Die Angst der Russen vor der Ukraine. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 

vom 18.-21. 2023.

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit nicht mehr täglich

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Geht den Ukrainern die Munition aus (mal wieder)

Partisanen in Drachenzahnland

Prigoschin finanziert Krieg mit afrikanischem Gold

Russische Offensiven?

AKW-immer prekärer

 

 

Panzer, wenn dann subito

 

Die Panzerdebatte wird in Deutschland wie ein Glaubenskrieg geführt. Wenig strategisch. Die Argumentation von Scholz ist keineswegs nur abwegig. Wenn deutsche „Leos“ rollen, werden die russischen Kanäle voll mit schwarz-weiß Bildern von Tanks aus dem 2. Weltkrieg sein, die durch die Ukraine rollten. Das Logo hat sich gegenüber dem heutigen ja nur unwesentlich geändert (eisernes Kreuz). Das wird die ru ‚Gesellschaft mobilisieren. Insofern ist es nicht falsch, wenn D. nicht als Führungsmacht in dieser Frage erscheint. Zweiter Punkt ist die Verkoppelung mit den USA. Das erinnert an die Position von Helmut Schmidt in der Raketenfragen, wo es ihm darum ging, die Abkoppelung Europas von den USA zu verhindern. Je deutlicher die USA mit im Boot sind, wenn Leoparden geliefert werden, desto größer die Hemmung von Russland, in Europa Revanche zu üben. (wo und wie eigentlich?) Es gibt schon jetzt Duma-Abgeordnete, die sehen eine Ausweitung des Krieges auf Europa (Polen etc.)

 

Aber. Ohne Panzerverstärkung sehen die UA bei der kommenden Offensive alt aus. Ihre Russenpanzer sind endlich, auch deutlich verwundbarer. Damit die UA nicht von der RA, die zahlenmäßig und ausrüstungsmäßig deutlich stärker ist, überrollt wird, braucht sie ein Gegenmittel, erst recht, wenn sie selber offensiv weiteres Gebiet befreien will. Der entscheidende Zeitpunkt ist die nächste Offensive, die bestimmt sich quasi von selbst durch das Wetter, das Ende der Schlammperiode im April/Mail. Bis dahin müsste Bewaffnung, Ausbildung, Nachschub und Reparaturlogistik stehen.  Zeitlicher Spielraum ist da kaum noch.

 

BND goes to MI6

Aus BND-Kreisen war zu hören, dass man besorgt über die hohen Verluste der UA sei. Sicher nicht falsch, wenn auch schon etwas veraltet. Soldedar war sehr verlustreich, ru Blogger protzten mit Frosterstarrten Leichenbildern. Rätselhafter, warum macht diese diskrete deutsche Behörde das? Offenkundig soll mit dieser Info in die Panzerdiskussion eingegriffen werden. Oder soll das eine Warnung vor der relativen Schwäche der UA sein? Macht der BND jetzt auf London? Bitte nicht.

 

 

Geht der UA die Munition in Bakmut aus.

Die Lage ist durchaus kritisch. Die RA dringt immer weiter vor und schafft es zunehmend, der UA die Verkehrswege abzuschneiden. Es ist dafür gar nicht wichtig, ob ein Ort eingenommen wird, entscheidender, ob man von dort mit Haubitzen Straßen und Eisenbahn beschießen kann. Nach dem Osten, Süden und Norden von Bakmut, behauptet die RA jetzt auch den Zugang von Westen unter Feuerkontrolle zu haben.Ru Blogger behaupten, dass bei der UA jetzt schon die Munition knapp wird. Es wird spekuliert, dass die UA Siversk aufgeben muss, und sich evtentuell von B. zurückziehen muss. Schon jetzt wird Konstantinivka weiter westlich beschossen.

Es gibt aber noch wie vor die ru Meinung, dass die UA sich eher taktisch zurückzieht, Offensiven vermeidet, um möglichst viele Angreifer unschädlich zu machen.

 

Russische Offensiven?

Neben dem Donbas läuft Zap eindeutig hoch. Die RA erwartet dort seit längerem eine UA Offensive, hat Truppen verstärkt und greift jetzt an einzelnen Orten an. Angeblich teilweise ziemlich absurd mit Infantrie ohne Panzerunterstützung (Video) , was eine Art Himmelfahrtskommando ist.  Ähnlich ist in Luhansk eine Truppenkonzentration zu beobachten. Offenbar hat die RA jetzt die zweite Welle der Herbstmobilisierung in Stellung gebracht. Brechen sie durch? Es gibt ru Skeptiker, die meinen, die RA habe (noch) keine ausreichende Offensivkraft und würde dabei verlieren.

 

Russen haben Angst vor Ukrainern

Ru Militäranalysten meinen, dass die UA inzwischen dutzende selbst(um)gebaute Drohnen hat, die Russland im Inneren angreifen könnten. Machart und Herstellungsorte sind genau beschrieben. Das dürfte erklären, warum in Moskau Flugabwehrgeschütze auf Regierungsgebäuden installiert werden. Natürlich auch zur Show. .Das Narrativ hat sich deutlich Richtung Krieg mit der Nato, Verteidigung Russlands verschoben, was mobilisierender wirken soll.

Ganz abwegig ist das nicht, jenseits von Selenskis Schwüren, die Leoparden nicht gegen Russland einzusetzen. Schon jetzt schießt die UA regelmäßig auf ru Kernland (nicht nur die Krim). Es gibt in der ua Publizistik eine Diskussion, dass man die Russen im eigenen Land treffen müsste, damit der Krieg zum Erfolg führen kann.

 

AKW Zaporischschja immer prekärer

Durch Auszehrung des qualifizierten Personals aufgrund des ru Terrors, ist das AKW unterbesetzt. Die ru Besatzer mobilisieren neues Personal. Woher, wie qualifiziert? Um das AKW werden in Energodar immer mehr ru Militärs zur Abwehr einer UA Offensive zusammengezogen. IAEA-Chef Grossi ist beunruhigt, zurecht.

 

Partisanen aktiv in Drachenzahnland (besetzte Gebiete)

Es vergeht nach wie vor fast kein Tag ohne Anschläge gegen Besatzungsfunktionäre, ihre Autos und Gebäude, v.a. in Melitopel und Mariupol. Allerdings hat dies verschärfte Polizeirazzien zur Folge. In Zap ist der Grenzübergang zur UA faktisch dicht.

 

Energiemangel ist nach wie vor groß-Dennoch Sieg der internationalen Hilfe

Es fehlen 10 GW, durch Besetzung von Großkraftwerken im Osten und Süden. Die Schäden sind da nicht eingerechnet. Jeden Tag kommt es zu Überlastungen des Netzes und regionalen präventiven Notabschaltungen. Dennoch, dass die UA bisher nicht zusammengebrochen ist und die Leute durchhalten, ist auch ein Sieg der internationalen Hilfe an Generatoren, Equippment und humanitärer Hilfe. Der letzte Raketen-Großangriff war am 14.1. d.h. ab nächste Woche droht der nächste.

 

Sanktionen

Es gibt in Ru Meldungen, dass Kasachstan ru Öl nach Schwedt pumpt.

 

 

Prigoshins Goldader

Finanziert angeblich einen großen Teil seines Krieges durch Gewinne aus zentralafrikanischen Goldminen. Das dürfte einen Teil seines Einflusses erklären. Angeblich soll er 50.000 Leute in der UA im Einsatz haben. Allerdings ohne die Unterstützung der GRU/Spezialkräfte  bei der Finanz- und Waffenbeschaffung dürfte das kaum möglich sein. Im Ursprung waren die Wagnerianer ohnehin eine Art verdeckter Operation der Militärgeheimdienstes. Utkin, an der Spitze der Truppen (Prigoshin ist ja der Chef vom kommerziellen Unternehmen), ist ein Neonazis, der aus dem GRU stammt.

Führen Rüstungslobbyisten Bundesregierung vor? H-und-G.info Ukraine-Monitoring 

vom 14.-17.1. 2023.

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

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Wer startet wo die Offensive?

UA Luftabwehr schwächelt-Liste der Energietreffer

Russland gehen Raketen nicht aus. Schlussfolgerungen aus Angriff

Führen Rüstungslobbyisten Bundesregierung vor? UA Militärs bedanken sich bei Bundesregierung

Zu  den Raketenangriffen

  1. Russland hat trotz der Umbesetzung an der Militärspitze, ihre Strategie der Luftangriffen nicht aufgegeben, allenfalls modifiziert.
  2. Russlan gehen bisher die Raketen nicht aus, egal was manche Analysten sagen
  3. Es wurde wieder in mehreren Wellen angegriffen: mit der erste Welle wird die ua Luftwaffe mit gefakten Zielen in die Irre geleitet und identifizier; dann kommt der Hauptbeschuss, dann der Nachbeschuss
  4. Die Drohnenwelle blieb diesmal aus, sei es, dass es an D. fehlt, sei es, dass die UA beim letzten Mal bewiesen hat, dass sie diese inzwischen effektiv abgeschossen hat
  5. Die Luftabwehr der Ua offenbart erhebliche Schwächen, die Abschussrate war mit 66% so niedrig, wie lange nicht. Das bestätigt die Annahme in H-und-G.info, dass die RA die Laufabwehr unterlaufen kann und dann die Trefferraten höher sind.
  6. Die Planung der Angriffe bleibt starr und benötigt ziemlich genau 2 Wochen, angebliche werden sie in Sitzungen des Sicherheitsrates genehmigt. Die „beste“ Angriffszeit, während der Kältewelle der letzten Tage hat die RA verpeilt.
  7. Die Ru Raketen treffen besser als ihr Ruf, die UA Luftabwehr meint die Kaliber Raketen bis heute nicht abschießen zu können.
  8. Die Ziele der Infrastruktur sind nicht aufgegeben, sondern verschärft worden. Es ist erst das zweite Mal, dass ein Turbinenhaus eines Kraftwerkes zerstört wurde. (Das erste Mal bei Rückzug von Cherson, was andere Gründe hatte). D.h. der Energiekrieg wird sogar noch eskaliert.  Es wurden mindestens 2 thermischen Energieerzeuger und auch wieder wichtige Umspannwerke getroffen, d.h. der überregionale Stromtransfer unterbunden. Bei Treffern in 8 Regionen, gab es Stromausfälle in 11 (!).
  9. Schwere bleibende Schäden erhöhen das Defizit.

 

Kontroversen um Raketen auf Dniepro in der Ukraine und in Russland.

Der verheerende Angriff auf einen Wohnhauskomplex in Dnjepro mit vermutlich über 30 Toten, immer noch verletzten und 1700 Wohnungslosen erschüttert die ganze UA. Die Rettungsaktionen dauern an, bei Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad.  

Bei der Analyse der Ursachen kam es zum Streit, weil Präsidentenberater Arystovich in einem Livistream die Privatbeobachtung eines Freundes verbreitet hatte, es könne sich um die Folge eines Luftabwehrschlages gegen eine russische Raketen handeln. Darauf beschimpfte der Bürgermeister von Dnipro A. in seinem Kanal als „einen Drecksack".  Die Luftwaffe dementierte indirekt den Präsidentenberater.

Auch in Russland gibt es eine Kontroverse. Während ein prominenter Fernsehmoderator im TV seien Freude über die Toten von Dnjepro ausdrückte und der Armeesprecher alle Ziele des Angriffes erreicht sah, gab es Widerspruch in einem wichtigen russischen Blog. Über ideologische Grenzen hinweg sei das eine „Tragödie“.  Russische Blogger versuchen die Ursachen zu ergründen, neben der These Sabotage, ua Luftabwehrrakete, heißt es dass es sich um eine irregeleitete russische Raketen gehandelt haben könnte oder eine die durch die ua Abwehr irregeleitet worden sei. Es gibt natürlich noch eine Variante. Dass die RA diesen Beschuss bewusst als Ablenkungsmanöver vom Hauptangriff gestartet hat.

Kriegsgeschehen

Bakmut-Soledar

Die RA macht weiter gewisse Fortschritte nördlich von S und nördlich und südlich von B.

Soledar ist faktisch gefallen, wird aber heftig mit Artillerie beschossen. Es sollen sich auch noch ua Soldaten in den unterirdischen Stollen befinden. Die Wagnerianer sind damit beschäftigt, die Stadt und auch die Stollen zu säubern.

Die neue Kampflinie verläuft entlang der Eisenbahnline nördlich von Soldedar.

Die RA versucht weiterhin die Stadt B. vom Norden und Süden her zu umzingeln und von den Nachschubwegen abzuschneiden. Leichte ru Gewinne, unklar ob Durchbruch möglich, aber nicht ausgeschlossen.

 

Sonstige Kriegsentwicklung: Wer greift zuerst an

Die RA massiert Truppen an drei Stellen in Zap. Offenbar um einer ua Offensive in Zap zuvorzukommen, plant die RA eine eigene Offensive. Hier könnte es zur ersten wirklichen Panzerschlacht kommen. Die Frage ist, ob die UA rechtzeitig genügend Panzer hat.

Es kann sein, dass der Krieg im Donbas, die Truppenmassierung in Belarus die UA davon abhalten soll selber in ZAP eine Offensive zu starten.

 

Führt die deutsche Rüstungslobby die Bundesregierung vor

Immer wieder wird die Bundesregierung mit dem Argument angegriffen, dass auf den Höfen der Rüstungsindustrie schwere Waffen rumstünden, die Regierung sie aber blockiere. Wenn dann die Entscheidung der Bundesregierung zur Lieferung kommt, stellt sich raus, nichts ist bereit. Bei den Gepards fehlt derzeit akut Munition (Schweiz blockiert aus Verfassungsgründen), Marder fehlen irgendwelche Teile, jetzt heißt es die Leoparden müssten erst auseinandergeschraubt und wieder zu sammengesetzt werden, das dauere bis 2024. Irgendwie entsteht der Eindruck eines miesen Spieles.

Die ukrainische Armeeführung hat sich übrigens ausdrücklich bei der Bundesregierung für die Unterstützung bedankt. Und die Waffenhilfe der Woche aufgelistet. Offenbar eine Rückenstärkung für Scholz und Lamprecht von den UA Militärs. „Die Streitkräfte der Ukraine sind dankbar für die Hilfe!“ Während deutsche Medien über Weihnachtsvideos sprechen, läuft die deutsche Waffenhilfe Richtung UA wie am Fließband. Darüber berichten die Medien nicht. Die linksliberalen nicht, weil es sie nicht wirklich interessiert, die konservativen nicht, weil sie Frau Lamprecht abschießen wollen. Wie schon so oft, die deutsche Debatte ist neben der Spur.

 

Anhang 1

 

Diese Woche überreichte Deutschland der Ukraine eine weitere Ladung militärischer Hilfe:

4 gepanzerte Miningmaschinen

4 mobile und sichere Bergbausysteme

10 Grenzschutzfahrzeuge (insgesamt 95)

insgesamt 120 mobile Heizanlagen (168)

Eine vollständige Liste der abgeschlossenen und geplanten Lieferungen finden Sie unter https://t1p.de/4vnl6

i Die Militärhilfe Deutschlands wird von der Kapazitätsaufbau-Initiative der Bundesregierung finanziert. Die Finanzkosten für diese Initiative für 2022 wurden insgesamt auf 2 Milliarden Euro erhöht. Zusätzliche Mittel sollten vor allem zur Unterstützung der Ukraine dienen.

Zugleich sollen sie dazu verwendet werden, Deutschlands erhöhte Pflichtbeiträge zum Europäischen Friedensfonds (EPF) zu finanzieren, der wiederum die Ausgaben der EU-Mitgliedsstaaten, die die Ukraine unterstützen, ausgleichen kann.

#StandWithUkraine

Keiler Panzerminenmaschine, Bundeswehr/Marco Dorow

Посольство Німеччини в Києві / Deutsche Botschaft Kiew Bundesregierung Bundeswehr

Die Streitkräfte der Ukraine sind dankbar für die Hilfe!

 

 

 

Anhang 2

 getroffene Infrastruktureinrichtungen am 15.1.




▪️Charkiw: insgesamt vier Treffer gegen eine Energieinfrastrukturanlage und ein Industrieunternehmen


▪️Zaporozhye: Industrieunternehmen


▪️Odessa: Explosionen in drei Wohngebieten

▪️Lemberg: Treffer bei einer Energieinfrastruktureinrichtung.

▪️Iwano-Frankiwsk: Feuer in Energieinfrastrukturanlage. Turbinenhalle des Kraftwerks in der Nähe der Stadt Burshtyn  schwer zerstört, nicht funktionsfähig

 

Kiew. Unidentifizierbare Explosionen, vermutlich Abwehr.

▪️Dnipropetrowsk: Explosionen, in einem der Bezirke

 

▪️Mykolaev: Explosionen in der Region.

 

Cherson. Nach Treffer im Bereich des Hotels "Fregate" im Zentrum begannen Probleme mit dem Licht.



In den Regionen wurden Notstromausfälle in den Regionen Kiew, Odessa, Iwano-Frankiwsk, Zaporozhye und Zhytomyr ergriffen.

 

Fällt Winteroffensive aus? Es wird „wärmer“ H-und-G.info Ukraine-Monitoring  

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 11.-13.1. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit nicht mehr täglich

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Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Dokument Gerassimow-Rede 2019 auf deutsch: http://h-und-g.info/default-title-2/dokument-gerassimow-2019

 

Russische Militär-Rochaden

 

Ist der Luftkrieg gescheitert- und was dann?

 

Tötet Prigochin Kriegsgefangene?

 

Die 54 Olenivka (ASOW-Gefangenen) Toten sind zurück

 

Kampf in Soledar/Bakmut

 

Neues aus Drachenzahnland: die Besatzungsukrainer frieren, Putin verspricht

 

 

 

Russische Rochaden

Was hält man nun davon? Der ru Generalstabschef, also der oberste Militär unter Putin und dem Verteidigungsminister, ist jetzt auch offiziell Kriegschef in der UA. Eigentlich kein Drama, war er vorher irgendwie auch, v.a. der Angriff im Februar 2022 muss von ihm geplant gewesen sein. So what?

 

Gerassimow ist der „Kopf“ der ru Armee.

Er gilt seit seiner Rede 2019 als der Vordenker der neuen ru Militärstrategie und Erfinder der hybriden Kriegsführung. Auch wenn diese Ansprache vor der Militärakademie nur verkürzt bekannt ist, (Text-Übersetzung in H-und-G.info) sind die Stichworte klar und entsprechen dem was läuft: Präventionsaktionen gegen US-Strategie auf allen Ebenen. Eben nicht nur klassisch militärisch, sondern auch ökonomisch, mit Informationstechnologie, Drohnen, und Privaten militärtischen Strukturen. All dies ist (angeblich/real) von den USA abgeguckt.

Da auch der Militärgeheimdienst GRU und seine Spezialdienst G. unterstehen, kann man davon ausgehen, dass vieles an Geheimdienstmorden im Ausland, die Privatisierung der Wagner-Söldner-Truppe und privaten Aufklärungsstrukturen, auch Kadyrevs Rolle (in Tschetschenien befindet sich eines der wichtigsten Ausbildungslager der Spezialkräfte) mit auf sein Konto geht, auch wenn diese Strukturen inzwischen ein gewisses Eigenleben entwickelt haben.

Offenbar ist es genau die Funktion diesen „Dualismus“ in der RA aufzuheben. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen sollen vermieden werden.

 

Die angebliche Degradierung von Sergej Surowikin,dem bisherigen Kriegsherrn in der UA, ist relativ. Er bleibt der Stellvertreter und vermutlich weiterhin v.a. für den Luftkrieg zuständig, da er vorher Chef der Luftwaffe mit Syrienerfahrung war.

 

Allerdings gibt es auch kritischere Signale. Die Strategie von S. war nicht so erfolgreich, wie vermutlich erhofft, der Luftkrieg schaltete die Energieversorgung und die ua Luftabwehr nicht komplett aus. Die Zahl der Raketen und Drohnen ist immer wieder erschöpft. Die ua Angriffe auf strategische Flugplätze im Landesinneren von Ru waren ein Desaster der Luftabwehr.Auch der Rückzug von Cherson war nicht so erfolgreich, da die RA nun in Melitopol/Nordkrim unter Druck steht. S. wurde also „runtergestuft“, aber auch um ihn aus der Schusslinie zu nehmen.

 

S. war zudem der Liebling der Soldateska (Wagner/Kadyrev, Blogger), zumal man sich aus Syrien kannte, der eine bombardierte, die anderen rückten im Straßenkampf nach. Das allerdings funktioniert in der UA nicht so erfolgreich, (außer vielleicht gerade in Soldedar), da die ru Luftwaffe wegen der UA Luftwaffe und Luftabwehr nicht frei agieren kann. Es dürfte sicher auch richtig sein, dass die traditionelle ru Militärführung die zentrifugalen Kräfte wieder einfangen und Prigochin und Co ihre Grenzen zeigen wollte. Dazu gehört auch die relative Rehabilitierung des ehemaligen Kommandeurs der zentralen Armeegruppe Lapin, der auf Druck der Soldatestka gehen musste.

 

Wichtiger scheint mittelfristig, die RA ist offenbar auf der Suche nach einer neuen Strategie, nachdem der Luftkrieg nicht so erfolgreich war. Indiz dieser Tage bleiben die an sich fälligen nächsten großen Luftangriffe aus, obwohl die minus-Temperaturen dafür sprachen. Der ganzheitlich denkende Gerassimow steht dafür. Es geht um die Ankurbelung und Modernisierung der Rüstungsproduktion, Infobeschaffung und –Verbreitung (Desinformation), Mobilisierung, psychologische Aufrüstung/Moral, Konzertierung aller Armeegattungen, etc.. Man wird genau hinsehen müssen, was passiert. Ob das Gerassimow angesichts der bekannten Schwächen der RA gelingt, ist jedoch fraglich. Es erinnert an die Bemühungen von Benedict bei der Reformierung des vatikanischen Apparates…(Schräger Vergleich, aber systemisch durchaus nicht abwegig).

 

Fällt die Winteroffensive aus? Es wird wieder „wärmer“

Gestern war einer der vermutlich kältesten Tage in diesem Winter in der UA, in einzelnen Regionen bis fast minus 20, in Kiew bis minus 12 Grad. Für die Energieversorgung kritisch, weil deutlich defizitär, was Stromsperren erfordert. Es fehlen Großtrafos (750KV), die wohl nur in der SU produziert wurden und international nicht zu haben sind. Nach wie vor sind nur 50% der Zerstörungen der Fernwärmeversorgung behoben (!).

Es bleibt aber vorerst auch tagsüber noch frostig, ab ca dem 17. 1. bleiben noch lange Nachtfröste. Allerdings bis auf kurze Perioden im Februar scheint es nach Langfristprognosen, keine längeren Frostperioden zu geben. Was das genau für Bodenkämpfe mit schwerem Gerät aussagt, weiß ich nicht. Vermutlich wird jedoch die ganz große Winteroffensive ausbleiben und es bei Kämpfen wie derzeit zu bleiben.

d.h. das Zeitfenster für Frühjahrsoffensive liegt wohl im Mai/Juni, bis dahin müsste die UA mit genügend Panzern aufgerüstet sein, um diese Phase durchzustehen. Auch die Leoparden werden kommen, es ist nur noch die Frage, ob sie zu spät kommen.

 

 

 

Krieg an der Eisenbahn von Soledar

Die Lage im umkämpften Soledar/Donbas wird immer klarer: Die RA/Wagner hat die Stadt im Prinzip erobert, nur im Nordwesten gibt es noch einen Zipfel, der den UA gehört und dazwischen noch eine gewisse Grauzone, d.h. umkämpftes Gebiet. Die UA hat sich nolens-volensk hinter die Eisenbahnlinie Bakmut-Soledar-Siversk zurückgezogen, ist verstärkt worden, auch um Elitetruppen und beschießt jetzt die Wagnerianer in Soledar. Angeblich mit gutem „Erfolg“. Umgekehrt behauptet auch Wagner/Prigoshin viele UA getötet zu haben.

 

In Bakmut dagegen hält die Ua weitgehend die Stellung. Aber es besteht nach wie vor die Gefahr, dass dieser Verkehrsknotenpunkt, dem dadurch eine gewisse Schlüsselstellung zu kommt, so weiträumig eingekreist wird, dass die wichtigsten Verkehrsadern im Norden, Süden und Osten abgeschnitten sind, so dass der UA nicht anderes blieben würde, als die Stadt aufzugeben. Genau darauf spekulieren ru Blogger. Im Grund spielt die RA derzeit in dieser Region Cherson rückwärts. Verkehrsadern zerstören….Rückzüge erzwingen.

 

Tötet Prigoshin Kriegsgefangene?

Der Wagnerchef hatte den UA in Soledar angeboten sich zu ergeben, wenn nicht gäbe es keinen humanitären Korridor. D.h. beim Durchkämmen der Stadt, was derzeit stattfindet, würden wohl keine Gefangenen mehr gemacht. Das kann man so verstehen, dass P. alle ua Soldaten töten will, statt sie gefangen zu nehmen. Ein derartiges Kriegsverbrechen hatte bisher nur Kadyrev propagiert.

 

Kampf um die Toten

Beide Seiten betonen, wie viele Gegner sie umgebracht hätten, ein makabrer Wettkampf. Der ua behauptet, dass Wagner fast täglich (!) 6 Tonnen Leichen im Container abtransportiert und bei Verwandten 60.000 Rubel für die Zustellung kassiert. (gut 800 Euro) Das wären überschlägig 60 Tote am Tag auf eine Truppe von einigen tausend Mann.

 

 

Neues aus Drachenzahnland (besetzte Gebiete)

Die Integration schreitet voran. Gruppe für Gruppe wird gezwungen russische Pässe zu akzeptieren. Dieses scheibchenweise Vorgehen ermöglicht eine flächendeckende Erfassung und Überprüfung der Restbevölkerung in Drachenzahnland.

Die Zahl der Drachenzähne wächst. Kurioserweise auch im Süden der Südukraine Richtung Krim. Hat die RA Angst, sich bald wieder zurückziehen zu müssen?

In den Großstädten gibt es Repressionsgarnisonen, in Mariupol wohl einige tausend Es gibt merkwürdige Fraternalisierungstendenzen. Tschetschenen baggern in der Disko prorussische Mädchen an, offenbar nicht ganz ohne Erfolg.

Der Mangel in Drachenzahnland bleibt trotz Unterstützung aus Russland. In Cherson fehlen z.B. Kohlen zum Heizen angesichts der Kälte und eines Hurricans dramatisch. In Mariupol ist die Fernheizung ausgefallen, Rohre platzen. Medizinische Defizite v.a. in Frontnähe dramatisch, weil ganze Krankenhäuser für die vielen Verletzten requiriert wurden, Transporte über dutzende km. Putin hat in einer Besprechung Verbesserungen zugesagt.

Keine Verbesserungen dürfte es bei Plünderungen und Korruption geben. Im Gegenteil. Besatzer müssen keine Steuererklärung mehr abgeben, entschied Putin. Drachenzahnland bleibt Freiwildland.

Eher schlimmer wird derzeit die innere Repression. Effektive Partisanenaktionen v.a. in Melitopol, Lunhansk und Mariupol führen zu mehr Razzien und Großfiltrierungen wie kurz nach der Besetzung.

Aber die Besatzer haben Angst vor den Partisanen, die laufen manchmal in zivil herum oder tarnen ihre Militär-Fahrzeuge mit ukrainischen Fahnen.   

 

Was macht der Flugzeugträger Belarus?

Belarus bekommt mehr russischen Zuwachs per Eisenbahn, die gemeinsamen Truppen werden von einem ru General inspiziert. Die wachsende Gefahr wird durchaus ernst genommen. Aber noch heißt es in den Truppenberichten täglich: Aus der Richtung Belarus konnten „Zeichen für die Bildung offensiver Gruppierungen des Gegners nicht festgestellt werden. Benannte Einheiten der Streitkräfte von Weißrussland und Russlands erfüllen weiterhin Aufgaben in den Grenzgebieten zur Ukraine.“

Ein Stresstest für die UA dürfte das für Ende Januar geplante Luftwaffenmanöver in BY werden. Aufsteigende Flugzeuge in BY lösen regelmäßig Luftalarm v.a. in Kiew aus, weil die Vorwarnzeiten bei der kurze Distanz gering sind. Oft ist es dann ein blinder Alarm, aber man weiß nie und das wird sich während des Manövers verschärfen. Es kann zr Tarnung von Angriffsvorbereitung genutzt werden.

s. guter Artikel über Belarus in H-und-G.info, übersetzt aus dem Ukrainischen: http://h-und-g.info/default-title-2/yeryoma/pelechaty)

 

Mariupol_Tote aus Olenivka

Die UA hat offenbar endlich die Toten aus dem Lager Olenivka bekommen, die dort verbrannten. Es sind die Soldaten, die sich in Mariupol auf Weisung Selenskjs im ASOW-Bunker ergeben hatten und dann im Kriegsgefangenenlager abgeschlachtet wurden. Ein Vorgang der bis heute nicht richtig aufgeklärt werden konnte, weil Putin entgegen verbalen Bekundungen keine internationalen Besucher zuließ. Alles spricht für ein örtliches Massaker gegen die „Ukrofaschisten“. In der Türkei trafen sich die Menschenrechtsbeauftragten beider Seiten für weitere Gefangenenaustausche.

 

Fällt Bakmut? Mehrere Wahrheiten zur Wagner-Offensive. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 8.-11. 1. 2023  6.00 Uhr

 

 

Graue Eminenz hinter Putin: vorgestrige Denke mit gegenwärtigen Folgen

Fallende Preise-greifen Sanktionen?

Putins Schlachter will es allen zeigen-ein Pyrrhus-Sieg?

Wo bleiben die Luftangriffe?

 

 

 

Fällt Bakmut? Mehrere Wahrheiten zur Wagner-Offensive

 

Russische Blogger frohlocken schon. Bakmut, die Stadt im Donbas, die seit 6 Monaten umkämpft ist, sei nicht mehr zu halten. Das ist konträr zur Prognose des ISW vor drei Tagen. Abwegig ist es jedoch nicht.

 

Die RA, d.h. faktisch die halbprivaten Wagner-Truppen, sind dabei, die Verkehrsadern von Bakmut zu zerschneiden, nicht nur die Straßen, sondern v.a. auch die Schienenwege Richtung Norden, Süden und Osten, die für die militärische Versorgung wichtig sind. Dies scheint im Süden und Nordosten weitgehend gelungen und im Nordwesten wahrscheinlich. Die Russen spekulieren, dass die UA sich dann von Bakmut Richtung Westen nach Tschassiw Yar zurückziehen müsste. Desgleichen könnten die ehemaligen Verteidiger von Soldedar gezwungen sein, sich nach Nordosten Richtung Siversk zurückzuziehen.

 

Was ist in Soledar passiert?

Monatelang dümpelte der Konflikt im Süden von Soledar an den Knauf-Werken. Dann verstärkte Prigoshin/Wagner dort zunehmend seine Präsenz mit Panzerknackern, d.h. Sträflingen. Auch die Angriffstaktik wurde offenbar geändert und flexibler in kleinen Gruppen agiert. Vorne an der Kampfzone, wurden/werden die Knackis als Kanonenfutter eingesetzt, die Elite-Söldner rücken nach. Wagner besteht ja im Wesentlichen aus diesen zwei Gruppen.

Der Kampf wird immer rücksichtloser geführt. „Die stolpern über ihre eigenen Leichen vorwärts“, berichtete der UA-Stabschef dem US-Stabschef vor einigen Tagen. Die Verluste der RA sollen enorm sein.  (die der UA sind aber auch groß)

Seit Tagen schon rückten Wagnerianer in S. vor, gestern vormittag nahmen sie das Stadtzentrum ein, bis zum Abend verdrängten sie die UA weitgehend aus der Stadt und nahmen im Norden eine Anhöhe an, die es ihnen ermöglicht, die UA weiträumig zu beschießen.

 

Die UA, die v.a. mit dem 46. Luftlandebrigade  präsent ist, einer Elitieeinheit, musste sich sukzessive zurückziehen. Angeblich sind sogar Teile der UA im Stadtzentrum eingekesselt  und werden derzeit aufgefordert, sich zu ergeben. Eine größere Formation soll sich noch am Bahnhof Sijl, nordöstlich von S. verschanzt haben.

 

Parallel dringt die RA auch im Zwischenraum nördlich zwischen Bakmut und Soldedar vor, offenbar um die Eisenbahnlinie Richtung Siwersk unter Kontrolle zu bringen. Auf einer Breite von 10-20 km scheint die RA durchaus Erfolge dabei zu haben. Aus Sicht der ru Blogger ist es eher eine Frage von Stunden, dass sie die Reste der UA vertrieben haben.

 

 

Sieg von Putins Schlächter?

Es gibt zwei konträre Sichtweisen. Prigoshin, der verniedlichend immer Putins Koch genannt, wird, der Chef der Wagnergruppe, stellt im Internet heraus, dass die Wagner-Leute die einzigen sind, die in Soldedar-Bakmut vorwärts marschieren. Eine Vertreibung der UA wäre nicht nur ein symbolischer Sieg. Nach Niederlagen von Charkiv und Cherson ein „Sieg“, wenn auch nur ein begrenzter. Und der „Beweis“, dass maximale Rücksichtslosigkeit gegen die eigenen Leute und den Feind etwas bewirken kann. Das wäre auch eine Demonstration gegenüber den traditionellen ru Militärs.

 

Es gibt aber eine vollkommen konträre Sicht, die besagt, dass die UA bei Bakmut die Elite-Söldner der Wagnerianer aufreibt. Ähnlich in Luhansk. Dass die Gebietsgewinne, auch bei Rückzug aus Bakmut keineswegs strategisch sehr wertvoll wären, weil die UA längst weitere Verteidigungslinien weiter westlich und nördlich aufgebaut hat. Langfristig könnte die Schlacht um Bakmut daher zu einer Erschöpfung der RA führen und damit zu Chancen für eine Offensive im Süden (Melitopel, Berdjansk), um die Befreiung dort voranzutreiben. Dies ist nicht meine Sicht, auch keine westliche, sondern die von einem russischen Ultra!

 

Falsch scheint mir, die These, dass Prigoshin, dass alles (nur) für persönliche Amibitionen zu Lasten von Putin nutzt. Prigoshin ist nicht Cäsar oder Bonaparte!  In Prigoschins Medien ist zu lesen, das Putin und Gott eins seien. Oh!

 

 

Schwäche der UA-fehlende Westwaffen

Möglicherweise offenbart die Schlacht um S-B. aber auch die fehlende Westunterstützung bei gepanzerten Fahrzeugen. Ähnlich wie schon im Sommer in Luhansk. Der Boden ist bei Temperaturen bis zu unter minus 10 Grad gefroren, was den Krieg beweglicher gemacht hat. Gerade da ist die UA gehandicapt, weil es ihr an modernen gepanzerten Fahrzeugen fehlt. Bei der derzeitigen Nachrüstung hat der Westen an die Frühjahrsoffensive nach der Schlammperiode (April/Mai) gedacht, nicht an die Winterfrostphase, die gerade begonnen hat.

 

Falsche Prognosen des Westens

Vor drei Tagen sagte das ISW voraus, dass es unwahrscheinlich sei, dass die RA die Linien der UA bei Bakmut relevant durchbreche, sie sei kaum voran gekommen. Eine Fehleinschätzung, die schon falsch war, als sie in den deutschen Medien übernommen wurde (H-und-G.info hat vor drei Tagen berichtet.) Das wirft einmal mehr die Frage der Berichterstattung und Analyse des Westens auf:

1.Zeitfaktor. Die Nachrichten kommen mit stundenlanger Verspätung in die Bloggs. Es dauert mindestens einen Tag, bis sie beim ISW in die Auswertungsberichte kommen. Von da an dauert es oft noch Stunden bis zu zwei Tagen, bis die ISW Reporte direkt oder über Agenturen in die deutschen Medien bekommen. Eine lange Zeit für schnelle Veränderungen!

2.  Die englischsprachiger Analysten greifen in den Meinungskampf in den USA ein, indem sie die Chancen auf einen ukrainischen Sieg und eine krachende Niederlage der Russen für möglich erachten. Damit soll die Kompromissler und Verhandlerfraktion geschwächt werden. Dieser Grundannahme ordnen sie zumindest ihre Veröffentlichungen unter. D.h. die Meldungen werden positiv für die UA zugespitzt.

Problematisch war daher die Prognose von Bakmut. Richtig falsch war die Prognose über das Scheitern von Putins Herbst-Mobilsierung. Sie hat jetzt schon überall an der Front zum Stillstand und teilweise sogar zu russischen Fortschritten wie in B. geführt. Aber die deutschen Medien hängen den Briten und dem ISW an den Lippen….

 

 

Greifen die Sanktionen -endlich?

Zwei Meldungen sind Interessant. Der Preis für ru Rohöl liegt 50% unter dem Preisdeckel und in Ru gibt es erstmals seit Beginn des Krieges eine Deckungslücke im Staatshaushalt. Auch bestimmte Produktionsbereiche haben Schwierigkeiten. Die Automobilproduktion ist deutlich eingebrochen, seit sich Westfirmen daraus zurückgezogen haben. Die PKW-Preise sind gestiegen, die Qualität gesunken. Allerdings gibt es Ersatzproduktionen, manche angeblichen Westrückzüge scheinen auf Strohmannkonstruktionen zu beruhen. Die Militärproduktion wurde stärker unter staatliche Kontrolle genommen. (Merkwürdigerweise aber nicht zu Kriegsbeginn verstärkt, sondern erst jetzt.)

Allerdings- Russland hat jede Menge Reserven. Diese kann es (weil im Ausland eingefroren und Umtauschbeschränkungen) zwar nicht alle mobilisieren, aber sie bestehen. Außerdem gelingt es Putin immer mehr, heimliche Deals zu machen, z.B. durch Goldhandel. Putins Land hat auch zu 2/3 eine weitgehend unkontrollierbare Grenze (Asien von der Türkei bis Nordorea, dann von Wladiwostok bis ins Eismeer) und jede Menge Nachbarn, die vom Krieg profitieren wollen.

Ein sehr komplexes Thema, schwer auf den Punkt zu bringen. Es scheint zwar als griffen die Sanktionen, aber eher mit langfristigen Folgen der Schädigung der russischen Wirtschaft als mit kurzfristigen, zeitnah kriegsbeendenden.

 

 

Die graue Eminenz hinter Putin ist ein verbohrter alter Mann. Patrushev der Obersilowiki

Patruschev, möglicherweise sogar der Pate der Silowiki, hat ein Interview gegeben. P. ist einer, wenn nicht der wichtigste Mann hinter Putin, teilweise hat der Ex-KGBist sogar Putins Karriere befördert. Möglicherweise ist er sogar die graue Eminenz hinter/neben Putin. P. hat schon früher als Putin nationalistische Töne angeschlagen, die Denkweise, die Russland in Gefahr seht und es wieder zu alter Größe bringen will. P. verbreitet das nicht etwa „Propaganda“, wie in deutschen Medien behaupten, sondern er verkörpert, das derzeit herrschende Denken der russischen Führung. Dass Russland im Krieg mit der Nato sei (ganz falsch ist das ja gar nicht), zeigt die Paranoia der ru Führung. Es sind dominant alte sowjetische Männer um die 70, die in diesem Denken aufgewachsen sind (SU 1980er: Nato plant den Erstschlag!) und  den Umbruch in der SU/Ru nicht wirklich wahrhaben wollen. Sie sehen die Schwächung von Russland nicht als selbstverschuldet, sondern als das Teufelswerkzeug des Westens. Sie können nicht richtig zwischen Defensivhandlungen des Westens und angeblich drohenden Offensiven unterscheiden. Sie tendieren zu einer konfrontativen Haltung  auf Basis militärischer Stärke statt zu einer klugen Kooperation. P-zeigt, wie überholt gestrig die Denke der russischen Führung ist. Leider sieht Patruschew auf allen Fotos noch ziemlich fit aus. Er wäre sogar als Nachfolger von Putin geeignet, vielleicht mehr als der Clown Medwedjew.  D.h. wir werden uns noch lange mit Ps Denke befassen müssen, fürchte ich.

 

Wegen Bedeutung, die Langfassung von Patruschew demnächst auf H-und-G.info

 

 

Wo blieben die Luftangriffe?

Nur wenige Luftangriffe derzeit. Eigentlich wäre der nächste überfällig. (sonst alle3 10-14 Tage). Gehen den Russen die Raketen und Drohnen aus? Jein, keiner weiß es ganz genau. Offenkundig versuchen die Ru in den Zwischenphasen ihre Raketenangriffe besser zu dosieren. Aber- m.E. warten die Russen derzeit ab, dass die Frostphase richtig greift. Heute ist der Tag mit den voraussehbaren niedrigsten Temperaturen- über minus 10. D.h. der Stromverbrauch in der UA wird immer größer, dass System dadurch und weil Großtransformatoren fehlen, immer anfälliger. Die Zahl der Notabschaltungen steigt auch ohne Angriffe. Ab heute an wäre es also „ideal“ zuzuschlagen. Vielleicht wartet man aber auch auf einen Sieg bei Bakmut.  

Kippt die Stimmung in Russland?. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  vom 4.-5.1.2023 ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit wegen Nachrichten-Wiederholung und Stellungskrieg nur ausgedünnt.

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Exklusiv: Der Militärexperte Gustav Gressel im H-und-G.info Interview mit einer Zwischenbilanz des Krieges und einem Ausblick auf 2023/24. Link: https://youtu.be/EGCMioGVLuA

Kippt die Stimmung in Russland?

Unverändert: beweglicher Stellungskrieg.

Mildes Wetter hilft.

Das große Gemetzel kommt erst noch

Kommt jetzt die Panzerschlacht

Blauhelme für ein AKW?

 

Kriegsgeschehen

Im Grundsatz unverändert, beweglicher Stellungskrieg.

Im Norddonbas ist es der Ua offenbar gelungen die „Feuerherrschaft“ also den Beschuss über die Route 66 zu gewinnen. Das ist die letzte wichtige Nachschubroute Richtung Ru, die die RA dort hat.

In Bakmut hat die Ua ihre Truppen verstärkt, um einen Durchbruch zu verhindern, die RA versucht, B. weiträumig zu umgehen.

In Zap ru Verluste durch Fernbeschuss und Partisanen an mehreren Orten

 

 

Putin zählt die Helden-die Russen die Toten von Makeevka- Kippt die Stimmung in Russland?

Der Massentod von Makeevka könnte ein Stimmungskipppunkt für Russland werden. Der Tod von vermutlich über 100 frisch Mobilisierten und noch mehr Verwundeten (daher die Zahl 400, die von ua Seite verbreitet wird) in einen Militärausbildungszentrum östlich von Donetzk-City spaltet die ru Gesellschaft und Öffentlichkeit. Es geht um die Verantwortung und um das Narrativ. Tätlich sterben fast täglich ebenso viel Leute, ohne, dass ein Hahn danach kräht, aber dieser Tod wird zum Symbol. Putins Leute versuchen, die Tragödie für ihre Zwecke umzuinterpretieren. Eine Gedenkfeier mit Popen und Frauenvertreterin sollte den Hass auf die Ukraine schüren. Putin selbst ehrt  6  „Helden“, Puschilin, der pro-ru Donbas-Führer, ebenso. Die Armee beschuldigt die Toten, ihren Tod durch unangemessene Handynutzung selbst verschuldet zu haben. Sicher gibt es nach wie vor Gläubige, aber offenbar empfinden immer mehr, auch in der pro-Kriegspartei, diese Propagandaversuche als zynisch. Seit Tagen wird in den Blogs die Militärführung angezählt, die frische Mobilisierten nicht richtig geschützt, zu viele an einem Ort und dann noch in Nähe eines Munitionslagers konzentriert habe. Die Militärführung wird angeprangert, juristische Verantwortung, aber auch „Rache“ gefordert. Offenbar plädieren manche für einen Angriff auf ua Ausbildungslager im Norden der UA, entsprechende Karten kursieren im Netz.

Allerdings scheint sich inzwischen ein viel tieferer Riss unter der pro-Kriegspartei selber aufzutun. Es Scheint erstmal ernsthafte  Zweifel am Sinn der „Spezop“ zu geben. Und zwar gerade in Kreise, wo man es nicht erwartet hat, den Ultranationalisten. Igof Girkin berichtet von einer Diskussion, wo klar wurde, dass Russland bei einer Dauerdefensive geschwächt werde, und zu einer Offensive nicht mehr in der Lage sei, die in eine Katastrophe a la 1917 führen könnte.

In einem ua Blog wird Girkin sogar zitiert (Zitat konnte bei G. selbst nicht verifiziert werden, allerdings der Tenor): G. meinte demnach die ua Armee sei der ru überlegen: „Es ist sehr wahr, aber nicht nur die russische Armee versteht nicht, wofür sie kämpft, sondern auch das russische Volk versteht nicht, warum es gezogen wurde in den Krieg. Außerdem versteht die ganze Welt nicht, warum Putin dieses sinnlose Gemetzel begonnen hat. Schließlich konnte er sein Land entwickeln, den Lebensstandard erhöhen, sich um die Russen kümmern, aber stattdessen beschloss er, als Eindringling und Kriegsverbrecher in die Geschichte einzugehen.“

Diese Zitate wären, wenn sie sich erhärten eine kleine Sensation, weil sie (erstmals?) Risse innerhalb der Kriegspartei zeigen, die sich auch gegen Putins Strategie wenden. Anzeichen gab es schon früher. Girkin, der Ex-GRU-Mann war ja schon immer besonders den russischen Separatstiengruppen verbunden. Dort gibt es schon seit längerem Unmut, wenn Soldaten aus der Region mehr Krieg führen sollen, als es der Verteidigung/Eroberung des Donbas dient.

Auch in einem anderen Blog wird ganz offen angesprochen, dass die RA vermutlich bei der nächste Offensive der UA massive Probleme im Süden der UA bekommen wird. Schon jetzt würde effektiv der Nachschub behindert und beschossen und das würde mit Himars-Raketen so weiter gehen. (In der Tat kann die UA mit diesen US-Bodenraketen inzwischen im Prinzip das ganze Gebiet bis zum Krimübergang beschießen. Mehrere Brücken sind zerstört, Verkehrsknoten wie Tokmak und Melitopel sind permanent Beschuss bzw. Partisanenaktionen ausgesetzt.)

Und was sagt die ru Gesellschaft insgesamt? Die Popularität des Krieges soll angeblich sinken, immer mehr Russen sollen für Verhandlungslösungen sein. In Samara fordern die Bürger in einer Petition, dass die Namen der Toten veröffentlicht werden.

 

Kommt nach der Himars-Attacke jetzt die Panzerschlacht?

Lange schien die Nato zu zögern, die UA mit mehr als aufgemotzten Russenpanzern auszurüsten (Ringtausch).  Nun zeichnet sich ein Wandel ab. Frankreich und vermutlich auch die USA sind offenbar bereit, Schützenpanzer zu liefert. Ru Quellen behaupten, dass auch die Türkei Kampfpanzer liefert. Die Bundesrepublik gerät dadurch unter Druck.

Dazu muss man wissen. Mangels Kampfpanzer müssen die Ukrainer mit besseren Jeeps

 

 Das schlimmste Gemetzel kommt noch.

Was passiert in diesem Jahr? Die Russen schicken den Rest der Teilmobs in den Krieg ( 100.000 mas o menos), die Ukrainer müssen sie ausschalten (Töten, verletzen, gefangennehmen, zum  Überlaufen, zur Meuterei bringen). Die UA rechnet selbst damit, 70.000 ausschalten zu müssen,  um eine Chance zu haben, ihre geplante Offensive zu realisieren. Offenbar versucht die UA präventiv jetzt schon den psychologischen Druck zu erhöhen, indem über Offensiven, hohe Tötungsraten nach ua Angriffen, Desertionen, Meutereien (die es im vergleichsweise kleinen Maßstab auf russischer Seite gibt, auch bei Wagner-Söldnern) berichtet wird. Ob das reicht, die ru Gesellschaft gegen Putins Krieg zu mobilisieren? Die Popularität des Krieges soll angeblich sinken, immer mehr Russen sollen für Verhandlungslösungen sein. S.o. 

 

Was noch?

Korruption Problem in der UA.

Gehäuft gibt es Meldungen über Korruptionsfälle, z.B. über Leute, die vom Staat beschlagnahmte Güter unterschlagen haben sollen. Auch die Ermittlungen gegen den Gouverneur von Dnjepro und seine Entourage wegen Veruntreuung öffentlicher Mittel gehen weiter. Ob all dies Indizien für ein Mehr an Korruption, ein Mehr an Korruptionsbekämpfung oder ein Mehr an demonstrativer Berichterstattung sind, ist kaum auszumachen.

 

Energieversorgung

Auch wenn es in den letzten Tagen nach den letzten Angriffen nach Entspannung aussah, der wichtigste Helfer der UA ist momentan Petrus. Das Wetter ist rekordverdächtig milde, Energie konnte eingespart werden. Seit die Temperaturen wieder sinken, muss der Strom kontingentiert werden. Wo zu viel Strom verbraucht wird, muss notabgeschaltet werden. Die Energieversorger räumen ein, dass es nach wie vor substanzielle Schäden gibt. Da die Temperaturen momentan weiter sinken, wird sich das Problem verschärfen.

Allerdings fällt der Januar wohl insgesamt milder aus, als noch im Dezember vermutet. Jedes Grad bringt in Europa mehr Unabhängigkeit und Energiesicherheit, die Energiepreise sinken in Europa und der Ukraine weniger humanitäres Leid.

Die UA versucht langfristig  stärker auf green Energie und Dezentralität umzuswitchen. Kurzfristig gilt die Devise, durch Reparatur und Hilfsgeneratoren die Angriffsschäden so gut es geht zu kompensieren. Die Sache ist keineswegs ausgestanden.

 

Blauhelme für ZAP?

Die Ua fordert, das AKW ZAP, das von der RA besetzt ist, mit Blauhelmen zu bewachen. Die Versuche der IAEA eine Kompromiss zwischen den Kombattanten herbeizuführen, kommt nicht recht vom Fleck. Die Ru haben einen neuen Bürgermeister in Energodar eingesetzt, einen Energiexperten, der die Integration des AKW ins ru Netz vorantreiben soll. Nach wie vor wird die UA/Nikopol von Energodar aus beschossen. Partisanen und Spezeinheiten der UA greifen aber auch E. an. Die UA Armee ist nur wenige km entfernt.

 

Kindesumpolung geht weiter.

Vermutlich 2-3000 Kinder wurden aus der UA nach Russland verschleppt. Vermutlich sind aber noch deutlich mehr dort. Es gibt alle möglichen Vorwände, um ru Kinder in ru kontrollierte Gebiete zu holen. Medizinischen Behandlung ;Feriencamp, Schutz vor Kriegshandlungen, etc. Die Eltern in den besetzten Gebieten werden bedrängt, ihre Kinder in die Obhut der Besatzer zu geben. Prorussische Eltern machen das auch gerne. So konnte man jetzt Bilder von propper weiß gekleideten Kids bei einem Empfang in St. Petersburg sehen, der Besatzungs-„Partnerstadt“ von Mariupol. In Makarenkotradition will der ru Staat die ua Kids umpolen, um sie gegen den „Nazieinfluss“ der UA zu immunisieren.

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Paradigmenwechsel? US-Panzer für die Ukraine. H-und-G.info.Nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 31.12. -3.1. 2023. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit wegen Nachrichten-Wiederholung und Stellungskrieg nur ausgedünnt.

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Exklusiv: Der Militärexperte Gustav Gressel im H-und-G.info Interview mit einer Zwischenbilanz des Krieges und einem Ausblick auf 2023/24. Link: https://youtu.be/EGCMioGVLuA

 

Korrektur des letzten H-und-G.Monitoring vom 31.12.

-es waren natürlich 120 nicht 12 Luftangriffe

-Ziele waren auch Luftabwehrstellungen

 

Die Frostperiode wird nach aktuellen Wetterprognosen nicht schon ab dem 11. Januar beginnen, sondern vermutlich später. Das ändert die Bedingungen für mögliche Offensiven (Bodenfrost) und Schläge gegen die Energieinfrastruktur (höherer Energiebedarf).

 

Ende der russischen Öl-Freundschaft-kommt jetzt Kasachstan

Kommen die westpanzer

 

 

Drohnen statt Raketen ?

 

UA Offizielle meinen, es gäbe eine neue ru Stategie. Aus Mangel von Raketen würden jetzt vermehr Drohnenangriffe kommen. M.E. ist es noch verfrüht, so zu schlussfolgern.  Der letzte Großangriff kam in mehreren Wellen, wobei Raketen und Drohnenangriffe kombiniert wurden. Dies entspricht der Forderung von ru Bloggern. Diese kritisieren, dass die Raketenangriffe bisher zu berechenbar ca alle 10-14 Tage kamen (nach Sitzungen des ru Sicherheitsrates) und so schnell vorbei waren, dass die UA die Schäden wieder beheben konnten. Sie fordern öfteren Angriffe, die nachhaltige Schäden erzielen. Dies entspricht in etwas dem, was die Tage um Neujahr passiert ist.

 

Bei diesem Angriff seit dem 27.12. wurden getroffen

 

-Kraftwerke

-Umspannwerke

-Militärfabriken

-Luftabwehrsysteme. V.a. auf letztere zielt die RA jetzt, da sie merkt, dass die Lieferungen aus dem Westen die UA schützen. Mit Fehlabschüssen soll die Luftabwehr gelockt, identifiziert und ausgeschaltet werden, was gelegentlich gelingt. Außerdem soll durch Dauerbeschuss bzw. Drohnen die Luftabwehr überfordert werden.

 

Die Ua behauptet den letzten Drohnenangriff v.a. auf Kiew komplett abgewehrt zu haben. Sicher ist Kiew besser geschützt als andere Regionen, aber die Zahlen widersprechen sich teilweise und unklar ist, warum es in Kiew zu Schäden kam, wenn alle Luftangriffe abgefangen wurden.

 

Insgesamt scheinen aber Drohneangriffe inzwischen berechenbarer, weil Massendrohnen Angriffe von bestimmten Flugplätzen starten, die Drohnen langsam fliegen (Rasenmähermotoren), also lange über ua Territorium und ihre Routen antizipierbarer sind als Raketen. Ihre Zerstörungskraft ist auch deutlich geringer.  Allerdings ist Drohnenabwehr mit herkömmlichen Raketenbestückten Flugabwehrsystemen im Vergleich zum Drohneneinsatz sehr teuer. (grob geschätzt 1:30)

 

Die UA Seite bemüht sich die Schäden derzeit kleinzureden, vielleicht auch um während der Feiertage die Bevölkerung zu schonen. In der Tat konnten Folgen der Luftangriffe für die Bevölkerung in vieler Hinsicht gemildert werden. Ru Blogger spekulieren (vermutlich nicht zu unrecht darüber), dass der Energiebedarf der Wirtschaft über die Feiertage geringer ist, und damit der Energiekonsum für die  Bevölkerung relativ stabilisiert wird. Insgesamt ist aber nach wie vor von gravierenden Defiziten in der Energieversorgung auszugehen, da vermutlich schon alle Reserven ausgeschöpft sind.  Die Ua profitiert im Moment auch von dem unerwartet  milden Wetter.

 

Tabubruch? US-Panzer für die UA

Fast unbemerkt von der Presse wird in den USA darüber diskutiert, die UA mit Bradley auszustatten. Dieses wäre ein Tabubruch. Bisher hat kein westliches Land westliche Schützen oder Kampfpanzer geliefert. (Das ist, auch wenn die CDU diese Karte spielt, kein Scholz-Problem, sondern ein Nato-Problem.) Wenn die USA dies wahrmachen, wäre dies auch eine Wende in der bisherigen US-Militärunterstützung, die nicht ohne Folgen für die europäische/deutscher Debatte bzw. zu Mardern und Leoparden bleiben dürfte. (S. Interview mit G. Gressel)

 

 

Kriegsziel: Tötung von möglichst viel Soldaten

Wie erst kürzlich in H-und-G.info gemeldet, gehört die Massentötung von Soldaten zu einem der wichtigsten taktische Ziele der UA, neben Zielen der militärischen Infrastruktur. V.a. nach der Teilmobilisierung und den zu erwartenden Wellen von Neumobilisierten scheint die Ua darauf zu setzen, Neuankömmlinge an der Front sofort auszuschalten, um deren Zahl zu dezimieren und psychologisch die Moral der Mobs zu zersetzten. Klingt nicht schön, aber logisch. Ohnehin setzt die Ua ihre Munitionsressourcen gezielter ein als die ru Seite. Da mit Angriffen auf Menschenansammlungen mehr „Schaden“ zu erzielen ist, also durch Beschuss an der Front, versucht die UA mit Großhaubitzen und Himars-Raktenwerfern „Konzentrationspunkte“ von Soldaten zu treffen. Letzter Treffer eine wichtige Ausbildungsstätte östliche von Donetzk-City (Makiivka). Weil dabei auch ein Munitionsdepot in die Luft flog, dürfte die Zahl der Toten und Schwerverletzten bei deutlich über 100 liegen. Die Ua Seite liftet neuerdings diese Zahlen propagandistisch und zählt neuerdings Tote und Verwundete zusammen, so dass fast täglich hohe russische Verlustzahlen genannt werden.

 

 

Schnelles oder spätes Kriegsende?

Während ein ehemaliger Nato-General eine Waffenstill stand für den Sommer prognostiziert, gehen andere von einer längeren Kriegsdauer aus. Derartige Prognosen, sind mit unterschiedlichen Kriegskonzeptionen verbunden, wie sie gerade in den USA diskutiert werden. (S. auch dazu Interview mit G. Gressel)

 

Ende der russischen Freundschaft- kommt jetzt die kasachische Energiefreundschaft?

 

Das Ende der Drushba, der Ölleitung der 1960er Jahre, hat um die Jahreswende begonnen. Kein ru Öl fließt mehr nach Schwedt. In dieser Raffinerie wird traditionell auch ein großer Teil der Kraftstoffe für Ostdeutschland/Berlin produziert. Durch Koop von Polen und der Bundesrepublik soll der Ausfall durch Meergestützte Öllieferungen über Häfen in Polen und Deutschland kompensiert werden. Der russische Ölimport in die EU ist in einem Jahr um 90% gefallen.

An meiner Tankstelle ist der Benzinpreis in den letzten Tage wieder gestiegen. Das hat  auch mit dem Beschluss über die Ölpreisdeckelung und der Ankündigung Putins zu tun, Länder, die deckeln nicht mehr mit Öl zu bedienen. Insgesamt bleiben die Steigerungen aber eher moderat, was auf die Gesamtpreissituation auf dem Ölmarkt zurückzuführen ist. Russische Analysten schreiben, der gedeckelte Öl-preis sei für Russland „komfortabel“, da die Weltmarkpreise ohnehin darunter lägen. Ru seit zudem in der Lage sein Öl an Indien, China etc. zu verkaufen.

Eine zentrale Rolle im Europa-Asien (nicht nur Energie)geschäft scheint künftig Kasachstan zuzukommen. Ks Präsident Tokajev nutzt den UA-Krieg, um sich in einer Schaukelpolitik, ähnlich der Tükei, Vorteile von beiden Seiten zu verschaffen. K. liefert Energie Richtung Westen, in Zukunft  auch Solarstrom, wird zur Verkehrsdrehscheibe zwischen China und Europa (über Kasp. und Schwarze Meer Richtung Türkei und Burgos/Bulgarien). Andererseits verhandelt Putin mit T über einen asiatischen Energieverbund.

 

Covid-Welle in UA

 

An Covid sterben pro Woche 50-70 Ukrainer, von einer bedrohlichen Epidemielage wird gesprochen

Wahrscheinlich sind auch allgemeine Versorgungs- und Gesundheitsprobleme für diese Steberrate verantwortlich. Demographen machen sich schon seit längerem Sorgen, dass die Bevölkerungszahl in der UA auf Grund des Krieges, der Emigration, der sinkenden Geburtenrate, in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen könnte.

 

Auch die soziale Lage der Ukrainer wird schwieriger. Die Sozialbudgets musten gekürzt werden, die Steigerung von Renten, Sozialhilfe, Mindestlöhnen und staatlichen Gehältern kompentisert die Inflationsreate nicht. Andererseits gibt es zahllose nicht monetarisierbare Hilfslieferungen, die finanzielle Engpässe bei den Menschen teilweise kompensieren dürften.

 

Folterlager

Die Zahl der inzwischen entdeckten 25 Folterkeller im Bezirk Charkiv erstaunen erstaunlicher Weise nicht mehr. Sie zeigen noch einmal, wie sehr Folter zu den üblichen ru Kriegspraktiken gehört.

Gewinnt Ukraine den Energiekrieg? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  

nicht öffentliches Ukraine Monitoring zum 30.12. 2022. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit wegen Nachrichten-Wiederholung und Stellungskrieg nur ausgedünnt.

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

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Gewinnt Ukraine den Energiekrieg?

Bisher sah es so aus, dass Russland die Ukraine mit Raketen und Drohnenangriff  Stück für Stück in die Knie zwingt, die Energieversorgung wurde von mal zu mal schlechter. Doch die Ukrainer kontern. Schlußfolgerungen Nummer 1: Sie sind das lernfähigere System. Schlußfolgerung Nummer 2. Die Internationale Hilfe bei Luftabwehr, Stromversorgungs- und humanitärer Hilfe greift, Rußland hat nichts Vergleichbares. 3. Die Sache ist noch nicht entschieden, die schlimmste Phase kommt noch Mitte Januar, wenn die Temperaturen drei Wochen lang stark absinken.

Ausgangslage:

Die Energieversorgung der UA war vor dem 29. schwer angeschlagen. Die UA ist eigentlich nicht mehr in der Lage sich rund um die Uhr voll zu versorgen. V.a. die Reserven werden voll ausgeschöpft, um die Verluste auszugleichen (alle AKW-Reaktoren hochgefahren, Wasserkraftwerke erhöhen Durchlauf). Dennoch müssen die Defizite durch regionale Stromabschaltungen ( bis zu 10 Stunden) ausgeglichen werden. Allerdings ist eine beispiellose Hilfe angelaufen, 1,5 Milliarden Hilfe zur Stabilisierung der Stromkapazitäten kamen aus dem Westen, die deutsche Industrie hat offenbar zig Ausrüstungen gespendet, darunter Großtransformatoren, die derzeit auf dem Markt Mangelware sind. Damit können auch die Umspannwerke repariert werden, die immer wieder Ziel von ru Angriffen sind. Diese Umspannwerke verbinden die großen Energieversorger, v.a. die drei AKWs, mit dem Rest des Landes und verteilen den Überlandstrom bis hin in die Kommunen ( von 750 auf 330 auf 110 KV). S. Artikel mit Karte: http://h-und-g.info/default-title-2/booss

Staatliche und private Hilfsorganisationen sammelten v.a. für Generatoren von Haushalts bis Containergröße. (s. auch Aufruf von H-und-G.info und DUF: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495 für Generator für Wasserversorgung in Cherson).

Parallel wird die Luftabwehr nachgerüstet. Die Diskussion über das amerikanische Patriot-System (was erst in Monaten geliefert werden kann) hat verdeckt, dass mehrere Staaten (angeblich sogar Italien) die UA mit Luftabwehr unterstützt.

Alles zusammen hat die UA keineswegs unangreifbar gemacht. Im Gegenteil sieht man die Schwächen deutlich. Aber der Verlauf des Raketenangriffs hatte andere Folgen als bisher. Dies räumten russische Blogger-zwischen Bewunderung und Wut schwankend- ein. Die ukrainische Nachrichtensperre ist so hermetisch, dass man weitgehend auf ru Quellen angewiesen ist, die aber diesbezüglich nicht vollkommen falsch liegen dürften.

Der Angriff

Es war -je nach Zählung- in den letzten drei Monaten der 9. Raketenangriff und 12. Mit Kamikaze-Drohnen auf die Energieinfrastuktur.

Der Angriff erfolgte in 3-4 Wellen: Drohnen, Raketen I, Raketen II, Bodenraketen S 300

Die Drohnen dienen auch der Erkundung, aber auch dem Angriff, die erste Raketenwelle versucht mit Täuschungsraketen die ua Luftabwehr zu enttarnen und zu verwirren. Die S 300 Raketen können wegen der begrenzten Reichweite nur in relativer Frontnähe eingesetzt werden (Donbas, Zap, Dnjepro, Cherson). Es wird vermutet, dass sie zum Einsatz kommen, weil der RA Raketen fehlen. Nach UA Recherchen, gehen der RA die Raketen aus, sie verschießt jetzt angeblich neu gebaute die auf vorrätigen Ersatzteilen beruhen. Diese Quelle wäre endlich, so dass die RA dringend auf Raketen aus dem Iran angewiesen wäre. Dem Iran kommt möglicherweise also eine Schlüsselfunktion im künftigen Raketenkrieg zu. (ohnehin kann die RA nicht alle Mittelstreckenraketen verballern, da diese auch der Eigenverteidigung dienen)

Funktionierte die Luftabwehr? Teilsteils.

Die ua Zahlenangaben sind (wieder einmal) nicht kompatibel, überprüfbar. Mal ist von 120, mal von 69 Raketen plus Drohnen die Rede. Was genau S 300, was Drohnen sind, ist nicht auszumachen. Ob überhaupt alle Drohnen angegeben bzw. identifiziert werden, ist unklar.

Selektiv wurden Erfolge gemeldet, deutlich (und logisch) v.a. in Kiew. In der Hauptstadt sollen alle Raketen- und Drohnenangriffe abgewehrt worden sein. Das ist sicher ein wichtiger Erfolg der Nachrüstung der letzten Wochen und Monate.

Die Abschüsse, die der Generalstabschef nannte (bei unvollständiger Gesamtzahl), deuten auf eine Quote von 78% Abschüssen hin. Das wäre im Durchschnitt keine substantielle Verbesserung gegenüber früheren Wochen. Das zeigt, wie schwer es in einem so großen Land wie der UA, mit so vielen potentiellen Angriffspunkte, ist, sich gegen Luftangriffe zu verteidigen (anders als im kleinen Israel, das derzeit gegen sehr kleine Gegner kämpft).

Das abermalige Herunterfallen von Raketenteilen in einem Nachbarland (Belarus diesmal, von Belarus starten Raketen gegen die UA) zeigt, wie schwer es ist, einen Abwehrschirm an den Grenzen zu errichten, der nicht gleichzeitig den Krieg eskaliert.

Der Termin des Beschusses zeigt. Man kann fast seine Uhr danach stellen, die Großangriffe kommen seit September alle 10-14 Tage. Das hängt mit der ru Militärbürokratie zusammen, die so lange braucht, um die letzten Angriffe zu analysieren, den Nachschub (v.a. auf See) zu organisieren und neue Ziele zu definieren. Angeblich haben die ua Angriffe mit umgebauten Drohnen auf den strategischen Flugplatz in Saratov aber dazu geführt, dass der Angriffe diesmal um Tage verschoben wurde. Die ru Abwehr ist in nicht wehrlos, wie deutsche Medien unsinniger Weise behaupten, aber hat wohl nur begrenzte Kapazitäten. Durch Verlagerung von Flugabwehr zum Schutz von Kriegskommandozentralen wurde die Abwehr in Ru wohl ausgedünnt. Das Spiel dürfte nun rückwärts laufen, und das ru Kriegskommando schwächen.

Die Unterschiede dürften in der UA  regional sehr groß sein, es soll Regionen ohne Abschüsse gegeben haben. D.h. aber nicht dass alle anderen Raketen treffen. Sowohl ua  wie ru Quellen beschreiben, dass viele daneben trafen („in den Sumpf“), weil die Koordinaten schlecht waren oder die Raketen selber ungenau sind.

Ziele

Während die UA wieder die zivilen Ziele („Kriegsverbrechen“) hervorhebt, analysieren ru Quellen möglichst genau die Folgen für die Infrastruktur. Danach gab es folgende Schwerpunkte:

-im Osten militärische Ziele (Depots, u.ä.), ähnlich in Sumy im Norden

-in Charkiw Energieversorgung und v.a. rüstungsrelevante Betriebe

-im Süden vermutlich allgemeine Infrastruktur und rüstungsrelevante Betriebe

-im Osten allgemeine Energieversorgung, Versuch die Verkehrsinfrastruktur (Nachschub aus dem Westen) zu stören.

Insbesondere Charkiv, Odessa und Liviv scheinen stark betroffen gewesen zu sein.

Dramatisch ist Charkiv. Dort sollen zwei wichtige Energieversorger getroffen worden sein. Eines ist das  Gaskraftwerk CHPP 5 mit immerhin 540MW, das ohnehin schon angeschlagen war.

Mit dem Stromausfall in C. und weiteren Angriffen sollen mittelbar und unmittelbar rüstungsrelevante Betriebe, die in Charkiv wohl besonders vertreten sind, beeinträchtigt worden sein

In mehreren Regionen sollen wieder mittlere Umspannwerke (330/110 kV) getroffen worden sein, was zu erheblichen Stromausfällen v.a. in Liviv und Odessa führte. Da in dieser Region elektrifizierte Bahnlinien Richtung Polen bzw. Rumänien führen ist es offensichtlich, das hier der Nachschub getroffen werden soll.

Die Folgen.

Das ist das Interessanteste an diesem Angriff. Die Folgen scheinen dieselben, Stromausfälle, sie sind es aber nicht. In manchen Regionen werden 90% (Liviv) Ausfälle gemeldet, in Kiiv immer noch 40 %. Aber ru Bloggs registrieren die Kriegslisten der Ukrainer. Die UA schaltet bei Luftalarm inzwischen offenbar präventiv große Teile des Netzes ab. Damit werden Kurzschlüsse und Stromschwankungen bei Treffern vermieden, die selbst das Netz schädigen können. Außerdem können die (regionalen) Reserven so auf die prioritären Stromnutzer (Krankenhäuser, Militär, Katastrophenschutz, Kommunikation, Wasser- und Heizung, etc.) konzentriert werden, die auf diese Weise möglichst kontinuierlich  weiterbetrieben werden können. Ein Indiz, dass das klappt, ist Kiew, wo trotz Stromausfall offenbar Wasser und Heizung weiter „normal“ (Klitschko) funktionierten, die bislang immer mitausfielen, was für die Bevölkerung schlimmer ist, als ein vorübergehender Stromausfall.

Zudem scheinen die dezentralen Maßnahmen durch Generatoren zu helfen. Die Zentren der Unbesiegbarkeit (inzwischen tausende Punkte mit Wärme, Strom, Kommunikation und erster humanitärer Hilfe) funktionieren, ebenso viele auf diese Weise Energie-autonome Einrichtungen. Die Zahl ist angesichts der relativen Diffusität der Hilfsmaßnahmen (was in diesem Fall ein Vorteil ist) kaum mehr abschätzbar.

Bahnverkehr

Als Indikator für die Folgen ist auch der Bahnverkehr wichtig. Er soll getroffen werden (Nachschub), indem die E-Loks lahmgelegt werden. Aber nach dem Ua Bahnunternehmen sind die Zugausfälle und Verspätungen beim Personenverkehr deutlich geringer als beim letzten Angriff. Da der Nachschub an militärischen und Versorgungsgütern aller Art Priorität haben dürfte, scheint die Folge für den Transport geringer zu sein, als von der ru Seite erhofft. Vermutlich sind dort die Dieselreserven eingesetzt.

Fazit :

In Summe ist es der RA trotz ohne Einsatzes (diesmal waren wohl auch U-Boote beteiligt) nicht gelungen, die UA abzuschalten. Hier kämpft eine ganze Gesellschaft (trotz Kollaborateuren und ru-Anhängern) mit Hilfe des starken „Westens“ gegen eine Polit-und Militärbürokratie eines großen, aber angeschlagenen Landes. Die UA erweist sich dabei aber als da innovativere, lernfähigere System.

Man sollte die Erfolge der UA bei der Folgenminimierung der Angriffe auf ihre Infrastruktur nicht überschätzen. Die Hilfe Luftabwehr, Ersatzbeschaffung, etc. muss unbedingt fortgesetzt werden.

Die RA hat ihr Raketen- und Drohnenpotential noch nicht erschöpft.

Die Schläge zielen immer stärker auf die Militärproduktion und den Militärnachschub aus Europa.

Die UA war nicht in der Lage die Stromdefizite überregional auszugleichen, weil die Erzeuger und Übertragungskapazitäten zu stark (dauerhaft/strukturell???) beeinträchtigt sind.

Die Hilfslieferungen zur Reparatur und Ersatzproduktion von Strom decken grob geschätzt „nur“ ein viertel des Bedarfs ab.

Die Ru Seite hat noch nicht alle Ziele voll ausgetestet, insbesondere die Logistikzentren wurden bisher kaum angepeilt, die die Stromversorgung digital steuern. Eine Ersatzsteuerung per Hand und Telefon ist zwar möglich, aber schwerfälliger und unpräziser.

Die m.E. kritischste Phase kommt ab dem 11. Januar in der drei wöchigen Frostperiode, wo der Energiebedarf deutlich steigt, die Ua angreifbar ist und gleichzeitig Bodenoffensiven von beiden Seiten zu erwarten sind.

Die derzeitigen Angriffe zielen auch darauf ab, dass die UA nicht genügend Waffen für eine Winter/Frühjahrsoffensive bekommen kann, die die Russen durchaus fürchten.

Es gibt Bloggerstimmen, die fordern, die Angriffe zu verschärfen. Insbesondere soll die Schnelligkeit und Treffergenauigkeit der Angriffe erhöht und sensiblere Ziele (Schaltzentralen) angegriffen werden. Kadyrov fordert für Angriffe auf Russland Racheangriffe auf Kiew. Ob derartige Forderungen aus ultranationalistischen Kreisen angesichts der Defizite der RA eine Realisierungschance haben, ist unklar.

Power to the People! Of Ukraine in Cherson

 

Spenden für einen Großgenerator in Cherson -bitte weiterleiten

 

Die Russische Armee zerbombt permanent die Energie-Versorgung der Ukraine. Die gerade befreiten Bewohner von Cherson sitzen nach wie vor oft im Dunkeln, weil auch die Pumpen nicht funktionieren fallen Heizung und Wasserversorgung aus, wenn der Strom wegbleibt. Sogar in den Krankenhäusern ist die Notversorgung nicht gesichert. OP´s müssen verschoben werden.

 

Deswegen wollen wir helfen für die Stadt Cherson einen Generator zu kaufen, der mehrere tausend Einwohner oder ganze Krankenhäuser versorgen kann. Der Generator kann vom Deutsch-Ukrainisches Forum e.V. günstig für ca. 35 000 Euro erworben werden. Er sollte möglichst noch vor Neujahr in Cherson sein. Die beiden Organisationen, die das organisieren, haben schon eine beträchtliche Summe gesammelt. Es sind kleine effektive NGOs mit viel Erfahrung in der Ukraine-Hilfe, sie haben Ansprechpartner in der Kommune Cherson vor Ort. Diese werden über den genauen Einsatz entscheiden.

 

Spenden Sie für den Kauf und die Lieferung des Generators!  Gerne werden steuerlich absetzbare Spendenquittungen ausgestellt.

Sie können Ihre Spende an folgendes Konto überweisen:

Empfänger:                      Deutsch-Ukrainisches Forum e.V.
Bank:                                 Commerzbank, Filiale Berlin
IBAN:                                 DE2310040000 0266 878800
BIC:                                    COBADEFFXXX
Verwendungszweck:      Generator für Cherson

 

Oder alternativ über die Ukrainehilfe Königstein

http://www.ukrainehilfe-koenigstein.de/
via Ev. Pfarramt Königstein im Taunus

 

 

 

Christian Booß, Bürgerkomitee 15. Januar e.V., Berlin

 

Anlage

 

Zum Energiekrieg Russlands Hintergrundartikel auf H-und-G-info: http://h-und-g.info/default-title-2/booss

 

Anbei der  Leipziger Aufruf, der, auch wenn man vielleicht nicht jedem Satz zustimmt, ausführlicher und treffend die Lage in der Ukraine erläutert. Dieser Aufruf ist ebenso zugunsten des Kontos der Pfarrei von Königstein und einer anderen Hilfsorganisation

 

 

LEIPZIGER INITIATIVE: VERHINDERN WIR EINEN VÖLKERMORD IN DER UKRAINE!

Es gibt in Deutschland zahlreiche Gruppierungen, die sich seit Jahren unter der Parole „Nie wieder Faschismus!“ sammeln. Leider fügen sie selten oder nie die zweite hinzu, die brandaktuell ist: „Nie wieder Stalinismus!“ Es ist nicht nur so, dass es im großen russischen Reich kein einziges staatliches Memorial gibt, das an die Millionen Opfer des Stalinismus erinnert. Vielmehr scheint Putin umgekehrt einen stalinistischen Kapitalismus anzustreben. Auf der einen Seite verhilft dieser einigen Oligarchen zu märchenhaftem Reichtum. Auf der anderen Seite werden aus dem Arsenal der Terrormethoden seines väterlichen Vorbilds etliche herausgepickt und reaktiviert, vornehmlich in den besetzten Gebieten: Durch Folter wer- den Informationen erpresst, anschließend werden die Gequälten ermordet und in Massengräbern verscharrt; Kinder werden ihren Eltern entrissen; Menschen werden umgesiedelt. Gerade erleben wir, wie Putin beginnt, ein Volk durch Entzug der Lebensgrundlagen in den Tod zu treiben. Zum zweiten Mal innerhalb von 100 Jahren versucht Russland, die Ukraine zu zerstören. War es zu Zeiten des Holodomor der Hunger, den Stalin dafür einsetzte, so nutzt er diesmal die Winterkälte. Waren es früher unter anderem die Krimtataren, die in Züge gepfercht wurden, die sie in den asiatischen Teil des Sowjetreiches verfrachteten

– beinahe die Hälfte davon starb innerhalb von drei Jahren – so sind es heute Ukrainer aus dem Donbass oder anderen besetzten Zonen. Waren es früher die Tschekisten oder Putins Vorgänger beim KGB, die die Menschen durch Folter zerstört haben, so sind es heute Spezialabteilungen des FSB – des Geheimdienstes der Russischen Föderation –, die das blutige Geschäft erledigen.

Haben wir bisher in der Hauptsache einen Eroberungskrieg gesehen, so wandelt sich dieser immer deutli- cher in einen Vernichtungskrieg. Überdeutlich wird das, wenn man registriert, dass Putin inzwischen über 1000 Anlagen des ukrainischen Elektrizitätsnetzes angegriffen hat. Weltweit erschrecken immer mehr Menschen über diese Entwicklung. Papst Franziskus sprach kürzlich davon, dass sich die „Vernichtungs- aktion“ der Nazis, der seit Beginn des Zweiten Weltkrieges Millionen Juden, Sinti und Roma zum Opfer fielen, jetzt in der Ukraine wiederhole.

Was bedeutet die Zerstörung der Infrastruktur für die Ukrainer ganz konkret?

Erst friert man tagelang, früher oder später stellen sich bei immer mehr Menschen Erkältungskrankheiten ein. Wenn die in Lungenentzündungen übergehen, wird es kritisch. Sind nicht einmal für solche Patienten beheizte Räume da, in denen sie ihre Krankheiten auskurieren können, dann nimmt die Letalität schnell zu. Uns reichen die Bilder, die zeigen, wie Ukrainer in Zelten (!), die als „Wärmeräume“ ausgewiesen werden, angezogen sind: auch in diesen Temperaturoasen haben sie dicke Mäntel an, Mützen auf dem Kopf, einen Schal um den Hals. Wie kalt ist es dann erst in ihren Wohnungen? In den Tagesthemen war kürzlich von zwei Grad die Rede. – Ohne Strom ist es aufwendig, eine warme Mahlzeit, einen Tee zu kochen. Vielen wird dies tagelang nicht oder nur noch selten gelingen. – Wenn der Winter kalt wird, frieren früher oder später immer öfter die Leitungen in den ungeheizten Häusern ein, wenn man nicht rechtzeitig das Wasser aus dem Heizungssystem ablässt. Dann wird es schwierig, an sauberes Wasser zu kommen.

Zu den Erkältungskrankheiten kommen Magen-Darminfektionen hinzu. – Eine industrielle Fertigung ohne Elektrizität gibt es nicht. Das heißt, dass die Produktion von Gütern allmählich zum Erliegen kommt und damit auch die Einkommensquelle der Beschäftigten versiegt. Und im Handwerk sieht es nicht viel besser aus. Ohne Lohn wird es schwierig, an Lebensmittel ranzukommen. Schreckliche Erinnerungen werden wach. Wir könnten die Liste lange fortsetzen. Was machen alte Leute, die in einem der oberen Stockwerke eines Hochhauses wohnen, wenn der Aufzug nur für kurze Zeiträume fährt und bei Stromausfall stecken bleibt? Wie fühlen sich Ärzte und Schwestern einer Frühchenstation, wenn sie bangen müssen, dass die Notstromgeneratoren zur Beheizung der Bettchen nicht mehr durchhalten? Wie sollen Bäcker Brot ausbacken, wenn es nur noch zwei Stunden am Tag Strom gibt?

Voll Bewunderung sieht die Welt zu, wie sich die Armee der Ukraine gegen die Supermacht Russland erfolgreich zur Wehr setzt. Kaum jemand hätte ihr das anfangs zugetraut. Klar ist aber auch: Wenn die Verbündeten der Ukraine nicht leistungsfähige Abwehrwaffen geliefert hätten, dann wäre das Stromnetz vermutlich schon längst zusammengebrochen. Gott sei Dank haben unsere Politiker ihre anfänglichen Bedenken überwunden und liefern nun. Aber in manchen Kreisen kursieren immer noch taktische Überlegungen, welche Abwehrwaffen man lieber nicht an die Ukraine liefern sollte, um den Konflikt nicht „anzuheizen“, denn Putin ist sehr verärgert, wenn das Land richtig gute Abwehrtechnik erhält. Schließlich sind Marschflugkörper ziemlich teuer und sie lassen sich bekanntlich nur einmal nutzen. Ein

verständlicher Ärger: Gelingt es der ukrainischen Abwehr doch heute schon, sieben von acht Raketen zu zerstören, bevor die ihr Ziel erreichen.

Allen, die Verständnis für Putins Warnungen vor der Lieferung von guter Abwehrtechnik haben, möchten wir sagen: Ihr spielt Euch als Friedensfreunde auf – und nehmt billigend in Kauf, dass vor unseren Augen der Versuch unternommen wird, ein Volk durch Kälte zu dezimieren. Was habt Ihr eigentlich gemeint, wenn Ihr so oft gefordert habt, „den Anfängen zu wehren“? Gerade fängt doch mal wieder einer an, ein Volk zu vernichten – wie Hitler, wie Stalin.

Nicht nur die Ukrainer, sondern viele Menschen auf der ganzen Welt leiden inzwischen unter den Folgen des Krieges. Deshalb hört man immer wieder die Forderung nach einem Waffenstillstand. Aber was geschähe dann in der Ukraine? Nicht nur in einzelnen, sondern in vielen Städten, aus denen die russische Armee vertrieben wurde, fand man Folterkeller. Putin lässt foltern. Was berechtigt zu der Hoffnung, dass er damit aufhören würde?

Viele unserer Politiker bekunden zu jeder passenden Gelegenheit ihre Abscheu vor dem Faschismus und jeder Form von Völkermord. Wir nehmen solche Bekundungen ernst.

Wir begrüßen es ausdrücklich, dass unsere Regierung der ukrainischen Armee immer mehr Abwehrwaf- fen liefert und sie mit wintertauglicher Kleidung ausstattet. Wir ermutigen sie ausdrücklich, ihr so schnell wie möglich noch besseres Gerät zu verschaffen, das die anfliegenden Raketen vom Himmel holt.

In der Tat: Nie wieder Faschismus. Und nie wieder Stalinismus. Und deshalb sollten alle anständigen Menschen der Ukraine helfen, diese ungeheuerliche Vernichtungsaktion zu vereiteln, um den Begriff von Papst Franziskus aufzugreifen.

Können wir uns ein Weihnachtsfest vorstellen, wie es viele Ukrainer zu erwarten haben, wenn es nicht gelingt, die Raketen abzufangen, die Putin schon lange nicht mehr primär auf militärische Einrichtungen, sondern gezielt auf die Infrastruktur des Landes abfeuern lässt? Frierend, ohne warmes Festessen, ohne Arbeit? Und die Kerzen, die brennen, wurden nicht wegen der festlichen Atmosphäre entzündet, sondern weil es sonst schlicht dunkel wäre. Ehemänner und Väter, deren Frauen und Kinder inzwischen im Exil leben, werden mit gemischten Gefühlen am 6. Januar (dem orthodoxen Festtag) in ihrer Wohnung sitzen. Fühlt sich das nicht sehr falsch an, dass die Familien daran gehindert werden, gemeinsam zu feiern?

Nur zuzusehen, wie Putin seinen Völkermord vorantreibt, ist unerträglich. Dagegen hilft nur, aktiv zu werden. Wir wollen nicht nur große Worte schwingen. Waffen können wir als Zivilisten nicht in die Ukraine schicken. Aber wir können den frierenden Menschen helfen, die Putin dem Kältetod ausliefern will. Politik und Zivilgesellschaft können gemeinsam daran arbeiten, dass die immer wieder neu zerstörten Versorgungseinrichtungen immer wieder neu aufgebaut werden. Oder dass Notstromaggregate, Decken, Lebensmittel verteilt werden, um das Leben weiter zu gewährleisten.

Um das Elend, das Putin über das ukrainische Volk bringt, zu mindern, bitten wir Sie um Geldspenden, mit denen den unschuldigen Menschen zwischen Lwiw und Charkiw geholfen werden soll, über diesen Kriegswinter zu kommen! Und, da der Winter ja bereits da ist: Tun Sie das bitte bald, wir schlagen vor: möglichst bis zum 6. Januar, dem orthodoxen Weihnachtsfest.

INITIATOREN: Uwe Schwabe und Gottfried Böhme für das Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. PERSONEN BZW. ORGANISATIONEN, DIE DEN AUFRUF UNTERSTÜTZEN: Reinhard Bohse für den Euro Maidan Leipzig e.V.

Joerg Drescher, Leiter der Geschäfts- und Koordinierungsstelle Ukraine des Deutsch-Ukrainischen Forum e.V.

 

 

 

 

 

Lage in besetzten Gebieten kritisch. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 19.-21.12. 2022. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit wegen Nachrichten-Wiederholung und Stellungskrieg nur ausgedünnt.

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Besetzte Gebiete

 

Russland hat offenbar Schwierigkeiten, seine besetzten Gebiete zu konsoldieren. Die Lage sei „kritisch“,meint selbst Putin. Von Ausweitung bis zu den Oblast-Grenzen kann keine Rede sein. Sogar die Oblast-Hauptstadt Cherson hatte Putin verloren, die einzige Gebietshausstadt, die er (durch vermutlich Verrat, Spezialoperationen) nach Februar 2021 „gewonnen“ hatte.

 

-militärisch

 

Seit Wochen versucht die RA durch Offensivhandlungen im Donbas zumindest ihre dortigen Grenzen zu erweitern. Im Norden gelingt das nicht, dort ist vielleicht sogar die UA in der Vorderhand. In der Mitte in Bakmut/Soldedar scheint die RA/Wagner mit immensem Einsatz und Verlusten einige Meter Richtung B. gut gemacht zu haben. Man kämpfe um die „Müllsortierungsanlage“ heißt es. Die ist im Süden der Stadt, da wo die RA schon länger stand. Bislang war es der RA nicht gelungen, den Bakmut-Fluss und die große Autostraße zu überqueren, wo sich die UA verschanzt hat. Vorgestern soll sie erstmals über diese Linie vorgedrungen sein. Die UA hat aber ihre Truppen dort verstärkt und die RA angeblich zurück geworfen.

 

Im Nordwesten von Donezkt ist die RA in der vergangenen Wochen etwas vorgedrungen, auch um den Beschuss von Donetzk-Stadt durch die UA zu beenden. Auch wenn manche meinen, dass sei reine Propaganda, vermute ich, dass die UA doch in diese Richtung schießt, weil sie ja von dort angegriffen wird. Einen richtigen Durchbruch erzielte die RA aber auch hier nicht.

 

-Schwierigkeiten durch Beschuss

hat Russland in allen vier Oblasti. Überall werden die frontnahen Siedlungen beschossen, v.a. da wo Militär vermutet wird. Es muss schon v.a. in Luhansk und Zap verheerende Treffer gegeben haben. Die Wirkung auf Treffer in Donetzk-City sind schwer einzuschätzen.   

 

Der Beschuss in Cherson/OST; Zap ist so stark, dass die Ru wieder Zivilisten und Militär evakuieren müssen (Kachowka, Vasyliwka ). Sogar Militär wird evakuiert (Kadyrovski/Energodar). Hinzu kommt die psy Kriegsführung der UA, die streut, dass auch die ru Militärhochburg Melitopel evakuiert würde.

 

-Partisanen

machen der RA fast überall zu schaffen. Sie bedrohen das Leben von Kollaborateuren, zivilen Statthaltern und bereiten Angriffe auf militärische und zivile Einrichtungen vor oder führen sie durch. Am spektakulärsten der Coup gegen die Autobahnbrücke von der Krim nach Melitopel, die so geschädigt ist, dass eine Umgehungsstraße gebaut werden muss. Kürzlich wurde auch ein Konvoi von der Krim angegriffen.

 

Die Besatzer reagieren mit verstärkten Kontrollen an Checkpoints und in den Städten. Gelegentlich finden sie Waffenlager, nehmen Leute fest.

 

 

-Drachenzähne

Überall werden Drachenzähne aufgestellt, sogar in Mariupol und Melitopel. Ein Indiz, dass die RA fürchet, sich weiter zurückziehen zu müssen, und für diesen Fall Maßnahmen zur Verlangsamung eines UA Vorstoßes durchführt. Diese Möglichkeit, der Rückzug wurde bis Cherson nie von der Ru Militärführung eingeplant.

 

 

-Über das Verhalten der Militär-Besatzer

gibt es nur Schmähungen seitens der UA. Danach würde sie saufen, stehlen und marodieren. Alles dürfte zutreffen, in welchem Ausmaß ist unklar.

 

-Die Inflation

in den besetzten Gebieten ist vermutlich hoch. Es gab zwischenzeitlich eine Flucht in die Griwna. Ab 1.1. soll der Handel mit Griwna verboten werden, angeblich sogar strafbewährt.

 

-Das Besatzungsregime versucht sich zu konsolidieren.

Seit Neuestem dürften nur noch Menschen mit ru Pass im Öffentlichen Dienst arbeiten. Es werden ru Nummernschilder für Autos ausgegeben, für jeden Oblast mit einer eigenen Kennziffer. In Mariupol wurden alle ua Schulbücher auf die Deponie gebracht, ihre Benutzung steht unter Strafe. Angeblich funktioniert die Auszahlung der renten in Rubel, aber nur für Rentner, die sich einbürgern lassen. Ähnliche Regelungen gibt es auch für Gewerbertreibende und Personen, die Evakuierungshilfen bekommen wollen, z.B. zum Bau eines Hauses.

 

-Die russische Einbürgerung

bleibt ein Rätsel. Eigentlich könnte Ru ab dem 30.September alle Einwohner der Oblasti russifizieren. Das wurde aber bisher nicht gemacht. Die Bürger werden aufgefordert, sich ru Pässe zu besorgen, mit gewissem Druck s.o.. Offenbar ist sich die ru Verwaltung im Unklaren wer und wieviele noch auf „ihrem“ Territorium leben. Der Paßtausch ist eine Art Volkszählung, bei der die Sicherheitsorgane auch einen Hinweis bekommen wer wer ist.

 

-Ausreise

Mit der Russifizierung wird nach wie vor Druck auf die Bevölkerung ausgeübt, sich anzupassen oder wegzugehen. Der direkte Übergang in die UA, wie er sogar in heißen Kampfphasen üblich war, ist fast zum Erliegen gekommen, trotz km-langer Schlangen. Es bliebt die Auswanderung auf die Krim und nach Russland. Putin wirbt mit 2% Zinsen für neue Häuser, angesichts der ru Inflation ein attraktiver Negativzins. Manche Ukrainer versuchen immer noch über die Krim, Rostov, Georgien etc. nach Europa auszureisen und von da aus teilweise wieder in die UA. Es gibt sogar Reisebusangebote von Melitopel über die Krim nach Polen (!) d.h. über einige 1000 km. Aber auch das wird derzeit von der RA erschwert.

 

-Offenbar gibt es Versorgungsdefizite.

In Indiz sind hohe Preise in Luhansk, oder lange Schlangen in Mariupol. (Bildbeweise). In Mariupol, der größten (neu)besetzten Stadt muss man abgeblich 1 ½ Stunden auf den Bus warten. Die Strom- damit Wasser und Fernwärmeversorgung- ist prekär. Vermutlich wird M. nicht mehr aus der UA mit Strom versorgt. Da M. wie andere Regionen auch, stark zerbombt wurde, fehlt es trotz Massenexodus (es ist nur noch rund 1/3 der Bewohner in der Stadt) an Wohnraum. In M. wurden ganze Quartier abgerissen.

 

Es wurden zwar Wohnungen von Geflüchteten requiriert, aber diese dabei meist geplündert und es reicht ohnehin nicht. Die Katastrophen werden nur dadurch gemildet, da die Ua teilweise aiuf die Dörfer und Privathäuser ausweichen, und dort archaisch Überlebenspraktiken durchführen.

 

Schlimm ist auch die Krankenversorgung. Es fehlt an Ärzten, in Frontnähe (d. ist jetzt  schon in ca 150 km Entfernung so) werden die wenigen intakten Krankenhäuser zur Behandlugn verletzter Soldaten requiriert. Es gibt akuten Medikamentenmangel.

 

-Die Ru Prop

tut viel, um den gegenteiligen Eindruck zu erwecken. Es werden Tannenbäume aufgestellt und verkauft. Es finden Kindernikolausveranstaltungen und sonstige Kulturevents statt. Überall werden angeblich Häuser gebaut, Industrieanlagen reaktiviert, sogar modernisiert. All das dürfte nicht ganz gelogen sein. Aber ob es ausreicht, die Defizite auszugleichen, ist höchst zweifelhaft. Es wirkt irgendwei schizzophren. Die Heile Welt der Besatzer und das Inferno, das die ua Kritiker beschreiben. Ein objektives gibt es nicht. Die Kontakte der ehemaligen ua Verwaltung in ihre Kommunen sind offenkundig deutlich schlechter geworden. Nach der Besetzung  berichteten Informaten der alten Stadtverwaltung fast 1:1 über Maßnahmen der Besatzer. Durch Flucht, Terror, v.a. Abschaltung ua Internetverbindungen scheint dieser Informationsfluss aber weitgehend zum Erliegen gekommen sein. Umgekehrt scheinen viele Ua unter Besatzung auch von Infos abgeschnitten zu sein, die Ua macht sich Sorgen über die Folgen des Brainwashing.

 

-Symbole statt Realitäten

Beiden Seiten sind Symbole wichtig. Es gibt Dekrete, wonach zeitnah alle Denkmäler, die von der UA demontziert/demoliert wurden, wiederherzustellen seien. In Zap wurden mehreren 100 Straßen rückbenannt.

 

´-Putingorod Neue Stadt oder Potemkin II

Am Asowschen Meer in Cherson, wo sich ohnehin schon das Hauptquartier und die Verwaltung von Cherson zurückgezogen haben, soll nach Putins Willen eine neue Kolonistenstadt entstehen. Mein Vorschlag Putingorod. Dorthin könnten auch die Relikte des Potemkinmuseums von Cherson gebracht werden, die geraubt wurden.

 

-Partisanen

Jetzt gibt es nur noch Partisaneninformationen d.h. von Ukrainern, die mit dem Widerstand zusammenarbeiten und Bilder und Infos schicken. Widerstand ist aber ein diffuser Begriff, und reicht von ua Symbolen an Häuserwänden, Info, Videobotschaften bis hin zu schweren Attentaten. Auch Jugendliche und Kinder scheinen involviert. Etwas tragisch das Anzünden eines Industriegebäudes in Mariupol durch Schüler. Diese sind jetzt in Haft. Es gab auch schon Schülerdemos oder pri ua Schülergesänge in besetzten Städten.

Putins Gegenmaßnahmen

 

Neues Gremium-neuer „Hoffnungsträger“

Die Lage scheint so schwierig, dass Putin aktiv wurde. Er zeichnete in Moskau die Besatzergouverneure aus. Die neuen Privinzen sind jetzt auch im Senat, der zweiten Kammer vertreten. Es gab eine Konferenz über die Lage der annektieren Gebiete.

 

Am bemerkenswertetesten ist die Schaffung eines neuen Gremiums zu Unterstützung der Spezialoperation und der besetzten Gebiete.

Dieses ist aus Vertretern beider Kammern, Verwaltung, Militärs, Vertretern gesellschaftlicher Organisationen und Militärbloggern (!) zusammengesetzt.

Es soll Putin monatlich über Fehlentwicklungen bei der Mobilisierung, beim Militär und in den besetzten Gebieten informieren und Vorschläge machen.

Diese neue Struktur ist ein Indiz, dass Putin mit der bisherigen Verwaltung und Militärverwaltung unzufrieden ist und das System dynamisieren will. Auch Kritiker (Blogs) sollen integriert werden. Die Soldatestka enthält so erstmals eine direkte Stimme in Moskau.(!) Eine Klatsche für das Militär, vielleicht sogar den Sicherheitsrat, wenn dieser das Gremium nicht mit etabliert hat.

Bemerkenswert ist der Vorsitzende dieses Gremiums.

 

Andrei Anatoljewitsch Turtschak geb 20.12. 1075 stammt wie Putin aus Petersburg, sein Vater war dort eine Wirtschaftsgröße und Parteigänger von Putin. Er ist ein fast über-loyaler Anhänger von Wolodja. War einer der jüngsten Gouverneure, jetzt Generalsekretär von Putins Partei einiges Russland. Interessant, wie eine staatliche Institution wie zu kommunstischen Zeiten mit der Regierungspartei verschmolzen wird. Er ist auch so jung, dass er besser als manche aus Putins Engtourage der 70-jährigen geeignet wäre, seine Nachfolge anzutreten. Medwedjew hat sich ja immer mehr zur Witztfigur entwickelt. Patruchev ist eher Strippenzieher und zu alt. Andere sehe ich nicht. Der vom ISW gehypte Prigoshin (Wagner) ist innenpolitisch m.E. keine Nummer.

 

 

 

Was fehlt heute?

 

-der russische Ölexport bricht nach Ölembargo deutlich ein

-Frankreich kaum von russischen Gas abhänig, (daher anders als bisher Deutschland für Gasdeckel)

-Belarus unter Beobachtung, aber vermutlich keine unmittelbare miltärische Bedrohung

-Selenski bei Biden???

-Putin findet nach der abgesagten PK seine Worte wieder und will Ansprache an Militärs halten

-kommt Offensive und wo

-plant UA Angriff auf AKW/Zap? Immer deutlichere Indizien

-wie groß ist der Energieschaden wirklich

 

Was passierte beim 9. Raketenangriff wirklich? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 15.-18.12. 2022. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Derzeit wegen Nachrichten-Wiederholung und Stellungskrieg nur ausgedünnt.

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert)

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

 

 

Der Westen zählt die Toten-Russland die strategischen Treffer

Was passierte bei der 9. Raketenangriffswelle wirklich

 

 

Am 16. Dezember gingen fast 98 ru Raketen auf die UA nieder, gestern waren es „nur“ noch 5. Hinzu kamen Angriffe von Flugzeugen. Darin sind aber nicht enthalten Drohnen und Bodenraketen.

 

Dies ist die 9. Raketenangriffswelle. Die UA Medien berichten v.a. von den humanitären Folgeschäden, die von den regionalen Gouverneuren, die Leiter des Zivilschutzes sind, weitergeleitet werden. So kommen die Schadensmeldungen über die Agenturen in den Westen.  Die wirklichen Schäden an der Infrastruktur unterliegen offenbar der ua Militärzensur, werden nur sehr selten konkret zugegeben. Z.B. wird der Schaden an einem relevanten Umspannwerk so stark gepixelt, dass man ihn gar nicht erkennen kann. Der Grund dafür ist, dass die RA genauestens verfolgt, was sie trifft, und zwar auf dem Meter genau, jeden Teil einer Anlage, um die Wirkung der Treffer nachvollziehen, die Koordinaten korrigieren und die nächsten Ziele bestimmen zu können. (z.B. einzelne Trafos in Umspannstationen.) In den ru Medien kann man das nachvollziehen. Da die Anlage in der UA auf Grund er extremen Zentralisierung der Energieversorgung sehr groß sind, kann man sie gut selbst bei google-Maps auf Satellitenbildern identifizieren.

 

Ich will nicht zynisch sein. Aber das eigentlich Schlimme an den Treffern sind nicht die Toten, sondern die Schäden an der Infrastruktur mit ihren Folgewirkungen für die Menschen und das Gesamtgeschehen.

 

Wirkliche Schäden:

 

AKWs

Offenbar mussten wegen der Netzschwankungen  auf Grund der Treffer die meisten (oder vermutlich alle) Kernreaktoren vom Netz genommen werden, d.h. ca. 50% der Normalkapazität an Strom der UA.

Gestern waren immer noch nicht alle Reaktoren wieder vollständig am Netz. Dies erklärt die plötzlichen hohen Ausfälle und die relativ schnelle „Regenerierungsfähigkeit“ von großen Teilen in den Stunden/Tagen danach. Allerdings wird das Netz nie wieder voll regeneriert. (Defizit vermutlich 30-40% plus, UA macht derzeit keine genauen Angaben mehr)

 

Regionale Versorger und Umspannwerke

Wirkliche Zerstörungen von Infrastruktur finden v.a. in regionalen Einrichtungen statt.

Z.B. wurden in Charkiw

Das Heizkraftwerk CHP 5 stark beschädigt, so dass es vermutlich nicht wieder voll hergestellt werden kann.

Das Hauptumspannwerk im Westen der Stadt ist zudem so stark geschädigt, dass C. zeitweise wohl kaum noch Strom von auswärts beziehen konnte. Laut ru Medien wurden die Schaltanlagen und Stahlbetonstützen wurden zerstört . Beschädigte Betonkabelrinnen mit Steuerkabeln.

Beides zusammen erklärt die besonders starken Ausfälle in der Region C., die ca 24 Stunden ohne Strom war.

 

Dramatisch auch die Situation in Zaporischschja

Dort wurde das Wasserkraftwerk am Dnjepr getroffen, mindestens ein Maschinenhaus schwer (dauerhaft?) beschädigt. Das Kraftwerk erzeugt normalerweise mehr als 1000 MW (!). Die ua Energieversorger haben in letzter Zeit den Wasserdurchfluss erhöht, um Ausfälle in anderen Bereichen zu kompensieren. Das scheidet jetzt aus. Der Schaden dürfte so groß sein, dass er in den nächsten Wochen kaum zu beheben sein dürfte. Noch erschreckender ist, die ru Seite weiß fast auf den Meter genau, welchen Generator sie getroffen hat, d.h. sie hat die Koordinaten, um den Schaden beim nächsten Mal deutlich zu erhöhen.

 

Dies nur zwei Beispiele…..

 

Die Folgen:

-Unmittelbar für ca 50% der Bevölkerung zeitweise kein Strom, oft kein Wasser, keine Fernheizung

Manche Regionen z.B. Nikopol hatten 32 Stunden nach dem ersten Angriff immer noch keinen Strom.

 

-Das Netz degradiert, d.h. Präventivabschaltungen über mehrere Stunden am Tag (vermutlich 8) gehören inzwischen zur Normalität für viele/die meisten Regionen.

 

Zentren der Unbesiegbarkeit

Mit diesen bislang mindestens 4000 Zentren, kann eine Notversorgung an Wärme, Kommunikation für die städtische Bevölkerung hergestellt werden. Auch psychologisch wichtig.  Ihre Zahl steigt ständig, weil  Bahnhöfe., Betriebe, und durch Selbsthilfe mehr entstehen, um 10.000 sind offiziell geplant

 

Der Bahnverkehr stockt

In Kiew war die U-Bahn für mehr als 12 Stunden lahm gelegt. (auch Charkiw) Sie dient in dieser Zeit aber dem Luftschutz. Wird versucht, durch Busse zu kompensieren.

 

Deutlich, wenn auch wohl noch nicht dramatisch, sind die Zugausfälle und –verspätungen. An mehreren Hauptrouten scheinen die Bahnhöfe vorübergehend ohne Strom gewesen zu sein. Vorortzüge fielen aus, konnten nur teilweise durch Dieselloks ersetzt werden. Dutzende Züge hatten bis zu über 9 Stunden Verspätung. (Fehlende Zahl an Dieselloks) Auch einen Tag nach dem Großangriff kamen viele Züge stundenlang zu spät, weil der Strom knapp war/ausfiel und es zu wenig Ersatz mit Dieseltriebwagen gibt.

Interessant ist, dass v.a. auch Bahnlinien nach Polen und der Slovakei und Kramatorsk betroffen waren. Das sind wichtige Militärnachschubrouten.

 

Wirtschaft

 

Mit der Stromunsicherheit und  sinkenden Kapazitäten fallen auch Produktionsbetriebe aus. Das ist zu kleinteilig, als dass ich das im Einzelnen nachvollziehen könnte. Aber klar ist, die ru Seite kennt die Energiegroßverbraucher (Metall z.B.) und ihre Bedeutung für die Rüstung genau und kalkuliert das ein. Ein Indiz ist auch die Aussage des ua MP, das Bruttosozialprodukt könne durch die Infrastrukturangriffe von derzeit 30 auf 50% zurückgehen.

 

Infrastruktur

Auch wenn ich angesichts der Höhe der Energieausfälle bislang skeptisch bleibe, inwieweit diese mit Hilfe von Generatoren zu kompensieren sind. (Nach Aussagen des ua MP fehlen 16.000 Generatoren), scheint die bemerkenswert schnelle und entschlossene Hilfe aus dem Westen zumindest bei der Infrastruktur etwas zu bewirken.

 

Die Zentren der Unbesiegbarkeit funktionieren dank Insellösungen (Kleingeneratoren) weiter.

 

Während anfangs OPs in Krankenhäusern ausfielen, hört man davon weniger. (außer in ru Medien, die ätzen)

 

Während Anfangs automatisch mit dem Strom Wasser (Pumpen) und Fernwärme (Verdichter) ausfielen, hört man jetzt des Öfteren, das beide Funktionen u.a. dank Generatoren schneller wiederhergestellt werden konnten, als die Stromversorgung. Vor allem Groß-Generatoren in Containern scheinen da zu helfen.

 

Das Ganze ist ein irrer Wettlauf zwischen Zerstörung, Teil (!)reparatur und Dezentralisierter Nothilfe. Angesichts vieler dezentraler Hilfen (zahlreiche private Hilfslieferungen aus dem Westen von Generatoren) und die Selbsthilfe  (private Käufe von Diesel, Solar-, etc. Generatoren, Kohle, Holzöfen) ist eine Gesamtkalkulation vermutlich schwierig und etwas optimistischer als die offizielle Statistik. Dennoch, der eigentliche  Härte-„Test“ kommt meiner persönlichen Einschätzung nach im Januar mit einer 3 wöchigen Dauerfrostperiode.

 

 

Luftabwehr

 

Während die ua Seite sich bemüht, (gegenüber der eigenen Bevölkerung und den Unterstützern im Ausland) die Erfolge der eigenen Luftabwehr hervorzuheben (über 80%  Abschüsse in Kiev), ist die wirkliche Bilanz prekärer.

 

-die RA hat am Vorabend des Beschusses Drohnen losgeschickt, um die ua Luftabwehr auszutesten, auszuschalten und zu umgehen.( wird von UA Seite eingeräumt)

-die RA hat offenbar (vermutlich mit Hilfe von Dummies und falschen elektronischen Signalen) die ua Abwehr teilweise erfolgreich getäuscht. (Behaupten ru Blogs)

-der Ra ist es gelungen mehrere Radarortungsstationen der UA auszuschalten. (Behaupten ru Blogs)

 

Unabhängig davon kamen immer noch genügend Geschosse durch. Manche der o.g. Schäden wurden gar nicht von Langstreckenraketen, sondern von ordinären S 300 Raketen kurzer Reichweite erzielt. Diese waren immer das Gespött westlicher Analysten, weil es eigentlich Luftabwehrraketen sind, die von den Ru für Bodenangriffe genutzt werden. Das zeigt wieder einmal die Fahrlässigkeit westlicher Einschätzungen der angeblich russischen Inkompetenz.

 

 

Fazit:

Die ua Infrastruktur ist immer noch stark verwundbar. Auch die Verkehrswege Richtung Westen.

Die Luftabwehr ist lückenhaft, evtl. verwundbar.

Die Angriffsmöglichkeiten sind keineswegs ausgeschöpft.(entgegen westlichen Unkenrufe genügen Drohnen und Raketen) Es gibt zahlreiche Punkte (z.B. Wasserkraftwerke, Schaltzentralen), wo die UA noch stärker getroffen werden kann.

Die Hilfen, helfen der kritischen Infrastruktur in manchen Bereichen (Kommunikation, Krankenhäuser) wohl spürbar, bei anderen in Ansätzen (Wasser, Abwasser, Fernheizung), sie können aber die strukturellen Defizite in den kommenden Monaten vermutlich kaum kompensieren.

 

Die Aussage der RA, wie würden nicht gegen die Zivilbevölkerung, sondern die militärische Infrastruktur vorgehen, ist also nicht ganz falsch. Die Verkürzung auf zivile Opfer ist eher naiv. Die UA kennen natürlich die Wirklichkeit, aber der Westen macht sich was vor, was er lieber nicht tun sollte.

 

Die Demoralisierung der ua Bevölkerung scheint bisher nicht eingetroffen, eine große Fluchtbewegung ist bisher nicht erkennbar, möglicherweise stabilisieren diese Angriffe sogar den Widerstandswillen.

 

Dass der Energiekrieg keinerlei negative Folgen für die ua Kriegsführung hat (These ISW) wage ich zu bezweifeln. Der Nachschub und die Militärproduktion werden beeinflusst und dies könnte im Fall einer (beiderseitigen) Januaroffensive in der zu einer kritischen Situation führen, wenn bei erhöhtem Energiebedarf die inzwischen identifizierten kritischen Punkte der Energieversorgung angegriffen werden.

 

 

Führt Russland faktisch Todesstrafe ein? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  12.-14.12.2022  (wegen Blockseminar mehrere Tage, weil das Geschehen relativ undynamisch, werde ich vermutlich vorerst weiterhin mehrere Tage zusammenfassen, und statt des liegen gebliebenes aufarbeiten- CB)

Zwischen Matsch und Frost-Wetter bestimmt Kriegsgeschehen

UA zerschießt Soldaten und Verkehrsinfrastruktur

Ru Rüstung besser als von West-GD behauptet?

Kriegsfolgen in Russland, Petersburg wird schmutziger, Kommunalparlamentarier maulen

Wärmedecken für den Notfall, ua Eisenbahn bereitet sich vor

 

 

Krieg bleibt matschig. Frost-Offensiven wohl ab Mitte Januar

 

Weihnachten und Neujahr (nach gregorianischem Kalender später als in MO, bleiben „mild“ bei Temperaturen auch über Null, was zumindest Bodenaktivitäten der Armee begrenzt. Aber ab Mitte Januar bis Anfange Februar erwarten Meteorologen eine Frostperiode die Panzeroffensiven wieder möglich macht. Bis dahin dürfte es weiterlaufen, wie bisher.

 

Ausnahme Luftkrieg. Dieser ist, wie gehabt, möglich. „Warme“ Temperaturen machen wie derzeit Drohnenangriffe wahrscheinlich, bei kalten können Raketenschäden gegen die Infrastruktur „effektiver“ wirken. D.h. abgesehen von Raketen-„Routine“ Angriffen alle 14 Tage könnte Ru den Versuch unternehmen, im Januar-Frost die UA energiemäßig zum Kollabieren zu bringen.

 

Russland führt faktisch Todesstrafe ein

 

Russischen Gefangenen wird „Freilassung“ bei Selbstverpflichtung für Wagner versprochen. Dort werden sie schlecht ausgebildet an Fronten wie in Bakmut und Luhansk eingesetzt. Rückzug wird nicht gestattet, was oft einem Todesurteil gleichkommt. Laut ua Angaben hat die RA an beiden Fronten, auch bei Wagner hohe Verluste.

 

UA Kriegsstrategie

Gezielte Massentötungen und Zerstörung der Verkehrsinfrastruktur. Mehrfach klang es fast entschuldigend, der UA bliebe nicht anderes übrig, als ihre Feinde zu töten. Wenn ua Berichte stimmen, wird alle paar Tage die Verwundung und Tötung von dutzenden, in die hunderte gehenden ru Soldaten vermeldet. Falls es keine fake news sind, greift die UA offenbar bewusst und sehr gezielt Ansammlungen von ru Soldaten, in Unterkünften und bei  Verladeaktionen an. Gleichzeitig werden Verkehrsknoten wie z.B. Tokmak oder Melitopel mit gezielten Raketenangriffen oder durch Partisanenaktionen geschädigt. Jüngstes Beispiel die Autobahnbrücke südlich von Melitopel, die nach Berdjansk und damit Richtung Russland führt und nach der Schädigung der Kertsch-Brücke den Nachschub auf dem Landweg sichern soll. Offenbar soll durch Demoralisierung der Truppen durch hohe Verluste, Aushöhlung des Nachschubes und Verunsicherung der Besatzer (der stellv. Besatzungschef von Cherson wurde Opfer eines Bombenattentates) versucht, eine Cherson-Konstellation herzustellen, die die RA zum Abzug zwingt, oder Voraussetzungen für eine Gegenoffensive im Januar schafft.

 

 

Panzerschlacht ohne Panzer?

Allein auf Grund der Topographie (Steppe) erwarteten Militärexperten in Ost cherson/Zap eine Panzerschlacht. Möglicherweise muss die ausfallen, weil die UA keine Panzer (mehr) hat. Die Nato (Deutschland) liefert jedenfalls keine modernen. Allerdings werden bis nach Afrika überall T72 zusammengekratzt, in der Slowakei aufgemotzt und in die UA geschickt. Was das genau bedeutet, ist unklar.

 

Kriegswirtschaft in West und Ru

Je länger der Krieg dauert, desto „perfekter“ wird die Wirtschaft in Ost und West auf den Krieg eingetaktet. Tschechien, die Slovakei und das Baltikum rüsten nach und reparieren Waffen. Die Türkei will Drohnen in der UA bauen, produziert Munition sowjetischen Typs die UA in Deutschland steigen die Aktienkurse der Rüstungsproduzenten. In Ru läuft es vice versa trotz Sanktionen. Je geschmierter diese Kette läuft, desto länger kann sie laufen.

 

Wissen sie es nicht besser oder verkaufen sie uns für dumm-britische Geheimdienstanalysen

Immer wieder bekommen wir v.a. aus London „Analysen“, wonach die RA fast am Zusammenklappen ist. Jetzt wurde vermeldet, dass Ru mit 40 Jahre alter Munition schießt. Suggestion: Der RA geht die Munition aus. Die Wahrheit: Während des derzeitigen Stellungskrieges ballert die RA auf über 1000 km Front einfach Richtung UA, um diese auf Distanz zu halten, im Demarkationsgebiet alles zu vernichten, die UA an diesen Abschnitten zu binden. Eigentlich könnte man das auch mit größeren Polen-Böllern machen, Hauptsache es knallt und macht irgendwas kaputt. Die RA verschießt dazu ihre Altbestände, räumt Lage, spart „moderne“ Munition. Was also in den Analysen als das Pfeifen auf dem letzten Loch erscheint, ist in Wirklichkeit durchaus „clever“, um Ressourcen für wirklich wichtige Aktionen zu sammeln. Diese Diskrepanz zwischen Wertung und Realität sieht man auch an den westlichen Raketenprognosen. Angeblich gehen die ru Bestände zu Neige, selbst die strategische Reserve sei angeknabbert. Und jetzt stellt sich durch ua GD Erkenntnisse heraus, RA produziert ca. 1 neue Mittelstreckenrakete pro Tag. Da sie zusätzlich Raketen aus BY importiert und demnächst wohl aus dem Iran, erschöpft sich da nichts so schnell. Die Frage bleibt, sind die britischen GD-Analysen nur schlecht (was ich nicht glaube) oder machen sie Kriegspropaganda?

 

Wärmedecken für den Notfall-wenn in der UA die Züge ausfallen

Angriffe auf die UA Infrastruktur bedrohen immer stärker den Zugverkehr. Dieser basiert dominante auf Strom, wenn er ausfällt, bleiben Züge stehen, die Heizung fällt aus. Die UA versucht die Diesellokreserve zu erhöhen, versucht, mit Generatoren Bahnhöfe energieunabhängig zu machen- Für den Notfall werden Wärmedecken gehortet.

 

Die derzeit wichtigsten „Weihnachtsgeschenke“ in der UA, Starlink und Generatoren, werden steuerbefreit

 

Kampf gegen die Korruption oder nur EU-Opportunismus

Kiewer Zentrale löste Kiewer Bezirksverwaltungsgericht auf. Diese galt als Hort der Korruption. Man fragt sich allerdings, warum erst jetzt? Kritiker zaghafter Antikorruptionsbekämpfung meinen, dass derartige Bemühungen immer nur so weit reichen, um westliche Hilfen nicht zu gefährden.

 

Wirtschaft

Die UA Volkswirtschaft könnte auf 50% einbrechen (derzeit um 30%), wenn die Schädigung der Infrastruktur weiter geht.

 

 

Besatzung

St. Petersburg versifft, wegen Aufbauhilfe in Mariupol?

Zoff gibt es in der Stadtverwaltung von St. Peter, weil zu viele Mittel nach M. abfließen, P. ist Partnerregion von M. . Trotz dieser „Hilfen“ soll die Unzufriedenheit wegen Bau und Versorgungsmängeln in M. zunehmen. Angeblich ist Mariupol ohne Licht.

 

Tötung bei Sicherheitskontrollen

Ru Blogger werfen ua Sicherheitskräften vor bei Kontrollen im Gebiet von Westcherson 20 Kollaborateure getötet zu haben.

 

Krieg in den Köpfen

Ua Sicherheitskräfte befürchten Folgen von Brainwashing bei Kindern und Jugendlichen in besetzten Gebieten.

 

Was ist los in Odessa? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  11.12.2022  6.00 Uhr

 

Warum Odessa und wie konnte der Blackout passieren?

Mag die CDU die Ukrainer nicht mehr?

Wird Kadyrev Innenminister in NeuNeurussland?

 

5 Drohnen für ein Halleluja

 

Es schien ein ruhiges Wochenende zu werden. „Nur“ 5 ru Raketen auf die UA, das ist fast „Nichts“ in diesem schrecklichen Krieg. Und dann die Meldung: Odessa, 1,5 Mio Menschen ohne Strom und das vielleicht für Wochen. Was ist passiert? Offenbar wurden 15 Drohnen losgeschickt, von denen vermutlich 5 nicht abgefangen wurden und ihr Ziel erreichten. Das zeigt wie naiv manche Meldungen der letzten Zeit über die Luftabwehr waren. Warum aber in Odessa, was fast in der entgegengesetzten Ecke des Kriegsgebietes liegt? Es dürfte mehrere Faktoren geben:

-banal, das Wetter ist in O deutlich wärmer, deutlich über Null, so dass die frostempfindlichen iranischen Drohnen hier kein Problem haben

-Start- und Instrukteurspunkte auf der nahen Krim

-Odessa war im Prinzip eines der Hauptziele Putins, die „Perle“ am Meer, der größte Hafen, die Brücke nach Moldau/Transnistrien zu EU

-Odessa kann nicht direkt beschossen werden, es ist ein Symbol von Neurussland, architektonisch wertvoll, ein Angriff würde an den Panzerkreuzer Potemkin erinnern (die Eisensteinsche Treppe von ru Marine beschossen? Undenkbar)

-Odessa kann derzeit nicht militärische erobert werden, da der Vormarsche der RA gestoppt ist bzw. sie sich im Krebsgang befindet

-Odessa kann nicht direkt beschossen werden, da es durch das Getreideabkommen geschützt ist, dieses darf nicht direkt, könnte aber indirekt durch Stromausfall sabotiert werden

Mit anderen Worten Odessa ist wirtschaftlich und militärisch wichtig für Ru, da aber ein Abschneiden über eine Landbrücke nach Transnistrien, das war die alte Strategie, derzeit ausscheidet, wird Odessa energiemäßig gekappt.

 

Wie war das möglich?

Ganz genau ist das schwer zu sagen, da insbesondere die UA das aus verständlichen Gründen nicht genau erklärt. Aber nach ru Quellen ist relativ klar, was passiert sein dürfte.

-Angewendet wurde die Strategie (H-ung-G.info berichtete), eine Region vom UA Verbundnetz (v.a. AKWs) zu trennen und dann ihre Eigenversorgung zu torpedieren. Das führt zu regionalen Backouts wie neulich in Sumy und jetzt in Odessa.

Nach ru Quellen hat die RA vor allem zwei Großumspannwerke im Norden und im Süden von O. getroffen. Diese waren neulich schon mit Raketen beschossen worden, aber noch einige Großtransformatoren intakt. Diese wurden offenbar jetzt gezielt durch Drohnen erledigt. Das zeigt, wie genau die Analyse, die Trefferberechnung der RA in diesem Bereich ist. (vollkommen bagatellisiert von den Militärexperten, die der RA nur Unfähigkeit und Unvermögen bescheinigen) .

Offenbar ist der RA damit ein doppelter Coup gelungen. O. wurde wohl nicht nur von der UA Ringversorgung abgekoppelt, sondern auch vom europäischen Stromverbund. Dieser führt durch Rumänien, Moldau, Ungarn, Slovakei, Polen. Möglicherweise wurde damit sogar der gesamte Stromverbund EU-UA geschädigt. Kurioserweise wird sogar das rumänische Netz über das ua stabilisizert, das moldawische sowieso. Dies dürfte einer der wesentlichen Gründe, jenseits der oben genannten, sein, Odessa abzuschalten. Es soll auch Europa getroffen werden und durch Strommangel der (im Prinzip elektrifizierte) Eisenbahntransit und damit Nachschub von der EU nach UA. Dazu passt, dass maßgebliche ru Blogger einen stärkeren Angriff auf die Verkehrsinfrastruktur fordern und durch die von ru initiierten Stromausfällen neben Sumy, Kiew und Charkiw v.a. Regionen im Westen (Liviv) von Stromabschaltungen betroffen sind. 

Gibt es Gegenmßnahmen?

Angesichts der Energiemenge, um die es geht, schwer zu sagen.

M.E. muss auf jeden Fall mehr getan werden, um entgegenzusteuern.

Luftabwehr ist sinnvoll, wird aber angesichts der Größe des Landes den Energiekrieg kaum stoppen

Stärkung der dezentralen Energieversorgung

Generatoren, (diese helfen aber eigentlich „nur“ punktuell für kritischen Infrastruktur, nicht für Wasserversorgung, Gas- und Wärmetransport)

Es fehlen vermutlich Großtransformatoren, weil diese gezielt zerschossen werden und andererseits das größte Transformatorenwerk durch mehrere Luftangriffe beschädigt wurden.

Es fehlen originelle Großlösungen. Z.B. Stromversorgungsschiffe (gibt es in der Türkei), fahrbare Großgeneratoren, Dieselloks (können E-los ersetzen und Strom erzeugen), Wind und Solaranlagen (große Solaranlage und Windparks sind militärisch leider leicht angreifbar), etc.

 

Wird Kadyrev Innenminister im neuen Neurussland?

„Die Tschetschenische Republik beteiligt sich am aktivsten an der Schaffung eines friedlichen Lebens in den befreiten Gebieten.“ Meint einer der wichtigsten ru Besatzer. Während die Tschetschenen offenbar ihr militärischen Engagement reduziert haben (Donetzk, Soldedar, Evtl. Zap) schicken sie seit Monaten verstärkt alle möglichen Gattungen des Innenmin in die besetzte UA. Kontingente am Flughafen Grosny wurden mehrfach vom Innenmin verabschiedet. Schon in Mariupol sorgten Tschetschenen im Übergang vom Kampf zur Besatzung durch brutale Filtrierungsmaßnahmen für „Ordnung“. Foltern und Tötung an Ort und Stelle eingeschlossen. In Zap v.a. am AKW Energodar, was als widerspenstige Region gilt, wurden OMON Kräfte zu Absicherung des Annexionsvolksentscheides und  Sicherung des AKWs eingesetzt.

 

Kirchenkampf

Ein Diakon (untere Geistlichkeit) wird nach einer Razzia in Zap der proru Prop bezichtigt. Die Aktion wird vom ua Geheimdienst SBU durchgefüht. Da das SBU faktisch aus dem KGB/FSB hervorgegangen ist, und heute noch Ähnlichkeiten trägt (z.B. Exekutivbefungnisse, eigene Gefängnisse) wirkt das Vorgehen gegen Geistliche, auch wenn es kriegsbedingt sicher nachvollziehbar ist, etwas befremdlich. Manche Begründungen erinnern mich an die Stasi-Argumente zur Verfolung der Zeugen Jehovas in der DDR ( angeblicher proamerikanismus, Wehrdienstverweigerung). Was wird dem ua Diakon vorgeworfen?: Originalmeldung „Der SBU entlarvte einen UOC MP-Diakon, der sich für den „Anschluss“ von Zaporozhye an die Russische Föderation einsetzte. Der Priester billigte öffentlich die Abhaltung eines illegalen Referendums über den "Anschluss" der Region Saporischschja an die Zusammensetzung. Dazu hat er ein Profil im verbotenen sozialen Netzwerk Vkontakte (das ist wohl Wagner/Prigonschin-CB) aktiviert und in seinem Namen Anrufe von kremlfreundlichen Bloggern zur Unterstützung der gefälschten Volksabstimmung „umgepostet“. Er kommentierte russische Veröffentlichungen und forderte die Menschen auf, in die "Wahllokale" zu kommen und für das Aggressorland zu stimmen".sagte der SBU. In seinen Ämtern leugnete der Diakon die Existenz des ukrainischen Volkes, seiner Sprache und Kultur. Er stellte auch die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb international anerkannter Grenzen in Frage. Der Priester nahm Materialien für den Inhalt von propagandistischen Öffentlichkeiten des russischen sozialen Netzwerks, darunter "Russischer Frühling.“

 

Hat die CDU genug von den Ukrainern?

Die CDU sonst immer auf der (linken oder rechten?) Überholspur in Sachen Ukraine irritiert durch ein Statement ihres  Parlamentarischen Geschäftsführers.  Dieser sieht Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen "an der Belastungsgrenze angekommen". "In diesem Jahr sind rund 1,1 Millionen Menschen aus der Ukraine gekommen, und wir werden zusätzlich deutlich über 200.000 Asylanträge aus anderen Ländern verzeichnen". Nicht, dass ich finde, das Flüchtlinge ein Wert an sich sind, im Gegenteil eher ein Symptom für Versagen, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist eine solche Denbatte vollkommen kontraproduktiv. Wenn alles schief geht, s. Modell Odessa in anderen Regionen bei Permafrost, muss sich Europa, Deutschland, Berlin auf eine potentielle Flüchtlingswelle einstellen. Die UA können ja umsonst Zug fahren und haben derzeit ein Einreiserecht, also entscheiden sie selber, ob sie kommen oder nicht, auch Herr Frei wird das nicht ändern, auch wenn er insofern sicher recht hat, dass das alles nicht einfach wird….

Stalinorgel im AKW. H-und-G.info Ukraine-Monitoring  9.12.2022  6.00 Uhr

 

Schlagzeilen sind keine Schlagzeilen mehr

CIA-contra US-Army. Winteroffensive ja oder nein- sie läuft irgendwie schon

Kleptokraten gegen Kosaken. Selbstverwaltung in gepaltenen Oblasti

Priester als Landesverräter

 

Dem Mann des Jahres gehen die Schlagzeilen aus

Profi PR-Mann S. schaffte es ein dreiviertel Jahr lang, die Welt mit Schlagzeilen in Atem zu halten. Diese Aufmerksamkeit der Welt ist neben dem Durchhaltewillen der Ukrainer die Grundvoraussetzung für die Verteidigung der UA, weil ohne Westhilfe Staat und Militär binnen kurzem zusammenbrechen würde.

Aber nun meldet S. z.B., dass fast 2000 Gemeinen rückerobert seien. Lange bekannt, auch von ihm schon öfter gemeldet. Auch nicht mehr so ganz überzeugend. Denn der momentane Trend läuft vollkommen anders. Seit Wochen erobert die UA nichts mehr Relevantes.

Dass Selenskij keine wirklichen News mehr produzieren kann, heißt nicht, dass nichts Schlimmes/Relevantes stattfindet. Im Gegenteil. Jeden Tag finden so viele Dinge statt, die noch vor einem Jahr Weltschlagzeilen produziert hätten. Nur man hat sich dran „gewöhnt“. Die Kriegsroutine ist einer der größten momentanen Feinde der UA. Noch prägt er nur die Medien, ein bisschen schon die westlichen Bevölkerungen, noch nicht die Regierungen. Aber was ist, wenn die Ennuyance mit Verzögerung dort ankommt?

Stalinorgel am AKW-Engergodar Kampfhotspot

Nach Ua Angaben haben die RA direkt am Reaktor 6 und am Brennstofftank Grad-Raketenwerfer aufgestellt. Grad sind LKW-basierte, Mehrfachraketenwerfer, die Kurzraketen abschießen z. T. auch mir Brandmunition bestückt. Damit können binnen Kurzem Flächen groß wie Fußballfelder eliminiert werden.  Mit derartigem Gerät beschießt die RA seit 4 1/2w Monaten die Stadt Nikopol und Umgebung auf der anderen Dnjepr-Seite. Das hat trotz des hohen Risikos Gegenangriffe der UA zur Folge. Auch gestern beschoss die UA nach eigenen Angaben (!) Energodar. Die Reaktion darauf ist offenbar, dass die RA das AKW als Schutzschild nutzt. Die Brennstofftanks sind die 12 tätige Notreserve, die die Kühl-Generatoren im Fall von Notabschaltungen betreiben.

Ingesamt ein schwerer Rückschlag für die Bemühungen der IAEA. Müsste ein Alarmsignal sein. Zaporischschja ist eine Atombombe. Aber mein Eindruck, es ist es nicht.

 

Besetzte Gebiete

Im besetzten Cherson wurde die Griwna als Zahlungsmitteln im Alltag abgeschafft. Offenbar um die galoppierende Inflation des Rubel dort zu stoppen. Die Verwaltung versucht sich am Asowschen Meer, dem äußersten Punkt von Cherson zu konsolidieren. Auch die Putin-Partei, einheitliches Russland wurde dort jetzt offiziell gegründet. Das Ganze gleicht einem Tanz auf dem Vulkan. Es ist zweifelhaft, ob die RA Ost-Cherson wird halten können. Die UA zerschießt systematisch mit Haubitzen den Nachschub der RA, angeblich mit hohen Verlusten für die RA. Wenn das so weiter geht , ist es nur eine Frage der Zeit, wann die RA erneut die Koffer (und Kühlschränke der Ukrainer) packen muss.

In Mariupol versucht die DNR Dynamik vorzuspielen. M. soll per Kanal an den Don angebunden werden, angeblich um die Trinkwassersituation zu verbessern. Vermutlich auch, um M. unabhängiger von der UA zu machen.  Die Aufbaubemühungen auch mit Hilfe der Patenstadt St. Peter sind unverkennbar, auch wenn die Alt-Bewohner teilweise ätzen. Ob diese Bemühungen Potemkinschen Charakter haben,  oder wirkungsvoll sind, ist schwer einzuschätzen. Es gibt Fotos von langen Schlangen, Zerstörungen, Abrissen, die die Zerstörungen mehr kaschieren als beseitigen sollen. Alles ambivalent. Aber auch Donetzk-City war zum Schluss eine ganz annehmbare Stadt nach den Kämpfen von 2014.

 

UA Selbstverwaltung –Stütze des Krieges- Kosakenmentalität gefällt FDP

Gegenüber der dirigistischen und durch und durch kleptokratischen Besatzerverwaltung, schneidet die ua Verwaltung gut ab. Trotz Korruptionsfällen. Trotz Kriegsrecht, was ein Durchregieren von oben erlaubt, wäre die Verwaltung der ua ohne echtes Engagement von Freiwilligen und Kommunalpolitkern schon lange zusammengebrochen. Sie basiert auf einen interessanten Zusammenspiel von fast schon militärischen Planung und Improvisation. Kosakenmentalität nennt ein Gouverneur das, die Ua hätten schon immer die Freiheit geliebt. Selbst die deutsche FDP hat sich in die UA-verwaltung verliebt, der Bundesverkehrsminister schwärmt von der Digitalisierung in der UA. Einerseits hat er recht. Dass aber manche Stadtverwaltungen nur noch im Netz funktionieren, weil ihre Büro zerstört oder besetzt sind, und sie nur noch als Netzwerk im ukrainischen „Exil“ funktionieren, ist sicher kein Vorbild, sondern eine Folge der schieren Not.

 Unbesiegbarkeit wächst

Die Zahl der „Stützpunkte der Unbesiegbarkeit“ steigt kontinuierlich, Basis sind Orte/Zelte mit Generatoren; Heizung, Handyanschluss, humanitärer Hilfe. Nun bauen auch die Betriebe derartige Schutzpunkte auf.  Basis sind oft Generatoren, von Hilfsorganisationen. Inzwischen auch in Größe von Containern.  Das hilft! Mehr davon.

H-und-G.info Ukraine-Monitoring  8.12.2022  6.00 Uhr

 

Heute nur kurz

Energiekrieg

Ua nach wie vor unplanmäßige Energieausfälle v.a. im Osten bei Minus 17 Grad (!)

Das Schlimmste könnte noch kommen. Ab der zweiten Januarwoche droht eine dreiwöchige Frostperiode. Energieausfälle wegen Raketenbeschuss könnten verheerende Folgen wegen einfrierender Leitungen haben.

Klitschko spricht von Apokalypse.

Insgesamt schon 1000 Angriffe auf Strominfrastruktur

Auch Gasinfrastruktur betroffen.

Energiekrieg destabilisiert Nachbarstaaten der UA

Anrainerstaaten wie Moldau, aber auch Ungarn sind betroffen, weil dort Strom- bzw. Ölzufuhr stockt. Ungarn hat massiver Probleme mit Bezinknappheit und Preisen.

Ru blogger fordern Verschärfung des Energiekrieges durch Lahmlegung der Steuerungszentrtalen.

Nato definiert ua Angrife auf ru Territorium als Verteidigung.

Putin droht mit A-Waffen bei Angriff.

Hot frozen Konflikt-Was macht eigentlich dieser Krieg?

Wie vorhergesagt, wir über den Krieg in der UA immer weniger berichtet. Er dümpelt verlustreich an den bekannten hotspots vor sich hin.

-In Luhansk behaupten beide Seiten voranzukommen

-In Bakmut sind beide verbissen verknotet-

-Westlich von Donezk-City versucht die RA, die UA aus Schussweiter der Stadt zu verdrängen. Die UA beschießt mit Artillerie Ziele in Donetzk-City. Die RA schient machtlos. Die DNR-Kämpfer vor Ort sind wütend.

-Zap gegenseitiger Beschuss, Partisanen

-Cherson gegenseitiger Beschuss

Neuer Drohnenangriff

Sind inan. Drohnen jetzt kältebeständig umgebaut?

 

Krieg nach dem Krieg

Ein halbes ´Dutzend ua Tote durch Minenräumung

 

Wir sind wieder Führer.

Immer wieder heißt es: Deutschland sei jetzt Führungsmacht oder solle mehr Führungsmacht sein. Ups-was für ein Wort. Kaczinski warnt prompt, deutsche Dominanz müsse verhindert werden. Die “Welt„ meint K. sei im Wahlkampf. Vielleicht hat er aber auch nur schlicht recht. Kurioserweise sind Deutschland und Polen im Vergleich zur Zeit vor einem Jahr so nah wie lange nicht.

Rest morgen

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Rote Linie überschritten. Für Wen? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  7.12.2022  6.00 Uhr

 

Wie reagiert Russland auf Angriff gegen seine strategische Flotte?

AKW militärisch zu erobern?

Ölsperre bremst Lieferung für Westen

Dritte Angriffswelle gegen Energiesektor.

 

Putin flieht von Kertsch-Brücke

 

Es sollte wohl ein Zeichen der Beruhigung werden. Putin fährt mit dem Auto über die Kertschbrücke, die Landverbindung Krim-Rossia. Beobachtern fällt auf: 1. Putin fuhr nicht mit nacktem Oberkörper über die Brücke. 2. Er fuhr (jetzt im Ernst) diesmal keinen LKW, sondern nur einen PKW, weil die Brücke immer noch nicht ok ist. 3. Er musste schleunigst nach Moskau zurück zu einer Sondersitzung des Sicherheitsrates, weil die UA seine strategische Flotte beschossen hatten und Russland ein peinliches Sicherheitsdefizit hat. (Real dürfte die Gefahr geringer sein.) Ein PR-Flop.

 

Liebesgrüße aus Kiew

 

Angriff auf (potentiell) strategische Bomber kurz nach dem Jahrestag der Unterzeichnung des Budapester Abkommens zur Aufgabe der Atomwaffen durch die UA am 5. 12. 1994. Dies zeigt, die Atommacht Ru ist durch die ehemalige Atommacht Ua verwundbar. David führt Goliath vor.

 

 

Rote Linie überschritten, fragt sich nur für wen?

 

Der Angriff der UA auf 2 strategische und 2 konventionelle Militärflughäfen (Kursk und Krim), ist eine Provokation für Russland. Anders als bei dem Angriff auf die Schlangeninsel, die Krimflotte, und die Kertschbrücke, geht es nun wirklich ans Eingemachte. Die rote Linie ist überschritten, es fragt sich nur, für wen?

 

Dass von derartigen Flughäfen, die Bomber starten, die Raketen auf die UA werfen, ist für die RA schon schlimm genug. Derartige Bomber sind nicht einfach ersetzbar. Dass alle Welt sieht, dass ihr Nuklearschirm nicht sicher ist und selbst ihre Hauptstadt von den „Nazis“ aus Kiew bedroht werden könnte, ist ein Hammer. Eine Kopfnuß für die Regierung Putin, für die sie offenbar noch kein wording hat.

Die ru Hauptblogger, die den Ton bei der Soldatestka angeben, benennen die Fakten bemerkenswert offen, aber sie bewerten sie nicht. Moskau ist offenbar noch verwirrt.

 

 

Wer ist der „Schuldige“ USA oder UA oder die Russische Armee, oder Putins Truppe?

 

Vermutlich wird der Westen/USA verdächtigt werden, hinter dem Angriff zu stehen. Das passt in das Narrativ, dass die USA Russland kaputtmachen wollen und die UA nur benutzen. USA beeilte sich auch, zu betonen, dass nicht sie dahinter stecke. Aber sie der Beihilfe zu bezichtigen dürfte nicht schwer sein, da allein die Satellitenaufklärung Bände spricht. Im Netz kursieren Satellitenbilder vom Flughafen kurz vor und kurz nach dem Anschlag, mit einer Auflösung, dass man jedes Flugzeug erkennen kann. (!)

 

Dass die UA dahinter stecken, dürfte selbsterklärend sein. Ob es wirklich Spezialkräfte waren, mag auch ein Ablenkungs- und Verunsicherungsmanöver der UA sein. Eigentlich wäre es höchst fahrlässig, so etwas zuzugeben. Wenn Putin die UA bezichtigt, müsste er einräumen, dass die UA stärker ist als gedacht und in der Lage, den Krieg ins eigene Land zu tragen. Zweischneidiges Schwert.

 

 

Totschweigen geht nicht, die Sache ist rum.

 

Ist Putin schuld.

 

Diese Geschichte könnte sich im Prinzip auch gegen Putin und seine Kamarilla kehre: Putin gefährdet Rus Sicherheit. Im Grunde genommen hat er die Hauptarmee mit seiner Spezialoperation so ramponiert, dass sie kaum noch in der Lage wäre, Russland konventionell zu verteidigen. In einem (theoretischen) Zweifrontenkrieg wäre ru platt. Die Mittelstreckenraketen reichen wohl auch nur noch aus, um die UA zu piesacken, aber die strategische Grenze ist wohl schon erreicht oder unterschritten. Im Grunde spielt Putin total vabanque und Russland verlässt sich nur noch aufs „Große Besteck“, d.h. die Atomwaffen. Und nun zeigt sich, dass selbst das nicht mehr sicher ist. Eigentlich müssten in Ru alle Sicherheitsexperten und Militärs aufstehen und sagen: das geht so nicht weiter, dass ist ein Vietnam bzw. Afghanistan:  Der Preis wird zu hoch. Wir müssen die Sache beenden. Notfalls ohne Putin.

 

Das Problem

1.Das Militär ist selbst in die Niederlagen und Defizite verstrickt.

 

2.Russland ist keine Demokratie, wie die USA zu Zeiten des Vietnamkriegs. Oder wie Russland teildemokratisiert wie zu Beginn der Perestroika.

 

3.Es ist (für mich, was nicht heißt) nicht erkennbar, dass der ru Sicherheitsapparat, bzw. der Rat der Silowiki Risse hat.

 

4.Die russischen Militärs sind keine Schicht mit einem ausgeprägten separatem Elitebewusstein wie etwa der 20. Juli. Also nicht Putschfähig.

 

5.Putin hat es nie wirklich gelernt, zu verlieren. Er ist „nur“ KGBist und KGBisten haben es nur gelernt, dass sie durchhalten müssen allenfalls taktische Verianten vornehmen.

 

6.Die Silowiki sind (vermutlich und nicht ganz ohne Grund) überzeugt, den hybriden Krieg noch gewinnen zu können.

Die Kiste wirkt irgendwie verfahren.

 

 

 

Hybrider Krieg

 

 

-Nach den zwei Raketenwellen kam nachts regional eine dritte Drohnenwelle, vermutlich gegen wichtige Fabriken. Keineswegs alle Drohnen wurden abgeschossen..

 

-einzelne Regionen waren fast komplett ohne Strom (Sumy, Odessa), Kiew schwer angeschlagen

 

-nach dem Test, wie mal 50% des Stroms ausschalten kann, gibt es jetzt den Test, wie einzelne Regionen (zusätzlich) abgeschaltet werden. (Sumy komplett)

 

-in manchen Regionen müssen die Menschen derzeit regulär mit ca. 8 Stunden ohne Strom leben, wenn sie dies nicht einhalten, fällt das Netz irregulär aus. 

 

-die Regenerationsfähigkeit nimmt weiter ab, da der Transformatorennachschub zerstört wird

 

-die Verkehrsinfrastruktur Richtung Europa wurde beeinträchtigt

 

AKW Zap

Wenn diplomatische Mittel scheitern, denkt man in UA über militräische Eroberung des AKW nach

 

Hybrid

Öldeckel wird zu Ölsperre am Bosporus.

Aber auch Westimporte aus Kasachstan betroffen (!)

 

 

xxx

Hier aus Zeitmangel Ende

6.12.2022  6.00 Uhr

Schlussfolgerungen aus 8. Großangriff

Ukrainische Luftwaffe kurz vor Moskau.

Offenbar ist es der UA gelungen zwei Flugplätze in Ru mit Drohnen anzugreifen. Das Brisante 1. Die Flugplätze sind ca 550 km von der Grenze/Front entfernt im tiefsten Russland. 2. Die Flugplätze gehörten offenbar zum Stationierungsort der strategischen, d.h. potentiell Atomwaffen-tragenden Bomber. Diese werden ohne A-Waffen auch zum Bombardement der UA eingesetzt. 3. Einer der Flughäfen liegt nur noch 2-300 km vor Moskau 4. Zeitgleich hat die UA vermeldet, dass sie jetzt in der Lage sein Drohnen von über 1000 km Reichweite und mit größeren Sprengköpfen selbst zu produzieren.

Die Flughafen-Schäden, die der Logik nach zum militärischen Geheimnis der RA gehören müssten wurden ausschnittsweise in Ru Blogs gezeigt. Dies ist ungewöhnlich und interessant: 1. Soll dadurch gezeigt werden, dass der Schaden begrenzt war 2. Und das ist wichtiger, dass es ein Skandal ist, dass er überhaupt passieren konnte, 3. dass es Versäumnisse bei der Luftabwehr gibt.

Das interessante. Darauf weisen UA hin. Der bisherige Chef der Luftwaffe und damit für die Luftabwehr Zuständige heißt Surovikin. Es ist der jetzige Oberkommandeur des Krieges, der angebliche Hoffnungsträger der Rechtsnationalisten und Frontkämpfer.  Steht jetzt der nächste Trainerwechsel bevor?

Russland bereitet sich auf die Verteidigung vor. In mehreren Städten wird die Bevölkerung auf den Luftschutz eingestimmt. Ich habe das bisher für einen reinen Mobilisierungscoup gehalten. So wurde die letzten Tage auch ausführlich über Bombenangriffe der UA auf Donetzk-City, etc. berichtet. Möglicherweise sind aber den Russen ihre Schwachstellen bekannt und sie bekommen das Muffensausen oder sie lassen bestimmte Angriffe mit Absicht zu, um das Land auf den Verteidigungsmodus und die Massenmobilisierung 2023 vorzubereiten.  Klingt zynisch, ausgeschlossen ist es nicht.

Großangriff auf UA-Schlussfolgerungen

Leider habe ich mich bei der Vorhersage von vor einigen Tagen über den Angriffszeitpunkt um 2 Stunden geirrt. Er kam nicht am späten Vormittag sondern kurz nach Mittag.

Die Ru schießen und treffen immer noch relativ präzise, allen Unkereien zum Trotz.

Es ging diesmal nicht um die AKWs, sondern die mittlere Umspannebene von 300 auf 110 KV, die offenbar den Großbedarf von Großregionen abdeckt. Daher fielen viele Wasserwerke aus. Z.B. Odessa komplett!

Wenn die RA die AKWs und die mittlere Ebene plus Einzelregionen gezielt gleichzeitig ausschaltet. Dann „gut Nacht“. Im Prinzip ist sie dazu in der Lage.

Die UA wird tagelang nicht in der Lage sein, wenn überhaupt, die Schäden zu beseitigen.

Die UA priorisiert stark die kritische Infrastruktur, v.a. Krankenhäuser ist aber nicht in der Lage während und nach diesen Attacken den Dauerbetrieb von Fernwärme- Wasserversorgungsanlage zu garantieren. Nur die kleineren sind mit Ersatzgeneratoren zu betreiben. Glücklicherweise steigen die Temperaturen wieder. Dieses Szenario bei Dauerfrost…..

Die UA Luftabwehr ist nach wie vor lückenhaft. Die angebliche Abschussrate von 86% täuscht. 1. Schickt die RA Dummies, 2. Variiert die Abschussrate je nach Ziel, und keiner weiß, ob die RA in der Lage ist, die ua Luftabwehr zu umgehen und andere Ziele zu treffen. 3.

Die UA Raketenstatistik ist unvollständig!

In der UA Raketenstatistik sind v.a. die Mittelstrecken-Starts vom Schwarzen Meer und die Bombergestützten Raketenangriffe berücksichtigt. Es fehlen Drohnen und landgestützte Raketen aus der besetzten UA. Z.B. wurde nach den beiden Luftwellen Kriwii Rih aus Zaporischja/Energodar (AKW!) beschossen, mit verheerenden Folgen für einen Industriebetrieb, Infrastruktur und Zivilisten. Taucht in der Armeestatistik nicht auf, weil diese eine Luftwaffenstatistik ist.

Kontrafaktische Behauptungen (für Historiker eigentlich ein no go)

Nach dem 8. Raketen-Großangriff kann man vorhersagen, ohne dass es hierfür schon Meldungen gibt:

-der UA gehen die Transformatoren und damit die Selbstregenerierungsfähigkeiten aus.

-eine längere Frostperiode hätte verheerende Folgen, da Fernwärme- Heizungs- und Wasserleitungen gefrieren und platzen könnten

-die RA hat ihr Maximum an Schädigungspotential noch nicht ausgereizt

Einen schönen Nikolkaustag!

Iranische Drohnen nicht Kälteresistent. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 5.12.2022  6.00 Uhr

 

Angst der Russen vor Artikel 5? (Natobeistand)

Frozen conflict mit Hotspots

Was passiert bei einem Raketengroßangriff?

Was hat Putin aus der Stasibesetzung heute vor 33 Jahren gelernt?   https://stasibesetzung.de/dresden/putin-und-die-stasibesetzung

Bearbock in Indien. H-und-G.info war schon da. Sehr lesenswert:Harsh Joshi-Düker: India First? Warum verhält sich Indien gegenüber dem russischen Krieg neutral?

 

 

 

 

 

 

Frozen conflict

 

Bei minus 10 Grad in der Nacht friert der Boden, aber ob der Boden-Frost hält, ist unklar, da die Temperaturen ab morgen wieder steigen werden. Allgemein gilt Bodenfrost als Kriegsbeschleuniger.

 

In Bakmut wurden Fremdenlegionäre eingekesselt, haben sich aber wieder freigekämpft. Mindesten 5 Georgische Legionäre starben dabei.

 

UA will russische Schwarzmeerflotte entwaffnen. Zumindest Mittelstreckenraketenabschüsse sollen verhindert werden.

 

Haben Russen Angst vor Artikel 5 (Natobeistand)

 

Das ISW meint, die RA könnten das AKW Zap räumen, weil sie Angst haben, dass ein Atomunfall den Art 5 auslösen könnte (ich glaube Polen hat so etwas mal gesagt). Als Indiz wird gewertet, dass Ru froh gewesen sei, dass der Vorfall mit dem Raketenabsturz über Polen schnell bereinigt werden konnte. (H-und-G.info hatte berichtet, dass ru Blogger aktiv und glaubhaft an der Aufklärung der Sachverhalte beitrugen, wobei sie sicher sein konnten, dass das von der anderen Seite gelesen wird.)

 

Was passiert beim 8. Ru Raketen-Großangriff?

 

Die Erkenntnisse nach 7 solcher Angriffe sind präziser

 

Ein Totalblackout ist unwahrscheinlich, sondern „nur“ in 50% plus.

 

-50% sind in etwa die Kapazitäten der 4 AKW. Sie könnten wie beim  7 mal durch Treffer in Umspannwerken durch Notabschaltungen vom Netz gezwungen werden. Erfahrungsgemäß dauert es Tage, bis alle wieder in das Großnetz integriert werden können.

 

-die unmittelbare Folge der AKW-Abschaltung und Zerstörung von zentralen Umspannwerken: Die UA verinselt. D.h. der Stromverbund funktioniert nur noch eingeschränkt, jede Region muss sich selber versorgen. Dann können einzelne Regionen gezielt getroffen werden, indem dort Kraftwerke oder Umspannwerke oder Leitungen geschädigt werden. Z.B. Kiew aus psychologischen Gründen, oder die Waffenschmiede Dnjepro, oder die Eisenbahn-Nachschubwege aus Polen.

 

-die Wiederherstellungszeiten variieren. Teilweise ist Reparatur gar nicht möglich, weil Reserven aufgebraucht sind, Ersatzteile (v.a. Transformatoren) fehlen oder schneller zerbombt als restauriert wird.

 

-Die Meldung, dass nur noch 500 Orte ohne Strom seien (was schlimm genug ist) ist irreführend, da der Rest nur um den Preis von Stromabschaltungen, also nicht mehr zu 100% am Netz ist.

 

-Es gibt auch noch Eskalationsmöglichkeiten: Bisher wurde eher die Hardware angegriffen. Es könnte auch die Software, die Steuerungszentralen ausgeschaltet werden. Offenbar schreckt die Ru Militärführung hiervor zurück, weil dies unabsehbaren Folgen haben könnte. Radikalere Blogger fordern aber schon seit einiger Zeit, dies zu tun und mit der Ukraine Schluss zu machen.

 

Iranische Drohnen nicht Kälteresistent

Angeblich werden weniger iranische Drohnen eingesetzt, weil ihre Kunststoff bei den derzeit herrschenden Kältegraden splittert.

 

Ukrainer gegen Macron

 

Die Äußerung von M zu Sicherungsgarantien haben manche ua Politiker scharf zurückgewiesen. Sicherheit bestünde im Abzug, Reparationsleistungen, Entmilitarisierung und Abgabe der Atomwaffen (!) durch Ru. Bemerkenswert, dass der ua Chef des Sicherheitsrates derartige Positionen vertritt.

 

 

Ru Separatisten treffen auf ru Opposition und fordern Unabhängigkeit und Annäherung an den Westen

 

Laut Angaben von ru Bloggern, die offenbar der Aufklärung nahestehen, haben sich Tschetschenen und tatarische Separatisten mit Anhängern von Nawalny und Kasparow getroffen.

 

Laut Angaben von ru Bloggern stehen die separatistischen Söldnerverbände, die für die UA kämpfen mehr oder minder nur auf dem Papier, keine Bataillonsstärke.

 

ISW entdeckt nachlassende russische Kriegsunterstützung

Die Ergebnisse diverser Meinungsumfragen konnte man schon vor einigen Tagen in Meduza lesen. Der Trend ist immerhin interessant, was das heißt ist unklar. Schließlich ist Russland keine plebiszitäre Demokratie. Und der FSB ist sicher „besser“ als die Ochrana.

Es ist kalt in der  UA. Warten auf den Raktenangriff.  H-und-G.info Ukraine-Monitoring 4.12. ca  6.00 Uhr

 

Wird Macron zum Putinversteher?

Erfrierungstod an der Front

Wie oppositionell ist die ru Opposition?

Hybrides Ölgeplänkel

 

 

Nachttemperatur minus 10 Grad

Die wichtigste Tagesmeldung fehlt in deutschen UA –Tickern.

D.h. der ua Energieverbrauch steigt, damit die Verwundbarkeit der ua Energieversorgung. Da ab Dienstag die Temperaturen gegen Null steigen, ist mit einem Raketenangriff auf die Infrastruktur also spätestens am späteren Montag-Morgen zu rechnen, wenn es Richtung Tages-Spitzenverbrauch geht.

Im Schwarzen Meer sind 24 Mittelstreckenraketen startklar, das entspricht ca der üblichen Angriffsstärke, die sich durch festlandgestützte Mittelstreckenraketen und Raketen von Bombern bisher schon 7 mal auf bis zu ca. 100 aufaddierten.

Dazu zu rechnen, sind noch Haubitzen und Raketenwerfer in Frontnähe, die die regionale Versorgung z.B. in Cherson und Nikopol zerschießen können, plus Kamikazedrohnen.

Alle Meldungen, wonach Ru angeblich die Raketen ausgehen, bedeuten daher keine aktuelle Gefahrenverminderung. Im Gegensatz zu Meldungen vor einigen Tagen, dass die UA  nur noch Altraketen verpulvere, heißt es nun, sie verwende Raketen neuester Produktion. Dies muss aber kein  Indiz für einen absoluten Raketenmangel sind. Vielmehr versuchte die RA mit wenigen Präzisionsschlägen erheblichen Schaden anzurichten. Wie die Ausschaltung der Endfertigung des  wohl wichtigsten Transformatorenwerkes in Zap in den letzten Tagen zeigt, ist die dazu in der Lage.

Erfrierungstod an der Front?

Es gibt nicht verifizierbare Meldungen, wonach ru Soldaten in den Schützengräben erfrieren. Möglicher Weise mehr als durch den Krieg an sich. In Fernost sollen Anverwandte Totenscheinangaben erhalten; eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht. Ob das eine Camouflage der wahren Todesursachen ist, oder ein Eingeständnis des Erfrierungstodes, who knows, denkbar ist beides.

Kriegsgeschehen

Alle sehen auf Bakmut, aber die eigentliche „Musik“ spielt in Südzap. Angeblich wurden wieder dutzende ru Soldaten durch Angriffe der Verkehrslinie vom Dnepr Richtung Osten getroffen. Dazu Explosion nördlich von Melitopel. Partisanen und Himars könnten die Russen dort zu weiteren „taktischen“ Rückzügen zwingen.

Ru Blogger behaupten die ua Front in Bakmut könne zusammenbrechen. Ua Blogger meinen Bakmut hält!

Hybrid.  Ergänzung und Korrektur zur Drushba-Pipeline

Es wurde in h-und-G.info gestern im Zusammenhang mit demn AKW Verhandlungen behauptet, dass der ru Ölexport in Richtung EU unter Embargo stehe. Das stimmt nur teilweise, da es für Durchleitungsstaaten auf Druck von Ungarn. Übergangsrechte bis 2024 gibt. (v.a. Ungarn, Slovakei, Moldawien) Insofern ist auch die ru Retourkutsche für die Deckelung, jetzt kein Öl mehr in die EU zu exportieren keineswegs eine leere Drohung. Offenbar zielt sie darauf, Länder wie Orban-Land in die Opposition zu treiben. Andere Länder wie Polen und Deutschland wollen sich durch Koop und Ostseeimport sofort vom ru Öl unabhängig machen.

Rumäne versucht Moldau durch Erdgas-Hilfe von der einseitigen Abhängigkeit von ru Gas zu befreien.

An meiner Tankstelle steigen die Preise gerade wieder.

Getreide

Die Ua hat ca 1/3 ihrer Ernte in diesem Jahre verloren. In Kriegsgebieten konnte nicht geerntet werden, die Ru haben für eine Milliarde (!) ua Getreide in den besetzten Gebieten geklaut.

 

Wie oppositionell ist die ru Opposition?

Diese Frage stellt sich einmal wieder, nachdem ein Doschd-Moderator aus dem baltischen Exil über den Sender zur Unterstützung der ru Soldaten aufforderte. Er wurde zwar gefeuert, der Sender bekam ein Bußgeld. Aber man denkt sich so seinen Teil, zumal Doschd eher als Moskauer-Schickeria-Sender begann.

Wechselt Macron die Seiten?

Nein. Der Westen spielt bad by god boy. Nach einem langen Gespräch mit Biden, der Verhandlungen mit Wolodja derzeit für sinnlos hält, machte Macron Avancen zur Anerkennung des ru Sicherheitsbedürfnisses. Der Westen kann (inzwischen) beides Härte und Softskills. Das ist auch ein Angebot an die russischen Eliten darüber nachzudenken, ob sie ihre Interessen nicht „billiger“ wahren können, als durch Putins way….

Weihnachten in der UA

Der Weihnachtsbaumverkauft beginnt. Wohl ohne Lichterketten. Notfalls als Brennholzreserve. In Mariupol allerdings kein Weihnachtsmarkt sondern blühender Schwarzmarkt. Aber ich bin sicher irgendwie werden die Ukrainer auch feiern, ihre Vitalität und ihre Gemeinsinn sind Teil auch ihres militärischen „Erfolges“.

Wird „Freundschaft“ zu einem Schlüssel des Krieges? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  3.12. 2022  6.00 Uhr

 

Putin pokert mit AKW für Drushba. Was steckt dahinter?

AKW-Sicherheit gegen Sanktionslockerung?

Reden mit Putin -spaltet es den Westen?

Ein fieser Raketeneinschlag kann schlimmer sein als dutzende

Jetzt auch Gasdefizit in UA?

UA beschießt Donetzk und Russland

Doch noch Tribunal gegen ua „Nazis“?

Was bitte ist Ethnopolitik?

 

Das Bemerkenswerteste ist das Nichtkriegsgeschehen. Die RA gibt offenbar weiter Positionen in Süd Zaporischschja im Süden von Zap auf. Damit bewahrheitet sich einmal wieder meine These, die Ukraine gewinnt weniger durch Kampfoffensiven, und statt dessen durch (natürlich herbeigeführte) Rückzüge der RA. Nach diversen Infos werden weiter  Orte östlich des Dnjepr (Kachowka und Wasyliwka) evakuiert, bzw. militärisch ausgedünnt. Die Verteidigungslinie aber bleibt. Welches Wasyliwka gemeint ist, ist unklar, da es zwei am Djnepr gibt.  Das im Norden wäre noch bemerkenswerter. Es ist der Checkpoint Richtung Ukraine mit Filtrierungslager. Er befindet sich nur wenige KM vom AKW Standort Energodar entfernt. Das besetzte E. wird aber weiterhin von einem extra „Verteidigungsring“ der RA besonders abgeschirmt.

 

Freundschaft (Druschba) wird zum Schlüssel eines (möglicherweise) ersten echten Kompromissees zwischen UA/Westen und RA

Angeblich soll es bis Weihnachten einen Kompromiss zum AKW ZAp geben. IAEA-Chef Grossi sprach erstmals von einer „Entmilitarisierung“. Das entspräche der UA Formulierung, bisher war nur von Sicherheitszone die Rede. (Ru Position). Dies passt zu den Rückzügen der RA in Zap und Gerüchten aus Moskau, die von der Oppozeitschrift Meduza verbreitet werden. Medzuza ist irgendwie infomäßig Kremlvernetzt. Allerdings ist das Kremlumfeld traditionell gut für Gerüchteküchen, verschiedener Gruppierungen, und diese Durchstecherei kann auch dazu dienen, Putin von einem Zurückweichen abzuhalten. Der Rückzug vom AKW Zap wäre eine weitere bei ru Nationalisten höchst unpopuläre Niederlage.

Interessant sind die angeblichen Gegenforderungen des Kreml. Es ginge darum regelmäßig Öllieferungen über die Süd-Druschba-Leitung durch die UA nach Europa zu garantieren. Angesichts der Raketenbeschüsse scheint diese wohl derzeit abgeschaltet. Sie ist in ua Regie. Die Ua bekommt Durchleitungsgelder. Ru verdient daran. V.a. in Ungarn. Bloß welchen Sinn soll Putins Forderung haben, wenn es ein Öl-Embargo der EU gibt?    Das kann eigentlich nur heißen, dass Putin als Gegenleistung eine Durchlöcherung des Embargos erreichen will. Entweder Durchleitung durch EU an Drittländer oder sogar Belieferung der EU selbst.

Immerhin, nach Gefangenenaustausch, Getreide und Dünger ist dies ein weiteres faktisch und symbolisch wichtiges Verhandlungsfeld. Gefangenenaustausche sind in allen Kriegen üblich, Getreide hat viel mit der Dritten Welt zu tun. Dieses Thema würde das erste Mal das Kriegsgeschehen unmittelbar betreffen.

Der US Thinktank ISW warnt vor jeglichen Verhandlungen mit RU, das würde Putin stärken und den Westen spalten. Irgendwie stimmt das, aber die sitzen weit weg. M.E. gilt weiter: beim AKW Zap kann man nur den zähen Herrn Grossi unterstützen.

5 Raketen können schlimmer sein als mehrere Dutzend

Die Ra verlegt sich derzeit auf präzise Schläge. Gestern auf Dnjepro. Die Ua spricht verschwimelnd von Infrastruktur, Ru Blogger sagen, das wichtigste Transformatorenwerk der Ua seit getroffen. Es gibt Brandbilder. Dieses Werk soll angeblich ein Schlüssel zu Wiederherstellung von Umspannwerken sein, die von der RA vorzugsweise zerbombt werden, um der UA das Lebenslicht auszublasen.

Eine UA Ex-Parlamentarierin meint UA braucht nicht Generatoren, sondern Transformatoren.  Gute Schlagzeile, um den Fokus auf dieses Problem zu richten. In Wirklichkeit braucht die UA beides. Wenn der Strom ausfällt und das passiert weiterhin, helfen nur Generatoren bei Minusgraden die kritische Infrastruktur und Hilfspunkte und die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Es gilt weiter: Power tot he Ukrainian People! Jede Unterstützung ist willkommen.

Ukrainische lokale Stromversorger sabotieren die nationale Stromversorgungsstrategie.

Es ist nicht alles Gold in der UA. Sorgen bereiten Nachlässigkeiten oder Versuche, lokale Vorteile zu erreichen von lokalen Energieversorgern, die die offizielle gezielte Stromdrosselung nicht einhalten. Dies hat zu Folge dass  in mehreren Regionen auch ohne Raketenbeschuss immer wieder ungeregelt der Strom für längere Zeit ausfällt. Die Beschwerden aus der Bevölkerung nehmen so stark zu, dass die UA Regierung jetzt Untersuchung von Bestrafung von Fehlverhalten von Energiemanagern angekündigt hat.

Gaslücke

Die ua Regierung befürchtet nun eine Gas- nach der Stromlücke. Die Speiche sind zwar voll, aber es wird mehr Gas benötigt, um die Stromlücke zu füllen.

Ethnopolitik in Religionsfragen. Was heißt das?

Auf Betreiben des ua Sicherheitstrates wird die Ethnopolitik verstärkt. Was das in Bezug auf Moskautreue Orthodoxe Gemeinden und Bischöfe heißt, zeigte sich in den letzten Tagen (h-und-G.info) Was Ethnopolitik in einem nach wie vor multiethnischen Staat wie der UA heißt, weiß ich nicht. Man wird draufsehen müssen.

Humanitär/Kriegsverbrechen

Es gibt ua Meldungen, wonach im Donbas 70 Kriegsgefangene einem Tribunal zugeführt werden sollen. Eine vormalige Vorbereitung scheiterte am Zusammenbruch der Front bei Charkiw, die eine solche Propagandashow nicht zuließ.

Umgekehrt versucht die Ua mit westlichen Verbündeten ein Tribunal a la Nürnberg vorzubereiten.

UA beschießt Donetzk/City und den Süden Russlands

Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass solches mehr oder minder permanent passiert. Die RA hält im Norden mit Granatbeschuss von Sumy gegen im Süddonbas mit der Gegenoffensive Nordöstlich von Donbas-Stadt. Auch wenn es  in Ru Medien als Naziangriff dargestellt wird, sei (überflüssiger Weise) daran erinnert, dass die UA die Verteidiger sind.

 

Laufen die Russen schon wieder weg? H-und-G.info Ukraine-Monitoring  2.12. 2022  6.00 Uhr

Briten entdecken hybriden Krieg

Kirchenkampf spitzt sich zu

Ukraine bereitet sich auf den Frieden vor

Vor 31 Jahren stimmten die Ukrainer für ihre Unabhängigkeit

Sind spanische Bomben in Wirklichkeit russisch?

 

 

Kriegsgeschehen

Laufen die Russen schon wieder weg?

Nachdem vorgestern –offenbar mit Himars- hunderte von ru Soldaten in südlich von Zap getroffen wurden, scheint sich die RA weiter nach Südosten zurückzuziehen. Würde sich dieser Trend bestätigen, hieße das, dass die UA mit ihren Angriffen hinter der ru Front, die RA vor sich her treiben könnte, um den Süden des Landes zu befreien, (Melitopel, Berdyansk, Mariupol). Auch östlich von Cherson soll die RA ihre Elitekämpfer abziehen.

Offenbar hat die RA-Führung diese Entwicklung antizipiert. Deswegen wurden von vornherein mehrere Verteidigungslinien (Drachenzähne) in den vergangenen Wochen gezogen. V.a. die Linie nördlich und östlich von Melitopel und Mariupol und die auf der Krim haben zunächst verwundert, weil sie scheinbar weitab von der Front waren. Ähnlich wie in Westcherson operiert die RA nun mit zwei Verteidigungslinien, die es leichter machen, sich geordnet zurückzuziehen. Wollen die Russen das? Kämpfen sie deswegen so verzweifelt um Bakmut, um wenigstens das Donbas als Triumpf des Kriegs vorweisen zu können?

Briten erkennen Energiekrieg als neue Kriegsstrategie an.

Was etwas verwundert. Generalstabscherf Gerassimow gilt als Experte für hybride Kriegsführung. Soweit ich weiß, sind seine entsprechenden Reden sogar dokumentiert (kennt jemand den Wortlaut?). Wenn das zutrifft, hätten zumindest die Briten und vermutlich nicht nur die, sich erst jetzt und (fast zu) spät auf diese hybride Form eingestellt. Die Briten meinen, es ginge darum, Panik unter der Zivilbevölkerung zu schüren. Das scheint mir eine Projektion des Luftkrieges von WWII. Die Russen sind (angeblich wollen sie das von den Amis in Syrien abgeguckt haben!?) viel weiter. Mit gezielten Schlägen, wollen sie die UA lahmlegen, auch den westlichen Nachschub, die Hilfsleistung für die UA verteuern, bis unmöglich machen. Die politischen Systeme destabilisieren. Das ist nicht einfach eine Draufhaustrategie, obwohl es manchmal so aussieht und es die ua Kriegspropaganda bewusst so darstellt. (schon um verständlicherweise die Treffer nicht der anderen Seite preiszugeben)

Kirchenkampf spitzt sich zu

Selenskj überlegt nach mehreren Durchsuchungen von Klöstern und Pfarreien der russischen Orthodoxie diese zu verbieten (?“ban“) und die Beziehungen zum Moskauer Patriachat begutachten zu lassen. Die bisher bekannten Belege sind relativ dünn, es gab prorussische Predigten und  ru Propagandamaterial, die das Vorgehen der Ru rechtfertigten. Der Grat zwischen Religionsfreiheit und Landesverrat ist allerdings schmal. Natürlich sind die Reden des Moskauer Patriarchen inakzeptabel, aber ein Überreagieren kratzt auch an europäischen Werten und ein Teil der ua Gläubigen, wenn auch immer weniger, tendieren zum Moskauer Oberhirten. S. dazu die interessanten Analysen von Sebastian  Rimestad auf H-und-G.info. http://h-und-g.info/default-title-2/rimestadt

 

Erinnerung.  31 Jahre Kampf um ua Unabhängigkeit

Am 1. Dezember 1991 fand ein gesamtukrainisches Referendum statt. Ihm wurde nur eine Frage gestellt: " Bestätigen Sie das Gesetz zur Proklamation der Unabhängigkeit der Ukraine?". Neunzig Prozent der fast 32 Millionen erwachsenen Bürger der Ukraine haben mit „Ja“ gestimmt. Vermutlich wäre die Abstimmung heute noch eindeutiger.

Si vis pacem para pacem

Die UA macht den Infrastrukturminister zum Stellvertretenden Premier für Wiederaufbau. Das Verrückte ist, der Wideraufbau folgt nicht auf den Krieg, er läuft die ganze Zeit bewundernswert parallel. Es gibt eine Art Zivil“armee“ neben der Armee aus Handwerkern, Medizinern, Architekten, Ingenieuren, Freiwilligen… Auch die haben Verluste die Energieversorger schon 5 Tote, gestern wurden erst wieder 2 bei einem Luftangriff verwundet.

 

Sind spanische Bomben in Wirklichkeit russisch?

Der Ua Verteidigungsminister vermutet das. Resnikow bauscht in der regel nicht auf, so dass zu vermuten ist, dass dahinter Erkenntnisse seiner Aufklärung stecken. Intelligenter Satz: Terrorismus macht vor Grenzen nicht Halt.

 

Europa mit oder ohne Russen

Die Frage spaltet die Gemeinde. Jetzt ist die Diskussion um die OSCE im Gange. Ich erinnere noch an die Beiträge von Hilsberg, Roth, Weisshuhn, auf H-und-G.info, die zwar nicht die OSZE-Frage direkt. aber indirekt berühren. Ich persönlich würde mich nicht über ein Europa mit neuen Grenzen freuen, obwohl ich es sicher schwer erträglich fände, mit Herrn Lawrow 5 Mínuten in einem Raum zu sitzen. Man kann die Frage natürlich einfach beantworten, aber ich vermute viele spüren die gleiche innere Zerrissenheit. Das muss ausdiskutiert werden. Es braucht neue Ansätze und Lösungen.

H-und-G.info Ukraine-Monitoring 1. 12. 2022  6.00 Uhr

Was ist los in Bakmut?

 

US-Militär verwirrt EU-Redet noch jemand über Frieden?

 

Reaktiver Krieg. Der Westen denkt langsam.

 

Power to he people- Strom für die Ukrainer

 

Putin schlachtet sein Volk

 

Britannia is fooling us

 

 

 

Kriegsgeschehen

Beide Seiten starten kleinere Offensiven scheinbar ohne wirklichen Effekt. Der Rückzug von Cherson hat zu massiveren Auseinandersetzungen im Donbas und Zap geführt.

Besonders dramatisch ist es wohl in Bahmut, wo die RA einen symbolischen Erfolg zur Arrondierung des Donbas sucht. Wenn ich das richtig verstehe, versucht die RA, nachdem sie mit einer relativ direkten Angriff immer wieder gescheitert ist, den Ort weiträumiger einzukreisen.(Aleppo-Strategie). Offenbar wird auch versucht, die bisherigen Hotspots im Süden des Donbas und Westen miteinander in Beziehung zu bringen, um vom Süden und Norden her die Einkreisung von Bakmut zu  erreichen. Die UA hat ihre Kräfte verstärkt, um Bakmut zu halten. Eine unmittelbare Einkreisung von ua Armeeteilen und der wirkliche Durchbruch konnte wohl verhindert werden, aber laut ua Quellen (!) um den Preis hoher Verluste. Teilweise kämpfen die RA an der einen Seite, die UA an der anderen Seite von Ortschaften.

Trotz dieser Zuspitzung an der „Ostfront“ wird vermutlich doch die nächste Schlacht eher in Zap geschlagen, um die RA zu zerteilen und den ru Landnachschub im Süden der UA zu beeinträchtigen.

US-Militär verwirrt EU

Der höchste US-Soldat hat mit seinem Interview- H-und-G.info berichtete-  die arme Frau von der Leyen verwirrt und in Folge die UA irritiert. Milley hatte von 100.000 Toten auf beiden Seiten gesprochen. VdL dies in eine Rede aufgenommen. Wie schon einmal dargelegt, dürfte die Zahl entweder schwerer Verwundete (Kriegsuntaugliche) mit einschließen oder sie war (vermutlich absichtlich) überhöht. 360 ua Tote pro Tag sind eher unwahrscheinlich, die höchsten öffentlich zugegebenen Verluste waren 250 in den Tagen des extrem verlustreichen Luhansk-Krieges. „Normal“ dürften sie z.T. deutlich darunter liegen. Milley hatte vermutlich einen Böller losgeschossen, um die Verhandlungsbereitschaft beider Seiten auszuloten. Bekanntlich ohne Erfolg. Die UA hat sehr deutlich das Verhandlungsthema in der Nato (vorerst) beendet.

A Propos Frieden

Beim G 20 hat Selenskij einen 10-Punkte-Plan skizziert. Mir ist der Text heute erst untergekommen, in D. scheint auch wenig darüber berichtet worden zu sein. Ich werde den Text zeitnah in H-und-G.info einstellen.

Dort auch The day after-Diskussionen zum Umgang mit Russland (Hilsberg, Roth, Weißhuhn, Cooper) H-und-G.info: http://h-und-g.info/default-title-2

AKW Zap

Die Ru können das AKW derzeit nicht an die Krim anschließen, solange die UA in der Nähe ist, räumt Rosatom ein. Offenbar wird ein Beschuss entsprechender Leitungen befürchtet, da das AKW in ua Schussweite ist. Inzwischen wurde der ehemaligen Chefing. dort als Chef eingesetzt. Die beiden ua Chefs waren nach Festname zwar freigelassen aber nicht wieder in ihren alten Job zurückgekehrt.  Die Lage bleibt also höchst fragil.

Reaktiver Krieg

Wenn eines Tages die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, könnte ein Titel vielleicht so lauten. Eigentlich müssen Konflikte vom Ende gedacht und proaktiv geführt werden. Wenn ich nach monatelagem (!) ru Raketenbeschuss lese, dass jetzt ein Nasam-Luftabwehr-System (ein solches soll Washington DC schützen) für Kiew geliefert wird…..Ähnlich die Patroit-Debatte. Vermutlich wird man bei Beginn der Panzerschlacht in der Frost- oder Frühjahrsperiode im Westen darüber diskutieren, ob die UA nicht doch mehr Panzer braucht….. Man verstehe mich nicht falsch, ich mag diese Rüstungsspirale, die sich da insgesamt vollzieht, gar nicht, aber eine reaktive Spirale macht offenkundig wenig Sinn. V.a. bei Defensivwaffen nicht.

Power to the People!

Man darf sich die Gehirne von den kleinen Erflogsmeldungen, die auf wirklichen Heldentaten der ua Energiearbeitern beruhen (!), nicht vernebeln lassen. Die UA ist in diesem Winter, wenn nicht ein Wunder passiert, nicht in der Lage die Energieversorung dauerhaft und flächendeckend zu sichern. Das Defizit wächst mit zunehmender Kälte schneller als die Reparatur- und Kompensationsmaßnahmen. Und derzeit sinken die Temperaturen ähnlich wie in Deutschland nur stärker. Jeder Raketenangriff macht die Lage unberechenbarer. In Mariupol (besetzt) schreiben Bürger SOS an vereiste Scheiben (Minus 2). Überall gibt es Zimmerbrände auf Grund improvisierter bzw. Elektroheizkörpern: 133 Brände, davon 88 in Wohngebieten. 13 Menschen starben. International wird über „originelle“ Lösungen nachgedacht. Die Türkei überlegt Kraftwerksschiffe nach Odessa zu schicken (insg 300 MW). Frau Baerbock überlegt die Generatoren aus alten Dieselloks in die UA zu schicken. (Mein Vorschlag: am besten die Loks gleich mitschicken, dual use als Antrieb, oder als mobiles powerpack, Bahnanschlüsse mit Netzzugang gibt es in der UA überall.). Auch wenn manches Mittel angesichts des riesigen Energieverbrauchs und der übergroßen Abhängigkeit von den 4 AKWs (ca. 50% des Bedarfs), die beim letzten Angriff komplett ausfielen, wie ein Tropfen im Meer wirken, jeder auch privat gespendete Generator, kann helfen.

Russische Blogger setzten Miniglasnost fort

Die ru Blog setzen ihre Linie der konstruktiven Kritik zur Verbesserung der ru militärischen Lage fort. Neues Thema. Die Soldaten an der Front können monatelang ihre Familien nicht kontaktieren. Man trauert der Feldpost hinterher. Anderes Thema: schlampig gebaute ru Drohnen.

Sorry, but British Secret Services are fooling us.

Die wiederholten britischen Meldungen über den angeblichen ru Waffen- und Munitionsmangel, auch wenn strukturell sicher nicht vollkommen unbegründet, sind desorientierend. V.a. wird damit die Gefahr durch Raketenangriffe bagatellisiert. Das zeigen jetzt Erkenntnisse der US-Army bzw. des UA GD, die meine Vermutung bestätigen.

-Während in typisch Britischen Humor gespottet wurde, dass die RA Atomsprengköpfe aus dem Crusise Missiles ausbaut, die auf die UA abgefeuert werden, weil ihnen der Saft ausgeht, wissen die US, dass diese Dummies die ua Luftabwehr a la longue schwächen sollen.

-Der Ua GD weiß, dass Belarus und die Ru nach wie vor Raketen nachbauen, und vermutlich auch noch genügend auf Lager haben, um die UA massiv zu schädigen. Allerdings ist Ru in der Gefahr seine strategische Reserve (30%) aufzubrauchen. Ich sag‘s ja, Putin ist ein Vaterlandsverräter.

Putin schlachtet sein Volk, weil er seinen Irrtum nicht eingestehen will bzw. letztlich ums eigene Überleben kämpft.

Nach UA plant Ru Anfang 2023 eine neue Mobilisierung, da die Reserven der letzten (2-300.000) zur Neige gehen. Anders als oft behauptet war diese Mobilisierung durchaus „erfolgreich“. Sie bedeutete das Ende der ua Offensive von Charkiv, Lyman. Aber um welchen Preis, wenn 300.000 zusätzliche Kräfte nicht mehr als 3 Monate durchhalten? Vermutlich wird die RA die neue Mob aber weniger hektisch, planvoller umsetzen.

yyy

 

Makabre Wagner Soldatestka. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 30.11.202  6.00 Uhr

 

Energielücke steigt dramatisch-auch ohne Raketenangriffe

Wenig Gelände“gewinne“-viele Verletzte und Tote

Es geht Richtung minus 10 und die Energielücke wächst dramatisch

Was ist mit Maria Kolesnikowa?

Interessant: Polen bittet um deutsche Patrioten

Russland: Tolerierter „Pluralismus“ von „rechts“.

Doppelzüngiges Europa: Mehr Flüssiggas importiert.

 

Kriegsgeschehen

Die Ra reklamiert für sich gewisse Fortschritte im Donbas, angeblich ist sie dabei die Verteidigungslinie der UA im Südwesten des Donbas zu durchbrechen. Die UA berichtet zwar von teilweise schweren Gefechten, will aber eine hohe Zahl (450) Russen verwundet und 50 in Zap und Luhansk bei Gegenangriffen verwundet bzw. getötet haben. In einer Woche soll die RA 750 Verwundete gehabt haben.

Ob eine der beiden Seiten wirklich substantielle „Gewinne“ macht, ist schwer festzustellen, manches läuft nach dem Motto die UA eroberte die Neue Post in X, dagegen eroberte die RA das Dorf Y (mit einem Tante Emma-Laden). Das Ganze scheint bei diesem beweglichen Stellungskrieg zu bleiben, wobei beide Seiten regional verstärkt habe, um Durchbrüche zu erzwingen.

Parallel geht der Kampf um Waffen weiter. Die UA wollen mehr, schneller, weiter. Die Nato Anrainer sind tendenziell dafür, der Rest zögert. Allerdings der Deal Leo`s an Slowakei, aufgemotzte Russenpanzer von Slowakei an UA u.ä. läuft inzwischen wohl wie geschmiert, bloß ohne Tamtam. Kuleba, der Außenminister, befürchtet, dass dem Westen die Munition ausgehen könnte; klingt absurd, die UA hat aber schon mal wegen Munitionsmangel viele geblutet und sich aus Luhansk zurückziehen müssen.

Polen, Kacz persönlich, will deutsche Patrioten ( Abwehrsystem Patriot) nicht nur in Polen, sondern auch in UA einsetzen, Interessante Entwicklung in einem Land, das Angela Merkel noch gerne auf Illustrieren in Naziuniform abbildete. Der Krieg verändert Europa, jetzt schon.

Kriegsschiffe im Schwarzen Meer wohl wieder bereit zum Raketenangriff. Andere ru Regionen sowieso.

Die Energielücke

der UA steigt dramatisch auch ohne Luftangriffe von ca. 20 auf über 30% (!) Grund sind die sinkenden Temperaturen, worauf die Menschen mangels Gasheizung sich mit Elektroheizungen wärmen. Die ua Regierung verspricht, den Mangel gerecht zu verteilen. Während vorher von stundenweisen blackouts die Rede war, ist nun umgekehrt davon die Rede, dass „Jeder 5-6 Stunden Licht pro Tag" hat.

 

In Kramatork/Donbas Temperaturen plus 1 bis minus 5 Tendenz minus 10 Grad. Trotz gut organisierter humanitärer Hilfe. (manche Menschen in den Kriegs, bzw. post Kriegsgebieten haben nicht ausreichend warme Kleidung für derartige Verhältnisse) Es fehlt tendenziell überall an allem……

 

 

Wichtige Stimme der belarussischen Opposition im Krankenhaus.

 

Was ist mit Maria Kolesnikowa. Eine der wichtigsten Köpfe der BY Opposition, zu 11 Jahren Straflage verhaftet, wurde in einem Krankenhaus in Gomel operiert. Dies wurde aus by Oppositionskreisen bekannt. Genaues nicht. Immerhin die Orte scheinen bekannt.

 

Russische Soldaten verklagen ru Sicherheitsorgane

 

In Putins Quasi-Diktatur fast unvorstellbar. Soldaten der RA sollen Strafanzeige gegen Sicherheitsbehörden gestellt haben. Der Grund liegt wohl länger zurück (H-und-G.info hatte berichtet) ca. 250  Soldaten hatten sich bei der Niederlage von Charkiw Luhansk zurückgezogen, und angesichts der schlechten Ausrüstung den Befehl zum Angriff verweigert. Tagelang campierten sie vor Luhansk, keiner versorgte sie. Danach wurden sie laut ru oppo Medien in Luhansk in einen „Folterkeller“ gesteckt, wo sie unmenschlich gehalten und mit Folter bedroht wurden, bis man sie nach Hause entließ. Die ganze Sache ist Ausdruck der Meinungsverschiedenheiten bei den bewaffneten Kräften. Auch wenn Desertion im Allgemeinen hart verurteilt und verfolgt wird, wird die Niederlage von Charkiv von der Soldateska v.a. der Militärführung zugerechnet, die durch ihre Fehlenentscheidungen, die Soldaten an der Front hängen ließ. Diese Geschichte bestätigt mich darin, dass es in Ru einen tolerieren und begrenzten „rechten“ „Pluralismus“ gibt, die das System dynamisch und flexibel halten soll, um krasse Fehlentwicklungen korrigieren zu können.

 

 

Makabre Panzerknackerarmee- Wagner-Soldateska geht über (eigene) Leichen

 

Angeblich (britische Quellen) soll Wagner jetzt auch in Zentralafrika Schwerverbrecher rekrutieren. Auch in besetzten ua Gebieten wird die Strategie „Freiheit für ein Himmelfahrtskommando“  fortgesetzt. Angeblich sollen diese Kräfte, die von Wagner vorne an der Front eingesetzt werden, um die Wagner Elite-Kämpfer zu schützen in Massen sterben. Laut ru Quellen wird von ihnen erwartet, eher zu sterben, als sich zurückzuziehen. Kürzlich wurde behauptet, ein solchen Ex-Knast-Kommandanten, der einen taktischen Rückzug angeordnet hatte, sei mit der Todesstrafe bedroht. Laut einer nicht eindeutigen ua Information, sollen tote Wagner-Soldaten die Papiere abgenommen werden, bevor ihre Leichen in Plastiksäcke gepackt werden. Mich erinnert das an die Praxis bei Mauertoten und Sowjetsoldaten in der DDR. Diese wurden anonym und geheim kremiert, um ihren Tod zu kaschieren.

 

Cherson friert für die Freiheit

Im befreiten West-Kerson nimmt der ua Geheimdienst SBU laufend Kollaborateure  fest. U.a. einen ehemaligen Stellvertretenden Bürgermeister, der weiter unter der Besatzung amtierte.

 

Die Bevölkerung wird zwar sukzessive an Strom angeschlossen (immer noch unter 50% bei Nachttemperaturen von Minus 2 !) wird des Lebens aber nicht froh, weil die RA die Stadt und Westcherson erwartungsgemäß weiter beschießt. Allerdings schießt die UA- wie vorhergesagt- auch über den Dnjepr, um die Verteidigungs- und Nachschublinie der RA zu perforieren. Im Prinzip läuft das so  an allen Fronten, nur dass dummerweise an dieser Front eine Großstadt liegt. Es ist traurig anzusehen, dass die Züge, die vor einigen Tagen Flüchtlinge noch im Triumpf in die Stadt zurück brachten, nun massenweise Menschen in die andere Richtung transportieren.

 

Hybrid. Ich glaub ich spinne. Europa hat mehr Gas von Russland importiert.

European imports of Russian liquified natural gas rose by 40% between January and October compared to the same period in 2021. Ein „Rekord-Hoch“ berichtet Financial Times………

yyy

Kriegsziel Eisenbahn. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 2.11.2022  6.00 Uhr

Energiekrieg geht nicht gegen Zivilbevölkerung, sondern gegen Nachschub.

Worüber berichten, wenn das Grauen zur Routine wird?

Wo greift die Ukraine an, wenn der Boden gefroren ist? In Russland oder doch an der Front?

Der Rubel rollt langsam rückwärts

Wenn der Bundestag Historiker spielt. Holodomor-Debatte

Spielt China jetzt innen und außen verrückt?

 

Nächstes Kriegsziel. Die (ua) Eisenbahn

Es geht jetzt gegen die Verkehrsinfrastruktur der UA, um den ua Militärnachschub zu verlangsamen/behindern. Vorgestern Raketen auf Eisenbahn in Kriwi Rih, gestern Dnjepro. Auch die Angriffe auf die Engergieversorgung, zielen darauf ab, der Bahn den Strom zu entziehen. Ru Spezialisten gehen davon aus, dass die UA zu wenige Dieselloks und Spritprobleme hat, um die E-Loks substituieren zu können. In den vergangenen Wochen haben ru Spezialisten gezielt die Bahninfrastruktur ausspioniert.

Umgekehrt versucht die UA mit Himars und anderen Raketen, die RA-Logistik zu treffen, Gestern eine wichtige Eisenbahnbrücke in ZAP

 

Greift UA Russland an? Teil II

Diese Spekulation in ru Blogs verdichtet sich, seit ua Truppen an der Nordosten  zu Ru konzentriert werden. Von dort wird auch ru Kernland kontinuierlich beschossen. Ein derartiger Angriff wäre insofern logisch, als damit einer der nach wie vor wichtigsten Nachschubwege an die Front getroffen würde. Allerdings würde ein „richtiger“ Angriff die Gefahr einer Kriegseskalation bis hin zur atomaren Reaktion beinhalten. Aus die USA würden das nicht goutieren.

Andere Blogger gehen davon aus, dass es nur ein Ablenkungsmanöver sei, um eine Offensive woanders, im Donbas oder am wahrscheinlichsten Zaporischschja zu starten.

In Russland wird offenbar die Angriffshysterie geschürt. In Rostov, aber auch in Sibirien, werden jetzt die Luftschutzkeller ausgewiesen. Vermutlich, um Stimmung für die nächste Mobwelle zu schaffen.

Wenn es allerdings nach der UA ginge, würde sie gerne mit Raketen mit 1000km Reichweite, gegen die Luftangriffe vorgehen, d.h. mit Counterangriffen gegen die russischen Raketenstartpunkte, d.h. im Schwarzen Meer, am Kaspischen Meer, in Belarus( ?!) vorgehen.

 

 

Der Himars-Krieg

Die jüngsten Erfolge der UA sind v.a. auf die Himars Raketenwerfer zurückzuführen, mit denen die Logistik der RA hinter den Linien zerschossen wird. Mir ist nicht ganz klar, ob die Ua die 40 km Version oder die 80 km Version hat. Die USA begrenzen die Reichweiten ihrer Waffenhilfen, damit die UA nicht ru Kernland eingreift. (Was zeigt, dass sie entsprechenden ua Versprechungen nicht ganz trauen.)

 

Vermutlich wegen des Erfolges des Himars-Krieges und um jetzt auch die RA-Logistik im Süden und Osten aushöhlen zu können, überdenken USA ihre Lieferungsverweigerung und denken über Systeme mit Raketen von 100km Reichweite nach.

 

Worüber berichten, wenn das Grauen zur Routine wird?

Nicht nur die Kombattanten, auch die Medien haben angesichts des UA-Krieges aufgerüstet. Überall wurden Sonderstäbe gebildet, Sonderkorrespondenten schwärmten in der UA aus. Doch was jetzt: neuer Folterkelle entdeckt: hatten wir schon. Mütter und Kinder in Luftschutzkellern: hatten wir schon. Soldaten mit schlechter Ausrüstung im Schützengraben: hatten wir schon. Selenskij oder wenigstens Klitschko-Interview: hatten die anderen kriegen wir nicht, usw.usw.. Alltag und Medienberichterstattung sind zwei verschiedene Welten. Medien brauchen news, v.a. bad news. Das gilt irgendwie noch immer, auch wenn die Medienwirklichkeit um Reality-TV etc. bereichert wurde. Aber schließlich kann man ja das Dschjungel-Camp (noch) nicht an die Front im Donbas verlegen. Weil aber komplexe Recherchen zu schwierig und kompliziert erscheinen, werden news generiert. Klischko gegen Selenskij, das Verdun im Donbas, Prigoschin als der zweimächtigste Mann Russlands. Allen Ernstes, Letzteres schreibt die wichtigste deutsche Hauptstadtzeitung (oder ist das doch Bild), der Tagesspiegel, ohne rot zu werden. Vielleicht sollte man mal einen Artikel zu Prigoschin recherchieren, statt sich auf ominöse westliche Quellen zu stützen. (Ich bin sicher, es ist das ISW, was Prigoschin als angeblichen Putin-Konkurrenten „hyped“, der aber in Russland selbst  keinen wirklichen Einfluss hat. Es gelang ihm nicht einmal eine Rekrutierungsstelle in Petersburg zu etablieren, weil der dortige Stadtrat (!) dagegen ist.) Man sollte sich vielleicht doch auf wirkliche Recherchen stürzen, statt Agenturmeldungen zu kompilieren. Die Agenturen haben nämlich das gleiche Problem, sie generieren Nachrichten, wo keine wirklichen sind (z.B. Abzug der Russen vom AKW Zap gestern), weil der grauenhafte Alltag so Routine ist, dass das irgendwann keiner mehr drucken will.

 

 

Hybrid. Der Rubel rollt nicht mehr so richtig

 

Der russische Ölpreis fällt, der Rubel auch. Angeblich wollen China und Indien 40% Rabatt. Sagt Bloomberg. Pendelt sich der westliche Energiemarkt ein? (Meine Tankstelle zeigt das auch.) Können jetzt die Sanktionen greifen, wenn Putin sie nicht mehr über Energieeinnahmen kompensieren kann? Das Problem ist nach wie vor der Gaspreis. Aber auch hier gibt es mittel- bis langfristig wohl  eine Überversorgung durch  LNG plus flankierende Maßnahmen. Einige Tage alte Meldungen, wonach Russland seinen Wehretat ausgeweitet hat, Finanzprobleme hat und auf den Anleihemarkt drängt (unklar wie und wo? auf den russischen/den internationalen) sprechen dafür, dass die Zeit des munteren Geldausgebens für Putin zuende geht.

 

Gestern vergessen, Sorry

 

Liefert China Waffen?

Es gibt ua Meldungen, wonach mehrere Antonov Großflugzeuge von Ru nach China und zurück geflogen seien. Was war drin? (Hinweg Gummiknüppel und Tränengas-Rückweg Granaten und Raketen???)

 

Bundestag macht den Historiker und will über Holodomor entscheiden

Ehrlich gesagt, als Historiker habe ich immer Bauchschmerzen, wenn die Politik über historische Sachverhalte entscheidet. Dass beim H. Millionen umkamen, ist sicher, inwieweit das das Ziel oder die Folge stalinistischer Politik war, ist immer noch unter Fachleuten in der Diskussion und da sollte man es m.E. lassen. Auch dieses Russenbashing bringt nicht wirklich was, einmal Genocid, immer Genocid, ist eine eher schlichte Rechnung und bringt kaum wirkliche Erkenntnis. Auch die Schlussfolgerung, wer am meisten die Russen beschimpft, hilft der UA am besten, dient eher der Selbstbeweihräucherung. Spezifische Hilfe zu finden, ist viel schwieriger. Und selbst völkerrechtlich ist nicht einmal der Vorwurf des Genozids die schärfste Waffe, weil juristisch schwer zu handhaben. Siehe Artikel von Belinda Cooper, NY und Stream von Robert Frau, Frankfurt (Oder) auf H-und-G.info:

H-und-G.info Ukraine-Monitoring 1. 12. 2022  6.00 Uhr

Was ist los in Bakmut?

 

US-Militär verwirrt EU-Redet noch jemand über Frieden?

 

Reaktiver Krieg. Der Westen denkt langsam.

 

Power to he people- Strom für die Ukrainer

 

Putin schlachtet sein Volk

 

Britannia is fooling us

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Beide Seiten starten kleinere Offensiven scheinbar ohne wirklichen Effekt. Der Rückzug von Cherson hat zu massiveren Auseinandersetzungen im Donbas und Zap geführt.

Besonders dramatisch ist es wohl in Bahmut, wo die RA einen symbolischen Erfolg zur Arrondierung des Donbas sucht. Wenn ich das richtig verstehe, versucht die RA, nachdem sie mit einer relativ direkten Angriff immer wieder gescheitert ist, den Ort weiträumiger einzukreisen.(Aleppo-Strategie). Offenbar wird auch versucht, die bisherigen Hotspots im Süden des Donbas und Westen miteinander in Beziehung zu bringen, um vom Süden und Norden her die Einkreisung von Bakmut zu  erreichen. Die UA hat ihre Kräfte verstärkt, um Bakmut zu halten. Eine unmittelbare Einkreisung von ua Armeeteilen und der wirkliche Durchbruch konnte wohl verhindert werden, aber laut ua Quellen (!) um den Preis hoher Verluste. Teilweise kämpfen die RA an der einen Seite, die UA an der anderen Seite von Ortschaften.

 

Trotz dieser Zuspitzung an der „Ostfront“ wird vermutlich doch die nächste Schlacht eher in Zap geschlagen, um die RA zu zerteilen und den ru Landnachschub im Süden der UA zu beeinträchtigen.

 

US-Militär verwirrt EU

Der höchste US-Soldat hat mit seinem Interview- H-und-G.info berichtete-  die arme Frau von der Leyen verwirrt und in Folge die UA irritiert. Milley hatte von 100.000 Toten auf beiden Seiten gesprochen. VdL dies in eine Rede aufgenommen. Wie schon einmal dargelegt, dürfte die Zahl entweder schwerer Verwundete (Kriegsuntaugliche) mit einschließen oder sie war (vermutlich absichtlich) überhöht. 360 ua Tote pro Tag sind eher unwahrscheinlich, die höchsten öffentlich zugegebenen Verluste waren 250 in den Tagen des extrem verlustreichen Luhansk-Krieges. „Normal“ dürften sie z.T. deutlich darunter liegen. Milley hatte vermutlich einen Böller losgeschossen, um die Verhandlungsbereitschaft beider Seiten auszuloten. Bekanntlich ohne Erfolg. Die UA hat sehr deutlich das Verhandlungsthema in der Nato (vorerst) beendet.

 

A Propos Frieden

Beim G 20 hat Selenskij einen 10-Punkte-Plan skizziert. Mir ist der Text heute erst untergekommen, in D. scheint auch wenig darüber berichtet worden zu sein. Ich werde den Text zeitnah in H-und-G.info einstellen.

Dort auch The day after-Diskussionen zum Umgang mit Russland (Hilsberg, Roth, Weißhuhn, Cooper) H-und-G.info: http://h-und-g.info/default-title-2

 

AKW Zap

Die Ru können das AKW derzeit nicht an die Krim anschließen, solange die UA in der Nähe ist, räumt Rosatom ein. Offenbar wird ein Beschuss entsprechender Leitungen befürchtet, da das AKW in ua Schussweite ist. Inzwischen wurde der ehemaligen Chefing. dort als Chef eingesetzt. Die beiden ua Chefs waren nach Festname zwar freigelassen aber nicht wieder in ihren alten Job zurückgekehrt.  Die Lage bleibt also höchst fragil.

 

Reaktiver Krieg

Wenn eines Tages die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, könnte ein Titel vielleicht so lauten. Eigentlich müssen Konflikte vom Ende gedacht und proaktiv geführt werden. Wenn ich nach monatelagem (!) ru Raketenbeschuss lese, dass jetzt ein Nasam-Luftabwehr-System (ein solches soll Washington DC schützen) für Kiew geliefert wird…..Ähnlich die Patroit-Debatte. Vermutlich wird man bei Beginn der Panzerschlacht in der Frost- oder Frühjahrsperiode im Westen darüber diskutieren, ob die UA nicht doch mehr Panzer braucht….. Man verstehe mich nicht falsch, ich mag diese Rüstungsspirale, die sich da insgesamt vollzieht, gar nicht, aber eine reaktive Spirale macht offenkundig wenig Sinn. V.a. bei Defensivwaffen nicht.

 

Power to the People!

Man darf sich die Gehirne von den kleinen Erflogsmeldungen, die auf wirklichen Heldentaten der ua Energiearbeitern beruhen (!), nicht vernebeln lassen. Die UA ist in diesem Winter, wenn nicht ein Wunder passiert, nicht in der Lage die Energieversorung dauerhaft und flächendeckend zu sichern. Das Defizit wächst mit zunehmender Kälte schneller als die Reparatur- und Kompensationsmaßnahmen. Und derzeit sinken die Temperaturen ähnlich wie in Deutschland nur stärker. Jeder Raketenangriff macht die Lage unberechenbarer. In Mariupol (besetzt) schreiben Bürger SOS an vereiste Scheiben (Minus 2). Überall gibt es Zimmerbrände auf Grund improvisierter bzw. Elektroheizkörpern: 133 Brände, davon 88 in Wohngebieten. 13 Menschen starben. International wird über „originelle“ Lösungen nachgedacht. Die Türkei überlegt Kraftwerksschiffe nach Odessa zu schicken (insg 300 MW). Frau Baerbock überlegt die Generatoren aus alten Dieselloks in die UA zu schicken. (Mein Vorschlag: am besten die Loks gleich mitschicken, dual use als Antrieb, oder als mobiles powerpack, Bahnanschlüsse mit Netzzugang gibt es in der UA überall.). Auch wenn manches Mittel angesichts des riesigen Energieverbrauchs und der übergroßen Abhängigkeit von den 4 AKWs (ca. 50% des Bedarfs), die beim letzten Angriff komplett ausfielen, wie ein Tropfen im Meer wirken, jeder auch privat gespendete Generator, kann helfen.

 

Russische Blogger setzten Miniglasnost fort

Die ru Blog setzen ihre Linie der konstruktiven Kritik zur Verbesserung der ru militärischen Lage fort. Neues Thema. Die Soldaten an der Front können monatelang ihre Familien nicht kontaktieren. Man trauert der Feldpost hinterher. Anderes Thema: schlampig gebaute ru Drohnen.

 

Sorry, but British Secret Services are fooling us.

 

Die wiederholten britischen Meldungen über den angeblichen ru Waffen- und Munitionsmangel, auch wenn strukturell sicher nicht vollkommen unbegründet, sind desorientierend. V.a. wird damit die Gefahr durch Raketenangriffe bagatellisiert. Das zeigen jetzt Erkenntnisse der US-Army bzw. des UA GD, die meine Vermutung bestätigen.

-Während in typisch Britischen Humor gespottet wurde, dass die RA Atomsprengköpfe aus dem Crusise Missiles ausbaut, die auf die UA abgefeuert werden, weil ihnen der Saft ausgeht, wissen die US, dass diese Dummies die ua Luftabwehr a la longue schwächen sollen.

-Der Ua GD weiß, dass Belarus und die Ru nach wie vor Raketen nachbauen, und vermutlich auch noch genügend auf Lager haben, um die UA massiv zu schädigen. Allerdings ist Ru in der Gefahr seine strategische Reserve (30%) aufzubrauchen. Ich sag‘s ja, Putin ist ein Vaterlandsverräter.

 

Putin schlachtet sein Volk, weil er seinen Irrtum nicht eingestehen will bzw. letztlich ums eigene Überleben kämpft.

Nach UA plant Ru Anfang 2023 eine neue Mobilisierung, da die Reserven der letzten (2-300.000) zur Neige gehen. Anders als oft behauptet war diese Mobilisierung durchaus „erfolgreich“. Sie bedeutete das Ende der ua Offensive von Charkiv, Lyman. Aber um welchen Preis, wenn 300.000 zusätzliche Kräfte nicht mehr als 3 Monate durchhalten? Vermutlich wird die RA die neue Mob aber weniger hektisch, planvoller umsetzen.

 

yyy

Makabre Wagner Soldatestka. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 30.11.202  6.00 Uhr

 

Energielücke steigt dramatisch-auch ohne Raketenangriffe

Wenig Gelände“gewinne“-viele Verletzte und Tote

Es geht Richtung minus 10 und die Energielücke wächst dramatisch

Was ist mit Maria Kolesnikowa?

Interessant: Polen bittet um deutsche Patrioten

Russland: Tolerierter „Pluralismus“ von „rechts“.

Doppelzüngiges Europa: Mehr Flüssiggas importiert.

 

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die Ra reklamiert für sich gewisse Fortschritte im Donbas, angeblich ist sie dabei die Verteidigungslinie der UA im Südwesten des Donbas zu durchbrechen. Die UA berichtet zwar von teilweise schweren Gefechten, will aber eine hohe Zahl (450) Russen verwundet und 50 in Zap und Luhansk bei Gegenangriffen verwundet bzw. getötet haben. In einer Woche soll die RA 750 Verwundete gehabt haben.

 

Ob eine der beiden Seiten wirklich substantielle „Gewinne“ macht, ist schwer festzustellen, manches läuft nach dem Motto die UA eroberte die Neue Post in X, dagegen eroberte die RA das Dorf Y (mit einem Tante Emma-Laden). Das Ganze scheint bei diesem beweglichen Stellungskrieg zu bleiben, wobei beide Seiten regional verstärkt habe, um Durchbrüche zu erzwingen.

 

Parallel geht der Kampf um Waffen weiter. Die UA wollen mehr, schneller, weiter. Die Nato Anrainer sind tendenziell dafür, der Rest zögert. Allerdings der Deal Leo`

s an Slowakei, aufgemotzte Russenpanzer von Slowakei an UA u.ä. läuft inzwischen wohl wie geschmiert, bloß ohne Tamtam. Kuleba, der Außenminister, befürchtet, dass dem Westen die Munition ausgehen könnte; klingt absurd, die UA hat aber schon mal wegen Munitionsmangel viele geblutet und sich aus Luhansk zurückziehen müssen.

 

Polen, Kacz persönlich, will deutsche Patrioten ( Abwehrsystem Patriot) nicht nur in Polen, sondern auch in UA einsetzen, Interessante Entwicklung in einem Land, das Angela Merkel noch gerne auf Illustrieren in Naziuniform abbildete. Der Krieg verändert Europa, jetzt schon.

 

 

Kriegsschiffe im Schwarzen Meer wohl wieder bereit zum Raketenangriff. Andere ru Regionen sowieso.

 

Die Energielücke

der UA steigt dramatisch auch ohne Luftangriffe von ca. 20 auf über 30% (!) Grund sind die sinkenden Temperaturen, worauf die Menschen mangels Gasheizung sich mit Elektroheizungen wärmen. Die ua Regierung verspricht, den Mangel gerecht zu verteilen. Während vorher von stundenweisen blackouts die Rede war, ist nun umgekehrt davon die Rede, dass „Jeder 5-6 Stunden Licht pro Tag" hat.

 

In Kramatork/Donbas Temperaturen plus 1 bis minus 5 Tendenz minus 10 Grad. Trotz gut organisierter humanitärer Hilfe. (manche Menschen in den Kriegs, bzw. post Kriegsgebieten haben nicht ausreichend warme Kleidung für derartige Verhältnisse) Es fehlt tendenziell überall an allem……

 

 

Wichtige Stimme der belarussischen Opposition im Krankenhaus.

 

Was ist mit Maria Kolesnikowa. Eine der wichtigsten Köpfe der BY Opposition, zu 11 Jahren Straflage verhaftet, wurde in einem Krankenhaus in Gomel operiert. Dies wurde aus by Oppositionskreisen bekannt. Genaues nicht. Immerhin die Orte scheinen bekannt.

 

Russische Soldaten verklagen ru Sicherheitsorgane

 

In Putins Quasi-Diktatur fast unvorstellbar. Soldaten der RA sollen Strafanzeige gegen Sicherheitsbehörden gestellt haben. Der Grund liegt wohl länger zurück (H-und-G.info hatte berichtet) ca. 250  Soldaten hatten sich bei der Niederlage von Charkiw Luhansk zurückgezogen, und angesichts der schlechten Ausrüstung den Befehl zum Angriff verweigert. Tagelang campierten sie vor Luhansk, keiner versorgte sie. Danach wurden sie laut ru oppo Medien in Luhansk in einen „Folterkeller“ gesteckt, wo sie unmenschlich gehalten und mit Folter bedroht wurden, bis man sie nach Hause entließ. Die ganze Sache ist Ausdruck der Meinungsverschiedenheiten bei den bewaffneten Kräften. Auch wenn Desertion im Allgemeinen hart verurteilt und verfolgt wird, wird die Niederlage von Charkiv von der Soldateska v.a. der Militärführung zugerechnet, die durch ihre Fehlenentscheidungen, die Soldaten an der Front hängen ließ. Diese Geschichte bestätigt mich darin, dass es in Ru einen tolerieren und begrenzten „rechten“ „Pluralismus“ gibt, die das System dynamisch und flexibel halten soll, um krasse Fehlentwicklungen korrigieren zu können.

 

 

Makabre Panzerknackerarmee- Wagner-Soldateska geht über (eigene) Leichen

 

Angeblich (britische Quellen) soll Wagner jetzt auch in Zentralafrika Schwerverbrecher rekrutieren. Auch in besetzten ua Gebieten wird die Strategie „Freiheit für ein Himmelfahrtskommando“  fortgesetzt. Angeblich sollen diese Kräfte, die von Wagner vorne an der Front eingesetzt werden, um die Wagner Elite-Kämpfer zu schützen in Massen sterben. Laut ru Quellen wird von ihnen erwartet, eher zu sterben, als sich zurückzuziehen. Kürzlich wurde behauptet, ein solchen Ex-Knast-Kommandanten, der einen taktischen Rückzug angeordnet hatte, sei mit der Todesstrafe bedroht. Laut einer nicht eindeutigen ua Information, sollen tote Wagner-Soldaten die Papiere abgenommen werden, bevor ihre Leichen in Plastiksäcke gepackt werden. Mich erinnert das an die Praxis bei Mauertoten und Sowjetsoldaten in der DDR. Diese wurden anonym und geheim kremiert, um ihren Tod zu kaschieren.

 

Cherson friert für die Freiheit

Im befreiten West-Kerson nimmt der ua Geheimdienst SBU laufend Kollaborateure  fest. U.a. einen ehemaligen Stellvertretenden Bürgermeister, der weiter unter der Besatzung amtierte.

 

Die Bevölkerung wird zwar sukzessive an Strom angeschlossen (immer noch unter 50% bei Nachttemperaturen von Minus 2 !) wird des Lebens aber nicht froh, weil die RA die Stadt und Westcherson erwartungsgemäß weiter beschießt. Allerdings schießt die UA- wie vorhergesagt- auch über den Dnjepr, um die Verteidigungs- und Nachschublinie der RA zu perforieren. Im Prinzip läuft das so  an allen Fronten, nur dass dummerweise an dieser Front eine Großstadt liegt. Es ist traurig anzusehen, dass die Züge, die vor einigen Tagen Flüchtlinge noch im Triumpf in die Stadt zurück brachten, nun massenweise Menschen in die andere Richtung transportieren.

 

Hybrid. Ich glaub ich spinne. Europa hat mehr Gas von Russland importiert.

European imports of Russian liquified natural gas rose by 40% between January and October compared to the same period in 2021. Ein „Rekord-Hoch“ berichtet Financial Times………

yyy

Kriegsziel Eisenbahn. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 2.11.2022  6.00 Uhr

Energiekrieg geht nicht gegen Zivilbevölkerung, sondern gegen Nachschub.

Worüber berichten, wenn das Grauen zur Routine wird?

Wo greift die Ukraine an, wenn der Boden gefroren ist? In Russland oder doch an der Front?

Der Rubel rollt langsam rückwärts

Wenn der Bundestag Historiker spielt. Holodomor-Debatte

Spielt China jetzt innen und außen verrückt?

 

Nächstes Kriegsziel. Die (ua) Eisenbahn

Es geht jetzt gegen die Verkehrsinfrastruktur der UA, um den ua Militärnachschub zu verlangsamen/behindern. Vorgestern Raketen auf Eisenbahn in Kriwi Rih, gestern Dnjepro. Auch die Angriffe auf die Engergieversorgung, zielen darauf ab, der Bahn den Strom zu entziehen. Ru Spezialisten gehen davon aus, dass die UA zu wenige Dieselloks und Spritprobleme hat, um die E-Loks substituieren zu können. In den vergangenen Wochen haben ru Spezialisten gezielt die Bahninfrastruktur ausspioniert.

Umgekehrt versucht die UA mit Himars und anderen Raketen, die RA-Logistik zu treffen, Gestern eine wichtige Eisenbahnbrücke in ZAP

 

Greift UA Russland an? Teil II

Diese Spekulation in ru Blogs verdichtet sich, seit ua Truppen an der Nordosten  zu Ru konzentriert werden. Von dort wird auch ru Kernland kontinuierlich beschossen. Ein derartiger Angriff wäre insofern logisch, als damit einer der nach wie vor wichtigsten Nachschubwege an die Front getroffen würde. Allerdings würde ein „richtiger“ Angriff die Gefahr einer Kriegseskalation bis hin zur atomaren Reaktion beinhalten. Aus die USA würden das nicht goutieren.

Andere Blogger gehen davon aus, dass es nur ein Ablenkungsmanöver sei, um eine Offensive woanders, im Donbas oder am wahrscheinlichsten Zaporischschja zu starten.

In Russland wird offenbar die Angriffshysterie geschürt. In Rostov, aber auch in Sibirien, werden jetzt die Luftschutzkeller ausgewiesen. Vermutlich, um Stimmung für die nächste Mobwelle zu schaffen.

Wenn es allerdings nach der UA ginge, würde sie gerne mit Raketen mit 1000km Reichweite, gegen die Luftangriffe vorgehen, d.h. mit Counterangriffen gegen die russischen Raketenstartpunkte, d.h. im Schwarzen Meer, am Kaspischen Meer, in Belarus( ?!) vorgehen.

 

 

Der Himars-Krieg

Die jüngsten Erfolge der UA sind v.a. auf die Himars Raketenwerfer zurückzuführen, mit denen die Logistik der RA hinter den Linien zerschossen wird. Mir ist nicht ganz klar, ob die Ua die 40 km Version oder die 80 km Version hat. Die USA begrenzen die Reichweiten ihrer Waffenhilfen, damit die UA nicht ru Kernland eingreift. (Was zeigt, dass sie entsprechenden ua Versprechungen nicht ganz trauen.)

 

Vermutlich wegen des Erfolges des Himars-Krieges und um jetzt auch die RA-Logistik im Süden und Osten aushöhlen zu können, überdenken USA ihre Lieferungsverweigerung und denken über Systeme mit Raketen von 100km Reichweite nach.

 

Worüber berichten, wenn das Grauen zur Routine wird?

Nicht nur die Kombattanten, auch die Medien haben angesichts des UA-Krieges aufgerüstet. Überall wurden Sonderstäbe gebildet, Sonderkorrespondenten schwärmten in der UA aus. Doch was jetzt: neuer Folterkelle entdeckt: hatten wir schon. Mütter und Kinder in Luftschutzkellern: hatten wir schon. Soldaten mit schlechter Ausrüstung im Schützengraben: hatten wir schon. Selenskij oder wenigstens Klitschko-Interview: hatten die anderen kriegen wir nicht, usw.usw.. Alltag und Medienberichterstattung sind zwei verschiedene Welten. Medien brauchen news, v.a. bad news. Das gilt irgendwie noch immer, auch wenn die Medienwirklichkeit um Reality-TV etc. bereichert wurde. Aber schließlich kann man ja das Dschjungel-Camp (noch) nicht an die Front im Donbas verlegen. Weil aber komplexe Recherchen zu schwierig und kompliziert erscheinen, werden news generiert. Klischko gegen Selenskij, das Verdun im Donbas, Prigoschin als der zweimächtigste Mann Russlands. Allen Ernstes, Letzteres schreibt die wichtigste deutsche Hauptstadtzeitung (oder ist das doch Bild), der Tagesspiegel, ohne rot zu werden. Vielleicht sollte man mal einen Artikel zu Prigoschin recherchieren, statt sich auf ominöse westliche Quellen zu stützen. (Ich bin sicher, es ist das ISW, was Prigoschin als angeblichen Putin-Konkurrenten „hyped“, der aber in Russland selbst  keinen wirklichen Einfluss hat. Es gelang ihm nicht einmal eine Rekrutierungsstelle in Petersburg zu etablieren, weil der dortige Stadtrat (!) dagegen ist.) Man sollte sich vielleicht doch auf wirkliche Recherchen stürzen, statt Agenturmeldungen zu kompilieren. Die Agenturen haben nämlich das gleiche Problem, sie generieren Nachrichten, wo keine wirklichen sind (z.B. Abzug der Russen vom AKW Zap gestern), weil der grauenhafte Alltag so Routine ist, dass das irgendwann keiner mehr drucken will.

 

 

Hybrid. Der Rubel rollt nicht mehr so richtig

 

Der russische Ölpreis fällt, der Rubel auch. Angeblich wollen China und Indien 40% Rabatt. Sagt Bloomberg. Pendelt sich der westliche Energiemarkt ein? (Meine Tankstelle zeigt das auch.) Können jetzt die Sanktionen greifen, wenn Putin sie nicht mehr über Energieeinnahmen kompensieren kann? Das Problem ist nach wie vor der Gaspreis. Aber auch hier gibt es mittel- bis langfristig wohl  eine Überversorgung durch  LNG plus flankierende Maßnahmen. Einige Tage alte Meldungen, wonach Russland seinen Wehretat ausgeweitet hat, Finanzprobleme hat und auf den Anleihemarkt drängt (unklar wie und wo? auf den russischen/den internationalen) sprechen dafür, dass die Zeit des munteren Geldausgebens für Putin zuende geht.

 

Gestern vergessen, Sorry

 

Liefert China Waffen?

Es gibt ua Meldungen, wonach mehrere Antonov Großflugzeuge von Ru nach China und zurück geflogen seien. Was war drin? (Hinweg Gummiknüppel und Tränengas-Rückweg Granaten und Raketen???)

 

Bundestag macht den Historiker und will über Holodomor entscheiden

Ehrlich gesagt, als Historiker habe ich immer Bauchschmerzen, wenn die Politik über historische Sachverhalte entscheidet. Dass beim H. Millionen umkamen, ist sicher, inwieweit das das Ziel oder die Folge stalinistischer Politik war, ist immer noch unter Fachleuten in der Diskussion und da sollte man es m.E. lassen. Auch dieses Russenbashing bringt nicht wirklich was, einmal Genocid, immer Genocid, ist eine eher schlichte Rechnung und bringt kaum wirkliche Erkenntnis. Auch die Schlussfolgerung, wer am meisten die Russen beschimpft, hilft der UA am besten, dient eher der Selbstbeweihräucherung. Spezifische Hilfe zu finden, ist viel schwieriger. Und selbst völkerrechtlich ist nicht einmal der Vorwurf des Genozids die schärfste Waffe, weil juristisch schwer zu handhaben. Siehe Artikel von Belinda Cooper, NY und Stream von Robert Frau, Frankfurt (Oder) auf H-und-G.info:

Wollen Ukrainer größtes AKW zurückkämpfen?     H-und-G.info     

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 23.11. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Will Ukraine größtes AKW freikämpfen? Was ist die deutsche Position?

Die Energieversorung der Ukraine wankt

Wärmestuben für den Frieden

Russische Propanda bringt Ukraine in Defensive. Ist es nur Propaganda?

Wo das richtige Kreuz machen?- Die Orthodoxen.

Russland von Nato bedroht….eine gefährliche Paranoia

 

Originalzitat: „Wir warten auf Frost: Aufgrund des Regenwetters können die Streitkräfte der Ukraine nicht schnell vorrücken. Wir unterstützen das Militär systematisch bei der Wintervorbereitung.“
 

Will Ukraine größtes AKW freikämpfen?

Die Indizien mehren sich, dass die UA daran denkt, das AKW Zaporischschja militärisch zu „befreien“. Wie dies geschehen soll, ist unklar. Ob ein wirklicher Angriff, ein Freikämpfen geplant ist, ist nicht sicher. Offenbar sollen aber die Besatzer durch permanente Angriffe und Partisanenaktionen zum Rückzug gezwungen werden. Mit Genugtuung wird die Flucht von Zivilbesatzern registriert. Russische Blogger werden zitiert, die darüber spekulieren, dass Russland das AKW aufgeben könnte. etc. Der Druck soll offenbar verstärkte werden.

Wenn es gelänge, das AKW zu befreien, wäre die UA die Helden, es würde der Energieversorgung helfen, den Beschuss von Nikopol beenden, der RA eine weitere nicht nur symbolische Schlappe zufügen. Klingt märchenhaft. Aber was ist, wenn es schief geht? Die UA verläßt sich offenbar auf den guten Berstschutz der 6 Reaktoren und auf ihre präzisen Waffen. Dass es diese Sicherheit nicht gibt, wissen wir spätestens nach dem Raktenabschuss von Polen. Außerdem weiß man nie, wie die Gegenseite reagiert. Angeblich ist das Gelände voll mit Waffen und Munition der RA. Wenn es „schief gehen“ würde, wär die UA der Buhmann, würde die UA ihre Reputation weltweit einbüßen, „abgesehen“ von der nuklearen Belastung der Umwelt.

M.E. wurde der Zeitpunkt, die IAEA-Initiative energisch zu unterstützen, fast schon verpasst. Die EU muss sich auf jeden Fall positionieren, ob sie das so weiterlaufen lassen will……

Kriegsgeschehen.

Alles im Prinzip wie gehabt.

Jetzt sollen noch mehr Wagner und Kadyrev Leute im Donbas Erfolge erzielen

Rückzugspanik unter Russen

Seit dem chaotischen Rückzug von Charkiv, aber noch mehr nach dem geordneten von Cherson, geht unter russischen Besatzern, Kollaborateuren und Soldaten offenbar die Panik um, ihre Region könnte die nächste sein, die Putin räumen läßt. Die Unsicherheit scheint groß, Zivilisten packen schon mal die Koffer, andere Hab und Gut der Einwohner, oder fliehen gleich Richtung Krim, etc. Regionen, in denen das befüchtet wird, sind Teile von Ostcherson, die westliche Krimlandzunge, und Energodarb, bzw. Teile von Südzaporischschja. Die Panikstimmung dürfte duch ua Angriffe auf die Krim noch verstärkt werden.

Drohnen auf Krim und Kernrussland

Mehrere Drohnenangriffe auf Simferopol und sogar Noworossisk stiften Verwirrung. Zwar sollen die meisten abgeschossen worden sein. Das ist aber fast egal. Dass die UA es inzwischen schafft mit Kampfdrohnen, über reklamiertem russischen Gebiet rumzufliegen, wird seine psychologische Wirkung nicht verfehlen. Ru Militärblogger rätseln, wie die Drohnen überhaupt dort gesteuert werden können. Sie vermuten  britische oder Natotechnik dahinter, mit der die Funkverbindung vom Schwarzen Meer zur Drohne gehalten werden kann.

Nato bereitet sich auf Konfrontation mit Russland vor….

Dieses Narrativ wird in ru Bloggs immer stärker. Indiz die Natotruppenverstärkung ( die es gibt) in Polen. Dass diese defensive Gründe haben könnte wird offenbar nicht in Betracht gezogen. Da nicht wenige Russen aus Sowjet (oder noch früheren Zeiten) diesbezüglich eine Paranoia haben, die sich verselbstständigen kann, keine ungefährliche Tendent.

Wärmestuben für den Frieden?

Selenskj hat 4000 Punkte der Unbesiegbarkeit, also Wärmestuben mit Versorgung, Strom, Handykontakt angekündigt um durch den Winter zu kommen. In Cherson gab es vor 3 Tagen davon eine! In einer Stadt mit ca derzeit knapp 100.000 Einwohner, in der es nach wie vor keinen Strom, kaum fließend Wasser und nur wenig Handyempfang gibt. Wenn Wärmestuben überschlägig täglich 500 Menschen versorgen würden, wären das 2 Mio bei 40 Mio Einwohnern. Bei 5-10 Mio ist derzeit der Strom und damit auch teilweise die Heizung und das Wasser nicht gesichert.

Ich erinnere an einen aktuellen Hilfsaufruf aus Deutschland…. http://h-und-g.info/default-title-2/aufruf

Energieversorgung

Durch Schädigungen an fast allen thermischen und Wasserkraftwerken und relevanten Umspannwerken, kann die UA Wirtschaft und Bevölkerung nicht mehr ausreichend mit Strom versorgen. Ohne tägliche Cuts für mindestens 4 Stunden in den meisten Regionen würde das Netz zusammenbrechen. Beim letzten Großangriff waren zudem 3 von 4 (!) AKW durch Notabschaltung vom Netzt gegangen. Die 4 AKW s lieferten im Normalfall fast die Hälfte des ua Stroms.

Dies ist Folge der neuen Strategie der russischen Hybridarmee. S. Mein neuer Artikel zum Thema: http://h-und-g.info/default-title-2/booss

 

Der Kampf der Orthodoxen

Die orthodoxe Kirche in der UA ist gespalten, immer mehr Gemeinden fallen vom Mokauer Patriarchat ab. Aber manche bleiben, geradezu militant dabei, v.a. in besetzten Gebieten bsih hin zur Teifelsaustreibung (von ukrainischen Naziteufeln, klingt komisch ist es nicht), orthodoxe Militärpriester sorgen für die Moral der russischen Truppen, zumindest versuchen sie es, Kyrill kämpft an der Heimatfront für Putins Sieg.

Eine Zuspitzung dürfte dieser konflikt durch die Durchsuchtung de sberühmten Kiewer Höhlenklosters durch den Geheimdienst SBU erlangen. Wegen des Verdachtes prorussischer Umtriebe und Sabotageunterstützung, Ru Blogger vermuten, dass es um einen Vorfall ging, wo eine Priester in der Messe ein prorussische Lied singen liess. Auch wenn das unter Kriegsrecht derzeit strafbar ist, wäre ein derartiger Eingriff in die Relegionsfreiheit lächerlich. Man wird sehen, ob am Sabotagevorwurf etwas dran ist.

Russland versuch Ukraine in die ideologische Offensive zu bringen

Nach der verbalen Raketenpanne von Selenskij versucht Putin offenbar gezielt (und durchaus gekonnt) seinen Gegenspieler zu dikreditieren. Nach dem Motto, wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. „Spielfläche“ sind das angebliche Massaker an ru Kriegsgefangenen, der Beschuss des AKW Zap, und anderes. Das ist für die UA nicht unriskant, denn für ideologische Diversion typisch, werden wahre Versatzstücke genommen und neu kontextualisiert und dramatisiert, so dass es schwierig ist, die Wahrheit aufzuklären. Putin, der alte Tschekist, ist ein guter Nebelkerzenwerfer. Die UA ist gut beraten, wenn sie die Sachverhalte schonungslos aufklärt um ihre Reputation zu wahren. Im Falle des angeblichen Massakers ermitteln jetzt in der UA die Generalstaatsanwaltschaft, aber auch die UN. Beim AKW bleibt die Lage diffus….s.o.

EU und Selenskij beim  AKW Zaporischschja uneins    H-und-G.info     

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 22.11. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

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Operiert die ukrainische Armee in Russland und Belarus?

Macron widerspricht Selenskij beim AKW Zap

Massierung von Truppen in Zaporischschja

In Cherson fließt immer noch kein Wasser

Sind russische Soldaten Täter oder Opfer?

 

Originalzitat in einem wichtigen ru Blog:
„Die friedliche Koexistenz mit der Ukraine [wird] unter keinen Bedingungen funktionieren: [Der Grund] die fest verwurzelte lokale Ideologie… In seiner jetzigen Form stellt das Land eine ständige Bedrohung für Russland dar.

Und der einzige wirkliche Weg, es zu liquidieren, ist eine vollständige militärische Niederlage der ukrainischen Streitkräfte mit der anschließenden Zerstörung der ukrainischen Staatlichkeit. Andere Wege gibt es derzeit nicht.“

Kriegsgeschehen

Kaum grundsätzliche Veränderungen: Routine, Soldaten sterben, Material wird vernichtet, wirkliche Dynamik angesicht der immer noch schlammigen Bodenbeschaffenheit kaum zu erwartern.

-aber UA läßt RA in Nähe von Donetzk Stadt viel Spielraum, ru Geländegewinne

-Truppenbewegung von Cherson über Mariupol nach Ost Zaporischschja (offenbar nächster hotspot)

Operiert die UA in Russland und Weißrussland?

Ru Kanälen zufolge sind immer wieder Spezialkräfte der UA in den Oblasti Beogrord und Kursk, sowie im Süden von Belarus zugange. Im Falle von Russland dürfte das stimmen, die Gegend ist auch permanent unter Beschuss und Ziel von vermutlich Partisanen/Spezialkräfte-Angriffen.

Im Falle von Belarus geht der ukrainische Militärgeheimdienst von false flag Aktionen aus, um die BY Regierung zur Intervention in der UA zu drängen.

Beides ist möglich.

Europa und Ukraine uneins beim AKW Zaporischschja

In einem Telefonat hat Macron gestern von Selenskij eine Sicherheitszone ( wie IAEA) gefordert. In manchen Meldungen wird Übereinstimmung unterstellt. Dies ist wohl nicht richtig. Selenskj beharrt nach wie vor auf Entmilitarisierung, d.h. Räumung des AKW von RA. Es macht den Eindruck, dass die UA wirklich das AKW militärisch erobern will! Die Front ist ca 40 km entfernt, bzw. auf der anderen Djnepr-Seite. IAEA-Chef Grossi warnt vor Spiel mit dem Feuer. M.E. Zurecht!

In Wagner-Kanälen wird darüber spekuliert, dass Putin das AKW aufgeben könnte. Das wird kritisch gesehen. Seit der Räumung von Cherson, traut man dem Kreml wohl Einiges an taktischen Wendungen zu.

Düt und dat

Der Vize von Putins Präsidialamt ist bei Militärs im Donbas. Gewöhnlich stehen dann größere Entscheidungen bevor. (Das letzte Mal Referendum/Annexion). Wagner-Kanäle orakeln von großen Entscheidungen.

In Cherson wird darüber spekuliert, dass RU eigene Gefallene auf einer Mülldeponie verbrannt haben könnte.

In Cherson gibt es immer noch kein fließend Wasser, das Wasser wird mit LKW ausgefahren. Das Wasserwerk hat jetzt immerhin zwei Generatoren, um die ersten Pumpen anzuwerfen. Die Müllabfuhr fängt wieder an zu arbeiten. Die Stadt ist zwei mal vom anderen Ufer beschossen worden.

Der Ölexport von Russland in die EU ist praktisch zusammengebrochen (über 80% weniger) , Ru kompensiert durch Verkäufe China, Indien, möglicherweise Türkei, etc. aber nicht voll und zu Dumpingpreisen.

Moldau wird mit EU-Geldern stabilisiert von Ru destabilisiert…

 

Sind ru Soldaten Täter oder Opfer?

Die Frage ist nicht so absurd, wie sie klingt: Sind ru Soldaten Täter oder Opfer? Angesichts des Zwanges, der schlechten Behandlung und der Gewalt gegen Soldaten ist die Frage durchaus legitim. Angeblich soll jetzt ein Kommandeur hingerichtet werden, der seine Soldaten in einer ausweglosen Situation zurückführte. Irgendwie sind Viele Beides. Aber Viele sind auch gnadenlose Überzeugungstäter. Sie fordern die „Vernichtung“ der UA s.o. Originalzitat.

Umkämpftes AKW Zap-Was ist verifizierbar?     H-und-G.info     

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Aus aktuellem Anlass und Zeitgründen heute monothematisch:

Russland und Ukraine eskalieren Situation am AKW

 

 

Beunruhigende Nachrichten vom AKW Zaporoschschja/Energodar

 

Was ist gesichert?

 

Es gab offenbar einen Beschuss der Anlage selbst vom 19 auf den 20. Die ukrainsiche Atombehörde spricht von 12 Einschlägen.

 

Es gibt Videos von ua Seite wie von ru/tschetschenischer Seite. Beide relativ diffus, das tschetschen zeigt Explosionen unweit des Verwaltungsgebäudes. Novosti veröffentlicht Fotos über Einschusslöcher, unklar wo. Ua veröffentlicht Video über Schäden danach im Bereich von Leitungen.

 

Soweit man der Schadensbilanz der ua Atombehörde folgen kann, wurden u.a. periphere Anlagen jenseits der Reaktorblöcke

-in der Nähe der Abklingbecken

-am Umspannwerk

-und ein Dieselgenator getroffen

 

Wenn man dies auf Satelitenfotos nachvollzieht, scheinen

 

  1. die Einschläge in unmmittelbarer Nähe, also nur einige hundert oder sogar nur einige dutzend Meter (!) von den sechs eigentlichen Meilern entfernt eingeschlagen zu sein.
  2. Die Schädigung eines Diesels, beeinträchtigt den Notmodus, dessen Kühlung auf nur wenigen Generatoren beruht.
  3. dass das Umspannwerk in diesem Bereich war, ist ein Indiz für russischen Beschuss, da dies der derzeitigen Strategie entspricht, die AKWs von ukrainischen Netz zu trennen, indem die Hauptumspannwerke, die den Strom vom AKW ins Netz runtertransformieren, beschossen werden.

 

Soweit so schlecht. Es ist aber noch dramatischer

 

Die Militärische Lage rund um das AKW

 

Die ukrainische Seite kämpft seit einiger Zeit, und jetzt offenbar verstärkt in/rund um Energodar, der Stadt, die das AKW betreibt. Die offizielle UA Position ist, dass das AKW entmilitarisiert werden soll, d.h. die Russen sollen dort abziehen. In Interviews wird die These vertreten, dass dies nur mit m i l i t ä r i s c h e n Mitteln zu erreichen sei, nicht auf em Verhandlungswege.

 

 

Da Energodar nach meiner Kenntnis (google) kein Rayon/Kreis ist, ist das „Gebiet“ Energodar weitgehend identisch mit dem Stadtgebiet. Das sind laut Karten schätzungsweise 5 mal 5 km.

 

Laut Meldungen der letzten Wochen, die tendenziell von beiden Seiten bestätigt wurden, kämpfen von ua Seite im Gebiet von Energodar

 

-Partisanen

-Spezialtrupps

-Amphibienlandetrupps

 

Das Gebiet wurde von ua Seite (durch ua Quellen bestätigt) mehrfach beschossen. Es gab mehrfach Explosioen.

Die Bürger von Nikopol auf der gegenüberliegenden Seite haben Gelder für Kamikazedrohnen gesammelt.

 

Auf ru Seite

ist neben regulären Sicherheitskräften und Soldaten seit September tschetschenische Bereitschaftpolizei/Omon von Kadyrev in Energodar für die „Sicherheit“ verantwortlich. Militär ist in der Anlage, auch militärisches Gerät. Von Energodar aus (das AKW verkörtert die Dnjepr-Seite) wird  fast permanent die gegenüberliegende Seite um die Großstadt Nikopol /Dnjepro beschossen.  Dies dürfte neben der Frage der Engierversorgung der zweite Grund sein, warum die UA Energoda befreien möchte.

 

Die eigentliche Front (abgesehen von der anderen Dnjepr-Seite/Nikopol) ist ca 40 km entfernt. Die Ukraine mach offenbar Druck, der sich auch auf Energodar auswirkt. Am Wochenende sollen laut offiziellem Armeebericht von gestern abend „die Invasoren erlitten mehr als 100 Verwundete in den Siedlungen Polohy, Kam'yanka, Mykhailivka (Vasylivskyi-Bezirk) und E n e r h o d a r im Oblast Zaporizhzhya“

D.h. die ua beschießt die Zone östlich des Dnjepr von Wassiliska (ca 40 km nördlich von Energodar)  bis nach Energodar. Ru Bloggs befüchten hier sogar auf Grund der Truppenmassierung eine ua Offensive. Dies dürfte auch der Grund sein, warum in den letzten Tagen (Zivil)Besatzer und Kollaborateure aus Energodar veschwunden sind.

Andererseits hat die RA versucht mit einem Amphibienlandeunternehmen die Artillerie auf der westlichen Dnjepr-Seite auszuschalten.

 

Mit anderen Worten, die neue Front (nach Cherson) drückt von Norden auf Energodar, auch die UA Seite beschießt die Gegend der Stadt, wenn auch vermutlich nicht das AKW-Gelände direkt, was entsprechende Gegenreaktionen zur Folge hat. Auch der Energiekrieg gegen Zap dürfte zunehmen, gerade da er militärische Verluste der RA kompensiert. Die Lage dürfte sich also in der Region weiter zuspitzen.

 

Lage im AKW

 

 

Das  AKW befindet sich inzwischen mehr oder minder unter ru Management, nach dem die beiden ua Chefs verhaftet waren, die Belegschaft wird tyrannisiert, es gab Verahftungen, Folter, die MA sollten gezwungen werden russische Arbeitsverträge zu unterzeichnen. Ca 10% sollen das gemacht haben.

 

Die Versuche Ru, das AKW zur Stromversorgung der Krim umzuswitchen sind bisher auch an technischen Parametern gescheitert. Das AKW ist nach Absprache mit der IAEA weitgehend heruntergefahren, produziert also keinen Strom mehr, außer für den Kühlbetrieb.

 

Die IAEA hat seit Wochen eine Gruppe im AKW, aber keinen Zugang zu anderen Betriebsteilen.

 

IAEA-Chef Grossi plädiert seit Wochen für eine Sicherheitszone, was eher von Putin als von der UA konzediert wird, weil dies den militärischen Status quo einfrieren würde. Abgesehen davon, müßte die Sicherheitszone, um effektiv zu sein, großflächtig sein und das Gebiet von Nikopol einbeziehen. Der UN Aufsichtsrat der IAEA unterstützt die Linie Grossis.

 

Mein Eindruck ist dennoch, dass Grossi zu wenig internationale Unterstützung hat.

 

Kernkraftwerke kann und sollte man nicht militärisch erobern. Spätestens der tötliche Raketenabsturz in Polen hat zudem gezeigt, Kollateralschäden sind nie auszuschließen, es gibt keinen „nur“ präzisen Krieg.

 

Daher die Frage: Wurde auf irgendeiner der letzten internationalen Konferenzen etwas  zu diesem Thema verlautbart? Was kommt von der EU, der Bundesregierung? Was sagen eigentlich Umweltverbände in Deutschland dazu, kleben sich Aktivisten an die russische Botschaft, gibt es dort Proteste der Fridays, Ende Gelände, Last Generation?

Energieunternehmen sind jetzt der Gott des Krieges.   H-und-G.info     

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 20.11. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

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Die Energieunternehmen sind jetzt der Gott des Krieges

Panik für der Panik- Steht UA vor Massenevakuierung?

Total-Blackout?

Reputation angesichts von Kriegsverbrechen.

Winter-Pullover für den Sieg- Energielücke und die Bevölkerung

 

Originalzitat aus Cherson: „ Die Erzieherinnen und Erzieher der Region Cherson sind echte Helden, die trotz zeitweiliger Besetzung und Drohungen Kinder unterrichtet haben. […] Von 383 Schulen in  der Region Cherson wurden 81 Schulen teilweise und 14 vollständig zerstört. Von den 469 Kindergärten wurden 50 beschädigt und 5 müssen von Grund auf neu aufgebaut werden. […] Trotzdem geben die Lehrer nicht auf – der Fernunterricht hört nicht auf. Daher wurden den Pädagogen 900 Laptops zur Verfügung gestellt, weitere 2,3 Tausend Laptops werden später geliefert.“ (Vielleicht sollte Cherson die  Berliner Schulverwaltung übernehmen?)

 

Die Energieunternehmen sind jetzt der Gott des Krieges

Schreibt der ua Schriftsteller Vitaly Portnikov. Vor einigen Wochen habe ich auf H-und-G.info in Abwandlung einer Clinton-Parole geschrieben. It`s Energie, stupid! Es war nervend zu sehen, wie Analysten die systematischen Angriffe auf die Infrastruktur nur als Rache für dies und das und eine klassische Zermürbungsstrategie bagatellisierten. Nein, es geht ums Ganze. Der Krieg ist seit Oktober in der hybride Phase eingetreten, die Truppenbewegungen sind eher zweitrangig. Insofern dominiert, neben der Freude über Cherson und der Sorge der Zuspitzung des Stellungskrieges im Donbas die Diskussion um die Energiefrage:

Panik vor der Panik-Evakuierungsdebatte

Evakuierung oder nicht? Indirekt ist eine Debatte über diese Frage losgetreten worden. Der Chef des größten privaten Energieversorgers hatte gegenüebr der BBC Ukrainern geraten, die Gelegenheit zu ergreifen, wenn sie vorübergehend mehrere Monate woanders leben könnten. Das würde das Energiesystem entlasten. Was als Aufruf zu Evakuierung interpretiert wurde, wurde bald darauf dementiert. Nein, das habe er nicht so gesagt, und es bestünde keine existentielle Gefahr, dementierte das Unternehmen. Vermutlich gab es Druck aus dem Präsidialamt. Der Vorgang ähnelt dem in Kiew vor ca 2 ½ Wochen, als Klitschko von der Gefahr der Evakuierung sprach und dann die Verwaltung zurückruderte.

Es ist ganz klar, die Ukrainische Regierung versucht eine Massenpanik und einen Massenexodus zu vermeiden. Gründe dürfte Rücksicht auf die Verbündeten im Westen, aber auch die Funktionalität des eigenen Systems und die davon ausgehende Symbolwirkung sein. Für einen „erfolgreichen“ Krieg braucht man nicht nur Soldaten, sondern auch jede Menge Hilfskräfte, in der Wirtschaft, im Verkehrswesen, medizinischen Sektor und last but not least im Energiesektor. Außerdem würde ein Massenexodus selbst logistische Probleme hervorrufen.

Kommt der Totalblackout?

Umstritten und derzeit heiß diskutiert. Im „Normalfall“ eher unwahrscheinlich, da sich Regionen immer noch gegenseitig stützen können (aber immer weniger), und es auch Inselversorgungen gibt. Großregionen wie Kiew, Chrakiv, Odessa sind aber besonders gefährdet, einen längeren Totalausfall zu haben. Theoretisch kann er aber passieren, wenn zu viele Erzeuger und Umspannwerke gleichzeitig ausfallen. Die Frage ist, ob das System dann wieder hochgefahren werden kann und wie lange das dauert. Theoretisch können die Russen auch die Rechenzentren ausschalten, die das Netz steuern, das trauen selbst sie sich bisher nicht. Die Folgen wären ziemlich unkalkulierbar.

Pullover für den Sieg- Energielücke und die Bevölkerung

Die Appelle, Strom und Energie zu sparen werden immer dringlicher. 25% müßte jeder einsparen, derzeit seien es nur 10%. Die Verwaltung empfielt dicke Wintersachen und Thermoskannen, keine Stromfresse und schon gar nicht gleichzeitig zu starten. Das ua Stromnetz ist derzeit nicht in der Lage, den normalen Verbrauch zu decken. Stromsperren, um wenigstens die kritische Infrastruktur bedienen zu können, und blackouts zu verhindern, sind an der Tagesordnung. Mindestabschaltzeit täglich 4 Stunden, manchmal dauert es länger, in manchen Gegenden sehr viel länger. Es gibt zwar keine Unruhen, wie ru Blogs suggerieren, aber Unmut, eine Petition z.B…

Kriegsgeschehen-Stellungskrieg im Donbas

Im Donbas in den üblichen drei Regionen offenbar immer heftiger, da beide Seiten Militär aus Cherson bzw. anderen Regionen hierherverlagert haben. Die ru Fallschirmjäger sind in Luhansk.

Die befreiten Ortschaften sind Orte des Grauens, kaum ein Haus ist noch intakt, zeigte ein Rundreisevideo des Gouverneurs. Dennoch wollen dort Menschen überwintern, weil sie nicht fort wollen. 60 % der Infrastruktur des seit Monaten umkämpften  Bakhmut sind beschädigt oder zerstört. Von den 16 Schulen, die wir seit 2019 in der Stadt restauriert haben, ist nur noch eine intakt.
Mariupol und Umgebung wird wie Melitopel immer mehr zum Heerlager. Die Soldaten von Cherson quartieren sich im Umland ein. Von Russland kommen neu Mobilisierte und Waffen.

 

Kriegsverbrechen oder ru Propaganda?

Ru Blogs versuchen Stimmung wegen eines Videos zu machen, das angeblich die Hinrichtung/Erschießung von gefangen ru Soldaten durch Ukrainer zeigt. Die Unterstellung: Kriegsverbrechen, das sicher nicht von der internationalen Gemeinschaft aufgeklärt werde. Also die Russen sind mal wieder Opfer von Nazi-Verbrechern, die es deswegen zu vernichten gilt.

Angesehen von diesem durchschaubaren Narrativ. In jedem Krieg gibt es Exzesse. Auch auf ua Seite. Man denke an die ru Soldaten, denen bei Charkiv in die Knie geschossen wurde; den Buriaten, der einen Ukraine lebendig kastriert hatte und nach der Festnahme „standrechtlich“ erschossen wurde; es gibt auch Foltervorwürfe, etc.. In Extremsituationen reagieren Menschen über, drehen durch bzw. ziehen Kriege auch Menschen an, die eher zu gewaltsamen Konfliktlösungen tendieren. Nicht schön, aber erwartbar. Der Unterschied ist, wie die Armeeführung damit umgeht. Sorgt sie für Aufklärung, sanktioniert sie Exzesse oder (russische Variante) beschweigt sie sie (Olenivka) oder belobigt sie sogar die Täter (Butcha). M.E. sollte die UA für Aufklärung sorgen. Ihr Verteidigungserfolg basiert eigentlich auf den Menschenrechten, auch wenn diese derzeit mit Gewalt verteidigt werden müssen.

Wettlauf Strom- gegen Logistikkrieg -  H-und-G.info     

nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 19.11. ca. 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

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Dystopisches Originalzitat (ru Kanal/ google-Übersetzung): „Wir haben den Schmerzpunkt des ukrainischen Staates gefunden und ihn Schlag für Schlag besiegt. Früher oder später werden sich die Beine des Nazi-Kolosses biegen und er wird zusammenbrechen – Die Ukraine wird in Dunkelheit und Kälte eintauchen. Und es wird das Land nicht mehr mit Fackelzügen erwärmen und erleuchten.“

 

Wettlauf Strom gegen Logistikkrieg

 

Ukraine bald ohne Strom?

 

Väterchen Frost ist kein netter Typ

 

Lässt Putin Kinder foltern?

 

Melnyk befördert, Selenskij stolpert

 

Die Hoffnungen der Ukrainer: Zug der Freiheit fährt-Mariupol wird wiedergeboren

 

 

Kriegsgeschehen

ähnlich Vortagen. RA zeigt stolz Eroberungen bei Donetzk- Stadt. Was man auf den Videos sieht, ist ein Dorf, was Haus für Haus, Straße für Straße, Hühnerstall für Hühnerstall beschossen und zerstört wird. Was für ein Sieg!

 

UA nimmt Hauptversorgungslinien unter Beschuss

Offenbar erreicht die UA v.a. mit Himars Raketenwerfern und anderen Raketen die Hauptnachschublinie per Zug und Straße der RA im Süden der besetzten Ukraine. Von Kachowka östlich des Dnjepr, über eine Krimlandbrücke, über Melitopel bis fast Mariupol reicht inzwischen offenbar die Beschusszone. Gestern wurde der Hauptseisenbahnknotenpunkt zwischen Donezk und Rostov getroffen. Da die Krimlinie seit dem Beschuss der Kertsch-Brücke angeschlagen ist, ist diese Landroute der wichtigste Nachschubweg. Die Herrschaft über solche Routen ist fast wichtiger als der eigentliche Frontverlauf. Offenbar versucht die UA Segmente der Besatzungskräfte durch Unterversorgung rauszubrechen, ähnlich wie in Cherson. Daher stammt offenbar die Hodges-Prognose, die UA könne Anfang 23 erst Melitopel und dann Mariupol befreien (und dann die Krim angehen). Die Frage ist allerdings, wie die UA den Winter übersteht.

 

Ukraine vor Blackout

Die Energieversorgung ist schlimmer getroffen, als bisher angenommen. MP Schmygal spricht von 50%. Das mag etwas übertrieben sein, um die Geberländer zu alarmieren. Aber Schmygal war der Erste, der schon Anfang Oktober das Problem realistische erkannt hat. Derzeit ist die UA nicht mehr in der Lage, die Schäden zu beseitigen, und die Energieversorgung für alle den ganzen Tag über zu decken. Das Netz degradiert, weil Reserven aufgebraucht sind und Ersatzteile fehlen und nicht so schnell repariert werden kann, wie neu beschossen wird. Offenbar ist es der RA auch gelungen, den überregionalen Verbund so zu schädigen, dass sich die Regionen nicht mehr gegenseitig mit Stromzufuhr helfen können, angeblich entstehen immer mehr Strominseln. Dies dürfte erklären, warum  Odessa länger ohne Strom war/ist. Angeblich soll es in Odessa zu den ersten Stromunruhen gekommen sein, weil 4 Tage kein Strom floss. Der Videobeweis ist äußerst dünn. Man soll sich nichts vormachen, Russland will die UA durch Strom/Energiemangel im Winter dazu zwingen/ bzw. über die Verbündeten zwingen lassen, in Verhandlungen Neutralität und Gebietsabtretungen zu konzedieren. Trotz Verstärkung der Luftabwehr und Hilfslieferungen ist derzeit nicht erkennbar, dass Russland bei der Komplettzerstörung der ua Energieinfrastruktur gestoppt werden könnte. Es hat immer noch genügend Raketen und Drohnen und kauft im Iran und Nordkorea neue ein. Die Möglichkeit der Stromlieferung über den Westen ist begrenzt, weil es bisher nur wenige Großleitungen gibt, die selber per Beschuss ausgeknockt werden können. Sehr dramatische Situation (!) (M.E. braucht die UA nicht Kleingeneratoren sondern Großtrafos, die offenbar in West-Europa selbst Mangelware sind.)

Hoffe heute meine Energie-Artikel für H-und-G.info fertig stellen zu können.

 

Frost, Frost, Frost

Panzer im Schnee, Winterklamotten aus Canada und Litauen für die Ukrainische Armee, zerreißende Plastikzelte russischer Mobilisierter, vereiste Kadayrovski-Bärte und Leichen. Der Frost (bis zu minus 6) verändert das Bild des Krieges. Väterchen Frost ist in der Ukraine kein netter Kerl.

 

Der Zug der Freiheit erreicht Cherson heute um 10 Uhr. Die ua Eisenbahn fährt wieder von Kiew in die befreite Stadt. Auch Karten für noch besetzte Städte werden verkauft. Die Stadt Cherson hat gestern Hilfslieferungen von überall aus der UA erhalten, sogar Orte wie Nikopol, das seit Monaten schwer bombardiert wird, spendeten. Cherson ist derzeit das Symbol der Befreiung der Ukraine. Am 21. wird zu Flashmobs in den besetzten Gebieten aufgerufen. Wie während der Besatzung von Cherson, sollen überall kleine Bändchen o.ä. mit den Farben der Ukraine geklebt werden. Nun denn, auch in Deutschland gibt es russische Einrichtungen.

 

Kriegsverbrechen -Kinderfolter?

In Cherson gibt es den Verdacht der Folter an mutmaßlich 14-jährigen. Laut Zeugenaussagen, an der Verifizierung wird noch gearbeitet.

 

Noch unklar. Massenerschießung von russischen Gefangenen?

Ein (merkwürdig geschnittenes) Video in ru Kanälen macht Furore. Angeblich Massenerschießung von russischen Gefangenen. ISW behauptet, der Vorfall ereignete sich, nachdem ein ru Gefangener zu Schießen begann. Der Gesamtvorfall  ist unklar. Es dürfte aber auch eine Retourkutsche für die mutmaßliche Hinrichtung eines übergelaufenen Wagner-Söldners sein, die in den vorigen Tagen im Netz kursierte.

 

Mariupol wird wiedergeboren

Der ua Stadtrat von M. ist dabei ein Wiederaufbauprobramm M-reborn zu entwickeln und hat dazu das erste Abkommen mit einer europäischen Wiederaufbaubank geschlossen. M. ist noch hochgradig besetzt. Dennoch ist man optimistisch, im nächsten Jahr beginnen zu können.

 

Melnyk steigt auf- Selenskij verzockt sich offenbar

 

Der beliebste Ex-Botschafter der Bundesrepublik macht einen Karrieresprung. Wir sollten Melnyk nicht zu hart beurteilen. Er hat v.a. in der Zeit Krawall gemacht, als in der Ostukraine die Soldaten wie die Fliegen starben, weil sie keine Gegenwehrwaffen und nicht mehr ausreichend Munition (!) hatten. Das war wirklich die böseste Phase des Westens nach dem Invasionsschock. Und über Bandera diskutieren wir nach Kriegsende. Wir laden M. gerne dazu ein.

 

Selenskij macht täglich einen schwierigen Spagat zwischen Krisen-PR und Kriegs-/Durchhaltepropaganda. Eigentlich spielt er das „Spiel“ brillant. Bei der Rakete auf Polen scheint er ausgerutscht zu sein. Vermutlich hatten ihm seine Militärs schnell versichert, nicht in diese Richtung geschossen zu haben, was richtig sein dürfte, aber einen Irrläufer nicht einberechnete. Selenskijs propagandistischer Schnellschuss verletzte den ehernen Grundsatz der Krisen-PR, „nicht Falsches sagen“. Sollte nicht zu oft passieren und Selenskij würde man einen freien Tag gönnen.

Raktenabsturz. Polen und russischer Militärblog einer Meinung. H-und-G.info   

-nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 18.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

„Neue“ Theorie 2 Tage alt. Spielt Russland deeskalierend Infos rüber?

Es gibt keine sicheren Waffen.

Folter. Sehen wir rechtzeitig hin?

 

UA Luftabwehr lückenhaft- Jetzt ganztätige Stromunterdeckung!

Unsichere Verbündete. Kollaborateure auf der Flucht

Getreide sicher-vorerst. Dünger und Ernte 2023 nicht

 

 

Originalzitate: „Kritisch ist die Situation in großen besetzten Städten [in Luhansk]. Die Städter frieren, die Menschen heizen Wohnungen in Hochhäusern mit Brennholz.“

„Sie versuchen, sich mit Elektroheizungen im Haus zu wärmen. Es klappt nicht sehr gut. Aber bald wird es überhaupt nicht funktionieren. [Weil ein Umspannwerk vermutlich wegen Überlastung abgebrannt ist]. Das Experiment der Besatzer, ob die Bewohner von Mariupol den Winter unter den Bedingungen eines Schneesturms in der Wohnung überleben werden, geht [in Mariupol] weiter....“

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Gestern massive Luftangriffe, allerdings nicht so stark wie in der Vortagen. Nach UA-Angaben waren es 25 Raketen  von denen  4 (!) abgeschossen wurden. Das wären nur 16 %!. Ob die Zahlen nun exakt sind, ist egal, es zeigt, entgegen allen Gesundbetungsversuchen, wie verwundbar die UA immer noch ist, wenn sich die RA nur die „richtigen“ Ziele und Flugrouten aussucht. Diesmal war es offenbar ein Mix aus militärischen, Zivilen und Infrastrukturzielen.

Betroffen waren laut Ru Bloggern Energieanlagen in Odessa, Winnyzja, Dnipropetrowsk und im Gebiet Kiew. Darüber hinaus wurden das Shehebelinsky GPP in Balaklei in der Region Charkiw, das Bergbauunternehmen in der Region Kiew , die Yuzhmash- Werkstatt in Dnipropetrovsk, das Logistikzentrum in Ochakovo und die Militäreinheit in Zastava in Odessa getroffen . Ein nicht identifiziertes Objekt wurde im Bezirk Stryi in der Region Lemberg getroffen .

Kriegsverlauf ähnlich wie Vortage, es braut sich offenbar etwas in Zaporischschja zusammen.

Energieversorgung nachhaltig gestört. Jetzt ganztätige Stromunterdeckung!

In Odessa soll laut ru Bloggern 70% des Stroms ausgefallen sein. Der ua Energieversorger räumt ein, dass es mehrere Tage nicht möglich sein wird, die Schäden in der UA zu beheben. Laut seiner Graphik hat die UA derzeit ganztätig und nicht mehr nur in Spitzenzeiten Stromdefizite.

Polen hat die gleiche Theorie wie ru Militärblog

Die jetzige polnische Version, dass die Rakete eine ua Laufabwehrrakete ist, die auf ru Raketen abzielte, dann ihr Ziel (was sich entfernte) verlor, dann ziellos weiterflog, ohne dass sich, wie vorgesehen, der Selbstzerstörungsmechanismus auslöste, wird inzwischen von Polen für wahrscheinlich gehalten. Diese Theorie wurde vor zwei Tagen genau so in einem ru Militärblog an Hand der vorhanden Indizien dargelegt. Das bestätigt mich in der Annahme, dass zumindest Teile der RA versucht haben, auf diesem Wege deeskalierend ihre Erkenntnisse der anderen Seite rüberzuspielen. Offenbar sind auch in Ru noch nicht alle durchgeknallt und haben einen Rest von Verstand. Man erinnere sich an den sowjetischen Soldaten, der einen atomaren Fehlalarm diagnostizierte, statt das ru Alarmsystem hochzufahren. (Some) Russians love their children to. (Sting)

Was lernen wir aus allem (ich lass  mal die politische und militärpol Ebene weg, die überall nachzulesen ist):

Es gibt keine sicheren Waffen!

Die Russen beschießen mit Raketen vom selben S 300-Luftabwehrkomplex diverse Ziele in der UA, weil sie nicht genügend „richtige“ Bodenluftraketen haben. Wie oft gehen die daneben? Wieviele Menschen wurden dabei getötet?

 

Auch ua Kollateralschäden gibt es immer wieder. Erinnert sei an dem Brand im Kachowka-Staudamm-Kraftwerk, vermutlich nach Abschuss einer ua Rakete durch die ru Luftabwehr.

Und wie sieht es mit dem ua Beschuss in der Nähe des AKW-Zaporischschja aus? Ist der treffsicher daneben?

Der Rat der IAEA hat vollkommen Recht, jetzt das Ende a l l e r Angriffe und Kampfhandlungen rund um AKWs zu fordern. Auch die Angriffe auf Stromableitende Anlagen von AKWs könnten im worstcase zu unkontrollierten Reaktionen führen.

 

Folterlager von Cherson- tun wir (rechtzeitig genug?)

Nach Auskunft eines Bezirksstaatsanwaltes gibt es eine Zeugenaussage über Folter in Cherson, danach seien Dutzende von Menschen gefoltert worden. Sie wurden mit Strom und Metallrohren geschlagen, ihre Knochen wurden gebrochen, und all dies geschah vor der Kamera, das heißt, die Russen haben alles gefilmt.

Die Frage ist, ob wir rechtzeitig genug tun?

Seit Monaten ist der Bürgermeister von Cherson verschwunden.

Wo war der Aufschrei nach dem Brand im Lager Olenivka?

Wo war der Aufschrei, als der ASOV-Stal Bunker bombardiert wurde?

Wo ist der Aufschrei, wenn in den besetzen Gebieten täglich Menschen verschwinden, die der FSB o.a. kidnappen?

Wo sind die Demonstranten von Ende Gelände oder Extinct Rebellion vor der Russischen Botschaft in Berlin, die ein Ende der militärischen Besetzung des AKW Zap und der Anlagen der anderen AKWs fordern oder sich dort ankleben?

Humanitär

Nicht zu unterschätzen ist die Völkerrechtliche Langzeitwirkung der Einschätzung des holländischen Gerichtes, dass die Auseinandersetzung 2014 im Donbas ein internationaleer Konflikt war. Damit unterliegt er der internationalen Strafverfolgung.

S. Artikel von Prof. Belinda Cooper, NY, demnächst in H-und-G.info:

http://h-und-g.info/default-title-2/cooper-ia

 

Hybrid

Vorerst Entspannung beim Getreide. Verlängerung des Abkommens bis zur Frühjahrsaussaat. Ru Blogger befütchteten Einbruch bei Getreideprod in besetzten Gebieten. Kredite und Dünger seien so teuer, dass Bauern massenhaft aufgeben würden.

Bei Düngemitteln offenbar noch kein Konsens. Russland will exportieren (was im Prinzip sinnvoll ist). Selensky fordert Freilassung aller (!) Kriegsgefangenen gegen Reaktivierung der Ammoniakleitung von Ru/Wolga nach Odessa. Klingt irgendwie schräg, scheint aber sinnvoll.

Russlands unsichere Verbündete

Ru stützt sich bei Eroberungen und der Besatzung in der UA auf ua Kollaborateure. Oft traditionelle Prorussen, oft Opportunisten, oft Kriegsgewinnler, etc..

Das Problem, wenn es kritisch wird, laufen sie oft weg. Sie haben (in gewisser Hinsicht zurecht) Angst vor Partisanenatacken, und der ua „Rache“, wenn sie nach Befreiung in die Hände des SBU fallen.  Zudem sind viele v.a. auf Beute aus, korrupt und kontraproduktiv. (Geld gegen Verzicht auf Mobilisierung, Flucht, etc., Unterschalgung von Hilfeleistungen, etc.)

Neueste Nachricht: aus Energodar, der Stadt am AKW-Zap im Oblast Zaporischschja sollen die Kollaborateure flüchten. Nach dem Fall von Cherson kommt die heiße Front näher, die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

Der nächste Luftangriff kommt bestimmt. H-und-G.info

-nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 17.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

Der Frost ist da: minus 1 in Kiew, die kommenden Tage wird es noch kälter

Der nächste Luftangriff kommt bestimmt, oder hat schon wieder begonnen.

 

Ukraines Energiesubstanz degradiert

 

Was treibt den wichtigsten US-Militär?

 

Nationalistische „Kultur“revolution in Russland? Das neue Russland

 

Ein halbes Jahr nach dem ASOV-Stahl-Debakel von Mariupol. Noch 700 in Gefangenschaft.

 

Russland läßt Menschen in annektierten Gebieten frieren-Wer hilft

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Nachdem es gestern relativ wenig Luftangriffe gab, begann der Tag heute mit neuen Luftangriffwarnungen. Aller „Analysen“ zum Trotz, dass Ru die Raken ausgingen, hat Ru nach ua Angaben mit Stand gestern ca. 100 Mittelstreckenraketen v.a. auf Schiffen abschussbreit. Die Zahl der Drohnenangriffe nicht mitgezählt.

 

Der US-Verteidigungsminister meint, dass das US-Nama-System zu 100% funktioniere. Das mag regional so sein. Aber sicher nicht in der ganzen Ukraine. Die UA ist gerade dabei, mit westlicher Hilfe  ein neues Luftabwehrsystem mit verschiedenen Kreisen aufzubauen. Austins Bemerkung sollte wohl die Alliierten mobilisieren, was in den Pot zu werfen.

 

Der hybride Krieg geht weiter. Auch hier darf man sich keine Illusionen machen. Wenn Selenskij sagt, dass alle Ukrainer nach den Schädigungen von vorgestern wieder angeschlossen seien, ist das eine Beruhigungspille für die eigenen Leute, aber nur 1/3 der Wahrheit: Ein Teil der Ukrainer hat dauerhaft (immer noch in Cherson z.B.) oder immer wieder keinen Strom, v.a. in den Konfliktgebieten (z.B. Nikopol). Wenn von den Abschaltungen von vorgestern vielleicht wieder im Grundsatz alle am Netz sind, können sie dennoch nicht gleichzeitig alle versorgt werden. D.h. es gibt weiterhin temporäre Abschaltungen.

 

Faktisch ist die UA Stromversorgung nicht mehr in der Lage, das´ganze Land jeder Zeit zu versorgen. Manche Schäden können zwar beseitigt werden. Manches sind ja „nur“ Sicherheitsabschaltungen. So gingen Blöcke in zwei AKW vorübergehend vom Netz. Oft können auch Schäden überbrückt werden, indem Leitungen geflickt oder Reserven genutzt werden. Aber, und das ist das Entscheidende: Von Angriff zu Angriff degradiert das ua Netz, da immer mehr Reserven aufgebraucht werden. Beschädigte Großtransformatoren u.ä. sind nicht schnell oder gar nicht zu ersetzen, Ersatz nicht einfach beschaffbar. Etc. In manchen Regionen, in Liviv z.B. soll nur noch 30% der alten Energiekapazität vorhanden sein. Durch die Treffer wird offenbar auch der Stromaustausch zwischen den Regionen unterbrochen. Außerdem waren auf Grund der Notabschaltungen die Schwakungen im Netz so groß, dass es beinahme zu einem Blackout gekommen wäre. Dass er abgewehrt wird, hat mit dem Können der ua Ingenieure zu tun. Aber irgendwann ist es ein reiner „Zufall“, dass mehrere Ausfälle zu einem Totalausfall führen können. Also keine Entwarnung!

 

 

Milleys Leimruten

Der höchste US-Militär hat seinen Skepsis widerholt (H-und-G.info berichtete vor einigen Tagen), die UA könne militärisch nicht siegen (Befreiung der Krim mit Panzern, etc.). Er sagt etwas, was die Politiker sich nie trauen würden zu sagen, selbst wenn sie es dächten. Warum darf Milley das?

 

Möglicherweise ist das eine Leimrute für das ru Militär. M. ist mehrfach Ansprechpartner/Gesprächsparter für hohe ru Militärs gewesen. Die Äußerung, dass das ru Militär noch stark sei, ist eine „gesichtswahrende“ Offerte, darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, den Krieg fortzuführen. Die ru Armee blutet. Mehrere Generäle wurden getötet, manche hochrangigen Militärs wurden Opfer von Putins Personal-Rochaden. Die Blogs von Silowiki gebackten Bloggern sind demütigend für die Militäreliten, die gewärtig sein müssen, weiter gemobbt zu werden. Sie werden zu Deppen der Nation gemacht. Auch die Mobiliierung wird ihnen angelastet. Die Armee ist so dezimiert, dass sie wohl konventionell kaum noch in der Lage wäre, Russland zu verteidigen. Und und und. Kann sein, dass M. darauf spekuiert, mit seinen ru Counterparts ins Geschäft zu kommen.

Vielleicht ist es aber auch nur ein Ablenkungsmanöver, um die nächste ua Offensive zu kaschieren.

 

 

Kommt nächste Offensive in Zaporischschja?

Seit Wochen wird in ru Kanälen darüber spekuliert, dass die UA Kräfte in ZAP zusammenzieht. Von Norden wäre es möglich, einen Keil zwischen die Ru Kräfte zwiischen Melitopel und Mariupol zu treiben, den Nachschub von Russland zu beschießen. Von Cherson aus könnte die UA auch Teile der Krimzufahren beschießen und auch hier den Nachschub  behindern. Also Cherson noch mal, nur ohne Dnjepr. Aber mit Steppe zum Panzerkampf (wenn man welche hat).

 

Meltitopel, was inwischen einem ru Militärlager gleicht, wird schon beschossen und von Partisanen verunsichert. Angeblich operieren Spezialkräfte hinter dne ru Linien. Hier liegt freilich ein Problem. Auch die RA hat durch den Rückzug von Cherson Kräfte frei, die sie teilweise in Zap massiert, sofern sie nicht gen Osten gezogen sind.

 

 

Humanitär Kriegsverbrechen

 

Ein halbes Jahre ist es her, das sich die ASOW-Stahl-Kämpfer von Mariupol ergeben haben. Trotz Gefagnenenaustausch, z.T. sogar von ASOW-Kmmandanten, sind noch 700 in Gefangenschaft. Offenbar nicht mehr im Donbas (Oleniwka), sondern verstreut in Ru.

Über 50 starben bei einer omonösten Explosion im Lager Olenivka. Trotz gegenteiliger Bekundigungen, durfte m.W. bis heute keine internationale Kommission oder das IRK das Lager besuchen und den Vorfall ermitteln. Möglicherweise war es das Werk von Fanantikern im ru Lager, die dies ohne go aus dem Kreml machten, aber wohl auch nicht zu Verantwortung gezongen wurden.

 

Heute gibt es flashmobs zugunsten der Gefangenen.

Parallel wird vermeldet, dass das Rote Kreuz die Postkommunikaion nach Konventiion mit Kriegsgefangenen in Ru arrangiert habe.

 

 

Besetzte Ukrainer frieren

V.a. aus Luhansk und Mariupol wird immer wieder berichtet, dass die Restbevölkerung in den den besetzen Gebeiten friert und sich die Besatzer nicht ausreichend kümmern? Die offene Frage ist. Wer tut es dann?

 

Nationalistische Kulturrevolution in Russland? Das neue Russland.

Blogger schwärmen, dass jetzt das neue Russland entstehe. Öffenbar ist damit ein völkisches Russland gemeint, dass angelehnt an traditionelle Werte sich von den Schädlingen trennt, seien es dissidente Emigranten oder korrupte Eliten. Dieses Denken wird auch von Philosophen wie  Dugin genährt, aber auch von Bloggern und Soldateskaführern wie Prigoschin. Das ISW spekuliert, dass er eine Partei gründen könne. Ob das aber eine Absetzbewegung ist, ist noch die Frage. Nach dem Tod von Schirinowski war offenkundig, dass hier eine Leerstelle im polSys der RF ist, die Putin besetzen will. Mit wem, ist erst mal Wurst. Hauptsache er kommt aus seinem Lager. Warum nicht der Petersburger (Ex-?) kriminelle Prigoschin?

 

Düt und dat

 

Medwedew faselt vom Weltkrieg.

Macht sich immer mehr zum Clown.

 

 

Behinderte gegen Putin

Internationales Paralympisches Komitee suspendiert russischen Verband

 

 

Cherson

Polizeihauptquartier musste gspengt werden, weil es von den Ru Besatzern komplett vermint war. Vermutlich inclusive verbliebener Akten, Infrastuktur.

 

Deutsche unter Strom

Deutsche verbrauchen zu viel Energie. Verbrauch ging über alle Energieträger nur um 2,7% zurück.´Und das bei einem warmen Herbst.

Nato zählt nur bis 4 und Russland will möglicherweise deeskalieren. H-und-G.info

-nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 16.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

Blackout war nahe, kann noch kommen. Schaden wächst in einem Monat linear auf fast 25% der Haushalte (vorübergehend?)

Moldawien wird nicht nur energiemäßig destabilisiert.

Polen und Nato denken nach- Russland feixt oder will deeskalieren

Lawrow flüchtet im Schlafanzug aus Indonesien. (Es war kein Schlafanzug, sondern ein traditionelle Gewand. Aber das Bild sollte man sich merken. Es war der hektische Abgang eines alten russischen Mannes.)

 

Cherson. Schritt für Schritt kommt das Leben zurück, aber nicht die Normalität

 

Kriegsgeschehen

 

Die Stromausfälle bei ua Haushalten haben von 10% auf ca 25% zugenommen. D.h. sie haben sich ca alle 2 Wochen verdoppelt. Für die Planung von gezielten Großangriffen braucht die RA offenbar mehrere Wochen.

 

Die ua Energiebehörde mussten heftig hin und herschalten, ( von ru Kanälen genau beobachtet), um das ukrainischen Stromnetz vor dem Totalausfall (Chef der ua Energiebehörde) zu bewahren.

 

Der Angriff führte zu Stromabschaltungen in Moldau und Transnistrien. Da M. wegen geringerer ru Gaslieferungen auf Stromimporte aus Odessa angewiesen ist und diese notabgeschaltet werden mussten oder die Verbindungen getroffen wurden, konnte M. seinen Energiebedarf nicht mehr decken.

 

Die Luftangriffe verfolgen nicht primär militärische, sondern hybrid wirtschaftlich-poltische Ziele.

 

 

Diesmal wurden offenbar Mittelsttreckenrakten vom Schwarzen Meer und aus dem dem südlichen Zentralrussland abgeschossen.

 

Die  Abschussrate lag bei 82% im Verglich zu 30% in vergangenen Zeiten (nicht 53% wie vom ISW angegeben. Die Rate hat sich (was allerdings auch Zufall sein kann) leicht verbessert, der Schaden ist allerdings nach wie vor verheerend. Vollkommen unklar ist die Dohnenfrage. Das ISW behauptet „alle“ 10 Drohnen seien abgeschossen worden. M.E. hat die UA in ihrem offiziellenb Armeebericht (!) nur die 11 Drohnen gemeldet, die abgeschossen wurden, was nicht sagt, dass es mehr waren. Gewöhnlich gibt die UA die Zahl der (großen) Kamikazedrohnen nicht an, aus Geheimjhaltungsgründen oder weil sie es selbst nicht weiß. Offenbar stellt das ISW die Luftabwerherfolge bewußt positiv da, um die hohen Hilfsaufwendungen des Westens, insbesondere der USA zu rechtfertigen. Biden hat gerade eine 37 Milliarden (!) Ukraine-Hilfspaket in den Kongress eingebracht.

 

Gegen diesen Angriff und seine Folgen sind alle derzeitigen Militärbewegungen am Boden, wenn auch teilweise heftig und verlustreich Pipifax. (Hier wurden allein 43 Luftangriffe geflogen  und mehr als 40 Mehrfachraktenwerferattacken gestartert, zusätzlich Artielleriefeuer und Infantrieattacken allein von ru Seite). Dieser Angriff zeigt, dass einen Tag bevor  in der Ukraine das Termometer unter Null gehene wird, die zentrale ua Energieversorgung kollabieren könnte und damit indirekt die Heizungs und Wasserversorgung von Millionen von Menschen gefährdet ist. Nach ru Kanälen gibt es noch Ziele, die wirksamer und dauerhafter das ua Netz treffen könnten.

 

Zum sonstigen Kriegsgeschehen nur Originalzitat:

„Das Land von Luhansk ist mit Leichen von Russen übersät. Niemand sammelt die Leichen ein. Ignorante Rekruten können nicht mehr als eine Schlacht überleben. Trotzdem füllen die Russen unsere Region weiterhin mit Reserven auf.
Der russische Friedhof wird also jeden Tag größer...“ (Der ukrainischen Friedhof ist vielleicht kleiner, aber auch ziemlich groß.)

 

Nato zählt nur bis 4- die Welt hält Sekundenlang den Atem an und manche ru Kanäle feixen, andere deeskalieren

Offenbar will die Nato den Raketen-Vorfall an der polnischen Grenze nicht  überbewerten. Die Nato soll wohl nur konsultiert, nicht um Bündnishilfe gebeten werden. Was genau passiert wird ru oder ua Rakete ist noch nicht abschließend geklärt. Polnischen Militär und Strafermittler sind vor Ort, die polnische Luftüberwachung soll das Objekt im Blick gehabt haben.

 

Während manche ru Kanäle feixen, diese sei eine gerechte Strafe für polnisches Engagement in der UA, verhalten sich andere erstaunlich rational. Die präziseste Darstellung (mit technischen Einzelheiten) entstammt einem Kanal, der mit ru Geheimdiensten zusammenarbeiten dürfte. Danach stammten die Raketenteile aus dem ua S 300 Luftabwehrkomplex. Man sollte dies nicht gleich als Propaganda abtun. Möglicherweise ist dies auch ein ru Versuch, den Vorfall deeskalierend mit aufzuklären und rüberzuspielen.

 

 

Cherson. Schritt für Schritt kommt das Leben zurück, aber nicht die Normalität

 

In allen Bezirken von Cherson werden Punkte mit humanitärer Hilfe erscheinen, in
die Stadt kommt bereits humanitäre Hilfe von verschiedenen internationalen Organisationen der UNO und des Roten Kreuzes. Dies sind Wasser, Brot, Lebensmittel, Decken, medizinische Versorgung usw. Das teilte die Leiterin des MBA, Halyna Lugova, mit.160 Tonnen humanitäre Hilfe sind gestern angekommen.

 

Generatoren sind jetzt unterwegs, und es gibt bereits mehrere kleine Töpfe. Geplant ist die Erstellung und Anordnung von Heizpunkten.


Unter anderem hat sich eine Gruppe von Männern zusammengeschlossen, um ein Freiwilligenzentrum zu gründen, das den Behörden helfen wird, den Lebensunterhalt der Stadt zu sichern.
 


Derzeit werden die Territorien und Objekte auf Beschädigungen und Vermögensverlust untersucht.

 

Die Sträflinge (z.T. Schwerverbrecher), die von den Besatzungsbehörden aus den Anstalten geholt wurden befinden sich teilweise im Gebiet des linken Cherson-Ufers oder auf der Krim. Einige von ihnen appellierten an die Polizeibehörden, sie festzunehmen und ihren Verfahrensstatus festzustellen, andere kehrten von sich aus in die Haftanstalt zurück.

Der SBU fordert die Ukrainer dringend auf, Verräter und Kollaborateure in den Oblasten Mykolajiw und Cherson zu melden.

 

Das Center for Countering Desinformation appelliert an Zivilisten, Journalisten und Meinungsführer: Wir befinden uns im Krieg gegen einen heimtückischen Feind, der unser Informationsfeld sorgfältig filtert, in der Hoffnung, Informationen zu erhalten, die ihm im Kampf helfen. Werden Sie kein Werkzeug in den Händen des Feindes! Arbeiten Sie für den Staat, nicht gegen ihn!

 

In der Stadtgemeinde Kherson wurden 50 Quadratkilometer Territorium entmint. Derzeit arbeiten 10 Gruppen von Sprengstofftechnikern in der Region Kherson. Bis Ende der Woche wird die Zahl der Sprengstoffdienstgruppen auf 25 erhöht. (Immer wieder explodieren auch Minenräumer, andere, Kinder, Tiere sowieso)

 

Der Migrationsdienst nimmt  Arbeit in den befreiten Gebieten wieder auf mit dem Ziel, den Anwohnern bei verlorenen, beschlagnahmten und vernichteten Passdokumenten zu helfen
 

 

Brotfabrik steht noch still, für den Betrieb ist ein sehr starker Generator erforderlich. Aber ab nächster Woche wird es funktionieren können, damit die Leute Brot haben. In der Zwischenzeit wird eine Freiwilligeninitiative zur Verteilung von Brot für 5 Tage in Cherson arbeiten. Jeden Tag werden 20.000 Brotlaibe nach Cherson gebracht.

In wenigen Tagen sollen in Cherson Zelte mit warmen Mahlzeiten der internationalen Organisation „World Central Kitchen“ in Betrieb gehen.

Ab sofort können Sie Mobilfunkdienste auch ohne Guthaben auf Ihren Konten nutzen. Dafür sorgten der Staat und die Betreiber Kyivstar, Vodafone und lifecell. Die Betreiber begannen mit der Aktivierung der aktiven Karten von Abonnenten, die sich in vorübergehend besetzten Gebieten oder in der Zone aktiver Feindseligkeiten befanden und lange Zeit keine Mobilfunkdienste genutzt hatten.Wenn das Netz funktioniert, können Sie Anrufe tätigen und andere Kommunikationsdienste nutzen!
 

Ab heute ist die ukrainische Post wieder in Cherson. Sie zahlt Altersrenten aus und: „begrüßt unsere Mitarbeiter mit einem herzlichen Lächeln. "Wir sind zurück!" Jetzt haben zwei Filialen und bis Ende der Woche bis zu sieben Filialen für Sie geöffnet. In der zentralen Abteilung gibt es einen elektrischen Generator und einen Starlink, der es ermöglicht, die Arbeit zu automatisieren. Kommen Sie vorbei für eine Spendenaktion und eine Umarmung.“
 

Das Sortierzentrum ist bereits fertig, daher hoffen wir, dass bald Pakete empfangen und versendet werden können.

 The end.

Wagner professioneller- Blogger im Nivana.  H-und-G.info -nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 15.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

Selenski spaziert durch Neu-Neurussland und riskiert viel

Beide Seiten mobilisieren im Donbas

Kaum (noch) Raketen, dennoch geht das Licht aus.

Kann/sollte man den besetzten Gebieten humanitär helfen?

Ru Blogger suchen Orientierung und driften ins Nirvana

Militärzensur

Die Welt hat die Nase voll vom russischen Krieg

 

Kriegsgeschehen

Schwer durchschaubar im Osten. Im Süden und Westen des Donbas reklamiert RA Fortschritte, in Luhansk gibt es schwierig zu durchschauende Auseinandersetzungen. 12 befreite Siedlungen sind so unter Beschuss, dass sie von ua Seite evakuiert werden müssen. Umgekehrt hat die RA auf ihrer Seite Großsiedlungen evakuiert. Letztlich wird man nur um schaurige km2 von Ruinen kämpfen.

Beide Seiten behauptetn, dass die Gegenseite Verstärkung rangeholt hätte, die RA Mobiks und Wagner-Kriminelle v.a. in Luhansk bzw. Bakmut die UA aus Cherson, um v.a. in Bakmut zu helfen, dem derzeitigen verlustreichen Hotspot.

Wagner professioneller als gedacht.

Nach ua Militär-Geheimdienstangaben besteht  die militärische Wagner-Führung aus ehemaligen Spezialkräften. (Vermutlich der Speznaz, zum zum ru Generalstab gehören. Das bestätigt mich in meiner Vermutung, dass dahinter Gerassimov und GRU mit ihrer hybriden Kriegsstrategie stecken könnten.) Damit dürfte die Planung professionell sein, während in vorderster Front die Kriminellen Schnellrekurtierten verheizt werden, hinter denen Truppenteile stehen, die verhindern, dass diese nicht abhauen.

Cherson im Prinzip wie gehabt. Russen beschießen Westbank

Widersprüchliche Meldung über ukrainische Landung auf der Eastbank im Dnjepr-Delta. Während ua Qellen unter Berufung auf einen Bürgermeister behaupten, dort sein ein ganzer Ort erobert worden, meinen ru Quellen, das ein entsprechendes Kommandounternehmen mit Amphibienfahrzeugen zerstört worden sein. Die ua Seite bestätigt dort ru Raketenangriffe.

Raketenflaute, aber Lichter gehen aus

Die Ra schießt kaum noch Raketen auf die UA. ("Raketenflaute" -) Es wird erneut spekuliert, dass der RA die Mittelstreckenrakten ausgehen. Andererseits bleiben Bodenluftabwehrraketen und Drohnen und immer noch ausreichend Mittelstreckenrakten, um viel Unheil anzurichten. (zurecht Borell). Es wird auch spekuiert, dass RA für erneuten großen Angriff sammelt.

IAEA will Inspektionen auf alle AKWS der UA ausdehnen. Angesichts der gezielten Angriffe auch auf die Infrastruktur der AKWS (750 KV Umspannwerke), sehr zu begrüßen.

In West-Cherson, Ost-Mykolaev und fast ganz Zaporischschja (Oblast) gibt es keinen Strom. Ursache auf der Westbank Sprengung eines umspannwerkes vor ru Abzug. Auf Ostseite unklar.

Die Welt hat die Nase voll vom Krieg und atomaren Drohungen.

Die Welt-Resolutionen werden immer Russland kritischer. G20, China-Biden (u.a. gegen Atomdrohung!)

Russland droht allmählich ein „Versailler Vertrag“ , die UN VV beschloss, dass Ru Reparationen für Kriegssschäden zahlen soll. Das wäre u.U. schmerzhafter als die jetzigen Sanktionen.

Cherson belebt sich- Selenskij gefährdet sích

Das Leben fängt allmählich wieder an. TV, Starlink, medizinische, humanitäre Hilfe, sauberes Wasser, langsam, aber alles besser als vorher war, meinen ua Patrioten.

Ein kleiner großer Mann spaziert durch die Innenstadt von Cherson, der angeblichen größten Stadt von Neun-Neurussland und sagt, die Ukraine sei bereit für einen Frieden-für alle Ukrainer. Ein schön gedrechselter Satz. Die Russen sind wütend. Selenskij sollte mehr auf sich aufpassen. Russische Militärblogger werfen ihrer Regierung vor, solche Auftritte zu dulden und rufen Nationalisten indirekt zu Attentaten auf. Da es genügend Prorussen getarnte Spezkräfte und Waffen herumschwirren eine reale Gefahr.

Verschärfte Militärzensur-Kiew entzieht Journalisten Akkreditierung in Cherson

Weil sie ohne Zustimmung der Kommandeure und zuständigen PR-Abteilungen des Militärs „ihre Berichterstattung aus Cherson aufgenommen, noch bevor die Stabilisierungsmaßnahmen abgeschlossen waren". Offenbar geht es um CNN und Sky News, das ukrainische Medienportal Detector.media zufolge wurde zudem zwei Journalisten des ukrainischen Internetsenders Hromadske.

Einerseits: Fahrlässige Aufnahmen können lebensgefährlich sein, weil sie die Ortung von militärrelavanten Zielen erlauben.

Andererseits, die UA hängt von einer positiven internationalen Presseresonnanz ab. Für Akzeptanz muss sich immer wieder zeigen, dass sie anders ist als „die Russen“. Also protestiert der Menschenrechtsombudsmann der UA gegen die Einschränkung, es zeichnen sich wohl Kompromisse ab. Jenseits der Militärzensur gibt es m.E. keine Beschränkung der Meinungsfreiheit. Außer das pro russische Organisationen gebannt werden. Allersdings wirkt das öffentliche Meinungsspektrum m.E. angesichts der brutalen Bedrängung immer schmaler, konformer.

Nationalistische Blogger orientierungslos im Raum

Die Niederlage von Cherson hat bei Nationalisten und sendungsbewußten russischen Guerilleros ein ideologisches Vakuum hinterlassen. Es gälte aus einem Traum (von der schnellen Spezop) Abschied zu nehmen, aufzuwachen. Es fehle Orientierung. Das Bedenkliche, was schon über Wochen feststellbar ist. Je schwieriger die Lage für die Putin-Front, desto mehr heben die Superrussen ins völkisch-Mystische ab. Ich dokumentiere ausnahmsweise (nur) zwei Beispiele komplett. Es gibt auch noch religöse Varianten, sowohl orthodox als auch islamisch motivierte.

Ein ru Blogger

„Dieses existenzielle Koma, ….braucht Ärzte, dringend philosophische Hilfe. Davon hat mir mein Lehrer Vladimir Varava ständig erzählt , worüber Alexander Dugin und andere Philosophen von uns sprechen, die nicht in ihre gemütlichen akademischen Höhlen gerannt sind, um die Schatten zu betrachten, sondern die es wagen, offen über unsere aktuellen Schmerzen und Probleme zu sprechen. Russland wird von denen gerettet, die die russische Idee suchen – als universelle Idee. Ich wiederhole: keine nationale, sondern eine universelle. Wie Berdyaev schrieb, ist Russland am nationalsten, wenn es am wenigsten nationalistisch ist. Die russische Idee ist keine nationale Idee der russischen Nation, sie ist eine Idee von universellem Ausmaß: Russland ist für den Frieden verantwortlich, und es ist notwendig, gleichzeitig an die ganze Welt zu denken. Die Zeit der Philosophen ist gekommen, sie müssen unser Russland-Eurasien aus einem existenziellen Koma holen. Auch hier ist alles nach Platon: „ In den Umständen des Krieges gehören Worte und Taten einem Philosophen besonderer Art “.

 

Ramsan Kadyrev:

„Das wahre Gesicht des Liberalismus und der heutigen berüchtigten Euro-Demokratie ist banale Heuchelei. Heuchelei gegenüber Muslimen und Anhängern aller Religionen, Anhänger traditioneller Familienwerte. Gleichzeitig genießen alle anderen Schichten der Unterstützer der „fortgeschrittenen“ Gesellschaft voll und ganz die Früchte dieses Systems.

Die USA und Europa probieren die Uniform des Weltgendarms an und wollen die Ecken unseres Planeten abdecken. Der Weg zu dieser Herrschaft wurde jedoch von einem Land blockiert, in dem die Religion und die Interessen aller Menschen über allem stehen. Dies zwang den Feind, die Maske der Tugend abzulegen und seine wahre Natur zu enthüllen. Sie sprechen bereits offen darüber, dass alle Menschen ihren Idealen folgen sollten, sie lehnen alles ab, was unsere Väter, Großväter und Urgroßväter fehlerfrei befolgt haben, als wäre es ein Relikt aus einer bewegten Vergangenheit.

Seltsamerweise ist die Ukraine zu einer Art Testgelände für alle möglichen unnatürlichen Phänomene geworden. Nationalismus, LGBT-Gemeinschaften, radikale Organisationen, Sektierer, einige fiese Subkulturen – Kinderlosigkeit und vieles mehr werden seit vielen Jahren erfolgreich in die Massen eingeführt. All diese Tests mussten früher oder später in eine aktive Phase übergehen – eine offene Konfrontation mit normalen Menschen.

Und jetzt gibt es eine offensichtliche Wahl - wer folgt wem? Für Untertanen, die die gleichgeschlechtliche Ehe fördern oder für Untertanen, die sich nicht von ihrer Religion und jahrhundertealten Geschichte zurückziehen wollen? Was wählst du also?“

 

 

 

 

 

 

 

„Tötliche Langeweile“ oder nächste Offensive?  H-und-G.info -nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 14.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

Farewell Werner. Artikel zur Invasion von unserem leider kürzlich verstorbenen Autor, Werner Schulz, vom 25. Februar:

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title


Originalzitat: Selenskij: „Wir werden niemanden vergessen, wir lassen keinen im Stich.“

Was bringen die nächsten Wochen? „Tötliche Langeweile“ oder nächste Offensive?

Tragische Evakuierungen beiderseits des Dnjepr

Neue Kriegsverbrechen? Die meisten könnten bekannt sein.

Wollen separatistsische Bewegungen Russland kleiner machen?

 

Kriegsgeschehen

Russische Offensiven im Osten, Konsolidierung der UA in Westcherson, Massierung von Truppen in Süd-Zaporischsschja

Wie gehabt, versucht die RA in drei Regionen im Donbas mit regionalen Offensiven/Gegenoffensiven die UA aufzuhalten oder sogar Prestigegewinne zu erzielen Im Nordwesten/Westen von Donetzk-Stadt geht es auch darum, die Ukraine außer Schussweite des Stadtgebietes zu drängen. Immer wieder wird Donezker Stadtgebiet beschossen und getroffen.

What next? Tötliche Langeweile oder…

Die russische Armee versucht nach wie vor, das linke Dnjepr-Ufer verteidigt zu halten, auch wenn sie Logistik und Kommando ausdünnt. Der UA ist gelungen, einen ersten Brückenkopf ganz im Süden im Delta einzunehmen. (Und wohl auch einen im Norden) Die ru Hauptkontingente, die aus Cherson abgezogen sind, scheinen sich derzeit im Melitopel und Mariupol weiter östlich zu massieren. V.a. ersteres gleicht einem Miltärlager und wird zur Festung ausgebaut.

 

Variante 1.

Die ru Seite befüchtet offenbar als Nächstes einen ua Angriff auf Zaporischschja mit dem Ziel, die Truppen im Osten von denen am linken Dnjepr-Ufer in Cherson zu trennen und die westlliche Krimlandbrücke zu blockieren/einzunehmen. Das entspricht der Prognose von Hodges. Auch ein ua Präsidentenberater hat dieses Szenario für möglich gehalten.

Die in Betracht kommende Fläche ist eine Steppenlandschaft, in der man im Prinzip militärisch schnell vordringen könnte. Auch im Winter, in der Frostzeit, wäre das wohl möglich. Die Frage ist, ob die UA genügend Panzer dafür hat. Immerhin hat die UA vom Norden her eine direkte Verbindung zu der Region, während die RA relativ weit vom ru Kernland entfernt ist. Die Krimroute ist seit der Beschädigung der Kertsch-Brücke deutlich verlangsamt/ausdgedünnt. Die Landtroute von Rostov über Mariupol, Berdyansk nach Melitopel lang, langsam, es gibt Staus und Partisanenangriffe.

Variante 2

Es gibt auch ru Spekulationen, dass die UA ihre in Cherson frei werden Ressourcen einsetzen könnte, um Luhansk zu befreien.

 

Variante 3)

Neben Ausrüstung und Nachschub ist der Zeitfaktor wichtig. In der Schlammperiode, die schon begonnen hat, sind Truppenbewegungen schwierig. Die Frostperiode könnte diese Woche beginnen, es dürfte allerdings dauern, bis der Boden so durchgefroren ist, dass er Panzer trägt. Andererseits wird die Kurzausbildung der in Ru ca 300.000 Mobilisierten sukzessive abgeschlossen und es wird weiter mobilisiert, so dass Putin auf Masse setzten dürfte, um weitere Erfolge der UA zu verhindern, oder gar das Blatt zu wenden, etwa im Donbas oder sogar einer Wiedereroberung von Cherson.

 

Variante 4. )

Es gibt auch die Variante, dass wegen militärischer und klimatischer Schwierigkeiten in den kommenden Wochen und sogar Monaten gar nicht viel passiert. Das heißt eine Art Stellungskrieg, wie er seit Monaten um Bakmut stattfindet. Das ist ein ermüdendes Hin und Her, was nach übereinstimmenden Blogberichten aber beiderseits sehr verlustreich sein soll. Allerdings ist es wenig spektakulär, weil die Front immer an denselben Orte hin und herwogt. Mal ist Wagner in der Stadt, mal wieder nicht, mal ist Sodedar erobert, mal wieder nicht. Trotz hoher Verluste und großer Bedeutung (ein ru Druchbruch, wäre ein Durchbruch in die ukrainische Mitte und ein erheblicher logistischer Gewinn), interessiert die internationale Öffentlichkeit für in  Bakmut und ähnlichen „Routinemäßigen“ Geschenissen (Nikopol, Sumy, Wuledar, Kupjansk ff) kaum. Es tritt eine Art Ermüdungseffekt der öffentlichen Meinung ein- Tödliche Langeweile. Dies kann auch zu nachlassender Unterstützungsbereitschaft, Kriegsmüdigkeit bei westlichen Partnern führen. Nach dem Motto unsere eigenen Schwierigkeiten (Energie, Inflation, Flüchtlingsströme) wachsen und das bringt es ja nicht, weil die UA nicht mehr vorankommt. Schon jetzt gehen die Meinungen im westlichen Lage über die Zeitperspektive des Krieges auseinander.

 

Tragische Evakuierungen

Die Chersoner Verwaltung appelliert an die Bürgerr am rechten Dnjepr Ufer, trotz Befreiung nicht zurückzukehren, da die Gefahr vom anderen Ufer beschossen zu werden zu hoch sei. Genauso wird vor Menschenansammlungen in Cherson City gewarnt.

Auf der anderen Dnjepr-Seite wird mit umgekehreren Vorzeichen die Bevölkerung nach wie vor zur Evakuierung Richtung Krim/Russland aufgefordert. Es wird Wohnraum 38m2 für Singles, etc und 100.000 Rubel Startkapital dreimal kostenloses Essen und humanitäre Hilfe angeboten. Sie werden offenbar in der Region Krasnodar angesiedelt. Wäre es nicht einfacher die russischen Soldaten nach Hause zu schicken?

 

Separatistsische Bewegungen wollen Russland verkleinern

Laut ru Kanälen mobilisieren mehrere separatische Bewegungen aus Regionen der RF im Exil für mehr Freiheiten/Autonomie ihrer Regionen. (Baschkiren, Tartaren etc. ) Dem soll ein Treffen in Polen dienen. Manche, wie die Tartaren, versuchen auch die Unterstützung der Ukraine zu bekommen. Wie relevant derartige Bestrebungen sind, kann ich nicht einschätzen. Kann auch Russenparanoia sein.

 

Kriegsverbrechen

Selensky spricht von hunderten K in Cherson. Gestern wurde ein erstes Massengrab, vermutlich aus der Anfangszeit der Invasion gefunden. Allerdings, das Erstaunen sollte sich in Grenzen halten. Auf Grund von Besonderheiten in Cherson, konnten Verbrechen wie, Tötung, Vergewaltigung, Folter, Raub, Verschleppung von der ua Verwaltung und Polizei laufend registiert und Anfangsermittlungen eingeleitet werden. Das stand Fall für Fall täglich in den Oblastbulletins.  Wenn man jetzt erstaunt ist, muss man sich fragen, warum man das nicht gelesen hat. Kriegsverbrechen finden in der UA teilweise fast in Echtzeit nachvollziehbar statt. Pflichtgemäße Empörung ex post beruhigt vielleicht das eigene Gewissen, sollte es aber nicht.

Stimmung über 37 Grad-Temperatur nachts unter Null. H-und-G.info -nicht öffentliches Ukraine Monitoring vom 13.11. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(Archiv auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) -werden irgendwann korrigiert

 

Facebook. kurz, öffentlich, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

 

Texte zum Ukraine-Krieg. (Stand November) Aufarbeitungsforum H-und-G.info:

http://h-und-g.info

 

Farewell Werner. Artikel zur Invasion von unserem leider kürzlich verstorbenen Autor, Werner Schulz, vom 25. Februar:

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title

 

 

Jetzt auch das Linke Dnjepr-Ufer-die 60 km Zone

Kommt jetzt ru Revanchefoul aus der Luft?

US-Generäle uneins- Sieg im Krieg oder andere Lösung?

Gab es einen Deal, gibt es einen Deal?

Putin hat russischen Influencer im Griff-Dugin dementiert Putin-Kritik

Durcheinander in deutschen Medien

 

 

 

 

Originalzitate:

 

Luhansk: „Große besetzte Städte wie Severodonetsk, Lysychansk, Rubizhne befinden sich in einer Krisensituation. Es gibt keine Kommunikation. Die Leute frieren. die Besatzer lügen über die Minenräumung dieser Städte.“

 

Cherson: „Die Bewohner der besetzten Siedlungen des Gebiets Cherson können kostenloses Brennholz erhalten. Das Ministerkabinett hat bereits beschlossen, den Einwohnern der Region Cherson 6.000 Kubikmeter Brennholz und 6.000 "Burzhuyka" zuzuweisen.“

 

Kriegsgeschehen

 

Die Sensation des gestrigen Tages ist weniger das Vorrücken der UA in West-Cherson, sondern, die Evakuierung/das (teilweise) Abrücken der RA in Ostcherson, aus Nowa Kachowka. Hier waren der Hauptübergang, die Nachschubdrehscheibe und wohl auch Teile des Kommandos. Da diese jetzt im Bereich des Hymar-Beschusses sind, ziehen sie wohl Richtung Süden/Krim.

 

60 km Zone

Die 6o Km Zone (nicht ganz klar, je nach Munition, ich hatte vermutlich 40 Meilen und km verwechselt), östlich jenseits des Dnjepr wird offenbar für die RA zu Problem. Ein wichtiger Flughafen und die Nachschubwege von der Krim könnten abgeschnitten und damit die ru Kontingente in Ostcherson und Süd-Zaporischschja ausgetrocknet werden.

 

Das ru Kommando und die Verwaltung ziehen sich (wie vor einigen Tagen berichtet) daher an das Asowsche Meer an der Landzunge zur Krim zurück.

Kontroverse der Sternegeneräle

Gen. Hodges prophezeit die Befreiung von Melitopol und Mariupol Anfang 2023, danach käme die Krim dran. Der ehemalige Nato-General und Europaist der Optimistischste unter führenden US-Militärs. Der amtierende Generalstabsschef Miley, dagegen ein Skeptiker, der, wie berichtet, Zweifel am Sieg der UA äußerte und eine Suche nach anderen Lösungen forderte.

 

Gab es einen Deal?Gibt es einen Deal?

Die merkwürdigen Äußerungen Mileys lassen darüber spekulieren, welchen Absprachen es inzwischen zwischen den USA und Ru gibt. M. hat wohl schon. mehrfach mit Schoigu/Gerasssimow telefoniert. Angeblich geht es um die Begrenzung der Ausweitung des Kriegs und die Atomfrage. But, who knows?

 

Merkwürdig war -wie gestern in H-und-G.info berichtet- der plötzliche und kaum dokumentierte und beschossene ru Abzug aus Cherson. Andererseits unterblieb der Straßenkampf und bisher die Bombardierung von Cherson. Auch der Spiegel spekuliert (vorsichtig) über einen Deal.

 

Wie von einigen Tagen in H-und-G.info beschrieben, hätten beide Armeen sich in dieser Situation gegenseitig ein Massaker bescheren können. Vielleicht wurde das durch eine Art Entflechtungsarrangement vermieden. Ist das die Ouvertüre zu mehr? Die USA betonen fast zu oft (gestern Blinken), dass es Sache der UA sei, den Zeitpunkt für Verhandlungen zu bestimmen. Zwar scheint die Gefahr der Position von US-Reps „kein Penny für die UA“ relativiert, vollkommen gebannt ist sie nicht. Auch bei den europäischen Alliierten ist Kriegsmüdigkeit nicht ausgeschlossen. (Derzeit ist Deutschland wohl nicht das Problem.).

 

Wer sucht angesichts des menschlichen Dramas (man muss es auch mal sagen dürfen, auch auf der russischen Seite, wo nicht nur junge Leute reihenweise verheizt werden), nach einem Ausweg?

 

Allerdings gleicht die Aufgabe nach wie vor der Quadratur des Kreises.

 

 

 

Revanchefoul?

 

Die UA befürchtet immer noch eine Art ru Racheakte für Cherson. U.a. könnte er von der neuen Massierung von 18 Kriegsschiffen, die inzwischen Mittelstreckenraketen „nachgetankt“ haben, kommen. Ria Nowosti meldet heute früh (!) Luftalarm in zahlreichen Regionen der UA. Konnte noch nicht komplett verifiziert werden. 9) uhr: Luftalamr Kiev, Mykolaev

 

 

Mühen der Ebene in Cherson-Rückkehr der Demokratie (unter Kriegsrecht)

Es ist anrührend zu sehen, wie Bewohner von kleinen Dörfern auf die großen Straßen laufen, meist Ältere, dominant Frauen, um die UA Soldaten mit Blumen und Fahnen zu begrüßen. Das ist keine Propaganda, das ist echt.

 

Doch wie kann das normale Leben wieder hergestellt werden? (s.gestern)

Die Regierung lässt kostenloses Brennholz verteilen, es ist geplant, die Bezirksratsversammlung wieder einzuberufen, um die Sicherung (minen, minen, minen) , humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau zu organisieren. Eine Forderung: Rückgabe der geraubten Kunstschätze. Ich will nicht idealisieren., aber das ist das Gegenteil der kriminellen Plünderkultur der RA.

 

Wer hilft in den besetzten Gebieten, wenn die Russen es nicht tun?

 

In den besetzen ru Gebieten zeichnet – wie schon mehrfach berichtet- sich Winterdrama ab. Zugespitzt offenbar in den großen Städten von Luhansk. Da hier die RA zu im wahrsten Sinne des Wortes kämpfen hat, scheint die Versorgungslage sekundär und katastrophal. Die alte ua Verwaltung versucht sogar noch in besetzen Dörfern (!) Leute zu versorgen und zu evakuieren. Kann es humanitäre Winterhilfe im russischen Besatzungsgebiet geben. Wenn ja wie unter welchen Bedingungen?

 

 

Ru Kanäle unter Kontrolle- Dugin dementiert Putin-Kritik

ISW behauptet, dass Putin von ru Nationalisten unter Druck sei, und so gar der Oberideologe Dugin ihm anfange den Rücken zu kehren. Allerdings hat Dugin das inzwischen dementiert, es als fake bezeichnet. Er stehe hinter dem Oberbefehlshaber, es komme darauf an, die, die das Volk und Putin hintergehen zu ersetzen und die Volkskräfte zu mobilisieren (ist doppeldeutig, vordergründig ideologischer Mob, kann aber auch als Generalmob interpretiert werden). Anders als ISW schreibt, scheinen mir die ru Hauptkanäle unter Kontrolle zu sein. Keine generelle Kritik am Abzug.

Dementis ua Nachrichten, dass Kriegsmaterial verloren gegangen sei. Allenfalls Detailkritiken. (ua Hubschrauber nicht zerstört). Auch die angebliche Putin-Kritik von Wagner/Prigonin ist in Wirklichkeit wesentlich verhaltener. Es wird nur sehr allgemein bemängelt, das Ru in der Geschichte immer wieder Landverluste hinnehmen musste, und das Volk nicht gefragt wurde. Das ISW projiziert die Kritiken aus der Zeit der Niederlage von Chariv in die jetzigen Äußerungen. Ich würde es genau umgekehrt deuten. Trotz seiner größten Niederlage hat Putin die Medien erstaunlich gut im Griff.

 

 

Durcheinander in den deutschen Medien-Zeiten durcheinander-Lage durcheinander.

Die Nachrichten laufen in etwa so. Vieles militärisch Relevante wird in der UA mit mindestens 6-24 Stunden Verspätung gemeldet. Dann kommt es in die UA Medien, bzw. zu Dpa und Reuters. Die deutschen Medien füttern damit insbesondere ihre news-ticker, aber auch stark ihre aktuelle Berichterstattung. In den Printausgaben vergehen damit noch mal 6-24 Stunden. Parallel analysiert z.B. das ISW in Washington dieselben Nachrichten (plus Ergänzung) . Da das ISW keine Nachrichtenagentur, sondern ein thinktank ist, dauert die Analyse mindestens 24 Stunden. Da fast alle Medien das ISW für relativ seriös halten (ich auch im Gegensatz zu der Infospassguerilla in London), finden die täglichen Bulletins des ISW Eingang in die deutschen Medien. Damit mischen sich aktuelle Nachrichten und analytische (veraltete) zu einem widersprüchlichen eigentlich desorientierenden Gemisch. Nicht gut. Man müsste immer genauer die Zeiten der Entstehung der Nachricht angeben. (auf Quellen wird ja ohnehin meist verzichtet: Ich mache das bewusst., 1. weil ich keine Zeit habe, 2 weil ich keinen Anspruch habe, Nachrichten zu schreiben, 3. weil ich zumindest versuche, die unterschiedlichen Infos auf Zeit, Stimmigkeit, Verlässlichkeit im Kopf abzuprüfen und zusammenzufassen)

 

 

Getreidedeal

 

Abgesehen davon, dass er wichtig ist, ein interessanter Testfall für Verhandlungen. Dass die UN für eine relative Liberalisierung des ru Düngeexportes plädiert, ist m.E. sinnvoll- so kontraproduktiv dies für die Sanktionen ist. Es gibt zu viel Hunger in der Welt und für die, denen das als Argument nicht reicht. Putin wüßte ein Scheitern der Gespräche zu nutzen, um „Softpropaganda“ gegen den Westen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu machen.

Cherson in EU angekommen. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.11.2022. ca 6.00

 

 

Cherson in der Europäischen Union angekommen-Eu-neben UA-Fahne am Verwaltungszentrum

 

Klassischer Rückzug-Brücken gesprengt

 

Wo ist die russische Armee geblieben?

 

Wolodja der Feiglich, Peskov kindisch

 

Stunde der Minenräumer, des SBU und der Wideraufbaustäbe

 

Russische Blogger sprachlos- ua überschäumend-Militär stoisch

 

Andere Regionen hoffen auf Wiederholung, Stunde der Partisanen

 

RA will es im Donbas wissen

 

Verrückt! UA kämpft in Energodar am AKW!

 

Tötliche Langeweile? Noch mal verschoben

 

Originalzitat:(alle derselbe/ automat Übersetzung, leicht redigiert)

 

Kherson 10.11.:

„Heute konnte ich Kherson nicht kontaktieren, es gab keine Kommunikationsverbindung. Ich weiß, dass es ein Fleischproblem gibt, Kühlschränke sind undicht, keine Lichter, Internet- und Handy-Träger sind ausgefallen. Heizung ist aus. Aber aus dem gestrigen Gespräch - alle, mit denen ich es geschafft habe, zu sprechen - leben in Erwartung der Freilassung, festhalten und glauben.“

 

Kerson 10. 11:

 

Russische Invasoren fliehen vom rechten Ufer auf das linke mit Ausrüstung und Munition.

Die ukrainischen Streitkräfte erobern weiterhin die Panzer des russischen Militärs.

:

Kerson 11.11.: Cherson gehört uns! Trotz alledem. KHERSON IST UNSER!

Es ist ein Tag, an den wir uns lebenslang erinnern werden, an den Tag, an dem unsere Streitkräfte die Stadt betraten.

In jeder Ecke des Planeten kann unser Volk die Tränen und die Aufregung nicht zurückhalten, wenn sie beobachten, wie die die Menschen mit ukrainischen Flaggen auf das Militär treffen!

Wie trifft man sich? Man umarmt sie und trägt sie auf ihren Armen. Ein Mädchen spielt auf der Geige der Hymne der Ukraine, kleine Jungen rennen, um Rashistʹkí-Symbole zu übermalen. Unterdessen wird die russische Uniform ihres Militärs entfernt und in den Müll geworfen, und die Couch-Patrioten in Russland sind wütend vor Scham. So ist es.

 

Ich sehe, dass viele Leute es bereuen, an diesem Tag nicht da zu sein. Leute, ärgert euch nicht, denn wir verstehen alle, dass wo immer wir sind, unsere Herz immer zu Hause ist.

Wir werden uns alle in Kherson treffen.

Danke der ukrainischen Armee, der Widerstandsbewegung, danke denFreiwilligen, allen, die gekämpft haben und diesen Tag näher gebracht haben. Allen, die korrigiert, geholfen, gesprochen und die Wahrheit über Kherson verbreitet haben.

 

Und wir werden auch bald die Left Bank der Kherson-Region einnehmen, sie möchte wirklich nach Hause. Sie wird bald kommen.

 

Die Invasoren haben uns großen Ärger bereitet, aber wir werden diesen Krieg gewinnen und herauskommen, und in ein paar Jahren in einem erfolgreichen europäischen Land leben.

Kherson Region - Ukraine!

Ehre sei den Streitkräften der Ukraine!

Ehre sei der Ukraine und ihren Helden!”

 

 

Cherson

Überall ua Fahnen, Versammlungen, Tänze bis in die Nacht. Cherson scheint im Freudentaumel und mit ihm die ganze Ukraine.

 

Was ist passiert, wo sind die Russen?

Der Vorgang ist nicht ganz klar. Man stelle sich ein Fußballstadion vor, wie lange braucht es, bis die Fans weg sind? Etwa 20.000-30.000 ru Soldaten sollen es in Westcherson gewesen sein. Die RA vermeldet weitgehend verlustlosen Abzug. Anders als im Fußballstadion, hatten sie aber Waffen aller Art und Munition dabei, und sie standen noch einen Tag vorher bis ca 20-40 km vom Dnjepr entfernt. Offenbar war diese erste Reihe aber extrem ausgedünnt. Sie sollte v.a. dazu dienen, die UA aufzuhalten, damit sie die Dnjeprübergänge nicht mit Artillerie beschießen kann (ca. 40km). Dazu dienten auch die mindesten zwei Minengürtel an der ersten und zweiten Verteidigungslinie. Offenbar hat die RA diesen Streifen in den letzten Tagen und Wochen kontinuierlilch ausgedünnt. Über den Dnjepr wurde offenbar mehr Behelfs-Übergänge geschaffen, als die UA bombardieren konnte. Vermutlich sind auch viele Soldaten einzeln bzw. in Zivil mit den zahllosen Booten übergesetzt, die insbesondere in den letzten Tagen. Offenbar wurde die Länge des Flusses auf über 100 km genutzt. Die RA-Führung behauptet, auch die Waffen, auch die schweren “gerettet” zu haben. Das war eigentlich nur mit Pontonbrücken oder Großfähren möglich. Bisher gibt es erstaunlicher Weise im Netz keine Bilder dazu, obwohl der Westen/die UA auch nachttaugliche Satellitenaufnahmen mit hoher Auflösung aus der Region haben müßten.

 

Man kommt schon fast auf den Gedanken, dass man-warum auch immer- einen Teil der RA hat davonkommen lassen. Immerhin verlief eine Pontonbrück parallel zur Antonovki-Brücke. Sie wurde allerdings irgendwann getroffen. Ein ru LKW hängt verlassen über dem Wasser-Abgrund.

 

Ru Verluste?

Allerdings ist die “Erfolgsmeldung” der RA-Führung geschönt. Es gibt durch verbalen und Bildbeweis hinterlassene Kriegsgüter bis hin zum Hubschrauber und Panzern. Dies bestätigen auch -wenn auch vorsichtig bzw. indirekt- ru Kanäle. Auch wurden Soldaten gefangen genommen. Belegt durch beide Seiten ist, dass ru Soldaten ihre Uniformen gegen Zivilkleidung tauschten (machen auch die ua Soldaten im umgekehrten Fall). Während man anfangs davon ausgehen konnte, dass dies abgetarnte Streetfighter sind (was auch immer noch sein kann) oder Spezialkräfte, scheinen auch viele einfach hängen gelassen worden zu sein. Von der UA werden sie aufgefordert, sich zu ergeben, da sie von ihren Kommandeuren im Stich gelassen wurden. Teilweise bestätigen auch ru Quellen, dass sich die Kommandos als erste abgesetzt hätten. Das ist immer wieder einer der Haupt-Kritikpunkte in den ru Bloggs.

 

Erst die kommenden Tage werden zeigen, wie viele Verluste die RA in Cherson hatte.

 

Über keine Brücke soll die UA gehn

Mindestens 10 Brücken wurden in den letzten Tagen in West-Cherson von der RA zerstört.

 

Ich kann den Satz nicht mehr hören, dass sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen oder den von den nicht überprüfbaren Angaben.

 

Die Hauptfakten sind ziemlich gesichert: Die Hauptbrücken über den Dnjepr wurden gestern morgen mit dem offiziellen Abschluss des Rückzuges von der RA teilgesprengt. Russische Blog rühmen sich dessen geradezu, da es eine klassische Rückzugsmaßnahme ist. Laut zahllosen Videobeweise wurde ein Teil der Antonovski-Brücke (Cherson) herausgesprengt, die Eisenbahnbrücke nördlich davon beschädigt, die Brücke am Inhulez kurz vor der Dnjepr-Einmündung. Besonders brisant ist die Teilspengung des Kachowka-Staudammes, wenn ich richtig verstanden habe, am westlichen Ufer. Während die UA bisher immer die östliche Abfahrt jeneits des eigentlichen Dammes bschossen hatte, scheint diesmal der Westteil des Dammes selbst beschädigt, Fotos zeigen, dass deutlich mehr Wassermassen aus zwei der dortigen Schleusentore fließen, die offenbar beschädigt wurden. Ob das reparabel ist oder zum gefürchteten Dammbrauch führen kann, ist noch offen. In diesem Fall würde eine 5 Meter hohe Flutwelle bei Cherson, aber auch im Osten davon, wo die Russen stehen, eintreffen.

 

Erwartungsgemäß wird die vorrückende UA vom Ostufer mit Artillerie bewschossen, soweit sie am Dnjepr in Reichweite kommt. Es gibt in Westcherson viele Minenfelder und Sprengfallen und vermutlich auch versprengte umherirrende ru Soldaten oder sogar Spezialkommandos, die zur Falle werden können.

 

Was jetzt kommt ist genauso schwierig, wie der militärische Teil

 

Cherson selber ist nachts weitgehend dunkel, weil die Energieinfrastruktur gesprengt wurd, ebenso der Fernsehturm, demontiert wurden Internet/Mobilfunkanlagen. (angeblich gibt es schon wieder ua Fernsehen). Lebensmittel sind rar und teuer. Der Gouverneur bezeichnet weite Teile “seines” zerstörten Gebietes als “Ödland”. Selenskj hat schon seit Tagen Gebietsverantwortliche benannt, die unter dem Kriegsrecht mit starken Befugnissen Sicherungs- und Hilfsmaßnahmen durchführen können. Eine der wichtigsten Aufgaben Minenräumung. (Abhalten der rückströmenden Bevölkerung). Energieversorgung, Hilfsgüter/Lebensmittel, Aufbau. Wie auch von ru Seite bestätigt, durchkämt die ukrainischen Geheimpolizei, der SBU, die befreiten Gebiete und nimmt Kollaborateure fest. Während viele geflüchtet sein dürften, sind v.a. Organisatoren des Annexionsreferendum relativ leicht zu identifizieren bzw. schon länger registriert. Sie können jahrelange Haftstrafe, Vermögenseinzug, Ämterverbot gewärtigen. Besser das, als in die Finger des Widerstandes oder spontaner Aktionen zu kommen.

 

Die UA ist erstaunlich zurückhaltend. Der offizielle Armeebericht übergeht das Ereingnis geradezu und veründet stoisch den Angriff auf ein russisches Kommando in Ost(!)Cherson. Nach dem Motto, die Befreiung geht unerbittlich weiter. Aber offenbar fürchtet man noch den russischen Racheakt. Keiner weiß, ob und wo er kommt. Viele rechnen damit....Der ru Raketenbeschuss, war die letzten Tage extrem zurückhaltend (1-4 pro Tag). War das die Sammlung vor den nächsten großen Luftangriff, auf Cherson, auf die Energieversorgung, auf einen Staudamm? Oder schlummern in Cherson irgendwelche Gemeinheiten.....

 

Ru Blogger redselig sprachlos

Die russischen Hauptblogs sind auffällig zurückhaltend bis redselig sprachlos. Es wird versucht, das Ereignis zu überspielen, in dem auf militärische Erfolge im Donbas, die gute Ausbildung der Mobiks (Massenmobilisierten), und die Gemeinheiten des Westens (Waffenlieferungen, Söldner) hingewiesen wird, quasi mit dem Subtext: “Unsere Jungs geben das Beste gegen die böse westlicher Welt.” Wenn auf den Rückzug eingangen wird (Offiziell Umgruppierung. Truppenbewegung) schwankt die Kommentierung zwischen Anerkennung für dessen Professionalität und Zweifeln, ob die Sache wirklich ohne Verluste abgelaufen ist und einer gewissen Ratlosigkeit. Kein Vergleich zu den Shitstorms nach Charkiv/Lyman. Aber ein wirklich überzeugtes udn überzeugendes Narrativ ist das nicht. Eher ein gefährliches Vakuum. Ein ua Kommentator aus den besetzten Gebieten meint, es gäbe eine merkwürdige Stimmung in den prorussischen Kneipen.

 

 

Neurussland bis zum Drachenzahnwall?

Es gibt ein eher peripheres, dennoch von Zeit, Umfang und Autor bemerkenswertes Essay in den Bloggs zu der neuen Grenze der “russischen Zivilisation”. Diese entspricht in etwa den Beton-Befestigungen, vom Dnjepr, durch Zap Richtung Melitopel und Berdjansk. Denken Sie an meine sarkastischen Kommantare (Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, Der Eiserne Vorhang... in H-und-G.info) zu diesen Betonteilen. Das könnte auch die ru Verhandlungslinie sein. 2014 plus.

 

Hoffnung für die anderen besetzten Regionen?

In anderen Regionen (Luhansk, Mariupol, Melitopel) hofft man, ähnlich wie Cherson befreit zu werden. Das scheint momentan illusorisch, falls es nicht zu weiteren Front-Zusammenbrüchen bei der RA kommt. Statt dessen sind aber in allen diesen Gebieten die Partisanen unterwegs. Bomben-Anschläge gegen Besatzer, Mollis gegen Mobilisierungs- und Brand-Sprengstoffangriffe Armeeeinrichtungen sind -man kann es so sagen- an der Tagesordnung.

 

Allerdings sind die Russen dort ihr ärgster Feind. In Melitopel saufen sie, die Mohammdaner nehmen Drogen und beschießen sich auch schon mal gegenseitig oder beklauen und beschießen die Ortsansässigen. In Mariupol sind die Aufbaubeauftragen so korrupt, dass selbst die Ru Besatzungsmacht wichtige Leute verhaften muß und sich die neuen Regionaloligarchen gegenseitig befehden. Das System Putin stabilsiert sich druch Diebstahl und Korruption und Machtmißbrauch, aber zerstört gleichzeitig durch derartige Usancen seine Substanz.

 

Im Donbas versucht die RA nach wie vor in Bakmut und DonetzkCity/Vuledar auf Biegen und Brechen militärische Erfolge zu erzielen, im Süden nicht ganz erfolglos.

 

Wolodja, der ratlose Feiglich. Der kindische Dimitri. Der entrückte Ramsan

 

Der Feiglich Wolodja will sich nicht einmal mehr per Video der internationalen G20 Öffentlichkeit stellen. Lange war Russland beleidigt, nicht mehr beim G 7/8 sitzen zu dürfen, vor vielleicht noch einem Jahr wäre das ein selbstbewußter Affront gewesen. Jetzt ist es nur noch feige und vielleicht sogar eine gewisse Ratlosigkeit. Was sagen? Auftrumpfen. Geht irgendwie gerade schlecht. Klein beigeben. Putin nie! Vernunftsangebote? Welche sollten das von Ru sein und wer würde ihm glauben. So viel Mut und Weisheit besitzt Wolodja nicht.

 

Sein Sprecher Peskow faselt davon, dass Cherson russisches Staatsgebiet sei. Wird Rußland jetzt von der UA besetzt? Glaubt er, dass ihm noch irgendwer diesen kindischen Quatsch abkauft?

Irgendwie muß man sich fast Sorgen um den Gemüts- und Geisteszustand der ru Führung machen. Die kleinen Führer sind schon abgedriftet. Kadyrov kmäpft schon fürs Jenseits. Ehrlich, das ist ziemlich spooky.

 

Ist die UA riskant-übermütig geworden- Kämpfe in Ergodar am AKW

 

Da es offenbar in Deutschland keiner wahrhaben will. Auszug aus dem vorletzten offiziellen ua Armeebericht:

 

„Im Bereich der Stadt Energodar wurde ein feindlicher Kontrollposten getroffen – mehr als 50 Besatzer wurden getötet und mehr als 40 verwundet. Auch ein Ka-52 Hubschrauber wurde zerstört.“

 

Zur Erinnerung: Energodar ist nur 3-5 km groß und klebt direkt am AKW Zap. Es ist kein Rayon, daher ist hier offenbar vom Stadtgebiet die Rede!

 

Nach regionalen Quellen wurde dort ein zweiter ru Hubscharuber abgeschossen.

 

In HuG.info wurde auf Basis allein von ua Quellen immer wieder berichtet.

 

Die UA beschiesst Energodar mit Artillerie.

 

Bürger der gegenüberliegenden Seite sammeln für Kamikazedrohnen.

 

Es sind hier ua Spezialkäfte und Partisanen unterwegs, die u.a. Auf tschetschenische Spezialtruppen (u.a. OMON) treffen

 

Das ganze ist ein einziges Pulverfass am größten AKW Europas. Auch wenn dieses einen relativ guten Berstschutz hat, sind allein die durch die Kämpfe ausgelösten Brände und Schaltvorgänge ein hohes Risiko. Man erinnere sich, wie die bayerischen AKW-Betreiber greinten, wie würden Eochen und Monate brauchen, um ihre AKWs wieder hochzufahren. Auch wenn der Vorgang nicht ganz vergleichbar ist. In Energodar passiert das alle paar Tage.

 

Cherson in der Europäischen Union angekommen-Eu-neben UA-Fahne am Verwaltungszentrum

 

Klassischer Rückzug-Brücken gesprengt

 

Wo ist die russische Armee geblieben?

 

Wolodja der Feiglich, Peskov kindisch

 

Stunde der Minenräumer, des SBU und der Wideraufbaustäbe

 

Russische Blogger sprachlos- ua überschäumend-Militär stoisch

 

Andere Regionen hoffen auf Wiederholung, Stunde der Partisanen

 

RA will es im Donbas wissen

 

Verrückt! UA kämpft in Energodar am AKW!

 

Tötliche Langeweile? Noch mal verschoben

 

Originalzitat:(alle derselbe/ automat Übersetzung, leicht redigiert)

 

Kherson 10.11.:

„Heute konnte ich Kherson nicht kontaktieren, es gab keine Kommunikationsverbindung. Ich weiß, dass es ein Fleischproblem gibt, Kühlschränke sind undicht, keine Lichter, Internet- und Handy-Träger sind ausgefallen. Heizung ist aus. Aber aus dem gestrigen Gespräch - alle, mit denen ich es geschafft habe, zu sprechen - leben in Erwartung der Freilassung, festhalten und glauben.“

 

Kerson 10. 11:

 

Russische Invasoren fliehen vom rechten Ufer auf das linke mit Ausrüstung und Munition.

Die ukrainischen Streitkräfte erobern weiterhin die Panzer des russischen Militärs.

:

Kerson 11.11.: Cherson gehört uns! Trotz alledem. KHERSON IST UNSER!

Es ist ein Tag, an den wir uns lebenslang erinnern werden, an den Tag, an dem unsere Streitkräfte die Stadt betraten.

In jeder Ecke des Planeten kann unser Volk die Tränen und die Aufregung nicht zurückhalten, wenn sie beobachten, wie die die Menschen mit ukrainischen Flaggen auf das Militär treffen!

Wie trifft man sich? Man umarmt sie und trägt sie auf ihren Armen. Ein Mädchen spielt auf der Geige der Hymne der Ukraine, kleine Jungen rennen, um Rashistʹkí-Symbole zu übermalen. Unterdessen wird die russische Uniform ihres Militärs entfernt und in den Müll geworfen, und die Couch-Patrioten in Russland sind wütend vor Scham. So ist es.

Ich sehe, dass viele Leute es bereuen, an diesem Tag nicht da zu sein. Leute, ärgert euch nicht, denn wir verstehen alle, dass wo immer wir sind, unsere Herz immer zu Hause ist.

Wir werden uns alle in Kherson treffen.

Danke der ukrainischen Armee, der Widerstandsbewegung, danke denFreiwilligen, allen, die gekämpft haben und diesen Tag näher gebracht haben. Allen, die korrigiert, geholfen, gesprochen und die Wahrheit über Kherson verbreitet haben.

Und wir werden auch bald die Left Bank der Kherson-Region einnehmen, sie möchte wirklich nach Hause. Sie wird bald kommen.

Die Invasoren haben uns großen Ärger bereitet, aber wir werden diesen Krieg gewinnen und herauskommen, und in ein paar Jahren in einem erfolgreichen europäischen Land leben.

Kherson Region - Ukraine!

Ehre sei den Streitkräften der Ukraine!

Ehre sei der Ukraine und ihren Helden!”

 

 

Cherson

Überall ua Fahnen, Versammlungen, Tänze bis in die Nacht. Cherson scheint im Freudentaumel und mit ihm die ganze Ukraine.

 

Was ist passiert, wo sind die Russen?

Der Vorgang ist nicht ganz klar. Man stelle sich ein Fußballstadion vor, wie lange braucht es, bis die Fans weg sind? Etwa 20.000-30.000 ru Soldaten sollen es in Westcherson gewesen sein. Die RA vermeldet weitgehend verlustlosen Abzug. Anders als im Fußballstadion, hatten sie aber Waffen aller Art und Munition dabei, und sie standen noch einen Tag vorher bis ca 20-40 km vom Dnjepr entfernt. Offenbar war diese erste Reihe aber extrem ausgedünnt. Sie sollte v.a. dazu dienen, die UA aufzuhalten, damit sie die Dnjeprübergänge nicht mit Artillerie beschießen kann (ca. 40km). Dazu dienten auch die mindesten zwei Minengürtel an der ersten und zweiten Verteidigungslinie. Offenbar hat die RA diesen Streifen in den letzten Tagen und Wochen kontinuierlilch ausgedünnt. Über den Dnjepr wurde offenbar mehr Behelfs-Übergänge geschaffen, als die UA bombardieren konnte. Vermutlich sind auch viele Soldaten einzeln bzw. in Zivil mit den zahllosen Booten übergesetzt, die insbesondere in den letzten Tagen. Offenbar wurde die Länge des Flusses auf über 100 km genutzt. Die RA-Führung behauptet, auch die Waffen, auch die schweren “gerettet” zu haben. Das war eigentlich nur mit Pontonbrücken oder Großfähren möglich. Bisher gibt es erstaunlicher Weise im Netz keine Bilder dazu, obwohl der Westen/die UA auch nachttaugliche Satellitenaufnahmen mit hoher Auflösung aus der Region haben müßten.

 

Man kommt schon fast auf den Gedanken, dass man-warum auch immer- einen Teil der RA hat davonkommen lassen. Immerhin verlief eine Pontonbrück parallel zur Antonovki-Brücke. Sie wurde allerdings irgendwann getroffen. Ein ru LKW hängt verlassen über dem Wasser-Abgrund.

 

Ru Verluste?

Allerdings ist die “Erfolgsmeldung” der RA-Führung geschönt. Es gibt durch verbalen und Bildbeweis hinterlassene Kriegsgüter bis hin zum Hubschrauber und Panzern. Dies bestätigen auch -wenn auch vorsichtig bzw. indirekt- ru Kanäle. Auch wurden Soldaten gefangen genommen. Belegt durch beide Seiten ist, dass ru Soldaten ihre Uniformen gegen Zivilkleidung tauschten (machen auch die ua Soldaten im umgekehrten Fall). Während man anfangs davon ausgehen konnte, dass dies abgetarnte Streetfighter sind (was auch immer noch sein kann) oder Spezialkräfte, scheinen auch viele einfach hängen gelassen worden zu sein. Von der UA werden sie aufgefordert, sich zu ergeben, da sie von ihren Kommandeuren im Stich gelassen wurden. Teilweise bestätigen auch ru Quellen, dass sich die Kommandos als erste abgesetzt hätten. Das ist immer wieder einer der Haupt-Kritikpunkte in den ru Bloggs.

 

Erst die kommenden Tage werden zeigen, wie viele Verluste die RA in Cherson hatte.

 

Über keine Brücke soll die UA gehn

Mindestens 10 Brücken wurden in den letzten Tagen in West-Cherson von der RA zerstört.

 

Ich kann den Satz nicht mehr hören, dass sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen oder den von den nicht überprüfbaren Angaben.

 

Die Hauptfakten sind ziemlich gesichert: Die Hauptbrücken über den Dnjepr wurden gestern morgen mit dem offiziellen Abschluss des Rückzuges von der RA teilgesprengt. Russische Blog rühmen sich dessen geradezu, da es eine klassische Rückzugsmaßnahme ist. Laut zahllosen Videobeweise wurde ein Teil der Antonovski-Brücke (Cherson) herausgesprengt, die Eisenbahnbrücke nördlich davon beschädigt, die Brücke am Inhulez kurz vor der Dnjepr-Einmündung. Besonders brisant ist die Teilspengung des Kachowka-Staudammes, wenn ich richtig verstanden habe, am westlichen Ufer. Während die UA bisher immer die östliche Abfahrt jeneits des eigentlichen Dammes bschossen hatte, scheint diesmal der Westteil des Dammes selbst beschädigt, Fotos zeigen, dass deutlich mehr Wassermassen aus zwei der dortigen Schleusentore fließen, die offenbar beschädigt wurden. Ob das reparabel ist oder zum gefürchteten Dammbrauch führen kann, ist noch offen. In diesem Fall würde eine 5 Meter hohe Flutwelle bei Cherson, aber auch im Osten davon, wo die Russen stehen, eintreffen.

 

Erwartungsgemäß wird die vorrückende UA vom Ostufer mit Artillerie bewschossen, soweit sie am Dnjepr in Reichweite kommt. Es gibt in Westcherson viele Minenfelder und Sprengfallen und vermutlich auch versprengte umherirrende ru Soldaten oder sogar Spezialkommandos, die zur Falle werden können.

 

Was jetzt kommt ist genauso schwierig, wie der militärische Teil

 

Cherson selber ist nachts weitgehend dunkel, weil die Energieinfrastruktur gesprengt wurd, ebenso der Fernsehturm, demontiert wurden Internet/Mobilfunkanlagen. (angeblich gibt es schon wieder ua Fernsehen). Lebensmittel sind rar und teuer. Der Gouverneur bezeichnet weite Teile “seines” zerstörten Gebietes als “Ödland”. Selenskj hat schon seit Tagen Gebietsverantwortliche benannt, die unter dem Kriegsrecht mit starken Befugnissen Sicherungs- und Hilfsmaßnahmen durchführen können. Eine der wichtigsten Aufgaben Minenräumung. (Abhalten der rückströmenden Bevölkerung). Energieversorgung, Hilfsgüter/Lebensmittel, Aufbau. Wie auch von ru Seite bestätigt, durchkämt die ukrainischen Geheimpolizei, der SBU, die befreiten Gebiete und nimmt Kollaborateure fest. Während viele geflüchtet sein dürften, sind v.a. Organisatoren des Annexionsreferendum relativ leicht zu identifizieren bzw. schon länger registriert. Sie können jahrelange Haftstrafe, Vermögenseinzug, Ämterverbot gewärtigen. Besser das, als in die Finger des Widerstandes oder spontaner Aktionen zu kommen.

 

Die UA ist erstaunlich zurückhaltend. Der offizielle Armeebericht übergeht das Ereingnis geradezu und veründet stoisch den Angriff auf ein russisches Kommando in Ost(!)Cherson. Nach dem Motto, die Befreiung geht unerbittlich weiter. Aber offenbar fürchtet man noch den russischen Racheakt. Keiner weiß, ob und wo er kommt. Viele rechnen damit....Der ru Raketenbeschuss, war die letzten Tage extrem zurückhaltend (1-4 pro Tag). War das die Sammlung vor den nächsten großen Luftangriff, auf Cherson, auf die Energieversorgung, auf einen Staudamm? Oder schlummern in Cherson irgendwelche Gemeinheiten.....

 

Ru Blogger redselig sprachlos

Die russischen Hauptblogs sind auffällig zurückhaltend bis redselig sprachlos. Es wird versucht, das Ereignis zu überspielen, in dem auf militärische Erfolge im Donbas, die gute Ausbildung der Mobiks (Massenmobilisierten), und die Gemeinheiten des Westens (Waffenlieferungen, Söldner) hingewiesen wird, quasi mit dem Subtext: “Unsere Jungs geben das Beste gegen die böse westlicher Welt.” Wenn auf den Rückzug eingangen wird (Offiziell Umgruppierung. Truppenbewegung) schwankt die Kommentierung zwischen Anerkennung für dessen Professionalität und Zweifeln, ob die Sache wirklich ohne Verluste abgelaufen ist und einer gewissen Ratlosigkeit. Kein Vergleich zu den Shitstorms nach Charkiv/Lyman. Aber ein wirklich überzeugtes udn überzeugendes Narrativ ist das nicht. Eher ein gefährliches Vakuum. Ein ua Kommentator aus den besetzten Gebieten meint, es gäbe eine merkwürdige Stimmung in den prorussischen Kneipen.

 

 

Neurussland bis zum Drachenzahnwall?

Es gibt ein eher peripheres, dennoch von Zeit, Umfang und Autor bemerkenswertes Essay in den Bloggs zu der neuen Grenze der “russischen Zivilisation”. Diese entspricht in etwa den Beton-Befestigungen, vom Dnjepr, durch Zap Richtung Melitopel und Berdjansk. Denken Sie an meine sarkastischen Kommantare (Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen, Der Eiserne Vorhang... in H-und-G.info) zu diesen Betonteilen. Das könnte auch die ru Verhandlungslinie sein. 2014 plus.

 

Hoffnung für die anderen besetzten Regionen?

In anderen Regionen (Luhansk, Mariupol, Melitopel) hofft man, ähnlich wie Cherson befreit zu werden. Das scheint momentan illusorisch, falls es nicht zu weiteren Front-Zusammenbrüchen bei der RA kommt. Statt dessen sind aber in allen diesen Gebieten die Partisanen unterwegs. Bomben-Anschläge gegen Besatzer, Mollis gegen Mobilisierungs- und Brand-Sprengstoffangriffe Armeeeinrichtungen sind -man kann es so sagen- an der Tagesordnung.

 

Allerdings sind die Russen dort ihr ärgster Feind. In Melitopel saufen sie, die Mohammdaner nehmen Drogen und beschießen sich auch schon mal gegenseitig oder beklauen und beschießen die Ortsansässigen. In Mariupol sind die Aufbaubeauftragen so korrupt, dass selbst die Ru Besatzungsmacht wichtige Leute verhaften muß und sich die neuen Regionaloligarchen gegenseitig befehden. Das System Putin stabilsiert sich druch Diebstahl und Korruption und Machtmißbrauch, aber zerstört gleichzeitig durch derartige Usancen seine Substanz.

 

Im Donbas versucht die RA nach wie vor in Bakmut und DonetzkCity/Vuledar auf Biegen und Brechen militärische Erfolge zu erzielen, im Süden nicht ganz erfolglos.

 

Wolodja, der ratlose Feiglich. Der kindische Dimitri. Der entrückte Ramsan

 

Der Feiglich Wolodja will sich nicht einmal mehr per Video der internationalen G20 Öffentlichkeit stellen. Lange war Russland beleidigt, nicht mehr beim G 7/8 sitzen zu dürfen, vor vielleicht noch einem Jahr wäre das ein selbstbewußter Affront gewesen. Jetzt ist es nur noch feige und vielleicht sogar eine gewisse Ratlosigkeit. Was sagen? Auftrumpfen. Geht irgendwie gerade schlecht. Klein beigeben. Putin nie! Vernunftsangebote? Welche sollten das von Ru sein und wer würde ihm glauben. So viel Mut und Weisheit besitzt Wolodja nicht.

 

Sein Sprecher Peskow faselt davon, dass Cherson russisches Staatsgebiet sei. Wird Rußland jetzt von der UA besetzt? Glaubt er, dass ihm noch irgendwer diesen kindischen Quatsch abkauft?

Irgendwie muß man sich fast Sorgen um den Gemüts- und Geisteszustand der ru Führung machen. Die kleinen Führer sind schon abgedriftet. Kadyrov kmäpft schon fürs Jenseits. Ehrlich, das ist ziemlich spooky.

 

Ist die UA riskant-übermütig geworden- Kämpfe in Ergodar am AKW

 

Da es offenbar in Deutschland keiner wahrhaben will. Auszug aus dem vorletzten offiziellen ua Armeebericht:

 

„Im Bereich der Stadt Energodar wurde ein feindlicher Kontrollposten getroffen – mehr als 50 Besatzer wurden getötet und mehr als 40 verwundet. Auch ein Ka-52 Hubschrauber wurde zerstört.“

 

Zur Erinnerung: Energodar ist nur 3-5 km groß und klebt direkt am AKW Zap. Es ist kein Rayon, daher ist hier offenbar vom Stadtgebiet die Rede!

 

Nach regionalen Quellen wurde dort ein zweiter ru Hubscharuber abgeschossen.

 

In HuG.info wurde auf Basis allein von ua Quellen immer wieder berichtet.

 

Die UA beschiesst Energodar mit Artillerie.

 

Bürger der gegenüberliegenden Seite sammeln für Kamikazedrohnen.

 

Es sind hier ua Spezialkäfte und Partisanen unterwegs, die u.a. Auf tschetschenische Spezialtruppen (u.a. OMON) treffen

 

Das ganze ist ein einziges Pulverfass am größten AKW Europas. Auch wenn dieses einen relativ guten Berstschutz hat, sind allein die durch die Kämpfe ausgelösten Brände und Schaltvorgänge ein hohes Risiko. Man erinnere sich, wie die bayerischen AKW-Betreiber greinten, wie würden Eochen und Monate brauchen, um ihre AKWs wieder hochzufahren. Auch wenn der Vorgang nicht ganz vergleichbar ist. In Energodar passiert das alle paar Tage.

 

Wollen US-Militärs verhandeln? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 11.11.2022. ca 6.00

 

 

Rückzug auf Raten und Aufbau aus Ruinen

Who´s next? Neue Möglichkeiten für UA

Verhandlungsbereitschaft bei US-Militärs?

Rüsten die USA (in) Osteuropa massiv auf?

 

 

 

 

Originalzitat: „Bei einem Besuch in Visokopylla lud sie eine Bewohnerin des Dorfes Potemkyne ein, auch ihre Siedlung zu besuchen, sie konnte nicht widerstehen.

Die Situation in der Siedlung ist schwierig. Nach der Besetzung gab es fast keine Menschen mehr im Dorf, obwohl vorher 380 Menschen lebten.

Hier gibt es keine einzige überlebende Hütte, die Feinde haben fast die gesamte Infrastruktur zerstört. 34 Kinder wurden in der Erziehungsanstalt Potemkin erzogen und studiert, jetzt können sie ihre Schule und ihren Kindergarten nicht mehr besuchen, weil die Russen sie zerstört haben.

Und trotz aller Zerstörung kehren die Menschen allmählich zurück, sie beginnen, ihre Häuser in Eigenregie wieder aufzubauen. Das OVA-Team von Kherson hilft ihnen, so schnell wie möglich in ein normales Leben zurückzukehren.“

 

Das Bild des Tages

sind ua Soldaten, die Flaggen an befreiten Bürgermeistereien anbringen. Oft stehen Einwohner drumrum und klatschen. Aber es sich nur wenige. Die Bevölkerung ist dezimiert. Die meisten waren Richtung UA geflohen, die prorussischen Kräfte jetzt bei der Evakuierung. Die Restbevölkerung liegt teilweise bei 30%. Im Dorf Potemkin sind es nur noch 2. Die Leiche des gleichnamigen berühmten Fürsten aus der Neurusslandzeit wurde von den Russen in Cherson exhumiert und ins „Vaterland“ verbracht. Potemkinsche Annexion. Aber die immensen Probleme des Wiederaufbaus sind real.

 

 

Kriegsgeschehen

Die Präsenz der RA in West-Cherson schmilzt wie ein Gletscher unter der Klimaerwärmung. Aber der UA Armeechef will den Abzug aber bis jetzt weder bestätigen noch dementieren. Die Lage entwickelt sich derzeit etwa, wie gestern auf H-und-G.info erläutert.

 

-angeblich noch weniger als 20.000 Soldaten im Gebiet, leisten teilweise Widerstand

-Transport der Zivilisten offiziell gestoppt, damit Armee Vorrang hat

-Energie und Kommunikationsinfrastruktur und Brücken werden von RA beim Rückzug zerstört, In Cherson funktionieren Handies und Internet nur noch in der Nähe der Antonivki Brücke

 

-die RA beschießt die vorrückende UA mit Haubitzen von der gegenüberliegen Dnjepr-Seite

-besonders fies: die RA hat die geräumten Gebiete massiv vermint, wenn ua Minenräumkommandos anrücken, werden sie beschossen. Angeblich mit teilweise hohen Verlusten, da die RA die Stellen genau kennt und vermutlich Sensoren hat, die die Ankunft der Minenräumer signalisieren.

 

-Cherson-Stadt bleibt eine Unbekannte. Angeblich noch 70.000 in der Stadt Zivilisten türmen mit Privatbooten und über einzige Pontonbrücke, lange Autoschlangen

-angeblich sind ua Spezialkräfte und Partisanen in der Stadt, angeblich gibt es vereinzelt Gewehrschießereien

 

Während in Bloggs der systematische Rückzug gelobt wird, bei dem anders als in Charkiv das Material mitgenommen würde, gibt es auch andere Berichte.

Kommandanten, die ihre Ausrüstung (Panzer etc.) zurücklassen, sollen persönlich zur Verantwortung gezogen werden, wird unter Nennung von Beispielen gedroht

Es wird berichtet, dass ru Soldaten sehr kurzfristig und nur sehr lapidare Rückzugsbefehle bekamen, Fallschirmjägern wurde angebliche befohlen, zivile Kleidung anzuziehen und sich irgendwohin zu begeben.

 

Die UA beschießt abziehende Kolonnen und Brückenübergänge und das gegenüberliegende Ufer, wo sich die RA verschanzt.

 

Ru Blogger berichten von einer Hinrichtung von Kollaborateuren durch vorrückende ua Truppen. Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Ru Kanäle warnen Kollaborateure, sie sollten Westcherson verlassen. UA drohen mit hohen Strafen. Derzeit sollen 700 Personen auf der offizielle K-Liste stehen. Beim Widerstand stehen eher mehr auf der „Abschussliste“.

 

Drei ru Nachschubwege von der Krim jetzt unter ua Beschluss? Das nächste Cherson?

Irgendjemand hat diese Meldung in die Welt gesetzt, und die Briten verbreiten sie. Die Meldung stimmt und sie stimmt nicht. Auch schon vorher konnten diese Linien von der Westua beschossen werden, allerdings nur in Dnjepr-Nähe. Das Neue könnte sein, dass die UA -je nach Himar-Munition- die Wege zwischen Krim und Dnejpr beschießen könnte. Es geht um die Landzungen Verbindungen E 97 nach Cherson und die Verbindung von Armjansk bzw. Henitschek Richtung Nowa/Kachowka. Daneben gibt es allerdings noch viele kleine Straßen und Eisenbahnverbindungen. Zudem ist nach der Zerstörung der Kertsch-Brücke der Landweg von Rostov über Melitopel ein Hauptnachschub geworden.

So einfach ist die Sache also nicht. Aber im Prinzip kann die UA versuchen, den Nachschub der ru Armee in Ost/Cherson und teilweise Zapsüd zumindest zu verlangsamen. Effektiver ginge es nur mit longdistance Waffen, Raketen, Drohnen und Partisanenangriffen, die die bottlenecks an der Krimlandbrücke treffen würden. Die USA-eine Meldung die meist übersehen wurde- weigern sich aber aktuell wieder, die UA mit longdistance Munition und Raketen auszustatten, weil sie Direktangriffe auf Ru vermeiden wollen.

 

Liefern die USA Kampfpanzer gen Osten?

Laut ru Quellen planen die USA Ende November massive Waffenlieferungen Richtung Osteuropa. 29 Flüge, hauptsächlich nach Polen und zahlreiche Schiffstransporte, v.a über Griechenland sollen angeblich das Nato-Potential im Osten massiv stärken. Darunter auch Bradley -Schützenpanzer und Abrams -Kampfpanzer.

 

US-Stabschef denkt angeblich über Verhandlungen nach

 

Eine merkwürdige Meldung (ich kenne sie über afp) kommt von US-Stabsschef Mark Milley. Auf beiden Seiten gäbe es wahrscheinlich 100.000 Getötete und Verletzte. Milley warb zudem für Gespräche, um den Krieg zu beenden. Möglicherweise könnten weder die Ukraine noch Russland militärisch siegen, sagte der US-General. Es sei daher erforderlich, sich "nach anderen Mitteln" umzusehen.

Das Statement reiht sich ein in mehrere (gestern vermeldete) Indizien, dass die USA einen Verhandlungsausweg suchen. Es zeigt, wie die Amis rechnen, ziemlich grob. Die Rechnung eigentlich unseriös, weil die Zahl der Verwundeten deutlich höher ist. Vermutlich meint er die so schwer Verwundeten, dass sie dauerhaft nicht mehr einsetzbar sind, also die Verkrüppelten. Während die UA zudem immer darauf beharren, dass sie weniger Verluste haben als die Russen, schert das den höchsten US-Militär nicht. Über den Daumen gepeilt... so rechnet er.

Während die UA betonen, gerade jetzt wieder, dass sie in der Vorderhand sind, sagt der Vertreter des Staates, der diesen Vorteil ermöglicht, dass er Zweifel an einem sicheren UA Sieg hat.....(Man denke an einen drohenden Energiezusammenbruch). Und Miley ist nicht irgendwer. Er ist auch der Gesprächspartner des UA Armeechefs, die beiden telefonieren regelmäßig.

Bisher kamen solche Signale in den USA aus dem politischen Raum. Das konnte man mit Wahlkampftaktiken erklären, um den Reps den Wind aus den Segeln zu nehmen, aber die Worte des höchsten Militärs....

 

Klar ist, dass eine weiterer Krieg lange dauern könnte, teuer und verlustreich wäre. Die UA hat bislang fast nie in richtiger Offensive Land erobert, sondern immer nur von der Schwäche der RA profitiert. Die Zurückdrängung einer durch Massenmobilisierung verstärkten RA, die mit dem ru Hinterland verbunden ist und sich in der Zwischenzeit eingeigelt hat, wäre alles andere als ein Spaziergang....Ein naher wirtschaftlicher und politischer Kollaps von Ru ist auch nicht erkennbar. Der Westen dürfte in diesem Winter noch manche Zerreissprobe aushalten müssen und die USA sind sich nicht sicher, wie das ausgeht. Im eigenen Land müssen sie Kompromisse mit den Reps machen. Das in etwa könnte die Hintergrundüberlegung sein. Who knows?

 

Türkei

Erdogan charmiert Putin, bietet sich gleichzeigt als Makler an...

S. Artikel von Frank Nordhausen im neuen H-und-G.info:

http://h-und-g.info/default-title-2/nordhausen

 

komische“ Meldung aus Ru

Bloomberg meldet, dass Ru heimlich seine Luftschutzkeller checkt. Wir vergessen manchmal, das die jetzige ru Führung in einer Zeit sozialisiert wurde, als die SU fest davon überzeugt war, dass die Amis die Erstschlagkapazität planen und umsetzen wollen. Gerade die KGBisten wurden darauf getrimmt, den Beweis zu suchen. Bekanntlich gab es den nicht, aber die Paranoia ist offenbar geblieben, das sollte man nicht vergessen. Dieser ganze Krieg hat nicht nur mit imperialen Genen zu tun, sondern auch mit dieser Paranoia.

Gefährlicher (Teil) Sieg: H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 10.11.2022. ca 6.00

 

Russischer Rückzug kann zum Massaker werden-für beide Seiten

 

Erinnerung: Cherson war Putins größter Erfolg bei der Spezop

 

Rückzug kann wochenlang dauern, oder gestoppt werden

 

Putin ist feige, Selenskij vorsichtig

 

Der eiserner Vorhang kommt wieder- in der Ukraine mit Betonzähnen

 

Unsere Medien. Diffusität beim AKW Zap

 

What next: tötliche Langeweile

 

 

Originalzitat:

Die Bewohner von Mariupol frieren in ihren eigenen Häusern. Die Menschen "schreien" um Hilfe, aber die Besatzer ignorieren sie.

Anwohner beklagen, dass sie in Häusern frieren müssen, in denen Gasleitungen beschädigt sind. In den Wohnungen sind es bereits 5 Grad. Niemand reagiert auf die Aussagen der Einwohner von Mariupol.“

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Cherson

 

Der von Shoigu (Putin) angeordnete Rückzug aus Cherson ist das Thema des Tages (abgesehen von den US-Wahlen)

 

Aber ist es überhaupt ein Rückzug? Ist es eine Falle? Wie kann er stattfinden? Können die UA die Gebiete befreien, wiederherstellen? Es gibt nur eine klare Antwort: Alles offen.

 

Bisher schweigt sich der offizielle Armeebericht der UA über den Rückzug aus. Der Präsident warnt vor Euphorie. Zurecht.

 

Festzustehen scheint nach lokalen Berichten bisher nur.

 

-Die RA hat Stellungen im Oblast Mykolaev nordwestliche und westlich von Cherson-Stadt geräumt, so das die UA dort vordringen konnte. (gehört nicht zur Annexion)

 

-ein eindeutiger Rückzug nördlich von C., wo die RA ihre Hauptverteidigungslinie und -nachschubwege (Beryslaw-Nowa Kachoka) hatte/hat, ist nicht erkennbar. Allerdings ist auch hier die UA offenbar etwas vorgerückt.

 

-ein russischer Kanal behauptet, der Rückzug gelte nicht für die Stadt Cherson (!)

 

-an mehreren Orten leistet die RA noch deutlich Widerstand gegen ein Vorrücken der UA, und betreibt wohl überall Luftaufklärung.

 

 

Es ist, wenn überhaupt, kein wirklicher Zusammenbruch der Front wie in Charkiv, sondern ein geordneter (Teil-?) Rückzug bei dem 10.000 ru Soldaten in Sicherheit gebracht werden, die Verteidigungslinien selbst definiert werden sollen, der UA möglichst viel Schaden zu gefügt wird (Plünderung, Zerstörung) und die UA geschädigt und zumindest verlangsamt werden soll.

 

Die Ursachen dürften -von der RA zugegeben-, v.a. in den Logistik-Problemen liegen, die nach dem Beschuss der Brücken, etc. entstanden sind und die sich angesichts des Winters verschärfen. Die RA braucht Winterausrüstung, der Landweg verschlammt, der Fluss wird irgendwann einfrieren und zeitweise unpassierbar sein, etc., die UA Raketen/Haubitzenangriffe nehmen eher zu, ihre Luftabwehr wird besser. Sie hat eine stabile Landbrücke vom Norden, etc..

 

Zudem kann sich die RA jetzt ihre Front verkürzen und auf Gebiete konzentrieren, die einen mehr oder minder gesicherten Nachschub aus dem russischen Kernland (Donbas) bzw. über annektiertes Gebiet (Cherson/Ost, Zapirischschja Süd) haben. Damit können Kerngebiete der vier am 30.September neu annektierten Gebiete „gesichtswahrend“ gehalten werden. (Daher auch ru Verhandlungsinteresse)

 

Zudem wird die UA durch erhebliche Probleme in Cherson/West weiter gebunden.

-Es gibt eine hohe Erwartung, die Gebiete zu befreien

-die humanitäre Lage in Cherson/West ist ein Desaster, Gemeinden sind verlassen, geplündert, weiter unter Beschuss, die Energieversorgung in allen Bereichen zusammengebrochen. Die RA hat in letzter Zeit überall geräumtes Gelände im Artilleriebereich dermaßen unter Feuer gehalten, dass die Bewohner nicht zurückkehren konnten, sogar weiter evakuiert werden mussten

-die UA kann nicht einfach vorrücken. Die RA hat viele Bereiche dicht vermint. Große Bereiche von Cherson/West sind im Bereich der ru Artillerie östlich des Dnjepr (grob gesprochen ein Streifen von 30 km westlich des Dnjepr, damit auch die komplette Stadt Cherson). Drohnen und Raketen sowieso.

 

Ist der Abzug eine Falle? Das ISW behauptet nein. Das ist verkürzt. Der Abzug ist real, aber kreuz gefährlich. Überall, wo die UA mit größerer Ansammlung versucht auf Cherson zu marschieren, riskiert sie massakriert zu werden.

 

In Cherson warten zudem Heckenschützen und sonstige „Überraschungen“ wie Sprengfallen etc.

 

Die RA hat freilich ebenso eine Achillesferse. Es sind immer noch 10.000 Soldaten in Cherson West. Angesichts der angeschlage nen Transportlogistik über den Dnjepr ist es schwierig, sie möglichst mit viel Gerät zurückzuführen. Das kann Wochen dauern (!). Vielleicht gestoppt werden, wenn die UA Probleme bekommt. Ohnehin fragt man sich, wie die RA das machen möchte. Es gibt in Cherson derzeit 8 Fährübergänge, die aber Satellitenmäßig identifiziert sind, also demnächst zerbombt werden können, wie die Ua weiterhin die Brücken mit ihren Behelfsübergängen beschießt. Kein Wunder, dass die Russen von Verhandlungen reden. Ein Waffenstillstand, um ihre Leute zu retten,um dann weiterzumachen, wäre für sie sicher vorteilhaft.

 

Cherson war der größte Erfolg der „Spezialoperation“

Es sollte daran erinnert werden. Wenn die Spezop erfolgreich war, dann in Cherson. Rein militärisch hätte die Großstadt jenseits des Djnepr nie fallen dürfen. Aber bis heute nicht vollkommen aufgeklärte Schwächen/Verrat bei den ua Sicherheitsorganen verhinderten die Verteidigung/Sprengung der Brücken. Cherson fiel. So war das eigentlich gedacht. Die proru Heimatfront bringt die ua Verteidigung zum Einsturz, die Armee rückt nach (wie in Prag 1968) und sichert mit ein paar Schüssen den Systemchange. Hätte nach FSB-Analysen klappen können,aber die UA ist nicht Cherson, Selenskij und seine Leute waren nicht die Wackelpeter von Cherson. Putin hatte in Cherson ein leichtes, zu leichtes Spiel, wie sich heute herausstellt.

Es bewahrheitet sich zudem einmal wieder. Die UA gewinnt nicht in offener Schlacht, sondern sie rückt da nach, wo die RA Schwächen zeigt.(Die sie freilich durch Cleverness und Westunterstützung trotz zahlenmäßiger Gefechts- und Munitionsunterlegenheit(!)mit erzeugt und verstärkt hat).

 

 

Russische Bloggs

Gemäßigte (kontrollierte) kritische Bilanz fängt Frust und Depri bei den Kämpfern auf.

 

Die Verbitterung über den erneuten Gebietsverlust ist v.a. bei den Profi- und überzeugten Kämpfern deutlich. Allerdings führt das diesmal nicht zu einer vernichtenden Kritik an die Militärführung. Eher zu einer Haltung „jetzt erst recht“. Manche Bloggs, u.a. Kadyrev versuchen die „schwierige“ Entscheidung zu rechtfertigen (Schutz der eigenen Leute, etc.). Insbesondere der neue Realismus der neue Oberbefehlshabers an der Fron Surovikin wird hervorgehoben, Vorteile des Rückzuges, sowie Verluste und weiter drohende Verluste der UA als Motivation hervorgehoben. Der einfüßige Pegov dichtet Kriegslyrik.

Das bestärkt mich in der Einschätzung, dass Putin die Blogger entweder weitergehend wieder eingefangen hat, oder die Kritik der Soldateskablogger ohnehin ein gezielter Versuch war, über Kritik von der „Basis“ die Lähmschicht im Verwaltungs- und Militärestablishment zu schwächen und die Kämpfer vor Ort bei der Stange zu halten. Jedenfalls folgen diese Blogger derzeit im Wesentlichen dem Wording des Kreml. Agit Prop funktioniert, zumindest im technischen Sinne.Keiner weiß, was in den Russenköpfen vorgeht.

 

 

 

Bref:

 

Der landgestützte ru Nachschub Richtung Westen ist schwierig, auf der Autobahn stauen sich die LKW, wie oft an der polnischen Grenze bei Frankfurt Oder

 

 

Putin ist feige, Selenskij vorsichtig, Beide sind nur online bei G20.

 

 

Eiserner Vorhang entsteht wieder, allerdings in der UA diesmal mit Betonteilen (Drachenzähnen). Die Annexion wird mit Minen, Stacheldraht und Beton abgesichert. Die Betonwerke sind überfordert.

 

 

Tötliche Langeweile. Was kommt nach Cherson? Morgen mehr...

 

 

Unsere Medien

 

 

Der Spiegel vermeldet, die RA gehe von einem Angriff der UA von die AKW-Stadt Energodar mit 7000 Mann aus. Brav schreibt der Spiegel, dies sei nicht verifizierbar. Falsch. Man muss es nur tun. Ua Quellen belegen zumindest, UA Spezialkommandos, Partisanen und Artillerie kämpfen in Enegodar, einige km vom AKW „Spiel mir das Lied vom Tod“. M.E. kann und sollte man kein AKW zurückerobern, auch wenn es im Prinzip in ua Hände gehört und die Russen/Tschetschenen in Energodar ein Terrorregime etabliert haben.

Biden macht auf Bearbock. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 9.11.2022. ca 6.00

 

 

 

Biden macht die Bearbock- Liegt liegt etwas von Verhandlungen in der Luft?

 

Kommt Angriff auf Cherson oder ist es nur ein ru Propagandatrick?

 

Durchlöcherte Sanktionen erlauben Putin militärisches Überleben

 

Energiekrieg geht weiter, nur filigraner

 

Was treiben die Ukrainer bloß in Energodar am AKW Zap!

 

Verschollene Ukrainer

 

 

Kriegsgeschehen, ähnlich.....

 

Angriff auf Cherson

 

Von RA erwartet, es wird spekuliert, ob Offensive schon begonnen hat.

Kämpfe v.a. in drei Gegenden in Westcherson ca 25-50 km von Cherson-Stadt. Beiderseits v.a. Kämpfe in Snihurivka 25 km nördlich von C-Stadt bestätigt. Ob die UA wirklich die Stadt angreift ist allerdings fraglich, da Straßenkämpfe verlustreich und C. im Bereich der ru Artillerie und Luftwaffe.

 

Ru Propagandaanleitungen stellen auf barbarischen ua Angriff auf Stadt mit Hilfe ausländischer Soldaten ein. Auch Staudammsprengung gehört immer noch zum ru Narrativ. Dieses Schulungsheft für Kriegspropaganda kann als Präventivpropaganda für die Legitimierung des Rückzuges dienen. Es kann aber auch eine Projektion der eigenen Pläne sein. Es war ein typisches Merkmal der kommunistischen Agritprop, dem Feind eigenen Strategien und Taktiken anzudichten, sei es um das eigene Tun zu verschleiern, sei es aus Mangel an Phantasie, weil sie sich es nicht anders vorstellen konnten, dass der Feind so handelt wie sie.

 

Im Osten nichts neues

wirkt alles einigermaßen festgefahren, wenn auch vermutlich mit hohen ru Verlusten aus Mobs (unschöner Begriff für Mobilisierte), angeblich graben sich jetzt auch die UA teilweise in Erwartungen der Winterstarre sein.

 

Energie weiter wichtiges Ziel

 

Wenig Raketenangriffe, Drohnen werden offiziell nicht gezählt. Dennoch geht die Zerstörung der UA Energieinfrastruktur weiter. Ru Kanäle analysieren mit US-Maxar Satellitenbildern genauestens einzelne Großeinrichtungen und deren Zerstörungsgrad. Wie mehrfach berichtet, ist damit eine exakte Koordinatenbestimmung sogar von Teilen der Anlagen bis herunter auf einzelne Großtransformatoren (!) verbunden. Es läuft also weiter, nur filigraner.

 

Immerhin ua MP meint, die UA habe genügend Gas für den Winter gespeichert. Dies Frage ist allerdings, ob das Gas beim Endverbraucher ankommt. Zerstörungen von Gasleitungen, Hauslagen und Stromausfälle bei gasdruckerzeugenden Kompressoren können dies verhindern.

 

 

Patruschew im Iran?

Laut iran Quellen soll P. im Iran wegen Mittelstreckenraketen verhandeln. M.E. ist P., der Chef des Sicherheitsrates und frühere FSB-Chef der wichtigste Mann hinter Putin, die eher graue Eminenz neben dem Kläffer Medwedew. Er dürfte einer der Architekten der Invasion sein. Und damit auch der Verstetigung der Konflikstrategie.

 

 

Biden macht die Bearbock- Liegt liegt etwas von Verhandlungen in der Luft?

Die US-Regierung bemüht sich den Eindruck zu vermitteln, dass auch nach den Midterms die Unterstützung der UA unvermindert weitergehe. Das ist aus Abschreckungsgründen sicher verständlich, ob es so kommt, eine andere Frage. Auffällig sind zahlreiche Bemerkungen und Gerüchte in den USA, in der UA, in Ru und international zum Thema Verhandlungen. Dazu passen auch hochrangige Besucher in Kiew (Sullivan, UN-Botschafterin). Meldungen über bilateraler Kontakte hoher Militärs. Aussagen über Nuklearbegrenzungen. Es stehen ohnehin die Getreideverhandlungen an. Biden braucht allmählich einen Erfolg, um seine Linie durchhalten zu können. Seit den Midterms noch mehr. Und die lange Winterkrise steht bevor, mit unkalkulierbaren Risiken für beide Seiten.

 

Auf der anderen Seite versucht die ru Seite offenbar, den Krieg immer mehr als Stellvertreterkrieg der USA darzustellen. Die Ukraine werde geopfert, Polen statt dem zögerlichen Deutschland zum US-Stützpunkt ausgebaut, die UA immer mehr von Nato-Soldaten/Söldnern unterstützt. Auf Sätze, die Ukrainer entscheiden über Verhandlungen sollte man nicht zu viel geben. Natürlich entscheiden die Ukrainer, ob sie resignieren oder weiterkämpfen, keiner kann sie zum Kämpfen zwingen. Aber die UA ist ohne westliche Hilfe finanziell wie militärische sofort platt, so dass die USA nicht einmal ein Druckmittel bräuchten, um die UA an den Verhandlungstisch zu bringen. Auffällig ist, wie demonstrativ Selenski „Minimalbedingungen“ formuliert, die relativ maximal sind. Aber z.B. die Krimfrage hat er elegant mit der Geschichte umschifft, dass er gerne im Sommer auf der Krim baden gehen würde. Ein Hund ist der schon, dieser Selenskj, würden die Bayern voller Bewunderung sagen.

 

Moldawien- Modellfall der Destabilisierung?

M. ist seit Tagen Thema in den ru Bloggs, Unruhen könnten Sandu zum Verhängnis werden. Das von Energieimporten abhängige Moldawien mit dem ru „Flugzeugträger“ Transnistrien im Innern des Landes ist in der Tat fragil und könnte zum Domino-Testfall für ein Aufribbeln der EU-Front werden.

 

 

Kriegsverbrechen/humanitäre Hilfe

Deutschland zahlt 7,6 Millionen um die Suche nach ua Kr5igsvermitssten zu unterstützen. Dazu eine Meldung von heute:

 

Originaltext.“ Stadtrat von Cherson

 

❗️In der Ukraine gibt es ein staatliches Portal für die Suche nach Kindern „Children of War“❗️

Nach offiziellen Angaben wurden am 8. November infolge der militärischen Aggression der russischen Invasoren 430 ukrainische Kinder getötet und weitere 827 unterschiedlich schwer verletzt. 260 Kinder gelten als vermisst, weitere 10.570.000 wurden nach Russland abgeschoben.

Um bei der Suche nach Kindern, ihrer Befreiung aus Orten der Zwangsumsiedlung oder Abschiebung zu helfen, auf Anweisung des Büros des Präsidenten der Ukraine, des Teams des Ministeriums für Wiedereingliederung, des Nationalen Informationsbüros, der Staatsanwaltschaft Der General, die Nationale Polizei und das Sekretariat des Kommissars für Menschenrechte der Werchowna Rada haben das staatliche Portal für die Suche nach Kindern „Children of war“ https://childrenofwar.gov.ua

 

Sanktionen mit Löchern

Indien will angebliche Militärausrüstung für Ru produzieren, Nordkorea Winterklamotten für die RA, die Türke zahlt Teile ihre Energieimporte in Rubel und Biden hat diskret Banken aufgefordert, dass Ru-Geschäft nicht voll aufzugeben, um die Schäden für die US-Wirtschaft zu begrenzen. Ru bannt 20 europ/deutsche Firmen von der militärisch-industriellen Koop. (setzt Putin jetzt die europ. Sanktionen durch, oder was?)

Es scheint dabei zu bleiben: Die Sanktionen schädigen die ru Wirtschaft massiv, strangulieren sie aber nicht militärisch unmittelbar wirksam. D.h. nach wie vor Langzeitperspektive....

 

Russische Armee kann Russland nicht schützen. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 8.11.2022. ca 6.00

 

 

 

Geht es in Cherson jetzt los? Aber wie?

 

Oblast Belgorod permanent unter Beschuss- RA kann es nicht verhindern

 

Beschuss von Energodar( AKW Zap)

 

UA beschlagnahmt Firmen zwilichtiger Oligarchen

 

Was passierte in Pawlowka?

 

Ua Energieversorgung weiter defizität

 

 

 

Kriegsgeschehen, ähnlich... (Sorry, aber das Gesamtgeschehen ist so)

 

 

Im Donbas hat ist angeblich die Wagner Truppe im Süden Richtung Westen vorgedrungen

 

In Luhansk will die Ra mit Hilfe von Wagner Bilogoriwka rückerobert haben, ua Quellen hatten dort noch gestern von schweren Verlusten von Kadyrev berichtet

 

Cherson vor dem was?

 

In Cherson erwarten ru Quellen den Großangriff der UA in zwei Tagen. Der gewöhnlich gut informierende UA Militärgeheimdienst befürchtet, dass die RA zeitnah mit einem massiven Beschuss von Cherson beginnen wird, um dies dann der UA in die Schuhe zu schieben. Angeblich sollen jetzt schon ru Militärpropagandisten in der Stadt sein, die solche Szenarien „dokumentieren“. Ähnliches ist aus Mariupol bekannt, wo die ru Militärprop es schafften, die selbst angerichteten Zerstörungen den „Ukrofaschisten“ anzudichten und damit in Ru eine patriotische Welle zu entfachen.

 

Oblast Belgorod permanent unter Beschuss- RA kann es nicht verhindern

Jetzt versucht Prigoschin (Wagner) dort eine Miliz aufzubauen. Das ISW bezeichnet ihn wie Kadyrev inzwischen als Teil der “Silowiki”. Offenbar lesen sie H-und-G.info. Allerdings frage ich mich, warum sie als “unabhängig”, zumal von Putin dargestellt werden. Ich dachte immer, Putin sei der Ober-Silowiki. Dass er als Staatsschef lavieren und balancieren muss, steht auf einem anderen Blatt. Die spannende Frage ist doch, steht hinter der Soldatestka eine Silowikifraktion, die anders als Putin tickt, oder steht Putin selbst hinter der Soldatestka, um anderen Teilen des Staates (Militär, Verwaltung) Beine zu machen, die er als deren Vorgesetzter nicht direkt angreifen kann. Ich tendiere zur zweiten Variante, da dies (post)kommunistischne Praktiken entsprechen dürfte, wonach die (damals die Partei-) Führung dem Ruf der Werktätigen (hier der Soldaten an der Front) folgt. Eigentlich ganz einfach. Zur Erinnerung Prigoschin stieg in den 1990er im Petersburger Sumpf auf, als ein kleiner Mann namens Wolodja in der Stadtverwaltung Einfluss, Geld, und Mannen einsammelte. Honi soit qui ma y pense. Warum deutschen Medien Prigroschin als “Geschäftsmann” bezeichnen, versteh ich irgendwie nicht. Dagegen sollte die CDU-Mittelstandsvereinigung sich verwahren. Kadyrev ist ohnehin ein Geschöpf dieses dann schon zu Ehren gekommenden Wolodja im zweiten Tschetschenienkrieg.

 

 

UA geht in Kriegswirtschaftsmodus über

 

UA beschlagnahmt 5 Großfirmen von zweifelhaften Oligarchen. Die Beschlagnahme erfolgte durch das Verteidigungsministerium unter Kriegsrecht. Sie Firmen sind nicht verstaatlicht, könnten nach Kriegsende zurückgegeben oder gegen Entschädigung einbehalten werden. Es dürfte sich a) um die Einführung der Kriegswirtschaft bei kriegswichtigen Gütern handeln b) Sicherheitsinteressen berühren, da die Eigentümer offenbar nicht eindeutig hinter der UA standen c) Nicht ganz ausgeschlossen ist, dass damit indirekt (auch in Hinblick auf EU) eine Wirtschaftsreform befördert wird, die zum Ziel hat, die Politik unabhängiger vom Oligarcheneinfluss zu machen. Bemerkswert ist, dasss auch Kolomoiskyi betroffen ist, der einst als Förderer von Selenskij galt. K. wurde inzwischen aber schon mehrfach der Korruption beschuldigt, es wurde ermittelt

 

Die betroffenen Firmen:

 

 

 

 

 

Ukrnafta,Ölförderung gehört Kolomoiskyi/ Bogolyubov, kürzlich war der Geschäftsführer zurückgetreten.

 

"Motor Sich" gehört Boguslaev, der kürzlich festgenommen und des Hochverrats angeklagt wurde, weil der hubschruaber Teile an Ru verkauft haben soll

„AvtoKrAZ“ gehört zur Gruppe „Finanzen und Kredit“ des flüchtigen Oligarchen Konstantin Zhevago.

"Zaporizhtransformator" (Produktion von Transformatoren- und Reaktorausrüstung) gehört dem russische Oligarchen Grigoryshyn

 

Kertsch-Brücke soll im Dezember restauriert sein.

 

Energiedefizit beträgt 1000 MW- Infrastruktur bleibt fragil trotz Verstärkung der Luftabwehr

Am schwierigsten ist die Lage in den Regionen Kiew und Charkiw. Das sind Zahlen des ua Energieversorgers. Vorausgesetzt, es gäbe keine neuen Luftangriffe, wären sie zu beheben.

Die Zahl der Luftangriffe von Raketen hat in letzter Zeit deutlich abgenommen, die Zahl der Drohnenangriffe ist unbekannt. Die Schwarzmeerflotte hat sich (vorübergehend?) zurückgezogen. Daraus sollten aber keine falschen Schlussfolgerungen gezogen werden. Die Ua bedankt sich inzwischen für Luftabwehrsysteme des Westens. Es wurden von mehreren Staaten verhältnismäßig zügig welche geschickt. Ob das ausreicht, die Energienetze zu schützen ist fraglich. Neben Kraft und Umspannwerken kann man immer noch die 750/330 KV Leitungen beschießen, die faktisch nicht schützbar sind. Derartige Schäden können allerdings auch schneller repariert werden.

 

Kontroversen um Paalowka

 

halten an. Die RA-Führung dementiert hohe Verluste (1%) auf so absurde Weise, dass sie kaum glaubwürdig sind. Allmählich schält sich in ua und ru Kanälen die Wahrheit heraus. Offenbar wurde einer ru Einheit westlich von Donbas-Stadt „von oben“ befohlen, Pawlowka in der Gegend von Vuhledar anzugreifen. In der Region versucht man seit Wochen eine Offensive, auch um den Beschuss von Donetztk zu verhindern und um die Donbasgrenzen zu erreichen. Die Einheit fuhr wohl direkt auf die Artillerieverteidigungslinie, wurde massiv beschossen, so dass viele Soldaten flüchteten und dabei getötet wurden. In ru Kanälen ist von Skandal die Rede, eine Untersuchung wird gefordert. Wieder einmal wird die Armeeführung, die nicht an der Front ist, bis hoch zu Gerassimow (Stabschef) kritisiert.

 

 

Russland mauert sich weiter ein.

Überall im annektierten Gebiet werden weiter Betonsperren aufgebaut, sogar nördlich von Mariupol und Melitopel, die derzeit als gesichert besetzt gelten. Brigaden werden von Mariupol nach Cherson geschickt, um dort weiter zu betonieren. Der 30.September (Annexion) wird immer mehr zum 13. August (Berliner Mauerbau) Putins.

❗️Es drohen Frost und Schnee. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 7.11.2022 ca. 6 Uhr

 

Frost ist diesmal kein „Väterchen“, sondern massive Bedrohung

Putin Ökoterrorist. Sein Beitrag zur Klimakonferenz.

Geheimkontakte USA-Russland (WPJ)

Massentote im Osten?-Massendeportation stalinistischen Typs im Westen

Blackout-Evakuierung von Kiew-Massenflucht?

Prigoschin der neue Militärdiktator

 

 

 

Kommen bald Schnee und Frost?

Ua Meteorologen haben für die zweite Novemberhälfte Schnee und Frost bis zu minus 5-11°C die Ukraine im November bis Dezember vorhergesagt. Sogar Schneestürme und Frost bis zu -2-4 Grad tagsüber (!). Insgesamt soll der Winter aber eher milder werden, als im Durchschnitt. Wintertemperaturen bis -20 gelten in der Ua als normal.

 

Was das militärisch, v.a. humanitär heißt......

 

 

Putins Beitrag zur Weltklimakonferenz: "Russia has turned our fertile black soil into the world's most contaminated with explosive materials land"

 

Seit Kriegsbeginn sind in der UA 180.000 m² Boden sind mit Schadstoffen belastet; mehr als 2 Millionen m² Land sind mit den Überresten zerstörter Gegenstände und Munition übersät; mehr als 680.000 Tonnen Erdölprodukte wurden während des Beschusses verbrannt, was zu einer erheblichen Luftverschmutzung führte; mehr als 23.000 Hektar Wald wurden durch Raketen oder Projektile niedergebrannt – es wird mindestens 10 Jahre dauern, bis ein Teil der Waldflächen wiederhergestellt ist. Infolge der Aktionen der Streitkräfte der Russischen Föderation starben mindestens 50.000 Delfine in den Gewässern des Schwarzen Meeres. Laut Ökologen ist die Vernichtung von Hunderttausenden oder sogar Millionen von Wildtieren möglich. Mehr als 6 Millionen Haustiere starben. ☢️Die Eroberung des AKW Saporischschja durch das russische Militär stellt nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine potenzielle radioaktive Bedrohung dar. Laut Ökologen beträgt die Fläche der potenziellen Sperrzone im Falle einer Explosion bis zu 30.000 km².

Die Staatsanwaltschaft führt die Verfahrensführung in 10 Strafverfahren aufgrund der Tatsache, dass die Streitkräfte der Russischen Föderation einen Ökozid begangen haben (Artikel 441 des Strafgesetzbuches der Ukraine). Insbesondere bzgl
♦️Schäden, die durch Raketenangriffe auf die Kernanlage Neutron Source und Kernkraftwerke verursacht wurden;
♦️das Massensterben von Vögeln in der Geflügelfabrik Tschornobayiv, das zu einer ökologischen Katastrophe führte; (800,000 chickens by Russian troops in late October at a farm in the city of Svyatohirsk in Donetsk Oblast. )
♦️gezielte Angriffe auf Öldepots.
Darüber hinaus stellen Staatsanwälte der SEP aller Ebenen die Sammlung von Beweisen für Umweltschäden in 36 Strafverfahren wegen Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges sicher (Artikel 438 des Strafgesetzbuchs der Ukraine). Insbesondere nach den Tatsachen
♦️Raketenangriffe auf zivile Schiffe durch die Russische Föderation, die zu deren Überflutung und Meeresverschmutzung führten;
♦️Massenwaldbrände in Wäldern infolge des Einsatzes von Artillerie- und Raketenwaffen durch die Russische Föderation;
♦️bewaffnete Angriffe auf zivile Objekte mit Umweltschäden (Pumpwerke, Dämme, Kläranlagen etc.).

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie Vortage (zur Erklärung, wenn ich dieses schreibe, basiert das auf dem Abgleich von mindestens einem halben dutzend ua und ru Kanälen, teilweise Abgleich von Geodaten. Wenn seit Tagen, Wochen, Monaten immer wieder dieselben Orte genannt sind, mal mit jenem im Vorteil, mal mit dem Anderen, ist das „ähnlich wie Vortage“, was nicht heißt, dass da nichts stattfindet. Im Gegenteil bringt diese Kriegsroutine einen enormen „Verschleiß“ an Mensch und Material . Es ist auch kein klassischer Stellungskrieg. Wie mehrfach dargestellt und heute gut an einer Frontkarte von Norddonbas nachvollziehbar, greift eine Partei an zwei Stellen an, das führt zur Ausdünnung in der Mitte der langen und nicht durchgängig beherrschten Frontlinie, und da drängt dann die andere Seite vor. Durch Umgruppierungen, Rückzüge, etc. wird das „Spiel“ dann umgedreht. Das geht immer so weiter, bis eine Seite an dieser Stelle zusammenbricht, oder durch schnellen Nachschub oder unerwartete „Erfolge“ einen wirklichen Durchbruch erzielt. Wann das jeweils kommt, ist kaum vorhersagbar. Jetzt, wo der Regen den Boden verschlammt.....)

 

aber..

die ua Seite behauptet in Luhansk und in der Nähe von Vulebar jeweils mehrere hundert ru Soldaten getötet zu haben. Dies wird von ru Kanälen nur insoweit bestätigt, als einzelne von einer schwierigen Lage berichten, für die (mal wieder) ru Generäle zur Verantwortung gezogen werden sollten. Andere zweifeln zumindest die hohen Zahlen als Gerüchteküche an. Räumen aber ein, dass eine exakte Einschätzung solange nicht möglich ist, bis die ru Kommandanten selbst richtige Zahlen nennen. Der Konflikt um die Generalität und die realistische Fronteinschätzung geht also bei der RA weiter.

 

Ru Propaganda amputiert, macht aber weiter

 

Dazu gehört auch. Der Kriegspropagandist Pegov hat wirklich bei seinem Tritt auf eine Mine einen Fuß verloren. Nun hofft er auf einen durch Stammzellen von russischen Wunderärzten geschaffenen Ersatz. Nunja. Manche driften immer mehr ins Reich der Ilusionen. Das ist das vorletzte Stadium. Insgesamt bleiben die Blogger eher brav mit kleinen Aufdeckungen von Missständen, konstruktiv also.

 

Droht Evakuierung von Kiev?

 

Verwirrende Meldungen zum Thema gestern. Wie soll man sich das vorstellen. Die Einwohnerzahl lag mal bei 3 Mio. Wieviele es heute sind, durch Flucht und Migrationszuwachs? Richtig scheint zu sein, die Hauptstadt-Energieversorgung ist stärker und dauerhafter angeschlagen, als die anfänglichen Durchhalteparolen er vermuten ließen. Ob Bgm Klitschko echt demoralisiert ist oder nur die Alarmglocke schlägt, die Gefahr eines komplett bzw. Groß-Blackouts ist real. Der Kiewer Katastrophenschutz stellt sich darauf ein. (Die Anrainer und Deutschland sollten es auch tun.) Bisher bittet die Ua Regierung die Flüchtlinge nicht zurückzukommen, zu einer Evakuierung der Hauptstadt wurde jedoch explizit nicht aufgerufen.

 

Blackouts

Der Blick in Regionalmedien zeigt, überall gibt es Regionen Dörfer, Teile von Städten die ohne Strom, Gast und Wasserversorgung sind. Teils vorübergehend, teils derzeit irreparabel. Auch wenn ein großer Teil der Bevölkerung aufs Land geflüchtet ist und die Fähigkeit zur Selbstversorgung dort höher als in der Stadt ist, was passiert wenn.........

Auch wenn die Zahl der Raketenangriffe derzeit deutlich zurückgegangen ist, die Zahl der Drohnen wird nicht angegeben, Raketen und Drohnen treffen immer noch Ziele der Infrastruktur, die Schlinge wird (noch) enger.

 

Prigoschin

 

Das ISW dämonisiert Prigoschin (Wagner) seit Tagen. Der „unabhängige“ (!?) Mann werde immer mächtiger. Neuerdings organisiere er Milizen in Kurz, zur Sicherung des ru Grenzlandes. Es wurde sogar spekuliert, P. Könnte den Verteidigungsminister ersetzen der Putin gefährlich werden. Man sieht P. förmlich als Militärdiktator, so wie Napoleon von der Front auf den Kaiserthron! Ich halte das -mit Verlaub- für Spinne. P. stammt aus dem Petersburger Nachwendegebräu aus Maffia und KGB. Wie Putin und andere in seiner Umgebung auch. Das ist eher eine Auseinandersetzung traditioneller Eliten mit den KGBistischen. Aber richtig ist. Es fehlt eine gute Einschätzung der Soldateska.

 

Wie unter Stalin: Massenumsiedlung, Zerstörung von Westcherson

 

Geht in Cherson beiderseits des Dnjepr, wenn auch mit unterschiedlichen Methoden weiter. So was hat es seit Stalin nicht mehr gegeben. Der westliche Oblast Cherson wird zunehmend zerstört und leer geräumt. In Beryslav Richtung Cherson-Stadt werden die Hochspannungsmasten gesprengt. ( ru Kanäle behaupten, es waren die UA, es war aber wohl doch die RA) In Beryslav ging das Licht aus. Die Stadt liegt gegenüber von Nowa Kachowka, was ein Hauptstützpunkt der RA ist. Was genau die RA damit bezweckt, ist spekulativ. Vermutlich Behinderung der Kommunikation, Zerstörung bei Rückzug, Verhinderung günstiger Bedingungen für nachrückende UA.

In Cherson Stadt werden jetzt die Tiere aus dem Zoo geklaut und auf die Krim transportiert, sogar eine Touristeneisenbahn und Außenbordmotoren. Offenbar hat die RA immer noch genügend Transportkapazitäten.

Es wird spekuliert, dass die RA ihre Elitesoldaten in sichere Entfernung zur Front bringt, und die Mobs als Kanonenfutter der UA zurücklässt. Auf jeden Fall will die RA freies Schussfeld in Westcherson haben, mit was auch immer!

 

Nowa Kachowka Staudamm in Gefahr? Lehrreiches Beispiel für „unglückliche“ Verkettung

So klang es auf Basis von ru Quellen gestern. Die UA hätte den Damm beschossen und ein Schleusentor beschädigt. Später hieß es, die Beschädigung sei erfolgt, nachdem die RA ua Raketen abgeschossen habe. In ua Medien ist von diesem Vorfall kaum die Rede.

 

Er ist mehrfach aufschlussreich. Einen UA Beschuss von Nowa Kachowka hat es offenbar gegeben. Dort ist die Luftabwehr relativ stark. Das Ereignis Raketen-Abschuss hat also vermutlich stattgefunden. Es wurde von der ru Prop aufgegriffen und dramatisiert. (soll läuft das generell mit Prop) Das passt in das Narrativ, die UA will den Staudamm sprengen. Damit werden die Bewohner von Cherson beiderseits des Flusses in Panik versetzt, damit sie sich deportieren lassen. Andererseits hatte die UA vor der Verminung des Staudammes gewarnt. Das entpuppte sich als mehrere LKW mit Explosivstoffen auf dem Damm, die im Falle eines Luftangriffes explodieren könnten. Die UA versicherte aber, dass sie den Damm nicht angreifen würden. Das stimmt sogar. Die UA greift entweder das Militärlager Nowa Kachowka an, oder sie greifen die Straßenzuführungen zum Damm an, nicht den Damm selbst und das wohl mit US-Himars. Es heißt immer pointpoint strikes, also Hochpräsisionstreffer. Propagandismus und Selbstüberschätzung treffen also aufeinander und können an neuralgischen Punkten- wie dem Damm oder dem AKW-Zap- durch Verkettungen, die so keiner will, zum worstcase führen. Also: es ist kein Drama passiert, aber es ist angelegt.....

 

Ein Sonntag wie jeder seit 255 Tagen. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 6.11.2022 ca. 6 Uhr

Kriegswochenende:

Kadyrev geht in die Moschee, seine Leute morden weiter

Prigoschin (Wagner) auf Propagandatour in Kursk: ein notorischer Verbrecher predigt (Kriegs-)Moral

Pegov (russischer Krisgspropagandist) dichtet auf den Krieg. Sein Fuß ist wegen eines Minentritts verwundet, wird nicht mehr gezeigt, zu unästhetisch

Raketen und Drohnen fliegen, Erstere werden meist abgeschossen, bei Zweiten weiß man nicht

Artillerie schießt hin und her („Duell“), die einen greifen an, die anderen versuchen sie zurückzuwerfen

Menschen sterben, Häuser und Material werden zerstört, Tiere irren herum

Im Westen (Cherson) nichts Neues

Lichter gehen aus, oder gar nicht erst an, ein Umspannwerk brennt (vermutlich eg. Überlastung !)

Experten spekulieren über Zeitfenster und die Schwäche und Strategie der Russen und die Taktik der Ukrainer

War Boris Schuld, dass es keine Frieden gab? Keiner weiß es genau, alle reden darüber

Das ZAP-AKW wird wieder an Netz geknipst, wie ein Kinderspielzeug ein, aus, ein, ???

Selenskj gibt Interviews, der Papst ist beunruhigt, die Chinesen ausnahmsweise auch, Scholz hebt das hervor

Die Hälfte des ua Staatshaushaltes geht für Rüstung drauf

Die Amis machen sich Sorgen um die Kriegsmüdigkeit von Verbündeten

Es gibt Tage, da weiß man nicht, was man schreiben soll, weil so viel passiert, was jeden Tag passiert....

Symptomatisch der Bericht der Gouverneurs von Luhansk (was eigentlich nicht mehr oder noch nicht wieder existiert):

- Etwa 500 Meter pro Tag rücken unsere Truppen vor (was er nicht sagt, pro 100 Meter stirbt schätzungsweise ein ua Soldat und xmal 1 ein russischer)

- Es wird 10 Jahre dauern, bis die Minen auf dem gesamten Gebiet Luhansk nach der Befreiung beseitigt sind.

-In den befreiten Siedlungen wurden zwei aktive Helfer der russischen Besatzer entdeckt. Sie müssen sich wegen Hochverrats verantworten.

-Alle besetzten Siedlungen sind fast jeden Tag unter russischem Beschuss

Soweit für heute, ich schreibe lieber weiter an meinem Artikel zum Energiekrieg für den neuen Schwerpunkt „Putins Spiel mit der Welt“ auf H-und-G.info weiter:

h-und-g.info/default-title-2

Neu: H-und-G.info Schwerpunkt „Putins Spiel mit der Welt“

 

Soeben im Aufarbeitungs- Internetforum erschienen.

 

 

Der neue H-und-G.info (Heute und Gestern) Schwerpunkt „Putins Spiel mit der Welt“- Der Ukraine-Krieg und die Folgen ist erschienen. Er steht jetzt im Netz: h-und-g.info/default-title-2

 

Putin ging es nie nur um die paar km² im Donbas, er will die westlichen Welt herausfordern und in die Schranken weisen. Russischer wie sowjetischer Expansionismus stehen bei seinem Danken Pate. Wie kaum eine kriegerische Auseinandersetzung in den vergangenen Jahren sind die Folgen nicht nur in Europa deutlich spürbar. Inzwischen kann sich kaum ein Land heraushalten, alle sind gefordert, Position zu beziehen. Auch mit innenpolitischen Rückwirkungen. Die Frage nach einer neuen Sicherheitsarchitektur in Europa ist gestellt. Aber die Phalanx der Putin-Gegner ist keineswegs so festgefügt, wie es aus europäischer Perspektive oft scheint. Unterschiedliche Interessen, eine Skepsis gegenüber der westlichen Welt zeigen Wirkung und bieten Putin immer wieder Chancen Alliancen zu bilden und eine Isolation zu durchbrec hen H-und-G.info versucht schlaglichtartig einen Blick auf verschiedene Staaten und deren Position zu werfen. Es werden, wie beim letzten Ukraine-Schwerpunkt, weitere Artikel nachgestellt, es können auch noch neue eingesendet werden: h-und-g.info@web.de

Es bleibt auch dabei, dass wir in lockerer Reihenfolge kleinere aktuelle Informationen auf der Homepage einstellen.http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/booss/default-title

 

Inhalt

 

 

Editorial

Inhalt

Jan C. Behrends. Osteuropa zwischen imperialer Gewalt und nationalstaatlicher Freiheit

Vytautas Landsbergis. Eine Welt ohne Mitleid. Ein Gedicht zur Lage

Andreas Umland: Warum Sie jetzt die Ukraine besuchen sollten. Ein Sommerbesuch in Kyjiv

Impressionen aus der Ukraine Ende Oktober: Land im Krieg. i.A.

Vera Ammer: Der Krieg gegen die Ukraine. H-und-G-info 1/22 vom April 2022

Debatte: europäische Sicherheit

Stephan Hilsberg. Für einen dauerhaften Frieden in Osteuropa

Dokument: Michael Roth: Eine neue Ostpolitik für die Zeitenwende

Aktuelles zum Ukraine-Krieg. Mehr...

Link-Sammlung zum Ukraine-Krieg. Mehr...i.A.

Putins schrecklicher Krieg. H-und-G.info 1/22 vom März 2022 ff. Mehr...

 

Litauen

Vytautas Landsbergis. Eine Welt ohne Mitleid. Ein Gedicht zur Lage

 

Russland

Manfred Quiring: Die imperiale Falle. Putin scheitert an überzogenen Ambitionen

Susanne Schattenberg: Wladimir der schreckliche Historiker- Zu Putins imperialen Absichten

Dokument: Putins Rede vom 30. September 2022 anlässlich der Annexion von vier ukrainischen Regionen

Anke Giesen: Zur Lage der Zivilgesellschaft in Russland

Gabriel Berger: Was meint Putin, wenn er von Nazis in der Ukraine spricht?

Polen

Tytus Jaskułowski. Kriegsbedingte Änderung oder Erfüllung einer historischen Vision?

Basil Kerski.Putin betreibt ein zynisches Spiel mit dem Völkerrecht

Krzysztof Ruchniewicz. Rezension zu Wolfgang Templin: Revolutionär und Staatsgründer. Josef Pilsudski. Eine Biografie. Berlin 2022, i.A.

 

Georgien

Khatia Kikalishvili: Reformstillstand und die EU in weiter Ferne

Foto: Noch scheint die Reiterstatue des Stadtgründers der Hauptstadt Tiblissi gegen den Druck von außen Stand zu halten.

 

Moldau

Jana Stöxen: Ein Besuch in Chişinău Die Republik Moldau im Angesicht des Krieges in der Ukraine. August 2022

Foto: Transnistrien, ein Teil von Moldau ist prorussisch und sieht sich als prorussländisch. Seine russische Garnison bleibt eine Bedrohung für Moldau.

Ungarn

György Dalos. Ungarn im Schatten der Wahlen. März 2202 aus H-und-G.info 1/22

Bulgarien

Christopher Nehring: Von verhafteten Generalen, entlassenen Ministern und Geschichte als Influencer aus H-und-G.info 1/22

 

Belarus

Dokument: Svetlana Tichanowskaja: Wenn belarussische Truppen die Grenze überschreiten, gibt es kein Zurück mehr.

Mehr zu Belarus: H-und-G.info 5/21 hier....

 

Türkei

Frank Nordhausen. Eerdogans brisante Schaukelpolitik zwischen Russland und dem Westen

 

Indien

Harsh Joshi-Düker: India First? Warum verhält sich Indien gegenüber dem russischen Krieg neutral?

Foto. Halb zieht es ihn, halb sinkt er hin. Indiens Premier Modi hat viele Verbindungen zu Russland.

 

 

China

Susanne Weigelin-Schwiedrzik: Das Reich der Mitte versucht, im Ukrainekrieg eine „mittlere“ Position einzunehmen

Foto: Der General auf Lebenszeit, Xi Jinping, macht aussenpolitisch auf Balance- in Interesse Chinas

 

USA

Stefan Schaaf: Es gibt nur Verlierer. Es gibt nur Verlierer

 

Europa

i.A.

 

Deutschland

Ulrich Stoll: Gefährliche Nähe. Die AfD und Putins Russland

Foto: Pegida-Demonstration. Schon damals wehten Russlandfahnen

 

Texte in der Pipeline:

Irina Sherbakova, Claudia Weber, Wolfgang Eichwede, Rebecca Harms, Belinda Cooper, Marion Kraske, Georg Herbstritt, Harald Möller, Anja Mihr, Jonila Godole, Gerd Koenen, Ulrich Claus, Susan Worschech, u.a.

 

gespaltenes Christentum

Sebastian Rimestad: Zwischen Dialog und Verurteilung. Die religiöse Dimension des Ukraine-Kriegs.

Foto: Kriegstreiber Kyrill II. Der Metropolit von Moskau

Sanktionen

Dokument: Yale School of Management: Business Retreats and Sanctions Are Crippling the Russian Economy. August 2022

Handelsbeziehungen zu Russland. NYT. 30.10.2022

Rezensionen

i.A.

Themensplitter

Martin Böttger: Ich bin der bessere Putin-Versteher

Sabine Auerbach i.A.

Martin Böttger: Freie russische Provinz Sachsen

Sabine Auerbach. Friedlicher Sommer in Zelwagi. Treffen von Jenaern 1980 in einer scheinbaren Idylle nahe der sowjetischen Grenze

"Unsere Russen". Erinnerung an Russen und Russland in der DDR. Aus H-und-G.info

 

Menschenrechte

Dokument-link: Conflict Observatory. A central hub to capture, analyze, and make widely available evidence of Russia-perpetrated war crimes and other atrocities in Ukraine.

Robert Frau. Vortrag. i.A.

Dokument. OSZE: Report on violations of international humanitarian and human rights law, war crimes und crimes against humanity. Juli 2022

Diverses aus der Aufarbeitung

Joachim Goertz: Zwist in der Aufarbeitungsszene. Anmerkungen zu einem noch nicht erschienen Buch von Rainer Eckert

Stephan Hilsberg: Gewogen und zu leicht befunden. Rezension von "Sozialdemokratie in Brandenburg (1933-1989/90)"

Umstrittenes Projekt: Nationales Forschungs- und Bildungszentrum für Opposition und Widerstand in Berlin

Wir hoffen, die Ausgabe findet Ihr Interesse. Es wäre freundlich, wenn Sie diese Meldung an potentielle Interessenten weiterleiten könnten.

Christian Booß, Susan Schmidt-Ehrlich, Martin Böttger

 

RA verseucht Wasser in Cherson. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 5.11.2022 ca. 6 Uhr

 

Was treibt die UA um Himmels willen am AKW Zap?Fragt jemand nach?

 

Russischen Führer leben in imaginierten Parallelwelt

 

Wie geht die RA mit Meuterern/Deserteuren um?

 

Immer wieder geht das Licht aus

 

Wer redet vom armen Sumy- Manche Regionen unter Dauerfeuer

 

 

 

 

Weihnachten zu Hause? Ein Traum, in Luhansk mehr wohl nicht.

O-Ton:“Das Land Luhansk ist übersät mit den Leichen toter Orks. Jedes Mal während der Angriffe schicken die Russen ihre Soldaten zu einem Zug zur "Aufklärung", in dem sie nicht überleben können. Sie sterben, und die nächsten kommen, und immer mehr ... Und jeder neue Angriff wird von den Russen begleitet, die über ihre 200er "trampeln". Natürlich nimmt niemand die Leichen weg. Für sie existiert der Begriff des Wertes des Lebens nicht. Nur "Kanonenfutter" . ❗️Der schwere Beschuss unserer besetzten Siedlungen geht weiter. Es ist gefährlich für die Menschen, dorthin zurückzukehren. Dörfer sind mit Minen und Blindgängern übersät. Auf den verstümmelten Straßen sind nur Haustiere zu finden.
Die Evakuierung der Anwohner geht weiter.“

 

Kriegsverlauf ähnlich...

 

(um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, d.h. massiver gegenseitiger Beschuss, Luftangriffe auf mittlerem/kleinen Niveau, kleine Angriffe und Gegenangriffe, Schäden, Tote, etc.)S. u. Sumy.

 

Weiterhin leichtes Vordringen RA in Region Donetzk City

In Region Zaporischschja (zwischen Cherson und Donbas) braut sich -wie mehrfach berichtet-was zusammen. Beide Seiten scheinen Truppen verstärkt zu haben.

 

 

Was treibt der Russe in Cherson?

 

Er klaut. Die Panzerknackerarmee raubt seit 4 Tagen Kunstgüter. Es sind „zivil“ gekleidete Diebe. Abgesehen davon gibt er wirre Befehle, mal totale Ausgangssperre, mal nein. Die letzten Zivilisten werden von Durchsuchungskommandos aus Häusern vertrieben, angeblich ziehen weiterhin Militärs in zivil ein. Die RA zerstört weiterhin großflächig Boote und teilweise kleinere Brücken. Was bedeutet das?

-Die RA versucht einen chaotischen Abzug zu verhindern, und einen geordneten abzudecken

-Die RA mach Superfiltrierungen, um zu verhindern, dass weiter Geodaten über ihre Logistik an die UA geraten und Partisanen auszuschalten

-Die RA bereitet sich auf einen verdeckten Straßenkampf vor.

-Die RA versucht die Stadt so lange zu halten, wie es geht, wenn möglich dauerhaft

-Die RA versucht alle kaputt zu machen,was dem Nachrücken der UA über den Dnjepr dienen könnte

-M.E. wird zu wenig die worst case Variante einbezogen. Die RA wartet, bis die UA in die Stadt einrückt, um sie dann brutalst aus der Luft und mit Artillerie zu bombardieren.Von der Stadt dürfte dann nicht viel übrig bleiben. Damit wäre der Rückzug durch einen brutalen Racheakt, der zudem militärischen Schaden für die Ua anrichtet, „gesühnt“.

 

Russische Ökoschweinereien

Bei der Zerstörung von Booten rund um Cherson werden die Flüsse und in Folge die Dnjepr-Mündung mit sensiblen Naturschutzgebieten durch Auslaufen von inzwischen tonnenweisem Treibstoff bedroht.

 

Wieviel Tote?

Die UA betont immer wieder, dass die unqualifizierten schlecht ausgerüstete RA hohe Verluste erleidet, die an den Frontabschnitte in dutzenden, teilweise in 100en pro Tag gemessen werden. Die Tendenz dürfte stimmen, ob die Zahlen, ist zumindest zweifelhaft. Die Ru Seite berichtet aus naheliegenden Gründen auch immer wieder von verlustreichen Rückzügen der UA. Daran dürfte zumindest richtig sein, dass auch die Zahl der ua Toten hoch sein dürfte, vermutlich sogar mit steigender Tendenz. In Regionalmedien, wo vor einiger Zeit nur alle paar Tage von Heldenbeerdigungen die Rede war, sind es jetzt fast regelmäßig 1-2 pro Tag. Vielleicht eine Momentaufnahme, mehr so ein Gefühl, aber nicht ohne Indizien. Auch die Zivilisten nehmen erheblich Schaden, gestern alle 8 Tote im Donbas, ein relativ hoher Wert.

 

 

Was treibt die UA bloß am AKW-Zap?

Ua Regionalmedien frohlocken über Erfolge ihrer Leute auf der Dnjepr-Seite im besetzten Energodar. Sogar der offizielle ua Armeebericht vermeldet, dass am 2. November m Gebiet der Stadt Energodar ein Flugabwehrraketenkomplex S-300 und ein Lastwagen mit Munition zerstört und etwa 20 feindliche Soldaten verwundet wurden.

Ich kann die Geodaten nicht nachvollziehen, aber Energodar, Größe ca. 3 mal 5 km ist der Ort, der das größte AKW Europas betreut und direkt ans AKW angrenzt.

 

Ich kann nur wiederholen, es gibt Grund genug, auch bei den Ukrainern nachzufragen, was sie da treiben.

 

Was macht die RA mit Deserteuren, Leuten die Befehle verweigern, aufgeben wollen

 

Ganz genau ist das schwer zu verifizieren, dürfte auch von den örtlichen Gegebenheiten und Kommandeuren abhängen. Aus der Erinnerung wird berichtet

 

-Meuternde werden an die heißesten Frontabschnitte zurück geschickt

-oder dem FSB oder ähnlichen Organen übergeben

-in Lager gesteckt

-es gab wohl schon gegenseitigen Beschuss von Einheiten, die sich nicht einig waren

-es gab wohl auch auch schon Waffeneinsatz gegen Eigensinn von Soldaten (ob wirklich so systematisch getötet wird, wie der britische GD behauptet, würde ich deutlich hinterfragen)

-Gericht/Militärgericht (in Ru Haftstrafe, im Donbas theoretisch Todesstrafe), Strafrahmenerhöhung wird in Ru diskutiert

-Es gibt auch immer wieder Hinweise, dass die Truppen so gemischt sind, dass unsichere Verbände von 150%igen, wie Eliteeinheiten, Kadyrev, Wagner, kontrolliert und mit-gezogen werden können. (Kettenhundfunktoin)

-Zumindest kurz hinter den Linien sind Kräfte des Innenministerium, Omon, FSB, Nationalgarde, etc. aus den besetzen Gebieten/Krim und dem russischen Kernland aktiv. Am Anfang des Krieges gab es zwar Hinweise auf Verweigerung von Nationalgardisten, aber insgesamt scheint diese Repressionsfront in der Etappe zu stehen. Ein Grund dürften die Bereicherungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sein, die derartige Tätigkeit im Annexionsgebiet bieten, sein. Auch wenn die Stimmung in der RA teilweise an 1917 erinnert, Putin hat seine Tscheka schon präventiv in Stellung gebracht. Führt zwar zu mieser Motivation bei den Truppen, aber (vorerst) nicht zur Massenverweigerung.

 

Russischen Führer leben in imaginierten Parallelwelt

Der Tag der Einheit war Anlass für viele Reden und Statements. Man sollte sie lesen. Das russischen Führungspersonal, was mit dem ua Krieg befasst wird, wähnt sich in einen Abwehrkampf a la 1941. Die Heldengeschichten aus dem Vaterländischen Krieg als Kinder gehört haben und von denen sie vielleicht träumten, dürfen sie jetzt als Handelnde durchleben. Das schlimmste ich, ich fürchte, sie glauben wirklich daran. Bewusst wird der Kreis auf zunehmend mit religiöser und russischer Mystik unterlegt. Diese Leute lösen sich von der Realwelt ab und leben inzwischen in ihrem Paralleluniversum.

 

Was noch?

 

Meldungen berichten von großflächigen Starlinkausfällen. S. Ist für viele Regionen die einzige Kommunikationsmöglichkeit und auch für die Armee und Verwaltung wichtig

 

Laut US-Prüfungen gibt es keine Anhaltspunkte, dass US Waffenlieferungen in falsche Hände (Maffia)geraten. Abgesehen von russischen Eroberungen. Dennoch verschwinden insgesamt auf Grund von Korruption etc. in der UA jede Menge Waffen aus staatlicher Verfügung.

Putin unterzeichnet Gesetz zur Einberufung von Schwerverbrechern.

 

Spaltbares Material gegen Drohnen und Raketen?

Angeblich gibt es eine derartige iranische Forderung

 

Immer wieder geht das Licht aus.

Wegen der nicht reparablen Schäden an der Energieinfrastruktur und neuen Angriffen auf diese, sind zehntausende immer wieder oder dauerhaft ohne Strom und in Folge Wasser und Heizung (Die Gasverdichterstationen fallen irgendwann aus. Selenskijs Zahl von 10% oder 4,5 Mio der Bevölkerung dürfte alle Schäden, die zurückliegenden Kriegsschäden in den besetzen, evakuierten Gebieten, zerstörten Gebäuden, sowie die neuen Abschaltungen und Ausfälle maximal aufaddieren. Das heißt nicht, dass so viele Leute im Dunkeln sitzen. Aber immer noch genügend. Wie schwierig ist ist, trotz Soforthilfe aus der EU das Energieproblem abzufedern zeit dieser kleine Regionalbericht.

 

„29 Dieselgeneratoren wurden in die besetzten Siedlungen der Region Cherson geliefert. Sie ermöglichen die Wiederherstellung der Wasserversorgung und den unterbrechungsfreien Betrieb medizinischer Einrichtungen in Gemeinden mit rund 12.000 Einwohnern. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit des OVA-Teams von Kherson mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF). ✅15 Generatoren wurden für den stabilen Betrieb medizinischer Einrichtungen geliefert, die die Gemeinden Novovorontsov, Veliko Oleksandrivsk und Visokopilsk versorgen. ✅14 Generatoren ermöglichen die Wiederherstellung der zentralen Wasserversorgung und den Zugang zu Wasser für 12.000 Anwohner. Darüber hinaus werden sie benötigt, um die Arbeit des regionalen Not- und Rettungsdienstes von Cherson zu unterstützen.

Vielen Dank an UNICEF und USAID für diese Unterstützung für die Menschen in Cherson, die die russische Besatzung überlebt haben. Gemeinsam werden wir die besetzten Gebiete zum normalen Leben zurückführen‼️“

 

 

Alle reden vom Donbas, Cherson und Kijev. Wer redet von Sumy?

Ein Hotspot der Berichterstattung ist der Millionen-Oblast im Norden an der Grenze zu Russland nicht. Aber ein Hotspot des Beschusses aus dem russischen Kernland. Möglicherweise geht es darum den ua Beschuss von Beogorod/Kursk abzuwehren, aber das Geschehen wirkt eher nach stupider Planerfüllung:

 

ua Originalton:(so ungefähr täglich seit Monaten)

„⚡️Situation an der Grenze. am 4. November 2022 , 21:00 Uhr
Heute standen 4 Grenzgemeinden unter feindlichem Beschuss - Bilopolska, Znob-Novgorodska, Myropilska und Khotinska.
Tagsüber richteten die Russen 70 Granaten und Minen auf sie.
◾️Die Gemeinde Myropol wurde von russischem Territorium aus mit Mörsern beschossen. Es gab 9 Explosionen. Ohne Zerstörung.
◾️Zunächst feuerte der Feind auch Mörserfeuer (9 "Ankünfte") in der Gemeinde Khotyn ab.
Und am Nachmittag trafen die Russen zwei weitere Grenzdörfer mit Selbstfahrlafetten. Insgesamt gab es 15 Explosionen. Wie durch ein Wunder gab es keine Zerstörung.
◾️Bilopolsker Gemeinde: Fast eine Stunde lang feuerte der Feind selbstfahrende Kanonen auf die Grenze (28 "Ankünfte"). Mindestens 3 Wohngebäude und vier weitere Geschäftsräume wurden beschädigt. Es gab Volltreffer in die Wohnung. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.
Die Russen haben ein anderes Dorf mit Mörsern getroffen (4 "Ankünfte").
◾️Gemeinde Znob-Nowgorod: Hier gerieten zwei Dörfer unter russischen Beschuss. Der Feind startete nacheinander einen Granatenangriff.“

Selenskj hält Wort gegenüber Nationalisten. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 4.11.2022. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Weiterer Gefangenenaustausch- Nationalisten auf beiden Seiten sehen kritisch hin

Rollt Russland in Cherson die Fahne ein?

Lang- und Kurzzeit-Kriegsanalysen widersprechen sich (scheinbar)

Niemand verkündet eine Mauer zu bauen, sondern baut sie

Korruption bleibt in UA Problem

Besetzte Gebiete Chaos oder Konsolidierung-zwar Wahrheiten

Kopf ab für den Endsieg?

 

Kriegsgeschehen

Rollt Russland in Cherson die Fahne ein?

Die russische Fahne ist auf dem Hauptverwaltungsgebäude von Cherson verschwunden, aber nicht anderen. Schwere Zeiten kommen auf die Stadt zu fürchten ru Blogger. In der Tag mehren sich die Indizien, dass nach der Evakuierung von Zivilisten jetzt die Armee abhauen könnte. Zwei Haupt-Kontrollposten sollen verlassen worden sein. (ru Blogger dementieren). Bote im Hafen wurden zerstört. Die Russen klauen alles, was nicht niet- und nagelfest ist, jetzt auch Nähmaschinen, usw..

Aber nichts Genaues weiß man nicht. Immer noch sollen Mobs (Mobilisierte) und v.a. Elitetruppen (Fallschirm) in zwei Verteidigungsreihen die UA aufhalten, ob auf Zeit oder auf Dauer, ist unklar. Das sieht das ISW genau so. Die RA dürfte nach Lage entscheiden, ob sie vollkommen geht oder nicht.

Wer beschießt was? Endzeitchaos in Cherson.

Wer im Raum Cherson was beschießt, ist kaum noch auszumachen. Das E-Werk am Nowa Kachowka-Staudamm brennt. Wer es beschossen hat, die Ukrainer, die den Dnjepr-Übergang torpedieren oder die RA die die Energieinfrastruktur ausschaltet, ist momentan nicht nachvollziehbar. Das Groteske, beides „macht Sinn“. Man kann nur feststellen: Eines der größten Wasser-Werke brennt, während der etwas entfernte eigentlich Staudamm und das Stauwerk, die vermint sein sollen (oder „nur“ LKWs mit Sprengstoff) offenbar nicht getroffen ist. Ähnlich sieht es mit dem Schiffeversenken in der Gegen von Cherson-Stadt aus. Versenkt die UA Schiffe, um der RA den Nachschub bzw. Abzug zu erschweren oder hat die RA schon damit begonnen, hinter sich „die Brücken abzubauen“, sprich der UA das Nachsetzen auf Schiffen zu blockieren. Das Groteske, beides „macht Sinn“. Mann kann nur feststellen: Es steht fest, dass in Cherson entlang der ehemaligen Antonovskibrücke und an anderen Stellen Schiffe und Pontons versenkt werden. Irgendwie herrscht Endzeitchaos.

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen- doch sie wird gebaut. Der Energiekrieg geht weiter.

Meines Wissen haben Putin und Co nie behauptet, irgendwo in der UA eine klare Grenze zu ziehen, im Gegenteil: Das Annexionsdekret ist an dieser Stelle schwammig, die Kriegsziele sind eher ausgreifend diffus. Dennoch: Es mehren sich immer mehr Zeichen, dass Putin als neuer Mauerbauer in die Geschichte eingehen wird. Ob im Nordosten, auf der Krim, entlang der Eastbank des Süddnjepr überall tauchen merkwürdige Betonelemente auf. Kleine Pyramiden mit Minenvorfeld im Nordosten, Quader mit Schießscharten („Toilettenhäuschen“) im Südwesten. Die NZZ spekuliert (m.E. zurecht), ob Putin den Krieg vor Winterbeginn einfrieren möchte, andere gehen weiter und meinen, er sucht, einen Waffenstillstand o.ä.. Ich würde vermuten, die RA weiß im Zuge ihrer realistischeren Einschätzung, dass ihre Armee Schwächen hat, wollen primär Terrain halten und versuchen mit ihrem Energiekrieg, die UA in die Knie und den Westen zum Einlenken zu zwingen. Eine vollkommen neue Strategie (Dazu demnächst ein Artikel von mir im H-und-G.info Schwerpunkt Putins Spiel mit der Welt...http://h-und-g.info/default-title-2)

 

Analytische Zeithorizonte schaffen Verwirrung

Zwei Meldungen die scheinbar geistlos nebeneinander stehen. Die Briten sehen (mal wieder) massive Materialprobleme bei der RA, während ein hoher ua Militär seinem Nato-Counterpart erzählt, dass der russische Beschuss in der letzten Zeit vervielfacht hätte. Geht das zusammen. Zunächst, H-und-G.info hat dies schon oft bemerkt, sind die Briten die Berufsoptimisten in diesem Krieg. Sie reden Vieles schön, was vielleicht für die Qualität der psychologischen Kriegsführung spricht, analytisch aber problematisch ist. Andererseits haben sie vermutlich oft recht, was die Langzeitprognose angeht und damit die Kriegsperspektive. Man wartet förmlich darauf, dass das ru System an irgendeiner Stelle auf Grund der Ballung von Problemen implodiert, was m.E. die einzige reale Chance der UA einen „erfolgreichen“ Abschluss zu machen und letztlich zu vereinbaren. Dies offenbar ein generelles Problem. Die unterschiedlichen Zeitpunkte und zeitliche Relevanz von Meldungen und Meinungen. Auch bei Faktenmeldungen weiß man oft nicht, ob die Zeitangaben stimmen und ob sie (sofern sie überhaupt stimmen) nicht schon längst überholt sind. Ich persönlich versuche, das im Kopf etwas zu sortieren, was mir nicht immer gelingt. Das Problem ist, dass die Medien derartige Information vollkommen unterschiedlicher zeitlicher Relevanz oft ungewichtet nebeneinander stellen.

 

Diskussion um Verschärfung der Strafen für Desertion und Wehrdienstverweigerung

Seit einigen Tagen gibt es in Ru eine Diskussion, ob die Strafen (5 Jahre) für Wehrdienstverweigerung und Desertion ausreichen. Kadyrev meint mehrdeutig, die Frontsoldaten sollten über das Strafmass entscheiden, der liberale Hoffnungsträger des Westens, Medwedew, „spielt“ wie üblich den Scharfmacher und bringt (nicht zum ersten Mal) die Wiedereinführung der Todesstrafe in Ru ins Gespräch. Irgendwie erinnert der an Egon Krenz, der das Massaker in Peking beklatschte, um dann den Nachfolger und Reformer zu spielen. Es braucht solche Figuren des Überganges, auch wenn sie gewöhnlich tragisch enden.

Die Diskussion in ein starkes Indiz für massive Moralprobleme in der RA. Dazu passt die Meldung der UA, die tendenziell sicher nicht falsch ist, aber auch Teil der Psychprop: „In der russischen Armee herrschen Demoralisierung, Fahnenflucht und Selbstmord vor. Auch in der Russischen Föderation geht die Mobilisierung weiter, obwohl dort offiziell bekannt gegeben wurde, dass sie beendet ist.“

Partisanen und Armee nehmen Melitopel in die Zange- RA Reagiert mit Repression

Explosionen von Raketen und Anschlägen sind in Melitopel zu hören. Armee und Partisanen agieren hier Hand in Hand. M. Wurde nachdem die RA sich in Cherson tendenzielle zurückziehen musste und der Landweg von Kernrussland (wegen der Beschädigung der Krimbrücke) für den ru Nachschub immer wichtiger wurde, zur wichtig(st)en Militärbasis im Süden. Die Ru Besatzer nisten sich immer mehr ein. Aber gerade Melitopel, das in den ersten Kriegstagen wegen des Falls von Cherson überrumpelt wurde, gilt seit Anfang an als Hort des Widerstandes. Erst friedlich unbewaffnet vor ru Panzern, jetzt militant und subversiv. Auch die gesamte Nachschublinie von Mariupol über Berdiansk ist unter Beobachtung des ru Widerstandes. Immer wieder gibt es Anschläge. Die RA kontert inzwischen mit verschärfter Filtrierung entlang dieser Linie. (Mariupol, Mangush, Melitopel). In Mariupol soll es wieder lange Filtrierungsschlangen geben, Menschen verschwinden an diesen Kontrollstellen dutzendweise und werden deportiert oder kommen in „die Keller“.

 

Chaos und Terror oder Beginn der Konsolididierung in besetzten Gebieten?

Bilder aus Mariupol erwecken manchmal den Eindruck, dass das Leben wiederkommt. Junge Menschen schlendern über den Friedensplatz. Überall arbeiten Bagger und Kräne. Neue Häuser entstehen. Es gibt Kulturaufführungen mal eher künstlerisch, mal propagandistisch. Die Schulen sind wieder geöffnet, wenn auch mit unterschiedlichem und teilweise russisch-propagandistischen Inhalten. Es ist nicht zu leugnen, nicht wenige der jetzigen Einwohner, einer Melange aus Dagebliebenen und Besatzern sind offenbar zufrieden, dass sich die Sache gedreht hat. Die Stadt war gespalten. Schätzungsweise 10-20% oder mehr sogar in Zeiten der Belagerung innerlich auf Seiten der RA. Die Übrigen sind lange weg, tot, oder vorsichtig, eine Minderheit im Widerstand. Aus den Kreisen der ehemaligen Stadtverantwortliche wird geätzt, berichtet, was alles nicht klappt: Einwohen stehen Schlange, mal nach Papieren, mal nach Nahrungsmitteln, derzeit nach Elektroheizkörpern bekommen aber Suppe statt dessen. ,Häuser werden nicht richtig instandgesetzt, abgerissen mitsamt dem Hab und Gut, Heizung und Wasser funktionieren nicht oder nicht richtig. Neubauten sind für die Systemgünstlinge. Zudem Schutzschilde für Militäreinrichtungen. Es blüht die Korruption, Kriegsgewinnler machen fragwürdige Geschäfte mit Mangelware (derzeit Wohnungen und Heizkörper), der Widerstand denunziert öffentlich Kollaborateure und stellt sie damit nicht nur an den Internetpranger, sondern gefährdet ihr Leben, und und und. Aber es gibt in Mariupol diese zwei Wahrheiten. In anderen Regionen, sehen die Wahrheiten anders aus. Aber sie sind, zumindest in den größeren Städten, nirgends ganz eindimensional.

Korruption in der UA bleibt ein massives Problem

Auch wenn die Ua mehr Anstrengungen gegen die K unternimmt. Es gibt sie weiterhin. Massiv. Und auch bei mancher Gegenmaßnahme muss man sich fragen, ob es hier nicht eher um Cliquenrivalitäten geht. Neuester Verdacht, der Gouverneur ausgerechnet von Cherson, was kurz vor der Teilbefreiung steht, soll einem Medienkumpel eine hohe Summe zugeschoben haben, die eigentlich für den Straßenbau vorgesehen war. Das wäre ein schwerer Schlag, die Gouverneure, gleichzeitig unter Kriegsrecht Chefs des Katastrophenschutzes mit großen Befugnissen (Leiter des Militärbezirks suggeriert, dass sie das Militär befehligen, was trotz engster Verzahnung nicht der Fall ist. Es sind die kleinen Selenskyij, die Stütze des Verwaltungs-Systems. Gleichzeitig gab es Meldungen von Waffenschmuggel aus der UA Richtung Skandinavien. Es geht um Kleinfeuerwaffen, aber immerhin kriegswichtige, die auch die Verbündeten liefern. Verantwortlich für derartige Maffiaähnlichen Aktivitäten soll ein Netz von ehemaligen Bandido-Rockern sind, die über das Land verteilt sind. Meldungen über Korruptionsfälle sind geradezu ein Grundrauschen der ua Gesellschaft. Mal trifft der Vorwurf Oligarchen, mal Abgeordnete, mal Kleinkriminelle, die Hilfsgüter abzweigen oder ukrainische Wehrdienstverweigerer ausschleusen.

Selenskj hält Wort gegenüber Nationalisten

Kiew und Moskau einigen sich auf den Austausch von je 107 Offizieren und Soldaten, die in Gefangenschaft geraten waren. Darunter sind auch viele Kämpfer, die das Asov-Stahlwerk lange gehalten hatten. Beide Seiten berichten von Verletzungen der Soldaten und harten Bedingungen der Gefangenschaft. S. Hatte versprochen, sich um ihre Freilassung zu kümmern, als er den Soldaten im Asowstal-Bunker von Mariupol „befahl“, sich gefangen nehmen zu lassen. S. war tage- und wochenlang unter Beschuss, die Mariupolverteidiger, die teilweise ASOW angehörten, nicht ausreichend unterstützt zu haben. Die „Kapitulation“ ist bis heute umstritten, zumal Gefangene gefoltert und v.a. durch die Explosion im Klage Olenivka getötet wurden. Auch Gefangene, die das überlebt haben, sind diesmal dabei. Auch Putin ist bei Hardlinern wegen der Freilassung der ASOW-“Nazis“ unter Beschuss aus Bloggs. Diesmal ist es etwas anders. Der Gefangenenaustausch erfolgte zu gunsten von DNR, LNR Gefangenen und wurde von Puschillin, dem DNR-Anführer, verkündigt. Das dämpfte Kritik. Immerhin zeigt sich auch hier wie beim Getreideabkommen, ganz immun gegen internationale Vereinbarungen ist Putin nicht.

Putin verhandlungsinteressiert? UA-Monitoring 3.11.2022 ca 6 Uhr

 

Der neue H-und-G.info -Schwerpunkt ist da! „Putins Spiel mit der Welt“…: http://h-und-g.info/default-title-2

 

Spekulation über Getreidedeal-Einlenken Putins

Ru Blogger im braven Selbsthilfemodus

Count-down-läuft AKW Zap 14 Tage vor Kernschmelze (mal wieder)

Entdecken westliche Militärexperten die Energiefrage?

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortagen

Deutsche Medien berichten über besonders hate Kämpfe in Bakmut -Soldedar. Das allerdings läuft schon seit ca 3 Wochen, H-und-G.info hat berichtet. Wagner will unbedingt Durchbruch-UA will das verhindern. Keine grundsätzliche andere Entwicklung in den letzten 24 Stunden erkennbar

Am meisten „Fortschritte“ macht RA im Raum Donetzk City-aber cm weise.

Cherson

Merkwürdige Meldung, wonach angeblich die RA Zivilisten die Dnjepr-Überquerung untersagt haben soll. Steht konträr zur faktisch immer noch laufenden Evakuierung. Was würde das bedeuten? Erfolge der UA bei der Zerstörung von Pontonbrücken? Mehr Militärbewegung? Zur Verstärkung? Zum Abrücken?

Auf der Eastbank geht die Zivilevakuierung weiter.

Russische Blogger brav und im Selbsthilfemodus

Die ru Blogger bleiben zwar bei ihrer realistischen Kriegsberichterstattung, sind aber ansonsten eher lammfrom auf Linie. Das bestärkt mich in dem Verdacht, dass der Aufstand der Blogger, wie die Leserbriefkampagnen zu kommunistischen Zeiten, von oben inszeniert gewesen sein könnte. Es gibt keine bürgerliche Öffentlichkeit in diesem Krieg und schon gar nicht in Ru. Wer es so interpretiert, liegt falsch. Was nicht heißt, dass alles monolithisch ist. Indirekt geben die Ru Blogger doch einiges preis. Die permanenten Berichte über Ausbildungslager zeigt, dass es da nach wie vor ein Problem gibt-real und psychologisch. Die Blogger sind dazu übergegangen Militärlektionen online zu geben. Erste Hilfe, Waffenkunde, einfache Kriegstaktiken. Man ist im Selbsthilfemodus, weil das offizielle Militär nicht funktioniert. Es wird gezeigt, „wir kümmern uns um die Jungs, weil“. Auch Spendenaufrufe für Militärs und verhaltene Kritiken an unzureichender Ausrüstung passt in dieses Muster.

Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur

So schildert die UA Kriegspropaganda, insbesondere ru Luftangriffe. Wie schon mehrfach berichtet, ist die Wahrheit etwas anders. Die Zivilistenschäden sind kollateral, wo bei RA da vollkommen hemmungslos ist. Gestern wurde in Charkiv ein ehemaliges Teslawerk getroffen, dass jetzt Elektronik für ua Raketen herstellt. In Pawlograd ein militärisches Nachschublager, in Kriwi Rhih Elektro- und Wasserinfrastruktur, so dass Teil ohne Licht und Wasser waren. Die Russen sind nicht so doof, wie dargestellt, die hybride Zerstörung der ua Versorgungsinfrastruktur geht systematisch und unerbittlich weiter. Es gibt kein konventionelles Kraftwerk, was noch nicht getroffen wurde! Das sage nicht ich, sondern der Chef der ua  Energieversorgunsbehörde.

 

Countdown in AKW Zap (mal wieder) 15 Tage minus 1

Das AKW ist nach Leitungsbeschuss mal wieder komplett vom Netz. Reaktoren werden runtergefahren läuft nur noch im Dieselnotstrombetrieb, der Diesel reicht für 15 Tage, jetzt schon minus 1. Die IAEA wird damit beschäftigt, in der UA schmutzige Bomben zu suchen………

Entdecken westliche Militärexperten die Energiefrage?

ISW berichtet von einem Rechtsträgerwechsel beim AKW Zap. Der hat schon vor einem Monat stattgefunden, wie in H-und-G.info zu lesen war. In Moskau ru Trägergesellschaft.

 

RU blogger freuen sich auf iranische Drohnen.

Drohnen

Kleine für 5 km und große für 1700 km Reichweite!

 

Hybrid. Getreidedeal läuft weiter

Überraschend lässt Putin den ua Getreideexport weiterlaufen

Manche in der Ua spekulieren, ob das Signale sind, dass Putin verhandeln möchte und einen Ausweg aus dcer Krise sucht

Selensky scheint das zu riechen. Er zählt den Medien, dass er gerne einen Sommerurlaub am Meer auf der Krim machen möchte.

Der Spott Selenskys über die angebliche Bedrohung des Seeweges durch die UA und entsprechende Sicherheitsgarantien ist verständlich, die Getreiderouten verlaufen deutlich westlich vom ukrainischen Kriegsgebiet. Angeblich schießt die RA selbst ihre Raketen über diese Routen.

 

Realistischere Gründe dürften sein:

Diplomatischer Druck, v.a. UN, Türkei

Afrikapolitik, man will dort Fuß fassen, nicht durch Steigerung des Hunger verprellen

Ru hängt selber an diesen Tranportwegen beim Export von Agrarprodukten und v.a. Dünger

Türkei, die großen Teil von Handel für Ru abwickelt, (vermutlich auch jenseits von Sanktionen), könnte diesen blockieren

Möglicherweise Deals und Absprachen über den Export von  ru Dünger, was für Ru aber auch die Bekmäpfung der Weltagrarkrise wichtig ist

 

 

AKW-Zaporischschja ist die schmutzige Bombe. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 2.11.2022 ca. 6 Uhr

 

Nikopol unter Dauerbeschuss-Modell für weiteren Kriegsverlauf?

AKW-Zap: es kann noch schlimmer kommen

ru Blogger freuen sich auf neue iranische Raketen

Cherson: größte Zwangsumsiedlung seit dem zweiten Weltkrieg

Energie: Defizite bleiben

 

 

O-ton: “‼️WARNUNG! Heute werden Beschränkungen der Stromversorgung in den Oblasten Kiew und Kiew, Oblast Schytomyr, Oblast Tschernihiw, Oblast Tscherkassy, ​​Oblast Charkiw und Sumy eingeführt . Der Blackout betrifft alle Verbrauchergruppen. Solche Schritte sind notwendig, um die Belastung des Netzes zu reduzieren, wodurch Energieunternehmen beschädigte Kraftwerke schnell wiederherstellen können.”

 

 

Kriegsgeschehen

 

“Bewegter” Stellungskrieg geht weiter, wie gehabt. Gegenseitiger Beschuss, hier und da Offensiven, Abwehr derselben, blutig, beide Seiten betonen Verluste der anderen

 

Die Luftangriffe gehen regional begrenzt weiter, v.a. In Dnjepro. Die Großstadt Nikopol udn Drumrum ist Dauerleitragende. Die ist sowohl dem Luftkrieg als auch Artilleriebeschuss von der östlichen Dnjepr-Seite ausgesetzt. Fast jecde nacht und jeden Morgen Luftalarm, Beschuss, Zerstörung, Verwundete, vereinzelt Tote. Das dürfte ungefähr das sein, was auch in Cherson passieren dürfte, falls die RA aus dem Westen abrücken muss: Dauerbeschuss der Westbank von der Eastbank des Flusses.

 

Jubel über iranische Waffen

Kaum vermelden US-Quellen einen neuen großen Waffendeal RA-Iran (Drohnen und Mittelstreckenrakten !), bejubeln ru Kanäle die Qualität der iranischen Waffen, sie seien deutlich billiger als die ru und präziser und wären eine ideale Waffe gegen Himar-Artillerie und die Luftabwehr der UA. Die Spirale dreht sich.

 

Cherson besenrein- Zwangstransporte auf der Eastbank

 

Der zwangsweise Abtransport der ua Bevölkerung auf der linken, östlichen Dnjepr-Seite wird energisch vorangetrieben, v.a. Siedlungen in der Nähe von Cherson und Nowa Kachowka werden Busweise abtransortiert. Ein Neusiedlungspunkt ist am Asowschen Meer. Es wird auch die Weiterfahrt nach Ru “angeboten” mit angeblich attraktiven Ansiedlungsplänen. Diese Umsiedlungen/Deportationen sind noch konsequenter als in Mariupol und Luhansk, wo es noch mehr Evakuierungsmöglichkeiten Richtung UA gab. Derartige Massen-Umsiedlungen hat es in Europa seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben.

In Cherson wird alles abtranportiert, was nicht niet und nagelfest ist: Archive, Verwaltungsdokumente, Kunstsammlungen, Feuerwehren. Es ist kaum zu unterscheiden, was der staatlichen Umsiedlung dient und was persönliche Bereicherung von Militärs und Besatzern ist. Ist auch irgendwie egal, beide sind Diebe von Putins Gnaden.

 

Auch die RA Militärverwaltung soll von Kherson to Skadovsk verlagert werden, ebenfalls am Asowschen Meer. Offenbar soll alles ausser Reichweite der US-Himar-Artilllerie gebracht werden.

 

Ua Stromversorgung nicht voll wiederherstellbar

Es ist offenkundig, dass die Energieversorgung zwar regional herstellbar ist, wenn auch nicht komplett, aber erhebliche Defizite bleiben. Indiz ist die Ankündigung weiterer Stromsperren, das sonst in Spitzenzeiten das Netz zusammenbrechen würde. Selensky spricht von 30-40%.

 

 

Mobilisierung

Nach westlichen Angaben geht die angebliche beendete Mobilierung in Ru weiter, vermutlich unter dem Deckmantel der Freiwilligenwerbung. Wagner hat in Petersburg eine Rekrutierungsagentur aufgemacht, weil sich die Eliten drücken würden.

Die halbjährige Rekrutierung, die wegen der Mobilierieren verschoben war, beginnt, man kann gespannt sein, ob die jetztigen Rekruten entlassen oder faktisch zwangsmobilisert werden.

 

 

Besetzte Gebiete

Aus Mariupol werden (wieder einmal) Rivalitäten unter den Besatzergruppen berichtet. Man denunziert sich gegenseitig der Korruption und bringt sich damit in Haft.

 

Die Zahl der Wohnungsbrände nimmt zu, seit die Menschen elektrisch heizen, weil Gas ausgefallen ist.

 

AKW-Zaporischschja ist die schmutzige Bombe.

Meine permanenten Warnungen nutzen sich ab, aber ich bleibe dabei: Die Gefahr, die von Zap ausgeht, ist höher, als das Risiko taktischer Atomwaffen. Nunmehr stehen Luftabwehrgeschütze auf einem Reaktorturm. Tschetschenenpatrouillen wurden vermehrt. Den Mitarbeitern soll heute faktisch die ua Staatsbürgerschaft aberkannt werden. Angeblich, das ist etwas wirr, dürfen derzeit keine ua Ingenieure, die nicht freiwillig die Seiten gewechelt haben, in der Anlage arbeiten. Vor zwei Tagen wurde wieder in den Notbetrieb umgeschaltet, weil eine Mine eine Hauptleitung zerstört hatte. Währenddessen muss die IAEA einen Teil ihrer Kapazitäten darauf verwenden, in der Ukraine nach einer “schmutzigen Bombe” zu suchen. Die schmutzigen Bombe, ist die Zeitbombe Zaporischschja!

Ersatzteilmangel-Energieschlinge wird immer enger. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 1.11. 2022 ca. 6 Uhr

 

Es geht gegen das Gesamtnetz, UA hat Schwierigkeiten bei Reparatur

Putin bleibt Meister der Desinformation

Handel mit Ru hat trotz Sanktionen in vielen Staaten zugenommen

Ru Luftschläge vermutlich effektiver als zugegeben

Russland-Handel mit vielen Staaten gestiegen?

 

 

 

Kriegsgeschehen ähnlich

 

Die RA reklamiert für sich mehrere kleinere Offensiven. Ob dies der konsolidierten Prop geschuldet oder real ist, kann nicht abschließend beurteilt werden. Fest steht, dass sich die RA v.a. im Osten weitgehend konsolidiert und ihre Artillerie gegen die UA in Stellung gebracht hat, die kaum oder nicht mehr vorankommt.

 

In Cherson räumt die RA jetzt offenbar auch einen Streifen 15 km östlich des Dnjepr von Zivilisten. Vermutlich stellt man sich auf einen gegenseitigen Artilleriebeschuss über den Dnjepr ein. Der Winter könnte hier zu einer Art ressourcenvernichtenden Artilleriewettbewerb ohne jegliche Bewegung führen.

 

Energieschlinge zieht sich zu- ua Reparaturreserven erschöpft

 

Die Luftschläge gestern haben erneut gezeigt, es geht darum der UA den Strom abzudrehen. (um sie und ihre Verbündeten zu Winterbeginn zum Einlenken zu bewegen). In großen Teilen von Kiew gab es weder Strom noch Wasser, noch Internet. In Dnjepro wurde ein großes Djnepr-Wasserkraftwerk, das mitten in der Stadt liegt, getroffen. In Zaporischschja waren 200.000 Menschen zeitweise ohne Strom. Am AKW Zap wurde ein Umspannwerk durch Minen beschädigt.

 

Laut ru Kanälen ging es diesmal eher um Umspannwerke mittlerer Größe und Wasserkraftwerke mit dem Ziel, den Stromausgleich zwischen den ua Großregionen zu verunmöglichen. Die RA geht also sehr strategisch vor, ihre Kenntnisse des ua Stromnetzes sind exakt, sie haben die Koordinaten. Was am derzeit an Schlimmsten ist, der UA Stromversorger hat durch die Reparaturen, v.a. nach dem Großangriff vom 10. 10. ff den größten Teil seiner Ersatzmaterialen, -Teile und seiner finanziellen Ressourcen verbraucht. Ohnehin, darauf wurde schon hingewiesen, degradiert das Netz, nach jedem Angriff, weil die Reparaturen meist oft nur die Reserven anzapfen und damit tendenziell aufbrauchen. Wenn man liest, dass Deutschland 16 Notstromaggregate geliefert hat, freut das für jedes Krankenhaus und jedr Katastrophenschutzzentrale, die eines bekommen, aber.....

 

Die Kiewer Regionalregierung hält die Bevölkerung durch Aufrufe von der Evakuierungen ab.

 

Internetbetrieben sind schon seit längerem dabei, die einzelnen Zellen mit Notstromversorgungen, Batterien, Generatoren, Solar zu versorgen, die oft aber nur eine zeitliche Überbrückung sind. Das Starlinksystem breitet sich flächendeckend aus, v.a. aber im Westen und der Mitte.

 

Russland wirft Nebelkerzen. Gelernt beim KGB ist gelernt.

 

-Der Konnex zwischen dem Drohnen Angriff auf die ru Krimschiffe und dem Getreidehandel ist Unsinn, weil dieser viel weiter westlich in und jenseits von Odessa stattfindet.

 

-Dito ist der gestrige Raketenbeschuss allenfalls vordergründig eine Revanche für die Drohnenangriffe auf die Krim-Schiffe der RA.

 

-Dito ist die Behauptung der schmutzigen Bombe nur ein Manöver, dass die IAEA, die das jetzt vor Ort untersucht, nur davon abhält, die skandalöse russische Besetzung des AKW-Zap mit den erheblichen Folgerisiken weiter zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wenn da was passiert, die Artikel sind sicher schon geschrieben, waren es die Ukrainer. Wie knapp man täglich an der nuklearen Katastrophe ist, zeigt die Minenexplosion auf dem 750 KV-Umspannwerk an der Außengrenze des AKW-Geländes (!), die zur erneuten Notabschaltung des letzten aktiven Reaktors führte.

 

Desinformation war eine klassische Komponente v.a. der kommunistischen Auslandsaufklärung, für die Putin einst tätig war. Schon zu Beginn des Kriegs war von Laboren für Bio- und neue Atomwaffen in der UA als Kriegsbegründung die Rede. H-und-G.info hat mehrfach über diese Strategie berichtet, s. Selvage in H-und-G.info.

 

 

Ru Luftanschläge effektiver als zugegeben?

 

Die UA bemüht sich zu belegen, dass sich ihre Luftabwehr verbessert, was vermutlich durchaus stimmt, aber.... Von 50 Raketen seien 44 abgeschossen worden, hieß es. Dann waren es 55, dann 60. Ich glaube, die ua Statistik ist unvollständig. Es gab laut ua Ministerpräsi gestern 18 Schäden der kritischen Infrastruktur in 10 Regionen. Das paßt mit den Raketenzahlen nicht zusammen. Möglicherweise sind bei den Luftangriffen mit Flugzeugen nur deren Flugangriffe, nicht aber die Zahl der Raketenabschüsse gezählot. (Diesmal waren v.a. Bomber vom kaspischen Meer beteiligt) Es fehlt im zweimal täglichen Armeebericht auch die genaue Zahl der Drohnenangriffe, sei es, dass sie kaschiert, sei es, dass sie bisher gar nicht vollständig identifiziert werden können. Die vom Armeechef genannt Zahl von 4 Drohnen, scheint zu niedrig, soviel sollen allen in Sumy runtergegangen sein. Die ru Seite mokiert sich darüber, dass es der ua z.B. mit Hilfe von türkischen Drohnen nicht wirklich gelingt, ihre Drohnen aufzuspüren und abzudecken. Es kommen jedenfalls immer noch genügend Raketen/Drohnen aus mindestens drei-vier Richtungen (Belarus, Schwarzmeer, Südosten (Rostov/Kaspisches Meer), vermutlich auch Kursk) durch, um massiven Schaden anrichten zu können.

 

 

Hybrid

 

 

Mit Spannung schaut man darauf, ob Ru seine Drohungen, Getreideschiffstransport zu unterbinden, wahr macht.

Deutsche Bahn beklagt langsame Abfertigung bei Getreideexporten an EU-Grenze. Sie könnte mehr tun.

 

Eine Veröffentlichung der NYT soll zeigen, dass viele auch westliche Länder ihren Handel mit Russland gesteigert, nur wenige Kernländer (USA, Deutschland, GB, ua.) abgesenkt haben. (Möglicherweise v.a. eine Folge der hohen Energiepreise und Inflation, müsste man checken.)


 

❗️Kampf um die Zeit. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 31.10.2022 ca. 6 Uhr

 

 

Neue russische Grenze, wozu?

Verdient Ru jetzt auch am steigenden Getreidepreis?

Russen raus-nicht in Deutschland!

 

 


Originalzitat eines ua Bloggers

 

„ In Wellen wiederholt sich alles unterschiedlicher Erfolg im Donbass, das Abschneiden von Versorgungswegen und Kommandoposten in der Region Cherson.

Die Frontlinie auf den Karten ändert sich immer noch nicht viel. Nur die Verluste der Rashisten sind im Vergleich zum Juli doppelt so hoch und es gab viel mehr Schlamm.

Der Krieg zieht sich hin, aber sein Wesen ändert sich nicht.

Die Armee des 20. Jahrhunderts, die die Zahl des Personals erhöht, versucht, die eroberten Länder gegen eine motivierte Armee zu halten, die Waffen des 21. Jahrhunderts erhält.

Kann in Russland mobilisierte Quantität zu Qualität werden? Kann sein. Aber nur in der Qualität von ukrainischem Schwarzerde.

Vergessen wir nicht, dass August und September nach Juli kamen.“

 

 

 

Kriegsgeschehen

ähnlich...

aber RA macht kleinere Gewinne in der Nähe von Donetzk-Stadt, wirft angeblich Angriffe der UA in Charkiv/Luhansk und Cherson zurück. Es ist schwer auszumachen, ob die ru Angriffe, Angriffe um jeden Preis sind, oder ob die Expertenaussage falsch ist, dass die RA derzeit keinerlei Offensivfähigkeit mehr hat.

 

Die Luftangriffe gehen weiter heute, u.a. gegen Kiew, wo es in Teilen Stromabschaltungen gab. Also gegen die Energieversorgung wieder....

 

UA und RA beschuldigen sich gegenseitig, in Energodar/AKW geschossen/provoziert zu haben. Die Großstadt Nikopol auf der anderen Dnejpr-Seite liegt seit Wochen unter Dauerbeschuss, 150 mal allein vergangene Nacht. Die Versuchung zurückzuschlagen, ist daher enorm. Der Gouverneur von Dnjepro dementiert das zwar, die UA sei wegen des AKW gehemmt, dies zu tun, die Versuchung zurückzuschlagen ist jedoch groß und in einigen Fällen nachgewiesen. Die RA verdächtigt die UA,. mit Booten ein Kommandounternehmen zu planen, angeblich ist ein solches Boot kurz vor der Landung explodiert. Es bleibt dabei, dass die Lage am AKW außer Kontrolle gerät, ist wahrscheinlicher als eine taktische A-Waffe.

 

Angeblich sollen sogar drei Kriegsschiffe durch Luft- oder Bootdrohnen auf der Krim angegriffen worden sein. Die RA konterte angeblich mit einem Angriff auf eine Insel zwischen Mykolaev und der Krim. Dort soll sich die Kommandozentrale der UA befinden, die derartige Angriffe steuert, laut RA angeblich mit britischen Beratern. Bootdrohnen sollen international bisher eine Rarität sein.

 

Die UA geht offenbar inzwischen davon aus, dass die RA aus Westcherson abrückt. Artillerie sei abtransportiert worden, sogar Internetmasten, etc. . Angeblich würden die Brücken und Pontonbrücken verstärkt, um auch das Militär zu evakuieren. Offenbar ist es der RA gelungen bestimmte Überquerungen durch Luftabwehr besser zu sichern. Nichtsdestotrotz werden wird über Einschläge bei der Brücke bei Cherson berichtet. Allerdings hält sich die RA mit Elitetruppen, asiatischen Kämpfern die Verteidigungslinie 50 km nordöstlich von C.. Neuerdings sind auch Nationalgardisten aus Tschetschenien eingetroffen, möglicherweise zu Hinterlandsicherung. Im Westen von C. werden Stacheldrahtlinien angelegt. Offenbar geht es darum, das weitgehend entleerte Gebiet möglichst (lange) zu halten. Falls die RA komplett abrückt kann sie aber einen breiten Steifen v.a. Cherson selbst mit Artillerie beschießen. Wer da geblieben, und nicht die Angebote zur Evakuierung angenommen hat, ist „selbst dran schuld oder ein hoffnungsloser Nazi-Freund“. So oder so ähnlich wird das die ru Agitprop verkaufen.

 

 

Russland treibt die Getreidepreis hoch, verdient potentiell daran und pokert auf Verhandlungen

 

Die Aufkündigung des Getreideabkommens durch Ru blockiert 2-300 Schiffe. Die Getreidemärkte machen Sprünge, weitere Preissteigerungen würden laut Bloomberg mehr Hunger in der Welt bringen. UN-Chef Guterres hat sich wieder einmal persönlich in Verhandlungen eingeschaltet. Türkei, UA und UN haben beschlossen, weitere Getreideschiffe für die Bosporuspassage freizugeben. Laut einer ru Quelle in Ria Novosti wollen die Russen das verhindern! Aus Litauen kommt der Gedanke, des militärischen Schutzes von Getreideschiffen, was aber m.E. wegen des Eskalationspotentials keine Chance haben dürfte. Polen u.a. fordern die stärkere Nutzung des Landweges, der wegen der deutlich billigeren Schiffspassagen offenbar langsamer vorangetrieben wurde, als es im Frühsommer aussah. Wie aus ru Medien hervorgeht, profitierte Ru vom Abkommen gut, da es auch den eigenen Getreideexport fördert. Außerdem soll die Türkei im Gegenzug Warentransporte auf dem Landweg ermöglicht haben. (Die Andeutungen lassen vermuten, dass es auch um Sanktionsgüter geht). Alles spricht dafür, dass Putin die Verschärfung der Getreide, wie der Energiekrise nutzt, um den wirtschaftlich/politischen Druck auf den Westen zu erhöhen, um möglicherweise einen Etappensieg qua Waffenstillstand oder Verhandlungen abzusichern. Die Einigelung der RA in Charkiv/Luhansk, Dnjepr, Krim könnte neben dem Versuch. an diesen Grenzen zu überwintern, diesem Ziel dienen.

 

 

Kampf um die Zeit

Ein weiterer grotesk anmutender Konflikt in den besetzten Gebieten findet um die Zeit statt. Während die Ua mit der EU ihre Uhren zurückgestellt hat, ticken die Russen nach wie vor nach Moskauer Zeit. Ein echter Ukrainer stellt seine Uhr um. An der Front werden sich die UA aber nach der russischen Zeit richten müssen, weil die RA früher aufsteht. Den Kampf um den Rubel scheint Ru teilweise schon verloren zu haben, nach dem Absturz des Rubel in Cherson/Zap werden beide Währungen akzeptiert.

 

 

Selenskyj-Berater rechnet mit schneller Einigung über deutsche Panzer-Lieferungen

 

Russen raus aus Deutschland? Ua Botschafter auf dem Holzweg.

 

Man muss nicht allem zustimmen, was aus der UA kommt. Der neue ua Botschafter kritisiert, dass ru Kriegsverweigerer nach D. gelassen werden. Menschenrechte sind nicht teilbar. Und wo wenn nicht z.B. auf deutschem Boden kann es einen friedlichen Austausch darüber geben, ob Ukrainer und Russen nicht ein Modell des Zusammenlebens jenseits des Modell Putin entwickeln können. Dass man ukrainischen Frauen nicht zumuten sollte, dies persönlich in einer Gemeinschaftsunterkunft mit jungen Russen auszufechten, ist ein andere Thema. Zweiteres ist „verhandelbar“, Ersteres nicht.

Russischer General weggemobbt- die Soldateska auf dem Vormarsch. H-und-G.info Ukraine-Krieg-Monitoring. 30.10. 2022 ca. 6.00 Uhr

 

Frontgrößen mobben General weg. Lapid geht.

Luftabwehr beginnt auf der Krim. Ru Flagschiff getroffen

Getreidepoker soll Putin die Herzen in Afrika öffnen

Cherson drei Schritt zurück, zwei vor? Was wollen die Russen?

Russen bald noch dööfer -ohne Telegram-Kanal?

 

 

Kriegsgeschehen, ähnlich.....

jede Seite reklamiert, Angriffe der anderen zurückgeworfen zu haben

 

Blogger Mobbed General

Einer der mächtigen ru Generäle, der Chef des zentralen Militärbezirkes (in RU) und des zentralen Kommandos in der UA ist offenbar seines UA-Kommandos enthoben. Manche meinen, durch Entscheidung des Kreml, andere, er habe resigniert. Wie auch immer, wieder einmal hat sich die Soldateska -Wagner, Kadyrev und Teile der Front- Komandanten- durchgesetzt. Der nunmher mindestens 4. hohe Militär wurden nach Kontroversen nach der Niederlage von Charkiv abgesetzt bzw. ersetzt. Hiermit verschiebt sich nicht nur die Machtachse, sondern die Kriegsführung dürfte auch noch aggressiver und brutaler werden.

Der Abgang ist unter Bloggern umstritten, manche verteidigen L., manche meinen, es gäbe noch andere und Schlimmere, usw.. Wer jeweils hinter den Blogs steht, ist schwer auszumachen. Während es Blogs von einfachen Soldaten gibt, dürften die größeren, die angeblich auf Spenden basieren”, entweder aus Putins Propagandakasse oder irgendwelchen Macht- und Militärcliquen gesponsert werden. Die Qualität der Infos lassen vermuten, dass es teilweise Infos von Geheimdiensten bzw. von Profisöldnern sind, die international agieren. Die journalistischen Blogs und TV-Kanäle haben derzeit immer wieder mit “Verlusten” zu kämpfen. Auf der Krim wurde eine RT-Journalistin getöten, der bekannte “Milblogger” Pegov trat auf eine Mine. Wir wünschen ihm eine lange Genesungsphase.

 

Drohnenangriffe auf die Raketenflotte

Ua Drohnenangriffe haben zwei Kriegsschiffe auf der Krim beschädigt. Die Flotte dient derzeit v.a. dem Schutz der Krim und dem Raketenbeschuss der UA vom Süden her. Dies dürfte auch der Hintergrund des Angriffs gewesen sein. So ist ein Ziel, die „Makarov“, als Flaggschiff die Nachfolgerin der vor einige Monaten versenkten „Moskva“. Die „Makarov“ soll derzeit hauptsächlich als Startplattform für Marschflugkörper genutzt werden. Auch wenn das Ausmaß der Beschädigung umstritten ist, der Angriff auf beide Schiffe wird inzwischen auch in ru Blogs bestätigt. Er ist vermutlich nicht nur psychologisch wichtig, zumal die Krim derzeit als Ausweichfläche für Evakuierte aus Cherson genutzt wird.

Da auch ein Minenräumer, der in dieser Gegen selbstverständlich zu einem Verband dazugehört, getroffen wurde, hat die RA den Angriff als einen auf die Getreidetransportsicherheit umgedeutet. Dass das G-Abkommen aufgelöst wird, war erwartbar, der Anlass beliebig.

 

Hybrid-Getreidepoker vor Verhandlung Russland will Retter von Afrika werden

Da Russland in der zweiten Getreiderunde Mitte Novembeer seine Position verbessern will, wird schon seit Wochen gepokert. Drohungen und Verlangsamung der Bosporus-Passage gehören dazu. Immerhin waren von drei ua Häfen tausende Tonne Getreide Richtung Westen transportiert worden. Ein Erfolg der UN unter Beteiligung der Türkei.

Ru fordert

-eine generelle Verbesserung seiner Anlandungen in westlichen Mittelmeerhäfen

-eine Kontrolle der Exportziele der ua Lieferungen (warum?), die warf der UA vor mehr Europa, statt Afrika zu beliefern (vermutlich ist das die Vertragsgrundlage und -Begründung)

-nunmehr ist klar, dass Russland Afrika, u.a. selber beliefern möchte. Es hat eine Rekordernte gehabt, klaut in der UA in den besetzten Gebieten und Häfen Getreide. Diese Option erscheint also derzeit durchaus realistisch. Das hätte nicht nur finanzielle Vorteile, Putin versucht auch überall in Afrika mitzumischen und Fuss zu fassen, um politisch-militärische Vorteile daraus zu ziehen.

 

Was passiert in Cherson?

Die Signale bleiben widersprüchlich, möglicherweise weiß auch die RA nicht, wohin das Ganze läuft und es wird je nach Lage und Möglichkeiten entschieden. Ein militärischer Rückzug, sofern er denn geplant ist, soll zumindest deutlich verlangsamt werden, das Ostufer so geschützt werden, dass die UA keinen Durchbruch wie am Oski-Fluß in Charkiv erzielen kann.

Erstaunt haben Erkenntnisse des ua Militärgeheimdienstchefs, wonach noch ca 40.000 Soldaten in Westcherson stehen sollen, auch immer noch Elitetruppen, wie Fallschirmjäger. Die RA hat auch einen zweiten Verteidigungsring um Cherson gezogen. Andererseits. Die Zivilverwaltung ist so gut wie über den Dnjepr, sogar die kommunalen Fahrzeuge wurden abtransportiert, ein Gefangenenlager aufgelöst. Der Flughafen im Nordosten von Cherson, lange ein Hauptnachschubweg, scheint geräumt. Die rätselhafte Verkleidungsaktion von Soldaten als Zivilisten mag den Hintergrund haben, dass sie in Zivil den Fluss überqueren sollen. (oder verdeckt kämpfen) Angeblich sollen die UA Streitkräfte nach ru Angaben aber in C. zahlenmäßig überlegen sein, nach US-Angaben auch bei der Feuerkraft. Der ru Nachschub bliebt extrem schwierig. Entsprechend hofft die UA, bis Weihnachen die Westbank befreien zu können. Vermutlich eher durch Zermürbung als durch die Schlacht um Cherson.

 

Dritte Grenzlinie?

Blogger haben beobachtet, dass Minibetonbunker auf die Nordkrim transportiert werden. Wird dies neben dem Dnjepr und der Wagner-Linie die dritte Außen-Grenze des annektieren Russland?

 

Panzer aus der Slovakei

Der seit Monaten angekündigte Ringtausch Deutschland-Slovakei-UA läuft wohl jetzt. 28 Panzer sollen über die Grenze geliefert worden sein. Warum es so lange dauerte, mag auch an der Ausrüstung liegen. Ru Blogger vermerken fast bewundernd, dass diese an sich veralteten Panzer sowjetischen Bauer erhebliche elektronisch aufgemotzt seien.

 

Telegram Russland abgeschaltet?

Etwas verwirrende Meldungen gibt es über eine angebliche Abschaltung aller ru Telegrammkanäle, die die mit t-me beginnen. Hintergrund sollen Aufrufe sein, die Waffen niederzulegen und zu desetieren. Offenbar ging es aber nur um Teil- oder zeitweilige Sperrungen, inzwischen wurde die Beantragung einer Totalsperre durch die Generalstaatsanwaltschaft offiziell dementiert.Telegramm ist der in Ru wohl am meisten frequentierte Kanal, der nicht zurückzuverfolgen ist.

 

Austausch

Insgesamt 1000 ua Soldaten sind inzwischen ausgetauscht. Der Austausch von Kriegsgefangenen geht in kleinen Schritten weiter. Der Gefangenenaustausch ist fast der einzige Bereich, wo es noch “normale” Austauschbeziehungen Ru-UA gibt.

Das Bluthund-Unwort H-und-G.info Ukraine-Monitoring vom 29.10.2022

 

Unsere Medien” bagatellisieren Kadyrev mit B-Unwort

Front gegen Moskau?

Das benebelte Volk- Russen wollen nicht wissen, was sie tun

besetzte Gebiete vor administrativem Anschluss, wo verläuft die Grenze?

Will Russland die Ukraine durch Blackout zum Einlenken am Verhandlungstisch zwingen

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortragen

Ua Quellen behaupten, die Kontrolle über die wichtige Route 66 in Luhansk errungen zu haben, eine der wichtigsten Nachschublinien. Offenbar handelt es sich aber allenfalls um die Feuerkontrolle. Angeblich soll es auch kleinere Gebietsfortschritte in der Gegend gegeben haben, zu verifizieren sind sie nicht. Ru Quelle meinen, alles zurückgeworfen zu haben, räumen aber ein, dass die RA dort mit 6 BTG stark und flexibel vertreten sei.

Schwere Bodenkämpfe gibt es offenbar an allen wichtigen Frontabschnitten (3 mal Donbas, Zap, Cherson)

 

In Cherson/Beryslav sollen sich Ru Soldaten Zivilkleidung anziehen und in Privathäusern verstecken. Desertion oder Vorbereitung auf einen erwarteten Straßenkampf?

 

Bescheidene Selbseinschätzung

Erstaunlich vorsichtig der Bericht des ua Armeechefs, inzwischen ist er wegen seines strategischen Denkens eine Legende, an seinen Hauptsponsor und Counterpart in den USA: Er betont die Fähigkeit, die UA weiter zu verteidigen und räumt die Zahlenmäßige Überlegenheit der RA ein. „um sich weiter zu bilden und Reserven zu trainieren, um zukünftige Operationen durchzuführen. Originalzitat: „Trotz absoluter Feuerüberlegenheit, einer Vergrößerung der Truppen und dementsprechend Angriffe auf Kosten auch von Mobilisierten, macht der Feind keine Gewinne. Aufgrund des Mutes und der Professionalität ukrainischer Soldaten und Offiziere bleiben unsere Linien unverändert und die Verteidigungsoperation wird planmäßig durchgeführt."

 

hohe Verluste

Nach ua Angaben werden die Verluste der Gegenseite an manchen Orten an einem Tag „nur noch“ in Hunderten gemessen, teilweise bei Mobilisierten, bevor sie noch zum Einsatz kommen. Dies soll wohl der Schwäche des Personalnachschubs belegen, ob sie stimmen, weiß man nicht, zumal die Gegenseite mit ähnlich hohen Verlustzahlen an Ukrainern operiert. Ich würde vermuten, dass die vergeblichen Offensivversuche der UA und die hartnäckige Verteidigung von Bakmut auch nicht spurlos an der UA vorbeigehen.

 

 

Kritik an Armeeführung zieht Kreise. Lapin der Watschenmann für Moskau?

 

Die Kritik an General Lapin (zentraler Militärdistrikt), von Prigoschin und Kadyrev befeuert, zieht Kreise. Manche Blogger verteidigen ihn, mit dem ambivalenten Argument, Andere seien schlimmere Versager. Der Konflikt Front-Führung, Soldatestka-Militärs geht weiter. Am interessantesten die Verteidigung, Lapin mache doch nur das, was die politische Führung von ihm wolle. Lapin ist also die Projektionsfigur für eine weitergehende Kritik

 

Drohnen

Die Ua hat angeblich 300 (Groß)Drohnen abgeschossen, die Abfangrate nimmt offenbar leicht zu von 70 auf 80%. D.h. aber, es kommen noch 20% durch. Das reicht m.E. für die Ausschaltung der ua Infrastruktur.

 

Energiekrieg geht weiter. Verhandlungsbereitschaft durch blackout?

Obwohl die Zahl der Luftangriffe deutlich zurückgegangen ist, zeigt das Beispiel Kiew, dass wenige Treffen, großen Schaden anrichten kann. Laut ua Quellen fehlen derzeit (Klitschko 20-50%) 30% der Kiewer Energiekapazitäten. Laut ru Quellen geht das auf den Drohnen-Beschuss von ein oder zwei strategisch wichtigen Umspannwerken zurück, die den Stromzufluss von 3 (!) AKWs (Die UA hat nur 4 in Betrieb) für die Mitte und den Norden der UA steuern. Klitschko ist zwar optimistisch, die Reparaturen für K. in 2 Wochen abgeschlossen zu haben, aber nur unter der Voraussetzung, dass es keine neuen Treffer gibt!. Reparaturen führen nach meiner Beobachtung ohnehin nicht zu einer vollständigen Wiederherstellung, sondern bisher freie Kapazitäten werden genutzt. D.h. aber, die Spielräume werden von mal zu mal geringer. Das Netz ist offenbar zu stark zentralisiert und die Luftabwehr für die Breite der Aufgaben zu schwach.

„Angebote“ von Medwedew und Putin deuten darauf hin, dass der Blackout genutzt werden könnte, um die Ukraine vor Winterbeginn an den Verhandlungstisch zu zwingen.

 

Besetzte Gebiete

Laut ru Angaben wurde die Evakuierung von West-Cherson abgeschlossen. Der stellvertretende Stabschef Putins aus Moskau nahm die Sache vor Ort ab. Er ist offenbar für die „Spezop“ zuständig und kommt immer, wenn etwas Wichtiges ansteht. Anfang November könnte die Annexion administrativ vollzogen werden. Kirijenko war sowohl in Cherson, wie im AKW Zap vom ru Gouverneur der Krim begleitet, was die Spekulation über eine südliches Neurussland unter der Führung von Aksonov befeuern dürfte. Soll die Grenze zur Ukraine entlang des Dnjepr führen?

 

Nach ua Angaben geht die Evakuierung jedoch weiter, man geht mit 2 Tagesfristen sogar zur Zwangsevakuierung über, offenbar um freies Schussfeld gegen Angriffe der UA zu haben.

 

Da die freiwillige Annahme von ru Pässen offenbar keine Fortschritte macht, werden in Melitopel zwangsweise russische Personalpapiere ausgegeben.Vorgriff auf die administrative Angliederung?

 

AKW Zap

Der erwähnte Vizestabschef aus dem Kreml besuchte auch das AKW Zap und sprach angebliche zu Arbeitern, die er angeblich beruhigte. Die ua Atomenergiebehörde konterte mit der Information, dass trotz erheblichen Druckes bisher nur 100 von mehreren tausend Angestellten des AKW russische Arbeitsverträge unterschrieben habe.

 

 

Benebeltes Volk. Die Soldaten saufen, die Zivilbevölkerung schluckt Antidepressiva

 

Alkoholismus ist unter ru Soldaten ein so großes Problem, das in Melitopel der Verkauf von Alkohol an Soldaten verboten wurde. Geldstrafe oder Erschießung (wenn man nicht verkauft) sei jetzt die Alternative, kommentieren Ukrainer. In Russland selbst steigt der Konsum an Antidepressiva signifikant.

 

 

Unsere Medien-Bluthund-Metapher kaschiert Nicht-Wissen

 

Das Wort „Bluthund“ sollte als journalistische Unwort deklariert werden. Sobald Kadyrev am Nachrichten-Horizont erscheint, wird reflexartig das B-Wort benutzt. Es kaschiert nur, dass es kaum substanzielle Berichterstattung über die Rolle der Tschetschenen im Ukraine-Krieg gibt.

-Kadyrev bildet in Tschetschenien Russen aller Regionen (vermutlich v.a. der muslemische) aus

-er rekrutiert selber

-er schickt Polizeispezialkäfte (OMON)

-er schickt Offensivspezialkräfte (z.B. für Straßenkampf)

-er ist gut in Moskau vernetzt, u.a. durch seinen Cousin Delimkanov, der Dumaabgeordneter ist

 

K. hat drei derzeitige Einsatzgebiete eingeräumt: Zaporischschja/Cherson; Soldedar/Donbas; Donetzk-Stadt. Außerdem sind OMON-Kräfte in Energodar unterwegs

 

Kadyrov hat sich mit seinen Anleitungen zu Kriegsverbrechen (H-und-G.info berichtete ab März!) mehr vorgewagt als andere. Aber wie wir heute wissen, steht er mit diesen Praktiken keineswegs allein da, sie sind typisch für die gesamte Kriegsführung.

 

Die jetzige Rolle von K.ist rätselhaft. Er tritt immer wieder als Kritiker der Armeeführung auf, die zu Front-entfernt und zu defensiv agiere. Ob er damit wirklich seinem Ziehvater Putin in der Rücken fällt (ISW-Theorie) oder dies ein abgekartetes Spiel ist, um der Armee Beine zu machen, kann ich jedenfalls derzeit nicht entscheiden.

Jedenfalls ist „B“, zur Charkterisierung der komplexen Rolle von K. keineswegs angemessen.

In Kiew geht ohne Stromimporte das Licht aus. Ukraine-Monitoring vom 28.10.2022

Energieriese UA ist auf Energieimport angewiesen, um Hauptstadt zu versorgen

Energiekrieg geht weiter

Keine Ruhe am AKW Zap, Uas Position unrealistisch

Die Mobilisierungswelle kommt- und dann?

 

Selenskij: ”Wir werden diese Dunkelheit mit Würde passieren. Die Hauptsache ist, das Licht in deinem Herzen zu behalten.” Pathetisch, aber gut.

Kriegsgeschehen

Ähnlich Vortage. symptomatisch Während ua Quellen von gewissen Fortschritten in Luhansk im Osten berichten, meinen ru Quellen, die UA sei dort in die Defensive übergangen, usw., usw.

 

Unklar weiterhin, was im Südwesten passieren wird. Die RA klaut wie die Raben auf der Westbank und transportiert auf die Eastbank. Da sie sich dort aber niederlässt, klaut sie auch dort Häuser und Eigentum, um sich zu etablieren. Zapzarap-Army!

 

Es ist aber offenbar nicht so, dass sie die RA wirklich zurückzieht, es gibt Nachrichten über angeblich 1000 neu Mobilisierte, die auf der Westbank eingetroffen sind. Auf der Eastbank hat die RA einen kleinen Wall aus Steinen aufgeschüttet und Aushöhlungen geschaffen, in denen sich Soldaten und Gerät schützen können. Offenbar soll das Ostufer gegen einen möglichen Amphibienangriff der UA geschützt werden. Es ist eine gewisse Analogie zur sog. Wagner-Linie, der Panzersperren- und Minengrenze im Osten entlang der Grenze von Luhansk/Russland.

 

Mobilisierten-Welle rollt an- und dann?

Laut ua Quellen soll die Masse der Mobilisierten (lauf ru Quellen über 200.000, laut unabhängigen ru Quelle über 400.000) in der nächsten Zeit eingesetzt werden. Bisher wurden „nur“ Löcher an der Front gestoppt, diese unter hohen Verlusten dadurch stabilisiert. Unklar ist, was mit diesen Massen passieren soll. Eine neue Offensive? Ersatz für Rotierte. Manche Soldaten an der Front haben monatelang offenbar keinen Urlaub gehabt, manche werden festgehalten, obwohl ihre Vertragszeit abgelaufen ist. Oder Masse für die Winterdefensive, die ihre Ausbildung an der Front abschließen soll. Während in der vergangenen Zeit immer wieder Berichte von Soldaten kursierten, die innerhalb weniger Tage nach der Mobilisierung an die Front kamen und dort starben, bemühen sie die Militärbogger seit einiger Zeit nachzuweisen, wo und wie Mobilisierte ausgebildet werden. Nur noch hier und da wurden Missstände bei der Ausbildung angeprangert. Offenbar soll zumindest der Eindruck erweckt werden, dass jetzt alles „normal“ läuft. Ohnehin sind Mobilisierte in der Masse, zumindest der Theorie nach militärisch grundausgebildet. Auch wenn die UA zahlreiche Hinweise auf schlechten Ausbildungsgrad hat. Ohne Spuren dürfte die Massenmobilisierung jedenfalls nicht bleiben, auch wenn sich schon jetzt teilweise erhebliche Funktionsdefizite zeigen. Manche Panzer, mit denen sie kommen, sind nicht nur grottig veraltet (T62!), sondern auch nicht einsatzfähig.

 

 

Neuer Krach in der russischen Armee

 

Erneut hat Kadyrev General Lapin angegriffen, den Chef der Militärbezirks Mitte (?, der offenbar immer noch im Amt ist. Ihm wird vorgeworfen, wie schon in Lyman nicht auf Bedrohungen bei Kreminna geachtet zu haben, so dass Kadyrev eigenmächtig Verstärkung heranholen musste, damit nicht dasgleiche wie in Lyman, der Zusammenbruch der Front und der ua Durchbruch, passiert. Ebenso wie vor einem Monat wird Lapin vorgeworfen, nicht an der Front, ja nicht einmal erreichbar zu sein. Der Konflikt zwischen Soldateska und traditionellen Militärs, zwischen Frontkommandeuren und Militärführung schwelt also weiter. Interessant, dass, wie in H-und-G.info vorhergesagt, offenbar regionale Militärführer eigenständiger/eigenmächtiger entscheiden, was manches allerdings unvorhersehbarer und risikohafter machen dürfte. (z.B. in der Nähe von Kraftwerken). Zu dem Konflikt passt auch eine Meldung, dass Wagner angeblich nun auch mit Luftstreitkräften operieren möchte, bisher gab es da eine Arbeitsteilung mit der Luftwaffe. Die KGBisten an der Front punkten wieder.

 

Ohne Energieimport geht in Kiew das Licht aus.

 

Auch wenn es stiller um die Luftangriffe geworden ist, der Energiekrieg geht „intelligent“ weiter. Gestern wurden wichtige Umspannwerke in Kiew getroffen, dass die Hauptstadt laut ru Quellen mit ungeplanten Stromausfällen zu kämpfen hatte. Angeblich ist K. weitgehend von den AKW abgetrennt, und hat ein so großes Stromdefizit, dass es nicht mehr dauerhaft, insbesondere in Spitzenzeiten den Strombedarf decken kann. Das Defizit entspricht in etwa der Menge, die die UA jetzt in Europa zukauft. Erstmals wird der Energieriese Ukraine zum Energieimporteur, was natürlich auch den Europäischen Strommarkt beeinflusst. Mit anderen Worten, ohne Energieimporte geht in Kiew das Licht aus. Eine Analyse von ru Militärblogs lässt darauf schließen, dass die RA weiter daran arbeitet, die Stromzufuhr aus russischen AKW komplett zu kappen, um das Land ins Chaos zu stürzen.

 

Geflüchtete sollen im Ausland bleiben

Die Autorität für Evakuierung und menschliche Hilfe, die stellvertretende ua MP, hat die Bürgerinnen und Bürger im Ausland wegen der schwierigen Versorgungs- und Energielage aufgefordert, im Winter nicht zurückzukehren. Das ist ein Appell, wie es hieß. In den Konflikt-Regionen wird weiterhin zur Evakuierung aufgefordert, allerdings eher zur Binnenmigration. Für erwartete Flüchtlingswellen Richtung Westen dürfte v.a. der Luftkrieg in der Mittel- und Westkukraine und die Frage der Zuspitzung des Lage in Belarus von Belang sein. Der Beschuss der Energie und Nachschublogistik aus dem Westen betrifft schon jetzt diese Region. Die Belarus-Lage spitzt sich zu.

 

Belarus-kommt doch ein Angriff?

Während der ua Heeresbericht bis zum Einschlafen lakonisch wiederholt, dass sich die Lage im Nordwesten nicht geändert habe, behaupten ru Quellen, die UA stelle sich auf eine Invasion aus BY ein. Sie leitet das aus massiven Verstärkungen entlang der Grenze ab, die in der Tat stattfindet.

 

 

ominöses Baugeschehen im AKW ZAP-UA Position unrealistisch

Besatzer bauen am AKW, ohne dass die technischen Betreiber, wissen was. Beuruhigend rufen sie nach IAEA-Inspektion- zurecht.

Die Positionen UA-Ru scheinen unversöhnlich, während die UA auf Entmilitarisierung beharrt, setzt die IAEA weiter auf Sicherheitszone, was Ru angeblich bereit ist, zu konzedieren. Auch wenn die UA-Position verständlich ist, ist m.E. die Grossi-Position die einzig derzeit realistische, um einem drohenden Gau entgegenzuwirken.

 

 

Verschärfte Militärzensur in besetzten Gebieten

Jederzeit können (wie an manchen Gebieten schon früher) Handys konfisziert und auf verdächtige ua Kontakte überprüft werden (mit „üblichen“ Folgen wie Haft, Folter etc.). Offenkundig soll der ua Widerstand getroffen und eingedämmt werden, der den Besatzer zunehmend zu schaffen macht. Die ua Seite gibt Tips, wie man die Nachverfolgung von Metadaten verhindern kann. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass derartige Drohungen auch greifen. Dies könnte, neben der weiteren Flucht von pro ua Personal einer der Gründe sein, dass -wie mehrfach in der letzten Zeit auf H-und-G.info angemerkt- die Meldungen aus den besetzten Gebieten dünner werden.

 

In Donetzk wurde erneut ein Tankzug von Himar-Raketen getroffen. In den UA hieß es, die Russen haben mal wieder geraucht.

Schlammschlacht hat begonnen. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 27.10.2022

Offensiven stecken im Schlamm- nach dem Regen kommt der Frost

Kampf gegen Energielogistik wird weitergehen

Uneinigkeit bei Sicherung des AKW Zap dauert an, auch wegen der UA

Anarchie in den besetzten Gebieten bietet Raum für Partisanen-Aktionen

Kriegsfortschritte“: ua Originalzitat: „Das befreite Dorf Nevske... es gibt kein überlebendes Gebäude, um die ukrainische Flagge zu hissen...“

Kriegsgeschehen

Die Regenzeit hat in der Ua begonnen und damit die erste gefürchtete Winterphase. Der Krieg , der in letzter Zeit ohnehin eher ein bewegter Stellungskriegs war, dürfte sich weiter festfressen. Sowohl aus Cherson, wie aus Luhansk wird Ähnliches berichtet, der Verteidigungsminister spricht von Kilometer für Kilometer Befreiungen. Auch die Evakuierungen leiden darunter, in Zap wurde eine unbefestigte Straße für Flüchtlinge weggespült. Die Lage dürfte sich erst ändern, wenn der Frost kommt, im Osten mit bis zu minus 20 Grad, im Südwesten am Meer wärmer. Wenn der Boden gefroren ist, nimmt die Beweglichkeit wieder zu, aber auch die Risiken. Spuren im Schnee sind gut für Drohnen sichtbar, und offenbaren Beschussziele ebenso wie Feuer, mit denen sich Soldaten erwärmen wollten. Allgemein wird damit gerechnet, dass die UA Winterkleidung wegen Hilfslieferungen aus dem Westen besser sein dürfte als die der RA, die schon bei der Herbstmobilisierung groteske Defizite aufwies. Wie das alles wird, weiß keiner, schöner sicher nicht.

Energiekrieg geht weiter – Es geht gegen Steuerungszentralen

Auch wenn sich die Zahl der Luftangriffe „normalisiert“ hat, geht der Kampf gegen die ua Energieinfrastruktur weiter. Die ru Seite analysiert genau, welche Schäden sie angerichtet hat und ob und wie es der UA gelang, diese zu beheben. Fazit. Sie haben zwar fast alle Schadstellen repariert, aber nicht alles, wie reguläre Stromabschaltungen und außerplanmäßige Stromausfälle zeigen. Einerseits wird festgestellt, dass die RA Treffer immer nur einen Teil der Umspannwerke treffen, sodass immer einige Transformatoren erhalten bleiben, auch wenn diese überlastet sind. Offenbar gibt es auch eine Scheu, alle hardware zu zerstören, von der die (potentiell) besetzten Gebiete selbst abhängen. Daher die Schlussfolgerung. Man sollte die Computer-Schaltstellen treffen. Inwieweit diese Strategie offiziell ist oder „nur“ von der militärischen „Basis“ kommt, ist unklar. Letztere wird offenbar jedoch immer einflussreicher. Es ist also davon auszugehen, dass weiter am Blackout gearbeitet wird.

Partisanen und Anarchie

Mehrere Explosionen deuten auf effektivere Partisanen-Aktionen, aber auch auf zunehmend anarchische Zustände hin. In Cherson wurde ein Gebäude der Innenverwaltung mit einem Granatwerfer (!) angegriffen, obwohl Cherson noch gar kein Kampfgebiet ist. In Melitopel gab es einen Anschlag in der Nähe der Geheimpolizei. In Mariupol gab es eine Explosion, bei dem es sich möglicherweise um eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Besatzergruppen handelte. Auch weiter hinter den Linien, 50 km östlich von Donetzk-Stadt explodierte ein Tank-Eisenbahnzug mit Treibstoff. Auch aus Russland berichten westliche Geheimdienste von Eisenbahnfreischärlern, die angeblich Gleise sprengen. Die ru Gegenpropaganda war gezwungen, deren Existenz mehr oder minder einzuräumen, indem sie sie als Werk einer Abteilung des ua Militärgeheimdienstes darstellt. Offen blieb, ob mit derartigen aktiven Maßnahmen, nur Maßnahmen zur Desinformationen der psychologischen Kriegsführung oder echte Aktionen eingeräumt werden.

Krieg um Symbole- russische Besatzer widerlegen Holodomor

Dass es in diesem Krieg auch um die ideologische Lufthoheit geht und dabei Symbole eine große Rolle spielen, ist offenkundig. Besatzer schleppten Lenin-Statuen ein, köpften dafür die Denkmäler von ukrainische Nationalhelden, usw..

Derzeit werden in Mariupol Denkmäler, die an den Massentod von Ukrainern in den 1930er Jahren erinnern, der vielen in der UA als Genocid gilt, entfernt. So kann man Geschichte auch widerlegen. Durch Hammer und Meißel. Beim (vorübergehenden) Abzug aus Cherson nahmen die Besatzer bei der Evakuierung jetzt die Statue von Fürst Potemkin mit, um sie vorübergehend auf der East-Bank des Djnepr aufzustellen. Psychologen könnten vermutlich eine doppelte Verdrängung analysieren. Der Holodomor erinnert an den Bomben und Deportations- „Genocid“ der RA von heute. Und Potemkin galt als Meister des Scheins bei der Erschaffung von Neurussland. Beide Gespenster muss man unter Kontrolle halten.

Krimbrücke bei Kertsch vermutlich frühestens im Dezember für LKW befahrbar

hybrid- Hunger für die Welt, keine Westautos für die Russen

Während sich der Getreidestreit kurz vor Auslaufen des historischen Abkommen wieder zuspitzt, brechen immer mehr Multis endgültig ihre Zelte in Russland ab und verkaufen ihre Anteile. (Mercedes, Ford)

Preissteigerung. In der UA sind die Fleischpreise in diesem Jahr zwischen 10 und 30% gestiegen. Wegen Verteuerung von Futter und allgemeinen Problemen wird ein weiterer drastischen Anstieg erwartet.

Privat geht vor Katastrophe- Winterhilfen

Da die Gasversorgung in Melitopol, Berdynask schon seit Monaten ausgefallen ist, empfehlen die ua Kommunalbeamten: Evakuierung (was Richtung UA nach Annexion kaum noch noch möglich ist), Umzug in Privathäuser mit Ofenheizung und Holzhorten und -hacken.

schmutziger Bombe fake news?

Der angebliche Fotobweis, den Ru volegte soll angeblich ein altes slowensiche Aufnahme von Rauchmeldern in einer Atomanlage sein.

RA rekrutiert angeblich von den USA ausgebildete afghanischen Nationalarmisten

Droht Kadyrov mit Terror gegen Europa? H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 26.10.2022

 

Teufelsaustreibung- neue Kriegsstrategie Putins

Was macht eigentlich die Panzerdbatte?

Heute verkürzt

 

Kriegsgeschehen

 

bewegter Stellungskrieg wie die Vortage. (Gemeint ist, wie mehrfach erläutert, dass es immer wider Vorwärts und rückewärtsbeegungen gibt, die aber kaum zu substanzielle Veränderungen führen. Das hägt auch mit der Länge der Front zusammen, die keine der beiden Seite stabil halten kann.

 

Cherson wird nur teilgeräumt- Kampf bis zur letzten Patrone oder Verlangsamung des Rückzuges

Was genau passieren wird, nach wie vor unklar. Die Besatzungsverwaltung räumt die Westbank und nimmt große Teile der Zivilbevölkerung mit auf die Eastbank des Dnjepr. Auch Militärführung und angeblich auch große Teile des Offizierskorps sind da. Ca 50 km nördlich von Cherson und nahe Cherson verstärkt die Ra nach wie vor Verteidigungslinien, und etabliert wohl auch Nester in der Stadt. Angeblich funktioniert der ru Nachschub, sogar an Soldaten vor allem über den Kachowka-Staudamm immer noch, was einer der Gründe für die Verminung sein dürfte. Vermutlich wurden Elitetruppen (Fallschirmspinger) durch Mobilisierte ersetzt. Ein Volkssturm (Volksmilizen) soll (angeblich mit mäßigem Erfolg) aus der Restbevölkerung gebildet werden. Die UA-Soldaten sollen bis 5:1 in der Überzahl sein. Ob die Ru Strategie also nur der Verlangsamung des Rückzuges, oder dem Ziel dient, den Brückenkopf von West-Cherson aus symbolischen, politischen und strategischen Gründen um jeden Preis zu halten, ist nicht klar, vielleicht nicht einmal den Russen selbst. Man probiert, was geht.

Gefährlich ist die Lage an der Ostseite, wo die RA noch relativ störungsfrei nachrüsten kann. Es werden auf der anderen Dniepr-Seite parallel zu der UA auf der Westbank russische Truppen massiert. Die gegenseitigen Beschüsse über den Fluss dürften eher zunehmen. Ein erstes Opfer, Kadyrovs eitle Truppen, die offenbar ein selfi posteten und die Wirkung auf die Ukrainer schnell zu spüren bekamen. Die Sache funktioniert im Prinzip allerdings auch vice versa.

 

Was macht eigentlich die deutsche Panzerdebatte?

Als die UA keine Panzer, sondern dringen Flugabwehrsysteme und Haubitzen brauchten, überschlugen sich deutsche Politiker mit Panzerforderungen, jetzt, wo die ua m.E. Panzer bräuchte, ist es still darum geworden. Mein Überblick über die Bewaffnung vor Ort ist zwar nur rudimentär, aber was sich sehe, deutet darauf hin, dass die UA mangels Panzern manche Offensiven mit gepanzerten Jeeps, auf denen eine Maschinengewehr aufmontiert ist, führt. Die sind zwar schneller und daher schwieriger zu treffen als Panzer, aber wenn sie getroffen werden, no chance. Das dürfte auch nach ru Medien ein Grund sein, warum die UA im Moment stagniert. Ru Originalzitat: „Streitkräfte der Ukraine, versuchten mit den Streitkräften von bis zu 3 gepanzerten Personentransportern, verstärkt mit gepanzerten Fahrzeugen, die Verteidigungslinie der 20. Armee der RF-Streitkräfte zu durchbrechen und die Straße Svatovo-Kremennaja zu erreichen. Die ukrainischen Formationen gaben ihre Versuche, auf Grund von Verlusten auf.“

Ich habe zwar keine wirkliche Ahnung von solchen Gefechtslagen, zu berücksichtigen ist sicher auch die jeweilige Topographie, aber was die UA da macht/machen muss, sieht in Videos ziemlich Kamikaze-mäßig aus.

M.E. wird die Panzerdebatte spätestens im nächsten Frühjahr wiederkommen. Solche Debatten müsste aber proaktiv nicht reaktiv geführt werden. So wie es jetzt mit der Luftabwehrdiskussion schlecht demonstriert wird. Dass Ru die UA rundum aus der Lauft angreifen kann, war vor dem 10. Oktober bekannt, man ging bloß davon aus, dass sie es nur noch sehr dosiert tun, oder dachte an gar nichts. Jetzt wirken die Rufe nach Luftabwehrystemen zwar aufrichtig, aber sie kommen spät.

Will Kadyrov dem Terror nach Europa exportieren?

Dass Kadyrov mit aufgeblasener Verbalradikalität, Mißerfolge überspielt, ist nichts neues. So tickt der Typ. Der Aufruf zu Auslöschung ua Städte ist auch nicht so neu, außerdem schon Realität. Auch die Bekämpfung des Satanismus gehört von Anfang an zu seinem Repertoire. Damit war auch schon immer verbunden, den Krieg für Muslime zu einer heiligen religiösen Sache zu machen. Die Formulierung Djhad rundet das eigentlich nur ab. Was aber aufhorchen lässt, ist sein Vergleich mit den Mullah-Karrikaturen von Charly Hebdo. Erinnert an den Aufschrei der Muslime und dass sie damals bereit waren sich zu wehren, und er fragt konkret wo heute analoge Helden sind. Was heißt das anderes als der Aufruf, als Terror gegen westliche Einrichtungen bzw. im Westen zu verüben?

 

Teufelsaustreibung- neue Kriegsstrategie Putins

Ich dachte an den schlechten Scherz eines ua Bloggers, oder den Ausschnitt aus einem neuen Eisensteinfilm über mystische Bräuche im alten Russland. Aber es ist wohl Realität und keineswegs eine exotische. In Mariupol ziehen Anhänger des Moskauer Patriarchats mit Kreuzen und Ikonen durch ASOVstal, um dort den Geist des Teufels auszutreiben. Derartige Teufelsaustreibungen werden von Moskau quasi gefördert, wo die Zerstörung des ukrainischen Satanismus gefordert wird. Putin greift ganz tief in die mystische Mottenkiste, um unter Appell an die russischen Urinstinkte (und die der Muslims) „sein“ Volk bei der Stange zu halten.

Rote Linie überschritten? H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 25.10.2022

Eigentlich ist die rote Linie Russlands schon lange überschritten

Rätsel der schmutzigen Bombe gelöst?

Riskante ukrainische Angriffe

Die Griwna hat schon gewonnen, was wirklich passieren wird, ist unklar.

Machtkämpfe in Moskau, ja, aber wer gegen wen?

Drohnenabwehr zu teuer- Mullahs machen einen auf gaga

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage

Lauern auf den nächsten Akt:

Beide Seiten belauern sich und keiner weiss genau was kommt. Schlacht um Cherson, Offensive in Svatov/Luhansk, Offensive in Zaporischschja, atomare Sauerei irgendwo, irgendwie, Staudammexplosion....

Die Rote Linie ist längst überschritten

Manchmal übersieht man Naheliegendes. Seit Tagen heißt es in H-und-G.info, dass die Region Kursk/Belgorod faktisch Kriegsgebiet ist, da es dort permanent Exploisionen durch ua Beschuss und Anschläge gibt. Zwar haben ua Soldaten (außer vielleicht bei Kommandounternehmen) die Grenze nicht überschritten, bombardieren aber das Gebiet, was eines der wichtigen Nachschubregionen der RA ist. Damit ist eigentlich russisches Kernland bedroht, was immer als die rote Linie für die Selbstverteidigung mit Kernwaffen gilt. Ähliches könnte man für die Krim, sagen, die qua Annexion Ru geworden ist. Daraus kann man schlussfolgern. Russland ist bisher aller Verbalradikalität zum Trotz vorsichtig, was den Einsatz von Nuklearwaffen betrifft. Zweitens, es steht unter Druck, das zu realisieren, was es angekündigt hat. Drittens. Die neuen Grenzbefestigungen (Wagnerlinie) können psychologisch dazu beitragen, zu sagen, es gibt keine existentielle Gefahr. Viertens. Das Geplänkel um die schmutzige ua Bombe könnte auch in diesem Zusammenhang gesehen werden. (wie, ist mir bisher nicht klar.)

Rätsel um schmutzige Bombe gelöst?

Eine neue Theorie gibt es bei der ua Atom-Energiebehörde. Im AKW Zap wurden hochabgeschirmt Bauarbeiten im Bereich abgebrannter Brennelemente festgestellt.

  • Hier werden 174 Container gelagert, von denen jeder 24 Einheiten abgebrannten Kernbrennstoffs enthält. Die Zerstörung dieser Container durch Detonation wird zu einem Strahlenunfall und einer Strahlenkontamination von mehreren hundert Quadratkilometern der Umgebung führen.

 

Dieses Szenario würde sich mit einer angebliche ru fake- Karte über Auswirkungen der angeblichen ua schmutzigen Bombe decken, die eine Strahlung bis Richtung Warschau suggieriert mit einem Epizentrum in der Nähe von Energodar. Man könnte die Container auch dosiert sprengen. Unbemerkt transportieren, wohl kaum.

Staudamm-Nur Teilsprengung?

Die Minenkapazitäten reichen derzeit für eine Totalsprengung nach Erkenntnissen des ua Militärgeheimdienstes nicht aus. Womöglich sei “nur” an eine Sprengung der obersten Kante mit der Straßenüberführung gedacht.

Riskante ua “Spiele”

Die ua beschießt Gegenden, die hohe Katastrophenrisiken beinhalten.

Nowa Kachowka auf der anderen Seite des verminten Staudammes wird immer wieder bombardiert. Dort läuft der Hauptnachschub für die RA. Die Entfernung zum Staudamm ist unbekannt. Ebenso hat die UA offenbar vor zwei Tagen ein Hotel in Engergodar, ca 5km vom AKW Zap, beschossen. (ru Quellen berichteten, ua bestätigten indirekt) . Gestern wiederum explodierte (zum wiederholten Mal) eine ru Rakete kurz nach dem Start, die vom Ufer in Energodar (Nachbarschaft zu AKW) auf die UA Dnjepr-Seite abgefeuert werden sollte. Die ua Reaktionen lassen auf ua Partisanen-Aktivitäten schließen.

Das heißt: die UA verläßt sich bei ihren brandgefährlichen Angriffen darauf, dass ihre Raketen präzise genug sind, keine Katastrophe auszulösen. Sind sie das wirklich immer? Und wie steht es mit den Gegenreaktionen. Die expodierte Rakete in der Nähe des AKW zeigt, wie schnell alles aus dem Ruder geraten kann.

Fragt da eigentlich mal jemand nach?

Griwna schlägt Rubel im besetzten Süden

Wenn es nach den Kursrelationen ginge, hätte die Ua schon gewonnen. Nach überhöhten Rubelwerten, liegt dieser inzwischen beim 2-5-fachen unter der Griwna.Tendenz Ramschniveau.

Machtkämpfe in Moskau

ISW berichtet unter Berufung u.a. auf ua Geheimdienst darüber dass es in Moskau Meinungsverschiedenheiten über die Kriegsziele gäbe. Auch die in H-und-G.info mehrfach beschriebenen Kampflinien zwischen Wagner und traditionellen Militärs werden beschrieben. Die Interpretationen und Zuordungen bleiben jedoch spekulativ und sind möglicherweise falsch. (Prigoschin Gefahr für den Kreml, weil er Girkin unterstützt?)-Wir wissen zu wenig über das Innenleben des Moskauer Machtapparates: Oder weiß jemand mehr?

Ukraine 17. Bundesland?

Die Ua erwartet einen regelmäßigen Scheck von der Bundesrepublik, um das Haushaltsdefizit im nächten halben Jahr decken zu können. Wer kann da schon Nein sagen.

Gefährliche Drohnen. UA ehrlicher als Briten-Mullahs gaga

Während die UA zugibt, dass 30% der iranischen Drohnen durchkommen, gehen die Briten nur von 15 % aus, die nicht abgeschossen werden. Die Drohnen sind gefährlich, da billig und ihre Ortung schwierig und ihre Abschuss bisher (zu) teuer. Da sie billig sind, können sie dutzendweise abgeschickt werden, damit einzelne durchkommen. Für die traditionelle Luftabwehr fliegen sie zu tief. Und die Laufabwehr ist deutlich teurer als die Drohnen selbst. Es geht auch die Lauftabwehrmunition zur Neige. Außerdem ist das Land so groß, dass es nicht flächendeckend geschützt werden kann. Es werden dringend adaptierte, billigere Abwehrmethoden benötigt.

Hoffnung setzt die Ua auch auf Israel, die bisher auf Russland als Stabilisator im Nahen Osten gesetzt haben. Aber auch hier gibt es inzwischen in der Regierung abweichende Positionen, zumal der Erzfeind Iran mit im Visier ist. Die Mullahs tutn so, als hörten sie das erste Mal davon, dass iranische Drohnen in der UA eingesetzt werden. Nun ja vermutlich werden die Komponenten in Ru zusammengebaut und umetiquettiert. Aber es bleibt im Kern iranisches knowhow und iranische Technik. Spielen die Mullahs nur auf Zeit oder ist das von innen angefriffene System beeindruckt von neuen Sanktionen, etc.. Bisher demonstrieren v.a. modernere, gebildetere, urbane Schichten, bei einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, könnte sich das ändern.

Hier ist heute Schluß. Aus Zeitgründen......

Staudammszenario. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 24.10.2022

Wenn der Staudamm bricht, gehen v.a. die Russen baden

Rätselhafter Schoigu

RA momentan defensiv eingestellt?

Tschekistische Strategie

 

Kriegsgeschehen

 

 

An den üblichen Orten befinden sich UA und RA im blutigen Clinch, ohne substanzielle Veränderungen. In Luhansk und Zap wird UA Offensive erwartet, dies aber auch schon seit Tagen.

 

Iranische Drohnen-Instrukteure sind nicht nur auf der Krim (wo angeblich einige von ihnen „ausgeschaltet“ wurden), sondern auch in Belarus. Hier ist die UA gehemmt, direkte Gegenaktionen zu machen.

 

Die Marine der RA hat wieder dutzende von Mittelstreckenraketen im Schwarzen Meer und im Mittelmeer (!?) geladen. Es könnte also zu einer neuen Raketenwelle kommen.

 

Rätselhafter Schoigu

 

Schräger Anfruf von Schoigu in westlichen Hauptstädten. Sein Hinweis auf eine mögliche schmutzige ua Bombe war ziemlich absurd. Aber warum hat er dann angerufen? Es kann sein, dass er einen Vorwand suchte, um nach den Raketen- und Drohnenangriffen die Stimmung im Westen auszuloten. Es kann aber auch sein, dass er eine fiese Aktion beim Rückzug von Cherson vorbereiten wollte, die diese als Präventionsmaßnahme erscheinen lassen soll.

 

Cherson auf der Flucht

Cherson ist weiter auf der Flucht. Das Internet wurde abgeschaltet, um Partisanenaktionen zu erschweren. Gegen einen Gefängnisleiter gab es einen Anschlag. Offenbar gehen die Besatzer dazu über, wieder Kinder zu entführen. Behinderte aus einem Heim wurden auf die Krim verlagert, in anderen Region wurden die Kinder gleich nach Russland geschickt- für längere Zeit, wie es hieß.

Auf Grund der Unsicherheit verfällt der Rubel in den besetzten Gebieten des Südens, in Melitopel wurde er teilweise gar nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert.

 

 

Staudammscenario

Gerüchte, wonach der Dnjepr-Staudamm gesprengt werden können, kursieren nach wie vor. Es gibt inzwischen ein schwedisches worst-case Szenario. Demnach würde ein 200m breiter Dammbruch in Cherson Stadt eine Flutwelle von 4-5 Metern auslösen. Gerade die linke D-Seite würde überschwemmt (wo sich die RA befindet) und der Krim-Kanal wäre funktionsunfähig. All des spricht m.E. dagegen, dass die RA dem Damm sprengen wird. Gefahr besteht auch für das AKW Zap, weil ein plötzlicher Wasserabfall am Stausee zum Ausffall des Kühlsystems führen könnte.

 

Besetzte Gebiete. kommt noch was?

Erstaunlich wenige Nachrichten aus den besetzten Gebieten, sei es weil sich wenig neues tut und die Anexion nur ein formaler Akt war. Mir ist immer noch nicht klar, ob im November noch eine reguläre Verwaltungsimplementierung kommt. Allerdings hat das Putinsche Kriegsrecht den „Vorteil“, dass das in Ru übliche Verwaltungssystem zunächst suspendiert ist.

 

In Mariupol ist eine „Aufbauprogramm“ verkündet worden, das aber nur ausreichen dürfte, den Wohnraumbedarf der Besatzer zu decken.

 

 

Wagner-Linie-RA in Defensive

Der Bau der sog Wagnerlinie ist aufschlussreich. Diese Verteidigungslinie mit Minen und Panzersperren (kleine Betonpyramiden) ist derzeit in Luhansk im Bau. Angeblich sind bisher nur 2 km von geplanten über 100 fertig gestellt. Mir bekannte Pläne zeigen eine doppelte Grenzlinie. Eine in der Nähe der Oblast-Grenze Luhansk und eine weitere entlang der russischen Grenze.

Dies ist insofern interessant, weil es ein Eingeständnis sein dürfte, dass von größeren Landgewinnen derzeit nicht ausgegangen wird. Offenbar ist man nicht einmal sicher, die erste Linie halten zu können. Jetzt wird sogar schon russisches Territorium geschützt, weil der Kreis in der Grenzregion schon lange auf den Oblast Kursk übergegriffen hat.

 

Gas für Winter reicht

Nach Aussagen des ua MP verfügt die UA über genügend gespeichertes Gas, um über den Winter zu kommen. Ohnehin sind in manchen Regionen 1/3 der Menschen aufs Land geflüchtet, wo sie Holz schlagen können oder zugeteilt bekommen.

 

Die UA kritisiert, dass ein großer Teil der EU-Hilfsgelder für die UA immer noch (u.a. von Deutschland) blockiert wird.

 

 

Tschekistische Kriegsführung

Ich rätsel immer noch, was sich in den letzten 3 Wochen im Machtgefüge von Ru verändert hat. Eindeutig sind die traditionellen Militärs geschwächt, die Soldatestka-Fraktion gestärkt worden. Dazu passt auch die Zerstörung der ua Infrastruktur. Die ru Militärs, syrienerfahren, bombardierten zwar auch alles, aber das v.a. mit dem Ziel von Geländegewinnen und der Schädigung des militärischen Nachschubs. Dass ist eine schreckliche, aber immer noch militärische Strategie. Die neue setzt v.a. auf politische Destabilisierung 1. der UA und 2. von Europa. Dazu passen auch jüngste Spekulationen in ru Blogs über eine Krise in Moldavien. Die neue Strategie dürfte eher dem Hirn von Tschekisten als dem von Militärs entspringen. Das hat aber einen Machtwechsel in Moskau zur Voraussetzung. Irgendjemand muss der Soldateska-Fraktion den Rücken gestärkt haben bzw. jetzt den Rücken stärken. Sichtbar, wer das war und wo Putin steht, ist das bisher nicht. Möglicherweise hat auch nur der Sicherheitsrat, der mehrheitlich aus KGBistischen Buddies von Putin besteht, den Militärs gesagt, wo es langgeht. Es bleibt rätselhaft.

E-Loks sollen ausgeschaltet werden. H-und.G.info Ukraine-Monitoring vom 23.10.2022

Es geht um die Ausschaltung der Energieinfrastruktur

Chaosstrategie setzt sich durch

Cherson- Abzug mit Schrecken?

Russische Armee höchst motiviert: beim Klauen

Kollaboration und Korruption

Ukrainer kaufen russischen Soldaten die Waffen ab

 

Kriegsgeschehen: It`s Infrastructure, stupid!

Eigentlich ist es derzeit relativ egal, was an der Front passiert. Es geht um die Infrastruktur.

Die ru Luftangriffe der letzten 24 Stunden sind von den Folgen her vermutlich schlimmer als die vom 10. Oktober! Auch wenn die Zahl der Angriffe deutlich geringer war, wird doch relativ genau weiter die ua Energie-Infrastruktur geschädigt. Da diese ohnehin schon angeschlagen ist, ist jeder weitere Schlag umso schlimmer.

Es geht auch in Regionen, die weit ab von der Front sind weiter darum, AKWS wie das von RIWNE vom Netz zu trennen bzw. an Umspannstationen mittlerer Größe das Netz zu zerstören. Offenbar verfügt die RA teilweise über sehr präzise Informationen, wie hoch der Grad der Zerstörung ( Zahl der Transformatoren !) ist und wo man nachsetzen muss. Es geht explizit darum, auch die Reparaturfähigkeit zu verunmöglichen. Es geht keineswegs nur darum, die ua Bevölkerung zu treffen.

Ziel ist es inzwischen offenbar, die Eisenbahn, v.a. im Westen des Landes, die Richtung EU fährt, vom Stromnetz zu nehmen. Dafür gibt es bisher keine ua Bestätigung, aber ru Quellen behaupten, die UA müsse jetzt schon Dieselloks fahren lassen, von denen es zu wenige gäbe, die langsamer und weniger stark am Berg (Karpaten) seien. Es geht also darum, den Austausch mit dem Westen, militärisch wie wirtschaftlich nachhaltig zu schwächen.

Diese Strategie zielt nicht nur auf die UA, sondern auch den Westen. Der Zwang, die UA im Winter zudem mit Energie zu beliefern, geringe Halbprodukt-Lieferungen aus der UA und neue Massenwanderungen würden die EU-Staaten weiter belasten und zu Massenunruhen führen.

Während die traditionellem ru Militärs Krieg gegen die UA geführt haben und eher gelegentlich Nachschubwege der UA beschossen haben, zielt die „neue Strategie“ von vornherein hybrid auf die Zerstörung der Lebensgrundlagen der UA, auf völkerrechtswidrige Angriffe gegen die Infrastruktur, v.a. die Strom- und Wärmeversorgung. Man mag das feinsinnig als „nicht Kriegsentscheidend“ (ISW) bezeichnen. Aber auch wenn mir wieder Arroganz vorgeworfen wird, überzeugend finde ich das nicht.

Schon jetzt sind ca. 1,5 Mio Menschen ohne Strom, manche Ortschaften ohne Heizung, da auch Fernheizkraftwerke beschossen wurden.( Die Zahl hat sich in wenigen Tagen verdoppelt!) Die Powercuts, die unerlässlich sind, um das ua Netz überhaupt noch stabil zu halten, überfordert schon jetzt teilweise die Bevölkerung. In Nikopol hat eine großer Teil der Bewohner (offenbar wegen des nahen AKW) nur Stromheizungen, die jetzt über längere Zeiten abgeschaltet werden müssen. Die Niedrigtemperaturen von derzeit 10 Grad tendieren Richtung 6 in den kommenden Tagen. Die Bürger möchten daher von der Stromsperrung ausgeschlossen werden.

Im Raum Cherson- Fortschritte wegen Brückensprengungen.

Auch im Raum Cherson sind es nicht die eigentlichen Frontauseinandersetzungen, sondern der Kampf um die Nachschubwege, der das Geschehen bestimmt. Die UA hat es offenbar geschafft hat durch Beschuss und Angriffe auf Brücken und Eisenbahnen die Lage der RA so zu verschlechtern, dass sie große Teile von Westcherson wird räumen müssen. Die Besatzerverwaltung zieht schon ab, die Zivilbevölkerung wird bedrängt, zu evakuieren, die Militärs räumen Posten. Allerdings kann man nicht davon ausgehen, dass die RA ohne Widerstand komplett abrückt. Es mehren sich Anzeichen, dass ich RA Soldaten in Cherson in Wohngebäuden verschanzen und auf den Straßenkampf vorbereiten. Ob die UA darauf überhaupt eingeht, ist noch offen. Spekulationen gibt es weiterhin darüber, ob die RA beim Rückzug das große Stauwerk nördlich von Cherson sprengen könnte. Rätselhafter Weise lassen die Ru dort Wasser ab. Auch dies könnte aber eher ein Zeichen sein, dass man der UA keine Wasserstrom zubilligen will, und selber eine große Welle bei einer evtl. Sprengung fürchtet.

 

Russische Soldaten höchst motiviert-sie klauen

Trotz prekärer militärischen Lage, die RA denkt v.a. an ihr persönliches Wohl. Von überall wird berrichtet, dass geplündert wird. Auch die raren Transportkapazitäten über den Dnjepr werden mit Diebesgut blockiert.

 

Bürger von Melitopel kaufen russische Waffen von Deserteuren auf

Melitopel bietet ru Soldten die scih ergebn Schutz. Wer Militärgerät verkaufen will, kann dies abgestellen und dafür Geld auf ein Konto kassieren.

Originaltext:

„Russische Soldaten!
Wir schlagen vor, dass die bewussten Soldaten Ihrer Armee am Leben bleiben und nicht aus Profitgründen töten.

Ungefähr 70.000 russische Soldaten und Offiziere sind bereits in schwarzen Taschen nach Hause gegangen. Aber wir bieten russischen Soldaten eine Alternative: Wenn Sie nicht sterben wollen, ergeben Sie sich!

Zaporozhye schließt sich dem staatlichen Projekt der Ukraine „Ich will leben“ an. Dank ihm können sich alle Soldaten der russischen Armee ergeben und so ihr Leben retten.

Die Ukraine garantiert den Kriegsgefangenen Sicherheit, medizinische und rechtliche Betreuung, Unterhalt in menschenwürdigen Bedingungen, Geheimhaltung der Umstände der Gefangennahme.

Im Gegenzug garantieren patriotische Melitopol-Bürger Barzahlungen für jede Einheit militärischer Ausrüstung, die russische Soldaten uns übergeben.

Wenn Sie in den Krieg gezogen sind, um Geld zu verdienen, müssen Sie nicht schießen und unter Beschuss stehen.

Gebt euch stattdessen zusammen mit der Ausrüstung auf, erhaltet eine Belohnung und rettet euer Leben!

Wenn Sie leben wollen - rufen Sie an!
☎️+38 066 580 34 98
☎️+38 093 119 29 84

Oder schreiben Sie an den Chatbot @spasisebyabot

 

Kollaborateure und Korrupte

Die Ua hat offenbar ein Problemt mit der Loyalität seiner Wirtschaftseliten. Immer wieder gibt es Medlungen über Verhaftungen von hochrangigen Wirtschaftsvertretern, die auch mit der Politik verbandelt sind, die der Bestechung beschuldigt werden. Gestern wurde der Inhaber der größten ua Turbinenfabrik festgenommen, weil der die RA mit Militärgerät versorgt haben soll.

 

 Erfolgreiche Mobilisierung. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 22.10.2022. ca. 6.30 Kriegsgeschehen

Erfolgreiche Mobilisierung. 
Bricht die UA zusammen? 
Zweifel, ob der Kampf um Cherson(Stadt) kommt

Kriegsgeschehen

ähnlich Vortagen

Mobilisierung „erfolgreich“-viele Experten lagen falsch
Die vor ca einem Monat von Putin ausgerufene Mob hat ihre Funktion erfüllt, die ua Gegenoffensive ist gestoppt, bzw. verlangsamt,  die fluchtartigen Rückzüge der RA sind beendet. Damit haben sich alle Experten offenbar geirrt, die vorhersagten, dass Putin scheitern würde. Sie gingen offenbar von westlichen Vorstellungen bei Rekrutierungs- und Ausbildungszeiten aus und konnten sich nicht vorstellen, dass untrainierte Soldaten an die Front geworfen werden. Auch nach eine ¾ Jahr Krieg scheinen viele Experten immer noch in ihren Vorstellungen befangen und verstehen nicht, dass Putin, die wie seine Entourage keine Militärs sind, anders ticken. Sie setzen auf Sieg um jeden Preis. Kgbisten sind es nicht gewöhnt, zu verlieren und außerdem wissen sie, dass Verlieren für das System Putin und  ihre persönliche Karrieren das Ende bedeuten würde. Also nicht enden wie Saddam oder Ghadafi sondern wie Assad. Sieger auf einem Berg von Leichen und Trümmern. Die Sache gleicht einem Rohrbruch, bei dem der Betroffene mit Lumpen das Leck dichtet, während der Klempner ihm erklärt, dass das Rohr ausgewechselt werden muss. Langfristig hat eher der Klempner Recht. Und die Folgen der Mobilisierung, Braindrought, zunehmende Verbitterung in der ru Bevölkerung und hohe Verluste summieren sich. Die Krankenhäuser im besetzen Zap soll voll mit Soldaten sein, die Militärblogger zeigen seit Tagen, wie man erste Hilfe leistet. Schwacher Trost.


Krieg in Russland

Fast tägliche Meldungen über Explosionen und Feuer in Belgorod zeigen, dass der Krieg auf russischem Grenzgebiet Gebiet inzwischen „Normalität“ ist, auch wenn es  Dementis, Fake news und Partisanen-Attacken gibt.


RA igelt sich (vorläufig) ein

Seit Wochen gibt es Meldungen, wonach sich die RA eingräbt. V.a. in Charkiv/Luhansk (Gräben Minen, Panzersperren) und teilweise auch in Cherson. D.h. der RA scheint bewusst, die die momentane Notstrategie nicht den Kriegsverlauf umdreht, und sie Zeit gewinnen muss, um sich  neu aufzustellen. Neue Meldungen über den Ausbau von Cherson zur „Festung“ sind interpretationsbedürftig. Einerseits geht es um Psychologie. Die RA muss die Bevölkerung und eigenen Soldaten beruhigen, damit keine Massenpanik ausbricht. Zum anderen muss die Stadt gar nicht groß befestigt werden. Es ist zweifelhaft, ob die UA die Kraft und überhaupt den Willen hat, eine Großstadt zu erobern. Das wäre zeit- und materialaufwändig und verlustreich. Die UA setzt m.E. nach wie vor auf den „freiwilligen“ Rückzug, da die RA befürchten muss, dass ihr die Rückzugswege abgeschnitten sind und durch punktgenauen Beschuss u.a. in Cherson, ihre Infrastruktur zerschossen wird.  Wahrscheinlicher ist m.E derzeit, dass die UA in Zap eine neue Front aufmacht, damit die RA ihre Kräfte dorthin verlagert. Anderseits wird die RA versuchen, diesen Brückenkopf so lange wie möglich zu halten.

Bricht die UA zusammen?- Folge des hybriden Krieges 
Diese Frage ist keineswegs defaitistisch, sondern nach den Luftangriffen vom 10.10.zwingend. Die Schäden an der Engergieversorgung sind größer als eine Zeitlang eingeräumt. 400 Einrichtungen wurden insgesamt getroffen, 40% der Energie-Infrastruktur ist betroffen, mindestens 10% Energie fehlen imn Durchschnitt, die UA hat Schwierigkeiten, die Spitzenlast am Morgen und Mittags zu bedienen. Die Sache wird sich im Winter verschärfen, wenn die Menschen mehr Energie brauchen und mangels Gas Elektroheizgeräte einschalten. Dann wäre die UA,  die bis vor wenigen Tagen Energie Richtung Westen exportierte und damit Geld einnahm  vermutlich auf Energieimporte angewiesen sein oder ihre Industrieproduktion und das normale Leben drosseln müssen. Schon jetzt sind hunderte Siedlungen ohne Strom, powercuts und drastische Energiesparmaßnahmen gehören sei einigen Tagen zu den Gegensteuerungsmaßnahmen. In machen Regionen kontrollieren Ordnungskräfte, ob die Bevölkerung die Restriktionen einhält.

Ua tötet iranische Drohnenberater
Angeblich hat die Ua 10 Militärberater ausgeschaltet. Auch wenn ich solche Fragen eigentlich nicht oder nicht gerne aufwerfe, fragt man sich, warum erst jetzt. Die Ausbildungszentren auf der Krim gegenüber von Cherson waren bekannt, auch schon vor den grauenhaften Großangriffen.

Schöne Karrien- wie gewonnen so zerronnen?
Aufstellungen vom Führungspersonal in Cherson zeigt. Cherson wurde nicht befreit, sondern besetzt. An fast allen Schaltstellen sitzen Russen aus dem Kernland bzw. der Krim. Manche haben schönen Karrieren gemacht. Vom Abteilungsleiter zum 
Minister. Auf diese Weise stabilisiert Putin weiter sein System. Allerdings müssen auch die neuen Kader und ihre Familien derzeit die Koffer packen. 

 

Cherson. Das russische Afghanistan? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 21.10.2022. ca. 6.30

 

RA ist bei (Teil) Abzug von Westcherson

Zivilisten und Minen sollen Rückzug sichern

Führen ru Blogger mit Drohnen riskanten Privatkrieg an?

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wir Vortage( ich seh mir das rlaitv genau an, aber es „lohnt“ sich derzeit nicht über manche statischen Lagen zu berichten, weil es sich ständig wiederholt.)

 

In Cherson droht RA Desaster ähnlich Afghanistan-Abzug.

Dass die RA Truppen, Verwaltungsleute, etc abzieht, kann nicht mehr übersehen werden. Sie haben die Pontonbrücken überall versucht zu verstärken, dort und auf Fähren gibt es lebhaften Verkehr von West nach Ost. Während die Zivilisten nur 50 kg mitnehmen dürfen, scheint die RA v.a. um ihr Diebesgut besorgt. Blogs zeigen Fotos von entsprechenden LKW-Ladungen und Privat-PKW, die im Schutze der Nacht über den Dnjepr gebracht werden.

 

Meldungen, wonach die RA ihre besseren Truppen in Sicherheit bringen will und andere wie Mobilisierte zurücklässt, machen Sinn: Militärexperten habe sich schon immer gewundert, dass die RA dort Fallschirmjäger etc. verheizt, die sie an anderer Stelle „sinnvoller“ einsetzen könnte. Zudem befürchtet die RA eine Offensive im Nachbar-Oblast Dnjepro vom Norden, für die sie umgruppieren muss.

 

Die Rückzugsbedingungen sind schwierig, da es nur wenige, mehr oder minder zerstörte Brücken gibt. Die Behelfsbrücken werden immer wieder von der UA beschossen. Aber nicht überall gelingt das. Die RA hat zu Kriegslisten gegriffen. Eine Pontonbrücke führt halb unterhalb der alten Brücke bei Cherson, ist schwer zu sehen, nur unter Zerstörung der großen Brücke zu treffen, die die UA eines Tages selbst für einen Vormarsch nach Osten benötigen würde. Außerdem werden Zivilevakuierte als Schutzschilde genutzt. Es ist kaum auseinanderzuhalten, ob Zivilisten oder Militärs über die Behelfsbrücken fliehen. Als die UA diese Brücke beschoss, konterte die RA prompt, die UA habe nur Zivilisten getroffen. An der zweiten großen Überfahrt, am Staudam von Neu Kachovka, weiter nördlich zeichnet sich ein anderes Drama ab. Angeblich soll der Damm, der den größten Dnjepr-Stausee zurückhält, von der RA vermint worden sein. Dass es sich hier um einen false flag Akt handelt, wie westliche Analysten meinen, oder eine Sprengung droht, halte ich persönlich für übertrieben. Die RA kann kein Interesse an der Sprengung haben, weil auch die Wasser- und Stromversorgung der Krim, was ein wichtiges Kriegsziel war, dadurch gefährdet würden. Allerdings erfolgt über dem Staudamm noch ein Teil des Dnjepr Tansfers, da die UA nur die Straßen jenseits des Staudamms, nie den Staudamm selbst, beschossen hat. Zudem könnten die UA über den Staudamm nachrücken, wenn sie die zerbombten Teile der Strasse provisorisch überbrückt. Es geht also weniger um ein Vabanquespiel, bei dem 80 Ortschaften mit tausenden Menschen gefährdet werden, sondern um eine von mehreren „rationalen“ Maßnahmen, um zu verhindern, dass der Rückzug so chaotisch verläuft wie in Charkiv oder (für die USA/Buwe) in Afghanistan. Allerdings besteht immer das Risiko, dass etwas aus dem Ruder läuft...Die Bedrohung der UA Infrastruktur wird immer existenzieller.

 

 

Droht Angriff von Belarus?

Nach wie vor wird das von hohen ua Militärs bezweifelt, von ua Militärblogs kontrovers diskutiert. Laut ru Quellen verstärkt die UA-Armee deutlich ihre Ressourcen entlang der 1000 (!) km Grenze.

 

 

Angriffe auf Energieinfrastruktur gehen weiter.

Gestern blieb die Stadt Kiiw Rihn? Ohne Strom. Immerhin eine Stadt so groß wie Dortmund und stark industrialisiert. Auch in anderen Orten zeigt sich, dass die Stromversorgung stark beschädigt, teilweise nicht mehr kurzfristig herstellbar ist. RA Blogger spekulieren darüber, dass man jetzt auch die Transportinfrastruktur stärker müssen. Mit beidem soll offenbar auch die Ua Produktion von Halbprodukten für den westlichen Markt getroffen, werde, um die westliche Produktion zu schädigen, insbesondere die Rüstungsindustrie.

 

Wer definiert die Drohnenziele? Droht Privater Drohnenkrieg?

Beunruhigend sind Meldungen in ru Blogs, wo ua Infrastrukturziele mit Geokoordinaten angegeben werden. Während die großen Drohnen wohl von Belarus und der Krim gesteuert werden, gibt es hunderte kleinere Kamikaze Drohnen, die aus den Battaionen eingesetzt werden. Bei der Stimmung, die in der RA herrscht, (wir wissen besser als die Generale Bescheid), ist es nicht auszuschließen, dass sich Armeeeinheiten vor Ort eigene Ziele wählen und ihre „Privatstrategie“ fahren. Was das in der Näher z.B. von AKWs und Staudämmen, aber auch Bahnhöfen bedeuten kann, kann sich jeder selbst denken.

 

Iranische Ausbildung auf der Krim

 

Etwas verwunderlich sind derartige Meldungen, die Tatsache ist schon länger bekannt, sogar mit den Orten, wo es passiert. (H-und-G.info hat vor ca 1 Woche berichtet)

 

Hybrid

30% Inflation in UA, hohe Preissteigungen bei Herstellern in Bundesrepublik, Ru stabilisiert Währung aus Sozialfonds

 

aus Zeitmangel heute nicht mehr...

 

 

 

Cherson. Das russische Afghanistan? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 21.10.2022. ca. 6.30

 

RA ist bei (Teil) Abzug von Westcherson

Zivilisten und Minen sollen Rückzug sichern

Führen ru Blogger mit Drohnen riskanten Privatkrieg an?

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wir Vortage( ich seh mir das rlaitv genau an, aber es „lohnt“ sich derzeit nicht über manche statischen Lagen zu berichten, weil es sich ständig wiederholt.)

 

In Cherson droht RA Desaster ähnlich Afghanistan-Abzug.

Dass die RA Truppen, Verwaltungsleute, etc abzieht, kann nicht mehr übersehen werden. Sie haben die Pontonbrücken überall versucht zu verstärken, dort und auf Fähren gibt es lebhaften Verkehr von West nach Ost. Während die Zivilisten nur 50 kg mitnehmen dürfen, scheint die RA v.a. um ihr Diebesgut besorgt. Blogs zeigen Fotos von entsprechenden LKW-Ladungen und Privat-PKW, die im Schutze der Nacht über den Dnjepr gebracht werden.

 

Meldungen, wonach die RA ihre besseren Truppen in Sicherheit bringen will und andere wie Mobilisierte zurücklässt, machen Sinn: Militärexperten habe sich schon immer gewundert, dass die RA dort Fallschirmjäger etc. verheizt, die sie an anderer Stelle „sinnvoller“ einsetzen könnte. Zudem befürchtet die RA eine Offensive im Nachbar-Oblast Dnjepro vom Norden, für die sie umgruppieren muss.

 

Die Rückzugsbedingungen sind schwierig, da es nur wenige, mehr oder minder zerstörte Brücken gibt. Die Behelfsbrücken werden immer wieder von der UA beschossen. Aber nicht überall gelingt das. Die RA hat zu Kriegslisten gegriffen. Eine Pontonbrücke führt halb unterhalb der alten Brücke bei Cherson, ist schwer zu sehen, nur unter Zerstörung der großen Brücke zu treffen, die die UA eines Tages selbst für einen Vormarsch nach Osten benötigen würde. Außerdem werden Zivilevakuierte als Schutzschilde genutzt. Es ist kaum auseinanderzuhalten, ob Zivilisten oder Militärs über die Behelfsbrücken fliehen. Als die UA diese Brücke beschoss, konterte die RA prompt, die UA habe nur Zivilisten getroffen. An der zweiten großen Überfahrt, am Staudam von Neu Kachovka, weiter nördlich zeichnet sich ein anderes Drama ab. Angeblich soll der Damm, der den größten Dnjepr-Stausee zurückhält, von der RA vermint worden sein. Dass es sich hier um einen false flag Akt handelt, wie westliche Analysten meinen, oder eine Sprengung droht, halte ich persönlich für übertrieben. Die RA kann kein Interesse an der Sprengung haben, weil auch die Wasser- und Stromversorgung der Krim, was ein wichtiges Kriegsziel war, dadurch gefährdet würden. Allerdings erfolgt über dem Staudamm noch ein Teil des Dnjepr Tansfers, da die UA nur die Straßen jenseits des Staudamms, nie den Staudamm selbst, beschossen hat. Zudem könnten die UA über den Staudamm nachrücken, wenn sie die zerbombten Teile der Strasse provisorisch überbrückt. Es geht also weniger um ein Vabanquespiel, bei dem 80 Ortschaften mit tausenden Menschen gefährdet werden, sondern um eine von mehreren „rationalen“ Maßnahmen, um zu verhindern, dass der Rückzug so chaotisch verläuft wie in Charkiv oder (für die USA/Buwe) in Afghanistan. Allerdings besteht immer das Risiko, dass etwas aus dem Ruder läuft...Die Bedrohung der UA Infrastruktur wird immer existenzieller.

 

 

Droht Angriff von Belarus?

Nach wie vor wird das von hohen ua Militärs bezweifelt, von ua Militärblogs kontrovers diskutiert. Laut ru Quellen verstärkt die UA-Armee deutlich ihre Ressourcen entlang der 1000 (!) km Grenze.

 

 

Angriffe auf Energieinfrastruktur gehen weiter.

Gestern blieb die Stadt Kiiw Rihn? Ohne Strom. Immerhin eine Stadt so groß wie Dortmund und stark industrialisiert. Auch in anderen Orten zeigt sich, dass die Stromversorgung stark beschädigt, teilweise nicht mehr kurzfristig herstellbar ist. RA Blogger spekulieren darüber, dass man jetzt auch die Transportinfrastruktur stärker müssen. Mit beidem soll offenbar auch die Ua Produktion von Halbprodukten für den westlichen Markt getroffen, werde, um die westliche Produktion zu schädigen, insbesondere die Rüstungsindustrie.

 

Wer definiert die Drohnenziele? Droht Privater Drohnenkrieg?

Beunruhigend sind Meldungen in ru Blogs, wo ua Infrastrukturziele mit Geokoordinaten angegeben werden. Während die großen Drohnen wohl von Belarus und der Krim gesteuert werden, gibt es hunderte kleinere Kamikaze Drohnen, die aus den Battaionen eingesetzt werden. Bei der Stimmung, die in der RA herrscht, (wir wissen besser als die Generale Bescheid), ist es nicht auszuschließen, dass sich Armeeeinheiten vor Ort eigene Ziele wählen und ihre „Privatstrategie“ fahren. Was das in der Näher z.B. von AKWs und Staudämmen, aber auch Bahnhöfen bedeuten kann, kann sich jeder selbst denken.

 

Iranische Ausbildung auf der Krim

 

Etwas verwunderlich sind derartige Meldungen, die Tatsache ist schon länger bekannt, sogar mit den Orten, wo es passiert. (H-und-G.info hat vor ca 1 Woche berichtet)

 

Hybrid

30% Inflation in UA, hohe Preissteigungen bei Herstellern in Bundesrepublik, Ru stabilisiert Währung aus Sozialfonds

 

aus Zeitmangel heute nicht mehr...

In der Ukraine gehen die Lichter aus. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 20.10.2022. ca. 6.30

 

UA Energieversorgung schwerer getroffen, als zunächst zugegeben. Beschuss Richtung Blackout geht weiter.

Putin führt (nun offiziell) Militärdiktatur in der besetzten Ukraine ein- das könnte auch auf Russland zurückschlagen und die Bürgerrechte weiter aushöhlen

Energiesparmaßnahmen und Stromsperren sollen Netz stabilisieren

Spekulationen um ru Abzug in Cherson

Ru erfindet Gründe, um Evakuierung propagandistisch umzumünzen.

Wahnsinn. In Energodar wird gekämpft und bombardiert

 

Kriegsgeschehen

Tendenziell ähnlich wir an Vortagen

 

Großangriff der Ukraine auf Großstadt Cherson-ein fake?

Die ru Besatzer in C legitimieren ihre Großevakuierungsaktion (angeblich 60.000), darunter auch die Besatzungsverwaltung mit einem angeblich geplanten Großangriff der UA auf Cherson-City. Ich mag etwas übersehen haben, aber davon ist mir nichts bekannt, die UA hat eher Vorbehalte ihre eigenen Städte zu bombardieren. Die UA-Seite befürchtet im Gegenteil einen ru Angriff, der der UA in die Schuhe geschoben wird. Ähnlich ist es mit Diskussionen um eine mögliche Sprengung des Dnjepr-Staudammes nördlich von Cherson, so sich beide Seiten verdächtigen, diesen zu sprengen. Dies würde nicht nur die Energieversorgung weiter beeinträchtigen, sondern auch eine große Flutwelle auslösen, die es der UA schwer machen würde, der RA bei einem eventuellen Rückzug zu folgen oder sie vom Westen des Dnjepr zu beschießen. Es ist, wie schon gestern formuliert, zu befürchten, dass der Rückzug, wenn er kommt, mit problematischen Kriegshandlungen gepaart ist, allein schon um die Niederlage der RA zu kaschieren.

 

Die Ukraine verdunkelt sich

Die UA Stromversorgung, ist, wie in H-und G-info schon seit längerem befürchtet, ärger getroffen, als zunächst zugegeben. Bei dem Klagen über den unmittelbaren Bomben-Terror gegen die Zivilbevölkerung wurde diese Gefahr lange unterschätzt.

Jetzt fehlt Strom v.a. in den Spitzenzeiten. Es scheint schwierig zu sein, dass Gesamtnetz zu stabilisieren. Die RA startet zwar derzeit keine Großangriffe mit Raketen und Drohnen mehr, zielt aber nach wie vor auf einzelne Kraft- und Umspannwerke und Leitungen. (auch im Westen!) Angeblich sind nur noch 3 AKW regulär am Netz. ( von vermutlich 5 Großkraftwerken). Diese könnten aber durch weiteren Beschuss der Zuleitungen (750 kV) lahm gelegt werden. Offenbar verfolgt Ru eine Salamitaktik und schneidet Stück für Stück von der Energieversorgung ab, um die UA vor Winterbeginn handlungsunfähig zu machen bzw. zu Verhandlungen zu zwingen.

Die UA reagiert einerseits mit Notmaßnahmen. Reparatur, Notstromaggregaten für sensible Einrichtungen, Warnungen an die Bevölkerung, sich mit Kerzen, Batterien, Wasser, etc. zu versorgen. Andererseits gibt es heute erstmal im Land komplette Powercuts, um die Spitzenlast am Morgen und Mittag abzufangen, wenn das nicht gelingt, wird die Stromsperre für die Bevölkerung bis zum Abend verlängert. Hinzu kommen Sparappelle, und Sparmaßnahmen wie die Einschränkung des Trolleybusverkehrs. Nachts wird die Straßenbeleuchtung minimiert, ohnehin müssen die Bürger ihre Fenster auf Aufforderung verdunkeln. Die UA verdunkelt sich.

Auch die Interneterreichbarkeit ist betroffen, sie liegt im Raum Kiev nur noch bei 86%.

 

Kriegsrecht- Militärdiktatur in besetzen Gebieten

Statt zu spekulieren, warum und wieso, im Kern wird bisheriges Unrecht „legalisiert“. dokumentiere ich, die Anordung nach einer UA Zeitung. Die möglichen strafrechtlichen Verschärfungen sind unklar, waren aber teilweise schon von der Duma für ganz RF beschlossen. Ohnehin werden sie in der Praxis überdehnt oder als Kriegshandlungen legitimiert.

 

Kriegsrecht bedeutet:

 

  • Militärische Depeschen- und Nachrichtenzensur einführen, Telefongespräche überwachen.

  • Festhalten von Bürgern und Fahrzeugen

  • Stärkung des Schutzes der öffentlichen Ordnung und des Schutzes militärischer, wichtiger staatlicher und besonderer Einrichtungen.

  • Möglichkeit Ausgangssperre einführen (den Bürgern verbieten, sich zu bestimmten Tageszeiten auf den Straßen und an anderen öffentlichen Orten aufzuhalten).

  • Verbieten oder beschränken der Ausreise von Bürgern außerhalb der Region.

  • Verwendung von Massenmedien zu Verteidigungszwecken.

  • Erlaubnis die Habseligkeiten, Wohnungen und Fahrzeuge der Bürger zu inspizieren

  • Beschlagnahme von Eigentum, das für Verteidigungszwecke von Organisationen und Bürgern notwendig ist

  • Einbeziehung der Bürger in die Durchführung von Arbeiten für Verteidigungszwecke, in die Wiederherstellung zerstörter Lebenserhaltungssysteme, Teilnahme an der Bekämpfung von Bränden

  • Organisieren Sie die Evakuierung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Objekten sowie die vorübergehende Umsiedlung von Bewohnern in sichere Gebiete.

Die gilt derzeit komplett nur für die 4 teilbesetzten Oblaste in der UA, kann aber auch auf ru teil oder komplett angewendet werden. Dies Gespräch, die in der Regel schon vorher Terrorwarnstufe hatten: Krim und Sewastopol, Krasnodar, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk und Rostow

 

Kämpfe und Beschuss von Energoar

Unstrittig ist, dass E. beschossen und dort gekämpft wird. (Fotos) Das Stadtgebiet grenzt ca 3 bis 5 km Ausdehnung an die Stadt an. Totaler Wahnsinn!

Zieht sich RA aus Cherson zurück? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 19.10.2022. ca. 6.30

 

Signale aus Cherson

Wieviele Fronten? 2 plus 3

Ukraine vor Energie-Kollaps

Stadtflucht

Kämpfe am AKW-Zap mit Artillerie

Russifizierung der besetzen Gebiete

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortagen, aber „weniger“ Luftangriffe

Der Einschätzung von C. Masala kann zugestimmt werden, dass die UA Offensive (vorerst) zum Stillstand gekommen ist. Die Aussage nur neuen „belarussiche“ Front ist sicher nicht falsch, wenn auch (vermutlich bewusst) überpointiert. Was fehlt: Die Energie-Front. Man könnte auch noch die kleine, aber poltische brisante russische (Heimat)Front (Beograd) ergänzen.

Am Boden ähnliche Konfliktlinien wie in Vortagen.

In der Luft eher „gering-Routine“: 10 Raketenangriffe ( vondenen ca die Hälfte abgefangen wurde) 18 Flugzeugangriffe (Ein Abschuss) und mehr als 76 Multiraktetenwerfer. Regional Oblast Dnjepr entstand weiterer Schaden an Energie-Infrastruktur.

Belarussische „Front“

Das ist nur bedingt richtig, weil es keine unmittelbaren Kämpfe Belarus-UA gibt und beide Seite offenbar auch versuchen dies zu vermeiden. „Unverändert“ heißt es auch im Tagesbericht der Armee. Dessen ungeachtet nutzt Ru Belarus permanent zu Angriffen aller Art durch die Luft (H-und-G-Berichte in Vortagen), auch Drohnen. Die Massierung von gemischten Truppen in Grenznähe (einige tausend) und verdeckte Mobilisierung der BY-Armee können die UA aber nicht gleichgültig lassen. Sie müssen in der Region Truppen vorhalten. D.h. während die RA vielleicht ihre Front vielleicht reduziert, müsste die UA sie weiten.

 

Zieht Russland von der Region Cherson westlich der Djnepr ab?

Die Evakuierungsaufrufe der ru Besatzer werden alarmistischer, sie betreffen jetzt auch die östliche Dnjepr-Seite. Begründung Angriff der UA auf Cherson-Stadt droht. Und die RA würde freies Feld für Gegenmaßnahmen benötigen. Auf ua Seite wird die unterschiedlich interpretiert: Die Optimisten sehen darin ein Zeichen für den Teilabzug der RA aus Cherson, die Pessimisten ein Zeichen, dass die Militärpräsenz in den von Zivilisten geräumten Gegenden stärker wird.

Ebenso geben die Äußerungen der neuen Frontkommandeurs der RA Rätsel auf. Erstmals hat eine so hoher Militär „Schwierigkeiten“ auf Grund kontinuierlicher ua Angriffe eingeräumt und eine „schwere Entscheidung“ nicht ausgeschlossen. Das könnte auf eine Teilräumung von Cherson hindeuten, die von ru Militärs angeblich schon länger gefordert wird. Das könnte auch die Front begradigen, verkürzen und die militärischen Kräfte in Zap und Donbas stärken. Aber Vorsicht bei dem Mann. Er ist Spezialist für Luftangriffe und brutal. Es kann auch sein, dass er noch mal versucht richtig „reinzuhauen“.

Jubel für neuen Kommandeur bei ru Bloggern. Neue Ehrlichkeit gelobt. Die militärische Miniglasnost geht weiter.

 

Energie-Front-bedrohlicher als taktischer Atomschlag

Die ca 200 Luftschläge der letzten Tage, haben vermutlich 30% der Energieerzeugung/Übermittlung der UA tangiert. (teilweise repariert) Nach ru Angaben, sind über 1000 Gemeinden ohne Strom. Das aber ist nicht das Hauptproblem. Die RA hat mit diesen 200 Schlägen die UA-E-Infrastruktur „ausgetestet“, v.a. zuletzt die Zuleitungen und Umspannwerke von Großkraftwerken, wie dem AKW Zap. Noch mal dergleiche Anschlag mit mehr Wissen könnte zu Flächenblackouts führen, die die UA zum Wintereinbruch ins Chaos stürzen. Es wird spekuliert, ob das bald passiert, bevor die UA ihre Luftabwehr mit Hilfe des Westens verbessert. Die Zahl der Raketen und der Ru Drohnen ist zwar begrenzt und geht teilweise so zur Neige, dass Ru seine eigenen Verteidigungsfähigkeit aufs Spiel setzt. Noch einmal 200 Schläge oder sogar noch mehr, sind aber immer noch drin. Putin könnte dies auch als Druckmittel einsetzen, um vor dem Winter einen Waffenstillstand zu erzwingen, um seine Eroberungen zu sichern und aufztanken.

 

Besetzte Gebiete

Was die Annexion bedeutet, ist nach wie vor nicht ganz klar. Angeblich sollen Anfang November tausende von Verwaltungsmitarbeitern, wie jetzt schon Arbeiter aus Russland als “Aufbauhelfer“ in die Gebiete kommen. Allein in Mariupol wären das 30.000, damit eine starke Russifizierung zu Lasten der örtlichen Bevölkerung. Da allein das Wohnungsproblem wegen der Zerstörungen prekär ist, dürften die Einheimischen weiter verdrängt werden, unklar wohin, vermutlich ins gelobte Russland. Die völkerrechtswidrige Deukrainisierung geht also weiter. Was das administrativ bedeutet, ist offen. Mariupol befindet sich in einer Art Patenschaft mit St. Petersburg (analog zu anderen Regionen), aber auch zu Tschetschenien, das stark an der Eroberung beteiligt war. Mariupol wird damit teilweise zur Beute und Pfründe von Tschetschenen. Andererseits gibt es gerade Verhandlungen über einen Kulturaustausch. Das lässt hoffen, das sich in Mariupol endlich die traditionellen russischen Werte statt der ukrofaschistischen durchsetzen. Derweil wird die Jugend durch Rekrutierung von Jugendkorps weiter prämilitarisiert. Aus einer blühenden und weltoffenen multikulturellen Hafenstadt, soll eine putinistische Ameisenkommune werden. (Entschuldigung bei den Ameisen)

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

 

Die Schilderungen der 108 ausgetauschten ua Frauen sind erschütternd:

 

„Sie haben uns wie Tiere behandelt. Ich untertreibe: Auch Tiere verhalten sich nicht so. Sie schlugen mit Hämmern, befragten die Mädchen mit elektrischem Strom. ... Nicht einmal Hunde werden so gefüttert. Diejenigen, die tätowiert waren … denen wollten sie unsere Tätowierungen herausschneiden: Sie haben uns mit kochendem Wasser verbrüht, nur weil wir es sind, weil wir im Marine Corps sind, weil wir Ukrainisch sprechen“, sagte eine Soldatin der Ukrainischen Streitkräfte nach ihrer Freilassung aus.

 

Die ua Kritik an der Zurückhaltung des IRC hält an, sie würden indirekt die Ru unterstützen. Gestern kamen die IRC Leute nicht zu einem Treffen der UA an der Kontaktlinie.

 

Kollborateure

in Melitopel wurden 175 Kindergärtner/innen identifiziert und an die UA Behörden gemeldet. Ihnen wird vorgeworfen ihre Kinder bei Angriffen zu Anfang des Kriegs nicht in Sicherheit gebracht, sondern faktisch zugunsten der RA als menschliche Schutzschilder ausgesetzt zu haben. Es könnten mehrjährige Haftstrafen, Jobverlust und Enteignung drohen.

 

Kämpfe in der Nähe des AKW Zaporischschja- wie lange geht das noch „gut“

Kadyov hat „dankenswerter“ Weise zugegeben, dass seine OMON-Leute in der Gegend von Energodar -auch mit Artillerie kämpfen:

Originalzitat: „Unsere Kämpfer führen täglich Einsatz- und Kampfeinsätze in Wäldern und in an Industrieanlagen angrenzenden Gebieten durch. Im Laufe der Arbeit hat sich eine enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen etabliert. Zur Aufklärung am Boden werden Quadrokopter und UAVs für verschiedene Zwecke eingesetzt. Wenn feindliche Versetzungen erkannt werden, wird auch Artillerie zugeschaltet.“ Da es dort ua Partisanen gibt und die ua Seite immer wieder einräumt die Region ebenfalls zu beschießen, ist die Lage mehr als brisant.

Hinzu kommen die „routinemäßigen“ Belastungen für das größte AKW Europas: Stromausfall in Energodar, Beschuss der Überlandleitung, Notabschaltungen, Terror gegen ua Besatzung, erneute Entführung von Führungspersonal.

Wie lange geht das noch „gut“? Die internationale Zurückhaltung ist erstaunlich. Vielleicht sollte sich die grüne Jugend etwas mehr Gedanken über das AKW Zap als ein paar Monate Laufzeit von deutschen AKW machen!

Blackout durch Drohnenkrieg? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 18.10.2022. ca. 6.30

 

Drohnen nach Raketen bedrohen ua Energieinfrastruktur

Melitopel neue ru Militär-Drehscheibe nach Krimausfall

Kiew schlecht geschützt

 

 

Kriegsgeschehen

 

Am Boden weitgehend unverändert schreckllich

Die RA versucht weiterhin sich an kritischen Stellen wie in Luhansk und nordöstlich von Cherson „einzugraben“, um die Linie halten zu können. Sie macht dafür ganze Dörfer platt, klaut Baumaterial von der Bevölkerung und vermint. An manchen Stellen werden kleinere Offensiven gestartet. Im Moment aber wenig wirkliche Bewegung am Boden.

 

Zaporischschja neuer hotspot?

Zaporischschja könnte sich wie in ru Bloggs vorhergesagt zum neuen hotspot entwickeln. Das macht auch Sinn. Melitopel entwickelt sich derzeit offenbar zur militärischen Drehscheibe der RA für den ganzen Süden, nachdem der Nachschub über die Krim „schwächelt“. (Vorgestern konnten Wetterbedingt nicht die Fähren fahren, die die Kertschbrücke ersetzen und alles Schwere transportieren.) Zunehmend wird der Landweg von Ost über Mariupol, Melitopel bis nach Cherson im Westen genutzt. Derartige Militärbewegungen werden vom ua Widerstand oft genau und mit Ortsangaben an das Militär gemeldet. Die UA beschiesst nun offenbar massiv ru Militärschwerpunkte, es gibt Explosionen auch in Melitopel.

 

Eine kommt immer durch. Drohenschwärme auf Kiew

Eigentlich gibt es derzeit nur ein dominierendes Thema. Die iranischen Drohnen. Während nur knapp 10 Raketen abgeschossen wurden, flogen mehrere Dutzend Kamikaze-Drohnen auf ua Ziele, v.a. in Kiew. Auch wenn die UA angeblich ca 86% der Drohnen zerstört zu haben, kamen noch genügend an, um Schaden anzurichten. Ru Blogger bezweifeln ohnehin die hohen Abschussraten und feixen über die große Zahl von erfolgreichen Einschlägen. Die großen Drohnen fliegen teilweise in Schwärmen über hunderte km, sie fliegen für die Luftabwehr zu tief, sind aber (tagsüber) gut sichtbar und v.a. gut zu hören, weil sie einen Motorengeräusch wie ein Rasenmäher oder Moped haben. (Es gibt allerdings auch sehr kleine Modelle). In UA Medien zirkulieren Tips, wie man sich bei Drohnensichtung verhält, es gibt eine hotline, manche -auch Verkehrspolizisten versuchen, die Drohnen mit normalen Gewehren abzuschießen, elektronisch-Spezialisten versuchen ihren Flug zu destablisieren und sie durch Selbstentzündung in der Luft zu zerstören. Die Ua Waffenschmiede will eine Abwehrwaffe entwickelt haben.

 

Schwächen in der Luftabwehr

UA Blogger sagen offen, dass gerade Kiev eine schlechtere Luftabwehr hat, als die Städte in Nähe des Kriegsgebietes. Dnjepro wurde z.B. noch von keiner Drohen getroffen.

Droht Blackout nach Drohnenangriff?

Während in den Westmedien und bei westlichen Analysten der Terror gegen die Zivilbevölkerung hervorgehoben wird, geht es in Wirklichkeit v.a. gegen die Energieinfrastruktur. Während bei den Raketenangriffen eher mittlere Umspanneinrichtungen getroffen wurden, ging es diesmal auch gegen die 750 kv Leitungen, die mit den Großkraftwerken, wie dem AKP Zap verbunden sind. Diese werden daraufhin in den „Blackout“-Modus umgeschaltet, d.h. den Notbetrieb per Diesel als Inselanlage. Inzwischen fürchtet auch die u Energiebehörde die Chaotisierung des AKW-Netzes. Es wurde nach ru Quellen sogar (die???) eine Compter-Leitzentrale des ua Energieversorgers getroffen, die großflächig die Stromversorgung (Leitungen und Kraftwerkszu- und Abschaltungen) steuert, wenn man so will, das Gehirn der ua Energielogistik.

H-und-G.info hat schon mehrfach davor gewarnt, dass die RA derzeit zu Winterbeginn dabei ist, der UA das Licht auszuschalten, zumindest damit zu drohen und es auszutesten. In Folge würde Chaos und Migrationswellen, mit Beeinträchtigung auch von Anrainerstaaten wie Moldawien sein.

 

Menetkel? Absturz eines ru Militärflugzeuges

macht Furore. Es ist in der Nähe eines ru Militärflughafens am Asowschen Meer im russischen Kernland (Yeysk) explodiert, von wo aus Flugzeuge in die UA fliegen. Es gab mehrere Tote (6) und Verletzte, zumal das Flugzeug wohl in ein Wohnhaus stürzte. Russische Militärblogger werfen ganz offen kritische Fragen auf, warum das Flugzeug, das im Trainingseinsatz gewesen sein soll, scharfe Munition an Bord hatte, die offenbar explodiert sei. Vermutlich zielt man auf Schlamperei beim Training ab. Oder funktionieren die Chips aus den Küchenmaschinen nicht so gut? Jedenfalls: der Krieg schont Russland nicht mehr.

 

Planen Ukrainer Anschläge in Moskau?

Ominöse Sammelanzeigen gibt es für eine Aktion „Baumwolle in Moskau“. Baumwolle ist der Codename für Anschläge. Angeblich soll der UA Geheimdienst genannt sein. Explizit ist die Rede davon, dass dies eine Reaktion auf Angriffe auf UA Städte sei.

 

 

Besetzte Gebiete

Puschillin (DNR) gibt die Dauer der Übergangszeit für den Wiederaufbau bis zum 1. Januar 2026 geplant.Manches könne schneller gehen, schwieriger z.B. beim Wohnungsbau.

 

Kriegsverbrechen/humanitär

Es sind 108 Frauen ausgetauscht worden, darunter Frauen, die in ASOVstal im Bunker waren, wie von ru Bloggern mit Missgefallen registriert wird. Es soll eine 1:1 Austausch gewesen sein.

Starlink funkt weiter

 

USA und EU denken darüber nach, Starlink zu finanzieren.

 

Risikoeskalation: Tschetschenen im AKW- UA beschießt Energodar H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 17.10.2022. ca. 6.30

 

bewegter Stillstand

Kriegs in Russland II: Attacken mit hohem Reizpotential

100.000 $ Bounty

Energieversorgung geschwächt

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortagen, keine nennenswerten Gebietsgewinne erkennbar. Ru Militärblogger versuchen den Eindruck zu erwecken, dass die Krise Ende September insofern überwunden ist, dass die ru Defensive gestärkt ist und sogar kleinere Gegenoffensiven erfolgen. So z.B. in westlich von Kreminna/Luhansk, was vor 2-3 Wochen schon fast als gefallen galt. Auf der anderen Seite gelingt es der UA offenbar, einen Durchbruch der RA bei Bakmut zu verhindern, wenn auch wohl nur unter Mühen.

Wie schon mehrfach erklärt, ist es manchmal schwer zu verstehen, warum an Orten, die von einer Seite „erobert“ wurden, Tage später von Kämpfen zur Eroberung die Rede ist. Des Rätsels Lösung besteht in der Länge der Front, so dass Abschnitte lückenhaft oder wenig besetzt sind. In diese kann die jeweilige Gegenseite gelegentlich eindringen, ohne sie halten bzw. in der Breite konsolidieren zu können. Das Resultat ist ähnlich wie bei der Springprozession, allerdings nicht so lustig, es ist eine Art Stellungskrieg mit Bewegung.

 

Verluste

angeblich hat die RA 6mal mehr Verluste an Personal als die UA. Was nicht heißt, dass die Zahl auf ua Seite gering ist.

 

 

Ru Raketenbeschuss

eher gering, aber nach wie vor auch gegen Energieinfrastruktur

 

Krieg in Russland II Fortsetzung von gestern

Täglich gibt es Explosionen in der Region Beograd, erst wieder am Flughafen und in einem Depot. Die UA sagt dazu offiziell nichts. (Der Außenminister soll sich vor einigen Tagen bei einem fake-Anruf der zwei berüchtigten ru Commedians, die offenbar vom 'Geheimdienst untersützt werden, verplappert haben:). Derartige Angriffe in der Gegend, die teilweise ein einziges Militärlager für den UA-Krieg ist, ist nachvollziehbar. Aber sind Kriegshandlungen auf russischem Kerngebiet. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass Putin darauf reagiert (reagieren muss). Möglicherweise werden auch Nato-Granaten/Raketen präsentiert. Ähnliches passiert es an anderen Stellen, wo Natomunition präsentiert sind

Angriffe auf russische Kernland wurde mehrfach als rote Line bezeichnet.

 

Belarus

Wird immer mehr militärisch abhängig von RU, bzw. Teil der Ru Militärs. Neben den vor einigen Tagen berichteten Indizien, verdichtet sich das Bild.

-Gemeinsames Kommando

-gemeinsame Truppenteile in Grenznähe

-Ausrufung eines Status gegen Terrorgefahr

-Aufrüstung des Zivilschutzes

-erneute Lieferung von Panzern

Dennoch sieht die Ua derzeit keine Anzeichen für eine Belarussische Invasion, sondern geht davon aus, dass mit dem BY Drohpotential die UA in Grenznähe gebunden werden soll. (bei anderen Kriegskonstellationen könnte sich das ändern) Nicht zu vergessen ist auch, dass BY quasi die Nato-Außengrenze von Putins Einflussgebiet ist. Putin hat seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit gegenüber der Nato durch den Ukraine-Krieg geschwächt, was die „Belarussische Front“ nun kompensieren muss.

 

 

Tschetschenen im AKW-UA beschießt Energodar- Risikoeskalation

Wer (wie H-und-G.info auch) auf eine Entspannung am AKW auf Grund er IAEA-Initiativen erwartet hatte, sieht sich getäuscht. Es wird schlimmer. Wie berichtet, operieren Kadyrevs Leute in Energodar und sind nach neuesten Informationen sogar in Teilen des AKW stationiert. Die Ru Seite rüstet auf, weil man eine angebliche Eroberung durch Amphibiengruppen über den Dnjepr befürchet.

Andererseits hat die UA öffentlich eingeräumt, die Stadt Energodar zu beschießen! Mit Präzisionswafffen und nicht das AKW, heißt es! Das ist Augenauswischerei. Energodar ist nur ungefähr 3 mal 5 km groß und geht in den AKW-Komplex über. In der Stadt operieren auch Partisanen.

Die Sache verschlimmert sich auch dadurch, dass die Besatzer versuchen, das AKW auf das russische System umzupolen. Das bringt für das tyrannisierte ua Personal zusätzliche Herausforderungen und Risiken.

Das Gesamtrisiko, dass v.a. die Kühlsysteme ganz ausfallen könnten, steigt mit jedem Unsicherheitsfaktor und diese nehmen offenbar zu nicht ab!

 

Hybrid. Entergieversorgung geschwächt

Indirekt hat die UA Regierung eingeräumt, dass die ru Raketenangriffe einen nachhaltigen Schaden bei der Stromversorgung angerichtet hat. Die Stabilisierung sei u.a. durch freiwillige Senkung des Stromverbrauchs durch die Nutzer um 10% ermöglicht worden. Dies dürfte also dem Defizit entsprechen, was kurz nach dem Angriff noch 30% betrug. In H-und-G.info wurde schon öfter vermutet, dass das erst ein Testlauf für die RA war, der UA (Richtung Winter) das Licht auszudrehen. In Kombination mit Angriffen auf die Zivilbevölkerung wäre das verheerend.

 

Wer will sich einen 100.000 $ Bounty verdienen?

Diese Summe Kopfgeld hat die UA Regierung auf den Kopf des Russischen Scharfmachers Igor Girkin ausgeschrieben. Girkin der Held der Donbaseroberung von 2014, hat Putin lange für zu lasches Eingreifen kritisiert, war deswegen wohl sogar einige Zeit aus dem Verkehr genommen worden. Mit der neuen Strategie war es ihm aber offenbar möglich als ein stellvertretender Kommandeur an die Front zu gehen. Er betreibt auch wieder seinen aufputschenden Channel. Girkin ist Symbolfigur, dürfte extrem viel wissen und wäre, lebend gefangen, ein ideales Austausch-“Objekt“ für komplizierte Fälle.

Krieg in Russland. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 16.10.2022. ca. 6.30

Der Krieg ist schon lange in Russland angekommen

Waffenstillstand zwischen Militärbloggern und Militärführung?

Starlink funkt weiter

UA veröffentlicht Todesanzeigen von Mobilisierten

Kinderlandverschickung a la russe

Putin läßt russische Soldaten krepieren

 

Kriegsgeschehen

„Still“stand bei gegenseitigem Beschuss an vielen Fronten, aber ...

Bakmut in Bedrängnis. Nach ru Quellen ist es der RA/Wagner gelungen, das seit Monaten umkämpfte B. in einem Halbkreis zu umzingeln. Angeblich soll der einzige größere Rückzugsweg der UA Richtung Westen lahm gelegt sein. Indirekt wird die Lage von ua Quellen bestätigt, die B. Als den Hotspot im Donbas bezeichnen und den Beschuss einer Stadt westlich B. bestätigen, durch die die Verkehrswege gehen. Ru Quellen schließen nicht aus, dass sich die UA zurückzieht, was v.a. ein Prestigegewinn für die Wagner-Truppen wäre. (s. H-und-G.info gestern)

Offensive in Cherson. Laut Ru Quellen gibt es nordöstlich von Cherson eine UA-Offensive mit 2 Bataillonen, zumindest Kämpfe werden in ua Blog bestätigt. Laut ru Quellen sei die offensive verlustreich für dieUA zurückgeschlagen wollen. UA Regionalpolitiker meinen dagegen, es könne nur eine Frage von Tagen sein, dass sich die RA zurückzieht.

V.a. in der Region Zap geht der russische Beschuss von ZAP-Stadt (Militär, Energieinfrastruktur) und Nikopol weiter. Offenbar kündigt sich in Zap eine weitere Region des Kräftemessens zwischen beiden Armeen an.

Schädigung/Austesten der Energieinfrastruktur geht weiter

Auch wenn derzeit nur wenige ru Präzisionsraketen abgeschossen werden, zeigt sich doch, wo es langgeht. In Kiew wurde eine Energieinfrastrukturanlage getroffen, was die Energeiversorung in der Region Kiew, sowie in Schytomyr, Tscherkassy und Tschernihiw betraf. Auch beim Beschuss von Zap waren Energieanlagen dabei. Wie schon mehrfach angedeutet, bereitet die RA m.E. systematischen einen Blackout vor. Mit den letzten Raketenangriffe wurde das vorbereitete und getestet.

Krieg in Russland

Der Krieg ist schon lange in Ru angekommen. Abgesehen von der Mobilisierung und kriegsbedingten Einschränkungen. V.a. die grenznahe Region Beograd-Kursk , aus der ein Großteil des ru Nachschubes kommt/kam, der schon bei der Invasion eine wichtige Rolle spielte, und von wo auch immer wieder ua Gebiet beschossen bzw. mit Flugzeugen bombardiert wird, muss sich seit Längerem mit Gegenschlägen auseinandersetzen: Seien es Angriffe von mutmaßlich Partisanten/Saboteuren/Spezialgruppen, seien es Raketenangriffe zuletzt auf ein Wärmekraftwerk und ein Munitionsdepot. Das war lange von der RA verschwiegen worden, Angriffe als Luftabwehraktionen kaschiert worden. Inzwischen ist das nicht mehr zu verheimlichen.

Offenbar führen die Spannungen um die Rektrutierung und Mobilisierung und Behandlung und der Einsatz der Soldaten zunehmend zu gewaltvollen Auseinandersetzungen innerhalb der RA. Gestern kam es zu einer Schießerei auf einem Übungsplatz in Beograd bei dem 1-2 dutzen Soldaten umgekommen sein sollen. Wegen zahlreicher Bloggermeldungen musste dies als angeblciher „Terrorakt“ auch von offizieller ru Seite bestätigt werden. Der Hinweis, die Täter seien GUS-Ausländer kann ein Versuch sein, den Vorfall rassistisch umzubiegen aber auch auf ethnische Spannungen in der RA. Bekannt ist, dass die Asiaten auch innerhalb der RF stärker für den Krieg bluten als die ethnischen Russen und daraus v.a. in den Heimatregionen schon Proteste erwuchsen.

Auf Grund der z.T. willkürlichen „Freiwilligen“-Rekrutierung und Mobilisierung kommt es an der ru „Heimatfront“ auch immer wieder zu Anschlägen auf Rekrutierungskommissariate.

Auch im Kriegsgebiet selbst soll es zu bewaffneten Konflikten innerhalb der Armee gekommen sein. So sollen jüngst ru Soldaten einen Teil ihrer Kameraden umzingelt haben, die sich ergeben wollten. Andererseits soll ein Kommandeur vor Ort von seinen eigenen Leuten erschossen worden sein, die nicht in einer sinnlosen Aktion verheizt werden wollten. Da sich diese Info z.T. auf ua Militärquellen stützen, können sie natürlich auch Teil der psy Kriegsführung sein.

Waffenstillstand zwischen Militärbloggern und Militärführung?

Der Konflikt zwischen Militärbloggern und Militärführung scheint beigelegt. Vorerst. Die Befürchtung der ru Blogger, sie sollten mit schwarzen Listen gezähmt oder gar kriminalisiert werden wurde „abgeblasen“. Es gäbe keine schwarzen Listen mehr. Sie bleiben aber dabei, dass es eine mehrfach belegbare Vorbereitung dafür gab. Wenn die ganze Sache nicht eines von vielfachen Verwirrspielen war, spricht manches dafür, dass der Kreml den Konflikt geschlichtet und beendet haben könnte. Die Blogger konzedierten offenbar, bei Veröffentlichungen (z.B. von Luftangriff- und -verteidigungsfotos) besser darauf zu achten keine militärgehiemniss z.B. über sTandorte preiszugeben, auf ihre inzwischen kritische Berichterstattung (zur Effektivierung von Putins Spezialoperation) wollen sie aber offenbar nicht verzichten. Vereinfacht ist es ein Konflikt zwischen Traditionalisten und „Modernisierern“ im Pro Putinlager, der jederzeit wieder aufflammen kann.

UA veröffentlicht Todesanzeigen von Mobilisierten

Zunehmend sterben kürzlich Mobilisierte, die nach wenigen Tage an die Front gekarrt wurden. Selbst russische Medien können das nicht mehr ganz verschweigen. Die UA veröffentlicht im Netz die Biographischen Daten und die Kurzschilderung der Mobilisierung, Kurzausbildung und des Einsatzes, dem sie zum Opfer wurden. Von der Intention sicher nachvollziehbar, ru Medien wie Meduza veröffentlichen ja Ähnliches, kriegsrechtsmäßig wohl eher grenzwertig. Immerhin, es werden keine Gefangenen- oder Totenfotos, sondern solche aus den persönlichen Unterlagen veröffentlicht.

Läßt Putin seine Soldaten krepieren?

Laut UA Angaben liegt die Sterberate bei ru Schwerverwundeten bei ü 50%. Die med Versorgung scheint vollkommen unzureichend. Sie besteht z.T. aus geplünderten und requirierten medizinischen Einrichtungen, Personal fehlt soll unter ua Personal rekrutiert werden, was sich teilweise weigert, usw.. ein großer Teil der Krankenhäuser in besetzten Gebeiten und in ru Randgebieten soll mit Verwundeten belegt sein.

Tschetschenen terrorisieren Bevölkerung

Offenbar sind prahlerischer Ankündigung von Truppenverstärkungen von Kadyrev (wenn auch sicher nicht in den quantitativen Dimensionen) zutreffend. Jetzt sollen neue Soldaten in Rubischne/Donezk eingetroffen zu sein, wo sie sogleich brutal Häuser requirierten. Ohnehin sollen schon Tschtesch Kämpfer im Donbas (vermutlich Soledar) aktiv sein. Ein Schwerpunkt liegt auch in Zap, wo Tschetschenen ein Teil der Front verstärkt haben sollen und Polizeispezialkräfte die Zivilbevölkerung terrorisieren (OMON) und (vermutlich) gegen Partisanen in der Gegend von Energodar vorgehen.

Tschetschenien schickt eigene, z.T. in (Tschetsch, Syrien) kampferprobte, auch Eliteeinheiten (Akmat), rekrutiert im eigenen Land (teilweise brutal), wirbt Söldner und bildet Freiwillige, Mobilisierte der RF, v.a. aus dem asiatischen Teil aus. Es hat eine ähnliche katalytischer Funktion wie die Wagner-Truppen, da sie auch außerhalb des Trottes der RA fungieren. Anders als Wagner dürften Teile „besser“ qualifiziert für Straßenkämpfe, parallel zu Luftangriffen, und auch systematischen Besatztungsterror sein, während Wagner/Prigoschin allein schon von der Rekrutierungsart (Sträflinge) der Mann fürs ganz Grobe sein dürfte.

Kinder als Geiseln- Kinderlandverschickung auf russische Art

Unterschiedliche ua Interpretationen hat der Aufruf der ru Besatzungsmacht in Cherson, Kinder zu evakuieren, ausgelöst. Die einen wundern sich, dass Besatzer und Kollaborateure ihre Kinder nach Russland bzw. die Krim zu schicken und sie nicht sicher sein können, nicht von ihnen dauerhaft getrennt zu werden. Andere halten diesen Aufruf für eine verkappte Deportierung. Die Zahl -inzwischen angeblich 500/p.day- ist immerhin so hoch, dass es nicht mehr nur um Kinder von prorussischen Eltern gehen kann. Die Stadt Cherson ist neben Kachowa einer der wichtigsten ru Militärstützpunkte seit der Besetzung zu Anfang des Kriegs im gleichnamigen Oblast die UA beschießt militärisch relevante Punkte mehr oder minder täglich, angeblich nur mit Präszisionswaffen weitgehend punktgenau. Vermutlich jedenfalls präziser als die RA bei anderen Städten. Aber zumindest psychologisch ist Luftangriff Luftangriff und, wenn es der UA gelingt, in der Region noch näher an die Stadt zu rücken, wird auch der konventionelle Beschuss, zumindest in Vororten, zunehmen. Es gibt also genügend Gründe, seine Kinder aus der Schussline zu nehmen. Von regelrechtem Zwang wird derzeit nicht berichtet. Bekannt ist aber, dass Ru im Rahmen der „Entukrainisierung“, auch Kinder zurückhält, in Heime steckt und adoptieren lässt, die keine Waisen sind. Auf jeden Fall haben die Besatzer die Eltern in der Hand, die ihre Kinder „weggeggeben“ haben.

Eine andere Form der Russifizierung von Kindern ist die Erziehung und Indoktrinierung. In Mariupol wird in extra Kindervorstellungen als Premiere der neue russische Kinder-Abenteuerfilm "Legend of Orlyonka" gezeigt. Er spielt in einem russischen Sommerjugendlager, wo sich eine Jugendbande im Kampf Gut gegen Böse bewähren muss. In Augen von Ukrainer ist das neosowjetische Propaganda bei Popcorn und Getränken.

Ru Besatzer beschränken Freizügigkeit und halten Ukrainer fest

Seit fast zwei Wochen, dem Tag der politischen Annexion stecken rund 4000 Ukrainer im Nordwesten des besetzten Zap an der Grenze zum freien Zap fest. (Vasylivka) Die Besatzerkontrollen und Auflagen sind so restriktiv, dass nur 200 passieren konnten. Dies ist eine Auswirkung/ein Vorgriff auf die administrative Annexion, bei der die Bürger in die russische Staatsbürgerschaft und die Männer in die Mobilisierung gezwungen werden sollen. Die humanitäre Hilfe am Checkpoint ist seit einen tragischen Raketenangriff auf einen Hilfskonvoi stark begrenzt, die Temperaturen sinken.

Starwarrior Musk kämpft weiter

Der Ausfall von Starklink-Verbindungen iin den UA n den letzten Wochen kann finanzielle Gründe gehabt haben. Eleon Musk, der der UA seit Kriegsbeginn 20.000 Starlink-Verbindungen geschenkt hatte, um das zerstörte Netz qua Satellitenverbindung zu kompensieren, hat möglicherweise finanzielle Probleme, dies weiter zu tun. Er soll mit der Netzabschaltung gedroht haben, wenn die US-Regierung ihn nicht finanziert. Ob er solche eine Zusage bekommen hat, ist offen, jedenfalls will Musk für die UA kostenfrei nun weiter aus dem All funken. Inwieweit Musks Äußerungen über einen möglichen Kompromiss mit Russland nur eine Variante seines finanziellen Pokerspiels war oder ob er selber oder im Interesse von US-Kreisen politischen Druck auf die UA ausüben wollte, bleibt im Nebel. Klar ist, dass die UA sehr von Starlink abhängig ist. Soweit ich sehe ist die komplette Verwaltung in den umstrittenen Gebieten von Starlink abhängig. Vermutlich teilweise auch die Armee.

Krieg in russischer Armee. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 15.10.2022. ca. 6.30

 

Konflikt zwischen Front/Bloggern und Militärführung eskaliert

Ru Angriff auf Bakmut als innenpolitisches Fanal

Nach dem Raketenangriff ist vor dem Raketenangriff

Volkssturm nach Mobilisierung? Die Rekrutierung geht immer weiter....

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die ua Offensive hat sich angesichts verbissener Gegenwehr auch mit Hilfe von neu Mobilisierten vorübergehend festgefressen. Ein ua Politiker spricht für Cherson von „Stille von der Front“, was angesichts des gegenseitigen Dauerbeschusses an mehreren 100 km Front strange wirkt.

 

Bakmut- Russische Soldateska will ein Exempel statuieren- v.a. für Moskau

In Donetzk bei Bakmut allerdings ist die Lage der UA offenbar kritisch. Laut ru Quellen setzen die Wagnertruppen der UA so zu, dass möglicherweise einige ua Truppenteile die Stadt verlassen haben, um der Einkreisung (H-und-G. hatte berichtet) zu entgehen. Offenbar wurde hier das ua Erfolgsmodell kopiert und Schwächen der UA, die primär in Offensivgebieten aktiv ist, für eine Offensive ausgenutzt. Außerdem ist hier v.a. „Wagner“ seinen Häftingstruppen ohne Rücksicht auf Verluste aktiv. Offenbar soll hier auch der traditionellen Armee und der russischen Bevölkerung vorgeführt werden, dass es „geht“, wenn man nur will. Ein Sieg der Wagnertruppen bei Bakmut wäre für die UA sicher ein Problem, die innenpolitische Auswirkung in Russland dürfte aber weitaus gravierender sein. Der Kampf der Traditionalisten und der „modernen“ Kriegsführung s.u. würde weiter angeheizt. s.u.

 

Keine neuen Raktenangriffe? Oder Vorbereitung auf den Blackout?
Putin meint, es werde derzeit keine größeren Raketenangriffe mehr geben, die meisten Ziele seien erreicht. Aber auch wenn die Medien nach dem Groß-Raketenangriff jeder Rakete nachberichten, gibt es in der Tat derzeit so wenig Raketenangriffe wie lange nicht. (das heißt nicht, dass sie keinen Schaden anrichten und Zivilisten töten). Laut ua Meldungen hat die RA schon einen großen Teil ihrer präzisen Raketen verschossen. Das alles darf aber keineswegs zu Fehlschlüssen verleiten.

Auch wenn es erstaunt, dass sich Russlands eigene Verteidigungsfähigkeit bald nur noch auf die Atomwaffen reduzieren dürfte, es bleibt genügend Potential, um die UA massiv zu schädigen. Allein der Rest der Präzisionsraketen reicht für mehr als 6 Angriffe wie die vor ein paar Tagen. Mit den Großangriff hat die RA vorübergehend einen großen Teil der mittleren Energieversorgung ausser Kraft gesetzt. M.E. war das nur ein Test. Russland wäre vermutlich beim nächsten vergleichbaren Angriff in der Lage einen Blackout in der UA herbeizuführen. Dieses Risiko ist m.E. höher als der Angriff mit taktischen A-Waffen. Die derzeitige Raketen-Pause dient ohnehin nur dazu, wieder „nachzuladen“.

 

Mobilisierung vorbei-Kommt jetzt der Volkssturm?

Putins Darstellung, dass die Mobilisierung fast abgeschlossen sei (Bereits 222.000 der geschätzten 300.000 Mann), täuscht und ist vermutlich nur ein Beschwichtigungsmanöver. Auf die Mobilisierung folgt die „normale“ Einberufung der 120.000 Rekruten, die nach einem halben Jahr, mobilisiert werden dürften. V.a. in den annektierten Gebieten, treibt die Militarisierung ohnehin weiterhin Blüten. In Mariupol wurde jetzt in 53 Schulen Schülern angeboten (Foto), sich der "Jugendarmee" anzuschließen. Auch wenn es sich eher um einen weiteren Versuch handeln dürfte, die ua Jugend mittels paramilitärischen Ausbildung ideologisch zu entukrainisieren könnte das das „Kanonenfutter“ (blödes Wort) der Zukunft werden. Immerhin ru Militärblogger prophezeien, dass auf Grund der chaotischen und brutalen Mobilisierungsmethoden bald die Soldatenfrauen und -Mütter protestieren werden. Ein Albtraum der jüngeren russischen Militärgeschichte. Meduza berichtete, dass zunehmend Männer schon während der Mobilisierung sterben, sei es an Suizid oder angeblichen Herzattacken, beides fingierte oder echte Symptome für den brutalen Druck, den die Werber ausüben. Zunehmend verstecken sich Männer, um nicht an ihrer Meldeadresse abgeholt zu werden.

Putin hat, offenbar um Kritik entgegenzutreten, die Ausbildung der Mobilisierten zugesagt: Erstausbildung der Mobilisierten dauert danach 5-10 Tage, was in einem Krieg, der inzwischen mit hightech-Waffen geführt wird, ein Witz ist. Allerdings werden auch Kräfte für einfache Tätigkeiten, wie Nachschub, Schanzarbeiten benötigt. Die Zusatzausbildung „5-15 Tage in Einheiten und zusätzliche Koordination zwischen den Truppen“ dürfte ein schlecht verschleiertes Eingeständnis sein, dass die Mobilisierten nur nach wenigen Tagen im Frontbereich eingesetzt werden. Berichte von Militärbloggern, wonach v.a. in Svatove viele von ihnen sogleich starben und zahlreiche verwundet wurden, scheint in hohen Militärkreisen auf Unmut gestoßen zu sein.

 

Militärglasnost gegen Militärzensur- Krieg zwischen Front und Militärführung.

Der spätestens seit den jüngsten ru Niederlagen ausgebrochene Streit zwischen den vor- Ort-Kommandeuren/Söldner-Soldateska und den Militärbloggern mit der Armeeführung scheint aus oder gerade nach der Auswechselung von hohen Militärs nicht befriedet, wie es schien, ganz im Gegenteil. Angeblich hat der Generalstab eine schwarze Liste von Militärbloggern zusammengestellt, die angeblich durch zu offene Berichterstattung Militärgeheimnisse verletzt und sich strafbar gemacht hätten. Angeblich wurde Anzeige bei der russischen Zensurbehörde eingereicht. Diese soll sich z.T. gegen die prominentesten russische Kriegspropagandisten richten, die anfangs den Krieg verherrlichten, ihn jetzt aber auf andere Weise, durch realistische Berichterstattung auch von Missständen und Misserfolgen, zu retten versuchen. Seit den Meldungen über die schwarzen Listen kommt es im Netz zum Aufstand. Erklärungen und Resolutionen der Blogger eskalieren. Indirekt drohen sie sogar. Andererseits sollen auch schon kleinere Blogger und Igor Girkin, der Schaftmacher, verstummt sein. Es wird spannend, auf welche Seite sich der Kreml stellt. Einerseits ist zu vermuten, dass Putin ein gewisses Militärglasnost zugelassen und gefördert hat, um seinem trägen, teilweise unfähigen und korrupten Militärapparat Beine zu machen. Andererseits kann er sich (bisher?) nicht voll mit der traditionellen Armeeführung (Gerassimow und Co) anlegen. Es kann auch sein dass es eher Teile aus Putins Entourage sind, die hinter dem „Aufstand“ an der Front stehen bzw. ihn decken, um auch Putin mehr zum Jagen zu tragen. Jedenfalls geht knarrt es kräftig im Herrschaftsgebälk.

 

Besetzte Gebiete

Merkwürdig wenig neue Nachrichten seit der Annexion (ich habe aber leider keine Zeit zu Quellen dazu zu analysieren). Sei es, dass alles so weitergeht, wie bisher, sei es dass die „richtige“ administrative Eingliederung noch aussteht bzw. wegen des wechselhaften Kriegsverlaufes verzögert wird. Es gibt regional große Unterschiede. Während in Cherson die Besatzer-Familien und Kollaborateure die Koffer packen, sind die Ureinwohner von Zaporischschja weitergehend gehindert, die Region zu verlassen und in Mariupol versuchen die Besatzer, Aufbau-Normalität zu suggerieren, die durch Mangel, Widerstand und Partisanen konterkariert wird.

 

Hybrid- Hybridhypokrit Erdogan

Angeblich hat Ru seine Ölproduktion und den Export deutlich gesteigert. Statt nach Europa ging es nach Asien, Afrika und Südamerika. Über die erzielten Preise wird geschwiegen. Angeblich bietet Ru für politisches Entgegenkommen Energieträger zu Dumpingpreisen an. Erdogan der hat mit Putin ein Gasdrehkreuz in der Türkei besprochen.

In Frankreich haben NGOs Total angezeigt, weil es Embargo-widrig Ru mit Flugbenzin versorgen soll.

 

Kriegsverbrechen/IRC

IRC rechtfertigt sich auf Angriffe aus UA, dass es zu wenig für Kriegsgefangene tue. Es werde nur bei wenigen zugelassen und könne den Zutritt nach Kriegskonvention nicht erzwingen. Immerhin, das IRC sagt mal was.

Es gibt Gefangenenlager, wie das zentrale für den Oblast Charkiv in Wovchansk, das offenbar nie von einem IRC-Vertreter betreten wurde. Das Lager, in dem mutmaßlich auch gefoltert wurde, verschwand mit der Gegenoffensive. Keiner weiß offenbar Näheres.

Droht Angriff auf AKW-Energodar? Ukraine Monitoring vom 14.10.2022. ca. 6.30

Mobilisierung ineffizient, aber nicht ineffektiv. Offensive stockt

Russians love their children too (Sting)

Neue russische Militärkultur (Text gestern vergessen, sorry)

Droht Angriff auf AKW-Stadt Energodar

Leben im Krieg

 

 

Zitate des Tages:


 

„Wir helfen der Ukraine dabei, ihren Boden zu verteidigen, niemals dabei, Russland anzugreifen. Wladimir Putin muss diesen Krieg beenden und die territoriale Integrität der Ukraine respektieren." (Macron)

 

Es ist der letzte Winter in dem Russland den Westen bedrohen kann.Die politische Führung muss sich an ihre Bevölkerung wenden, als würde sie mit Erwachsenen reden, damit das Land besser vorbereitet ist.(Hodges)

 

Nehmt Eure Kinder und geht (ru Statthalter von Cherson)

 

Kriegsgeschehen

 

Bestätigt Tendenz der Vortage, dass sich die UA Gegenoffensive momentan mehr oder minder festgefressen hat. Es scheint kaum Gebietsgewinne zu geben. Die RA versucht z.T. mit extrem hohen Verlusten (Svatove) gegenzuhalten. Der Kampf geht derzeit v.a. um die wichtige Route 66 (Autobahn), die die Versorgung der RA nordwestlich von Luhansk sichert. Es bestätigt sich, was in H-und-G.info von Anfang der ru Mobilisierung befürchtet hat: Die Mobilisierung läuft zwar chaotisch, vergrößert Widersprüche, ist ineffizient, aber nicht vollkommen ineffektiv. Selenskij hat inzwischen eingeräumt, die „Truppenaufstockung schaffe einen »spürbaren Druck« auf die ukrainische Armee“.

Auch die Rekrutierung von Knackis für die Wagnertruppen scheint Wirkung zu zeigen. Südlich von Bakmut fräst sich diese Privat Soldatestka vor und versucht diesen Verkehrsknotenpunkt einzukreisen.

 

Neue ru Militärkultur?

Nach dem „Aufstand“ der Soldateska und Militärblogger nach den ru Niederlagen könnte sich eine Art Kulturrevolution in der RA vollziehen. Kritisiert wurden die Entscheidungen von RA Militärführern in der Etappe, die nicht wüßten, was an der Front los ist. Idealbild ist der Kommandeur vor Ort, der mit seiner Truppe kämpft und sie motiviert. Die Ab/Versetzung mehrerer traditioneller Militärs und der Kult um die Frontkommandeure könnte, dazu führen, dass die RA ein stückweit die UA kopiert, wo den Bataillonen mehr Spielraum gelassen wird, eigenständig zu agieren. Dies birgt aber auch Risiken von Harakiriaktionen. Ein vor Ort-Kommandeur in Charkiv/Donesk soll sogar festgenommen worden sein, weil er vollkommen unvorbereitete und nicht ausgerüstete Neusoldaten zur Konsolidierung seine Abwehrlinie „verheizt“ haben soll.

 

Humanitär/Kritik am IRC

Die Ua Präsidialverwaltung übt deutliche Kritik daran, dass das IRC sich zu wenig für die (Asovstal) Gefangenen in Olenivka einsetzt. Derartige Kritik am IRC gibt es seit längerem. Um die ru Seite nicht zu verprellen, agiert das IRC extrem zurückhaltend. Teilweise muss es sich auch dem Vorwürfe gefallen lassen, dass es im Rahmen der Betreuung von Russischen „Flüchtlingslagern“, sogar faktisch Beihilfe zur Filtrierung und Verschleppung von Ukrainern leistet. Im Fall der ASOV-Stal Soldaten, die sich vor Monaten auf Befehl Selenskijs ergeben hatten, hatte die UA auf Vereinbarungen u.a. mit der Türkei und dem IRC gesetzt, dass die Gefangenen nach Konvention behandelt werden. Dem war offenkundig nicht so (Folter, Magelernährung), abgesehen von der Explosion, bei der über 50 Gefangene in Olenivka starben. Auch hier hat es bisher keine neutrale Untersuchung und Betreuung der Restgefangenen gegeben. Selenskij ist v.a. von Nationalisten unter Druck, sein Versprechen, die Gefangenen zurückzuholen, einzulösen. Andererseits machen ru Hardliner Druck, dies nicht zu tun.

 

 

Befreiung heißt nicht Rückkehr des Lebens

Die Berichte über die seit einer Woche (!) 7 (!) befreiten Ortschaften in Luhansk klingen eher deprimierend. Sie werden von der RA derart beschossen, dass normales Leben nicht möglich ist. Die Rückkehr der Bevölkerung kann nur vorübergehend zum Abholen von Sachen erfolgen. Die Restbevölkerung soll in Kampfpausen vor dem Winter evakuiert werden, weil Leben dort nicht mehr möglich ist.

 

Russians love their children too (Sting)

Nehmt Eure Kinder und geht. Der Ruf des Besatzungs-Statthalters von Cherson zeigt, dass die Russen noch nicht von allen guten Geistern verlassen sind. Verwandte von Besatzern sollen, wie vermeldet, Cherson zur Erholung oder Ausbildung Richtung Krim, Rostov, etc. verlassen.Sogar ein russischer stellvertretender Minister versprach Hilfe bei der Umsiedlung. Gute Idee, am besten gehen die Soldaten gleich mit und der hazzle ist für alle vorbei.

 

Droht Angriff auf AKW-Stadt-Energodar?

Ru Blogs behaupten hartnäckig, dass eine Invasion von der westlichen Dnjepro-Seite auf die AKW-Stadt drohe, um das prestigeträchtige AKW zu erobern. Angeblich mit Amphibienfahrzeugen.

Gründe gäbe es genügend dafür. Die Verbitterung im ua nikopol über den Dauerbeschuss ist auch so groß, das von hier aus immer wieder Partisanenaktionen geplant/koordiniert werden, die sich auch in der Region Energodar abspielen. Aber abgesehen davon, dass die militärische Eroberung eines AKW ziemlicher Schwachsinn und unverantwortlich wäre. Der Dnejpr ist an dieser Stelle selbst an schmalen Stellen 3 km breit. Eine „Invasion“ wäre ein ziemliches Himmelfahrtskommando.

Vermutlich sollen diese Meldungen die Bemühungen des IAEA-Chefs Grossi konterkarieren, hier eine Sicherheitszone zu schaffen. Grossi zeigte sich bei seiner derzeitigen Pendeldiplomatie optimistisch, was bleibt ihm auch anderes übrig. Eine Entmilitarisierung, wie von der UA verständlicherweise gefordert, scheint momentan vollkommen unrealistisch. Die RA soll ihre Präsenz in der Stadt verstärkt haben. In der Stadt wirken Kaydrev Ordnungskräfte (Omon)

 

Kertsch-Brücke

Der km-lange LKW-Stau an der Brücke, der tagelange Wartezeiten bringt, zeigt, die Verbindung ist massiv verstört. Es gibt nur 4 Fähren in Kertsch. Jetzt werden bewachte Konvois über die Landbrücke organisiert. Die Fahrt bringt 3-400 km Umweg durch Partisanenland (Melitopel, Mariupol) mit sich.

 

 

Vermischtes aus dem Leben der Ukrainer

 

Sieben Monate lang lieferten die Besatzer keine Medikamente an Krankenhäuser in Melitopel,


In Melitopol gibt es seit 3 ​​Monaten kein Gas mehr. In Berdyansk verschwand seit 2 Monaten.

 

Ukraine gelingt es 96 Kinder aus Russland und den bestzen Gebieten zurückzuführe. Vermißt werden noch 8,140, mutmaßlich Richtung Osten entführt.

 

Während des Konzerts der Luhansker Regionalphilharmonie in der Lemberger Orgelhalle ging das Licht aus. Die Musiker und Angestellten der Halle ließen sich nicht beirren und spielten im Licht der Laternen weiter.

 

Videos zeigen singende und hüpfenden Kinder im Luftschutzbunker.

 

Ein 11 jähriger Junge, der nach dem Luftschutzangriff aus den Trümmern seines Hauses geborgen werden konnte, starb darauf im Krankenhaus.

 

Seit 6 Monaten verkehrt der erste Zug nach Kramatorsk (Donbas) in den Westen der UA.

 

Es sind diese „kleinen Geschichten“, die zeigen wie die ua Bevölkerung unter dem Krieg lebt und leidet und wie wenig Vorstellung wir davon haben.

 

 

Hybrid

 

Der Poker um die Verlängerung des Getreideabkommens hat begonnen. Ru fordert Linderung der Hafensanktionen im Mittelmeer.

 

Russland

verheimtlicht ein fünftel seines Etats. Warum wohl?

❗️Gefährlicher Norden. Wofür trainiert Belarus? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.10.2022. ca. 6.30

 

Kulturkampf in ru Militär?

Belarus- treuester Verbündeter ohne Offensivpower?

UA setzt auf Zusammenbruch mehrerer Fronten

Weniger Raketen-vorerst

AKW-Zap tickt weiter- wird Energodar Kampfzone?

 

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

ähnlich gestern

 

Offenbar keine signifikanten Veränderungen, auch wenn UA-Seite die Befreiung von 5 kleineren Orten in der Mitte des westlichen Cherson für sich reklamiert und langsame Fortschritte in Luhansk. Andererseits betont die ru Seite weiterhin, dass sie ihre Defensive stärkt und kleinere Gegenattacken macht, bzw, die UA bei Attacken zurückwirft.

 

Kollabiert ru Front teilweise?

 

Offenbar setzt die UA auf den Zusammenbruch von Teilen der RA in Cherson und im Donbas. Jenseits der Kampfhandlungen wird die Gegenseite durch die Militäraufklärung genau beobachtet, v.a. die Ausrüstungs- und Mobilisierungsschwierigkeiten. Von Cherson und Donbas wird über neue Soldaten mit mangelhafter Ausrüstung z.T. aus Sowjetzeiten berichtet, im Donbas seien die neue Kräfte wegen Desertion, Befehlsverweigerung, Kündigung teilweise kaum einsetzbar. Derartige Berichte sind ist natürlich auch Teil der psychologischen Kriegsführung, aber durchaus plausibel. In Cherson werden weiter besatzungsfreundliches Personal und Familien zur Evakuierung angehalten. Es wird davon ausgegangen, dass das ru Militär von sich aus schon lange das Gebiet westlich des Djenpr geräumt hätte. Um das Militär weiter auszuhöhlen, geht es nach wie vor gegen Nachschubwege, wie die improvisierten Pontonbrücken, aber neuerdings auch gegen Hubschrauber.

 

Hubschrauberabschüsse

 

Normalerweise berichtet H-und-G.info kaum über Verluste, da sie, auch ihre Relevanz, kaum zu überprüfen sind. Bemerkenswert ist der Abschuss von 4 Hubschraubern an einem Tag, normalerweise alle paar Tage einer, wenn es hochkommt. Vermutlich soll gezielt der Nachschub, der in Cherson ersatzweise mit Hubschraubern erfolgt, erschwert werden. Es können aber auch Kampfhubschrauber seien, die offensiver an der Front eingesetzt wurden, weil die Bodentruppen zu schwach sind, und dadurch „verwundbarer“ wurden.

 

Raketenbeschuss

 

Der Raketenbeschuss ist nach dem Bombardements der letzte Tage deutlich zurückgegangen, vermutlich muss die RA wieder „auftanken“. In ru Bloggs wird die Wiederaufnahme und verstärke Angriffe auf die ua Infrastruktur, insbesondere Energie gefordert, bevor die westlichen Luftabwehrmaßnahmen greifen. Die Raketenangriffe der letzten Tage hatten 30% der ua Energeieversorgung vorübergehend ausser Kraft gesetzt.

 

Belarus-Russlands geleaster Flugzeugträger

Die UA beobachtet täglich genauestens, was sich in Belarus tut. Von da kam die Invasion, erneute Angriffe würden bedeuten, dass die UA Teile ihrer Streitkräfte nach Norden verlegen müsste, was Offensiven schwächen bzw. unmöglich machen würde. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum laufend militärische Nachrichten und Aktionen aus Belarus kommen, um die Gegenseite „auf Trab“ zu halten. Jüngst durch die Meldung gemischte by/Ru Truppenteile aufzubauen. Wo diese eingesetzt werden sollen, blieb offen.

 

Belarus ist der wichtigste militärische Vasall/Verbündete von Putin, Belarus

-ist Aufmarschgebiet für die RA

-ist Truppenstationierungsgebiet für die RA und die Luftwaffe

-ist Schutzschild Richtung Nato, wohl auch mit Mittelstreckenraketen

-ist Trainingszentrum für ru Mobilisierte

-ist Standort für Raketen- und neuerdings Drohnenstart Richtung UA

-ist zunehmend ein wichtiger Waffen und Munitionslieferunt (Zügeweise)

 

Aber genau der letzte Punkt ist einer der wichtigsten, warum die UA derzeit an einem BY Kriegseintritt zweifelt. Gerade sind 20 BY Panzer nach Beograd/Ru unterwegs, was die Angriffsfähigkeit von BY eher schwächt. Es bleibt also derzeit bei der ua Einschätzung, dass Belarus (auch wegen der bekannten innenpolitischen Schwierigkeiten) , auch wegen der hohen finanziellen Abhängigkeit von Putin unterstützt, aber selbst nicht militärisch interveniert.

 

 

Unsere Medien und die Zeitbombe im AKW-Zap-bald Kampfgebiet?

Während in D. die Hauptnachrichtensendungen brav über das Anschalten der externen Leitungen im AKW-Zap berichteten, verpeilten sie das eigentliche Problem. Das Ein- und Abschalten selbst ist die Gefahr bei einem Personal, was extrem unter Druck ist, (Verhaftung zweier Chefs, Zwang ru Arbeitsverträge zu unterschreiben) und Kriegshandlungen in der Region und jetzt wohl auch in Energodar selbst. Ru Blogger und Kadayrev berichten, von der Gefahr von Angriffen oder sogar eines Landungsunternehmens bei Energodar und Beschuss von der anderen Dnjepr-Seite. Sicher dramatisiert, aber angesichts der UA Gegenüberlieferung nicht vollkommen unplausibel. Es scheint die Gefahr einer militärischen Eskalation in Energodar selbst zu drohen. Die Gefahr, dass das AKW irgendwann hochgeht, ist derzeit größer, als der Einsatz taktischer Atombomben. Angeblich verhindert die RA Diesel-Lieferungen für AKW-Notstromaggregat.

 

 

Besatzer als Blutsauger -Hohe ru Verluste

 

Aus Melitopel wird berichtet, dass die Bevölkerung zu Blutspenden gedrängt wird, weil die Konserven für die verwundeten Soldaten ausgehen. Laut ru Indimedien sind die Verluste auf ru Seite inzwischen auf 90.000 angewachsen (allerdings mit schwerverwundeten, die nicht zurück an die Front können) das ist rund das fünffache des Afghanistan-Krieges!

 

Hybrid

Mal was „Lustiges“: Putin verspricht neue Gaslieferungen- Und keiner reagiert mehr darauf. (außer vielleicht Victor O.)

Westliche Analysen naiv? Ukraine Monitoring vom 12.10.2022. ca. 6.30

 

Folgen der Raketenangriffe zeigen ua Verwundbarkeit

ua Offensive festgefressen?

Westliche Analysten zu traditionell

Totenrückgabe statt Aufklärung des Kriegsverbrechens von Olenivka

Trotz Gesprächen in Moskau, die Lage am AKW Zaporischscha verschärft sich

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die RA hat ihrer Angriffe auf die ua Infrastruktur gestern fortgesetzt, deutlich geringer als am Vortag aber immerhin noch mehr als ungefähr doppelt so stark wie „normal“.

 

Hat sich die ua Offensive festgefressen?

Die ru Blogs verweisen auf wachsende Erfolge in Cherson und im Nordosten der UA, die UA aufzuhalten, sogar kleinere Gegenoffensiven zu machen. Größere ua Gebietsgewinne scheint es in den letzten Tagen in der Tat nicht gegeben zu haben. Das bestätigen indirekt auch ua Quellen, die davon sprechen, dass Eroberungen in der Spitze in der Tiefe und Breite (im Nordosten) konsolidiert werden müssten. Außerdem würde der Angriff auf Logistik und Nachschub erfolgreich weitergehen (Cherson). In Summe scheint sich das Offensivgeschehen aber erst einmal zumindest verlangsamt zu haben. Die RA „gräbt“ sich in mehreren Regionen ein, d.h. verstärkt ihre Verteidigungsfähigkeit mit Bauten und Minen. Allerdings, meint die UA, in Cherson reiche das allenfalls um den Rückzug zu decken und zu verzögern. Dass die Besatzer in Cherson offenbar in großem Stil ihre Angehörigen evakuieren („Kur“ auf der Krim), sei ein Indiz für den kommenden Rückzug. We wait and see.

V.a. im Westen des Donetzk bei Bakmut scheint es den Wagner-Gruppen zu gelingen, partiell vorzudringen. Offenbar soll gerade hier durch Verstärkung der Wagner-Gruppe ein (nicht nur) symbolischer Sieg erzwungen werden. (Eroberung der Grenzen des Donbas. Allerdings sind die „Fortschritte“, wie auch bei Donetzk Stadt vergleichsweise gering. Vermutlich aber hohe Verluste auf bei den Seiten.

 

Explosion auf der Krim

Laut ru und ua Quellen wurde auf der Krim offen ein entscheidender Eisenbahnknotenpunkt getroffen, der wie die Kertschbrücke essentiell für die Versorgung der Krim und den Nachschub der RA im Süden der UA ist. Der intelligente Kampf um die Verkehrs-Logistik geht weiter.

 

Düsteres Szenario-nach den den Raketenangriffen

Noch mal zu den Raketenangriffen. Die Bilanz im Detail zeigt erschreckend, dass die RA durchaus in der Lage ist, gezielt bestimmte Teile der Energieinfrastruktur auszuschalten. In Dnjepro wurden gestern Teile des privaten Stromnetzes runtergefahren, um die kritische Infrastruktur (Krankenhäuser, Transport, Kommunikation , etc.) überhaupt versorgen zu können. Gestern waren noch 300 Gemeinden ohne Strom. Das wären bei 10-1000 Personen zwischen 3000 bis 300.000 Menschen. Hinzukommen 700.000 Personen, die nach älteren Angaben ohnehin derzeit ohne Energieversorgung leben müssen. Wie schon gestern erläutert, richteten sich die Angriffe v.a. gegen mittlere Energieversorgung und -verteilungseinrichtungen und fanden bei plus-Temperaturen statt.

Es kann also noch schlimmer kommen. Es wurde im Westen zu viel über atomare Gefahren, zu wenig über die hybriden Schwachstellen der Infrastruktur debattiert. Die Russen kennen diese, sie haben sie teilweise mit aufgebaut, waren jahrelang mit ihr verknüpft, haben sie offenbar gut aufgeklärt und Agenten oder „Verräter“ in der Ua, die sich nach wie vor mit präzisen Koordinaten versorgen (z.B. SBU-Festnahme gestern). Zu bedenken ist, auch die die Führungscrew um Putin mehr von Energiefragen als von Militärfragen versteht.

Die Grundlast wird in der UA zwar stark über AKWs gewährleistet, die man nicht direkt mit Raketen beschießen würde. Aber wie das AKW-Zap zeigt, kann man die Leitungen auch der AKW lahmlegen und damit in der UA das „Licht“ ausschalten. Das unter Frostbedingungen, wenn in Folge auch Heizungen und Wasserversorgung ausfallen, wäre v.a. für die städtische Bevölkerung eine Katastrophe (die ländliche ist eher in der Lage auf Selbstversorgung umzuschalten) mit neuen Migrationswellen.

Dies würde v.a. auch die Nicht-Kriegsgebiete in der Mitte und im Westen der UA treffen, wo sich zusätzlich zur Normalbevölkerung Millionen Binnenmigranten aus dem Osten und Süden der Ukraine aufhalten. Zwar kann dem mit einer weiteren Verbesserung der Luftabwehr partiell begegnet werden. Aber diese ist lückenhaft. Außerdem ist gerade zu beobachten, dass die RA in Belarus mit Kamikazedrohnen aufrüstet, die gerade im Nordosten schwerer abzufangen sein dürften, weil es da bisher kaum entsprechende Gegeneinrichtungen gibt und in einem breiteren Grenzgürtel erheblichen Schaden anrichten könnten.

Es muss zu alledem nicht kommen, aber spätestens seit den letzten zwei Tagen wissen wir, es kann dazu kommen.

 

Schwächen der westlichen Militäranalysen.

Ich habe mich, auch auf Bitten von Lesern, mit meinen kritischen Bemerkungen zum Thema in letzter Zeit zurückgehalten. Aus gegebenem Anlass jedoch zwei Bemerkungen:

Die britische (zweckoptimistische Über)betonung der Degradierung der russischen Waffen und der Armee mag ja tendenziell richtig sein und vielleicht ex post eines fernen Tages als konfliktentscheidend, zumindest als ein wichtiger Faktor angesehen werden.

Aber das Ätzen über den Einsatz alter Raketen, Seeraketen, die falsch eingesetzt werden, etc., darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die RA noch „gut“ in der Lage ist, erheblichen existentiellen Schaden in der UA anzurichten und die Gegenoffensive mit „Kanonenfutter“ deutlich zu verlangsamen. Ein Übersehen und Übertünchen des oben skizzierten Horrorszenarios halte ich für fahrlässig.

Die ISW-Analyse läuft darauf hinaus, dass der Raketenangriff der Imageverbesserung der Armeeführung dienen sollte und der neue Frontkommandeur mit seiner Syrienerfahrung keine Kriegswende herbeiführen könne, weil ihm die Lufthoheit fehle, die in den ersten Kriegstage nicht erreicht wurde. Abgesehen davon, dass das ISW sich insofern selbst widerspricht, als dass sie die neuen Offensivhandlungen weniger der Militärführung als der Soldateska im Verbund mit den Silowiki zugeschrieben hatte (was m.E. tendenziell richtiger scheint als die jetzige Analyse); auch hier wird die Fähigkeit der RA, die Ukraine, mit Raketen statt mit Flugzeugen, lahm zu legen, unterschätzt. Außerdem scheint des ISW wie auch die Briten nach wie vor zu stark in traditionellen militärischen Kategorien zu denken (wogegen zunächst nichts spricht) und die hybriden Komponenten zu unterschätzen. Aber gerade darin besteht die Spezifik von Putin und seiner Entourage, die mehrheitlich gerade keine Militärs sind, sondern eher der KGBistischen Tradition entstammten und qua staatsoligarchischer Verquickung Spezialisten gerade für den (internationalen) Energiesektor sind.

Belarus

Angesichts der starken Munitions- und Waffenlieferung von BY an RU wird von Analysten die Bereitschaft von BY, aktiv in den Krieg einzugreifen, als unwahrscheinlich angesehen.

 

Humanitär/ Die Toten von Olenivka ausgetauscht

Es sind einigen Dutzend ukrainische Kriegsgefangene ( von vermutlich 2500) freigelassen und Leichen übergeben worden. Unter letzteren auch Tote u.a. aus dem Gefangenenlager Olenivka, wo eine Explosion über 50 Insassen, zumeist aus Asovstal/Mariupol tötete. Manche galten als vermisst und konnten erst jetzt (!) identifiziert werden.

Die Explosion bleibt bislang ungeklärt, Experten der UN hatten trotz gegenteiliger Bekundungen der ru Seite, bisher keinen Zugang zum Lager, Rote Kreuz wohl auch nicht wirklich. Dagegen hatten ru „Experten“, darunter ein amerikanischer Filmschauspieler und Militärpropagandisten schon Tage nach der Explosion Zutritt. Allein das spricht für sich. Allerdings muss bis heute als offen gelten, ob diese Tat von Moskau angeordnet bzw. gebilligt war, oder nicht eher eine Exzesshandlung von Leuten vor Ort war, die die internationale Verhandlungslösung konterkarieren und Rache wollten. Gerade nach Betrachtung des weiteren Geschehens- Freilassung der Asow-Kommandanten und Unmut an der Kampfbasis in den letzten Wochen- ist die zweite Variante durchaus plausibel. Es kann aber auch sein, dass Moskau den Exzess zugelassen hat, um ein Ventil für seine Verhandlungslösungen zu schaffen.

 

AKW Zap

brisant, immer wieder brisant

Einerseits soll der stellvertretende Leiter des AKW wie zuvor schon zeitweise sein Chef festgenommen worden sein. Das erhöht den Druck auf die ohnehin schon gestressten ua Mitarbeiter. (vermutlich um ru Arbeitsverträge zu erzwingen). Zum anderen wird der Beschuss des Wagen des russischen Statthalters von Energodar und dessen Verletzung gemeldet. Ein erneutes Indiz für Partisanenaktionen in der Nähe des AKW. Außerdem hält der Beschuss (und möglicherweise Rückbeschuss) der Siedlungen auf der gegenüberliegenden Dnjepr-Seite unvermindert an.

 

Insofern sind die Bemühungen des IAEA-Chefs Grossi nun auch Moskau für eine Sicherheitszone zu gewinnen, zu begrüßen. Die ua Maximalforderungen sind derzeit unrealistisch und entspannen nicht die Sicherheitslage.

Putin, der KGBistische Fuchs, hat (anders als ich gestern vermutete) gegenüber Grossi nicht mit Horrorgeschichten aufgewartet, sondern ganz den gesprächsbereiten gezeigt und das in den Medien inszeniert. Er hat von seinen „gepriesenen“ KGBistischen Fähigkeiten, sein Gegenüber zu spiegeln, nichts verloren. Nur trauen darf man dem nicht. (Ob man ihn als deutscher Politiker pauschal als Verhandlungspartner ablehnen sollte, ist eine andere Frage.

 

Hybrid

Es wird ohnehin permanent direkt oder indirekt mit Putin verhandelt. Demnächst über die Verlängerung des Getreide-Abkommens.

Der Stop des Ua Energieexports Richtung Europa trifft derzeit v.a. Moldavien.

 

Verhandlungen

Nach türkischen Vorstellungen auch über einen Waffenstillstand. Unklar ist ob Letzteres mit Deckung der USA.

 

Besetzte Gebiete

Da war doch was? Die Annexion ist durch die Kertschbrücke und die Raketenangriffe fast vergessen. Terror gegen Bevölkerung dort (Filtrierung, mehr oder minder offene Mobilisierung) geht weiter. Teilweise auch Aufbauarbeiten. Wiederaufleben eines Kulturbetriebes, etc.. In Mariupol soll das ASOW-Stahlwerk in einen Industriepark umgewandelt, das Stahlwerk also zerstückelt werden. (Das zweite soll erhalten blieben).

Das war nur ein Warnschuss. Ukraine Monitoring vom 11.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Auch ein angeschossener Tiger ist gefährlich, wenn er die Krallen zeigt.

Schlag gegen die Infrastruktur für UA im Winter bedrohlicher als begrenzter Atomschlag.

 

Da sowohl alles Nachrichten und Blog vom dem Raketenangriff dominiert sind, konzentriere auch ich mich heute darauf, mit ein paar unerfreulichen Thesen.

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage, kaum wirkliche Bewegung, außer UA rückt wohl im Osten weiter voran und gefährdet Nachschub der RA auf Straße 66.

 

 

Zum Luftangriff

 

Der Angriff muss planerisch als Option schon länger vorbereitet worden sein, vermutlich unter maßgeblicher Beteiligung des neuen ru Frontkommandeurs, der zuvor die Luftwaffen befehligte. Vermutlich war es nur eine Frage der Zeit, und des geeigneten Anlasses, einen derartigen Angriff zu führen, da die „normale“ Kriegsführung zu Niederlagen der RA geführt hatte.

 

So schlimm die Zahl der wohl meist zivilen Toten ist, täglich sterben an der Front alleine auf UA Seite ein Mehrfaches an Menschen. Es gibt Städte in denen fast täglich einer „unserer Helden“ zu Grabe getragen wird. Aber auch die Zahl der zivilen Toten ist regional hoch. Im Oblast Zaporischscha sollen in den letzten 10 Tagen durch Beschuss 60 Menschen gestorben sein.

 

Auch ein verwunderter Tiger, der die Krallen zeigt, ist gefährlich, bzw. gerade dann. Die Vorstellung, einer linearen Entwicklung des Krieges, die RA wird immer schlechter und die UA immer siegreicher, trifft es offenbar nicht. Eine neue Eskalationsdrehung auf der Spirale ist erreicht.

 

Die RA kann -wie mehrfach berichtet- mehr oder minder jeden Ort der UA treffen, auch unabhängig vom Bodenkrieg. d.h. der Krieg kann, selbst wenn er eingefroren ist, weitergehen.

 

Die Luftabwehr der UA hat sich zwar deutlich verbessert (von 3% Abschuss auf über 50%) , aber nach wie vor erhebliche Schwächen, das Land ist zudem groß mit vielen Zentren. (Anders als z.B. Israel mit effektiver Luftabwehr.)

 

Auch wenn die Empörung über zivile Ziele und Opfer (zurecht) groß ist, darf nicht die „Rationalität“ dieses Angriffs übersehen werden. Auch wenn die ru Raketen auch zu vielleicht 60% daneben schießen, ging es gegen v.a. Ziele der Infrastruktur der mittleren Elektrizitätsversorgung, d.h. kleinere Kraft und Umspannwerke, das zeigen ru Quellen eindeutig. D.h. dieser Angriff war ein Test und Warnschuss zugleich.

 

Die Zahl der abgeschossenen Raketen mit ü 80 war ungewöhnlich groß gegenüber um die 10 in der täglichen „Routine“. Der gestrige Abschuss könnte die RA im Extremfall eine dreiviertel Milliarde gekostet haben. Auch wenn nicht genau klar ist, über wie viele Mittelstreckenraketen die RA verfügt, wäre diese Art der Kampfführung nicht über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Aber (!):. Mit 3 derartiger Angriffen im Winter gegen Großanlagen der Energieerzeugung könnte man in der UA eine Katastrophe erzeugen, weil auch Heizungsversorgung und Kommunikation zumindest auf Zeit ausfallen würde, wie schon mehrfach auf H-und-G.info herausgearbeitet, ist das die Achillesferse. Damit gewinnt die RA zwar nicht den Krieg, aber trifft und schwächte die UA erheblich, was inzwischen ja auch ein Kriegsziel ist. Gefährlicher als ein begrenzter taktischer Atomschlag (der mehr Bedeutung für die Nato hätte), sind derartige Anschläge auf die Energieversorgung im Winter. (Die UA hat gestern ihren Energieexport einstellen müssen, das Netz war offenbar großflächig instabil.)

 

Die Reaktionen auf Seiten der Ru Politik und ru hardliner-Blogs zeigt, dass das nicht das Ende, sondern eher der Anfang einer weiteren Eskalation war. Gegenüber früheren Zielen wie der Eroberung des Donbas, werden die Ziele in maßgeblichen Blog erschreckend diffus und haben- auch hierauf hat H-und-G.info schon seit längerem hingewiesen, einen geradezu mythischen und manichäischen Charakter. („Früher oder später wird Russland mit der NATO kollidieren und die Welt wird am Abgrund balancieren.)

 

Hier kämpft eine Clique alter Männer, die nicht (oder gerade weil sie) begriffen hat, dass ihre Zeit abgelaufen ist, und daher bis zum Letzten gehen will.

 

M.E. muss sich der Westen etwas einfallen lassen, den Stöpsel rauszuziehen, ohne die Eskalationsspirale direkt anzuheizen. Dieser Winter wird (ansonsten) ungemütlich.

 

 

Belarus

hilft der RA immer mehr, teilweise auch symbolisch, die UA sieht aber keine Anzeichen für einen direkten Eingriff

 

AKW Zap

 

IAEA-Grossi heute bei Putin (wetten, dass P. sagt, er könne das Militär nicht abziehen, weil die UA das AKW beschießt und „Beweise“ vorlegt)

 

UA-Finanzen

der UA Haushalt wird im kommenden Jahr vermutlich zur Hälfe von den USA, zur Hälfte von der EU finanziert.

Kadyrev spricht von Krieg. Ukraine Monitoring vom 10.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Kadyrev spricht von Krieg. Versuch der Ideologisierung der neuen Kriegsphase

Rachebedürfnis nach Kertsch

AKW- Beruhigung ist keine Beruhigung sondern Zeitbombe

Es geht um Logistik, Motivation und Integration militärischer Fähigkeiten

Putin setzt offenbar alles aufs Spiel

Kommt neue Verhandlungsrunde?

 

Originalzitat aus Zaporischschja:

„Ein weiterer feindlicher Angriff! Bleiben Sie in Notunterkünften! Der Feind terrorisiert die Stadt weiter. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf. Halten Sie sich an die Sicherheitsregeln, helfen wir uns gegenseitig. Der Feind ist heimtückisch, vergessen wir das nicht.“

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortag

 

Ukraine versucht Richtung Luhansk und Richtung Cherson vorzudringen. Die RA versucht dies abzuwehren, v.a. ihre Verteidigungslinien nördlich von Cherson zu verstärken, und Gebietserfolge bei Bakmut und Donezk City zu erzielen. Letzteres ist offenbar in geringem Maße gelungen. Die RA ist offenbar nach wochenlangen Kämpfen 5 km (!) vorgerückt.

 

Laut ru Quellen massiert die UA Truppen bei Svatove (Charkiv), Zaporischschja, und im Nordosten von Cherson für größere Angriffe.

 

Offenbar gelingt es beiden Seiten nach wie vor, Personal und Material an die Front zu werfen, was lange so weitergehen kann. Entscheidender scheint zu sein, ob die RA ihre Nachschublogistik sichern/aufrechterhalten kann und ihre neu gezogenen Soldaten ausrüsten, ausbilden und motivieren kann. Berichte der UA- sofern sie nicht propagandistisch weit überzogen sind, deuten darauf hin, dass die RA nach wie vor schlecht ausgebildete und mit veralteteten Waffen ausgerüstete Soldaten (in Cherson) an die Front wirft. Die Angriffe auf ru Logistik gehen dort weiter, während die Ra immer wieder Pontonbrücken/fähren etc. retabliert.

 

Trainerwechsel?

Westliche Analysten spekulieren, ob auch Schoigu und sein Stabschef ausgewechselt werden. Das entspräche dem gegenwärtigen Trend, aktivere, risikobereitere, der Sodatestka verbundene Militärs in die Verantwortung zu holen. Andererseits ist insbesondere Schoigu, auch wenn ihn viele Militärs nicht ernst nehmen ein Uralt-Kumpel von Putin und seine politische Verbindung zur Armee. Wenn er geht, würde das „Fressen der Kinder“ der Silowiki beginnen.

 

 

 

gesundes Bedürfnis nach Rache“- Kertsch-Brücke

Damit hat der Gouverneur der Krim die Stimmung unter den Hardlinern nach dem Krim-Anschlag auf den Punkt gebracht. In manchen deutschen Medien werden die ru Raktenangriffe auf Zap, die inzwischen 3 dutzend Tote kosteten, als eine solche Rache interpretiert. M.E. ist das falsch. Zap wird schon länger mit Raketen beschossen, das steht im Zusammenhang mit dem Versuch, den Oblast nach der Annexion komplett zu erobern bzw. der vermeintliche UA Offensive präventiv zu verhindern. Der eigentliche Racheakt steht wohl noch aus.

Die ru Seite muss einräumen, dass der Verkehr behindert ist. PKW und Züge fahren wieder über die Brücke (vermutlich deutlich eingeschränkt). Busse und LKW müssen auf Fähren ausweichen. Auf der Krim wurden Preiskontrollen eingeführt. Es wird beschwichtigt, dass genügend Vorräte vorhanden sind. Offenbar gibt es Hamsterkäufe bzw. spekulative Preissteigerungen.

 

Bloggs: Kriegsgeschehen-Realismus und Suche nach ideologischer Fundierung

 

Die relativ realistische Kriegsberichterstattung wird beibehalten, sie ist in den ru Kanälen inzwischen präziser und detaillierter als die ukrainische! Ein merkwürdiger Zustand. Es ist aber weiter das Bemühen erkennbar, nun die Konsolididierung der ru Abwehr von UA Angriffen herauszustellen.

 

Parallel ist ein Versuch zu erkennen, den Krieg zu ideologisieren. Kadyrov spricht von Krieg.

 

Erstmals wurden vom FSB massive ua Angriffe bzw. vermeindliche Angriffe auf das russische Territorium bekannt gegeben. Angeblich über 100 seit Oktober, v.a. in der Grenzregion Beograd/Kursk. In den vergangenen Tagen war kritisiert worden, dass derartige Angriffe von der Armee kaschiert worden waren. Derartige Veröffentlichung dürften jetzt den Sinn haben, Russland in der Verteidigungsposition zu beschreiben und einen Verteidigungsmythos zu kreieren. Dazu passen. Blogs, die an aussichtslose Situationen im 2. Weltkrieg erinnern, die durch aufopferungsvolle Soldaten und vor Ort hoch engagierte Generäle herumgerissen wurden.

Auch Kadyrev ideologisiert den Einsatz seiner Leute mit Hilfe eines islamischen Würdenträgers gegen Kritik von tschetschenischen Geistlichen, wonach der Islam sich aus der staatlichen Politik heraushalten solle (!) (offenbar auch in Abgrenzung von Kyrill). Demgegenüber wird der „Krieg“ als ein Kampf gegen „zwischen Gut und Böse, zwischen traditionellen Werten und abscheulichen Vorstellungen des Satanismus“. Bemerkenswert. Kadyrov spricht von Krieg!!!!! ( сегодня идет война между добром и злом)

 

 

Sein oder Nichtsein-Putin ruiniert sein Land und geht offenbar aufs Ganze

 

+++ 07:43 Ökonom warnt vor Gewaltwellen in Russland und "demografischer Katastrophe" +++ ntv-
Russland wird nach Ansicht des Ökonomen Oleg Itskhoki über Jahre an den Folgen der von Wladimir Putin angeordneten Teilmobilisierung leiden. Das Land bewege sich auf eine "demografische Katastrophe von nationaler Tragweite" zu. Eingezogen würden vor allem Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. "Das ist eine Generation, die ohnehin schon eher klein ist", sagt Itskhoki im Interview mit dem "Spiegel". Sie umfasse wegen des Einbruchs der Geburten Anfang der Neunzigerjahre schon jetzt nur halb so viele Männer wie die nächsthöhere Alterskohorte. In einigen besonders stark von Mobilisierung und Flucht betroffenen Regionen könnte die Bevölkerung in dieser Altersklasse um bis zu zehn Prozent schrumpfen, warnt der Ökonom. Für die Eingezogenen bestehe eine große Wahrscheinlichkeit, nicht unversehrt aus dem Einsatz zurückzukehren. Itskhoki erwarte zudem zwei Gewaltwellen in Russland. Die erste werde unmittelbar mit "der Rückkehr der Kämpfer aus dem Kriegsgebiet zusammenhängen". Die zweite werde das Land mit großer Verzögerung treffen. Sie hänge zusammen "mit den Waisenkindern, die ohne Väter aufwachsen müssen".

 

Unterstützen die USA neue Verhandlungsrunde?

Laut türkischen Zeitungsmeldungen würden es die USA begrüßen, wenn die Türkei als Vermittler auftritt, die T. hat sich in Deutschland, Frankreich und den USA für diese Rolle angeboten. Haben die E. Musk-“Anregungen“ Platz in diesem Szenario?

 

Es gibt wenige schöne Seiten in diesem Krieg- manchmal aber doch

 

Die Kultur von Mariupol lebt weiter! Danzig, Lemberg, Iwano-Frankiwsk, Winnyzja wurden zu Konzertstätten. Der Schlussakkord des Festivals von „Mariupol Classic“ erklang in Kiew. Der Chefdirigent des Sinfonieorchesters der Nationalphilharmonie, Mykola Dyadyura, und der Dirigent des Mariupol Renaissance Orchestra, Vasyl Kryachok, führten Werke ukrainischer und internationaler Komponisten auf.
 

 

xxx

Ru Hardliner machen Boden gut. Ukraine Monitoring vom 9.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Hardliner sorgen für weiteren Wechsel bei Militärs- es wird eher schlimmer

Neuer Militär-Stil, neue Strategie?

Putin konsolidiert sich (vorerst) (im Elitensystem)

Krimlogistik nicht nur in Kertsch angegriffen

Rache für Kertsch?

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortag (und wegen Kertsch irgendwie doch nicht)

RA versucht Verteidigungslinien nördlich von Cherson und im Nordosten aufzubauen und zu verstärken

RA versucht Offensiverfolge im Donbas zu erzielen, offenbar nicht ohne Erfolg. Die Lage in Bakmut, wo die Wagner-Truppen verstärkt wurden und auch Kadyrev-Leute tätig sein sollen, gilt als schwierig.

Angeblich massiert die UA Truppen (10.000) im Nordosten, um einen Durchbruch Richtung Svatove und Kreminna zu erzielen, was eine Räumung des Gebietes bis an die russischen Grenze möglich machen und den Weg Richtung Luhansk frei machen würde.

 

Kertsch-Brücke

Die Explosion war das dominierende Thema gestern. Die Brücke ist so stark beschädigt, dass die Reparatur nach optimistischen russischen Schätzungen 4-5 Wochen dauern würde. Nach einer Sperrung wurde der eingeschränkte Auto-und Bahnverkehr wieder aufgenommen. Fähren versuchen die Beeinträchtigung zu kompensieren. Allerdings wird dies alles den Transfer in beide Richtungen erschweren und verlangsamen.

Übersehen wird in der d. Berichterstattung, dass es weitere Explosionen (zwei im Raum Mariupol) und eine im Raum Melitopel gegeben hat, die zwar weniger spektakulär waren, aber auch die Verkehrsinfrastruktur aus Rostov Richtung UA/Krim bzw. Krim Zaporischschja betrafen. Wenn sich dies fortsetzt.....

Im Raum Zaporischja ist nach lokalen UA-Angaben im Moment keine Militärlieferung aus der Krim mehr eingetroffen.

Die psychologische Wirkung dürfte für Russland, insbesondere die Russen auf der Krim und in Teilen der besetzen Gebiete verheerend und nachhaltig sein. Eine Zeitland standen alle Züge Richtung Krim still. Auf der Krim wurden staatlicherseits kurzzeitig Waren kontingentiert. Alle Reisenden dürfen derzeit auf Staatskosten länger in Hotels verweilen. Abgesehen von denen, die an der Brücke warten...D.h. Dieses Ereignis trifft jeden Krimbewohner und -Besucher. Die Beschwichtigungs- und Beruhigungsversuche des ru Krimgouverneurs stehen grotesker weise direkt unter seiner Putin-Geburtstagseloge. Anders als bei früheren Anschlägen kamen den ganzen Tag über neue Ankündigungen und Meldungen von ihm. Das dürfte Folgen haben.

Angeblich flüchten Familienangehörige von Besatzern/Kollaborateuren in Scharen über die Landbrücke Richtung Obl. Zaporischschja/Berdyansk. Das ist insofern absurd, da gleichzeitig Besatzerangehörige aus Cherson Richtung Krim evakuiert werden. Das Kriegsgeschehen, wie die Anschläge destablisieren also das Besatzungsregime, das durch die Annexion eigentlich stabilisiert werden sollte. Auch in Luhansk fliehen wieder Angehörige.

Spekuliert wird über ru Vergeltungsmaßnahmen. Ru hatte mehrfach angedroht, z. B. Kiewer Kommandostrukturen anzugreifen. Medwedjev soll auch einmal von „roter Linie“ gesprochen haben. Und ru Hardliner fordern eine Reaktion auf den Terroranschlag.

 

Großreinemachen in der Armee

Mit der Ernennung des Armeegenerales Serhij Surovikin zum Kommandeur der Joint Group of Forces im Krieg in der Ukraine ist nunmehr innerhalb kurzer Zeit der vierte hohe Militär, der für den ua Krieg verantwortlich ist, ausgewechselt worden. Der Wechsel an der Kriegs-leitenden Spitze war v.a. von Kadyrev/Prigoschin/Frontkommandeuren nach mehreren Niederlagen der RA gefordert worden. Entsprechend groß ist jetzt die Zustimmung aus diesem Lager für Putins Entscheidung. Das spricht für die bei H-und-G.info geäußerte Vermutung, dass inbesondere Kadyrevs Kritik mit Putin oder Teilen seines Umfeldes abgekartet war, um die Militärs zu deckeln und Putin als Problemlöser zu stabilisieren. Manches an den Kanälen in den vergangenen Tagen erinnert an die Leserbriefkampagnen in kommunistischen Zeitungen, auf die dann die Partei „reagierte“ und dem Rufe der Werktätigen folgend, irgendeine Schweinerei durchzog. Allerdings soll nicht bestritten werden, dass die Stimmung bei der kämpfenden ru Truppe sicher brisant war und man reagieren musste. Was aus dem von K. kritisieren General Lapin wurde, geht auch den mir bekannten Quellen nicht hervor.

Die Ernennung vn Serhij Surovikin ist ein Zeichen für

-eine Veränderung der russischen Militärstrategie. „Der Slogan „Initiative ist strafbar“ soll der Vergangenheit angehören.“, hieß es in einem Blog

-der Krieg wird gnadenloser, S. Gilt als „Mann ohne Gefühle“ (Meduza)

-S. ist ein Exponent der Hardliner, die somit Punkte machen, wie von H-und-G.info gestern vermutet.

S. machte sich beim Putsch 1991 mit Panzern nach Moskau auf, um den Putsch zu unterstützen, dabei ließ er drei Demonstranten niederwalzen, ansonsten war er bei jeder Schweinerei, in Tschetschenien, Syrien dabei und befehligte zuletzt die Luftwaffe., K. bezeichnet ihn als langjährigen guten Bekannten.

Die Veränderungen bei den russischen bewaffneten Organen ist damit möglicherweise noch nicht beendet. In Kanälen wird jetzt die Notwendigkeit von privaten Geheimdiensten diskutiert, wofür es schon eine gesetzliche Duma-Ermächtigung geben soll. Kryptische Meldungen in ua Medien behaupten auch in Moskau seien Militärs festgenommen worden. Das klingt nach möglicher fakenews, aber man weiß nie. Es kann sein, dass sich die ganzen kritischen Stimmen der letzten Tage nur als das Zwischenspiel eines weiteren lautlosen Moskauer Putsches erweist, der traditionelle Militäreliten zugunsten „moderner“, skrupelloserer Vertreter der Solowiki (oder Teile von ihnen) ersetzt. Keine gute Perspektive....

Militärbloggs

Die offiziösen ru Militärblogs, die den Kurs fortsetzten, relativ realistisch über das Kriegsgeschehen zu berichten, variieren ihren Stil. Während über ua Bewegungen exakt berichtet wird, werden die Aktivitäten der RA so dargestellt, dass sie die UA erfolgreich abwehren und sogar (erfolgreiche) Offensiven machen. Das kann auch tendenziell der gegenwärtigen Realität entsprechen, kann aber auch der Versuch sein, eine Konsolidierung vorzutäuschen. In Cherson jedenfalls werden Besatzerfamilien evakuiert und Bewohnern wird angeboten, sich nach Russland evakuieren zu lassen, was nicht für eine Konsolidierung, allenfalls für härtere Auseinandersetzungen spricht. Es wird auch eine Disziplinierung zu kritischer Blogs gefordert.

 

EU

Die Ukraine bereitet energisch den EU-Beitritt vor, es sei keine außenpolitische Frage mehr, das Parlament solle sich in den Ausschüssen mit der Anpassung beschäftigen, so ein Verantwortlicher

 

Das BSP der UA ist um 30% gefallen.

Krieg der Sterne und Explosionen im ru Hinterland. Ukraine Monitoring vom 8.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Es gibt kein ruhiges russisches Hinterland. Nicht nur die Kertsch-Brücke brennt.

AKW Zap wieder im Notmodus

Russland vor Entscheidungen

Starwars droht und Musk sinniert

Noch mal. Die Kollaborateure

Personenkult in Russland-Neonationalismus in der Ukraine

 

Vorweg

Glückwunsch an alle Aktiven der Zivilgesellschaft und von Menschenrechtsorganisationen, die stellvertretend für viele den Friedensnobelpreis gewonnen haben.

Russland hat fast zeitgleich die Memorialbüros in Moskau per “Gerichts”-Beschluss kassiert.

 

 

Kriegsgeschehen

 

Es gibt kein ruhiges russisches Hinterland

 

Kertzsch-Brücke brennt. Die wichtigste Verbindung von Kern-Ru zur Krim steht in Flammen, möglicherweise durch einen Brandanschlag.

 

Auch an anderen Stellen hat Russland mit Vorfällen zu kämpfen, die mutmaßlich auf die UA Spezialkräfte, oder Widerstandsgruppen zurückgehen könnten: Auf einem grenznahen Militärflughafen soll eine Drohne explodiert sein, bei Kursk operierten angeblich ua Spezialkräfte, die Gegend von Beograd soll aus der UA beschossen worden sein. Vor einigen Tagen hatte ein bekannter ru Veteran kritisiert, dass die RA lüge und nicht berichte, wie v.a. die Region Beograd durch UA inzwischen zerbombt sei.

 

Auch im besetzten Donetzk wurde ein wichtiger Eisenbahnknoten Richtung Rostov -vermutlich durch eine Rakete- getroffen.

 

Offenbar geht es derzeit verstärkt um den Grenzbereich zwischen Russland und der UA, um den Nachschub zu treffen und die Mobilisierung weiter durcheinanderzubringen. Alle drei betroffenen Regionen sind zentral für den Ru Nachschub der RA im Osten, mit der Krim auch für den Süden und Westen der Front.

 

 

Krieg der Sterne und E. Musk

Offenbar ist es der RA gelungen, einen Teil des Starlinksystems (von E.Musk), was die Internetkommunikation in der UA nach der Invasion sichert, zu treffen. Das ist auch für die UA ein Problem, die sich darauf z.T. stützt. Ru Medien spekulieren über den erfolgreichen Einsatz eines Satelitenstörungssystems. Merkwürdig ist das Zusammenfallen dieses Ereignisses mit den “Friedensplänen” von Musk. Hat dieser präventiv versucht, derartige Schädigungen seiner Satelliten abzuwehren? Oder gibt es Sorgen in den US-Militär- und Wirtschaftskreisen, mit denen Musk allein wegen seiner Weltraumaktivitäten zweifelsohne verbandelt ist, wegen einer Kriegsexkalation und die Suche nach pragmatischen Lösungen? Oder waren die Musk-Vorschläge ein Profilierungsversuch des Exzentrikers?Immerhin haben die Friedensvorschläge von M. Auch etwas Nützliches. Sie haben gezeigt, dass es derzeit dafür (noch) keine Basis gibt. Ein Hinweis auch für deutsche Philosophen.

 

Kriegsgeschehen ansonsten ähnlich Vortagen

 

UA rückt im Nordosten und Luhansk weiter Richtung Osten vor. Offenbar teilweise sogar Richtung russischer Grenze. Ru Nachschubwege werden beschossen.

 

In Cherson versucht die RA ihre Abwehrlinie nordöstlich von Cherson zu festigen, riskiert aber von Norden und Süden von der UA umzingelt zu werden. Der Kampf um die Brücken und Nachschubwege geht weiter.

 

Nun wird auch in ua Medien darüber spekuliert, dass eine neue ua Offensive in Zap/Dnjepo beginnen und die RA in West- und Ostkräfte spalten könne.

 

Mobilisierung

Trotz vielfacher Versuche, die Mobilisierungs-”Pannen” abzumildern, in dem Personengruppen ausgenommen, falsch Rekrutierte nach Hause geschickt werden, etc., zu korrigieren, reissen die Meldungen über schlechte Behandlung, gravierende Versorgungs- und Ausrüstungsmängel und merkwürdige Rekrutierungspraktiken nicht ab. Angeblich werden in manchen Regionen nun systematisch Arbeitslose rekrutiert, in den “annektierten” Gebieten, werden wohl zunehmend Belegschaften mobilisiert. Ähliches wird von einer Tochterfirma der Fia Knauf berichtet. Dazu sollte man wissen, dass die Knaufwerke im Donbas bei Bakmut in Soledar schon seit Längerem von der RA/Kadyrev besetzt wurden und seither faktisch unter russischem Management stehen, obwohl Soldedar insgesamt aktuell immer noch umkämpft ist.

 

Front und Machtkämpfe

Die RA sucht weiterhin krampfhaft Erfolge zu erzielen, mit denen sie punkten könnte, v.a. bei Bakmut und Donetzk-Stadt. Da in beiden Gegenden Wagner bzw Kadyrov-Leute im Einsatz sind, wird beim ISW -nicht zu unrecht- darüber spekuliert, ob nicht gerade diese beiden Putin besonders verbundenen Formationen Putin einen PR-Punktsieg verschaffen sollen. Da das ISW diese beiden Formationen dem Silowiki zuordnet, hiesse dieses aber nicht Gutes für die sich abzeichnenden Machtkämpfe in Moskau. Die in US-Medien behauptete Kontroverse mit Putin könnte, wofür im Moment Vieles spricht, eher von den Hardlinern, den KGBisten wie Patruchev, geführt werden und gegen Teile der traditionellen Militärs gehen. (die Oberkommandeuere der West und Ostgruppe und der stellvertretende Verteidigungsminister wurden schon ausgewechselt). Man sollte also diese angeblichen Kontroversen nicht überschätzen oder zu opitmistisch sehen. Bislang war Putin der Mann der KGBisten und es gibt bisher kein ernsthaftes Anzeichen, dass sich das geändert hat. Und man sollte Putin auch nicht unterschätzen. Er ist noch so blöd, dass er nicht wüßte, dass er Probleme hat und es Entscheidungen bedarf. Dass es da auch rumpelt, ist fast normal. Im Moment spricht jedoch das Meiste noch dafür, dass eher die Hardliner sich durchsetzen, was zu einer weiteren innenpolitischen Verhärtung v.a. gegen die Medien, die sozialen Medien und verzweifelten Aufrüstungs- und Mobilierungsversuchen und harten Militärschlägen gegen die UA (was nicht unbedingt atomar sein muss) führen könnte, um das Rad zu drehen.

 

Kriegsverbrechen-erneut Gräber

 

Die erneuten Funde von Gräbern, jetzt bei Liman deuten nicht unbedingt auf Massaker hin. Der Governeur warnt vor voreiligen Schlüssen. Allerdings sind sie per se ein erneuter Beleg für ein Kriegsbrechen Russlands. Bei Angriffen verfolgt die RA die Aleppo-Strategie der verbrannten Erde. (Einer der wichtigsten ru Strategen aus Aleppo war im Donbas eingesetzt und wurde jetzt stellvertr. Verteidigungsminister) D.h. sie beschießen gnadenlos auch zivile Ziele, bis der Weg frei für die Bodentruppen ist. Dergleichen findet derzeit auch bei der Verteidigung des besetzten Cherson statt. Die Gegend von Beryslav wird präventiv beschossen, dass auch Zivilisten sterben, wie der Gouverneur vermeldet. Beim Angriff auf Zap vor zwei Tagen sind 12 Zilivilsten gestorben.

 

Nachtrag zum Zahngold-fund im “Folterkeller”. Meldung vor zwei Tagen. Er wurde zwar dort gefunden, aber wohl einem Zahnarzt entwendet ( Recherche Ronzeheimer/Bild) und ist wohl nicht, wie von vielen vermutet, bei Folter entstanden. Die RA besteht halt aus Marodeuren.

 

Nachtrag zu den Listen mit Kollaborateuren

 

In Facebook gab es eine lebhafte und teilweise schräge Debatte zum gestrigen H-und-G.info Bericht zu getöteten Kollaborateuren. Zum einen, ich habe das gar nicht bewertet. Lediglich Bedenken zu den (inflationären) Kollaborateurslisten geäußert, die auf Basis von “Zurufen” (Denunuziation im urspringlichen Sinne, bloßstellen, anzeigen) erfolgen und teilweise mit Drohungen gepaart sind.

 

Zu diesen Listen muss man wissen. Die UA bezahlt weiterhin “ihre” Beamten und Rentner, etc. in den besetzten Gebieten. Das hängt mit dem Grundverständnis zusammen, dass das weiterhin UA ist. Es geht sicher auch darum, die Menschen gewogen zu machen bzw. die Loyalität zu erhalten. Kollaborateure unterminieren die Bemühungen der UA, ihre Gebiete zu halten und zurückzugewinnen. Die Informationen über die ua Infrastruktur und militärischen Ziele an die RA sind im wahrsten Sinne lebensgefährdend und haben z.B. in Mariupol auch die ru Besetzung deutlich erleichtert. Ohne Kollaborateure vor Ort wäre es für die RA auch schwieriger ein Besatzungsregime aufzubauen, manche Kollaborateuere beteiligen sich auch an den expliziten Repressionsmaßnahmen der Polizei, Spezialkräfte und der Geheimpolizei oder sind speziell in den Armeeeinheiten der LNR und DNR aktiv. Andere unterstützen die Deportation auch von Kindern nach Russland, Ärzte versorgen die Armeeverwundeten, Lehrer indoktrinieren (wie gestern berichtet) ua Kinder im Rahmen der Entnazifizierungsstrategie. Usw. Usw. Insofern ist es verständlich, dass die UA ein Interesse daran hat, die Kollaboration zu begrenzen, zu verfolgen und abschreckend zu sanktionieren. Auf schwerere Fälle der Kollaboration stehen 7 bis 15 Jahre, der SBU und die Staatsanwaltschaft haben schon mehrere hundert Verfahren zu laufen, just wurden allein 26 Personen wegen Organisation des Scheinreferendums allein in Luhansk belangt. (Zahl scheint mir sehr hoch, angesichts von kürzlich 7 befreiten Orten).

Bei nachgewiesener Kollboration wird wohl auch die Gehaltszahlung eingestellt, in manchen ua Regionen eine Enteignung der Betreffenden eingeleitet. Sie müssen mit einer Strafanzeige rechnen, die nach der möglichen Befreiung vollmutlich umgesetzt wird. Bei der Aufstellung von Kollaborateuren verläßt sich die UA Verwaltung auf Angaben aus der alten Verwaltung der besetzten Gebiete und Hinweise aus der Bevölkerung, die direkt oder spezielle Internetkanäle gegeben werden können. Das eröffnet natürlich Fehlinformationen und Denunziationen Tür und Tor. Wer die Angaben verifiziert, bevor sie Folgen haben bzw. elektronische “Streckbriefe” veröffentlicht werden, ist unklar. Unklar ist auch, was Zusätze in Kanälen bedeuten, “Vergeltung ist nahe oder wird kommen”. Es ist erwiesen, (s. H-und-G.info gestern), dass Partisanen u.ä. Jagd auf führende Kollaborateure gemacht und sie umgebracht haben, eher höhere Chargen und Sicherheitskräfte. Die Frage ist, auch wenn mich jemand als russischen Troll verdächtigt hat, was ist, wenn die Wut noch größer und diffuser wird.

 

Ein von mir geschätzter Blogger aus dem Donbas schätzt die Zahl derer, die in seiner Region die Zusammenarbeit mit den Besatzern befürworten bzw. die Lage für eigene kriminelle und sonstige Vorteile nutzen auf immerhin 10-15 %. Der Blogger, der durchaus dem Widerstand zuzurechnen ist, schreibt. “Ich hoffe aufrichtig, dass diese Leute entkommen, bevor die geflüchten Einwohner zurückkehren. Denn die Stimmung ist so, dass die Ordnungshüter diese (10-15%) vor Vergeltung schützen müssten.”

 

 

Personenkult um Putin- Neonationalismus in der Ukraine

Der Krieg verändert die Gesellschaften bzw, akzentuiert schon dagewesenes. Waldimirowitsch wird durch den Metropoliten zum Gottesgesandten erhoben und von einem Dumaführer das Schicksal Russlands mit ihm verknüpft und Kadyrov benennt eine neues Stadion nach ihm.

 

In der Ukraine führt die brutale Invsion und Kriegsführung offenbar zunehmend zu einer pauschalen Russophobie. Wie schon bei der Kritik an ru Künstlern gesehen, und an der Kritik, dass europäische Staaten jetzt ru Flüchtlinge aufnehmen, wird dies auch an dem Befremden aus dem Kiewer Präsidialamt deutlich, dass belarussiche und russische menschenrechtlicher auf der gelichen Ebene mit dem Nobelkreis ausgezeichent werden wie die Ukrainer.

 

AKW-Zap- erneut im Notmodus

 

Wieder im Notbetrieb, weil alle externen Stromleitungen zerschossen. In Ernegodar, wo auch die Mitarbeiter wohnen, die das AKW nachwie vor am Laufen halten müssen, fielen zudem Strom udn Wasser aus. Wer auf Entspannung gehofft hat, sieht sich getäuscht. Die Lage ist brisant und wird angesichts desw Winters eher brisanter.

16 Kollaborateure getötet. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 7.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

 

Ukraine tötet Kollaborateure. Wo ist die Grenze?

Kreist die UA die RA ein?

Belarus als Waffenlieferant, iranische Drohnen ein Flop?

Russische Kriegspropaganda im Umbruch?

Selenskij als PR-Mann

UN warnt vor Winterdrama?

 

 

 

Happy Birthday Mr. President! Ich finde, jeder hat es verdient, mal aufzuhören. Wolodja wird 70.

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

ähnlich Vortagen

 

UA versucht v.a. im Bereich Charkiv weiter nach Osten, im Bereich Donbas weiter Richtung Lyssychansk, vorzudringen. Angeblich eingenommene Orte werden derzeit nicht veröffentlicht, weil dies zu einem vermehrten Artilleriebeschuss durch die RA führen würde. Die Bewohner können deswegen auch nicht in die befreiten Orte zurück, die zudem vermint sind.

 

Die russischen „Offensiven“ konzentrieren sich auf Bakmut und Donetzk-Stadt, evtl, mit geringen Gebietserfolgen, die aber volatil sind.

 

In Cherson hat sich die RA möglicherweise etwas weiter nach Süden zurückgezogen, versucht dort aber Verteidigungslinien zu verstärken. Es wird aber von ru Bloggern die Gefahr gesehen, dass die UA durch weitere Offensiven aus dem Westen der RA in den Rücken fallen, d.h. die RA erneut einkreisen könnte. In der Tat scheint die UA auch von Westen vorzurücken. Wenn das geschehen würde, wäre die RA im Raum Cherson auf der Westseite des Dnjepr „platt“, müsste sich über den Dnjepr oder zumindest aus die Stadt Cherson zurückziehen. Westliche Militärexperten wundern sich schon länger, dass das nicht geschieht und vermuten rein politische Entscheidungen in Moskau, die das verhindern. Angeblich soll Putin den Rückzugsvorschlag der Militärs untersagt haben, aber how knows really, das kann auch Gegenpropaganda sein.

 

Kriegsroutinen

Über den „spannenden“ Kriegsschauplätzen, über die die Medien berichten, sollte man die Kriegsroutine nicht vergessen, z.B. 150m Raketen in Sumy, Tag und Nacht Beschluss in Nikopol, einige zivile Tote nach Raketen auf Zaporischschja, etc.. Diese Meldungen über ru Dauersbeschuss und Gegenwehr zeigen, dass dieser Krieg noch nicht entschieden ist.

 

 

 

 

Ru Militärpropaganda

 

Die offiziöse ru Militärpro versucht -bei offenbar erstaunliche realistischer und detaillierter Darstellung des Kriegsverlaufes, den Eindruck zu erwecken, dass sich die ru Seite konsolidiert: Verteidigungslinien werden aufgebaut, ua Angriffe abgewehrt, Mobilisierte treffen ein oder werden ausgebildet.

Laut IWS planen die Wagner-Truppen einen eigenen Telegramkanal aufzubauen, um ähnlich wie Kadyrev eigene Stimmung machen zu können. Es ist allerdings auch zu beaobachten, dass sich die Kommandeure vor Ort eigene, bessere Informationsquellen versuchen zu erschließen, nachdem die offzielle ru Militärinformation sie angeblich mehrfach in die Bredouille gebracht hat. So wurde kritisiert, dass Infos über die bevorstehenden Offensiven in Charkiw und Cherson vor Ort bekannt waren, aber von der Militärführung ignoriert wurden. Derzeit wird in Blogs geradezu alarmistisch vor einer neuen Offensive der UA südöstlich von Zaporischschja gewarnt.

 

Unabhängig von der offiziellen Propaganda gehen die eher informellen Informationen über chaotische Zustände bei der Ra weiter, sei es über gravierende Versorgungsmängel bei der Mobilisierung, sei es über fehlende Bewaffnung, sei es über Soldaten, die von der Armeeführung nach der Flucht aus Liman offenbar im Stich gelassen werden, weil man sie als Verräter ansieht oder weil Ressourcen fehlen.

 

Derartige Meldungen gab es auch früher immer wieder, sie stoßen jetzt aber in der russischen Gesellschaft auf einen vollkommen anderen Resonanzboden. Während über Monate nach Kriegsbeginn große Teile der Putingläubigen Gesellschaft voll der offiziellen Berichterstattung traute und Alternativinformationen komplett als Propaganda ausblendete, ist jetzt der Zweifel gesäht. Zum einen weil diese gelegentlich in offiziellen Medien Einlass finden, zum zweiten, weil die Teilmobilisierung jede Familie treffen kann und die Berichte über die chaotische Mobilisierung somit über Familienmitglieder und Bekannte direkt bei den Menschen eintreffen. Der Korken ist jedenfalls aus der Falsche und in einer postkommunistischen Gesellschaft, die ohnehin anfällig für negative Gerüchte ist, wird sich dieser Korken nicht wieder draufsetzen lassen, allenfalls durch massiv verstärkte Repression.

 

Von mehreren Fronten gibt es ua Berichte, dass die RA ihren Rückzug vorbereiten könnte. Im Nordosten werden Akten verbrannt, in Zap. sollen Offiziere ihre Truppen verlassen haben, in Cherson sollen Kommandeure auf die östliche Dnjepr-Seite gewechselt sein.

 

 

Selenski als PR-Mann und die Atomwaffen

 

S. ist nicht nur ein guter Präsident, er ist v.a. auch ein exzellenter PR-Mann. Die d. Medien lieben es, ihn zu zitieren, weil, wenn es der Präsident gesagt hat, muss es ja in diesem Krieg, wo die Fakten angeblich alle nicht überprüfbar sind (gibt es den Krieg überhaupt, oder ist der nur eine Spezop?), stimmen. Selenski schafft es in der Tat, fast jeden Tag eine Schlagzeile zu produzieren. Sehr professionell finden er und sein Team immer wieder „news“ im Geschehen, die sie professionell pointieren und anspitzen. So weit so gut. Der Präsident, muss die internationale Unterstützergemeinschaft und sein eigenes Volk, auch die kritischen Teile bei der Stange halten.

 

Selenski, das muss man ihm zugutehalten, versucht dabei meist seriös zu bleiben. Aber manchmal schießt auch er über das Ziel hinaus. In einer Zeit, in der sehr ernsthaft über den materiellen Gehalt von atomaren Drohgebärden diskutiert wird von Präventivschlägen, welcher Art und wie schlecht auch immer übersetzt, oder den Tod von Putin im Zuge einer atomaren Auseinandersetzung zu spekulieren, ist wenig hilfreich. Andererseits. man muss es nicht zu ernst nehmen.

 

Etwas irritierend ist allerdings die amerikanische Strategie. Einerseits haben sie ihr ohnehin gutes Atomwaffenmonitoring verstärkt und sagen- zumindest offiziell, dass es keine wirklichen Anhaltspunkte für entsprechende ru Aktivitäten gibt, andererseits warnt nicht zuletzt Biden Putin immer wieder vor der atomaren Eskalation. Why? Vorwahlkampf, Psychologie, oder ist doch mehr dran?

 

 

Kollaborateure -schon 16 getötet und wer kommt als nächstes dran?

 

Wie schon mehrfach berichtet, droht sich die UA Gesellschaft in der Frage der Kollaboration zu zerfleischen. Derzeit werden ganze Listen von Lehrern, z.T. mit sehr präzisen Personen Angaben veröffentlicht (170 Namen allein in Melitopel), die seit Schuljahresbeginn im September in den besetzten Gebieten russisch geprägten Unterricht organisiert oder durchführt. Das ist sicher keine Marginalie, hier geht es auch nicht um Sprache, dieser Unterricht ist hoch ideologisiert, verfälschend und dient erklärtermaßen der Auslöschung der ukrainischen Identität („Entnazifizierung“) in Implementierung einer pro-Putin-russischen. Aber wie lange geht das gut, in einem Land mit so vielen Waffen und einem militanten Widerstand solche Listen, teilweise mit dem Zusatz, Vergeltung ist nah, zu veröffentlichen und zur Meldung von weiteren „Denunziationen“ Telegramadressen anzubieten? Bisher scheint das „Maß“ erstaunlich eingehalten worden zu sein, was dafür spricht, dass der Widerstand organisiert ist und auch von der UA Regierung mit gesteuert und beeinflusst wird. Gerade wurde eine Liste von Personen veröffentlicht, die auf Grund von Widerstandsaktionen getötet, bzw. schwer verletzt wurden. Danach sind es 10 politisch Aktive (plus 6 verletzte) und 6 Sicherheitskräfte durch Explosionen oder gezielte Schüsse getötet worden ganz überwiegend Leute in verantwortlichen oder Sicherheitspositionen. Ob die Liste vollständig ist, ist nicht klar, es wurde auch schon eine Schuldirektorin angegriffen, die wohl nicht auf der Liste steht. Unabhängig von physischen Angriffen stellt sich die Frage nach den politisch-psychologischen für das Weiterleben einer Gesellschaft, jetzt und nach einer möglichen Befreiung.

 

Belarus wichtiger Kriegslieferant für Putin

 

B. ist Flugzeugträger, Abschussbasis, Aufmarschgebiet, Armeestützpunkt, Bollwerk gegen die Nato und Trainingscamp für die RA. Nicht zur vergessen Waffenlieferant. B. sendete jüngst 30 Waggons mit Munition, weit Kriegsbeginn sollen es 250 Waggons sein.

 

Iranische Drohnen

Angeblich hat die UA die Hälfte der iranischen Drohnen angeschossen. Allerdings liegen die genannten Zahlen deutlich unter früher genannten Zahlen des Drohnendeals zwischen Putin und den Mullahs. Interessant ist die strategische Bemerkung, das diese Drohne zwar viel Unheil v.a. in zivilen Gebieten anrichten, aber rein militärisch wesentlich weniger effektiv als westliche Präzisionswaffen sind.

 

UN warnt vor Winterdrama in UA

Wie in H-und-G.info schon seit Wochen hingewiesen, hat jetzt auch die UN-Migrationsbehörde auf die Gefahr hingewiesen, die mangels Heizung und Strom im Winter drohen könnte, insbesondere wenn die RA die Energiebasen der UA angreift. (Ich versuche das zeitnah in H-und-G.info zu dokumentieren)

Kommt dritte Offensivfront? Ukraine Monitoring vom 6.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Hat der Machtkampf in Moskau begonnen?

Bombardement in Zaporischschja in Vorgriff auf mögliche UA Offensive?

Potemkinsche Annexion

Grenze von UA zu besetztem Gebiet fast dicht.

Psychokrieg um AKW geht weiter

Kriegsverbrecher von Putin befördert

Fehler in Monitoring gestern: Es war kein Folterkeller in Cherson, sondern wie auch jüngst wieder im Raum Charkiv. Bei dieser Gelegenheit: Dieses Monitoring, was seit mehreren Monaten durchgeführt wird, ist eine rein ehrenamtliche Initiative, die neben meinen anderen Aufgaben erledigt wird, es ist auch kein Nachrichtendienst, sondern der Versuch, andere Fakten und Sichtweisen als Anregung zu geben, weil es Unzufriedenheiten mit der bisherigen Berichterstattung gab. Anlass war u.a. dass die Euphorie über den Rückzug der Russen bei Kiew m.E. dazu geführt hat, dass die UA nicht ausreichend vom Westen unterstützt wurde, was zum Verlust von Luhansk und tausenden Toten führte.

 

Hat der Machtkampf in Moskau begonnen?

Zitaten von Politikern und anderen Angehörigen der russischen Eliten lassen vermuten, dass der Machtkampf um die weitere Ausrichtung des Systems begonnen hat. Putin jongliert. Während er den Tschetschenen Kadyrov durch Beförderung zum Generaloberst auszeichnet, soll angeblich ein Vertrauter und Medienverantwortlicher für Militärblogs des Wagner-Chefs Prigoschin wegen angeblicher Korruption verhaftet worden sein. Beide Kadyrov und Prigoschin hatten nach der Charkiv-Schlappe die Militärführung scharf kritisiert, Kadyrov dann aber geradezu übertrieben seine Loyalität bekundet („unser lieber und geliebter russischer Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin“) während Prigoschin unterstellt wird, am Stuhl von Verteidigungsminister Schoigu zu sägen. Aber auch vor Putin selbst macht die Kritik nicht mehr halt. Die NYT zitiert einen renommierten Militärverteranen, der in Moscow Times gesagt haben soll: „Dieser Idiot (Putin) hat sich auf einen Krieg gegen die ganze Welt eingelassen“. Der Krieg sei nicht mehr zu gewinnen. Auch andere Veteranen haben sich schon kritisch geäußert. Veteranen gehörten bisher zu Putins Rückhalt.

Derartige Töne waren vor Wochen noch undenkbar, und sind ein Indiz, dass es im Moskauer Gefüge knirscht, auch wenn m.E. bisher keine Linien erkennbar sind. Insbesondere der unmittelbare Machtblock hinter Putin, im Sicherheitsrat und die sog. Silowiki, scheint bisher nicht zu wanken, der über zahlreiche entscheidende Machtmittel verfügt.

Kriegsgeschehen

UA rückt in Cherson und im Nordosten weiter erfolgreich voran.

In der Region Charkiw/Luhansk östlich des Oskil rückt die UA näher an Svatove und Kreminna heran. Svatove ist offenbar von Zivilisten geräumt, in Kreminna versucht sich die Russische Armee auch durch massive Verminung zu verschanzen. Diese Region gilt als Einstieg für die mögliche Rückeroberung von Luhansk. Die UA versucht, die Nachschublinien zu erobern bzw. durch Beschuss ineffektiv zu machen, die RA versucht aus der Richtung Luhansk Verstärkung heranzuholen. Auch wenn einige Dörfer in Luhansk befreit wurden, ist es zu früh die Rückeroberung dieses Oblast auszurufen.

An anderen Stellen im Donbas sieht es anders aus. Während die Versuche der Wagnergruppe, Bakmut zu erobern, anhalten, aber festgefressen haben, scheint es, dass die RA nördlich von Donetzk kleinere Gebietserfolge hat.

In Cherson westlich des Dnejpr ist die RA aus Furcht vor Einkreisungen weiter nach Süden zurückgewichen und versucht gut 30 km nördlich von Cherson Stadt westlich des Dnjepr eine neue Verteidigungslinie auf zu bauen. Allerdings hat sie nicht genügend Mittel, dies auf der ganze Breite zu machen, so dass sie erneut in Gefahr ist, eingekesselt zu werden. Allerdings hat die RA südlich der Verteidigungslinie auch noch stärkere Kräfte und Logistikmöglichkeiten. Die UA versucht diese durch gezielte Raketenangriffe z.b. in Cherson-Stadt weiter zu schwächen.

Gibt es demnächst eine dritte Offensiv-Front?

Im frühen morgen wurde durch einen massiven Ru Raktenangriff das Zentrum von Saporischschja zerstört. Dies kann mit Einschätzungen in ru Blogs zusammenhängen, dass im Oblast Saporischschja dort eine weitere Offensive der UA erwartet wird.

Potemkinsche Annexion

Putin den Annexionsbeschluss unterschrieben, womit der nun auch formell in Kraft treten kann. Die Grenzziehung bliebt kurios, die soll dort gelten, wo sie am Tage der Zustimmung zum Beitritt in die Russische Föderation existierte. Abgesehen davon, dass nicht klar ist, welche Zustimmung („Referendum“, Duma, Präsident, etc.) gemeint ist, ist diese Definition volatil. Dort wo die ru Armee in den letzten Tagen einige m² Zugewinne gemacht hat, hätte sie eine neue Invasion der UA begonnen, da, wo sie sich zurückzog, ein Stück Russland geopfert.

Die Frage einer nicht sehr oppositionell aber bei Verstand wirkenden Dumaabgeordneten, über welche Grenze sie nun eigentlich beschließen solle, ist bis heute nicht beantwortet.

So oder so, der UA Präsi Selenski hat durch ein Gegendekret alle ru Beschlüsse auf dem völkerrechtswidrig annektieren Territorium für nichtig erklärt.

Besetzte Gebiete

Ohnehin ist unklar, wie Putin die Gebiete militärisch wie innenpolitisch konsolidieren will.

Manche Maßnahmen werden im Vorgriff auf die formelle Annexion ergriffen (Aufhebung der Zollgrenze im Donbas), manches scheint noch im Zwischenstadium. So werden Männer zwischen 15 und 65 bei allen möglichen Gelegenheiten registriert, zuweilen bedrängt Freiwillige zu werden, aber wohl noch nicht förmlich mobilisiert. Das kann täglich passieren. Repressionsmaßnahmen wie Filtrierung (Kontrolle), Festnahme, Deportation gegen weiter oder werden gar verschärft.

 

Grenze Ukraine-besetzte Gebiete fast dicht- Drama am Checkpoint Zap

Am Hauptcheckpoint zwischen dem besetzten Cherson/Zaporischschja und dem ua Zaporischja stauen sich weiter tausende von Menschen und hunderte von KFZ. Die Ru Besatzer haben die Passage durch Auflagen so erschwert, dass nur noch einzelne passieren können. Nun hat auch die ua Seite, Hilfskonvois in die besetzten Gebiete und Ansammlungen in der Nähe von feindlichen Aktivitäten, Kontrollpunkten und Konvoisammelpunkten verboten, nach dem am 30. September ein Hilfskonvoi in Saporischscha beschossen worden war. Die Evakuierung über diesen Checkpoint wird derzeit nicht empfohlen.

 

Wer sind Kollaborateure

Die UA Regierung scheint sich nicht ganz einig in der Frage. Während einzelnen scharfe Grenzen zogen (Wahl und Annahme eines ru Passes könnten strafbar sein) versuchte Selenski diese Grenzen zu mildern und für Verständnis für Menschen unter Besatzungsbedingungen zu werben, die unter Druck etwas konzidieren, was sie möglicherweise nicht wollen. So wird sicher der Druck der Besatzer auf die ua Bewohner ru Pässe anzunehmen oder gar in der ru Armee zu kämpfen mit der Annexion deutlich zunehmen. Aus Kreisen von UA, die Kollaborateure in Internetforum mit Foto und Adresse outen (und verfolgen) gibt es jetzt den Vorschlag, dass alle die wider Willen etwas zustimmen, was sie eigentlich nicht wollen, dies auf einer geheimen Internetplattform dokumentieren, damit sie nach der Befreiung keinen Repressionen ausgesetzt sind. Die Konflikte zwischen den Ukrainern dürften eines Tages eines der gravierenden Probleme des Wiederaufbaus und er Konsolidierung der Gesellschaft und rechtsstaatlichen Demokratie werden,

AKW-Zap: Psychokrieg und Streit um Eigentum

Putin hat die förmliche Enteignung des ua AKW-Zap unterzeichnet, in Moskau wurde eine ru Betreibergesellschaft gegründet. Dies ist im Zusammenhang mit der Annexion zu sehen, aber auch dem Versuch der IAEA, einen Sicherheitsbereich zu schaffen, und der Forderung der UA, das AKW zu entmilitärisieren Grenzen zu setzen. Insbesondere letztere soll wohl unterminiert werden. Dieser Akt ist aus ua Sicht natürlich rechtlich unwirksam, bringt aber neue Unsicherheiten in dem AKW und Druck auf die ohnehin schon belastete ua Besatzung. Um dem entgegegenzusteuern hat jetzt der Leiter der UA Atomenergiebehörde Kotin, die Leitung des AKW übernommen. Der bisherige Leiter war von Ru entführt, wieder freigelassen worden, hat aber sein Amt nicht wieder angetreten. Kotin forderte seine MA vor Ort auf, keine Ru Arbeitsverträge zu unterschreiben. (s. Das bemerkenswerte Interview Kotins auf H-und-G.info zu den Gefahren in Zap)

Kriegsverbrechen

Putin hat den Kriegsverbrecher Kadyrev zum Generaloberst befördert. In den d Medien wirs k. regelmäßig, aber unpräzise als „Bluthund Putins“ bezeichnet. Das bagatellisiert m.E. dessen Rolle, der unter Berufung auf den obersten Befehlshaber v.a. in der mittleren Pahse des Krieges relativ unverhohlen Kriegsverbrechen, wie Folter, Tötung statt Gefangenennahme, etc. propagierte. Derartiges Einpeitschen und die Auszeichnung durch Putin ist ein Beleg dafür, dass in Putins Krieg, Kriegsverbrechen systemisch sind. (s. diverse Veröffentlichungen zu K. auf H-und-G.info)

Unmut in russischer Armee wächst weiter. Ukraine Monitoring vom 5.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Rückzug an zwei Fronten. Verbissene Offensive an zwei Stellen

Konflikt Front-Führung nach letzten Ru Niederlagen erneut entfacht

Massenflucht aus Russland macht das Land dümmer und dünner

neue „Staatsgrenze“ führt zu ua Evakuierungsdrama in Vassilivka

Zahngold in „Folterkammer“

 

Kriegsgeschehen

 

Vormarsch der UA geht weiter

in Cherson ist es der UA auf erstaunliche breiter Front (mehrere dutzend km) die RA nach Süden Richtung Cherson zurückzudrängen. Die RA hat sich zurückziehen müssen, weil sie, wie berichtet, drohte teilweise eingekesselt zu werden. Die RA hat dabei sogar befestigte Punkte aufgegeben, zieht sich jetzt auf Städte und stärker befestigte Punkte, das heißt Richtung Cherson, Beryslav, etc. zurück.

Russische Blogger beschweren sich, dass die Ru Armeeführung nicht auf Warnungen von der Front reagiert hat, dass es an Material und Kämpfern fehle. Es zeichnet sich ein ähnliches Bild wie bei der erfolgreichen Gegenoffensive in Charkiw ab. Der Unterschied hier, die UA hat seit Wochen, die Logistik der RA in Cherson ausgehöhlt, indem Depots, Kommandostellen, Verkehrswege und v.a. die Dnjepr-Übergänge zerbombt wurden, wobei die westlichen longdistance-Waffen eine entscheidende Rolle gespielt haben dürften. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt, wenn die UA im Süden in den Bereich Beryslav/Nowa Kachowka und Cherson selbst gelangt, wo die RA offenbar versucht Verteidigungslinien aufzubauen.

Auch in Charkiv/Luhansk gibt es deutliche Fortschritte der UA. Sie ist weiter nach Osten vorgedrungen und steht nun 10 km vor Svatove. Über Svatove Richtung Südosten (Starobilsk)werden Teile der Besatzungsarmee von Luhansk versorgt. Die RA versucht hier unter Ausnutzung der geographischen Gegebenheiten (Fluss, etc.) eine Verteidigungslinie aufzubauen.

Weiterhin offensiv versucht die RA Richtung Bakmut (Wagner) und nördlich von Donetzk-Stadt zu agieren, bei zweiterem möglicherweise mit einigen Erfolgen.

 

Grauzone zwischen Befreiung und Beschuss

Während die Ukrainer die Befreiung von jüngst 8 Orten in Cherson, 30 in den letzten Tagen feiern, und sofort daran gehen, die befreite Bevölkerung mit Geld und Hilfsgütern zu versorgen, ist daran zu erinnern, dass alleine in diesem Oblast noch über 400 Gemeinden besetzt sind. Der Besatzungsterror gegen die Bevölkerung geht dort unvermindert weiter, teilweise sogar durch die ru Niederlagen verschärft, da sich die Besatzer noch schnell am Eigentum der Ukrainer vergreifen wollen, bevor alles zusammenbricht. Auch die Stadt Nikopol, nur 50 km von den befreiten Gebieten steht unter massivem Beschuss von der anderen Dnjepr-Seite. In wenigen km Entfernung spielen sich also vollkommen unterschiedliche Dramen ab. Selbst befreitet Gebiete wurden in der Vergangenheit immer wieder von der RA beschossen, so dass sie kaum bewohnbar waren. In den befreiten Gebieten und Grauzonen sterben also immer wieder Zivilisten, auch nicht selten an Minen, die die sich zurückziehenden Armeen zurücklassen.

Demoralisierung

Nachdem sich die Stimmung bei den ru Bloggern nach der Anschlussshow, kurzfristig etwas stabilisiert hatte, ist sie nun wieder deutlich kritisch. Neben einer erstaunlich realistischen Frontberichterstattung, die inzwischen weitgehend den Gegebenheiten entsprechen dürfte, werden deutlich Missstände angeprangert. Bei der Mobilisierung, bei der Bewaffnung/Nachschub, etc. Originalzitat: „Die Kommandeure vor Ort berichteten der Militär-Spitze über die Probleme. Personal- und Munitionsmangel. Als Antwort erhielten sie: "Erfinden Sie nichts, bei Ihnen ist alles in Ordnung."

Das ISW sieht wegen der Schwierigkeiten- sicher zutreffend- eine Meinungsfraktionierung im Putin-Lager. Ob die dreier-Unterscheidung Blogger-Silowiki (mit Kadyrev und Wagner) und Militärveteranen richtig ist, scheint mir nicht zwingend. Es gibt eher ein Unten an der Front (mittlere Militärs) und ein Oben (ohne Putin zu nennen). Leute wie Kadyrev (und Piroschin) pendeln zwischen radikalen Kritiken der Frontschweine an der Militärführung und Superloyalität gegenüber Putin hin und her. Entweder um seinen Einfluss geltend zu machen, oder um den Unmut zu kanalisieren. Putin versucht, die Widersprüche auszubalancieren, was ihm zwar noch gelingt, aber immer schwieriger werden dürfte.

Mobilisierungschaos

Hält trotz Begradigungsversuchen offenbar an. Offenbar hat sich die Gerüchteküche (sowjetischen Types) angefangen zu verselbstständigen. Es scheinen jede Menge Gerüchte auch jenseits der Realität in Umlauf, die die Bevölkerung beunruhigen und die von oben nur schwer oder gar nicht mehr einzufangen sind. Dies zeigt sich v.a. auch an den Fluchtzahlen. Dass die Mobilisierung Putin zu Hause mehr Probleme macht als sie an der Front zu lösen, ist ein nettes Apercu. Die Frage ist eine der Zeit. Ob das System Putin rechtzeitig so geschwächt wird, dass die Front nicht mehr zu halten ist oder ob „rechtzeitig“ langfristige Stabilisierungseffekte der Mobilisierung greifen. Dies erklärt auch den Druck den die Ua vor dem Winter macht.

 

Russland wird dümmer und dünner

Seit Beginn des Kriegs soll schon eine halbe Mio Russen geflohen sein. Seit der Mobilisierungsankündigung vermutlich noch einmal mehr als 200.000. Allein Kasachstan will 200.000 aufgenommen haben. Russland litt in den vergangenen Jahren ohnehin unter Bevölkerungsrückgang, so dass genaue demographische Zahlen nicht mehr veröffentlicht wurden. Dies soll sogar ein Motiv für den Krieg gewesen sein, um von der UA Bevölkerungszahl zu profitieren. Abgesehen von der absoluten Zahl gehen v.a. besser Ausgebildete und wohlhabendere Menschen, die im Ausland Chancen sehen bzw. das Geld und die Chancen haben, zu entkommen. In Asien dürften inzwischen aber auch viele flüchten, die der ethnischen Mobilisierung entkommen wollen. Usbekistan und Kasachstan nehmen sie trotzt Beziehungen zu Ru auf.

 

Lage am AKW Zap bleibt dramatisch

Der Direktor des AKW ist zwar auf Grund internationalen Druckes wieder freigelassen worden, aber nicht auf seinen Platz zurückgekehrt. Wer sein Nachfolger ist, ist unklar, eine weitere Komplikation für das AKW-Team, was unter höchster physischer und psychischer Anspannung die Dauerkrise zu bewältigen hat. Neuerdings steht an, die Reaktorblöcke teilweise wieder hochzufahren, weil ansonsten im Winter die Sicherheitsanlagen komplett ausfallen könnten. Es bleibt eine Bedrohung „für die Welt“ wie der ua Gouverneur m.E. zurecht betont.

 

Besetzte Gebiete

Auch wenn es noch eine Art Schwebezustand vor dem eigentlichen Anschluss ist, nimmt der Druck auf die Restbevölkerung zu. In Luhansk wird weiterhin wild mobilisiert und zwar direkt an die Front. Auch in anderen Regionen gibt es Rekrutierungen die zur Zwangsrekrutierung tendieren. In Energodar gibt es eine Ausgangssperre, insbesondere Männer dürfen sie Stadt wohl nicht mehr verlassen. Besonders dramatisch ist die Lage Vassilivka am Haupt-Checkpoint im Oblast Zaporischja Richtung Norden zu Oblasthautpstadt. Dort sollen sich seit Tagen kilometerlange Schlangen gebildet haben, die Rede ist von 4500 Personen. Während es früher nach einem „einfachen“ Filtrierungsverfahren (Aussonderung Gesuchter und „Verdächtiger“ durch die ru Repressionsorgane) hunderte, ja tausende passieren konnten, sind es jetzt täglich nur einige dutzend. Grund dafür sind jetzt offenbar zahlreiche Besatzer-Papiere, die jetzt zur Bedingung für die Ausreise gemacht werden. Der Gouverneur sieht dies als Vorboten für die Bildung einer „Staatsgrenze“ im Zuge der Annexion.

Humanitär

Im befreiten Cherson wurden weitere Folterkeller gefunden. In einem eine Kiste mit herausgerissenem Zahngold. Es bleibt dabei, wie es auch im Detail sein mag, Kriegsverbrechen, stimuliert oder geduldet gehören systematisch zur Ru Kriegsführung. Das ist ein Unterschied zur UA, wo Kriegsverbrechen, soweit erkennbar eher in Einzelfällen vorkommen und (teilweise) auch geächtet und geahndet werden.

Die UN hat bisher immer noch nicht das ru Gefangenenlager Olenivka besuchen können, um den Tod von 50 Gefangenen zu untersuchen. Der Grund sind fehlende Sicherheitsgarantien.

 

Hybrid und Finanzen

Der Ua zentralbankchef ist angebllich aus gesundheittlichen Gründen zurückgetreten. Es oll aber auch Spnnungen über die Bekmäfpugn der Inflation gegeben haben. Andererseits wird der UA Haushalt derzeit druch großzüge Zuwendungen der EU und in Folge auch einen IWF-Kredit stabilisiert.

 

Russland erlaubt Ungarn Zahlungsaufschub bei Gaslieferungen, während es dasgleiche den Moldavien verwehrt, denen mit Gasstop gedroht wird. Russisches Gas ist nur noch politische Waffe für pol. Wohlverhalten.

Diplomatischer „Erfolg“ für Russland

Nordkorea will die Annexionen anerkennen. Nun hat Ru offenbar doch einen Verbündeten in dieser Frage gefunden, nachdem selbst Serbien und Indien hier nicht mitspielen.

RA gelingt keine Abwehrfront. Ukraine Monitoring vom 4.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Der RA gelingt es bislang offenbar nicht, eine effektive Abwehrfront gegen die UA Offensiven zu bilden

Russisches Mobilisierungschaos geht weiter- Ru muss weitere erfahrene Truppen heranholen

AKW-Zap gefährliches Hin und Her

Russische Annexion grenzenlos

unsere ARD

 

Kriegsgeschehen

Die UA Armee rückt im Raum Charkiv und Cherson weiter vor.

Selbst nach ru Bloggern hat die UA inzwischen offenbar große Teile des Ostteils des Oskil Flusses eingenommen und rückt von zwei Seiten auf Svatove vor. Svatove ist ein weiterer Schlüsselort des ru Militärs für die Besetzung von Luhansk und nur noch 50km von der ru Grenze entfernt. Angeblich ist dort die Zivilbevölkerung (darunter vermutlich an Angehörige von ru Militärs) von den ru Besatzern zur Evakuierung aufgerufen worden, was vermutlich für weitere Unruhe in Ru sorgen dürfte. Die RA versucht sich z.B. in Großgebäuden zu verschanzen. Andererseits gibt es nicht verfizierbare Bilder von aus Liman geflüchteten Soldaten, die seit Tagen unter freiem Himmel ohne ausreichende Ernährung kampieren. Es ist nach wie vor offen, ob es der ru Seite gelingt, eine Abwehrfront zu bilden, oder ob diese nicht längst schon am Wegrutschen ist. In der Region müssen sie zudem mit Partisanenangriffen hinter der Front rechnen. Angeblich wurde östlich von Svative ein ru Militärlager angegriffen.

Cherson

Im Westen von Cherson scheint es der UA gelungen, sich entlang des Dnjepr etwa in der Mitte zwischen Nikopol und Cherson festzusetzen, weitere Orte von West nach Ost und Richtung Süden zu befreien. Das ist nicht ganz so erstaunlich, wenn man berücksichtigt, dass dort die RA etwas ausgedünnt sein dürfte. Es wirkte sich offenbar auch der fehlende Nachschub aus, da die UA zuvor die Dnjepr-Übergänge bombardiert hatte. Die Frage ist, was passiert, wenn die UA in den Bereich der befestigten ru Stellungen bzw. der Artillerie auf der anderen Dnjepr-Seite kommt. Allerdings dürften Teile der ru Armee von ihrem Hauptkontingent nach diesem Durchbruch abgeschnitten sein.

Trainerwechsel

Immerhin hat Putin nach der Niederlage von Charkiv den kommandierenden General der Westgruppe durch den Syrien-erfahrenen Gen. Berdnikov ersetzt. Damit kommt er einerseits der Kritik von Frontkommandeuren entgegen, andererseits wird wohl der General der Centralgruppe, Lapin, der von Kadyrev angegangen worden war, auf diese Weise aus der Schusslinie genommen. Wie aus der Bundeswehr bekannt, führen Trainerwechsel nicht automatisch zu Sieg, sondern spielen nur die Tatkraft des Präsidenten vor.

Mobilisierungschaos

Nach dem ru Mobilisierungschaos wird offenbar versucht, den Schaden dadurch zu begrenzen, da fehlerhaft Eingezogene wieder nach Hause geschickt und, wie berichtet, Rekrutierungskommissare entlassen und belangt werden. UA Quellen, die nicht bestätigt sind, berichten allerdings von anderen Querelen. Angeblich bestehlen Ausbildungsoffiziere Rekruten was zu Schlägereien geführt haben soll, gibt es zu wenig zu Essen, dass sich Rekruten takeaway-Food bestellen, sollen Ausbildungsoffiziere fehlen, usw.

Auch wenn die Berichte, die vermutlich auf ua Militärgeheimdienstinformationen beruhen, propagandistisch angespitzt sein dürften, sind sie vermutlich nicht vollkommen aus der Luft gegriffen. Ein Beispiel aus einem ua Armeebericht. „Das neu gebildete und verlegte 3. Armee Corps ist nicht der Lage, effektiv eingesetzt zu werden. Veraltete und nicht brauchbare Waffen und Militärequipment, Desertion, Verweigerung von Kampfbefehlen, Alkoholkonsum, systematische Verletzung der militärischen Disziplin sind der Hautgrund für die schlechte Kampfmoral dieser Einheit.“

Weil die schnelle Mobilisierung offenkundig floppt, versucht die RA erfahrene Einheiten aus Sibirien und Syrien heranzuholen. Kadyrev behauptet, 3 Omon (innenpol Spezkräfte) im Einsatz und neue Verbände geschickt zu haben. Offenbar ist aber auch er unter Druck, wie die absurde Idee zeigt, seine minderjährigen Kinder an die Front zu schicken. Vor einigen Tagen hatte er auch Abweichlern gedroht.

 

Mobilisierung in der UA

Anders als in Ru läuft die Mob in der UA schon seit Wochen und wird jetzt zeitlich bis November gestreckt, offenbar, um eine gleichmäßige Ausbildung, Ausrüstung, und Ersatz gewährleisten zu können. Vermutlich auch deswegen ist die Einziehung der Rekruten verschoben worden. Die Mobilisierung in der UA läuft inzwischen auch Portal-gestützt, durch workflows sollen Ausnahmegenehmigungen schnell erteilt werden können.

 

Russland weiß nicht, wo seine Grenze ist

Wenn es nicht so dramatisch wäre, wäre es komisch. Nachdem Ru die Annexion der vier teilbesetzten Oblasti ratifiziert hat, will es darüber nachdenken, wo genau die Grenzlinien liegen. Die Originalgrenzen sind nirgends erreicht, die Kampflinie teilweise rückläufig. Dass die Kontaktline von vor dem 24. 2. als Grenze angenommen wird, wie Sprecher Peskow vor einigen Tage gesagt haben soll, ist unwahrscheinlich, weil dies ein Eingestehen des Misserfolges der „Spezop“ wäre.

 

hybrid

EU verbraucht nur noch weniger als ein viertel des russischen Gases, wie zu Beginn des Krieges.

 

Korruption

Der Oberste Gerichtshof hat die Absetzung des Vorsitzenden der obersten Wirtschaftskammer abgelehnt. Diese Entscheidung stand an, nachdem nachgewiesen war, dass der oberste Richter parallel über eine russische Staatsbürgerschaft (vermutlich wegen seiner ru Frau) verfügte. Dies schließt hohe Staatsposten in der UA aus. Dem Richter wird von NGOs auch vorgeworfen, zu nachsichtig in Korruptionsfällen agiert zu haben. Dennoch zeigt die Entscheidung, dass die UA vollkommen anders verfasst ist, als in Ru. In Russland wäre es zu einer solchen Richterverweigerung nicht gekommen.

 

Humanitär

Die Kommandanten der freigelassenen Assov-Stahl Gefangenen konnten in der Türkei erstmals ihre Familien sehen. Sie wurden als Helden der Ukraine ausgezeichnet. Ihre Frauen hatten sich nach ihrer Festnahme spektakulär für sie eingesetzt. Dieser Gefangenenaustausch galt als einer der kompliziertesten und auf russischer Seite umstrittensten des Krieges. Vor einigen Monaten hatten die Kämpfer in Mariupol auf Drängen der ua Regierung kapituliert und waren nach einer komplizierten internationalen Vereinbarung in ru Kriegsgefangenschaft geraten.

 

Unsere ARD

Verfügt offenbar über keine Ukraine-Karte. Wie schon mehrfach, waren Sprechertexte mit falschen Bildern unterlegt. In der Tagesschau gestern wurde der Text zu den uA Erfolgen in Cherson mit Bildern unterlegt, die als „Bakmut“ insertiert waren. Zwischen beiden Fronten liegen einige hundert km.

Zweiter Durchbruch geglückt? Ukraine Monitoring vom 3.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

In Cherson könnte die UA die RA geteilt haben

Hält Putins Propagandafront?

Langsame Russifizierung der besetzten Gebiete

Droht Wintermigrationswelle?

 

 

Kriegsgeschehen

 

Zweiter ua Durchbruch in Cherson?

Möglicherweise ist der UA ein zweiter Durchbruch in Cherson, westlich des Dnjepr gelungen. Seit gestern nachmittag gibt es ua Blogger-Meldungen, wonach die UA bis an den Dnjepr herangerückt sei ( Zolota Balka). Offiziell wurden geringere Gebietsgewinne bestätigt. Ru Blogger melden Versuche der UA weiter am Dnjepr Richtung Süden vorzudringen. Wenn sich dieser Trend konsolidieren und bestätigen würde, hätte die UA die russischen Kontingente auf der West-Seite von Cherson in zwei Teile aufgespalten. Die RA hatte sich angesichts der Offensive immer weiter zürückgezogen und versucht, in ca 5 Regionen einzuigeln. Sie muss zudem mit erheblichen Nachschubproblemen rechnen, da ihre Versuche Behelfsbrücken über den Dnepr und Inhulets-Fluss zu errichten, immer wieder von der UA konterkariert werden.

Angeblich soll die RA im Süden erhebliche Materialverluste v.a. an Panzern haben.

 

In Charkiw und Liman dringt die UA offenbar langsam immer weiter Richtung Osten vor, hat aber mit teilweise erheblichem Widerstand der RA zu rechnen.

 

Laut UA soll die Moral der RA durch das Desaster von Liman weiter gesunken sein, es hätten sich viele Soldaten in Gefangenschaft begeben, andere Einheiten tief ins besetzte Gebiet abgesetzt. Eine differenzierte Bilanz -auch an Materialverlusten- steht noch aus. Insofern ist unklar, ob die RA überhaupt in der Lage ist, neue Verteidigungslinien aufzubauen.

 

Jenseits der Auseinandersetzungen an den Hotspots, die im Fokus der internationalen Medienaufmerksamkeit sind, geht der Krieg an hunderten km Front „routinemäßig“ weiter, mit hohem Beschuss, und Zerstörungen von dutzenden von Ortschaften im Kampfgebiet und immer wieder Angriffen auf die städtische Infrastruktur (z.B. von Kriwi Rih ).

 

Der Standardsatz im Armee-Bericht lautet fast täglich unverändert: „Der Feind konzentriert seine Bemühungen weiterhin auf Versuche, die Oblast Donezk zu besetzen, die eroberten Gebiete zu halten und die aktiven Aktionen der Verteidigungskräfte in bestimmte Richtungen zu stören. Der Feind beschießt die Positionen unserer Truppen entlang der Kontaktlinie und führt Luftaufklärung durch. Greift zivile Infrastruktur und zivile Häuser an, verletzt das humanitäre Völkerrecht, Gesetze und Kriegsgebräuche. Es bleibt die Gefahr, dass der Feind Luft- und Raketenangriffe auf das gesamte Territorium der Ukraine startet.“

d.h. vergleichweise kleine, wenn auch bedeutsame Erfolge, sind noch nicht die Vorentscheidung.

 

Natobeitritt

Während die Natoführung reserviert auf den Antrag der UA reagiert, haben sich 9 östlich gelegene Staaten darunter Polen, Estland, Lettland und Tschechien dafür ausgesprochen. Einstimmigkeit ist erforderlich. Vermutlich würde die UA leichter die Nato- als die EU-Aufnahmekriterien erfüllen, da sie militärisch zunehmend faktisch in die Nato integriert ist, auch wenn dies aus politischen Gründen natürlich vom Westen dementiert wird.

 

Papst fordert Frieden

Während sein Moskauer Bruder den Bellizisten gibt, versucht der Papst auf Putin einzuwirken. Ein Treffen beider Kirchenführer, wenn auch vom Papst schon einmal angedacht, hat bisher nicht stattgefunden.

 

 

Besetzte Gebiete

Offenbar soll die Gangart bei der Integration der annektierten Gebiete verlangsamt und bis zum 1. 1.2023 gestreckt werden. Das trifft auch auf die Abschaffung der Griwna zu. Allerdings wird aus berichtet, dass diese immer weiter zwangsabgewertet wird. Angeblich soll so gar die Mobilisierung gestreckt werden, auch wenn teilweise das Gegenteil berichtet wird.

 

Die Kommunikation der UA Verwaltung mit den besetzten Gebieten wird offenbar immer schwieriger, da das ua Internet dort blockiert und das russische zensiert wird. Nur wer die Fähigkeiten hat, über vpn und Kanäle wie Telegram zu kommunizieren, kann sich in den besetzten Gebieten auch alternativ informieren.

 

Offenbar wird es immer schwieriger, besetzte Gebiete Richtung UA zu verlassen. Es wird an mehreren Stellen von schärferen Kontrollen, mehr Papierkram bis zum vollkommenen Stillstand an Checkpotins berichtet. Manche UA Autoritäten empfehlen daher die Flucht über die Krim Richtung Georgien.

 

 

Informationskrieg

Der Uakrieg war schon immer ein Informationskrieg. Dieser gewinnt aber eine neue Dimension, da in den Militärblogs und teilweise sogar in russische Medien immer mehr Informationen über die russischen Niederlagen, Defizite bei der Logistik, Probleme bei der Mobilisierung auftauchen. Zu Beginn des Krieges war Derartiges vollkommen unterdrückt oder die Medienmacher selbst so siegesgewiss, dass sie diese Schwierigkeiten zugunsten von optimistischen Meldungen unterdrückten.

 

Offenbar kann eine kritische und realistische Berichterstattung in den Militärkanälen nicht mehr unterbunden werden, weil diese sonst zu stark vom faktischen Geschehen abweichen und die Soldaten gar nicht mehr erreichen würde. Offenbar können sich derartige kritische Kanäle dabei sogar auf Rückendeckung von wichtigen mittleren Militärführern, insbesondere der Söldnerverbände von Kadyrev und Wagner oder sogar aus dem Kreml selbst stützen. Diese Stimmen haben offenbar auch eine Korrektivfunktion über Fehlentwicklungen in der verkrusteten und korrupten Militärkaste. Es wird behauptet, dass mehrere Rekrutierungskommissare auf Grund der Kritik an illegalen Mobilisierungspraktiken abgesetzt wurden, und weitere folgen werden. Es wird argumentiert, dass es sich so zeige, dass die Zivilgesellschaft Einfluss auf die Regierung habe. Das belegt, dass die begrenzte Öffentlichkeit durchaus eine integrative Funktion haben kann. Auch Kadyrov, der vor einem Tag noch auf den Putz haute, gibt sich inzwischen wieder superloyal und siegesgewiss und zeigt erneut seine Blitzableiterfunktion. Möglicherweise hat auch schon ein neues Treffen von Putin mit Militärbloggern stattgefunden. In Miltärmedien wird jetzt zwar relativ ralistisch über das Geschehen berichtet, aber vor (negativen) „Emotionen“ gewarnt.

 

In die offiziellen staatlichen ru Medien ist diese Kritik bisher nur sehr partiell eingedrungen, kritische Interviews wurden sogar abgebrochen. Aber ISW weist m.E. zurecht darauf hin, dass Putins Versuch die Gesellschaft, über Medien statt über reine Repression zu steuern, Risse bekommen hat, und diese Strategie ähnlich wie bei Glasnost zu einem Dammbruch führen könnte. So hat die Ru Zensurbehörde gerade einen Musikstreamingkanal eingeschränkt, der in sein Programm Angaben über Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung durch russische Soldaten eingestreut haben soll. -Good morning Vietnam!

 

 

AKW Zap

 

Die Inhaftierung des Generaldirektors des ZNPP hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Nuklear- und Strahlensicherheit des Kernkraftwerks. Dies kritisierte der Chef der IAES, Grossi. Die IAEO hat sich an „die zuständigen Behörden“ gewandt, um eine Erklärung bezüglich der Inhaftierung des Direktors des Kernkraftwerks Zaporizhzhya, Ihor Murashov, zu erhalten, heißt es auf dem Twitter-Account der Agentur. Die Verhaftung steht vermutlich im zusammenhang mit dem Versuch, das AKW zu russifizieren.

 

UA

Die Werchowna Rada der Ukraine wird bei der nächsten Sitzung die Frage der Vermögensverstaatlichung von RU Vermögen in der Ukraine behandeln. Die von der Regierung erstellte Liste umfasst mehr als 900 Objekte, die Russland als Staat gehören.

Droht Wintermigrationswelle?

Angesichts sinkender Temperaturen wird in Cherson kostenlos Brennholz an die Bevölkerung der Krisengebiete verteilt. Dies nützt allerdings nur begrenzt, v.a. im privaten Haussektor.

Die mehrstöckigen Häuser können nicht auf diese Weise erwärmt werden und in tausenden Wohnungen gibt es kein Gas und es wird auch vor dem Winter kein Anschluss wiederhergestellt werden können.

Wie schon mehrfach auf H-und-G.info droht trotz großer Präventivanstrengungen der UA Regierung (Evakuierung, Instandsetzung, human Hilfe) eine erneute Evakuierungswelle im Winter. Polen rechnet mit 500.000 Migranten, die auch teilweise in die EU flüchten werden. Zurecht hat eine Migrationsforscher davor gewarnt, dass Russland im Winter gezielt gegen die Infrastruktur vorgehen könnte, um die UA und in Folge die EU zu destablisieren. Angesichts des Krieges in der Ukraine warnte Knaus vor einem Ausnahmezustand im Winter. Europa stehe vor einem historischen Fluchtwinter, sollte die Lage in der Ukraine sich weiter zuspitzen und die Versorgung mit Wärme und Strom nicht funktionieren, "weil der russische Angriffskrieg etwa Kraftwerke zerstört oder Massenvernichtungswaffen einsetzt", sagte Knaus. "Darauf wäre die EU jetzt nicht vorbereitet."

Unsere“ Bundeswehr

Dass kritische Infrastruktur in der EU schwer zu schützen ist, ist eine Sache. Dass mehrere unidentifizierte Drohnen offenbar länger über Bundeswehrstandorten rumfliegen können, ist eine interessante Information!

Russische Armee im Osten angeschlagen. H-und-G.info Ukraine Monitoring 2.10.2022 ca 6.30 Uhr

 

Spannungen zwischen Front und Generalität

Ob ru Rückzug zur Konsolidierung führt, zweifelhaft

Massive Logistikprobleme bestätigt

AKW Zap erneut gefährdet

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die Art und Weise, wie die RA von Liman abgezogen ist, ist entscheidend für die nächste Phase im Donbas.

Ru Blogger bemühen sich, den geordneten Rückzug zu betonen, so dass die RA in Svatov, und Kreminna neue Verteidigungslinien aufbauen bzw. verstärken könne. UA Blogger berichten, von panikartiger Flucht mancher ru Soldaten, von über 500 Toten, der Sprengung einer Brücke durch die RA, so dass Gruppen der RA abgeschnitten waren (und möglicherweise in Gefangenschaft gerieten). Eine genaue Bilanz steht noch aus. Offenbar konnte die UA aber nachsetzen, weitere Orte befreien. Es werden erste Kämpfe in Kreminna berichtet, was daran zweifeln lässt, dass die RA dort eine Verteidigungslinie aufbauen konnte. Außerdem ist Kreminna Partisanengebiet, so dass sich die RA dort nicht sicher sein kann.

 

Sicher wäre es erfolgreicher für die UA gewesen, wenn sie die ca. 5000 ru Soldaten hätte einkesseln können, dennoch ist damit erst einmal das Tor Richtung Luhansk aufgestoßen und auch im Norddonbas wird es für die RA schwieriger, ihr Ziel zu erreichen.

 

 

Neue Spannungen in der RA

 

Der Ärger in der RA vor Ort muss erheblich sein. Man versteht Situation nicht, fühlt sich von der Generalität im Stich gelassen. Wieder heißt es das man den Kommandeuren vor Ort zu wenig Kompetenzen gäbe. V.a. Kadyrev tut sich hervor. Offenbar versucht er, mit seiner scharfen Kritik Veränderungen in der Militärstrategie und beim Personal (!) zu erzielen. Aber er versucht damit auch die Stimmung in der Truppe, auch seiner, zu kanalisieren. Insofern sollte man auf seine Forderung, taktische A-Waffen einzusetzen nicht zu viel geben. Er hat dies im Übrigen schon früher, wenn auch etwas verschlüsselter, gemacht. (alle Mittel einsetzen)

 

Interessanter ist seine kritische Analyse

1. Auch er kritisiert den verantwortlichen General, er sei zu fern von der Front

2. V.a. kritisiert er die Logistik, dass der Nachschub, selbst an Munition nicht funktioniert habe: Der General setzte

„mobilisierte Kämpfer der LPR und anderer Einheiten an allen Grenzen der Liman-Richtung, versorgte sie jedoch nicht mit der erforderlichen Kommunikation, Interaktion und Munitionsversorgung“

3. Kritisiert er die „Vetternwirtschaft in der Armee“, womit hier wohl gemeint ist, dass die oberen Militärs die Schwächen von Kollegen decken. Kritik auch An Stabschef Gerassimow

4. Fordert er „charakterstarke, mutige, prinzipientreue Menschen“ als neue militärische Vorgesetzte

5. Das Kriegsrecht in Grenzregionen (Damit wohl die komplette Mobilmachung)

 

 

Interessanterweise bestätigt k. damit westliche Analysen, dass Mobilisierte zwar schnell eingesetzt wurden,dieser Einsatz aber nicht logistisch untersetzt war. Ob dies wirklich Unvermögen der Generalität ist oder vielmehr massive strukturelle Defizite der RA zeigt, ist eine andere Frage. (Die RA hat durch die Charkiv-Offensive wesentliche Nachschubwege verloren)

 

Außerdem zeigt sich, dass es, wie schon nach Charkiv, zunehmende Spannungen zwischen der überalterten ru Militärführung und den Kommandanten vor Ort gibt, bzw. zwischen den Chefs der Söldnertruppen und der traditionellen Militärführung. K.s Kritik wurde vom Wagnerschef teilweise unterstützt. Nach Charkiv waren bei den Bloggern sogar Gerüchte im Umlauf, Piroschin könnte Verteidigungsminister Schoigu ersetzen. Vermutlich war dies aus Kreisen der Kommandeure oder der Söldnerführer selbst stimuliert. Möglicherweise decken die auch die Kritik von ru Bloggern und Militärberichterstattern.

 

AKW

 

Offenbar versucht Ru das AKW Zap voll unter ru Kontrolle zu beringen und der ru Atombehörde zu unterstellen, den Angestellten werden entsprechende Verträge vorgelegt. In diesem Zusammenhang wurde offenbar der ua Chef des AKW entführt. Dies ist eine erneute Zuspitzung, da das Personal schon ausgedünnt, verunsichert, eingeschüchtert, permanent Krisenfälle steuern muss. Erst vor zwei Tagen gab es eine erneute Explosion.

Unterdessen bereitet der Leiter der IAEA eine Reise nach Moskau und Kiev vor, um eine Sicherheitszone zu verhandeln.

 

Kriegsverbrechen

 

Bei einem weiteren Angriff auf eine zivilen Konvoi im Raum Charkiv sind 20 Personen, die Hälfte Kinder, umgekommen. Allerdings möglicherweise schon vor einigen Tagen, als hier noch Krieg herrschte. Unklar ist ob, nach dem Angriff auf den Konvoi von Zap mit über 30 Toten, hier systematisch Terror gegen Zivilisten ausgeübt wird, oder die RA wegen struktureller Probleme einfach immer diffuser und immer weniger zielgenaue operiert.

 

 

Hybrid

Ra stoppt Gaslieferung an Italien und drosselt nach Moldavien

 

 

Krim

Erneut Explosion an Militärflughafen auf der Krim

 

 

Belarus

Westliche Quellen stätigen, dass Belarus sich vorbereitet ca 20.000 Ru Soldaten aufzunehmen. Möglicherweise werden auch die Belarussisschen Ausbildungskapazitäten genutzt, da diese in Ru für die Mobilisierung begrenzt zu sein scheinen

 

Gefangenenaustausch

Nach westlichen Quellen widersetzt sich der FSB einem weiteren Gefangenenaustausch, weil er negative Auswirkungen auf die Bevölkerungsstimmung erwartet. Der Austausch von Asow-Gefangenen war in der RA auf erhebliche Kritik gestoßen, Angeblich soll Putin ihn persönlich veranlaßt haben, um seinen Freund Medwedschuk freizubekommen, der ja eigentlich den Umsturz in der UA vorbereiten sollte. Die RA soll ca 2500 ua Gefangene haben. Auf Grund der Liman-Situation, wo vermutlich auch größere russische Kontingente gefangen wurde, dürfte der Druck auf einen weiteren Gefangenenaustausch jedoch wachsen.

Keine Ruhe nach dem Sturm. H-und-G.info Ukraine Monitoring 01.10.2022 ca 6.30 Uhr

 

Putins Wahrheit

Liman fällt so oder so

Unklare Grenzen, was kommt nach dem Referendum

 

 

Putins Wahrheit

Putin meint die Wahrheit sei mit Russland. Die Wahrheit ist, dass Putin für unsicheres Land über 100.000 Menschenleben geopfert hat, allein (registriert) 400 ukrainische Kinder starben. Das jüngste Kriegsverbrechen, ist der Angriff auf einen Evakuierungs-/humanitären Konvoi, bei dem über 30 Menschen umkamen. Das für einen „Landgewinn“, bei dem bis jetzt nicht einmal klar ist, wo die Grenzen verlaufen. Das dürfte in der Völkerrechtsgeschichte wohl ein Unikum sein. Im Donbas könnte der Zugewinn kleiner ausfallen, als erwartet. Liman dürfte in den nächsten Stunden in ukrainischer Hand sein.

 

Mystizismus als Kriegsziel

Je mehr Wirklichkeit und Vision auseinanderfallen, desto mystischer werden die Kriegsziele. Putin beruft sich auf die Wahrheit, Metropolit Kyrill verspricht bei Heldentod fast schon islamistisch die Befreiung von den Sünden, Kadyrov beschwört einen Kampf um russische Werte.  Man kann das als Flucht vor der bösen Realität interpretieren. Aber Eliten, die sich von der Realität abkoppeln sind umso gefährlicher.

 

Implodiert das System Putin (irgendwann)

Die Widersprüche bei der Mobilisierung gehen weiter. Jetzt muss RA offenbar Kadetten von den Schulen runternehmen, um sie als Reserve für fehlende Offiziere einzusetzen. Die Ausbildungszeiten der Mobilisierten sind absurd kurz. Wenn Putin es wagt, die jetzt eigentlich zu entlassenden 120.000 Rekruten, sofort zu mobilisieren, bricht er faktisch sein Versprechen, keine Rekruten in die „Spezialoperation“ einzubeziehen. Mit der Lösung von Problemen a la Putin, wird das System Putin immer instabiler und die Hoffnung der Ukraine besteht darin, dass das Kartenhaus trotz Masse und Atomwaffen irgendwann implodiert. Wann und wo ist unklar, aber die Chance besteht.

 

 

Was bringt „Neurussland“

Dennoch, diese Annexion ist eine Zäsur und zwar nicht nur psychologisch. Was genau sie bringt, wird sich erst zeigen. Aber die Grenze Russlands verschiebt sich an die bisherigen Checkpoints, was zu einer Verschärfung der Kontrollen führen dürfte. Die Zollgrenze zu Russland wird dagegen fallen. Das erhöht den Druck den Rubel einzuführen und forciert andere Anpassungen vorzunehmen. Schon jetzt werden Einwohner einzelner Städte bedroht, deportiert zu werden, wenn sie nicht sofort, russische Pässe akzeptieren. Ein russischer Pass heißt für Männer, dass sie zur russischen Armee eingezogen bzw. mobilisiert werden. Usw. D.h. die Restbevölkerung kommt in diesen Gebieten enorm unter Anpassungsdruck, während sich Ausreisemöglichkeiten verschlechtern. In Zap wurde der Checkpoint nach dem Angriff auf den Konvoi erst einmal geschlossen.

 

Die ukrainischen Altverwaltungen der vier betroffenen Gebiete verkündet demonstrativ nach einem Treffen der Gouverneure, dass sie weitermachen, ebenso die Verwaltung von Mariupol. Die einen manchen einfach weiter so, mit humanitärer Hilfe, Aufbauversuchen etc.. Andere hoffen auf die Rückeroberung und bereiten diese vor. In Luhansk wurden 20 Gemeindesvorstehern nach Ausnahmezustandsrecht Vollmacht erteilt, auch ohne Gemeinderatsbeschluss sofort nach der Rückgewinnung ihres Territoriums Anordnungen treffen zu können. Offenbar muss man sich auch in der ua Verwaltung neu finden. Wie die Wirkung der Annexion auf die ua  Bevölkerung ist, ist kaum auszumachen. Der Gouverneur von Cherson versucht mit einem flammenden Apell, „seine“ Leute bei der Stange zu halten.

 

Originaltext:

„Leute von Cherson!

Heute hört man aus der Hauptstadt der Besatzer Gerüchte über den Beitritt der Region Cherson zu Russland. Diese Aussagen und "Lösungen" sind absolut nichts wert. Und definitiv nicht Ihrer Sorgen wert. Diese Leistung wird nichts ändern. Die Region Cherson war, ist und wird die Ukraine sein. Wir wissen das, die ganze zivilisierte Welt bestätigt es.

Liebe Leute von Cherson! Jeder einzelne von Ihnen, der seit sieben Monaten zwangsweise in der Besatzung lebt. Wer glaubt die ganze Zeit an die Ukraine und jubelt ihr zu? Der wartet und alles tut, um die ukrainische Flagge so schnell wie möglich in unsere Region zurückzubringen. Wir danken Ihnen für Ihr Durchhaltevermögen! Wir sind bei dir! Wir sind stolz auf dich! Du bist unzerbrechlich!“

 

Kriegsgeschehen

 

Während sich ein Teil der russischen und prorussischem Eliten besoffen redet, zeigt sich in Liman das eigentliche Drama.

Nachdem unterschiedliche Einheiten der RA im Verkehrsknoten Liman tagelang ausgeharrt und gekämpft hatten, bereiten sie offenbar nun ihre Flucht vor. Sie sind von der UA so eingekesselt, dass sie komplett, v.a. die der RA Nachschubwege (und damit auch Fluchtwege) beschießen kann. Offenbar war es der RA nicht gelungen, rechtzeitig Verstärkungskräfte heranzufühen. (erneut, wie in Charkiv!) Gestern abend begann die RA einen Offensivversuch Richtung Osten!. Bei Bloggern wird spekuliert, dass dies nur der Versuch sei, die Stadt zu verlassen. Offenbar versucht die RA auch ihnen von Osten zur Hilfe zu kommen, Ob der UA noch eine Einkesselung und Festsetzung tausender Soldaten gelingt, ist unklar. Dass Liman und damit ein wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt von der RA befreit wird, ist wohl nur noch eine Frage von Stunden. Liman ist eine Art Tor zum Nord-Donbas. Der Fall von Liman macht die russische Eroberung von Bakmut, Siversk Kramatorsk unwahrscheinlicher, und eröffnet der UA neue Möglichkeiten zur Rückeroberung des Oblast Luhansk.

 

Allerdings zu viel Euphorie ist nichtangebracht. Unvermindert schießt Russland zerstörerisch an allen Fronten. In Dniepro wurde gerade ein ganzer Busfuhrpark zerbombt, mit mehreren Toten. Ein angeschossener Bär bleibt gefährlich.

 

Russland Flüchtlinge

Während Finnland die Grenzen dicht macht und die EU Restriktionen diskutiert, wollen Usbekistan und Kasachstan fliehende Russen aufnehmen

 

 

Russlands Stimmung

 

Die Rate von denen, die Putins Linie unterstützen fiel von 83 auf 77% in einem Monat, die Zahl der, die meinen, Russland laufe in die richtige Richtung von 67 auf 60%. Auch die Beunruhigung über die Mobilisierung nimmt zu. Man mag von Umfragen in Diktaturen nichts halten und ob Levada wirklich unabhängig ist, ist zweifelhaft. Dennoch der Trend ist bemerkenswert.

Truppenmassierung in Belarus- UA-Monitoring 30.9.

Heute verkürzt

 

Einkesselung von Liman

Erneute Gefahr in AKW

Russland stationiert Soldaten in Belarus

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die RA bei Liman fast eingekreist. Die Verkehrswege sind durch Beschuss faktisch abgeschnitten

 

Kein gutes Omen für die Anschlussfeier in Moskau

 

 

AKW

Am AKW Zap explodierte eine ru Mine, die möglicherweise einen Reaktorbrand verursacht hat

 

RU

Putins Zustimmungswerte sinken laut einer Umfrage

 

Belarus-droht neue Invasion aus dem Norden?

In Belarus werden Flug- und Truppenplätze für die Aufnahme von Soldaten hergerichtet, schon in den vergangenen Wochen hatte die RA zumindest einen Flugplatz übernommen, die Belarussische Armee wurde für den Ernstfall trainiert.

Was das genau bedeutet, ist unklar. Das Stillhalten von Belarus aus den bekannten Gründen war m.E. eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Charkiw-Offensive, bei der UA Soldaten aus dem Norden schnell herangezogen wurden. Eine erneute Massierung von ru Soldaten in Belarus könnte ein Indiz dafür sein, dass Ru seine Massenmobilisierung für einen späteren neuen Einmarsch von Norden nutzen könnte.

Verunsicherung vor dem Anschluss

H-und-G.info Ukraine Monitoring 29.9.2022 ca 6.30 Uhr

 

Verunsicherung vor dem Anschluss

UA dringt im Osten langsam aber stetig voran

BND unterstützt UA auf seine Weise

Papst spricht von Weltkrieg

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortagen

 

Am dramatischsten die Lage in Liman (dem Tor zum Donbas) , wo die UA offenbar langsam aber kontinuierlich weiter die Stadt einkreist.  Auch wenn die ru Seite dies dementiert, ist die UA dabei den Eingekesselten die Nachschubwege abzuschneiden. Ru Panzer, die zur Verstärkung geschickt wurden, seien nicht angekommen und teilweise zerstört worden. Die hinge nach UA Angaben auch mit dem schlechten Ausbildungsstand der Besatzung zusammen.

 

Die UA hat ihre Stellung in Kupjansk, östlich des Oskil stabilisiert und ausgebaut. Es gibt aber Kämpfe

 

Mobilisierung

Wie in H-und-G.info schon vor Tagen vermutet, betätigen nun auch britische Quellen, dass von der RA Mobilisierte ohne (Zusatz)-Ausbildung direkt an die Front gelangen. Nach UA Angaben sollen allein in Rostov 400 Soldaten nur einer Kurzunterweisung am 30.9. weitertransportiert werden.  Welche Folgen diese Maßnahmen haben, ist noch nicht abzusehen. Sie könnten die RA zumindest defensiv stabilisieren. Die könnten die RA aber auch von Innen destabilisieren. Die UA präsentiert einen Buriaten, der am 18. September eingezogen und sofort an die Front gebracht wurde. Dort soll er sich der Ua ergeben haben, weil er keine Chance sah, zu überleben.

 

Kreml - Russland will noch ganzes Gebiet Donezk erobern, so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

 

Papst spricht von „Weltkrieg“.

 

 

Vor dem Anschluss

Die Besatzungs-Leiter der besetzten Gebiete sollen in Moskau angekommen sein, um ein Anschlussdokument zu unterzeichnen. Allerdings berichtet das unabhängige Medium Meduza unter Berufung auf ru Regierungsinsider, es werde überlegt, den Anschluss und die Ausreiserestriktionen gegen russische Wehrpflichtige zu verschieben, weil die Stimmung in Ru derzeit nicht den gewünschten Propagandaeffekt erwarten ließe. Erdogan, der sich mehrfach als Vermittler ins Spiel gebracht hat und nach wir vor Wirtschaftsbeziehungen mit Ru unterhält, hat eine einseitige Annexion kritisiert und eine diplomatische Lösung angeregt und will mit Putin reden.

 

Die ukrainische Seite vor Ort scheint momentan etwas orientierungslos zu sein. Die einen machen einfach weiter, als wäre nichts geschehen, andere werden immer zynischer. Die stellvertretende MP, die als Zuständige für humanitäre Hilfe und Evakuierung einen beeindruckenden Job gemacht hat, droht jedem mit Strafen, der sich in die russischen Streitkräfte aufnehmen lässt, was kaum realistisch ist wie schon ihre Drohung, dass sich alle, die an der Abstimmung teilnehmen, strafbar machen könnten.

 

 

Angeblich gibt es im Süden der UA Dörfer, die fast entvölkert sind, weil die Menschen alle vor dem Anschluss zu fliehen versuchen. Es soll riesige Schlangen an Checkpoint geben (dafür derzeit aber kein Bildbeleg). Die Russischen Besatzer versuchen die Ausreise, v.a. von wehrpflichtigen Männern weiter zu verhindern. Für die Ausreise werden spezielle Dokumente von der Wehrverwaltung benötigt. In Zap erpressen Besatzer bis zu 1.200 Dollar, um die Region zu verlassen. Um Melitopol zu verlassen, ist es ab dem 1. Oktober notwendig, vorher Pässe bei der Kommandantur der Besatzer zu erhalten.

 

Kadyrov rühmt sich, dass aus der von ihm bewachten Region Engodar kein Mann entschlüpfen würde. In Georgen spitzt sich die Lage insofern zu, da das prorussische Nordossetien die Durchfahrt für Personenfahrzeuge durch das Gebiet beschränkt und nur für Einheimische und Touristen zulässt. Damit ist die Weitertfahrt nach Tiflis zumindest erschwert.

 

 

Kriegsverbrechen

 

Der UA Menschenrechtskommissar gab neue Details zu ausgetauschten
Azovstal-Gefangenen und ihrer Haft in Olenivka bekannt:  „In den Haftanstalten gab es fast keine Nahrung und kein Wasser, es wurden keine persönlichen Hygieneartikel bereitgestellt – es gab überhaupt kein Toilettenpapier, ebenso wenig wie Seife und Zahnbürsten. Ich musste auf Beton schlafen, ohne Decken – das ist keine Ausnahme, sondern eine allgemeine Praxis.  💬„Alle haben abgenommen. Manche wiegen 60-70 Kilogramm. Der kleinste Gewichtsverlust beträgt 25 Kilogramm, aber das ist für einen Kämpfer, der vorher sehr dünn war. Russland benutzte Hunger als eines der Folterelemente“, betonte der Menschenrechtskommissar.

Er erzählte auch, dass, als unsere Kriegsgefangenen zu den Haftorten gebracht wurden, sie durch ein Spalier geführt wurden, wo man mit Gummiknüppeln auf sie einschlug, die Stöcke brachen. Der Feind zwang sie, den Kopf gesenkt zu halten, und wenn jemand dagegen verstieß, schlugen sie ihn zusätzlich.

 

 

Wirtschaft

 

Das russische Bruttosozialprdukte fällt im Vergleich zum Vorjahr nach ru Angaben um 4,1 % , im Gesamtjahr angeblich nur um 1,5%. Der Einbruch in der UA liegt bei 30%.

 

 

BND-Hilfe für UA

Der Bundesnachrichtendienst (BND) unterstützt einem Medienbericht zufolge die Ukraine mit Informationen über Stellungen der russische Armee. die aus Satellitenbildern, abgefangenen Funksprüchen oder Mobiltelefongesprächen stammten. Dazu zählten etwa Hinweise auf Munitionsdepots sowie Aufnahmen eines russischen Flugfeldes mit genauer Lage und Zahl der Flugzeuge. Der BND habe dieses Vorgehen vorab rechtlich prüfen lassen. Die Daten würden mit einer Verzögerung von bis zu einigen Tagen weitergegeben, hieß es. Deshalb seien sie nicht unmittelbar für die Planung und Steuerung tödlicher Angriffe nutzbar.

Drohen Spannungen an der georgischen Grenze?H-und-G.info Ukraine Monitoring 28.9.2022 ca 6.30 Uhr

 

Putin Show stimuliert seine Anhänger

Was kommt danach? Russland hat regionale Loyalität ausgetestet

Neuer Zielkonflikt. Heimatfront-Besetzte Gebiete

Fällt Liman?

Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete

ua Gefangene wurden von RA schwer misshandelt

Genügend Gas für den Winter, aber…

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage

 

Aber UA scheint deutliche Fortschritte bei der Umzingelung der strategisch wichtigen Stadt Liman zu machen. Ru Quellen sprechen von sehr schwierigen Situation für die RA.

 

In Bakmut/Soledar soll es heftige Kämpfe geben, Soledar war nach ru Angaben schon vor Wochen eingenommen, was aber offenbar nie vollkommen zutreffend war.

 

Ansonsten Beschuss auf der ganzen Linie. Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete beschreibt eine UA Zeitung dieses Drama. Es gibt Gegenden, etwa in Sumy im Norden, die einst besetzt, dann im April befreit wurden, die täglich aus beschossen, ohne dass jemand in D. darüber berichtet. Ähnlich läuft es in den jetzt von der RA geräumten Gebieten, die im Bereich der ru Haubitzen liegen.

 

Versuch der UA weiter Nachschublinien, auch in Luhansk zu zerstören. Dort wurde angeblich sogar ein Zug mit neu mobilisieren Ru Soldaten getroffen.

 

An einem Tag soll die RA 50 Drohnenflüge initiiert haben, auch von Kamikaze Drohnen.

 

Putinshow

 

Die Abstimmungsshow scheint die Stimmung bei vielen Prorussen zu haben. Blogger, die noch vor Tagen auf die Militärführung schimpften, sind in Hochstimmung. Wie tief das geht, ist schwer zu sagen, aber in D. dürfte gelegentlich unterschätzt werden, dass derart ritualisierte Kampagnen durchaus geeignet sind, die eigenen Anhänger zu mobilisieren und zusammenzuhalten.

 

Besonders brutal soll in der Druck auf die Bevölkerung in Energodar gewesen sein, wo die Tschtetschenen die Abstimmung mit Waffengewalt erzwangen.

 

Ehemalige ua Verantwortliche machen Gegenrechnungen auf. In den sonstigen ua Soz Med ist die Stimmung eher merkwürdig verhalten. Mit dem Abstimmungsergebnis hat ja jeder gerechnet, die Frage ist, was kommt danach….

 

 

Nach der Propagandashow

 

Das Referendum gibt, trotz demoskopischer Absurditäten den Ru einen Überblick, wie loyal oder widerständig die Restbevölkerung ist. Entsprechend kann sie ihre Maßnahmen repressiv/integrativ dosieren.

 

Das allerdings könnte Probleme an Putins “Heimatfront“ schaffen. Schon jetzt gilt die Nationalgarde als ausgedünnt.

 

Es wird spekuliert, dass es einen Neuen Verwaltungsbezirk Krim mit allen besetzten/annektierten Gebieten geben könnte. Dies hätte den „Vorteil“, dass an den alten Mythos des zaristischen Neurussland und die in Ru eindeutig positiv konnotierte Krim-Annexion von 2014 anknüpft und die Grenzen volativ sein können, bei einem relativ stabilen Kerngebiet.  Oblasti Luhansk, Donetzk, Cherson, und Zap als selbstständige Einheiten sind nirgends komplett erobert worden, ob es jemals gelingt fraglich, derzeit sind sogar weitere russische Verluste und Rückzüge wahrscheinlich, was optisch nicht so gut aussieht.

 

Auf jeden Fall werden die Gebiete 1:1 mit den ru Verwaltungsstrukturen überzogen, v.a. der Repressionsorgane, Rubel eingeführt werden. Vermutlich werden noch stärker Verwaltungs- und Repressionskräfte aus Ru zu geführt, da es sich jetzt um „Inlands“-Aufgaben handelt.

 

 

Mobilisierung

Die Spannungen in RA wegen der M-. und der Art der M. halten an. Auch Anschläge gegen Rekrutierungsbehörden Dessen ungeachtet, sollen die ersten Mobilisierten an der Front angekommen sein. Das melden mehrere ua Quellen. Die Neuankömmlinge sollen Verluste auffüllen. Ob und wie sie ausgebildet sind, ist unklar. Die von Schoigu versprochen Nachausbildung kann aber nicht stattgefunden haben. Busse-weise treffen auch Mobilisierte auf der Krim ein. Nach manchen Meldungen sollen sie dort ein Training durchlaufen. Man wird sehen, ob sie nicht direkt weitergeleitet werden.

 

Die UA wird nicht mit einer Gegenmobilisierung reagieren, sondern arbeitet mit ihren bisherigen Plänen, so ein Präsidentenberater.

 

Drohen Spannungen an der russische-georgischen Grenze?

Blogger zeigen Konvois, die angeblich ru Kriegsgerät an die georgische Grenze transportieren. Dort gibt es km lange Schlangen von ausreiseinteressierten Russen, v.a. solche, die den Armeedienst vermeiden wollen. Schon seit Tagen wird spekuliert, dass Ru durch einen Anausnahmezustand o.ä. die Grenzen, zumindest für Wehrfähigen schließen könnte.

 

Atomwaffenmonitoring

Die USA scheinen die Atomdrohungen der RF doch ernst zu nehmen, wie wiederholte US-Warnungen zeigen., jetzt soll die Überwachung und Beobachtung des ru Nuklearpotential, auch mit Hilfe der Verbündeten ausgeweitet werden. Bisher gibt es aber offenbar keine praktischen Vorbereitungshandlungen der RA.

 

Hybrid

Nach Recherchen der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg ist Europa war die Wintergasversorgung angeht hinreichend gerüstet. V.a. durch einen erheblichen Zuwachs von Flüssiggasankauf, der auch noch im nächsten Jahr anhalten wird.

Falls die Angriffe auf die Nordstreampipelines ru Sabotage sein sollten, würden sie nicht wirklich viel bewirken. Außer einem kurzfristigen Preisanstieg. Allerdings könnte es ein Warnsignal sein, dass andere Pipelines (Skandinavien-Polen z.B.) bedroht werden könnten.

 

Kriegsverbrechen

Nach Angaben der Nationalgarde haben sechs von 118 Soldaten der Nationalgarde, die am 11. 21 ausgetauscht wurden gesundheitliche „Komplikationen“ auf Grund von nach Explosionsverletzungen, Post-Gehirnerschütterungssyndrom und Gliedmaßenfrakturen. Andere leiden unter den Folgen von Unterernährung. Die bedürfen einer „langfristigen und umfassenden Behandlung“.

 

Die Zahl der in Charkiv gefundenen Opfer ist durch das Auffinden neuer Massengräber auf deutlich über 500, überwiegend Zivilisten, gewachsen.

Anschluss an Russland nur noch „technische Frage“ Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 27.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Putins Annexrede erwartet

Kevin allein zu Haus- in Panzerfrage

Angeblich ru Drohnenzentrum zerstört

Mobilisiert Orban gegen EU?

 

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie Vortage

Ua scheint etwas östlich des Oskil und Richtung Luhansk(Obl voranzukommen

Aber insgesamt eher verbissenes und vermutlich verlustreiches Kampfgeschehen

Angeblich soll nach ISW die UA ein Drohnenzentrum der RA in Cherson mit dutzenden von Opfern, auch iranischen Ausbildern getroffen haben. Die RA setzt diese zunehmend statt Raketen ein, weil sie Kosten sparen. Die UA hat vor einigen Tagen wegen des Drohnendeals, bei dem angeblich hunderte von Drohnen an Ra verkauft wurden, dem iranischen Botschafter die Akkreditierung entzogen und iran. Botschaftspersonal ausgewiesen.

 

Kevin allein zu Haus

Bei Plasberg sah der SPD-Generalsekretär ziemlich blass aus, als es um die Panzerlieferungen ging. Auch international scheint Deutschland in dieser Frage zunehmend allein dazustehen. Das Major-Argument, irgendwann seien die sowjetischen Panzer aufgebraucht, und dann müsse sowieso geliefert werden, ist eigentlich zwingend.

 

Mobilisierung

Wenn die besetzten Gebiete nach Russland angeschlossen werden, gibt es die “legale“ Möglichkeit „ehemalige“ Ukrainer als Wehrpflichtige einzuziehen oder im Rahmen der Mobilisierung zu rekrutieren. Vermutlich im Vorgriff darauf, werden schon jetzt die Grenze in Cherson und Zaporischja für Wehrpflichtige geschlossen.

 

Putins Abstimmungs-Show

Angesichts angebliche hoher Wahlbeteiligung im Donbas und Zaporischschja, hält man in Moskau das „R“ für wirksam und erwartet ähnlich wie bei der Krimannexion 2014 zeitnah eine Ansprache Putins. Ein Besatzungsoffizieller sprach davon, dass der Beitritt zu Ru nur noch eine „technische“ Frage sei.

 

AKW-Zap

Nach ru Quellen ist Ru bereit für Gepräche über Sicherheitszone. Angeblich spitze sich die Lage erneut zu, da AKW-Techniker wegen des drohenden Anschlusses von Zap an Russland, die Region verlassen wollen.

 

Hybrid

Laut Ru Quelle will Ungarns Orban Volksabstimmung zu Sanktionen

 

UA droht Treibstoffknappheit in Sekundärfolge Folge des EU-Ölambargos

 

Sanktionen- Lex Schröder

Bundesrepublik will EU-Regel, die Bürgern hohe Ämter in ru Staatsfirmen untersagt

Rekruten direkt an die Front? Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 26.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Offenbar schickt Russland Rekruten ohne Ausbildung an die Front

Ethnische Spannungen auf Grund rassistischer Rekrutierung

Putins Show zeigt Folgen der völkerrechtswidrigen Entukrainisierung

Gemetzel in Cherson?

Zahl der Anschläge steigt offenbar

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie Vortage, RA feuert aus allen Rohren

UA Angriffe auf Militärinfrastruktur gehen weiter

UA soll gewisse Gebietsfortschritte östlich des Oskils machen, wohl auch um Liman komplett zu umzingeln

Dagegen gibt es eine dramatische Reportage der NYT über die Region Cherson. Dort sollen die Verluste der UA sehr hoch sein, berichtet wird von 50 Toten bei Offensivangriffen innerhalb weniger Stunden. Wegen der Offensivankündigung soll die RA viele gut ausgebildete Truppen und viele Material dorthin verlagert haben (ähnlich im Spiegel). Die RA soll effektive Schützengräben, sogar für Panzer dort ausgehoben haben.

 

Mobilisierung

Allem Anschein nach, scheut sich die UA nicht, Rekruten ohne (Zusatz) Ausbildung direkt an die Front zu schicken. Mehrfache Indizien deuten darauf hin, dass frontnahe Einheiten schnell ergänzt werden sollen. Das ISW bleibt dennoch dabei, dass die M. keinen entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf hätte.

 

In Ru soll es, wie schon seit Beginn des Krieges vereinzelt Brandanschläge auf Rekrutierungsbüros geben.

 

Ethische Spannungen

Immer wieder kam und kommt es zu ethnischen Spannungen in RU, weil die RA überproportional in den nicht russischen Regionen wildert. So kam es schon früher zu Protesten bei den Buriaten, wo bis zu 20% von Dorfbevölkerungen rekrutiert worden sein sollen. Proteste finden derzeit nicht zufällig in Dagestan statt. Auf der Krim soll die RA versucht haben, möglichst viele der  Ru-kritischen tatarischen Männer einzuziehen. Russlands Strategie ist in mehrfacher Hinsicht rassistisch, wie auch schon die Entukrainisierungspolitik in den besetzten Gebieten zeigt.  

 

 

Putins Abstimmungsshow

 

Russische Staatsnahe Medien verkünden hohen Wahlbeteiligungen. Um die 77% im Donbas, über 50% in Zaporischschja und 48,9% in Cherson. Wenn wir die Zahlen einmal ernst nehmen zeigen sie v.a. eins. Putin hat so viele pro ukrainische Bürger vertrieben, dass der Rest loyal oder zumindest angepasst ist. Das wäre ein Eingeständnis- leider auch ein gewisser Erfolg- seiner angestrebten Entukrainisierungsstrategie, bei der alle pro ukrainischen Personen zu Nazis erklärt wurden, und auf die eine oder andere Art unschädlich gemacht werden sollten. Die Abstimmungshow zeigt die völkerrechtswidrige Vernichtung der ukrainischen Identität.

 

In Zap sind 75% der Bevölkerung geflohen, in Luhansk deutlich mehr als die Hälfte, etc.

 

Jenseits dieses Befundes hat die Zahl der grotesten Manipulierungen zu genommen. In einem Ort in Luhansk wurde in Luftschutzekellern gewählt, nachdem Luftalarm ausgegeben wurde.

 

Anschläge

Die Attacken auf Wahllokale halten sich bisher in Grenzen, vermutlich auch um die Bevölkerung nicht zu gefährden. Aber es gibt sie. Im Donbas wurde eine Schule getroffen, die als Wahllokal fungierte, in Luhansk weitere Wahllokale abgefackelt. In Cherson wurde ein ehemaliger prorussicher Abgeordneter in die Luft gesprengt. Auch in Melitopel explodierte ein Fahrzeug.

 

Die ukrainischen offizielle fordern die Bevölkerung auf, am Widerstand teilzunehmen und per Telegrammformular zu melden:

 

•Originalkzitat:  „Welche Informationen sind wichtig?

Die folgenden Informationen werden als sehr wichtig angesehen:

Gepanzerte Fahrzeuge des Feindes. Ort, Menge, Arten, Bewegungsrichtung. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Die Arbeitskraft des Feindes. Standort, genaue Anzahl, Arten von Waffen, wie sie sich verhalten, worüber sie sprechen usw. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Feindliche Luftfahrt. Standort, Flugzeugtypen, Anzahl, Richtungen und Flugplan über das Gebiet. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Ungewöhnliche und neuartige Antennen oder antennenähnliche Geräte. Auf Gebäuden montiert, auf dem Boden platziert, auf Autos platziert. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Lage der Positionen. Von wo aus unsere Gebiete bombardiert werden (gepanzerte Flugabwehrgeschütze, Laufartillerie, Flugabwehrfeuer), feindliche Befestigungen und Kontrollpunkte.“

Spannungen in Russischer Armee. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 25.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Interne Probleme in Ra dürften größer werden

Verluste der UA

Putins Abstimmungsshow immer absurder-Wahlkollaborateure müssen mit langen Hanfstrafen und Partisanenanschlag rechnen

 

 

Kriegsgeschehen

 

Scheint sich an den bekannten Orten derzeit weitgehend festgefressen zu haben, es sind keine größeren Geländegewinne der einen oder anderen Seite bekannt, sei es dass die Ua Kapazitäten limitiert sind, sei es dass die RA sich konsolidiert hat.

 

Die UA scheint mehr ru Flugzeuge abzuschießen, wegen der erhöhten Zahl der Agriffe oder eine besseren Luftabwehr ist offen.

 

Iranische Drohnen sind weiter eine Gefahr.

 

Gab es einen drohengestützten Chlorgasanschlag auf die UA in Cherson? Es gibt Hinweise in Regionalzeitung.

 

Laut ISW  soll die RA im Raum Cherson Kampfprobleme wegen des abgeschnittenen Nachschubes zu haben. Die NYT hatte berichtet, dass sich das ru Kommando aus Cherson zurückziehen wollte, Putin dies aber abgelehnt habe.

 

Seit mehreren Wochen gibt es bei westlichen Diensten Spekulationen, dass Putin sich immer mehr direkt in das militärischen Geschehen einmischt. Dabei soll auch Sein Verteidigungsminister übergangen werden, einem Nichtmilitär, den die Militärs angeblich nicht ernst nehmen. Einer der möglichen Spannungen im russischen Gefüge. Dass jetzt der Vizeverteidigungsminister, der für Logistik verantwortlich war, ausgewechselt wurde, ist ein Zeichen von wachsender Nervosität. Dass der Nachfolger der Bombardeur von Mariupol mit einschlägiger Syrienerfahrung ist, kein gutes Zeichen. Dass der Verteidigungsminister selbst wackelt und durch Leute wie den Wagner-Chef, ersetzt werden könnte, waren offenbar Spekulationen, die möglicherweise von unzufriedenen russischen Frontkommandeuren selbst angezettelt wurden.

 

Spaltpilze in russischen Armee

Mit der Massenmobilisierung kann die Ra zwar ihre numerischen Kräfte verstärken, aber dieWidersprüche werden damit nicht kleiner, sondern eher größer. Dass ist wohl auch Putin bewußt, deswegen hat er sdo lange gezögert, diesen Schritt zu gehen, deswegen wurden jetzt auch Rekrutierungsverantwortliche vom Verteidigungsministerium in einer Versammlung vergattert, die Regeln einzuhalten. Im Widerspruch dazu werden nach wie vor Quoten und Zeiten für die Rekrutierung vorgebenb, Säumige an den Pranger gestellt

 

Spannungen erwachsen aus:

 

-schlechte militärische Lage

-Kritik an Militärführung

-mangelnder Nachschub

-Bereitschaft zur Aufgaben bei einigen, höhere Stafandrohungn

-willkürliche Verlängerung der Vertragszeiten

-Rekrutierung von Mördern etc, unter herkömmlichen Militärs zumstritten

-Plünderungen und Bereicherungen umstritten (Diskussionen auf russischen chanels)

-mangelhafte Versorgung, auch mit Gerät

-Zwangsrekrutierung, selbst von Kriegsgefangenen (Olenivka)

-Rekrutierung im Rahmen der Mobilisierung von Menschen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, sogar von solchen, die gegen die Mob protestiert haben

-massenhafte Verletzung der Mobilisierungsregelungen

-Rekrutierung auch von Kindern aus der neuen Nomenklatura

-Einsatz von schlecht Ausgebildeten

 

 

50 Tote in der UA pro Tag

hat Selenskij eingeräumt, auf dem Höhepunkt der Kmäpfe in Luhansk waren es nicht zuletzt wegen Waffen-und Munitionsmagel bis zu 200.

 

Putins Showabstimmung wird immer mehr zu Farce

 

Es werden angeblich auch Personen ohne Pässe zugelassen

Es dürfen angeblich auch Personen für ihre Familienangehörigen abstimmen

In Ernegodar kontrollieren tschtschenischen Sicherheitskräften (OMON) den Wahlvorgang vor den Wohnungstüren

 

 

Laut anonymer TASS-Quelle soll der Anschluss am 30.9. erfolgen

 

Sowohl der UA Geheimdienst als auch Der Widerstand identifizieren namentlich UA Wahlhelfer-Kollaborateure. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft, Vermögensentzug bzw. Anschläge druch Partisanen.

 

 

AKW

Die Ukraine schlägt eine 30km Sicherheitszone vor. Das würde Nikopol einschließen, was sehr sinnvoll erscheint. Nikopol wird von der ru Dnjeprseite permanent beschossen, angeblich auch mit Drohnen. Die Gefahr von Gegenaktionen besteht auch.

RA kämpft mit iranischen Kamikazedrohnen. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 24.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Neue Taktik? RA kämpft mit iranischen Kamikazedrohnen.

Showmaster Putin bietet massiv Sicherheitskräfte zur Fälschung auf

Mobilisierung läuft partiell schneller, als vermutet

UA macht immer noch Fortschritte

Weitere Anzeichen für Folter bei ASOW-Häftlingen und in Charkiv

 

Verweigerung der Abstimmung durch ein ukrainisches Dorf.

 

Originaltext: „Wir, die Einwohner von Sniguriwka, haben uns heute zu einem Protest gegen die illegale Abhaltung eines Referendums in der Stadt Sniguriwka und den umliegenden Dörfern versammelt. Die Region Sniguriw war schon immer die Ukraine. War und wird die Ukraine sein. Wir wollten und werden nie der Russischen Föderation beitreten. Wir rufen die Einwohner von Sniguriwka und den umliegenden Dörfern, d. h. Sniguriwka OTG, auf, nicht zum Referendum zu gehen und sich nicht an der illegalen Abhaltung des Referendums zu beteiligen. Ruhm der Ukraine! - sagten die Bewohner. Früher berichtete der Verräter von Cherson Streymousov, dass die besetzenden "Behörden" einfach dumm beschlossen hätten, die besetzten Gebiete des Gebiets Mykolajiw mit den besetzten Gebieten des Gebiets Cherson zu verbinden. Aber wen interessiert die Meinung der Besatzer und ihrer Gauleiterhunde? Richtig, niemand.“

 

 

Kriegsgeschehen

 

Im Prinzip wie Vortage

 

UA macht immer noch langsame Fortschritte in Liman, Bakmut, Oskil/Ost, Cherson, es kann sein, dass UA schon im Liman eingedrungen ist

 

RA verstärkt Luftangriffe, die ist möglicherweise Teil der von Kadyrev angekündigten „neuen Taktik“, die auch von Militärs vor Ort gefordert worden war.

 

RA setzt verstärkt iranische Kamikaze Drohnen ein, die teilweise abgefangen werden, teilweise erheblichen Schaden anrichten. In diesem Zusammenhang dürfte Selenskijs Kritik an Israel zu sehen sein, das keine Luftabwehrwaffen liefere.

 

In Cherson ist es der RA gelungen eine Behelfsbrücke zu errichten, Transporte mit Kähnen und Transporthubschraubern gehen weiter, trotz UA Beschusses

 

 

Ru Mobilisierung

Es ist m.E. ein Fehler, wie das ISW es tut, nur auf die Probleme der Mobilisierung, die unbestreitbar sind, hinzuweisen. Es kann -wie auch schon gestern vermeldet- auch schnelle, relevante Teil “-erfolge“ geben.

-die ersten Rekruten sind in Beograd an der ru/ua Grenze eingetroffen

-in Tschetschenien sollen Rekruten nach 2 Monaten Schnellkurs einsatzbereit sein

-nach ua Informationen sollen Rekruten  in mehreren Wellen

1. Auffüllung von Kampfeinheiten 2. Ersatz von anderen z.B. FSB-Grenztruppen, (die dann frei für Kampfeinsätze wären) 3. Spezialisten, etc…

 

D.h. es gibt jede Menge Möglichkeiten schnell Kampfkräfte  zu verstärken, um einen Zusammenbruch der RA a la Charkiv zu verhindern und in den Winter zu kommen. M nächsten Jahr neues Spiel.

 

 

Die Show, die man nicht Referendum nennen sollte

läuft erwartungsgemäß

In Moskau, Grosny und vermutlich an anderen Orten finden Feste statt, die das Ereignissen, in ru Medien dito Hauptberichterstattungsthema

Zusätzlich zu dem in den drei Vortagen schon Vermeldeten

-Krimbewohner werden angeblich zur Abstimmung getrieben

-in Zaporischschja sind 75% der Bevölkerung geflohen, soviel zum Thema Repräsantativität

-Russland hat erhebliche Sicherheitskräfte aller Couleur aus Ru aufgeboten, um die Wahl abzusichern

-der ua Geheimdienst SBU hat allein in Zap mehrere 100 ua Wahlhelfer identifiziert, die mit Strafverfahren rechnen müssen, wenn sie in den ua Bereich kommen

-in zwei Dörfern boykottieren die Einwohner komplett das Ereignis

 

UA Repräsentativumfrage

 

Laut einer telefonischen Repräsentativumfrqage in Enegordar Anfang September sprachen sich 87% der Befragten dagegen aus, die Ukraine zu verlassen und Russland beizutreten, 6% - dafür, Russland zu verlassen und sich Russland anzuschließen, 7% - unentschlossen.

 

 

 

 

AKW

Die IAEA will angeblich Präsenz in Zap verstärken

 

Kriegsverbrechen

Es gibt inzwischen dramatische Fotos von rückgekehrten ASOW-Leuten, die offenbar vollkommen unterernährt, misshandelt traumatisiert wirken. Demnächst bei mir auf Facebook

 

Die Exhumierung in Charkiv/obl brachte weitere Beweise für Folter an Zivilisten zu Tage. 18 Folterkeller wurden im Oblast bisher gefunden.

Nennen wir es nicht Referendum! Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 23.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Weitere Manipulationen bei Putins Gesslerhut-Aktion

Militärexperten unterschätzen Mobilisierungsmöglichkeiten

Unmut über Gefangenenaustausch

Kriegsverbrechen an buriatischem Folterer?

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich Vortagen

ua- Vormarsch verlangsamt

 

Russische Armee räumt 2 Dörfer komplett, um Region östlich des Oskil besser verteidigen zu können, offenbar versucht sich RA in dieser Region „einzugraben“, d.h. neue Verteidigungsstellungen zu festigen

 

Raketeneinschlag in Svatove verwundet russischen General schwer

Anschläge im besetzten Luhansk

 

Kein wirklicher Durchbruch im Donbas

Bei Liman konnte UA teilweise vorrücken, RA in Liman in der Gefahr eingekesselt zu werden

Kämpfe um Bakmut gehen weiter

 

Im Raum Cherson halten Raketenangriffe auf Cherson-Stadt an. Es gibt unbestätigte Bloggermeldungen über UA Angriffe in der Nähe des Flughafens Cherson. Die UA hat mehrfach, russische Soldaten zum Aufgeben und Überlaufen aufgefordert

 

Gefahr durch Mobilisierung wird unterschätzt

Westliche Militärexperten betonen unisolo, dass die Massenmobilisierung schwierig sei, und daher nichts oder nichts auf schnelle Sicht bringe. Das stimmt zwar aufs Ganze (300 T/1 Mio) gesehen, aber nicht en Detail, da die RA auch schnelle Mobilisierungsmaßnahmen von kleineren Gruppen ergreifen kann, um Truppen aufzufüllen:

-die RA kann verhindern, dass die Rekruten jetzt am Ende ihrer Militärausbildung entlassen werden (derzeit mit Kadetten)

-die RA kann Spezialisten schnell rekrutieren, wie z.B. auf der Krim wo kampferprobte private Sicherheitskräfte eingezogen werden

-die RA kann „auf die Schnelle“ Kanonenfutter oder Hilfskräfte für Schanzarbeiten, Logistik organisieren, indem sie brutal in den besetzten Gebieten „wildert“, genau das findet derzeit schon statt.

 

Bomben in besetzten Städten

In Donetzk und Melitopel haben nach ru Angaben ua Bomben Menschen getötet. Es gibt dramatische Fotos von Toten. Die UA hält dies für fakes, die Stimmung für das „Referendum“ erzeugen sollen. Ähnlich hatten ja Bombenattentate den zweien tschetschenischen Krieg legitimiert.

 

Besetzte Gebiete

Die Ausreise aus besetzen Gebieten wird erschwert, da Checkpoints wegen Beschuss vorübergehend geschlossen werden müssen (Luhansk) bzw. die Kontrollen schärfer werden. In Zap dürfen keine wehrpflichtigen Männer mehr ausreisen, die Flucht über Krim und Georgien wird von der UA empfohlen.

 

Nennen wir es nicht Referendum!

Was da ab heute stattfinden soll, verdient nicht im Ansatz diesen Namen, weil jegliche Repräsentativität von Anfang an nicht gegeben ist. (S. h-und-g.info vom 21.9.)

Es werden weitere mögliche Details bekannt:

-angebliche dürfen Minderjährige in Begleitung der Eltern mitstimmen

-angeblich dürfen nach Russland Geflüchtete mitstimmen, es soll in den Flüchtlingsregionen Wahllokale geben

-angeblich wird in mehreren Orten der Bevölkerung verboten, den Ort zu verlassen

-angeblich können Bürger auch an anderen Orten abstimmen, und sich sofort in die Liste eintragen lassen

-angeblich können auch Bürger mit Behelfspapieren sofort wählen

-angeblich sind die Wahlzettel nicht in Hinblick auf Wahlfälschungen (zusätzliche Zettel) markierbar

Usw.

 

Mit anderen Worten. Es ist eine reine Propagandashow und ein Mittel der politisch-sozialen Kontrolle

 

Widerstand ist gegen die Wahl zu erwarten.

Es soll Schwierigkeiten geben, genügend Wahlhelfer zu gewinnen. In einzigen Orten werden die Bürger aufgefordert, nicht in Wahllokale zu gehen (Anschläge sind zu erwarten) sich zu Hause zu verstecken, aber sich nicht zu gefährden.

 

 

Gefangenenaustausch

 

Es herrscht unter ru Kämpfern Unmut über den Gefangenenaustausch, insbesondere von ASOW-Gefangenen.

 

Kadyrev schreibt: „Extrem unzufrieden mit dem gestrigen Austausch. Auch die ganze Situation ist für mich unverständlich“ : Er erinnert, dass seien Leute bei der Eroberung von ASOW-Stahl gestoben sind und erklärt als Konsequenz, dass seine Soldaten in Zukunft keine Gefangenen mehr machen werden.

Also erneute Ankündigung von Kriegsverbrechen durch Kadyrev.

 

AKW-Zap

Auch wenn der IAEA-Chef am Rande der UN-VV Verhandlungen mit beiden Seiten aufgenommen hat, die Lage bleibt brisant. Nikopol gegenüber wird heftig beschossen (und wehrt sich). Es gibt-freilich nicht datierbare- Bilder in den soz Medien, die ua Spezialkräfte in Energodar, der Gemeinde am AKW zeigen. Es kann also jeder Zeit Rückschläge geben.

 

Armeewillkür?

UA sozmedien berichten, dass der buriatische Soldat, der einen Ua Soldaten lebend kastriert haben soll, bei der Rückeroberung in Charkiv entsprechend „Kriegsrecht“ getötet worden sein soll. Das sieht eher nach spontanem Schnellgericht aus. Die UA muss m.E. aufpassen, dass ihr derartige wie auch die Partisanenaktionen nicht aus dem Ruder laufen.

Wegen technischer Probleme später und unvollständig, sorry

Referendum

 

Was hat Putin davon?

Scheinerfolg. Heim ins Reich von ehem. russischem Gebiet

Scheinkonsolidierung der besetzen Gebiete, aus denen in den letzten Tagen Besatzer-Zivilisten und Besatzer flohen

Mobilisierung für das Referendum in den besetzten Gebieten z.B. durch Südjugend u.ä, Organisationen

administrative Einbindung in die RF mit entsprechender Unterordnung der Verwaltung, insbesondere der Repressionsorgane unter die Zentrale in Moskau (Repressionswelle ist bereit angekündigt)

Entsendemöglichkeit von Nationalgarde u.a. russischen Beamten, da sie nun innerhalb der RF eingesetzt werden, nicht im Ausland

Angriffe und Rückeroberung durch UA können als Angriff auf russisches Territorium interpretiert werden.

Damit kann propagandistisch die russische Bevölkerung zur Verteidigung mobilisiert werden.

Damit kann eine Eskalation bis zu Nuklearwaffen legitimiert werden (Medwedew hatte dies schon vor Monaten angekündigt)

Damit können „Kriegs“-Maßnahmen legitimiert werden, wie die Teilmobilisierung und die Verschärfung des Strafrechtes

Damit können innenpolitische Restriktionen/Repressionen legitimiert werden, wenn die Verteidigung der Heimat in Gefahr ist.

 

 

Was ist daran problematisch?

Es ist ein völker- und staatsrechtswidriger Eingriff in das UA Staatsgebiet

Putin hat keinen der 4  Oblasti komplett, allenfalls Luhansk fast unter Kontrolle

Für ein Referendum fehl die Rechtsgrundlage nach UA Recht

Ein Großer Teil der Menschen sind aus diesen Gebieten geflüchtet oder verschleppt, teilweise über 50%

Zurück blieben v.a. Alte, Kranke, Immobile, die auf Hilfe auch der Besatzer angewiesen sind, auch ,pro russische Personen

Manche wurden auch durch Vergünstigungen, wie Karrieresprünge oder Einnahmen auf krummen Geschäften „gekauft“

Es wurden bereits russische Familienmitglieder von Besatzern angesiedelt

Wer in den Wahllisten steht, ist vollkommen unklar, möglicherweise ohnehin nur die, die sich für Pässe, Renten, Eigentum, Gewerbe, etc. haben registrieren haben lassen und damit eine tendenziell proruss, zumindest pragmatische Haltung eingestanden haben

ob explizit pro ukrainische Personen gestrichen wurden, ist nicht bekannt, aber zu vermuten. Derartiges waren klassische Methoden des Wahlbetruges in der DDR, nach Überprüfung durch die Stasi. Einen ähnlichen Sinn dürften die FSB-Filtrierungen haben

Die Bevölkerung ist extrem unter Druck bis hin zur Verhaftungs- und Lebensgefahr für Russland- oder Besatzerkritische Personen und durch Besatzerwillkür (auch unpolitische, dem Eigennutz dienende) eingeschüchtert.

das Referendum wird vermutlich an mehreren Tagen auf dem Wege einer Haus zu Haus Befragung durchgeführt. Das erhöht das Drohpotential und kann zudem zu weitere Totalbevölkerungsüberprüfung missbraucht werden, auch zu Gefangenenname von Russland-kritischen und potentiell Wehrfähigen führen.

Das Referendum ist nicht mal ein Scheinreferendum. Es ist gar nichts außer einem schlechten Bluff und einer Maßnahme zur sozialen Kontrolle.

 

Putins halber totaler Krieg

Putin wählt den Mittelweg zwischen seinem Versprechen, keine Rekruten einzuziehen und der Forderung der hardliner, die Massenmobilisierung auszurufen, gegangen. Er beruft sich in der ungewöhnlich knappen Begründung auf das Militär und die Sicherung der Heimat.

Ingesamt handelt es sich aber um Maßnahmen, Russland zunehmend ín den Kriegszustand zu bringen.

Auch die Wirtschaft soll mehr auf die Bedürfnisse des militärisch-industriellen Komplexes ein gestellt werden.

Das Strafgesetzbuch wird um Kategorien für Krieg und Ausnahmezustand, die strafverschärfend z.B. bei Desertierung wirken können ergänzt.

 

Mobilisierungsmaßnahmen

Russland unternimmt weitere Anstrengungen, um mehr Soldaten für den Krieg zu mobilisieren:

Rekruten von Petersburg sind nach Beograd verlegt worden

Auch aus Syrien wurden offenbar Fallschirmspronspringer in die UA verlagert gen

Angeblich werden Spezialtruppen von Bakmut nach Luhansk verlagert, offenbar um die UA Erfolge dort einzudämmen, was aber auf Kosten der Offensivversuche in B. gehen dürfte

6000 Häftlinge bei Wagnersöldnern

Kriegsgeschehen

im Prinzip wie Voei rtage

kleine ua Gewinne in Nordwest Luhansk

um Liman wird weiter gekämpft, UA versucht durch Eroberung  von Dörfern rundherum, L. einzukreisen, Blogger erhoffen ru Rückzug

Kämpfe Bakmut, Cherson, wie gehabt

 

 

hybrid

Mehrere Staaten steigen aus dem russischen MIR-Kartenzahlsystem aus, Armenien, Vietnam, u.a. Ein Mißerfolg von Russland, die swiftblockade zu durchbrechen

 

Kinder

2000 Kinder wurden nach ua Angaben nach Ru entführt, fast 400  starben in Folge des Krieges

Wagner-Datenbank gehackt? Ukraine Monitoring vom 20.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

171 Stunden vor dem Gau?

Wagner Personendatenbank gehackt?

UA erst im Vorhof von Luhansk

Pugatschowa: gutes timing und genial auf den Punkt

 

Kriegslage

Ähnlich Vortage

Unklar die Lage östlich des Oskil in Charkiv. Ru Quellen behauptetn der Osten von Kupjansk sei nach wie vor in ihren Händen nur unter Beschluss. Gleichzeitig heißt es, nur ein Ort ca 20km weiter östlich sei noch sicher.

Meldungen über einen Vormarsch in Luhansk im osten sind übertrieben. Die UA ist bestenfalls an der Eingangstür von L. Dort wurde ein Ort erobert. Von manchen Kanälen vermeldete Kämpfe in Lyssychansk erwiesen sich als fake. Auch der ehemalige Gouverneur mahnt zur Geduld.

Auf den wichtigen Eisenbahnknoten Liman erfolgt offenbar ein UA Sturm von zwei Seiten.

In Bakmut kämpft die Ra offenbar verbissen um minimale Erfolge.

Im Raum Cherson angeblich „stabile Front“, was immer das heißt.

Trotz relativen Stillstandes geht der Beschuss unvermindert weiter, allein Nikopol/Zap wurde in der Nach 100 mal mit Granaten beschossen.

Hacker-Coup gegen Wagner-Söldner

Angeblich haben Ukrainer den Computer der Wagner-Söldner mit den Personaldaten gehackt. Bluff oder echt?

AKW. 171 Stunden vor dem Gau. Putin jenseits von gut, nur....

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/akw-zaporischschja

Wenn man das Interview mit dem Chef der Energiebehörde der UA liest und nachrechnet, wird deutlich, wie nah die Welt am Gau war. Wie fragil die Sicherheitslage ist,zeigt nach einigen Tagen der Stabilisierung der erneute Beschuss, bei dem eine Leitung beschädigt worden sein soll.

Der Beschuss in der Nähe eines AKW westlich von Mykolaev zeigt, dass Putins Armee nichts aus Tschernobyll gelernt hat.

Auch wenn wir nicht wissen, was genau, die IAEO erwirkt hat, sie hatte etwas zum Positiven bewirkt, aber man kann Putin nicht trauen....

Partisanen

In Melitopel gibt es inzwischen so regelmäßig Explosionen, dass man schon von einer eigenen Front sprechen kann.

Besetzte/rückeroberte Gebiete

Die Zerstörungen z.B. in Izyum sind so stark, dass zwar die Elektrizität in absehbarer Zeit wiederhergestellt werden könnte, nicht aber die Gasversorgung vor dem Winter, Im Moment geht es um Minenräumungen und humanitäre Hilfe.

Soldatenaustausch

Offenbar einer der größen mit 200 Soldaten steht offenbar an.

hybrid

USA gegen Türkei. Die größe türk Bank setzt offenbar das russische MIR-Kartensystem aus, nach dem die T. von den USA unter Druck gesetzt wurde.

Es wird erwartet, dass durch das EU-Öl Embargo die Preise weiter steigen, die USA verkaufen weiter Öl aus der strategischen Reserve.

AfD schießt sich selber ab

Angeblich will eine AFD Delegation ins besetzte Ost-Donbas fahren. Wegen der humanitären Lage! Vielleicht will sie ja auch das Referendum beglaubigen.....wie es eingie einst auf der Krim traten.

Pugatschowa auf den Punkt, hatte ich gestern vergessen, sorry: Sie forderte "unsere Jungs nicht mehr für illusorische Ziele sterben". Und Russland nicht weiter zum Paria in der Welt gemacht werde.

Blufft Selenskji? Ukraine Monitoring vom 19.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Erfolge der Ukraine basieren auf Schwächen der Russischen Armee

Knapp am Gau vorbei

Erneut Tote im “Folterlager” Olenivka?

 

Kriegsgeschehen

im Prinzip ähnlich, aber

Es ist bestätigt, dass die UA östlich des Oskil-Flusses Fussgefasst hat. In Kupjask scheint die komplette Stadt mehr oder minder unter Kontrolle, damit auch der riesige Rangierbahnhof. Damit ist der Norsüdnachschub der RA definitiv gekappt.

Auch südlich des Bereiches, wo der Oskil eine Art See bildet, scheint die UA laut Bloggern den Oskil überquert zu haben. Damit hat die UA jetzt einen breiten Streifen zwischen Charkiv und dem Donbas unter Kontrolle.

Allerdings sind die wichtigsten Blocker (z.B. Liman) Richtung Donbas nach wie vor nicht eingenommen, auch wenn es Fortschritte geben soll. In Svatove soll es einen Raketeneinschlag gegeben, dem 200 russischen Kräfte zum Opfer fielen. Wenn auch die Zahl ungewiss und vielleicht übertrieben sein dürfte, der Beschuss scheint stattgefunden zu haben. Es gibt auch Gerüchte über ein Vordringen auf die erst von 6 Wochen gefallende Stadt Lyssychansk. Angeblich wird bei der Raffinerie, westlich der Stadt gekämpft.

Verbissen die Lage weiterhin in Bakmaut und Donetz-Stadt. Angeblich (ISW-Angaben) soll es eine russischen Befehl geben, im Donbas keinesfalls zurückzuweichen.

Im Gebiet von Cherson westlich des Dnjepr gibt es vermutlich weiter langsame Fortschritte der UA, auch weil sich die RA, wie schon seit Tagen auf H-und-G.info vermutet, geordnet die Front sichern möchte, um nicht in Charkiver Verhältnisse zu kommen. Die Qualität der Ru Truppen soll dort sehr unterschiedlich sein. Erneut soll es einen Beschuss gegen Militärs in Charkiv gegeben haben. Der Präzisions-Beschuss vior zwei Tagen soll angeblich 100-200 militärische Opfer zur Folge gehabt haben.

Selenskjs Bluff?

Das Gesamtgeschehen zeigt, die UA hat bisher große Schwierigkeiten in echten Konfrontationen Erfolge zu erzielen. Insofern ist die Ankündigung Selenskjis, der eine großflächtige Rückeroberung ankündigt, ein Bluff. Die UA profiziert nach wie vor von den Schwächen der Russischen Armee, die sie geschickt ausnutzt. Allerdings könnte dieses Erfolgsrezept auch künftig aufgehen. Man weiß nur nicht, wann es passiert, weil die Frage, wann und wo das russische Militärystem jeweils zusammenbricht, kaum vorhersehbar ist.

Aber ganze russische Armeeteile stehen zunehmend auf tönernen Füßen. In West-Cherson, ist der Nachschub auf Grund der Brückenzerstörung knapp; der Nachschub von Norden aus Russland ist teilweise/ganz blockiert. Teile der RA sind fragwürdig rekrutiert (Häftlinge, Zwang, Täuschung, Finanzanreize, die oft nicht eingehalten werden), teilweise kurz bzw. Schlecht ausgebildet, werden als Kanonenfutter eingesetzt, die Führung ist dirigistisch, die Waffeensysteme sind den inzwischen eingesetzten westlichen technologisch oft unterlegen, etc.. Symtomatisch das der 3rd Army Corps, das nach Frobesangaben in Charkiv kuruzfristig in die Schlacht geworfen wurde, aber “dahinschmolz”. Auch das Regiment was in Butscha gewütet haben soll, ist angeblich weitgehend aufgribbelt und kaum mit regulären Soldaten auffüllbar. So gesehen, kann Selenskjs Prognose sich jeden Tag bewahrheiten. Nur, nichts Genaues weiß man nicht.

Partisanen machen weiter-Attacken und Psychokrieg

In Melitopel wurde ein Polizeiführer getötet. Eine ganze Liste mit über 100 kollaborierenden Polizisten wurde veröffentlicht. Jeder muss sich überlegen wo er steht, die Besatzer werden verunsichert. Angeblich halten sich aber kollaborierende Polizisten und andere bereit, wieder die Seiten zu wechseln, wenn die UA vorrückt. Ob wahr oder falsch, der psychologische Effekt der Partisanenangriffe ist nicht zu unterschätzen.

Mehr Menschen sterben durch Minen als durch militärische Angriffe

In Charkiw starben in den befreiten Gebieten 6 Zivilisten durch Minen

Russen schießen offenbar wahllos

Von russischem Territorium aus beschießt die RA weiterhin die kürzlich geräumten Gebiete. In Charkiv wurde eine Psychiatrie mit 600 Insassen beschossen. Beim Evakuierungsversuch starben 4 Mitarbeiter des Krankenhauspersonals.

Wiedereroberung von Trümmern

Die Ua schickt sich an, Orte in Luhansk zurückzuholen. u.a. Rubischne, was dieser Tage eigentlich Stadtjubiläum hätte. Der Industrieort von einst 60.ooo EW ist fast komplett zerstört. Der Aufbau des Lunhans wir dmindestens 10 Jahre dauern. Wir stehen vor “
geplünderte Kisten mit verbrannten Ziegeln, aber wir werden es fast von Grund auf neu aufbauen.” heißt es in einem Originalton

Erneut Tote im “Folterlager” Olevnika?

Angeblich gab es einen weiteren Terroranschlag/Beschuss, bei dem sechs ukrainische Kriegsgefangene verletzt und einer getötet wurden. Auf ähnliche Weise wurden vor wochen über 50 ASOW-Gefangene getötet. Die UN hatte immer noch keine Besichtigungsmöglichkeit, trotz angeblicher Zusagen von Russland.

 

Winterdrama kommt

über 700.000 Menschen sind ohne Strom, damit teilweise ohne Wasser und Heizung.Auch wenn weiterhin evakuiert wird, und viele vor auf dem Dorf sich mit Subsistenz durchwurschteln werden, das Winterdrama und Fluchtbewegungen sind vorhersehbar.

AKW-Zap -knapp am Gau vorbei

Wie nahe das AKW am worstcase vorbeischlidderte, zeigt das Interview einer ua Lokalzeitung mit dem Chef der ua Energiebehörde. Besser als die FAZ! Wird heute bei H-und-G.info eingestellt unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine

Das Interview zeigt auch den Zusammenhang mit den Kampfhandlungen rund um Nikopol, die Stromleitungen gehen da durch. Beschuss erfolgt aus der Nähe des AKW. Es bestätigt meine Auffassung: Waffenruhe sofort.

Kriegsverbrechen

Wenn es interessiert. Der Bericht zu Folter, Filtrierung, Verschleppung auf H-und-G.info, der schon vor einiger Zeit das Prinzip erklärte, das jetzt in Charkiv noch einmal deutlich wird. http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/folter-lager-deportation

Türkei wackelt. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 18.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Kriegsgeschehen

 

Türkei im Bündnis mit China und Russland

Partisanen setzen RA weiter zu

RA versucht neu Brücken zu bauen

Ruf nach internationaler Untersuchung und Tribunal

 

Kriegsgeschehen

 

kaum größere Veränderungen erkennbar

 

Die UA hat offenbar keinen Durchbruch im Norddonbas erreicht, die Kämpfe um Liman gehen weiter, angeblich haben die ru Truppen dort aber keinen Nachschub mehr.

Verfestigt haben sich Meldungen, wonach es der UA gelang, auf dem Ostufer des Oskilfusses Fußzu fassen, Meldungen, wonach sie bis Swatowe gelangt sei, was einen Zugang zum Oblast Luhansk eröffnen würde, können nicht bestätigt werden.

Ein wirklicher Durchbruch Richtung Donetzk ist also nciht auszumachen. Die RA verbeißt sich weiter in Bakmut und Donezk-City, um Putins Anordnung, das Donbas zu erobern, zu entsprechen.

In Cherson gibt es heftige Auseinandersetzungen in ca 50 kam nordwestlich von Cherson Stadt, die UA scheint leicht voranzurücken. Ungewöhnlicih sind Berichte, dass die RA in dieser Gegend ganze Dörfer evakuieren läßt. Der Sinn dieser Maßnahme ist unklar. Laut Bloggern hat sich die RA noch noch auf vier Orte von Norden bis Süden konzentriert. Die UA rellamiert für sich, die ganze Region unter Feuerkontrolle zu haben.

Einen erneuten Raketenangriff hat es auf militärische Einrichtungen in Cherson-Stadt gegeben. Angeblich gab es danach sogar Gefechte mit Partisanen. Manchen halten letzteres für ru Propaganda.

Die RA versucht mit brachialen Methoden Dnjeprübergänge wiederherzustellen. Eisenbahnwaggons und Tonnen von Schutt werden in den Fluss gekippt, um neue Ersatzübergänge zu schaffen. Im Süden von Cherson sollen Einwohner zu Zwangsarbeiten für Verkehrswege eingesetzt worden sein.

 

Erwartungsgemäß reagiert die RA auf ihre jüngsten Mißerfolgen mit verstärktem Beschuss. V.a. Die befreiten Gebiete von Charkiv wurden von Russland aus (!) mit Raketen beschossen, Charkiv lieg nur 20-30 km von der Grenze entfernt, Kramatorsk, die provisorische Hauptstadt von Donezk, etwa 100. Somit sind sie in Reichweise von S 300 Raketen, die eigentlich der Luftabwahr dienen, nun aber von russischem Territorium aus eingesetzt werden. Ob diese Schläge noch gezielt gegen Objekte gehen oder reine Racheakte gegen die ua Bevölkerung sind, ist schwer auszumachen. Faktisch läuft es auf dasgleiche hinaus. Putin hatte als Reaktion von die ua Erfolge von Charkiv indirekt derartige Angriffe angedroht. Teilweise vewrundbar bleibt die Ukraine auch gegen Cruise Missile Angriffe von der Schwarzmerrflotte, wo derzeit 4 Kriegsschiffe mit 36 CM lokalisiert wurden. Keineswegs alle CM können von der UA abgefangen werden, sie können jeden Ort in der UA erreichen, manche Orte sind sehr schlecht dagegen geschützt. Die Vorwarnzeiten v.a. Im Süden sind kurz.

 

Kadyrev und Wagner

Eine Aufwertung haben in den letzten Tagen, die wohl wichtigsten Exponenten von Söldnertruppen, erhalten. Der Chef der Wagner-Söldner trat in die Öffentlichkeit, Kadyrov präsentierte sich erst als Militär-Kritiker, dann als glühender Unterstützer von Putin. (s. Gestern). K. prahlt weiterhin, dass er neue Soldaten in die UA schickt. Falls es nicht ohnehin ein Bluff ist, deuten jüngste Meldugnen darauf hin, dass es eher Repressionstruppen sein könnten, (Verabschiedung durch Innenmin udn Polizeichef) die für Ordnung in und hinter den ru Truppen sorgen sollen. Die Hervorhebung der Söldnertruppen könnte auch eine stärkere Rolle bei einer modifzierten Kriegsführung hindeuten, die nach den ru Verlusten unausweichlich ist.

 

Partisanen

 

-attacken gehen weiter. Originell: Angeblich wurde die Golfausrüstung eines bekannten russischen Fernsehpropagandisten auf der Krim zerstört worden sein. Weniger symbolisch, aber logistisch relevant sind Sprengungen von Gleisen, die die Krim mit der Süd -UA verbinden und die hohe Relevanz für die Ru Logistik haben. Neben den unklaren Aktionen in Cherson auch wieder Angriffe auf Militärlager bei Melitopel.

Neben Atacken, wirkt der UA Widerstand auch mit psychologischen Mitteln. Tagelang wurde überall in Mariupol I mit zwei Punkten oder Y mit Kreide in de Stadt gemalt, als Zeichen des UA Widerstandes. In Luhansk werden entsprechende Plakate geklebt, Flugblätter und Karten verteilt, kolloborierenden Polizisten werden systematisch Räder in ihre Autos geschnitten. In Cherson und Luhansk gibt es jede Menge gelbblaue Graphity.

Die Besatzer reagieren nervös. Indizien sind verstärkte Repressionsmaßnhamen, Filtrierung, Hausdurchsuchungen. Aber auch die Abreise von Familienangehörigen, die seit der Rückeroberung des Oblast Charkiv deutlich zu genommen hat. Ob auch Verantwortliche Kollaborateure geflüchtet sind, ist umstritten, hier könnte es sich auch um fakenews der ua Seiten handeln, die die Gegenseite gezielt erunsichern wollen.

 

AKW Zap

Technisch gesehen, gibt es eine gewisse Konsoldidierung, durch Ersatzteile und Anschluss an das ua Netz. Aber es bleibt im Kriegsgebiet. Das benachbarte Nikopol wurde wieder heftig beschossen.

 

Kriegsverbrechen

Fast kann man sagen, “erwartungsgemäß” findet die UA und die Polizei immer neue “Folterkammern” in den rückeroberten Gebieten. Wie gestern auf H-und-G.info erläutert, gehören sie zum “normalen” Arsenal der RA.

Unklar ist immer noch, was aus dem größten “Folterlager” im Oblast, in Wovchanks ander ru Grenze geworden ist.

In deutschen Medien sind ua Äußerungen zu den Toten von Izyium offenbar falsch verstanden worden. Die Aussage, dass die meisten unter Gewalteinwirkung umgekommen seien, heißt nicht, dass sie durch Folter und willkürliche Einzeltötungen gestorben sind. Es macht die Sache nicht besser, aber ein großer Teil dürfte- so war das gemeint- Opfer von Kriegshandlungen sein.

Der Ruf nach internationaler Aufklärung durch die UN und einem internationalen Strafgericht zu derartigen mutmaßlichen Verbrechen werden international lauter.

 

Türkei wackelt

Die Ankündigung, dass sich die Türkei mit China und Russland in das wirtschafts- und sicherheitspolitische Staatenbündnis SCO begeben will, zeigt, dass die Türkei offenbar von der EU weg (richtig wundern kann einen das nicht), Richtung Asien orientiert. Die Türkei versucht seit Jahren aus den regionalen Konflikten Aufwertung zu gewinnen. Vermutlich hat diese Entscheidung primär mit wirtschaftlichen Erwägungen zu tun. Die Türkei würde von Seidenstraßenprojekten aller Art profitieren. Wirtschaftlich scheint die T. vom UA-Krieg derzeit ohnehin zu profitieren, es macht auch bei Sanktionen eine Schaukelpolitik. Demnächst wir in der Türkei ein AKW ans Netz gehen, was von Russland betrieben wird. Für einen Staat der in Europa die Nato-Ostflanke darstellt, alles befremdlich.

 

Kriegsverbrechen sind “normal”.  H-und-G.info Ukraine Monitoring vom  17.9. ca 6.00

 

Butscha und Izyum sind keine  Ausnahmen
Ambivalente Hilfe für AKW
Selbstjustiz oder legitimes Ziele- Tötung von Besatzungs-”Kollaborateuren”
Fehlerhafte Meldungen des ISW


Kriegsverlauf

Ähnlich wie Vortage

UA versucht nach unbestätigten Blogger-Angaben den Fluss Oskil, der die östliche Grenze von Charkiv markiert bei Kupjask zu überqueren und der RA weiter zuzusetzen. Wenn das gelänge, würde das eine neue Etappe einleiten...

In Liman, einem Schlüsselort im Norddonbas, verteidigt die RA nach nicht verzifizierten Bloggerangaben nach wie vor einen langen und breiten Streifen, der bis nach Lyssychansk geht. Die UA rückt zwar offenbar in Dörfern vor, scheint aber die Hauptmacht der RA nicht wirklich angekratzt zu haben. Dieser Block verhindert bisher eine weitere Rückeroberung im Doentzk und Luhansker Gebiet. Nach ua Angaben, versucht die RA ihre Truppen in diesem Bereich durch Reserven aus Russland sogar noch zu verstärken.

Im Bakmut/Donetzk gelingen der RA angeblich weitere kleinere Gebietsgewinne, wenn auch verlustreich.

Im Süden/Cherson  soll die UA der RA “zusetzen”, was immer das heißt. Angeblich werden demoralisierte ru Truppen in die Etappe geholt, durch Gehirnwäsche ideologisch aufgebaut udn dann zurückgeschickt.  Die Wiedergeburt des Politkomissars.

Kriegsführungsänderung?

Im Raum Charkiw reagiert die RA mit Rakten und Luftbeschuss, an anderen Fronten mit dauerhaften Beschuss vom Boden. Wer also nach der Offensive auf einen deutlichen Wandel gehofft hätte, sähe sich enttäuscht. Putins Devise heißt: Weiter so. Es dürfte vermutlich Bemühungen geben, die Luftaufklärung und Luftangriffe (gegen die Zivilbevölkerung) zu verstärken. Das war in den letzten Tagen in ru Militär Blogs  gefordert worden.

 

 

Kriegsverbrechen in Charkiv- nicht Butscha aber überall

So verständlich und richtig es ist, die Gräber von Izyum zu skandalisieren, der Krieg ist ein Skandal und dieser braucht Bilder, analytisch sind momentane Vergleiche problematisch und irgendwie auch naiv. Auch wenn wir noch wenig Genaues über I. wissen.

-in Butscha wurden einzelne Zivilisten in Quantitäten von der RA getötet, in Izyum scheinen viele durch Bomben- und Artillerieangriffe umgekommen zu sein. Das entspricht eher dem Szenario von Mariupol

-die Zahlen in Mariupol sind deutlich höher (die Stadt ja auch größer und wochenlang wurde belagert). Allein in Schauspielhaus vor genau 6 Monaten kamen bei einem Raktenangriff mehrere hundert, meist Freuen, Kinder, Alte ums Leben. Die genaue Zahl kann nicht ermittelt werden, weil die Besatzer bei “Aufräumarbeiten” die Spuren verwischten. In der ganzen Stadt sollen mehrere 10.000 Bewohner v.a. durch Raketen, Bomben und Artillerie umgekommen sein.

-Folterung und Tötung von Einzelpersonen und das Verschleppen und Einsperren gehören zur “normalen” russischen Kriegsführung und Besatzungspolitik. (leider manchmal ach der UA)  H-und-G.info hat das am Beispiel v.a. von Mariupol schon vor Monaten dokumentiert. Schon bei der Besetzung werden  Häuser durchsucht, v.a. Männer augespürt, festgenommen, “befragt”, gefoltert, manchmal dabei geötet. Der Übergang von “legalen” Kriegshandlungen zu  kriegsrechtswidrigen Praktiken ist fließend. Ein Teil der Handlungen wird noch von den kämpfenden Truppen, die Folgehandlungen von Spezialisten der Polizei, der Innenverwaltung, des FSB vorgenommen.

Es geht in der ersten Phase v.a. darum,
Soldaten zu identifizieren, ihnen militärischen Geheimnisse, wie Stellungen und Koordinaten zu “entlocken”. Später geht es um die Erzwingung von Kollaboration (bis hin zum militärischen Einsatz gegen die UA), die Bestrafung von mutmaßlichem Widerstand oder Mangel an Kooperationsbereitschaft. Im Rahmen von Filtrierungsaktionen in  besetzen Gebieten oder an Checkpoints, kann das letztlich Jeden treffen. Wer in so eine Maßnahme gerät, kann unbeschadet herauskommen oder für immer verschwinden, das liegt ganz in der Willkür der  ru Besatzer. Rechtsbeistand oder Rechtsmittel gibt es nicht.

Wenn die Welt nun erstaunt auf Izyum blickt, dann nur, weil wie sich bisher wenig mit den “normalen” Kriegsführungs- und Besatzungspraktiken der RA auseinandersetzt und diese dokumentieret hat. Auch in täglichenm Presseberichten in Deutschland tuschen diese Themen vergleichweise selten udn oberflächlich auf. Dabei ist es nicht schwer, derartige Informationen zu bekommen.

Ua Originalberichte von heute/gestern aus offiziellen Quellen

“In den vorübergehend eroberten Gebieten der Region Zaporischzhya: ...Die Besatzer und Kollaborateure drohen Menschen mit Inhaftierung, weil sie Vertreter der Widerstandsbewegung unterstützen, und Aktivisten drohen sie mit Zwangsdeportation in die selbsternannte Quasi- staatliche Einrichtungen im Gebiet der vorübergehend besetzten Regionen Donezk und Luhansk, wo solche Aktivitäten bestraft mit Tod werden. “

“⚫️In Cherson kamen Russen unter dem Deckmantel der Waffensuche und Dokumentenkontrolle in die Wohnung eines 72-jährigen Mannes. Der ältere Mann aus Cherson wurde gefoltert – er wurde mit einem heißen Eisen gefoltert und über das Ohr des Besitzers geschossen, dann wurde er in eine unbekannte Richtung weggebracht. ...⚫️In den Vororten von Cherson hat das russische Militär einen Anwohner gefangen genommen. Der Mann wurde von seinem Arbeitsplatz entführt, ihm eine Tasche über den Kopf gestülpt und in unbekannte Richtung gebracht. ....Die Besatzer erhängten einen Anwohner im Hof ​​seines eigenen Hauses. Die Russen erlaubten den Verwandten nicht, den Mann zu begraben, sie begruben ihn im Hof ​​des Hauses.”

Aussage einer Sanitäterin vor einer Menschenrechts-Kommission, über ihren Aufenthalt in Gefangenschaft und die russische Blockade von Mariupol:

▪️Unter den Gefangenen waren schwangere Frauen, deren Schicksal weder ihren Angehörigen noch dem Staat bekannt ist;
▪️Der Kämpfer, der drei Stunden lang geschlagen wurde, wurde in den Keller geworfen;
▪️Ein totes Kind in den Armen der Mutter;
▪️Ein siebenjähriger Junge mit einer Schusswunde starb in den Armen eines Sanitäters;
▪️Gefangene in ihren Zellen schrien und starben wochenlang ohne medizinische Hilfe unter Folter;
▪️Die Gefangenen wurden gezwungen, ihre Kleidung auszuziehen, bevor sie getötet wurden;
▪️Menschen sammelten Wasser aus Pfützen;
▪️Hunde schleiften menschliche Gliedmaßen durch den Garten. vorübergehend besetzten Melitopols zu gehen und sich umzusehen!

 

Legitimes Kriegsziel-Widerstand-Selbstjustiz-Rache-Mord?

Die Zahl der getöteten sogenannten “Kollaborateure”, also (ehemaliger) ua Staatsangehöriger, die die mehr oder minder verantwortlich mit den Ru Besatzern zusammenarbeiten, nimmt deutlich zu. Es war schon zu Beginn des Krieges klar, dass die RA auch nach Gebiets-Besetzungen mit dem Ukrainischen Widerstand zu kämpfen haben würden. Militärische und logistische Objekte sind primäre Ziele (letzter Tag zwei Explosionen in Melitopel, eine am Flughafen, eine an einem Depot). Der ua Widerstand ist inzwischen ein ernst zu nehmender Kriegsfaktor, der die Besatzer verunsichert und ihre Aktionen zumindest verlangsamt.

 

Es geht aber auch explizit gegen Einzelpersonen. Schon seit Wochen werden Biographien von sog. Kollaborateuren, insbesondere in der Region Mariupol veröffentlicht, z.B. mit persönlichen Daten, Foto und Wohn- bzw. Arbeitsort. Die Kollaborationsangaben sind manchmal vage, kaum überprüfbar. Die Schwelle zur Bennung von solchen Personen wird immer niedriger. In Mariupol werden heute auf diese Weise Schauspieler, Musiker und Theaterleute angeprangert, die heute an der Theaterpremiere in dem vor genau einem halben Jahr durch Bomben zerströrten Schauspielhaus teilnehmen. Zusatz ”Vergeltung ist nahe”. Was das im Einzelfall heißt, bleibt offen.

Bei vielen Aktionen ist nicht klar, wer sie verurscht hat. Auch ru Provokationen sind nicht ausgeschlossen. Auffällig ist aber die Aufzählung aus Widerstandsnahen Kreisen, wo von einem “Muster” die Rede bei jüngsten Aktionen ist.

-In Luhansk wurden der „Generalstaatsanwalt“ der „LPR“ und seine Stellvertreterin infolge der Explosion getötet
-das Büro des Leiters der Besatzungsverwaltung in Cherson wurde angegriffen;
-Der stellvertretende Leiter der Besatzungsverwaltung und seine Frau in Berdjansk, die die Kommission zur Vorbereitung des „Referendums“ leiteten, wurden getötet.

Alle drei Orte haben einen unterschiedlichen Status. Cherson ist faktisch noch Kriegsgebiet, der Treffer stammte vermutlich vom Militär; Luhansk ist schon vor dem Febraur 2022 besetzt gewesen; Berdyans ist nach dem Februar besetzt worden

Von offiz ukrainischer Seite werden derartige Anschläge meist dementiert, zumindest nicht als ua Anschläge bestätigt, Luhansk z. B. wird von machen als Maffia-Auseinandersetzung “bagatellsiert”.

Das Vorgehen des Widerstandes korrespondiert in gewisser Hinsicht (natürlich gibt es hier keine Todesstrafe) mit der offiziellen Politik der Ua gegen Kollaborateure, die immer wieder festgesetzt, und teilweise verurteilt werden (ca 5-15 Jahre). Gestern erst wurde der Interims-poliziechef im rückeroberten  Balakliia festgenommen. Auch der UA Staat senkt die Schwelle der Verfolgung ab. Jüngst wurden Ukrainer, die an Referendumvorbereitungen teilnehmen, als Kollobarateure eingestuft und potentiell bestraft. Unklar ist es bei Lehrern, die das russische Curriculum übernehmen. Diese müssen zumindest mit der Streichung ihrer Gehälter rechnen.

 

AKW_Zap. Ambivalente Signale

Laut einer Meldung wurden 25 t Ersatzgüter von ukrainischer Seite über einen ru Checkpoint in das AKW geliefert.  Dass klingt insofern ermutigend, da es offenbar Reste von Kooperationsbereitschaft zwischen der ua und der ru Seite gibt, die das AKW militärisch besetzt hat, während die UA es faktisch immer noch betreibt. Andererseits wurde auch Treibstoff geliefert, was ein Indiz ist, dass der Treibstoffvorrat für die Dieselgeneratoren, die die letzte Rerserve für die Kühlung sind, schon knapp geworden war. Das AKW war wegen des Ausfalls der anderen Systeme in der vergangen Zeit mehrfach in diesem Notmodus. Die Dieselreserve soll nur 7-10 Tage reichen. Beuruhigend ist auch die Kampftätigkeit im nahen Nikopol, das in den letzten 24 Stunden 90 mal von Russen beschossen wurde. -Insgesamt gilt, wie in den letzten Tagen berichtet- keine generelle Entwarnung-Waffenruhe sofort!

 

Hybrid

Selenski zeigt Pragmatismus russische Düngelmittellieferungen durch UA gegen Kriegsgefangene

Korruption
Dnjepro hat dem Oligarchen  Ihor Kolomoisky die Flughafenkonzession entzogen. Derzeit gibt es zwar keine zivilie Luftfahr in der UA, der Vorgang ist aber bedeutsam, weil er sich in verschiedene Maßnahmen zur Begrenzung des Oligarcheneinflusses in der Ua einreiht. K. Galt als Unterstützer von Selenskij, dieser Anfangs als dessen Marionette. Das Bild hat sich gewandelt.

 

 

Fehler beim ISW

Das ISW hat mehrere Fehler in der Miltärberichterstattung eingeräumt, im Wesentlichen falsche Lokalisierung von Kampforten. Es ist honorig, dass sie das einräumen und kein Grund für Häme. Die Rekonstruktion von Kriegsgeschehen in der UA unter den Bedingungen von Zensur und Propaganda ist und bliebt schwierig. Zwar gibt es unzählige Socialmediaquellen, aber deren Seriosiosität ist kaum überprüfbar. Man kann nur immer wieder abgleichen, überprüfen, manchmal nur auf die Plausibilität oder die bisher erwiesene Vertrauenswürdigkeit der Quellen setzen. Alles das sind Probleme mit denen H-und-G.info auch täglich zu kämpfen hat. Insofern eher Emphathie. Was mich allerdings manchmal irritiert, sind zu forsche Schlussfolgerungen bei minimalen Erkenntnissen. Man sollte noch vorsichtiger bei Schlussfolgerungen sein, bzw. legitime Spekulationen (das sind ja Prognosen über mögliche künftige Verläufe, die für proaktives Handeln unerläßlich sind)als solche kenntlich machen.

Was ist mit dem “Folterlager” in Vovtschansk? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 16.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der d

In der Ukraine gehen die Lichter aus. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 20.10.2022. ca. 6.30

 

UA Energieversorgung schwerer getroffen, als zunächst zugegeben. Beschuss Richtung Blackout geht weiter.

Putin führt (nun offiziell) Militärdiktatur in der besetzten Ukraine ein- das könnte auch auf Russland zurückschlagen und die Bürgerrechte weiter aushöhlen

Energiesparmaßnahmen und Stromsperren sollen Netz stabilisieren

Spekulationen um ru Abzug in Cherson

Ru erfindet Gründe, um Evakuierung propagandistisch umzumünzen.

Wahnsinn. In Energodar wird gekämpft und bombardiert

 

Kriegsgeschehen

Tendenziell ähnlich wir an Vortagen

 

Großangriff der Ukraine auf Großstadt Cherson-ein fake?

Die ru Besatzer in C legitimieren ihre Großevakuierungsaktion (angeblich 60.000), darunter auch die Besatzungsverwaltung mit einem angeblich geplanten Großangriff der UA auf Cherson-City. Ich mag etwas übersehen haben, aber davon ist mir nichts bekannt, die UA hat eher Vorbehalte ihre eigenen Städte zu bombardieren. Die UA-Seite befürchtet im Gegenteil einen ru Angriff, der der UA in die Schuhe geschoben wird. Ähnlich ist es mit Diskussionen um eine mögliche Sprengung des Dnjepr-Staudammes nördlich von Cherson, so sich beide Seiten verdächtigen, diesen zu sprengen. Dies würde nicht nur die Energieversorgung weiter beeinträchtigen, sondern auch eine große Flutwelle auslösen, die es der UA schwer machen würde, der RA bei einem eventuellen Rückzug zu folgen oder sie vom Westen des Dnjepr zu beschießen. Es ist, wie schon gestern formuliert, zu befürchten, dass der Rückzug, wenn er kommt, mit problematischen Kriegshandlungen gepaart ist, allein schon um die Niederlage der RA zu kaschieren.

 

Die Ukraine verdunkelt sich

Die UA Stromversorgung, ist, wie in H-und G-info schon seit längerem befürchtet, ärger getroffen, als zunächst zugegeben. Bei dem Klagen über den unmittelbaren Bomben-Terror gegen die Zivilbevölkerung wurde diese Gefahr lange unterschätzt.

Jetzt fehlt Strom v.a. in den Spitzenzeiten. Es scheint schwierig zu sein, dass Gesamtnetz zu stabilisieren. Die RA startet zwar derzeit keine Großangriffe mit Raketen und Drohnen mehr, zielt aber nach wie vor auf einzelne Kraft- und Umspannwerke und Leitungen. (auch im Westen!) Angeblich sind nur noch 3 AKW regulär am Netz. ( von vermutlich 5 Großkraftwerken). Diese könnten aber durch weiteren Beschuss der Zuleitungen (750 kV) lahm gelegt werden. Offenbar verfolgt Ru eine Salamitaktik und schneidet Stück für Stück von der Energieversorgung ab, um die UA vor Winterbeginn handlungsunfähig zu machen bzw. zu Verhandlungen zu zwingen.

Die UA reagiert einerseits mit Notmaßnahmen. Reparatur, Notstromaggregaten für sensible Einrichtungen, Warnungen an die Bevölkerung, sich mit Kerzen, Batterien, Wasser, etc. zu versorgen. Andererseits gibt es heute erstmal im Land komplette Powercuts, um die Spitzenlast am Morgen und Mittag abzufangen, wenn das nicht gelingt, wird die Stromsperre für die Bevölkerung bis zum Abend verlängert. Hinzu kommen Sparappelle, und Sparmaßnahmen wie die Einschränkung des Trolleybusverkehrs. Nachts wird die Straßenbeleuchtung minimiert, ohnehin müssen die Bürger ihre Fenster auf Aufforderung verdunkeln. Die UA verdunkelt sich.

Auch die Interneterreichbarkeit ist betroffen, sie liegt im Raum Kiev nur noch bei 86%.

 

Kriegsrecht- Militärdiktatur in besetzen Gebieten

Statt zu spekulieren, warum und wieso, im Kern wird bisheriges Unrecht „legalisiert“. dokumentiere ich, die Anordung nach einer UA Zeitung. Die möglichen strafrechtlichen Verschärfungen sind unklar, waren aber teilweise schon von der Duma für ganz RF beschlossen. Ohnehin werden sie in der Praxis überdehnt oder als Kriegshandlungen legitimiert.

 

Kriegsrecht bedeutet:

 

  • Militärische Depeschen- und Nachrichtenzensur einführen, Telefongespräche überwachen.

  • Festhalten von Bürgern und Fahrzeugen

  • Stärkung des Schutzes der öffentlichen Ordnung und des Schutzes militärischer, wichtiger staatlicher und besonderer Einrichtungen.

  • Möglichkeit Ausgangssperre einführen (den Bürgern verbieten, sich zu bestimmten Tageszeiten auf den Straßen und an anderen öffentlichen Orten aufzuhalten).

  • Verbieten oder beschränken der Ausreise von Bürgern außerhalb der Region.

  • Verwendung von Massenmedien zu Verteidigungszwecken.

  • Erlaubnis die Habseligkeiten, Wohnungen und Fahrzeuge der Bürger zu inspizieren

  • Beschlagnahme von Eigentum, das für Verteidigungszwecke von Organisationen und Bürgern notwendig ist

  • Einbeziehung der Bürger in die Durchführung von Arbeiten für Verteidigungszwecke, in die Wiederherstellung zerstörter Lebenserhaltungssysteme, Teilnahme an der Bekämpfung von Bränden

  • Organisieren Sie die Evakuierung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Objekten sowie die vorübergehende Umsiedlung von Bewohnern in sichere Gebiete.

Die gilt derzeit komplett nur für die 4 teilbesetzten Oblaste in der UA, kann aber auch auf ru teil oder komplett angewendet werden. Dies Gespräch, die in der Regel schon vorher Terrorwarnstufe hatten: Krim und Sewastopol, Krasnodar, Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kursk und Rostow

 

Kämpfe und Beschuss von Energoar

Unstrittig ist, dass E. beschossen und dort gekämpft wird. (Fotos) Das Stadtgebiet grenzt ca 3 bis 5 km Ausdehnung an die Stadt an. Totaler Wahnsinn!

Zieht sich RA aus Cherson zurück? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 19.10.2022. ca. 6.30

 

Signale aus Cherson

Wieviele Fronten? 2 plus 3

Ukraine vor Energie-Kollaps

Stadtflucht

Kämpfe am AKW-Zap mit Artillerie

Russifizierung der besetzen Gebiete

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortagen, aber „weniger“ Luftangriffe

Der Einschätzung von C. Masala kann zugestimmt werden, dass die UA Offensive (vorerst) zum Stillstand gekommen ist. Die Aussage nur neuen „belarussiche“ Front ist sicher nicht falsch, wenn auch (vermutlich bewusst) überpointiert. Was fehlt: Die Energie-Front. Man könnte auch noch die kleine, aber poltische brisante russische (Heimat)Front (Beograd) ergänzen.

Am Boden ähnliche Konfliktlinien wie in Vortagen.

In der Luft eher „gering-Routine“: 10 Raketenangriffe ( vondenen ca die Hälfte abgefangen wurde) 18 Flugzeugangriffe (Ein Abschuss) und mehr als 76 Multiraktetenwerfer. Regional Oblast Dnjepr entstand weiterer Schaden an Energie-Infrastruktur.

Belarussische „Front“

Das ist nur bedingt richtig, weil es keine unmittelbaren Kämpfe Belarus-UA gibt und beide Seite offenbar auch versuchen dies zu vermeiden. „Unverändert“ heißt es auch im Tagesbericht der Armee. Dessen ungeachtet nutzt Ru Belarus permanent zu Angriffen aller Art durch die Luft (H-und-G-Berichte in Vortagen), auch Drohnen. Die Massierung von gemischten Truppen in Grenznähe (einige tausend) und verdeckte Mobilisierung der BY-Armee können die UA aber nicht gleichgültig lassen. Sie müssen in der Region Truppen vorhalten. D.h. während die RA vielleicht ihre Front vielleicht reduziert, müsste die UA sie weiten.

 

Zieht Russland von der Region Cherson westlich der Djnepr ab?

Die Evakuierungsaufrufe der ru Besatzer werden alarmistischer, sie betreffen jetzt auch die östliche Dnjepr-Seite. Begründung Angriff der UA auf Cherson-Stadt droht. Und die RA würde freies Feld für Gegenmaßnahmen benötigen. Auf ua Seite wird die unterschiedlich interpretiert: Die Optimisten sehen darin ein Zeichen für den Teilabzug der RA aus Cherson, die Pessimisten ein Zeichen, dass die Militärpräsenz in den von Zivilisten geräumten Gegenden stärker wird.

Ebenso geben die Äußerungen der neuen Frontkommandeurs der RA Rätsel auf. Erstmals hat eine so hoher Militär „Schwierigkeiten“ auf Grund kontinuierlicher ua Angriffe eingeräumt und eine „schwere Entscheidung“ nicht ausgeschlossen. Das könnte auf eine Teilräumung von Cherson hindeuten, die von ru Militärs angeblich schon länger gefordert wird. Das könnte auch die Front begradigen, verkürzen und die militärischen Kräfte in Zap und Donbas stärken. Aber Vorsicht bei dem Mann. Er ist Spezialist für Luftangriffe und brutal. Es kann auch sein, dass er noch mal versucht richtig „reinzuhauen“.

Jubel für neuen Kommandeur bei ru Bloggern. Neue Ehrlichkeit gelobt. Die militärische Miniglasnost geht weiter.

 

Energie-Front-bedrohlicher als taktischer Atomschlag

Die ca 200 Luftschläge der letzten Tage, haben vermutlich 30% der Energieerzeugung/Übermittlung der UA tangiert. (teilweise repariert) Nach ru Angaben, sind über 1000 Gemeinden ohne Strom. Das aber ist nicht das Hauptproblem. Die RA hat mit diesen 200 Schlägen die UA-E-Infrastruktur „ausgetestet“, v.a. zuletzt die Zuleitungen und Umspannwerke von Großkraftwerken, wie dem AKW Zap. Noch mal dergleiche Anschlag mit mehr Wissen könnte zu Flächenblackouts führen, die die UA zum Wintereinbruch ins Chaos stürzen. Es wird spekuliert, ob das bald passiert, bevor die UA ihre Luftabwehr mit Hilfe des Westens verbessert. Die Zahl der Raketen und der Ru Drohnen ist zwar begrenzt und geht teilweise so zur Neige, dass Ru seine eigenen Verteidigungsfähigkeit aufs Spiel setzt. Noch einmal 200 Schläge oder sogar noch mehr, sind aber immer noch drin. Putin könnte dies auch als Druckmittel einsetzen, um vor dem Winter einen Waffenstillstand zu erzwingen, um seine Eroberungen zu sichern und aufztanken.

 

Besetzte Gebiete

Was die Annexion bedeutet, ist nach wie vor nicht ganz klar. Angeblich sollen Anfang November tausende von Verwaltungsmitarbeitern, wie jetzt schon Arbeiter aus Russland als “Aufbauhelfer“ in die Gebiete kommen. Allein in Mariupol wären das 30.000, damit eine starke Russifizierung zu Lasten der örtlichen Bevölkerung. Da allein das Wohnungsproblem wegen der Zerstörungen prekär ist, dürften die Einheimischen weiter verdrängt werden, unklar wohin, vermutlich ins gelobte Russland. Die völkerrechtswidrige Deukrainisierung geht also weiter. Was das administrativ bedeutet, ist offen. Mariupol befindet sich in einer Art Patenschaft mit St. Petersburg (analog zu anderen Regionen), aber auch zu Tschetschenien, das stark an der Eroberung beteiligt war. Mariupol wird damit teilweise zur Beute und Pfründe von Tschetschenen. Andererseits gibt es gerade Verhandlungen über einen Kulturaustausch. Das lässt hoffen, das sich in Mariupol endlich die traditionellen russischen Werte statt der ukrofaschistischen durchsetzen. Derweil wird die Jugend durch Rekrutierung von Jugendkorps weiter prämilitarisiert. Aus einer blühenden und weltoffenen multikulturellen Hafenstadt, soll eine putinistische Ameisenkommune werden. (Entschuldigung bei den Ameisen)

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

 

Die Schilderungen der 108 ausgetauschten ua Frauen sind erschütternd:

 

„Sie haben uns wie Tiere behandelt. Ich untertreibe: Auch Tiere verhalten sich nicht so. Sie schlugen mit Hämmern, befragten die Mädchen mit elektrischem Strom. ... Nicht einmal Hunde werden so gefüttert. Diejenigen, die tätowiert waren … denen wollten sie unsere Tätowierungen herausschneiden: Sie haben uns mit kochendem Wasser verbrüht, nur weil wir es sind, weil wir im Marine Corps sind, weil wir Ukrainisch sprechen“, sagte eine Soldatin der Ukrainischen Streitkräfte nach ihrer Freilassung aus.

 

Die ua Kritik an der Zurückhaltung des IRC hält an, sie würden indirekt die Ru unterstützen. Gestern kamen die IRC Leute nicht zu einem Treffen der UA an der Kontaktlinie.

 

Kollborateure

in Melitopel wurden 175 Kindergärtner/innen identifiziert und an die UA Behörden gemeldet. Ihnen wird vorgeworfen ihre Kinder bei Angriffen zu Anfang des Kriegs nicht in Sicherheit gebracht, sondern faktisch zugunsten der RA als menschliche Schutzschilder ausgesetzt zu haben. Es könnten mehrjährige Haftstrafen, Jobverlust und Enteignung drohen.

 

Kämpfe in der Nähe des AKW Zaporischschja- wie lange geht das noch „gut“

Kadyov hat „dankenswerter“ Weise zugegeben, dass seine OMON-Leute in der Gegend von Energodar -auch mit Artillerie kämpfen:

Originalzitat: „Unsere Kämpfer führen täglich Einsatz- und Kampfeinsätze in Wäldern und in an Industrieanlagen angrenzenden Gebieten durch. Im Laufe der Arbeit hat sich eine enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen etabliert. Zur Aufklärung am Boden werden Quadrokopter und UAVs für verschiedene Zwecke eingesetzt. Wenn feindliche Versetzungen erkannt werden, wird auch Artillerie zugeschaltet.“ Da es dort ua Partisanen gibt und die ua Seite immer wieder einräumt die Region ebenfalls zu beschießen, ist die Lage mehr als brisant.

Hinzu kommen die „routinemäßigen“ Belastungen für das größte AKW Europas: Stromausfall in Energodar, Beschuss der Überlandleitung, Notabschaltungen, Terror gegen ua Besatzung, erneute Entführung von Führungspersonal.

Wie lange geht das noch „gut“? Die internationale Zurückhaltung ist erstaunlich. Vielleicht sollte sich die grüne Jugend etwas mehr Gedanken über das AKW Zap als ein paar Monate Laufzeit von deutschen AKW machen!

Blackout durch Drohnenkrieg? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 18.10.2022. ca. 6.30

 

Drohnen nach Raketen bedrohen ua Energieinfrastruktur

Melitopel neue ru Militär-Drehscheibe nach Krimausfall

Kiew schlecht geschützt

 

 

Kriegsgeschehen

 

Am Boden weitgehend unverändert schreckllich

Die RA versucht weiterhin sich an kritischen Stellen wie in Luhansk und nordöstlich von Cherson „einzugraben“, um die Linie halten zu können. Sie macht dafür ganze Dörfer platt, klaut Baumaterial von der Bevölkerung und vermint. An manchen Stellen werden kleinere Offensiven gestartet. Im Moment aber wenig wirkliche Bewegung am Boden.

 

Zaporischschja neuer hotspot?

Zaporischschja könnte sich wie in ru Bloggs vorhergesagt zum neuen hotspot entwickeln. Das macht auch Sinn. Melitopel entwickelt sich derzeit offenbar zur militärischen Drehscheibe der RA für den ganzen Süden, nachdem der Nachschub über die Krim „schwächelt“. (Vorgestern konnten Wetterbedingt nicht die Fähren fahren, die die Kertschbrücke ersetzen und alles Schwere transportieren.) Zunehmend wird der Landweg von Ost über Mariupol, Melitopel bis nach Cherson im Westen genutzt. Derartige Militärbewegungen werden vom ua Widerstand oft genau und mit Ortsangaben an das Militär gemeldet. Die UA beschiesst nun offenbar massiv ru Militärschwerpunkte, es gibt Explosionen auch in Melitopel.

 

Eine kommt immer durch. Drohenschwärme auf Kiew

Eigentlich gibt es derzeit nur ein dominierendes Thema. Die iranischen Drohnen. Während nur knapp 10 Raketen abgeschossen wurden, flogen mehrere Dutzend Kamikaze-Drohnen auf ua Ziele, v.a. in Kiew. Auch wenn die UA angeblich ca 86% der Drohnen zerstört zu haben, kamen noch genügend an, um Schaden anzurichten. Ru Blogger bezweifeln ohnehin die hohen Abschussraten und feixen über die große Zahl von erfolgreichen Einschlägen. Die großen Drohnen fliegen teilweise in Schwärmen über hunderte km, sie fliegen für die Luftabwehr zu tief, sind aber (tagsüber) gut sichtbar und v.a. gut zu hören, weil sie einen Motorengeräusch wie ein Rasenmäher oder Moped haben. (Es gibt allerdings auch sehr kleine Modelle). In UA Medien zirkulieren Tips, wie man sich bei Drohnensichtung verhält, es gibt eine hotline, manche -auch Verkehrspolizisten versuchen, die Drohnen mit normalen Gewehren abzuschießen, elektronisch-Spezialisten versuchen ihren Flug zu destablisieren und sie durch Selbstentzündung in der Luft zu zerstören. Die Ua Waffenschmiede will eine Abwehrwaffe entwickelt haben.

 

Schwächen in der Luftabwehr

UA Blogger sagen offen, dass gerade Kiev eine schlechtere Luftabwehr hat, als die Städte in Nähe des Kriegsgebietes. Dnjepro wurde z.B. noch von keiner Drohen getroffen.

Droht Blackout nach Drohnenangriff?

Während in den Westmedien und bei westlichen Analysten der Terror gegen die Zivilbevölkerung hervorgehoben wird, geht es in Wirklichkeit v.a. gegen die Energieinfrastruktur. Während bei den Raketenangriffen eher mittlere Umspanneinrichtungen getroffen wurden, ging es diesmal auch gegen die 750 kv Leitungen, die mit den Großkraftwerken, wie dem AKP Zap verbunden sind. Diese werden daraufhin in den „Blackout“-Modus umgeschaltet, d.h. den Notbetrieb per Diesel als Inselanlage. Inzwischen fürchtet auch die u Energiebehörde die Chaotisierung des AKW-Netzes. Es wurde nach ru Quellen sogar (die???) eine Compter-Leitzentrale des ua Energieversorgers getroffen, die großflächig die Stromversorgung (Leitungen und Kraftwerkszu- und Abschaltungen) steuert, wenn man so will, das Gehirn der ua Energielogistik.

H-und-G.info hat schon mehrfach davor gewarnt, dass die RA derzeit zu Winterbeginn dabei ist, der UA das Licht auszuschalten, zumindest damit zu drohen und es auszutesten. In Folge würde Chaos und Migrationswellen, mit Beeinträchtigung auch von Anrainerstaaten wie Moldawien sein.

 

Menetkel? Absturz eines ru Militärflugzeuges

macht Furore. Es ist in der Nähe eines ru Militärflughafens am Asowschen Meer im russischen Kernland (Yeysk) explodiert, von wo aus Flugzeuge in die UA fliegen. Es gab mehrere Tote (6) und Verletzte, zumal das Flugzeug wohl in ein Wohnhaus stürzte. Russische Militärblogger werfen ganz offen kritische Fragen auf, warum das Flugzeug, das im Trainingseinsatz gewesen sein soll, scharfe Munition an Bord hatte, die offenbar explodiert sei. Vermutlich zielt man auf Schlamperei beim Training ab. Oder funktionieren die Chips aus den Küchenmaschinen nicht so gut? Jedenfalls: der Krieg schont Russland nicht mehr.

 

Planen Ukrainer Anschläge in Moskau?

Ominöse Sammelanzeigen gibt es für eine Aktion „Baumwolle in Moskau“. Baumwolle ist der Codename für Anschläge. Angeblich soll der UA Geheimdienst genannt sein. Explizit ist die Rede davon, dass dies eine Reaktion auf Angriffe auf UA Städte sei.

 

 

Besetzte Gebiete

Puschillin (DNR) gibt die Dauer der Übergangszeit für den Wiederaufbau bis zum 1. Januar 2026 geplant.Manches könne schneller gehen, schwieriger z.B. beim Wohnungsbau.

 

Kriegsverbrechen/humanitär

Es sind 108 Frauen ausgetauscht worden, darunter Frauen, die in ASOVstal im Bunker waren, wie von ru Bloggern mit Missgefallen registriert wird. Es soll eine 1:1 Austausch gewesen sein.

Starlink funkt weiter

 

USA und EU denken darüber nach, Starlink zu finanzieren.

 

Risikoeskalation: Tschetschenen im AKW- UA beschießt Energodar H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 17.10.2022. ca. 6.30

 

bewegter Stillstand

Kriegs in Russland II: Attacken mit hohem Reizpotential

100.000 $ Bounty

Energieversorgung geschwächt

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortagen, keine nennenswerten Gebietsgewinne erkennbar. Ru Militärblogger versuchen den Eindruck zu erwecken, dass die Krise Ende September insofern überwunden ist, dass die ru Defensive gestärkt ist und sogar kleinere Gegenoffensiven erfolgen. So z.B. in westlich von Kreminna/Luhansk, was vor 2-3 Wochen schon fast als gefallen galt. Auf der anderen Seite gelingt es der UA offenbar, einen Durchbruch der RA bei Bakmut zu verhindern, wenn auch wohl nur unter Mühen.

Wie schon mehrfach erklärt, ist es manchmal schwer zu verstehen, warum an Orten, die von einer Seite „erobert“ wurden, Tage später von Kämpfen zur Eroberung die Rede ist. Des Rätsels Lösung besteht in der Länge der Front, so dass Abschnitte lückenhaft oder wenig besetzt sind. In diese kann die jeweilige Gegenseite gelegentlich eindringen, ohne sie halten bzw. in der Breite konsolidieren zu können. Das Resultat ist ähnlich wie bei der Springprozession, allerdings nicht so lustig, es ist eine Art Stellungskrieg mit Bewegung.

 

Verluste

angeblich hat die RA 6mal mehr Verluste an Personal als die UA. Was nicht heißt, dass die Zahl auf ua Seite gering ist.

 

 

Ru Raketenbeschuss

eher gering, aber nach wie vor auch gegen Energieinfrastruktur

 

Krieg in Russland II Fortsetzung von gestern

Täglich gibt es Explosionen in der Region Beograd, erst wieder am Flughafen und in einem Depot. Die UA sagt dazu offiziell nichts. (Der Außenminister soll sich vor einigen Tagen bei einem fake-Anruf der zwei berüchtigten ru Commedians, die offenbar vom 'Geheimdienst untersützt werden, verplappert haben:). Derartige Angriffe in der Gegend, die teilweise ein einziges Militärlager für den UA-Krieg ist, ist nachvollziehbar. Aber sind Kriegshandlungen auf russischem Kerngebiet. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass Putin darauf reagiert (reagieren muss). Möglicherweise werden auch Nato-Granaten/Raketen präsentiert. Ähnliches passiert es an anderen Stellen, wo Natomunition präsentiert sind

Angriffe auf russische Kernland wurde mehrfach als rote Line bezeichnet.

 

Belarus

Wird immer mehr militärisch abhängig von RU, bzw. Teil der Ru Militärs. Neben den vor einigen Tagen berichteten Indizien, verdichtet sich das Bild.

-Gemeinsames Kommando

-gemeinsame Truppenteile in Grenznähe

-Ausrufung eines Status gegen Terrorgefahr

-Aufrüstung des Zivilschutzes

-erneute Lieferung von Panzern

Dennoch sieht die Ua derzeit keine Anzeichen für eine Belarussische Invasion, sondern geht davon aus, dass mit dem BY Drohpotential die UA in Grenznähe gebunden werden soll. (bei anderen Kriegskonstellationen könnte sich das ändern) Nicht zu vergessen ist auch, dass BY quasi die Nato-Außengrenze von Putins Einflussgebiet ist. Putin hat seine konventionelle Verteidigungsfähigkeit gegenüber der Nato durch den Ukraine-Krieg geschwächt, was die „Belarussische Front“ nun kompensieren muss.

 

 

Tschetschenen im AKW-UA beschießt Energodar- Risikoeskalation

Wer (wie H-und-G.info auch) auf eine Entspannung am AKW auf Grund er IAEA-Initiativen erwartet hatte, sieht sich getäuscht. Es wird schlimmer. Wie berichtet, operieren Kadyrevs Leute in Energodar und sind nach neuesten Informationen sogar in Teilen des AKW stationiert. Die Ru Seite rüstet auf, weil man eine angebliche Eroberung durch Amphibiengruppen über den Dnjepr befürchet.

Andererseits hat die UA öffentlich eingeräumt, die Stadt Energodar zu beschießen! Mit Präzisionswafffen und nicht das AKW, heißt es! Das ist Augenauswischerei. Energodar ist nur ungefähr 3 mal 5 km groß und geht in den AKW-Komplex über. In der Stadt operieren auch Partisanen.

Die Sache verschlimmert sich auch dadurch, dass die Besatzer versuchen, das AKW auf das russische System umzupolen. Das bringt für das tyrannisierte ua Personal zusätzliche Herausforderungen und Risiken.

Das Gesamtrisiko, dass v.a. die Kühlsysteme ganz ausfallen könnten, steigt mit jedem Unsicherheitsfaktor und diese nehmen offenbar zu nicht ab!

 

Hybrid. Entergieversorgung geschwächt

Indirekt hat die UA Regierung eingeräumt, dass die ru Raketenangriffe einen nachhaltigen Schaden bei der Stromversorgung angerichtet hat. Die Stabilisierung sei u.a. durch freiwillige Senkung des Stromverbrauchs durch die Nutzer um 10% ermöglicht worden. Dies dürfte also dem Defizit entsprechen, was kurz nach dem Angriff noch 30% betrug. In H-und-G.info wurde schon öfter vermutet, dass das erst ein Testlauf für die RA war, der UA (Richtung Winter) das Licht auszudrehen. In Kombination mit Angriffen auf die Zivilbevölkerung wäre das verheerend.

 

Wer will sich einen 100.000 $ Bounty verdienen?

Diese Summe Kopfgeld hat die UA Regierung auf den Kopf des Russischen Scharfmachers Igor Girkin ausgeschrieben. Girkin der Held der Donbaseroberung von 2014, hat Putin lange für zu lasches Eingreifen kritisiert, war deswegen wohl sogar einige Zeit aus dem Verkehr genommen worden. Mit der neuen Strategie war es ihm aber offenbar möglich als ein stellvertretender Kommandeur an die Front zu gehen. Er betreibt auch wieder seinen aufputschenden Channel. Girkin ist Symbolfigur, dürfte extrem viel wissen und wäre, lebend gefangen, ein ideales Austausch-“Objekt“ für komplizierte Fälle.

Krieg in Russland. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 16.10.2022. ca. 6.30

Der Krieg ist schon lange in Russland angekommen

Waffenstillstand zwischen Militärbloggern und Militärführung?

Starlink funkt weiter

UA veröffentlicht Todesanzeigen von Mobilisierten

Kinderlandverschickung a la russe

Putin läßt russische Soldaten krepieren

 

Kriegsgeschehen

„Still“stand bei gegenseitigem Beschuss an vielen Fronten, aber ...

Bakmut in Bedrängnis. Nach ru Quellen ist es der RA/Wagner gelungen, das seit Monaten umkämpfte B. in einem Halbkreis zu umzingeln. Angeblich soll der einzige größere Rückzugsweg der UA Richtung Westen lahm gelegt sein. Indirekt wird die Lage von ua Quellen bestätigt, die B. Als den Hotspot im Donbas bezeichnen und den Beschuss einer Stadt westlich B. bestätigen, durch die die Verkehrswege gehen. Ru Quellen schließen nicht aus, dass sich die UA zurückzieht, was v.a. ein Prestigegewinn für die Wagner-Truppen wäre. (s. H-und-G.info gestern)

Offensive in Cherson. Laut Ru Quellen gibt es nordöstlich von Cherson eine UA-Offensive mit 2 Bataillonen, zumindest Kämpfe werden in ua Blog bestätigt. Laut ru Quellen sei die offensive verlustreich für dieUA zurückgeschlagen wollen. UA Regionalpolitiker meinen dagegen, es könne nur eine Frage von Tagen sein, dass sich die RA zurückzieht.

V.a. in der Region Zap geht der russische Beschuss von ZAP-Stadt (Militär, Energieinfrastruktur) und Nikopol weiter. Offenbar kündigt sich in Zap eine weitere Region des Kräftemessens zwischen beiden Armeen an.

Schädigung/Austesten der Energieinfrastruktur geht weiter

Auch wenn derzeit nur wenige ru Präzisionsraketen abgeschossen werden, zeigt sich doch, wo es langgeht. In Kiew wurde eine Energieinfrastrukturanlage getroffen, was die Energeiversorung in der Region Kiew, sowie in Schytomyr, Tscherkassy und Tschernihiw betraf. Auch beim Beschuss von Zap waren Energieanlagen dabei. Wie schon mehrfach angedeutet, bereitet die RA m.E. systematischen einen Blackout vor. Mit den letzten Raketenangriffe wurde das vorbereitete und getestet.

Krieg in Russland

Der Krieg ist schon lange in Ru angekommen. Abgesehen von der Mobilisierung und kriegsbedingten Einschränkungen. V.a. die grenznahe Region Beograd-Kursk , aus der ein Großteil des ru Nachschubes kommt/kam, der schon bei der Invasion eine wichtige Rolle spielte, und von wo auch immer wieder ua Gebiet beschossen bzw. mit Flugzeugen bombardiert wird, muss sich seit Längerem mit Gegenschlägen auseinandersetzen: Seien es Angriffe von mutmaßlich Partisanten/Saboteuren/Spezialgruppen, seien es Raketenangriffe zuletzt auf ein Wärmekraftwerk und ein Munitionsdepot. Das war lange von der RA verschwiegen worden, Angriffe als Luftabwehraktionen kaschiert worden. Inzwischen ist das nicht mehr zu verheimlichen.

Offenbar führen die Spannungen um die Rektrutierung und Mobilisierung und Behandlung und der Einsatz der Soldaten zunehmend zu gewaltvollen Auseinandersetzungen innerhalb der RA. Gestern kam es zu einer Schießerei auf einem Übungsplatz in Beograd bei dem 1-2 dutzen Soldaten umgekommen sein sollen. Wegen zahlreicher Bloggermeldungen musste dies als angeblciher „Terrorakt“ auch von offizieller ru Seite bestätigt werden. Der Hinweis, die Täter seien GUS-Ausländer kann ein Versuch sein, den Vorfall rassistisch umzubiegen aber auch auf ethnische Spannungen in der RA. Bekannt ist, dass die Asiaten auch innerhalb der RF stärker für den Krieg bluten als die ethnischen Russen und daraus v.a. in den Heimatregionen schon Proteste erwuchsen.

Auf Grund der z.T. willkürlichen „Freiwilligen“-Rekrutierung und Mobilisierung kommt es an der ru „Heimatfront“ auch immer wieder zu Anschlägen auf Rekrutierungskommissariate.

Auch im Kriegsgebiet selbst soll es zu bewaffneten Konflikten innerhalb der Armee gekommen sein. So sollen jüngst ru Soldaten einen Teil ihrer Kameraden umzingelt haben, die sich ergeben wollten. Andererseits soll ein Kommandeur vor Ort von seinen eigenen Leuten erschossen worden sein, die nicht in einer sinnlosen Aktion verheizt werden wollten. Da sich diese Info z.T. auf ua Militärquellen stützen, können sie natürlich auch Teil der psy Kriegsführung sein.

Waffenstillstand zwischen Militärbloggern und Militärführung?

Der Konflikt zwischen Militärbloggern und Militärführung scheint beigelegt. Vorerst. Die Befürchtung der ru Blogger, sie sollten mit schwarzen Listen gezähmt oder gar kriminalisiert werden wurde „abgeblasen“. Es gäbe keine schwarzen Listen mehr. Sie bleiben aber dabei, dass es eine mehrfach belegbare Vorbereitung dafür gab. Wenn die ganze Sache nicht eines von vielfachen Verwirrspielen war, spricht manches dafür, dass der Kreml den Konflikt geschlichtet und beendet haben könnte. Die Blogger konzedierten offenbar, bei Veröffentlichungen (z.B. von Luftangriff- und -verteidigungsfotos) besser darauf zu achten keine militärgehiemniss z.B. über sTandorte preiszugeben, auf ihre inzwischen kritische Berichterstattung (zur Effektivierung von Putins Spezialoperation) wollen sie aber offenbar nicht verzichten. Vereinfacht ist es ein Konflikt zwischen Traditionalisten und „Modernisierern“ im Pro Putinlager, der jederzeit wieder aufflammen kann.

UA veröffentlicht Todesanzeigen von Mobilisierten

Zunehmend sterben kürzlich Mobilisierte, die nach wenigen Tage an die Front gekarrt wurden. Selbst russische Medien können das nicht mehr ganz verschweigen. Die UA veröffentlicht im Netz die Biographischen Daten und die Kurzschilderung der Mobilisierung, Kurzausbildung und des Einsatzes, dem sie zum Opfer wurden. Von der Intention sicher nachvollziehbar, ru Medien wie Meduza veröffentlichen ja Ähnliches, kriegsrechtsmäßig wohl eher grenzwertig. Immerhin, es werden keine Gefangenen- oder Totenfotos, sondern solche aus den persönlichen Unterlagen veröffentlicht.

Läßt Putin seine Soldaten krepieren?

Laut UA Angaben liegt die Sterberate bei ru Schwerverwundeten bei ü 50%. Die med Versorgung scheint vollkommen unzureichend. Sie besteht z.T. aus geplünderten und requirierten medizinischen Einrichtungen, Personal fehlt soll unter ua Personal rekrutiert werden, was sich teilweise weigert, usw.. ein großer Teil der Krankenhäuser in besetzten Gebeiten und in ru Randgebieten soll mit Verwundeten belegt sein.

Tschetschenen terrorisieren Bevölkerung

Offenbar sind prahlerischer Ankündigung von Truppenverstärkungen von Kadyrev (wenn auch sicher nicht in den quantitativen Dimensionen) zutreffend. Jetzt sollen neue Soldaten in Rubischne/Donezk eingetroffen zu sein, wo sie sogleich brutal Häuser requirierten. Ohnehin sollen schon Tschtesch Kämpfer im Donbas (vermutlich Soledar) aktiv sein. Ein Schwerpunkt liegt auch in Zap, wo Tschetschenen ein Teil der Front verstärkt haben sollen und Polizeispezialkräfte die Zivilbevölkerung terrorisieren (OMON) und (vermutlich) gegen Partisanen in der Gegend von Energodar vorgehen.

Tschetschenien schickt eigene, z.T. in (Tschetsch, Syrien) kampferprobte, auch Eliteeinheiten (Akmat), rekrutiert im eigenen Land (teilweise brutal), wirbt Söldner und bildet Freiwillige, Mobilisierte der RF, v.a. aus dem asiatischen Teil aus. Es hat eine ähnliche katalytischer Funktion wie die Wagner-Truppen, da sie auch außerhalb des Trottes der RA fungieren. Anders als Wagner dürften Teile „besser“ qualifiziert für Straßenkämpfe, parallel zu Luftangriffen, und auch systematischen Besatztungsterror sein, während Wagner/Prigoschin allein schon von der Rekrutierungsart (Sträflinge) der Mann fürs ganz Grobe sein dürfte.

Kinder als Geiseln- Kinderlandverschickung auf russische Art

Unterschiedliche ua Interpretationen hat der Aufruf der ru Besatzungsmacht in Cherson, Kinder zu evakuieren, ausgelöst. Die einen wundern sich, dass Besatzer und Kollaborateure ihre Kinder nach Russland bzw. die Krim zu schicken und sie nicht sicher sein können, nicht von ihnen dauerhaft getrennt zu werden. Andere halten diesen Aufruf für eine verkappte Deportierung. Die Zahl -inzwischen angeblich 500/p.day- ist immerhin so hoch, dass es nicht mehr nur um Kinder von prorussischen Eltern gehen kann. Die Stadt Cherson ist neben Kachowa einer der wichtigsten ru Militärstützpunkte seit der Besetzung zu Anfang des Kriegs im gleichnamigen Oblast die UA beschießt militärisch relevante Punkte mehr oder minder täglich, angeblich nur mit Präszisionswaffen weitgehend punktgenau. Vermutlich jedenfalls präziser als die RA bei anderen Städten. Aber zumindest psychologisch ist Luftangriff Luftangriff und, wenn es der UA gelingt, in der Region noch näher an die Stadt zu rücken, wird auch der konventionelle Beschuss, zumindest in Vororten, zunehmen. Es gibt also genügend Gründe, seine Kinder aus der Schussline zu nehmen. Von regelrechtem Zwang wird derzeit nicht berichtet. Bekannt ist aber, dass Ru im Rahmen der „Entukrainisierung“, auch Kinder zurückhält, in Heime steckt und adoptieren lässt, die keine Waisen sind. Auf jeden Fall haben die Besatzer die Eltern in der Hand, die ihre Kinder „weggeggeben“ haben.

Eine andere Form der Russifizierung von Kindern ist die Erziehung und Indoktrinierung. In Mariupol wird in extra Kindervorstellungen als Premiere der neue russische Kinder-Abenteuerfilm "Legend of Orlyonka" gezeigt. Er spielt in einem russischen Sommerjugendlager, wo sich eine Jugendbande im Kampf Gut gegen Böse bewähren muss. In Augen von Ukrainer ist das neosowjetische Propaganda bei Popcorn und Getränken.

Ru Besatzer beschränken Freizügigkeit und halten Ukrainer fest

Seit fast zwei Wochen, dem Tag der politischen Annexion stecken rund 4000 Ukrainer im Nordwesten des besetzten Zap an der Grenze zum freien Zap fest. (Vasylivka) Die Besatzerkontrollen und Auflagen sind so restriktiv, dass nur 200 passieren konnten. Dies ist eine Auswirkung/ein Vorgriff auf die administrative Annexion, bei der die Bürger in die russische Staatsbürgerschaft und die Männer in die Mobilisierung gezwungen werden sollen. Die humanitäre Hilfe am Checkpoint ist seit einen tragischen Raketenangriff auf einen Hilfskonvoi stark begrenzt, die Temperaturen sinken.

Starwarrior Musk kämpft weiter

Der Ausfall von Starklink-Verbindungen iin den UA n den letzten Wochen kann finanzielle Gründe gehabt haben. Eleon Musk, der der UA seit Kriegsbeginn 20.000 Starlink-Verbindungen geschenkt hatte, um das zerstörte Netz qua Satellitenverbindung zu kompensieren, hat möglicherweise finanzielle Probleme, dies weiter zu tun. Er soll mit der Netzabschaltung gedroht haben, wenn die US-Regierung ihn nicht finanziert. Ob er solche eine Zusage bekommen hat, ist offen, jedenfalls will Musk für die UA kostenfrei nun weiter aus dem All funken. Inwieweit Musks Äußerungen über einen möglichen Kompromiss mit Russland nur eine Variante seines finanziellen Pokerspiels war oder ob er selber oder im Interesse von US-Kreisen politischen Druck auf die UA ausüben wollte, bleibt im Nebel. Klar ist, dass die UA sehr von Starlink abhängig ist. Soweit ich sehe ist die komplette Verwaltung in den umstrittenen Gebieten von Starlink abhängig. Vermutlich teilweise auch die Armee.

Krieg in russischer Armee. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 15.10.2022. ca. 6.30

 

Konflikt zwischen Front/Bloggern und Militärführung eskaliert

Ru Angriff auf Bakmut als innenpolitisches Fanal

Nach dem Raketenangriff ist vor dem Raketenangriff

Volkssturm nach Mobilisierung? Die Rekrutierung geht immer weiter....

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die ua Offensive hat sich angesichts verbissener Gegenwehr auch mit Hilfe von neu Mobilisierten vorübergehend festgefressen. Ein ua Politiker spricht für Cherson von „Stille von der Front“, was angesichts des gegenseitigen Dauerbeschusses an mehreren 100 km Front strange wirkt.

 

Bakmut- Russische Soldateska will ein Exempel statuieren- v.a. für Moskau

In Donetzk bei Bakmut allerdings ist die Lage der UA offenbar kritisch. Laut ru Quellen setzen die Wagnertruppen der UA so zu, dass möglicherweise einige ua Truppenteile die Stadt verlassen haben, um der Einkreisung (H-und-G. hatte berichtet) zu entgehen. Offenbar wurde hier das ua Erfolgsmodell kopiert und Schwächen der UA, die primär in Offensivgebieten aktiv ist, für eine Offensive ausgenutzt. Außerdem ist hier v.a. „Wagner“ seinen Häftingstruppen ohne Rücksicht auf Verluste aktiv. Offenbar soll hier auch der traditionellen Armee und der russischen Bevölkerung vorgeführt werden, dass es „geht“, wenn man nur will. Ein Sieg der Wagnertruppen bei Bakmut wäre für die UA sicher ein Problem, die innenpolitische Auswirkung in Russland dürfte aber weitaus gravierender sein. Der Kampf der Traditionalisten und der „modernen“ Kriegsführung s.u. würde weiter angeheizt. s.u.

 

Keine neuen Raktenangriffe? Oder Vorbereitung auf den Blackout?
Putin meint, es werde derzeit keine größeren Raketenangriffe mehr geben, die meisten Ziele seien erreicht. Aber auch wenn die Medien nach dem Groß-Raketenangriff jeder Rakete nachberichten, gibt es in der Tat derzeit so wenig Raketenangriffe wie lange nicht. (das heißt nicht, dass sie keinen Schaden anrichten und Zivilisten töten). Laut ua Meldungen hat die RA schon einen großen Teil ihrer präzisen Raketen verschossen. Das alles darf aber keineswegs zu Fehlschlüssen verleiten.

Auch wenn es erstaunt, dass sich Russlands eigene Verteidigungsfähigkeit bald nur noch auf die Atomwaffen reduzieren dürfte, es bleibt genügend Potential, um die UA massiv zu schädigen. Allein der Rest der Präzisionsraketen reicht für mehr als 6 Angriffe wie die vor ein paar Tagen. Mit den Großangriff hat die RA vorübergehend einen großen Teil der mittleren Energieversorgung ausser Kraft gesetzt. M.E. war das nur ein Test. Russland wäre vermutlich beim nächsten vergleichbaren Angriff in der Lage einen Blackout in der UA herbeizuführen. Dieses Risiko ist m.E. höher als der Angriff mit taktischen A-Waffen. Die derzeitige Raketen-Pause dient ohnehin nur dazu, wieder „nachzuladen“.

 

Mobilisierung vorbei-Kommt jetzt der Volkssturm?

Putins Darstellung, dass die Mobilisierung fast abgeschlossen sei (Bereits 222.000 der geschätzten 300.000 Mann), täuscht und ist vermutlich nur ein Beschwichtigungsmanöver. Auf die Mobilisierung folgt die „normale“ Einberufung der 120.000 Rekruten, die nach einem halben Jahr, mobilisiert werden dürften. V.a. in den annektierten Gebieten, treibt die Militarisierung ohnehin weiterhin Blüten. In Mariupol wurde jetzt in 53 Schulen Schülern angeboten (Foto), sich der "Jugendarmee" anzuschließen. Auch wenn es sich eher um einen weiteren Versuch handeln dürfte, die ua Jugend mittels paramilitärischen Ausbildung ideologisch zu entukrainisieren könnte das das „Kanonenfutter“ (blödes Wort) der Zukunft werden. Immerhin ru Militärblogger prophezeien, dass auf Grund der chaotischen und brutalen Mobilisierungsmethoden bald die Soldatenfrauen und -Mütter protestieren werden. Ein Albtraum der jüngeren russischen Militärgeschichte. Meduza berichtete, dass zunehmend Männer schon während der Mobilisierung sterben, sei es an Suizid oder angeblichen Herzattacken, beides fingierte oder echte Symptome für den brutalen Druck, den die Werber ausüben. Zunehmend verstecken sich Männer, um nicht an ihrer Meldeadresse abgeholt zu werden.

Putin hat, offenbar um Kritik entgegenzutreten, die Ausbildung der Mobilisierten zugesagt: Erstausbildung der Mobilisierten dauert danach 5-10 Tage, was in einem Krieg, der inzwischen mit hightech-Waffen geführt wird, ein Witz ist. Allerdings werden auch Kräfte für einfache Tätigkeiten, wie Nachschub, Schanzarbeiten benötigt. Die Zusatzausbildung „5-15 Tage in Einheiten und zusätzliche Koordination zwischen den Truppen“ dürfte ein schlecht verschleiertes Eingeständnis sein, dass die Mobilisierten nur nach wenigen Tagen im Frontbereich eingesetzt werden. Berichte von Militärbloggern, wonach v.a. in Svatove viele von ihnen sogleich starben und zahlreiche verwundet wurden, scheint in hohen Militärkreisen auf Unmut gestoßen zu sein.

 

Militärglasnost gegen Militärzensur- Krieg zwischen Front und Militärführung.

Der spätestens seit den jüngsten ru Niederlagen ausgebrochene Streit zwischen den vor- Ort-Kommandeuren/Söldner-Soldateska und den Militärbloggern mit der Armeeführung scheint aus oder gerade nach der Auswechselung von hohen Militärs nicht befriedet, wie es schien, ganz im Gegenteil. Angeblich hat der Generalstab eine schwarze Liste von Militärbloggern zusammengestellt, die angeblich durch zu offene Berichterstattung Militärgeheimnisse verletzt und sich strafbar gemacht hätten. Angeblich wurde Anzeige bei der russischen Zensurbehörde eingereicht. Diese soll sich z.T. gegen die prominentesten russische Kriegspropagandisten richten, die anfangs den Krieg verherrlichten, ihn jetzt aber auf andere Weise, durch realistische Berichterstattung auch von Missständen und Misserfolgen, zu retten versuchen. Seit den Meldungen über die schwarzen Listen kommt es im Netz zum Aufstand. Erklärungen und Resolutionen der Blogger eskalieren. Indirekt drohen sie sogar. Andererseits sollen auch schon kleinere Blogger und Igor Girkin, der Schaftmacher, verstummt sein. Es wird spannend, auf welche Seite sich der Kreml stellt. Einerseits ist zu vermuten, dass Putin ein gewisses Militärglasnost zugelassen und gefördert hat, um seinem trägen, teilweise unfähigen und korrupten Militärapparat Beine zu machen. Andererseits kann er sich (bisher?) nicht voll mit der traditionellen Armeeführung (Gerassimow und Co) anlegen. Es kann auch sein dass es eher Teile aus Putins Entourage sind, die hinter dem „Aufstand“ an der Front stehen bzw. ihn decken, um auch Putin mehr zum Jagen zu tragen. Jedenfalls geht knarrt es kräftig im Herrschaftsgebälk.

 

Besetzte Gebiete

Merkwürdig wenig neue Nachrichten seit der Annexion (ich habe aber leider keine Zeit zu Quellen dazu zu analysieren). Sei es, dass alles so weitergeht, wie bisher, sei es dass die „richtige“ administrative Eingliederung noch aussteht bzw. wegen des wechselhaften Kriegsverlaufes verzögert wird. Es gibt regional große Unterschiede. Während in Cherson die Besatzer-Familien und Kollaborateure die Koffer packen, sind die Ureinwohner von Zaporischschja weitergehend gehindert, die Region zu verlassen und in Mariupol versuchen die Besatzer, Aufbau-Normalität zu suggerieren, die durch Mangel, Widerstand und Partisanen konterkariert wird.

 

Hybrid- Hybridhypokrit Erdogan

Angeblich hat Ru seine Ölproduktion und den Export deutlich gesteigert. Statt nach Europa ging es nach Asien, Afrika und Südamerika. Über die erzielten Preise wird geschwiegen. Angeblich bietet Ru für politisches Entgegenkommen Energieträger zu Dumpingpreisen an. Erdogan der hat mit Putin ein Gasdrehkreuz in der Türkei besprochen.

In Frankreich haben NGOs Total angezeigt, weil es Embargo-widrig Ru mit Flugbenzin versorgen soll.

 

Kriegsverbrechen/IRC

IRC rechtfertigt sich auf Angriffe aus UA, dass es zu wenig für Kriegsgefangene tue. Es werde nur bei wenigen zugelassen und könne den Zutritt nach Kriegskonvention nicht erzwingen. Immerhin, das IRC sagt mal was.

Es gibt Gefangenenlager, wie das zentrale für den Oblast Charkiv in Wovchansk, das offenbar nie von einem IRC-Vertreter betreten wurde. Das Lager, in dem mutmaßlich auch gefoltert wurde, verschwand mit der Gegenoffensive. Keiner weiß offenbar Näheres.

Droht Angriff auf AKW-Energodar? Ukraine Monitoring vom 14.10.2022. ca. 6.30

Mobilisierung ineffizient, aber nicht ineffektiv. Offensive stockt

Russians love their children too (Sting)

Neue russische Militärkultur (Text gestern vergessen, sorry)

Droht Angriff auf AKW-Stadt Energodar

Leben im Krieg

 

 

Zitate des Tages:


 

„Wir helfen der Ukraine dabei, ihren Boden zu verteidigen, niemals dabei, Russland anzugreifen. Wladimir Putin muss diesen Krieg beenden und die territoriale Integrität der Ukraine respektieren." (Macron)

 

Es ist der letzte Winter in dem Russland den Westen bedrohen kann.Die politische Führung muss sich an ihre Bevölkerung wenden, als würde sie mit Erwachsenen reden, damit das Land besser vorbereitet ist.(Hodges)

 

Nehmt Eure Kinder und geht (ru Statthalter von Cherson)

 

Kriegsgeschehen

 

Bestätigt Tendenz der Vortage, dass sich die UA Gegenoffensive momentan mehr oder minder festgefressen hat. Es scheint kaum Gebietsgewinne zu geben. Die RA versucht z.T. mit extrem hohen Verlusten (Svatove) gegenzuhalten. Der Kampf geht derzeit v.a. um die wichtige Route 66 (Autobahn), die die Versorgung der RA nordwestlich von Luhansk sichert. Es bestätigt sich, was in H-und-G.info von Anfang der ru Mobilisierung befürchtet hat: Die Mobilisierung läuft zwar chaotisch, vergrößert Widersprüche, ist ineffizient, aber nicht vollkommen ineffektiv. Selenskij hat inzwischen eingeräumt, die „Truppenaufstockung schaffe einen »spürbaren Druck« auf die ukrainische Armee“.

Auch die Rekrutierung von Knackis für die Wagnertruppen scheint Wirkung zu zeigen. Südlich von Bakmut fräst sich diese Privat Soldatestka vor und versucht diesen Verkehrsknotenpunkt einzukreisen.

 

Neue ru Militärkultur?

Nach dem „Aufstand“ der Soldateska und Militärblogger nach den ru Niederlagen könnte sich eine Art Kulturrevolution in der RA vollziehen. Kritisiert wurden die Entscheidungen von RA Militärführern in der Etappe, die nicht wüßten, was an der Front los ist. Idealbild ist der Kommandeur vor Ort, der mit seiner Truppe kämpft und sie motiviert. Die Ab/Versetzung mehrerer traditioneller Militärs und der Kult um die Frontkommandeure könnte, dazu führen, dass die RA ein stückweit die UA kopiert, wo den Bataillonen mehr Spielraum gelassen wird, eigenständig zu agieren. Dies birgt aber auch Risiken von Harakiriaktionen. Ein vor Ort-Kommandeur in Charkiv/Donesk soll sogar festgenommen worden sein, weil er vollkommen unvorbereitete und nicht ausgerüstete Neusoldaten zur Konsolidierung seine Abwehrlinie „verheizt“ haben soll.

 

Humanitär/Kritik am IRC

Die Ua Präsidialverwaltung übt deutliche Kritik daran, dass das IRC sich zu wenig für die (Asovstal) Gefangenen in Olenivka einsetzt. Derartige Kritik am IRC gibt es seit längerem. Um die ru Seite nicht zu verprellen, agiert das IRC extrem zurückhaltend. Teilweise muss es sich auch dem Vorwürfe gefallen lassen, dass es im Rahmen der Betreuung von Russischen „Flüchtlingslagern“, sogar faktisch Beihilfe zur Filtrierung und Verschleppung von Ukrainern leistet. Im Fall der ASOV-Stal Soldaten, die sich vor Monaten auf Befehl Selenskijs ergeben hatten, hatte die UA auf Vereinbarungen u.a. mit der Türkei und dem IRC gesetzt, dass die Gefangenen nach Konvention behandelt werden. Dem war offenkundig nicht so (Folter, Magelernährung), abgesehen von der Explosion, bei der über 50 Gefangene in Olenivka starben. Auch hier hat es bisher keine neutrale Untersuchung und Betreuung der Restgefangenen gegeben. Selenskij ist v.a. von Nationalisten unter Druck, sein Versprechen, die Gefangenen zurückzuholen, einzulösen. Andererseits machen ru Hardliner Druck, dies nicht zu tun.

 

 

Befreiung heißt nicht Rückkehr des Lebens

Die Berichte über die seit einer Woche (!) 7 (!) befreiten Ortschaften in Luhansk klingen eher deprimierend. Sie werden von der RA derart beschossen, dass normales Leben nicht möglich ist. Die Rückkehr der Bevölkerung kann nur vorübergehend zum Abholen von Sachen erfolgen. Die Restbevölkerung soll in Kampfpausen vor dem Winter evakuiert werden, weil Leben dort nicht mehr möglich ist.

 

Russians love their children too (Sting)

Nehmt Eure Kinder und geht. Der Ruf des Besatzungs-Statthalters von Cherson zeigt, dass die Russen noch nicht von allen guten Geistern verlassen sind. Verwandte von Besatzern sollen, wie vermeldet, Cherson zur Erholung oder Ausbildung Richtung Krim, Rostov, etc. verlassen.Sogar ein russischer stellvertretender Minister versprach Hilfe bei der Umsiedlung. Gute Idee, am besten gehen die Soldaten gleich mit und der hazzle ist für alle vorbei.

 

Droht Angriff auf AKW-Stadt-Energodar?

Ru Blogs behaupten hartnäckig, dass eine Invasion von der westlichen Dnjepro-Seite auf die AKW-Stadt drohe, um das prestigeträchtige AKW zu erobern. Angeblich mit Amphibienfahrzeugen.

Gründe gäbe es genügend dafür. Die Verbitterung im ua nikopol über den Dauerbeschuss ist auch so groß, das von hier aus immer wieder Partisanenaktionen geplant/koordiniert werden, die sich auch in der Region Energodar abspielen. Aber abgesehen davon, dass die militärische Eroberung eines AKW ziemlicher Schwachsinn und unverantwortlich wäre. Der Dnejpr ist an dieser Stelle selbst an schmalen Stellen 3 km breit. Eine „Invasion“ wäre ein ziemliches Himmelfahrtskommando.

Vermutlich sollen diese Meldungen die Bemühungen des IAEA-Chefs Grossi konterkarieren, hier eine Sicherheitszone zu schaffen. Grossi zeigte sich bei seiner derzeitigen Pendeldiplomatie optimistisch, was bleibt ihm auch anderes übrig. Eine Entmilitarisierung, wie von der UA verständlicherweise gefordert, scheint momentan vollkommen unrealistisch. Die RA soll ihre Präsenz in der Stadt verstärkt haben. In der Stadt wirken Kaydrev Ordnungskräfte (Omon)

 

Kertsch-Brücke

Der km-lange LKW-Stau an der Brücke, der tagelange Wartezeiten bringt, zeigt, die Verbindung ist massiv verstört. Es gibt nur 4 Fähren in Kertsch. Jetzt werden bewachte Konvois über die Landbrücke organisiert. Die Fahrt bringt 3-400 km Umweg durch Partisanenland (Melitopel, Mariupol) mit sich.

 

 

Vermischtes aus dem Leben der Ukrainer

 

Sieben Monate lang lieferten die Besatzer keine Medikamente an Krankenhäuser in Melitopel,


In Melitopol gibt es seit 3 ​​Monaten kein Gas mehr. In Berdyansk verschwand seit 2 Monaten.

 

Ukraine gelingt es 96 Kinder aus Russland und den bestzen Gebieten zurückzuführe. Vermißt werden noch 8,140, mutmaßlich Richtung Osten entführt.

 

Während des Konzerts der Luhansker Regionalphilharmonie in der Lemberger Orgelhalle ging das Licht aus. Die Musiker und Angestellten der Halle ließen sich nicht beirren und spielten im Licht der Laternen weiter.

 

Videos zeigen singende und hüpfenden Kinder im Luftschutzbunker.

 

Ein 11 jähriger Junge, der nach dem Luftschutzangriff aus den Trümmern seines Hauses geborgen werden konnte, starb darauf im Krankenhaus.

 

Seit 6 Monaten verkehrt der erste Zug nach Kramatorsk (Donbas) in den Westen der UA.

 

Es sind diese „kleinen Geschichten“, die zeigen wie die ua Bevölkerung unter dem Krieg lebt und leidet und wie wenig Vorstellung wir davon haben.

 

 

Hybrid

 

Der Poker um die Verlängerung des Getreideabkommens hat begonnen. Ru fordert Linderung der Hafensanktionen im Mittelmeer.

 

Russland

verheimtlicht ein fünftel seines Etats. Warum wohl?

❗️Gefährlicher Norden. Wofür trainiert Belarus? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.10.2022. ca. 6.30

 

Kulturkampf in ru Militär?

Belarus- treuester Verbündeter ohne Offensivpower?

UA setzt auf Zusammenbruch mehrerer Fronten

Weniger Raketen-vorerst

AKW-Zap tickt weiter- wird Energodar Kampfzone?

 

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

ähnlich gestern

 

Offenbar keine signifikanten Veränderungen, auch wenn UA-Seite die Befreiung von 5 kleineren Orten in der Mitte des westlichen Cherson für sich reklamiert und langsame Fortschritte in Luhansk. Andererseits betont die ru Seite weiterhin, dass sie ihre Defensive stärkt und kleinere Gegenattacken macht, bzw, die UA bei Attacken zurückwirft.

 

Kollabiert ru Front teilweise?

 

Offenbar setzt die UA auf den Zusammenbruch von Teilen der RA in Cherson und im Donbas. Jenseits der Kampfhandlungen wird die Gegenseite durch die Militäraufklärung genau beobachtet, v.a. die Ausrüstungs- und Mobilisierungsschwierigkeiten. Von Cherson und Donbas wird über neue Soldaten mit mangelhafter Ausrüstung z.T. aus Sowjetzeiten berichtet, im Donbas seien die neue Kräfte wegen Desertion, Befehlsverweigerung, Kündigung teilweise kaum einsetzbar. Derartige Berichte sind ist natürlich auch Teil der psychologischen Kriegsführung, aber durchaus plausibel. In Cherson werden weiter besatzungsfreundliches Personal und Familien zur Evakuierung angehalten. Es wird davon ausgegangen, dass das ru Militär von sich aus schon lange das Gebiet westlich des Djenpr geräumt hätte. Um das Militär weiter auszuhöhlen, geht es nach wie vor gegen Nachschubwege, wie die improvisierten Pontonbrücken, aber neuerdings auch gegen Hubschrauber.

 

Hubschrauberabschüsse

 

Normalerweise berichtet H-und-G.info kaum über Verluste, da sie, auch ihre Relevanz, kaum zu überprüfen sind. Bemerkenswert ist der Abschuss von 4 Hubschraubern an einem Tag, normalerweise alle paar Tage einer, wenn es hochkommt. Vermutlich soll gezielt der Nachschub, der in Cherson ersatzweise mit Hubschraubern erfolgt, erschwert werden. Es können aber auch Kampfhubschrauber seien, die offensiver an der Front eingesetzt wurden, weil die Bodentruppen zu schwach sind, und dadurch „verwundbarer“ wurden.

 

Raketenbeschuss

 

Der Raketenbeschuss ist nach dem Bombardements der letzte Tage deutlich zurückgegangen, vermutlich muss die RA wieder „auftanken“. In ru Bloggs wird die Wiederaufnahme und verstärke Angriffe auf die ua Infrastruktur, insbesondere Energie gefordert, bevor die westlichen Luftabwehrmaßnahmen greifen. Die Raketenangriffe der letzten Tage hatten 30% der ua Energeieversorgung vorübergehend ausser Kraft gesetzt.

 

Belarus-Russlands geleaster Flugzeugträger

Die UA beobachtet täglich genauestens, was sich in Belarus tut. Von da kam die Invasion, erneute Angriffe würden bedeuten, dass die UA Teile ihrer Streitkräfte nach Norden verlegen müsste, was Offensiven schwächen bzw. unmöglich machen würde. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum laufend militärische Nachrichten und Aktionen aus Belarus kommen, um die Gegenseite „auf Trab“ zu halten. Jüngst durch die Meldung gemischte by/Ru Truppenteile aufzubauen. Wo diese eingesetzt werden sollen, blieb offen.

 

Belarus ist der wichtigste militärische Vasall/Verbündete von Putin, Belarus

-ist Aufmarschgebiet für die RA

-ist Truppenstationierungsgebiet für die RA und die Luftwaffe

-ist Schutzschild Richtung Nato, wohl auch mit Mittelstreckenraketen

-ist Trainingszentrum für ru Mobilisierte

-ist Standort für Raketen- und neuerdings Drohnenstart Richtung UA

-ist zunehmend ein wichtiger Waffen und Munitionslieferunt (Zügeweise)

 

Aber genau der letzte Punkt ist einer der wichtigsten, warum die UA derzeit an einem BY Kriegseintritt zweifelt. Gerade sind 20 BY Panzer nach Beograd/Ru unterwegs, was die Angriffsfähigkeit von BY eher schwächt. Es bleibt also derzeit bei der ua Einschätzung, dass Belarus (auch wegen der bekannten innenpolitischen Schwierigkeiten) , auch wegen der hohen finanziellen Abhängigkeit von Putin unterstützt, aber selbst nicht militärisch interveniert.

 

 

Unsere Medien und die Zeitbombe im AKW-Zap-bald Kampfgebiet?

Während in D. die Hauptnachrichtensendungen brav über das Anschalten der externen Leitungen im AKW-Zap berichteten, verpeilten sie das eigentliche Problem. Das Ein- und Abschalten selbst ist die Gefahr bei einem Personal, was extrem unter Druck ist, (Verhaftung zweier Chefs, Zwang ru Arbeitsverträge zu unterschreiben) und Kriegshandlungen in der Region und jetzt wohl auch in Energodar selbst. Ru Blogger und Kadayrev berichten, von der Gefahr von Angriffen oder sogar eines Landungsunternehmens bei Energodar und Beschuss von der anderen Dnjepr-Seite. Sicher dramatisiert, aber angesichts der UA Gegenüberlieferung nicht vollkommen unplausibel. Es scheint die Gefahr einer militärischen Eskalation in Energodar selbst zu drohen. Die Gefahr, dass das AKW irgendwann hochgeht, ist derzeit größer, als der Einsatz taktischer Atombomben. Angeblich verhindert die RA Diesel-Lieferungen für AKW-Notstromaggregat.

 

 

Besatzer als Blutsauger -Hohe ru Verluste

 

Aus Melitopel wird berichtet, dass die Bevölkerung zu Blutspenden gedrängt wird, weil die Konserven für die verwundeten Soldaten ausgehen. Laut ru Indimedien sind die Verluste auf ru Seite inzwischen auf 90.000 angewachsen (allerdings mit schwerverwundeten, die nicht zurück an die Front können) das ist rund das fünffache des Afghanistan-Krieges!

 

Hybrid

Mal was „Lustiges“: Putin verspricht neue Gaslieferungen- Und keiner reagiert mehr darauf. (außer vielleicht Victor O.)

Westliche Analysen naiv? Ukraine Monitoring vom 12.10.2022. ca. 6.30

 

Folgen der Raketenangriffe zeigen ua Verwundbarkeit

ua Offensive festgefressen?

Westliche Analysten zu traditionell

Totenrückgabe statt Aufklärung des Kriegsverbrechens von Olenivka

Trotz Gesprächen in Moskau, die Lage am AKW Zaporischscha verschärft sich

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die RA hat ihrer Angriffe auf die ua Infrastruktur gestern fortgesetzt, deutlich geringer als am Vortag aber immerhin noch mehr als ungefähr doppelt so stark wie „normal“.

 

Hat sich die ua Offensive festgefressen?

Die ru Blogs verweisen auf wachsende Erfolge in Cherson und im Nordosten der UA, die UA aufzuhalten, sogar kleinere Gegenoffensiven zu machen. Größere ua Gebietsgewinne scheint es in den letzten Tagen in der Tat nicht gegeben zu haben. Das bestätigen indirekt auch ua Quellen, die davon sprechen, dass Eroberungen in der Spitze in der Tiefe und Breite (im Nordosten) konsolidiert werden müssten. Außerdem würde der Angriff auf Logistik und Nachschub erfolgreich weitergehen (Cherson). In Summe scheint sich das Offensivgeschehen aber erst einmal zumindest verlangsamt zu haben. Die RA „gräbt“ sich in mehreren Regionen ein, d.h. verstärkt ihre Verteidigungsfähigkeit mit Bauten und Minen. Allerdings, meint die UA, in Cherson reiche das allenfalls um den Rückzug zu decken und zu verzögern. Dass die Besatzer in Cherson offenbar in großem Stil ihre Angehörigen evakuieren („Kur“ auf der Krim), sei ein Indiz für den kommenden Rückzug. We wait and see.

V.a. im Westen des Donetzk bei Bakmut scheint es den Wagner-Gruppen zu gelingen, partiell vorzudringen. Offenbar soll gerade hier durch Verstärkung der Wagner-Gruppe ein (nicht nur) symbolischer Sieg erzwungen werden. (Eroberung der Grenzen des Donbas. Allerdings sind die „Fortschritte“, wie auch bei Donetzk Stadt vergleichsweise gering. Vermutlich aber hohe Verluste auf bei den Seiten.

 

Explosion auf der Krim

Laut ru und ua Quellen wurde auf der Krim offen ein entscheidender Eisenbahnknotenpunkt getroffen, der wie die Kertschbrücke essentiell für die Versorgung der Krim und den Nachschub der RA im Süden der UA ist. Der intelligente Kampf um die Verkehrs-Logistik geht weiter.

 

Düsteres Szenario-nach den den Raketenangriffen

Noch mal zu den Raketenangriffen. Die Bilanz im Detail zeigt erschreckend, dass die RA durchaus in der Lage ist, gezielt bestimmte Teile der Energieinfrastruktur auszuschalten. In Dnjepro wurden gestern Teile des privaten Stromnetzes runtergefahren, um die kritische Infrastruktur (Krankenhäuser, Transport, Kommunikation , etc.) überhaupt versorgen zu können. Gestern waren noch 300 Gemeinden ohne Strom. Das wären bei 10-1000 Personen zwischen 3000 bis 300.000 Menschen. Hinzukommen 700.000 Personen, die nach älteren Angaben ohnehin derzeit ohne Energieversorgung leben müssen. Wie schon gestern erläutert, richteten sich die Angriffe v.a. gegen mittlere Energieversorgung und -verteilungseinrichtungen und fanden bei plus-Temperaturen statt.

Es kann also noch schlimmer kommen. Es wurde im Westen zu viel über atomare Gefahren, zu wenig über die hybriden Schwachstellen der Infrastruktur debattiert. Die Russen kennen diese, sie haben sie teilweise mit aufgebaut, waren jahrelang mit ihr verknüpft, haben sie offenbar gut aufgeklärt und Agenten oder „Verräter“ in der Ua, die sich nach wie vor mit präzisen Koordinaten versorgen (z.B. SBU-Festnahme gestern). Zu bedenken ist, auch die die Führungscrew um Putin mehr von Energiefragen als von Militärfragen versteht.

Die Grundlast wird in der UA zwar stark über AKWs gewährleistet, die man nicht direkt mit Raketen beschießen würde. Aber wie das AKW-Zap zeigt, kann man die Leitungen auch der AKW lahmlegen und damit in der UA das „Licht“ ausschalten. Das unter Frostbedingungen, wenn in Folge auch Heizungen und Wasserversorgung ausfallen, wäre v.a. für die städtische Bevölkerung eine Katastrophe (die ländliche ist eher in der Lage auf Selbstversorgung umzuschalten) mit neuen Migrationswellen.

Dies würde v.a. auch die Nicht-Kriegsgebiete in der Mitte und im Westen der UA treffen, wo sich zusätzlich zur Normalbevölkerung Millionen Binnenmigranten aus dem Osten und Süden der Ukraine aufhalten. Zwar kann dem mit einer weiteren Verbesserung der Luftabwehr partiell begegnet werden. Aber diese ist lückenhaft. Außerdem ist gerade zu beobachten, dass die RA in Belarus mit Kamikazedrohnen aufrüstet, die gerade im Nordosten schwerer abzufangen sein dürften, weil es da bisher kaum entsprechende Gegeneinrichtungen gibt und in einem breiteren Grenzgürtel erheblichen Schaden anrichten könnten.

Es muss zu alledem nicht kommen, aber spätestens seit den letzten zwei Tagen wissen wir, es kann dazu kommen.

 

Schwächen der westlichen Militäranalysen.

Ich habe mich, auch auf Bitten von Lesern, mit meinen kritischen Bemerkungen zum Thema in letzter Zeit zurückgehalten. Aus gegebenem Anlass jedoch zwei Bemerkungen:

Die britische (zweckoptimistische Über)betonung der Degradierung der russischen Waffen und der Armee mag ja tendenziell richtig sein und vielleicht ex post eines fernen Tages als konfliktentscheidend, zumindest als ein wichtiger Faktor angesehen werden.

Aber das Ätzen über den Einsatz alter Raketen, Seeraketen, die falsch eingesetzt werden, etc., darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die RA noch „gut“ in der Lage ist, erheblichen existentiellen Schaden in der UA anzurichten und die Gegenoffensive mit „Kanonenfutter“ deutlich zu verlangsamen. Ein Übersehen und Übertünchen des oben skizzierten Horrorszenarios halte ich für fahrlässig.

Die ISW-Analyse läuft darauf hinaus, dass der Raketenangriff der Imageverbesserung der Armeeführung dienen sollte und der neue Frontkommandeur mit seiner Syrienerfahrung keine Kriegswende herbeiführen könne, weil ihm die Lufthoheit fehle, die in den ersten Kriegstage nicht erreicht wurde. Abgesehen davon, dass das ISW sich insofern selbst widerspricht, als dass sie die neuen Offensivhandlungen weniger der Militärführung als der Soldateska im Verbund mit den Silowiki zugeschrieben hatte (was m.E. tendenziell richtiger scheint als die jetzige Analyse); auch hier wird die Fähigkeit der RA, die Ukraine, mit Raketen statt mit Flugzeugen, lahm zu legen, unterschätzt. Außerdem scheint des ISW wie auch die Briten nach wie vor zu stark in traditionellen militärischen Kategorien zu denken (wogegen zunächst nichts spricht) und die hybriden Komponenten zu unterschätzen. Aber gerade darin besteht die Spezifik von Putin und seiner Entourage, die mehrheitlich gerade keine Militärs sind, sondern eher der KGBistischen Tradition entstammten und qua staatsoligarchischer Verquickung Spezialisten gerade für den (internationalen) Energiesektor sind.

Belarus

Angesichts der starken Munitions- und Waffenlieferung von BY an RU wird von Analysten die Bereitschaft von BY, aktiv in den Krieg einzugreifen, als unwahrscheinlich angesehen.

 

Humanitär/ Die Toten von Olenivka ausgetauscht

Es sind einigen Dutzend ukrainische Kriegsgefangene ( von vermutlich 2500) freigelassen und Leichen übergeben worden. Unter letzteren auch Tote u.a. aus dem Gefangenenlager Olenivka, wo eine Explosion über 50 Insassen, zumeist aus Asovstal/Mariupol tötete. Manche galten als vermisst und konnten erst jetzt (!) identifiziert werden.

Die Explosion bleibt bislang ungeklärt, Experten der UN hatten trotz gegenteiliger Bekundungen der ru Seite, bisher keinen Zugang zum Lager, Rote Kreuz wohl auch nicht wirklich. Dagegen hatten ru „Experten“, darunter ein amerikanischer Filmschauspieler und Militärpropagandisten schon Tage nach der Explosion Zutritt. Allein das spricht für sich. Allerdings muss bis heute als offen gelten, ob diese Tat von Moskau angeordnet bzw. gebilligt war, oder nicht eher eine Exzesshandlung von Leuten vor Ort war, die die internationale Verhandlungslösung konterkarieren und Rache wollten. Gerade nach Betrachtung des weiteren Geschehens- Freilassung der Asow-Kommandanten und Unmut an der Kampfbasis in den letzten Wochen- ist die zweite Variante durchaus plausibel. Es kann aber auch sein, dass Moskau den Exzess zugelassen hat, um ein Ventil für seine Verhandlungslösungen zu schaffen.

 

AKW Zap

brisant, immer wieder brisant

Einerseits soll der stellvertretende Leiter des AKW wie zuvor schon zeitweise sein Chef festgenommen worden sein. Das erhöht den Druck auf die ohnehin schon gestressten ua Mitarbeiter. (vermutlich um ru Arbeitsverträge zu erzwingen). Zum anderen wird der Beschuss des Wagen des russischen Statthalters von Energodar und dessen Verletzung gemeldet. Ein erneutes Indiz für Partisanenaktionen in der Nähe des AKW. Außerdem hält der Beschuss (und möglicherweise Rückbeschuss) der Siedlungen auf der gegenüberliegenden Dnjepr-Seite unvermindert an.

 

Insofern sind die Bemühungen des IAEA-Chefs Grossi nun auch Moskau für eine Sicherheitszone zu gewinnen, zu begrüßen. Die ua Maximalforderungen sind derzeit unrealistisch und entspannen nicht die Sicherheitslage.

Putin, der KGBistische Fuchs, hat (anders als ich gestern vermutete) gegenüber Grossi nicht mit Horrorgeschichten aufgewartet, sondern ganz den gesprächsbereiten gezeigt und das in den Medien inszeniert. Er hat von seinen „gepriesenen“ KGBistischen Fähigkeiten, sein Gegenüber zu spiegeln, nichts verloren. Nur trauen darf man dem nicht. (Ob man ihn als deutscher Politiker pauschal als Verhandlungspartner ablehnen sollte, ist eine andere Frage.

 

Hybrid

Es wird ohnehin permanent direkt oder indirekt mit Putin verhandelt. Demnächst über die Verlängerung des Getreide-Abkommens.

Der Stop des Ua Energieexports Richtung Europa trifft derzeit v.a. Moldavien.

 

Verhandlungen

Nach türkischen Vorstellungen auch über einen Waffenstillstand. Unklar ist ob Letzteres mit Deckung der USA.

 

Besetzte Gebiete

Da war doch was? Die Annexion ist durch die Kertschbrücke und die Raketenangriffe fast vergessen. Terror gegen Bevölkerung dort (Filtrierung, mehr oder minder offene Mobilisierung) geht weiter. Teilweise auch Aufbauarbeiten. Wiederaufleben eines Kulturbetriebes, etc.. In Mariupol soll das ASOW-Stahlwerk in einen Industriepark umgewandelt, das Stahlwerk also zerstückelt werden. (Das zweite soll erhalten blieben).

Das war nur ein Warnschuss. Ukraine Monitoring vom 11.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Auch ein angeschossener Tiger ist gefährlich, wenn er die Krallen zeigt.

Schlag gegen die Infrastruktur für UA im Winter bedrohlicher als begrenzter Atomschlag.

 

Da sowohl alles Nachrichten und Blog vom dem Raketenangriff dominiert sind, konzentriere auch ich mich heute darauf, mit ein paar unerfreulichen Thesen.

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage, kaum wirkliche Bewegung, außer UA rückt wohl im Osten weiter voran und gefährdet Nachschub der RA auf Straße 66.

 

 

Zum Luftangriff

 

Der Angriff muss planerisch als Option schon länger vorbereitet worden sein, vermutlich unter maßgeblicher Beteiligung des neuen ru Frontkommandeurs, der zuvor die Luftwaffen befehligte. Vermutlich war es nur eine Frage der Zeit, und des geeigneten Anlasses, einen derartigen Angriff zu führen, da die „normale“ Kriegsführung zu Niederlagen der RA geführt hatte.

 

So schlimm die Zahl der wohl meist zivilen Toten ist, täglich sterben an der Front alleine auf UA Seite ein Mehrfaches an Menschen. Es gibt Städte in denen fast täglich einer „unserer Helden“ zu Grabe getragen wird. Aber auch die Zahl der zivilen Toten ist regional hoch. Im Oblast Zaporischscha sollen in den letzten 10 Tagen durch Beschuss 60 Menschen gestorben sein.

 

Auch ein verwunderter Tiger, der die Krallen zeigt, ist gefährlich, bzw. gerade dann. Die Vorstellung, einer linearen Entwicklung des Krieges, die RA wird immer schlechter und die UA immer siegreicher, trifft es offenbar nicht. Eine neue Eskalationsdrehung auf der Spirale ist erreicht.

 

Die RA kann -wie mehrfach berichtet- mehr oder minder jeden Ort der UA treffen, auch unabhängig vom Bodenkrieg. d.h. der Krieg kann, selbst wenn er eingefroren ist, weitergehen.

 

Die Luftabwehr der UA hat sich zwar deutlich verbessert (von 3% Abschuss auf über 50%) , aber nach wie vor erhebliche Schwächen, das Land ist zudem groß mit vielen Zentren. (Anders als z.B. Israel mit effektiver Luftabwehr.)

 

Auch wenn die Empörung über zivile Ziele und Opfer (zurecht) groß ist, darf nicht die „Rationalität“ dieses Angriffs übersehen werden. Auch wenn die ru Raketen auch zu vielleicht 60% daneben schießen, ging es gegen v.a. Ziele der Infrastruktur der mittleren Elektrizitätsversorgung, d.h. kleinere Kraft und Umspannwerke, das zeigen ru Quellen eindeutig. D.h. dieser Angriff war ein Test und Warnschuss zugleich.

 

Die Zahl der abgeschossenen Raketen mit ü 80 war ungewöhnlich groß gegenüber um die 10 in der täglichen „Routine“. Der gestrige Abschuss könnte die RA im Extremfall eine dreiviertel Milliarde gekostet haben. Auch wenn nicht genau klar ist, über wie viele Mittelstreckenraketen die RA verfügt, wäre diese Art der Kampfführung nicht über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Aber (!):. Mit 3 derartiger Angriffen im Winter gegen Großanlagen der Energieerzeugung könnte man in der UA eine Katastrophe erzeugen, weil auch Heizungsversorgung und Kommunikation zumindest auf Zeit ausfallen würde, wie schon mehrfach auf H-und-G.info herausgearbeitet, ist das die Achillesferse. Damit gewinnt die RA zwar nicht den Krieg, aber trifft und schwächte die UA erheblich, was inzwischen ja auch ein Kriegsziel ist. Gefährlicher als ein begrenzter taktischer Atomschlag (der mehr Bedeutung für die Nato hätte), sind derartige Anschläge auf die Energieversorgung im Winter. (Die UA hat gestern ihren Energieexport einstellen müssen, das Netz war offenbar großflächig instabil.)

 

Die Reaktionen auf Seiten der Ru Politik und ru hardliner-Blogs zeigt, dass das nicht das Ende, sondern eher der Anfang einer weiteren Eskalation war. Gegenüber früheren Zielen wie der Eroberung des Donbas, werden die Ziele in maßgeblichen Blog erschreckend diffus und haben- auch hierauf hat H-und-G.info schon seit längerem hingewiesen, einen geradezu mythischen und manichäischen Charakter. („Früher oder später wird Russland mit der NATO kollidieren und die Welt wird am Abgrund balancieren.)

 

Hier kämpft eine Clique alter Männer, die nicht (oder gerade weil sie) begriffen hat, dass ihre Zeit abgelaufen ist, und daher bis zum Letzten gehen will.

 

M.E. muss sich der Westen etwas einfallen lassen, den Stöpsel rauszuziehen, ohne die Eskalationsspirale direkt anzuheizen. Dieser Winter wird (ansonsten) ungemütlich.

 

 

Belarus

hilft der RA immer mehr, teilweise auch symbolisch, die UA sieht aber keine Anzeichen für einen direkten Eingriff

 

AKW Zap

 

IAEA-Grossi heute bei Putin (wetten, dass P. sagt, er könne das Militär nicht abziehen, weil die UA das AKW beschießt und „Beweise“ vorlegt)

 

UA-Finanzen

der UA Haushalt wird im kommenden Jahr vermutlich zur Hälfe von den USA, zur Hälfte von der EU finanziert.

Kadyrev spricht von Krieg. Ukraine Monitoring vom 10.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Kadyrev spricht von Krieg. Versuch der Ideologisierung der neuen Kriegsphase

Rachebedürfnis nach Kertsch

AKW- Beruhigung ist keine Beruhigung sondern Zeitbombe

Es geht um Logistik, Motivation und Integration militärischer Fähigkeiten

Putin setzt offenbar alles aufs Spiel

Kommt neue Verhandlungsrunde?

 

Originalzitat aus Zaporischschja:

„Ein weiterer feindlicher Angriff! Bleiben Sie in Notunterkünften! Der Feind terrorisiert die Stadt weiter. Passen Sie auf sich und Ihre Lieben auf. Halten Sie sich an die Sicherheitsregeln, helfen wir uns gegenseitig. Der Feind ist heimtückisch, vergessen wir das nicht.“

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortag

 

Ukraine versucht Richtung Luhansk und Richtung Cherson vorzudringen. Die RA versucht dies abzuwehren, v.a. ihre Verteidigungslinien nördlich von Cherson zu verstärken, und Gebietserfolge bei Bakmut und Donezk City zu erzielen. Letzteres ist offenbar in geringem Maße gelungen. Die RA ist offenbar nach wochenlangen Kämpfen 5 km (!) vorgerückt.

 

Laut ru Quellen massiert die UA Truppen bei Svatove (Charkiv), Zaporischschja, und im Nordosten von Cherson für größere Angriffe.

 

Offenbar gelingt es beiden Seiten nach wie vor, Personal und Material an die Front zu werfen, was lange so weitergehen kann. Entscheidender scheint zu sein, ob die RA ihre Nachschublogistik sichern/aufrechterhalten kann und ihre neu gezogenen Soldaten ausrüsten, ausbilden und motivieren kann. Berichte der UA- sofern sie nicht propagandistisch weit überzogen sind, deuten darauf hin, dass die RA nach wie vor schlecht ausgebildete und mit veralteteten Waffen ausgerüstete Soldaten (in Cherson) an die Front wirft. Die Angriffe auf ru Logistik gehen dort weiter, während die Ra immer wieder Pontonbrücken/fähren etc. retabliert.

 

Trainerwechsel?

Westliche Analysten spekulieren, ob auch Schoigu und sein Stabschef ausgewechselt werden. Das entspräche dem gegenwärtigen Trend, aktivere, risikobereitere, der Sodatestka verbundene Militärs in die Verantwortung zu holen. Andererseits ist insbesondere Schoigu, auch wenn ihn viele Militärs nicht ernst nehmen ein Uralt-Kumpel von Putin und seine politische Verbindung zur Armee. Wenn er geht, würde das „Fressen der Kinder“ der Silowiki beginnen.

 

 

 

gesundes Bedürfnis nach Rache“- Kertsch-Brücke

Damit hat der Gouverneur der Krim die Stimmung unter den Hardlinern nach dem Krim-Anschlag auf den Punkt gebracht. In manchen deutschen Medien werden die ru Raktenangriffe auf Zap, die inzwischen 3 dutzend Tote kosteten, als eine solche Rache interpretiert. M.E. ist das falsch. Zap wird schon länger mit Raketen beschossen, das steht im Zusammenhang mit dem Versuch, den Oblast nach der Annexion komplett zu erobern bzw. der vermeintliche UA Offensive präventiv zu verhindern. Der eigentliche Racheakt steht wohl noch aus.

Die ru Seite muss einräumen, dass der Verkehr behindert ist. PKW und Züge fahren wieder über die Brücke (vermutlich deutlich eingeschränkt). Busse und LKW müssen auf Fähren ausweichen. Auf der Krim wurden Preiskontrollen eingeführt. Es wird beschwichtigt, dass genügend Vorräte vorhanden sind. Offenbar gibt es Hamsterkäufe bzw. spekulative Preissteigerungen.

 

Bloggs: Kriegsgeschehen-Realismus und Suche nach ideologischer Fundierung

 

Die relativ realistische Kriegsberichterstattung wird beibehalten, sie ist in den ru Kanälen inzwischen präziser und detaillierter als die ukrainische! Ein merkwürdiger Zustand. Es ist aber weiter das Bemühen erkennbar, nun die Konsolididierung der ru Abwehr von UA Angriffen herauszustellen.

 

Parallel ist ein Versuch zu erkennen, den Krieg zu ideologisieren. Kadyrov spricht von Krieg.

 

Erstmals wurden vom FSB massive ua Angriffe bzw. vermeindliche Angriffe auf das russische Territorium bekannt gegeben. Angeblich über 100 seit Oktober, v.a. in der Grenzregion Beograd/Kursk. In den vergangenen Tagen war kritisiert worden, dass derartige Angriffe von der Armee kaschiert worden waren. Derartige Veröffentlichung dürften jetzt den Sinn haben, Russland in der Verteidigungsposition zu beschreiben und einen Verteidigungsmythos zu kreieren. Dazu passen. Blogs, die an aussichtslose Situationen im 2. Weltkrieg erinnern, die durch aufopferungsvolle Soldaten und vor Ort hoch engagierte Generäle herumgerissen wurden.

Auch Kadyrev ideologisiert den Einsatz seiner Leute mit Hilfe eines islamischen Würdenträgers gegen Kritik von tschetschenischen Geistlichen, wonach der Islam sich aus der staatlichen Politik heraushalten solle (!) (offenbar auch in Abgrenzung von Kyrill). Demgegenüber wird der „Krieg“ als ein Kampf gegen „zwischen Gut und Böse, zwischen traditionellen Werten und abscheulichen Vorstellungen des Satanismus“. Bemerkenswert. Kadyrov spricht von Krieg!!!!! ( сегодня идет война между добром и злом)

 

 

Sein oder Nichtsein-Putin ruiniert sein Land und geht offenbar aufs Ganze

 

+++ 07:43 Ökonom warnt vor Gewaltwellen in Russland und "demografischer Katastrophe" +++ ntv-
Russland wird nach Ansicht des Ökonomen Oleg Itskhoki über Jahre an den Folgen der von Wladimir Putin angeordneten Teilmobilisierung leiden. Das Land bewege sich auf eine "demografische Katastrophe von nationaler Tragweite" zu. Eingezogen würden vor allem Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. "Das ist eine Generation, die ohnehin schon eher klein ist", sagt Itskhoki im Interview mit dem "Spiegel". Sie umfasse wegen des Einbruchs der Geburten Anfang der Neunzigerjahre schon jetzt nur halb so viele Männer wie die nächsthöhere Alterskohorte. In einigen besonders stark von Mobilisierung und Flucht betroffenen Regionen könnte die Bevölkerung in dieser Altersklasse um bis zu zehn Prozent schrumpfen, warnt der Ökonom. Für die Eingezogenen bestehe eine große Wahrscheinlichkeit, nicht unversehrt aus dem Einsatz zurückzukehren. Itskhoki erwarte zudem zwei Gewaltwellen in Russland. Die erste werde unmittelbar mit "der Rückkehr der Kämpfer aus dem Kriegsgebiet zusammenhängen". Die zweite werde das Land mit großer Verzögerung treffen. Sie hänge zusammen "mit den Waisenkindern, die ohne Väter aufwachsen müssen".

 

Unterstützen die USA neue Verhandlungsrunde?

Laut türkischen Zeitungsmeldungen würden es die USA begrüßen, wenn die Türkei als Vermittler auftritt, die T. hat sich in Deutschland, Frankreich und den USA für diese Rolle angeboten. Haben die E. Musk-“Anregungen“ Platz in diesem Szenario?

 

Es gibt wenige schöne Seiten in diesem Krieg- manchmal aber doch

 

Die Kultur von Mariupol lebt weiter! Danzig, Lemberg, Iwano-Frankiwsk, Winnyzja wurden zu Konzertstätten. Der Schlussakkord des Festivals von „Mariupol Classic“ erklang in Kiew. Der Chefdirigent des Sinfonieorchesters der Nationalphilharmonie, Mykola Dyadyura, und der Dirigent des Mariupol Renaissance Orchestra, Vasyl Kryachok, führten Werke ukrainischer und internationaler Komponisten auf.
 

 

xxx

Ru Hardliner machen Boden gut. Ukraine Monitoring vom 9.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Hardliner sorgen für weiteren Wechsel bei Militärs- es wird eher schlimmer

Neuer Militär-Stil, neue Strategie?

Putin konsolidiert sich (vorerst) (im Elitensystem)

Krimlogistik nicht nur in Kertsch angegriffen

Rache für Kertsch?

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortag (und wegen Kertsch irgendwie doch nicht)

RA versucht Verteidigungslinien nördlich von Cherson und im Nordosten aufzubauen und zu verstärken

RA versucht Offensiverfolge im Donbas zu erzielen, offenbar nicht ohne Erfolg. Die Lage in Bakmut, wo die Wagner-Truppen verstärkt wurden und auch Kadyrev-Leute tätig sein sollen, gilt als schwierig.

Angeblich massiert die UA Truppen (10.000) im Nordosten, um einen Durchbruch Richtung Svatove und Kreminna zu erzielen, was eine Räumung des Gebietes bis an die russischen Grenze möglich machen und den Weg Richtung Luhansk frei machen würde.

 

Kertsch-Brücke

Die Explosion war das dominierende Thema gestern. Die Brücke ist so stark beschädigt, dass die Reparatur nach optimistischen russischen Schätzungen 4-5 Wochen dauern würde. Nach einer Sperrung wurde der eingeschränkte Auto-und Bahnverkehr wieder aufgenommen. Fähren versuchen die Beeinträchtigung zu kompensieren. Allerdings wird dies alles den Transfer in beide Richtungen erschweren und verlangsamen.

Übersehen wird in der d. Berichterstattung, dass es weitere Explosionen (zwei im Raum Mariupol) und eine im Raum Melitopel gegeben hat, die zwar weniger spektakulär waren, aber auch die Verkehrsinfrastruktur aus Rostov Richtung UA/Krim bzw. Krim Zaporischschja betrafen. Wenn sich dies fortsetzt.....

Im Raum Zaporischja ist nach lokalen UA-Angaben im Moment keine Militärlieferung aus der Krim mehr eingetroffen.

Die psychologische Wirkung dürfte für Russland, insbesondere die Russen auf der Krim und in Teilen der besetzen Gebiete verheerend und nachhaltig sein. Eine Zeitland standen alle Züge Richtung Krim still. Auf der Krim wurden staatlicherseits kurzzeitig Waren kontingentiert. Alle Reisenden dürfen derzeit auf Staatskosten länger in Hotels verweilen. Abgesehen von denen, die an der Brücke warten...D.h. Dieses Ereignis trifft jeden Krimbewohner und -Besucher. Die Beschwichtigungs- und Beruhigungsversuche des ru Krimgouverneurs stehen grotesker weise direkt unter seiner Putin-Geburtstagseloge. Anders als bei früheren Anschlägen kamen den ganzen Tag über neue Ankündigungen und Meldungen von ihm. Das dürfte Folgen haben.

Angeblich flüchten Familienangehörige von Besatzern/Kollaborateuren in Scharen über die Landbrücke Richtung Obl. Zaporischschja/Berdyansk. Das ist insofern absurd, da gleichzeitig Besatzerangehörige aus Cherson Richtung Krim evakuiert werden. Das Kriegsgeschehen, wie die Anschläge destablisieren also das Besatzungsregime, das durch die Annexion eigentlich stabilisiert werden sollte. Auch in Luhansk fliehen wieder Angehörige.

Spekuliert wird über ru Vergeltungsmaßnahmen. Ru hatte mehrfach angedroht, z. B. Kiewer Kommandostrukturen anzugreifen. Medwedjev soll auch einmal von „roter Linie“ gesprochen haben. Und ru Hardliner fordern eine Reaktion auf den Terroranschlag.

 

Großreinemachen in der Armee

Mit der Ernennung des Armeegenerales Serhij Surovikin zum Kommandeur der Joint Group of Forces im Krieg in der Ukraine ist nunmehr innerhalb kurzer Zeit der vierte hohe Militär, der für den ua Krieg verantwortlich ist, ausgewechselt worden. Der Wechsel an der Kriegs-leitenden Spitze war v.a. von Kadyrev/Prigoschin/Frontkommandeuren nach mehreren Niederlagen der RA gefordert worden. Entsprechend groß ist jetzt die Zustimmung aus diesem Lager für Putins Entscheidung. Das spricht für die bei H-und-G.info geäußerte Vermutung, dass inbesondere Kadyrevs Kritik mit Putin oder Teilen seines Umfeldes abgekartet war, um die Militärs zu deckeln und Putin als Problemlöser zu stabilisieren. Manches an den Kanälen in den vergangenen Tagen erinnert an die Leserbriefkampagnen in kommunistischen Zeitungen, auf die dann die Partei „reagierte“ und dem Rufe der Werktätigen folgend, irgendeine Schweinerei durchzog. Allerdings soll nicht bestritten werden, dass die Stimmung bei der kämpfenden ru Truppe sicher brisant war und man reagieren musste. Was aus dem von K. kritisieren General Lapin wurde, geht auch den mir bekannten Quellen nicht hervor.

Die Ernennung vn Serhij Surovikin ist ein Zeichen für

-eine Veränderung der russischen Militärstrategie. „Der Slogan „Initiative ist strafbar“ soll der Vergangenheit angehören.“, hieß es in einem Blog

-der Krieg wird gnadenloser, S. Gilt als „Mann ohne Gefühle“ (Meduza)

-S. ist ein Exponent der Hardliner, die somit Punkte machen, wie von H-und-G.info gestern vermutet.

S. machte sich beim Putsch 1991 mit Panzern nach Moskau auf, um den Putsch zu unterstützen, dabei ließ er drei Demonstranten niederwalzen, ansonsten war er bei jeder Schweinerei, in Tschetschenien, Syrien dabei und befehligte zuletzt die Luftwaffe., K. bezeichnet ihn als langjährigen guten Bekannten.

Die Veränderungen bei den russischen bewaffneten Organen ist damit möglicherweise noch nicht beendet. In Kanälen wird jetzt die Notwendigkeit von privaten Geheimdiensten diskutiert, wofür es schon eine gesetzliche Duma-Ermächtigung geben soll. Kryptische Meldungen in ua Medien behaupten auch in Moskau seien Militärs festgenommen worden. Das klingt nach möglicher fakenews, aber man weiß nie. Es kann sein, dass sich die ganzen kritischen Stimmen der letzten Tage nur als das Zwischenspiel eines weiteren lautlosen Moskauer Putsches erweist, der traditionelle Militäreliten zugunsten „moderner“, skrupelloserer Vertreter der Solowiki (oder Teile von ihnen) ersetzt. Keine gute Perspektive....

Militärbloggs

Die offiziösen ru Militärblogs, die den Kurs fortsetzten, relativ realistisch über das Kriegsgeschehen zu berichten, variieren ihren Stil. Während über ua Bewegungen exakt berichtet wird, werden die Aktivitäten der RA so dargestellt, dass sie die UA erfolgreich abwehren und sogar (erfolgreiche) Offensiven machen. Das kann auch tendenziell der gegenwärtigen Realität entsprechen, kann aber auch der Versuch sein, eine Konsolidierung vorzutäuschen. In Cherson jedenfalls werden Besatzerfamilien evakuiert und Bewohnern wird angeboten, sich nach Russland evakuieren zu lassen, was nicht für eine Konsolidierung, allenfalls für härtere Auseinandersetzungen spricht. Es wird auch eine Disziplinierung zu kritischer Blogs gefordert.

 

EU

Die Ukraine bereitet energisch den EU-Beitritt vor, es sei keine außenpolitische Frage mehr, das Parlament solle sich in den Ausschüssen mit der Anpassung beschäftigen, so ein Verantwortlicher

 

Das BSP der UA ist um 30% gefallen.

Krieg der Sterne und Explosionen im ru Hinterland. Ukraine Monitoring vom 8.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Es gibt kein ruhiges russisches Hinterland. Nicht nur die Kertsch-Brücke brennt.

AKW Zap wieder im Notmodus

Russland vor Entscheidungen

Starwars droht und Musk sinniert

Noch mal. Die Kollaborateure

Personenkult in Russland-Neonationalismus in der Ukraine

 

Vorweg

Glückwunsch an alle Aktiven der Zivilgesellschaft und von Menschenrechtsorganisationen, die stellvertretend für viele den Friedensnobelpreis gewonnen haben.

Russland hat fast zeitgleich die Memorialbüros in Moskau per “Gerichts”-Beschluss kassiert.

 

 

Kriegsgeschehen

 

Es gibt kein ruhiges russisches Hinterland

 

Kertzsch-Brücke brennt. Die wichtigste Verbindung von Kern-Ru zur Krim steht in Flammen, möglicherweise durch einen Brandanschlag.

 

Auch an anderen Stellen hat Russland mit Vorfällen zu kämpfen, die mutmaßlich auf die UA Spezialkräfte, oder Widerstandsgruppen zurückgehen könnten: Auf einem grenznahen Militärflughafen soll eine Drohne explodiert sein, bei Kursk operierten angeblich ua Spezialkräfte, die Gegend von Beograd soll aus der UA beschossen worden sein. Vor einigen Tagen hatte ein bekannter ru Veteran kritisiert, dass die RA lüge und nicht berichte, wie v.a. die Region Beograd durch UA inzwischen zerbombt sei.

 

Auch im besetzten Donetzk wurde ein wichtiger Eisenbahnknoten Richtung Rostov -vermutlich durch eine Rakete- getroffen.

 

Offenbar geht es derzeit verstärkt um den Grenzbereich zwischen Russland und der UA, um den Nachschub zu treffen und die Mobilisierung weiter durcheinanderzubringen. Alle drei betroffenen Regionen sind zentral für den Ru Nachschub der RA im Osten, mit der Krim auch für den Süden und Westen der Front.

 

 

Krieg der Sterne und E. Musk

Offenbar ist es der RA gelungen, einen Teil des Starlinksystems (von E.Musk), was die Internetkommunikation in der UA nach der Invasion sichert, zu treffen. Das ist auch für die UA ein Problem, die sich darauf z.T. stützt. Ru Medien spekulieren über den erfolgreichen Einsatz eines Satelitenstörungssystems. Merkwürdig ist das Zusammenfallen dieses Ereignisses mit den “Friedensplänen” von Musk. Hat dieser präventiv versucht, derartige Schädigungen seiner Satelliten abzuwehren? Oder gibt es Sorgen in den US-Militär- und Wirtschaftskreisen, mit denen Musk allein wegen seiner Weltraumaktivitäten zweifelsohne verbandelt ist, wegen einer Kriegsexkalation und die Suche nach pragmatischen Lösungen? Oder waren die Musk-Vorschläge ein Profilierungsversuch des Exzentrikers?Immerhin haben die Friedensvorschläge von M. Auch etwas Nützliches. Sie haben gezeigt, dass es derzeit dafür (noch) keine Basis gibt. Ein Hinweis auch für deutsche Philosophen.

 

Kriegsgeschehen ansonsten ähnlich Vortagen

 

UA rückt im Nordosten und Luhansk weiter Richtung Osten vor. Offenbar teilweise sogar Richtung russischer Grenze. Ru Nachschubwege werden beschossen.

 

In Cherson versucht die RA ihre Abwehrlinie nordöstlich von Cherson zu festigen, riskiert aber von Norden und Süden von der UA umzingelt zu werden. Der Kampf um die Brücken und Nachschubwege geht weiter.

 

Nun wird auch in ua Medien darüber spekuliert, dass eine neue ua Offensive in Zap/Dnjepo beginnen und die RA in West- und Ostkräfte spalten könne.

 

Mobilisierung

Trotz vielfacher Versuche, die Mobilisierungs-”Pannen” abzumildern, in dem Personengruppen ausgenommen, falsch Rekrutierte nach Hause geschickt werden, etc., zu korrigieren, reissen die Meldungen über schlechte Behandlung, gravierende Versorgungs- und Ausrüstungsmängel und merkwürdige Rekrutierungspraktiken nicht ab. Angeblich werden in manchen Regionen nun systematisch Arbeitslose rekrutiert, in den “annektierten” Gebieten, werden wohl zunehmend Belegschaften mobilisiert. Ähliches wird von einer Tochterfirma der Fia Knauf berichtet. Dazu sollte man wissen, dass die Knaufwerke im Donbas bei Bakmut in Soledar schon seit Längerem von der RA/Kadyrev besetzt wurden und seither faktisch unter russischem Management stehen, obwohl Soldedar insgesamt aktuell immer noch umkämpft ist.

 

Front und Machtkämpfe

Die RA sucht weiterhin krampfhaft Erfolge zu erzielen, mit denen sie punkten könnte, v.a. bei Bakmut und Donetzk-Stadt. Da in beiden Gegenden Wagner bzw Kadyrov-Leute im Einsatz sind, wird beim ISW -nicht zu unrecht- darüber spekuliert, ob nicht gerade diese beiden Putin besonders verbundenen Formationen Putin einen PR-Punktsieg verschaffen sollen. Da das ISW diese beiden Formationen dem Silowiki zuordnet, hiesse dieses aber nicht Gutes für die sich abzeichnenden Machtkämpfe in Moskau. Die in US-Medien behauptete Kontroverse mit Putin könnte, wofür im Moment Vieles spricht, eher von den Hardlinern, den KGBisten wie Patruchev, geführt werden und gegen Teile der traditionellen Militärs gehen. (die Oberkommandeuere der West und Ostgruppe und der stellvertretende Verteidigungsminister wurden schon ausgewechselt). Man sollte also diese angeblichen Kontroversen nicht überschätzen oder zu opitmistisch sehen. Bislang war Putin der Mann der KGBisten und es gibt bisher kein ernsthaftes Anzeichen, dass sich das geändert hat. Und man sollte Putin auch nicht unterschätzen. Er ist noch so blöd, dass er nicht wüßte, dass er Probleme hat und es Entscheidungen bedarf. Dass es da auch rumpelt, ist fast normal. Im Moment spricht jedoch das Meiste noch dafür, dass eher die Hardliner sich durchsetzen, was zu einer weiteren innenpolitischen Verhärtung v.a. gegen die Medien, die sozialen Medien und verzweifelten Aufrüstungs- und Mobilierungsversuchen und harten Militärschlägen gegen die UA (was nicht unbedingt atomar sein muss) führen könnte, um das Rad zu drehen.

 

Kriegsverbrechen-erneut Gräber

 

Die erneuten Funde von Gräbern, jetzt bei Liman deuten nicht unbedingt auf Massaker hin. Der Governeur warnt vor voreiligen Schlüssen. Allerdings sind sie per se ein erneuter Beleg für ein Kriegsbrechen Russlands. Bei Angriffen verfolgt die RA die Aleppo-Strategie der verbrannten Erde. (Einer der wichtigsten ru Strategen aus Aleppo war im Donbas eingesetzt und wurde jetzt stellvertr. Verteidigungsminister) D.h. sie beschießen gnadenlos auch zivile Ziele, bis der Weg frei für die Bodentruppen ist. Dergleichen findet derzeit auch bei der Verteidigung des besetzten Cherson statt. Die Gegend von Beryslav wird präventiv beschossen, dass auch Zivilisten sterben, wie der Gouverneur vermeldet. Beim Angriff auf Zap vor zwei Tagen sind 12 Zilivilsten gestorben.

 

Nachtrag zum Zahngold-fund im “Folterkeller”. Meldung vor zwei Tagen. Er wurde zwar dort gefunden, aber wohl einem Zahnarzt entwendet ( Recherche Ronzeheimer/Bild) und ist wohl nicht, wie von vielen vermutet, bei Folter entstanden. Die RA besteht halt aus Marodeuren.

 

Nachtrag zu den Listen mit Kollaborateuren

 

In Facebook gab es eine lebhafte und teilweise schräge Debatte zum gestrigen H-und-G.info Bericht zu getöteten Kollaborateuren. Zum einen, ich habe das gar nicht bewertet. Lediglich Bedenken zu den (inflationären) Kollaborateurslisten geäußert, die auf Basis von “Zurufen” (Denunuziation im urspringlichen Sinne, bloßstellen, anzeigen) erfolgen und teilweise mit Drohungen gepaart sind.

 

Zu diesen Listen muss man wissen. Die UA bezahlt weiterhin “ihre” Beamten und Rentner, etc. in den besetzten Gebieten. Das hängt mit dem Grundverständnis zusammen, dass das weiterhin UA ist. Es geht sicher auch darum, die Menschen gewogen zu machen bzw. die Loyalität zu erhalten. Kollaborateure unterminieren die Bemühungen der UA, ihre Gebiete zu halten und zurückzugewinnen. Die Informationen über die ua Infrastruktur und militärischen Ziele an die RA sind im wahrsten Sinne lebensgefährdend und haben z.B. in Mariupol auch die ru Besetzung deutlich erleichtert. Ohne Kollaborateure vor Ort wäre es für die RA auch schwieriger ein Besatzungsregime aufzubauen, manche Kollaborateuere beteiligen sich auch an den expliziten Repressionsmaßnahmen der Polizei, Spezialkräfte und der Geheimpolizei oder sind speziell in den Armeeeinheiten der LNR und DNR aktiv. Andere unterstützen die Deportation auch von Kindern nach Russland, Ärzte versorgen die Armeeverwundeten, Lehrer indoktrinieren (wie gestern berichtet) ua Kinder im Rahmen der Entnazifizierungsstrategie. Usw. Usw. Insofern ist es verständlich, dass die UA ein Interesse daran hat, die Kollaboration zu begrenzen, zu verfolgen und abschreckend zu sanktionieren. Auf schwerere Fälle der Kollaboration stehen 7 bis 15 Jahre, der SBU und die Staatsanwaltschaft haben schon mehrere hundert Verfahren zu laufen, just wurden allein 26 Personen wegen Organisation des Scheinreferendums allein in Luhansk belangt. (Zahl scheint mir sehr hoch, angesichts von kürzlich 7 befreiten Orten).

Bei nachgewiesener Kollboration wird wohl auch die Gehaltszahlung eingestellt, in manchen ua Regionen eine Enteignung der Betreffenden eingeleitet. Sie müssen mit einer Strafanzeige rechnen, die nach der möglichen Befreiung vollmutlich umgesetzt wird. Bei der Aufstellung von Kollaborateuren verläßt sich die UA Verwaltung auf Angaben aus der alten Verwaltung der besetzten Gebiete und Hinweise aus der Bevölkerung, die direkt oder spezielle Internetkanäle gegeben werden können. Das eröffnet natürlich Fehlinformationen und Denunziationen Tür und Tor. Wer die Angaben verifiziert, bevor sie Folgen haben bzw. elektronische “Streckbriefe” veröffentlicht werden, ist unklar. Unklar ist auch, was Zusätze in Kanälen bedeuten, “Vergeltung ist nahe oder wird kommen”. Es ist erwiesen, (s. H-und-G.info gestern), dass Partisanen u.ä. Jagd auf führende Kollaborateure gemacht und sie umgebracht haben, eher höhere Chargen und Sicherheitskräfte. Die Frage ist, auch wenn mich jemand als russischen Troll verdächtigt hat, was ist, wenn die Wut noch größer und diffuser wird.

 

Ein von mir geschätzter Blogger aus dem Donbas schätzt die Zahl derer, die in seiner Region die Zusammenarbeit mit den Besatzern befürworten bzw. die Lage für eigene kriminelle und sonstige Vorteile nutzen auf immerhin 10-15 %. Der Blogger, der durchaus dem Widerstand zuzurechnen ist, schreibt. “Ich hoffe aufrichtig, dass diese Leute entkommen, bevor die geflüchten Einwohner zurückkehren. Denn die Stimmung ist so, dass die Ordnungshüter diese (10-15%) vor Vergeltung schützen müssten.”

 

 

Personenkult um Putin- Neonationalismus in der Ukraine

Der Krieg verändert die Gesellschaften bzw, akzentuiert schon dagewesenes. Waldimirowitsch wird durch den Metropoliten zum Gottesgesandten erhoben und von einem Dumaführer das Schicksal Russlands mit ihm verknüpft und Kadyrov benennt eine neues Stadion nach ihm.

 

In der Ukraine führt die brutale Invsion und Kriegsführung offenbar zunehmend zu einer pauschalen Russophobie. Wie schon bei der Kritik an ru Künstlern gesehen, und an der Kritik, dass europäische Staaten jetzt ru Flüchtlinge aufnehmen, wird dies auch an dem Befremden aus dem Kiewer Präsidialamt deutlich, dass belarussiche und russische menschenrechtlicher auf der gelichen Ebene mit dem Nobelkreis ausgezeichent werden wie die Ukrainer.

 

AKW-Zap- erneut im Notmodus

 

Wieder im Notbetrieb, weil alle externen Stromleitungen zerschossen. In Ernegodar, wo auch die Mitarbeiter wohnen, die das AKW nachwie vor am Laufen halten müssen, fielen zudem Strom udn Wasser aus. Wer auf Entspannung gehofft hat, sieht sich getäuscht. Die Lage ist brisant und wird angesichts desw Winters eher brisanter.

16 Kollaborateure getötet. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 7.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

 

Ukraine tötet Kollaborateure. Wo ist die Grenze?

Kreist die UA die RA ein?

Belarus als Waffenlieferant, iranische Drohnen ein Flop?

Russische Kriegspropaganda im Umbruch?

Selenskij als PR-Mann

UN warnt vor Winterdrama?

 

 

 

Happy Birthday Mr. President! Ich finde, jeder hat es verdient, mal aufzuhören. Wolodja wird 70.

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

ähnlich Vortagen

 

UA versucht v.a. im Bereich Charkiv weiter nach Osten, im Bereich Donbas weiter Richtung Lyssychansk, vorzudringen. Angeblich eingenommene Orte werden derzeit nicht veröffentlicht, weil dies zu einem vermehrten Artilleriebeschuss durch die RA führen würde. Die Bewohner können deswegen auch nicht in die befreiten Orte zurück, die zudem vermint sind.

 

Die russischen „Offensiven“ konzentrieren sich auf Bakmut und Donetzk-Stadt, evtl, mit geringen Gebietserfolgen, die aber volatil sind.

 

In Cherson hat sich die RA möglicherweise etwas weiter nach Süden zurückgezogen, versucht dort aber Verteidigungslinien zu verstärken. Es wird aber von ru Bloggern die Gefahr gesehen, dass die UA durch weitere Offensiven aus dem Westen der RA in den Rücken fallen, d.h. die RA erneut einkreisen könnte. In der Tat scheint die UA auch von Westen vorzurücken. Wenn das geschehen würde, wäre die RA im Raum Cherson auf der Westseite des Dnjepr „platt“, müsste sich über den Dnjepr oder zumindest aus die Stadt Cherson zurückziehen. Westliche Militärexperten wundern sich schon länger, dass das nicht geschieht und vermuten rein politische Entscheidungen in Moskau, die das verhindern. Angeblich soll Putin den Rückzugsvorschlag der Militärs untersagt haben, aber how knows really, das kann auch Gegenpropaganda sein.

 

Kriegsroutinen

Über den „spannenden“ Kriegsschauplätzen, über die die Medien berichten, sollte man die Kriegsroutine nicht vergessen, z.B. 150m Raketen in Sumy, Tag und Nacht Beschluss in Nikopol, einige zivile Tote nach Raketen auf Zaporischschja, etc.. Diese Meldungen über ru Dauersbeschuss und Gegenwehr zeigen, dass dieser Krieg noch nicht entschieden ist.

 

 

 

 

Ru Militärpropaganda

 

Die offiziöse ru Militärpro versucht -bei offenbar erstaunliche realistischer und detaillierter Darstellung des Kriegsverlaufes, den Eindruck zu erwecken, dass sich die ru Seite konsolidiert: Verteidigungslinien werden aufgebaut, ua Angriffe abgewehrt, Mobilisierte treffen ein oder werden ausgebildet.

Laut IWS planen die Wagner-Truppen einen eigenen Telegramkanal aufzubauen, um ähnlich wie Kadyrev eigene Stimmung machen zu können. Es ist allerdings auch zu beaobachten, dass sich die Kommandeure vor Ort eigene, bessere Informationsquellen versuchen zu erschließen, nachdem die offzielle ru Militärinformation sie angeblich mehrfach in die Bredouille gebracht hat. So wurde kritisiert, dass Infos über die bevorstehenden Offensiven in Charkiw und Cherson vor Ort bekannt waren, aber von der Militärführung ignoriert wurden. Derzeit wird in Blogs geradezu alarmistisch vor einer neuen Offensive der UA südöstlich von Zaporischschja gewarnt.

 

Unabhängig von der offiziellen Propaganda gehen die eher informellen Informationen über chaotische Zustände bei der Ra weiter, sei es über gravierende Versorgungsmängel bei der Mobilisierung, sei es über fehlende Bewaffnung, sei es über Soldaten, die von der Armeeführung nach der Flucht aus Liman offenbar im Stich gelassen werden, weil man sie als Verräter ansieht oder weil Ressourcen fehlen.

 

Derartige Meldungen gab es auch früher immer wieder, sie stoßen jetzt aber in der russischen Gesellschaft auf einen vollkommen anderen Resonanzboden. Während über Monate nach Kriegsbeginn große Teile der Putingläubigen Gesellschaft voll der offiziellen Berichterstattung traute und Alternativinformationen komplett als Propaganda ausblendete, ist jetzt der Zweifel gesäht. Zum einen weil diese gelegentlich in offiziellen Medien Einlass finden, zum zweiten, weil die Teilmobilisierung jede Familie treffen kann und die Berichte über die chaotische Mobilisierung somit über Familienmitglieder und Bekannte direkt bei den Menschen eintreffen. Der Korken ist jedenfalls aus der Falsche und in einer postkommunistischen Gesellschaft, die ohnehin anfällig für negative Gerüchte ist, wird sich dieser Korken nicht wieder draufsetzen lassen, allenfalls durch massiv verstärkte Repression.

 

Von mehreren Fronten gibt es ua Berichte, dass die RA ihren Rückzug vorbereiten könnte. Im Nordosten werden Akten verbrannt, in Zap. sollen Offiziere ihre Truppen verlassen haben, in Cherson sollen Kommandeure auf die östliche Dnjepr-Seite gewechselt sein.

 

 

Selenski als PR-Mann und die Atomwaffen

 

S. ist nicht nur ein guter Präsident, er ist v.a. auch ein exzellenter PR-Mann. Die d. Medien lieben es, ihn zu zitieren, weil, wenn es der Präsident gesagt hat, muss es ja in diesem Krieg, wo die Fakten angeblich alle nicht überprüfbar sind (gibt es den Krieg überhaupt, oder ist der nur eine Spezop?), stimmen. Selenski schafft es in der Tat, fast jeden Tag eine Schlagzeile zu produzieren. Sehr professionell finden er und sein Team immer wieder „news“ im Geschehen, die sie professionell pointieren und anspitzen. So weit so gut. Der Präsident, muss die internationale Unterstützergemeinschaft und sein eigenes Volk, auch die kritischen Teile bei der Stange halten.

 

Selenski, das muss man ihm zugutehalten, versucht dabei meist seriös zu bleiben. Aber manchmal schießt auch er über das Ziel hinaus. In einer Zeit, in der sehr ernsthaft über den materiellen Gehalt von atomaren Drohgebärden diskutiert wird von Präventivschlägen, welcher Art und wie schlecht auch immer übersetzt, oder den Tod von Putin im Zuge einer atomaren Auseinandersetzung zu spekulieren, ist wenig hilfreich. Andererseits. man muss es nicht zu ernst nehmen.

 

Etwas irritierend ist allerdings die amerikanische Strategie. Einerseits haben sie ihr ohnehin gutes Atomwaffenmonitoring verstärkt und sagen- zumindest offiziell, dass es keine wirklichen Anhaltspunkte für entsprechende ru Aktivitäten gibt, andererseits warnt nicht zuletzt Biden Putin immer wieder vor der atomaren Eskalation. Why? Vorwahlkampf, Psychologie, oder ist doch mehr dran?

 

 

Kollaborateure -schon 16 getötet und wer kommt als nächstes dran?

 

Wie schon mehrfach berichtet, droht sich die UA Gesellschaft in der Frage der Kollaboration zu zerfleischen. Derzeit werden ganze Listen von Lehrern, z.T. mit sehr präzisen Personen Angaben veröffentlicht (170 Namen allein in Melitopel), die seit Schuljahresbeginn im September in den besetzten Gebieten russisch geprägten Unterricht organisiert oder durchführt. Das ist sicher keine Marginalie, hier geht es auch nicht um Sprache, dieser Unterricht ist hoch ideologisiert, verfälschend und dient erklärtermaßen der Auslöschung der ukrainischen Identität („Entnazifizierung“) in Implementierung einer pro-Putin-russischen. Aber wie lange geht das gut, in einem Land mit so vielen Waffen und einem militanten Widerstand solche Listen, teilweise mit dem Zusatz, Vergeltung ist nah, zu veröffentlichen und zur Meldung von weiteren „Denunziationen“ Telegramadressen anzubieten? Bisher scheint das „Maß“ erstaunlich eingehalten worden zu sein, was dafür spricht, dass der Widerstand organisiert ist und auch von der UA Regierung mit gesteuert und beeinflusst wird. Gerade wurde eine Liste von Personen veröffentlicht, die auf Grund von Widerstandsaktionen getötet, bzw. schwer verletzt wurden. Danach sind es 10 politisch Aktive (plus 6 verletzte) und 6 Sicherheitskräfte durch Explosionen oder gezielte Schüsse getötet worden ganz überwiegend Leute in verantwortlichen oder Sicherheitspositionen. Ob die Liste vollständig ist, ist nicht klar, es wurde auch schon eine Schuldirektorin angegriffen, die wohl nicht auf der Liste steht. Unabhängig von physischen Angriffen stellt sich die Frage nach den politisch-psychologischen für das Weiterleben einer Gesellschaft, jetzt und nach einer möglichen Befreiung.

 

Belarus wichtiger Kriegslieferant für Putin

 

B. ist Flugzeugträger, Abschussbasis, Aufmarschgebiet, Armeestützpunkt, Bollwerk gegen die Nato und Trainingscamp für die RA. Nicht zur vergessen Waffenlieferant. B. sendete jüngst 30 Waggons mit Munition, weit Kriegsbeginn sollen es 250 Waggons sein.

 

Iranische Drohnen

Angeblich hat die UA die Hälfte der iranischen Drohnen angeschossen. Allerdings liegen die genannten Zahlen deutlich unter früher genannten Zahlen des Drohnendeals zwischen Putin und den Mullahs. Interessant ist die strategische Bemerkung, das diese Drohne zwar viel Unheil v.a. in zivilen Gebieten anrichten, aber rein militärisch wesentlich weniger effektiv als westliche Präzisionswaffen sind.

 

UN warnt vor Winterdrama in UA

Wie in H-und-G.info schon seit Wochen hingewiesen, hat jetzt auch die UN-Migrationsbehörde auf die Gefahr hingewiesen, die mangels Heizung und Strom im Winter drohen könnte, insbesondere wenn die RA die Energiebasen der UA angreift. (Ich versuche das zeitnah in H-und-G.info zu dokumentieren)

Kommt dritte Offensivfront? Ukraine Monitoring vom 6.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Hat der Machtkampf in Moskau begonnen?

Bombardement in Zaporischschja in Vorgriff auf mögliche UA Offensive?

Potemkinsche Annexion

Grenze von UA zu besetztem Gebiet fast dicht.

Psychokrieg um AKW geht weiter

Kriegsverbrecher von Putin befördert

Fehler in Monitoring gestern: Es war kein Folterkeller in Cherson, sondern wie auch jüngst wieder im Raum Charkiv. Bei dieser Gelegenheit: Dieses Monitoring, was seit mehreren Monaten durchgeführt wird, ist eine rein ehrenamtliche Initiative, die neben meinen anderen Aufgaben erledigt wird, es ist auch kein Nachrichtendienst, sondern der Versuch, andere Fakten und Sichtweisen als Anregung zu geben, weil es Unzufriedenheiten mit der bisherigen Berichterstattung gab. Anlass war u.a. dass die Euphorie über den Rückzug der Russen bei Kiew m.E. dazu geführt hat, dass die UA nicht ausreichend vom Westen unterstützt wurde, was zum Verlust von Luhansk und tausenden Toten führte.

 

Hat der Machtkampf in Moskau begonnen?

Zitaten von Politikern und anderen Angehörigen der russischen Eliten lassen vermuten, dass der Machtkampf um die weitere Ausrichtung des Systems begonnen hat. Putin jongliert. Während er den Tschetschenen Kadyrov durch Beförderung zum Generaloberst auszeichnet, soll angeblich ein Vertrauter und Medienverantwortlicher für Militärblogs des Wagner-Chefs Prigoschin wegen angeblicher Korruption verhaftet worden sein. Beide Kadyrov und Prigoschin hatten nach der Charkiv-Schlappe die Militärführung scharf kritisiert, Kadyrov dann aber geradezu übertrieben seine Loyalität bekundet („unser lieber und geliebter russischer Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin“) während Prigoschin unterstellt wird, am Stuhl von Verteidigungsminister Schoigu zu sägen. Aber auch vor Putin selbst macht die Kritik nicht mehr halt. Die NYT zitiert einen renommierten Militärverteranen, der in Moscow Times gesagt haben soll: „Dieser Idiot (Putin) hat sich auf einen Krieg gegen die ganze Welt eingelassen“. Der Krieg sei nicht mehr zu gewinnen. Auch andere Veteranen haben sich schon kritisch geäußert. Veteranen gehörten bisher zu Putins Rückhalt.

Derartige Töne waren vor Wochen noch undenkbar, und sind ein Indiz, dass es im Moskauer Gefüge knirscht, auch wenn m.E. bisher keine Linien erkennbar sind. Insbesondere der unmittelbare Machtblock hinter Putin, im Sicherheitsrat und die sog. Silowiki, scheint bisher nicht zu wanken, der über zahlreiche entscheidende Machtmittel verfügt.

Kriegsgeschehen

UA rückt in Cherson und im Nordosten weiter erfolgreich voran.

In der Region Charkiw/Luhansk östlich des Oskil rückt die UA näher an Svatove und Kreminna heran. Svatove ist offenbar von Zivilisten geräumt, in Kreminna versucht sich die Russische Armee auch durch massive Verminung zu verschanzen. Diese Region gilt als Einstieg für die mögliche Rückeroberung von Luhansk. Die UA versucht, die Nachschublinien zu erobern bzw. durch Beschuss ineffektiv zu machen, die RA versucht aus der Richtung Luhansk Verstärkung heranzuholen. Auch wenn einige Dörfer in Luhansk befreit wurden, ist es zu früh die Rückeroberung dieses Oblast auszurufen.

An anderen Stellen im Donbas sieht es anders aus. Während die Versuche der Wagnergruppe, Bakmut zu erobern, anhalten, aber festgefressen haben, scheint es, dass die RA nördlich von Donetzk kleinere Gebietserfolge hat.

In Cherson westlich des Dnejpr ist die RA aus Furcht vor Einkreisungen weiter nach Süden zurückgewichen und versucht gut 30 km nördlich von Cherson Stadt westlich des Dnjepr eine neue Verteidigungslinie auf zu bauen. Allerdings hat sie nicht genügend Mittel, dies auf der ganze Breite zu machen, so dass sie erneut in Gefahr ist, eingekesselt zu werden. Allerdings hat die RA südlich der Verteidigungslinie auch noch stärkere Kräfte und Logistikmöglichkeiten. Die UA versucht diese durch gezielte Raketenangriffe z.b. in Cherson-Stadt weiter zu schwächen.

Gibt es demnächst eine dritte Offensiv-Front?

Im frühen morgen wurde durch einen massiven Ru Raktenangriff das Zentrum von Saporischschja zerstört. Dies kann mit Einschätzungen in ru Blogs zusammenhängen, dass im Oblast Saporischschja dort eine weitere Offensive der UA erwartet wird.

Potemkinsche Annexion

Putin den Annexionsbeschluss unterschrieben, womit der nun auch formell in Kraft treten kann. Die Grenzziehung bliebt kurios, die soll dort gelten, wo sie am Tage der Zustimmung zum Beitritt in die Russische Föderation existierte. Abgesehen davon, dass nicht klar ist, welche Zustimmung („Referendum“, Duma, Präsident, etc.) gemeint ist, ist diese Definition volatil. Dort wo die ru Armee in den letzten Tagen einige m² Zugewinne gemacht hat, hätte sie eine neue Invasion der UA begonnen, da, wo sie sich zurückzog, ein Stück Russland geopfert.

Die Frage einer nicht sehr oppositionell aber bei Verstand wirkenden Dumaabgeordneten, über welche Grenze sie nun eigentlich beschließen solle, ist bis heute nicht beantwortet.

So oder so, der UA Präsi Selenski hat durch ein Gegendekret alle ru Beschlüsse auf dem völkerrechtswidrig annektieren Territorium für nichtig erklärt.

Besetzte Gebiete

Ohnehin ist unklar, wie Putin die Gebiete militärisch wie innenpolitisch konsolidieren will.

Manche Maßnahmen werden im Vorgriff auf die formelle Annexion ergriffen (Aufhebung der Zollgrenze im Donbas), manches scheint noch im Zwischenstadium. So werden Männer zwischen 15 und 65 bei allen möglichen Gelegenheiten registriert, zuweilen bedrängt Freiwillige zu werden, aber wohl noch nicht förmlich mobilisiert. Das kann täglich passieren. Repressionsmaßnahmen wie Filtrierung (Kontrolle), Festnahme, Deportation gegen weiter oder werden gar verschärft.

 

Grenze Ukraine-besetzte Gebiete fast dicht- Drama am Checkpoint Zap

Am Hauptcheckpoint zwischen dem besetzten Cherson/Zaporischschja und dem ua Zaporischja stauen sich weiter tausende von Menschen und hunderte von KFZ. Die Ru Besatzer haben die Passage durch Auflagen so erschwert, dass nur noch einzelne passieren können. Nun hat auch die ua Seite, Hilfskonvois in die besetzten Gebiete und Ansammlungen in der Nähe von feindlichen Aktivitäten, Kontrollpunkten und Konvoisammelpunkten verboten, nach dem am 30. September ein Hilfskonvoi in Saporischscha beschossen worden war. Die Evakuierung über diesen Checkpoint wird derzeit nicht empfohlen.

 

Wer sind Kollaborateure

Die UA Regierung scheint sich nicht ganz einig in der Frage. Während einzelnen scharfe Grenzen zogen (Wahl und Annahme eines ru Passes könnten strafbar sein) versuchte Selenski diese Grenzen zu mildern und für Verständnis für Menschen unter Besatzungsbedingungen zu werben, die unter Druck etwas konzidieren, was sie möglicherweise nicht wollen. So wird sicher der Druck der Besatzer auf die ua Bewohner ru Pässe anzunehmen oder gar in der ru Armee zu kämpfen mit der Annexion deutlich zunehmen. Aus Kreisen von UA, die Kollaborateure in Internetforum mit Foto und Adresse outen (und verfolgen) gibt es jetzt den Vorschlag, dass alle die wider Willen etwas zustimmen, was sie eigentlich nicht wollen, dies auf einer geheimen Internetplattform dokumentieren, damit sie nach der Befreiung keinen Repressionen ausgesetzt sind. Die Konflikte zwischen den Ukrainern dürften eines Tages eines der gravierenden Probleme des Wiederaufbaus und er Konsolidierung der Gesellschaft und rechtsstaatlichen Demokratie werden,

AKW-Zap: Psychokrieg und Streit um Eigentum

Putin hat die förmliche Enteignung des ua AKW-Zap unterzeichnet, in Moskau wurde eine ru Betreibergesellschaft gegründet. Dies ist im Zusammenhang mit der Annexion zu sehen, aber auch dem Versuch der IAEA, einen Sicherheitsbereich zu schaffen, und der Forderung der UA, das AKW zu entmilitärisieren Grenzen zu setzen. Insbesondere letztere soll wohl unterminiert werden. Dieser Akt ist aus ua Sicht natürlich rechtlich unwirksam, bringt aber neue Unsicherheiten in dem AKW und Druck auf die ohnehin schon belastete ua Besatzung. Um dem entgegegenzusteuern hat jetzt der Leiter der UA Atomenergiebehörde Kotin, die Leitung des AKW übernommen. Der bisherige Leiter war von Ru entführt, wieder freigelassen worden, hat aber sein Amt nicht wieder angetreten. Kotin forderte seine MA vor Ort auf, keine Ru Arbeitsverträge zu unterschreiben. (s. Das bemerkenswerte Interview Kotins auf H-und-G.info zu den Gefahren in Zap)

Kriegsverbrechen

Putin hat den Kriegsverbrecher Kadyrev zum Generaloberst befördert. In den d Medien wirs k. regelmäßig, aber unpräzise als „Bluthund Putins“ bezeichnet. Das bagatellisiert m.E. dessen Rolle, der unter Berufung auf den obersten Befehlshaber v.a. in der mittleren Pahse des Krieges relativ unverhohlen Kriegsverbrechen, wie Folter, Tötung statt Gefangenennahme, etc. propagierte. Derartiges Einpeitschen und die Auszeichnung durch Putin ist ein Beleg dafür, dass in Putins Krieg, Kriegsverbrechen systemisch sind. (s. diverse Veröffentlichungen zu K. auf H-und-G.info)

Unmut in russischer Armee wächst weiter. Ukraine Monitoring vom 5.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Rückzug an zwei Fronten. Verbissene Offensive an zwei Stellen

Konflikt Front-Führung nach letzten Ru Niederlagen erneut entfacht

Massenflucht aus Russland macht das Land dümmer und dünner

neue „Staatsgrenze“ führt zu ua Evakuierungsdrama in Vassilivka

Zahngold in „Folterkammer“

 

Kriegsgeschehen

 

Vormarsch der UA geht weiter

in Cherson ist es der UA auf erstaunliche breiter Front (mehrere dutzend km) die RA nach Süden Richtung Cherson zurückzudrängen. Die RA hat sich zurückziehen müssen, weil sie, wie berichtet, drohte teilweise eingekesselt zu werden. Die RA hat dabei sogar befestigte Punkte aufgegeben, zieht sich jetzt auf Städte und stärker befestigte Punkte, das heißt Richtung Cherson, Beryslav, etc. zurück.

Russische Blogger beschweren sich, dass die Ru Armeeführung nicht auf Warnungen von der Front reagiert hat, dass es an Material und Kämpfern fehle. Es zeichnet sich ein ähnliches Bild wie bei der erfolgreichen Gegenoffensive in Charkiw ab. Der Unterschied hier, die UA hat seit Wochen, die Logistik der RA in Cherson ausgehöhlt, indem Depots, Kommandostellen, Verkehrswege und v.a. die Dnjepr-Übergänge zerbombt wurden, wobei die westlichen longdistance-Waffen eine entscheidende Rolle gespielt haben dürften. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt, wenn die UA im Süden in den Bereich Beryslav/Nowa Kachowka und Cherson selbst gelangt, wo die RA offenbar versucht Verteidigungslinien aufzubauen.

Auch in Charkiv/Luhansk gibt es deutliche Fortschritte der UA. Sie ist weiter nach Osten vorgedrungen und steht nun 10 km vor Svatove. Über Svatove Richtung Südosten (Starobilsk)werden Teile der Besatzungsarmee von Luhansk versorgt. Die RA versucht hier unter Ausnutzung der geographischen Gegebenheiten (Fluss, etc.) eine Verteidigungslinie aufzubauen.

Weiterhin offensiv versucht die RA Richtung Bakmut (Wagner) und nördlich von Donetzk-Stadt zu agieren, bei zweiterem möglicherweise mit einigen Erfolgen.

 

Grauzone zwischen Befreiung und Beschuss

Während die Ukrainer die Befreiung von jüngst 8 Orten in Cherson, 30 in den letzten Tagen feiern, und sofort daran gehen, die befreite Bevölkerung mit Geld und Hilfsgütern zu versorgen, ist daran zu erinnern, dass alleine in diesem Oblast noch über 400 Gemeinden besetzt sind. Der Besatzungsterror gegen die Bevölkerung geht dort unvermindert weiter, teilweise sogar durch die ru Niederlagen verschärft, da sich die Besatzer noch schnell am Eigentum der Ukrainer vergreifen wollen, bevor alles zusammenbricht. Auch die Stadt Nikopol, nur 50 km von den befreiten Gebieten steht unter massivem Beschuss von der anderen Dnjepr-Seite. In wenigen km Entfernung spielen sich also vollkommen unterschiedliche Dramen ab. Selbst befreitet Gebiete wurden in der Vergangenheit immer wieder von der RA beschossen, so dass sie kaum bewohnbar waren. In den befreiten Gebieten und Grauzonen sterben also immer wieder Zivilisten, auch nicht selten an Minen, die die sich zurückziehenden Armeen zurücklassen.

Demoralisierung

Nachdem sich die Stimmung bei den ru Bloggern nach der Anschlussshow, kurzfristig etwas stabilisiert hatte, ist sie nun wieder deutlich kritisch. Neben einer erstaunlich realistischen Frontberichterstattung, die inzwischen weitgehend den Gegebenheiten entsprechen dürfte, werden deutlich Missstände angeprangert. Bei der Mobilisierung, bei der Bewaffnung/Nachschub, etc. Originalzitat: „Die Kommandeure vor Ort berichteten der Militär-Spitze über die Probleme. Personal- und Munitionsmangel. Als Antwort erhielten sie: "Erfinden Sie nichts, bei Ihnen ist alles in Ordnung."

Das ISW sieht wegen der Schwierigkeiten- sicher zutreffend- eine Meinungsfraktionierung im Putin-Lager. Ob die dreier-Unterscheidung Blogger-Silowiki (mit Kadyrev und Wagner) und Militärveteranen richtig ist, scheint mir nicht zwingend. Es gibt eher ein Unten an der Front (mittlere Militärs) und ein Oben (ohne Putin zu nennen). Leute wie Kadyrev (und Piroschin) pendeln zwischen radikalen Kritiken der Frontschweine an der Militärführung und Superloyalität gegenüber Putin hin und her. Entweder um seinen Einfluss geltend zu machen, oder um den Unmut zu kanalisieren. Putin versucht, die Widersprüche auszubalancieren, was ihm zwar noch gelingt, aber immer schwieriger werden dürfte.

Mobilisierungschaos

Hält trotz Begradigungsversuchen offenbar an. Offenbar hat sich die Gerüchteküche (sowjetischen Types) angefangen zu verselbstständigen. Es scheinen jede Menge Gerüchte auch jenseits der Realität in Umlauf, die die Bevölkerung beunruhigen und die von oben nur schwer oder gar nicht mehr einzufangen sind. Dies zeigt sich v.a. auch an den Fluchtzahlen. Dass die Mobilisierung Putin zu Hause mehr Probleme macht als sie an der Front zu lösen, ist ein nettes Apercu. Die Frage ist eine der Zeit. Ob das System Putin rechtzeitig so geschwächt wird, dass die Front nicht mehr zu halten ist oder ob „rechtzeitig“ langfristige Stabilisierungseffekte der Mobilisierung greifen. Dies erklärt auch den Druck den die Ua vor dem Winter macht.

 

Russland wird dümmer und dünner

Seit Beginn des Kriegs soll schon eine halbe Mio Russen geflohen sein. Seit der Mobilisierungsankündigung vermutlich noch einmal mehr als 200.000. Allein Kasachstan will 200.000 aufgenommen haben. Russland litt in den vergangenen Jahren ohnehin unter Bevölkerungsrückgang, so dass genaue demographische Zahlen nicht mehr veröffentlicht wurden. Dies soll sogar ein Motiv für den Krieg gewesen sein, um von der UA Bevölkerungszahl zu profitieren. Abgesehen von der absoluten Zahl gehen v.a. besser Ausgebildete und wohlhabendere Menschen, die im Ausland Chancen sehen bzw. das Geld und die Chancen haben, zu entkommen. In Asien dürften inzwischen aber auch viele flüchten, die der ethnischen Mobilisierung entkommen wollen. Usbekistan und Kasachstan nehmen sie trotzt Beziehungen zu Ru auf.

 

Lage am AKW Zap bleibt dramatisch

Der Direktor des AKW ist zwar auf Grund internationalen Druckes wieder freigelassen worden, aber nicht auf seinen Platz zurückgekehrt. Wer sein Nachfolger ist, ist unklar, eine weitere Komplikation für das AKW-Team, was unter höchster physischer und psychischer Anspannung die Dauerkrise zu bewältigen hat. Neuerdings steht an, die Reaktorblöcke teilweise wieder hochzufahren, weil ansonsten im Winter die Sicherheitsanlagen komplett ausfallen könnten. Es bleibt eine Bedrohung „für die Welt“ wie der ua Gouverneur m.E. zurecht betont.

 

Besetzte Gebiete

Auch wenn es noch eine Art Schwebezustand vor dem eigentlichen Anschluss ist, nimmt der Druck auf die Restbevölkerung zu. In Luhansk wird weiterhin wild mobilisiert und zwar direkt an die Front. Auch in anderen Regionen gibt es Rekrutierungen die zur Zwangsrekrutierung tendieren. In Energodar gibt es eine Ausgangssperre, insbesondere Männer dürfen sie Stadt wohl nicht mehr verlassen. Besonders dramatisch ist die Lage Vassilivka am Haupt-Checkpoint im Oblast Zaporischja Richtung Norden zu Oblasthautpstadt. Dort sollen sich seit Tagen kilometerlange Schlangen gebildet haben, die Rede ist von 4500 Personen. Während es früher nach einem „einfachen“ Filtrierungsverfahren (Aussonderung Gesuchter und „Verdächtiger“ durch die ru Repressionsorgane) hunderte, ja tausende passieren konnten, sind es jetzt täglich nur einige dutzend. Grund dafür sind jetzt offenbar zahlreiche Besatzer-Papiere, die jetzt zur Bedingung für die Ausreise gemacht werden. Der Gouverneur sieht dies als Vorboten für die Bildung einer „Staatsgrenze“ im Zuge der Annexion.

Humanitär

Im befreiten Cherson wurden weitere Folterkeller gefunden. In einem eine Kiste mit herausgerissenem Zahngold. Es bleibt dabei, wie es auch im Detail sein mag, Kriegsverbrechen, stimuliert oder geduldet gehören systematisch zur Ru Kriegsführung. Das ist ein Unterschied zur UA, wo Kriegsverbrechen, soweit erkennbar eher in Einzelfällen vorkommen und (teilweise) auch geächtet und geahndet werden.

Die UN hat bisher immer noch nicht das ru Gefangenenlager Olenivka besuchen können, um den Tod von 50 Gefangenen zu untersuchen. Der Grund sind fehlende Sicherheitsgarantien.

 

Hybrid und Finanzen

Der Ua zentralbankchef ist angebllich aus gesundheittlichen Gründen zurückgetreten. Es oll aber auch Spnnungen über die Bekmäfpugn der Inflation gegeben haben. Andererseits wird der UA Haushalt derzeit druch großzüge Zuwendungen der EU und in Folge auch einen IWF-Kredit stabilisiert.

 

Russland erlaubt Ungarn Zahlungsaufschub bei Gaslieferungen, während es dasgleiche den Moldavien verwehrt, denen mit Gasstop gedroht wird. Russisches Gas ist nur noch politische Waffe für pol. Wohlverhalten.

Diplomatischer „Erfolg“ für Russland

Nordkorea will die Annexionen anerkennen. Nun hat Ru offenbar doch einen Verbündeten in dieser Frage gefunden, nachdem selbst Serbien und Indien hier nicht mitspielen.

RA gelingt keine Abwehrfront. Ukraine Monitoring vom 4.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Der RA gelingt es bislang offenbar nicht, eine effektive Abwehrfront gegen die UA Offensiven zu bilden

Russisches Mobilisierungschaos geht weiter- Ru muss weitere erfahrene Truppen heranholen

AKW-Zap gefährliches Hin und Her

Russische Annexion grenzenlos

unsere ARD

 

Kriegsgeschehen

Die UA Armee rückt im Raum Charkiv und Cherson weiter vor.

Selbst nach ru Bloggern hat die UA inzwischen offenbar große Teile des Ostteils des Oskil Flusses eingenommen und rückt von zwei Seiten auf Svatove vor. Svatove ist ein weiterer Schlüsselort des ru Militärs für die Besetzung von Luhansk und nur noch 50km von der ru Grenze entfernt. Angeblich ist dort die Zivilbevölkerung (darunter vermutlich an Angehörige von ru Militärs) von den ru Besatzern zur Evakuierung aufgerufen worden, was vermutlich für weitere Unruhe in Ru sorgen dürfte. Die RA versucht sich z.B. in Großgebäuden zu verschanzen. Andererseits gibt es nicht verfizierbare Bilder von aus Liman geflüchteten Soldaten, die seit Tagen unter freiem Himmel ohne ausreichende Ernährung kampieren. Es ist nach wie vor offen, ob es der ru Seite gelingt, eine Abwehrfront zu bilden, oder ob diese nicht längst schon am Wegrutschen ist. In der Region müssen sie zudem mit Partisanenangriffen hinter der Front rechnen. Angeblich wurde östlich von Svative ein ru Militärlager angegriffen.

Cherson

Im Westen von Cherson scheint es der UA gelungen, sich entlang des Dnjepr etwa in der Mitte zwischen Nikopol und Cherson festzusetzen, weitere Orte von West nach Ost und Richtung Süden zu befreien. Das ist nicht ganz so erstaunlich, wenn man berücksichtigt, dass dort die RA etwas ausgedünnt sein dürfte. Es wirkte sich offenbar auch der fehlende Nachschub aus, da die UA zuvor die Dnjepr-Übergänge bombardiert hatte. Die Frage ist, was passiert, wenn die UA in den Bereich der befestigten ru Stellungen bzw. der Artillerie auf der anderen Dnjepr-Seite kommt. Allerdings dürften Teile der ru Armee von ihrem Hauptkontingent nach diesem Durchbruch abgeschnitten sein.

Trainerwechsel

Immerhin hat Putin nach der Niederlage von Charkiv den kommandierenden General der Westgruppe durch den Syrien-erfahrenen Gen. Berdnikov ersetzt. Damit kommt er einerseits der Kritik von Frontkommandeuren entgegen, andererseits wird wohl der General der Centralgruppe, Lapin, der von Kadyrev angegangen worden war, auf diese Weise aus der Schusslinie genommen. Wie aus der Bundeswehr bekannt, führen Trainerwechsel nicht automatisch zu Sieg, sondern spielen nur die Tatkraft des Präsidenten vor.

Mobilisierungschaos

Nach dem ru Mobilisierungschaos wird offenbar versucht, den Schaden dadurch zu begrenzen, da fehlerhaft Eingezogene wieder nach Hause geschickt und, wie berichtet, Rekrutierungskommissare entlassen und belangt werden. UA Quellen, die nicht bestätigt sind, berichten allerdings von anderen Querelen. Angeblich bestehlen Ausbildungsoffiziere Rekruten was zu Schlägereien geführt haben soll, gibt es zu wenig zu Essen, dass sich Rekruten takeaway-Food bestellen, sollen Ausbildungsoffiziere fehlen, usw.

Auch wenn die Berichte, die vermutlich auf ua Militärgeheimdienstinformationen beruhen, propagandistisch angespitzt sein dürften, sind sie vermutlich nicht vollkommen aus der Luft gegriffen. Ein Beispiel aus einem ua Armeebericht. „Das neu gebildete und verlegte 3. Armee Corps ist nicht der Lage, effektiv eingesetzt zu werden. Veraltete und nicht brauchbare Waffen und Militärequipment, Desertion, Verweigerung von Kampfbefehlen, Alkoholkonsum, systematische Verletzung der militärischen Disziplin sind der Hautgrund für die schlechte Kampfmoral dieser Einheit.“

Weil die schnelle Mobilisierung offenkundig floppt, versucht die RA erfahrene Einheiten aus Sibirien und Syrien heranzuholen. Kadyrev behauptet, 3 Omon (innenpol Spezkräfte) im Einsatz und neue Verbände geschickt zu haben. Offenbar ist aber auch er unter Druck, wie die absurde Idee zeigt, seine minderjährigen Kinder an die Front zu schicken. Vor einigen Tagen hatte er auch Abweichlern gedroht.

 

Mobilisierung in der UA

Anders als in Ru läuft die Mob in der UA schon seit Wochen und wird jetzt zeitlich bis November gestreckt, offenbar, um eine gleichmäßige Ausbildung, Ausrüstung, und Ersatz gewährleisten zu können. Vermutlich auch deswegen ist die Einziehung der Rekruten verschoben worden. Die Mobilisierung in der UA läuft inzwischen auch Portal-gestützt, durch workflows sollen Ausnahmegenehmigungen schnell erteilt werden können.

 

Russland weiß nicht, wo seine Grenze ist

Wenn es nicht so dramatisch wäre, wäre es komisch. Nachdem Ru die Annexion der vier teilbesetzten Oblasti ratifiziert hat, will es darüber nachdenken, wo genau die Grenzlinien liegen. Die Originalgrenzen sind nirgends erreicht, die Kampflinie teilweise rückläufig. Dass die Kontaktline von vor dem 24. 2. als Grenze angenommen wird, wie Sprecher Peskow vor einigen Tage gesagt haben soll, ist unwahrscheinlich, weil dies ein Eingestehen des Misserfolges der „Spezop“ wäre.

 

hybrid

EU verbraucht nur noch weniger als ein viertel des russischen Gases, wie zu Beginn des Krieges.

 

Korruption

Der Oberste Gerichtshof hat die Absetzung des Vorsitzenden der obersten Wirtschaftskammer abgelehnt. Diese Entscheidung stand an, nachdem nachgewiesen war, dass der oberste Richter parallel über eine russische Staatsbürgerschaft (vermutlich wegen seiner ru Frau) verfügte. Dies schließt hohe Staatsposten in der UA aus. Dem Richter wird von NGOs auch vorgeworfen, zu nachsichtig in Korruptionsfällen agiert zu haben. Dennoch zeigt die Entscheidung, dass die UA vollkommen anders verfasst ist, als in Ru. In Russland wäre es zu einer solchen Richterverweigerung nicht gekommen.

 

Humanitär

Die Kommandanten der freigelassenen Assov-Stahl Gefangenen konnten in der Türkei erstmals ihre Familien sehen. Sie wurden als Helden der Ukraine ausgezeichnet. Ihre Frauen hatten sich nach ihrer Festnahme spektakulär für sie eingesetzt. Dieser Gefangenenaustausch galt als einer der kompliziertesten und auf russischer Seite umstrittensten des Krieges. Vor einigen Monaten hatten die Kämpfer in Mariupol auf Drängen der ua Regierung kapituliert und waren nach einer komplizierten internationalen Vereinbarung in ru Kriegsgefangenschaft geraten.

 

Unsere ARD

Verfügt offenbar über keine Ukraine-Karte. Wie schon mehrfach, waren Sprechertexte mit falschen Bildern unterlegt. In der Tagesschau gestern wurde der Text zu den uA Erfolgen in Cherson mit Bildern unterlegt, die als „Bakmut“ insertiert waren. Zwischen beiden Fronten liegen einige hundert km.

Zweiter Durchbruch geglückt? Ukraine Monitoring vom 3.10.2022. ca 6.30

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

In Cherson könnte die UA die RA geteilt haben

Hält Putins Propagandafront?

Langsame Russifizierung der besetzten Gebiete

Droht Wintermigrationswelle?

 

 

Kriegsgeschehen

 

Zweiter ua Durchbruch in Cherson?

Möglicherweise ist der UA ein zweiter Durchbruch in Cherson, westlich des Dnjepr gelungen. Seit gestern nachmittag gibt es ua Blogger-Meldungen, wonach die UA bis an den Dnjepr herangerückt sei ( Zolota Balka). Offiziell wurden geringere Gebietsgewinne bestätigt. Ru Blogger melden Versuche der UA weiter am Dnjepr Richtung Süden vorzudringen. Wenn sich dieser Trend konsolidieren und bestätigen würde, hätte die UA die russischen Kontingente auf der West-Seite von Cherson in zwei Teile aufgespalten. Die RA hatte sich angesichts der Offensive immer weiter zürückgezogen und versucht, in ca 5 Regionen einzuigeln. Sie muss zudem mit erheblichen Nachschubproblemen rechnen, da ihre Versuche Behelfsbrücken über den Dnepr und Inhulets-Fluss zu errichten, immer wieder von der UA konterkariert werden.

Angeblich soll die RA im Süden erhebliche Materialverluste v.a. an Panzern haben.

 

In Charkiw und Liman dringt die UA offenbar langsam immer weiter Richtung Osten vor, hat aber mit teilweise erheblichem Widerstand der RA zu rechnen.

 

Laut UA soll die Moral der RA durch das Desaster von Liman weiter gesunken sein, es hätten sich viele Soldaten in Gefangenschaft begeben, andere Einheiten tief ins besetzte Gebiet abgesetzt. Eine differenzierte Bilanz -auch an Materialverlusten- steht noch aus. Insofern ist unklar, ob die RA überhaupt in der Lage ist, neue Verteidigungslinien aufzubauen.

 

Jenseits der Auseinandersetzungen an den Hotspots, die im Fokus der internationalen Medienaufmerksamkeit sind, geht der Krieg an hunderten km Front „routinemäßig“ weiter, mit hohem Beschuss, und Zerstörungen von dutzenden von Ortschaften im Kampfgebiet und immer wieder Angriffen auf die städtische Infrastruktur (z.B. von Kriwi Rih ).

 

Der Standardsatz im Armee-Bericht lautet fast täglich unverändert: „Der Feind konzentriert seine Bemühungen weiterhin auf Versuche, die Oblast Donezk zu besetzen, die eroberten Gebiete zu halten und die aktiven Aktionen der Verteidigungskräfte in bestimmte Richtungen zu stören. Der Feind beschießt die Positionen unserer Truppen entlang der Kontaktlinie und führt Luftaufklärung durch. Greift zivile Infrastruktur und zivile Häuser an, verletzt das humanitäre Völkerrecht, Gesetze und Kriegsgebräuche. Es bleibt die Gefahr, dass der Feind Luft- und Raketenangriffe auf das gesamte Territorium der Ukraine startet.“

d.h. vergleichweise kleine, wenn auch bedeutsame Erfolge, sind noch nicht die Vorentscheidung.

 

Natobeitritt

Während die Natoführung reserviert auf den Antrag der UA reagiert, haben sich 9 östlich gelegene Staaten darunter Polen, Estland, Lettland und Tschechien dafür ausgesprochen. Einstimmigkeit ist erforderlich. Vermutlich würde die UA leichter die Nato- als die EU-Aufnahmekriterien erfüllen, da sie militärisch zunehmend faktisch in die Nato integriert ist, auch wenn dies aus politischen Gründen natürlich vom Westen dementiert wird.

 

Papst fordert Frieden

Während sein Moskauer Bruder den Bellizisten gibt, versucht der Papst auf Putin einzuwirken. Ein Treffen beider Kirchenführer, wenn auch vom Papst schon einmal angedacht, hat bisher nicht stattgefunden.

 

 

Besetzte Gebiete

Offenbar soll die Gangart bei der Integration der annektierten Gebiete verlangsamt und bis zum 1. 1.2023 gestreckt werden. Das trifft auch auf die Abschaffung der Griwna zu. Allerdings wird aus berichtet, dass diese immer weiter zwangsabgewertet wird. Angeblich soll so gar die Mobilisierung gestreckt werden, auch wenn teilweise das Gegenteil berichtet wird.

 

Die Kommunikation der UA Verwaltung mit den besetzten Gebieten wird offenbar immer schwieriger, da das ua Internet dort blockiert und das russische zensiert wird. Nur wer die Fähigkeiten hat, über vpn und Kanäle wie Telegram zu kommunizieren, kann sich in den besetzten Gebieten auch alternativ informieren.

 

Offenbar wird es immer schwieriger, besetzte Gebiete Richtung UA zu verlassen. Es wird an mehreren Stellen von schärferen Kontrollen, mehr Papierkram bis zum vollkommenen Stillstand an Checkpotins berichtet. Manche UA Autoritäten empfehlen daher die Flucht über die Krim Richtung Georgien.

 

 

Informationskrieg

Der Uakrieg war schon immer ein Informationskrieg. Dieser gewinnt aber eine neue Dimension, da in den Militärblogs und teilweise sogar in russische Medien immer mehr Informationen über die russischen Niederlagen, Defizite bei der Logistik, Probleme bei der Mobilisierung auftauchen. Zu Beginn des Krieges war Derartiges vollkommen unterdrückt oder die Medienmacher selbst so siegesgewiss, dass sie diese Schwierigkeiten zugunsten von optimistischen Meldungen unterdrückten.

 

Offenbar kann eine kritische und realistische Berichterstattung in den Militärkanälen nicht mehr unterbunden werden, weil diese sonst zu stark vom faktischen Geschehen abweichen und die Soldaten gar nicht mehr erreichen würde. Offenbar können sich derartige kritische Kanäle dabei sogar auf Rückendeckung von wichtigen mittleren Militärführern, insbesondere der Söldnerverbände von Kadyrev und Wagner oder sogar aus dem Kreml selbst stützen. Diese Stimmen haben offenbar auch eine Korrektivfunktion über Fehlentwicklungen in der verkrusteten und korrupten Militärkaste. Es wird behauptet, dass mehrere Rekrutierungskommissare auf Grund der Kritik an illegalen Mobilisierungspraktiken abgesetzt wurden, und weitere folgen werden. Es wird argumentiert, dass es sich so zeige, dass die Zivilgesellschaft Einfluss auf die Regierung habe. Das belegt, dass die begrenzte Öffentlichkeit durchaus eine integrative Funktion haben kann. Auch Kadyrov, der vor einem Tag noch auf den Putz haute, gibt sich inzwischen wieder superloyal und siegesgewiss und zeigt erneut seine Blitzableiterfunktion. Möglicherweise hat auch schon ein neues Treffen von Putin mit Militärbloggern stattgefunden. In Miltärmedien wird jetzt zwar relativ ralistisch über das Geschehen berichtet, aber vor (negativen) „Emotionen“ gewarnt.

 

In die offiziellen staatlichen ru Medien ist diese Kritik bisher nur sehr partiell eingedrungen, kritische Interviews wurden sogar abgebrochen. Aber ISW weist m.E. zurecht darauf hin, dass Putins Versuch die Gesellschaft, über Medien statt über reine Repression zu steuern, Risse bekommen hat, und diese Strategie ähnlich wie bei Glasnost zu einem Dammbruch führen könnte. So hat die Ru Zensurbehörde gerade einen Musikstreamingkanal eingeschränkt, der in sein Programm Angaben über Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung durch russische Soldaten eingestreut haben soll. -Good morning Vietnam!

 

 

AKW Zap

 

Die Inhaftierung des Generaldirektors des ZNPP hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Nuklear- und Strahlensicherheit des Kernkraftwerks. Dies kritisierte der Chef der IAES, Grossi. Die IAEO hat sich an „die zuständigen Behörden“ gewandt, um eine Erklärung bezüglich der Inhaftierung des Direktors des Kernkraftwerks Zaporizhzhya, Ihor Murashov, zu erhalten, heißt es auf dem Twitter-Account der Agentur. Die Verhaftung steht vermutlich im zusammenhang mit dem Versuch, das AKW zu russifizieren.

 

UA

Die Werchowna Rada der Ukraine wird bei der nächsten Sitzung die Frage der Vermögensverstaatlichung von RU Vermögen in der Ukraine behandeln. Die von der Regierung erstellte Liste umfasst mehr als 900 Objekte, die Russland als Staat gehören.

Droht Wintermigrationswelle?

Angesichts sinkender Temperaturen wird in Cherson kostenlos Brennholz an die Bevölkerung der Krisengebiete verteilt. Dies nützt allerdings nur begrenzt, v.a. im privaten Haussektor.

Die mehrstöckigen Häuser können nicht auf diese Weise erwärmt werden und in tausenden Wohnungen gibt es kein Gas und es wird auch vor dem Winter kein Anschluss wiederhergestellt werden können.

Wie schon mehrfach auf H-und-G.info droht trotz großer Präventivanstrengungen der UA Regierung (Evakuierung, Instandsetzung, human Hilfe) eine erneute Evakuierungswelle im Winter. Polen rechnet mit 500.000 Migranten, die auch teilweise in die EU flüchten werden. Zurecht hat eine Migrationsforscher davor gewarnt, dass Russland im Winter gezielt gegen die Infrastruktur vorgehen könnte, um die UA und in Folge die EU zu destablisieren. Angesichts des Krieges in der Ukraine warnte Knaus vor einem Ausnahmezustand im Winter. Europa stehe vor einem historischen Fluchtwinter, sollte die Lage in der Ukraine sich weiter zuspitzen und die Versorgung mit Wärme und Strom nicht funktionieren, "weil der russische Angriffskrieg etwa Kraftwerke zerstört oder Massenvernichtungswaffen einsetzt", sagte Knaus. "Darauf wäre die EU jetzt nicht vorbereitet."

Unsere“ Bundeswehr

Dass kritische Infrastruktur in der EU schwer zu schützen ist, ist eine Sache. Dass mehrere unidentifizierte Drohnen offenbar länger über Bundeswehrstandorten rumfliegen können, ist eine interessante Information!

Russische Armee im Osten angeschlagen. H-und-G.info Ukraine Monitoring 2.10.2022 ca 6.30 Uhr

 

Spannungen zwischen Front und Generalität

Ob ru Rückzug zur Konsolidierung führt, zweifelhaft

Massive Logistikprobleme bestätigt

AKW Zap erneut gefährdet

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die Art und Weise, wie die RA von Liman abgezogen ist, ist entscheidend für die nächste Phase im Donbas.

Ru Blogger bemühen sich, den geordneten Rückzug zu betonen, so dass die RA in Svatov, und Kreminna neue Verteidigungslinien aufbauen bzw. verstärken könne. UA Blogger berichten, von panikartiger Flucht mancher ru Soldaten, von über 500 Toten, der Sprengung einer Brücke durch die RA, so dass Gruppen der RA abgeschnitten waren (und möglicherweise in Gefangenschaft gerieten). Eine genaue Bilanz steht noch aus. Offenbar konnte die UA aber nachsetzen, weitere Orte befreien. Es werden erste Kämpfe in Kreminna berichtet, was daran zweifeln lässt, dass die RA dort eine Verteidigungslinie aufbauen konnte. Außerdem ist Kreminna Partisanengebiet, so dass sich die RA dort nicht sicher sein kann.

 

Sicher wäre es erfolgreicher für die UA gewesen, wenn sie die ca. 5000 ru Soldaten hätte einkesseln können, dennoch ist damit erst einmal das Tor Richtung Luhansk aufgestoßen und auch im Norddonbas wird es für die RA schwieriger, ihr Ziel zu erreichen.

 

 

Neue Spannungen in der RA

 

Der Ärger in der RA vor Ort muss erheblich sein. Man versteht Situation nicht, fühlt sich von der Generalität im Stich gelassen. Wieder heißt es das man den Kommandeuren vor Ort zu wenig Kompetenzen gäbe. V.a. Kadyrev tut sich hervor. Offenbar versucht er, mit seiner scharfen Kritik Veränderungen in der Militärstrategie und beim Personal (!) zu erzielen. Aber er versucht damit auch die Stimmung in der Truppe, auch seiner, zu kanalisieren. Insofern sollte man auf seine Forderung, taktische A-Waffen einzusetzen nicht zu viel geben. Er hat dies im Übrigen schon früher, wenn auch etwas verschlüsselter, gemacht. (alle Mittel einsetzen)

 

Interessanter ist seine kritische Analyse

1. Auch er kritisiert den verantwortlichen General, er sei zu fern von der Front

2. V.a. kritisiert er die Logistik, dass der Nachschub, selbst an Munition nicht funktioniert habe: Der General setzte

„mobilisierte Kämpfer der LPR und anderer Einheiten an allen Grenzen der Liman-Richtung, versorgte sie jedoch nicht mit der erforderlichen Kommunikation, Interaktion und Munitionsversorgung“

3. Kritisiert er die „Vetternwirtschaft in der Armee“, womit hier wohl gemeint ist, dass die oberen Militärs die Schwächen von Kollegen decken. Kritik auch An Stabschef Gerassimow

4. Fordert er „charakterstarke, mutige, prinzipientreue Menschen“ als neue militärische Vorgesetzte

5. Das Kriegsrecht in Grenzregionen (Damit wohl die komplette Mobilmachung)

 

 

Interessanterweise bestätigt k. damit westliche Analysen, dass Mobilisierte zwar schnell eingesetzt wurden,dieser Einsatz aber nicht logistisch untersetzt war. Ob dies wirklich Unvermögen der Generalität ist oder vielmehr massive strukturelle Defizite der RA zeigt, ist eine andere Frage. (Die RA hat durch die Charkiv-Offensive wesentliche Nachschubwege verloren)

 

Außerdem zeigt sich, dass es, wie schon nach Charkiv, zunehmende Spannungen zwischen der überalterten ru Militärführung und den Kommandanten vor Ort gibt, bzw. zwischen den Chefs der Söldnertruppen und der traditionellen Militärführung. K.s Kritik wurde vom Wagnerschef teilweise unterstützt. Nach Charkiv waren bei den Bloggern sogar Gerüchte im Umlauf, Piroschin könnte Verteidigungsminister Schoigu ersetzen. Vermutlich war dies aus Kreisen der Kommandeure oder der Söldnerführer selbst stimuliert. Möglicherweise decken die auch die Kritik von ru Bloggern und Militärberichterstattern.

 

AKW

 

Offenbar versucht Ru das AKW Zap voll unter ru Kontrolle zu beringen und der ru Atombehörde zu unterstellen, den Angestellten werden entsprechende Verträge vorgelegt. In diesem Zusammenhang wurde offenbar der ua Chef des AKW entführt. Dies ist eine erneute Zuspitzung, da das Personal schon ausgedünnt, verunsichert, eingeschüchtert, permanent Krisenfälle steuern muss. Erst vor zwei Tagen gab es eine erneute Explosion.

Unterdessen bereitet der Leiter der IAEA eine Reise nach Moskau und Kiev vor, um eine Sicherheitszone zu verhandeln.

 

Kriegsverbrechen

 

Bei einem weiteren Angriff auf eine zivilen Konvoi im Raum Charkiv sind 20 Personen, die Hälfte Kinder, umgekommen. Allerdings möglicherweise schon vor einigen Tagen, als hier noch Krieg herrschte. Unklar ist ob, nach dem Angriff auf den Konvoi von Zap mit über 30 Toten, hier systematisch Terror gegen Zivilisten ausgeübt wird, oder die RA wegen struktureller Probleme einfach immer diffuser und immer weniger zielgenaue operiert.

 

 

Hybrid

Ra stoppt Gaslieferung an Italien und drosselt nach Moldavien

 

 

Krim

Erneut Explosion an Militärflughafen auf der Krim

 

 

Belarus

Westliche Quellen stätigen, dass Belarus sich vorbereitet ca 20.000 Ru Soldaten aufzunehmen. Möglicherweise werden auch die Belarussisschen Ausbildungskapazitäten genutzt, da diese in Ru für die Mobilisierung begrenzt zu sein scheinen

 

Gefangenenaustausch

Nach westlichen Quellen widersetzt sich der FSB einem weiteren Gefangenenaustausch, weil er negative Auswirkungen auf die Bevölkerungsstimmung erwartet. Der Austausch von Asow-Gefangenen war in der RA auf erhebliche Kritik gestoßen, Angeblich soll Putin ihn persönlich veranlaßt haben, um seinen Freund Medwedschuk freizubekommen, der ja eigentlich den Umsturz in der UA vorbereiten sollte. Die RA soll ca 2500 ua Gefangene haben. Auf Grund der Liman-Situation, wo vermutlich auch größere russische Kontingente gefangen wurde, dürfte der Druck auf einen weiteren Gefangenenaustausch jedoch wachsen.

Keine Ruhe nach dem Sturm. H-und-G.info Ukraine Monitoring 01.10.2022 ca 6.30 Uhr

 

Putins Wahrheit

Liman fällt so oder so

Unklare Grenzen, was kommt nach dem Referendum

 

 

Putins Wahrheit

Putin meint die Wahrheit sei mit Russland. Die Wahrheit ist, dass Putin für unsicheres Land über 100.000 Menschenleben geopfert hat, allein (registriert) 400 ukrainische Kinder starben. Das jüngste Kriegsverbrechen, ist der Angriff auf einen Evakuierungs-/humanitären Konvoi, bei dem über 30 Menschen umkamen. Das für einen „Landgewinn“, bei dem bis jetzt nicht einmal klar ist, wo die Grenzen verlaufen. Das dürfte in der Völkerrechtsgeschichte wohl ein Unikum sein. Im Donbas könnte der Zugewinn kleiner ausfallen, als erwartet. Liman dürfte in den nächsten Stunden in ukrainischer Hand sein.

 

Mystizismus als Kriegsziel

Je mehr Wirklichkeit und Vision auseinanderfallen, desto mystischer werden die Kriegsziele. Putin beruft sich auf die Wahrheit, Metropolit Kyrill verspricht bei Heldentod fast schon islamistisch die Befreiung von den Sünden, Kadyrov beschwört einen Kampf um russische Werte.  Man kann das als Flucht vor der bösen Realität interpretieren. Aber Eliten, die sich von der Realität abkoppeln sind umso gefährlicher.

 

Implodiert das System Putin (irgendwann)

Die Widersprüche bei der Mobilisierung gehen weiter. Jetzt muss RA offenbar Kadetten von den Schulen runternehmen, um sie als Reserve für fehlende Offiziere einzusetzen. Die Ausbildungszeiten der Mobilisierten sind absurd kurz. Wenn Putin es wagt, die jetzt eigentlich zu entlassenden 120.000 Rekruten, sofort zu mobilisieren, bricht er faktisch sein Versprechen, keine Rekruten in die „Spezialoperation“ einzubeziehen. Mit der Lösung von Problemen a la Putin, wird das System Putin immer instabiler und die Hoffnung der Ukraine besteht darin, dass das Kartenhaus trotz Masse und Atomwaffen irgendwann implodiert. Wann und wo ist unklar, aber die Chance besteht.

 

 

Was bringt „Neurussland“

Dennoch, diese Annexion ist eine Zäsur und zwar nicht nur psychologisch. Was genau sie bringt, wird sich erst zeigen. Aber die Grenze Russlands verschiebt sich an die bisherigen Checkpoints, was zu einer Verschärfung der Kontrollen führen dürfte. Die Zollgrenze zu Russland wird dagegen fallen. Das erhöht den Druck den Rubel einzuführen und forciert andere Anpassungen vorzunehmen. Schon jetzt werden Einwohner einzelner Städte bedroht, deportiert zu werden, wenn sie nicht sofort, russische Pässe akzeptieren. Ein russischer Pass heißt für Männer, dass sie zur russischen Armee eingezogen bzw. mobilisiert werden. Usw. D.h. die Restbevölkerung kommt in diesen Gebieten enorm unter Anpassungsdruck, während sich Ausreisemöglichkeiten verschlechtern. In Zap wurde der Checkpoint nach dem Angriff auf den Konvoi erst einmal geschlossen.

 

Die ukrainischen Altverwaltungen der vier betroffenen Gebiete verkündet demonstrativ nach einem Treffen der Gouverneure, dass sie weitermachen, ebenso die Verwaltung von Mariupol. Die einen manchen einfach weiter so, mit humanitärer Hilfe, Aufbauversuchen etc.. Andere hoffen auf die Rückeroberung und bereiten diese vor. In Luhansk wurden 20 Gemeindesvorstehern nach Ausnahmezustandsrecht Vollmacht erteilt, auch ohne Gemeinderatsbeschluss sofort nach der Rückgewinnung ihres Territoriums Anordnungen treffen zu können. Offenbar muss man sich auch in der ua Verwaltung neu finden. Wie die Wirkung der Annexion auf die ua  Bevölkerung ist, ist kaum auszumachen. Der Gouverneur von Cherson versucht mit einem flammenden Apell, „seine“ Leute bei der Stange zu halten.

 

Originaltext:

„Leute von Cherson!

Heute hört man aus der Hauptstadt der Besatzer Gerüchte über den Beitritt der Region Cherson zu Russland. Diese Aussagen und "Lösungen" sind absolut nichts wert. Und definitiv nicht Ihrer Sorgen wert. Diese Leistung wird nichts ändern. Die Region Cherson war, ist und wird die Ukraine sein. Wir wissen das, die ganze zivilisierte Welt bestätigt es.

Liebe Leute von Cherson! Jeder einzelne von Ihnen, der seit sieben Monaten zwangsweise in der Besatzung lebt. Wer glaubt die ganze Zeit an die Ukraine und jubelt ihr zu? Der wartet und alles tut, um die ukrainische Flagge so schnell wie möglich in unsere Region zurückzubringen. Wir danken Ihnen für Ihr Durchhaltevermögen! Wir sind bei dir! Wir sind stolz auf dich! Du bist unzerbrechlich!“

 

Kriegsgeschehen

 

Während sich ein Teil der russischen und prorussischem Eliten besoffen redet, zeigt sich in Liman das eigentliche Drama.

Nachdem unterschiedliche Einheiten der RA im Verkehrsknoten Liman tagelang ausgeharrt und gekämpft hatten, bereiten sie offenbar nun ihre Flucht vor. Sie sind von der UA so eingekesselt, dass sie komplett, v.a. die der RA Nachschubwege (und damit auch Fluchtwege) beschießen kann. Offenbar war es der RA nicht gelungen, rechtzeitig Verstärkungskräfte heranzufühen. (erneut, wie in Charkiv!) Gestern abend begann die RA einen Offensivversuch Richtung Osten!. Bei Bloggern wird spekuliert, dass dies nur der Versuch sei, die Stadt zu verlassen. Offenbar versucht die RA auch ihnen von Osten zur Hilfe zu kommen, Ob der UA noch eine Einkesselung und Festsetzung tausender Soldaten gelingt, ist unklar. Dass Liman und damit ein wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt von der RA befreit wird, ist wohl nur noch eine Frage von Stunden. Liman ist eine Art Tor zum Nord-Donbas. Der Fall von Liman macht die russische Eroberung von Bakmut, Siversk Kramatorsk unwahrscheinlicher, und eröffnet der UA neue Möglichkeiten zur Rückeroberung des Oblast Luhansk.

 

Allerdings zu viel Euphorie ist nichtangebracht. Unvermindert schießt Russland zerstörerisch an allen Fronten. In Dniepro wurde gerade ein ganzer Busfuhrpark zerbombt, mit mehreren Toten. Ein angeschossener Bär bleibt gefährlich.

 

Russland Flüchtlinge

Während Finnland die Grenzen dicht macht und die EU Restriktionen diskutiert, wollen Usbekistan und Kasachstan fliehende Russen aufnehmen

 

 

Russlands Stimmung

 

Die Rate von denen, die Putins Linie unterstützen fiel von 83 auf 77% in einem Monat, die Zahl der, die meinen, Russland laufe in die richtige Richtung von 67 auf 60%. Auch die Beunruhigung über die Mobilisierung nimmt zu. Man mag von Umfragen in Diktaturen nichts halten und ob Levada wirklich unabhängig ist, ist zweifelhaft. Dennoch der Trend ist bemerkenswert.

Truppenmassierung in Belarus- UA-Monitoring 30.9.

Heute verkürzt

 

Einkesselung von Liman

Erneute Gefahr in AKW

Russland stationiert Soldaten in Belarus

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die RA bei Liman fast eingekreist. Die Verkehrswege sind durch Beschuss faktisch abgeschnitten

 

Kein gutes Omen für die Anschlussfeier in Moskau

 

 

AKW

Am AKW Zap explodierte eine ru Mine, die möglicherweise einen Reaktorbrand verursacht hat

 

RU

Putins Zustimmungswerte sinken laut einer Umfrage

 

Belarus-droht neue Invasion aus dem Norden?

In Belarus werden Flug- und Truppenplätze für die Aufnahme von Soldaten hergerichtet, schon in den vergangenen Wochen hatte die RA zumindest einen Flugplatz übernommen, die Belarussische Armee wurde für den Ernstfall trainiert.

Was das genau bedeutet, ist unklar. Das Stillhalten von Belarus aus den bekannten Gründen war m.E. eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Charkiw-Offensive, bei der UA Soldaten aus dem Norden schnell herangezogen wurden. Eine erneute Massierung von ru Soldaten in Belarus könnte ein Indiz dafür sein, dass Ru seine Massenmobilisierung für einen späteren neuen Einmarsch von Norden nutzen könnte.

Verunsicherung vor dem Anschluss

H-und-G.info Ukraine Monitoring 29.9.2022 ca 6.30 Uhr

 

Verunsicherung vor dem Anschluss

UA dringt im Osten langsam aber stetig voran

BND unterstützt UA auf seine Weise

Papst spricht von Weltkrieg

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortagen

 

Am dramatischsten die Lage in Liman (dem Tor zum Donbas) , wo die UA offenbar langsam aber kontinuierlich weiter die Stadt einkreist.  Auch wenn die ru Seite dies dementiert, ist die UA dabei den Eingekesselten die Nachschubwege abzuschneiden. Ru Panzer, die zur Verstärkung geschickt wurden, seien nicht angekommen und teilweise zerstört worden. Die hinge nach UA Angaben auch mit dem schlechten Ausbildungsstand der Besatzung zusammen.

 

Die UA hat ihre Stellung in Kupjansk, östlich des Oskil stabilisiert und ausgebaut. Es gibt aber Kämpfe

 

Mobilisierung

Wie in H-und-G.info schon vor Tagen vermutet, betätigen nun auch britische Quellen, dass von der RA Mobilisierte ohne (Zusatz)-Ausbildung direkt an die Front gelangen. Nach UA Angaben sollen allein in Rostov 400 Soldaten nur einer Kurzunterweisung am 30.9. weitertransportiert werden.  Welche Folgen diese Maßnahmen haben, ist noch nicht abzusehen. Sie könnten die RA zumindest defensiv stabilisieren. Die könnten die RA aber auch von Innen destabilisieren. Die UA präsentiert einen Buriaten, der am 18. September eingezogen und sofort an die Front gebracht wurde. Dort soll er sich der Ua ergeben haben, weil er keine Chance sah, zu überleben.

 

Kreml - Russland will noch ganzes Gebiet Donezk erobern, so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

 

Papst spricht von „Weltkrieg“.

 

 

Vor dem Anschluss

Die Besatzungs-Leiter der besetzten Gebiete sollen in Moskau angekommen sein, um ein Anschlussdokument zu unterzeichnen. Allerdings berichtet das unabhängige Medium Meduza unter Berufung auf ru Regierungsinsider, es werde überlegt, den Anschluss und die Ausreiserestriktionen gegen russische Wehrpflichtige zu verschieben, weil die Stimmung in Ru derzeit nicht den gewünschten Propagandaeffekt erwarten ließe. Erdogan, der sich mehrfach als Vermittler ins Spiel gebracht hat und nach wir vor Wirtschaftsbeziehungen mit Ru unterhält, hat eine einseitige Annexion kritisiert und eine diplomatische Lösung angeregt und will mit Putin reden.

 

Die ukrainische Seite vor Ort scheint momentan etwas orientierungslos zu sein. Die einen machen einfach weiter, als wäre nichts geschehen, andere werden immer zynischer. Die stellvertretende MP, die als Zuständige für humanitäre Hilfe und Evakuierung einen beeindruckenden Job gemacht hat, droht jedem mit Strafen, der sich in die russischen Streitkräfte aufnehmen lässt, was kaum realistisch ist wie schon ihre Drohung, dass sich alle, die an der Abstimmung teilnehmen, strafbar machen könnten.

 

 

Angeblich gibt es im Süden der UA Dörfer, die fast entvölkert sind, weil die Menschen alle vor dem Anschluss zu fliehen versuchen. Es soll riesige Schlangen an Checkpoint geben (dafür derzeit aber kein Bildbeleg). Die Russischen Besatzer versuchen die Ausreise, v.a. von wehrpflichtigen Männern weiter zu verhindern. Für die Ausreise werden spezielle Dokumente von der Wehrverwaltung benötigt. In Zap erpressen Besatzer bis zu 1.200 Dollar, um die Region zu verlassen. Um Melitopol zu verlassen, ist es ab dem 1. Oktober notwendig, vorher Pässe bei der Kommandantur der Besatzer zu erhalten.

 

Kadyrov rühmt sich, dass aus der von ihm bewachten Region Engodar kein Mann entschlüpfen würde. In Georgen spitzt sich die Lage insofern zu, da das prorussische Nordossetien die Durchfahrt für Personenfahrzeuge durch das Gebiet beschränkt und nur für Einheimische und Touristen zulässt. Damit ist die Weitertfahrt nach Tiflis zumindest erschwert.

 

 

Kriegsverbrechen

 

Der UA Menschenrechtskommissar gab neue Details zu ausgetauschten
Azovstal-Gefangenen und ihrer Haft in Olenivka bekannt:  „In den Haftanstalten gab es fast keine Nahrung und kein Wasser, es wurden keine persönlichen Hygieneartikel bereitgestellt – es gab überhaupt kein Toilettenpapier, ebenso wenig wie Seife und Zahnbürsten. Ich musste auf Beton schlafen, ohne Decken – das ist keine Ausnahme, sondern eine allgemeine Praxis.  💬„Alle haben abgenommen. Manche wiegen 60-70 Kilogramm. Der kleinste Gewichtsverlust beträgt 25 Kilogramm, aber das ist für einen Kämpfer, der vorher sehr dünn war. Russland benutzte Hunger als eines der Folterelemente“, betonte der Menschenrechtskommissar.

Er erzählte auch, dass, als unsere Kriegsgefangenen zu den Haftorten gebracht wurden, sie durch ein Spalier geführt wurden, wo man mit Gummiknüppeln auf sie einschlug, die Stöcke brachen. Der Feind zwang sie, den Kopf gesenkt zu halten, und wenn jemand dagegen verstieß, schlugen sie ihn zusätzlich.

 

 

Wirtschaft

 

Das russische Bruttosozialprdukte fällt im Vergleich zum Vorjahr nach ru Angaben um 4,1 % , im Gesamtjahr angeblich nur um 1,5%. Der Einbruch in der UA liegt bei 30%.

 

 

BND-Hilfe für UA

Der Bundesnachrichtendienst (BND) unterstützt einem Medienbericht zufolge die Ukraine mit Informationen über Stellungen der russische Armee. die aus Satellitenbildern, abgefangenen Funksprüchen oder Mobiltelefongesprächen stammten. Dazu zählten etwa Hinweise auf Munitionsdepots sowie Aufnahmen eines russischen Flugfeldes mit genauer Lage und Zahl der Flugzeuge. Der BND habe dieses Vorgehen vorab rechtlich prüfen lassen. Die Daten würden mit einer Verzögerung von bis zu einigen Tagen weitergegeben, hieß es. Deshalb seien sie nicht unmittelbar für die Planung und Steuerung tödlicher Angriffe nutzbar.

Drohen Spannungen an der georgischen Grenze?H-und-G.info Ukraine Monitoring 28.9.2022 ca 6.30 Uhr

 

Putin Show stimuliert seine Anhänger

Was kommt danach? Russland hat regionale Loyalität ausgetestet

Neuer Zielkonflikt. Heimatfront-Besetzte Gebiete

Fällt Liman?

Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete

ua Gefangene wurden von RA schwer misshandelt

Genügend Gas für den Winter, aber…

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage

 

Aber UA scheint deutliche Fortschritte bei der Umzingelung der strategisch wichtigen Stadt Liman zu machen. Ru Quellen sprechen von sehr schwierigen Situation für die RA.

 

In Bakmut/Soledar soll es heftige Kämpfe geben, Soledar war nach ru Angaben schon vor Wochen eingenommen, was aber offenbar nie vollkommen zutreffend war.

 

Ansonsten Beschuss auf der ganzen Linie. Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete beschreibt eine UA Zeitung dieses Drama. Es gibt Gegenden, etwa in Sumy im Norden, die einst besetzt, dann im April befreit wurden, die täglich aus beschossen, ohne dass jemand in D. darüber berichtet. Ähnlich läuft es in den jetzt von der RA geräumten Gebieten, die im Bereich der ru Haubitzen liegen.

 

Versuch der UA weiter Nachschublinien, auch in Luhansk zu zerstören. Dort wurde angeblich sogar ein Zug mit neu mobilisieren Ru Soldaten getroffen.

 

An einem Tag soll die RA 50 Drohnenflüge initiiert haben, auch von Kamikaze Drohnen.

 

Putinshow

 

Die Abstimmungsshow scheint die Stimmung bei vielen Prorussen zu haben. Blogger, die noch vor Tagen auf die Militärführung schimpften, sind in Hochstimmung. Wie tief das geht, ist schwer zu sagen, aber in D. dürfte gelegentlich unterschätzt werden, dass derart ritualisierte Kampagnen durchaus geeignet sind, die eigenen Anhänger zu mobilisieren und zusammenzuhalten.

 

Besonders brutal soll in der Druck auf die Bevölkerung in Energodar gewesen sein, wo die Tschtetschenen die Abstimmung mit Waffengewalt erzwangen.

 

Ehemalige ua Verantwortliche machen Gegenrechnungen auf. In den sonstigen ua Soz Med ist die Stimmung eher merkwürdig verhalten. Mit dem Abstimmungsergebnis hat ja jeder gerechnet, die Frage ist, was kommt danach….

 

 

Nach der Propagandashow

 

Das Referendum gibt, trotz demoskopischer Absurditäten den Ru einen Überblick, wie loyal oder widerständig die Restbevölkerung ist. Entsprechend kann sie ihre Maßnahmen repressiv/integrativ dosieren.

 

Das allerdings könnte Probleme an Putins “Heimatfront“ schaffen. Schon jetzt gilt die Nationalgarde als ausgedünnt.

 

Es wird spekuliert, dass es einen Neuen Verwaltungsbezirk Krim mit allen besetzten/annektierten Gebieten geben könnte. Dies hätte den „Vorteil“, dass an den alten Mythos des zaristischen Neurussland und die in Ru eindeutig positiv konnotierte Krim-Annexion von 2014 anknüpft und die Grenzen volativ sein können, bei einem relativ stabilen Kerngebiet.  Oblasti Luhansk, Donetzk, Cherson, und Zap als selbstständige Einheiten sind nirgends komplett erobert worden, ob es jemals gelingt fraglich, derzeit sind sogar weitere russische Verluste und Rückzüge wahrscheinlich, was optisch nicht so gut aussieht.

 

Auf jeden Fall werden die Gebiete 1:1 mit den ru Verwaltungsstrukturen überzogen, v.a. der Repressionsorgane, Rubel eingeführt werden. Vermutlich werden noch stärker Verwaltungs- und Repressionskräfte aus Ru zu geführt, da es sich jetzt um „Inlands“-Aufgaben handelt.

 

 

Mobilisierung

Die Spannungen in RA wegen der M-. und der Art der M. halten an. Auch Anschläge gegen Rekrutierungsbehörden Dessen ungeachtet, sollen die ersten Mobilisierten an der Front angekommen sein. Das melden mehrere ua Quellen. Die Neuankömmlinge sollen Verluste auffüllen. Ob und wie sie ausgebildet sind, ist unklar. Die von Schoigu versprochen Nachausbildung kann aber nicht stattgefunden haben. Busse-weise treffen auch Mobilisierte auf der Krim ein. Nach manchen Meldungen sollen sie dort ein Training durchlaufen. Man wird sehen, ob sie nicht direkt weitergeleitet werden.

 

Die UA wird nicht mit einer Gegenmobilisierung reagieren, sondern arbeitet mit ihren bisherigen Plänen, so ein Präsidentenberater.

 

Drohen Spannungen an der russische-georgischen Grenze?

Blogger zeigen Konvois, die angeblich ru Kriegsgerät an die georgische Grenze transportieren. Dort gibt es km lange Schlangen von ausreiseinteressierten Russen, v.a. solche, die den Armeedienst vermeiden wollen. Schon seit Tagen wird spekuliert, dass Ru durch einen Anausnahmezustand o.ä. die Grenzen, zumindest für Wehrfähigen schließen könnte.

 

Atomwaffenmonitoring

Die USA scheinen die Atomdrohungen der RF doch ernst zu nehmen, wie wiederholte US-Warnungen zeigen., jetzt soll die Überwachung und Beobachtung des ru Nuklearpotential, auch mit Hilfe der Verbündeten ausgeweitet werden. Bisher gibt es aber offenbar keine praktischen Vorbereitungshandlungen der RA.

 

Hybrid

Nach Recherchen der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg ist Europa war die Wintergasversorgung angeht hinreichend gerüstet. V.a. durch einen erheblichen Zuwachs von Flüssiggasankauf, der auch noch im nächsten Jahr anhalten wird.

Falls die Angriffe auf die Nordstreampipelines ru Sabotage sein sollten, würden sie nicht wirklich viel bewirken. Außer einem kurzfristigen Preisanstieg. Allerdings könnte es ein Warnsignal sein, dass andere Pipelines (Skandinavien-Polen z.B.) bedroht werden könnten.

 

Kriegsverbrechen

Nach Angaben der Nati