise

 

 

Kriegsgeschehen

Auch wenn es kaum vorstellbar ist: Die RA intensiviert ihre Angriffe v.a. in Luhansk, aber auch andernorts z.B. im Südwesten der UA. Nach ua Angaben sollen 25 (!) taktische Gruppen allein in der Region Sjewjerodonetzk im Einsatz sein. Im Gegensatz zu früher rechnet die Ua aber nur noch mit 500 Soldaten pro Einheit. (früher ging man von 600-1000 aus), d.h. aus taktischen Gründen oder aus Soldatenmangel sind die BTG kleiner geworden.

Die westlichen Analysten schönen -warum auch immer- das Bild. Rest-Luhansk ist ernsthaft bedroht. Die Ru Truppen und Kadyrev sind in Sjewjerodonetzk eingedrungen, eine Stadt in Ruinen, die aber noch von der UA gehalten wird. Die Verwaltung warnte Bürger auf die Straße zu gehen. Es ist fast wie einst in Mariupol. Die einzige Straße in die Kern-UA wird beschossen, wenn noch eine Brücke fällt, ist die Stadt abgeschnitten, damit sind evtl auch Teile der UA in Gefahr. Es gibt Probleme mit Kollaborateuren, die Koordinaten verraten.

Es gibt in der Region von Charkiv (Nord/Ost/Süd), Luhansk und an anderen Orten ru „Fortschritte“, aber keine wirklichen Durchbrüche. V.A. kommt die RA nicht „zu Fuss“ über den Donetzk Fluss. Sie schießt aber über den Fluss und die M3 (was westliche Quellen bagatellisieren) und trifft ständig Infrastruktur, zivile Einrichtungen und ua Stellungen (!). Die Verluste der RA dürften zwar deutlich höher sein, die der UA dürften aber auch hoch (!) sein.

Kriegsausweitung -russische Kritik an Putin

Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, es gibt Schlimmere als Putin. Laut ISW (US) hat eine wichtige ru Veteranen-vereinigung kritisiert, dass P. noch keine Mobilmachung verkündet und den Krieg ausgerufen hat. Es sei keine Spezialoperation, sondern ein Krieg „for Russia’s historic territories and existence in the world order“ . Die Veteranen fordern eine Mobilmachung zumindest in den ru westlichen Grenzregionen, eine Verstärkung des Krieges und Todesstrafe für Desertierte (!). Letzteres ist ein Indiz, dass es solche Probleme verstärkt gibt. In einem derart fomierten System wie Putins Russland ist davon auszugehen, das ein derartiger Aufruf bald von Putin „erhört“ wird- (So lief das im Kommunismus auch: Leserbrief der Werktätigen- die Partei folgt dem Ruf des Proletariats)

Andererseit: Russische Un Diplomat quittiert aus Scham den Dienst. Es gibt sie noch: die anderen Russen

Waffen

-Ru baut offenbar eine Art Iskander-Raketenschirm (ich verstehe davon nichts) in Belarus, Krim, Ru sind derartige Aufstellungen und Produktionsausweitungen festzustellen.

-Tschechien liefert schwere Waffen (u.a. Hubschrauber, Panzer)-.

-Offenbar gibt es Schwächen bei der ua Luftabwehr. Nach wie vor kaum Abschüsse von Flugzeugen, trotz ru Angriffen. Selenskji fordert nicht zufällig, Luftabwehrsysteme (und Flugzeuge)

 

Wirtschaft/Sanktionen

 

-UA muss Salz importieren, weil die weltweit größte Salzfabrik kriegsbedingt die Produktion einstellen musste.

-Ru versucht Hafen von Mariupol wiederherzustellen, zudem Eisenbahnlinien Richtung RU/DNR, u.a. um fertigen gewalzten Stahl und Getreide zu „stehlen“. UA Experten sind skeptisch, ob Hafen schnell von Minen und Wracks (absichtlich von ua versenkt) gereinigt werden kann. Hafen auch militärisch als Nachschubbasis wichtig.

-Baltikum will Initiative gegen Hafenblockaden und Getreideexportbehinderung unternehmen.

-Ölboybott steht offenbar kurz bevor (Habeck), Selenskij fordert Boykottausweitung, immerhin verläßt jetzt Starbaucks Russland

-laut Kuleba sind aber noch ca. 450 Firmen in Ru tätig

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

-Ru wirf laut ua Angaben Fassbomben und jet-Bomben (weiss nicht, was das ist)

-Charkiv Außenbezirke und Vororte von Raketenwerfern beschossen

-Mariupol: ohne Filtrierungspapiere kann man sich nicht in der Stadt bewegen, es werden laut ua weiterhin Bürger nach Ru „verschleppt“

-laut UA Regierung wird die sozioökonomischen Lage in den besetzten Gebieten immer schlimmer

-in Cherson-Region lenkten ru „Evakuierung“ über verminte Straßen, mehrere tote, auch Kinder

 

Mariupol-Bunker

-Es sollen laut ru Angaben (Schau)prozesse im Donbas u.a. in Mariupol selbst durchgeführt werden. (Im Donbas gibt es seit 2014 die Todesstrafe)

-keiner scheint genau zu wissen, wo die Gefangenen sind

-IRC hat aber Namenslisten und gibt Verwandten auf Befragen Auskunft

 

 

H-und-G.info Monitoring 23. 5. 

Sjewjerodonetzk in akuter Gefahr

Deutschland liefert (auch) schwere Waffen

Fassbomben, Filtierung und Verschleppung-Kriegsverbrechen sind russischen Routine

Sanktionen wirken auf ru Bewaffnung

hohe Verluste auf beiden Seiten, bei Ru deutlich höher

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die Stadt Sjewjerodonetzk könnte bald (anders als westliche Quellen prognostizierten) fallen. Nach der Zerstörung der zwei Hauptbrücken Richtung Westen, gibt es nur noch einen Versorgungs/Evakuierungs(Um)weg. Wenn dieser entfällt, ist S selbst nach ua Angaben kaum noch zu halten. Schon jetzt sind ru Panzer, also Bodentruppen (!), in den Außenbezirken von S. und beschießen die Innenstadt. Die UA spielt auf Zeit, weil sie weiß, wenn S fällt, macht die RA in Donetzk (wo der ru Fortschritt stagniert) weiter.

 

Der Ru Armee ist es bisher nur gelungen, südlich von Charkiv auf der Westseite der Sjevjerski-Donetzk-Flusses dauerhaft Fuß zu fassen. Bisher konnten Ponton-Brücken weiter südlich immer wieder zerstört werden. Aber die RA schießt über den Fluss und zerstört, zerstört...Die UA Verluste sind hoch.

 

Im Norden von Charkiv versucht die RA die Gegenoffensive zu stoppen bzw. aufzuhalten. Im Süden werden z.T. zweite Verteidigungslinien gegen die zu erwartende Ua Offensive erreichtet (mit Flugabwehr etc). Aber auch cverswuche unternommen die Grenzen der Cherson und Zaporiaschschja Oblasti zu erreichen.

 

Ansonsten Bombenterror wie immer, sogar westlich von Kiew. Die ua Seite berichtet offenbar gezielt unpräzisen. Die RA dürfte in der Regel direkt auf Infrastrultureinrichtungen aller Art zielen, zumal sie mit ihren Lenkwaffen sehr sparsam umgehen muss.

 

Flugabwehr

Offenbar hat die ua Flugabwehr Schwierigkeiten, Flugzeuge abzuschießen, die Rate ist derzeit gering, sei es das Ru weniger fliegt, oder hohe Flüge mit diffusem Bombardement oder Tiefflieger mit geringen Vorwarnzeiten nicht für die UA erreichbar sind. Offenbar hat sich die RA „erfolgreich“ auf die westlichen Flugabwehrwaffen eingestellt.

 

 

Verluste

Inzwischen hat Selenskj die hohen Verluste im donbas eingeräumt, von denen HuG berichtet hatte ca 50-100 Tote Soldaten/p.D.. Damit wären die von ua Seite angegebenen Verluste mehr als drei mal so hoch wie die der UA. Vermutlich deutlich höher, da in früheren Phasen die Verluste der UA geringer waren als derzeit.

 

Waffenlieferungen aus D.

 

Die deutsche Debatte ist sehr unpräzise. Dass keine schweren Waffen in die UA geliefert wurden, dürfte in dieser Schlichtheit so nicht stimmen. Schon vor Wochen hat die Ru prop Fotos von NVA-Panzern veröffentlicht, die per Zug von Breslau Richtung Ukraine transportiert wurden. Darunter die Unteschrift deutsch e Waffen. Dieses Video -Hug berichtete- war durchaus glaubwürdig. Der sog Ringtausch mit NVA-Waffen aus Polen, Tschechien, etc. war offenbar sehr schnell und effektiv und hilft der UA bei der Gegenoffensive, wo immer sie schon stattfindet. Auch der Satz, dass Kiev gefallen wäre, wenn sich die Ua auf Deutschland hätte verlassen müssen, ist in dieser Akzentuierung d. Parteipolemik. Die Waffenlieferungen des Westens erfolgt in Abstimmung und arbeitsteilig. D. hat die ganze Zeit (nach der Helm-“Kommödie“) Waffen aller Art an die UA geliefert, die für die Abwehr der ru Offensive durchaus nützlich und wirksam waren. Ob D. wirklich für die Wiedereroberung z.B. der Krim Waffen stellen sollte, ich kann es nur wiederholen, ist angesichts der hohen symbolischen Bedeutung für die Mehrheit der Russen (nicht nur von Putin, sondern der meisten Russen (!)) eine Frage, die sorgsame Diskussionen erfordert. Alles was man mit Sanktionen psychologisch erreichen wollte, könnte damit zunichte gemacht werden.)

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

 

-wie berichtet, werden von ru Seite immer wieder Faßbomben eingesetzt, jetzt sollen aus Syrien Spezialisten für diese Splitterwaffen, die teilweise von Hubschreiben abgeworfen werden, und sehr unpräzise streuen, in Russland eingetroffen sein. Je fieser die Waffen, desto wahrscheinlicher, dass Putin sie einsetzt

-katastrophal in Teilen von Luhansk

-Minen in den zurückeroberten Gebieten

-weiterhin werden Menschen aus Mariupol Richtung RU verschleppt. v.a. Alte, Frauen, Kinder

 

 

Wiederaufbau

Obwohl v.a. die Außenbezirke und Vororte von Charkiv immer wieder beschossen werden, beginnt der Wiederaufbau, bzw. hat er nie aufgehört. Minenräumung, Wiederherstellung von Infrastruktur, Geldautomaten, Handyverbindung. Die regionalen Gouverneure sind das Rückgrat des Überlebens der UA.

 

Besetzten Gebiete

In Mariupol darf man sowohl die Stadt wie den Kreis nur betreten und verlassen, wenn man einen Propusk hat, einen Passrschein, der nur für 3 Tage gilt. Um ihn zu bekommen, muss man in Mangush, Bezimennye, Nikolkoi oder an anderen Filtrierpunkten eine Sicherheitsüp über sich ergehen lassen. Dabei verschinden immer wieder Menschen.

 

In M werden aus ua Menschen Milizen zusammengestellt, die bei der Filtrierung helfen und v.a. Zivilangestellte und GD-Mitarbeitern aufspüren sollen

 

Partisanenkampf

bei einer Explosion in Zap Oblast ist ein Kollaborationsbürgermeister und sein Sicherheitsteam verletzt worden, ein Anschlag gilt als wahrscheinlich. )Der Übergang von Widerstand zu Selbstjustiz ist hier fließend.)

 

Sanktionen

Die ua Seite berichtet, dass Aeroflot-Flugzeuge nicht mehr fliegen, weil Ersatzteile fehlen. Wie mehrfach bericht, sind ru Flugzeuge von Westkomponenten, v.a. bei der Elektronik abhängig.

 

Die ua Seite berichtet, dass von RU beschädigte Panzer ausgeschlachtet werden müssen, um andere überhaupt reparieren zu können. Das erinnert an kommunistischen Zeiten, wo man drei Panzer brauchte, um einen betreiben zu können (laut Witz: einen für Ersatzteile und einen mit einer Starterbatterie)

 

nach ua Angaben ist der Wirtschaftsrückgang in der Ua zwar beträchtlich, es gelingt aber vielen Firmen durch Umzug aus den Kriegsgebieten erfolgreich weiterzumachen, v.a. in IT-Branche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  •  22. 5. ca 6.00 

  • Wettlauf:  Offensive zur Donbas-Eroberung oder Gegenoffensive mit Westwaffen

  • UA schließt Waffenstillstand aus

    ua Gegenoffensive stockt

     

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Kriegsgeschehen

Gegenoffensive der UA nördlich von Charkiv wurde offenbar weitgehend durch massiven Beschuss durch RA gestoppt. Vororte von Charkiv (wo Abwehr und 'Offensivwaffen der UA sind) werden beschossen, auch Zivilisten sind Opfer.

Obwohl die RA fast an allen Punken durch Raketen, Artillerie und gelegentlich Bodenataquen die UA „beschäftigt“ hält und ihnen teilweise Verluste zufügt (wie vice versa), konzentriert sich die RA vollkommen darauf, (endlich) die restlichen 10% des Oblast Luhansk einzunehmen. Der Beschuss und die Kräfte werden weiterhin verstärkt, es gibt kleinere Gewinne, aber angeblich unter hohen Verlusten.

Die provisorische Oblasthauptstadt Sjewjerodonetzk (das nach wie vor teilweise von der UA gehalten wird, ich hatte das etwas unpräzise beschrieben) ist fast abgeschnitten, umzingelt und wird ständig bombardiert, so dass die Stadt ähnlich aussieht wie Mariupol. Durch Zerstörung des wichtigsten Nachschubweges aus dem Westen, die Brücke über den Donetzkfluss, wird es für die UA immer schwieriger, die letzten Teile der Stadt zu verteidigen, ohne eingekesselt zu werden. Die ohnehin schwierige Versorgung und Evakuierung der Restbevölkerung (einige 10 T) ist kaum mehr möglich.

RA folgt weiterhin konsequent Taktik der verbrannten Erde. Aber es gelingt ihr offenbar nach wie vor nicht, auf der westlichen Seite des Donetzk-Flusses und der N/S Autobahn dauerhaft Fuss zu fassen. Alle Pontonbrücken- so auch letzte Nacht- wurden offenbar zerstört. Die RA muss hohe Verluste haben, die UA aber auch, da ihre Stellungen konsequent mit Drohnen ausspioniert und beschossen werden.

Gerassimov tot ?

Es gab vor tagen die ua Nachricht, das der RU Generalstabschef bei einem Besuch von Izyum angeschossen wurde. Jetzt gibt es ua Meldungen, wonach dessen Leiche gefunden worden sei. Gleichzeitig wird behauptet, G und andere hohe Militärs seien von Putin wegen militärische Misserfolgen unter Arrest gestellt. In der Tat war G. Länger nicht gesehen worden. Möglicherweise sind das aber auch alles nur Geheimdienstspiele, um die Ru Seite zu verwirren.

Kriegsstärke

UA kann jetzt angeblich 700.000 Mann mobilisieren. Die RA soll nach westlichen Quellen ca 100.000 im Einsatz haben (hochgerechnet nach Zahl der taktischen Einheiten), hat aber im Prinzip nach nicht geringe Kapazitäten in Grenznähe in RU stehen.

Die Verluste sind schwer abzuschätzen, weil die Zahlen alle nicht stimmen dürften. Nach Schätzungen verliert die UA pro Tag 50-8o Soldaten (plus Verwundete), nach etwas vagen Insiderangaben soll die RA an einzelnen Tagen bis 400 Soldaten verloren haben.

Kriegsziele

UA (Präsiberater) lehnt Waffenstillstand mit Russland ab

Humanitär

in Luhansk/Sjewj schlimm. Da die Handkommunikation ausgefallen ist, wurden erstmals bei einem Bombenangriffe getötete und verwundete von der ua Verwaltung namentlich ins Netz gestellt, damit die Verwandten informiert sind. (so etwas habe ich vorher noch nie gesehen)

auf Mykolaev wurden Clusterbomben geworfen ( das läuft im Prinzip schon seit Wochen so, ohne dass ich berichte)

Mariupolbunker

Angeblich will ru Seite den ua Oligarchen Medwedschuk (der vom UA GD gefangen genommen war, als er sich heimlich nach T reaspol absetzte) im Austausch gegen Bunker-Soldaten. (welche ist offen, ob auch ASOW)

russ Propvideos führen Bunker-Gefangene vor. Zeigen angebliche Hakenkreuz, etc. Tätowierungen. (Es ist aber wahrscheinlich, dass einige der „Beweise“ gefälscht wurden, wie schon in der Vergangenheit nachgewiesen. Die RA hat neue Propaganda-Teams kommen lassen, evtl. sogar Komparsen)

Besatzung

In Cherson werden Kleingewerbetreibende von Ru Repressionsorganen bedrängt, weil sie sich weigern auf Rubel umzustellen.

In Mariupol gibt es eine kleinteilige Filtrierung der Bevölkerung. Auch Nebenstraßen Richtung Westen werden jetzt von RU Innenminkräften und Tschetschenen (!) filtriert.

Sanktionen

Ru schaltet Finlad vom Gas ab

Partisanen

Im Oblast Zaporischschja werden offenbar P zunehmend ein Problem für die RA, Soldaten wurden angeblich getötet und Artillerie ausgeschaltet. In Melitopel gab es nach der Besetzung massive Bevölkerungsproteste.

H-und-G.info Monitoring 21 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (bitte Tippfehler zu entschuldigen. Zeitmangel)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) (Sorry wg Tippfehler, bin ziemlich müde CB)

21.5.2022

Gegenoffensive kommt im Juni

Evakuierung des Mariupol-Bunkers strategisch keine Niederlage

rotes Telefon funktioniert (wieder)

 

Kriegsgeschehen

 

Im Juni wird die Ukraine ihre Gegenoffensive im Donbas starten (!). Das geht aus regionalen vertrauenswürdigen Quellen hervor. So lange wird es wohl dauern, um die UA mit Westwaffen so aufzurüsten, dass eine Verschiebung der Frontlinien von West nach Ost möglich erscheint.

 

Offenbar präventiv „buddelt“ sich die RA in verschiedenen Regionen (Charkiv, Cherson, Zap) ein, um die Stellungen halten zu können. d.h. aber, sie machen genau das, was die UA zur Abwehr der Invasion vor und nach Kriegsbeginn gemacht hat. D.h. die Gegenoffensive dürfte für die UA ähnlich schwierig und langsam und verlustreich verlaufen, wie die Okkupation. Es sei denn die RA bricht in sich zusammen (was teilweise schon jetzt der Fall ist) und/oder die UA hat eine starke militärtechnische Überlegenheit. Da sie keine effektive Luftwaffe hat, könnte dies nur mit Haubitzen , BLB Raketen, Drohnen. Etc. zu realisieren sein, die derzeit von den USA/GB geliefert werden.

 

 

Nach dem „Fall“ s.u. von Mariupol versucht die RA um jeden Preis an die Grenzen von Luhansk vorzudringen und Geländegewinne zu sichern. Luhansk ist z.Z. der „hotspot“ des Krieges. Mit Bombardements aber auch Bodenoffensiven versucht die RA Land zu gewinnen, offenbar nicht ganz ohne Erfolg. An mehreren Stellen versucht die RA den Fluss Sjewjero-Donezk Richtung Süden zu überqueren, was teilweise gelingt, teilweise zurückgeschlagen wird. (unklare Angeaben der UA).

Vorsicht mit brittischen (zweckoptimistischen) Prognosen, dass es der RA nicht gelingt, Sjewjero-Donezk einzukreisen. Videobeweis zeigt, dass die Stadt ähnlich wie Mariupol zunehmend zerstört und permanent bombardiert wird. Die Restbevölkerung-ca 50000 hocken in Kellern etc.. Im Unterschied zu M. Sind aber noch UA-Kräfte in den Vororten und Teilen der Stadt, so dass wie an anderen Orten in L. Eine Art blutiges Gleichgewicht entsteht, was den massiven Durchbruch der RA verhindert.

Schoigu sagt baldige Eroberung von L. Voraus, L ist faktisch zu 90% erobert (Ua-Angaben), aber Gouverneur meint, dass der Rest gehalten wird. (Fluss als Barriere)

Die RA ist immer noch in der Lage, ihre Truppen in L durch Zuzug aus Ru zu verstärken (die Rekrutierungsprobleme sind zwar massiv, aber nicht so absolut wie von den Briten geschildert.

 

Atomwaffen

Der heiße Draht Washington-Moskau funktioniert offenbar. Nach Austin hat der Oberste Militär der USA mit der Ru Seite telefonieren können. Offenbar werden da auch Weltweite Themen angesprochen. Offenbar wird versucht eine Annäherung über ein anderes Spielfeld außerhalb der UA zu erzielen. (s. Strategie der Konfliktforschung in EUV- HuG.Bericht)

 

 

Mariupol-Bunker-Die Kapitulation ist in Wirklichkeit ein Erfolg der UA

Nun hat die zweitgrößte Armee der Welt zum dritten Mal die Eroberung von M. Verkündet. Peinlich, denn d.h. das die ersten Male Propaganda waren. Und einige hundert Soldaten im Bunker es schafften, die RA (in M. Aber durch Kräftebindung auch im Donbas und Zap) aufzuhalten und bis heute Ru international diplomatische unter Druck zu halten. Dies zeigt eigentlich, dass David bei hohem Einsatz und hohen Verlusten Goliath die Stirn bieten kann. Es ist also in Wirklichkeit ein positives Zeichen für die dritte Kriegsetappe, die Gegenoffensive

 

Verwirrung um die Zahlen, die RA nennt angeblich deutlich mehr Gefangene als die UA Soldatenangaben aus dem Bunker. Westliche Analysten vermuten, dass die Zahlen zu hoch angegeben werden könnten, um höhere Austauschraten zu erzielen. Das kein sein muss aber nicht.

 

Die Sachlage ist etwas anders. Die niedrigen Zahlen beziehen sich auf das ASOW-Regiment. Daneben waren aber zunehmend andere Im Bunker. ASOW-Verwandte, Marines, Grenztruppen, Polieziverbände, so dass die Gesamtzahl im Bunker durchaus größer als 2000 gewesen sein könnte. Hinzu kommt., dass es noch ein zweites Stahlwerk (Ilytsch) weiter nördlich gab, was im Wesentlichen von den Marines gehalten wurde. Von den Marines wurden nach einem Ausbruchversuch aber Teile in Gefangenschaft genommen, Teile haben sich vermutlich sogar ergeben. Je nachdem, ob die Verwandten von ASOW im Bunker als Soldaten oder Zivlisten gezählt werden- für beides gibt es Argumente- könnten die hohen RU Zahlen sogar in Summer mehr oder minder stimmen.

 

Wichtiger ist weniger die exakte Zahl, sondern dass das IRC/UN etc. jeden Einzelnen registriert und sein Schicksal verfolgt. Die „Evakuierten“ haben zwar nominell den Status von kriegegefangenen, wegen der hohen symbolischen Bedeutung der ASOW-“Faschisten“ für die RU Seite, ist jedoch ihr Leben akut bedroht. Sie kommen in Sonderlager, wo sie von Verhörspezialisten „verhört“ werden, u.a. gefoltert, zu Tode gefoltert und dann vermutlich einem (lange angekündigten) Schauprozess unterzogen werden, um den Krieg zu legitimieren. Allein die Parallele „Nürnberg“ läßt Todesstrafe befürchten. (huG hat seit Wochen berichtet).

 

Der internationale Druck, der zur Evakuierung geführt hat, muss also aufrecht erhalten bleiben (!) (u.a. Schweiz, Türkei, Israel, IRC)

 

Selenski ist nach wie vor unter Druck, weil es nicht gelang die Bunker.-Soldaten in einer gemeinsamen Militäraktion zu befreien. Diese war laut ASOW angeblich fest vereinbart gewesen, konnte aber wohl wegen der Einkesselung und der Probleme der UA (diese stand 150-200k entfernt im Donbas bzw. Cherson/Zap) nicht realiseirt werden. Selenski gibt jetzt der mangelhaften Militärhilfe des Westens die Schuld (vermutlich weiss er, dass das nur zur Hälfte stimmt, wenn Cherson durch die Schlamperein der örtlichen Verantwortlichen nicht gefallen wäre, wäre der Krieg im Sünden vermutlich anders verlaufen)

 

Selesnskji outet (HuG hatte schon vor Wochen berichtet) dass die UA die ganze Zeit die Bunkersoldaten mit Munition, Nahrungsmitteln, etc. versorgt und Verwundete mit Hubschrauber ausgeflogen hat. Angeblich dabei extrem hohe Verluste (90% der Piloten!). Mariupol ist und bleibt das Symbol des UA Widerstandes.

 

 

 

Kriegsziele

 

neben militärischen (Rückeroberung auf Grenzen vor 2014), formuliert die UA verstädnkiche aber maximalistische Materielle Forderungen. Der Westen soll schon jetzt schon verpflichten, so lange russische Vermögen zu beschlagnahmen, bis die ua Kriegsschäden beseitigt sind. Abgesehen davon, dass eine solche Kollektiventeignung m.E. schon allein zivil/verfassungsrechtlich kaum realisierbar sein dürfte, würde das auf eine Art Diktatfrieden und Reparationen a la Versaille hinauslaufen- Historiker sehen derartige Unterwerfungsdiktate bekanntermaßen skeptisch, weil sie dazu beitrugen die Weimarer Republik durch mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung für Demokratie zu unterminieren)

 

Humanitär

 

-katrophal in Sjewjerodonetz und Region. Menschen sitzen in Kellern wie einst in Mariupol

Unterversorgung in Mariu

-Bomben wieder/weiter auf Charkiv (vermutlich gegen milit. Ziele, aber mit breiter Streuung)

-Terror gegen Zivilbevölkerung in besetzen Gebieten/Flächenfiltrierung plus Verhaftung

wieder Fassbomben

Sanktionen

Lithauen wird zeitnah die Energieimporte aus Ru stoppen (aber jetzt schon geringe Abhängigkeit)

Tass behauptet, der Westen würde Ukrainische Getreide als Kompensation für Waffenlieferungen bekommen, unter Berufung auf westliche Quellen

H-und-G.info Monitoring 18. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Russland verstärkt Angriffe im Donbas

Mariupol-Evakuierte in Lager, das als „Folter“lager bekannt ist

Mariupol-Bunker komplett evakuiert? Meldung 10.30 Uhr

Humanitäre Lage in Luhansk katastrophal

 

Kriegsgeschehen

Die RA ist keineswegs auf dem Rückzug. Im Gegenteil. Vermehrter Raketen- Bomben- und Artilleriebeschuss im Süden und Osten. Allein an einem Front-Abschnitt in Luhansk wurden 13 Kampfhubschrauber (!) eingesetzt, vermutlich um UA Stellungen auszuschalten. Die RA kommt offenbar cm-weise voran, aber keine wirklichen  Durchbrüche, vor allem kommt sie nicht über den Donezk -Fluss.

In ukrainischen Kreise wird behauptet, Putin würde die Strategie für Luhansk inzwischen selber entwerfen. (Wir wissen ja, wo das endet, wenn Potentaten sich für die größten Feldherren aller Zeiten haltn.)

Humanitäre Lage

Wie bisher katastrophal in Luhansk, Teilen des Donbas, Teilen von Cherson/Zap, Mariupol (Seuchengefahr, Mangelernährung)

In Luhansk können Menschen fast nur noch mit Panzerfahrzeugen evakuiert werden.

 

Mariupol-Bunker

Deutsche Presse berichtet lückenhaft. Bisher sind vermutlich noch gar keine ASOW- Kämpfer evakuiert (Stand heute 6. Uhr)(vermutlich noch einige 100 und Kommandoebene im Bunker), sondern andere Waffengattungen

 

(gegen 10.30 gab es eine Meldung, woach sich insgesamt 1000 Soldaten, also alle Restlichen, ergeben hätten. Eine UA-Bestätigung dafür gibt es noch nicht. Es kann auch ein ru Medienfake sein. !)

 

Alle gestern Evakuierten sind schwer von der RA bewacht. Die Verwundeten sind in Novoasowsk neben dem Groß-Lager Bezimenne untergebracht. Selbst bei der Behandlung ich werden Sie bewacht, in den Betten verhört.

Die meisten Evakuierten wurden in einen Ort transportiert, der nicht einfach russisch besetzt ist, wie in der Presse behauptet. Hier ist der Standort eines der größten Sonderlager im Donbass, wohin normalerweise Personen verschleppt werden, die bei der Filtrierung ausgesondert werden. Bei Verhören wird gefoltert. Manche werden dann  in Sondergefängnisse verbracht, verhört, gefoltert, ihr Leben ist in Gefahr. Es drohen Kriegsverbrecherprozesse, im Extremfall die Todesstrafe. Die gilt im besetzten Donbas jetzt schon, in Russland wir derzeit über die Wiedereinführung diskutiert. Der einflussreiche Präsident der Duma fordert die Todesstrafe für derartige Terroristen.

 

Zu den Filtrierungs- und Folterlagern. s. Vortrag von gestern mit neuen Fakten auf: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/folter-lager-deportation

 

Besetzte Gebiete

Für Mariupol gibt es ernsthafte Gerüchte, dass das Besatzungsregime von den Tschetschenen begleitet werden soll. Gestern gab es dazu eine Sitzung mit dem Oberkommandierenden Demilkanov und dem Pseudo-Bürgermeister. Verwaltungsmäßig soll Mariupol vermutlich Rostov/Ru angegliedert werden. Es gibt inzwischen offenbar mehrere Kollaborationsbereite Kader, die am Aufbau einer Stadtverwaltung arbeiten, und sich offenbar einen Karrieresprung erhoffen.

H-und-G.info Monitoring 16. 5. ca 6.00 

Remind. H-und-G.info und DUF-Webinar am 17.5. um 16 Uhr. Thema: Das russische Lagersystem, Terror gegen die Menschen- Empirie und völkerrechtliche Einschätzung- Kriegsverbrechen und Verletzung der Menschenrechte in der UA

: https://us02web.zoom.us/j/83340355029?pwd=aDA2MWZxTEZESXJiWitiYVVkNVFhdz09

Meeting-ID: 833 4035 5029
Kenncode: 829205
Ortseinwahl suchen: https://us02web.zoom.us/u/kc3DX3Zf4y

 

Wendepunkt des Krieges? UA an russischer Grenze, hat Russland Angst?

Horror in Luhansk (was kaum noch existiert, aber kämpft)

prekäre Gesundheitslage und hohe Sterblichkeit in besetzten Gebieten

verdeckte Massenaushebung macht Probleme

 

 

Kriegsgeschehen

Im Osten nichts Neues, d.h. nichts Gutes. Sjewjerodonetzk (vorl. Oblasthauptstadt des freien Luhansk) nicht komplett erobert, wie gestern befürchtet, aber Besatzer bombardieren Stadt u.a. Oblastverwaltung (die vermutlich schon lange evakuiert ist, und von einem „sicheren“ Ort agiert). In Außenbezirken hält die UA die Stellung.

So oder so ähnlich an mehreren Orten zwischen Isyum (südl. Charkik) Kramatorsk (im Westen) und Donetzk-City im Süden. US-Quellen meinen, RA habe Charkiv aufgegeben und auch das Ziel, den Oblast Donetzk komplett zu erobern, ziehe sich sogar von Izyum zurück, um nur noch das Ziel zu erreichen, den kompletten Oblast Luhansk zu erobern. Dies ist immerhin zu 90% „gelungen“, d.h. die Russen und Tscheteschnen und Wagnersöldner haben einen Trümmerhaufen erobert und verbluten an den restlichen 10%, weil sie nicht über den Fluss (Sjewjerodonetzk 1-3 mal so breit wie Spree in Berlin) und die M3 kommen.Luhansk existiert eigentlich nicht mehr, aber es leistet wie Mariupol Widerstand für sich und die ganze Ukraine (das sehen in L und der UA alle so)

Im Norden hat die uArmee soeben vermeldet, sei eine (!) Einheit bis an die russische Grenze vorgestoßen. Ob das ein Sieg oder der Wendepunkt ist, wie manche frohlocken, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite der Grenze stehen in RU noch tausende Soldaten unterschiedlicher Waffengattungen, es gibt gut ausgestattete Militärflughäfen, Munitions-, Treibstofflager, Reparaturwerkstätten etc. . Die Dimensionen kann man per Satellit gut sehen. Es ist rätselhaft, warum Ru diese Reserven (noch) nicht einsetzt. Varianten: 1. Die Reserven ist auf Grund bekannter Schwächen nicht wirklich einsetzbar. 2. Sie werden für die Rotation bzw. zum Auffüllen der Verluste gebraucht. 3. Sie sollen für die dritte Etappe des Krieges (nach ru Definition), die Eroberung anderer Teile der UA weiter westlich reserviert werden. 4. Die ru Militärs sehen anders als Putin die strategische Gefahr für Gesamtrussland, wenn sie über 50% der Armee in der UA zu stehen hätten. 5. Nicht auszuschließen ist, dass die RA-Führung und Belaru Armee inzwischen Angst vor der UA und ihren Natoverbündeten haben und die Kräfte dort defensiven Aufgaben dienen. Das klingt etwas absurd, ist es aber auch Sicht der anderen Seite nicht. Belarur z.B. ist inzwischen deutlich besorgt wegen der 10.000 Ua hochgerüsteten Soldaten an Ihrer Südgrenze.

Massenaushebung

Seit Wochen schon ist eine verdeckte (!) Massenaushebung in RU zu beobachten, indem Druck auf Personengruppen ausgeübt wird, sich zu verpflichten. Nach Angaben des UA GD gibt es deswegen im separatistischen Donbas Ansätze von Meutereien unter der männlichen Zivilbevölkerung.

Westwaffen

Die Angaben was angekommen ist, sind widersprüchlich. Mal werden US-Haubitzen gerade in Flugzeuge verladen (US-Foto), mal sollen sie schon im Donbas sein. Vermutlich stimmt die Hälfte. Ein Teil könnte schon da sein, aber nicht alle und wirklich durchschlagend war die Wirkung noch nicht. Wenn die Haubitzen alle da wären, dürften noch mehr RU Einheiten in die Flucht geschlagen werden, als jetzt schon. Offenbar hat sich die Ersatzteillieferung für UA Flugzeuge aber schon ausgewirkt. Erstmals nehmen Flugzeuge wieder an konzertierten Militäraktionen zur Absicherung der Bodentruppen teil.

 

Hybrider Krieg und Infrastruktur

Alle, die schon den Sieg verkünden, seien auf die nach wie vor massiven Zerstörungen aus der Luft (komplette militär. Infrastruktur von Liviv an einem Tag !) hingewiesen. Auch Cyberatacken (Liviv-Datenklau vermutlich auch von Geflüchteten) Derzeit geht es auch um die Industrie. So kann man auch die UA entmilitarisieren und dauerhaft schwächen, indem man sie aus der Luft kaputt schießt.

Mariupol-Bunker

Keine Bestätigung gab die UA bisher für kommunale Angaben, wonach die RA inzwischen Brand (Phosphor?)-Bomben gegen ASOWstal eingesetzt habe. Bombardiert wird aus allen Rohren jedenfalls

Putin weigert sich nach Angaben der UA-Regierung, weitere Konzessionen für die Extraktion der Verletzten und Soldaten aus dem Bunker zu machen, obwohl sich alle Welt dafür stark macht und ASOW durch den ESC eine unerhörte Popularität gewonnen hat. Die Gründe hat H-und-G.info schon mehrfach seit etwa Ostern analysiert. (Siehe Gesamtmeldungen auf H-und-G.info).

Humanitär

in Kampfgebieten unverändert schlimm

Die RA und ihre Verbündeten sch... zu gut Deutsch auf Menschenleben und Konventionen. Das ist ein Rückfall ins Mittelalter nur leider mit modernsten Waffen. In den letzten 24 Stunden wurden v.a. in Luhansk Zivilisten durch Bombardements getötet, ein Krankenhaus zerbombt (angeblich bewußt, 2/3 der Kapazitäten zerstört), ein Evakuierungsbus u.a. mit Kindern (Fotobeweis) beschossen, usw., usw. , Plünderungen, Vergewaltigungen, etc. sind „Normalität“

Prekär auch die Gesundheitslage in besetzten Gebieten, z.B. Mariupol. Die Sterblichkeitsrate soll laut ehemaliger Stadtverwaltung (die immer noch im Exil virtuell existiert und Informationen zusammenträgt und offenbar gut versetzt ist) in den mittleren Altersgruppen überdurchschnittlich hoch sein und zwar, wegen (ehemaliger und akuter) Mangelernährung, mangelnder Hygiene und med. Versorgung (u.a. in den Bunkern), psychische Traumata wegen der Bombardements etc.. Das heißt die Gräber, die von den Besatzern ausgehoben und die Leichen in Massengräbern „versteckt“ wurden, werden erneut für verstorbene Kiezbewohner ausgehoben.

Bei der Filtrierung gibt es nach glaubwürdigen ua Angaben den perfiden Versuch, Kinder zu befragen, um Lügen bei den Eltern aufzudecken. (Wie in den DDR-Schulen zum Westfernsehkonsum, nur hier mit schlimmeren Folgen)

 

Besatzungsregime

 

In Cherson hauen angeblich Kollaborateure Richtung Krim ab, weil sie mit der Bevölkerung nicht klar kommen (passiver und aktiver Widerstand)

 

Mariupol wird technisch immer stärker in die DNR bzw. sogar RF integriert. Zuletzt Kommunikationsinfrastruktur.

 

Im Raum Cherson/Zaporischschja igelt sich RA ein.

 

 

 

 

 

 

 Monitoring 15. 5. ca 6.00 

Siege und Niederlagen dicht beieinander. Fällt heute Lunhansk?

Psychokrieg des Westens gegen Putin?

Humanitäre Lage im Donbas katastrophal: Mangel, Bomben, Entführung

 

 

Kriegslage

 

Ist der Krieg am Wendepunkt?

Ja und nein. Der Wendepunkt wäre wirklich erreicht, wenn es der UA gelänge, die RA zumindest auf die Grenzen vom 24.2. zurückzudrängen. Davon ist ist aber weit entfernt. „Gegenoffensiven“ funktionieren bisher „nur“ dort, wo die RA bereit ist, sich (vorerst) zurückzuziehen bzw. umzugruppieren, (Kiew, Charkiv- Nord, bescheiden Cherson) bzw. in andere Hotspots (z.B. von Charkiw nach Luhansk/Izyum) auszuweichen. Das ist segensreich für die befreiten Menschen, aber kein „Sieg“, wie in der deutschen Presse (TAZ!) behauptet, da die RA-Strategie zumindest hofft, nach einem Sieg im Donbas (wieder) andere Gebiete erobern zu können (Charkiw, Zaporischschja). Das kann man in russischen Quellen nachlesen, das UA Militär scheint jetzt auch (wiederum) derartige Pläne in verlassenen ru Unterständen gefunden zu haben.

 

Die UA befürchtet für heute, dass die RA einen Etappen-Sieg erzwingen will. Offenbar steht Sewerodonetzk, immerhin die derzeitige Oblast-Hauptstadt des freien Luhansk, kurz vor der Eroberung. Faktisch ist die Stadt -was die UA kaschiert hat- ,H-und-G.info berichtete, schon seit Tagen umzingelt und faktisch fast eingeschlossen. Ca. 15.000 Menschen sitzen in der Falle, die sich Großenteils nicht evakuieren lassen wollten. Gleichzeitig wird mit Durchbruchsversuchen Richtung Westen (Oblastgrenze) gerechnet. Auch wenn das nur Scheinerfolge sein dürften, und die Kämpfe in dieser Region weitergehen, wäre der Schaden beträchtlich und keineswegs nur symbolisch. Faktisch würde der u.a. Oblast als ua Verwaltungseinheit aufhören zu existieren. Er besteht ohnehin (wie seinerzeit in Mariupol) aus einem teilweise nur noch virtuell gesteuerten Netzwerk. Putin hätte einen (Pyrrus-Sieg) errungen: mit hohem Preis auch weiterhin.

 

Die UA profitiert derzeit oft nur von der Topographie (Flüsse), langfristig angelegten Verteidigungsanlagen gegen die Invasion, der hohem Motivation der Gesamtbevölkerung, und v.a. der westlichen Militärhilfe. (die immer noch nicht voll im Donbas angekommen zu sein scheint)

 

Die UA hat aber auch erhebliche Probleme:

Die Ua Logistik wird schwerer getroffen, also zugegeben. 25% des Eisenbahnnetzes der UA ist z.T. schwer beschädigt und weiterhin durch Bomben aller Art (Flugzeug, Langstrecken, Artillerie) gefährdet, der Treibstoffmangel ist prekär (vermutlich weniger für das Militär direkt, aber den Transport generell). Die UA kann mangels Flugzeugen, die Logistik der RA kaum angreifen. Die RU ist trotz aller bekannten Probleme immer noch in der Lage, wie dieser Tage 2500 zusätzliche (!) Militärs von RU per Bahn ziemlich direkt in das Kampfgebiet von Luhansk zu transportieren. (!) Insgesamt hat RU nach US-Angaben über 1000 Taktische Bataillonen (700-1000) .d.h. ca. 100.000 Mann dominant im Osten im Einsatz. (Ein nicht geringer Teil steht immer noch in RU als Reserve !). Die UA soll angeblich inzwischen 1 Mio Menschen mobilisieren können. Diese sind aber keineswegs alle ausgerüstet, werden teilweise für die rückwärtigen Aktivitäten, die Human Hilfe, die Infrastruktur, etc. dringend benötigt. Außerdem muss die UA ihre Außengrenzen schützen (Belarus, Norden, Transnistrien) und ist durch dezentrale Scharmützel (Besarabien, Odessa, Cherson, Zaporischschja, Sumy, Mariupol, Poltrava, etc. gebunden)

 

In Luhansk allein sind ca. 3 zusätzliche ru taktische Bataillone, zugeführt worden, die auch wenn sie schlecht ausgebildet sind, eine erhebliche Masse gegen die UA sind und für scheinbar irrationale Aktionen wie weitere Flussüberquerungen (Fluss Donetzk) eingesetzt wird, die schon mehrfach als Desaster endeten. Aber die ru pol-mil Führung verheizt ihre „Jungs“ für ihre politischen Ziele (Westgenze Donbas) vollkommen rücksichtslos. Und gerade das kann zu militärischen Durchbrüchen führen. Dieses Kanonenfutterstrategier führt laut westl Quellen inzwischen zu kleineren ru Meutereien (die aber schon wieder durch Neuzugänge kompensiert wurden (!)). Interessanter Weise sollen inzwischen die Bilder von der zerstörten Pontonbrücke bei den (verbliebenen) ru Bloggern die Runde machen und eine Art shitstorm gegen die Ru Armeeführung und ihre Unfähigkeit ausgelöst haben. M.E. sind die einfachen Soldaten-wie mehrfach betont- die Achillesferse der RA. Es ist fast eine 1917-Konstellation, aber (leider) nur fast.

 

 

Der (geheimdienstliche) Psychokrieg des Westens.

 

Der Westen treibt offenkundig ein Psychospiel gegen das System Putin. Rein militärisch scheint der Krieg Putins mehr oder minder verloren, zumindest kaum gewinnbar. (Rückzug Kiew, Charkiw, festgefressen in Cherson, ASOWstal, mehr oder minder Stellungskrieg in Donbas. Putin und seine Armeeführung (?) wollen das offenbar nicht wahrhaben (s. Telefonat Scholz). Also setzt der Westen psychologisch an: Die westliche Militäraufklärung (US, Brit, UA) behauptet, UA sei auf Siegerstrecke (obwohl sie, wie oben geschildert, um die Fragilität der Erfolge wissen müssen); westliche Politiker (Macron. Scholz) bieten Putin Waffenstillstand an. Der lehnt (erwartungsgemäß) ab. (Zwang zum Sieg, Tunnelblick, Fehlinfos). Parallel telefoniert der US-Verteidigungsminister das erste Mal (!) mit Schoigu. (Worüber reden die wohl? Das atomare Problem, die militärische Lage, den Schaden, den Russland bei weiterer Eskalation nehmen könnte? Vermutlich will Austin Schoigu von der Aussichtslosigkeit überzeugen. (Was allerdings kaum klappen dürfte, weil S. kein Militär, also anders tickt als Austun, sondern der oberste Politikkommissar ist, also Putins Buddy in der Armee). Inzwischen behauptet die UA-Regierung und Militärspio (SRU), dass der Krieg von der UA bis Jahresende gewonnen wird, dass die zweite Phase (2. Offensive erfolglos beendet sei), dass RU militärisch wie wirtschaftlich vor dem Kollaps stehe. Das ist ebenso falsch (man sollte die Ressourcen Rus nach wie vor nicht unterschätzen) wie richtig. Aber interessant: Neuerding formuliert die UA die Kriegsziele (!), bisher war das RU („zweite Phase“). Die UA Militäraufklärung setzt noch einen drauf und behauptet, ein Putsch gegen Putin sei im Anrollen und Putin krebskrank. (Ich halte das beides für einen Versuch der ideologischen Diversion der UA-GD, wie insgesamt für eine ziemlich gute Inszenierung von Teilwahrheiten zu einem psychologischen Kollapsszenario, um die andere Seite zum Aufgaben zu bewegen.)

 

Schwarzes Meer

Die ru Schwarzmeerflotte hat sich zum Auffüllen der Munition etc. weitgehend nach Sebastopol zurückgezogen. Die ru Armee scheint ohnehin eine Pendelarmee zu sein. Nach wie vor unfähig, über längere Distanzen einen Nachschub zu organisieren, werden immer wieder ganze Armeeteile (auch im Donbas) in russisches Gebiet zurückverlegt, um sie „aufzufrischen“. Im Prinzip ist aber z.B. die komplette U-Bootflotte (mit Zielraketen) im Einsatz. Da ist viel Zerstörungspotential, da die seegestützten Raketen z.T. an alle ua Städte, Infrastruktur-Nachschub- und Kriegsorte hinreicht. Die UA Raketenabwehr ist immer noch sehr lückenhaft.

 

Humanitär

regional totales Desaster. v.a. Donbas/Luhansk. Sofern Menschen überhaupt noch versorgt und evakuiert werden können, verlassen wie Orte meist in der Gewissheit, dass sie Häuser und Gehöfte für immer verlieren. Dieser werden entweder von der RU Armee vollkommen platt gemacht (derzeit die Dörfer rund um eroberten Städten, wie in Aleppo), sie brennen nach (Schmersch)-Bombardement ab (mit den Tieren und den Vorräten und dem Saatgut) oder werden Opfer von Plünderungen (Kadyrevs Leute sind da besonders gut). Medizinische Versorgung, Medien, etc. wie mehrfach geschildert, katastrophal. Allen deutschen Pazifisten seit gesagt: Die freuen sich über jede Krankenwagen. Spende etc. . Sie brauchen sie auch. Es gibt also für jeden Nützliches zu tun.

Originalzitat: „Die Region Lugansk lebt nicht, sondern überlebt. Es gibt keine Handy- Mitteilungen. Die Menschen verlassen die Schutzräume nicht. Die Eltern können nicht herausfinden, ob die Kinder und anderen Verwandten leben, da es keine mobile Kommunikation mehr gibt. Das ist unsere Realität.

 

Mariupol-Bunker

Im Prinzip wie in den Vortagen. Step by Step. Putin läßt sich nicht von internationalen Gemeinschaft wirklich beeindrucken. Aber UA bietet offenbar soviel ru Soldaten als Gegenleistung, dass Putin kaum ablehnen kann, ohne seine Armee auf die Barrikaden zu treiben. Die stellv ua. MP ist offenbar sehr geschickt, gut beraten und ausgebildet. Die Ua hat die besseren Verwaltungseliten.

 

Besetzte Gebiete

Nach mehreren lokalen Berichten sind die RU nicht in der Lage Regionen wie Cherson und Mariupol adäquat zu versorgen. Sie setzen den Mangel aber offenbar auch als Erpressungspotential ein, um Kollaborateure zu rekrutieren. Wie mehrfach hingewiesen, ist Kollaboration durchaus ein Problem für die UA. Aus welchen Motiven auch immer wechseln z.T. hochrangige Kader die Seiten, in Luhansk koordinierte ein Chefarzt die Demontage eines ganzes Krankenhauses Richtung Ru, eine Rektorin der medizinischen Akadamie in Mariupol verspricht Studenten russische Examina, wenn sie kooperieren. (Möglicherweise sind diese Mediziner noch in RU ausgebildet worden.)

In Deutschland immer noch unterschätztes Problem. In den besetzen Gebieten verschwinden täglich dutzende /hunderte im Rahmen der Filtrierung und von gezielten Festnahmen. In Luhansk soll ein ganzer Ort von 1500 Personen mit Waffengewalt nach Ru deportiert worden sein. (Quelle sehr glaubwürdig)

 

UA Politik

Die Rada (Parl) arbeitet wieder. Gesetz zum Verbot proruss Parteien. (Parteimitglieder erwiesen sich in mehreren Orten als aktive Unterstützer der RA durch Verrat von Infrastruktur, militärischen Koodinaten und Aufbau von neuen Verwaltungen und Vorbereitung von Pseudowahlen. Offenbar fungieren solche Parteien auch (wie damals Teile der DKP) als eine Art Schläfer für die Okkupation. Diese Polarisierung trägt allerdings nicht unbedingt zur besseren Stimmung im Lande bei.)

 

European Song Contest.

Die psychologische Wirkung von jedweden Solidaritätsbekundungen im Westen ist überhaupt nicht zu unterschätzen. Bis in die lokalen Kanäle hinein dient das der Ermutigung der eigenen Bevölkerung. Der ESC ist so gesehen „mehr wert“ als die Eroberungen des Tages. Im Westen hat aber kaum einer verstanden. Das Hintergrundbild, die Lightshow der Band, bildete faktisch die ASOW-Sonne ab! Putin hat ASOW zum weltweiten Symbol des UA Widerstandes gemacht.

 

UA Widerstand

nur kurz: Eigentlich befindet sich die gesamt Bevölkerung um Widerstand (bis auf die relativ kleine Gruppe der Kollaborateure). Humanitär, Logistik, Infrastruktur und militärisch greifen ineinander. Es gibt inzwischen im besetzten Melitopol auch Partisanen. Diese verraten Koordinaten der Besatzungsinfrastruktur, machen Sabotage und haben angeblich 100 ru Soldaten getötet. In Mariupol gibt es „Informationskrieger“, die Schwachstellen der RA im Netz dokumentieren und die städtische ua Bevölkerung zumindest virtuell gegen die Besatzer zusammenhält. Gegenüber einer lustlosen RA ist die Ukraine damit in gewisser Hinsicht „unschlagbar“.

 

 

 

 

 

 

 

H-und-G.info Monitoring 14. 5. ca 6.00 

Verlustreicher Stellungskrieg im Donbas

Rückeroberungen“ zahlreich

Putin zerstört alles, was er angeblich befreien wollte-ein hybrider Krieg zu Bestrafung der widerborstigen Ukrainer

Kriegslage und Ziele allgemein (sorry für die Philippika, es musste mal sein-CB)

Um es vorweg und vor der Empirie einmal deutlich zu sagen: Dies ist ein absurder Scheißkrieg. Seit drei Monaten attackiert einer der größten Armeen der Welt die „kleine“ Ukraine und ist kaum weiter gekommen als 2014. (außer in Cherson und Mariupol s.u.) Der noch kleinere Oblast Luhansk hält seit 3 Monaten diesen Riesen- Vernichtungskoloss davon ab, die Zentralukraine zu überrollen. Die Russen schaffen es „zu Fuss“, d.h. mit Bodentruppen, nicht einmal dauerhaft über den Sjewjero-Donetzk-Fluss. Angeblich verweigern jetzt russische Soldaten, die Überquerung überhaupt zu versuchen, weil sie dabei der sichere Tod erwartet. „Aus Rache“- anders kann man das nicht mehr bezeichnen, dass er nicht weiterkommt, bombardiert Putin mit Artillerie und Flugzeugen alles, was er bisher nicht geschafft hat, zu erobern. Das Bombardement umfasst inzwischen das ganze Dreieck Isyum-Kramatorsk-Sjewjerodonetzk. D.h. durch eine Art Flächenbombardement (gegen die Zivilbevölkerung: Kriegsverbrechen !) lässt Putin alles, was zwischen der Demarkationslinie vom 24.2. und dem Ziel der Westgrenzen des Donbas ist, faktisch zerstören (!).

 

Es geht also gar nicht um Gebietsgewinne und die „Befreiung“ angeblich unterdrückter russisch-sprachiger, es geht ums Prinzip, die Idee von der Wiedererrichtung von Neurussland, das Strafgericht von (Putins) Russlands über die abtrünnigen, verwestlichten (nach seiner Diktion nazifizierten) Ukrainer. Es ist ein ideologisierter Krieg, bei dem all dass zerstört wird, was angeblich gerettet werden soll.

 

Es ist strategisch ein zynischer Krieg zur Zerstörung der Substanz der unabhängigen (d.h. abtrünnigen, undankbaren, die russischen Werte verletztenden, verwestlichten Ukraine). Parallel zum Bodenkrieg im Osten, versucht Putins Armee systematisch die Infrastruktur der UA zu unterminieren. Nicht nur der militärischen, sondern wirtschaftlichen, administrativen, Transport-, Energie- Kommunikations- und auch (Bevölkerungs-)Versorgungs-Infrastruktur.

 

Nach Angriffen auf militärische Ziele (Anfangs Luftwaffe, inzwischen Lager, Ausbildungsstätte, Unterstände, etc.) ging/geht es gegen die Energieversorgung durch Ausschaltung und Übernahme von Kraftwerken, dann die Verteilerstationen. In manchen Regionen wird die Handykommunikation ausgeschaltet. Inzwischen geht es gezielt gegen die Agrarbasis (Zerstörung von Feldern durch Abbrennen, Klauen von Großmaschinen, Verhinderung des Abtransportes auf dem Wasserwege) und sogar die Wasserversorgung (!) . Inzwischen werden Ziele bombardiert, die fast ausschließlich der zivilen Trinkwasserversorgung dienen, um die Bevölkerung „auszudürsten“ und zu zeigen, dass Selenskji nicht für seine Bevölkerung sorgen kann. Sogar hochspezialisierte Krankenhauseinrichtungen, die die russischen und tschtschenischen Diebe im staatlichen Auftrag gar nicht betreiben können (wie die beste ukrainische Spezialklinik für Infektionsmedizin in Luhansk dieser Tage !), werden geklaut. Das ist ein archarisches Strafgericht gegen das unfolgsame Brudervolk (eigentlich sind die Ukrainer der Kiever Rus die Väter und Mütter Russlands, es wäre also besser, wenn Russland der Entwicklung der UA gefolgt wäre).

 

Mit dieser Art Kriegsführung werden sämtliche rechtlilch-zivisatorischen Fortschritte des 20. Jhds. in Frage gestellt, eigentlich ist es sogar eine Art Kulturkampf.

 

Atomare Karte?

US Strategen halten es für möglich, dass Putin so denkt, dass die A-Waffen seine einzige Chance sind, die Abschreckung der RA nach seinen Niederlagen wieder glaubhaft zu machen. Ich halte diese Überlegung für sehr plausibel. d.h. die erfolgreiche Vorwärtsverteidigung der UA mit westlicher Hilfe könnte von RU als die existentielle Bedrohung angesehen werden, die in der eigenen Sicherheitsphilosophie die rote Linie ist. Dass muss man ernst nehmen, das ist substantiell etwas anderes als das Einschüchterungsgedöns a la Lawrow. Medwedjew/Sicherheitsrat formuliert da sehr präzise.

 

 

Verhandlungen?

 

Dieses zynisch absurde Spiel muss man durchschauen, um zu verstehen dass Verhandlungsofferten a la Scholz zwar gut gemeint, aber m.E. chancenlos sind. Es geht (leider) offenbar nicht um eine rein militärstrategische rationale Abwägung von Gewinnen und Verlusten, die dann nach Adam Riese oder Clausewitz oder wem auch immer an den Verhandlungstisch führt. Wenn Putin ein Strafgericht durchführen will, um die UA dauerhaft zu schwächen oder gar zu vernichten und dabei auf seine „unendlichen“ Ressourcen setzt, ist er noch lange nicht am Ende, sondern fängt erst richtig an.

 

Wenn diese meine Überlegung richtig ist, gibt es derzeit (mir bekannt) nur einen realistischen Versuch für Verhandlungen. Das ist der interessante Ansatz meiner Konfliktlösungskollegen an der Viadrina, die vorgeschlagen haben, Putin auf ein anderes „Spielfeld“ zu ziehen, ihm anzubieten, über diverse globale Themen „auf Augenhöhe“ zu diskutieren. Man kanns ja mal versuchen.

 

Kriegsgeschehen in Kürze

 

Laut Seleskij hat die UA über 1000 Siedlungen „zurückerobert“. d.h. die RA hat sie geräumt und die UA ist nachgerückt und hat sie gesäubert und ist dabei die Minen zu beräumen. Es freut einen wegen der Menschen, sagt aber (leider) noch wenig über die Gesamtlage.

 

-nördlich Charkiv: RA auf „Rückzug“

-Dreieck Isyum, Kramatorsk, Sjewerodonesk: Bombardements, gescheiterte Versuche, Städte und Verkehrswege komplett zu kontrollieren, gelegentlich kleine Fortschritte RA, kleine Abwehrerfolge der UA

-Donetzk. Die Kämpfe sind nach 3 Monaten erstaunlicher Weise noch kaum über das Umfeld der Stadt Donezk (Separatistengebiet) hinausgekommen. Wenn die UA so brutal gegen die DNR kämpfen würde, wie umgekehrt, säße die Bevölkerung von Donetzk vermutlich nur noch im Keller und Bunker. So kann die Ua aber nicht gegen die (im Prinzip eigene) Bevölkerung vorgehen, wenn sie nicht moralisch verlieren will. Lediglich Richtung Mariupol hat die DNR/RA deutliche Gebietserfolge errungen.

-in Cherson/Zaporischschja versucht die RA ihre Gewinne zu sichern und zu arrondieren (Das ist eigentlich die einzige Gegend, wo Putin wirklich Land gewonnen hat. Das aber mehr wegen des Dilettantismus/Verrat der Verwaltungsspitze von Cherson in der ersten Kriegstagen, der verschlafen haben, die Verbindungen zur Krim zu verteidigen oder zu kappen. Ohne das, säße RA vermutlich dort genau so auf halber Strecke fest, wie im Osten der UA)

-ansonsten bombardiert man mal hier mal da, um zu zeigen, wie mächtig man ist, weitere Infrastruktur zu zerstören, die Bevölkerung einzuschüchtern, die ua und administrative Ressourcen der UA zu binden, alles „edle“ Ziele der Zerstörung....

 

Mariupol-Bunker

Inzwischen gibt es kaum eine Regierung der Welt, die in die Verhandlungen zum Abzug 1. der Verwundeten 2. evtl. der Soldaten nicht beteiligt wäre. (derzeit Türkei, Israel)

Selenskj hat das als eines der obersten Ziele ausgegeben (er steht auch durchaus unter politischem Druck nachzuweisen, dass er die nationalistischen Regimenter nicht fallen lässt !), die stellvertretende MP, die die Verhandlungen koordiniert hat noch einmal darauf hingewiesen, dass es nicht nur um ASOW geht (die Frauen der ASOW-Kämpfer dominieren derzeit die PR und bedrängen wohl auch Regierungsmitglieder sehr persönlich), sondern dass im Bunker auch Soldaten der Streitkräfte der Ukraine (d.h. Marines), der Nationalgarde (ASOW), des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU?!), der Territorialverteidigung, Grenzschutz und Polizei geschützt wird. Der ASOW-Bunker ist, wenn ich das richtig verstehe, eigentlich die abgedeckte Kommandozentrale der regionalen bewaffneten Organe, auch wenn ASOW die Sache wohl dominiert.

Aber, man kann es nicht oft genug wiederholen, ASOW ist in dieser Funktion (jenseits politischer Implikationen) regulärer Teil der Nationalgarde des UA Innenministerium, sie ist von ihrer Entstehung die Schutztruppe des Stahlwerkes von Rihnat Ahmatow und zudem die Retterin der Stadt Mariupol 2014.

 

Heute sind die ASOW-Verteidiger -egal was man in Deutschland darüber denkt, redet und schreibt und egal, wie die Sache ausgeht, die „unsterblichen Helden“ von Mariupol und der Ukraine, das zeigen alle Posts aus der Region und der UA. Putins Antinazistischer Krieg hat ASOW zu unsterblichem Ruhm verholfen! Absurder geht es gar nicht. Das müsste eigentlich selbst der Herr im Kreml verstehen.

 

Humanitäre Lage

unverändert wie in den Vortagsberichten. Regional schlimm

laut ua Quellen ist in Cherson der FSB mit Verhaftungen und Folter unterwegs, über 100 Personen sollen verschwunden sein. Nicht überprüfbar, aber auf Grund zahlreicher Indizien sehr plausibel.

Wirtschaft/Sanktionen

Laut westlichen Wirtschaftsberichten, haben die Öleinnahmen Russlands in den vergangenen Monaten dank der Preisentwicklung deutlich zugenommen.

Außenpolitik

Wie in H-und-G.info schon Ostern berichtet will S-Ossetien/Georgien heim ins russische Reich. Russland ist aber in diesem Fall skeptisch.

Besatzung

US-Quellen haben jetzt entdeckt, dass es Vorbereitungen gibt, Teile der UA in die russische Föderation zu integrieren. Leser von H-und-G.info konnten schon vor Wochen lesen, dass die neuen Schulbücher in Mariupol den Zusatz Rostov enthielten, ähnliche Tendenzen in „Neurussland“/Cherson

 

 13. 5. ca, 6.00 Uhr

Westwaffen, wo sind sie?

Prekäre Lage in Luhansk in deutscher Presse übersehen

humanitäres Desaster in Luhansk und Mariupol

Verbrechen gegen Zivilisten

 

 

 

Westwaffen, wo sind sie?

 

Wo sind die westlichen Waffen? Spürbar sind Folgen der US-Luftaufklärung, Luftabwehrabschüsse, Drohnenaufklärung und -angriffe. Behauptet wurde, dass die ersten Distanzhaubitzen ( 40km Reichweite, bei hoher Präzision) aus den USA gestern (!) im Donbas angekommen wären. Da zählt angesichts der Schwierigkeiten der UA jeder Tag. Erst mit solchen Waffen könnten gegnerische Artillerie- und Panzereinheiten effektiv ausgeschaltet, aufgehalten und sogar zurückgedrängt werden. Das gelingt der UA derzeit im Raum Sewerodonetzk, und den Nachbarort Lyssytschansk nicht (!) wirklich, trotz keiner Erfolge und abgewehrten Durchbrüchen.

 

Der Krieg im Donbas entscheidet sich voraussichtlich, an der Frage wer schneller die besseren Waffen einsetzen und per Nachschub am Laufen halten kann. Die RA hat, anders als in D. oft behaupet, zumindest im Prinzip eine gewaltige Nachschublogistik aufgebaut. Mangels Distanzwaffen und Flugzeugen kann die UA diesen Nachschub aus RU (über Schiene und Straße) kaum beeinträchtigen. (Außer durch Sabotage: Treibstofflager, die in die Luft fliegen, etc.)

 

Panzer braucht die UA für diese Phase noch kaum, eher für Landgewinne und Rückeroberungen wie nördlich von Charkiv.

 

Wer hätte es gedacht, die Beschaffung der Bundeswehr soll mit der UA-Hilfe überfordert sein (Handelsblatt). Im Nachhinein betrachtet, war die Idee von Scholz, den Ukrainern einfach Geld zum Waffeneinkauf in die Hand zu drücken, wohl gar nicht so schlecht!

 

Vieles in Deutschland war also eine Geisterdebatte, man hätte lieber schnell Luftabwehrwaffen und Haubitzen schicken sollen. Dieser Krieg eignet sich sehr schlecht für Parteipolitik.

 

Kriegsverlauf

 

Russische Armee kesselt immer stärker die provisorische Bezirkshauptstadt des freien Luhansk, Sewerodonetzk, und den Nachbarort Lyssytschansk ein. Die ua Militärberichte täuschen darüber hinweg, weil sie nur die Orte schildern, wo die RA nicht durchbrechen konnte. Ein Vergleich mit Vortagesstandorten zeigt, dass die RA an drei Seiten nur noch 2-5 km vor der Stadt steht, einzelne Orte wie gehabt, permanent beschießt und komplett platt macht, die Stadt mit Artillerie beschießen kann, nicht einmal ein Panzerangriff ist mehr ausgeschlossen. Die Stadt ist faktisch militärisch umzingelt und mangels Außenverbindung abgeschnitten (!).

 

Allerdings scheint das den Preis zu haben, dass die Region nördlich von Charkiw und der Sturm auf Izyum (zwischen Charkiv und Luhansk) zumindest vorübergehend von der RA aufgegeben werden musste. Auch der Versuch der RA, über den Donetzk-Fluss nach Süden und Westen überzusetzen, der an dieser Stelle 1-3 mal so breit wie die Spree sein dürfte, scheint weitgehend gescheitert. (Beschuss Pontonbrücke gestern)

 

Es kann sein, dass die RA Sewerodonetzk erobert, zumindest zuvor kaputt schießt und disfunktional macht, wie alles, was sie in Luhansk erobern. Strategie der verbrannten Erde ohne Rücksicht auf alles und jeden. („Hölle“)

 

Nicht absehbar ist, was sich nördlich von Charkiv jenseits der Grenze tut. Dort werden ru Militäreinheiten zusammengeballt. Ob aus Angst vor Angriffen aus der UA (die es offenbar schon gab) oder um (wie mehrfach befürchtet) der UA in der Rücken zu fallen, ist unklar,

 

 

Vorsicht. In der deutschen Presse spiegelt sich die Dramatik der Kämpfe in Luhansk nicht, weil einseitig auf die UA.Militärberichte und Propaganda gesehen wird, die auch per Agentur verbreitet werden und direkt in die Tagesticker eingehen z.B. bei FR und Bild. (FR:Ukraine-Krieg: Russland scheitert im Donbass bei Angriffen auf umkämpfte Dörfer.

Russland meldet die Tötung von 300 ukrainischen Soldaten. (durch nichts belegt, kann reine Propaganda sein, derartige Zahlen von beiden Seiten sollte man gar nicht berichten, weil sie weitgehend fakes sind !))

 

 

Humanitär

 

Sewerodonetzk-Region katastrophal wie gestern, keine Handy/Internetkommunikation, keine Versorgungsmedien, kein Lebensmittelnachschub, keine Evakuierung (!) einige 10.000 Menschen in der Falle

 

In Popasne werden Zivilisten von RA erschossen. (Kriegsverbechen !). Es wird gewarnt, Videofotos zu machen.

 

Evtl. sind (wieder einmal) Tschetschenen für die Übergriffe verantwortlich. Kadyrev gestern: „Gegenwärtig werden in den befreiten Gebieten operative Maßnahmen zur Säuberung uneiniger nationalistischer Gruppen ergriffen. Solche Erfolge sind ein klarer Indikator für die Dominanz der russischen Armee. Alle Pläne der Nazis, Banderas und Satans, der verdienten Strafe zu entkommen, werden durch den Anblick einer furchtlosen Armee vereitelt, die sich nähert.“

Das ist eine vermutlich völkerrechtswidrige Aufforderung keine Gefangenen zu machen, bzw. alle „feindlichen Elemente“ zu ergreifen. (Verdacht Kriegsverbrechen) Kadyrev beruft sich immer wieder auf den Oberbeefehlshaber Putin. (Befehlskette von P über K. Zu den namentlich genanntn Kommandeuren vor Ort (!))

Ich kann es nur wiederholen. Terrror gegen die Bevölkerung ist Teil der Kriegsführungsstrategie. Butscha ist überall.

 

 

In Mariupol, droht weiterhin Abwasser/Wasserdesaster, weil Besatzer offenbar unfähig, das Leitungsnetz zu reparieren. Außerdem wird die Stadt nach ua Angaben nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt.

Originalzitat ua: „Im Laufe des Tages wurden 3.500 Lebensmittelpakete in Mariupol geliefert und verteilt . 6.110 Menschen werden mit warmen Mahlzeiten versorgt .
130 bis 170.000 Menschen bleiben in der Stadt. Davon wurden nur 9.510 Menschen pro Tag ernährt, das sind 6,5 Prozent aller Einwohner der Stadt.“

 

In Mariupol überall Filtrierungspunkte, Menschen verschwinden

 

die Vierjährige, die von ihrer Mutter bei der Filtrierung getrennt wurde, konnte immerhin ihren geflüchteten Großelten übergeben werden. UA Regierung bemüht sich die mutmaßlich deportierte Mutter und das Kind wieder zusammenzuführen

 

Mariupol-Bunker

Verhandlungsstrategie der UA Regierung sehr professionell: step by step. Stellv. Ministerpräs. kritisiert Presse wegen falscher und Sensationsberichte und mahnt Zurückhaltung an. (kann ich nur unterstützen !) Derzeit wird versucht 38 (!) (von dutzenden) schwer Verwundete aus dem zerstörten Bunkerlazarett direkt in ein Drittland zu evakuieren. Türkei ist bereit, Russland weigert sich. UA bieter inzwischen größere Zahl von ru Soldaten (angebliche mehrere 100) zum Austausch für die 38. Gleichzeitig versucht ua durch spektakuläre PR (Papstbesuch, Aufruf der Ehefrauen und Kinder der Bunkersoldaten, etc.) die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren. (Jeder kann das durch Petitionen weiterverbreiten auf social channels unterstützen !)

 

Angeblich schafft ASOW es immer noch RU aus dem Bunker heraus anzugreifen und teilweise zurückzudrängen.

 

Es werden Angriffe mit strategischen Bombern mit Brandbomben (nicht sehr zielgenau) befürchtet und die Bevölkerung in der Nähe vom Stahlwerk erneut zur Evakuierung aufgerufen.

 

Sanktionen/Wirtschaft

 

In rus Panzern wurden Chips aus Haushaltsgeräten gefunden, Indiz für Wirksamkeit der Sanktionen

 

DNR versucht zweite Stahlfabrik in Mariupol wieder in Gang zu setzen, um Militärproduktion aufzunehmen (!)

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Monitoring 12.5.2022

Dramatische Offensive im Donbas/v.a Luhansk -Gashahn bleibt offenbar zu

Diplomatie der Weltkirchen wegen Mariupol-Bunker

Erste Kriegsverbrecherprozesse gegen Russische Soldaten

Krieg

Die Lage in Lunhansk extrem schwierig. (Kein Wort dazu in der Tagesschau!). Teile des freien Luhansk sind fast abgeschnitten. Die RA verstärkt Offensive, keine Siedlung im Donbas ohne Beschuss. Im Norden (Luhansk) mehrere Städte akut bedroht. RA hat Internet ausser Kraft gesetzt, um Kommunikation über Stellungen zu unterbinden. d.h. aber auch, die ua Oblastverwaltung kann nicht mehr mit den Eingeschlossenen kommunizieren. (!) Evakuierung kaum möglich (10.000e noch dort) , Versorgung kaum möglich, Licht, Strom, Gas, Wasser ausgefallen. Hauptzufahrtstraße („des Lebens“) von UA nach Osten auf 7 KM so unter Beschuss, dass Passagen kaum möglich.

„Kurioser“ Weise fordert sogar der russischen Befehlshaber Internationale Organisationen und die UA zur schnellen Evakuierung der Gebiete von Kramatorsk bis Sewerodonezk auf. D.h. er offenbart damit, dass eine „Total“-Offensive bevorsteht, und als Zwischenziel, dass das Gebiet zwischen den beiden provisorischen Oblast-“Hauptstädten“ Kramatorsk im Westen und Sewerodonetzk erobert oder abgeschnitten werden soll. Damit würde eine ua Luhansk faktisch aufhören zu existieren.

Der UA gelingt es aber offenbar (bisher !?) Totaldurchbrüche zu verhindern. Die RA bleibt- wie mehrfach betont- immer wieder am natürlichen Verbündeten der UA, dem Donetzk-Fluss, hängen. Eine Pontonbrücke wurde zerstört (Bildbeweis).

Die UA und US-Quellen feiern, dass die UA fast das Gebiet nördlich von Charkiv bis an die russische Grenze befreit hat. Aber (!) auf der anderen Seite stehen noch jede Menge russischer Soldaten mit einer sehr gut etablierten Logistik. Was passiert, wenn diese in der Lage wären loszuschlagen? Schwer zu interpretieren sind ru Quellen über angebliche ua Anschläge jenseits der Grenze. Die Infos mögen zutreffend sein, die UA hat russische Ziele als möglich genannt, es können aber auch ru Provokationen sein, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren. (Terroralarmstufe)

Bomben überall in der UA, wie „üblich“, gegen Infrastruktur, aber auch um ua Kräfte überall zu binden.

Gasabschaltung

Erstaunlich karg sind die Infos dazu. Offenbar hat UA den Westen mit der Abschaltung überrascht. Unklar ob die Entscheidung die zivile regionale, die militärische oder die zentrale politische traf. Durch lokale Infos ist verifiziert: die Russen schicken immer noch Gas über die Sojus-Pipeline über die Grenze. Die Ua haben an der Verteilerstation die Hähne zugemacht. Wo genau die Leitung verläuft, konnte ich nicht ausmachen. Klar ist aber, dass das ganze Gebiet von der Rus Grenze bis Kramatorks mehr oder minder Gefechtsgebiet ist. Selbst wenn die Pipeline von beiden Seiten nicht gezielt beschossen wird, besteht ein hohes Betreibungsrisiko. Angeblich wurde schon eine Gashauptleitung bei Sewerodonetzk (Chemiestandort) von der RA zerbombt. Aber auch die UA Gegenwehr kann jederzeit Leitungen treffen. Zudem ist die Strom- und Internetkommunikation zusammengebrochen, so dass die Steuerung eines derart komplexen Versorgungssystemes schwierig bis unmöglich ist. Ich tendiere dazu, dass es primär eine technisch bedingte Abschaltung angesichts der dramatischen Zuspitzung in Luhansk war, die auf Grund der politischen Implikation (faktisches Teil-Gasembargo) von oben gedeckt wurde. Die UA Argumentation (höhere Gewalt) und die Ru Gegenargumentation verweist darauf, dass es nicht nur um die Optik, sondern auch um Milliarden Schadensersatzforderungen geht.

 

Mariupol-Bunker

Weiter Bunkerbeschuss. Seit ASOW erklärt hat, dass keine Zivilisten mehr auf Gelände seien, hat Puschwili (DNR-Chef) erklärt, er hätte jetzt freie Hand. M.a.W, die Sache wird noch schlimmer werden, schwerere oder Chemiewaffen werden befürchtet.

Die Ehefrau des ASOW-Kommanders in Mariupol, Prokupenko, war mit anderer bei Papst, übergab Botschaft vom Kiever Patriarchen. Andere Frauen machen PR-Kampagne zugunsten der Extraction (Evakuierung direkt in Drittland ohne russische Filtration) der Bunkerverletzten und Kämpfer. Offenbar werden -wie von mir mehrfach vorgeschlagen- die Weltkirchen eingebunden, um Putins Blockade bei der Evakuierung der ASOW-Kämpfer („Ukrofaschisten“ in RU Sicht) zu durchbrechen. Die UA Regierung macht diese Kampagne sehr gut, man sollte sie dabei in jeder Hinsicht unterstützen.

Humanitär

katastrophal Luhansk

im Donbas verschwinden hunderte in Speziallagern („Folterlager“)

in Mariupol hört FSB offenbar socialmedia Kanäle ab, alte Stadtverwaltung rät zu Kanalwechsel

in Mariupol droht Colera, etc.. Die Besatzer haben nach Angaben der ua Stadtverwaltung (die nur von virtuell aus dem Exil agiert !) das Wassernetz unsachgemäß in Gang gesetzt. Es droht eine Woche lang nicht trinkbares Leitungswasser und ein Rücklauf und Überschwemmung der Kloake. Angeblich sind wieder ca. 170.000 Menschen in der Stadt, die durch Mangelernährung während der Blockade, Unterversorgung durch die Besatzer, fehlende medizinische Versorgung geschwächt ist. (Es gibt nur stundenweise eine Ambulanz-Ärzte werden in Donetz festgehalten, sind getötet, oder geflüchtet, Krankeinrichtugn zerstört und/oder von Russen geplündert). Der ua Bürgermeister fordert Evakuierung. Eine humanitäre Unterstützung von außen wäre vielleicht möglich, würde aber faktisch das Besatzungsregime stabilisieren.

Kriegsverbrecherprozesse

Inzwischen wurden mehrere RU Soldaten in der Ukraine wegen Hochverrats angeklagt, und die ersten verurteilt. Es drohen Strafen um die 15 Jahre. Es geht v.a. um Kriegsverbrechen im Donbas in 2014 (Angriff auf die UA). Ob es Russen oder Ex-Ukrainer sind (DNR/LNR-Einwohner) sind, ist unklar, was rechtlich aber von Belang ist, weil erstere möglicherweise als Soldaten unter die Konvention fallen, zweite unter UA-Strafrecht. Müsste analysiert und ggf. mit ua Regierung besprochen werden, damit sie sich nicht angreifbar macht.

Originalmeldung: According to documents from the Security Service of Ukraine (SBU), 6 Russian occupiers taken prisoner have been sentenced to 8-15 years. Source: Artem Dekhtyarenko, representative of the Security Service of Ukraine (SBUQuote: "Six combatants in illegal armed formations of the Russian occupation forces were convicted in Luhansk and Vinnytsia regions, according to documents from the SBU. They were captured by Ukrainian defenders during the fighting in February-March.

 

Wirtschaft

Die Ru Besatzer haben Arbeiter und Fachleute aus dem Donbas gezwungen, nach Mariupol zu gehen und dort die Stahlproduktion wieder in Gang zu setzen (es gibt wie mehrfach berichtet, zwei Stahlwerke). Die Leitung der Metallurgischen Gesellschaft, der die Stahlwerke gehören, betont dass es zu dieser faktischen Enteignung keine Rechtsgrundlage gibt und die Kollaborateure mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. Auch andernorts gibt es Requirierungen/Enteignungen von Privateigentum durch die Ru Besatzer.

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Monitoring 11.5. ca 6.00 

Der Gaskrieg hat begonnen.

Wettrennen um besseren Nachschub und Zerstörung der Logistik des Gegners. Ukrainische Armee im Osten in akuter Bedrängnis. Westwaffen noch nicht (ausreichend) im Einsatz

humanitäre Katastophen v.a. im (noch freien) Luhansk und im ASOW-Bunker von Mariupol Ukraine wirtschaftlich am Boden-auf Jahre auf Westhilfe angewiesen

Kriegsgeschehen

Die UA vermeldet die Abschaltung der Gastpipeline von Luhansk nach Europa, durch die ca 1/3 des russischen Gases durch die Ua führt. Die UA führt das auf russischen Beschuss zurück, Ru dementiert. Die Auswirkungen dürften dieselben sein: Das faktische Gas-Embargo hat begonnen. Russland (kann nicht) liefert nicht. Europa zahlt nicht. Der Gaspreis dürfte explodieren. Was nun Herr Habeck, wir können nur hoffen, dass die Gaseinkäufer besser waren, als offiziell zugegeben und das Wetter warm bleibt.

US-und UA Quellen unterschlagen die massiven Schwierigkeiten, die die UA, auch mangels Waffen, im Donbas haben und stellen die nur die Ua Erfolge nördlich von Charkiv heraus (die m.E. von Russland her gefährdet sind.) die UA kann im Prinzip an zwei Stellen umzingelt bzw. gespalten werden.

V.a. im freien Luhansk spielt sich ein Drama ab. Die Stadt Severodonezk ist mehr oder minder eingekreist. D.h. Evakuierung und Nahrungsmittelzufuhr waren gestern nicht möglich (!). S. Mit einst ca 100.000 Einw. War nach der Spaltung des Oblast 2014 der behelfsmäßige Bezirks-Verwaltungssitz des freien Luhansk, ein Zentrum der Chemindustrie. Mit Bomben und Artillerie wurde gestern die zentrale Gaspipeline zerschossen, Strom-, Gas., Wasserversogung sind ausgefallen. Da die RA von Süden (Stadt Luhansk) und Norden (Charkiv/Isyum) gleichzeitig vorgerückt ist und die Verkehrsverbindung Richtung Westen zerstört hat, bzw. kontrolliert, sind in einem Streifen ca. 40.000 Menschen in der Falle. Die Provinzregierung hat seit Wochen versucht alle zu evakuieren. Es gibt aber immer Menschen, die dem nicht folgen: Weil sie alt, immobil sind, Angst haben ihr Hab und Gut zu verlieren (Plünderungen), Angst vor dem Neuen haben, oder auch- auch das gibt es- auf Seiten der Russen sind. (Nach jeder Besetzung fanden sich x Kollaborateure)

Über weitere Geländegewinne der RA Richtung Westen gibt es unterschiedliche Angaben, während die ru/tschesch Seite für sich Zugewinne reklamiert, behauptet die ua Seite, dass Sie die RA teilweise zurückgedrängt habe, teilweise selbst „nur“ taktisch zurückgewichen sei, um aus besseren Stellungen Durchbrüche zu verhindern. Das die RA an den Verwaltungsgrenzen von Luhansk angekommen sei, wurde dementiert. (ohnehin glaubt keiner, dass dann Schluss ist)

Die RA führt immer noch neue Truppen (500) hinzu, aber schlecht ausgebildet. Muss aber manche die fast aufgerieben wurden, wieder zurückziehen. Bilanz unklar.

Der UA fehlen offenbar adäquate Waffen, um sie erfolgreicher zu wehren. Ich kann es nur wiederholen, es geht in dieser Phase weniger um Panzer, schon gar nicht Marder, sondern um Flugabwehr, Antiartillerie (Die Russen können z.T. sehr weit schießen. Superhaubitzen.).

In anderen Regionen Bomben wie gehabt. Nach der Treibstoff-, Bahninfrastuktur versucht die RA offenbar, die restliche Luftwaffenbasis der UA auszuschalten und den Westnachschub zu unterbinden.

Die RA geht deutlich systematischer vor, als in der deutschen Presse behauptet. Sie konzentriert sich derzeit auf Luhansk, zerstört ua Infrastruktur, organisiert systematisch ihre Logistik und ihren Nachschub an der Ru Grenze. Allerdings gibt es erhebliche, zunehmende Probleme mit der Motivation und Ausbildung der ru Soldaten, m.E. die Achillesferse der Armee, neben Schwächen der Ausrüstung (es wird z.T. mit Bomben sowjetischer Bauart, also mehr als 30 Jahre alt, geschossen, die keinerlei Zielgenauigkeit haben) . Nach ua Angaben haben die RU so große Verluste, dass sich Truppenteile immer wieder zur Regenerierung nach Ru zurückziehen müssen. Angeblich stellen immer mehr Soldaten Entlassungsgesuche aus der Armee. Leider scheinen die Repressionsorgane in der Armee aber stärker als 1917, so dass ein wirkliches Kollabieren der Armee derzeit unwahrscheinlich

 

Humanitäre Lage

Luhansk bahnt sich Katastrophe an.

Wagner-und Kadyrov-Söldner in Luhanski im streetfighting-Einsatz, was auf Folter bei Gefangenennahme bzw. Strategie keine Gefangenen zu machen, schließen lässt.

Man muss auch mal über die russischen Soldaten reden und was ihnen angetan wird. Das ist das reinste Kanonenfutter. Laut einem angeblich abgehörten Soldatentelefonat soll es im Donbas keine Leichenhalle, sondern einen „Müllberg“ mit toten Soldaten geben, Gefallene werden als vermisst gemeldet, um die wahren Zahlen und Namen der Toten nicht nennen zu müssen. Putin gopfert sein eigenes Volk für seine großrussische Vision. Das mag zwar zweckrational sein, aber irgendwie irre ist es schon.

Ru und DNR- Spezialkräfte räumen das zerbombte Theater von Mariupol und entfernen Leichen. Offenbar soll das Kriegsverbrechen gegen die Zivilisten im Bunker durch Bombenabwurf (Deti-Kinder-Aufschrift) vertuscht werden. Leichen kommen in Massengräber.

Mariupol-Bunker-Stahlwerk

Weiter Kmäpfe und Beschuss durch Bomben, Panzer, Speziatrupps

Mariupol-Bunker. Katastrophe. Die unterirdische Krankenstation wurde zeitweise von der Versorgung abgeschnitten. Auch wenn ASOW aus naheliegenden Gründen dramatisiert, müssen dort verheerende hygienische Verhältnisse v.a. bei den Verwundeten herrschen (Wundbrand, Wundfieber, etc.)

Im Bunker soll es auch immer noch Zivilisten geben. Das sind aller Wahrscheinlichkeit die Angehörigen der ASOW-Kämpfer, die nicht riskieren konnten, bei der Evakuierung von den Russen „Filtriert“d.h. überprüft zu werden. Das hätte ihre Gefangenennahme, evtl Folter, u.ä. Bedeutet.

UA bemüht sich redlich um internationale Extrahierungs-Lösung (Evakuierung direkt in neutrale Drittstaaten). Aber bisher gibt es offenbar (wie vorhergesagt, wohl wegen der symbolischen Bedeutung der ASOW-“Nazis“ für Putins Entnazifizierungs-“Operation“) kein russisches Angebot, was für die UA-Seite akzeptabel ist. (ich vermute, die Russen bestehen auf Filtrierung und ggf. Festnahme von Ua „Kriegsverbrechern“. In ASOW sehen sie nach Ru. Recht die Speerspitze der UA Kriegsverbrechen gegen das separatistische Donbas. Möglicherweise haben sie auch Namen von solchen Soldaten, die an UN-Dokumentierten Folterungen von Separatisten in den Jahren unmittelbar nach 2014 teilgenommen haben-Putin will ja ein Tribunal a la Nürnberg hochziehen, um seine Aktion zu legitimieren.)

Kriegsziele/Waffen

Es zeigt sich dieser Tage, dass die deutsche Debatte teilweise vollkommen kontraproduktiv war. Es fehlen Drohnen und Haubitzen und Flugabwehrgeschütze (!). Alles in der momentanen Phase Defensivwaffen. Das Getöse in Deutschland diente wohl mehr dazu, die Regierung vorzuführen, als der Ukraine. Vielleicht sollten das die Hobby-Feldherren in manchen Fraktionen und Medienhäusern bedenken. Auch Melnyk ist nicht immer ein wirklich guter Ratgeber.

In Osteurpa werden inzwischen Kriegsziele wie Systemchance in Moskau (Lithauen), oder Rückeroberung von Gebieten jenseits der Grenzen von 2014 (Kuleba/UA) diskutiert. Da braut sich mit Kriegserfolgen der UA und der vollkommen brutalen Materialschlacht Putin wirklich ein Problem zusammen, was die europäische Politik neu belasten dürfte.

Sanktionen/Gegensanktionen/Wirtschaft

Während die westlichen Wirtschaftssanktionen bisher zumindest ihre politische Wirkung nicht so gezeigt haben, wie der Westen selbst erwartet hat, greifen Ru Maßnahmen gegen die UA. Durch den Krieg sind ua BSP und Staatseinnahmen deutlich gesunken, d.h. der Staat ohne Westhilfe bankrott. Große Teile der Infrastruktur im ganzen Land (!) sind z.T. schwer beschädigt, im Kriegsgebiet teilweise Totalschaden an Mehrfamilienhäusern und Infrastruktur. Wesentlich Teile der UA-Industrie (Stahl, Chemie, Flugzeugbau (Antonov)etc.) auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgeworfen. Die Aussaat konnte nur z.T. erfolgen. Das Vorjahresgetreide kann nur eingeschränkt exportiert werden. Der Seehandel ist fast total erlahmt. Die RA stiehlt Einrichtungen von Fabriken (Rüstung z.B., evtl. ASOW-Stahlwerk) Gegenstände aus Krankenhäusern, Schulen (Smartboards (!)), Landwirtschaftliche Maschinen, Busse, LKW, die Soldaten bedienen sich an Privat-PKW, plündern leerstehende Häuser, und bei Durchsuchungen. In den besetzten Gebieten, wird durch Neuerfassung von Katasterangaben, die Enteignung von Immobilien von Geflüchteten bzw. nicht kooperationsbereiten vorbereitet.

Russland sol nach ua Angaben Getreide, was sie in der UA beschlagnahmt haben inzwischen auf dem Mittelmeer Richtung Syrien transportieren. Wie die Schiffe ohne Kooperation/Duldung der Türkei durch den Bosporus gekommen sein sollen, ist mir ein Rätsel. (da müsste man draufsehen, das ist eine Art Raubgut, auf das wenn dann auch andere Staaten/Ägypten z.B. dringend angewiesen wäre)

 

Monitoring 10.5.2022

Gefährliche Geländegewinne Russlands im Osten

Putins Rede gefährlich

Repressions-Lagerstandorte (erstmals mit Karte) in den besetzten Gebieten

was deutsche Kriegszieldebatte verschweigt

Kriegslage

Die Lage der UA ist deutlich prekärer, als in den Medien und ua Militärberichten dargestellt. Der RA gelingt es Meter für Meter im Donbas gutzumachen. Allerdings offenbar mit hohen Verlusten. Die Strategie ist inzwischen sichtbar und planvoller, als behauptet: Es wird versucht, eine Ost-West und eine Nordsüd-Landschneise zu ziehen, auf der die Russen Truppenbewegungen und Nachschub per Straße und Bahn sichern können. Zudem könnte damit eine stabile Verbindung Luhansk-Charkiv, Luhansk-Dnjepo entstehen. Drittens könnte die UA und ua Verwaltung im noch freien Luhansk (sie sitzt in Swjedjerodonetzk) von ihrem Nachschub abgeschnitten werden (sog Straße des Lebens). Auch wenn es auf Grund der UA Gegenwehr noch keine großen Durchbrüche gibt, sind doch wichtige ru Erfolge zu verzeichnen. Die N/S Autobahn E 40 wurde faktisch unterbrochen, durch mehrfache Überquerung des Donezk-Flusses wurden eine O/W-Verbindung geschlagen. Swjedjerodonetzk könnte eingekreist werden.

 

Die RA hat numerisch nach US-Angaben 97 Taktische Bataillone i(BTG) m Einsatz. Statt der üblichen Nennzahl (800-1000) dürften diese deutlich weniger Personal haben. Durch wilde Rekrutierung, faktisch auch von Rekruten (was Putin ausgeschlossen hatte), Einsatz von nicht ausreichend qualifiziertem Personal, scheinen die Ru so hohe Verluste zu haben, dass sie die BTG offenbar immer wieder nach Russland zur „Auffrischung“ zurückverlegen müssen. Es scheint daher, wie mehrfach in HuG angedeutet, nicht sicher, ob die immer noch massiven ru Kräfte im ru Grenzgebiet für eine Offensivwelle einsetzbar sind, oder „nur“ Reserve in diesem blutigen Abnutzungskrieg.

 

Söldnereinsatz

In Luhansk sind die Wagner-Truppen und Tschetschenen eingesetzt. Letztere sollen angeblich hauptsächlich marodieren, also die Restbevölkerung (noch 40.000) terrorisieren. Die Wagner-Truppe soll nach US-Angaben die Ru Führung eindringlich um 100. Tausende Soldaten (!) gebeten haben. D.h. wie schon bei Kadyrov in Mariupol, dass die Profis (Elite-Söldnertruppen) die militärische Schwäche der Russen deutlich sehen, und nicht verheizt werden wollen.

 

Humanitäre Lage

 

v.a. in Kriegsgebieten, v.a. in Luhansk katastrophal. Wird noch schlimmer, wenn es gelingt, , Swjedjerodonetzk, u.a. einzukreisen.

 

Problem: die Flüchtlinge verlieren ihr Hab und Gut, durch Strategie der verbrannten Erde und plündernde ru Soldaten.

 

Repressions-Lager (Filtierungssystem)

Die deutsche Presse hat es immer noch nicht verstanden.

Der Filtrierungs-Lager-Deportationskomplexes ist das dritte systematische Kriegsverbrechen. Dazu mehr im verborgenen Teil von H-und-G.info. Link: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer?no_cache=1#c3259 oder

h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer?no_cache=1#c3259

 

Anbei eine Karte mit den bekannten Lager-/Filtrierungsstandorten.

 

Feiern zum 9. Mai

tragische Komödien. Im Raum Cherson wurden städtische Angestellte gezwungen, an der Parade teilzunehmen. Scharfschützen auf den Dächern bewachten sie. In Mariupol (falsche Berichterstattung in ARD) fiel die Parade aus. Stattdessen „originelle“ Inszenierung. 300 Meter langes Band in den St. Georgs Farben simulierte Menge, während in Wirklichkeit nur wenige Separatisten aus der DNR und ein paar Kollaborateure das Tuch hielten. Die Bevölkerung hielt sich mehrheitlich fern. Potemkin an der ewigen Flamme, Haus dahinter ist zerbombt. (Foto)

 

Mariupol

Asow kämpft nach eigenen Angaben immer noch in Kleingruppen auf dem Werksgelände, kommt also noch aus dem Bunker raus. RA versucht ASOW u.a. (Grenztruppen) im Bunker und Aktionsradius einzukreisen (Brücken gesprengt). ASOW hofft immer noch auf militärische Befreiung. Abgeordneter aus M. Meint Hinweise auf einen Chemiewaffenangriff zu haben. (durchaus plausibel, damit die „Ukrofaschisten“ „ausgeräuchert“ werden können, war schon länger Plan von DNR)

 

Putins Neototalitarismus

Putins System nimmt durch Ideologisierung und Massenhysterisierung, wie vorhergesagt, immer stärker neototalitären Charakter an. Nach der Konsolidierung seiner Herrschaft, präsentiert er zunehmend eine patriotische Ideologie, inzwischen gepaart mit Blut, Schweiß und Tränen. Immer mehr mobilisiert er Massen, wobei er offenkundig im Teich vom verstorbenen Schirinowski und den Kommunisten fischt. Die Demo nach der Parade mit russischen und Sowjetfahnen hatte eine entsprechende Ikonographie. Putins Basis hat sich also vom einst liberalen Bündnis unter Jelzin zum Verfechter des nationalistischen bis ultranationalistischen Mitte-Rechts-Spektrum verschoben.

 

Putins Rede

 

Im Prinzip kann man sie zweifach interpretieren. Als eher „gemäßigt“, wie es mehrere Schnellkommentatoren im Fernsehen machten, (anders K.Schlögel, der aber die Westkomponente unterschätzte) oder eher im Gegenteil. Ich tendieren zu Letzterem. Die Rede ist zwar schillernd, Putin redet nicht vom Krieg und von der Massenaushebung. Aber ist er nicht Geheimdienstler, der es liebt seinen Gegner zu verwirren? War es nicht naiv anzunehmen, dass er die beiden Punkte nennt, die im Westen alle vorhergesagt haben: Dann würde er ja als berechenbar gelten. M.E. hat seine Rede sich die Massenmobilisierung und die Variante Krieg offen gehalten, mehr noch, letztere scheint als die logische Folge seiner Worte. Wenn Russland existentiell bedroht ist, und die Menschen ihr Vaterland verteidigen müssen, dann weiß jeder gute Russe, was er zu tun hat. Er muss dienen, Opfer bringen für Mütterchen Russland. Putin hat von der potentiellen Existenzbedrohung gesprochen, zwar konkret auf die Krim und das Donbas bezogen, aber die gehören nach seiner (und wohl der Überzeugung der meisten Russen) zu Russland. Putin hat das Narrativ „Genozid“ und „Spezialoperation“ fallen lassen. Er sprach immer vom Kampf, während seine Leute seit der zweiten Phase des Krieges von „militärischer Spezialoperation“ sprechen. Was ist ein Kampf bei dem es Tote gibt und es um die Existenz des Landes geht anderes als Krieg? Putins neues Narrativ- und das ist eine Ausweitung (!) gegenüber der Rede vom 21.2. : Es ist jetzt ein Kampf gegen den Westen, die USA und ihre Satelliten (dazu gehört neuerdings auch D.). Denn die Nato hat nach seiner Logik, die Ukraine soweit aufrüsten wollen, dass sie die russischen Gebiete im Donbas und der Krim angreifen und erobern kann. Es geht also nicht mehr um eine Art Kommandounternehmen gegen eine Handvoll Nazis, die Entnazifizierung der Ukraine, sondern um einen Existenzkampf gegen die westliche Welt, der sich Putin als Vertreter der alten Werte, mit all denen die ihre Tradition gegen den westlichen Liberalismus verteidigen gegenüber steht. M.E. ist das eher eine Ausweitung der Kriegsziele, als deren Begrenzung. Das ist die etwas pragmatischere .Kurzfassung des ideologischen Programmes in Ria Novosti vom 4.4..

 

M.E. schließt das selbst nukleare Abwehr ein, da die Rote Linie dort (S. Medwedew) die Gefährdung der Existenz Russlands und seiner Verbündeten (!) ist. M.E. ist das kein Bluff, keine atomare Erpressung, sondern da liegt die rote Linie wirklich. Auch wenn man aus der Rede eine Selbstbegrenzung auf die Sicherung von Donbas (komplett) und Krim herauslesen könnte, setzen sich die Besatzer in Cherson, u.a. Regionen so fest, dass sie kaum abziehen werden. Im Übrigen wurde bei der Feier gezeigt, wie Putin eine rote Nelke am Sarkophag von „Neurussland“ ablegte, ein interessanter Hinweis in einer derart durchinszenierten Show. Es geht also weiter und wird nicht gemütlicher, die Massenmobilisierung findet faktisch in Ansätzen schon statt (man kratzt jeden zusammen, den man kriegt), eine Verhandlungslösung ist (leider) nicht in Sicht, im Gegenteil.

 

 

Deutsche Debatten zu Waffenlieferungen- manches wird unterschlagen

Die sehr gute und dank Claudia Major, ungewöhnlich informative Diskussion bei Plasberg geht m.E. an einem entscheidenden Punkt vorbei. Wenn man Putin durch Stärke in Verhandlungen zwingen will, dann geht das nur, wenn die Ukraine sich nicht verteidigt, sondern in die Gegenoffensive geht. Doch wie weit soll diese gehen? In der Ukraine heißt es, dann holen wir uns das Donbas und Krim militärisch zurück. M.E. -und das ist der einzige Punkt, wo ich Wolfgang Merkel Recht geben würde- wäre eine Rückeroberung der Krim ein fataler Schritt, weil es das System Putin zementieren würde, da sich dann alle Russen hinter ihn scharen würden.

Auch die Behauptung, dass ist allein Sache der Ukrainer, wofür sie kämpfen wollen, klingt gut, ist aber nicht wirklich ehrlich. Denn ohne die westliche Hilfe, ist die UA in wenigen Tagen platt. Da ist selbst Putin wahrheitsgetreuer, der die Nato verantwortlich macht. Wir sind also mit in der Verantwortung und müssen wissen, wie weit wir gehen wollen, und das auch irgendwann entscheiden und mit unseren ukrainischen Partner besprechen. Im Moment gilt. Lieferung angemessener Waffen gegen die zweite Offensive und zwar subito! Aber nicht das Gehirn ausschalten.

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Monitoring 9. Mai

75 Tage Krieg

Kriegsverbrechen: Ukrainer verschwinden in Lagern-Teil der Evakuierten von Mariupol offenbar dort

kleiner Sieg in Mariupol: Parade muss wegen Sicherheitslage wohl ausfallen

Unser Beitrag zur Siegesparade:

www.facebook.com/100011052523495/videos/1119310512182895

RA dringt im Osten (fast) zur Oblastgrenzen vor.

Lager/Filtrierung/Deportation

Da in der deutschen Presse alles durcheinandergeht und bisher keine systematische Darstellung dieses dritten systematischen Kriegsverbrechens (neben Bombardement, Übergriffen) ist heute im Anhang unten ein Übersicht über das bekannte zum Lagersystem in den besetzten Gebieten aufgelistet (was ich seit Wochen, mehreren Medien zur Verfügung gestellt habe.)

Krieg

Tendenz: UA nimmt erfolgreich weiter Teile nördlich von Charkiv ein. RA konzentriert sich darauf, bis an die westlichen Grenzen der Oblasti Luhansk und Donetzk vorzudringen. Z. T. knapp davor und erfolgreich. (Einnahme des wochenlang umkämpften Popashne). Vorsicht UA unterschlägt in offiziellen Berichten Misserfolge. (!)

RA versucht weiterhin Flussüberquerungen über den Donetzk-fluß zu etablieren, der eine natürliche Barriere in Ost-West-Richtung ist, außerdem weiter Versuch Landverbindung zwischen Luhansk und Izyum (Eisenbahnknotenpunkt)

RA versucht mit Bombern Reste der UA Luftwaffeninfrastruktur zu zerstören. (westliche Militärexperten haben in jedem Interview auf dieses Defizit der RA hingewiesen, nun wird es kompensiert)

RA ballt immer noch neue Technik und Personal im Raum nördlich von Charkiv (mehrere Taktische Bataillone) (Offensive?) und im Raum Cherson.

RA gehandicapt, da Putin alle Kommandeure zur Parade beordert haben soll. Offenbar geht es im um eine neue ideologische und vermutlich auch (interne) Neuausrichtung. Auf Grund der Zentralisierung der RA bei den Kommandeuren, dürften die Einheiten heute etwas desorientiert sein.

Bombardement im Prinzip überall möglich auch Odessa, in Charkiv vollkommen ziellos, weil teilweise (Charkiv) nicht gelenkte Bomben eingesetzt werden. (Gehen den Russen die Missiles aus?)

 

Der Kommander des ASOW Regiments in Mariupol, Prokupenko, kritisiert )nicht das erste Mal ua Führung). Er meint (nicht zu unrecht), wenn die UA verhindert hätte, dass eine dauerhaft Krim-Landbrücke (von Sebastopol) Richtung Cherson entsteht, hätte man Mariupol retten können (offenbar russ. Armeenachschub von da, da dort die Eisenbahnverbindungen in russ. Haus). (Er hebt vermutlich darauf ab, dass Cherson wegen miliärischen Dilettantismus und Verantwortungslosigkeit der regionalen ua Führung eingenommen werden konnte.)

ASOW enttäuscht, dass UA keine militärische Rettungsaktion für M., die wohl schon seit Wochen vereinbart war (HuG Berichtete). UA Führung sagt (wie schon mehrfach, dass die Kapazitäten dafür fehlten. Stellt aber erstmals (!) Offensive zur Rettung von Mariupol in Aussicht, sobald genügend schwere Waffen vorhanden sind. (!)

Zahl der Panzerabschüsse Spitzenwert, falls Zahlen korrekt sind, als Folge westlicher Aufrüstung, die offenbar im Osten allmählich eintrifft.

 

Verwirrende Meldungen über Flucht und Gefangennahme Teilen der 36th Marineinfanterie in Mariupol. ASOW berichtet darüber, dass diese sie im Stich gelassen hätten und gefangen genommen bzw. getötet worden seien. Die russische Seite hat seinerzeit Derartiges vom zweiten (Iljitsch-)Stahlwerk berichtet (s.HUG), was die UA damals noch quasi dementiert hatte. (Ein Kommender vom 36Th trat in Videos mit ASOW auf.

 

Menschenrechtslage

regional unverändert schlimm, v.a. in Luhansk. Evakuierung wegen Beschuss nicht mehr möglich, Wasser und Stromversorgung bis Kriegsende zerstört, Opfer des Angriffs auf Schule können wegen Beschuss nicht geborgen werden, vermutlich (Rückrechung von Anwesenden minus Geborgene) bis zu 60 Personen verschüttet und vermutlich tot.

 

Besatzung

In Mariupol werden die ersten Märkte eröffnet. Das Leben „normalisiert“ sich langsam unter Besatzungsvorzeichen. d.h. auch weiter Verhaftungen. Da es keine Freiwilligen gibt, wird Geld für Aufräumungs- und Leichenentfernungsarbeiten geboten. Das Stahlwerk II (Illytsch) soll wohl wieder in Betrieb genommen werden. Das immer noch umkämpfte Stahlwerk soll möglicherweise demontiert werden. Der jetzige Besitzer, eine Gesellschaft unter dem Einfluss des Oligarchen Rihnat Achmatov, befürchtet offenbar Enteignung, denn alle Untervollmachten wurden widerrufen. (Um rechtliche Kollaboration zu verhindern)

 

Ua- Kriegs-Veteranen fordern Putin zur Freilassung der Soldaten im Bunker auf.

 

Siegesfeier

Moskau, vermutlich, wie zu erwarten Machtdemonstration und Einpeitschrede (ich könnte die inzwischen für Putin schreiben könnte, weil er zunehmend durchschaubar)

Unser Beitrag zur Siegesparade.-

www.facebook.com/100011052523495/videos/1119310512182895

In Mariupol soll die Siegesfeier -vermutlich wegen der Sicherheitslage im Stahlwerk-abgesagt worden sein. Statt dessen kleine Feier in dem Ortsteil im Westen, der am weitesten vom Stahlwerk entfernt ist. Aktionen der ua Seite sind zu erwarten.

 

 

Mariupol-Evakuierung-Filtrierung

Von den letzten 200 evakuierten Zivilisten aus dem Stahlwerk sind bisher (nur) 175 im ukrainischen Gebiet in Saprorischschja angekommen. (!) Die übrigen wurden vermutlich in ein Filtrierungslager in der DNR gebracht (vermutlich bei Bezimenne).

Dabei wurde eine Mutter, die in ein solches Lager gebracht wurde, von ihrer 4 jährigen Tochter getrennt. (Video) Wie mehrfach in HuG gewarnt, dürfte es sich um Verwandte der Kämpfer im Großbunker handeln, die sich wegen des Verfolgungswahns Putins gegen die Ukrofaschisten in akuter Lebensgefahr befinden, selbst wenn sie den Bunker verlassen.

Am Bunker selbst hat die RA ihre Möglichkeiten, mit Mörsern und Scharfschützen erhöht, jede „Fliege“ (Putin), die aus dem Bunker entweicht, (wie vorgestern schon geschehen) zu töten.

Dass ASOW jetzt lange Presseerklärungen per Telegram gibt, ist ein Zeichen dafür, dass ihr genauer Standort bei den Russen inzwischen bekannt sein dürfte, so dass sie dieses Risiko auf sich nehmen können, geortet zu werden. Unklar ist, ob Putin es wagt, den Großbunker mit bunkerbrechenden Bomben zu zerstören.

Lager-Festnahme-Filtrierung

Nördlich von Mariupol sind Kommunalverantwortliche filtriert, festgenommen, und zumindest einer gefoltert, verschleppt und nach Urteil in der DNR in Haft gekommen. Dieser Filtrierungsprozess ist ein Kriegsverbrechen. S. Dazu unten extra-HuG Report,

Zit. Menschenrechtbeauftragte der ukrain.-Rada: „Nach dem „Filtern“ wurde der Mann mit einer Tüte auf dem Kopf und mit Klebeband umwickelten Händen in unbekannte Richtung geschickt. Während des 5-stündigen Verhörs wurde er geschlagen, auf einen Stuhl gelegt und mit elektrischem Strom gefoltert. Und schon am nächsten Tag wurde er in die Untersuchungshaftanstalt in Donezk verlegt, wo er zwei Wochen verbrachte. Dann – 30 Tage in einer der Justizvollzugsanstalten in der Nähe von Donezk.“

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Monitoring 8.5. ca 6.30 Uhr

Soldaten im ASOW-Bunker droht Tod. So oder so.

Täglich verschwinden dutzende Menschen in Speziallagern (sog. Folterlager)- die deutsche Presse schweigt

Ist Krieg vor Wendepunkt?- russische Armee gibt Stellungen auf, aber brutale Kämpfe im Dobas, damit Putin nicht sein Gesicht verliert

Mariupol-Evakuierung

Die UA Soldaten und Verwundeten im Stahlwerkbunker in akuter Lebensgefahr! Es drohen Pest oder Cholera: Pest Bombardierung mit schweren bunkerbrechenden Bomben (Atom???)/Ausräucherung mit chemischen Kampfstoffen, Brandsätzen. Cholera. Kapitulation mit drohender Folter und evtl. Tod. Letzteres wurde mehrfach (!) von der russischen Seite angekündigt (s. Ria Novosti 4.4., Kadyrev, alles dokumentiert auf H-und-G.info), sei es durch Erschießen vor Ort oder Militärtribunal mit Todesstrafe nach russischem Recht.

S. dazu mein Artikel auf H-und-G.info (damaliger Sachstand kann substanziell ergänzt werden)

Falls es der internationalen Gemeinschaft nicht gelingt, die Soldaten und Verwundeten aus dem Bunker herauszueskortieren werden sie in Speziallager oder Spezialgefängnisse o.ä. kommen (ich habe schon vier identifiziert (!)- Recherche könnte bei mir abgefordert werden- CB 0171-5311140)), wo Putin sie kaum herauslassen dürfte. Die ASOW-Soldaten sind -wie wiederholt berichtet- das Symbol für die Spezialoperation gegen die Ukrofaschisten im Donbas!

 

Kriegsgeschehen

Vorsicht vor zu viel Eurphorie! Der UA ist es gelungen, fast den gesamten Norden von Charkiv zurückzuerobern, was das Bombardieren der Stadt schwerer macht. Aber! Die RA versucht einen Parallelweg zur Motorway E 105 freizuschießen. Sei es um die UA zu hindern, bis zur Russischen Grenze im Norden der UA vorzudringen, sei es um eine Offensive von Kursk/Beograd zu starten, wodurch die UA in die Falle geraten könnte. Wenn sich die RU ganz zurückzieht, hieße das, dass sie Charkiv als Kriegsziel tendenziell aufgibt und sich auf die Regionen Donbas und Cherson(Saprischschja) konzentriert. Das wäre nach der Schlappe bei Kiev die zweite Kriegsvorentscheidung. Aber (!) der Kippunkt ist noch nicht erreicht.

Brutaler Stellungskrieg v.a. in Luhansk, zivile Ziele bombardiert. Laur gefangener ru Soldaten geht es nur drum bis zum 9.5. die Grenzen der Oblasti zu erreichen. Nur kleine Gewinne von RA, meist Mondlandschaften. Versuch die (vorläufige) Oblasthauptstadt Swjewjerodonsk zu erobern.

Mariupol II

Dass die Zivilisten aus den 36 Luftschutzbunkern (ca 800) und v.a. die aus dem Großbunker unter ASOW evakuiert werden konnten, grenzt an ein Wunder. Selenskji hat angekündigt, dass das ein ganz großes internationales Diplomatiespiel war. Ob das für die ASOW-Kämpfer (plus Marines, plus, andere) klappt, ist m.E. höchst zweifelhaft. Putin braucht die Trophäe.

Gestern sind allein drei Soldaten aus dem Bunker erschossen worden, bei dem Versuch Zivilisten bei der Evakuierung zu helfen, Am Vortag ein Fahrer, plus Verletzte.

Humanitäre Lage

Schrecklich v.a. in Luhansk. Beschuss eine Schule, wo sie ein ganzer Ort im Bunker versteckt hatte. In einem anderen Ort zwei Minderjährige durch Beschuss getötet. Ironisch ausgedrückt Russland kennt keine Verwandten (laut Putin ist ja die Rus die gemeinsame Urzelle), rücksichtslos wird alles und jeder niedergemäht, damit Putin bis zum 9.5. sein Gesicht wahren kann. Es geht um ein (falsches) Prinzip. Dafür werden Kriegsverbrechen in Serie begangen!

Kollaborateure/Verräter

Die UA hat zunehmend mit Kollaborateuren/Verrätern zu tun. Der Bunkereingang/Tunnel zum ASOW-Stahlwerk soll verraten worden sein. Zuvor hatte schon ein Schichtführer, der RA Koordinaten für sensible Bereiche geliefert. (das ist in diesem elektronischen Krieg, die entscheidende Info). Auch der neue russische Bürgermeister von Mariupol soll Infrastrukturdaten verraten haben. Jetzt wurde im Donbas angeblich ein Spionagering ausgehoben, der Hinweise auf UA Stellungen gegeben haben soll. Möglicherweise sind es auch Stay behind-Kräfte die von Ru schon langfristig aufgebaut wurden.

Es ist keineswegs so, dass alle gegen die Russen sind. Zahlreiche, Verwaltungsleute und v.a. Lehrer haben die Seiten gewechselt und arbeiten mit der Besatzungsmacht zusammen. V.a. Mitglieder der Prorussischen OZ u.ä. Gruppierungen fungieren als „5. Kolonne“ und stehen für die Kollaboration bereit.

Offenbar gelingt es auch unter der einfachen Bevölkerung durch Versprechungen für Geld und Lebensmittel Anhänger oder zumindest Duldung bei der kriegsmüden Bevölkerung zu erlangen. Zu berücksichtigen ist, dass die die nicht abgehauen sind, oft zu der älteren (noch Russland verbundenen) und der sozial schwächeren Bevölkerung gehört, die jedem folgt, der ihnen etwas gibt. Auch die Informationsmanipulation durch die Besatzer greift, weil sie Untaten der „Faschisten“ enthüllen ( nach dem Modell Nürnberg/KZ im 2 WK) und damit und anderen fake news die Bevölkerung verwirren.

Besatzung

Der Versuch die Regionen Cherson, Donbas fest in das russische Herrschaftsgefüge einzubinden, geht weiter. Jetzt werden im Donbas offenbar russische Telefonvorwahlen eingeführt. (007). Das macht die Kommunikation mit Verwandten in anderen Teilen fast unmöglich.

In besetzten Gebieten wird weiter filtriert, d.h. für rausgefilterte Feinde: Festnahme, Folter, zuweilen Tod, auf jeden Fall längere Haft in Speziallagern (Sog. Folterlagern) oder Spezialgefängnissen. (vier von mir identifiziert, z.T. mit Fotos!- Recherche kann abgerufen werden-CB 0171-5311140)

Austausch von Personaldokumenten, Enteignungen, in einem Ort werden die Einwohner damit erpresst, dass sie am Montag den 9.5. zur Maiparade gehen, damit schöne TV-Bilder entstehen.

Monitoring 7.5. ca 7 Uhr

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Macht sich deutsche Presse durch Verschweigen mitschuldig? brutales Besatzugnsregime

oszillierender Stellungskrieg. Gefahr der Spaltung der UA im Donbas/Charkiv

Mariupol. Zivilisten und Verwundete aus ASOW-Bunker bislang offenbar gar nicht evakuiert. "Nur" Luftschutzellerinsassen

Vorbereitungen für Siegsparade in Mariupol, aber sie kann wegen ua Widerstand ins Wasser fallen

 

 

Besatzung

Die deutsche Presse macht sich inzwischen mitschuldig, weil sie vollkommen unzureichend über das russische Zwangsregime berichtet. Die Einführung des Rubel ist pillepalle gegenüber den hunderten (tausenden ???) Menschen, die verschwinden, gefoltert und vermutlich z.T. getötet werden. Zusammen mit der Massendeporation läuft hier ein politisch-ethnischer Bevölkerungsaustausch, der möglicherweise an der Grenze zum förmlichen Genocid durch Auslöschung der ukrainischen Identität liegt. Das ist zwar völkerrechtliches Neuland (weil nicht rein ethnische Verfolgung), aber die Frage stellt sich.

(H-und-G.info) hat drüber schon vor Ostern angefangen zu berichten, z.T. mit Video- und Fotobeweisen (!))

 

 

Kriegsgeschehen.

UA macht leichte Geländegewinne im Norden von Charkiv. (Armeebericht spricht jetzt von „Gegenoffensive“, die richtige soll aber erst passieren, wenn die schweren Westwaffen dort angekommen sind, was offenbar noch nicht der Fall ist (!)). RA macht leichte Gewinne in Luhansk und Donetzk. Die RA versucht nach wie vor, eine durchgängige Landverbindung neben der Hauptstraße zwischen Luhansk und Charkiv/Sumy herzustellen, die Besetzung der Oblaste Luhansk und Charkiv zu arrondieren und beide zu verbinden. Es gibt auch Versuche, die UA zu spalten, indem die RA zwischen Luhansk und Kramatorsk von Osten nach Westen durchzubrechen. Besonders schwierig Sjewjerodonetzk, das wohl gestern abende von der RA umzingelt war. Noch ca. 15.000 nicht evakuiert. Für meine Laienhaften Begriffe ist das Manöver der UA Charkiv im Norden freizukämpfen nach wie vor riskant. Wenn es der RA gelingt, von Russland vom Norden Richtung Charkiv durchzubrechen, sitzt ein wichtiger Teil der UA Donbasarmee in der Falle. Aber das weiß die UA. Deren Aufklärung täglich präziser wird. (Sie muss ja die Dörfer und Orte befreien, weil das den Menschen hilft und Charkiv vor Artillerieangriffen schützt.)

 

RA verstärkt nach wie vor Truppen und Ausrüstung im Donbas, v.a. aus Belgrad/Kurs/Voronesh-Richtung

 

Luftangriffe diverse, v.a auf Infrastruktur auch in geräumten Gebieten im Norden. Luftabwehr der UA dank westlicher Militärhilfe offenbar von Tag zu Tag besser: 14 Drohnen abgeschossen, ein Spitzenwert (!)

 

Ruhiger in Cherson/Zaporischschja.

 

Keine Zeichen eines Angriffs von Belarus. Aber dort ru Luftangriffskapazitäten und Reste von Bodentruppen.

 

Im Einzelnen ist das Kriegsgeschehen schwer nachvollziehbar, weil es teilweise um sehr kleine Orte oder Stadteile geht, die mit google maps nicht einfach zu identifizieren sind, da es z.T. mehrere Orte gleiche Namens gibt, und die unterschiedlicher Schreibweise in russische, ukrainisch, englisch, kyrillisch, lateinisch die Suchmaschinen überfordert. Es ist eine Art oszillierende Stellungskrieg, aber dadurch auch anders als Verdun. Es können jeden Tag entscheidende Durchbrüche oder Niederlagen stattfinden. Der Pferdefuß für beide ist der Nachschub. Die RA kommt vermutlich immer nicht nicht weiter als 100-150 km vom eigenen Territorium, weil dann die Logistik zusammenbricht. Bei der UA droht der Zusammenbruch der besseren Ausrüstung und des Ersatzes durch Bombardierung der Eisenbahn- Straßen und Brücken hinter dem Rücken der kämpfenden Truppen.

 

 

Mariupol

Die Evakuierung von Zivilisten und Verwundeten aus dem eigentlichen ASOW-Großbunker hat m.E. immer noch nicht begonnen (!), was die Presse in D. nicht peilt. Es geht derzeit immer noch um die ca 800 Personen aus den Luftschutzkellern. Die Evakuierung selbst von diesen ist schwierig, da immer wieder Evakuierungsfahrzeuge von der RA beschossen werden.

 

Die Kämpfe um den Groß-Bunker gehen weiter. Mit Bomben und Spezialtrupps versucht die RA in den Großbunker einzudringen, ist wohl auch schon zu einzelnen Eingängen vor- und teilweise in das 24 km große System eingedrungen. Angeblich wurden sie von ASOW mit Mörsern (!) zurückgedrängt. ASOW hat also offenbar noch Reste von Kampfkraft. Außerdem haben sie Ortskenntnis, die den Angreifern weitgehend fehlt. Es tobt also die brutalste Form des „Strassen“kampfes. Vermutlich haben auch die RA hohe Verluste von Elitekämpfern. (Deswegen war Kadyrov mit seinen Leuten, vermutlich nach Rücksprache mit Putin, vom Stahlwerk abgezogen, weil er sich nicht verheizen lassen wollte.) Offenbar steht die RA sehr unter Druck, die Sache am Bunker vor dem 9. Mai zu „erledigen“. Es gibt das Gerücht, dass Putin bei der Siegesparade ASOW-Gefangene in der Parade mitführen will. Ähnliches passierte 2014 bei der Krim-Parade.

 

 

Siegesfeier/Ziviler Widerstand in Mariupol

Es gibt zahlreiche neue konkrete (Foto) Hinweise auf die Vorbereitung in Mariupol. Ein Orchester übt, Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät, die erste Krankenambulanz wurde angeboten, Denkmäler aus Sowjetzeiten werden aufgehübscht und mit rot-gelben Farben drappiert. Die russische Regierung hat aber offiziell wohl nicht bestätigt. Es gibt möglicherweise Unsicherheiten wegen demonstrativer Sabotageakte. Schon jetzt gibt es zivilen Widerstand gegen die Umbenennung von Ua in Ru Namen in Mariupol. ASOW hat über Mittelsmänner nämliches angekündigt. Es könnte ein Showdown werden.

 

 

Humanitär

Unverändert. Regional schlimm. Hilfreich: medizinische (alles vom Transporjeep bis zu Medikamenten) und Katastrophenhilfe (z.B. Generatoren, Wassertanks) im Osten

 

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Monitoring 7.5. ca 7 Uhr

 

Macht sich deutsche Presse durch Verschweigen mitschuldig? brutales Besatzugnsregime

oszillierender Stellungskrieg. Gefahr der Spaltung der UA im Donbas/Charkiv

Mariupol. Zivilisten und Verwundete aus ASOW-Bunker bislang offenbar gar nicht evakuiert. "Nur" Luftschutzellerinsassen

Vorbereitungen für Siegsparade in Mariupol, aber sie kann wegen ua Widerstand ins Wasser fallen

 

 

Besatzung

Die deutsche Presse macht sich inzwischen mitschuldig, weil sie vollkommen unzureichend über das russische Zwangsregime berichtet. Die Einführung des Rubel ist pillepalle gegenüber den hunderten (tausenden ???) Menschen, die verschwinden, gefoltert und vermutlich z.T. getötet werden. Zusammen mit der Massendeporation läuft hier ein politisch-ethnischer Bevölkerungsaustausch, der möglicherweise an der Grenze zum förmlichen Genocid durch Auslöschung der ukrainischen Identität liegt. Das ist zwar völkerrechtliches Neuland (weil nicht rein ethnische Verfolgung), aber die Frage stellt sich.

(H-und-G.info) hat drüber schon vor Ostern angefangen zu berichten, z.T. mit Video- und Fotobeweisen (!))

 

 

Kriegsgeschehen.

UA macht leichte Geländegewinne im Norden von Charkiv. (Armeebericht spricht jetzt von „Gegenoffensive“, die richtige soll aber erst passieren, wenn die schweren Westwaffen dort angekommen sind, was offenbar noch nicht der Fall ist (!)). RA macht leichte Gewinne in Luhansk und Donetzk. Die RA versucht nach wie vor, eine durchgängige Landverbindung neben der Hauptstraße zwischen Luhansk und Charkiv/Sumy herzustellen, die Besetzung der Oblaste Luhansk und Charkiv zu arrondieren und beide zu verbinden. Es gibt auch Versuche, die UA zu spalten, indem die RA zwischen Luhansk und Kramatorsk von Osten nach Westen durchzubrechen. Besonders schwierig Sjewjerodonetzk, das wohl gestern abende von der RA umzingelt war. Noch ca. 15.000 nicht evakuiert. Für meine Laienhaften Begriffe ist das Manöver der UA Charkiv im Norden freizukämpfen nach wie vor riskant. Wenn es der RA gelingt, von Russland vom Norden Richtung Charkiv durchzubrechen, sitzt ein wichtiger Teil der UA Donbasarmee in der Falle. Aber das weiß die UA. Deren Aufklärung täglich präziser wird. (Sie muss ja die Dörfer und Orte befreien, weil das den Menschen hilft und Charkiv vor Artillerieangriffen schützt.)

 

RA verstärkt nach wie vor Truppen und Ausrüstung im Donbas, v.a. aus Belgrad/Kurs/Voronesh-Richtung

 

Luftangriffe diverse, v.a auf Infrastruktur auch in geräumten Gebieten im Norden. Luftabwehr der UA dank westlicher Militärhilfe offenbar von Tag zu Tag besser: 14 Drohnen abgeschossen, ein Spitzenwert (!)

 

Ruhiger in Cherson/Zaporischschja.

 

Keine Zeichen eines Angriffs von Belarus. Aber dort ru Luftangriffskapazitäten und Reste von Bodentruppen.

 

Im Einzelnen ist das Kriegsgeschehen schwer nachvollziehbar, weil es teilweise um sehr kleine Orte oder Stadteile geht, die mit google maps nicht einfach zu identifizieren sind, da es z.T. mehrere Orte gleiche Namens gibt, und die unterschiedlicher Schreibweise in russische, ukrainisch, englisch, kyrillisch, lateinisch die Suchmaschinen überfordert. Es ist eine Art oszillierende Stellungskrieg, aber dadurch auch anders als Verdun. Es können jeden Tag entscheidende Durchbrüche oder Niederlagen stattfinden. Der Pferdefuß für beide ist der Nachschub. Die RA kommt vermutlich immer nicht nicht weiter als 100-150 km vom eigenen Territorium, weil dann die Logistik zusammenbricht. Bei der UA droht der Zusammenbruch der besseren Ausrüstung und des Ersatzes durch Bombardierung der Eisenbahn- Straßen und Brücken hinter dem Rücken der kämpfenden Truppen.

Mariupol

Die Evakuierung von Zivilisten und Verwundeten aus dem eigentlichen ASOW-Großbunker hat m.E. immer noch nicht begonnen (!), was die Presse in D. nicht peilt. Es geht derzeit immer noch um die ca 800 Personen aus den Luftschutzkellern. Die Evakuierung selbst von diesen ist schwierig, da immer wieder Evakuierungsfahrzeuge von der RA beschossen werden.

 

Die Kämpfe um den Groß-Bunker gehen weiter. Mit Bomben und Spezialtrupps versucht die RA in den Großbunker einzudringen, ist wohl auch schon zu einzelnen Eingängen vor- und teilweise in das 24 km große System eingedrungen. Angeblich wurden sie von ASOW mit Mörsern (!) zurückgedrängt. ASOW hat also offenbar noch Reste von Kampfkraft. Außerdem haben sie Ortskenntnis, die den Angreifern weitgehend fehlt. Es tobt also die brutalste Form des „Strassen“kampfes. Vermutlich haben auch die RA hohe Verluste von Elitekämpfern. (Deswegen war Kadyrov mit seinen Leuten, vermutlich nach Rücksprache mit Putin, vom Stahlwerk abgezogen, weil er sich nicht verheizen lassen wollte.) Offenbar steht die RA sehr unter Druck, die Sache am Bunker vor dem 9. Mai zu „erledigen“. Es gibt das Gerücht, dass Putin bei der Siegesparade ASOW-Gefangene in der Parade mitführen will. Ähnliches passierte 2014 bei der Krim-Parade.

 

 

Siegesfeier/Ziviler Widerstand in Mariupol

Es gibt zahlreiche neue konkrete (Foto) Hinweise auf die Vorbereitung in Mariupol. Ein Orchester übt, Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät, die erste Krankenambulanz wurde angeboten, Denkmäler aus Sowjetzeiten werden aufgehübscht und mit rot-gelben Farben drappiert. Die russische Regierung hat aber offiziell wohl nicht bestätigt. Es gibt möglicherweise Unsicherheiten wegen demonstrativer Sabotageakte. Schon jetzt gibt es zivilen Widerstand gegen die Umbenennung von Ua in Ru Namen in Mariupol. ASOW hat über Mittelsmänner nämliches angekündigt. Es könnte ein Showdown werden.

Humanitär

Unverändert. Regional schlimm. Hilfreich: medizinische (alles vom Transporjeep bis zu Medikamenten) und Katastrophenhilfe (z.B. Generatoren, Wassertanks) im Osten

 

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H-und-G.info Monitoring 6.5. ca 6.30

Nachschub bedroht? Deutsche Kriegsdebatten gehen oft an Realitäten vorbei. Mariupol keine Lösung für den ASOW-Bunker und seine Insassen. Besatzungssystem wird ausgebaut.
 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

Monitoring 6.5.

Kriegsgeschehen

 

Die gestern vom Präsidentenberater benannte UA Gegenoffensive im Raum Charkiv (nicht Cherson wie gestern in HuG irrtümlich geschrieben) ist wohl eher eine psychologische. Es gibt keine nennenswerten Geländegewinne der UA. Im Gegenteil verstärkt die RA das Bombardement, sogar Straßenkämpfe (!) im Osten. Die Schwäche der UA in der Luft, bei Feuerkraft auf längere Distanz zeigt sich darin, dass die RA offenbar unbeschadet, Truppen und Gerät aus Russland von Beograd parallel zum Oski-Fluss nach Süden/Izyum zuführen und ihre Kräfte verstärken kann. RU kommt zwar offenbar kaum über den Fluss Donetzk und die Autobahn nach Charkiv Richtung Westen und macht nur geringe Fortschritte (aber dennoch) Richtung der Oblastgrenzen, hat die eroberten Gebiete aber kaum unter voller Kontrolle. Die Folge dieses Stellungs- und Abnutzungskrieges ist, dass der zweigrößte Feldherr aller Zeiten zerbombte Schweineställe und Keller mit Trümmern darüber im Donbas besetzt. Es wäre fast komisch, wenn es nicht so blutig tragisch wäre. Neue Ziele verstärkter Angriffe Kramatorsk und Severodonetzk, also weiter Achse Luhansk-Cherson.

 

Ähnlich im Raum Cherson, offenbar weniger heftig.

 

Ein Eingreifen von Transnistrien (schwache ru Kräfte) und Belaruss (Lukashenko äußert sich kritische zu Länge des „Krieges“ und atomaren Drohungen) wird eher als unwahrscheinlich angesehen, but never say no.

 

Nachschublinien

In der deutschen Presse nachgeplapperte amerikanische Statements, wonach der ru Beschuss von ua Nachschublinien, die Verteidigungsfähigkeit der UA nicht beeinträchtigt, sind ziemlich naiv. Natürlich tut es das, z.T. mit erschreckender Effektivität. Benzin im Donbas etc. ist z.T. Mangelware, was Evakuierung, Nachschub, Versorgung, Ausbesserungsarbeiten und last but not least Militärbewegungen, alles kriegsentscheidende Faktoren, zumindest verlangsamt. Die Ua profitiert allerdings von einem stark ausgebauten Eisenbahnnetz, einer offenbar relativ effektiven Verwaltung und Reparationstrupps, die überall versuchen, so schnell und so gut es geht, Bahn, Straßen, Brücken, Strom, Wasser, Medizin, etc., also Infrastruktur, wiederherzustellen. Da ist eine ganze Bevölkerung im Sondermodus, im Widerstand. Allerdings es gibt immer wieder Sabotage und Kollaboration, die diese Bemühungen konterkarieren. Deswegen immer wieder nächtliche Ausgangssperren (d.h. faktisch. jeder auf der Straße kann festgenommen oder erschossen werden)

 

Deutsche Diskussionen (eine persönliche Bemerkung)

z.B. die Diskussion bei Lanz gestern mit integeren, hochqualifizierten und von mir sehr geschätzten Teilnehmern.

M.E. sind diese Diskussionen zu stark ideologisiert (eine deutsche Schwäche) und es fehlt an Basiswissen (deutsche Presse zu unpräzise)

 

-beide Positionen haben z.T. Recht und z.T. nicht. Das liegt in der Sache an sich, denn es bleibt -obwohl wir Putin inzwischen relativ gut kennen – ein erheblicher irrationaler bzw. zweckrationaler Rest, der nicht wirklich kalkulierbar ist. Die Frage, ob eine Großeskalation (3.WK, atomar) droht oder nicht, und ob das vom Verhalten des Westens beeinflussbar ist, oder nur dem „Bedrohungsgefühl“ von Putin entspringt, kann keiner mit Sicherheit sagen.

 

-die Unterscheidungen von Angriffs- und Verteidigungs- bzw. schweren und nicht schweren Waffen ist weitgehend undifferenziert und damit kaum zielführend. Jede Waffe, sogar ein Messer, kann in bestimmten Situationen eine Angriffs- oder Defensivwaffe sein. Eine schwere Haubitze eignet sich auch als Angriffswaffe, ohne entsprechende Unterstützung aus der Luft oder am Boden dürfte sie aber kaum einen cm weiter kommen, also defensiv bleiben, usw.

 

-die eigentliche Unterscheidung, die für die politische Debatte (dass hier Laien, mich eingeschlossen, über einzelne Waffengattungen diskutieren, von denen sie gestern noch nicht einmal etwas gehört haben, ist ziemlich merkwürdig, es sollte um die politischen Implikationen gehen) ist die Frage der Gegenoffensive und ihrer Ziele. Die UA hofft die ganze Zeit auf eine Gegenoffensive mit unterschiedlichen Zielen: 1. Zurückdrängung der RA überhaupt, 2. auf die Grenzen vom 24. 2./ 3. auf die Grenzen von 2014. Punkt 1 ist der unproblematischste Punkt, und von hoher symbolischer Bedeutung (vor dem 9. Mai) und lebens-wichtig für die dort wohnenden Ukrainer. Punkt 2. berührt die Frage des „Gesichtsverlustes“, der klassisch als Verhandlungspunkt von denen benannt wird, die immer noch auf eine Art Vernunftslösung setzen (das ist der eigentliche Kern des Scholzbriefes). UA, USA und Scholz (!) haben aber inzwischen erklärt, dass diese Variante nicht in Frage kommt. Ob das rein verhandlungstaktisch ist, ist mir nicht klar. Punkt 3. ist die schwierigste Position. Wer Russland so weit zurückdrängen will, geht ein hohes Risiko ein, weil Russland die Krim, die Volksrepubliken von L und D als sein Land bzw. als Beistands- und potentielles Beitrittsgebiet ansieht. d.h. es ist für Russland eine no go-aerea. Für diese (v.a. Krim) gilt (und das ist m.E. in diesem Fall keine Propaganda) die rote Linie für die Berechtigung des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen. Ich erinnere, an die in D. kaum rezipierte Äußerung von Medwedjev/Sicherheitsrat zum atomaren Einsatz, die ziemlich rational wirkte, wenn man sich überhaupt auf solche Spiele einlässt.

 

-M.E. ist die Festlegung, wir (Nato/Deutschland) werden der UA nicht die Kriegsziele vorschreiben, ziemlich naiv. Überspitzt ist die UA jetzt und auf Jahre eine Art finanzielle und militärische Kolonie der EU/Natostaaten geworden. Ohne deren Hilfe würde die UA nur Tage existieren. (Eigentlich ist es ein Konflikt der Nato mit Russland geworden, der auf ukrainischem Boden ausgetragen wird, oder noch schlimmer ein Weltkonflikt, bisher ohne Weltkrieg) Damit ist automatisch eine Mitverantwortung aller westlicher Staaten für die weiter Entwicklung gegeben. Wenn der Westen eine Chance für eine Verhandlungslösung sieht (die m.E. derzeit nicht gegeben ist), kann er die UA dazu zwingend, diese Richtung einzuschlagen, wenn die Gefahr einer Eskalation besteht, dito. Das heißt nicht, dass der Westen/D das machen sollte, aber man muss sich der (Mit-)Verantwortung bewusst sein.

 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

 

Humanitäre Lage

Statt sich in D. Zu streiten, was richtig ist, sollte jeder das tun, wozu er stehen kann. Die UA ist viel pragmatischer. Sie braucht alles und ist für alles dankbar: von Verbandsmaterial, Notarztwagen bis Haubitzen.

 

Mariupol

Wie gestern. Vermutlich werden bisher „nur“ normale Bürger von Mariupol, und solche die in Luftschutzbunkern im ASWOstal untergekommen waren, evakuiert. Die Evakuierung im ASOW-Großbunker hat aus den mehrfach genannten Gründen vermutlich noch nicht einmal begonnen. Dieser wird nach wie vor bombardiert und von Elitekämpfern bedrängt. Offenbar hat ASOW/Marineinfanterie auch noch Feuerkraft aus abgedeckten Stellungen. Perspektive eher grausam und blutig für die, die im Bunker sitzen. Ergeben können sie sich faktisch nicht, da das für viele/die meisten Festnahme, Folter, Tod, bedeuten wird. Die Einzigen, die das richtig verstanden haben, ist der Schweizer Rundfunk. Das militärische Potential der Russen ist in M. derart ausgedünnt, dass die UA über einen Entsetzungsangriff nachdenken könnte, wenn es die entsprechenden Waffen hätte. Hat sie aber wohl nicht.

 

Parade 9.Mai

Die tragische Komödie -Skulpturen, Blumen, Kinder, junge Mädchen, Wiederkehr der russischen Ortsnamen, etc.- wird weitergeschrieben. Die potemkinschen Fernsehkulissen von Mariupol werden Putins Erfolge glanzvoll rüberbringen.

Die ua Seite spekuliert, ob der Zynismus so weit geht, dass ua Gefangene bei der Parade vorgeführt werden und mitlaufen müssen. Dann kann Putin sich gleich zum Cäsar/Imperator ausrufen lassen. Das hätte zumindest was von Ehrlichkeit.

 

Besetzte Gebiete

Nicht das Militär umzingelt die Region Cherson, sondern Sicherheitskräfte sind dort zugange, um das Besatzungsregime mit Volkserfassung, Enteignungen, Rubel, pro-russische Verwaltung, prorussisches Bildungssystem, Verhaftungen, Zwangsdeportationen, Zwangsrekrutierungen für zivile, Sicherheits – und militärische Aufgaben etc. abzusichern. Russen klauen weiter wie die Raben. Tauschen SIM-Karten gegen Autos, etc..

 

Die Frage, ob Cherson eine Volksrepublik wird, der Krim angeschlossen oder annektiert wird ist eine rein verwaltungstechnische um nicht zu sagen, akademische. Es soll zur Zersplitterung (Lawrov-Plan) der Kernukraine beitragen, und wäre in jedem Fall eine Zivil- und Militärkolonie Russlands analog zu Transnistrien, Ossetien, etc.., nur wohlhabender und bedeutsamer.

 

Orthodoxe Kirche

Man sollte den Papst für seine Nato-kritischen Äußerungen nicht schelten. Der Vertreter diese Weltkirche hat einen Blick dafür, dass „unsere“ Sichtweise viele zu Euro. und Nato-zentriert ist. Die Mehrheit der Weltstaaten unterstützt die Sanktionen n i c h t! Aus Furcht vor Russland (und China), aber auch weil sie skeptisch der US-Dominanz gegenüber sind (was Putin klar eingeplant hat). Der Äußerung des Papstes ist eine gute Basis, die Orthodoxe Kirche auf ein Gesprächsspielfeld zu ziehen (s.gestern), was man nicht unterschätzen sollte. (Auch 1989/1990 war die Katholische Kirche unter Woytila ein wichtiger Plaxer beim Systemchange). Das schreibe ich, obwohl ich von meiner Grundhaltung keineswegs Fan des Papismus bin.

 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

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Status 4.5. ca. 6.30 Uhr

neue Kriegsphase am 9.Mai?

Wie lange dauert Krieg

problematische Berichterstattung über Mariupol- wieviele Evakuierte halten die Russen fest?

kaum Chancen für weitere Evakuierung

Wiederaufbau wird teuer und zur faktischen Verwestlichung der UA führen

 

Kriegsgeschehen

Was passiert am 9. Mai?

Was mehrfach in H-und-G.info vorausgesagt wurde, ist inzwischen auch Erkenntnis der UA Militärspionage: Am Tag des Sieges (9. Mai) wird Russland vermutlich offiziell den Kriegszustand und die Massenmobilisierung ausrufen. Anders sind Dauer und Aufwand an Material und Menschen und Verlusten auch der russischen Bevölkerung nicht mehr zu verkaufen. Anders als in der deutschen Presse behauptet, gibt es schon lange deutliche Indizien: 1. Statt von Sonderoperation spricht Russland seit der zweiten Phase von militärischer Spezop, eine bedeutsame semantische Verschiebung auf dem Weg zum „Krieg“. 2. Faktisch hat die Massenmobilisierung schon lange begonnen. Die Armee rekrutiert wegen der bekannten Schwierigkeiten in den Separatistengebieten, der Krim, den besetzten Gebieten; schon länger werden zivile Spezialisten in Ru (für Fahrzeugreparatur z.B.) durch Rekrutierer in Betrieben mehr oder minder zwangsrekrutiert, es laufen patriotische Werbekampagnen, neuerdings ein Wettbewerb, welcher Ort die meisten Soldaten rekrutiert, es gibt eine Mindestnormzahl. Die “spannende“ Frage ist nur noch, ob Putin es wagt, Rekruten in den Krieg zu schicken. Da hatte er sich festgelegt, musste sich schon einmal korrigieren. Es gab immer wieder Ärger z.B. waren Rekruten (Koch) auf dem gesunkenen „Moskau“ im Einsatz, was selbst in RU Ärger machte. Die einfachen Soldaten sind die Archillesferse von Putins Plan. Deswegen wurde auch die Kommunikation der Soldatenmütter unterbunden. Irgendwie scheint sie aber immer noch zu laufen. 3. Das Narrativ für die Weitung der Kriegsziele ist schon lange vorbereitet: Weil Selensky die Faschisten (Nationalisten) unterstützt, muss gegen die ganze UA gekämpft werden, weil der Westen S. Unterstützt befindet sich Ru im heldenhaften Vaterländischen Abwehrkrieg. Das was die Ruhmreiche Sowj. Armee im zweiten Weltkrieg nicht vollenden konnte (weil sie im Vertrauen auf den Westen vorher abbrach), wird nun vollendet. Der neue Krieg schließt bruchlos an den II. Wk an. 4. Die Brainwashing-Strategie ist schon lange im Gange (die Ukrainer haben die Greueltaten begangen, die eigentlich auf das Konto der Russen gehen). Die „Tour der Wahrheit“, eine Pressekampagne im Donbas, hat neues Filmmaterial vorbereitet. 5. Die Eroberung des Asow Stahlwerkes ist eine Inszenierung. (Dass, wie in der Presse zu lesen, sich daran das Schicksal des Krieges entscheidet, ist ziemlicher Unsinn.) 6. Die Vorbereitungen für eine weitere Bodenoffensive laufen auf Hochtouren. Die Frage ist nur, ob Russland sie logistisch auf die Reihe kriegt. 7. Die Versuche um den Preis hoher Verluste die Grenzen von luhanks, Donetzk und Cherson zu erreichen, werden verstärkt. 8. Die Vorbereitungen zur Etablierung von neuen pro russischen Verwaltungseinheiten läuft auf Hochtouren, aber anders, als in der Presse dargestellt: Cherson dürfte nach Pseudoreferendum entweder Volksrepublik oder mit der Krim zu einer Art Neorossia vereinigt werden. Luhansk und Donezk werden sich (wie schon vor Wochen berichtet) durch einen politischen Beschluss oder ein Referendum Russland anschließen (was etwas anderes als eine Annektion ist, es ist einer Art plebiszitäre Annektion, bei der man vermutlich die „Loyalität“ der Bürger in den besetzten Gebieten testet. Die Region Mariupol (mit Langkreis etc.) wird (schon nachgewiesen) an den Oblast Rostov/Don angegliedert, also direkt den Verwaltungs- und Repressionsorganen der RF unterstellt. Schon jetzt werden Formular für die neuen Verwaltungseinheiten gedruckt. Als Kern der lokalen Verwaltung sollen Angehörige der russophilen ukrainischen OPZ-Partei fungieren, die nach Kriegsbeginn von der Rada ausgeschlossen wurde. (Man muss sich das als eine Art DKP zu SED-Zeiten vorstellen). Diese Übernahme ist offenkundig von langer Hand strategisch durchgeplant.

 

Fazit: An dieser vermutlich am 9. Mai beginnenden neuen Etappe des Krieges ist v.a. bedrohlich: 1. Es geht nicht mehr um die Ukraine, sondern um den Westen, wie schon in dem Artikel in der Ria Nowosti am 4.4. angekündigt. 2. Russland wird in einen geradezu hysterischen, patriotischen Abwehrmodus versetzt. 3. Durch die Überhöhung als einzige Macht, die den faschistischen Abwehrkampf führt, ist eine nahezu grenzenlose Kriegseskalation (bis zu nuklearen Waffen !?) legitimiert. 4. Dieses geradezu neototalitäre Narrativ kann sich verselbstständigen und daher zu irrationalen Entscheidungen oder Handlungen führen. (Es gibt jenseits von Putin genug Nationalisten in Russland, die aufgeputscht zur Pressure Group werden können.) Das ist weit gefährlicher als die russ- Truppen mit ihren bekannten Schwächen allein.

Kriegsdauer

Laut UA-Spionage-Erkenntnissen plant Ru den Krieg bis Herbst

Interessant eine Äußerung eines uA-Verantwortlichen. (mit meinen Worten:)Danach muss man den verlustreichen Stellungskrieg im Osten noch 14 Tage durchhalten, bis sich dank der westlichen Militärhilfe das Blatt wendet, danach beginnt die UA Gegenoffensive.

D.h. wenn keine der beiden Seiten aus sich heraus kollabiert (was bei beiden geschehen kann), wird sich die Sache noch hinziehen und noch weitaus schlimmer werden.

Kriegsgeschehen konkret

Der Krieg in der West und Ostukraine verläuft vollkommen anders. Im Westen werden von der RA relativ präzise mit Raketen von Schiffen (vermutlich cruise missiles) Infrastrukturziele beschossen. Es geht derzeit v.a. um Bahnlinien, um den ua Nachschub und westliche Militärhilfe für den Osten der UA zu verunmöglichen. Ein großer Teil der Treibstoffinfrastruktur (Raffinerie, Lager) ist bereits zerstört und macht der UA schon große Probleme. (guter Hintergrund in Süddeutsche Z. gestern) Der Tanklasterunfall gestern ist nur ein Indiz für die komplizierte Treibstoffversorgung. Dass auch immer wieder Zivilisten umkommen, sind „Kollateralschäden“ wegen der Lage der Ziele (sie werden ja auch aktiv von der UA betrieben), Folge der Abwehr (unkontrollierte Explosion über Wohngebieten) oder schlechter ru Zielgenauigkeit. Die UA-Regierung überhöht dies aus naheliegenden Gründen, während sie die Schäden klein redet.

Der Krieg im Osten basiert- wie mehrfach berichtet- auf der syrischen Strategie der verbrannten Erde. Russland schiebt immer mehr Ressourcen in das Kampfgebiet, jetzt auch smersch-Raketen Granatenwerfer (moderne Stalinorgeln, die ganze Landstriche zerbomben, teilweise mit Brand und Splitterbomen) Panzer usw. ein. Ru will unbedingt die Grenzen der Donbas-Oblasti erreichen und eine Landbrücke nach Charkiv durchschlagen, frisst sich aber bei geringen Gewinnen (Karte) fest und erobert nur Ruinen. Im Norden von Charkiv Geländegewinner der UA, die aber dabei Gefahr läuft, von Beograd/Ru eingekreist zu werden.

Humanitäre Lage

wie gehabt, regional schlimm, daneben immer noch blühendes Leben (wörtlich: Blumenblüte)

-Charkiv-Bevölkerung dauerhaft im Keller

-Evakuierung im Donbas läuft weiter, wegen Dauerbeschuss in Luhanks lebensbedrohlich bis unmöglich,

v.a. Alte, die ihr Hab und Gut und ihre Tiere nicht verlassen wollten, sind übrig und teilweise in der Falle

usw. usw.

Mariupol-Evakuierung

Alle Zahlen sind irreführend und stimmen nicht überein. Fest steht nur:

-ein Teil der Evakuierten wurde Richtung Osten (Russland, DNR) evakuiert

-ein Teil wurde Richtung Westen evakuiert

-die Evakuierung ist voll in russischer Hand (UN und IRC stehen eher daneben und dürfen mit der UA-Regierung die Busse organisieren)

-alle Evakuierte werden in Filtrierungslagern oder an größeren Checkpoints stunden-/tagelang überprüft. (Auch wenn ich es bald leid bin, zu wiederholen und es peinlich ist, was die deutsche Presse nicht berichtet) Filtrierungslager sind keine Flüchtlingsdruchgangslager, sondern ein Überprüfungsprozedere von Spezialkräften der Innenverwaltung der DNR/RF, einschließlich FSB, um Verdächtige herausfiltern zu können. Diese -vorzugsweise Männer im wehrfähigen Alter- könnten festgenommen, befragt, gefoltert, verschleppt, getötet werden! (alles nachgewiesen !) Im milderen Fall werden sie zu Videoaussagen gegen die UA gedrängt, zu Arbeitseinsätzen oder gar Militärverpflichtung gegen die UA gedungen.

Die UN gibt selber zu, dass nicht alle Evakuierten in der UA/Saporischschja angekommen sind (!) Es sind also schon Evakuierte, wie mehrfach vorhergesagt, bei der Filtrierung „ausgesondert“ worden. Diese sind m.E. alle in akuter Lebensgefahr. Eine Berichterstattung darüber könnte Leben retten, wie neben mir, auch kein geringerer wie der US-Außenmin Blinken meint. Nur der deutschen Presse scheint das nicht aufzufallen.

-Es sind immer noch x Personen (hunderte) im Bunker. Soldaten von vier Waffengattungen, Verwundete, Zivilisten

-bisher sind keine Verwundeten oder Soldaten evakuiert

Fazit: die Chance, dass die restlichen Insassen des Bunker evakuiert werden, liegt -wenn nicht ein Wunder geschieht- bei Null. Die Soldaten und die Verwundeten wird Russland nie ziehen lassen, weil man sie festnehmen und t.T. hinrichten möchte. Die jetzigen Insassen haben also eigentlich nur die Wahl des militärischen Todes oder der Festnahme, Folter und Tod durch die Russen. Daher ist die Wahl, Kampf bis zum Ende klar, zumal die auch weiterhin erhebliche Ru-Kräfte bindet, die nicht andernorts eingesetzt werden können. Die Zivilisten im Bunker dürften großenteils Verwandte der Militärs sein (es gab mehrere Hochzeiten), für die nahezu das gleiche gilt. Die Testevakuierung hat beiden Seiten gezeigt, dass es nicht funktioniert. ASOW schießt bei Waffenpausen (ru Behauptung durchaus glaubwürdig) , die Ru evakuieren nicht , sondern Filtrieren, damit keine „faschistische Fliege“ davon kommt. Ein Teil der Evakuierungen, die weiterlaufen, betreffen ohnehin die normalen Bürger, so dass alle Zahlen Schall und Rauch sind.

Mariupol-Kämpfe

Dass in M. der Endkampf begonnen hätte, ist „putzig“: Er hat nie aufgehört (!). Der Beschuss wurde allenfalls stundenweise ausgesetzt und dann intensiver fortgesetzt. Wie mehrfach berichtet, durchstreifen RU Spezialkräfte (Antiterror, FSB, etc.) in den Bombenpausen das Gelände und das angrenzende Gebiet und räuchern es aus, bzw. erkunden sie neue Ziele. Für beides gibt es -z.T. auch von gestern- Videobeweise. Dieses kann noch lange so weiter gehen, zumal die Bunkerinsassen vermutlich besser bevorratet sind, als behauptet. Oder Putin kommt mit dem ganz großen Hammer, welcher Art auch immer. (5 Tonnen-Bomben, Chemie- bunkerbrechende ...Waffen) Wie gesagt, das Ziel ist hochgradig ideologisiert, was nahe zu jedes Mittel erlaubt.

Hybrider Krieg

-Weiter wird durch Klau und Silozerstörung die Ernährungs- und Exportgrundlage der UA untergraben

-Ru versucht das Internet in den besetzten Gebieten zu kapern, mit bots wird versucht in Computer von Bewohnern einzudringen, das Internetangebot wird gefiltert und durch eigene Angebote manipuliert.

Wiederaufbau

Die Ukraine befindet sich gleichzeitig im Verteidigungs-, Widerstands- und Aufbaumodus. Neben dem täglichen Versuch, Infrastruktur wiederherzustellen, gab es in den vergangen Tagen Konferenzen zu den Schäden. Insgesamt sollen sie bei 600 Milliarden Dollar liegen. Die USA bereiten sich auf Regierungs- aber auch auch Wirtschaftseite (Wallstreetjournal CEO-Konferenz) darauf vor, zu investieren. Die Deutsche Wirtschaft scheint mehr über Rückzugs und und Verlagerungspläne zu diskutieren. Da das BSP der UA um 50% abnehmen dürfte, ist die UA- abgesehen von Manpower- vollständig auf Hilfe von außen angewiesen. Andernfalls wäre sie ein failed State. Ob mit oder ohne EU und Nato, die UA wird dank Putins Aggression durch Dollar und Euro faktisch Total-verwestlicht

 

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H-und-G. Monitoring 3.5. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

Verbrannte Erde, Russland sammelt sich für Weiteres

Aus Mariupol-Bunker offenbar noch keiner in Sicherheit (!)

US-Botschafter klagt russische Filtrierungslager an. Wacht die deutsche Presse nun endlich auf?

Grauenhafte Details aus den besetzten Gebieten: Vergewaltigung, Plünderungen

 

Kriegsgeschehen:

Strategie der verbrannten Erde. Dörfer und Siedlungen werden durch Flugzeug- und Artilleriebeschuss dem Erdboden gleichgemacht.

Bombardement, leichte Landgewinne, kaum russischen Bodenattacken in Charkiv. Donbas, Cherson-Region. Truppennachschub von Woronesh. Vermehrt Tieffliegerangriffe, die derzeit von der UA schwer zu kontern sind. Offenbar Neugruppierung für neuen Angriff oder neue Strategie.

Raketenbeschuss Odessa, in Wohnheim 1 Kind getötet, eines verletzt. Welchen Sinn macht es: westlichen Nachschub treffen, Demoralisierung. Infrastruktur, fehlgeleitete Raketen?

UA Armee kleinere Rückeroberungen, Abschuss von zwei Patrouillenbooten an der Schlangeninsel keine militärische, aber große symbolische Bedeutung (Briefmarke). Mehrere Explosionen in der Region Belgrad lassen inzwischen auf systematische Ua Angriffe oder Sabotageakte schließen. Damit sind zwei wichtige Zugänge für Nachschub oder Bodenoffensive von Russland (Beograd, Kursk) von der UA unter Beschuss. (auch nördlich von Charkiv, Straße, Eisenbahn, Brücken).

Humanitäre Lage

In Luhansk Evakuierungskräfte mehrfach beschossen, teilweise E nicht möglich

Krankenhauseinrichtungen werden geplündert und nach Russland verbracht

In Charkiv müssen die Menschen wegen Beschuss Tag und Nacht in Kellern und Bunkern bleiben, weil offenbar Sabotagetrupps gefürchtet werden, gab es nachts ein strenges Ausgehverbot

Grauenhafte Schilderungen vom Besatzungsalltag in Mariupol, Massenvergewaltigung, Plünderungen

nach ru Angaben sind über 1 Mio Menschen, darunter 200.000 Kinder (Umerziehung)

Zur Evakuierung Mariupol

Bisher kaum erfolgreiche Evakuierungen aus ASOWstal-Bunker. Ob die 40 plus 100, plus 20, die vermeldet wurden, alle aus dem Bunker kommen, ist zweifelhaft, z.T. dürften es „normale“ Bürger sein.

Durch heftiges Bombardement des Stahlwerkes (Brand) wurden gestern weitere Evakuierungen verhindert, d.h. es wurden fast ausschließlich „normale“ Bürger -und das mit Stunden Verspätung- evakuiert.

UA-Meldungen besagen, dass gehofft wird, dass heute (!) Menschen aus M. von Berdjansk (westlich M) nach Saporischschja abfahren. Das lässt darauf schließen, dass die am 1. Mai Evakuierten, keineswegs gerettet sind, wie die deutsche Presse behauptet, sondern wie von H-und-G.info vorhergesagt, in russischen Lagern festsitzen.

Ist schon ein Zivilist aus dem ASOW-Bunker im ukrainischen Gebiet angekommen? Ich kenne bislang keine Meldung. M.E. sitzen die wenigen, die rauskamen in den Filtrierungslagern der Russen westlich und östlich von Mariupol fest. Angeblich will ein Teil nach Russland. Was sehr merkwürdig wäre. Ob UN und IRC kontrollieren, was in den Filtrierungslagern geschieht und was bei den Verhören, ob die Entscheidung, nach Russland zu gehen „freiwillig“ ist oder erpresst (die Männer der Evakuierten sitzen ja teilweise im Bunker) darüber gibt es keine Meldungen, was beunruhigend ist. In solchen Lagern verschwinden immer wieder v.a. Männer. Machen sich IRC und UN zu nützlichen Idioten?

Der Botschafter der USA berichtet von 4 Filtrierungslagern, in denen gefoltert wird und Leute verschwinden. Vielleicht nimmt sich jetzt die deutsche Presse dieses Themas an, was ebenso brisant ist wie der Krieg selbst. HuG.info hat schon seit Ostern auch mit Details über diese Lager berichtet. Es gibt immer mehr Folter-zeitzeugen bzw. Tote mit Foltermerkmalen- Butscha ist überall! Terror ist Teil der ru Kriegsführung.

Es sitzen nach UA angeblich noch 200 zivilisten, mehrere hundert z.T. schwer Verwundete und x Soldaten, u.a. die Kommandoebene von ASOW und den 46th Marines im Bunker fest. Putin hat es abgelehnt, letztere zu evakuieren, es sei denn sie würden sich ergeben. Nach russischem Besatzungs-“recht“ droht ihnen vermutlich die Todesstrafe.

Besetzte Gebiete

Die US-Regierung hat inzwischen immerhin erkannt, dass Putin die Oblasti Luhansk, Donbas, evtl ChersonRussland einverleiben will. HuG hat diese Pläne schon vor Wochen berichtet. Schema: Terror gegen Bevölkerung, Deportation, Referendum, Aufnahme durch Duma, Unterzeichnung durch Putin.

Offenbar versucht Ru mit Mediensperre und eigenen Medien Bevölkerung durch Brainwash and fake news umzuerziehen.

 

Anhang Schilderung Mariupol unter Bestatzung

Der ukrainische Schauspieler, Star der Filme „To Catch Kaydash“ und „Fortress“ Taras Tsymbalyuk ist mit der aus Mariupol stammenden Maskenbildnerin Tina Antonenko verheiratet. Die Mutter und die Großmutter des Mädchens blieben bis Ende März unter ständigem Beschuss in der Stadt, danach gelangten sie wie durch ein Wunder an einen sicheren Ort. Die Familie erhält weiterhin schreckliche Nachrichten von Bekannten, die weniger Glück haben.

Auf seiner Instagram-Seite erzählte Taras Tsymbalyuk, wie die Menschen in Mariupol leben, einer ukrainischen Stadt, die russische Truppen vom Erdboden vernichten.

Meine Familie stammt von dort. Tina und ihre Mutter bekommen jeden Tag etwas von Freunden geschickt. Was dort passiert, ist die ultimative Hölle. Hunderte von Russen vergewaltigte Frauen begraben ihre ermordeten Ehemänner und Söhne. Es gibt weder Wasser noch Licht. Diese Frauen haben nicht einmal die Chance, sich nach dieser Hölle zu waschen. Sie können nicht abtreiben, weil es keine medizinische Versorgung für Zivilisten gibt“, schreibt der Schauspieler.

Er bemerkte, dass Zivilisten essen und trinken, was sie müssen. Die Überlebenden müssen sich zusammen mit ihren Kindern in den Notunterkünften von Azovstal verstecken: „Sie haben so viele Explosionen und Einschläge von Granaten gehört, dass ihr Bewusstsein für den Rest ihres Lebens verstümmelt war.“

Taras Tsymbalyuk fügte hinzu, dass die Plünderungen in Mariupol weit verbreitet sind: Die Russen nehmen alles, was überlebt hat, aus der Stadt. Bei der humanitären Hilfe handelt es sich größtenteils um gestohlene Produkte.

„Ein winziger Prozentsatz der humanitären Hilfe geht dorthin. Die Russen geben die beschlagnahmten Produkte in kleinen Mengen hauptsächlich an die pro-russische Bevölkerung ab. Es gibt mehrere Filtrationslager: Ständig verschwinden Menschen, Männer werden gewaltsam mobilisiert oder in ihren Hauptquartieren gefoltert“, fügte der Schauspieler hinzu.

Trotz all des Schreckens, der der Ukraine und der zivilisierten Welt offenkundig ist, bereiten die Russen die Stadt auf die Parade am 9. Mai vor und erwecken die Illusion einer Genesung.

„Dort haben sie aktiv damit begonnen, die Leichen der getöteten Ukrainer einzusammeln. Sie zwingen sie, die unter den Eingängen begrabenen Opfer des Genozids auszugraben. Dazu zwingen sie die Einheimischen, erpressen sie mit Essen, schreibt Tsymbalyuk. - Diese *** nach der Zerstörung der Stadt und mehr als 20.000 Toten säubern jetzt die Stadt und bereiten sich auf die Maiparade vor. Es ist eine komplette Katastrophe. Dies ist eine gewaltige Tragödie, die nicht einfach beobachtet werden kann. Die Welt muss reagieren!“ - schrieb Tsymbalyuk.

H-und-G. Monitoring 29.4. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

 

 

Status 1.5. und 2.5. ca 7.00 Uhr

Russland erhöht Druck im Donbas

Mariupol. Evakuierte nach wie vor in Gefahr

Wirtschaftskrieg gegen UA- kleptomanische Kriegsführung

Internetabschaltung als Vorbote der dritten Angriffswelle?

 

Kriegsgeschehen

Wie in den Vortagen. UA erobert Terrain nördlich zwischen Charkiv und der russ. Grenze, dafür macht die RA eine Meter im Donbas gut. Beunruhigend ist, dass die RA weiterhin ihre Kräfte sowohl in der UA als auch hinter der Grenze weiter verstärkt. Ein taktisches Bataillion (1000) wurde von Mariupol in die Donbas-Schlacht geworfen, angeblich ein weiteres mit Soldaten, die in der DNR rekrutiert worden waren (schlecht ausgebildet teilweise alte und Minderjährige). Wo die Wagnertruppen sind ist unklar. Kadyrov vermutlich in Luhansker Region.

Die schweren Waffen aus dem Westen, die gerade gebraucht werden (Haubitzen über weite Distanz) sind noch nicht angekommen (!)

Im Raum Cherson/Saporischschja, werden offenbar auch Offensiv und Massierungsvorbereitungen gestartet. Es geht nicht nur um das Donbas, sondern nach wie vor die Cluster/Oblasti Charkiv, Donbas, Cherson/Saporischschja (mit Dnjepo) plus Odessa/Südbug,

hybrider Krieg

Nach aktuellen ua Meldungen entführen die Russen Getreide und Mähdrescher, blockieren ua Getreideexporte in den Häfen (ca 40 Schiffe!). Dies läuft schon seit längerem. Es geht nicht nur darum, dass Russland sich selber Ressourcen zuführen will, es geht auch darum die Rest-UA ökonomisch niederzuringen und zu schwächen. Derzeit ist Aussaat, was jetzt nicht erledigt wird, kann im Herbst nicht geerntet werden.

Ebenso geht es darum, der UA die Häfen und die wichtigsten industriellen Zentren zu entreißen (Dniepo und Mariupol und Odessa, neben Kiiv), offenbar um sie in die RU-Ökonomie zu integrieren. Deswegen war RU mit der Beschießung des Stahlwerkes zunächst „zurückhaltend“, bombardierte dann aber von Bombern mit nicht gelenkten Waffen, so dass die Schäden inzwischen hoch sind, wie Satelitenbilder zeigen. Putin opfert für das Symbol des Asow-Bataillons ein ganzes Stahlwerk (!)) Allerdings das Gelände ist sehr groß und es gibt noch ein zweite Stahlwerk.

Humanitäre Lage

Die Ua Menschenrechtsbeauftragte der Rada hat darauf hingewiesen, dass Männer, die von den Russen gefangen oder verschleppt wurden und zurückkamen, von Folter, Misshandlungen und schlimmen Umständen (Nahrungsmangel etc.) berichteten.

In einem Ort in Luhansk der zurückerobert wurde, waren die Menschen von der RA aus den Häusern vertrieben und saßen 2 Monate ohne Versorgung, Strom etc. in den Kellern. (Die überleben das, weil im ländlichen Raum immer noch eine bäuerliche Vorratswirtschaft auf Basis von Gärten etc. existiert.)

Im Donbas (Norden und Süden) sind ca 80% der Bevölkerung evakuiert, d.h. aber dass noch einige hunderttausend da sind, die eine Gegenoffensive der UA behindern. (UA kann nicht eigene Leute beschießen). Die Evakuierung kommt v.a. in Luhansk wegen des Beschusses fast vollkommen zum Erliegen. Tragisch ein Evakuierungsbus wurde beschossen (Blut im Bus), der Fahrer entführt und offenbar gefoltert. Er, der wochenlang evakuiert hatte, sagte in den sozialen Medien, die UA würde nicht evakuieren. Andere fakes behaupten, die ua Evakuierung sei teuer und bieten kostenfreie Evakuierung nach RU an. Es werden auch Leute mit Geld gelockt, mit den Invasoren zu kooperieren. Das ist v.a. beim Prekariat nicht erfolglos, so dass die Ru Propaganda genügend Willige findet, um ihre Befreiungslüge in Ru zu verbreiten.

 

Widerstand

die UA-Regierung ruft die Bevölkerung in den besetzten Gebieten zum totalen Widerstand auf.

In Cherson wieder Proteste

In Russland ca 200 Personen bei Mai-Protesten festgenommen (bindet Sicherheitskräfte in Ru, die nicht in der UA eingesetzt werden können)

 

Besatzung

In Cherson Rubel eingeführt, Wahlvorbereitung,

Weiter Kommunalpolitiker entführt, man weiß nicht wohin (Lager!)

In zwei Regionen wurde das Internet lahm gelegt. Dies erschwert die Kommunikation der UA administration mit der Bevölkerung, außerdem können so russische Soldaten nicht im Internet Informationen nach Hause schicken, und die AU Bevölkerung ihrer Armee und Verwaltung keine relevanten Tips z.B. über Truppenbewegungen schicken.

 

Kleptomanische Kriegsführung

Die Russen klauen wie die Raben: neben agrarischen Maschinen, Autos, Privateigentum, Plünderung von Wohnungen, Kunstgegenstände aus einem Museum in Mariupol, medizinischen Ausrüstung aus Krankenhäusern. Da das offenbar sowohl der persönlichen Bereicherung als dem russischen Staat dient, kann man von einer kleptomanischen Kriegsführung sprechen. Mehr noch. Das ganze System Putin funktioniert so. Um die Leute, in diesem Fall die unmotivierten Soldaten bei der Stange zu halten, darf sich im Reich Putins jeder selbst bedienen, angefangen von der Nummer 1 bis zum letzten Rekruten.

Mariupol

Die Gefahr dass ein Teil der aus dem Stahlwerk evakuierten, von den Russen festgenommen und verschleppt wird ist sehr hoch (!). Die ersten Gefangenen wurden laut Agentur und Foto und Videobeweis nach Bezimenne gebracht, d.h. in ein russ Filtrierungslager (!).

Zivilisten, die die ASOW-Bunker verlassen, sind höchst gefährdet. Nach vorliegenden Informationen werden sie in Lager Bezimenne 80 km östlich von Mariupol verbracht. Dieses kein Flüchtlingsdurchgangslager, wie fälschlicherweise von der russischen Seite behauptet wird. Es ist ein Filtierungslager. Nach bisherigen Erfahrungen werden dort alle Personen von russischen Sicherheitskräften erkennungsdienstlich behandelt und in Datenbänken überprüft. Ca 5-10% der wehrfähigen Männer werden nach bisherigen Erfahrungen und Zeitzeugenschilderungen aussortiert und zu Verhören verbracht. Folter ist bei solchen Verhören durchaus üblich. Wohin sie gebracht werden, ist unklar, nach bisherigen Erkenntnissen wohl in Gefängnisse und Speziallager für mutmaßliche „Feinde“. Die die die Filtrierung überstanden haben, werden üblicherweise nach Taganrog in Russland/Rostov transportiert und von dort aus von der Verwaltung in ganz Russland verteilt. Bürge aus Maripol wurden schon nach Fernost gebracht. Kinder werden manchmal ihren Eltern entzogen und in Umerziehungsanstalten gebracht. Insbesondere ASOW-Soldaten und deren Angehörige sind höchst gefährdet, wenn sie in solche Lager kommen. Verwandte werden als Erpressungspotential missbraucht.

 

Mehr zumThema: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer oder hh-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Die deutsche Presse verwechselt die Evakuierung aus dem Stahlwerk und die „normale“ für die Zivilbevölkerung, die heute um 7 Uhr Ortszeit (Sommerzeit) weitergeht. Die aus dem Stahlwerk geht offenbar richtung Osten, die für die Normalbevölkerung Richtung Westen über ein „Milderes“ Filtrierungslager bei Dorf Mangush in der Nähe von Berdyansk.

Das Stahlwerk wurde nachts weiter beschossen, offenbar um die Soldaten /ASOW im Bunker mürbe zu machen.

H-und-G. Monitoring 29.4. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

Status 30.4.2022

Zerstörungskrieg geht weiter, Donbas bald menschenleer

Mariupol wird für die Siegesfeier vorbereitet

Kriegslage

Wenig verändert. Russland verstärkt weiterhin Angriffe aus der Luft, mit Artillerie und Zuwachs von Truppen.

Der UA ist es gelungen, die Straße zwischen Charkiv und Russland zu besetzen und eine Brücke zu zerstören. Damit ist die Gefahr eine Einmarsches von Kursk im Norden, reduziert.

In gesamten Donbas macht die russische Armee Meterweise Gelände, indem sie mit starkem Beschuss die Orte dem Erdboden gleichmacht, Orte wie Marianka sehen aus wie Mariupol. Es scheint der russischen Armee zu gelingen Ponton-Brückenübergänge über den Fluss Donetzk zu bauen, was Voraussetzung der kompletten Eroberung von Luhansk ist.

Ob die eigentliche Großoffensive noch kommt, oder ob die RA durch permanente Nachführung von Truppen die UA zermürbt und weiter langsam vorrückt wie bisher, ist schwer auszumachen.

Besatzung

Russischen Besatzer streben die Übernahme des größten KKW in Saporischschia an. Das heißt, sie wollen die Industrie-Region Djnepo einnehmen.

Humanitäre Lage

Schlimm v.a. im Donbas. Im feuen Teil vom Oblast Donetzk sind von 1,6 Mio Einwohnern nur noch ca 350.000 übrig! Der Rest geflohen, bzw. evakuiert. Die ua Verwaltung, kämpft zum jeden Menschen und fährt Alte und Behinderte raus.

Der Aufruf der Verwaltung: „Ich appelliere noch einmal an die Bewohner der Region, insbesondere an diejenigen, die nahe an der Grenze leben: Geht, rettet euer Leben, den Russen sind Zivilisten egal, sie kamen in unser Land, um zu töten!“

Es gibt massives Plünderungsproblem.

Mariupol

Mariupol wird für Siegesparade (evtl. schon 1. Mai) aufgehübscht. „Pressereise“ von russischen Besatzern soll russische Sicht der Befreiung des Donbas vor den Nazis propagandistisch vorzubereiten.

Die gesamte Stadt wird „filtriert“, d.h einer Sicherheitsüberprüfung durch russische/ DNR-Spezialkräfte unterzogen. Männer dürfen die Stadt ohne Prüfung weder verlassen noch hineinkommen. Nach älteren Angaben werden bis zu 10% der Männer aussortiert. Wohin sie verbracht werden, ist unklar. Vermutlich in Isolierungslager, wo die „verhört“ werden.

Die Besatzer haben vier Krankenhäuser in der Nähe von ASOVstal evakuiert, dabei medizinisches Gerät Richtung Russland demontiert.

Beschuss des ASOW-Bunkers geht weiter, angeblich 600 Verwundete im Bunker. Soldaten bitten Erdogan um Evakuierung.

Die ua Stadtverwaltung von Mariupol ist im „Exil“. Z. T. Im Militärbunker, in Dnjepo gibt es Mariupolzentrum: Motto Mariupol sind die Menschen das ukrainische Mariupol lebt weiter.

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Status 29.4.

Ukrainische Armee in prekärer Lage

Abnutzungs-und Zerstörungskrieg

Schäden immens

Unabhängiges Südrussland mit Rubel in Planung

Mariupol: Unsagbar

 

Krieg

Die RA macht langsame Fortschritte bei einer durchgehenden Verbindung zwischen der Region Charkiv und Luhank

Jeden Tag gibt es das Risiko, dass die Uarmee eingekesselt und gespalten wird. Das zeigt eine Karte von vor einige Tagen deutlich. Die UA rückt im Norden von Charkiv vor, weil die RA schwach ist der sich zurückgezogen hat. Die UA haben Geländegewinne. Sind aber zwischen russischen Truppen südlich und der Gefahr, dass von Russland neue Kräfte zugeführt werden, ausgesetzt. In ähnlicher Lage musste sich dies UA schon einmal zurückziehen und die RA machte starke Gewinne, konnte sogar den Donetzk-Fluss überqueren.

Die Lage der ua Armee ist schwieriger, als oft berichtete. Die RA führt einen brutalen Abnutzungskrieg. Auf UA Seite heißt es immer, es gäbe keine Strategischen Gewinne und die Angriffe seien unter hohen Verlusten zurückgeschlagen worden. aran stimmt vermutlich nur der zweite Teil. Nur die Russen kalkulieren Verluste auch ihrer eigenen Leute offenbar zynisch ein. Sie gehen davon aus, dass sie größere Kapazitäten haben und daher gewinnen werden. Auch wenn das von der Ua wegen Motivation, westlichen Waffen, etc. vielleicht gekontert werden kann, ist der Preis enorm: Die RA zerstört notfalls jeden m², den sie erobern will. s.u.. Außerdem wird die AU Armee ständig unter Beschuss gehalten, um Umgruppierungen zu verhindern, mit Drohnen sollen Stellungen erkundet werden, um die UA dann gezielt auszuschalten. Im Gegenzug sind die UA beim Abschuss von Drohnen (dank westlicher Hilfe) immer erfolgreicher.

Im Moment dienen die russischen Reserven im eigenen Land, der Ersetzung von Verlusten, und der begrenzten Verstärkung. Ob die Kräfte für eine Großinvasion im Moment ausreichen, ist nicht klar.

Militärpotential wird von Mariupol abgezogen und Richtung Shaporischschja orientiert. Das entspricht dem Plan auch Dnjepopetrovsk einzunehmen, was sekundäres Kriegsziel ist.

Schnelle Kommentare nach der zweiten Invasion, Russland hätte nichts dazugelernt, weil es auf allen Seiten gleichzeitig angreifen würde (was zum Teil der Zersplitterung der Ua Kräfte bis Wolhynien und Transnistrien dient) waren m.E. verfrüht.

Die Sabotageakte sind inzwischen mehr oder minder nachweislich Provokationen der russ Seite (Bericht Euronews)

 

Humanitäre Situation

Dramatisch in vielen Regionen: hier nur beispiele

-in Charkiv können die Menschen wegen Bomben kaum das Haus verlassen

-in Mariupol drohen Seuchen, weil der Müll runliegt und die Wasserzufuhr und Abwasserkanalisation nicht funktioniert, die Besatzer sollen die Bevölkerung nicht ausreichend ernähren, vermutlich um sie zu bewegen, sich nach Ru evakuieren/deportieren zu lassen

-im freien Luhansk gibt es kein Wasser mehr, was sich aus bis Kriegsende nicht mehr ändern wird. Auf Orte wie Rubishne (ex 56.000 EW) werden laut lokaler Angaben „ 3-4 Mal am Tag angegriffen. Hunderte von Granaten kommen über all nieder. Feindliche Panzer schießen ohne Unterbrechung. Der Besatzer schickt neue und neue Kräfte, um die Verteidigung zu durchbrechen, aber nur Verluste zu tragen, und die Lebenden fliehen vom Schlachtfeld.“ In der Region Donezk, darunter Mariupol und Volnowah, wurden mindestens 300 Bildungseinrichtungen beschädigt oder zerstört: 143 Schulen, 127 Kindergärten, 16 Berufsschulen und 14 Hochschulen.

Im Donbas sind 10.000 e noch nicht evakuiert, oft Angehörige der schwächeren Schichten, die z.T. auch über keine elektronische Kommunikation verfügen, insofern desorientiert sind. Sie werden teilweise Einzeln oder in Kleingruppen von Freiwilligen mit Privatfahrzeugen evakuiert-trotz Beschuss.

Der Wiederaufbau der beiden Oblast wird nach jüngsten Schätzung mindestens 10 Jahre dauern.

In der Ukraine gibt es 600.000 Obdachlose Binnenflüchtlinge, mehr als 10% sind außer Landes, 1 Mio evtl in Russland

Mariupol

Humanitär Lage prekär s.o. , aber anders als in den Medien

Der ASOW Bunker wird jetzt tag und nach beschossen, wie vorhergesagt, wohl auch mit mehrere Tonnen schweren Bomben. Sogar das Bunkerlazarett, obwohl bekannt wurde beschossen (Kriegsverbrechen!) . Laut ASOW wurde es getroffen. Wenn das stimmt, muss die Lage der zahlreichen z.T. schwerverwundeten im Bunker katastrophal sein.

Putin verweigert (wie vorhergesagt) die Evakuierung der Milittär, sein Sprecher meint, die Zivilisten könnten gehen wohin sie wollten, UN bietet Hilfe an. UN darf nicht naiv sein (!) . Nach der Logik Putins, darf er auch die Zivilisten nicht ohne Filtrierung/Sicherheitsprüfung gehen lassen, da ihm sonst „Nazis“ und „Söldern“ entwischen könnten. Wenn er Zivilisten filtriert, wird es nach Logik der Dinge Festnahmen und Aussonderungen von Verdächtigen geben. Die werden kann Nichtzivilisten genannt und den Faschisten vorgeworfen, sie hätten die UNO betrügen wollen. (Ist meine Spekulation, aber so funktionieren KGBisten, wie ich nach 20 Jahren Arbeit mit Stasiakten weiß.!)

Besatzungsregime

In Cherson wird ab 1.Mai der Rubel eingeführt, die Volksabstimmung beginnt, in dieser Zeit dürften Menschen das Gebiet nicht verlassen. Angeblich ist geplant ein „Südrussland“ zu gründen, das dem Neurussand Katarina der Großen entspricht.

Das sind Pläne, die die Ua angeblich bei Proruss Kräften gefunden haben will.

Mariupol soll Rostov angegliedert werden

In den besetzten Gebieten gilt russisches Strafrecht/teilweise Ausnahmerecht, es gibt willkürliche Festnahmen und Lager

In Mariupol wird derzeit die gesamte Restbevölkerung datenerfasst, sie werden unter Vorwand in eine Amt gerufen. Derartige Registrierungen sind Vorbereitungen zur Deportation, Festnahmen, zur Erpressung von Verwandten von Militärs, usw.

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Status

28.4.2022

 

Kämpfe im Osten intensiviert und brutaler

neue Hinweise auf russische Isolierungslager

Terror gegen Zivilbevölkerung

Mariupol kämpft weiter, hofft auf militärische Rettung, die aber nicht in Sicht ist

 

 

Kriegsgeschehen

 

Der Krieg im Osten wird immer brutaler und aggressiver und kleinteiliger. Das macht es mir schwer bis unmöglich in kurzer Zeit ein objektives Bild herzustellen. Die Bewertungen der Ukraine, der Briten und von Analysten der USA gehen nämlich deutlich auseineander (!) . Während die UA (zumindest öffentlich) Erfolge hochschreibt (die es im Rauch Cherson z.B. gibt) und Misserfolge kleinredet (die Briten folgen dem), sind die US-Quellen, die vermutlich die beste Militäraufklärung haben (US-Satelliten können offenbar Einzelpersonen am Boden verfolgen) skeptischer, sie berichten von russischen Eroberungen von Siedlungen und Städten. Ich tendiere nach meinen kleinteiligen Recherchen eher zur US-Darstellung.

 

Die Russen versuchen offenbar eine durchgehende Verbindung zwischen Charkiv und Luhansk herzustellen, parallel zur Autobahn M3 und entsprechenden Eisenbahnlinien: Dabei erzielen sie mehrere Gewinne, konnten sich auch auf der rechten (westlichen) Seite des Donetzk-Flusses festsetzen. Die Gefahr, dass die Eliteeinheiten der UA umzingelt werden, war so stark, dass sich diese teilweise taktische zurückziehen mussten. Vermutlich versuchen die russischen Einheiten einen „sicheren“ Weg für die nachrückende Großoffensive freizuschießen.

 

Meine Vermutung ist, dass die RussA damit den Fehler von Kiew vermeiden will, wo die Panzer schutzlos auf der Schnellstraße nach Süden standen.

 

Mit Bomben und Artilleriebeschuss und brutalsten Straßenkampfeinsätzen (sehr wahrscheinlich Kadyrevs Leute! u.ä. Spezialkommandos) fräsen sich die Russen langsam vorwärts. Die Ortschaften werden z.T. dem Erdboden gleichgemacht, Rubishne, eine Kreisstadt mit einst ca 60.000 Einwohnern ist eine Geisterstadt und zu 80% zerstört. Izyum mit einst ca 48.000 Einwohnern wurde in der letzten Nach mit 50 Artilleriegranaten in einer Stunde beschossen. (vermutlich diese modernen Stalinorgeln) (Aleppo läßt grüßen).

 

Die Meldung, dass Phosphorbomen eingesetzt wurden, wurde bisher explizit nicht bestätigt

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Nach russischen Angaben wurde 1 Mio Menschen nach RU evakuiert (d.h. in vielen/den meisten Fällen alternativlos deportiert). D.h. so viel Personen wurden allein in Durchgangslagern „filtiert“, dabei wurden in Mariupol schätzungsweise 5-10% der Männer ausgesondert. Sie kommen in Sonderlager oder Gefängnisse, werden nachweislich gefoltert, teilweise getötet.

 

Nach den Filtrierungslagern, die ich im Raum Mariupol nachweisen konnte, ist jetzt ein weiterer Komplex mit 300 Personen im Raum Cherson von UA-Seite identifziert worden. Das dürfte kein Durchgangslager, sondern ein Isolierungslager (Stasi-Terminologie) für Feinde sein. Denn die Größe entspricht gefühlt der Zahl der nach den Demos in Cherson von Sicherheitskräften der Krim Festgenommenen. Das waren mehrere hundert, von denen aber wieder ein Teil gehen durfte. Man muss also deutlich Flüchtlingslager (nach Filtrierung) Durchgangslager (mit Filtrierung) und Isolager, manche sagen einfach Folterlager unterscheiden. Leider benutzen die UA polemisch das Wort „KZ“, was die Infos aus deutscher Sicht unglaubwürdig erscheinen läßt. KZ ist auch falsch, harmlos sind sie nicht, im Extremfall sogar totbringend. (s. Mein Artikel auf H-und-G.info)

 

Eines der letzten beiden Krankenhäuser im Oblast Luhansk ist im vollen Betrieb offenbar wissentlich unter Beschuss genommen worden. (schlimmer als in Mariupol). Angeblich (durchaus glaubwürdig) haben ua Ermittler den Beweis von Hinrichtungen in der Gegend von Sumy von 30 Personen ,(Blutspuren an Wänden etc.) . In Luhansk wird Frauen angeblich mit dem Entzug ihrer Kinder gedroht, damit sie spionieren. Von Plünderungen und Vergewaltigungen sind bei manchen Einheiten offenbar „Routine“. Es gibt keine Anzeichen, dass die russische Armee das unterbindet, im Gegenteil.

 

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Status 27.4 ca 6. 30 Uhr, letzten 12 Stunden nach vor Ort social media etc.

Putin eskaliert Krieg als Antwort auf Nato-Waffenunterstützung (Eskalation in Luhansk, Odessa-Moldawien)

Änderung der russischen Deutschlandpolitik

Besatzungsterror in Mariupol

Horrorbilder aus dem Asow-Bunker

Sabotage und Spionage als Mittel der Kriegsführung

 

Kriegsgeschehen

Putin reagiert auf Nato-Waffenlieferungen mit Eskalation des hybriden Krieges.

Mehr Konfliktherde, sollen die UA-Kräfte binden (Moldawien), Bombardements gegen Waffennachschub und Logistik und zur Terrorisierung der Bevölkerung. Gashahnabdrehen für Bulgarien und Polen. M.E. geht es nicht um die Frage, der Bezahlung in Rubel, sondern einen Abschreckungsversuch wegen der Waffenbelieferung der Ukraine. Da Putin möglicherweise bald keine Kapazitäten mehr hat, den Krieg auszuweiten, sind das vielleicht auch Versuche, eine Verhandlungslösung zu seinen Konditionen zu erringen.

Angriffe intensiviert, insbesondere in Luhansk/Charchiv Gewinne der RF

Während die Ua Berichte die erfolgreiche Abwehr und fake news der Russen herausstellen, berichten US-Quellen, wie gestern auf H-und-G.info beschrieben, von Erfolgen der russischen Armee in der Region zwischen Charkiv und Luhansk. Die Russen würden methodischer Wege ihres Nachschubes absichern, und würden zunehmend versuchen, durchzubrechen und ukrainische Kräfte einzukreisen. Wenn das gelingt, wäre das ein schwerer Schlag, der das Kräfteverhältnis deutlich verändern könnte.

Das Bombardement u.a der Infrastruktur geht weiter. Es wurde eine wichtige Brücke an der Dnjester-Mündung (Es Bessarabien) zerbombt, die für den Weg Odessa-Rumänien und den Meereszugang vom Schwarzen Meer bis nach Moldawien wichtig ist.

Angebliche Sabotageakte in Transnistrieren lassen darauf schließen, dass Putin den Krieg auf die Region Odessa-Moldawien ausdehnt. Die Behauptung in deutschen Medien, dass Putin seine Kriegsziele ausdehnt, ist falsch. Die „Sicherung“ von Transnistrien gehört schon immer mit zum russischen Konzept. Putin will statt einer westlichen-starken Ukraine einen Flickenteppich von russlandhörigen Volksrepubliken etablieren, die die Restukraine eindämmt, bzw. zum Aufgeben bewegt.

Tschetschenen sind offenbar immer noch in Mariupol tätig, vermutlich auch in Luhansk. Dort gibt es aber nur Eigenvideos, keine verifizierten Orte. Entweder sind sie vorsichtiger geworden oder es sind dort weniger unterwegs als behauptet. Verifizierung der Meldung über hingerichtete meuternde Soldaten bisher nicht möglich.

Politik

Die Ausweisung von 40 deutschen Diplomaten ist keine Retourkutsche, wie deutsche Medien behaupten, sondern der Beginn einer neuen Deutschlandpolitik Russlands, die russische Politiker seit einigen Tagen fordern.

Sabotage und Spionage

Laut ua Quellen wird angeblich Frauen von Russ. Soldaten angedroht, ihre Kinder wegzunehmen, damit sie militärischen Ziele auszuspionieren.

Sabotage wird immer wichtiger. Mehrere russ Munitions- und Treibstofflager in der Ukraine und im grenznahen Russland flogen in die Luft. In Russland selbst brennen Rekrutierungsämter, aber angeblich auch ein Warenhaus in der Moskauer Region. Ob das russische Provokationen, spontane Aktionen lokaler Kräfte oder staybehind Aktionen sind, ist nicht auszumachen.

Andererseits hat die UA zu nehmend mit Kollaborateuren zu kämpfen, die Daten und Infrastuktur verraten oder beim Aufbau eines Besatzungsregimes helfen. Zuweilen sind es Kräfte vormaliger prorussischen Parteien, die inzwischen aus dem Parlament ausgeschlossen wurden

Humanitäre Katastrophe

Die Lage der Menschen im freien Luhansk ist katastrophal. Es fehlt an fast allem. Die Russen zerschießen systematisch die Stromversorgung. Die Verwaltung bemüht sich zu evakuieren, scheitert aber am Beschuss der Evakuierungskräfte, an dem Zustand der Restbevölkerung (Alte, Schwache, Widerstrebende). Städte und Gemeinden werden durch den Krieg nach syrischem Muster ausradiert, da Opfer eines wochenlang wogenden Stellungskrieges. Fake news über angebliche Eroberungen der Russen/Tschetschenen (Rubishne) und Falschmeldungen über die Evakuierung sollen die Bevölkerung verunsichern. Putin will offenbar unbedingt die Oblastgrenzen im Donbas erreichen (als Zwischen-“Sieg“). Dazu erobert Putin Ruinen und Geisterlandschaften.

Im Donbas in der Fläche ist die Situation kaum besser.

Terror im besetzten Mariupol

Es gibt aktuelle, nicht verifizierbare aber glaubhafte Horrorbilder von der Krankenstation im Asowstalbunker! Amputierte, Schwerverwundete in Notversorgung aber letztlich unzureichend versorgt!

Das Drama ist anders, als international beschrieben.

Die Gegend vom Stahlwerkbunker wird weiter bombardiert. Lautsprecheransagen, bieten die Kapitulation an. Nach 15 Min wird weiter bombardiert.

In der Stadt hungern mehr oder minder obachlose Menschen in Kellern und Ruinen, weil es zu wenig zu essen und medizinische Versorgung gibt.

In der Stadt plündern russische Soldaten (u.a. die Städtischen Museen, aber auch Privathäuser) .

Die „Säuberung“ (Filtration) geht weiter an Checkpoints und im westlichen Strandstadtteil Haus für Haus.

Ca 500 Bürger wurden nach Filtierung nach Russland deportiert.

Das in H-und-G.info beschriebene Lager-Filtrierungssystem läuft weiter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Die Zusage Putins, das IRC und die UN in M helfen zu lassen, dürfte sich wenn dann nur auf Randbereiche des Besatzungsregimes erstrecken. Oder Putin will sich die Ernährung der besetzen Bevölkerung durch die internationale Gemeinschaft finanzieren lassen, weil er das sonst selber machen müßte. Ich warte nur darauf, das IRC Fahrzeuge mit auf der Siegesparade in M. Mitfahren, um die erfolgreiche Befreiung von M. zu demonstrieren. (Das ist zwar zynisch, aber durchaus ernst gemeint.

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Monitoring vom 26.4. ca 7.30 Uhr

 

Problematischer Verlust in Luhansk, aber kein großer Durchbruch der Russen bisher

Systematisch Vernichtung der ua Transportinfrastruktur für Nachschub.Aufbau russischer Strukturen für Großoffensive

Die besten Verbündete der UA: Die Flüsse und der „Westen“

Mariupol. Putin ist nicht zu trauen. Das Evakuierungsangebot am ASOW-Bunker könnte eine Falle sein

Kriegsgeschehen: Vorsicht, die deutsche Berichterstattung orientiert sich zu stark an ukrainischen Einzelmeldungen, die die Gesamtlage schlechter und teilweise geschönter darstellen als amerikanische und britische Quellen, die auf eigenen Aufklärungsergebnissen beruhen. So hat die Ukraine zwar einzelne Gemeinden v.a. im Norden „zurückerobert“, die Zahl der Flugzeugabschüsse ist deutlich höher als noch vor Wochen (Erfolg der Waffenlieferung), viele Stellungen wurden trotz Angriffen gehalten. Aber: Die Russen zerschießen relativ effektiv die Transportinfrastruktur auf der Schiene vom Westen Richtung Osten, um v.a. den internationalen Waffennachschub Richtung Donbas/Charkiv zu unterbinden. Die Massierung von Schiffen mit 38 Marschflugkörpern (die alle Ziele in der UA erreichen können) und Kanonen, die die Nachschubhäfen bombardieren können, sind ein weiteres Indiz, dass auf die US-Ansage von weiteren Hilfslieferungen durch die Ministerbesuche in Kiev unmittelbar reagiert wird (!) . Einen nicht zu unterschätzenden Gewinn haben die Russen in Luhansk erzielt. Nachdem sie einen kleinen Ort durch Bomben in Schutt und Asche gelegt haben, um die Verteidigung druch UA Artillerie, Infantrie etc. völlig unmöglich zu machen, sind sie einmarschiert. Dabei haben sie den Donetzk-Fluss, einen nicht kleinen Nmebebnfluss des Don überquert. Flüsse sind die wichtigsten Verbündeten der UA, da sie von Nord nach Süd führen, so dass die Russen von Osten nur schwer vorrücken können. (von daher vermute ich immer noch, dass die Hauptoffensive von Kursk/Beograd von Norden und gleichzeitig in der Südukraine beginnt, da diese für die Panzerarmeen und Artillerie topographisch günstiger ist.) Insofern ist diese geglückte Donezk Überquerung ein wichtiger Schritt bei der kompletten Einnahme der Oblasti Lugansk und Charkiv. Insofern wird sie von Kadyrov gefeiert, der offenbar in der Gegend Spezialkräfte hat. (Hier möglicherweise die gestern erwähnte mutmaßliche Hinrichtung von russischen Meuterern durch Tschetschenen). Die Strategie dort folgt exakt der Aleppo Strategie.

Havarien und Sabotage spielen eine immer größere Rolle, wobei schwer zu entscheiden ist, ob unsachgemäße, hektische Verhaltensweisen der Russen, Fakes, um die eigenen Leute aufzustacheln, oder wirkliche Sabotage im Spiel ist. Gestern in Transnistrien, im Kursker Gebiet und in Kremenie/Kuhansk, wo das Rathaus mit einer Versammlung von Kollaborateuren und Invasoren in die Luft flog. Luhansk ist auch ohne Strom, weil die Besatzer in Unkenntnis das zentrale Umspannwerk zerstört haben.

Zu Russlands Strategie schienen auch falsche Flagge-Aktionen zu gehören. Z.B. der Beschuss von UA Siedlungen mit Panzern die als ukrainische drappiert werden.

Die Ukraine befindet sich sowohl im Informationskrieg als auch im Widerstand, parallel zum „offiziellen“ Krieg. Dazu gehören Aktionen wie falsche Auskünfte/Nichtinformationen an Besatzer, andererseits Daten von Verrätern, die es den Russen erlauben Angriffskoordinaten zu ermitteln. Die UA hat gerade die Strafandrohung gegen derartigen Landesverrat verschärfen müssen. (!) Auf der anderen Seite hat Putin seine Strafverfolgungsorgane persönlich auf den Antiterrorkampt orientiert (vor der versammelten Staatsanwaltschaft der RF-wie zu Sowjetzeiten, das ist politische Justiz, der Führer sagt, wo es langgeht, d.h. wo verhaftet und wie bestraft werden soll.)

Wer spielt besser Schach- Russland oder die USA/Ukraine? Was ist der Exit?

Strategische geplante Konflikte werden idealer Weise vom Ende her geplant. In Deutschland gibt es dazu keine wirklichen Debatten, wie mir scheint. Nur subkutan. Es gibt zwei extreme Ziele: Sieg über Russland (was immer das heißt, im Extremfall Systemchange (Biden), Wiedereroberung von Donbas und Krim, Militärbegenzung von Russland).. Anderes Extrem: Verhandlungslösung, Waffenstillstand, Einfrieren des Status Quo, um die weitere Eskalationsgefahr, Zerstörungen und menschliches Leid und wirtschaftliche Folgeschäden zu begrenzen.

Das sind die militärischen Alternativen, welches sind die politischen? Putin hat eine klare Vision. Welche hat der „Westen“? Keine klare jedenfalls. Falls hinter verschlossenen Türen überhaupt darüber gesprochen wird, dürfte es nur einen Minimalkonsens geben. Verhinderung des Sieges von Putin in der UA und Verhinderung des Überspringens des Konfliktes auf Nato-Gebiet. Ich vermute, wenn die USA als Ziel, Russland komplett niederzuringen, formulieren würde, würden die Meinungen sofort auseinandergehen, die Allianz sich deutlich spalten (was Putin vermutlich weiss)

Möglicherweise ist für sie die UA nur ein Spielfeld, um Russland durch eine Materialschlacht plus Sanktionen militärisch und wirtschaftlich so niederzuringen, dass es wie am Ende der UdSSR kollabiert. Die Ukrainer zahlen nur den Preis.

Putin will nichts Geringeres, als die Weltordnung zu verändern. Er spielt das Gegenschach-Spiel gegen das US-amerikanisches Konzept der unipolaren Welt. (Siehe seine Ansage auf der Münchner Konferenz, s. Ria Novosti vom 4.4.). Die Ukraine ist (wie für die USA) „nur“ ein Teil-Spielfeld bei diesen Kampf . Allerdings ein emotional wichtiger, weil die UA sich gut eignet, um die eigen Bevölkerung für seinen Kampf zu mobilisieren. (Brudervolk muss befreit werden, Neues Russland gehört zu Russland) Insofern ist das nicht nur ideologisches Blabla, sondern Formierung der russ. Gesellschaft und Imperiale Strategie gehören eng zusammen. Die Ukrainer zahlen dafür den Preis.

Putin ist für seinen „Weltkrieg“, der nicht überall militärisch geführt wird (s.Indien, Afrika) deutliche besser vorbereitet, als Europa (USA weiß ich nicht), allein schon deswegen, weil er diese Perspektive hat und Europa/Deutschland bisher gar nicht rechte begriffen hat, warum es eigentlich geht. Deswegen ist Putin immer einige Züge (auchh wenn er Irrtümer unterliegt) voraus, bevor der Westen überhaupt aufwacht, geschweige reagiert. (s. Sanktionen) (s. Balkanpolitik: die EU und Deutschland kümmern sich nur, wenn es rumpelt, Putin die ganze Zeit). Auch die Unterminierung unser eigenen politischen Systeme durch Putins Desinformationsstrategie im Netz und eigenen Medien und rechtspopulistische 5. Kolonnen werden unterschätzt. (Keiner hat sich z.B: um die russische Unterwanderung von Pegida gekümmert, war nie Thema, obwohl offenkundig!) Marine Le Pen sollte für uns ein Menetekel sein.

Qui vadis Europa?

Beide Seiten stellen sich auf monate- wenn nicht jahrelange Kämpfe ein (!) Und wir?

Mariupol

Ich wiederhole, die humanitäre Situation ist anders, als in den Medien beschrieben. Drama sind die faktische Obdachlosigkeit und Verwahrlosung der Restbevölkerung, Besatzungsterror und das Drama im ASOW-Stal-Bunker, nicht militärische Angriffe auf die Stadt.

Das überraschende „Angebot“ der russischen Armee, einen Waffenstillstand mit ziviler Evakuierung am Bunker durchzuführen, könnte ein mieser Trick Putins sein. Offenbar beruht er nicht auf einer wirklichen Absprache mit der UA-Seite.

Putin hat ein paar Klippen zu nehmen. Der UN-Besuch in Moskau, soll nicht mit hässlichen Bildern befrachtet werden. Mariupol bindet nach wie vor zu viel Militär, was andernorts fehlt. In Mariupol bereiten Kollaborateure eine Siegesfeier vor. Putin will einen schönen Sieg über die „Ukrofaschisten“ (ASOW).

Aber: Putin wird die ASOW-Leute nie schonen (!). Entweder sie werden vor Ort umgebracht, durch schwerste Bomben (5 Tonnen). Oder Gas. (dafür gibt es laut ua Quellen weitere Indizien) Aushungern dauert zu lange, die Vorräte im Bunker sind vermutlich deutlich besser, als die UA behauptet, um die Russen zu täuschen. Russland will, dass zum Zeichen der Evakuierung die Weiße Fahne am Bunker gehisst wird. Das Zeichen der Kapitulation! Das ist schon mal gut für die Propaganda. Das hilft bei der Identifizierung von Tunneleingängen und -Wegen. Außerdem- und hier liegt eine dramatische Gefahr: Die Zivilisten dürften z.T. Verwandte der Kämpfer sein, die sich vor Bombern und Geiselnahme dort versteckten. Wenn diese rauskommen und in die Händer der Russen fallen, Gnade ihnen Gott. Dann sind die Kinder und Frauen Geiseln zur Kapitulation der russichen Militärs! Der „grüne Korridor“ von dem immer die Rede ist, ist vermutlich keine kriegsrechtliche Metapher, sondern eine Allee nördlich des Stahlwerkes. Dieses Gegend wird nach UA-Angaben gerade vom FSB ausgekundschaftet. Warum wohl? Von der Russischen Besatzungslogik ist es gar nicht denkbar, dass man Zivilisten aus dem Bunker ohne „Filtrierung“ ziehen läßt. Die Propaganda (?) behauptet ja im Bunder seien 400 Söldner (vermutlich nicht wenige europäische Rechte) und auch NATO-Offiziere. Die will man doch nicht entschlüpfen lassen, (Putin „keine Fliege“)! Das ist also keine humanitäre Maßnahme zur Rettung von Frauen und Kindern, die sind Putin vermutlich vollkommen egal (vielleicht nicht seiner Freundin und seinen Töchtern, das wissen wir nicht), die Waffenruhe und das Evakuierungsangebot folgen einer rein utilitaristischen politisch-taktisch-operativen Logik. Das ist pure KGBistik-logik Putin funktioniert nur so. Ich mache alles, was mir/Russland nützt, Methoden sind nur eine Opportunitätserwägung, es gibt keine rechtlichen/ethischen Grenzen!

Humanitäre Lage

Nicht grundsätzlich Neues, das heißt nichts Gutes!

In den Besatzungsgebieten Zuckerbrot und Peitsche. (Hilfslieferungen und Verhaftungen)

In Cherson wurde die ukranische Fahne vom Rathaus geholt, die Besatzer klauen wie die Raben. Das System Putin beruht auf dem Recht der Machtapparate, sich auch persönlich zu bereichern, an der Spitze bis zum untersten Soldaten.

Das sind keine Exzesse, das ist das System! Jeder muss sich für die Staatsmacht engagieren, bekommt dafür aber seine Teil vom Kuchen.

In den umkämpften Gebieten leidet die (Rest) Bevölkerung unsäglich.

Die Ukraine kämpft

Es gibt unglaubliche Meldungen: Die Aussaat hat begonnen, das Freie Luhansk bittet um Saatgut. Charkiv baut neue Häuser, Brücken und Stromleitungen, während zur gleichen Zeit immer wieder welche zerbombt werden. Im Gegensatz zu Russland befinde sich hier ein Volk im Widerstand und sei es nur auf dem Traktor oder dem Betonmischer.

Russland

Interessante Meldung in Ria Nosti: Immer mehr Russen verzichten (auch aus Kostengründen) auf internationale Streaming-Dienste: Die geistige Verblödung hat also noch Steigerungspotential.

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Status 25.4. ca 6.30 letzte 12 Stunden

 

russische Lager für Ukrainer-Angriffe v.a im Osten-Offensivvorbereitungen laufen weiter, aber mit Schwierigkeiten-Zivilbevölkerung die Leidtragenden-Humanitäre Lage anders als oft beschrieben, Inferno im ASOW-Bunker

 

 

Lager-System für Ukrainer:

Zu wenig beachtet, müssen Ukrainer in den besetzten Gebieten ein „Filtrierungssystem“ an Straßensperren, bei Hausdurchsuchungen, in Lagern und Gefängnissen durchlaufen. Dabei werden „Verdächtige“, v.a. wehrfähige Männer aussortiert, verhört, gefoltert, mutmaßlich getötet und verschleppt. Das abgestufte System, was an historische Vorbilder erinnert, ist Teil der Entnazifizierungsstrategie und mit der Massen Deportation Richtung Russland verknüpft. Die faktische Ostdeportation ist im Vergleich zur Westevakuierung mehr als 10 mal so groß. Vergleiche der Lager mit Kzs sind faktisch und historisch falsch, entspringen der ukrainischen Polemik, die die Russen inzwischen als (die wahren) Faschisten bezeichnet. Aber dieses Lagersystem ist tendenziell Kriegs- und Völkerrechtswidrig. Es dient daszu „Ukrofaschisten“ auszumerzen und die Ukraine ihrer Identität zu berauben.

 

Exklusivrecherche auf H-und-G.info mit Fotobeweisen h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

bzw. h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie bisher Angriffe v.a. im Osten, in Luhanks. Weiter Massierung von Truppen Richtung Charkiv, auch von Belarus Umgruppierung.

Massierung von Kriegsschiffen Richtung Odessa.

Die Russ. bauen Kommandostrukturen auf, was Rückschlüsse auf eine längere Dauer und die Regionen der Angriffe zulässt.

Ukrainische Verwaltung fleht Bürger an, endlich Luhansk zu verlassen, weil die Anwesenden die UA Arme behindern (!) würden, Wie mehrfach angedeutet, soll die Großevakuierung in der Fläche von L un D den Fehler von Mariupol vermeiden. Die verbleibende Zivilbevölkerung ist nicht nur ungeschützt, sie behindert auch Gegenoffensiven der UA, weil diese nicht ihre eigenen Leute beschießen kann. Ein Großteil der russ Propaganda hebt mit „Zeugen“ darauf ab, dass die UA ihre eigenen Leute beschießen.

Man darf sich nicht von fraglosen ukrainischen Erfolgen blenden lassen, wie sie in der deutschen Presse im s an ua Meldungen verkündet werden. Die UA hat deutliche Erfolge, die Zahl der Abschüsse läßt auf eine bessere Rüstung auf Grund de westlichen Nachschubes schließen. Aber- englische und amerikanische Quellen schildern realistischer, dass die Russen langsame kleine Geländegewinne z.B. in Lunhansk erzielen. Wie immer betont, die Großoffensive hat noch nicht begonnen. Putin will, wie seit zwei Tage auf HuG.Info erläutert, im großen Stil Geländegewinne machen, weil er auf anderem Wegen seine politischen Ziele nicht erreichen konnte.

Der Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt, sondern Militäraufklärung, Verrat, Kollaboration, Sabotage, Kapazitäten und Nachschub spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Verrat und vorauseilender Gehorsam sind massive Probleme auf ua Seite. Cherson ist deswegen gefallen, in Mariupol wurde ein Teil der Infrastruktur verraten, im Stahlwerk (angeblicher Fotobeweis) soll derzeit ein ehemaliger Schichtleiter die Koordinaten für neuralgische Punkte verraten, die dann bombardiert oder „gesäubert“ werden können. Man darf sich nicht täuschen lassen, es gibt nach wie vor prorussische Kräfte, z.T. auch vor dem Krieg von Russland unterstützten politische Parteien und Gruppierungen, aber auch Bürger, v.a. ältere, die prorussische sind. Es wurden von UA Seite wohl auch schon Verräter hingerichtet. (Videobeweis), was die Stimmung nicht besser macht.

Hat Russland inzwischen Angst vor einem ukrainischen Gegenangriff? Manches deutet darauf hin, dass Russland in einigen Regionen Truppen und Raketenschilde „nur“ zum Grenzschutz massiert, weil es Angst vor ua Sabotage- oder sonstigen Angriffen gibt. An der Grenze Richtung Charkiv sichern FSB-Grenztruppen, die Grenzregion. Es ist schon wieder ein Treibstoffdepot in Russland in Grenznähe in die Luft geflogen.

Interessant die Recherche zu Nachschubprobleme bei russ. Präsizisionswaffen von Bellingcats. Der russischen Nachschub hat Schwierigkeiten, aber funktioniert (noch). Russland umgeht nicht ungeschickt das Embargo durch Einkäufe gefälschter Imitationsprodukte in allen Staaten, die sich nicht an Sanktionen beteiligen. Vermutlich v.a. China und Indien.

Die militärische Bedeutung von Mariupol wird z.B. an an einer Zahl deutlich, wonach die Milizen des Innenmin des Donbas dort mehrere 100 Mitglieder vorloren haben soll.

Die Achillesferse des Kriegs ist die Menge der russischen Nichtberufs-Soldaten. Permanent gibt es Indizien, dass viele junge Soldaten nicht mitmachen wollen (neuerdings abgehörte Telefonate mit zuhause). Nachrichten in der Frankfurter Rundschau, dass Tschetschenen Meuterer erschießen, lassen sich durch mich noch nicht (!) verifizieren. (Es ist nicht mal genau klar, wo die Tschetschenen im Moment genau sind, aus Mariupol scheint die Masse schon seit Tagen abgezogen). Aber! Es wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Tschetschenen. wie andere Sondereinheiten, z.T. die Funktion haben, russische Truppen mit „schwacher Kampfmoral“ (so Kadyrev schon vor Wochen) anzuleiten. Das wundert nicht, zumal die Russen seit Längerem in Separatisten und eroberten Gebieten und der Krim Männer, auch Minderjährige und Alte auf Grund der bekannten Schwierigkeiten zwangsrekrutieren. Das muss faktisch (kein Beweis, aber logisch) dazu führen, dass -bildlich gesprochen- ein Tschetschene vorneweg und einer Hinterher läuft, um die Truppe zusammenzuhalten. Wie mehrfach betont, beruht die russische Armeemethode auch auf Terror nach innen, in der Hoffnung, dass jeder irgendwann zurückschießt, wenn auf ihn geschossen wird. Oder wie Prof. Baberowski neulich treffend sagte, beim Mitkämpfen ist die Chance zu Überleben größer als bei Desertion.

Waffendiskussion in D.

Ist grottig, weil vollkommen undifferenziert. Es werden vollkommen unterschiedliche Waffen, für unterschiedliche Etappen und Ziele des Krieges benötigt. Deutschland tut (inzwischen) viel mehr Richtiges, als diese Debatte suggeriert. (Kennt jemand Kritik von Biden, Macron und Johnson an Scholz?) Auch Betroffene, so bewundernswert sie sein mögen, sind in der Regel nicht immer die besten Ratgeber! D. ist zudem das Luftdrehkreuz für den Nachschub. und wichtig für die computergestützte Kommunikation. Und ich kann es nur immer wieder wiederholen. Die Marder-Panzer will die UA u.a. für die Rückeroberung der Krim haben (!), ein Kriegsziel was ganz Russland zugunsten von Putin mobilisieren dürfte. (!) Das erfordert eine Debatte, aber genau die wird nicht geführt!

Mariupol

Die Meldungen in Deutschland verzerren nach wie vor das Bild. Das Problem sind kaum noch Angriffe auf die Stadt, sondern das Stahlwerk. Es bindet nach wie vor russische Kräfte, deswegen versucht Russland durch Bomben die Bunkerinsassen zum Aufgeben zu bringen oder umzubringen. Die von der UA angestrebte Verhandlungslösung haben rein demonstrative Bedeutung und m.E. keinerlei Chancen, weil Putin niemals ASOW-Leute, das Symbol seines Kampfes gegen die „Ukrofaschisten“ ziehen lassen wird.

Menschen und die Verletzung ihrer Rechte

Das Drama von Mariupol ist ein anderes als von der UN, dem IRC und der EU beschrieben. Es hausen tausende von Menschen obdachlos in Ruinen, v.a. Alte, Schwache, Kranke, Frauen mit Kindern, sozial Problematische, Immobile, die nicht flüchten konnten oder wollten. Sie sind durch wochenlange problematische Ernährung, in Ermangelung von medizinischer Versorgung in einer Art Verrwahrlosung. Diese Leute kann man nicht einfach evakuieren. Diese Leute benötigen in erste Linie Hilfe vor Ort. Die Besatzer tun dies mehr oder minder, um sie dann Richtung Russland zu deportieren. Die Deportation ist anstrengend, aber bis auf die Filtration und Aussonderung s.o. offenbar durchaus von humanitärer Hilfe geprägt. Das Unmenschliche ist die Invasion davor und die Alternativlosigkeit, weil die Masse nicht Richtung Westen gehen darf.

Dramatisch ein Inferno muss die Lage im ASOW-Bunker sein. Dort liegen dutzende Verwundete, Amputierte ohne adäquate medizinischen Versorgung, auch wenn es eine Minimalversorgung gibt. D.h. im Keller muss es inzwischen dutzende von Leichen geben. Die Kinderbilder sind „nur“ ein Appell an die Weltöffentlichkeit, das eigentliche Drama ist blutiger.

Über Butscha, etc. Mariupol darf die dramatische Lage der Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten nicht vergessen werden- Städte wie Popasna und Rubisne im Freien Luhansk gleichen Geisterstädten wie große Teile von Mariupol. Hier kämpfen beide Seiten nur noch um Ruinen (!). Wer ein Auto hat, ist schon weg. Wer bleibt oder nicht weg kann ( wie betont, das Drama sind die Alten, Schwachen, Frauen mit Kindern) muss in Kellern leben oder riskiert getötet zu werden. Die Evakuierund ist grundsätzlich möglich, weil diese Städte noch teilweise in ua Hand, aber schwierig, weil diese Leute wegen ihrer Handicaps teilweise einzelnen oder in kleinen Gruppen evakuiert werden müssen, und die Efahrzeuge oft beschossen der behindert werden.

Quo vadis? Wo führt das alles hin? The answer my friend is (nach wie vor) blowing in the wind.

 

 

 

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Statusbericht 24.4.2022

Erbitterte Kämpfe in einzelnen Regionen

humanitäre Katastrophen, keineswegs nur im Bunker von Mariupol

Bomben all over the country

Großoffensive fast fertig vorbeitet

neuen Kriegsziele werden offenbar

 

 

 

60 Tage Krieg -Kriegsgeschehen

 

Immer deutlicher wird, was die sogenannte zweite Etappe der Invasion für Folgen hat: (neue Erkenntnisse zu Kriegszielen s.u.):

In bestimmten, den bekannten, Regionen werden die Kämpfe intensiviert, um Durchbrüche zu erzielen (derzeit v.a. im freien Luhansk, Popsna, Severodonetz, etc.) Die Kämpfe werden v.a. aus russischen bzw. russische besetzen Gebieten, mit Raketen, Flugzeugbomber, Drohnen, weitschiessender Artillerie „eröffnet“. Vor Ort versuchen die Russ Kräfte mit Mörsern, Panzern etc. Geländegewinne zu erzielen; wenn das gelingt, rücken Sonderkräfte vor, die die Gegend brutal „säubern“. (Syrien) Auf Zivilbevölkerung wird Null Rücksicht genommen, in den letzten 48 Stunden sind z.B. ein Unfallkrankenhaus in Luhansk und eine Wohnsiedlung in Zolony beschlossen worden: 6 Tote Zivilisten. Es fehlt an Feuerwehren etc.. Die Intensivierung der Kämpfe und Verluste der Zivilbevölkerung sind gerade zum orthodoxen Ostern mehr als zynisch.

 

Taktisches Ziel scheint es zu sein, erstens die UA zu spalten und zweitens teilweise einzukreisen (vermutlich südlich von Charkiv und westlich von Luhansk, bzw. Richtung Saporschschja) und drittens irgendwo so zu gewinnen, dass Armeeteile in andere Regionen verlagert werden können, um dort mit den vorhandenen so stark zu sein, dass überall Durchbrüche erzielt werden können. (jetzt schon zu beobachten in Mariupol, wo die Kräfte nach Norden des Donbas gehen, wenn Donbas „fertig“ ist, sollen sie Richtung Dnjepopetrovks eingesetzt werden)

Infrastruktur der UA wird zerbombt, sowohl die militärische (z.B. Odessa die westlichen Waffennachschublager. Treibstofflager) wie die zivile (Zerstörung Düngemittellager angedroht). Auch die Verkehrsinfrastruktur wird zerstört v.a. Bahnlinien, die für den Nachschub schwerer Waffen wichtig sind, während die eigene, russ Infrastruktur immer weiter gestärkt wird (Z.B. Bahnlinie Rostov-Mariupol). Geradezu beängstigend ist der Aufbau der Logistik auf russischem Gebiet. Durch Angriffe und Bombenangriffe in allen Regionen sollen Ua Kräfte dort gebunden und die Bevölkerung demoralisiert werden.

 

Die zweite Phase hat zwar laut Russ Quellen am Montag vor eine Woche angefangen, die eigentlich Offensive steht noch aus. Die Vorbereitungen sollen nach Geheimdienstberichten weitergehend abgeschlossen sein.

 

Es gibt offenbar laut Geheimdienstinfos erhebliche Schwierigkeiten der russ. Armee genügend Soldaten zu rekrutieren. Neben den mehrfach geschilderten Phänomen der latenten Verweigerung gibt es weitere: In besetzten Regionen wie Charkiv, Cherson, aber auch in den Separatistengebieten werden Einheimische weiterhin zwangsrekrutiert. Es ist also davon auszugehen dass die beachtliche Zahl an taktischen Batallionen der RF nicht vollständig aufgefüllt und schlecht motiviert sind. Nach amerikanischen Expertisen muss Russland bald eine allgemeine Einberufung starten, weil Kräfte fehlen.

 

Indizien sind jetzt schon semantische Verschiebungen in der Propaganda, wonach in der Russ Prop immer mehr Formulierungen wie „Kriegs- kriegerischen....“ einfließen. Außerdem soll eine Propgruppe daran arbeiten, neue propagandistische Argumente zu entwickeln, da das Narrativ von der „Spezoperation zur Entnazifizierung“ für einen großen längeren Krieg nicht ausreicht. Auffällig ist, dass immer mehr Sowjetfahnen und Bezüge auf den großen Vaterländischen Krieg in der russ. Prop auftauchen und immer mehr „Beweise“ über ausländische Waffen und ausländische Söldner präsentiert werden. Im ASOW-Bunker unter dem Stahlwerk sollen angeblich auch NATO-Offiziere sein, usw.. In Propvideos werden die Soldaten der RF von der „Bevölkerung“ jubelnd begrüßt, auch von Krankenschwestern, die wie Models aussehen. (die Realität in den RF Krankenhäusern muss inzwischen dramatisch blutig sein)

 

Vorsicht bei ua militärischen Schilderungen. Während die russische Seite systematisch lügt, flunkern auch die UA, um die Moral ihrer Leute aufrechtzuerhalten und der Gegenseite möglichst keine Schwäche zu offenbaren. Eigene Verluste werden runtergerechnet oder unterschlagen. Aktuelle Fotos von Soldatenfriedhöfen geben einen Eindruck von erheblichen Verlusten. Außerdem werden Raktenangriffe als Angriffe auf die Zivilbevölkerung umgedeutet, und die militärischen unterschlagen. Die zivilen Schäden (Odessa) dürften in den nicht Hauptkampfgebieten oft Kollateralschäden sein, die die RF ohne Skrupel in Kauf nimmt.

 

Waffenlieferungen

Die ua Regierung benötigt die schweren Waffen aus Deutschland. v.a Panzer für die Rückeroberung, auch der Krim. Das und die daraus folgenden Probleme werden in D. Zu wenig reflektiert. (s. Extra Beitrag gestern in H-und-G)

 

 

Mariupol

 

Die deutschen Berichte verunklaren die eigentliche Lage: Bomben fallen wohl „nur“ noch im Stahlwerk, wo wohl die Insassen des Bunkers zum Aufgeben bedrängt werden sollen. Die Bomben, die bislang eingesetzt werden, reichen nicht aus, den Bunker zu brechen, was sich bei schwereren Bomben ändern könnte. Das wäre ein Massaker und würde auch das wichtige Stahlwerk massiver beschädigen als bisher. Dieses Bombardement und dass dort auch Kämpfe stattfinden, widerspricht nicht Putins Ansage. Der Bunker wird ja nicht gestürmt, was zu verlustreich wäre, sondern das riesige Gelände wird von Spezialgruppen („Antiterror“) mit Afrika, Syrien- und Tschetschen Erfahrung „gesäubert“ und abgeriegelt. Es ist davon auszugehen, dass es aus dem Bunker zahlreiche Ein- und Ausgänge gibt, ausserdem Versorgungsschächte, die abgeriegelt werden sollen. Ziel ist, dass sich die militärischen Verteidiger im Bunker ergeben als Gegenleistung für die Evakuierung der Zivilisten im Bunker. Es droht so oder so ein Massaker. Die stellv Ministerpräsidentin hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, dieses zu verhindern!

 

In der Stadt vermutlich nur noch wenige Strassenkämpfe, Aufräumarbeiten (Leichenbeseitigung). Das Problem, viele Leute haben keine Wohnungen mehr, weil zerstört, die Versorgung v.a. die medizinische dürfte nach wie vor schlimm sein, obwohl sowohl Besatzer als auch Reste der alten Verwaltung versuchen, insgesamt die Versorgungslage zu verbessern.

D.h. die Menschen müssen nicht mehr vor Bombenterror, sondern mangeln Lebensgrundlagen evakuiert oder notversorgt werden.

 

Evakuierungen mit Bussen für die immobile Bevölkerung finden nur in kleinen Dimensonen, (teilweise unter hundert) statt. Sie werden von marodierenden Soldaten behindert. UA Regierung vermutet, dass russische Führung ihre Soldaten nicht im Griff hat. Bevölkerung wird gezwungen, Richtung Russland zu gehen, Konvois werden stundenlang aufgehalten, oder sogar im Kreis rum über Feldwege gefahren. Fotos aus Saproischschja zeigen vollkommen erschöpfte Menschen nach einem solchen Konvoi.

 

Menschenrechte

 

Selenskji hat angekündigt, die Verhandlungen komplett abzubrechen, wenn die Menschen in Mariupol nicht gerettet werden und Odessa weiter beschossen wird. Das ist ein Signal vielleicht mehr Richtung Westen als nach Russland!

 

Ansonsten kann man die Situation der Menschen kaum noch kurz zusammenfassen. Krieg und Besatzungsregime werden immer brutaler.

 

Neuen Kriegsziele werden immer deutlicher

 

Russische Militärs und Politikexperten sprechen ganz offen über die künftigen Militärziele von Putins Krieg. Inzwischen wird offen von „kriegerischen“ Zielen gesprochen, nicht mehr von Spezialoperation: die militärischen Ziele haben sich vergrößert, weil der schnelle Sieg scheiterte.

 

Putins großes Schachspiel: Etappen der Kriegsziele:

 

    1. Etappe ab 24. 2. (Invasion). System Chance ist misslungen, auch militärische Ziele z.T. gescheitert, was inzwischen offen zugegeben wird. (Wir wurden in einen Hinterhalt gelockt.)

       

      Diplomatische Lösung sei an Kiew gescheitert, der Rückzug im Norden sei nicht durch das Eingehen auf die russischen Forderungen honoriert worden. (die bekannten, in den Verhandlungen wiederholten ) -Das ist immanent durchaus logisch. Wenn sie erreicht hätten, was sie wollten, hätten sie den Krieg beendet. (Das erklärt auch Schröders Äußerung, dass Putin eine Lösung sucht, den Krieg zu beenden.)

       

  1. Deswegen sei die zweite Etappe seit dem 18.4. (das ist jetzt nach russischen Angaben das offizielle Datum, nicht identisch aber mit der der großen Bodenoffensive, die in Etappen kommt) notwendig: Eroberung des kompletten Donbas (Donetzk und Luhansk) (minimal) plus Süden (Cherson, Saporischschija, Landkorridor nach Transnistrien (Die ua Aufklärung wusste offenbar präzise von diesem Datum, s. Äußerung von Selenskji in der Nacht vom 18.4.)

     

  2. Etappe: Komplette Eroberung von „Neurussland“, der Gebiete Charkiv, die Küste am Schwarzen Meer, Odessa und Dnepopetrovks (wenn Donbas gefallen ist und Militärepotial dafür frei), durch Eroberung Charkivs, Dnjenpros und Odessas ist dann ganz  Noworossija  in russischen Händen. (bei Odessa wird wohl eher auf die Einkesselung plu Beschuss vom Meer spekuliert)

    Durch Einnahme der Häfen, Agrar- und Industriezentren wird die Restukraine geschwächt

     

  3. Zusammenbruch oder Eroberung der Restukraine

     

  4. Beendigung der Vorherrschaft der USA in der Welt. (Das ist nicht unbedingt militärische gemeint, sondern politisch-kulturell)

    Es geht um die Brechung der unipolaren Welt.

     

    Bewertung:

 

Das deckt sich weitgehend mit Putin und dem Ria Novosti-Artikel vom 4.4..

die Landwirtschaft zerstört, erobert bzw. von der RF übernommen wird. Das ist eine klassische imperialistische Strategie.

 

Militärisch sollen die ukrainischen Militärgruppen nacheinander erobert werden. Z. B. Dnjepopetrovsk nach Donbas. Die Militärgruppe in Cherson soll aufgerieben und die UA-Armee gespalten und z.T. umzingelt werden.

 

Interessant ist die wirtschaftliche Komponente. Ukraine soll wirtschaftliche rouiniert werden, indem die wichtigsten industriellen Zentren, die Häfen und die landwirtschaft ruiniert, erobert bzw. von Russland übernommen wird. Klassischer Imperialismus (!)

 

 

Selbst hohe ehemalige russische Militärs merken an (man hat schon fast den Eindruck besorgt), dass dies zu einer immer härteren, monatelangen Auseinandersetzung führen wird. Sie sind zwar alle überzeugt, das die RF gewinnen wird, aber dass es dabei hohe Verluste bei den Ukrainern geben wird, die nach ihrer Ansicht in manchen Regionen vollkommen aufgerieben werden

 

Die relativ offene Diskussion unter russischen Militärs und Thinktankexperten zeigt, dass es keineswegs nur Putin ist, der so „tickt“. Offenbar scheinen sich große Teile der Eliten, die stark dem alten imperialen Denken verhaftet sind, einig. Wenn die Ukraine nicht spurt, muss sie vernichtet werden. Der Einfluss des Westens, der USA muss gebrochen werden. In Russland sind offenbar rückwärtsgewandte Eliten v.a. der konsolidierten Sicherheitsapparate im Bündnis mit rückwärtsgewandten nationalistischen bzw. angepassten und gleichgültigen Teilen der Bevölkerung, die das System stützen. M.E. wird das bei den westlichen Gegen-Strategien zu wenig berücksichtigt.

 

Übergeordnetes Ziel: Nicht mehr allein Beseitigung des Ukronationalismus sondern Beendigung der Vorherrschaft der USA in der Welt. (was nicht militärisch im engeren Sinne, als direkter Angriff, sonderm in Sinne von Schwächung zu deuten ist)

Statusbericht 23.4.2022 ca 6.30 Uhr

Kämpfe v.a. in 8 Regionen. "inelligenter" Stellungs- und Abnutzungskrieg, Drama bei Evakuierung, ukrainische Militärberichte geschönt russische "Normaliät" in Mariupol, politische Fehleinschätzungen, 

 

Militärische Lage

In etwa weiter wie bisher: Die russische Armee intensiviert in 8 (!) Regionen Luft und Bodenkämpfe. Die ua Seite spottet, die Russen hätten nichts dazu gelernt und würden sich verzetteln, bzw. unter Druck stehen, bis zum 9. Mai einen Sieg zu liefern. Allerdings bindet die Russ Armee dadurch überall ua Kräfte, die zumindest zahlenmäßig den Russ deutlich unterlegen sind. (80 taktische Batallione a 6-800: 40-50.000) Die Russ lassen weiterhin offen, wo die eigentliche Offensive starten wird. Naiv ist es zu glauben, das würde im Süden stattfinden, nur weil die russischen Militärs das angekündigt haben. Ich vermute immer noch, dass die Offensive in Charkiv und im Norden von Luhansk beginnen könnte, da dort massive Kräfte auch noch hinter der Grenze zusammengezogen sind.

Die Ukraine schummelt offenbar in ihren öffentlichen Armeeberichten, eigene Verluste werden weitgehend unterschlagen. Z.B. zwei Ortschaften im Raum Cherson, die gestern abend von den Russen genommen wurden. Es zeichnet sich derzeit eine Art oszillierender Stellungskrieg ab (ohne feste Schützengräbengrenzen a la Verdun), der mit Luftaufklärung und Angriffen, Ferngeschützen, und in dritter Reihe von Panzerinfanterie und Artillerie geführt wird. Militäraufklärung wird angesichts moderner Präzisionswaffen immer wichtiger. Dank US und britischer Hilfe und Drohnennachrüstung (auch aus Deutschland !) wird die ua Militäraufklärung täglich präziser.

Selenskj meint erstmals (!), die Waffenlieferungen entsprächen den Bedürfnissen der UA. Es gibt Berichte, wonach die UA angeblich inzwischen mehr (!) Panzer (s. Tagesspiegel) hätte, als die Russen, da zu Lieferungen auch erhebliche Beutezahlen dazu kämen. Das macht übertrieben sein. Die anfänglich Assymetrie scheint sich jedoch dank Auslandshilfe täglich zugunsten der Ukraine zu verschieben. Das war ja auch der Sinn der Trommelei von Selenskji und dem etwas schwierigen Herrn Melnyk. Allerdings, die russische Armee ist eine Walze, die wenn sie wirklich losrollen kann und nicht im Ansatz gestoppt wird, und die rücksichtlos mit den eigenen Leuten und dem Gegner vorgeht, nicht zu unterschätzen ist.

Erstmals kommen wohl Wagner-Truppen in Einsatz, ca 200 von 1000 in der Hinterhand. Wofür ist noch unklar, vermutlich ähnlich wie in Syrien und Afrika. Vermutlich wie die Tschetschen: als brutale Stoßtruppen nach Bombardement und als erste Säuberungswelle, zur Vernichtung bewaffneter „Reste“ in den Eroberungsgebieten.

Problem. Nachrichtenzeitverzögerung und Gefahr politischer (Fehl-) Entscheidungen.

Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Mediennachrichten den Ereignissen oft problematisch hinterherhinken. Beispiel: Borell betont die Notwendigkeit von Korridoren in Mariupol, wo 100.000 eingeschlossen seien. Die Lage ist faktisch eine vollkommen andere. In M. Gibt es nur noch vergleichsweise wenig Gefechte, die Bürger werden inzwischen überwiegend durch die Besatzer versorgt. Dass 100.000 eingeschlossen sind, habe ich immer bezweifelt, weil die Zahl problematisch gerechnet ist. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint sie definitiv falsch! Konvois und Korridore für Zivilisten gibt es immer wieder. Probleme gibt es im Stahlwerk und beim Besatzungsregime nicht bei der Masse der Restbevölkerung. Schwierig die Lage für Alte, Schwache, die teilweise gar nicht evakuiert werden können, weil immobil. Diese müssen schnell, auch medizinisch versorgt werden.

Die Lage ist in der Region Luhansk und Donetzk und Orten wie Sumy bei Charkiv viel dramatischer. Der Beschuss z.B. fürchterlich. Die ua Verwaltung bemüht sich dort weiterhin um Evakuierung, was immer schwieriger ist, da die Region unter permanentem Beschuss (auch Evakuierungsbusse werden getroffen, oder blockiert). Die Restbevölkerung ist z.T. immobil, d.h. teilweise müssen die Leute (Aklte, Kranke) einzeln (!) mit Krankenwagen transportiert werden. Da liegt momentan das humanitäre Drama und beim terroristischen Besatzungsregime und beim Bunker von ASOWStal(wurde mehrfach berichtet)

 

Kriegsziele

Bei der Berichterstattung wird übersehen, dass ein Korridor Richtung Modavien/Transnistien faktisch die Einkesselung von Odessa bedeutet (!).

Mariupol

Die Lage „normalisiert“ sich nach russischen Angaben. Jetzt weiß man, was russische Besatzungsnormalität heißt: weiter Bomben (Stadt offenbar noch nicht „befriedet“, wie Putin meint); Festnahmen; brutale Form der Leichenbeseitigung; Zwangsverwaltung, Ausschaltung der ua-Verwaltung, Gleichschaltung von Koopwilligen; Deportationen. Aushungern der Stahlwerkbunkerinsassen.

Menschenrechte

nur kurz zu den Massengräbern in Mariupol. Wie schon vorgestern vermutet (s. HuG-facebook), dürfte die Masse der Leichen aus hektischen Aufräumarbeiten der Besatzer von Luftangriffsopfern stammen. Dafür spricht auch die Lage am Friedhof. (auf Berliner Friedhöfen gibt es bis heute derartige anonyme Massengräber aus dem 2. Weltkrieg). Aber (!): Es gibt zahlreiche Hinweise auf „kleinere“ Massaker und Einzeltötung im Zuge der Besetzung. Das zweite Massengrab findet sich im Bezirk östlich der Innenstadt von M. Dort marschierten vor 4 Wochen die Tschetchenen ein, die in der Regel besonders brutal vorgehen. Hier müßte speziell untersucht werden, wenn es eines Tages möglich ist.

Besatzungsregime

Wird m.E. bisher in der Berichterstattung vernachlässigt. Unterschiedliche Arten von Terror und Zwang.

Statusbericht 22.4. ca 6.30 Uhr

Massengräber-Brutale Angriffe-Mariupol im Widerstand

Kriegsgeschehen

 

 

Im Prinzip geht es immer so weiter. An einzelnen Orten sehr massiv. Allein um Chariv sind z. B. nach ua Angaben 8 (!) taktische Bataillone (a 6-800 Mann) im Einsatz. Jenseits der russischen Grenze warten noch mehr Bodentruppen und Flugzeuge auf die Offensive.

Brutal ist das Vorgehen derzeit v.a. in Rest-Luhansk (nur noch 20% vom Oblast). Dort sollen noch 70.000 nicht dem Evakuierungsaufruf gefolgt sein. Bilder zeigen, dass es v.a. die ländlich-kleinstädtische Bevölkerung, v.a. die Schwachen und Alten sein dürften. Die Verwaltung bemüht sich, sie zu überreden und teilweise einzeln (!) mit Bussen und Krankenwagen abzuholen. Offenbar wird hier das schlimmste Gemetzel erwartet. Vermutlich wollen die UAArmee hier versuchen, die russischen Panzerverbände wie in Kiew mit Artillerie und aus der Luft zu zerschießen. Dazu braucht sie freies Schussfeld, damit sie nicht die eigene Bevölkerung umbringt oder gelähmt ist, wie in Mariupol. Zur Zeit eher eine Art Stellungskrieg mit hohem Vernichtungspotential.

Auch wenn man diesen Zahlen nur bedingt trauen sollte, scheint die UA durch westliche Nachrüstung mehr Abschüsse von Luftfahrzeugen und schweren Geschützen am Boden zu erzielen. Offenbar werden auch Soldaten getötet und verwundet. Es gibt Berichte von russischen Behelfskrankenhäusern und deren Zugängen, die darauf schließen lassen. Man muss sich jedoch keine Illusionen über ua Verluste machen. Allein in Mariupol sind nach eigenen Angaben 400 z.T. teilamputierte Schwerverletzte eingeschlossen.

Auch die Luftaufklärung wird mit US-Hilfe offenkundig immer detailreicher. Das macht die UA-Seite selbstbewußter. Sie drohen offen den russischen, z.T. schlecht aufgestellten Panzerverbänden, sie mit ihren westlichen Präzisionswaffen zu vernichten. Dies ist sicher eine Chance im assysmetrischen Krieg im Donbas, aber auch Teil der gegenseitigen Psychokriegsführung, die fast genauso wichtig zu sein scheint, wie die Realität.

 

Die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten leidet sehr unter der syrischen Kriegsmethode.

Der Aufbau der russischen Logistik lässt darauf schließen, dass die Russische Armee sich auf einen langen Kampf einstellt. (!)

 

Mariupol

Bekanntermaßen haben Putin und Shogiu die Eroberung von M. verkündet. Offenbar folgen sie mehr ihrem „Plan“ also der Realität. Nach lokalen Informationen von gestern abend ca 17.30 ua Zeit fielen immer noch Bomben im Raum des Stahlwerkes und gabe es Straßenkämpfe in verschiedenen Stadtteilen. Putin hat die Stadt noch nicht im Griff, da sich faktisch schon seit längerem in einem Widerstandsmodus befindet. Andererseits gibt es nachweislich kollaborationsbereite Teile der Verwaltung z.b. in Norden der Stadt, wo Lehrer bereit sind, nach Vorstellungen der DNR ein prorussisches Bildungssystem aufzubauen. Außerdem wird die Stadt nach wie vor von brutal vorgehenden Spezialeinheiten durchkämmt. (Dazu demnächst extra Bericht). Inzwischen sollen Massengräber gefunden worden sein, die Butscha um das 10 fache übertreffen (!) s.u.

Ob hier wirklich 100.000 eingeschlossen sind, wage ich zu bezweifeln. Die Rechnung ist eine Rückrechnung von der Gesamteinwohnerschaft minus gemutmaßte Tote und Evakuierte. Beides sind aber fragmentarische Zahlen, die genauen kann keiner kennen. Außerdem „verbessert“ sich die Lage in den besetzten Gebieten durch Versorgungshilfen der Besatzer und relative Waffenruhe. Viele Bewohner wohnen ohnehin in Haussiedlungen, die nur partiell betroffen waren.

 

Die Situation am Stahlwerk ist schwierig. Wieviel Soldaten und Zivilisten genau dort eingeschlossen sind, ist unklar (1-2000+1000 ?). Angeblich 400 z.T. Schwerverletzte mit Amputationen, etc.

Putins „Angebot“ statt einem grünen Korridor den Bunker zu umschließen, dass keine Fliege rauskommt, aber nicht zu stürmen, wurde vermutlich schon vor einigen Tagen mit Kadyrov besprochen. Damals zeigte sich, dass der Bunker nur mit hohen Verlusten zu stürmen ist. Ein Bombardement würde das Stahlwerk zerstören, was Putin wegen seine Größe sicher haben will. Mit Bomben eine Totalkapitulation zu erreichen, klappte nicht. Insbesondere ASOW macht da nicht mit. Putins Entscheidung folgt also nicht humanitären, sondern reinen Opportunitäts-Erwägungen.

 

Es geht insbesondere um die dort einsitzende ASOW-Leute. Diese sind für Putin der empirische Beweis von den „Ukronazismus“. Er muss sie erledigen, um die Befreiung der Ukraine vom Faschismus begründen zu können. Das kommt in vielen Analysen zu kurz. Es geht hier v.a. um Symbolik (!). Im Gegensatz zu Äußerungen von Putin hat Kadyrov in einem Statement deutlich gemacht, dass es um die „Liquidierung“ dieser „Nazis, Teufel und dieses Abschaum“ geht. (Kadyrov gestern abend!) Die Einschlossenen haben also Recht, wenn sie Lösungen ohne internationale Garantien misstrauen. (wo bleiben diese???)

 

Der Patriarch von Kiew (der eigentlich mit der russ.ortho verbunden ist) hat zu einer Osterwaffenruhe ab dem heutigen orthodoxen Karfreitag aufgerufen und zu einem Pilgermarsch nach Mariupol. Die russische Seite hat Osterwaffenruhe abgelehnt.

 

Leider wird in der deutschen Presse die Korridorfrage verwirrend abgehandelt. Es geht um einen Korridor für Zivilisten aus der Innenstadt nach Westen mit Bussen und privat-PKW. Der funktioniert nach Absprache mit den Russen tröpfchenweise.(einige Dutzend, einige hundert nur noch). Der Humanitäre Korridor am Stahlwerk geht nur noch um die Eingebunkerten. Russland hat das schon mehrfach abgelehnt und die Kapitulation zur Bedingung gemacht.

 

Selenskji, sagt die Stadt sei noch nicht endgültig verloren und könne mit westlicher Waffenhilfe zurückgewonnen werden. Ob das Pfeifen im Walde oder realistisch ist, ist schwer zu sagen. Die Russen verlagern derzeit offenbar Schwere Waffen von M. in andere Kampfegebiete. Die UA hofft, dass das dann militärisch ausgedünnte Mariupol wieder angreifbar ist. Ohnehin plant die UA_was in Deutschland bisher übersehen wird, mittelfristig die Rückeroberung aller (!) besetzen Gebiete. Wie realistisch das ist, hängt in der Tat von westlichen Waffenlieferungen ab, aber auch von der Stärke von Putins System und dem Kriegsverlauf.

 

Das Drama was im in H-und-G.info Beitrag Anfang April vorausgesagt wurde, geht also weiter. ???Link

 

 

Menschenrechtsverletzungen

 

Hier nur ein Aspekt. Seit gestern nachmittag gibt es Satellitenfotos von angeblichen Massengräber in bzw. bei Mariupol. Angeblich bei Mangush. Es ist laut Fotos 300 Meter lang. Aber es ist doppelt so breit wie in Butscha. Dort sei Platz für
für mindesten dreitausend nicht identifizierte Bewohner von Mariupol.
Die Fotos zeigen zugeschüttete, planierte Flächen, nicht die aktive Verbringung von Leichen in dieser Zahl. Angeblich werden sich mit LKW antransportiert und dort einfach abgeworfen.

Ob und was das genau ist, ist nicht verifizierbar. Es muss auch kein Anzeichen für Massaker sein. Schon vor der Besetzung hat noch die alte Stadtverwaltung Massengräber anlegen müssen. Die prorussische Besatzungsstadtverwaltung, die seit ca 2 Woche mit einer Pseudowahl eingesetzt wurde, hat nachweislich seit ca 10 Tagen begonnen, Leichen aus Straßen und Kellern zu räumen. Diese sicher auch aus hygienischen und optischen Gründen. Die Besatzer wollen ja zeigen, dass sie den „Befreiten“ Gutes tun und angeblich am 9. Mai eine Art von Siegesparade durchführen.

 

Allerdings es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass im Zuge der Straßenkämpfe und Säuberungen Menschen von Spezialkräften eliminiert wurden/werden. Schon seit längerem vermutet der ua Bürgermeister (der seit Wochen nicht mehr in der Stadt ist, aber immer noch Leute vor Ort hat), dass Leichen beiseite geschafft werden, um Skandale a la Butscha zu vermeiden. Laut ua Militärspio sind rund ein dutzend mobile Krematorien in der Region nachgewiesen. Lokalisierbare Fotos gibt es aber bisher öffentlich nicht.

 

 

 

Statusbericht 21.4.2022 

Kriegsgeschehen

Putin redet von Militäroperation statt von Spezialoperation. Das ukrainische Verteidigungsministerium spricht nicht mehr von russischer Offensive. Diese semantischen Änderungen- beides wurde im Newsletter vor zwei Tagen vorhergesagt- zeigen die Veränderungen des Krieges: Putin ist gezwungen, seinen Leuten die Dauer und Massivität des Einsatzes neu zu kommunizieren; die Ukraine muss sich auf eine längere Dauer strategisch-taktischer Manöver der russischen Armee einstellen. Wie auch amerikanische Analysten bestätigen hat die eigentliche massive Offensive noch gar nicht begonnen, die jetzigen Kämpfe waren nur ein „Test“ um die eigene und die Verteidigungsfähigkeit der Ukrainer auszuloten.

Ob Selenskij mit seiner Ausrufung der Donbasschlacht, die Welt alarmieren wollte, oder einer Fehleinschätzung unterlag, sei dahingestellt. Auslöser war die Brutalisierung des Angriffs auf Teile von Luhansk und der Aufschrei des dortigen Gouverneurs. Die Ukraine will nicht den Fehler von Mariupol wiederholen, wo zu spät evakuiert wurde, und die Bevölkerung dann in der Falle saß. Noch ca 70.000 sollen im ua Oblast sein.

Dies zeigt zweierlei: Putins neuer Kommandeur führt den Krieg brutaler und gleichzeitig langsamer, gezielter. Wie strategische Studien zu Aleppo zeigen, wird die Syrienstrategie inzwischen fast schulbuchartig angewendet: Intensiver Beschuss durch Flugzeuge, Raketen, Artillerie, Evakuierung der Bevölkerung. Die Trümmerfelder werden von Spezialisten (in Aleppo Iraner, Hamas, etc.) durchkämmt und eingenommen. Putins Armee erobert Mondlandschaften (s.Video). Allerdings, die Einnahme von Aleppo dauerte Monate: in der Zwischenzeit wurde ein Großteil der Infrastruktur und der umgebenden Ortschaften zerstört.

Eine Schilderung aus Luhansk: „Leichenhallen und Krankenhäuser in den vorübergehend besetzten Gebieten sind überfüllt, Luhansk-Land ist voller Leichen von Feinden. Die Mobilisierung in den besetzten Gebieten läuft, Männer sind fast nicht mehr da. Es ist eine Katastrophe. In einigen Siedlungen geht gar nichts mehr. Zerstörung ist nicht der Restaurierung unterzogen. Ich meine, wir können das Licht, das Wasser, das Gas nicht mehr zurückbekommen. Das ist es. Erst nach dem Krieg.Essen. Reichlich geliefert. Die Medikamente sind ständig unterwegs.“

 

Es gibt einen nicht zu unterschätzenden Unterschied. Die Elektronischen Ortungs- und Zielerkennungsmöglichkeiten haben sich deutlich „verbessert“. Manchmal wird dieser Krieg aus der Warte der Militärs wie ein (blutiges) Videogame.

Dass die Bodenoffensive noch aussteht, sollte nicht über die Brutalität der permanenten Angriffe in den bekannten Schwerpunktregionen (Charkiv, Luhansk, Mariupol, Mykolev, Cherson/Saporischschia-Oblast) hinwegtäuschen, die zwar nicht viel Veränderung bringen, aber dauerhaften Horror und Verluste für Menschen und deren Umfeld. Diese Angriffe verstärken sich tendenziell, die Russen erzielen langsam, kleine Fortschritte. Immerhin ist der Oblast Luhansk inzwischen zu 80% besetzt.

Immer noch wird die Vorbereitung der Offensive auf russischem und belarussischen Territorium fortgesetzt. Und zwar massiv (!). Immer noch werden Truppen aus dem Inneren der RF Richtung UA -Grenze verlegt, v.a. nördlich von Charakiv Kommando- und Logistikstrukturen verbessert und Fluggeräte massiert. Ich persönlich halte es nach wie vor nicht für ausgeschlossen, dass die Bodenoffensive dort und erst in zweiter Linie nicht im Donbas passiert.

Wann beginnt die Offensive? Im Moment weiß das wohl keiner außer Putin. Die Antwort könnte lauten: 1. Sie hat schon (schleichend) begonnen, bzw. die erste im Osten und Süden nie aufgehört. 2. Sie kann jede Stunde beginnen. 3. Vielleicht erst später, z.B. am Tag des Sieges, dann kann Putin auf seiner Parade, den Beginn des finalen Kampfes gegen den Ukronazismus verkünden und damit den Krieg offizialisieren. 4. Sie kommt gar nicht, weil der Krieg auf andere Weise fortgeführt oder beendet wird und Putin sich eingestehen muss, dass seine Armee nicht so gut ist, wie gedacht und er auf eine andere Strategie ausweichen muss. (Teilbesetzung a la Georgien, Moldawien, etc.)

Mariupol

Ist weitgehend erobert. Mit Hilfe von Elitesoldaten, erfahrenden Antiterrortruppen („Somalier“ wurden vermutlich in Afrika zur Islamistenbekämpfung eingesetzt, Tschetschenen.) und Spezialisten des Innenministerium RF/DNR werden die Straßenzüge nach restlichen Soldaten, Guerillas, „Nationalisten“, Verdächtigen durchkämmt. Das dürfte teilweise ziemlich brutal ablaufen mit faktischen Liquidierungen a la Butscha. Man kann es nur wiederholen. Terror ist kein Ausrutscher, sondern Mittel von Putins Kriegsführung.

Angeblich soll am 9. Mai eine Siegesparade in M. durchgeführt werden, behauptet die ukrainische Stadtverwaltung schon seit Tagen. Es finden in besetzten Teilen Aufräumarbeiten statt von der Leichen bis zur Trümmerbeseitigung. Dazu werden auch Einheimische mehr oder minder zwangsrekrutiert. Mariupol wird vom Kriegs- in der Besatzungsstatus übergeleitet, obwohl v.a. rund um das Stahlwerk und im Stahlwerk II immer noch gekämpft wird.

Der dramatische Appel des Kommandanten der Marines hat die Weltöffentlichkeit erreicht und dürfte diplomatische Drähte glühen lassen. Ob das Eindruck auf Putin macht, wage ich zu bezweifeln. 1. ASOW hat angekündigt weiterzumachen 2. in russischen Video wurde deutlich gesagt, dass Feuerpausen nur von ASOW genutzt würden um Drohnenaufklärung zu betreiben und Waffennachschub zu organisieren (beides dürfte zutreffen, ASOW war offenbar nie komplett abgeschlossen). 3. Da die Zivilisten im Bunker sich in die Hände von ASOW begeben haben, sind sie nach russische Definition Verbündete der Ukronazisten, also Freiwild.

Allerdings Putin muss schon einen gewissen Respekt vor den Bildern haben. Einige Hundert Tote Frauen und Kinder im Bunker verschüttet, das erinnert an die Geburtsklinik, das Theater, Butscha. Alle diese Ereignisse haben wie Schockwellen gewirkt (obwohl sie eher symbolisch waren und die Schäden andersnorts schlimmer.) Das hatte vermehrte Sanktionen, Rüstungsbewilligungen und ein vorsichtiges Abrücken von potentiell Verbündeten wie z.B. China zu Folge. Das muss Putin ins Kalkül ziehen. Selenskji spielt offenbar auf diesem „Klavier“. Wenn der Westen das verstärkt und wirklich Autoritäten wie der Papst, (das meine ich ernst !) die UN General, etc. deutlich reagieren und Forderungen Putin zu einem Waffenstillstand für Mariupol auffordern, könnte das M.E.wirklich etwas bewirken! Es müsste nur schnell und massiv kommen.

Heute Nachmittag entschied Putin, es gibt keinen Korridor, der Bunker wird nicht gestürmt, sondern umzingelt, dass "keine Fliege entkommen kann. Kadyrov spricht ungeschminkt von Tod und Liquidierung der Menschen im Bunker.

 

Besatzungsregime

Wahlvorbereitung in Region Cherson

In Cherson soll humanitäre Hilfe aus der Ukraine unterbunden werden

Im Falle eines Beschusses der Stadt sollen angeblich Vergeltungsschläge gegen Wohnbezirke angedroht werden

Männer werden angeblich zwangsrekrutiert (um gegen ihre eigenen Leute zu kämpfen (!), Putin hat offenbar zu wenig Personal für eine so große dauerhafte militärische Aktion (was Militärexperten von Anfang an vorhersagten)

Evakuierung, Sicherungsmaßnahmen, Verhaftungen, Konsolidierung von Kollaborationsstrukturen a la DNR

Ukraine spricht von Terror

 

Menschenrechtssituation

Kümmert sich eigentlich jemand um die Tschtschenen? Kadyrov ruft weiter zur „Liquidierung“ von ukrainischen Nationalisten auf. Da der Nationalisten-Vorwurf- wie dargestellt-von russischer Seite sehr weit gefasst wird, geht das nach ersten Einschätzungen eines Völkerrechtsexperten möglicherweise auch juristisch in Richtung Genocid. (eine politisch-ethnische Variante, nicht die einfache ethnische). Ohnehin praktiziert Putin eine politisch-ethnische Säuberung im Donbas. s. Artikel Dr. robert Frau, Viadrina in H-und-G.info

In Butscha wird deutlich, dass Vergewaltigung systematisch angewendet wurde. Kadyrow zeigte gestern eine Video von eine nackten (!) geschundenen ukrainischen getöteten Soldatin. Ob gestellt oder nicht. Auch wenn sonst grausige Bilder von verstümmelten Soldaten gezeigt werden, um die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, ich habe noch nie nackte männliche Leichen in diesen Videos gesehen (!). Das ist teil von Kadyrevs zynischem Machokult der „Brüder“ des Führers. Eine auf Gewalt, Islamismus und Machismus beruhende Gefolgschaft.

 

Statusbericht 19.4. ca. 7 Uhr

Offensive hat nicht wirklich begonnen.

Russisches Offensivpotential vermutlich doppelt so groß wie das der UA

Mariupol kämpft weiter

Besatzungsregime und Deportationen gehen weiter

Marder für Krimoffensive?

 

 

 

Offensive

 

Hat die Offensive begonnen? Ja und nein. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, der morgendliche Ua-Armeebericht sieht nicht viel anders aus, als jeden Tag. Bombardements auf Städte, Siedlungen v.a. zivile und militärische Infrastruktur. Angriffe auf Siedlungen v.a. in Charkiv, Luhansk, Donetzk, Saporischschja, Cherson, d.h. die Gebiete (Oblasti), die Russland primär komplett besetzen will.

 

Das einzige, was neu zu sein scheint, ist eine stärkere Massierung von Landstreitkräften in Luhansk, was der örtliche Gouverneur gestern verkündete. In russ Propvideos sind entsprechend auch Kolonnen etc. zu sehen. Auch Luftangriffe, inzwischen auch von (relativ langsamen) Bombern, u.a. den „weißen Schwänen“ (?), offenbar Flugzeugen mit den größten Bomben, die im Prinzip auch Atomwaffen tragen können. Ganze Ortschaften sind schon in den Tagen zuvor „platt gemacht“ worden.

 

Die Hauptmacht der Russischen Armee, die in den vergangenen Wochen jenseits der Grenze rekonstruiert und erweitert worden ist, ist aber m.E. noch gar nicht im Einsatz. Das geht von ca. Beograd bis Rostov und von der Krim v.a. im Südwesten her. Laut US-Angaben gibt es für die Region Donbas jetzt 76 taktische Einheiten, 12 mehr als vergangene Woche! (vermutlich je 6-800 Mann), plus 22 nördlich von Charkiv, d.h. es sind ca. 60-80.000 russische Soldaten in Reserve. Das sind rund doppelt so viele wie das Hauptkontingent der UA, von 40-50.000, das in dieser Region stationiert ist. D.h. die Gefahr, dass die UA einfach überrannt und eingekesselt wird, wenn sich diese Walze in Bewegung setzt, ist sehr real! Daher auch immer wieder die alarmierenden Aufrufe aus der UA:

 

 

Warum Selenski gestern Nacht die Schlacht im Donbas verkündet hat, ist unklar. Vermutlich will er die Restbevölkerung (immer noch 10.000e) v.a. in Luhansk damit alarmieren, die Region endgültig zu verlassen. Evtl ist das auch ein Signal für seine eigenen Armee und Verwaltung, eine Alarmierung. Auch um die Welt wachzurütteln und für Waffen zu klappern. Es zählt für die UA jeder Stunde! Die Frage ist welche Waffen.

 

Die Russen behaupten Angriffe auf Region Beograd, nördlich Charkiv u.a. (Ua dementiert) , vermutlich Provokationen, um die Großoffensive als Verteidigungskrieg verkaufen zu können.

 

Die Logistik der Russen wurde deutlich verbessert (Kommandostände, Logistik- und Reparaturstützpunkte) Tückisch sind auch die Rakeketenabschlusstellen, die in Belarus, Russland, der Krim und auf dem Meer disloziert sind. d.h. um sie anzugreifen, musste die UA belorussisches o russisches Kernland angreifen. UA und USA weisen aber auf zahlreiche bekannte Schwächen der russ Armee hin.

 

Welche Waffen?

 

In Deutschland gibt es ja eine Art Glaubenskrieg um die Marder. M.E. muss man da genau hinsehen. Zu meinem Erstaunen hat der Chef der ua Militärspionage gestern erzählt, dass die Marder für die Rückeroberung der Krim (!) benötigt würden, wegen großer Panzerverluste, für die Abwehr der jetzigen russ Offensive würden eher Artillerie etc. benötigt. M.E. ist das in Deutschland bisher so nicht bekannt. Bis Marder kämen, ist die Sache, Wer die Offensive gewinnt, m.E. schon lange entschieden. Ich habe zwar keine Ahnung von Militärtechnik, aber von der Lektüre des Kriegsgeschehens vermute ich, dass die UA zZ eher andere Technik (schneller lieferbar) benötig: Aufklärungstechnik vor Ort (Drohnen, kleine Drohnen), Kampfhubschrauber, Luft- und Artillierieabwehr aller Art, Panzer und Artilleriebrechende Waffen, Präzisionsnahwaffen, Nachteinsatzausrüstung, und jede Art nicht lokalisierbarer Kommunikationstechnik. Im Moment dringender als Marder. Das ist einerseits Symbolpolitik, andererseits dauert Lieferung und Schulung und Logistik verhältnismäßig lange.

 

Dass die ua Regierung über eine Offensive zur Rückeroberung der Krim nachdenkt, ist interessant, wirkt aber derzeit etwas absurd, weil es nicht klar ist, ob es die Ukraine in 3 Wochen überhaupt noch gibt! Außerdem muss der „Westen“ insbesondere Deutschland darüber nachdenken, ob er in eine Ua Offensive gegen die Krim einsteigen will, sofern das überhaupt jemals in Betracht kommt! Für Russland wäre das eine extreme Eskalation (nach russ Sicht: russisches Kernland, Schwarzmeerflotte, Sebastopol), die einen Einsatz von Kernwaffen rechtfertigen würde (s.Medwedew vor 3 Wochen).

 

 

Merkwürdige Propaganda

 

 

in einem russischen Kanal wir behauptet, Polen habe Kaliningrad angegriffen, es wird eine angebliches Video gezeigt

immer wieder wird das Kosovo erwähnt, Analogie zu Krim

 

es mehren sich Symbole der Sowjetzeit und roten Armee

angeblich soll es Siegesfeiern auch im Donbas geben Mariupol

 

Es werden Video von angeblich nach Hause zurückkehrenden Truppenteilen gezeigt, die von der Bevölkerung bejubelt werden

 

Unklar bleibt die Kadyrov Ankündigung einer Putin-Erklärung für den 20. April (Hitlers Geburtstag): Möglicherweise beginnt dann die eigentliche Offensive, in der russ Prop wird behauptet, die Sowjetunion hätte im 2. Weltkrieg den Kampf gegen den NS nicht vollkommen zuende gebracht,d.h. Putin scheint die Offensive als Vollendung des 2 WK verkaufen zu wollen.

 

Möglicherweise werden auch Konflikte, die den Westen binden oder verunsichern, angezettelt.

 

Mariupol

 

Erstaunlicher Weise, wie gehabt. Es gibt nach russ. Angaben immer noch 2-3000 ua Kämpfer in der Stadt (Asow plus Marineinfanterie, plus llokale Polizei, Grenz- und Zivilschutzkräfte), die sich vermutlich überwiegend im Großbunker und Tunnelsystem unter dem ASOW-Stahlwerk verschanzt haben. Es gibt auch russische Berichte von Straßenkämpfen. Alle Siegesmeldungen waren also verfrüht, auch wenn die Stadt weitgehend besetzt ist (auch Rathaus, Polizei, Bahnhof, Hafen weitgehend). Es wird also auch mit schweren Bomben. (russ prop: „Der Nordhaufen ist bereits „abgenagt“. Aber die wichtigste „Militärshow“ ist die Bombardierung der Asow-Kämpfer. VKS begann, den „Fanatikern“ verschiedene große „Bonbons“ auf den Kopf zu werfen. Sie schreiben, dass sogar der FAB-5000 abgeworfen wurde. Dies ist die stärkste Bombe der Welt, die nuklearen nicht mitgezählt.“) Der Norden des Stahlwerkes ist laut russ. Angaben schon von Spezialkräften des Innenministeriums (!) (d.h. hier gilt schon der Besatzungsstatus, nicht mehr der Kampfstatus) erobert und besetzt. Offenbar wird aber versucht die Zerstörungen dieses auch für Russland wichtigen Werkes begrenzt zu halten. (taktisches Dilemma) (Videobeweis)

 

Seit 4 Tagen gibt es erstmals wieder eine Videobotschaft des ASOW-Kommanders vor Ort, Denis Prokupenko. Er fordert einen grünen Korridor, für Zivilisten, Verwundete und Tote aus dem Stahlwerk. Angeblich sind lauf ua Angaben noch hunderte, möglicherweise 1000 Zivilisten, Frauen und Kinder in den Bunker unter dem Stahlwerk geflüchtet. Es gibt auch ein Video, was nicht überprüft werden kann. Die Militärs wollen nicht aufgeben. Auch der Kommondeur der 36 th MarineIK hat einen Aufruf verkündet, aber nur schriftlich und mit Foto. Es ist nicht sicher, dass er noch lebt, die russ prop hat mehrfach behauptet, dass er vorgestern Nacht am 2. Stahlwerk getötet wurde. Dies mag eine Nachricht sein, um die Soldaten zum Aufgeben zu bewegen oder den Kommandeur zu provozieren, um eine Botschaft abzusetzen, die ihn ortbar macht, es könnte aber auch stimmen.

 

 

Besatzungsregime

 

Es wird versucht, Rubel einzuführen, Menschen wird Geld gegen neue Pässe angeboten (droht Verlust der UA Staatsbürgerschaft). Wahlvorbereitung in Cherson-Oblast

 

Für Mariupol soll es einen einwöchigen Ausnahmezustand geben, alle sollen zu Hause bleiben, angeblich werden alle Männer filtriert (s. Bericht gestern)

 

 

Deportierungen

 

Angeblich nach ua Angaben 20.000 in russ/DNR-Filtrierungslagern im Südosten (s. Bericht von Gestern und vorgestern). Faktisch Vorbereitung Deportierung. (Es gibt Fotobeweise !)

 

Deutsche Medien Berichterstattung

 

Teilweise sehr unpräzise, Hinkt in der Regel 12-24 hinterher. Vor allem die Schlagzeilen sind meist überholt! Oder vermeldet zuweilen Aktuelles ohne Gewichtung und Prüfung und Differenzierung.

 

Z.B: In Liviv wurden faktisch „nur“ militärische Ziele mit Präzisionsraketen getroffen Berichte von Bombardierung von K. Könnten zur erneuten Massenflucht führen, wie das letzte Mal.

 

Die Regionen und das Kriegsgeschehen wird v.a. im Fernsehen wild (auch bIldmäßig) gemischt, so dass realistische Lagebilder kaum möglich. Printmedien, v.a in den aktuellen Tickern geben wahllos möglichst schnell ungeprüfte Tickermeldungen weiter, die teilweise in Summe oder im Detail ein falsches Bild zeichnen.

 

Z.B. Meldung Bild gestern Nacht, die Offensive hätte begonnen. s.o.

 

 

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 Status 18.4.2022

 

 

 

Ukraine-Lage vom H-und-G.info Status 18.4.2022 ca 7.30 Uhr nach den soz. Medien (ua, russ, Tschetsch, DNR) der letzten 12 Stunden

Putins Minimalkriegsziele deutlich

Offensive verzögert sind

Reste des Militärischen Widerstandes in Mariupol wird brutal „ausgemerzt“- Terrorregime droht nach Eroberung

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

Es geht weiter wie bisher: Bombardements, Angriffe in einzelnen Regionen, Offensiven-Vorbereitung

Besonders schlimm scheint die Situation (abgesehen von Mariupol) in Izyum, das ebenso belagert wird: Die Bevölkerung wird ähnlich wie in M. Richtung Russland zwangsdeportiert.

Im Donbas und Luhansk werden Ortschaften mehr oder minder ausradiert. Selensky spricht von „Auslöschung“ des einstigen Kriegszentrum

Die Minimalkriegsziele Putins werden an Hand Hand von Verwaltungsmaßnahmen deutlich: Die Regionen Cherson, Saporoschschja, Luhansk, Donezk, Charkiv sollen komplett erobert und vermutlich zu Volksrepubliken um gewandelt werden. Vorbereitungen zu Pseudowahlen sind in Cherson weit fortgeschritten. Für drei Regionen läuft die Vorbereitung zur Schulung der Lehrer. Auch die Bildung von prorussischen Verwaltungsspitzen, Milizen und die Festnahme bzw. Deportation von Einwohnern gehört zu Ummodelung der Gesellschaft, genannt „Entnazifizierung“ vom „Ukronazismus“.

D.h. aber keineswegs, dass andere Kriegsziele aufgegeben wurden. Kiew, Odessa, etc.

Die Offensive hat bisher nicht stattgefunden. Es gibt Spekulationen auf der UA-Seite, dass sie sich verzögert, vielleicht gar nicht mehr stattfinden, weil der UA Widerstand so groß und die Schwierigkeiten der Russischen Armee zu groß sind. Die UA Seite reklamiert für sich täglich militärische Erfolge (Abschüsse) , die Militärspionage beschreibt russischen Material- und Rekrutierungsprobleme. Angeblich werden inzwischen in besetzten Gebieten zwangsweise Soldaten rekrutiert (Izyum), sind Panzer veraltet, verweigern Rekruten den Einsatz in der Ukraine, auf der Krim gibt es angeblich Diskussionen wegen der Versenkung der Moskau.

Die russische Seite hat offenbar ihre Strategie etwas modifiziert. Sie dringt v.a. mit Elitetruppen vor (Fallschirmjäger, Marines, Tschetschen). Man versucht die gegnerischen Stellungen mit Luftaufklärung (Drohnen) auszukundschaften und dann mit Artillerie/Bombardement auszuschalten.

Merkwürdig ist eine Ankündigung von Kadyrov über eine Absprache mit Putin, wonach es am 20.4. eine dramatische Ankündigung geben soll. Will er den Sieg über den Nazismus verkünden und damit die Erledigung des zweiten Kriegszieles (nach Demilitarisierung)?

Deportation

Man sollte bei der Evakuierung Richtung Russland inzwischen von Deportation sprechen. Den Leuten bleibt ja kaum eine Wahl, wenn sie Orte wie Mariupol verlassen wollen. Entscheidend ist, was danach kommt. Eine Filtrierung/Durchkämmung in Hinblick auf Feinde durch Spezialkräfte der Innenverwaltung. Transport in russische Regionen, die die Menschen nicht kennen. Offenbar Ansiedlung dort um die Gebiete in der Ukraine zu neutralisieren und den Arbeitskräftebedarf in Regionen wie Sibrien zu decken. Das hat es so seit Jahrzehnten nicht mehr in Russland gegeben. Das ist eine Bevölkerungspolitik a la Stalin. Es geht um die politisch-ethnische Ausschaltung der Ukraine, also an der Grenze zum juristischen Völkermord. Gestern wird gemeldet, dass wieder 150 Kinder von Mariupol verschleppt worden seien, keineswegs nur Waisenkinder. Diese sollen offenbar dem ideologischen Einfluss der Eltern entzogen werden und auch als eine Art Geisel dienten. S. Extra-Artikel in H-und-G.info zu Deportationen und der fragwürdigen Rolle des Roten Kreuzes.

 

Mariupol

Die Stadt ist immer noch nicht endgültig erobert. Russische und Tschetschenische Spezialisten durchkämmen die Stadt, teilweise ziemlich brutal, wie Videos zeigen. Wenn ukrainische Soldaten mit Drohnen, etc. identifiziert werden, werden sie mit Brandbomben ausgelöscht. Diese wirken flächendeckend und löschen alles Leben auf mehreren hundert m2 aus. Dies belegen glaubhafte Videos. Angeblich sind bei einem derartigen Angriff gestern Nacht die Reste der 36th Marineinfanteristen am zweiten nördlichen Stahlwerk (Illyitsch) zum Aufgeben gebracht oder getötet worden darunter angeblich auch ihr Kommandeur. Für den Tod des Kommandeurs gibt es keine Bestätigung, Videos mit Kriegsgefangenen sind teilweise glaubwürdig, die von der russischen Propaganda genannten Zahlen nicht oder nur teilweise.

Im ASOW-Stahlwerk an der Küste sollen sich noch einige hundert ua Militärs halten, nach ua Angaben auch ca 1000 Zivilisten. Das Gelände umfasst nach russischen Angaben, die zutreffen sein dürften ca. 11 km2, die ASOW-Kämpfer verfügen dort über ein Tunnelsystem was 6 Stockwerke tief sein soll und ca. 20 Km lang ist. Dieses Bauwerk ist nur unter großen Verlusten einnehmbar oder man setzt brutale Waffen ein. NTV meldet soeben Überschallrakteneinsatz. Diese Raketen haben eine bunkerbrechenden Brandwirkung. Wären also „geeignet" und eine Alternative zu den ins Spiel gebrachten Chemiewaffen. Nach russischen Angaben soll  die Sache heute „erledigt“ werden.

Nach inzwischen teilbestätigten Meldungen soll morgen eine Woche lang der Ausnahmezustand über die Stadt Mariupol verhängt werden. D.h. die Menschen dürften Häuser und Stadt nicht verlassen. Spezialeinheiten werden sie dann von „verdächtigen Nazis“ d.h. allen Soldaten, Anhängern von Selensky etc. „säubern“. D.h. sie kommen in Lager, Gefängnisse, Tribunale oder werden gleich erschossen. Diese Praxis läuft schon seit Tagen, soll nun für über die gesamte, dann eroberte Stadt angewendet werden: Entnazifizierung a la Putin! Wie die teilweise ausgehungerten Menschen noch eine Woche in Kellern verbringen sollen, kann ich mir nicht vorstellen. Es sind v.a. Alte, Frauen mit Kindern, Kranke, sozial Schwache…… Ein Teil von ihnen dürfte nach Russland deportiert werden. Humanitäre Korridore oder Hilfe aus dem Westen hat Putin systematisch unterbunden. Der neue russische Befehlshaber mit Aleppo-Erfahrung macht ganze Arbeit.

 

Dok- Zitat Selenski. AM

Zelensky: 'Just as the Russian military is destroying Mariupol, they want to wipe out other cities, other communities of the Donetsk and Luhansk regions.'

In his nightly address President Zelensky said that Russia wants to “literally finish off and destroy Donbas – to destroy everything that once gave glory to this industrial region.”

H-und-G.info Newsletter 16.4.2022 ca 7 Uhr Auswertung social media Nachrichten (ua,rus, tchetch)

Film zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=Fov4gVksXko

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H-und-G.info Statusbericht 17.4. ca. 7 Uhr Auswertung Sozmedien (ua,russ, tschetsch) letzte 12 Stunden

Bombardement und Vorbereitung Offensive

Selensky pokert um politische Lösung für Mariupol- er steht intern unter Druck

In Mariupol droht Terrorbesatzungssystem

Heute soll mit ASOW Schluss gemacht werden

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

 

Wie gehabt: Bombardement, Gefechte v.a. Luhansk, Donbas. Einzelne Orte im Donbas und Luhansk sind fast komplett zerbombt. Der neue russische Oberbefehlshaber, mit Syrienerfahrung, macht Ernst. Putin erobert Ruinenstädte!

Die Truppenmassierungen aus dem Oblast Kursk rücken auf Ua Gebiet vor. Elitemarines bereiten Fallschirmtruppenlandeaktionen vor. In Belaruss und Transnistrien Bewegungen, aber keine konkreten Angriffsaktivitäten. Russland zerstört alle Treibstoffdepots der UA. Die Offensive steht unmittelbar bevor.

Nach UA-Militär gibt es zahlreiche Indizien, dass Russland Schwierigkeiten bei der Rekrutierung hat. Jetzt werden Kurzverträge (drei Monate!) abgeschlossen, in Syrien wird Rotation ausgesetzt, etc., eine Russische Zeitung ist gesperrt worden, weil sie über Klagen von Nationalgardisten gegen Auslandeinsätze in Sibirien berichtet hatte.

Auffällig in der russischen Propaganda die häufige Erwähnung vom Kosovo= Krim. Droht Putin dort eine neue Konfliktline aufzubauen?

Russische Pro behauptet Beteiligung Deutschlands bei Biowaffenforschung in UA mit USA?!

Mariupol

Im Hafenbereich gibt es erstmal wieder mobiles Internet. Vermutlich starlink oder russisch.

 

Selenky hat versucht mit den Russen über eine humanitäre Lösung für M. zu verhandeln: Abtransport der Verwundeten, Evakuierung der Zivilbevölkerung, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Offenbar wurde das abgelehnt, Russland fordert offenbar die Kapitulation von M. , was die Ukraine ablehnt.

Abgelehnt wird auch ein Hilfsschiff, um das sich die Türkei bemüht. Selensky drohte daraufhin mit einem generelleb Abbruch der Friedenverhandlungen. Selensky ist wegen der militärische wie politischen Lage in M. unter Druck, insbesondere der Nationalisten.

Von den eingeschlossenen Armeeteilen ist der UA-Führung vorgeworfen worden, nicht genügend für den Nachschub und die militärische Hilfe getan zu haben. Erwartet worden war eine gemeinsame Militäraktion von außen und innen gegen den Blockadering.

Gleichzeitig gibt es in der Zivilbevölkerung eine Kontroverse, warum die Stadtregierung Anfang März die Blockade abgebrochen hat. Der Bürgermeister steht deswegen und weil er die Stadt früh verlassen hat (er ist in einem Bunker des Militärs) unter Druck. Er hat gestern sogar eine Art online-Podiumsdiskussion führen müssen.

Selensky hat vor einigen Tagen M als das Herz der UA bezeichnet, der Bürgermeister sich festgelegt, dass M. immer ukrainisch bleiben wird.

Die Stadt hat von beiden Seiten eine hohe Symbolkraft. (Es geht nicht nur um die Landbrücke). Von Russischer Seite geht es um Rache für 2014, wo es Asow damals noch als Söldnertruppe von Rinat Ahmatev gelang, die Eroberung von Mariupol zu verhindern. M. ist die Hochburg von ASOV mit Hauptquartier (inzwischen ausgebombt) und Bunkerführungsleitstelle unter dem Stahlwerk. M. ist aus Sicht der Russen die Hauptstadt des Ukronazismus und muss deswegen vernichtend geschlagen werden. Der DNR Chef Denis Pushilin sprach gestern explizit von „Eliminierung“ , bevor die Stadt wieder aufgebaut würde. M. ist also neben Cherson (und vermutlich geplant Charkiv) die Musterstadt Putins für die Entnazifizierung.

 

Die militärische Lage in Mariupol: Die russische Armee hat versucht, die verbleibenden Soldaten in den Bunkern durch bunkerbrechende Brandbomben „auszuräuchern“. Gleichzeigt hat sie mehrere Elitetruppen, Marines aus Sebastopol, und so aus der DNR („Somalier“) etc. in M. zusammengezogen, die die Stadt „reinigen“. D.h. sie kämmen Straße für Straße durch. Offenbar ist es damit gelungen weite Teile der Stadt, die bisher nur eingeschlossen waren, in die Hand zu bekommen, v.a. im Südwesten. Kurioser Weise vermeldet die russische Armee seit Tagen regelmäßig, den Hafen eingenommen zu haben, was bisher offenbar nicht komplett gelungen ist. Inzwischen heißt es, die Stadt sei eingenommen nur am Hafen und Stahlwerk (es sind zwei eines im Süden, eines im

Norden) werden „noch“ gekämpft. Nach russischen Angaben gab es 4000 ua Kämpfer, von denen durch Gefangenenname und Tötungen nur noch 1500 (!) übrig seien. Mir scheint das durchaus realistisch zu sein. Von Asow gibt es seit 3 Tagen (!) keine Telegramm Meldung mehr. Offenbar Kommandostruktur lahmgelegt oder extrem ortungsgefährdet. ASOW sammelt Spenden.

Angeblich soll heute am Sonntag Schluss mit ASOW gemacht werden: „Im Moment wird die letzte Phase durchgeführt – und einige Gruppen von Militanten werden zerstört und das berüchtigte Azovstal-Hüttenwerk, in dem sich die Überreste der Nationalisten verstecken, wird in einen engen Ring gebracht.“ Kadyrev 16.4.

Die Tschetschenen haben ein temporäres Hauptquartier der Einheit von Rashaev („Wrestler“_dem
Ringer), das sich direkt an der Kontaktlinie mit den ASOW-Leuten befindet, eine zweite Einheit unter dem Kommando von Timur Ibriev („Talib“=Taliban) durchgeführt wurden, die Wohngebiete zurückerobert und das befreite Gebiet kontrolliert.

Offenbar hatten die Tschetschenen schwere Verluste.   Die Kämpfer sind „müde und verwundet“, was so noch nie gsechrieben wurde.

 

Das Hauptkontingent der Tschtschenischen streetfighter scheint aber inzwischen in Luhansk zu kämpfen. Der Oberbefehl liegt wohl bei dem tschetschenischen Dumaabgeordneten Adam Sultaniwitch Delimkhanov. Die Tschetschenen haben die Propaganda verstärkt (Reise der Wahrheit) und eine Journalistendelegation eingeflogen mit einem persönlichen Berater von Kadyrov als „Journalisten")


Laut Kadyrev ist die neue Strategie der Tschetschenen direkt mit Putin abgesprochen.

Terror nach Besetzung

Die Besetzungsstrategie von Mariupol könnte alles Dagewesene übertreffen: Nach Angaben des Bürgermeisteramtes von M. plant die russische Besatzungsmacht ab Montag die Stadt komplett mit einer Ausgangssperre zu belegen. Die Quartiere sollen filtriert und alle Männer festgenommen werden. Angeblich hat diese Aktion schon gestern begonnen. In Filtrierungslagern wird entschieden, ob sie für die Trümmer-Aufräumarbeiten oder als Ordnungsmiliz eingesetzt werden, oder im Lager bleiben oder…… Es wird nicht ausgeschlossen, dass einige standrechtlich erschossen werden (tätowierte ASOW z.B.) oder verschleppt werden. Nach russischen Quellen wird in Luhansk ein (internationales) Kriegsverbrechertribunal vorbereitet. (Der verschleppte Bürgermeister von Melitopol war nach eigenen Angaben in Luhansk im Gefängnis.) Wer genau solche Filtrierungen vornimmt, ist unklar, vermutlich der FSB mit Hilfstruppen. Es werden die Daten und Fingerabdrücke genommen und mit Datenbanken und Listen abgeglichen. Das System dürfte im Prinzip dem entsprechen, was die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Filtrierungs- und Speziallagern und den SMT-Tribunalen praktizierte.

Wenn das so kommt, könnte die Restbevölkerung (meist Alte) verhungern, die Frauen und Kinder würden nach Russland verschleppt, die Männer versklavt, verhaftet oder ermordet oder zu Kollaborateuren gemacht werden. Mariupol ist das Srebrenica des Ukraine-Krieges.

Diese Pläne für Mariupol entsprechen erschreckend dem, was im sogenannten Ria Novosti Paper vom 8.4. als Entnazifizierungsstrategie beschrieben wird.

 

Dok:

Nach Augenzeugenberichte : „Aus verschiedenen Teilen der Stadt trafen schreckliche Informationen ein, denen zufolge Männer unter 70 Jahren gegen ihren Willen zur Kontrolle nach Bezymennoe gebracht und dort etwa eine Woche festgehalten wurden. Es ist eine Sache, wenn sich eine Person selbst für eine Filterschlange anmeldet, und eine andere, wenn sie zu dieser nach Hause kommen und ohne zu fragen diese weggebracht und als Gefangener festgehalten wird. Alle diese Verbrechen gegen Menschen werden aufgezeichnet, absolut jeder, der daran beteiligt ist, wird zur Rechenschaft gezogen.“

 

 Stadtrat von Mariupol

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj , sagte , dass Verhandlungen im Gange seien, um den ukrainischen Verteidigern in Mariupol zu helfen, aber die Russen forderten, dass sie sich ergeben.

"Mariupol. Die Situation ist sehr kompliziert. Unser Militär ist blockiert, die Verwundeten sind blockiert. Es gibt eine humanitäre Krise, keine Nahrung, kein Wasser, keine Medizin. Trotzdem wehren sich die Jungs. Und ein Dankeschön ist nicht genug, also laufen die Verhandlungen. Um ehrlich zu sein, gibt es kein Vertrauen in die Verhandlungsführer von Mariupol.“

 

Mariupols Bürgermeister Vadym Boychenko unterzeichnete ein Memorandum of Cooperation mit der Schweizer Wohltätigkeitsorganisation HEKS / EPER.
Die Parteien haben im April und in den folgenden Monaten die ersten Richtungen der Zusammenarbeit ausgearbeitet. Dies wird es ermöglichen, zusätzliche humanitäre Hilfe für die Bewohner von Mariupol in dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet zu erhalten. Leider blockiert Russland weiterhin jegliche humanitäre Hilfe direkt für die Stadt.

Heute brauchen mehr als 200.000 Einwohner von Mariupol, die das vorübergehend besetzte Gebiet der Ukraine bereits verlassen konnten, Hilfe. Dank der Zusammenarbeit mit einer Schweizer Wohltätigkeitsorganisation können wir unsere humanitäre Mission verstärken und die Menschen erhalten Hilfe - das Nötigste, Hygieneprodukte und mehr. Danke an alle Organisationen, die Menschen in dieser schwierigen Zeit helfen", - sagte Vadym Boychenko.

 

Besatzungsregime

Keine Zeit, es zu beschreiben. Dafür Zitat aus ua Generalstab: „Plünderungen und gewaltsame Aktionen russischer Soldaten bezüglich der Zivilbevölkerung gehen in den vorübergehend besetzten Gebieten weiter. Diese Aktionen werden durch ihr militärisches Kommando ermutigt.“ D.h. Butscha ist überall da, wo besetzt ist….

Statusberich 16.4.

Persönliche Vorbemerkung:

Ich sehe mir nun seit ca. 50 Tagen grauenhafte Videos und Kriegsnachrichten an und stelle fest, dass sich meine persönliche Haltung angesichts der Fakten entscheidend geändert hat.

M.E. verstehen wir Putins Krieg deswegen nicht wirklich, weil wir nicht glauben wollen und uns nach wie vor nicht vorstellen können, dass er wirklich so denkt und handelt, wie er redet.( bzw andere reden läßt) Wenn wir davon ausgehen, dass er die eigentständige Ukraine vernichten will und das um jeden Preis, reimt sich das Meiste zusammen, was man jeden Tag an Eskalation erlebt. Und m.E. werden wir mit der 2. Offensive noch Schlimmeres erleben. Das wird ein blutige Feuerwalze, wenn sie nicht in sich selber zusammenbricht. M.E. wird Putin nicht umhinkönnen, jetzt einen Krieg auszurufen, weil er den Dauereinsatz des Militärs in so großem Masse und so große Verluste nicht mehr anders verkaufen kann. Vermutlich wird er die Nazis und die Nato als Kriegstreiber verantwortlich machen (siehe Protest gegen Waffenlieferungen) und für den großen Vaterländischen Verteidigungskrieg mobilisieren. D.h. die Konfrontation geht nicht mehr nur gegen die Ukraine.

 

D.h. wir müssen uns angewöhnen, worst-case-szenarios als mögliche Szenarios immer mitzudenken. Das war zumindest für mich bisher nicht meine Lebensmaxime.

Meines Erachtens haben wir Putin nicht richtig zugehört. Wir haben immer noch nicht wirklich begriffen, was er meint, wenn er von seinen Zielen spricht (Dokument: Putins Rede an die Nation. 21.2.20221) : Sein Hauptziel ist 1. Die Ukraine als Staat auszulöschen 2. Sie zu demilitarisieren d.h. inzwischen, sie auf jede Weise (inzwischen komplette Zerstörung ihrer materiellen Basis, Infrastruktur, etc.) zu schwächen. 3. zu entnazifizieren, wobei Putin Nazis anders definiert als wir. Für ihn sind alle die Nazis, die (nationalistisch) für die Eigenstaatlichkeit und Westorientierung der UA eintreten. Ukranazismus heißt das. Entnazifizieren schließt daher auch die physische Vernichtung von Teilen des UA Militärs, der Politiker und Verwaltung (S. Novosti-Artikel in H-u-g.info:  Dokument: Russlands Pläne für die Ukraine. 4.4.2022 ), die Ummodelung der ukrainischen Gesellschaft zu einer Kollaborationsgesellschaft, u.a. durch Terror, Vertreibung und Deportation und Umerziehung ein.

Da Putin dies nicht durch einen schnellen Krieg und politischen Systemchange erreicht hat, versucht er sein Ziel zu die Zerstörung weiter Teile der Ukraine zu erreichen. Da er offenbar wirklich Russland durch die Nato bedroht sah und sieht, ist ihm inzwischen (fast) jedes Mittel recht. Es geht um Sieg oder Niederlage. U.U. ist daher zur Verteidigung Russlands auch der Einsatz von Massenvernichtungswaffen legitim. (Wie es die CIA sagt) Da es ihm bisher nicht gelang, die Ukraine politisch einzudämmen, will er sie vernichten und Regionen, die sich ihm entgegenstellen, werden so aussehen wie Mariupol, Cherniiv, Butscha. Das sind keine Einzelereignisse, dass ist das System. Was ich hier aufschreibe, mag ich eigentlich selber kaum glauben, es ist aber das Zwischenfazit meines bisherigen Monitoring, in das sich die Fakten leider besser einfügen, als in meine ursprünglichen Annahmen.

Film zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=Fov4gVksXko

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Monitoring 16.4. 7.30 Uhr

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

Im Prinzip, wie gehabt. Bombardement geht weiter. Es wird relativ gezielt, die ua Infrastruktur ausgeschaltet, v.a. die Treibstoffversorgung (!) : Die letzte Raffinerie ist zerstört, ein Öldepot nach dem nächsten wird bombardiert. Es werden wohl auch nicht erfolglos Kommandostellen der UA-Armee ausgeschaltet. Die Luftaufklärung wird deswegen verstärkt.

Wohl auch stärker vom Schwarzen Meer aus. Die Offensive findet faktisch in Charkiv, Mariupol, den Donbas, Luhansk, Shaporischschja schon statt. Russisches Militär wird v.a. gegen Charkiv massiert, vermutlich um nach dessen Eroberung Richtung Westen durchzubrechen, um das Hauptkontingent der UA-Armee zu schlagen.

 

Mariupol

Offenbar versucht die russischen Seite die Reste der UA Armee und von ASOW durch ihre brutalsten Waffen zu vernichten: Alle Arten von Brandbomben, die Bunker brechen können. Geschossen wird von Meer, mit Artillerie, mit Flugzeugen. Angeblich wurde auch wieder die Wunderwaffen, die Überschallrakete, eingesetzt. Wohl weniger wegen der Schnelligkeit, sondern weil die einen Bunkerbrechenden Brandsprechkopf trägt, um den Bunker unter dem Stahlwerk von ASOV auszuschalten.

Gestern hat die UA-Armee wohl auf Drängen der Verteidiger von Mariupol angeblich versucht, die Blockade zu durchbrechen, soll aber gescheitert sein. Auf Grund des Bombardements ist die Lage der restlichen Soldaten verzweifelt. Sie haben gestern einen erneuten Hilferuf abgesetzt: Mariupol kann noch befreit werden. Illusion oder Strategie?

Die Stadt ist zwar weitgehend erobert, aber nicht unter Kontrolle. Es gibt Kämpfe im Hafen, in den zwei (es sind zwei Standorte) Stahlwerken, Streetfighting überall. Es ist eine Beirut-Situation.

Die Stahlproduktion ist um 50% gesunken. Das hat gravierende Folgen für den europäischen Stahlmarkt, der stark vom Donbas abhängt.

Massenvernichtungswaffen

Putins Buddy Medwedjew hat mehrfach die rote Linie definiert. Er hat den Einsatz von Atomwaffen ausgeschlossen, es sei denn die Existenz Russlands oder seiner Verbündeten (!) sei existentiell bedroht. Was heißt das? Wenn die Ukrainer ihr Donbas zurückerobern, was Putin als eigenstaatlich anerkennt hat, wäre das so ein Fall.; evtl. schon wenn es Russland nicht gelingt die Oblasti Donbas und Luhansk komplett zu erobern, die es ja beansprucht. Russland konstruiert jetzt schon Provokationen an seinen Grenzen und denen der Krim und von Belarus, um eine Kriegslegitimation zu haben. Auch im Nato-Beitritt von Schweden und Finnland sieht Russland eine Gefährdung. Man darf sich sicher nicht hysterisieren lassen, aber Atomwaffen gehören mit ins Kalkül von Putin. Und es ist ja nicht sicher, ob die USA wirklich darauf reagieren würden, weil sie sonst riskieren, den Krieg nach Amerika zu holen….

Frohe Ostern…trotz alledem

 

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H-und-G.info Newsletter. Statusbericht 15.4.2022 ca. 7.30 , nach sozialen Medien (ua,ru, tschech) der letzten 12 Stunden

 

Russland offenbart Kriegsziele. Entnazifizierung durch Terror, Besatzung und Umerziehung

Offensive steht kurz bevor, läuft aber faktisch schon in einigen Regionen

Strategischer Erfolg durch Schlachtschiff-Versenkung

Kann Mariupol befreit werden?

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

 

Es geht weiter wie bisher. d.h. Bombardement von ukrainischen Städten und Siedlungen, täglich sterben Menschen, s. aktueller Donbasbericht des Gouverneurs. („Am 14. April wurden in der Region Donezk nach russischen Beschuss- und Luftangriffen 3 weitere Zivilisten getötet und 7 verletzt. Unterdessen evakuieren wir weiterhin Zivilisten aus einem Kriegsgebiet. 46 Personen wurden heute aus Vugledar geholt, darunter 6 Kinder. Der Feind wird weiterhin Zivilisten angreifen und jeder Tag wird gewalttätiger. Lasst es nicht zu, dass die Russen das machen! Verlassen Sie die Region und lassen Sie die Streitkräfte der Ukraine unser Land und unser Leben verteidigen!“)

 

In manchen Regionen ist das Kriegsgeschehen so intensiv (Lunhansk, Saporischschja), dass die Offensiver faktisch schon begonnen (oder nie aufgehört) hat. Laut UA Armee ist die Offensivvorbereitung in manchen Regionen schon abgeschlossen, in anderen läuft sie noch, z.B. durch Aufbau von Kommandoständen. Laut ua Angaben hat Putin eine Stärke von 5:1 angeordnet, es gibt aber Mobilisierungsschwierigkeiten,

 

Moskau hat bestätigt, dass das Schiff Moskau gesunken ist. (angeblich Brand) Möglichweise 500 Tote. Möglicherweise war das von großer stategischer Bedeutung, das das Schlachtschiff für die Kommunikation des seegestützten Bombardements und der Landetruppen wichtig war, die im schwarzen Meer massiert sind. Angeblich hat Russland einen Teil seiner Flotte an die russische Küste zurück beordern müssen. Laut einem bekannten ua Kriegsberichterstatter, der nahe am Militär klebt, soll das Schiff auch Atomwaffen an Bord gehabt haben. Dass einen Tag vorher die ukrainische Briefmarke mit dem F...Zeichen gegen die russische Marine herauskam, kein ein Zeichen sein, dass das eine gut geplante geheimdienstgestützte Aktion war. Die USA führen seit Jahren im Schwarzen Meer gemeinsame Manöver durch und haben die UA auch jüngst mit Schiffe-versenkenden Waffen beliefert.

 

Wie seit Tagen vorhergesagt, verdichten sich Hinweise, dass auch die ukrainische Armeeführung Anzeichen sieht, dass die Offensive gegen Charkiv beginnen könnte. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Belarus und Transnistrien während der Offensive eingreifen.

 

In der Ukraine wird spekuliert, dass Russland jetzt den „Krieg“ erklärt, um vor dem 9. Mai einen großen Feldzug gegen die Nazis auszurufen, um die russische Gesellschaft zu mobilisieren. Angesichts der offenkundigen Rekrutierungsprobleme durchaus plausibel. Dazu gehört auch, dass in grenznahen Regionen im russischen Einflussgebiet offenbar Provokationen inszeniert werden (angebliche Angriffe auf Oblast Kursk) sollen, die diesen Krieg als Verteidigungskrieg plausibel machen. Vorsicht also mit russischen fake news!

 

 

Mariupol

 

Offenbar unverändert. Die Stadt ist zwar weitgehend erobert, aber nicht kontrolliert. Bombardements zeigen das. ASOW hält laut einem Interview mit Radio SWOBODA (!) die Befreiung von Mariupol für möglich. Der Bürgermeister gestern in der ARD: Mariupol bleibt eine ukrainische Stadt. Das ist derzeit aber eher ein Signal als militärische Realität. Die Stadt ist in einen Zustand des Partisanenkrieges und zivilem Widerstand, unterstützt von Resten des Militärs übergegangen. Es gibt angeblich noch Möglichkeiten die Eingeschlossenen mit Waffen zu versorgen. Die russisch-tschetschenische Seite sucht immer noch nach Wegen ASOV „auszuräuchern“, mutmaßlich derzeit mit Superflammenwerfern, die mit termischen Bomben Flächenbrände erzeugen. Auch chemische Waffen sind nicht ausgeschlossen. Laut Kadyrov gab es eine Absprache mit Putin. (!) Kadyrov hat seine Offensivleute offenbar nach Luhansk verlagert und in Mariupol v.a. Sicherheitskräfte im Einsatz.

 

Besatzungsregime, Kriegsziele

 

Putins Russland hat offenbar seine Kriegs- und Besatzungsziele offen gelegt. (Meine) Die erneute Analyse eines Artikels in Ria Nowosti vor einigen Tagen hat ergeben: 1. Dies war kein Meinungsbeitrag, sondern eine Art Stellungnahme von Ria Novosti. Ria Novosti aber ist die offizielle Öffentlichkeitsarbeitsagentur von Putin. Sie steuert wesentliche Teile der Propaganda wie Russia Today, Sewodnia, etc.. Das war also eine offizielle Stellungnahme. 2. Darin werden in einer fürchterlichen Sprache die Kriegs- und Besatzungsziele erläutert. 3. Ein Vergleich mit dem wirklichen Geschehen v.a. in Cherson und Mariupol und DNR zeigt, dass dort die Eroberung bzw. Besatzung ziemlich genau nach diesem Muster erfolgt.

Text erstmals in deutscher Übersetzung auf H-und-G.Info : h-und-g.info/texte-zu-ukraine/dokument-russische-besatzung

 

Schnellanalyse des Textes:

Kriegsziel: Entnazifizierung (Es wird unterstellt, dass die UA durch ihre Unabhängigkeitsversuche ab 1991 und durch Anlehnung an den Westen Nazifiziert hat.)

Die Entnazifizierung hat zum Ziel die Nazis (Bandera=ASO, Swoboda, etc.) zu liquidieren (wörtlich!), dieses schon bei der Eroberung (Hinweise bei Kadyrov)

Die Mehrheit der Ukrainer ist nazifiziert, muss also unter die russische Knute kommen.

Die Ukraine ist kein Staat, keine Nation (analog Putin) muss als solche beseitigt werden

Die Ukraine ist nicht als ganzes zu erobern, das es zu viele Ukraner gibt, die russlandfeindlich bleiben werden v.a. in der Westukraine („katholischen Ukraine“), d.h. die Ukraine soll aufgespalten werden (so auch die ua Militäraufklärung) in einen russischen besetzten und einen neutralisierten Teil

Die Restukraine darf weder in Nato, noch EU. Wenn sie sich nicht an die Auflagen von Russland hält, gibt es neue militärische Aktionen.

Die Ost Ukraine wird zerschlagen und in mehrere Volksrepubliken aufgeteilt (s. Cherson)

Wenn das Militär erobert hat, bauen russlandloyale Bürger Verwaltungen auf (s. Cherson, s. Nordbezirk von Mariupol), die bauen eine eigene Polizei auf (jetzt schon werden Bürger in den besetzten Teilen als Sicherheitskräfte (zwangs)rekuriert.)

Die eroberten Gebiete werden von Nazis und deren Verbündeten in Staat, Armee etc. gesäubert. Es soll Tribunale (Vergleich mit Nürnberg , eher SMT) (Es gibt jetzt schon Massenfestnahmen/Cherson, Festnahmen von UA-Kommunalpolitikern/Melitopel) geben, es drohen Todesstrafe (!) und Haftstrafen. (Analog SMT 2. Weltkrieg)

Die nazifizierte Bevölkerung soll umerzogen werden. Das dauert eine Generation (!). V.a. die Jugend soll sofort dem Informationsmonopol der Ukrainer entzogen werden. (Das entspricht der Entführung von Kindern aus Mariupol in die separatistischen Gebiete und nach Russland, sie sollen offenbar entnazifiziert werden, Makarenko lässt grüßen)( die UA Menschenrechtsbeauftragte u.a. haben jetzt schon festgestellt, dass die Besatzer merkwürdig schnell Bildungseinrichtungen etablieren, in Mariupol sogar bei andauernden Kämpfen. Das hat also nichts mit der Wiederherstellung von Normalität zu tun!)

 

Fazit

Insgesamt geht es um die Auslöschung der ukrainischen Identität, nicht die physische Vernichtung der Bevölkerung. Aber es sollen relevante Teile der Gesellschaft (ASOW, Swoboda, jetzige Führungsmannschaft) liquidiert, auch z.T. physisch liquidiert werden. Der Rest soll unterdrückt und umerzogen werden. Die Ukraine soll zerschlagen in einen Totalneutralisierten d.h. von Russland abhängigen Weststaat, und eine Gruppe von Volksrepubliken unter russischer Kontrolle eher im Osten geteilt werden. Wo die Grenze verläuft, hängt von der Entwicklung (!) ab. Dass Ganze wird als Kampf gegen den Nazismus ideologisiert, der mit der westlichen Zivilisation gleichgesetzt wird. Russland befreit nicht nur die Ukraine, sondern Europa und die (Dritte) Welt (ehemaligen blockfreien vermutlich) von der westlichen Zivilisation und führt uns wieder auf den Pfad der Tugend alter Werte. D.h. hier wird von Putins PR-Agentur inzwischen ein weltumspannender neototalitärer Sendungs-Anspruch (Ideologie+Terror+imperiale Expansion+Führer) formuliert. (Das kann ja lustig werden!)

 

 

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  Statusbericht 15.4.2022

 

Offensive kurz vor Beginn-Fake news-Kriegsverbrechen- H-und-G.info Statusbericht 15.4.2022 nach sozialen Medien (UA.russ, DNR, Tschetschen) letzte 12 Stunden

Offensive kurz vor Beginn, Ukraine zahlenmäßig vermutlich unterlegen, aber russische Armee hat deutliche Schwächen

Mariupol weitgehend erobert, aber nicht unter Kontrolle

Ende der Marines in Mariupol Fake, der von deutschen Medien weiter kolportiert wird

Kriegsverbrechen sind systematischer Teil der russischen Kriegsführung

Ukraine bestätigt mobilen Leichenverbrennung in Mariupol

Offensive

Der Beginn der Offensive im Donbas und Luhansk besteht unmittelbar bevor. Laut ukrainischer Armeeführung hat die russische Armee ihre Angriffsvorbereitungen dort abgeschlossen.

Von den Truppenmassierungen zu schließen, könnte der Angriff von Norden auf Charkiv, von Luhansk Richtung Charkiv und Sapoirschschia und evtl. im Süden vom Meer und der Krim her drohen. Neue Luftangriff auf Kiev sind nicht (!) ausgeschlossen. Dass Flüchtlinge zurückkehren ist, riskant. Es gibt Indizien, dass auch von Belarus und Transnistien eingegriffen werden könnte. Diese vielen Herde könnten aber auch dazu dienen, die ukrainische Armee zu binden und den Hauptangriffspunkt zu verschleiern.

Nach Angaben der ukrainischen Militärspionage hat Putin eine Überlegenheit von 5:1 angestrebt. Die ukrainische Armeeführung befürchtet eine Einkesselung ihrer Kräfte. (Daher seit Tagen die Versuche von Luhanks Richtung Charkiv im Norden und Saporischschja im Westen durchzubrechen.

Die Ukrainische Führung hat daher dramatische Waffenlieferungsappelle veröffentlicht. Das resultiert aus der derzeitigen numerischen Unterlegenheit. In der ersten Phase in der Luft (Flugzeuge, Helis), in der zweiten auf dem Boden (Panzer). Die UA Armee benötigt daher Raketen und Luftabwehrwaffen aller Art, dann Panzerbrechende und gepanzerte Fahrzeug, Artillerie. Die Tendenz, wer siegt könnte sich sehr schnell in den ersten Tagen entscheiden, wenn es darum geht mit intelligenten Informationen Strategische Ziele zu treffen. Die russische Seite versucht seit Tagen die Infrastruktur (Bahnhöfe für Nachschub, Treibstofflager) aber v.a. militärische Ziele auszukundschaften und auszuschalten, droht mit Ausschaltung der Kommandozentrale in Kiew durch Raketenangriff.

Die Kadyrov-Spezialisten sind jetzt v.a. in Luhansk tätig, was auf strategische Bodenziele schließen lässt. In Kursk werden angebliche ukrainische Raketenangriffe behauptet. Das lässt darauf schließen, dass die Russen mit fake news ihre Soldaten für den Angriff auf Charkiv heiß machen wollen (Landesverteidigung). Dafür spricht, dass in Charkiv die Handys gestört werden.

Offenbar soll die Bevölkerung und die Armee in den Russischen und separatistischen Gebieten und der Krim durch inszenierte Sabotageakte für den „Verteidigungs“krieg heiß gemacht werden. (Ähnlich wie die Moskauer Attentate vor Tschtschenien II) Das würde die Ausrufung antiterroristischer Zonen erklären.

Wenn westliche un UA Geheimdienstinformationen stimmen, gibt es deutliche Schwächen auf russischer Seite. Zwangsrekrutierung, Unwilligkeit der Rekruten (bis hin zur Verweigerung), die inzwischen wissen was läuft, zusammengeklaubte Militärausrüstung, bekannte Defizite bei der Ausrüstung und Ausbildung und den Befehlsketten. Ein Indiz ist, dass die russische Seite Handys kassiert und Strafen für Wehrdienstverweigerung erhöht hat-

(Vermutlich wird die Offensive Ostern beginnen, wenn die westlichen Politeliten im Osterurlaub sind!!! Mich würde nicht wundern, wenn das entweder mit Grausamkeiten oder Aktionen wie Gassperren flankiert wird, um den Westen konfus zu machen. Das ist zwar reine Spekulation, aber man muss in diesem Krieg immer den worst-case mitdenken)

 

Fake news und die deutschen Medien. Beispiel Mariupol

Ein Problem der Analyse sind die fake news und deren Rezeption in deutschen Medien. Die Hauptnachrichten von ARD und ZDF übernehmen ungeprüft Bildmaterial und behaupten, es sei vom „russischen Fernsehen“ (ZDF-Heute, gestern). In Wirklichkeit waren es Propagandaaufnahmen von Russia Today, dessen Leute im Donbas beim Militär und den Tschetschenen embedded sind, und reine Propaganda machen. Das hat selbst wohlwollend mit Journalismus gar nicht zu tun. Es ist, was die meisten nicht wissen, eine Disziplin der sowjetischen/russischen psychologischen Kriegsführung: Spezprop. Diesen Leuten darf man genau so wenig glauben, wie Lawrow. etc. Die Deutschen machen sich blind, wenn sie da nicht Gegenstrategien entwickeln!!!!

Mariupol-fake news sind das beste Beispiel. Mal gilt die Stadt als erobert, mal nicht, so geht das seit einer Woche. Gestern und heute vermelden Zeitungen wie die Berliner Zeitung, dass sich über 1000 Marines in Mariupol ergeben hätten. Dabei ist seit gestern mittag bekannt, dass sich eine großes Kontingent der Marines die russischen Sperren durchbrochen und sich mit ASOW vereinigt hat. (immerhin durch militärischen Präsidentenberater!) Die deutsche Presse läßt sich so vor den Propagandakarren spannen.

s. mein Artikel in Ukraine verstehen:

(Dazu Video auf H-und-G.info demnächst)

Da wird die reine Propaganda von Kadyrev und den Russen in deutschen Medien verbreitet, die dazu dient die Bevölkerung, Verwaltung und restlichen Soldaten in Mariupol zu demoralisieren und zum Aufgeben zu bewegen. Das ist ein eindeutiges Indiz, dass die Stadt zwar weitgehend erobert ist, aber nicht wirklich unter Kontrolle. Und Kadyrev und Co wissen im Moment nicht, wie sie die Reste von ASOW u.a. „klein“ bekommen sollen.

Natürlich gibt es fake news auf beiden Seiten. Die westlichen Geheimdienste, die Ukrainer setzen auch Enten ab, um die andere Seite zu verunsichern (Putschgerüchte in Moskau). Sie verschweigen auch vieles (hohe Verluste auf Seiten der Ukrainer). Aber es gibt einen prinzipiellen Unterschied in diesem Informationskrieg: Die Russen lügen systematisch und dreist. Die Ukrainische Seite verschweigt, flunkert über- (Verluste der Gegner) und untertreibt (Erfolge der Gegner) ein wenig, der Tendenz nach stimmt das meiste aber, wenn man es richtig liest.

 

Kriegsverbrechen

In Sumy z.B. zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wie un Butscha u.a. Orten.

Mich erstaunt, dass bisher nicht erkannt wird, wie sehr die russ. Kriegsstrategie den Terror systematisch einbezieht.


Es geht nicht nur um Bombardements. Überall, wo die Bodentruppen vorrücken, scheint demselben Muster gefolgt zu werden: Eliteeinheiten der Russen und Tschetschenen erobern die Straßenzüge mit großer Brutalität. D.h. es wird auf alles und jeden geschossen, der im Schussfeld ist. Wo möglich, schießen Panzer und Artillerie den Weg frei. (Das erklärt die Auslöschung ganzer Ortschaften). Danach durchkämmen Eliteeinheiten die Häuser nehmen v.a. Männer fest, die verdächtig sind Soldaten zu sein, foltern und verschleppen sie. Angeblich werden manchen /viele vor Ort getötet. Das gleiche findet an Straßensperren statt.

Danach kommen Truppen der Innenverwaltung, Polizei, des FSB aus Russland, Donbas, Krim. Die durchkämmen ganze Quartiere und suchen nach Verdächtigen und nehmen sie mit, wohin unklar. Nach Indizien in örtliche eroberte Gefängnisse, die als U-Haft der Besatzer (d.h. auch Folter und Tötungszentralen) dienen. Das läuft ähnlich wie im II. Weltkrieg bei der Eroberung von Deutschland durch die Rote Armee.

Ein dritter Komplex ist das Verschwindenlassen von Leichen (russischen Soldaten wie ukrainischen Zivilisten)

Ein vierter Komplex, die Verschleppung von Ukrainern nach Russland, auch Kindern gegen ihren Willen an ungekannte Orte. Es gibt dort erste Lager. Deren Charakterisierung als KZ dürfte falsch sein. Recherchen laufen.

All das kann man täglich in Videos quasi live sehen! Man könnte es beschreiben!

Die Ukrainische Militäraufklärung bestätigt, den Einsatz von mehreren Leichenverbrennungs-LKWs in Mariupol und an anderen Orten. Angeblich gibt es Fotos.

 

(Sehr zu empfehlen Militärhistoriker:

https://www.spiegel.de/geschichte/historiker-antony-beevor-putin-will-gefuerchtet-werden-wie-stalin-und-hitler-a-abdeeb92-de26-4672-97b2-ae45d26c1d17)

 

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H-und-G.info newsletter Statusbericht aus sozialen Medien (uk,rus, tschech, DNR) insbesondere der Ostukrainie der letzten 12 Stunden 13.4. ca 7 Uhr

Offensive rückt näher Luftaufklärung. Truppenmassierungen, Bomber-droht Syrien II

Rätsel um Stufe gelb in russlandnaher Zone und Krim

Ausbruch der ukrainischen Soldaten in Mariupol-der Kampf geht weiter- unfassliche Bidler von Leuten aus dem Kellern

russische Pläne für Westukraine

Chemiewaffen, es gibt Zeugen-Video

Will Biden Systemchange. d.h. langer.blutiger Krieg

 

 

Mal was Positives

Zeichen für den unglaubliche Überlebenswillen der Ukrainer: In 7 Oblast wird die Infrastruktur wiederaufgebaut, Unternehmen werden aus besetzten und verwüsteten Gebieten verlagert; die Aussaat hat außer in Luhansk begonnen; die Sparguthaben werden staatlich garantiert, eine Briefmarke (Soldat mit Stinkefinger) ist auch im Donbas rausgekommen....

 

Steinmeier

 

Das ist die Retourkutsche

Viel schlimmer als das publizistische Getöse des ukranischen botschafters (was ich hm angesichts der Bilder aus UA nachsehe), ist dass er vermutlich seine Regierung extrem überspitzt informiert. Die Absage des Steinmeier-Besuches dürfte v.a. eine Retourkutsche für Nordstream 2 sein und weil Steinmeier als Buddy von G. Schröder gilt.

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

 

weiter wie gehabt, Bombardements z.B. in Luhansk, Saporischschna (zeigt, wie weit Putin ausgreift) und Mariupol (! Der Kampf dort geht weiter!). Massierung von neu formierten russischen Truppen im Norden (!) und Osten. Massierung von Kampfflugzeugen an Flugplätzen in Woronesch nordöstlich von Charkiv (!), was auf zeitnahe Offensive, ihre möglichen Ziele und ihre Art schließen lässt. Russland betreibt massiv Luftaufklärung in Odessa, in Ostukraine, um ukrainische Stellungen zu identifizieren. Der neue russische Befehlshaber mit Syrienerfahrung lässt vermuten, dass das Konzept Syrien gefahren wird, d.h. massive Bombardements, dann Straßenkampf, etc..

Russland hat offenbar Rekrutierungsschwierigkeiten, laut ukrainischen Quellen wurde die Wehr-Verweigerung unter verschärfte Strafe gestellt.

Der ukrainische Geheimdienst behauptet Beweise zu haben, dass der FSB die Region (zwei Oblaste) nördlich von Moldawien/Transnistrien in der Westukraine destabilisieren sollte, mit dem Ziel Volksrepubliken zu errichten. Wenn es stimmt, wäre es ein weiteres klares Indiz, dass es nicht nur um die Ost- und Südukraine geht.

Nach Angaben der UA-Armee hat Russland die Stufe „Gelb“ für die Krim und die angrenzenden Regionen verhängt, die diese all terroristisch gefährdete Gebiete kennzeichnet. Was das genau heißt-die Armee vermutet Nachschub-wissen sie bisher nicht. Ich persönlich fürchte, dass heißt nichts Gutes: das hier alle Mittel angewendet werden dürfen, um den „Feind“ zu vernichten, möglicherweise bis hin zu Massenvernichtungswaffe und Strafgericht bei der Eroberung. (Man muss inzwischen selbst bei konservativen Prognose immer mit dem worstcase rechnen!)

Die Zahlen der posthumen Auszeichnungen läßt auf nicht geringe Verluste bei der Ukrainern schließen.

An der finnischen Grenze sollen nach UA-Angaben russisches Militär massiert werden, seit Finnland in die Nato will. (Das zeigt, wie man russische Kräfte binden kann.)

Biden redet von Kriegsverbrechen. Das kann ja nur heißen, dass er eine Verhandlungslösung mit Putin ausschließt und vermutlich doch auf einen Systemchange hinarbeitet!(?). Alternative: USA und Europa spieln bas guy-god boy. Wenn ersteres stimmt, wird der Krieg noch lange dauern, und die Ukrainer dafür bluten.

 

Mariupol

 

Offenbar gibt es mehr Militärformationen in M, die noch kmäpfen, als bisher angenommen: Marinebataillon der 36. Marinebrigade. Separate Spezialabteilung "Azov", 12. Einsatzbrigade der Nationalgarde der Ukraine. Abteilungen des Staatsgrenzdienstes. Freiwillige der richtigen Branche. 555 Militärkrankenhaus und Mitarbeiter der Nationalpolizei. Das 36. Infantriemarinebattaillon, eine Eliteeinheit, die von den deutschen Medien schon fast totgesagt wurde (Schlusskampf), hat angeblich den Sperrring der Besatzer durchbrochen. Es scheint dabei aber hohe Verluste gegeben zu haben, Kadyrev behauptet im Gegenteil, dass sich viele Marines ergeben hätten. Er fordert ständig dazu auf, sich zu ergeben, was dafür spricht, dass die Tschtschenen nicht so erfolgreich sind, wie erhofft. Dass ASOW-Stahl immer noch bombardiert wird, geht in die gleiche Richtung.

Kadyrow behauptet, dass ASOW dort in Bunkern sei. Man habe angefangen, diese auszuheben. Dazu wird ein Video gezeigt, dass aber auch in jedem Keller entstanden sein kann, es sind keine ASOW-Gefangenen zu sehen. Gestern hat der örtliche ASOW-Kommandant wieder eine Video-Botschaft abgesetzt, die Kommandoebene funktioniert also noch. Die ukrainische Führung betont, entgegen von Kritik aus Mariupol, dass es nach wie vor militärischen Unterstützung für die eingekesselten Militärs in Mariupol gibt, welche sei Militärgeheimnis. Inzwischen ist aber klar, dass versucht wurde, mit Hubschraubern und Schiffen Hilfe zukommen zu lassen und durch Kämpfe außerhalb von Mariupol russisches Militär zu binden. Es gibt Indizien, dass die Tschetschenen inzwischen russische Soldaten ausbilden und auch im Straßenkampf und bei der Filtrierung befehligen. (Gibt es eigentlich Sanktionen gegen die tschetschenischen Militärs und Politiker) Die Stadt ist zwar im Prinzip weitgehend erobert, aber da Kadyrov noch immer Straßenkampfvideos (in Ruinen, welch ein Sieg!) zeigt, scheint die Stadt nicht wirklich unter Kontrolle. Es gibt offenbar einen partisanenkampfähnlichen Straßenkampf an mehreren Ecken.

 

Gegen den prorussischen Pseudobürgermeister ist Anzeige wegen Hochverrats (Verrat von Infrastruktur)

erhoben worden, angeblich ist er unfähig, eine neue Verwaltung aufzubauen, und soll Aufbaugelder veruntreut haben. Die legitime Stadtverwaltung existiert mehr oder minder nur noch im Netz, sie ist aber aktiv.

 

Die Neuen Todeszahlen (Stadtverwaltung über 20.000) sind plausibel, aber geschätzt und wegen der Fragmentierung der Stadt und Kommunkationswege unmöglich genau ermittelbar. Wenn die Keller aufgehen, könnten es auch doppelt so viel sein. Die Rechnungen, wie viele in der Stadt sind, sind Schätzungen auf Basis von Rückrechnungen der Einwohnerzahl, minus Evakuierung (angeblich allein 55.000 Richtung Russland), minus Tote. Man muss aber die Bewohner in eingekesselten und bombardierten und umkämpften Quartieren von den „befreiten“ unterscheiden. Dort scheint sich die Lage zu bessern, was von den Russen auf zynische Weise propagandistisch ausgeschlachtet wird. Aber: Es gibt dramatische Fotos von Leuten aus den Kellern und Patienten aus dem zerbombten 4. Krankenhaus nördlich vom Stahlwerk. Es werden auch weiterhin Menschen verschleppt, mutmaßlich gefoltert, bewusst getötet.

 

Fotostrecke aus dem besetzten Mariupol unbedingt ansehen! http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-7

 

Ausführlicher Text zu Mariupol auf Ukraine verstehen: https://ukraineverstehen.de/booss-reality-drama-mariupol/

 

Kriegs- und Menschenrechtsverletzungen

 

S. unser Kurz-Gutachten Dr. Robert Frau/in Koop mit Material von H-und-G,info, EUV, zum Verdacht des Genocids im Donbas.

 

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/robert-frau

 

Chemiewaffeneinsatz

 

Im Grundsatz gibt es nichts neues. Die Verifizierung ist schwierig, da das Aufschlagsgebiet umkämpft. Inzwischen gibt es ein Video mit Zeitzeugen und einem Statement des örtlichen ASOW-Komnandanten, der in der letzten Zeit mehrere belastbare Interviews herausgegeben hat. Da ASOW offenbar Kontakt zu den Opfern hat, die medizinische versorgt wurden, müßte es jenseits der Symptome evlt. Möglich sein Abstreiche und Blutproben zu gewinnen, die in GB untersucht werden könnten. Das Problem ist eher, sie aus Mariupol herauszuholen.

Die Regierung relativiert bisher die Meldungen, einerseits weil sie nicht wirklich verifiziert ist, andererseits vielleicht wegen möglicher politischer Implikationen (rote Linie). Was passiert, wenn es wirklich Giftgas war?

 

Interview ASO englische Untertitel: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/booss/default-title

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Ukraine H-und-G.info newsletter 12.4 ca. 8 Uhr

nach sozialen ukrainischen, russischen, tschetschenischen u.a. Medien ca. letzten 24 Stunden

 

Giftgaseinsatz in Mariupol?

Internationale Untersuchung

Droht Eskalation des Krieges?

Kriegsführung mit fake news und Trollen-Deutsche Medien gefährdet sie zu verbreiten

 

 

 

Humanitäre Katastrophen/Hilfe

 

An Hand von Fotos aus Mariupol zeigt sich, dass die Leidtragenden v.a. die Alten und Kranken sind, die bisher nicht flüchten konnten. Es gibt Fotos von total geschwächten und verhungerten Menschen. Dramatisch die Fotos aus dem 4. Krankenhaus, nördlich vom Stahlwerk. Es war zerstört und die Kranken vegitierten in den Ruinen. Sie werden jetzt von Soldaten der russischen Allianz „befreit“ und medizinisch versorgt. Das ganze wird als Verbrechen der Nationalisten publizistisch dokumentiert. (S. Fotos)

 

Kriegspropaganda

Die Propaganda wird immer mehr Teil der russischen Kriegsführung. Sie wird immer professioneller und massenhafter über die Medien gespült, Ein Problem sind immer mehr gezielte Fakes, auch durch gehackte Medien, die teilweise in die deutsche Presse spülen. Dem hat der Westen bisher nichts entgegenzusetzen.

 

Kriegsverbrechen

 

Wer kümmert sich eigentlich um die Kadyrov-Leute. Sanktionen, Kriegsverbrechen?

 

 

 

Giftgasthema

 

Nach Aussagen des Chefs der ASOW-Brigade, von denen Teile in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol eingeschlossenen ist, hat eine russische Dohne eine giftige Substanz geworden. Drei Personen hätten Anzeichen eine chemischen Vergiftung, offenbar vorübergehender Atemstillstand. Gestern hatte ein Vertreter der Prorussischen Verwaltung im Donetzk den Einsatz von Giftgas gegen ASOV Soldaten, die sich in Bunkern im Stahlwerk versteckt hielten, gefordert. Er sagte laut russischen Medien, „wir sollten chemische Waffen anfordern, um diese Maulwürfe auszuräuchern.“

 

Verifizieren kann diese Informationen derzeit keiner, da in Mariupol sowohl verwaltungsmäßig wie kommunikativ eine vollkommen anarchische Situation besteht. Ein großer Teil der legitimen Stadt- und der Oblastverwaltung haben schon seit einiger Zeit die Stadt verlassen müssen und agieren über soziale Medien von außen. Der Giftgaseinsatz dürfte vermutlich im oder in der Nähe vom Stahlwerk stattgefunden haben, wo sich vermutlich ASOV aufhält. Das weiträumige Gelände ist offenbar inzwischen von russischen, DNR und tschetschenischen Truppen eingenommen. Es gibt aber immer noch Kämpfe, ASOV behauptet, noch Erfolge zu haben.

 

Präsident Selenskij äußerte sich alarmiert, konnte aber offenbar die Fakten noch nicht bestätigen: „Ich möchte die Staats- und Regierungschefs der Welt daran erinnern, dass der mögliche Einsatz chemischer Waffen durch das russische Militär bereits diskutiert wurde. Und das bedeutete schon damals, dass es notwendig war, viel härter und schneller auf die russische Aggression zu reagieren.“

 

Die britische Außenministerin Lis Truss kündigte in einem Tweed an, mit 'Partnern den Giftgasvorwurf zu untersuchen. Im Falle, dass sich dieser bewahrheite, kündigte sie, eine Konflikteskalation an. Putin würde zur Rechenschaft gezogen wereden. („escalation in this conflict and we will hold Putin and his regime to account”)

 

In Mariupol tobt immer noch ein erbitterter Kampf. Nach russischen Angaben sei der Hafen inzwischen eingenommen. Gestern kursierten Nachrichten, wonach die 36. Marinefantriebrigade schweer Vorwürfe erhoben habe, sie sei eingeschlossen, ohne Munition und von der Armeeführung seit Tagen im Stichgelassen. Diese Nachricht wird auch von deutschen Medien verbreitet. Ein Vertreter des Bürgermeisters von Mariupol bezeichnet sie als Fake. Der Facebookaccount der Marinesoldaten sei gehackt worden. Die Nachricht sei nachweislich gefälscht, um die ukrainischen Bewohner und Soldaten zu demoralisieren. Die russische Seite arbeitet massiv mit psychologischer Kriegsführung über zahllose soziale Medienkanäle. Offenbar sind Trollfabriken im Einsatz. Jetzt wird behauptet, die Marineinfantrie hätte sich ergeben. Einen Beleg dafür gibt es nicht.

Das wirkliche Geschehen in Mariupol ist derzeit kaum zu rekonstruieren.

 

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

 

 

Das Bombardement v.a. im Süden und Osten geht weiter. Die russischen Truppenkonzentrationen östlich und nördlich von Charkiv und vom Donbas werden fortgesetzt. Gleichzeitig versucht die russische Armee in Nordosten, im Osten, im Süden-also von Charkiv bis Mykolaiv (bei Odessa) weiter anzugreifen. Gleichzeitig droht die Invasion von Landetruppen und Bomben vom schwarzen Meer.

Es ist also gar nicht sicher, ob die neue Offensive wirklich im Donbas begonnen wird. M.E. versuchen die Russen, die ukrainischen Kräfte weitflächig zu binden und irgendwie zu spalten, um dann nach einer bisher nicht erkennbaren Reihenfolge einzelne Regionen gleichzeitig oder hintereinander zu erobern. Alles deutet darauf hin, dass das bis Moldavien/EU-Außengrenze gehen soll. Und dann evtl. wieder auf Kiev?

Der Krieg wird immer brutaler, wie auch der neue Ernennung des Syrien-erfahrenen Oberbefehlshabers befürchten ließ. Es ist zu erwarten, dass alle Mitteln genutzt werden, auch vermehrter Terror oder rücksichtslose Kollateralschäden bei de Bevölkerung. Vermutlich steht die Armee sehr unter Druck von Putin, „Erfolge“ zu bringen. Der „Tag des Sieges“ am 9. Mai naht, da muss man was vorweisen können. Umso rücksichtsloser dürfte man vorgehen.

 

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Statusbericht 11.4.22  ca 7 Uhr

 

Kein Rückzug, sondern nur Veränderung der Kriegstaktik; Krieg wird immer butaler. Die Kriegsverbrechen (auch gegen die Bevölkerung) haben System.
In Russland GULAG-s für Ukrainer-Stadtverwaltung von Mariupol existiert nur noch virt
uell


Kriegsverbrechen
Man darf über der Aufregung über die Kriegsverbrechen nich das Hauptgeschehen übersehen! Aber: Putin führt einen Terrorkrieg gegen die ukrainische Bevölkerung.

 

Die Menschenrechtsbeauftragte berichtet dass es in Pensa/Russl. ein Lager für 400 geflüchtete Menschen aus Mariupol gibt. Sie sprich von KZ, richtiger dürfte GULAG-Lager sein. Angeblich ist das Baracken-Gelände umzäunt. Putin greift immer mehr auf KGbistische und Repressionsmethoden aus der Sowejtzeit zurück. Die Versorungslage soll dort schrecklich sein. Russische Bürger (Aktivisten) sammeln, um die Lagerinsassen zu unterstützen. Es soll mehrere weitere ähnliche Lager für Menschen geben, die seit Februar zwangsweise aus dem Donba evakuiert wurden.


Die Menschenrechtsbeauftragte dokumentiert zahlreiche Kriegsverbrechen und apelliert an UN, OSZE, IRC
Nur einige Beipiele:
"After the liberation of the settlements from the racist occupiers, tens and hundreds of tortured, maimed people remained, who were subjected to terrible tortures - such is the face of the "liberation" that came to Ukraine.
In the village of Makariv in the Kyiv region, an eighty-year-old man had his hands cut off in front of his daughter.  He died of his wounds.
In Irpen, a 20-year-old pregnant woman was raped by two racists.  She lost a child.
In the Kherson region, a 60-year-old man was beaten in the presence of his daughter with butts and sticks."

Kriegsgeschehen
Vollkommen unverständlich ist, warum die ARD-Tagesschau mit eine Satz aufmacht, wonach die Russische Armee sich zurückgezogen habe, aber es offenbar weitere Konflikte gäbe. Fakt ist, der Krieg geht unvermindert, ja deutlich brualer weiter. Taktisch wurden nur die Bodentruppen im Norden zurückgezogen, um sie wieder "aufzufrischen". Bei dem Versuch neue Truppenteile aus Material und Sodaten von innerrussischen Armeeteilen und Rekruten zusammenzustellen, scheint es immer wieder Schwierigekeiten zu geben.  Angeblich meutern einzelne und ganze Gruppen oder wollen sich nicht verpflichten lassen. Auch Techniker wollen nach jüngsten UA-Informationen nicht mitmachen.


Sofern aus dem diffusen Geschehen ersichtlich, versucht die russische Armee Korridore von Luhanzk nach Charkiv und von Luhansk nach Dniepopetrovs und vom Donbas auf die Krim bzw nach Saprisschschna zu schlagen. Vermutlich um die ukrainische Hauptarmee zu spalten. Verkehrswege zu sichern, ohne die die Russen ihren Nachschub nicht auf die Reihe bekommen. (Eisenbahn!)

 

 

Kadyrevs Geredee
Laut Medienberichten droht der tschteschenische Führer Kadyrev, dass alle großen Städte angegriffen werden. Ich lese seit 14 Tagen Kadyrev-Botschaften und kann dazu sagen. Einerseits ist er ein Angeber, der durch große macho Worte seine Leute hochputscht und im Sinne psychologischer Kriegsführung versucht, die Ukrainer einzuschüchtern.  Das ist auch ein Zeichen, dass seine Leute nicht so erfolgreich sind, wie erhofft. Kadyrev versucht die ganze Zeit mit Getöse, Truppeneinheiten zur Kapitulation zu gewinnen, offenbar nur mit geringem Erfolg. Nach einer Kenntnis ist Kadyrov v.a. in den Kämpfen bei der Eroberung der Oblastgrenzen von Luhansk dabei und in Mariupol. Außerdem schulen sie Truppen im Donetzt. Im Tagesspiegel wurden über 10.000 Soldaten genannt, ich halte das für Propaganda, Kadyrv nennt immer 10.000 wenn er Eindruck machen will.
Kadyrov-Leute sind offenbar Spezialisten für den Häuserkampf (vermutlich keine eigene Artilerie, Panzer und Fluggerät im Einsatz), die Rambos der vereinigten Armee. Außerdem sind sie Spezialisten für die erste "Filtrierung", also dem Aufspüren und eliminieren von ua Kämpfern. Wie mehrfach berichtet, foltern sie Kriegsgefangene, um militärische Geheimnisse zu bekommen, manches spricht dafür, dass sie keine Gefangenen machen.
Kadyrov arbeitet inzwischen eng mit der Führung der 8. Armee im Südbezirk zusammen und beruft sich immer auf Putin als Oberbefehlshaber, d.h. die Menschenrechtsverletzungen gehen direkt auf das Konto von....


Ob Putin wirklich noch mal KIev angreifen will oder nicht, weiss er vermutlich selber nicht. Putin ist ein typischer Gehiemdienstler, der eher taktisch denkt und das macht, was er gerade erreichen kann. Ob "nur" Donbar, Luhansk und Cherson, oder mehr....man wird sehen. Es bleiben beide Optionen und es kann sein, dass Kadyrev sich da verquatscht hat.
 
Mariupol (hier gewisser Schwerpunkt meiner Recherchen)

 

Keiner weiß mehr, was da genau abläuft. Beide Seiten haben nur begrenzt Überblick und bluffen. UA Armee schreibt, dass die Russen weiterhin Stadt, Hafen und Stahlwerk versuchen, einzunehmen und zu erstürmen. Das dürfte stimmen.


In Quantitäten von nur einigen hundert gelingt es Menschen in Privatfahrzeugen zu flüchten.


Die offizielle Stadtregierung existiert nur noch (wie ich seit langem vermutet habe) eher virtuell. Der Bürgermeister konnte schon seit Wochen nicht zurück in die Stadt, ist offenbar in einem Armeequartier.  Wird deswegen angezählt. Er hatte Leute in der Stadt, mit denen er z.B. Konvois organisierte, als das ging. Seine engsten Mitarbeiter vermeiden inzwischen jegliche konkrete Angaben, weil dies Menschenleben und ihre Aktionen gefährden könnte. Offenbar kommunizieren nur noch einzelen Personen mündlich oder über channels miteinander. Die Stadtverwaltung ist ein virtuelles Netzwerk. Offenbar hat sich ein Kern von Verwaltungsleuten und Militärs geschworen, die Stadt auf keinen Fall aufzugeben. So  klingt es auch bei Selesky.
Auch die Oblastverwaltung ist offenbar schon seit Tagen außerhalb der Stadt. Der Gouverneur postet regelmäßig Opferzahlen, die er vermutlich inzwischen von der Armee hat, Opferzahlen aus Mariupol kann er nicht mehr nennen.

 

Beide Kriegsparteien versuchen mit immer grausameren Fotos, ihre "Erfolge" zu dokumentieren. ASOW hat wieder ein Interview gepostet, das erste seit über 3 Tagen (frühe mindestens täglich) und scheint noch- wie auch immer- Widerstand zu leisten- mit dramatischen Druchhalteapellen. Es scheint auch noch eine Einheit von Marineinfantristen zu geben. 

 
Fazit:  Auch wenn die neue Großoffensive noch aussteht. Der Krieg geht mit Bombardements aber regional im Süden, Osten und in der Mitte auch am Boden mit Brutalität weiter. Auf die Zivilbevölkerung wird keinerlei Rücksicht genommen. Es kommen Einheiten, die aus Syrien berüchtigt sind, zum Einsatz. Der erste Hauptangriff kommt möglicherweise nicht aus dem Osten, sondern auf Charkiv. Ziel ist es offenbar,  die Kräfte der Ukariner zu verzetteln und zu spalten.

Die Kriegsverbrechen sind keine "Ausrutscher" (wobei der Bahnhof von Karmatorsk vermutlich nicht absichtlich bombardiert wurde, aber man weis es nicht mehr), sondern haben System. Zumindest werden sie billigend in Kauf genommen. Es ist ein Terrorkrieg gegen die Ukraine, mit inzwischen vermutlich auch juristisch belastbaren genociden Zügen. (S. Ausarbeitung von Dr. R. Herr in H-und-G.info)

 

Statusbericht 9.4. ca. 8.30 Uhr nach ukrainischen, russischen und tschetschenischen sozialen Medien der letzten 12 Stunden

Aktuelles Thema Seeleute

Internationale Seeleute sind seit Wochen auf ihren Schiffen „gefangen“, schlagen internationale Seefahrts- und die UN Alarm. Man muss bei diesen Meldungen vorsichtig sein, wie bei allen. Die Schiffahrt auf dem Schwarzen und Asowschen Meer ist stark beeinträchtigt, teilweise zum Erliegen gekommen, was insbesondere im Bereich Energieversorgung und Nahrungsmittel eine dramatischen Langzeitwirkung hat. Die Schiffe sitzen teilweise am Bosporus, teilweise auf dem Meer, teilweise in Häfen fest. Russische Propaganda behauptet am Beispiel Mariupol, dass ASOW russische Seeleute darunter Frauen mehrere Wochen als Geiseln gehalten habe. Die Wirklichkeit ist: Russische Kriegsmarine blockiert die Meerenge von Kerson und teilweise die Küste. Sie hat auch schon zivile Schiffe beschossen. (u.a. Panama) Erst vor zwei Tagen ging im Hafen ein Schiff in Flammen auf, ASOW rettete die Besatzung. Die russische Propaganda versucht, Schiffsangriffe ASOW in die Schuhe zu schieben. Das ukrainischen Militär hat offenbar wohl den Hafen von Mariupol vermint, damit die Kriegsmarine nicht landen bzw. von der Küstennähe aus schießen kann. Dadurch sitzen mehrere Schiffsbesatzungen faktisch in der Falle, der eigentliche Verursacher ist Putin.

Probleme entstehen inzwischen durch flottierende Minen beider Seiten, die bis zur türkischen Küsten getrieben sind.

Offenbar will Russland die gesamte Schwarzmeerküste erobern, das zeigen russische Karten. Damit würde Putin das Schwarze Meer beherrschen und alle Anrainer destabilisieren können.

In Putins paralleler Medienwelt gewinnt er

Der Krieg wird von russischer Seite immer mehr als Medienkrieg geführt. Wenn Putin die Schlacht auf dem Schlachtfeld nicht gewonnen hat, so soll er es in den Medien tun. Dort befreit Putin die von Faschisten maltraitierte Bevölkerung und versorgt sie im Nachhinein mit medizinischer und Nahrungsmittelhilfe. Zynisch, aber offenbar wirkungsvoll. Es gibt auch erste Video, wo im Vorfeld des Tages des Sieges, ukrainische Kriegsszenen mit solchen aus dem Zweiten Weltkrieg trickreich collagiert werden.

Russia today z.B. hat ein Reporterteam in Mariupol, die zynisch Bombenopfer auch in den Kellern und die zerstörte Stadt zeigen und dies den ukrainischen Nationalisten anlasten, die die Menschen als Geiseln gehalten hätten. Demgegenüber werden inzwischen Z-Kolonnen mit Hilfegütern im Fernsehen und auf den Social media Kanälen gezeigt, und dankbare (na was sonst) Menschen die sie annehmen. Die Interviews sind so trickreich geschnitten, dass alles in die Propaganda passt. Es wird auch behauptet, dass die russische Armee Rücksicht auf die zivile Infrastrukur im Hafen und Stahlwerk nehme, was schlicht gelogen ist, wie Videos ausreichend dokumentieren.

Die russische Kriegspropaganda wird immer aktiver. Es gibt unzählige Telegram-Kanäle, die wie privat oder staatlich wirken, die gezielte oder durch eigenständige Verbreitung Propagandamaterial verbreiten. Russland scheint ganze Kanäle, wie den kriegsverherrlichenden Gonzowar oder Tiktok gezielt zu infiltrieren. Auch die Medien in der Bundesrepublik fallen immer wieder auf Propaganda herein.

Krieg

Die russische Seite bombardiert weiter, versucht im Raum Charkiv, Luhansk, Donbas, Saporischschna, Mykolaiv mit Bodentruppen voranzukommen. Beide Seiten behaupten „erfolgreich“ angegriffen bzw. verteidigt zu haben und zeigen zerstörtes Equipment und teilweise grausige Bilder von Toten. Die russische Armee sammelt und regeneriert sich im Norden und Osten weiter jenseits der Grenzen. Offensive auch gegen Charkiv, Donbas, evtl im Südwesten sind wahrscheintlich.

Mariupol

Russland, Kadyrev und Donbas setzen gezielt Nachrichten in Umlauf die seriös klingen, aber fakes oder teilfakes sind. Z.B. war das Sichergeben einer Marineeinheit (mit video) ein Fake. Ein angeblich verletzter Soldat, dem die russischen Soldaten rührend halfen, war vorher als Folteropfer zu sehen. Militärische Erfolge werden behauptet, die so nicht existieren. So wurde vor zwei Tagen behauptet, Mariupol besetzt. Der prorussische selbsternannte Bürgermeister von Mariupol tritt im russischen Kanal Rossia 1 auf, und spielt sich als der Herrscher und Kümmerer in der Stadt auf. In Wirklichkeit ist die Innenstadt von Mariupol immer noch nicht komplett besetzt, agiert, wie auch immer, die alte Stadtverwaltung weiter, und sei es auf facebook. Selbst der russische Bürgermeister muss zugehen, dass noch 10.000e in Kellern sitzen. Andererseit shat sich die Lage in manchen Stadtvierteln durch die Besetzugn entspannt. Die russische Armee versucht offenbar, die Innenstadt zum umlaufen und ASOW an der Küste zu“erledigen“. Die Kämpfe im Hafen von Mariupol gehen weiter. Es wird weiter bombardiert, die letzte Brücke wurde zerstört, die Stadthälften sind jetzt physisch geteilt. Während vorgestern noch der Eindruck vermittelt wurde, ASOW sei mehr oder minder kaputt, scheint dies nicht der Fall. ASOW-Kämpfern scheint es gelungen, auch außerhalb des Stahlwerkes, wo sie offenbar ein Bunkersystem haben, anzugreifen. Laut ASOW-Videos, deren Zeitpunkt nicht zu überprüfen ist, wurde russischen Angreifern schwere Verluste an Panzern und Soldaten zugefügt. (man sieht ein dutzend tote Soldaten). Kadyrow behauptet zwar Gegenteiliges, wirkt aber nicht mehr so siegestrunken wie vorher.

Ukraine und Deutschland

Es gibt in Reden von Selenski, aber auch in lokalen Medien Enttäuschung über die mangelnde Unterstützung bei Rüstung und Embargo aus Deutschland. Es gibt ein ukrainisches Portal wo Firmen aufgelistet sind, die angeblich nach wie vor im russischen Energiegeschäft tätig sind, auch Deutsche z.B. Scheffler.

Andererseits der Besuch von von der Leyen kam sehr gut an und wurde auch in den lokalen Medien z.T. euphorisch begrüßt. Ebenso werden Protestaktionen in Deutschland dankbar als Ermutigung rezipiert!

 

Russland

 

Russland ist auf dem Weg zum neototalitären Staat. Um seiner Idelogie vom großrussischen Reich willen, tötet Putin die russische Zivilgesellschaft ab (s. Amnesty- und Human Rights-Verbote) und verbreitetet Terror in der Ukraine. Durch Fake-Propaganda wird das System zunehmend ideologisiert. Das Bombardement des Bahnhofs von Kramatorsk war vermutlich nicht geplant. Schlimmer ist: Butscha und Kramatorsk sind Putin egal, ihm geht es um den Sieg seiner Idee.

 

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H-und-G.info Statusbericht 10.4.2022 . Nach Aufwertung ukrainischer, russischer und tschtschenischer sozialer Medien v.a. in ost/südostukraine

 

Mehr auf H-und-G.info

 

Offensive im Donbas soll faktisch begonnen haben. Sturm auf Mariupol- Verhaftungen und Tötungen- Verdacht auf massenhafte Kriegsverbrechen- Terror- Es geht gegen Genocid-

 

Die Offensive im Donbas hat faktisch begonnen, so die Aussage eines Vertreters des Generalstabes der Ukraine von heute 7 Uhr (UA-Zeit). Der "Sturm" auf Mariupol, laut Selensky ebenfalls. Dort versuchen die Invasoren nach Auskunft des UA-Generalstabes die Innenstadt zu erobern, die bislang immer noch unter UA-Verwaltung (was immer das heißt) war.


Von den letzten Verteidigern, der ASOW-Brigade gibt es seit über 72 Stunden kein Video-Interview mehr. Laut einem abgeblichen ASOV-Video gelingt es immer noch, den Invasoren einzelne Verluste beizubringen. Ob das Bluff oder Wirklichkeit ist, ist nicht nachzuprüfen. Die Invasorengegenseite berichtet dito von Erfolgen. Fest steht nur: Mariupol ist weiter unter Raktenbeschuss, hinzu kommt Panzer-und Artilleriebeschuss aus den besetzten Stadtteilen selbst heraus. Auch das Stahlwerk und der Hafen werden beschossen. Es gibt Straßenkämpfe in apokalyptisch anmutenden Ruinen.


Eine Bürgerin sagte, es ist schlimmer als die Hölle.

 

mutmaßliche Kriegsverbrechen

 

Laut einem Mitarbeiter des UA-Bürgermeisters gibt es Säuberungen in der Stadt. Spezialkräfte durchkämmen- wie ich schon sein Tagen melde- die Häuser und errichten Checkpoints auf der Suche nach Verdächtigen und Soldaten.  Personen werden jetzt angeblich auf der Stelle erschossen. Dann sollen angeblich Fotos gemacht werden, um den Sieg vorzutäuschen.  Leichen werden verbracht. (Ich kenne bisher keines) Die UA-Stadtverwaltung verbreitet seit gestern nacht ein Foto von einer angeblichen Leichensammelstelle in einem Stadtteil. Dies bestätigt die Stadtleitung von Mariupol in der Annahme, dass die Untaten al la Butscha  vertuscht werden sollen. (Verdacht! Mobiles Krematorium, es war ein Verdacht, nicht wie der Tagesspiegel gestern behauptete, eine Falschmeldung-)


Betroffen seinen von den Durchsuchungen auch unschuldige Zivilisten. Für Invasoren gilt angeblich inzwischen. "Ein Nazist im Verständnis der Russen ist jeder, der seine Ukraine liebt und nicht auf der Seite der Okkupanten ist."- Diese Behauptung aus Mariupol stimmt mit Medienberichten aus Russland überein, dass dort eine derartige Ideologie verbreitet wird, die die Illoyalität der Ukrainer gegenüber Putin faktisch durch Auslöschen der Ukraine bestrafen will.( Hat das jemand, wäre wichtig!-CB) Damit stellt sich aber auch im völkerrechtlichen Sinne der Frage nach dem Genocid.


Es gibt inzwischen Filtrierungslager mit angeblich tausenden, die dort überprüft werden. Genaues oder Bilder gibt es nicht. Was mit Verdächtigen geschieht, ist unbekannt. Von Einzelfällen in Cherson ist bekannt, dass UA Haftanstalten genutzt werden.
Auch Verwandte sollen weiterhin unter Druck gesetzt werden, ihre Armeeangehörige zum Aufgeben zu bewegen
In den besetzten Gebieten werden Männer angeblich gezwungen  in die Nationalgarde der DNR einzutreten.
Auch Verschleppungen nach Russland gehen weiter, wo nach russ Angaben inzwischen 700 T Ukrainer sein sollen.


Kriegsgefangene werden laut russ und tschetschen Videos ganz offenkundig gefoltert, um militärische Geheimnisse preiszugeben. Auch Psychoterror wird angewendet, indem Fotos von angeblichen Kriegsgräuel der UA-Armee gezeigt werden (angebliche Verstümmelung von Soldaten im Bereich Kiew-wenn es die gegeben hätte, wäre das längt in der russ Prop ausgeschlachtet)

 

Es werden offenbar auch Kriegsgefangene vor allem von Kadyrovs Leuten sofort umgebracht und keine Gefangenen gemacht. V.a. bei ASOV. So war es ja auch schon in der Kriegspropaganda von Kadyrov angekündigt.


Was an den Video echt und was "gespielt" ist, ist schwer zu entscheiden, aber die Videos stacheln die eigenen Leute zur Nachahmung an.
Aus anderen besetzten Gebieten berichtet die UA Armee von Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, Durchsuchungen, Festnahmen, Beschlagnahmen, Pünderungen. v. a. im Raum Cherson, wo jetzt auch konkrete Vorbereitungen für die Wahl zur Volksrepublik festgestellt wurden. (In der Region liegt der für die Krim wichtige Kanal, den die UA blockiert hatten)

 


Allgemeines Kriegsgeschehen ansonsten "wie gehabt". Anzeichen für Offensive auch  gegen Charkiv.


Die russische Kriegspropaganda läuft auf allen channels. Es ist Hetze, wonach Russland die Ukraine vor den Faschisten befreien muss. Es werden sogar Fotos von Opfern auf dem Bahnhof Kramatorsk verbreitet, um dies den Ukrainer in die Schuhe zu schieben. D.h. es wird Hass erzeugt. Ganz schlimm Russia Today auf War gonzo. Die machen reine Kriegsprop. zur Zeit mit den angeblich von UA gefangenen russ. Seeleuten in Mariupol


Fazit: Die Offensive im Donbas und das vorhergesagte Gemetzel von Mariupol läuft offenbar eher sukzessive, angesichts der Kräfteverhältnisse verlangsamt, aber sie laufen an, und Putins Armee versucht weiter, die Kräfte zu stärken und läßt den Leuten vor Ort, v.a. den Tschetschenen aber auch DNR-Soldaten beim Terror freie Hand. Der Krieg wird offenbar wohl nicht nur an einzelnen Orten wie Butscha mit Exzessen, sondern systematisch terroristisch auch gegen die Bevölkerung- geführt. Auch wenn Deutsche, die selber so in der Ukraine vorgegangen sind, damit zurückhalten sollten, das Vorgehen erinnert an Schilderungen über das Vorgehen von SS und Einsatzgruppen im 2.WK. Solche Kriegsverbrechen in den Channels sind unbedingt zu dokumentieren und völkerrchtlich auf Genocid zu prüfen!


Es gibt auch Komisches. die russ. Prop verbreitet ein Video von einer deutschen Bauerndemo, wo von Hunger die Rede ist. Na, noch ist es nicht soweit, noch können wir den Ukrainern helfen- Schönen Sontag-trotz alledem.

 

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Statusbericht 9.4. ca. 8.30 Uhr nach ukrainischen, russischen und tschetschenischen sozialen Medien der letzten 12 Stunden

Aktuelles Thema Seeleute

Internationale Seeleute sind seit Wochen auf ihren Schiffen „gefangen“, schlagen internationale Seefahrts- und die UN Alarm. Man muss bei diesen Meldungen vorsichtig sein, wie bei allen. Die Schiffahrt auf dem Schwarzen und Asowschen Meer ist stark beeinträchtigt, teilweise zum Erliegen gekommen, was insbesondere im Bereich Energieversorgung und Nahrungsmittel eine dramatischen Langzeitwirkung hat. Die Schiffe sitzen teilweise am Bosporus, teilweise auf dem Meer, teilweise in Häfen fest. Russische Propaganda behauptet am Beispiel Mariupol, dass ASOW russische Seeleute darunter Frauen mehrere Wochen als Geiseln gehalten habe. Die Wirklichkeit ist: Russische Kriegsmarine blockiert die Meerenge von Kerson und teilweise die Küste. Sie hat auch schon zivile Schiffe beschossen. (u.a. Panama) Erst vor zwei Tagen ging im Hafen ein Schiff in Flammen auf, ASOW rettete die Besatzung. Die russische Propaganda versucht, Schiffsangriffe ASOW in die Schuhe zu schieben. Das ukrainischen Militär hat offenbar wohl den Hafen von Mariupol vermint, damit die Kriegsmarine nicht landen bzw. von der Küstennähe aus schießen kann. Dadurch sitzen mehrere Schiffsbesatzungen faktisch in der Falle, der eigentliche Verursacher ist Putin.

Probleme entstehen inzwischen durch flottierende Minen beider Seiten, die bis zur türkischen Küsten getrieben sind.

Offenbar will Russland die gesamte Schwarzmeerküste erobern, das zeigen russische Karten. Damit würde Putin das Schwarze Meer beherrschen und alle Anrainer destabilisieren können.

In Putins paralleler Medienwelt gewinnt er

Der Krieg wird von russischer Seite immer mehr als Medienkrieg geführt. Wenn Putin die Schlacht auf dem Schlachtfeld nicht gewonnen hat, so soll er es in den Medien tun. Dort befreit Putin die von Faschisten maltraitierte Bevölkerung und versorgt sie im Nachhinein mit medizinischer und Nahrungsmittelhilfe. Zynisch, aber offenbar wirkungsvoll. Es gibt auch erste Video, wo im Vorfeld des Tages des Sieges, ukrainische Kriegsszenen mit solchen aus dem Zweiten Weltkrieg trickreich collagiert werden.

Russia today z.B. hat ein Reporterteam in Mariupol, die zynisch Bombenopfer auch in den Kellern und die zerstörte Stadt zeigen und dies den ukrainischen Nationalisten anlasten, die die Menschen als Geiseln gehalten hätten. Demgegenüber werden inzwischen Z-Kolonnen mit Hilfegütern im Fernsehen und auf den Social media Kanälen gezeigt, und dankbare (na was sonst) Menschen die sie annehmen. Die Interviews sind so trickreich geschnitten, dass alles in die Propaganda passt. Es wird auch behauptet, dass die russische Armee Rücksicht auf die zivile Infrastrukur im Hafen und Stahlwerk nehme, was schlicht gelogen ist, wie Videos ausreichend dokumentieren.

Die russische Kriegspropaganda wird immer aktiver. Es gibt unzählige Telegram-Kanäle, die wie privat oder staatlich wirken, die gezielte oder durch eigenständige Verbreitung Propagandamaterial verbreiten. Russland scheint ganze Kanäle, wie den kriegsverherrlichenden Gonzowar oder Tiktok gezielt zu infiltrieren. Auch die Medien in der Bundesrepublik fallen immer wieder auf Propaganda herein.

Krieg

Die russische Seite bombardiert weiter, versucht im Raum Charkiv, Luhansk, Donbas, Saporischschna, Mykolaiv mit Bodentruppen voranzukommen. Beide Seiten behaupten „erfolgreich“ angegriffen bzw. verteidigt zu haben und zeigen zerstörtes Equipment und teilweise grausige Bilder von Toten. Die russische Armee sammelt und regeneriert sich im Norden und Osten weiter jenseits der Grenzen. Offensive auch gegen Charkiv, Donbas, evtl im Südwesten sind wahrscheintlich.

Mariupol

Russland, Kadyrev und Donbas setzen gezielt Nachrichten in Umlauf die seriös klingen, aber fakes oder teilfakes sind. Z.B. war das Sichergeben einer Marineeinheit (mit video) ein Fake. Ein angeblich verletzter Soldat, dem die russischen Soldaten rührend halfen, war vorher als Folteropfer zu sehen. Militärische Erfolge werden behauptet, die so nicht existieren. So wurde vor zwei Tagen behauptet, Mariupol besetzt. Der prorussische selbsternannte Bürgermeister von Mariupol tritt im russischen Kanal Rossia 1 auf, und spielt sich als der Herrscher und Kümmerer in der Stadt auf. In Wirklichkeit ist die Innenstadt von Mariupol immer noch nicht komplett besetzt, agiert, wie auch immer, die alte Stadtverwaltung weiter, und sei es auf facebook. Selbst der russische Bürgermeister muss zugehen, dass noch 10.000e in Kellern sitzen. Andererseit shat sich die Lage in manchen Stadtvierteln durch die Besetzugn entspannt. Die russische Armee versucht offenbar, die Innenstadt zum umlaufen und ASOW an der Küste zu“erledigen“. Die Kämpfe im Hafen von Mariupol gehen weiter. Es wird weiter bombardiert, die letzte Brücke wurde zerstört, die Stadthälften sind jetzt physisch geteilt. Während vorgestern noch der Eindruck vermittelt wurde, ASOW sei mehr oder minder kaputt, scheint dies nicht der Fall. ASOW-Kämpfern scheint es gelungen, auch außerhalb des Stahlwerkes, wo sie offenbar ein Bunkersystem haben, anzugreifen. Laut ASOW-Videos, deren Zeitpunkt nicht zu überprüfen ist, wurde russischen Angreifern schwere Verluste an Panzern und Soldaten zugefügt. (man sieht ein dutzend tote Soldaten). Kadyrow behauptet zwar Gegenteiliges, wirkt aber nicht mehr so siegestrunken wie vorher.

Ukraine und Deutschland

Es gibt in Reden von Selenski, aber auch in lokalen Medien Enttäuschung über die mangelnde Unterstützung bei Rüstung und Embargo aus Deutschland. Es gibt ein ukrainisches Portal wo Firmen aufgelistet sind, die angeblich nach wie vor im russischen Energiegeschäft tätig sind, auch Deutsche z.B. Scheffler.

Andererseits der Besuch von von der Leyen kam sehr gut an und wurde auch in den lokalen Medien z.T. euphorisch begrüßt. Ebenso werden Protestaktionen in Deutschland dankbar als Ermutigung rezipiert!

 

Russland

 

Russland ist auf dem Weg zum neototalitären Staat. Um seiner Idelogie vom großrussischen Reich willen, tötet Putin die russische Zivilgesellschaft ab (s. Amnesty- und Human Rights-Verbote) und verbreitetet Terror in der Ukraine. Durch Fake-Propaganda wird das System zunehmend ideologisiert. Das Bombardement des Bahnhofs von Kramatorsk war vermutlich nicht geplant. Schlimmer ist: Butscha und Kramatorsk sind Putin egal, ihm geht es um den Sieg seiner Idee.


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Tagesstatus Mariupol 8.4.2022 Anhand von ukrainischen, tschetschenischen, russischen Social Media Känalen/ Christian Booß H-und-G.info

ca 8 Uhr

1. Mariupol 2. Schlacht im Donbas
 

Mariupol-deutsche Presse sitzt Propaganda auf- Stadt nicht gefallen- Endkampf mit ASOW im Stahlwerk- 10.000e nach wie vor in der Falle, v.a.. Alte, Kranke und Frauen mit Kindern-kein Krankenhaus mehr-Selensky:Butsch in jeder Straße Mariupols-systematische Folter von Kriegsgefangenen-Filtrierungslage

 

Deutsche Medien (FR; Welt) berichten falsch über Mariupol. Die Stadt ist noch nicht gefallen, sondern stark umkämpft. Die Behauptungen von DNR-Politikern und Kadyrov, dass die Stadt erobert ist, ist Propaganda, um die Bevölkerung und das ukrainische Militär zu demoralisieren. Anhand von russischen Propaganda-Videos läßt sich Folgendes vermuten: Spezialeinheiten kmäpfen sich Straße für Straße vor. Durchkämmen Häuser, suchen Soldaten, foltern sie. Spezialeinheiten versuchen die ASOW-Brigade zu zerstören. Angeblich hat sich diese weitgehend in das ASOW-Stahlwerk am linken Flussufer an der Küste zurückgezogen. Sie soll da ein Bunkersystem haben. Dies scheint plausibel, da dass Stahlwerk dem Oligarchen Rinat Achmatow gehört, der ASOW in 2014 mit aufgebaut hat, und damit die Stadt vor der Invasion gerettet hat. ASOW liefert sonst regelmäßig twitter-Nachrichten und Interviews auf dem Kanal https://mobile.twitter.com/polk_azov. Jetzt aber schon über 24 Stunden nicht mehr. In der letzten Ansprache hieß es, dass 5 Kämpfer geheiratet hätten. Das klingt wie eine Ansprache zum letzten Gefecht. Kadyrov behauptet, dass Asov die Munition ausgeht und die nur selten schießen. Laut einem Video hat aber ASOV noch russische Panzer abgeschossen und in der Stadt Scharfschützenstellungen. ASOV wartet offenbar auf eine Kombination mit der ukrainischen Armee, um noch einen Befreiungsschlag zu machen. Aber das für ist es inzwischen möglicherweise zu spät.

Die Stadtpolizei hat bestritten, dass das Zentrum von Mariupol besetzt ist. Die Stadt ist vielmehr gespalten. Ein Teil wird seit zwei Tagen von einem prorussischen Bürgermeister geleitet. Angeblich hat er Infrastruktur an die russische Armee verraten, wird daher als „Agent“ bezeichnet. Im eigentlichen Zentrum gibt es nach wie vor Reststrukturen einer ukrainischen Stadtverwaltung, die sich um Evakuierungen, Humanitäre Hilfe, etc. bemühen. Der Bürgermeister spricht von mindestens 5000 Toten bis letzte Woche, hat aber auch schon mal gesagt, es könnten 20.000 sein. Er wirft den Russen vor Leichen beseite zu schaffen und mobil zu kremieren. Er spricht bewußt dramatisierend von einem neuen „Auschwitz“ und fordert internationale Hilfe, wie auch Selensky, der meint in Mariupol ist Butscha in jeder Straße.

 

Um die Innenstadt scheint es einen mehr oder minder hermetischen Kordon aus russischen, tschtschenischen und DNR-Truppen zu geben. Die Umzingelten müssen immer noch 10.000e sein, evtl. 100.000 oder mehr. Die medizinische Versorgung ist katastrophal, es gibt kein Krankenhaus mehr. Wer aus der Stadt raus will-egal in welche Richtung- kommt in ein „Filtrierungslager“ (teilweise mit über 1000 Menschen) und wird dort vom FSB überprüft, vermutlich auch an Datenbänken, die vor Ort auch weiter komplettiert werden. Denen, die Richtung Russland gehen wollen oder verschleppt werden, werden die Pässe und Handys abgenommen. Sie werden teilweise bis an die Pazifikküste deportiert, ohne zu wissen wohin, auch Kinder. Was mit Leuten passiert, die bei der Filtrierung „rausgefilert“ werden, weiß keiner, vermutlich werden sie inhaftiert. Es gibt zahlreiche Bild- und Video-Hinweise auf systematische Folter von Kriegsgefangenen, denen militärische Geheimnisse entlockt werden sollen, v.a. um Standorte bombardieren zu können.

 

Militärische Lage im Donbas

Die große Schlacht im Donbas kann über Sieg oder Niederlage Putins entscheiden- Das Problem der ukrainischen Armee: Luftunterlegenheit, Nachschub von Offensiv- und Verteidigungswaffen aus dem Westen- Der Westen/Deutschland diskutiert, Russland rüstet zur Offensive

 

Alle Militärexperten gehen davon aus, dass es zu einer großen Schlacht (Stoltenberg) im Donbas kommen wird. Möglicherweise ist aber auch Charkiv, Saporischschna, etc. betroffen. Dies kann aus der Neugruppierung der russischen Armee jenseits der ukrainischen Grenze geschlossen werden. Auch Wagner-Söldner (1000) und Kadyrov-Elitetruppen und Söldner (die Zahl 10.000 ist eine Propagandazahl) sind im Einsatz. Offenbar auch Kräfte vom russischen Innenministerium und FSB, die die Filtrierung besorgen und die besetzten Gebiete sichern sollen.

 

Die ukranische Armee soll inzwischen ihr Hauptkontingent von 30-40000 Soldaten hier stehen haben. Die russische Seite versucht mit Luftaufklärung deren Standorte auszuspähen, vermutlich um sie zu bombardieren. Der Luftabwehr kommt also vermutlich in der ersten Phase eine entscheidende Bedeutung zu. Die Governeure der Regionen haben die Bevölkerung aufgefordert nach Westen zu fliehen, angeblich sind dem über 100.000 gefolgt. Auch wenn die offizielle Begründung eine andere ist, wird die Ukraine vermutlich versuchen, das freie Schussfeld zu nutzen, um mit den Resten ihrer Luftwaffe die Bodentruppen der Russen empfindlich zu treffen. In der zweiten Phase werden voraussichtlich Panzerkräfte und Spezialkommandos und Artillerie zum Zuge kommen. Für den Straßenkampf gibt es Spezialkräfte der Tschetschenen, der Russen, der DNR, die aber jetzt noch teilweise in Mariupol gebunden ist.

 

Wenn Mariupol komplett fällt, droht ein Dominoeffekt. Dann könnte die russische Armee eine Offensive im Donbas starten. Vom Norden, Osten und vom Schwarzen Meer aus. Sie versucht jetzt schon die ukrainischen Kräfte zu spalten, örtlich zu binden und zu dezimieren. Wenn das gelingt, könnte die russische Armee bis Saporischschna durchmarschieren, dann bis Mykolaev, dann bis nach Moladavien, an die rumänische Grenze und nach Odessa.

Die große Schlacht im Donbas ist also eine Vorentscheidung, ob Putin „siegt“ oder eine empfindliche Niederlage einstecken muss. Wenn er siegt, sieht die politische Landkarte Europas vollkommen anders aus. Dann beherrscht Russland das Schwarze Meer, kann Anrainerstaaten wie Georgien, Moldawien, aber auch Rumänien und Bulgarien destabilisieren, Finnlandisieren etc., wie jetzt schon in Ungarn zu beobachten. Auch die Türkei ist betroffen, und der ganze asiatische Raum.

Der ukrainische Außenminister Kuleba hat die Schlacht im Donbas mit denen des zweiten Weltkrieges verglichen. Das ist von der Zahl her falsch, in Staliningrad waren ca. 10 mal so viel Soldaten eingesetzt- von der Bedeutung stimmt es aber. Die Schlacht im Donbas könnte zu Entscheidungsschlacht werden.

Entscheidend ist nicht nur strategisches Geschick, die Motivation der Truppen, die Stärke und v.a. der Nachschub an Waffen und Material v.a.. Luftabwehr, Drohnen, panzerbrechende Waffen. Russland hat zwar vermutlich nach wie vor Nachschubprobleme, angeblich meutern auch die ersten Verbände, bzw. wollen sich nicht freiwillig verpflichten lassen. Russland hat aber die größere Quantität an Kriegsmaterial und die bessere Nachschublogistik, auch über Häfen wie Berdjansk, demnächst vielleicht Mariupol. Dort sind jetzt schon überall Landungsschiffe vor Anker, wird Kriegsmaterial ausgeladen.

Putin hat die letzten 2 Wochen des taktischen Rückzuges genutzt, um neu aufzurüsten- der Westen, insbesondere Deutschland hat in dieser Zeit viel diskutiert. Es könnte sich herausstellen, dass es diese zwei Wochen waren, die der ukrainischen Armee an Waffenlieferungen fehlten, um die Schlacht im Donbas zu ihren Gunsten zu wenden.

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Putin rüstet zum neuen Groß-Angriff

Bevölkerung wird evakuiert- Schweigeminute für Opfer

Macht der Westen sich schuldig?

7.4.2022

 

Ein neuer Angriff Putins auf die Ukraine ist nach Ansicht von Militärexperten nur noch eine Frage von Tagen. Putins Armee hat den taktischen Rückzug von Landstreitkräften nur genutzt, um die Verluste an Soldaten und Material auszugleichen. Hinter der ukrainischen Grenze sind Truppenverbände aus fast allen Teilen Russlands zusammengezogen worden. Sie formieren sich zur zweiten Offensive. Vor allem die Gebiete (Oblast) von Luhanks und Donetzk sollen komplett erobert werden. Bislang hielten die sogenannten Separatisten seit 2014 nur ca. 1/3 der Gebiete. Putin will das Ganze, er braucht einen Erfolg. Schon jetzt wird Luhansk aus den Separatistengebieten im Osten heraus bombardiert. Der Gouverneur und Präsident der Ukraine haben die Bevölkerung aufgeforder, das Gebiet Richtung Westen zu verlassen. In der umzingelten Hafenstadt Mariupol, das auch zum Oblast Donetzk gehört, gingen allein gestern 1118 Bomben nieder, die Stadt ist zu 90% zerstört. Der Bürgermeister befürchtet 10.000e Tote. Schon über 200 Kinder sind gestorben. Der Gouverneur von Donetzk ruft zu eine Schweigeminute für die Opfer jeden Morgen um 9 Uhr auf. Der Bürgermeister von Mariupol forderte die EU-Länder auf, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, um den Völkermord an der Ukraine zu stoppen. „Verhängen Sie insbesondere ein vollständiges Embargo gegen russisches Öl und Gas.“ Die ukrainische Abgeordnete Lesia Vasylenko forderte Waffenhilfe statt zu moralisieren, sie sagte, die westlichen Führer werden „Blut an ihren Händen haben“, wenn sie nicht mehr für ihre Land tun.

 

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6.4.2022 

 

Russland läßt Beweise für Kriegsgräuel in Mariupol beseitigen?

Bürgermeister klagt an: Die Leichen werden beseitigt.

 

Angeblich sind im besetzten Teil von Mariupol Vertraute der russischen Besatzer dabei, Leichen abzutransportieren. Angeblich sollen sie verbrannt werden. Angeblich wurden schon die berüchtigten mobilen russischen Krematorien bestellt, LKWs, die die Kremierung von Toten beschleunigen sollen. Das vermeldet die Stadtverwaltung im belagerten Mariupol.

 

Der Bürgermeister beklagt, dass allein vor einer Woche vorsichtig geschätzt, 5000, Menschen in Mariupol gestorben seien. Er befüchtet 10.000e Tote durch die Kriegsfolgen, die Blockade und wenn die Stadt entgültig gestürmt wird. Diese solltn beseitigt werden, ebenso die Opfer von Gräueltaten bei Durchsuchungen von Besatzungskräften.

 

„Die Welt hat das Ausmaß der Tragödie in Mariupol seit den Konzentrationslagern der Nazis nicht mehr gesehen. Die Rassisten haben unsere ganze Stadt in ein Todeslager verwandelt. Leider gewinnt die unheimliche Analogie immer mehr an Bestätigung. Das ist nicht mehr Tschetschenien oder Aleppo. Das ist das neue Auschwitz und Maidanek. Die Welt sollte helfen, Putins Schurken zu bestrafen“, sagte der Bürgermeister von Mariupol, Vadym Boychenko.

 

 

 

 

 

 

 

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Buchta ist ein Verbrechen- aber nicht vergessen, die gibt es auch an anderen Orten.

 5.4. 2022

 

Beim Angriff auf das Theater in Mariupol, wo Alte, Frauen, Kinder auf die Evakuierung umkamen, starben mehr Menschen bei einem Luftangriff als in Buchta. Derzeit werden Universitätsviertel, Stahlwerk und Hafen bombardiert. 40 Tage Krieg, 35 Tage Blockade haben die Stadt teilweise in eine Mondlandschaft verwandelt. Unvorstellbares Leid, Krankheiten, Tod und Hunger hervorgebracht. Kinder sterben neben ihren Eltern, Eltern neben ihren Kindern. Mit Evakuierungskonvois konnten in den letzten Tagen nur gut 3000 Menschen aus der Stadt geholt werden. 10.000er blieben zurück, v.a. Alte, Kranke, Frauen und Kinder.

Ca. 14. 000 russische Kämpfer sind in der Stadt, tschetchenische Spezialeinheiten gehen in Straßenkämpfen brutal voran, durchkämmen Wohnviertel und spüren Soldaten auf. Diese werden vermutlich gefoltert, in Videos wird eine Scheinhinrichtung gezeigt. Nach Angaben des Bürgermeisters von Mariupol wurden tausende Zivilisten von Besatzungstruppen zwangsweise Richtung Russland deportiert, auch Waisenkinder sollen verschleppt worden sein.

 

Das hat nach Aussagen eines Mitarbeiters des Bürgermeisters nichts mehr mit militärischen Zielen zu tun. Hier geht es offenbar um die Vernichtung eines Symbols für den angeblichen Nazismus in der Ukraine. Die Stadt ist inzwischen nach ukrainischen Angaben teilweise eingenommen. Die Stadt ist Libanonisiert. D.h. in jedem Viertel dominieren andere militärischen und politische Gruppen. Im besetzten Teil wurde gestern ein neuer pro russischer Bürgermeister von einer willkürlich zusammengesetzten Versammlung „gewählt“. Der regulär gewählte Stadtrat erkennt diesen „Agenten Russlands“ nicht an. Die legitime Stadtverwaltung hat aber offenbar Mühe, die Verwaltung und Kommunikation zu den Bürgern aufrecht zu erhalten. Mangels Strom haben die Bürger keine funktioniernden Handys mehr. Ohnehin ist seit mehreren Tagen der letzte Handfunkmast zerstört worden

 

In russischen Medien wird seit einigen Tagen eine PR-Kampagne geführt, die die Zerstörungen von Mariupol als Werk der ukrainischen Nationalisten darstellt. Damit soll die russische Gesellschaft, v.a. aber junge Männer mobilisiert werden, sich für den Militärdienst zu verpflichten. Es sollen 60.000 Mann rekrutiert werden, um die Verluste an Soldaten in der Ukraine zu ersetzen.

 

 

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Stand in Mariupol_

030422 abends Fotos aus Mariupol

 

 

Nichts wirklich neues. Die Tschetschenen werden immer hassvoller in ihren Botschaften, ein Zeichen, dass sie nicht das erreichen, was sie wollen. Laut Eigenberichten, die teilweise von ASOV bestätigt werden, versuchen die Tschetschnen und Russen mit Nahrungsmitteln und Geld Sozialhilfeempfänger und andere zu bewegen, nach Russland zu gehen.

 

Die Tschetschenen machen psycho Krieg udn behaupten SBU_leute hätten ihnen Listen mit ukrainischen Freiwilligen verkauft. Sie fordern die Verwandten auf, Druck auszuüben und drohen mit Revanche.

 

 

ASOW zeigt Videos von gefangenen Russen, die nach Hause wollen und mehr oder minder auf den Krieg schimpfen.

 

Die Fotos von TASS zeigen ein erschreckendes Bild von Mariupol. Es ist nicht mal klar, ob sie aus dem umzingelten Innenring oder den Außenbezirken sind. Von Russischen und tschtschenischen Medien wird die als Beleg für nationalistische Gräueltaten veröffentlicht.

 

 

 

 

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/menschen-in-mariupol oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/menschen-in-mariupol bitte ansehen!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Von Hilfskonvois keine Spur, Evakuierung bestenfalls einige hundert Leute, ob diese überhaupt aus dem präkären Innenstadtring kommen, ist höchst ungewiss.

Es besteht die Gefahr, dass Mariupol wegen Bucha in den Hintergrund tritt, was verheerend wäre.

 

 

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12.4.2022

 

Tschetschene Spezialeinheiten in der Ostukraine

Sie sollen das Donbas und Mariupol einnehmen

Foltern sie Kriegsgefangene?

Weil die russischen Armee „versagt“ hat, müssen Putins Privatarmeen ran. ...Seit einiger Zeit sind schon Elitetruppen und Söldner des berüchtigten Tschetschen-Führers Ramsan Kadyrev im Einsatz. Diese Spezialeinheiten für Straßenkampf und „Säuberungen“ versuchen durch martialische Propaganda, aber auch durch skrupelloses Eingreifen v.a. die Hafenstadt Mariupol einzunehmen, die immer mehr zum Symbol für Putins blutigen Krieg wird. Daber schrecken sie offenbar nicht mehr vor Folter zurück, wie tschetschenische Videos zeigen. ob sie gefaked sind oder echt ist derzeit nicht verifizierbar.

Mehr auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/booss/default-title

Foto: Laut Kadyrovs Propaganda-Video: Gefangener Soldat mit einer Tätowierung, wie sie für ASOV-Soldaten typisch ist. Normalerweise sind derartige entwürdigenden Fotos von Kriegsgefangenen nicht statthaft. Eine Anonymisierung war aber wegen der Beweissicherung von mutmaßlicher Folter nicht möglich.

 

 

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Nachrichtenlage Mariupol 2.4. 8.30 Uhr

Infolage schwierig

Vorsicht Falschmeldungen. Die russische/tschetenische Seite verbreitet gezielt Falschmeldungen, z.B. das Asov geflohen sei. Laut Kadyrov sind die tschetschene mit Journalisten auf einer Rise der Wahrheit unterwegs, um die Untaten der ukrainer zu dokumentieren, angeblich auch mit Reuters. Gezeigt wird aber nur Russia Today. Es besteht die Gefahr, das solche Material deutschen Medien als Agenturmaterial untergeschoben wird!

 

militärisch

Die Kadyrov Leute haben erstmals beträchtliche Verluste in der Luhansk Gegegend hinnehmen müssen.

 

Die Kämpfe in Mariupol konzentrieren sich laut Kadyrov auf die Linke Flussseite rund um das ASOV-Stahlwerk. Angeblich sollen sich da auch ASOV-Käfte verschanzt haben. Das ist durchaus plausibel, weil ASOV in Maripol in 2014 als Privatarmee von Rinat Achmatov begann.

 

Auch wenn die Russen in Mariupol nicht entscheidend vorankommen, kommen sie offenbar doch in Luhansk/Donezk stückweise, aber langsam voran.

 

Kadyrov Propaganda

Je weniger sie erreichen, desto ätzender werden die Kommentare von Kadyrov95

 

„Bandera-Schakale, Nazis sowie Teufel aller Couleur im Donbass und in der Ukraine zu vernichten“

„Die Nazis sind in die Enge getrieben und haben nur zwei offensichtliche Möglichkeiten: Entweder sie legen freiwillig ihre Waffen nieder und werden für ihre unmenschlichen Aktivitäten zur Rechenschaft gezogen, oder ihre durchbohrten Körper werden ohne Ehrungen oder Plaketten der Erde übergeben. Das ist das Endergebnis!“

 

Evakuierung:

 

Das heißt, dass die Tschetschenen, die vor den Russen operieren, noch nicht im eigentlichen Innenstadtbezirk von Mariupol sind! Von dort wurden bislang nur einzelne Straßenkämpfe gemeldet. Interessant der Hinweis von Kadyrov: „dass Militante nationaler Bataillone Tausende von Zivilisten als Geiseln halten, was die Aufgabe für russische Truppen erheblich erschwert.“ d.h. in der Innenstadt sind noch, wie ich vermutet habe, über 10.000 Leute!!!!! und die ukrainischen Militärs, v.a. ASOV. Die Evakuierungsbusse starten in der Innenstadt, auch heute sollen ab 7 Uhr wieder Busse bereit gestellt werden. Ob sie kommen und fahren und ankommen ist ungewiss. Das IRC will es versuchen und hat 9 Leute vor Ort geschickt. Es konnten gestern nur ca 3000 leute evakuiert werden, viele auch in Privatfahrzeugen, vermutlich auch aus den Zonen ausserhalb des Belagerungsringes. Humanitäre Hilfe kam nicht an, da von den Russen aufgehalten und z.T. beschlagnahmt.

 

Heute folgt Folterbericht.

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Bericht 1. April 2022 6 Uhr

 

Mariupol hungert weiter (offenbar in Innenstadt, wei ich gestern geschrieben habe. Außerhalb des Belagerungsringes sieht es etwas besser aus)

 

Ein stellvertretender Asov-Komandant aus Mariupol berichtete gestern Mittag, dass in dem eingekreisten teil von Mariupol Leute vor Hunger ohnmächtig werden. Asov habe das Essen auf eine Mahlzeit pro Tag reduzieren müsse, auch die Munition werde knapp. Asov hofft auf eine Blockadebrechende Aktion der Armeeführung. (Was das heißt ist unklar) (Text auf unserer Internetseite)

In Mariupol haben gestern-trotz Ankündigung einer Waffenruhe- weiter Kämpfe stattgefunden, in einigen Stadtteilen war es ruhiger. Die Evakuierungsbusse kamen erst gegen 21.30 in der Stadt an. Die stehen jetzt im Stadtzentrum. Die Stadtverwaltung, die sich offenbar etwas reorganisiert hat, ruft die Bürger auf, die Busse auszusuchen. Sie fahren, wenn sie voll sind. Humanitäre Hilfe scheint nicht angekommen zu sein. Aus Melitopol wird berichtet, dass ein Hilfskonvoi von den Russen angehalten und die Hilfsgüter beschlagnahmt wurden. Es sind aber einige hundert Personen mit Privatfahrzeugen aus Mariupol Richtung Berdjansk und Saporischina durch den Korridor geflohen.

Das internationale Rote Kreuz bestätigt, dass eine Rote Kreuz Lager in Mariupol von Bomben getroffen wurde. Wegen der Blockade wurde es zwar seit Anfang März offiziell nicht mehr betrieben, das IRC wertet dies jedoch als Verstoß gegen internationale Konventionen. Das IRC bereitet die humanitäre Aktion vor und schickt ihre Teams in die Region. Offenbar war es Donnerstag rein logistisch gar nicht möglich, dass das Rote Kreuz nach Mariupol kommt. Das IRC hofft auf Vereinbarungen, die es ihnen möglich machen, heute am Freitag mit seiner Arbeit in Mariupol zu beginnen. Eine positive Bestätigung steht aus.

 


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31.3.

 

Leute fallen vor Hunger in Ohnmacht

Interview aus dem belagerten Mariupol mit dem Kommandeur der ASOV-Brigade, Deniz Prokopenko. 31.3. 2022

Kompletter Text, deutsch: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/interview-mariupol-ii

 

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achstand 30.3.2022 abends


In Mariupol haben die Tschechenen und die DRP und russischen Soldaten inzwischen einen Ring um die Innenstadt gezogen, vom Osten über Norden bis in den Nordwesten, vermutlich auch Westen, so das die Stadt eingekreist ist. Seeseitig wird der Zugang durch die russische Marine blockiert.

Regelmäßig wird bombardiert, angeblich stirbt alle 7 Minuten ein Mensch. Die Innenstaddt sieht nach Luftbildern teilweise aus wie Berlin nach 1945.

In der Innenstadt müssen sich noch eine unbekannte Zahl von regulären ukrainischen Soldaten und ASOW-Soldaten befinden. Sie liefern sich einen Straßen und Häuserkampf mit den Invasoren. Da selbst Kadyrov95 noch über zerstörtes Kriegsgerät schreibt, scheinen sie noch Kapaziäten zu haben. Das Asowsche Bataillon reklamiert für sich in Mariupol nach wie vor Abschüsse von Panzern, etc. und Soldaten der Invasoren. Offenbar kommen die Tschetschenen bisher nicht so voran, wie erhofft, sind aber z.T. auch in den Innenstadtbezirk eingedrungen. 

Die Tschechenen und Russen haben am Belagerungsring Kontrollpunkte eingerichtet und durchkämmen Wohnbgebiete nach Soldaten, insbesondere nach ASOW. Die Männer müssen sich ausziehen, um ASOW-Wolfstätowierungen festzustellen, sie müssen ihre Hände zeigen, offenbar um Schießspuren festzustellen, Ihre Sachen werden gefilzt, um sie als Soldaten zu überführen. In einem Bild stehen ein halbes Dutzend Männer mit nacktem Oberkörper an der Wand. Was mit ihnen passiert ist unklar. Gegenüber den „Faschisten“ ist jedoch von Liquidierung, Bestrafung etc. die Rede.  
Offenbar werden Festgenommenen Aussagen über ASOW-und  Armeestandorte abgepresst. Ein  Video zeigt einen Soldaten mit rotblauen Augen.

Seit Kadyrov offenbar im Donbas war (kaum in Mariupol), läuft der Kadyrov-Kanal deutlich systematische r. Offenbar wurde restrukturiert. 

Die Tschechenen versuchen offenbar Charming-Offensiven, wo in Videos gezeigt wird, wie sie Leuten Nahrungsmittel bringen (Luhansk)und evakuieren (mit Z-Militärfahrzeugen, also offenbar nach Russland), vermutlich Rostov. Richtung Ukraine wurde mit Bussen evakuiert.

All das wird auf Telegramm mit Video untermalt. Teilweise sind solche Videos über Geokoordinaten Standorten in Mariupol zuzurechnen.

Die Stadtverwaltung spricht von mindestens 5000 Toten, genau weiß es keiner, überall liegen Leichen herum.



Meldungen vom Tage:

Asow meldet russischen Bombenangriff auf rote Kreuz Station in Mariupol, kritisiert das IRK in Rostov Flüchtlinge betreut.

 

Warning!!! Mariupol today. The Russian occupiers have proved that they are war criminals who do not follow any rules or principles of warfare. This time they committed a war crime against the International Committee of the Red Cross.

 

Tass meldet
Volksrepublik Lugansk. Spezialeinheiten der Rosguard, (Nationalgarde) in denen meine Verwandten im Einsatz sind und Dorfbewohner Wohnviertel aufräumen, suchen nach versteckten Nazis, die in den Rücken schießen könnten.

Telegramm Kanal Kadyrov95 vermeldet Straßenkämpfe in Mariupol, dass bei Aufspüren der „Bandera-Bande“, d.h. Asow „Eliminierung schnell, klar und kohärent“

Der Großteil der Bandera-Bande flüchtet sich in Wohngebiete. Die in den Wohnungen festsitzenden Militanten befinden sich in einem äußerst beklagenswerten Zustand. Sie versuchen, unter dem Deckmantel von Zivilisten, das unvermeidliche Ende hinauszuzögern. Dies führt natürlich nicht zum gewünschten Ergebnis. Wenn der Feind gefunden wird, ist die Eliminierung schnell, klar und kohärent.“


Charming offensive von Kadyrov95 im Gebiet Luhansk

„mit anderen tschetschenischen Kämpfern organisieren sie die schnelle Evakuierung von Zivilisten aus Gebieten, die von ukrainischen Nationalisten intensiv beschossen wurden. Außerdem leisten unsere Kämpfer Lebensmittelhilfe aus dem Regionalen Öffentlichen Fonds“

Säuberungen in eroberten Donbas-Gebieten
„Säuberung der DNR-Siedlungen von bösen Bandera- und Nazi-Geistern sowie von Teufeln verschiedener Couleur“ „Die Zivilisten erhielten Lebensmittel und Grundnahrungsmittel“

um 21.30 : „Säuberungen“ in Mariupol und Vernichtung eines gepanzerten Fahrzeuges nach Aussagen von Kriegsgefangenen  

„Soldaten des Sonderpolizeiregiments „Held Russlands“ Akhmat-Hadji Kadyrov, angeführt von ihrem Kommandanten, meinem lieben BRUDER Zamid Chalayev, zeigen hervorragende Ergebnisse bei der Säuberung von Mariupol von den Überresten der Nationalisten.
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Dabei werden sie insbesondere von Asowschen Häftlingen unterstützt, die wertvolle Informationen über die Positionen ihrer ehemaligen Kollegen liefern. Dank dieser Informationen zerstörten unsere Kämpfer am Tag zuvor einen weiteren feindlichen Schusspunkt und die BMP-Besatzung.“

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Stirbt Mariupol?/Bo

28.3.2022

Kaum noch Lebenszeichen aus der belagerten Stadt-

Droht ein Massaker durch tschetschenisch Söldner? 

 

Die seit Wochen belagerte Hafenstadt Mariupol gibt kaum noch Lebenszeichen von sich. Seit über 24 Stunden gibt es auf keinem der einschlägigen social media Kanälen wie zuvor regelmässig aktuelle Nachrichten, Fotos oder Videos aus der Stadt. Die Bewohner, sofern sie noch leben, sind entweder geflohen oder verschleppt worden, sitzen in Kellern, Bunkern, viele hungern bereits. Kleinkinder und Babies sind an Unterversorgung, Krankheiten und Verletzungen gestorben. Mangels Strom sind die meisten Handys verstummt. Auch an Autos können sich kaum noch aufgeladen werden, da die Stadt einem Dauerbombardement ausgesetzt ist und Straßenkämpfe stattfinden. Die Menschen können sich kaum mehr auf die Straßen trauen. Selbst von dem hartgesottenen ASOW-Battaillon, der es 2014 noch gelungen war, Mariupol vor dem Zugriff der Invasoren zu bewahren, hört man kaum noch etwas. Das Interview und die Ansprache zweier ASOW-Kommandanten vor zwei Tagen klingen schon eher wie ein Vermächtnis. „Fight not to be involved in this crime!“ „Kämpft damit ihr nicht für diese Verbrechen mitverantwortlich seid!“ heißt es in einem. Ein Tweed, ob er überhaupt noch in Mariupol entstanden ist, ist nicht klar, ruft nur noch dazu auf, die Kriegsverbrechen in Mariupol zu dokumentieren. Der ukrainische Präsident Selenskij hat den Soldaten angeboten, die Stadt zu verlassen. Das haben sie abgelehnt. Sie wollen „bis zum letzten Blutstropfen“ kämpfen.

Der Stadt, die in großen Teilen nur noch aus Ruinen besteht, droht im Falle eine Besetzung ein Massaker. Für Putin hat Mariupol nicht nur eine strategische Bedeutung als Landbrücke zur Krim, sondern ist auch ein Symbol. Putins Begründung für den Krieg, der Kampf gegen Nazis, soll in Mariupol „bewiesen“ werden. Das ASOW-Battaillon ist nationalistisch, früher, bevor sie in die ukrainische Armee eingegliedert wurde, galt sie als rechtsextrem. Beobachter meinen, Asow habe sich seither gewandelt, ohnehin spielen Rechtsextreme bei den Wahlen in der Ukraine fast keine Rolle mehr. Putins Propaganda bauscht das Thema auf, um seinen blutigen Krieg zu legitimieren, der in Mariupol zum Sieg geführt werden soll. In Mariupol sind deswegen auch nachweislich tschetschenische Söldner eingesetzt, die regelmäßig von ihrer putintreuen Führung auf dem Telegramm-Kanal „Kadyrow95“ angefeuert werden. Die Verteidiger von Mariupol werden dort nur als „Banditen, Nazis und Shaytans und Müll“ (Teufel) geschmäht. Kadyrows Söldner behaupten einen großen Teil der Stadt eingenommen zu haben. Das wurde um Mitternacht noch vom ukrainischen Generalstab bestritten, um 6 Uhr schwieg er zu diesem Thema. Das lässt Schlimmes befürchten: Denn die Tschetschenen, die offenbar von russischen Militärinstrukteuren unterstützt werden, haben Rache geschworen: „In der Tschetschenischen Republik warten Zehntausende von Freiwilligen …, um Banditen, Nazis und Shaytans für all die Probleme zu bestrafen, die sie der einfachen Bevölkerung des Donbass und der ganzen Ukraine zugefügt haben“, heißt es in einem der martialischen Aufrufe von Kadyrow95.

Der französische Präsident Macron hat angekündigt zusammen mit dem griechischen Außenminister und der Türkei bei Putin eine Hilfsaktion erwirken zu wollen. Wenn das nicht zu spät kommt. Eigentlich hilft Mariupol nur ein sofortiger Waffenstillstand.

mehr auf: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/booss/default-title oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/booss/default-title

 


 Vor dem 28.3. 2022 eher einfachere Tages-Zusammenfassungen  zu Einzelthemen, hier....