Truppenmassierung in Belarus- UA-Monitoring 30.9.2022

Heute verkürzt

Einkesselung von Liman

Erneute Gefahr in AKW

Russland stationiert Soldaten in Belarus

 

Kriegsgeschehen

 

Die RA bei Liman fast eingekreist. Die Verkehrswege sind durch Beschuss faktisch abgeschnitten. 

Kein gutes Omen für die russische Anschlussfeier in Moskau.

AKW

Am AKW Zap explodierte eine ru Mine, die möglicherweise einen Reaktorbrand verursacht hat

RU

Putins Zustimmungswerte sinken laut einer Umfrage

Belarus-droht neue Invasion aus dem Norden?

In Belarus werden Flug- und Truppenplätze für die Aufnahme von Soldaten hergerichtet, schon in den vergangenen Wochen hatte die RA zumindest einen Flugplatz übernommen, die Belarussische Armee wurde für den Ernstfall trainiert.

Was das genau bedeutet, ist unklar. Das Stillhalten von Belarus aus den bekannten Gründen war m.E. eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Charkiw-Offensive, bei der UA Soldaten aus dem Norden schnell herangezogen wurden. Eine erneute Massierung von ru Soldaten in Belarus könnte ein Indiz dafür sein, dass Ru seine Massenmobilisierung für einen späteren neuen Einmarsch von Norden nutzen könnte.

Verunsicherung vor dem Anschluss

H-und-G.info Ukraine Monitoring 29.9.2022 ca 6.30 Uhr

Verunsicherung vor dem Anschluss

UA dringt im Osten langsam aber stetig voran

BND unterstützt UA auf seine Weise

Papst spricht von Weltkrieg

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortagen

 

Am dramatischsten die Lage in Liman (dem Tor zum Donbas) , wo die UA offenbar langsam aber kontinuierlich weiter die Stadt einkreist.  Auch wenn die ru Seite dies dementiert, ist die UA dabei den Eingekesselten die Nachschubwege abzuschneiden. Ru Panzer, die zur Verstärkung geschickt wurden, seien nicht angekommen und teilweise zerstört worden. Die hinge nach UA Angaben auch mit dem schlechten Ausbildungsstand der Besatzung zusammen.

 

Die UA hat ihre Stellung in Kupjansk, östlich des Oskil stabilisiert und ausgebaut. Es gibt aber Kämpfe

 

Mobilisierung

Wie in H-und-G.info schon vor Tagen vermutet, betätigen nun auch britische Quellen, dass von der RA Mobilisierte ohne (Zusatz)-Ausbildung direkt an die Front gelangen. Nach UA Angaben sollen allein in Rostov 400 Soldaten nur einer Kurzunterweisung am 30.9. weitertransportiert werden.  Welche Folgen diese Maßnahmen haben, ist noch nicht abzusehen. Sie könnten die RA zumindest defensiv stabilisieren. Die könnten die RA aber auch von Innen destabilisieren. Die UA präsentiert einen Buriaten, der am 18. September eingezogen und sofort an die Front gebracht wurde. Dort soll er sich der Ua ergeben haben, weil er keine Chance sah, zu überleben.

 

Kreml - Russland will noch ganzes Gebiet Donezk erobern, so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

 

Papst spricht von „Weltkrieg“.

 

 

Vor dem Anschluss

Die Besatzungs-Leiter der besetzten Gebiete sollen in Moskau angekommen sein, um ein Anschlussdokument zu unterzeichnen. Allerdings berichtet das unabhängige Medium Meduza unter Berufung auf ru Regierungsinsider, es werde überlegt, den Anschluss und die Ausreiserestriktionen gegen russische Wehrpflichtige zu verschieben, weil die Stimmung in Ru derzeit nicht den gewünschten Propagandaeffekt erwarten ließe. Erdogan, der sich mehrfach als Vermittler ins Spiel gebracht hat und nach wir vor Wirtschaftsbeziehungen mit Ru unterhält, hat eine einseitige Annexion kritisiert und eine diplomatische Lösung angeregt und will mit Putin reden.

 

Die ukrainische Seite vor Ort scheint momentan etwas orientierungslos zu sein. Die einen machen einfach weiter, als wäre nichts geschehen, andere werden immer zynischer. Die stellvertretende MP, die als Zuständige für humanitäre Hilfe und Evakuierung einen beeindruckenden Job gemacht hat, droht jedem mit Strafen, der sich in die russischen Streitkräfte aufnehmen lässt, was kaum realistisch ist wie schon ihre Drohung, dass sich alle, die an der Abstimmung teilnehmen, strafbar machen könnten.

 

 

Angeblich gibt es im Süden der UA Dörfer, die fast entvölkert sind, weil die Menschen alle vor dem Anschluss zu fliehen versuchen. Es soll riesige Schlangen an Checkpoint geben (dafür derzeit aber kein Bildbeleg). Die Russischen Besatzer versuchen die Ausreise, v.a. von wehrpflichtigen Männern weiter zu verhindern. Für die Ausreise werden spezielle Dokumente von der Wehrverwaltung benötigt. In Zap erpressen Besatzer bis zu 1.200 Dollar, um die Region zu verlassen. Um Melitopol zu verlassen, ist es ab dem 1. Oktober notwendig, vorher Pässe bei der Kommandantur der Besatzer zu erhalten.

 

Kadyrov rühmt sich, dass aus der von ihm bewachten Region Engodar kein Mann entschlüpfen würde. In Georgen spitzt sich die Lage insofern zu, da das prorussische Nordossetien die Durchfahrt für Personenfahrzeuge durch das Gebiet beschränkt und nur für Einheimische und Touristen zulässt. Damit ist die Weitertfahrt nach Tiflis zumindest erschwert.

 

 

Kriegsverbrechen

 

Der UA Menschenrechtskommissar gab neue Details zu ausgetauschten
Azovstal-Gefangenen und ihrer Haft in Olenivka bekannt:  „In den Haftanstalten gab es fast keine Nahrung und kein Wasser, es wurden keine persönlichen Hygieneartikel bereitgestellt – es gab überhaupt kein Toilettenpapier, ebenso wenig wie Seife und Zahnbürsten. Ich musste auf Beton schlafen, ohne Decken – das ist keine Ausnahme, sondern eine allgemeine Praxis.  💬„Alle haben abgenommen. Manche wiegen 60-70 Kilogramm. Der kleinste Gewichtsverlust beträgt 25 Kilogramm, aber das ist für einen Kämpfer, der vorher sehr dünn war. Russland benutzte Hunger als eines der Folterelemente“, betonte der Menschenrechtskommissar.

Er erzählte auch, dass, als unsere Kriegsgefangenen zu den Haftorten gebracht wurden, sie durch ein Spalier geführt wurden, wo man mit Gummiknüppeln auf sie einschlug, die Stöcke brachen. Der Feind zwang sie, den Kopf gesenkt zu halten, und wenn jemand dagegen verstieß, schlugen sie ihn zusätzlich.

 

 

Wirtschaft

 

Das russische Bruttosozialprdukte fällt im Vergleich zum Vorjahr nach ru Angaben um 4,1 % , im Gesamtjahr angeblich nur um 1,5%. Der Einbruch in der UA liegt bei 30%.

 

 

BND-Hilfe für UA

Der Bundesnachrichtendienst (BND) unterstützt einem Medienbericht zufolge die Ukraine mit Informationen über Stellungen der russische Armee. die aus Satellitenbildern, abgefangenen Funksprüchen oder Mobiltelefongesprächen stammten. Dazu zählten etwa Hinweise auf Munitionsdepots sowie Aufnahmen eines russischen Flugfeldes mit genauer Lage und Zahl der Flugzeuge. Der BND habe dieses Vorgehen vorab rechtlich prüfen lassen. Die Daten würden mit einer Verzögerung von bis zu einigen Tagen weitergegeben, hieß es. Deshalb seien sie nicht unmittelbar für die Planung und Steuerung tödlicher Angriffe nutzbar.

Drohen Spannungen an der georgischen Grenze?

H-und-G.info Ukraine Monitoring 28.9.2022 ca 6.30 Uhr

 

Putin Show stimuliert seine Anhänger

Was kommt danach? Russland hat regionale Loyalität ausgetestet

Neuer Zielkonflikt. Heimatfront-Besetzte Gebiete

Fällt Liman?

Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete

ua Gefangene wurden von RA schwer misshandelt

Genügend Gas für den Winter, aber…

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich Vortage

 

Aber UA scheint deutliche Fortschritte bei der Umzingelung der strategisch wichtigen Stadt Liman zu machen. Ru Quellen sprechen von sehr schwierigen Situation für die RA.

 

In Bakmut/Soledar soll es heftige Kämpfe geben, Soledar war nach ru Angaben schon vor Wochen eingenommen, was aber offenbar nie vollkommen zutreffend war.

 

Ansonsten Beschuss auf der ganzen Linie. Ehemals besetzte Gebiete, sind jetzt Kriegsgebiete beschreibt eine UA Zeitung dieses Drama. Es gibt Gegenden, etwa in Sumy im Norden, die einst besetzt, dann im April befreit wurden, die täglich aus beschossen, ohne dass jemand in D. darüber berichtet. Ähnlich läuft es in den jetzt von der RA geräumten Gebieten, die im Bereich der ru Haubitzen liegen.

 

Versuch der UA weiter Nachschublinien, auch in Luhansk zu zerstören. Dort wurde angeblich sogar ein Zug mit neu mobilisieren Ru Soldaten getroffen.

 

An einem Tag soll die RA 50 Drohnenflüge initiiert haben, auch von Kamikaze Drohnen.

 

Putinshow

 

Die Abstimmungsshow scheint die Stimmung bei vielen Prorussen zu haben. Blogger, die noch vor Tagen auf die Militärführung schimpften, sind in Hochstimmung. Wie tief das geht, ist schwer zu sagen, aber in D. dürfte gelegentlich unterschätzt werden, dass derart ritualisierte Kampagnen durchaus geeignet sind, die eigenen Anhänger zu mobilisieren und zusammenzuhalten.

 

Besonders brutal soll in der Druck auf die Bevölkerung in Energodar gewesen sein, wo die Tschtetschenen die Abstimmung mit Waffengewalt erzwangen.

 

Ehemalige ua Verantwortliche machen Gegenrechnungen auf. In den sonstigen ua Soz Med ist die Stimmung eher merkwürdig verhalten. Mit dem Abstimmungsergebnis hat ja jeder gerechnet, die Frage ist, was kommt danach….

 

 

Nach der Propagandashow

 

Das Referendum gibt, trotz demoskopischer Absurditäten den Ru einen Überblick, wie loyal oder widerständig die Restbevölkerung ist. Entsprechend kann sie ihre Maßnahmen repressiv/integrativ dosieren.

 

Das allerdings könnte Probleme an Putins “Heimatfront“ schaffen. Schon jetzt gilt die Nationalgarde als ausgedünnt.

 

Es wird spekuliert, dass es einen Neuen Verwaltungsbezirk Krim mit allen besetzten/annektierten Gebieten geben könnte. Dies hätte den „Vorteil“, dass an den alten Mythos des zaristischen Neurussland und die in Ru eindeutig positiv konnotierte Krim-Annexion von 2014 anknüpft und die Grenzen volativ sein können, bei einem relativ stabilen Kerngebiet.  Oblasti Luhansk, Donetzk, Cherson, und Zap als selbstständige Einheiten sind nirgends komplett erobert worden, ob es jemals gelingt fraglich, derzeit sind sogar weitere russische Verluste und Rückzüge wahrscheinlich, was optisch nicht so gut aussieht.

 

Auf jeden Fall werden die Gebiete 1:1 mit den ru Verwaltungsstrukturen überzogen, v.a. der Repressionsorgane, Rubel eingeführt werden. Vermutlich werden noch stärker Verwaltungs- und Repressionskräfte aus Ru zu geführt, da es sich jetzt um „Inlands“-Aufgaben handelt.

 

 

Mobilisierung

Die Spannungen in RA wegen der M-. und der Art der M. halten an. Auch Anschläge gegen Rekrutierungsbehörden Dessen ungeachtet, sollen die ersten Mobilisierten an der Front angekommen sein. Das melden mehrere ua Quellen. Die Neuankömmlinge sollen Verluste auffüllen. Ob und wie sie ausgebildet sind, ist unklar. Die von Schoigu versprochen Nachausbildung kann aber nicht stattgefunden haben. Busse-weise treffen auch Mobilisierte auf der Krim ein. Nach manchen Meldungen sollen sie dort ein Training durchlaufen. Man wird sehen, ob sie nicht direkt weitergeleitet werden.

 

Die UA wird nicht mit einer Gegenmobilisierung reagieren, sondern arbeitet mit ihren bisherigen Plänen, so ein Präsidentenberater.

 

Drohen Spannungen an der russische-georgischen Grenze?

Blogger zeigen Konvois, die angeblich ru Kriegsgerät an die georgische Grenze transportieren. Dort gibt es km lange Schlangen von ausreiseinteressierten Russen, v.a. solche, die den Armeedienst vermeiden wollen. Schon seit Tagen wird spekuliert, dass Ru durch einen Anausnahmezustand o.ä. die Grenzen, zumindest für Wehrfähigen schließen könnte.

 

Atomwaffenmonitoring

Die USA scheinen die Atomdrohungen der RF doch ernst zu nehmen, wie wiederholte US-Warnungen zeigen., jetzt soll die Überwachung und Beobachtung des ru Nuklearpotential, auch mit Hilfe der Verbündeten ausgeweitet werden. Bisher gibt es aber offenbar keine praktischen Vorbereitungshandlungen der RA.

 

Hybrid

Nach Recherchen der US-Wirtschaftsagentur Bloomberg ist Europa war die Wintergasversorgung angeht hinreichend gerüstet. V.a. durch einen erheblichen Zuwachs von Flüssiggasankauf, der auch noch im nächsten Jahr anhalten wird.

Falls die Angriffe auf die Nordstreampipelines ru Sabotage sein sollten, würden sie nicht wirklich viel bewirken. Außer einem kurzfristigen Preisanstieg. Allerdings könnte es ein Warnsignal sein, dass andere Pipelines (Skandinavien-Polen z.B.) bedroht werden könnten.

 

Kriegsverbrechen

Nach Angaben der Nationalgarde haben sechs von 118 Soldaten der Nationalgarde, die am 11. 21 ausgetauscht wurden gesundheitliche „Komplikationen“ auf Grund von nach Explosionsverletzungen, Post-Gehirnerschütterungssyndrom und Gliedmaßenfrakturen. Andere leiden unter den Folgen von Unterernährung. Die bedürfen einer „langfristigen und umfassenden Behandlung“.

 

Die Zahl der in Charkiv gefundenen Opfer ist durch das Auffinden neuer Massengräber auf deutlich über 500, überwiegend Zivilisten, gewachsen.

Anschluss an Russland nur noch „technische Frage“ Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 27.9. 2022 ca 6.30 Uhr

Putins Annexrede erwartet

Kevin allein zu Haus- in Panzerfrage

Angeblich ru Drohnenzentrum zerstört

Mobilisiert Orban gegen EU?

 

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie Vortage

Ua scheint etwas östlich des Oskil und Richtung Luhansk(Obl voranzukommen

Aber insgesamt eher verbissenes und vermutlich verlustreiches Kampfgeschehen

Angeblich soll nach ISW die UA ein Drohnenzentrum der RA in Cherson mit dutzenden von Opfern, auch iranischen Ausbildern getroffen haben. Die RA setzt diese zunehmend statt Raketen ein, weil sie Kosten sparen. Die UA hat vor einigen Tagen wegen des Drohnendeals, bei dem angeblich hunderte von Drohnen an Ra verkauft wurden, dem iranischen Botschafter die Akkreditierung entzogen und iran. Botschaftspersonal ausgewiesen.

 

Kevin allein zu Haus

Bei Plasberg sah der SPD-Generalsekretär ziemlich blass aus, als es um die Panzerlieferungen ging. Auch international scheint Deutschland in dieser Frage zunehmend allein dazustehen. Das Major-Argument, irgendwann seien die sowjetischen Panzer aufgebraucht, und dann müsse sowieso geliefert werden, ist eigentlich zwingend.

 

Mobilisierung

Wenn die besetzten Gebiete nach Russland angeschlossen werden, gibt es die “legale“ Möglichkeit „ehemalige“ Ukrainer als Wehrpflichtige einzuziehen oder im Rahmen der Mobilisierung zu rekrutieren. Vermutlich im Vorgriff darauf, werden schon jetzt die Grenze in Cherson und Zaporischja für Wehrpflichtige geschlossen.

 

Putins Abstimmungs-Show

Angesichts angebliche hoher Wahlbeteiligung im Donbas und Zaporischschja, hält man in Moskau das „R“ für wirksam und erwartet ähnlich wie bei der Krimannexion 2014 zeitnah eine Ansprache Putins. Ein Besatzungsoffizieller sprach davon, dass der Beitritt zu Ru nur noch eine „technische“ Frage sei.

 

AKW-Zap

Nach ru Quellen ist Ru bereit für Gepräche über Sicherheitszone. Angeblich spitze sich die Lage erneut zu, da AKW-Techniker wegen des drohenden Anschlusses von Zap an Russland, die Region verlassen wollen.

 

Hybrid

Laut Ru Quelle will Ungarns Orban Volksabstimmung zu Sanktionen

 

UA droht Treibstoffknappheit in Sekundärfolge Folge des EU-Ölambargos

 

Sanktionen- Lex Schröder

Bundesrepublik will EU-Regel, die Bürgern hohe Ämter in ru Staatsfirmen untersagt

Spannungen in Russischer Armee. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 25.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Interne Probleme in Ra dürften größer werden

Verluste der UA

Putins Abstimmungsshow immer absurder-Wahlkollaborateure müssen mit langen Hanfstrafen und Partisanenanschlag rechnen

 

 

Kriegsgeschehen

 

Scheint sich an den bekannten Orten derzeit weitgehend festgefressen zu haben, es sind keine größeren Geländegewinne der einen oder anderen Seite bekannt, sei es dass die Ua Kapazitäten limitiert sind, sei es dass die RA sich konsolidiert hat.

 

Die UA scheint mehr ru Flugzeuge abzuschießen, wegen der erhöhten Zahl der Agriffe oder eine besseren Luftabwehr ist offen.

 

Iranische Drohnen sind weiter eine Gefahr.

 

Gab es einen drohengestützten Chlorgasanschlag auf die UA in Cherson? Es gibt Hinweise in Regionalzeitung.

 

Laut ISW  soll die RA im Raum Cherson Kampfprobleme wegen des abgeschnittenen Nachschubes zu haben. Die NYT hatte berichtet, dass sich das ru Kommando aus Cherson zurückziehen wollte, Putin dies aber abgelehnt habe.

 

Seit mehreren Wochen gibt es bei westlichen Diensten Spekulationen, dass Putin sich immer mehr direkt in das militärischen Geschehen einmischt. Dabei soll auch Sein Verteidigungsminister übergangen werden, einem Nichtmilitär, den die Militärs angeblich nicht ernst nehmen. Einer der möglichen Spannungen im russischen Gefüge. Dass jetzt der Vizeverteidigungsminister, der für Logistik verantwortlich war, ausgewechselt wurde, ist ein Zeichen von wachsender Nervosität. Dass der Nachfolger der Bombardeur von Mariupol mit einschlägiger Syrienerfahrung ist, kein gutes Zeichen. Dass der Verteidigungsminister selbst wackelt und durch Leute wie den Wagner-Chef, ersetzt werden könnte, waren offenbar Spekulationen, die möglicherweise von unzufriedenen russischen Frontkommandeuren selbst angezettelt wurden.

 

Spaltpilze in russischen Armee

Mit der Massenmobilisierung kann die Ra zwar ihre numerischen Kräfte verstärken, aber dieWidersprüche werden damit nicht kleiner, sondern eher größer. Dass ist wohl auch Putin bewußt, deswegen hat er sdo lange gezögert, diesen Schritt zu gehen, deswegen wurden jetzt auch Rekrutierungsverantwortliche vom Verteidigungsministerium in einer Versammlung vergattert, die Regeln einzuhalten. Im Widerspruch dazu werden nach wie vor Quoten und Zeiten für die Rekrutierung vorgebenb, Säumige an den Pranger gestellt

 

Spannungen erwachsen aus:

 

-schlechte militärische Lage

-Kritik an Militärführung

-mangelnder Nachschub

-Bereitschaft zur Aufgaben bei einigen, höhere Stafandrohungn

-willkürliche Verlängerung der Vertragszeiten

-Rekrutierung von Mördern etc, unter herkömmlichen Militärs zumstritten

-Plünderungen und Bereicherungen umstritten (Diskussionen auf russischen chanels)

-mangelhafte Versorgung, auch mit Gerät

-Zwangsrekrutierung, selbst von Kriegsgefangenen (Olenivka)

-Rekrutierung im Rahmen der Mobilisierung von Menschen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, sogar von solchen, die gegen die Mob protestiert haben

-massenhafte Verletzung der Mobilisierungsregelungen

-Rekrutierung auch von Kindern aus der neuen Nomenklatura

-Einsatz von schlecht Ausgebildeten

 

 

50 Tote in der UA pro Tag

hat Selenskij eingeräumt, auf dem Höhepunkt der Kmäpfe in Luhansk waren es nicht zuletzt wegen Waffen-und Munitionsmagel bis zu 200.

 

Putins Showabstimmung wird immer mehr zu Farce

 

Es werden angeblich auch Personen ohne Pässe zugelassen

Es dürfen angeblich auch Personen für ihre Familienangehörigen abstimmen

In Ernegodar kontrollieren tschtschenischen Sicherheitskräften (OMON) den Wahlvorgang vor den Wohnungstüren

 

 

Laut anonymer TASS-Quelle soll der Anschluss am 30.9. erfolgen

 

Sowohl der UA Geheimdienst als auch Der Widerstand identifizieren namentlich UA Wahlhelfer-Kollaborateure. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft, Vermögensentzug bzw. Anschläge druch Partisanen.

 

 

AKW

Die Ukraine schlägt eine 30km Sicherheitszone vor. Das würde Nikopol einschließen, was sehr sinnvoll erscheint. Nikopol wird von der ru Dnjeprseite permanent beschossen, angeblich auch mit Drohnen. Die Gefahr von Gegenaktionen besteht auch.

Spannungen in Russischer Armee. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 25.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Interne Probleme in Ra dürften größer werden

Verluste der UA

Putins Abstimmungsshow immer absurder-Wahlkollaborateure müssen mit langen Hanfstrafen und Partisanenanschlag rechnen

 

 

Kriegsgeschehen

 

Scheint sich an den bekannten Orten derzeit weitgehend festgefressen zu haben, es sind keine größeren Geländegewinne der einen oder anderen Seite bekannt, sei es dass die Ua Kapazitäten limitiert sind, sei es dass die RA sich konsolidiert hat.

 

Die UA scheint mehr ru Flugzeuge abzuschießen, wegen der erhöhten Zahl der Agriffe oder eine besseren Luftabwehr ist offen.

 

Iranische Drohnen sind weiter eine Gefahr.

 

Gab es einen drohengestützten Chlorgasanschlag auf die UA in Cherson? Es gibt Hinweise in Regionalzeitung.

 

Laut ISW  soll die RA im Raum Cherson Kampfprobleme wegen des abgeschnittenen Nachschubes zu haben. Die NYT hatte berichtet, dass sich das ru Kommando aus Cherson zurückziehen wollte, Putin dies aber abgelehnt habe.

 

Seit mehreren Wochen gibt es bei westlichen Diensten Spekulationen, dass Putin sich immer mehr direkt in das militärischen Geschehen einmischt. Dabei soll auch Sein Verteidigungsminister übergangen werden, einem Nichtmilitär, den die Militärs angeblich nicht ernst nehmen. Einer der möglichen Spannungen im russischen Gefüge. Dass jetzt der Vizeverteidigungsminister, der für Logistik verantwortlich war, ausgewechselt wurde, ist ein Zeichen von wachsender Nervosität. Dass der Nachfolger der Bombardeur von Mariupol mit einschlägiger Syrienerfahrung ist, kein gutes Zeichen. Dass der Verteidigungsminister selbst wackelt und durch Leute wie den Wagner-Chef, ersetzt werden könnte, waren offenbar Spekulationen, die möglicherweise von unzufriedenen russischen Frontkommandeuren selbst angezettelt wurden.

 

Spaltpilze in russischen Armee

Mit der Massenmobilisierung kann die Ra zwar ihre numerischen Kräfte verstärken, aber dieWidersprüche werden damit nicht kleiner, sondern eher größer. Dass ist wohl auch Putin bewußt, deswegen hat er sdo lange gezögert, diesen Schritt zu gehen, deswegen wurden jetzt auch Rekrutierungsverantwortliche vom Verteidigungsministerium in einer Versammlung vergattert, die Regeln einzuhalten. Im Widerspruch dazu werden nach wie vor Quoten und Zeiten für die Rekrutierung vorgebenb, Säumige an den Pranger gestellt

 

Spannungen erwachsen aus:

 

-schlechte militärische Lage

-Kritik an Militärführung

-mangelnder Nachschub

-Bereitschaft zur Aufgaben bei einigen, höhere Stafandrohungn

-willkürliche Verlängerung der Vertragszeiten

-Rekrutierung von Mördern etc, unter herkömmlichen Militärs zumstritten

-Plünderungen und Bereicherungen umstritten (Diskussionen auf russischen chanels)

-mangelhafte Versorgung, auch mit Gerät

-Zwangsrekrutierung, selbst von Kriegsgefangenen (Olenivka)

-Rekrutierung im Rahmen der Mobilisierung von Menschen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, sogar von solchen, die gegen die Mob protestiert haben

-massenhafte Verletzung der Mobilisierungsregelungen

-Rekrutierung auch von Kindern aus der neuen Nomenklatura

-Einsatz von schlecht Ausgebildeten

 

 

50 Tote in der UA pro Tag

hat Selenskij eingeräumt, auf dem Höhepunkt der Kmäpfe in Luhansk waren es nicht zuletzt wegen Waffen-und Munitionsmagel bis zu 200.

 

Putins Showabstimmung wird immer mehr zu Farce

 

Es werden angeblich auch Personen ohne Pässe zugelassen

Es dürfen angeblich auch Personen für ihre Familienangehörigen abstimmen

In Ernegodar kontrollieren tschtschenischen Sicherheitskräften (OMON) den Wahlvorgang vor den Wohnungstüren

 

 

Laut anonymer TASS-Quelle soll der Anschluss am 30.9. erfolgen

 

Sowohl der UA Geheimdienst als auch Der Widerstand identifizieren namentlich UA Wahlhelfer-Kollaborateure. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft, Vermögensentzug bzw. Anschläge druch Partisanen.

 

 

AKW

Die Ukraine schlägt eine 30km Sicherheitszone vor. Das würde Nikopol einschließen, was sehr sinnvoll erscheint. Nikopol wird von der ru Dnjeprseite permanent beschossen, angeblich auch mit Drohnen. Die Gefahr von Gegenaktionen besteht auch.

Rekruten direkt an die Front? Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 26.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Offenbar schickt Russland Rekruten ohne Ausbildung an die Front

Ethnische Spannungen auf Grund rassistischer Rekrutierung

Putins Show zeigt Folgen der völkerrechtswidrigen Entukrainisierung

Gemetzel in Cherson?

Zahl der Anschläge steigt offenbar

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie Vortage, RA feuert aus allen Rohren

UA Angriffe auf Militärinfrastruktur gehen weiter

UA soll gewisse Gebietsfortschritte östlich des Oskils machen, wohl auch um Liman komplett zu umzingeln

Dagegen gibt es eine dramatische Reportage der NYT über die Region Cherson. Dort sollen die Verluste der UA sehr hoch sein, berichtet wird von 50 Toten bei Offensivangriffen innerhalb weniger Stunden. Wegen der Offensivankündigung soll die RA viele gut ausgebildete Truppen und viele Material dorthin verlagert haben (ähnlich im Spiegel). Die RA soll effektive Schützengräben, sogar für Panzer dort ausgehoben haben.

 

Mobilisierung

Allem Anschein nach, scheut sich die UA nicht, Rekruten ohne (Zusatz) Ausbildung direkt an die Front zu schicken. Mehrfache Indizien deuten darauf hin, dass frontnahe Einheiten schnell ergänzt werden sollen. Das ISW bleibt dennoch dabei, dass die M. keinen entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf hätte.

 

In Ru soll es, wie schon seit Beginn des Krieges vereinzelt Brandanschläge auf Rekrutierungsbüros geben.

 

Ethische Spannungen

Immer wieder kam und kommt es zu ethnischen Spannungen in RU, weil die RA überproportional in den nicht russischen Regionen wildert. So kam es schon früher zu Protesten bei den Buriaten, wo bis zu 20% von Dorfbevölkerungen rekrutiert worden sein sollen. Proteste finden derzeit nicht zufällig in Dagestan statt. Auf der Krim soll die RA versucht haben, möglichst viele der  Ru-kritischen tatarischen Männer einzuziehen. Russlands Strategie ist in mehrfacher Hinsicht rassistisch, wie auch schon die Entukrainisierungspolitik in den besetzten Gebieten zeigt.  

 

 

Putins Abstimmungsshow

 

Russische Staatsnahe Medien verkünden hohen Wahlbeteiligungen. Um die 77% im Donbas, über 50% in Zaporischschja und 48,9% in Cherson. Wenn wir die Zahlen einmal ernst nehmen zeigen sie v.a. eins. Putin hat so viele pro ukrainische Bürger vertrieben, dass der Rest loyal oder zumindest angepasst ist. Das wäre ein Eingeständnis- leider auch ein gewisser Erfolg- seiner angestrebten Entukrainisierungsstrategie, bei der alle pro ukrainischen Personen zu Nazis erklärt wurden, und auf die eine oder andere Art unschädlich gemacht werden sollten. Die Abstimmungshow zeigt die völkerrechtswidrige Vernichtung der ukrainischen Identität.

 

In Zap sind 75% der Bevölkerung geflohen, in Luhansk deutlich mehr als die Hälfte, etc.

 

Jenseits dieses Befundes hat die Zahl der grotesten Manipulierungen zu genommen. In einem Ort in Luhansk wurde in Luftschutzekellern gewählt, nachdem Luftalarm ausgegeben wurde.

 

Anschläge

Die Attacken auf Wahllokale halten sich bisher in Grenzen, vermutlich auch um die Bevölkerung nicht zu gefährden. Aber es gibt sie. Im Donbas wurde eine Schule getroffen, die als Wahllokal fungierte, in Luhansk weitere Wahllokale abgefackelt. In Cherson wurde ein ehemaliger prorussicher Abgeordneter in die Luft gesprengt. Auch in Melitopel explodierte ein Fahrzeug.

 

Die ukrainischen offizielle fordern die Bevölkerung auf, am Widerstand teilzunehmen und per Telegrammformular zu melden:

 

•Originalkzitat:  „Welche Informationen sind wichtig?

Die folgenden Informationen werden als sehr wichtig angesehen:

Gepanzerte Fahrzeuge des Feindes. Ort, Menge, Arten, Bewegungsrichtung. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Die Arbeitskraft des Feindes. Standort, genaue Anzahl, Arten von Waffen, wie sie sich verhalten, worüber sie sprechen usw. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Feindliche Luftfahrt. Standort, Flugzeugtypen, Anzahl, Richtungen und Flugplan über das Gebiet. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Ungewöhnliche und neuartige Antennen oder antennenähnliche Geräte. Auf Gebäuden montiert, auf dem Boden platziert, auf Autos platziert. Relevanz am Tag der Informationsübermittlung bzw. Beobachtungsdatum.

Lage der Positionen. Von wo aus unsere Gebiete bombardiert werden (gepanzerte Flugabwehrgeschütze, Laufartillerie, Flugabwehrfeuer), feindliche Befestigungen und Kontrollpunkte.“

Spannungen in Russischer Armee. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 25.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Interne Probleme in Ra dürften größer werden

Verluste der UA

Putins Abstimmungsshow immer absurder-Wahlkollaborateure müssen mit langen Hanfstrafen und Partisanenanschlag rechnen

 

 

Kriegsgeschehen

 

Scheint sich an den bekannten Orten derzeit weitgehend festgefressen zu haben, es sind keine größeren Geländegewinne der einen oder anderen Seite bekannt, sei es dass die Ua Kapazitäten limitiert sind, sei es dass die RA sich konsolidiert hat.

 

Die UA scheint mehr ru Flugzeuge abzuschießen, wegen der erhöhten Zahl der Agriffe oder eine besseren Luftabwehr ist offen.

 

Iranische Drohnen sind weiter eine Gefahr.

 

Gab es einen drohengestützten Chlorgasanschlag auf die UA in Cherson? Es gibt Hinweise in Regionalzeitung.

 

Laut ISW  soll die RA im Raum Cherson Kampfprobleme wegen des abgeschnittenen Nachschubes zu haben. Die NYT hatte berichtet, dass sich das ru Kommando aus Cherson zurückziehen wollte, Putin dies aber abgelehnt habe.

 

Seit mehreren Wochen gibt es bei westlichen Diensten Spekulationen, dass Putin sich immer mehr direkt in das militärischen Geschehen einmischt. Dabei soll auch Sein Verteidigungsminister übergangen werden, einem Nichtmilitär, den die Militärs angeblich nicht ernst nehmen. Einer der möglichen Spannungen im russischen Gefüge. Dass jetzt der Vizeverteidigungsminister, der für Logistik verantwortlich war, ausgewechselt wurde, ist ein Zeichen von wachsender Nervosität. Dass der Nachfolger der Bombardeur von Mariupol mit einschlägiger Syrienerfahrung ist, kein gutes Zeichen. Dass der Verteidigungsminister selbst wackelt und durch Leute wie den Wagner-Chef, ersetzt werden könnte, waren offenbar Spekulationen, die möglicherweise von unzufriedenen russischen Frontkommandeuren selbst angezettelt wurden.

 

Spaltpilze in russischen Armee

Mit der Massenmobilisierung kann die Ra zwar ihre numerischen Kräfte verstärken, aber dieWidersprüche werden damit nicht kleiner, sondern eher größer. Dass ist wohl auch Putin bewußt, deswegen hat er sdo lange gezögert, diesen Schritt zu gehen, deswegen wurden jetzt auch Rekrutierungsverantwortliche vom Verteidigungsministerium in einer Versammlung vergattert, die Regeln einzuhalten. Im Widerspruch dazu werden nach wie vor Quoten und Zeiten für die Rekrutierung vorgebenb, Säumige an den Pranger gestellt

 

Spannungen erwachsen aus:

 

-schlechte militärische Lage

-Kritik an Militärführung

-mangelnder Nachschub

-Bereitschaft zur Aufgaben bei einigen, höhere Stafandrohungn

-willkürliche Verlängerung der Vertragszeiten

-Rekrutierung von Mördern etc, unter herkömmlichen Militärs zumstritten

-Plünderungen und Bereicherungen umstritten (Diskussionen auf russischen chanels)

-mangelhafte Versorgung, auch mit Gerät

-Zwangsrekrutierung, selbst von Kriegsgefangenen (Olenivka)

-Rekrutierung im Rahmen der Mobilisierung von Menschen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, sogar von solchen, die gegen die Mob protestiert haben

-massenhafte Verletzung der Mobilisierungsregelungen

-Rekrutierung auch von Kindern aus der neuen Nomenklatura

-Einsatz von schlecht Ausgebildeten

 

 

50 Tote in der UA pro Tag

hat Selenskij eingeräumt, auf dem Höhepunkt der Kmäpfe in Luhansk waren es nicht zuletzt wegen Waffen-und Munitionsmagel bis zu 200.

 

Putins Showabstimmung wird immer mehr zu Farce

 

Es werden angeblich auch Personen ohne Pässe zugelassen

Es dürfen angeblich auch Personen für ihre Familienangehörigen abstimmen

In Ernegodar kontrollieren tschtschenischen Sicherheitskräften (OMON) den Wahlvorgang vor den Wohnungstüren

 

 

Laut anonymer TASS-Quelle soll der Anschluss am 30.9. erfolgen

 

Sowohl der UA Geheimdienst als auch Der Widerstand identifizieren namentlich UA Wahlhelfer-Kollaborateure. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft, Vermögensentzug bzw. Anschläge druch Partisanen.

 

 

AKW

Die Ukraine schlägt eine 30km Sicherheitszone vor. Das würde Nikopol einschließen, was sehr sinnvoll erscheint. Nikopol wird von der ru Dnjeprseite permanent beschossen, angeblich auch mit Drohnen. Die Gefahr von Gegenaktionen besteht auch.

RA kämpft mit iranischen Kamikazedrohnen. Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 24.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Neue Taktik? RA kämpft mit iranischen Kamikazedrohnen.

Showmaster Putin bietet massiv Sicherheitskräfte zur Fälschung auf

Mobilisierung läuft partiell schneller, als vermutet

UA macht immer noch Fortschritte

Weitere Anzeichen für Folter bei ASOW-Häftlingen und in Charkiv

 

Verweigerung der Abstimmung durch ein ukrainisches Dorf.

 

Originaltext: „Wir, die Einwohner von Sniguriwka, haben uns heute zu einem Protest gegen die illegale Abhaltung eines Referendums in der Stadt Sniguriwka und den umliegenden Dörfern versammelt. Die Region Sniguriw war schon immer die Ukraine. War und wird die Ukraine sein. Wir wollten und werden nie der Russischen Föderation beitreten. Wir rufen die Einwohner von Sniguriwka und den umliegenden Dörfern, d. h. Sniguriwka OTG, auf, nicht zum Referendum zu gehen und sich nicht an der illegalen Abhaltung des Referendums zu beteiligen. Ruhm der Ukraine! - sagten die Bewohner. Früher berichtete der Verräter von Cherson Streymousov, dass die besetzenden "Behörden" einfach dumm beschlossen hätten, die besetzten Gebiete des Gebiets Mykolajiw mit den besetzten Gebieten des Gebiets Cherson zu verbinden. Aber wen interessiert die Meinung der Besatzer und ihrer Gauleiterhunde? Richtig, niemand.“

 

 

Kriegsgeschehen

 

Im Prinzip wie Vortage

 

UA macht immer noch langsame Fortschritte in Liman, Bakmut, Oskil/Ost, Cherson, es kann sein, dass UA schon im Liman eingedrungen ist

 

RA verstärkt Luftangriffe, die ist möglicherweise Teil der von Kadyrev angekündigten „neuen Taktik“, die auch von Militärs vor Ort gefordert worden war.

 

RA setzt verstärkt iranische Kamikaze Drohnen ein, die teilweise abgefangen werden, teilweise erheblichen Schaden anrichten. In diesem Zusammenhang dürfte Selenskijs Kritik an Israel zu sehen sein, das keine Luftabwehrwaffen liefere.

 

In Cherson ist es der RA gelungen eine Behelfsbrücke zu errichten, Transporte mit Kähnen und Transporthubschraubern gehen weiter, trotz UA Beschusses

 

 

Ru Mobilisierung

Es ist m.E. ein Fehler, wie das ISW es tut, nur auf die Probleme der Mobilisierung, die unbestreitbar sind, hinzuweisen. Es kann -wie auch schon gestern vermeldet- auch schnelle, relevante Teil “-erfolge“ geben.

-die ersten Rekruten sind in Beograd an der ru/ua Grenze eingetroffen

-in Tschetschenien sollen Rekruten nach 2 Monaten Schnellkurs einsatzbereit sein

-nach ua Informationen sollen Rekruten  in mehreren Wellen

1. Auffüllung von Kampfeinheiten 2. Ersatz von anderen z.B. FSB-Grenztruppen, (die dann frei für Kampfeinsätze wären) 3. Spezialisten, etc…

 

D.h. es gibt jede Menge Möglichkeiten schnell Kampfkräfte  zu verstärken, um einen Zusammenbruch der RA a la Charkiv zu verhindern und in den Winter zu kommen. M nächsten Jahr neues Spiel.

 

 

Die Show, die man nicht Referendum nennen sollte

läuft erwartungsgemäß

In Moskau, Grosny und vermutlich an anderen Orten finden Feste statt, die das Ereignissen, in ru Medien dito Hauptberichterstattungsthema

Zusätzlich zu dem in den drei Vortagen schon Vermeldeten

-Krimbewohner werden angeblich zur Abstimmung getrieben

-in Zaporischschja sind 75% der Bevölkerung geflohen, soviel zum Thema Repräsantativität

-Russland hat erhebliche Sicherheitskräfte aller Couleur aus Ru aufgeboten, um die Wahl abzusichern

-der ua Geheimdienst SBU hat allein in Zap mehrere 100 ua Wahlhelfer identifiziert, die mit Strafverfahren rechnen müssen, wenn sie in den ua Bereich kommen

-in zwei Dörfern boykottieren die Einwohner komplett das Ereignis

 

UA Repräsentativumfrage

 

Laut einer telefonischen Repräsentativumfrqage in Enegordar Anfang September sprachen sich 87% der Befragten dagegen aus, die Ukraine zu verlassen und Russland beizutreten, 6% - dafür, Russland zu verlassen und sich Russland anzuschließen, 7% - unentschlossen.

 

 

 

 

AKW

Die IAEA will angeblich Präsenz in Zap verstärken

 

Kriegsverbrechen

Es gibt inzwischen dramatische Fotos von rückgekehrten ASOW-Leuten, die offenbar vollkommen unterernährt, misshandelt traumatisiert wirken. Demnächst bei mir auf Facebook

 

Die Exhumierung in Charkiv/obl brachte weitere Beweise für Folter an Zivilisten zu Tage. 18 Folterkeller wurden im Oblast bisher gefunden.

Nennen wir es nicht Referendum! Ukraine-Monitor von H-und-G.info vom 23.9. 2022 ca 6.30 Uhr

 

Weitere Manipulationen bei Putins Gesslerhut-Aktion

Militärexperten unterschätzen Mobilisierungsmöglichkeiten

Unmut über Gefangenenaustausch

Kriegsverbrechen an buriatischem Folterer?

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich Vortagen

ua- Vormarsch verlangsamt

 

Russische Armee räumt 2 Dörfer komplett, um Region östlich des Oskil besser verteidigen zu können, offenbar versucht sich RA in dieser Region „einzugraben“, d.h. neue Verteidigungsstellungen zu festigen

 

Raketeneinschlag in Svatove verwundet russischen General schwer

Anschläge im besetzten Luhansk

 

Kein wirklicher Durchbruch im Donbas

Bei Liman konnte UA teilweise vorrücken, RA in Liman in der Gefahr eingekesselt zu werden

Kämpfe um Bakmut gehen weiter

 

Im Raum Cherson halten Raketenangriffe auf Cherson-Stadt an. Es gibt unbestätigte Bloggermeldungen über UA Angriffe in der Nähe des Flughafens Cherson. Die UA hat mehrfach, russische Soldaten zum Aufgeben und Überlaufen aufgefordert

 

Gefahr durch Mobilisierung wird unterschätzt

Westliche Militärexperten betonen unisolo, dass die Massenmobilisierung schwierig sei, und daher nichts oder nichts auf schnelle Sicht bringe. Das stimmt zwar aufs Ganze (300 T/1 Mio) gesehen, aber nicht en Detail, da die RA auch schnelle Mobilisierungsmaßnahmen von kleineren Gruppen ergreifen kann, um Truppen aufzufüllen:

-die RA kann verhindern, dass die Rekruten jetzt am Ende ihrer Militärausbildung entlassen werden (derzeit mit Kadetten)

-die RA kann Spezialisten schnell rekrutieren, wie z.B. auf der Krim wo kampferprobte private Sicherheitskräfte eingezogen werden

-die RA kann „auf die Schnelle“ Kanonenfutter oder Hilfskräfte für Schanzarbeiten, Logistik organisieren, indem sie brutal in den besetzten Gebieten „wildert“, genau das findet derzeit schon statt.

 

Bomben in besetzten Städten

In Donetzk und Melitopel haben nach ru Angaben ua Bomben Menschen getötet. Es gibt dramatische Fotos von Toten. Die UA hält dies für fakes, die Stimmung für das „Referendum“ erzeugen sollen. Ähnlich hatten ja Bombenattentate den zweien tschetschenischen Krieg legitimiert.

 

Besetzte Gebiete

Die Ausreise aus besetzen Gebieten wird erschwert, da Checkpoints wegen Beschuss vorübergehend geschlossen werden müssen (Luhansk) bzw. die Kontrollen schärfer werden. In Zap dürfen keine wehrpflichtigen Männer mehr ausreisen, die Flucht über Krim und Georgien wird von der UA empfohlen.

 

Nennen wir es nicht Referendum!

Was da ab heute stattfinden soll, verdient nicht im Ansatz diesen Namen, weil jegliche Repräsentativität von Anfang an nicht gegeben ist. (S. h-und-g.info vom 21.9.)

Es werden weitere mögliche Details bekannt:

-angebliche dürfen Minderjährige in Begleitung der Eltern mitstimmen

-angeblich dürfen nach Russland Geflüchtete mitstimmen, es soll in den Flüchtlingsregionen Wahllokale geben

-angeblich wird in mehreren Orten der Bevölkerung verboten, den Ort zu verlassen

-angeblich können Bürger auch an anderen Orten abstimmen, und sich sofort in die Liste eintragen lassen

-angeblich können auch Bürger mit Behelfspapieren sofort wählen

-angeblich sind die Wahlzettel nicht in Hinblick auf Wahlfälschungen (zusätzliche Zettel) markierbar

Usw.

 

Mit anderen Worten. Es ist eine reine Propagandashow und ein Mittel der politisch-sozialen Kontrolle

 

Widerstand ist gegen die Wahl zu erwarten.

Es soll Schwierigkeiten geben, genügend Wahlhelfer zu gewinnen. In einzigen Orten werden die Bürger aufgefordert, nicht in Wahllokale zu gehen (Anschläge sind zu erwarten) sich zu Hause zu verstecken, aber sich nicht zu gefährden.

 

 

Gefangenenaustausch

 

Es herrscht unter ru Kämpfern Unmut über den Gefangenenaustausch, insbesondere von ASOW-Gefangenen.

 

Kadyrev schreibt: „Extrem unzufrieden mit dem gestrigen Austausch. Auch die ganze Situation ist für mich unverständlich“ : Er erinnert, dass seien Leute bei der Eroberung von ASOW-Stahl gestoben sind und erklärt als Konsequenz, dass seine Soldaten in Zukunft keine Gefangenen mehr machen werden.

Also erneute Ankündigung von Kriegsverbrechen durch Kadyrev.

 

AKW-Zap

Auch wenn der IAEA-Chef am Rande der UN-VV Verhandlungen mit beiden Seiten aufgenommen hat, die Lage bleibt brisant. Nikopol gegenüber wird heftig beschossen (und wehrt sich). Es gibt-freilich nicht datierbare- Bilder in den soz Medien, die ua Spezialkräfte in Energodar, der Gemeinde am AKW zeigen. Es kann also jeder Zeit Rückschläge geben.

 

Armeewillkür?

UA sozmedien berichten, dass der buriatische Soldat, der einen Ua Soldaten lebend kastriert haben soll, bei der Rückeroberung in Charkiv entsprechend „Kriegsrecht“ getötet worden sein soll. Das sieht eher nach spontanem Schnellgericht aus. Die UA muss m.E. aufpassen, dass ihr derartige wie auch die Partisanenaktionen nicht aus dem Ruder laufen.

Wegen technischer Probleme später und unvollständig, sorry

Referendum

 

Was hat Putin davon?

Scheinerfolg. Heim ins Reich von ehem. russischem Gebiet

Scheinkonsolidierung der besetzen Gebiete, aus denen in den letzten Tagen Besatzer-Zivilisten und Besatzer flohen

Mobilisierung für das Referendum in den besetzten Gebieten z.B. durch Südjugend u.ä, Organisationen

administrative Einbindung in die RF mit entsprechender Unterordnung der Verwaltung, insbesondere der Repressionsorgane unter die Zentrale in Moskau (Repressionswelle ist bereit angekündigt)

Entsendemöglichkeit von Nationalgarde u.a. russischen Beamten, da sie nun innerhalb der RF eingesetzt werden, nicht im Ausland

Angriffe und Rückeroberung durch UA können als Angriff auf russisches Territorium interpretiert werden.

Damit kann propagandistisch die russische Bevölkerung zur Verteidigung mobilisiert werden.

Damit kann eine Eskalation bis zu Nuklearwaffen legitimiert werden (Medwedew hatte dies schon vor Monaten angekündigt)

Damit können „Kriegs“-Maßnahmen legitimiert werden, wie die Teilmobilisierung und die Verschärfung des Strafrechtes

Damit können innenpolitische Restriktionen/Repressionen legitimiert werden, wenn die Verteidigung der Heimat in Gefahr ist.

 

 

Was ist daran problematisch?

Es ist ein völker- und staatsrechtswidriger Eingriff in das UA Staatsgebiet

Putin hat keinen der 4  Oblasti komplett, allenfalls Luhansk fast unter Kontrolle

Für ein Referendum fehl die Rechtsgrundlage nach UA Recht

Ein Großer Teil der Menschen sind aus diesen Gebieten geflüchtet oder verschleppt, teilweise über 50%

Zurück blieben v.a. Alte, Kranke, Immobile, die auf Hilfe auch der Besatzer angewiesen sind, auch ,pro russische Personen

Manche wurden auch durch Vergünstigungen, wie Karrieresprünge oder Einnahmen auf krummen Geschäften „gekauft“

Es wurden bereits russische Familienmitglieder von Besatzern angesiedelt

Wer in den Wahllisten steht, ist vollkommen unklar, möglicherweise ohnehin nur die, die sich für Pässe, Renten, Eigentum, Gewerbe, etc. haben registrieren haben lassen und damit eine tendenziell proruss, zumindest pragmatische Haltung eingestanden haben

ob explizit pro ukrainische Personen gestrichen wurden, ist nicht bekannt, aber zu vermuten. Derartiges waren klassische Methoden des Wahlbetruges in der DDR, nach Überprüfung durch die Stasi. Einen ähnlichen Sinn dürften die FSB-Filtrierungen haben

Die Bevölkerung ist extrem unter Druck bis hin zur Verhaftungs- und Lebensgefahr für Russland- oder Besatzerkritische Personen und durch Besatzerwillkür (auch unpolitische, dem Eigennutz dienende) eingeschüchtert.

das Referendum wird vermutlich an mehreren Tagen auf dem Wege einer Haus zu Haus Befragung durchgeführt. Das erhöht das Drohpotential und kann zudem zu weitere Totalbevölkerungsüberprüfung missbraucht werden, auch zu Gefangenenname von Russland-kritischen und potentiell Wehrfähigen führen.

Das Referendum ist nicht mal ein Scheinreferendum. Es ist gar nichts außer einem schlechten Bluff und einer Maßnahme zur sozialen Kontrolle.

 

Putins halber totaler Krieg

Putin wählt den Mittelweg zwischen seinem Versprechen, keine Rekruten einzuziehen und der Forderung der hardliner, die Massenmobilisierung auszurufen, gegangen. Er beruft sich in der ungewöhnlich knappen Begründung auf das Militär und die Sicherung der Heimat.

Ingesamt handelt es sich aber um Maßnahmen, Russland zunehmend ín den Kriegszustand zu bringen.

Auch die Wirtschaft soll mehr auf die Bedürfnisse des militärisch-industriellen Komplexes ein gestellt werden.

Das Strafgesetzbuch wird um Kategorien für Krieg und Ausnahmezustand, die strafverschärfend z.B. bei Desertierung wirken können ergänzt.

 

Mobilisierungsmaßnahmen

Russland unternimmt weitere Anstrengungen, um mehr Soldaten für den Krieg zu mobilisieren:

Rekruten von Petersburg sind nach Beograd verlegt worden

Auch aus Syrien wurden offenbar Fallschirmspronspringer in die UA verlagert gen

Angeblich werden Spezialtruppen von Bakmut nach Luhansk verlagert, offenbar um die UA Erfolge dort einzudämmen, was aber auf Kosten der Offensivversuche in B. gehen dürfte

6000 Häftlinge bei Wagnersöldnern

Kriegsgeschehen

im Prinzip wie Voei rtage

kleine ua Gewinne in Nordwest Luhansk

um Liman wird weiter gekämpft, UA versucht durch Eroberung  von Dörfern rundherum, L. einzukreisen, Blogger erhoffen ru Rückzug

Kämpfe Bakmut, Cherson, wie gehabt

 

 

hybrid

Mehrere Staaten steigen aus dem russischen MIR-Kartenzahlsystem aus, Armenien, Vietnam, u.a. Ein Mißerfolg von Russland, die swiftblockade zu durchbrechen

 

Kinder

2000 Kinder wurden nach ua Angaben nach Ru entführt, fast 400  starben in Folge des Krieges

21.9.2022

"Referendum"

Was hat Putin davon?

Scheinerfolg. Heim ins Reich von ehem. russischem Gebiet

Scheinkonsolidierung der besetzen Gebiete, aus denen in den letzten Tagen Besatzer-Zivilisten und Besatzer flohen

Mobilisierung für das Referendum in den besetzten Gebieten z.B. durch Südjugend u.ä, Organisationen

administrative Einbindung in die RF mit entsprechender Unterordnung der Verwaltung, insbesondere der Repressionsorgane unter die Zentrale in Moskau (Repressionswelle ist bereit angekündigt)

Entsendemöglichkeit von Nationalgarde u.a. russischen Beamten, da sie nun innerhalb der RF eingesetzt werden, nicht im Ausland

Angriffe und Rückeroberung durch UA können als Angriff auf russisches Territorium interpretiert werden.

Damit kann propagandistisch die russische Bevölkerung zur Verteidigung mobilisiert werden.

Damit kann eine Eskalation bis zu Nuklearwaffen legitimiert werden (Medwedew hatte dies schon vor Monaten angekündigt)

Damit können „Kriegs“-Maßnahmen legitimiert werden, wie die Teilmobilisierung und die Verschärfung des Strafrechtes

Damit können innenpolitische Restriktionen/Repressionen legitimiert werden, wenn die Verteidigung der Heimat in Gefahr ist.

 

 

Was ist daran problematisch?

Es ist ein völker- und staatsrechtswidriger Eingriff in das UA Staatsgebiet

Putin hat keinen der 4  Oblasti komplett, allenfalls Luhansk fast unter Kontrolle

Für ein Referendum fehl die Rechtsgrundlage nach UA Recht

Ein Großer Teil der Menschen sind aus diesen Gebieten geflüchtet oder verschleppt, teilweise über 50%

Zurück blieben v.a. Alte, Kranke, Immobile, die auf Hilfe auch der Besatzer angewiesen sind, auch ,pro russische Personen

Manche wurden auch durch Vergünstigungen, wie Karrieresprünge oder Einnahmen auf krummen Geschäften „gekauft“

Es wurden bereits russische Familienmitglieder von Besatzern angesiedelt

Wer in den Wahllisten steht, ist vollkommen unklar, möglicherweise ohnehin nur die, die sich für Pässe, Renten, Eigentum, Gewerbe, etc. haben registrieren haben lassen und damit eine tendenziell proruss, zumindest pragmatische Haltung eingestanden haben

ob explizit pro ukrainische Personen gestrichen wurden, ist nicht bekannt, aber zu vermuten. Derartiges waren klassische Methoden des Wahlbetruges in der DDR, nach Überprüfung durch die Stasi. Einen ähnlichen Sinn dürften die FSB-Filtrierungen haben

Die Bevölkerung ist extrem unter Druck bis hin zur Verhaftungs- und Lebensgefahr für Russland- oder Besatzerkritische Personen und durch Besatzerwillkür (auch unpolitische, dem Eigennutz dienende) eingeschüchtert.

das Referendum wird vermutlich an mehreren Tagen auf dem Wege einer Haus zu Haus Befragung durchgeführt. Das erhöht das Drohpotential und kann zudem zu weitere Totalbevölkerungsüberprüfung missbraucht werden, auch zu Gefangenenname von Russland-kritischen und potentiell Wehrfähigen führen.

Das Referendum ist nicht mal ein Scheinreferendum. Es ist gar nichts außer einem schlechten Bluff und einer Maßnahme zur sozialen Kontrolle.

 

Putins halber totaler Krieg

Putin wählt den Mittelweg zwischen seinem Versprechen, keine Rekruten einzuziehen und der Forderung der hardliner, die Massenmobilisierung auszurufen, gegangen. Er beruft sich in der ungewöhnlich knappen Begründung auf das Militär und die Sicherung der Heimat.

Ingesamt handelt es sich aber um Maßnahmen, Russland zunehmend ín den Kriegszustand zu bringen.

Auch die Wirtschaft soll mehr auf die Bedürfnisse des militärisch-industriellen Komplexes ein gestellt werden.

Das Strafgesetzbuch wird um Kategorien für Krieg und Ausnahmezustand, die strafverschärfend z.B. bei Desertierung wirken können ergänzt.

 

Mobilisierungsmaßnahmen

Russland unternimmt weitere Anstrengungen, um mehr Soldaten für den Krieg zu mobilisieren:

Rekruten von Petersburg sind nach Beograd verlegt worden

Auch aus Syrien wurden offenbar Fallschirmspronspringer in die UA verlagert gen

Angeblich werden Spezialtruppen von Bakmut nach Luhansk verlagert, offenbar um die UA Erfolge dort einzudämmen, was aber auf Kosten der Offensivversuche in B. gehen dürfte

6000 Häftlinge bei Wagnersöldnern

Kriegsgeschehen

im Prinzip wie Voei rtage

kleine ua Gewinne in Nordwest Luhansk

um Liman wird weiter gekämpft, UA versucht durch Eroberung  von Dörfern rundherum, L. einzukreisen, Blogger erhoffen ru Rückzug

Kämpfe Bakmut, Cherson, wie gehabt

 

 

hybrid

Mehrere Staaten steigen aus dem russischen MIR-Kartenzahlsystem aus, Armenien, Vietnam, u.a. Ein Mißerfolg von Russland, die swiftblockade zu durchbrechen

 

Kinder

2000 Kinder wurden nach ua Angaben nach Ru entführt, fast 400  starben in Folge des Krieges

Kriegsverbrechen sind “normal”. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 17.9. ca 6.00

Butscha und Izyum sind keine Ausnahmen

Ambivalente Hilfe für AKW

Selbstjustiz oder legitimes Ziele- Tötung von Besatzungs-”Kollaborateuren”

Fehlerhafte Meldungen des ISW

 

Kriegsverlauf

Ähnlich wie Vortage

 

UA versucht nach unbestätigten Blogger-Angaben den Fluss Oskil, der die östliche Grenze von Charkiv markiert bei Kupjask zu überqueren und der RA weiter zuzusetzen. Wenn das gelänge, würde das eine neue Etappe einleiten...

 

In Liman, einem Schlüsselort im Norddonbas, verteidigt die RA nach nicht verzifizierten Bloggerangaben nach wie vor einen langen und breiten Streifen, der bis nach Lyssychansk geht. Die UA rückt zwar offenbar in Dörfern vor, scheint aber die Hauptmacht der RA nicht wirklich angekratzt zu haben. Dieser Block verhindert bisher eine weitere Rückeroberung im Doentzk und Luhansker Gebiet. Nach ua Angaben, versucht die RA ihre Truppen in diesem Bereich durch Reserven aus Russland sogar noch zu verstärken.

 

Im Bakmut/Donetzk gelingen der RA angeblich weitere kleinere Gebietsgewinne, wenn auch verlustreich.

 

Im Süden/Cherson soll die UA der RA “zusetzen”, was immer das heißt. Angeblich werden demoralisierte ru Truppen in die Etappe geholt, durch Gehirnwäsche ideologisch aufgebaut udn dann zurückgeschickt. Die Wiedergeburt des Politkomissars.

 

Kriegsführungsänderung?

 

Im Raum Charkiw reagiert die RA mit Rakten und Luftbeschuss, an anderen Fronten mit dauerhaften Beschuss vom Boden. Wer also nach der Offensive auf einen deutlichen Wandel gehofft hätte, sähe sich enttäuscht. Putins Devise heißt: Weiter so. Es dürfte vermutlich Bemühungen geben, die Luftaufklärung und Luftangriffe (gegen die Zivilbevölkerung) zu verstärken. Das war in den letzten Tagen in ru Militär Blogs gefordert worden.

 

Kriegsverbrechen in Charkiv- nicht Butscha aber überall

 

So verständlich und richtig es ist, die Gräber von Izyum zu skandalisieren, der Krieg ist ein Skandal und dieser braucht Bilder, analytisch sind momentane Vergleiche problematisch und irgendwie auch naiv. Auch wenn wir noch wenig Genaues über I. wissen.

 

-in Butscha wurden einzelne Zivilisten in Quantitäten von der RA getötet, in Izyum scheinen viele durch Bomben- und Artillerieangriffe umgekommen zu sein. Das entspricht eher dem Szenario von Mariupol

 

-die Zahlen in Mariupol sind deutlich höher (die Stadt ja auch größer und wochenlang wurde belagert). Allein in Schauspielhaus vor genau 6 Monaten kamen bei einem Raktenangriff mehrere hundert, meist Freuen, Kinder, Alte ums Leben. Die genaue Zahl kann nicht ermittelt werden, weil die Besatzer bei “Aufräumarbeiten” die Spuren verwischten. In der ganzen Stadt sollen mehrere 10.000 Bewohner v.a. durch Raketen, Bomben und Artillerie umgekommen sein.

 

-Folterung und Tötung von Einzelpersonen und das Verschleppen und Einsperren gehören zur “normalen” russischen Kriegsführung und Besatzungspolitik. (leider manchmal ach der UA) H-und-G.info hat das am Beispiel v.a. von Mariupol schon vor Monaten dokumentiert. Schon bei der Besetzung werden Häuser durchsucht, v.a. Männer augespürt, festgenommen, “befragt”, gefoltert, manchmal dabei geötet. Der Übergang von “legalen” Kriegshandlungen zu kriegsrechtswidrigen Praktiken ist fließend. Ein Teil der Handlungen wird noch von den kämpfenden Truppen, die Folgehandlungen von Spezialisten der Polizei, der Innenverwaltung, des FSB vorgenommen.

 

Es geht in der ersten Phase v.a. darum,
Soldaten zu identifizieren, ihnen militärischen Geheimnisse, wie Stellungen und Koordinaten zu “entlocken”. Später geht es um die Erzwingung von Kollaboration (bis hin zum militärischen Einsatz gegen die UA), die Bestrafung von mutmaßlichem Widerstand oder Mangel an Kooperationsbereitschaft. Im Rahmen von Filtrierungsaktionen in besetzen Gebieten oder an Checkpoints, kann das letztlich Jeden treffen. Wer in so eine Maßnahme gerät, kann unbeschadet herauskommen oder für immer verschwinden, das liegt ganz in der Willkür der ru Besatzer. Rechtsbeistand oder Rechtsmittel gibt es nicht.

 

Wenn die Welt nun erstaunt auf Izyum blickt, dann nur, weil wie sich bisher wenig mit den “normalen” Kriegsführungs- und Besatzungspraktiken der RA auseinandersetzt und diese dokumentieret hat. Auch in täglichenm Presseberichten in Deutschland tuschen diese Themen vergleichweise selten udn oberflächlich auf. Dabei ist es nicht schwer, derartige Informationen zu bekommen.

 

Ua Originalberichte von heute/gestern aus offiziellen Quellen

 

“In den vorübergehend eroberten Gebieten der Region Zaporischzhya: ...Die Besatzer und Kollaborateure drohen Menschen mit Inhaftierung, weil sie Vertreter der Widerstandsbewegung unterstützen, und Aktivisten drohen sie mit Zwangsdeportation in die selbsternannte Quasi- staatliche Einrichtungen im Gebiet der vorübergehend besetzten Regionen Donezk und Luhansk, wo solche Aktivitäten bestraft mit Tod werden. “

 

“⚫️In Cherson kamen Russen unter dem Deckmantel der Waffensuche und Dokumentenkontrolle in die Wohnung eines 72-jährigen Mannes. Der ältere Mann aus Cherson wurde gefoltert – er wurde mit einem heißen Eisen gefoltert und über das Ohr des Besitzers geschossen, dann wurde er in eine unbekannte Richtung weggebracht. ...⚫️In den Vororten von Cherson hat das russische Militär einen Anwohner gefangen genommen. Der Mann wurde von seinem Arbeitsplatz entführt, ihm eine Tasche über den Kopf gestülpt und in unbekannte Richtung gebracht. ....Die Besatzer erhängten einen Anwohner im Hof ​​seines eigenen Hauses. Die Russen erlaubten den Verwandten nicht, den Mann zu begraben, sie begruben ihn im Hof ​​des Hauses.”

 

Aussage einer Sanitäterin vor einer Menschenrechts-Kommission, über ihren Aufenthalt in Gefangenschaft und die russische Blockade von Mariupol:

▪️Unter den Gefangenen waren schwangere Frauen, deren Schicksal weder ihren Angehörigen noch dem Staat bekannt ist;
▪️Der Kämpfer, der drei Stunden lang geschlagen wurde, wurde in den Keller geworfen;
▪️Ein totes Kind in den Armen der Mutter;
▪️Ein siebenjähriger Junge mit einer Schusswunde starb in den Armen eines Sanitäters;
▪️Gefangene in ihren Zellen schrien und starben wochenlang ohne medizinische Hilfe unter Folter;
▪️Die Gefangenen wurden gezwungen, ihre Kleidung auszuziehen, bevor sie getötet wurden;
▪️Menschen sammelten Wasser aus Pfützen;
▪️Hunde schleiften menschliche Gliedmaßen durch den Garten. vorübergehend besetzten Melitopols zu gehen und sich umzusehen!

 

 

 

Legitimes Kriegsziel-Widerstand-Selbstjustiz-Rache-Mord?

 

Die Zahl der getöteten sogenannten “Kollaborateure”, also (ehemaliger) ua Staatsangehöriger, die die mehr oder minder verantwortlich mit den Ru Besatzern zusammenarbeiten, nimmt deutlich zu. Es war schon zu Beginn des Krieges klar, dass die RA auch nach Gebiets-Besetzungen mit dem Ukrainischen Widerstand zu kämpfen haben würden. Militärische und logistische Objekte sind primäre Ziele (letzter Tag zwei Explosionen in Melitopel, eine am Flughafen, eine an einem Depot). Der ua Widerstand ist inzwischen ein ernst zu nehmender Kriegsfaktor, der die Besatzer verunsichert und ihre Aktionen zumindest verlangsamt.

 

Es geht aber auch explizit gegen Einzelpersonen. Schon seit Wochen werden Biographien von sog. Kollaborateuren, insbesondere in der Region Mariupol veröffentlicht, z.B. mit persönlichen Daten, Foto und Wohn- bzw. Arbeitsort. Die Kollaborationsangaben sind manchmal vage, kaum überprüfbar. Die Schwelle zur Bennung von solchen Personen wird immer niedriger. In Mariupol werden heute auf diese Weise Schauspieler, Musiker und Theaterleute angeprangert, die heute an der Theaterpremiere in dem vor genau einem halben Jahr durch Bomben zerströrten Schauspielhaus teilnehmen. Zusatz ”Vergeltung ist nahe”. Was das im Einzelfall heißt, bleibt offen.

 

Bei vielen Aktionen ist nicht klar, wer sie verurscht hat. Auch ru Provokationen sind nicht ausgeschlossen. Auffällig ist aber die Aufzählung aus Widerstandsnahen Kreisen, wo von einem “Muster” die Rede bei jüngsten Aktionen ist.

 

-In Luhansk wurden der „Generalstaatsanwalt“ der „LPR“ und seine Stellvertreterin infolge der Explosion getötet
-das Büro des Leiters der Besatzungsverwaltung in Cherson wurde angegriffen;
-Der stellvertretende Leiter der Besatzungsverwaltung und seine Frau in Berdjansk, die die Kommission zur Vorbereitung des „Referendums“ leiteten, wurden getötet.

 

Alle drei Orte haben einen unterschiedlichen Status. Cherson ist faktisch noch Kriegsgebiet, der Treffer stammte vermutlich vom Militär; Luhansk ist schon vor dem Febraur 2022 besetzt gewesen; Berdyans ist nach dem Februar besetzt worden

 

Von offiz ukrainischer Seite werden derartige Anschläge meist dementiert, zumindest nicht als ua Anschläge bestätigt, Luhansk z. B. wird von machen als Maffia-Auseinandersetzung “bagatellsiert”.

 

Das Vorgehen des Widerstandes korrespondiert in gewisser Hinsicht (natürlich gibt es hier keine Todesstrafe) mit der offiziellen Politik der Ua gegen Kollaborateure, die immer wieder festgesetzt, und teilweise verurteilt werden (ca 5-15 Jahre). Gestern erst wurde der Interims-poliziechef im rückeroberten Balakliia festgenommen. Auch der UA Staat senkt die Schwelle der Verfolgung ab. Jüngst wurden Ukrainer, die an Referendumvorbereitungen teilnehmen, als Kollobarateure eingestuft und potentiell bestraft. Unklar ist es bei Lehrern, die das russische Curriculum übernehmen. Diese müssen zumindest mit der Streichung ihrer Gehälter rechnen.

 

 

 

AKW_Zap. Ambivalente Signale

 

Laut einer Meldung wurden 25 t Ersatzgüter von ukrainischer Seite über einen ru Checkpoint in das AKW geliefert. Dass klingt insofern ermutigend, da es offenbar Reste von Kooperationsbereitschaft zwischen der ua und der ru Seite gibt, die das AKW militärisch besetzt hat, während die UA es faktisch immer noch betreibt. Andererseits wurde auch Treibstoff geliefert, was ein Indiz ist, dass der Treibstoffvorrat für die Dieselgeneratoren, die die letzte Rerserve für die Kühlung sind, schon knapp geworden war. Das AKW war wegen des Ausfalls der anderen Systeme in der vergangen Zeit mehrfach in diesem Notmodus. Die Dieselreserve soll nur 7-10 Tage reichen. Beuruhigend ist auch die Kampftätigkeit im nahen Nikopol, das in den letzten 24 Stunden 90 mal von Russen beschossen wurde. -Insgesamt gilt, wie in den letzten Tagen berichtet- keine generelle Entwarnung-Waffenruhe sofort!

 

 

 

Hybrid

 

Selenski zeigt Pragmatismus russische Düngelmittellieferungen durch UA gegen Kriegsgefangene

 

Korruption

Dnjepro hat dem Oligarchen Ihor Kolomoisky die Flughafenkonzession entzogen. Derzeit gibt es zwar keine zivilie Luftfahr in der UA, der Vorgang ist aber bedeutsam, weil er sich in verschiedene Maßnahmen zur Begrenzung des Oligarcheneinflusses in der Ua einreiht. K. Galt als Unterstützer von Selenskij, dieser Anfangs als dessen Marionette. Das Bild hat sich gewandelt.

 

Fehler beim ISW

 

Das ISW hat mehrere Fehler in der Miltärberichterstattung eingeräumt, im Wesentlichen falsche Lokalisierung von Kampforten. Es ist honorig, dass sie das einräumen und kein Grund für Häme. Die Rekonstruktion von Kriegsgeschehen in der UA unter den Bedingungen von Zensur und Propaganda ist und bliebt schwierig. Zwar gibt es unzählige Socialmediaquellen, aber deren Seriosiosität ist kaum überprüfbar. Man kann nur immer wieder abgleichen, überprüfen, manchmal nur auf die Plausibilität oder die bisher erwiesene Vertrauenswürdigkeit der Quellen setzen. Alles das sind Probleme mit denen H-und-G.info auch täglich zu kämpfen hat. Insofern eher Emphathie. Was mich allerdings manchmal irritiert, sind zu forsche Schlussfolgerungen bei minimalen Erkenntnissen. Man sollte noch vorsichtiger bei Schlussfolgerungen sein, bzw. legitime Spekulationen (das sind ja Prognosen über mögliche künftige Verläufe, die für proaktives Handeln unerläßlich sind)als solche kenntlich machen.

Was ist mit dem “Folterlager” in Vovtschansk? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 16.9. ca 6.00

 

Schicksal von hunderten Inhaftierter im befreiten Gebiet Charkiw unklar

(relative) Stagnation an allen Fronten

Nordstream 2 für XI? Russland plant Gaspipeline

AKW- für Euphorie kein Anlass

Kriegsgeschehen

Weitgehend unverändert

Im Raum Charkiv hat die UA offenbar noch nicht alles unter Kontrolle, wie einzelne Scharmützel zeigen.

Der Verkehrsknoten Liman, am Eingang zum Donbas, südlich von Charkiv, ist weiter umkämpft und nicht von der UA eingenommen.

Im Donbas ist eher „Alltag“ eingekehrt. Statt von der Befreiung zu träumen, werden die Toten gezählt, die Menschen evakuiert und humanitär betreut. Die Kämpfe halten in den gewohnten Regionen an.

Unklar die Situation im Raum Cherson. Nachdem gestern ein Vorrücken der UA bis auf wenige km vor Cherson-Stadt vermeldet war, wurde es offiziell dementiert, dann halb dementiert. Der Kampf zum die Logistik geht weiter.

Stabilisiert sich die RA?

Ingesamt scheint es Versuche der RA zu geben, die Stimmung wieder einzufangen. Statt kritischer und selbstkritischer Töne, werden jetzt in Militärkanälen Durchhalteparolen verkündet. Man setzt auch auf den Winter, der der UA zusetzen würde.

Kadyrev als Ausputzer

Kadyrev, der in den Westmedien fast schon zum Widerstandskämpfer gegen Putin hochgejubelt worden war, entpuppt als einer seiner besten Unterstützer. (Kadyrov macht öfter solche Manöver, dass er sich durch scheinbare Kritik an Putin und den Russen, Aufmerksamkeit und Akzeptanz verschaffen will.) Obwohl er gestern noch für eine staatliche Massenmobilisierung warb (wie es die Hardliner fordern), tritt er jetzt für eine Selbst-Mobilisierung in jedem Oblast (über 1000 pro Oblast) ein. Kadyrov hat also innerhalb von wenigen Tagen die Stimmung der kritischen Soldaten bedient, dann die der Hardliner vom Schlage Girikins, um nun voll auf Putin-Linie einzuschwenken. Das stinkt nach KGBistischer Taktik.

Kadyrev selbst hat Soldaten geschickt, die offenbar eher die Front nach innen absichern sollen (OMON-Formation). Außerdem scheint Tschetschenien immer stärker als Ausbildungsbasis, auch für russische Soldaten aus Asien zu fungieren.

Dass die USA nun Kadyrev und seine Familie unter Sanktionen stellen will, erstaunt. Wer, wenn nicht K. hätte ab der ersten Stunde sanktioniert werden müssen?

Bröckelt die russische Peripherie?

Während Putin und Xi mit der Marine in Asien einen auf dicke Hose machen, blitzen am Südrand von Putins Imperium alte Konflikte auf, nach Aserbaidjan und Armenien und nun in Kirgistan und Tadschikistan. Die Ausdünnung der russischen Kräfte in diesen Gebieten zugunsten des Ukraine-Krieges scheinen sich bemerkbar zu machen.

Kriegsverbrechen- Was ist mit dem Folterlager Vovtschansk?

 

Warum erschreckt die Welt bei den Toten von Izyum? Praktiken wie Folter, Tötung, Misshandlung, willkürliche Festnahmen, Diebstahl, Vertreibung, und Beschuss der Zivilbevölkerung sind Normalität der Russischen Kriegsführung-von Anfang an.

Unklar ist, was mit dem „Folterlager“ Vovtschansk an der Grenze von Charkiv zu Russland ist. H-und G.info hat im April darüber berichtet, inzwischen gibt es konsolidiertes Wissen, allerdings nicht nach der Befreiung der Stadt durch die UA. Es dürfe das zentrale Lager im Oblast Charkiv sein.

Vovtschansk wurde gleich bei Kriegsbeginn erobert, eine moderne Fabrik für Flugzeugausrüstung von der RA demontiert. In den Räumen wurden Gefangene (Genzpolizei, Sicherhitskräfte, etc, Polizei) und zunehmend “Auffällige”, anfangs meist Männer, später auch Frauen eingesperrt. Das Vovtschansk Grenzort ist, ist das Lager wohl auch mit dem Filtrierungssystem an der Grenze verflochten. Es soll angeblich unter FSB-Leitung stehen, aber diverse pro ru Sicherheitskräfte vor Ort sein.

Es gibt fast keine Betroffenenberichte, Entlassene wirken traumatisiert, sind nicht gesprächsbereit. Einzelausäußerungen sprechen von Elektrofolter. Derartige Praktiken sind in derartigen Lagern üblich. Vermutlich waren einige hundert dort eingesperrt. Über ihr Schicksal gibt es derzeit keine Informationen.

Das analoge Großlager Olenivka im Donbas konnte bisher keine UN-Delegation besuchen. Dort gab es eine bisher heute nicht endgültig geklärte Explosion, bei der über 50 ASOW-Gefangene starben. RU hält die UN hin. Angeblich werden in letzter Zeit Essensrationen verbessert, möglicherweise um den UN-Besuch „vorzubereiten“.

Hybrid

Russland und China planen „Power of Siberia 2“ eine Gas-Pipeline von Ru nach China. Das Volumen könnte dem von Nordstream 2 entsprechen. Baubeginn könnte 2024 sein. „Schönheitsfehler“. Die Pipeline würde im Uigurengebiet landen.

AKW-Ukraine irrt

Der Beschluss des Rates der IAEA, das AKW zap zu entmilitarisieren, wird verständlicherweise in der UA begrüßt. Natürlich ist es grundsätzlich richtig, dieses zu fordern, aber vollkommen unrealistisch. Man kann sich ansehen, wer alles nicht dafür gestimmt hat, (China, Indien, Südafrika, etc...) und warum sollte die RA das AKW verlassen? Dennoch die Gefahr bleibt höchst bedrohlich und akut. Deswegen könnte man schon froh sein, wenn es zur Waffenruhe kommt, wie der IAEA-Chef fordert.

 

Westliche Desinformation. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 15.9. ca 6.00

AKW nicht geeignet für Poker- Waffenruhe sofort!

Wer wird der russische Sündenbock?

Staudammbeschuss als Waffe

Wagner und Kadyrev- Putins Stützen bei der Spezialoperation?

Desinformation und die Medien

 

Kriegsgeschehen

Die RA hat einen Staudamm in Krywyj Rih, nördlich von Cherson, beschossen. Damit schwoll der Inhulez-Fluss deutlich an. Dieser markierte lange die Grenze zwischen den russischen und ukrainischen Truppen im westlichen Cherson. Über den Inhulez erfolgt ein Teil der Bodenoffensive der UA im westlichen Cherson. Das Ansteigen des Flusses zerstört ua Pontonbrücken, allerdings vermutlich nur auf Zeit, bis die Flutwelle abgeebbt ist.

Der Beschuss erfolgte duch 7 oder 8 Cruise Missiles, vermutlich von Schwarzen Meer und offenbart einmal mehr Schwächen in der Luftabwehr und die Verwundbarkeit der Infrastruktur in der UA.

RA- das Waffenlager der UA

Im Raum Charkiv hat die UA zahlreiches Militärgerät erobert. Die Netzwerke sind voll von Bildern, die die UA dabei zeigen, wie sie derartiges Gerät einsammelt.

Kaum Bewegung an der Front.

Liman scheint immer noch von Ru Elitesoldaten gehalten zu werden, die aus der Luft unterstützt werden.

Im Raum Richtung Lyssychansk scheint eine Art Machtvakuum oder Schwebezustand zu herrschen. Die Stadt Kreminna, Hort der UA Partisanen, war vor zwei Tagen plötzlich von der RA verlassen, gestern sollen sie wieder gekommen sein, eine Fahne gehisst haben, ohne aber nennenswerte Aktivitäten zu entfalten. Ähnliche Aktionen gab es schon andernorts. Die von manchen erhoffte Rückeroberung von Luhansk scheint derzeit offenbar mangels Kräften nicht möglich. Die UA konzentriert sich offenbar auf die Festigung der besetzen Gebiete. In diese rücken Kräfte von Polizei, Verwaltung und sonstigen Sicherheitsbehörden ein, die damit tendenziell die kämpfende Truppe entlasten.

In der Gegend Bakmut und Donetzk-Stadt Kämpfe weiter wie bisher.

Süden

Im Zaporischschja und Cherson versucht die RA offenbar mit Truppen, die aus Charkiv abgezogen wurden, die Verteidigungs-Linien zu verstärken. In Cherson scheint dies aber nur auf der östlichen Seite des Dnjepr zu geschehen. Auf der westlichen Seite schiebt sich die UA weiter Richtung Osten. Angeblich steht sie punktuell nur 15 km von Cherson. Allerdings zerschiesst die RA alle befreiten. Gebieten derart massiv, dass diese nach der Befreiung evakuiert werden müssen. Es bleiben teilweise nur Ruinen.

Der Kampf um den Brückennachschub geht weiter.

Wird Putins Koch neuer Trainer?

Der Chef der Wagner-Gruppe, Yevgeny Prigozhin, wird in russischen Kriegsblogs immer sichtbarer. Sie berichten über die bekannte Rekrutierung von Strafgefangenen. Es wird beim ISW darüber spekuliert, ob der Putin-Vertraute Prigozhin als der effektivere Exponent der „Spezialooperation“ verkauft werden soll, um evtl. sogar Verteidigungsminister Shoigu zu ersetzen, dem die Sündenbockrolle für Charkiv etc zugeschoben werden soll. Eine Ernennung des Nichtmilitärs Prigozhin würde nichts gutes verhießen. Wie zahlreiche Wagnereinsätze zeigten, gilt „Putins (ehem) Koch“ als vollkommen skrupellos.

Kadyrov

Ist offenbar für Generalmobilmachung. Anders, als in den d. Medien behauptet, ist K. kein wirklicher Kritiker der derzeitigen Kriegsführung. Im Gegenteil, er hat neue Soldaten in den Süden der Ua geschickt und beschwört, dass Putins Befehle ausgeführt werden. Allerdings ist der für die Ausrufung des Verteidigungszustandes in ganz Russland, was wohl ein Plädoyer für die Massenmobilisierung ist. Dafür plädieren mehrere hardliner, die Putins Zögern, der offenbar innenpolitische Verwerfungen fürchtet, schon seit einiger Zeit und jetzt verstärkt monieren. Über Kadyrovs Neuzugänge in der Süd UA gibt es unterschiedliche Angaben. Während er selber mit deren Qualifikation prahlt, behaupteten ua Quellen inzwischen, dass dessen Bataillone nicht vollzählig seien und großenteils aus schlecht ausgebildeten russischen Soldaten aus Fernost bestünden. Vermutlich sind nur die Kommandeure altgediente tschtschen Militärs.

Anmgeblich sind die Verluste der RA 9-10 mal höher als die der UA. Allerdings sind diese Zahlen mit vorsicht zu rezipieren. Die UA scheint in der letzten Zeit bei Verlusten Gefangene und Übergelaufene mitgezählt zu haben. Ohnehin dürfte es bei dem amoerphen Geschehen in charik ziemlich lange dauern, bis sichere zahlen vorliegen.

AKW Ukraine irrt-es geht nicht um diplomatische und militärische Schachzüge

Ukrainische Verantwortliche meinen, man müsse das AKW demilitarisieren oder befreien. So grundsätzlich verständlich diese Positionen sind, es ist nicht die Zeit, diplomatisch und militärisch zu pokern. Es geht um nukleare Sicherheit first. Waffenruhe sofort, wie von Grossi, dem IAEA-Chef gefordert. Auch wenn sich die Lage im AKW derzeit etwas stabilisiert hat, das kann sich jede Minute ändern, da im nahe gelegenen Gebiet Nikopol permanent hin und her geschossen wird.

Hodges träumt vom Zusammenbruch Russlands

Der ehemalige europäische Kommandeur der US-Truppen sieht die Gefahr eines Zusammenbruches von Russland als möglich an.

Hybrid

Die nächste Runde des Getreidepokers hat begonnen. Russland will den Düngemittelexport mit Zöllen verteuern. Ru moniert seit längerem, dass der beim Getreidedeal angeblich vereinbarte Lockerung der Sanktionen gegen den ru Getreidehandel (freier Verkehr in europäoschen Häfen) nicht eingehalten würde. Das alles sind Vorboten, dass die Verlängerung des Getreidekompromisses, der nach drei Monaten ansteht, kein Automatismus ist. Aus der Ua wurden schon über 1, 5 Mio Tonnen Getreide exportiert, auch die Angriffe auf Odesssa scheinen abgenommen zu haben. Allerdings soll noch immer Getreide aus dem Vorjahr die Einlagerung der Neuernte behindern.

Ausreise von Ukrainern erschwert

Männliche Ukrainer die sich im Ausland aufhalten sollen monatlich 13.000 Griwna auf eine Konto der UA Armee zahlen.

Vor kurzem schon wurde die Ausreise von Frauen im wehrpflichtigen Akler erschwert. Meldungen, wonach es alle Frauen treffen würde (Bericht in H-und-G.info) wurden später allerdings relativiert. Dies würde nur für bestimmte Berufungsgruppen gelten.

Desinformation

Westliche Dienste rühmen jetzt Desinformation als Teil des Erfolges von Charkiv.

Damit wollen sie natürlich ihren eigenen Anteil loben.

Die These ist auch nicht ganz richtig, denn die Schwächen der RA, die die Ua dann ausnutzte, zeigten sich erst nach Ausrufung der Südoffensive. Es ist also nicht alles eine Mastermindspiel.

Richtig ist aber, dass es eine zeitlang gelang, die russische Führung zu täuschen, die nicht flexibel genug war, ihre Pläne zu ändern und in die Falle lief.

Nur, das heißt auch, das hat nur geklappt weil viele „mitspielten“. Deutsche Medien haben z.b. sobald in Cherson drei Panzer rollten, denn Beginn (das da schon zum dritten Mal) der Cherson-Offensive ausgerufen, etc.. D.h. wir müssen vorsichtiger sein, uns nicht funktionalisieren zu lassen. H-und-G.info hat immer wieder davor gewarnt, dass insbesondere der britische Geheimdienst mehr auf Effekte als auf Fakten setzt. Nachrichten, wie am Wochenende im DLF und der Nachmittagstagesschau, die mit Meldungen der britischen Geheimdienstes aufmachten, sollten eigentlich ein nogo sein. Sonst riskiert man, Teil der nächsten Desinformation zu werden.

Russische Wahlbeeinflussung

Meldungen über die Beeinflussung westlicher Partiene und Politiker mit russischem Geld enthalten leider keine Deutschland-spezifischen Informationen. H-und-G.info hat z.B. im Rahmen eines Schwerpunktes zum Rechtspopulismus die Frage aufgeworfen, woher die auffällige Russlandnähe von Pegida/Bachmann 2014 kam. Eine Antwort konnte bisher (leider) nicht gefunden werden.

Putin hat Russlands Anti-Natostreitmacht entwertet. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 14.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Kriegsgeschehen

Anti-Natokräfte massiv geschwächt

Wann entläßt der Präsident die Trainer

Rückeroberung von Luhansk erweist sich als schwierig

Kadyrov im Rücken

Plünderer rücken ab.

 

Kriegsgeschehen

Die UA versucht weiterhin ihre Gebietsgewinne zu konsolidieren. Versuche, die Erfolge Richtung Luhansk und Donetzk auszuweiten, entwickeln sich zäher, als im ersten Moment gedacht.

Liman ist weiterhin umkämpft.

In der Nähe von Bakmut greift die RA weiter an.

In Richtung Luhansk hat die UA zwar Erfolge gehabt, Einnahme wohl von Swjatohirsk, die Partisanenstadt Kreminnaja wurde verlassen. Aber nach Svatovo kam die RA zurück, an anderen Stellen wird weiter gekämpft.

D.h. wichtige Schlüsselpositionen der RA auf dem Weg nach Luhansk -Depots und Verkerhsknoten- sind nach wie vor in ihrer Hand. Die UA hat angesichts der großen Gebietsgewinne Schwierigkeiten, diese voll unter Kontrolle zu bringen. Andererseits reichen die Kräfte der RA derzeit wohl auch kaum aus, um sie jenseits des Oskil-Flusses effektiv zu verteidigen oder sofort zu kontern.

Militärblogger suchen zunehmend eigenständig nach Schwächen bei der UA, offenbar um dezentrale Gegenaktionen zu ermöglichen.Es wirkt manchmal, als ob die unterste Kommandoebene sich von den Oberen freischwimmen möchte.

In Cherson scheint die UA weiter Richtung Süd-Osten vorzudringen, die RA zurückzuweichen. Dies kann aber rein taktische Gründe haben.

Russland gegenüber der Nato nackt?

Die Westgruppe, die die Hauptlast des UA-Krieges trägt, ist offenbar durch Verluste substantiell geschwächt. Da diese Gruppe eigentlich die Nato abwehren soll, hat Putin Russland faktisch geschwächt. Der Vorwurf des Hochverrates, der in Russland gelegentlich laut wird, ist so absurd nicht.

Kettenhund Kadyrev

Der UA Verteidigungsminister bestätigt, was H-und-G.info gestern vermutete, dass Kadyrov-Leute im Süden dazu da sind, die russischen Truppen in Schach zu halten, damit sie nicht weglaufen wie in Charkiv. Kadyrevs Sicherheitskräfte müssen in der UA schon erhebliche Verluste gehabt haben, in Tschetschenien wird ein Sonderprogramm für Waisen von Sicherheitskräften aufgelegt.

RU unternimmt wieder verdeckte Rekrutierungsversuche, um die erheblichen Verluste auszugleichen: in Strafgefangenenlagern, Fernost und besetzten Gebieten. Die Duma arbeitet daran, die Rekrutierung zu erleichtern ohne die Generalmobilmachung auszurufen, wie von Hardlinern gefordert.

Trainerwechel?

Der Kreml schiebt die Verantwortung für die Niederlage von Charkiv auf militärische Berater, es ist wohl eine Frage der Zeit, bis Köpfe rollen.

Der Krieg geht unerbittlich weiter

Wenn eine Änderung des Krieges erwartet hat, muss sich getäuscht sehen. An vielen Stellen geht es mit geradezu erschreckender Mechanik weiter: Auszug aus dem ua Armeebericht. „Die Beschuss der Positionen unserer Einheiten entlang der Kontaktlinie geht weiter.... Es drohen weiterhin Luft- und Raketenangriffe im gesamten Gebiet der Ukraine....Der Feind hat die Angriffe auf die Häuser von Zivilisten und zivilen Infrastrukturobjekten nicht gestoppt und gegen die Normen des humanitären Völkerrechts, die Gesetze und Sitten des Krieges verstoßen.“

Die Diebe fliehen.

Schilderungen von der Flucht der ru Soldaten und Besatzer neuerdings auch aus Melitopel im Süden und der Krim zeigen deutlich eine Schwäche der RA. Die Besatzer ziehen mit geklauten Autos und geplünderten Gegenständen ab. Da die RA Plünderungen als Anreiz für den Einsatz in der Ukraine offenbar systematisch zulässt, ist vielen russischen Kräften, die Sicherung von Diebesgut wichtiger als alles andere.

 

AKW-Lage bleibt fragil

Offenbar unter dem Einfluss der IAEA hat sich die Lage am AKW etwas entspannt, was sich aber jeden Tag ändern kann. Das Gebiet auf der anderen Flusseite ist permanent unter russischem Beschuss, die Ua reagiert.

Aserbaidjan-Konflikt

kratzt das Image Russlands in den ehemaligen Sowjetrpublikan an, in denen sich RU immer wieder als Schiedsrichter, Einflussnehmer etc. angeboten hatte. Putin will in Aserbaidjan eingreifen. Unklar ist wie, da dort wegen des UA-Konfliktes Miltiär abgezogen werden musste.

Kriegsverbrechen

Die Deokupation der Region Charkiv fördert neue Kriegsverbrechen zutage. Folterkeller, wie in der Polizeistation Balaklija dürften nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Er erinnert an die zahlreichen sog. GPU-Keller in Berlin nach dem zweiten Weltkrieg. Schon vor Monaten war aus den befreiten Zonen nordwestlichen von Charkiv von solchen Folterungen berichtet worden. Aus Cherson wird fast täglich von Verschleppungen und Folter berichtet. Es geht oft darum Informanten der UA oder mitglieder des Widerstandes aus dem Verkehr zu ziehen und mit physischer Gewalt unter Druck zu setzen, milit. Geheimnisse preis zu geben. Oft geht es aber auch um kriminelle Akte, um Lösegeld zu erpressen.

In der Nähe von Woltchank muss es ein Großes Kriegsgefangenen/Folterlager in einer ehemaligen Fabrik geben. Bisher gibt es keine Informationen, ob dieses Lager vor der Rückeroberung geräumt oder ob es befreit wurde.

 

Wie hebt Russland die Moral seiner Truppen? H-und-G.info. Ukraine Monitoring vom 13.9. ca 6.00

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Kriegsgeschehen

Waffenruhe sofort! Bedrohung durch AKW Zap bleibt akut

Wie geht die Ukraine mit “Kollaborateuren” um

Russische Truppen und Unordnung

 

 

Kriegsgeschehen

Im Nordosten eher Konsolidierung der zurückeroberten Gebiete. UA muss „auftanken“ (Gressel).

Kampf um Liman, was ein strategischer Einstiegspunkt für die Rückeroberung von Luhansk (Bahn, Straße, Flußübergang) wäre. Teilerfolg in der Klosterstadt Sviatohirsk einige km westlich.

Kämpfe bei Bakmut scheinen sich festgefressen zu haben, zumal die RA jetzt nicht mehr mit Unterstützung aus dem Norden rechnen kann.

Versuche der UA, in Donetzk-Stadt den Flughafen zu erobern, wurden wohl abgewehrt.

Im Raum Cherson hat die UA Armee kaum neue Gebiete erobert. UA ist von Nordwesten insgesamt nur knapp 20 km vorgerückt und damit noch weit vom Dnjepr und Cherson-Stadt entfernt. Angeblich Verhandlungen um Kapitulation mit Teilen der RA. Es gibt aber in keiner Weise bestätigte Meldung des ISW, dass Satellitenaufnahmen deutliche Rückzüge der RA zeigen. Ob als Folge von Kampfhandlungen oder psychologischer Rückwirkung der Charkiw-Erfolge unklar. Allerdings sollen hier anders als im Osten Elitetruppen (Fallschirmspringer) im Einsatz sein (Spiegel), die nicht so schnell aufgeben.

Der effektive Brückenbeschuss hält an.

Tschetschenen Repressionsreserve?

Sind in der Regionn Bakut/Donbas und nach Kadyrev nun auch in Zap im Einsatz (Die Zahl 10.000 ist absurd). Möglicherweise sollen dortige OMON-Kräfte dort dafür sorgen, dass die Ru Armee nicht wie in Charkiv ins Schwanken gerät.

Russische Truppenmoral

Offenbar gibt es noch keinen klaren Kurs, wie die RA die Moral ihrer Truppen wieder aufrichtet. Die UA GD berichtet von Verweigerungen in neue aufgestellten Einheiten, die nicht einsatzbereit wären. Angeblich sollen geflohene Soldaten keinen Sold bekommen, bis sie zurückkehren. Repressive Prävention durch Kadyrev-Leute s.o.. Mit Horrormeldungen in Medien vor Ort, wird versucht, die Moral der Truppe zu heben. (Ua will Nato zum Angriff aus RU überreden, Misshandlung und Verhaftung durch UA in besetzen Gebieten, etc.)

Die Stimmung scheint immer noch brisant. Unter-Kommandeure meinen offenbar, sie seien kompetenter als ihre Führung.

Rückeroberte Gebiete

Die Ua reagiert

-militärisch: Konsolidierung. z.T. Durchkämmen der Orte

-humanitär: Hilfslieferungen aller Art: Originalzitat: „Mehr als 42 Tonnen Lebensmittel und mehr als 5.000 Liter Getränke wurden an die Balaklia-Gemeinde verschickt. Die Chkalov-Gemeinde erhielt fast 2,5 Tonnen Produkte.“

-Kriegsverbrechen. Kriminalpolizei dokumentiert Kriegsverbrechen v.a. gegen Zivilbevölkerung u.a. Bombenangriffe, Misshandlung, Folter (schon Folteropfer entdeckt)

-Sicherheit. Der heikelste Punkt. UA Sicherheitskräfte spüren sog. Kollborateure auf und nehmen sie fest. Es können mehrjährige Haftstrafen drohen. Angeblich werden Wohnhäuser von K. mit „Z“ besprüht. Dass einfache Lehrer, die den ru Lehrplan unterrichten, festgenommen werden, wie ru Quellen behaupteten, ist unklar. Direktoren vermutlich. In den besetzen Gebieten werden solche Leute auch Opfer von Partisanenangriffen. So wurde in Melitopel gerade eine Schuldrektorin getötet. Das mag in umkämpften Gebieten noch legitim sein, in befreiten wäre es das sicher nicht. Es bleibt abzuwarten, ob die UA bei der Rückeroberung internationale Standards einhält. Ein großer Teil ihrer Reputation hängt davon ab, dass sie sich „besser“ verhält als die ru Vandalen.

-administrativ die ua Verwaltung bereitet sich darauf vor, wieder die Administration zu übernehmen

-etc.

AKW Zap- Keineswegs Beruhigung angesagt: Waffenruhe sofort heißt das Gebot

Auch wenn in Zap durch Schaltung einer zweiten externen Leitung und Herunterfahren des letzten Reaktors versucht wird, die Risiken zu mindern. Die Bedrohung bleibt. Auch im Herunterfahren bliebt ein Reaktor wochenlang eine Gefahr. Die Leitungen können jeden Tag wieder beschossen werden. Etc, Etc. Ein Sprecher des UA Außenministeriums sprach, davon dass das AKW „befreit“ werden müsse. Dass klingt nicht gut. Auch Partisanen und UA Armee sind weiterhin im Einsatz. Von der RA ganz zu schweigen

Auch auf die UA sollte eingewirkt werden, dass es hier nicht um diplomatische oder militärstrategische Finten geht, sondern um die Verhinderung eines Desasters: Waffenruhe sofort, heißt das Gebot. Der Chef der IAEA verdient jede Unterstützung.

Wer ist der schärfste im ganzen Land? Deutsche Waffendebatten

Deutsche Waffendebatten wirken angesichts des wirklichen Bedarfs oft eher künstlich aufgeregt. Wenn die Nato derzeit keine Kampfpanzer liefern möchte, Luftabwehrgeschütze sind auch sehr nützlich. Russland beschießt fast täglich v.a. Infrastrutkur und Städte mit Raketen (Treffer z.B. in Geburtsklinik Kramatorsk gestern). Luftabwehr war auch sehr wichtig (Gepard) bei den Offensivhandlungen.

international

Sehr aufmerksam berichten ru Medien über das Aufflammen der Konflikte in Aserbaidjan/Armenien. Hier hatte die RA eine zeitlang eine Art Friedensfunktion, die wegen kriegsbedingter Ausdünnung des ru Militärs zunehmend an Wirkung verfehlte. Offenbar versucht die Ru Propaganda eine Analogie zwischen Aserbaidjan und den bösen Ukrainern zu ziehen.

Medwedjew tillt

Die Nummer zwei nach Putin, der Egon Krenz von Moskau, der sich wohl Hoffnungen macht, mit starken Sprüchen Putin eines Tages beerben zu können, schießt sich mit seinen Kapitulationsforderungen gerade ins Abseits.

Infrastrukur bleibt die Achillesferse der UA. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.9. ca 6.00

Wegen Verifizierungsfragen heute etwas später (z.B: die Orte aus den sozialen Medien werden von mir überprüft)

(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)Kriegsgeschehen

Kriegsgeschehen

 

 

Die Soldaten schimpfen-Moskau schweigt

 

Ukrainische Armee an russischer Grenze

 

Putins Tag des Triumpfes fiel aus

 

Kadrev schmollt

 

Liefert Russland mehr Panzer an die Ukraine als die Bundesrepublik?

 

AKW bleibt gefährdet-ARD konfus

 

Infrastrukur bleibt die Achillesferse der UA

 

Kriegsgeschehen

 

Nordosten

Die UA konsolidiert ihren Erfolg im Osten, kleinere Erfolge in Cherson, Kämpfe in anderen Regionen gehen weiter, Russen gehen mit Raketen gegen Infrastruktur vor.

Die Geländegewinne der UA im Nordosten sind wirklich erstaunlich. Offenbar hat die UA im Wesentlichen den Grenzstreifen zur russischen Grenze nördlich von Charkiv auf einer Länge von fast 100km bis zum Oskil befreit. Damit hätte auch die zweitgrößte Stadt Charkiv weitgehend Ruhe, zumindest vor Artilleriebeschuss. Eine der wichtigsten ru Nachschubwege vom Norden wäre unterbrochen. Angeblich ist das nördliche Verwaltungszentrum in Wolchansk vor der UA erobert. Für all das gibt es keine offizielle Bestätigung, aber eine sehr dichte Überlieferung in sozialen Medien.

Teile der RA sind offenbar panikartig im Norden über die russischen Grenze und Richtung Luhansk geflohen. (Der Weg über den Oskil-Fluss Richtung Osten ist ja weitgehend versperrt, bzw. zerstört). Mehrere Berichte zeigen, dass die in Bussen flüchteten, d.h. sie ließen ihr Geräte und ihre Munition zurück.

Spötter kommentieren: Russland ist der größte Waffenlieferant der UA.

 

Während Isyum gesäubert und Ra Soldaten gefangen genommen werden, ist die Lage in Liman, weiter südlich offenbar immer noch un klar, da sich dort RA Eliteeinheiten verschanzt haben sollen. Offenbar sollen sie den Rückzug der RA decken und den Vormarsch der Ua verlangsamen.

 

Donbas

Auch Richtung Luhansk scheint es gewissen Erfolge der UA zu geben, weil die RA teilweise von Svatov geflohen sein sein soll. Es sollen aber noch Kräfte der Donbas-Armee zurückgeblieben sein. (Auch interessant. Die Russen türmen, die DNR/LNR-Kräfte sollen es ausbaden.) Angeblich wird um Lyssychansk gekämpft. Die erst vor einigen Wochen geflohene ua Regionalverwaltung bereitet sich auf eine Rückkehr vor.

 

Cherson

Im Raum Cherson gibt grundsätzlich Stellungskrieg, aber einige Rückzüge der RA, die möglicherweise der Konsolidierung der eigenen Front dienen, um eine Auflösung wie im Osten zu vermeiden. Nach ua Angaben soll die RA hohe Verluste in Cherson haben, die Marine Infanteristen von der Krim zu 85% Verluste haben, ganze Krankenhäuser sollen für die Militär geräumt worden sein.

 

An anderen Frontabschnitten geht es weiter wie bisher. d.h. zähe Kämpfe.

 

Unmut bei der kämpfenden Truppe

Die Stimmung der RA an der Ostfront scheint explosiv zu sein. Alles spricht dafür, dass kleinere Armeeeinheiten- vermutlich auch mit Billigung ihrer Kommandeure vor Ort (Masala)-getürmt sind. Der Moskauer Führung wird Realitätsverlust vorgeworfen. Allerdings ist unklar, wohin diese Meinung schwappt. Es gibt den Versuch, eine Art Frontschwein-Stolz zu beschwören: Wir Jüngeren sind die kommende Elite, die weiß wie man kämpft und Russland retten kann. Es ist auch nicht klar, inwieweit Putin selbst kritisiert wird. Es gibt auch die (Propaganda?-)These er habe sich gegenüber den korrupten und unfähigen Alteliten in Moskau nicht durchsetzen können.

Aus manchen Gebieten wird berichtet, dass die Besatzer verwirrt sind, sich fragen, ob es bei ihnen demnächst auch losgeht. Dies führt aber zu gegensätzlichen Reaktionen. Einerseits wird noch mehr geplündert (letzte Chance sich zu bereichern) und noch brutaler repressiert ( in Cherson werden Menschen angeblich erschossen, die sich Flussübergängen nähern, verschiedene Orte dürfen nicht verlassen werden, Filtrierung, etc.), anderseits soll es Selbstzweifel geben, warum sie, die Soldaten überhaupt in der Ua sind.

 

Relative Sprachlosigkeit in Moskau

In Moskau herrscht Sprachlosigkeit, Ria Nowosti versucht durch kleinere Erfolgsmeldungen die Dramatik der Situation zu übertünchen.

Ohnehin ist die Ru Führung in der Zwickmühle. Reagiert sie auf die Panikflucht ihrer Soldaten mit FSB-Repression? Dies läge in der Logik des Systems. Andererseits ist offenkundig, dass dies den Bogen überspannen könnte.

 

Achillesferse Infrastruktur

Wie H-und-G.info vor einigen Ausgaben warnte, ist die Energieinfrastruktur die Achillesferse der UA. Und davon verstehen die Moskauer KGBisten etwas. Wenn gar nichts mehr geht, kann die RA mit vergleichsweise wenigen Maßnahmen und Beschüssen große Teile der Ua lahmlegen. Dies zeigt die Reaktion auf die Eroberungen im Osten. Mit offenbar mehreren gezielten dezentralen Raketenangriffen, v.a. im Oblast Dnjepro und Charkiv konnte die RA für Stunden einen großflächigen Strom Black out erzielen. Offenbar wurde er mit Cruise Missiles aus dem Schwarzen Meer erzielt. Die meisten (9 von 11) konnten zwar abgefangen werden, aber zwei trafen ins Schwarze. Derartige Stromausfällen ziehen anderes nach sich., den Ausfall der Trinkwasserpumpen, der elektronischen Kommunikation mit der Bevölkerung, Heizungsanlagen, etc. . Allein die Netzschwankungen (bis nach Odessa) richten Schäden und Ausfälle an....Die UA hat zwar große Teile des Netzes wohl wieder stablisiert und repariert, aber die Achillesferse (plus Gas) bleibt.

 

Der Tag des Triumpfes fiel aus, statt dessen dies ater (schwarzer Tag)

 

Der 11. September an dem in Russland Regionalwahlen und ein Armeefeiertag zelebriert wurde, sollte offenbar auch ein Tag des Triumphes für die Spezialoperation in der Ukraine werden. Vorbereitet wurden in allen besetzten Gebieten Referenden, die den Anschluss an Russland oder zumindest die Unabhängigkeit fordern sollten. In Mariupol, der Stadt der ASOW-Nazis sollte die Entnazifizierung vermutlich mit einem Schauprozess bewiesen und erfolgreich besiegelt werden. Die Demilitarisierung und Befreiuung des Donbas sollte mehr oder minder abgeschlossen sein. Nichts davon wurde erreicht. In Mariupol fand eine lächerliche Mini-Parade, eine Siegesinszenierung ohne Publikum und ein makabres Konzert vor dem zerbombten Musiktheater statt- und das abgesperrt vom Publikum und nicht einmal alle Besatzerpromis waren anwesend. Zu sagen, dass Putins Krieg gescheitert ist, ist noch zu früh. Keines seiner Kriegsziele aber hat er nach einem halben Jahr Gemetzel aber erreicht. Jenseits der militärischen Erfolge. Die Symbole sind ins Wanken geraten, die Stimmung in Teilen der Armee auch...

schmollt Kadyrev?

Laut Ua Geheimdienstangaben soll Kadyrev über 1000 Soldaten nach Cherson geschickt haben. In Cherson wird zwar der Zugang von ortsunkundigen Soldaten vermeldet, aber unnklar ist welche. Kadyrov selber hat die Formierung von 3 Bataillonen vermeldet, die angeblich in die UA geflogen seien ( Drei Großflugzeuge mit Soldaten wurden gezeigt, die aber nicht abflogen.) Angeblich seien es kampferprobte Elitekämpfer. Das kann allenfalls z.t. stimmen. Die Tschetschenen hatten sich nach verlustreichen Kmäpfen in Luhansk großenteils zurückgezogen. Es gab Kritik an der ru Militärstrategie. Auch im eigenen Land, sogar in der islamischen Geistlichkeit. Es wurde neue (!) Soldaten z.T. zwangsrekrutiert und in einer Eliteakademie ausgebildet. Traditionell sind Tschetschenen Kmäpfer für die Eroberung von Städten, auch um schwankende Einheiten auf Trab zu bringen. Andererseits haben sind sei offenbar selbstbewusst genug, das hat sich mehrfach gezeigt, sich nicht verheizen zu lassen. Das würde auch Meldungen zu Kadyrov erklären, dass er Fragen an die Russische Führung hat. Das ist nichts grundsätzlich neues, es wird nur rezipiert.

 

AKW Zap

Selbst im Prozess des Runterfahrens blieben wassergekühlte AKS lange Zeit gefährlich. Außenministerin Baerbock fordert wie Macron zurecht schnelles Handeln.

 

Unsere Medien

 

Konfuse Tagesschauberichterstattung gestern abend. Weder gibt es eine wirklcih Entspannung am AKW Zap. Noch sind Meldungen über das Kriegsgeschehen nicht überprüfbar. Wenn bestimmte Fakten von drei Seiten bestätigt werden, kann man als Journalist doch wohl von bestätigten Fakten reden.

Warum wird Kiev, einer der wichtigsten Korrespondentenplätze der Welt derzeit von wechselnden Reportern besetzt, die sich da als Auslands- und Kriegsreporter ausprobieren? Das ist keine Praktikantenarbeitsplatz! Sorry aber nachdem ich 20 Jahre für die ARD gearbeitet habe, musste das mal sein! Erst ruiniert mein Heimatsender SFB/RBB den Ruf, wenn es auch noch der Journalismus tut.....

 

Infrastruktur bleibt die Achillesferse der UA. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.9. ca 6.00

 

Die Soldaten schimpfen-Moskau schweigt

 

Ukrainische Armee an russischer Grenze

 

Putins Tag des Triumpfes fiel aus

 

Kadyrev schmollt

 

Liefert Russland mehr Panzer an die Ukraine als die Bundesrepublik?

 

AKW bleibt gefährdet-ARD konfus

 

Infrastrukur bleibt die Achillesferse der UA

 

Kriegsgeschehen

Nordosten

Die UA konsolidiert ihren Erfolg im Osten, kleinere Erfolge in Cherson, Kämpfe in anderen Regionen gehen weiter, Russen gehen mit Raketen gegen Infrastruktur vor.

Die Geländegewinne der UA im Nordosten sind wirklich erstaunlich. Offenbar hat die UA im Wesentlichen den Grenzstreifen zur russischen Grenze nördlich von Charkiv auf einer Länge von fast 100km bis zum Oskil befreit. Damit hätte auch die zweitgrößte Stadt Charkiv weitgehend Ruhe, zumindest vor Artilleriebeschuss. Eine der wichtigsten ru Nachschubwege vom Norden wäre unterbrochen. Angeblich ist das nördliche Verwaltungszentrum in Wolchansk vor der UA erobert. Für all das gibt es keine offizielle Bestätigung, aber eine sehr dichte Überlieferung in sozialen Medien.

Teile der RA sind offenbar panikartig im Norden über die russischen Grenze und Richtung Luhansk geflohen. (Der Weg über den Oskil-Fluss Richtung Osten ist ja weitgehend versperrt, bzw. zerstört). Mehrere Berichte zeigen, dass die in Bussen flüchteten, d.h. sie ließen ihr Geräte und ihre Munition zurück.

Spötter kommentieren: Russland ist der größte Waffenlieferant der UA.

 

Während Isyum gesäubert und Ra Soldaten gefangen genommen werden, ist die Lage in Liman, weiter südlich offenbar immer noch un klar, da sich dort RA Eliteeinheiten verschanzt haben sollen. Offenbar sollen sie den Rückzug der RA decken und den Vormarsch der Ua verlangsamen.

 

Donbas

Auch Richtung Luhansk scheint es gewissen Erfolge der UA zu geben, weil die RA teilweise von Svatov geflohen sein sein soll. Es sollen aber noch Kräfte der Donbas-Armee zurückgeblieben sein. (Auch interessant. Die Russen türmen, die DNR/LNR-Kräfte sollen es ausbaden.) Angeblich wird um Lyssychansk gekämpft. Die erst vor einigen Wochen geflohene ua Regionalverwaltung bereitet sich auf eine Rückkehr vor.

 

Cherson

Im Raum Cherson gibt grundsätzlich Stellungskrieg, aber einige Rückzüge der RA, die möglicherweise der Konsolidierung der eigenen Front dienen, um eine Auflösung wie im Osten zu vermeiden. Nach ua Angaben soll die RA hohe Verluste in Cherson haben, die Marine Infanteristen von der Krim zu 85% Verluste haben, ganze Krankenhäuser sollen für die Militär geräumt worden sein.

 

An anderen Frontabschnitten geht es weiter wie bisher. d.h. zähe Kämpfe.

 

Unmut bei der kämpfenden Truppe

Die Stimmung der RA an der Ostfront scheint explosiv zu sein. Alles spricht dafür, dass kleinere Armeeeinheiten- vermutlich auch mit Billigung ihrer Kommandeure vor Ort (Masala)-getürmt sind. Der Moskauer Führung wird Realitätsverlust vorgeworfen. Allerdings ist unklar, wohin diese Meinung schwappt. Es gibt den Versuch, eine Art Frontschwein-Stolz zu beschwören: Wir Jüngeren sind die kommende Elite, die weiß wie man kämpft und Russland retten kann. Es ist auch nicht klar, inwieweit Putin selbst kritisiert wird. Es gibt auch die (Propaganda?-)These er habe sich gegenüber den korrupten und unfähigen Alteliten in Moskau nicht durchsetzen können.

Aus manchen Gebieten wird berichtet, dass die Besatzer verwirrt sind, sich fragen, ob es bei ihnen demnächst auch losgeht. Dies führt aber zu gegensätzlichen Reaktionen. Einerseits wird noch mehr geplündert (letzte Chance sich zu bereichern) und noch brutaler repressiert ( in Cherson werden Menschen angeblich erschossen, die sich Flussübergängen nähern, verschiedene Orte dürfen nicht verlassen werden, Filtrierung, etc.), anderseits soll es Selbstzweifel geben, warum sie, die Soldaten überhaupt in der Ua sind.

 

Relative Sprachlosigkeit in Moskau

In Moskau herrscht Sprachlosigkeit, Ria Nowosti versucht durch kleinere Erfolgsmeldungen die Dramatik der Situation zu übertünchen.

Ohnehin ist die Ru Führung in der Zwickmühle. Reagiert sie auf die Panikflucht ihrer Soldaten mit FSB-Repression? Dies läge in der Logik des Systems. Andererseits ist offenkundig, dass dies den Bogen überspannen könnte.

 

Achillesferse Infrastruktur

Wie H-und-G.info vor einigen Ausgaben warnte, ist die Energieinfrastruktur die Achillesferse der UA. Und davon verstehen die Moskauer KGBisten etwas. Wenn gar nichts mehr geht, kann die RA mit vergleichsweise wenigen Maßnahmen und Beschüssen große Teile der Ua lahmlegen. Dies zeigt die Reaktion auf die Eroberungen im Osten. Mit offenbar mehreren gezielten dezentralen Raketenangriffen, v.a. im Oblast Dnjepro und Charkiv konnte die RA für Stunden einen großflächigen Strom Black out erzielen. Offenbar wurde er mit Cruise Missiles aus dem Schwarzen Meer erzielt. Die meisten (9 von 11) konnten zwar abgefangen werden, aber zwei trafen ins Schwarze. Derartige Stromausfällen ziehen anderes nach sich., den Ausfall der Trinkwasserpumpen, der elektronischen Kommunikation mit der Bevölkerung, Heizungsanlagen, etc. . Allein die Netzschwankungen (bis nach Odessa) richten Schäden und Ausfälle an....Die UA hat zwar große Teile des Netzes wohl wieder stablisiert und repariert, aber die Achillesferse (plus Gas) bleibt.

 

Der Tag des Triumpfes fiel aus, statt dessen dies ater (schwarzer Tag)

 

Der 11. September an dem in Russland Regionalwahlen und ein Armeefeiertag zelebriert wurde, sollte offenbar auch ein Tag des Triumphes für die Spezialoperation in der Ukraine werden. Vorbereitet wurden in allen besetzten Gebieten Referenden, die den Anschluss an Russland oder zumindest die Unabhängigkeit fordern sollten. In Mariupol, der Stadt der ASOW-Nazis sollte die Entnazifizierung vermutlich mit einem Schauprozess bewiesen und erfolgreich besiegelt werden. Die Demilitarisierung und Befreiuung des Donbas sollte mehr oder minder abgeschlossen sein. Nichts davon wurde erreicht. In Mariupol fand eine lächerliche Mini-Parade, eine Siegesinszenierung ohne Publikum und ein makabres Konzert vor dem zerbombten Musiktheater statt- und das abgesperrt vom Publikum und nicht einmal alle Besatzerpromis waren anwesend. Zu sagen, dass Putins Krieg gescheitert ist, ist noch zu früh. Keines seiner Kriegsziele aber hat er nach einem halben Jahr Gemetzel aber erreicht. Jenseits der militärischen Erfolge. Die Symbole sind ins Wanken geraten, die Stimmung in Teilen der Armee auch...

schmollt Kadyrev?

Laut Ua Geheimdienstangaben soll Kadyrev über 1000 Soldaten nach Cherson geschickt haben. In Cherson wird zwar der Zugang von ortsunkundigen Soldaten vermeldet, aber unnklar ist welche. Kadyrov selber hat die Formierung von 3 Bataillonen vermeldet, die angeblich in die UA geflogen seien ( Drei Großflugzeuge mit Soldaten wurden gezeigt, die aber nicht abflogen.) Angeblich seien es kampferprobte Elitekämpfer. Das kann allenfalls z.t. stimmen. Die Tschetschenen hatten sich nach verlustreichen Kmäpfen in Luhansk großenteils zurückgezogen. Es gab Kritik an der ru Militärstrategie. Auch im eigenen Land, sogar in der islamischen Geistlichkeit. Es wurde neue (!) Soldaten z.T. zwangsrekrutiert und in einer Eliteakademie ausgebildet. Traditionell sind Tschetschenen Kmäpfer für die Eroberung von Städten, auch um schwankende Einheiten auf Trab zu bringen. Andererseits haben sind sei offenbar selbstbewusst genug, das hat sich mehrfach gezeigt, sich nicht verheizen zu lassen. Das würde auch Meldungen zu Kadyrov erklären, dass er Fragen an die Russische Führung hat. Das ist nichts grundsätzlich neues, es wird nur rezipiert.

 

AKW Zap

Selbst im Prozess des Runterfahrens blieben wassergekühlte AKS lange Zeit gefährlich. Außenministerin Baerbock fordert wie Macron zurecht schnelles Handeln.

 

Unsere Medien

 

Konfuse Tagesschauberichterstattung gestern abend. Weder gibt es eine wirklcih Entspannung am AKW Zap. Noch sind Meldungen über das Kriegsgeschehen nicht überprüfbar. Wenn bestimmte Fakten von drei Seiten bestätigt werden, kann man als Journalist doch wohl von bestätigten Fakten reden.

Warum wird Kiev, einer der wichtigsten Korrespondentenplätze der Welt derzeit von wechselnden Reportern besetzt, die sich da als Auslands- und Kriegsreporter ausprobieren? Das ist keine Praktikantenarbeitsplatz! Sorry aber nachdem ich 20 Jahre für die ARD gearbeitet habe, musste das mal sein! Erst ruiniert mein Heimatsender SFB/RBB den Ruf, wenn es auch noch der Journalismus tut.....

Ist die UA kurz vor der russischen Grenze? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 11.9. ca 6.00

AKW-Saporischschja bleibt Gefahr Nummer 1

Offenbar neue Geländegewinne der UA, ist die UA kurz vor der russischen Grenze?

Ist die RA (teilweise) in Auflösung

Massenflucht aus den besetzen Gebieten Richtung Russland

Kritische Stimmung gegen Moskauer Eliten, aber von “rechts”

 

 

AKW- bleibt derzeit Gefahr Nummer 1

Dass ich diese Bemerkung voranstelle, mag verwundern. Was ich befürchtet habe, ist eingetroffen. Alle Medien stürzen sich auf den “Wendepunkt”, die Lage am AKW Zap verfolgt kaum noch einer. Dabei steigt sie Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Katastrophe fast stündlich. Gestern hat die Ukraine einmal wieder die Nikopol gegenüber liegende Seite (wo das AKW liegt) beschossen. Die Gesamtlage habe ich in den Vortagen geschildert. Dass die Sache vollkommen außer Kontrolle gerät, ist eine reine Frage der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Es wäre der erste Gau in der Geschichte, der sich vor den Augen der gesamten Welt angekündigt hätte.

 

 

Kriegssituation

 

Ua scheint weiterhin in der Offensive. Situation schwierig zu durchschauen, da ua Militärzensur verschärft wurde.

 

Fest steht, die UA hat das Gebiet, was sie zurückerobert hat bis zum Oskil-Fluss gehalten, konsolidiert und ausgedehnt. Die RA hat sich östlich hinter den Oskil-Fluss zurückgezogen und will dort die Verteidigungslinien konsolidieren, bleibt aber durch Artillerie verwundbar. Der riesige Rangier-Bahnhof von Kupjansk ist zwar in ru Händen aber verwundbar.

 

Faktisch hat die Ra zwei der wichtigsten Verbindungslinien Richtung Russland westlich und östlich des Oskil-Flusses verloren bzw. sind diese ständig bedroht. Ein schwerer Schlag.

 

Es ist wohl die erste wirklich erfolgreiche Offensive der UA. (Cherson sind vergleichweiese kleine Gebietsgewinne)

 

Die UA hat aber nicht wegen ihrer Übermacht milit. Erfolge, sondern weil sich bei der RA die bekannten Schwächen kumulieren. (Motivation, Waffendefizite, Personalmangel). Offenbar hat auch die schwerfällige russische Kommandostruktur, die seit bei Putin unter Umgehung von Schoigu zusammenlaufen soll, einen gehörigen Anteil daran, dass die Strategie und Kräftezuführung der UA im Raum Charkiw Süd übersehen wurde. Es galt das schematische Ziel: Donbaseroberung. Planerfüllungsphantasien vor Realität.

 

Erfolge bis zur russischen Grenze?

 

Es gibt Blogger-Informationen, wonach die UA von dem rückeroberten Gebiet östlich des Sjewjerodonek-Flusses in den letzten Stunden deutlich nach Norden, angeblich bis in die Vororte von Woltschansk vorgerückt sei. Das wirkt fast unglaublich, da Wolchansk seit einigen Tagen der ru Hauptverwaltungsort des besetzten Charkiw ist (mit großem Gefangenenlager !), unmittelbar an der russischen Grenze liegt, und auch ein Hauptnachschubort in der Grenzregion war. Die Bloggerüberlieferungslage ist allerdings relativ dicht. Es gibt auch (etwas wirre) ru Blogger- Kommentare, die einen Angriff der UA auf russisches Staatsgebiet befürchten.

 

Fest steht aus, dass der wichtige Verwaltungs. und Militärstützpunkt Izyum von der RA geräumt wurde. Offenbar hat man befürchtet, von der UA eingekreist zu werden, was ein Desaster gewesen wäre. Ob die RA wirklich, wie von der Moskauer Militärführung behauptet, Richtung Donezk marschiert ist, ist angesichts der Unterbrechung wichtiger Logistik-Linien zweifelhaft. Es gibt mehrere Indizien für eine Abzug Richtung Osten. (Wo man über Umwege natürlich nach Donetzk kommen könnte.)

 

RA in Auflösung?

Offenbar gibt es weiterhin chaotische Rückzugsaktionen auf russischer Seite. Es wird berichtet, dass an einzelnen Orten die Zivilisten, die fliehen wollen, im Stich gelassen wurden. (Es dürfte sich dabei um prorussische, wenn nicht sogar Verwandte der ru Militärs handeln.) Das wird von ru-nahen Bloggern scharf kritisiert.

 

Massenflucht

Nachdem die ru Behörden wohl die Zivilisten zur kompletten Evakuierung des bisher besetzten Gebietes von Charkiw aufgerufen haben, muss es zu mehr oder minder chaotischen Situationen am Checkpoint an der russischen Grenze kommen, wo sich die ru Flüchtlinge stauen. Es sollte kilometerlange Flüchtlingsschlagen geben.

 

Liman/Luhansk

 

Liman. Die Lage in L. Ist unklar. Dort haben sich zwar massive ua Kräfte festgesetzt, aber laut ru Bloggern halten noch ru Kräfte die Stellung.

 

 

Der an sich sehr zuverlässige ua Governeur von Luhansk behauptet, der ua Vormarsch und bereits an den Stadtrand von Lyssytschansk vorgestoßen. In der Region sind auch Partisanen sehr aktiv, den der RA in den letzen Tagen angeblich hohe Verluste zu gefügt haben. Der Gouverneur dämpft jedoch auch hoffnungen auf eine schnelle Rückeroberung des Oblast Luhansk, da es möglicherweise andere Prioritäten beim Kampf um die Ukraine gäbe.

 

Donetzk

 

Es gibt Meldungen, die aber mehr Gerüchten gleichen, dass die UA auch am Flughafen von Donetzk aktiv wären.

 

 

Cherson

Ähnlich wie sonst. Kampf um die Brücken. Angeblich ist die Chersoner Brücke wieder teilweise überfahrbar. Andererseits Beschuss an anderen Stellen.

 

Putschstimmung von rechts?

Die Stimmung der Ru Blogger verdüstert sich. Dass Putin Feiern mit Feuerwerk in Moskau durchführt, während die Armee in der Ukraine im wahrsten Sinne blutet verbittert. Flückwünsche von Schoigu zu irgendeinem Militärfeiertag, wo der den Soldaten wörtlich“gute Gesundheit” wünscht, können nur noch zynisch wirken. Die Stimmung gegen die miltärische und politische Führung in Moskau ist aggressiv. Man sieht nicht nur den Krieg, sondern Russlands Staatlichkeit in Gefahr. Aber Freude über dieses Schisma ist verfrüht. Es ist eher eine nationalistische Stimmung “rechts” von Putin.

 

Diverse Themen heute (noch) nicht-Manana

 

u.a. schickt Kadyrov Eltiteeinheiten? Was macht das Tribunal?, Partisanen, Getreidekrieg, etc.

 

Das Lied vom nuklearen Tod. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 10.9. ca 6.00

 

Atomarer Gau droht, wenn keine sofortige lokale Waffenruhe kommt

Ist russische Armee (partiell) am zusammenbrechen?

Militärische Lage im Osten unübersichtlich aber dynamisch zugunsten der UA.

 

Kriegsgeschehen

Der UA ist es im Osten gelungen, den Keil, den sie in den letzten Tagen nach Osten getrieben hat, zu konsolidieren, und deutlich auf ca 60 km und mehr zu verbreitern. Offenbar ist es gelungen, einen breiten Streifen von der N/S-Autobahn M 3 bis zum Oskij-Fluss weitgehend zu dominieren. Offanbar sind Hymar-Raketenwerfer inzwischen so positioniert, dass sie mehr als dieses ganze Gebiet abdecken. Fast stündlich wurde in sozmed der Fall von Ortschaft bzw. der Rückzug der RA gemeldet. Die UA scheint viele schwere Waffen zu erbeuten. Die Nachrichten in den sozialen Medien von beiden Seiten überschlagen sich. Auch wenn das alles nicht abschließend zu beurteilen ist, deuten die Indizien darauf hin, dass die RA in diesem Gebiet am Zusammenbrechen und teilweise in Auflösung ist. Es wird von Auseinandersetzungen in der RA berichtet, wo Soldaten, die aufgeben wollen, erschossen werden. Einige Einheiten sollen ohne Kommunikationsverbindung sein. Es sollen sich auch Einheiten ergeben haben. Manche Blogger berichten von „Panik“ bei russischen Soldaten, die Richtung Südosten fliehen wollten.

Auch wenn das regionale Verwaltungszentrum von Kupjansk bisher offenbar nicht eingenommen wurde, ist seine Funktionalität stark eingeschränkt. Die Brücke über den Oskij ist schwer beschädigt. Damit der Zugang zu den Hauptbahnlinien Richtung Russland. Die Stadt wird mit Hymar Raketen beschossen. Angeblich sollen Sabotagetrupps versucht haben, die Verwaltung anzugreifen. Die Stadt ist dabei, wie andere, zu evakuieren.

Da auch ein Ort mit einer weiteren Brücke über den Oskij südlich von Kupjansk von der UA erobert worden sein soll, ist die RA weitgehend vom Nachschub und der Rückzugsmöglichkeit Richtung Osten abgeschnitten. Es gibt sogar die Behauptung, dass die UA noch weiter südlich bis Oskil gekommen sei.

In der letzten Nacht sollen (nach ru Quellen!) mehrere tausden UA Soldaten versucht haben Liman zu erobern. Es soll ihnen gelungen sein, schweres Gerät an die Stadt heranzuführen und den Fluss zu überqueren. Liman weiter südlich liegt schon im Donbas.

Kämpfe gibt es auch in dem wichtigen ru Militärzentrum Izyium. Dort sollen sich Ru Kräfte ergeben haben.

Izyum und Liman liegen an der wichtigen Verkehrsachse Charkiv -Donetzk. Unter Umgehung der Stadt Charkiv konnten hier bislang Truppenbewegungen von und nach Russland Richtung Donetzk stattfinden. Diese Bahn- und Straßenverkehrsachse scheint nun auf breiter Front unterbrochen.

Die ru Regionalverwaltung für den besetzen Bereich Charkiv, der bisher in 4 Orten, u.a. in Izyum und Kupjansk angesiedelt war, soll inzwischen nach Woltschansk im Norden, direkt an der russischen Grenze verlegt worden sein.

Cherson-Region

eher unverändert- Kampf um Pontonverbindungen

Donbas

Ru Medien legen nahe, dass im Donbas weiterhin energische in der Gegend von Bakmut (und Donetzk-Stadt) gegen die UA vorgegangen würde. In der Tat ist die Zahl getöteter Zivilisten ist in Bakmut ungewöhnlich hoch. Es macht das Eindruck, dass die RA auf Biegen und Brechen versucht, hier einen Erfolg zu erzielen, der die Schlappen weiter nördlich wett macht. Es gibt inzwischen aber auch Meldungen, wonach die UA auch in dieser Gegend zurückschlägt.

Russische Truppentransporte

Die Russischen Ankündigungen, es würden Truppen zur Unterstützung der Charkivfront herangeführt, sind relativ unspezifisch. Die Videos von solchen Transporten sind nicht lokalisierbar, sie können auch aus früheren Zeiten stammen. Behauptet wurde, es sei eine Verstärkung aus Russland. Eine Zuführung von (neuen) Truppen aus dem Norden ist wegen der Unterbrechnungen der Verkehrsachsen (Izyum, Kupjansk) schwierig. Es wird von Truppenbewegungen von Luhansk ins Kampfgebiet berichtet. Russische Militärjournalisten berichten höchst kritisch, anderes, nämlich, dass Truppen, die kürzlich wegtransportiert wurden, nun zurückverlegt würden. Sie seien mehr unterwegs als an der Front. Das spricht dafür, dass Truppen aus dem Süden (Cherson/Zap) zurückverlegt werden. Auf welchem Wege ist unklar. Es gab immer wieder Informationen über kleinere Bewegungen durch besetzte Gebiete im Süden, die aber durch Partsanen gefährdet sind. Blogger-Informationen legen nahe, das Großbewegungen sicherer aber umständlich über die Krim und und die russischen Kerngebiete erfolgen könnten. Wie es scheint, ist es der UA gelungen, für die RA eine Zwickmühle zwischen Osten und Süden aufzubauen.

AKW-Zap- Gau rückt näher

Wer auch immer, mehrere spielen das Lied vom Tod. Der Gau rückt näher. Das ist kein Alarmismus, sondern krude Realität: Von den drei Stromversorgungskreisen, die die notwendige Reaktorkühlung sichern, funktionieren nur noch 1 ½. -1. Wie es aussieht, und das ist die Verschärfung, sogar dauerhaft. Die externe Stromversorgung durch eine nahegelegenes konventionelles Kraftwerk war bislang nur stundenweise außer Kraft, wenn Verbindungsleitungen getroffen wurden oder in Gefahr waren. Nun soll dieses Kraftwerk selber beschossen und außer Kraft gesetzt worden sein. Es bleiben also nur noch der letzte Reaktor. Da dieser immer wieder vom Netz genommen bzw. abgeschaltet werden muss, bleiben nur noch die Dieselnotstromaggregate. Über deren Zustand ist wenig bekannt, z.B. ob sie über Redundanzen verfügen. Der Dieselvorrat soll nur auf Tage begrenzt sein. Das ganze gleicht einem waghalsigen Drahtseilakt, wobei auch noch die Seiltänzer (die AKW Besatzung) durch Terror, Psychoterror und Ausdünnung extrem unter Druck gesetzt sind. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, dass das System abstürzt!

Allen AKW-Diskussionen in Deutschland und Spekulationen um die Ukraine zum Trotz, ist das AKW Zaporischschja derzeit der neuralgischste Punkt im Ukraine-Konflikt. M. E. Wird dieser Dramatik zu wenig Beachtung geschenkt. Hier geht es nicht mehr um subtile diplomatische und militärsstrategische Überlegungen. Hier geht es um die Existenz von tausenden von Menschen auf einen Schlag. Hier kann es nur noch heißen: Safety first! Der IAEA-Chef braucht jederUnterstützung. M.E. müßte man einen Stufenplan in Gang setzen. Stop der Kriegshandlungen im unmittelbaren Radius sofort; dann im erweiterten Radius (eigentlich unter Einschluss von Nikopol); Wiederherstellung der äußeren Stromversorgung; Lösung für eine Stabilisierung. (die derzeitigen diversen Modelle, jedes ist besser als der Ist-Zustand!)

 

Für übrigen Themen, u.a. interessanten Streit um Getreidelieferungen, Gaspreisdeckelung, etc. keine Zeit.

 

Ukrainische Armee zerschneidet Kommunikationswege im Osten. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 9.9. ca 6.00

 

 

Nord-Südachse wird durch RA bedroht.

Hohe Verluste der RA?

Dealt China russisches Gas?

Partisanen gegen Referendum

 

Kriegsgeschehen

 

 

Der UA bedroht im Osten die wichtige Nord-Südachse der russischen Militärs. Sie hat einen ca über 20km breiten und über 40 km langen Keil von Westen nach Osten getrieben. Nach Informationen von Bloggern soll sie weniger als 10 km vor Kupjansk stehen. Ru Quellen bestätigen Artilleriebeschuss der Stadt. Angeblich lassen die Ru Frauen und Kinder evakuieren. K. Ist ein wichiges regionales Verwaltungszentrum der Besatzer, ausserdem wichtige Brücke über den Oskij-Fluss, außerdem wichtiger Bahnknotenpunkt mit Linien Richtung Woronesch (Russland), Charkiv, Süddonbas. Woher das ISW die Prognose bezieht, dass K. in 72 Stunden fällt, ist unklar. Ru Blogger, die in letzter Zeit deutlich realistischer berichten, behaupten, dass die RA Fallschirmjäger eingesetzt hat, die den ua Vormarsch bei Schewschenko gestoppt hätten. Es kann aber auch sei dass die UA an Schewschenko vorbei nach Kupjansk marschiert. Angeblich ist die UA südlich von K schon am Oskij, dem nächsten Brückenübergang.

 

Russische Blogger kritisieren die Armeeführung stark. Ein Kommentator, der in Gestalt einer Kunstfigur kommentiert, meint. „Was ist das? Fahrlässigkeit? Oder liegen wir vielleicht irgendwo strategisch falsch?“

 

Durch Ua Medien geistern Meldungen von 650 Verlusten der RA. Woher diese Zahl stammt konnte nicht verifziert werden. Falls sie überhaupt einen realen Gehalt hat, dürften darin Kriegsgefangene, Desertierte, etc. enthalten sein.

 

Im Donbas bleiben derzeit die Konfliktlinie in Donetzk-Stadt und in der Gegend von Bakmut.

 

Die RA scheint durch verstärke Luftangriffe, abzulenken, Rache zu üben....

 

Im Raum Cherson wenig neues. Die UA zerstört immer wieder Ansätze zu Pontonbrücken am Dnjepr.

 

Die UA meldet, dass die RA dort Menschen in Dörfern festsetzt, um sie als menschliches Schutzschild zu missbrauchen. Im Dorf ist Ein- und Ausfahrt gesperrt.

 

Die Krim soll laut Bloggern an einem Militärflughafen (Neofodorow) Explosionen verzeichnen. Auf der Krim wurde für einige Regionen Terrorwarnungen herausgegebenen.

 

 

AKW

Nichts grundsätzlich Neues. Was nichts Gutes heißt. Über gestrige Meldungen von Folter von Mitarbeitern, hatten das ZDF und im Anschluss h-und-G.info schon vor längerem berichtet.

 

Geberkonferenz von Ramstein hält Ukraine bei Angriffswaffen kurz.

Trotz umfangreich beschlossener Waffenhilfe, ist bisher nichts über Offensivwaffen (Panzer) bekannt. Es sage noch einer jemals den Satz, die Ukrainer bestimmen den Kriegs (wie neulich wieder bei Plasberg in der Talkshow) . Die Westlichen Unterstützer steuern indirekt mit der Art ihrer Hilfe das Geschehen.

 

Referendum

 

Der Partisanenkampf konzentriert sich derzeit offenbar auf eine weitere Durchführung des Referendums. In Melitopel wurde ein weiteres Quartier der Partei vereinigtes Russland angegriffen, es gibt Anschläge gegen Wahlverantwortliche, der UA Stadtrat beschloss, Wahlkollaborateure zu enteignen („Sanktionen“)

In mehreren Regionen sollen geflohene aufgefordert worden sein, bis zum 1. Oktober wegen des Referendums zurückzukehren, ansonsten wird mit der Beschlagnahme ihrer Immobilie gedroht.

 

 

hybrid

 

 

Die USA sanktionen Firmen die am iranischen Drohenlieferung nach Ru beteiligt sind, auch Transportunternehmen. Die Drohnen sollen angeblich nicht so gut funktionieren, wie anfangs angenommen.

 

China soll angeblich russisches Gas 50% uner Weltmarktniveau bekommen und in der Lage sein es auf dem Weltmarkt weiterzuverkaufen.

 

London school of ec. Schätzt Schäden in UA von 114, 5 Mia Dollar.

Energie-Achillesferse der UA. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 7.9. ca 6.00

 

 

Deutliches AKW Gutachten-Schlussfolgerungen dringlich

 

Zähe Kämpfe-Logistikkrieg geht weiter

 

Kindesentführung in Cherson

 

Humanitäre Hilfe gestoppt

Vermutlich kaum Bewegung in den drei Hauptkonfliktzonen

Im Raum Cherson ist die RA zwar im Nordwesten des Oblast zurückgewichen, versucht aber mit Luftbeschuss die UA zu beschädigen. Die Haupterfolge der Ua scheinen hier weiterhin auf dem effektiven Beschuss der ru Militärinfrastruktur zu liegen.

Im Osten gab es Gebietsgewinne der UA nördlich von Izyum bei Balakleya. Die RA hält dagegen. Die UA scheint aber deutlich in der Überzahl, da Truppen aus dem Norden hinzugeführt wurden und die RA ihre Truppen ausgedünnt hatte, um sie im Süden zu verstärken. Das Vorgehen zeigt einmal wieder, dass die RA nicht genügend Kraft hat, an mehreren Stellen gleichzeitig erfolgreich zu operieren. (Gleiches gilt allerdings für die UA, sie nutzt nur besser die Schwächen der Gegenseite aus.)

 

Einen weiteren Schauplatz soll es nach Ru Angaben zwischen Slovyansk (besetzt von den Streitkräften der Ukraine) und Liman (russisch besetzt).geben.

 

Gewisse Erfolge der RA im Süden von Bakmut, nach eigenen Angaben soll die RA dort in den Vororten sein.

 

Verlustrechnungen

 

die beide Seiten machen, sind immer mit Vorsicht zu betrachten. Die Russische Seite scheint diese, wenn sie überhaupt stimmen, über längere Zeiträume zu addieren. Die UA gibt täglich solche Meldungen heraus. Sie beruhen aber wohl meist auf Trefferannahmen der kämpfenden Truppen, die ihre Erfolge kaum exakt verifizieren können. Hinzu kommt, dass insbesondere in letzter ua Meldungen zum auch mentalen Zustand der russischen Armee abgesetzt werden, die sicher auch der psychologischen Kriegsführung dienen. Sie sollen die eigenen Soldaten und Verbündeten ermutigen und die Gegenseite evtl. demoralisieren.

 

Trotzdem zwei interessante Eigenmeldungen der UA, die die Schwierigkeiten der Gegenseite angesichts der Offensive und dem Beschuss von Logistik illustrieren:

 

 

„Private Militärfirmen, die in den vorübergehend besetzten Gebieten tätig sind, insbesondere in der Siedlung Oleksandrivka, Oblast Charkiw, erleiden erhebliche Verluste. Einzelne Einheiten zählen mehr als 40 Prozent schwer Verwundete und Getötete. Die Leichen vieler Toten wurden nicht identifiziert und werden als vermisst gezählt.“

 

Raketentruppen und Artillerie. „Im Allgemeinen wurden durch den Beschuss 7 Kommandopunkte und 13 Konzentrationsobjekte feindlicher Arbeitskraft Schäden verursacht. Radarstationen und Kommunikationsstationen, Brücken- und Pontonübergänge, 3 Lager mit Munition und Treibstoff und Öl unterschiedlicher Stufen fielen in das betroffene Gebiet - damit die Kampf- und logistischen Fähigkeiten der Besatzer deutlich reduziert.“

 

 

AKW-Zap

 

Der in allen Zeitungen zitierte Bericht der IAEA ist deutlich, auch wenn er erwartungsgemäß keine Schuldigen für den Beschuss benennt ( was auch nicht seine Aufgabe ist). Die Ru Seite versucht den Bericht herunterzuspielen als Machwerk einer parteiischen internationalen Organisation (UN). Da ISW befürchtet dagegen, dass Putin versuchen könne, diesen Bericht zum Anlass zu nehmen sich als gleichberechtigter Partner in Sicherheitsverhandlungen ins Spiel zu bringen und so seine Rolle in der Süd-UA aufzuwerten.

 

Anyway: Die Lage gestern rund um das AKW mit erneuten Explosionen und Beschüssen, von wem auch immer, machen internationales Handeln mehr als dringlich, wie die IAEA dankenswert deutlich gemacht hat.

 

 

Energieausfälle destablisieren- Risiko im Winter

Infolge des wiederholten Abschaltens des AKW bzw. der Zerstörung seiner Überlandleitungen kommt es immer wieder im Raum Cherson und Zaporischschja zu Stromausfällen. Dies dürfte sich noch verschärfen, da die Ru zwischenzeitlich auch das große Wasser-Kraftwerk am Dnjepr in Nova Kachowka abgeschaltet hat. Ein Teil des Komplexes wird von der UZA beschossen, weil der Damm gleichzeitig als Brücke fungiert und einer der wichtigsten Nachschublinien der RA ist.

 

Die Energiezufuhr Gas/Strom wird eine wichtige Archillesferse im v.a. im Winter werden, weil nicht nur die Strom-, sondern auch die Wasser- und Heizungsversorgung großräumig gefährdet ist.

 

 

 

Kriegverbrechen

 

Der Rat der Ehefrauen und Mütter der ASOW Gefangenen aus Mariupol fordert:

„- die Freilassung unserer Kriegsgefangenen,
- oder der gleichzeitige Austausch aller gegen alle,
- oder die Abschiebung unserer Verteidiger in ein Drittland."

 

Der Aufenthalt der einst ca. 1800 Gefangenen ist ungewiss. Den Familienangehörigen sind bis heute nicht einmal die Namen der über 50 bei der Explosion im Lager Olenivka Getöteten bekannt, geschweige, dass die Leichen übergeben wurden.

 

 

Besetzte Gebiete

 

in mehreren besetzen Gebieten wie Melitopel, Luhansk, sogar in Mariupol sollen verstärkt Soldaten für die RA rekrutiert werden. Da dies meist auf eine Zwangsrekrutierung, schlechte Ausbildung und hohes Lebensrisiko hinausläuft, fordern UA Verantwortliche alle Männer auf zu fliehen, „in welche Richtung auch immer“.

 

Die UA versucht weiterhin Hilfsgüter auch in ihre besetzen Regionen zu liefern, um die humanitäre Lage zu verbessern. Aus mehreren Regionen wird berichtet, dass die Hilfsgüterlieferungen von der RA nicht durchgelassen werden, nicht einmal medizinischen Hilfsgüter.

 

Kindesentführung in Cherson?

 

Mit Hilfe eines kollaborierenden leitenden Arztes sollen in einer Kinderklinik in Cherson angeblich Kinder nach RU entführt werden. Vier Schülern im Alter zwischen 11 Monaten und 2 Jahren doht, nach Moskau verschleppt zu werden, angeblich zu einer Kur. Zwei Kinder wurden bereits von Unbekannten in unbekannte Richtung mitgenommen.

Armes“ Russland

Im ersten Halbjahr sind nach Angaben der russischen Statistikbehörde 419.000 Menschen aus Russland ausgereist. Das sind mehr als doppelt so viele wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wie die Nachrichtenagentur RBC meldete. Damit sind erstmals in der jüngeren russischen Geschichte mehr Menschen aus- als eingewandert (322.000 Personen).

Spiel mit dem nuklearen Feuer. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 6.9. ca 6.00

 

Spiel mit dem nuklearen Feuer in Zaporischschja

Kadyrev macht weiter

Russland verdient an fossilen Brennsstoffen- Selbstdemaskierung Gas als Waffe

Terror in besetzten Gebieten, IRC kann Sicherheit von Gefangenen nicht garantieren

UA Militär- Offensive kommt (leicht voran), poltischer Punktsieg bei Referendum

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

Die UA kann offenbar im Raum Cherson und im Nord-Donbas militärische Erfolge erzielen und (begrenzte) Gebietsgewinne machen.

 

Im Fokus des Geschehens in Cherson ist die Gegend südlich von Wysokopilly, d.h. im Norden von Cherson, südlich des Inhulez-Flusess. Es ist sogar von offizieller Seite die Rede davon, dass der „Kampf um die Stadt Cherson“ begonnen habe.So weit ist es freilich (noch) nicht. Allerdings scheint die UA weiterhin effektiv sämtliche Brücken in der Region unter Feuerkontrolle zu halten. Die sind nach twitter-Aufnahmen teilweise so beschädigt, dass kaum noch Autos, geschweige schwere Fahrzeuge dort fahren können. Die UA beschießt auch weiterhin effektiv die Pontonelemente, die zum Brückenbau oder als Behelfsfähren dienen. Die RA scheint erheblich nervös zu werden, sie hat die private Dnjepr-Überfahrt für Privatleute, auch mit Fähren, untersagt. Offenbar braucht sie alles Möglichkeiten, um den Minimalnachschub aufrecht zu erhalten.

 

Noch messen sich die Geländegewinne in wenigen Km. Wenn die UA so weitermacht, kann es im Prinzip aber sein, dass die RA in Cherson irgendwann kollabiert. Im Moment gibt es dafür aber noch keine sicheren Anzeichen, auch wenn westliche Analysten von Schwächung der Kriegsfähigkeit sprechen. Russische Quellen sprechen von heftigen Auseinandersetzungen in der Gegend von Wysokopilly, ua Quelle berichten von zahlreichen Angriffen mit verschiedenen Waffensystemen.

 

Der zweite Offensiv-Schwerpunkt ist diffus in der Region zwischen Isyum, Kramatorsk und Siversk im nördlichen Donbas. Regionale Verantwortliche sprechen sogar vom Beginn der Befreiung von Luhansk, zumal es auch einen verheerenden Anschlag auf die RA im besetzten Gebiet gegeben haben soll.

 

Die UA scheint eine vollkommen andere Kriegsführung zu haben als die RA. Während die RA „brav“ den Hauptverkehrslinien folgt, scheint die UA quer dazu dort anzugreifen, wo sich Schwächen der RA bieten.

 

Die RA kauft Granaten und Rakten in Nordkorea. Manche meinen als Folge der mangelhaften ur Kapazitäten, man kan aber auch sagen, die RA bekommt, was sie braucht.

 

AKW-Zap-Spiel mit dem nuklearen Feuer

Wer immer Feuer an die Überlandleitungen des AKW legt, er weiß nicht, was er tut. Wider einmal sind von drei Systemen, die die Kühlung des AKW sichern und die Überhitzung verhindern ollen, zwei ausgefallen (letzter Reaktion, Überlandleitung, die auch die externe Strom-Versorgung sichert). Solche ein AKW ist kein elektrisches Spielzeuge, wo man nach Belieben hin und herschalten kann. Bei dieser permanenten Umschaltung in den Notbetrieb, kann unter den gegebenen Umständen sehr schnell etwas schief gehen. Wer immer da zündelt, er spielt mit dem nuklearen Feuer.

 

M.E. wird das international viel zu wenig politisch skandalisiert.

 

Kadyrev ist wieder da...

Nachdem der Tschech-Führer vor einigen Tagen eine längere Auszeit in Aussicht stellte, hat er sich nach dem Ruf vieler Fans nun entschlossen, weiterhin die schwere Verantwortung zu tragen und den UA-Krieg zu unterstützen. Während im Westen Regierungschefs durch Wahlen ins Amt kommen, wird die Legitimation in Dynastien mit Tamtam und Akklamationen eingeholt. Dennoch es ist nicht nur ein Spaß, den sich K erlaubt hat. Entweder gibt es Spannungen im Land oder sogar mit Moskau. Vermutlich, auch wegen Verlusten im Donbas, wie H-und-G.info mehrfach berichtete/mutmaßte.

 

Russland demaskiert sich. Gaskrieg

Während Ru immer versucht hat, seine Liefertreue zu betonen, und bislang immer technischen Gründe für den Gasstop vorschob, hat Medwedew, den Gasstop dankenswerter Weise an die Aufhebung der Sanktionen gekoppelt. Damit dürfte dem letzten klar sein, warum es geht.

 

 

Hybrid

Russland verdient mit fossilen energietträgern auf Grund der gestiegenen Preise mehr Geld als der Krieg in der UA kostet. Größter Kunde vor China ist Europa und damit nach wie vor poor old Germany.

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

 

Das internationale Rote Kreuz ist nicht mehr in der Lage die Sicherheit von russischen Kriegsgefangenen zu garantieren, ins besondere nicht der 1800 Gefangenen aus dem ASOV-Stahlwerk. Dies sagte ICRC General Director Robert Mardin. Das ICRC sei davon ausgegangen, die Soldaten besuchen zu können, was nicht möglich sei. Machtmittel habe das ICRC nicht. Die Kapitulation der ASOW-Soldaten in Mariupol war unter der Voraussetzung erfolgt, dass die Soldaten korrekt unter Aufsicht des roten Kreuzes behandelt werden. Inzwischen sind über 50 tot, der Verblieb der Übrigen unklar, in Mariupol wird ein Schauprozess vorbereitet, der diese Woche beginnen könnte.

 

Politischer Punktsieg der Ukraine

Dass die Besatzer das Referendum in Cherson auf Grund der „Offensive“ verschieben mussten, ist mehr als ein symbolischer Sieg über Putin. Eine lokale Quelle fasst die Bedeutung gut zusammen: Originaltext. „Eine weitere Verschiebung der Frist für die Durchführung der "Referendums"-Show in Cherson hängt mit den aktiven Aktionen der Streitkräfte der Ukraine, dem völligen Mangel an Unterstützung durch die Bevölkerung, der Angst vor dem Risiko des Verlusts von Gebieten bereits nach dem Referendum (das wird dem Publikum schwer zu erklären). Erwähnenswert ist auch die technische Unvorbereitetheit der Besatzungsbehörden, eine Show dieser Größenordnung zu organisieren.“

 

Terror in besetzen Gebieten

Auf Widerstandsaktionen reagieren die Besatzer offenbar immer mehr mit Terror. Festnahmen mit Folter und teilweise Tötungen werden aus Mariupol und Cherson berichtet. Plünderungen etc. sind ohnehin an der Tagesordnung. Je wilder die RA rekrutiert (auch im kriminellen Milieu und inzwischen wohl in der Psychiatrie) und je mehr das Gefühl herrscht, es sei die letzte Ge

Defizite bei ua Luftabwehr. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 5.9. ca 6.00

Überraschender ua Erfolg im Donbas

Kriegsgeschehen

Offenbar ist der UA gelungen drei Orte zu befreien. Zwei im Süden (Wyssokopillja, u.a.). Einen überraschend im Donbas in der Gegend von Siversk im Norden des Donbas (Ozerne). Westliche Analysten hatten dort in letzter Zeit eine Ausdünnung des Ru Militärs festgestellt, die UA dies offenbar ausgenutzt. Angeblich rückt die UA sogar weiter Richtung Lysschansk vor. Dort sollen auch noch Reste von Verteidigern des Oblast Luhansk sein. Der Tschteschene Kydyrev vermeldet dagegen eine Offensive seiner Leute mit der RA in Siversk.

Auch prorussische Blogger bestätigen, dass die UA in Cherson seinen Brückenkopf am Inhulez ausgebaut habe. An anderer Stelle habe sie sich zurückgezogen.Es würde weiter Kämpfe in der Region geben. Die russische Seite hat mehrere Stellen die Front beschossen. Trotz symbolisch wichtiger (ua Flagge gehisst) Geländegewinne versucht die UA offenbar weiter, die RA durch Nadelstiche an verschiedenen Punkten in Bewegung zu halten und zu erschöpfen. Parallel geht der Beschuss der Nachschubbrücken weiter. Es zeigt sich aber dass die RA immer wieder zumindest große Pontonfähren baut. Luftbilder zeigen auch, dass der Flughafen in Chreson nach wie vor eine wichtige Nachschubbasis bildet.

Schwächen der ua Luftabwehr

Die RA reagiert wie schon in den Vortagen mit 14 Raktenangriffen. Z.B. in Mykolaev und Charkiv. Insgesamt soll es seit Kriegsbeginn über 3500 Raktenangriffe gegeben haben. Der UA soll es inzwischen gelingen, 70% abzufangen. Dennoch, die restlichen 30% richten immer noch erheblichen Schaden, v.a. in Gebeiten an, die nicht zum eigentlichen Kriegsgebiet gehören- v.a. bei der Militärlogistik, auch unter der Zivilbevölkerung. Die RA hat- wie auf H-und-G.info mehrfach berichtet, eine Art Raketenring um die Ukraine errichtet, von Belarus, bis zum Kaspischen (!) und dem Schwarzen Meer. Riskant sind auch Abschüsse von Bodenluftraketen, v.a. dafür missbrauchten Luftabwehrsystemen. Diese werden von der RA über lange Distanzen geschossen, was sie sehr unpräzise macht, was erhebliche Kollateralschäden riskiert. An der Front selbst ist auch die Luftwaffe aktiv, die sich zwar kaum mehr in den ua Luftraum traut, aber die au Linien bedroht. Insofern sind ua Forderungen an die Bundesrepublik nach mehr Flugabwehrgeschützen mehr als verständlich. Für regelrechte Offensive v.a. in der Steppe fehlen der UA aber Kampfpanzer.

besetzte Gebiete

Deutsche Meldungen, wonach Ukrainern, die an "Referenden" teilnehmen, zwölf Jahre Haft drohen, sind vermutlich missverständlich. Derartige Strafe gibt es üblicherweise nur für sog Kollaborateure, die aktiv am Besatzerregime mitwirken, in diesem Fall alos die Wahlen organisieren.

Als Reaktion auf Partisanenattacken, haben die Besatzer in Melitopel die komplette Einfuhr auch von medizinischen Gütern unterbunden.

 

Der Winter droht.

In der UA sind Nachttemperaturen um Null Grad zu erwarten. In den Kriegsgebieten sind über 600,000 Ukrainians ohne Strome 235,700 ohne Gas.

Keine Flucht mehr für ukrainische Frauen? Beschränkung von Auslandsreisen.

Wehrpflichtige Frauen dürfen ab dem 1. Oktober nicht mehr ins Ausland reisen. Die Zahl der Frauen, die in die Registrierungsliste aufgenommen werden, wurde in den letzten Monaten deutlich erhöht. Wehrpflichtige Frauen unterliegen den gleichen Beschränkungen wie Männer. Was das für Frauen heißt, die mit ihren Kindern ins Ausland fliehen wollen, ist unklar. Die Zahl der Ausnahmegenehmigungen wurde in letzter Zeit auch erhöht.

Kriegsverbrechen

Nach ua Angaben sind mehr als 7.000 ua Kinder deportiert worden, nur 53 konnten nach Verhandlungen zurück geholt werden. diese Zahl klingt realistischer als die 200.000, die auch schon genannt wurden.

Überrasche Gewinne in Charkiv   5.9.

Kriegsgeschehen

Deutliche Geländegewinne, angeblich 400 km² (ISW), hat die UA in den letzten Tagen südlich von Charkiv nördlich des Donbas gemacht. Nach ru Blogs soll die UA über 30 km Richtung Osten vorgerückt sein. (Kämpfe bei Shevchenkovo). Wichtiger als die Geländegewinne selbst, ist die Gefährdung des militärischen Kommandos der RA, das sich wohl in Izyum befindet, das von Teilen seiner Armee abgeschnitten werden könnte. Ähnliches gilt für die Stadt Kupjansk, die bereits mit Raketen beschossen wurde. Die UA hat auch Nord-Achse durchschnitten, die eine der Hauptnachschublinien der RA aus Russland (Beograd/Kursk) ist.

Für das Gesamtgeschehen darf man diese Erfolge der UA jedoch überschätzen. Angeblich, nach ru Quellen, erfolgte diese Teiloffensive mit 15 Panzern. Angesichts von über 2000 km Front. In Teilen des Donbas ist die RA weiterhin sehr aktiv. Allein gestern starben dort 5 Zivilisten. In Kramatorsk wurde unter anderem die Psychiatrie von russischen Geschossen getroffen.

Ohnehin sind die Offensiverfolge wieder einmal die Folge Russischer Schwächen (die die UA geschickt ausgenutzt hat) und weniger die Folge ua Stärke.

Die Mühen der offensive sind im Raum Cherson zu beobachten. Dort kommt die UA nach Anfangsfolgen offenbar nur wenig voran. Die befreiten Gebiete sind ständig Angriffen aus der Luft ausgesetzt, also keineswegs befriedet. Im Raum Cherson sind 10- nach manchen Angaben sogar 20.000 ru aktiv, die schießen, wo sie können. Allerdings wird die Bombardierung ihrer Nachschublinien durch die UA offenbar immer effektiver. Dank besserer (teilweise von der UA-Bevölkerung gespendeter Satelitenkapazitäten) können auch kleinere Fähren und ru Versuche Pontonbrücken zu bauen lokalisiert und beschossen werden.

Psychologisch zumindest sind die derzeitigen Erfolge der UA nicht zu unterschätzen. Der Tenor der ru Militärblogs hat sich vollkommen geändert. Statt fröhlicher Reportagen über Angriffe gegen die Nazis, gibt es jetzt alarmistische Stoßgebete, dass „unsere Jungs“ das durchstehen. Indirekt wird eingeräumt, dass in Balakleya baschkirische Kämpfer weitgehend eingekreist wurden, sie seien auf sich alleine gestellt. Die Stärke der Ua Armee, gezielt Logistik und Infrastruktur und abzuschneidend anzugreifen, wird neuerdings fast anerkennend hervorgehoben. Indirekt gibt es Kritik an der RA, die auf die vorhersehbare Verstärkung der UA in diesem Gebiet nicht reagiert habe. Es scheint, dass platte Propaganda den Soldaten vor Ort nicht mehr zuzumuten ist. Die Frage ist, ob die Kommentare der embeddeten Journalisten, die ja mehr oder minder der Militärzensur unterliegen, auch ein Zeichen des Umdenken bei ru Militärs sein könnte.

Schon grotesk klingt derzeit dagegen die Erinnerung eines hardliners auf der Krim am Jahrestag an die Schlacht von Borodino, die zum Abzug Napoleons von Moskau geführt habe.

Auch auf Seiten der UA gibt es einen Wandel. Auch wenn man sich offiziell mit militärischen Erfolgsmeldungen eher zurückhält, hat der gestrenge Sprecher des Generalstabs sein facebookbild geändert. Neuerdings lächelt er (vorsichtig)!

 

Gefährden Partisanen das AKW Zaporischschja?

Auch nach dem alarmierenden Bericht der IAEA hat die Lage in ZAP nicht an Bedrohlichkeit verloren. Im Gegenteil. Stromleitungsbeschüsse führten auch gestern wieder zu Abschaltungen, was bei einem derartigen atomaren Koloss per se riskoreich ist. Zudem warnen verantwortlich, dass die Dieselzufuhr für die Generatoren, auf denen im Extremfall die Kühlung der Anlage beruht, nicht ausreichen könnte. Nach Insiderinformationen reicht sie nur für eine Woche, Nachschub ist wegen der Kriegshandlungen schwierig.

Eine weitere Gefährung könnte durch UA Partisanen drohen, die in der Region aktiv sind und schon Explosionen verursacht haben. In der beschossenen Stadt Nikopol werden zur Zeit Gelder gesammelt, die zur Beschaffung von Kamikaze-Drohnen dienen sollen. Da die Sammlung sich unmittelbar gegen den Beschuss der Stadt von der gegenüberliegenden Dnjepr-Seite (wo Energodar liegt) richtet, ist zu befürchten, dass solche Mittel dort eingesetzte werden könnten.

Die UA Regierung hat Maßnahmen zur Zwangsevakuierung in der Gegend von Energodar eingeleitet, wobei die Gegend ru besetzt und die Flucht schwierig bis unmöglich ist.

Die UN diskutiert Sicherheitszone, die ua Artomkraftbetreiber fordern Blauhelme.

M.E. So dringend es geboten ist, dass es zu Schlussfolgerungen aus dem IAEA Bericht kommt, die Lage ist wegen Nikopol äußerst komplex. Eigentlich müßte die Lage in der Gesamtregion entschärft werden, was die Sache nicht einfacher macht.

 

Besetzte Gebiete

Ein Vertreter der Partei geeinigtes Russland hat den 4 November als Tag für das Anschlussreferendum vorgeschlagen. Anvisiert war der 11. September der kriegslagebedingt wohl ausfällt.

Partisanen

Haben in Melitopol offenbar eine Explosion in einem Quartier der Partei geeinigtes Russland verursacht. Von Explosionen wird auch aus Berdjansk berichtet. In Mariupol wird überall in der Stadt das Y ode I Zeichen des Widerstandes per Kreide in der Stadt verbreitet.


Kriegsverbrechen

ASOW-Gefangene sollen wegen Terrist und Umsturz angeklagt werden. Gegen 7 werde wegen des Verdachtes der terroristische Organisation (Teil 1 von Artikel 234 des Strafgesetzbuchs der DVR ) ermittelt

gegen 17 wegen ihrer Beteiligung an den Aktivitäten dieser Organisation (Artikel 234 Teil 2 des Strafgesetzbuchs der DVR).

bzw. wegen Macht- und Verfassungsänderungen in der Volksrepublik Donezk (Artikel 34 Teil 4, Artikel 232 des Strafgesetzbuches der DVR)

Wann das Tribunal stattfindet, ist noch unklar. Vermutungen zielten auf den 11. 9. . Wegen des verschobenen Referendum könnten sich auch hier Verschiebungen ergeben.

Hybrid

Die USA und die EU haben Nickel und Aluminium importe aus Russland seit Kriegsbeginn erhöht! Ein Grund dürftena uch Ausfälle von Lieferungen aus der UA sein.

Putin droht mit Gasstop bei Energeipreisdeckelung. Das Handelsblatt spottet „Putins letzte Patrone“. Warum Putins Drohungen allmählich ins Leere laufen hängt primör damit zusammen, dass Deutschland/ EU effektiv die Gas- und Ölversorgung umgestellt hat. Diese Befund steht konträr zum derzeitigen Geschrei um das angebliche Versagen des Wirtschaftsministers. Vor noch drei Monaten hätte die Schlagzeile im Handelsblatt sicher anders gelautet.

Korruption

Es wurde aufgedeckt, dass einer der reichsten Oligarchen der UA 3 Millionen Dollar an Steuern nicht gezahlt hat. Auch korrupte Grenzbeamte wurden hochgezogen. Ein Verfahren gegen einen Abgeordneten der Seleskij-Partei läuft, der nach einem Verkehrsunfall einen Polizisten bestechen wollte. Sind das Zeichen für anhaltende Korruption oder deren effektivere Bekämpfung? Die Ua hat in letzter Zeit zu erkennen gegeben, dass sie die Antikorrutiopsbehörden stärkt, u.a. wurde ein kritischer NGO-Vertreter in das Gremium berufen, das über Richterwahl und -abwahl entscheidet, die Medien werden von Oligarchen getrennt. Etc. Aber das alles erfolgt erst unter dem existentiellen Druck des Krieges und sich Bedingungen u.a. für den EU-Beitritt und die Natolieferungen. Ein nicht zu unterschätzendes Problem. Denn faktisch ist die UA schon Mitglied von EU und Nato, ohne die sie nicht länger als eine Woche bestehen würde.

Humanitäre Hilfe

So verständlich es sein mang, dass sich Bundesländer derzeit technisch mit der Flüchtlingshilfe überfordert sehen und mit Aufnahmestopp drohen. Man muss sich auf eine neuej flüchtlingswelle im Winter einstellen, wenn die Verhältnisse in den umstrittenen ua Gebieten der UA so unerträglich werden (keine Heizung, kein Strom, kein Wasser), dass die Menschen weichen müssen.

Unsere Medien

Peinlicher Kommentar einer ARD-Korrespondentin zum Bericht vor dem UN-Sicherheitsrat zu ru Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine

Der Bericht über „unfassbar schwerwiegende Vorwürfe“, klingt so, als würden (der Korrespondentin)erstmals davon Kenntnis bekommen.

Rätselraten um russische Verbündete.  4 .9. ca 6.00

 

Kriegsziel Teilung der Ukraine

Rätselraten um russische Verbündete in Tschetschenen und Kasachstan

Stellungskrieg oder Offensive in Cherson? UA dämpft Erwartungen.

Madame Selenskij liest Westeuropa die Leviten: "Während ihr anfangt, die Pennies auf eurem Konto oder in eurer Tasche zu zählen, tun wir das gleiche und zählen unsere Opfer"

Kriegsgeschehen

ähnlich wie Vortage

Im Donbas soll es laut ru Quellen Kämpfe mit Wagner-Truppen am Rand von Bakmut geben.

 

Ansonsten leichte ru Geländegewinne, aber meist Kämpfe an den bekannte Orten.

Die ua Regierung dämpft erneut Erwartungen an Cherson-Offensive. Das Schwergewicht liege auf Aushöhlung der Logistik nicht der Geländegewinne. Pressemeldungen über mehrere Bodenangriffe hatte erhebliche (falsche) Erwartungen auf eine Bodenoffensive geweckt. Die RA greift die ua Linien auf der gesamten Front (160km!) an. UA konzentriert sich nach britischen Angaben auf drei Achsen (was m.E. plausibel ist, Norden 2 fach, Mitte, Süden). Laut Informationen von Bloggern haben beide Seiten deutliche Verluste, die ru vermutlich mehr. Die UA soll deutlichen Nachschub mit Westwaffen haben, die RA Schwierigkeiten mit dem Nachschub. Wieder ist die Brücke von Nova Kakhovka getroffen und die dortige Eisenbahnbrücke beschäidgt worden. Das zeigen Saterlitenfotos. Der Beschuss diese Brücke ist insofern riskant, da sie Teil des Staudammkomplexes ist. Der eigentliche Damm ist nur wenige hundert Meter entfernt.

Partisanen

entwickeln sich offenbar immer mehr zum militärischen Faktor. In Melitopel sollen bei Explosionen am Flughafen zwei Helikopter beschädigt worden sein. In Luhansk sollen mehrere (300???) Soldaten getötet worden sein. In Mariupol werden nach wie vor persönliche Daten von sogenannten Kollaborateuren veröffentlicht, die damit dem Risiko von Anschlägen ausgesetzt werden.

 

Offenbar wird die ua Luftwaffe im Zusammenhang mit dem Kampf um die Region Cherson aktiver, wo sie bessere logistische Voraussetzungen hat, als im Osten.

 

Die RA wird laut ua Angaben künftig unter Bahnarbeitern Soldaten rekrutieren. Es werden lukrative Kurzverträge angeboten. Oft werden Soldaten aber nach Auslaufen solcher Verträge nicht entlassen.

 

Russische Militärjournalisten und Blogger an der Leine?

Spekulationen hat die vorübergehende Festnahmen eines bekannten ru Militärjournalisten in Moskau ausgelöst. Putin könne auf eine (noch) stärkere Militärzensur abheben. Auch wenn der Anlass möglicherweise ein Streit im Rausch war, ist doch festzustellen, dass die Bloggs trotz grundsätzlich propagandistische Funktion auch gelegentlich kritische Fragen aufwerfen, und in letzter Zeit ein realistischeres Bild der ukrainischen Gegenwehr zeigen. Alles das gefährdet Putins Legende von der Spezop.

 

Worauf schießen eigentlich die Russen?

Während die großen Raketen-Angriffe sicher logistischen Zielen dienen ( auch wenn sie oft „daneben“ gehen) und kleinere dem militärischen Gegenüber, fragt man sich, auf was die Russen überhaupt so zielen und warum:

Ua Originalbericht: „In Kramatorsk traf eine Rakete ein Lebensmittelunternehmen — 1 Person wurde verletzt. Noch ein Hit – bei einem Unternehmen der Leichtindustrie. Dort brach ein Feuer aus. In Slowjansk haben die Russen zwei Unternehmen ins Visier genommen. Nach vorläufigen Angaben gibt es keine Verletzten, wir ermitteln die Schadenshöhe. 7 Häuser in Bylbasivka wurden ebenfalls beschädigt. In Kurakhivska Hromada wurden Kurakhove und Vovchanka beschossen – ein Erholungszentrum.“

Die ru Seite soll vermehrt mit Luftabwehrgeschützen gegen Bodenziele operieren, für die sie nicht geeignet sind, weil Munition fehlt.

Offenbar geht es v.a. im Donbas nur darum, Schaden anzurichten, die UA Wirtschaft auszuhöhlen und die Menschen zu vertreiben. Dazu passt:

 

Kriegsziel

Governeur der Krim geht von Teilung der UA auf, die in ihrer bisherige Form nach dem Krieg nicht mehr bestehen würde.

 

Die ru Restarmee spielt in Fernost Krieg. Das „Ost-Manöver“ zeigt eigentlich nur, dass die RA geschwächt ist, es ist deutlich kleiner als frühere Manöver, möglicherweise sogar kleiner als angegeben, weil sehr viel Militär an der UA Front ist.

 

AKW Zap

Auch unter internationaler Beobachtung musste das AKW vom Netz genommen werden. Warum ist unklar. Es existiert aber noch eine Reserveleitung, so dass alle drei Kühlsysteme aktiv sein können.

Dennoch, diese neue Abschaltung zeigt, wie fragil die Lage ist. Die russische Seite spricht wieder von Beschuss, die ua Seite deutet zumindest Partisanenaktivitäten in Energodar an. Die Stadt Nikopol auf der anderen Flussseite ist zu von der RA unter so Beschuss, dass schon 60% der Bevölkerung geflohen sind. Es ist also ein Kriegsgebiet.

 

Die IAEA-Kontrolleure dürften m.E. die Station nicht verlassen.

 

Die Türkei hat Vermittlung angeboten.

 

 

Rätselraten um Kadyrev

Während westliche Medien den Rückzug von K. Verkünden, schreibt er selber nur von einer längeren Auszeit, da er schon so lange im Amt sei. Das Verhalten der Tschetschenen im UA Krieg ist in letzter Zeit etwas rätselhaft. Es gibt noch Spezialkräfte im Donbas, aber ein großer Teil wurde (vermutlich nach hohen Verlusten in Luhansk) zurückgezogen. Immer wieder wird behauptet, dass neue Spezialkräfte ausgebildet und geschickt würden, was bisher nicht nachweisbar ist. Es soll auch Kritik sogar von islamischen Geistlichen am Kriegseinsatz gegeben haben. Traditionell sind Kadyrevs Leute Spezialisten für Straßenkämpfe parallel zum Luft- und Artilleriebeschuss bei der Eroberung von Städten. Seit sie sich zurückgezogen haben, wurde keine größere ua Stadt mehr erobert. Hohe Autorität scheint neben K. auch A. Demilkanow zu haben, offenbar ein Cousin von K, der Abgeordneter der ru Duma ist und Kommandeur im UA-Krieg war.

 

Kasachstan hat überraschend Neuwahlen und eine Verfassungsreform angekündigt. Während russischen Quellen dies als Rücktritt von Präsident Tokajew interpretieren, kann man das auch anders sehen. T. hat zwar noch eine 2-j Amtszeit, aber auf Grund von Unruhen im Lande vor einigen Monaten, die nur mit Hilfe der ru Armee unterbunden werden konnten, ist seine Legitimation schwach und stark von Ru abhängig. T. versucht aber trotz grundsätzlicher Loyalität zu Putin eine gewisse Eigenständigkeit zu wahren, auch bei Energieexporten nach Westen (.u.a in die Ukraine). Ein Referendum (Wahlen im eigentlichen Sinne dürften es kaum werden), könnte ihn stärken. Außerdem soll die Amtszeit grundsätzlich begrenzt werden, was ein Novum wäre.

 

 3.9. ca 6.00

Ukrainischer Beschuss am Kernkraftwerk! -UA setzt Glaubwürdigkeit auf Spiel

Offensiven festgefressen?

Bildungsserver für ukrainische Kinder im Ausland

 

Kriegsgeschehen

im Prinzip ähnlich wie Vortage

Widersprüchliches aus dem Raum Cherson. Wohl „Erfolge“ der UA bei Beschüssen und Luftangriffen aus der Distanz (auch wieder Brücken, Depots), vermutlich weniger als an Vortag. Mehrere ua Angriffe, vermutlich kaum/keine Geländegewinne. Angeblich konnten ru Angriffe im Nordosten zurückgeworfen werden. Die spärlichen Informationen relativieren sich, dadurch dass Truppen sich auch taktisch zurückziehen und auch Kampfpausen machen, um wieder „aufzutanken“.

Im Donbas verkündet RA nun schon mehrfach die Eroberung,von Orten die schon als Erfolg vermeldet worden waren. Indiz, dass sich wenig bewegt.

Seit Tagen ru Militär-Transporte von Donetzk, Mariupol Richtung Westen (Berdyansk)

 

Partisanen formieren sich

nun mit eigenem Logo und SM-Kanal

 

AKW-Zaporischja

Die UA hat nach ua Angaben die Gegend Enegodar rund um das AKW beschossen und dort vermutlich Artillerie und Munition getroffen. Angeblich hohe Verluste der RA. Entgegen allen bisherigen Dementis und Beschuldigungen ist die UA also dort militärisch aktiv. H-und-G.info hat zudem mehrfach über Partisanenaktionen in der Gegend berichtet- unter Berufung auf ua (!) Quellen.

Auch wenn die UA versichert, es seien Präzisionsschläge gewesen, ist dies keineswegs beruhigend. Zudem setzt die UA damit gerade zum Eintreffen der IAEA ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel. Das einzige, was man der UA zugute halten kann, dass sie diese Angaben selbst veröffentlicht. Im offizielle Armeebericht fehlen sie jedoch.

Zumindest unpräzise war auch der Vorwurf Selenskjis, es hätte keine internationale Presse die Grossi-Delegation begleiten dürfen. NTV berichtet, dass sie mit einem Team dabei waren, allerdings auf der russischen Seite angemeldet und auf vorgeschriebenen Wegen. Möglicherweise hat Selenskj sich also missverständlich ausgedrückt und er meinte, dass die Presse die Delegation nicht begleiten konnten. Aber beide Ereignisse -der Beschuss und die relative Fehlinformation entwerten die anderen ua Sachstandsschilderungen des IAEA-Besuches. Nach UA Informationen zogen die Militärs, die vorher das AKW besetzt hatten, mit 100 Einheiten vor dem Delegationsbesuch ab. Wichtige Teile der Anlage seien nicht gezeigt, präparierte Zeugen präsentiert worden.

Am besten die IAEA bleibt vor Ort und wird durch weitere UN-Kräfte verstärkt. Die Entmilitarisierung der Gegend wäre zwar geboten, müsste aber Nikopol auf der anderen Flusseite umfassen, was aber unwahrscheinlich ist, weil die Stadt fast unter ru Dauerbeschuss liegt. Das dürfte der Hauptauslöser für die unverantwortlichen militärischen Aktionen in der Gegend sein.

Hybrid

Ungarn ist der einzigen EU-Staat, der die UA nicht stärker finanziell unterstützen will., Ungarn verhandelt auch derzeit um ru Energielieferungen für den Winter.

Bildung

Die Ua hat einen Bildungsserver für Schüler im Ausland geschaltet

https://schooltogo.online/

Die UA Verwaltung von Cherson zahlt seinen Lehrern, egal wo sie sich aufhalten und unterrichten weiter Gehalt, es sei denn sie kooperieren mit dem ru Bildungssystem.

 

Kriegsverbrechen

Immer noch sind in Cherson zwei Dorfbürgermeister und der von Cherson entführt. Über ihren Zustand und Verbleib ist nichts bekannt.
Bis heute ist die Entführung von 304 Einwohnern der Region Cherson bekannt - 179 Menschen befinden sich noch in Gefangenschaft. Unter den Entführten sind 75 Vertreter der lokalen Selbstverwaltung, von denen sich 25 in Gefangenschaft befinden. Folter, Schläge und Druck sind das, was gefangene Kherson-Leute erleben.

 

Kollaboration

Insgesamt 1255 Strafverfahren gegen sog Kollborateure eröffnet. Ein Indiz, dass die Besatzer immer wieder Leute finden, die aus unterschiedlichen Gründen zur Zusammenarbeit bereit sind. Auch dürfte die Art des Schadens sehr unterschiedlich sein.

Konflikt am Bosporus? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 2.9. ca 6.00

 

Putins Gehirnwäsche nur teilweise erfolgreich

Partisanen Teil der ua Kriegsstrategie

Droht neuer Konflikt für Schiffahrt am Schwarzen Meer?

Putin erhöht die Energiepreise

KRIEGSGESCHEHEN

Wenig konkrete Informationen über Cherson-Offensive. Social Media berichten, darüber dass sich russische Soldaten ergeben hätten und weitere Erfolge in der Mitte des Oblast entlang der Autobahn Richtung Cherson. (Gelingt es der UA die RA hier zu spalten. Offiziell werden steigende Verluste der RA gemeldet (über 200 Tote angeblich), mehrere Zentren der Logistik, u.a. ein Drohnen-Kontrollzentrum seien getroffen, auch wieder Dnjepr/Inhulez-Brücken und Fähren. Die Ra ist allerdings dazu übergegangen, Pontonteile zu Großfähren zusammenzubinden, was Transporte von mehreren LKWs ermöglichst und Abschüsse schwieriger macht.

Die RA hat allein im Raum Cherson 2 dutzend Orte beschossen, soz Med zeigen auch Abschüsse von Militärgerät. Die RA ist dabei über die Kertsch-Brücke und von Norden aus Russland Verstärkung für den Süden und das Donbas herbeizuführen. Im Donbas wird in dengleichen Gegenden angegriffen, wie in den Vortagen, ohne nennenswerten Erfolg. Putin soll angeblich die Einnahme des Donbas um zwei Wochen auf den 15.9. verschoben haben. Ja, mach nur einen Plan, dichtete schon Brecht......

Die großen russischen Panzerkapazitäten sind großenteils Schrott und nicht einsetzbar. Aber trotz der vermutlich über 1000 Panzer, die Russland verloren hat, stehen noch genügend zur Verfügung, um der UA tendenziell überlegen zu sein. Militärexperten machen sich Sorgen, dass der UA die Panzer sowjetischer Bauart ausgehen und sie bisher keine Kampfpanzer aus dem Westen bekommen. Für Offensiven in der ua Steppe bräuchte es aber solche....Schon der Oblast Luhans war verloren gegangen, weil der Westen nicht rechtzeitig Munition und Waffen lieferte.

Tschechien liefert jetzt zumindest Panzer SU Bauart, nachdem Scholz Ringtauschkonditionen konkretisiert hatte.

Partisanen die zweite Armee

Schon wieder haben Partisanen eine Munitionsdepot in Melitopel in die Luft gejagt. Gestern gab es Explosionen auf der Krim. Der Partisanenwiderstand ist offenbar Teil der ua Militärstrategie. Selenskj bedankte sich gestern im Rahmen einen Konferenz mit Militärs für deren Einsatz.

Erster Schultag

„Kinder in Käfigen“ so beschrieben Eltern in einem besetzten Dorf den ersten Schultag. Die Kinder wurden von Militärs gefilzt, die Eltern mussten draußen vor dem Zaun bleiben. Drinnen in den Schulen begann die „Zombifizierung“ der Kinder mit russischer Nationalhymne ( die wieder die sowjetische ist) und russischem Currikulum. Trotzdem ist der erste Schultag für die Besatzungskräfte eher eine Niederlage. In Mariupol kamen nur die Erst- und Zweitklässler, die übrigen blieben zu Hause. Von 16 Schulen waren- anders als angekündigt- nur 5 bedingt funktionstüchtig. Es wird spekuliert, dass Baumaterialien, wie üblich, veruntreut wurden.

Die ukrainischen Behörden in den umkämpften und besetzten Gebieten kämpfen um Bildung. „Unsere Schulen im Gebiet Luhansk sind leere Ziegelkisten, der Wind weht durch zerbrochene Fensterscheiben, Brandgeruch, statt Schreibtische - nur Metallsockel... die erhaltenen Bretter sind am 23. Februar eingefroren... Lassen Sie uns ihre Kindheit wiederherstellen und unseren Kindern zurückgeben!“, heißt es. Im Donetzk bietet die ua Verwaltung für 100.000 in Luhansk, für 30.000 Schüler ukrainischen online-Unterricht. Soweit technisch möglich, wird dieser Online-Dienst auch von Kindern in den besetzen Gebieten genützt. Die Durchsetzung des ua Unterrichtes ist auch eine Form des zivilen Widerstandes gegen Putins „Entnazifizierung“, die de faco ein russisches Assimilierungsprogramm ist. Wegen Lehrermangel hat Putin 500 Lehrer aus Russland eingeschleppt. Aber in Melitopel, einem Zentrum des ua Widerstandes weigern sich meisten Leiter von Schulen und Kindergärten, mit den Besatzern zu kooperieren, ▫️60 % der Erzieher sind in das kontrollierte Territorium der Ukraine abgereist, ▫️80 % der Schulabgänger wählten ukrainische und europäische Universitäten, 900 Kinder sind für die ersten Klassen angemeldet, 14.000 Schulkinder werden ihre Ausbildung in Melitopol-Schulen im Rahmen des ukrainischen Programms fortsetzen: nur 10% weniger Schüler als im Vorjahr!

Konfliktort Bosporus

Die Ua wirft der Türkei erneut vor, zivile Schiffe (4) passiert haben zu lassen, die russisches Kriegsgerät aus Syrien transportieren. Gleichzeitig ging (angeblich wegen eines Ruderschadens) ein russischer Getreidefrachter auf Grund. Zufall oder ?....

Der Getreideexport hatte sich nach internationaler Vereinbarung positiv entwickelt und ist in einem Monat um die Hälfte gestiegen.

Gasstop

Der erneute Gaslieferungsstop für Deutschland und Frankreich wird angesichts einer erfolgreichen Aquise und Umsteuerungspolitik der EU und Deutschland die Energieversorgung im Winter nicht wirklich gefährden. Aber, sie kommt zu einem Zeitpunkt, wo Habeck mit sinkenden Preisen rechnet. Putin „stabilisiert“ auf seine Weise die hohen Preise, in dem er weiter ab-fackelt.

 

AKW Zap

Nachdem die internationale Kontrollkommission unter Schwierigkeiten angekommen ist, geht der Streit weiter. Die UA wirft der russischen Seite, die die Kontrolle über das AKW hat, vor zu manipulieren. Der erste Kontrollgang sei von den ru vorgegeben worden, Anwohner seien unter Druck gesetzt worden nicht über die Wahrheit oder sogar fake news über ua Angriffe zu berichten. Die nicht RU Presse soll ausgesperrt gewesen sein. Umso mehr wundert mancher forsche Kommentar in deutschen Medien (ZDF: Diplomatie habe Priorität). Bisher gibt es keinen Anlass für Kritik der Leiter der IAEA, Rafael Grossi, hat sich keineswegs hasenfüssig gezeigt, sondern den Besuch konsequent durchgesetzt und will auch die Präsenz zeitlich ausdehnen.

Lithauen hat eine UN-Polizeibesatzung gefordert.

Besetzte Gebiete

Alltag in Cherson: Originalzitat: „Sechs Personen wurden in Kherson, Novaya Kakhovka und dem Dorf Vynogradne entführt, ihr Aufenthaltsort ist derzeit unbekannt.

Russisches Militärpersonal zeichnete sich durch Plünderungen in der Stadt Velyka Oleksandrivka, der Stadt Visokopilya, den Dörfern Burgunka und Lyubimivka aus, wo sie Autos und Lastwagen, Anhänger und Motorräder der Anwohner stahlen.

Bewohner von vorübergehend besetzten Cherson und Dörfern erhalten Berichte über zahlreiche Diebstähle von persönlichem Eigentum aus Häusern, Lagern, Apotheken sowie betrügerische Handlungen gegen Rentner.“

 

 

Fortschritte oder Täuschung bei Offensive?  1. 9. ca 6.00

 

Schulbeginn zwischen Propaganda und pädagogischer Nothilfe

Problem Korruption

IAEA als atomares Schutzschild

Spione in Deutschland


Kriegsgeschehen

Die Offensive in Region Cherson läuft weiter. Nach diversen Informationen soll die UA im Nordosten, Süden und neuerdings auch parallel zur Autobahn M 14 in der Mitte der Front (angeblich bis 15 km an Cherson heran) Gebietsgewinne erzielt haben. US-Militärexperten weisen aber darauf hin, dass die ua Kriegsführung auch auf Täuschungsmanövern beruhen dürfte, was die Lagebeurteilung noch schwieriger macht. Angeblich sollen US-Militärs die UA in Offensivsimulationen beraten haben, nur begrenzte Offensiven zu wagen, da ihr Militärpotential zu gering ist.

Die RA versucht durch (unplausible) hohe Verlustzahlen und (vermutlich) Propagandabehauptungen, die UA Offensive für gescheitert zu erklären. Die Ru Propaganda geht aber zwei Wege. Während z.B. auf der Krim über die zynische Strategie der Drogenabhängigen in Kiew gelästert wird, die Menschen verheizen, sind ru Soldatenprogandisten in letzter Zeit erstaunlicher Weise realistischer. Sie räumen das Scheitern der ersten Kriegsphase ebenso ein wie dass die ua Armee immer besser wird und mahnen eine entsprechende Reaktion der Ru Seite an.

Die UA Berichte gehen von erhöhten Verlusten der RA aus, vermeldet werden auch neue (erfolgreiche) Angriffe auf die Nachschubbrücken an Dnjepr und Inhulez.

Wie in den Vortagen verstärkt die RA Angriffe im Donbas an den bekannten neuralgischen Punkten (Bakmut, Donetzk)

 

Russische Spionage in Deutschland?

Zwei Mitarbeiter im Wirtschaftsministerium unter Spionageverdacht, für die Russen gearbeitet zu haben. Sie waren ausgerechnet im Energiesektor tätig- meldet die Zeit.

 

Schulbeginn

 

Pünklich zum Schulbeginn hat die RA im Donbas mal wieder eine frisch renovierte Schule, die 8. Schule in Druzhkiwka, zerschossen. Auf Grund der Zwangsevakuierung wurde keiner verletzt. Aber schon jetzt sind allein im Donbas 124 Kinder getötet, 388 verletzt worden. „Leere Klasse, auf den Schreibtischen - beleuchtete Lampen und Blumen. Notizbücher unterschrieben mit den Namen von Kindern, die nie wieder zur Schule kommen werden...“, so gedachte die Region am Vorabend des Schulbeginns dieser Opfer. Auch die pädagogische Situation ist schwierig. Ca. ein Drittel der Schüler die Ukraine sind im Land oder im Ausland auf der Flucht. Im Land sind viele Pädagogen geflohen, sei es vor dem Krieg, sei es, um nicht nach russischen Plänen unterrichten zu müssen. Sie organisieren Fernunterricht, online oder in Lerngruppen. Auch die russische Seite hat sich vorbereitet. Kindererziehung ist ein ganz wichtiger Punkt bei der „Entnazifizierung“, man will ihnen ua Gedankengut austreiben. Putin hat Armeeeinheiten neben Bildungseinrichtungen plazieren lassen. Angeblich zum Schutz der Schüler, doch wohl eher um die eigenen Soldaten zu schützen und gleichzeitig als Drohpotential. Eltern werden mit Geld gelockt, aber auch mit Repression bis hin zur Kindesentziehung bedroht, um ihre Kinder auf Schulen mit russischem Bildungsprogramm zu schicken. In Maripol ist schon ein patriotischer Erziehungstag angesetzt. Auf der Krim geht es gleich mit patriotischer Indoktrierung los:

Originalzitat:“Heute besteht die Hauptaufgabe darin, die systematische Arbeit an der patriotischen Erziehung der Studenten zu organisieren.

▪️Es ist wichtig, mit Schulkindern die Ziele und Ziele der militärischen Sonderoperation zu besprechen, um zu erklären, warum unser Präsident beschlossen hat, sie durchzuführen.

▪️Im September veranstalten die Schulen Treffen mit den Helden Russlands und der Sowjetunion, Trägern von Orden und Medaillen, Teilnehmern einer besonderen Militäroperation.

▪️Jede Woche wird in den Schulen der Krim eine Linie mit dem Hissen der Nationalflagge und der Darbietung der russischen Hymne stattfinden.

▪️Der Unterricht im Rahmen des Programms „Reden über das Wichtige“ wird die Themen Patriotismus, die Entwicklung des Staates und unserer Republik sowie die Bildung eines Bürgers berühren.

▪️In naher Zukunft wird ein Treffen mit Schulpräsidenten in Form eines offenen Dialogs zu Themen organisiert, die Kinder betreffen.

▪️Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Jugend der Republik Kasachstan, das Komitee für Jugendangelegenheiten der Republik Kasachstan schließen (zusammen mit Bildungsverantwortlichen der Krim) die Entwicklung des Konzepts der patriotischen Erziehung von Jugendlichen, Schulkindern und Vorschulkindern ab. Die militärpatriotische Erziehung und die militärische Erstausbildung werden sowohl im Rahmen des Schullehrplans als auch der Zusatzausbildung durchgeführt.

Ich bin mir sicher, dass die Kinder am 1. September gut gelaunt in die Schule gehen werden. Viel Glück!“ Nunja.....

 

AKW Zap

Offenbar werden die internationalen Atomkontrolleure an einem Checkpoint aufgehalten, weil ihnen angeblich Papiere fehlten. Immer noch gibt es Diskussionen, wie die Delegation das AKW erreicht. Die Ankunft wurde für heute angekündigt, es scheint aber von ru Seite auf Zeit gespielt zu werden.

Ohnehin ist die Gegend bis gestern nicht wirklich sicher, da beide Seiten sich Beschuss vorwerfen und das gegenüberliegende Nikopolfast ständig von der RA beschossen wird.

Die Kommission beabsichtigt angeblich , dauerhaft im AKW zu bleiben. Was immer sie da treibt, würde allein ihre Präsenz eine Minderung des atomaren Risikos bedeuten.

Besetzte Gebiete

 

Angeblich soll in Mariupol ein mehrere tausend Jahre altes Flächendenkmal überbaut werden. Vertreter der ehemaligen Stadtverwaltung schlagen Alarm.

 

Korruption

Der UA SBU deckte ein großangelegtes Korruptionssystem im Katastrophen- und Notfalldienst auf. Gegen Bestechungssummen waren in mehreren Oblasti Genehmigungen von nicht sicheren Einrichtungen gewährt worden. Dies machte sich im Krieg negativ bemerkbar. Immer wieder gibt es Meldungen zur Korruption auch im Verteidigungs- humanitären und Grenzbereich. Es kann aber sein, dass gerade die Kriegssituation den Druck, die Korruption zu bekämpfen erhöht. Nicht nur wegen der angestrebten EU-Perspektive, sondern auch weil Korruption lebensgefährdende Folgen haben kann und entsprechend geächtet ist.

 

Offensive ein fake? H-und-G.info Ukraine-Monitoring 31.8. ca. 6.00 Uhr

Stockt Offensive oder ist sie gar ein Bluff?

Zündelt UA am AKW?

Unruhe im besetzen Mariupol

 

(wegen Computerabsturz heute später und verkürzt sorry)

 

Tod Gorbatschoffs wie ein Symbol für den Untergang einer Hoffnung und vertaner Chancen. Zur Erinnerung. Es gab eine Zeit, wo alle Welt einen russischen (SU) Präsidenten verehrte.

 

Kriegsgeschehen

Die Einschätzung der sog. Offensive bleibt wegen der Militärzensur schwierig. Offenbar versucht die RA am Boden gegenzuhalten. Es gäbe „Positionskämpfe“, heißt es auf ua Seite, die Lage sei schwierig. Socialmediakanäle berichten von Kämpfen v.a. im Norden des Oblast, die nicht verfizierbar sind. Ich würde nicht so weit gehen, wie Behauptungen, die Offensive sei ein fake, aber die ua Seite setzt offenkundig auch stark auf psychologische Effekte. Dazu gehört die Ansage der Óffensive, ein Interview des Kommandeurs der Südarmee, der sich vor einigen Tagen als Sieger von Mykolaev präsentierte, abgehörte und veröffentlichte Telefonate von verzweifelten russischen Kämpfern und die Aufforderung von Selenskj, überzulaufen und sich zu ergeben. Die Möglichkeit eine große Bodenoffensive zu führen, ist angesichts der Kräfte (annähernd pari pari, wobei bei Angriffen deutliche Überlegenheit erforderlich ist), wie schon gestern in H-und-G.info dargestellt, schwierig bis unmöglich. Das sehr große russische Kontingent hat noch viel Feuerkraft.

Ohnehin hatte die UA vorgestern gar nicht von eine Offfensive gesprochen, sondern nur von mehreren offensiven Angriffen, was etwas anderes ist. Erst durch offenbar ungeplante Medienveröffentlichungen ist der Hype, um d i e Offensive entstanden und die UA, versucht das jetzt wieder einzufangen, vermutlich, damit es keine Enttäuschung gibt. Vermutlich wird es vorläufig gar nicht d i e große Bodenoffensive in Cherson geben. Weiterhin wird auf Zermürbung gesetzt und versucht der RA den Nachschub und die Logistik in Depots und Kommandoständen abzuschneiden. Erfolgreich wurden wieder Brücken, auch Pontonbrücken beschossen. Die RA versucht ihre Kräfte zu verstärken. Aus Melitopel wird eine Verlagerung von schwerem Gerät Richtung Cherson berichtet. Die RA versucht Eisenbahnbrücken über den Dnjepr durch Abriss der Schienen zu Straßenbrücken umzufunktionieren und mit Fähren den Nachschub aufrechtzuerhalten, was angesichts des ua Beschusses aber schwierig ist.

Die RA kontert zudem weiterhin mit Luftangriffen auf Städte und versucht partiell im Donbas (Bakmut, Donetzk)-nicht ganz erfolglos- kleinere Durchbrüche zu erzielen. Möglicherweise werden dort lokal auch Kontingente verstärkt.

Kriegsverbrechen

Die UA Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Explosion im Gefangenenlage Olenivka, bei der über 50 Personen umkamen, durch einen explodierenden Flammenwerfer (auf dem Gelände) ausgelöst wurde. Bisher ist unklar, ob das eine Übergriffigkeit der Besatzungsmannschaften war, oder mit Billigung des Kreml geschah. Die UN fordert die Zulassung eines Aufklärungsteams.

AKW

Ob die internationale Kontrollgruppe, die sich gestern in Kiew befand, heute im AKW Zap eintreffen kann, ist ungewiss. Durch weiteren angeblichen Beschusss, bei gegenseitigen Vorwürfen, ist der sichere Korridor, der den Zugang gewährleisten soll, gefährdet. Die UA wirf Ru vor, genau das zu bezwecken.

Die ukrainische Militärverwaltung in Nikopol berichtet, dass auf der gegenüberliegenden Dnjeprseite (also auf der Seite des AKW) Leute mit dem Feuer spielten. Das ist ein synonym für explosive Partisanenaktionen. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass auch die ua Seite, an den militärischen Aktionen in der Gegend des AKW beteiligt sind.

Besetzte Gebiete

Aus Mariupol werden Hungerproteste wegen der schlechten Versorgungslage gemeldet.

Der Hafenchef, ein sog. Kollaborateur, wurde festgenommen, was unter den Besatzungskräften selber für Uruhe sorgt. Es gibt angesichts von Partisanenaktionen offenbar große Verunsicherung, wem man trauen kann und wem nicht.

Anmerkungen zur Offensive. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 30.8. ca 6.00

30.8.

Kriegsgeschehen

Eine Bodenoffensive hat die UA gestern offenbar im Raum Cherson gestartet. Das Südkommando bestätigte Offensiven an mehreren Stellen. Die Informationen sind kaum zu verifizieren. Es herrscht in der UA eine Militärzensur, insbesondere was ua Stellungen betrifft. Diese ist im Raum Cherson schon seit längerem besonders scharf. Nach anonymen Quellen von CNN und sozialmedia-Informationen soll es an 5 Orten einen Vormarsch gegeben haben. Diese liegen- plausibel- in Gebieten, wo die ua schon vorher vorrückte, im Norden/Nordwesten und Süden des Oblast. Die erste Meldung gestern behauptete einen „Durchbruch“ durch die ru Front. Es gibt ua Medien, die behaupten, die UA sei in Beryslav bis zum Dnjepr vorgedrungen. Das wirkt einerseits kaum glaubhaft, weil dies über 20 km vor der bisherige Front wäre. Andererseits ist auch von offizieller ua Seite ein starker Beschuss der anderen Dnjepr-Seite in der Gegend von Kachowka bestätigt worden. Dort soll es ru Militärlager geben, die so beschossen wurden, dass ru Truppen geflohen sein sollen. Die UA meldete auch offiziell Luftangriffe in Cherson. Der offizielle Armeebericht schweigt sich über die Offensive an sich aus. Im Gegenteil wird von russischem Beschuss im Oblast Cherson berichtet. Außerdem von (vermutlich Vergeltungs-)Angriffen auf Mykolev, Zap, und Kriwij Rhii, usw.. Andere offizielle ua Quellen vermelden die Vernichtung von ru Militärkapazitäten, die ungefähr mehr als doppelt so hoch sind, wie sonst üblich.

Die RA dementiert die Offensive, sie wird als fake oder als gescheitert abgetan. Immerhin werden die Luftangriffe auf Cherson in offiziösen Militärblogs eingeräumt.

Die Offensive, die von Selenskij vor ca einem Monat angekündigt wurde, läuft faktisch schon länger. Die UA konzentrierte sich bisher auf „intelligente Ziele“, der militärischen Infrastruktur. Angeblich sollen 10 Depots getroffen sein. Immer wieder werden die Dnjepr-Brücken, auch die behelfsmäßigen, auch gestern wieder, beschossen, um den ru Nachschub zu unterbinden. Andererseits hat die RA sehr viel Militär, die Rede ist von über 10.000, dort konzentriert und war immer noch in der Lage, Kleinoffensiven zu starten und , wie auch gestern, die ua Stellungen massiv zu beschießen. Noch vor drei Tagen hat der Kommandeur des Südkommandos, die zahlenmäßige Überlegenheit der RA dargelegt und Skepsis gegenüber Bodenoffensiven geäußert. Vielleicht hat er die RA damit angetäuscht, vielleicht versucht er damit mehr Materialunterstützung zu bekommen, ganz falsch scheint diese Analyse jedenfalls nicht zu sein. Es kann durchaus sein, dass die UA ein wenig unter Zugzwang kam, jetzt auch am Boden offensiver zu werden. Der Winter naht, es gibt schon lange eine Diskussion, dass die UA vorher noch sichtbare Erfolge vorweisen müssen, um die Westverbündeten von weiteren Hilfslieferungen überzeugen zu können. Außerdem ist die RA dabei, ihr Militärpotential über die Krim zu verstärken. Dies könnte in Summe dazu geführt haben, jetzt Offensivhandlungen am Boden zu wagen. Andererseits ist es typisch für diesen Krieg, auch in Cherson, dass wegen der Länge der Front und der zu geringen Kräfte Geländegewinne nicht gehalten werden können und dann wieder Rückzüge erfolgen (s. H-und-G.info zur „Springprozession“ vor zwei Tagen) müssen. Die militärische Führung hat über Details Stillschweigen verordnet vor zu viel Euphorie gewarnt und fordert die Zivilbevölkerung zu Schutzmaßnahmen und Evakuierung auf.

 

Im Donbas, Charkiv und im Norden gegen Kämpfe weiter, schon um die UA im Süden zu bremsen.

 

UA mahnt Türkei, weil diese angeblich ein ru Schiff mit Waffen aus Syrien durch den Bosporus gelassen hat.

 

AKW

 

Die Kontrolleure der internationalen Atombehörde sollen heute in Kiew angekommen. Beide Seite fordern zeitliche Ausdehnung der Kontrolle, und bewschuldigen sich weiter gegenseitig. Drohnenfotos zeigen angebliches Einschussloch in Gebäude neben einem Reaktor.

 

Hybrid

Bulgarien und Ungarn verhandelt mit Gasprom über Wintergas, angeblich keine Änderung der Globalpolitik.

Russland produziert mehr Gas und Öl, als es verkaufen kann.

Dafür wollen jetzt die Taliban ru Gas kaufen.

Serbien meint auf russische Energielieferungen verzichten zu können, will statt dessen in Iraq, Venezuela, and Azerbaijan kaufen, alles Verbündete von Ru

 

Partisanen

Haben in den letzten Wochen ca. ein halbes Dutzend z.T. hochrangige Besatzerkollaborateure umgebracht. Zuletzt in Cherson. In Mariupol wurde ein Besatzungstrupp durch einen fakeanruf auf eine Mine gelockt, aus Melitopel und Luhansk werden Explosionen gemeldet, die wohl auf das Konto von Partisanen gehen.

 

Besetzten Gebiete

Kurz vor Schuljahresbeginn fliehen Eltern aus den besetzten Gebieten, um ihre Kinder nicht der russischen Erziehung aussetzen zu müssen. In Mariupol soll einen Tag lang patriotischer Unterricht, mit dem Ziel, die Liebe zu Russland zu fördern, gegeben werden. Staatsbürgerkunde war schon in der DDR ein wichtiger Ausreisegrund.

 

Unsere Medien

Gestern ZDF gegen ARD. Während die ARD ausführlich die Sprecherin des russischen Außenministeriums (in den russischen Landesfarben gekleidet!) zu Wort kommen ließ, die die russischen Bemühungen um den Besuch von Atomkontrolleuren im AKW Zaporischschja pries, zeigte das ZDF in einer Reportage vor Ort, Interviews mit AKW-Angestellten, die von Folter an ua AKW-Personal berichteten. Nichts gegen die Darstellung der ru Position, aber diese einseitige Darstellung der russischen Position in der ARD ist angesichts der ru Besetzung des AKW völlig unangemessen!

H-u-G.info Monitorin 29.8.2022

Russische Kapaziäten erschöpft?

Zerstörerische Angriffe gehen weiter.

Steht Referendumsergebnis fest, auch wenn es gar nicht durchgeführt werden kann?

Putin „integriert“ Ukraine-Vertriebene

 

 

Kontrolle in AKW Zaporischschja?

Internationale Atomkontrolleure unter ihrem Chef Grassi sind offenbar auf dem Weg nach Zaporischschschja. (Twitter Grassi) Laut lokalen Medien könnten sie sogar schon heute eintreffen. ISW befürchtet iranische Strategie. Durch Einschüchterung von Personal und selektiver Vorführung von Teilen der Anlage solle ein falsches Bild gezeichnet werden.

Beide Seiten bezichtigten sich des Beschusses. Laut Ru sei eine bewaffnete ua Drohne über dem Reaktor abschossen worden, die Reste auf den Reaktor (der starken Berstschutz hat) gefallen. Die UA Seite zeigte Videos vom nächtlichen Beschuss der Stadt Enegodar. Die daraus resultierenden Brände sind ca 2-3 km vom eigentlichen Reaktor entfernt. Es gibt auch Satfotos von näheren Bränden.

 

Ohnehin wird die nur wenige km entfernte Stadt Nikopol immer wieder von der RA beschossen.

 

 

Kriegsgeschehen

Offenbar gibt es ein leichtes Vorrücken der RA im Donbas, entlang der E 50 von Donetzk-Stadt Richtung Nordwesten, die ua Armee will es angehalten haben. Befremdlich die ua Meldung Bakmut könne ein gleiches Schicksal wie Sjewjerodonetztk treffen. Diese Stadt wurde vor ca. einem Monat von der RA eingenommen, während es bisher immer hieß, Bakmut werde auf jeden Fall von der UA gehalten.

 

Entgegen Nachrichten über die Erschöpfung des ru Raketenpotentials gibt es verstärkte Raketenangriffe bzw. Beschuss in Zaporischschja, Cherson und Krywyj Rih

 

 

In Cherson ist die Lage widersprüchlich. Die RA hat eine solide Pontonbrücke über den Dnjepr gebaut (Satelitenbild), um den Nachschub statt über die zerstörten Brücken zu sichern. Die UA hat aber in der Nähe schon wieder beschossen, offenbar mit US-Waffen. Die Bewertung der Lage ist selbst auf ua Seite widersprüchlich. Einerseits wird von einer äußerst schwierige Lage und er der weiteren Zerstörung von Dörfern gesprochen, andererseits Erfolge hervorgehoben. Führende ru Offiziere würden mit ihren Familien in sicherere Gebiete ziehen. Die UA würde immer mehr Lager und Kommandoposten und Logistik treffen, um die Stellung der RA zu unterminieren, was Teil der Offensivstrategie sei.

 

Wenn auch die Offensivstärke der RA vielleicht geschwächt sein mag, ihr Zerstörungspotential scheint es nicht zu sein. Die Zahl der getöteten Zivilisten bleibt relativ hoch, die der Soldaten ist unbekannt.

 

 

UA lockert Ausreiseverbot für Wehrpflichtige.

In bestimmten Berufen und gegen Kaution können vorübergehenden Ausreisen nunmehr genehmigt werden. Das bisher strikte Verbot hatte auch für Unmut gesorgt. Es gab Schleusungen oder Genehmigungen gegen Bestechungssummen. Die neue Regelung dürfte auch der Versuch sein, illegalen Praktiken den Boden zu entziehen.

 

 

Russisches Referendum gefährdet- aber gesichert.

 

Offenbar scheint die russische Regierung das Ergebnis des Referendums, das erst noch stattfinden soll, schon zu kennen. Laut einem hohen Vertreter von Putin Präsidialverwaltung seien im Donbas über 90% für den Anschluss, in Cherson und Zap 75% und mehr. Laut dem unanhängigen ru Medium Meduza hielten sich mit 30 Befürworter und Gegner die Waage, während der Rest die Aussage verweigere.

Allerdings sind derartige „Umfragen“, wie auch immer sie zustande gekommen sind, unseriös. In den besetzen Gebieten wird erheblicher Druck bis Terror gegen die Bevölkerung ausgeübt. Auch sind oft nur noch Frauen, Kinder und Alte anwesend und die Männer an der Front, was die Zurückgebliebenen erpressbar macht. Was fast noch wichtiger ist. Es ist ohnehin nun noch eine Restbevölkerung vorhanden. Im nach Februar 2022 noch freien Donetzk sind von 1,5 Mio nur noch 350.000 geblieben, darunter erfahrungsgemäß auch Befürworter von Russlands Politik, aber auch viele Alte, Verwahrloste, Immobile, Gleichgültige, während die eher aktive pro ua Bevölkerung i.d.R. flüchtete. Die Äußerung des Präsidialbeamten legt den Schluss nahe, Russland wird vermutlich die Wahlen manipulieren. UA Beamte vor Ort bezweifeln, dass das Referendum überhaupt, wie geplant, durchgeführt werden kann. Partisanenattacken und passiver Widerstand machen den Besatzern zu schaffen. Sie haben Indizien, dass es in einigen Regionen durch „Umfragen“ ersetzt werden soll, wonach bewaffnete Gruppen von Tür zu Tür gehen, um die Meinung abzufragen. Ein interessantes demoskopisches Verfahren.

 

 

Verschleppung nach Russland

Putin erleichtert die „Integraton“ von ua „Flüchtlingen“ in Ru. Sie bekommen eine Arbeitserlaubnis und haben Anspruch auf Sozialhilfe. Beides Indizien, dass man sich auf einen längere Aufenthaltsdauer einstellt.

 

 

Visa

Offenbar gibt es einen EU Kompromiss zwischen der Position, Russen generell Schengen-Visa zu verweigern und der Kritik daran. Die bisherigen Erleichterungen sollen rückgängig gemacht werden

Gefahr am AKW unterschätzt. H-und-G.info Ukraine-Monitoring 28.8. ca. 6.00 Uhr

 

Lage im AKW Zap weiterhin hochriskant

Russland verstärkt Nachschub

Winterevakuierung für 500.000 Ukrainer?

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortage

 

allein in Cherson 25 Orte beschossen

 

angeblich im Donbas Verstärkung von Offensivaktionen. Regionale Medien meinen, von den Russen werde ein Vormarsch von 5 km am Tag gefordert, sie schaffen allenfalls 100 Meter. Angaben, die eher metaphorisch zu werten sind, aber der Tendenz nach zutreffen dürften.

 

Die von westlichen Analysten mehrfach betonte Erschöpfung der RA ist also relativ.

 

Der RA gelingt es offenbar auch durch neu rekrutierte Freiwilligenverbände, mehr Personal (und schwere Waffen) in den Süden der UA zu schicken, möglicherweise um endlich vorzeigbare Erfolge im Donbas zu erzielen. Die Freiwilligen werden mit hohen Soldversprechen (bis zu 4000 $) rekrutiert, inzwischen auch im russischen Kerngebiet. Sie durchlaufen eine Schnellausbildung, ihre Qualität ist zweifelhaft. Aber man sollte die Mengen, die RU mobilisieren kann, nicht unterschätzen. Nach Ua Angaben soll Russland seit Februar mehr als 160.000 Soldaten im Einsatz haben. Nicht mitgezählt die Nationalgardisten, die die besetzen Gebiete unterdrücken, plus Kräfte der Polizei und des Innenministeriums und FSB mit dengleichen Aufgaben. Es sollen weitere 90.000 mobilisiert werden.

 

Die RA soll nach GD Angaben 55% ihrer Raketen verschossen haben. Wenn das stimmen würde, würde RU allmählich seine eigene Verteidigungsfähigkeit aufs Spiel setzen. Dies würde auch die atomaren Gebärden z.B. in Belarus erklären.

 

 

 

Bedrohung zu Schulbeginn

 

Kurz vor Beginn des Schuljahres hat Putin die Stationierung von Militärs an Schulen in besetzten Gebieten angeordnet. Das kann mehrfaches bedeuten. Erstens sollen kollaborierende Lehrer geschützt werden. Zweitens das Drohpotential gegenüber Eltern erhöht werden. Drittens schützen sich die Soldaten so gegen Beschuss. Letzteres liefe auf die systematischen kriegsrechtswidrige Gefährdung von Zivilisten hinaus, die AI kürzlich der UA vorgeworfen hat.

 

Immer wieder werden Kindereinrichtungen zerbombt, so gerade ein (noch nicht bezogenes) Internat in Cherson und eine Kinderbibliothek in Nikopol.

Trotz der Drohung von Strafgeldern und mit Kindesentzug weigern sich ca 900 Eltern in Melitopel ihre Kinder auf russische Schulen zu schicken und schicken sie auf ukrainische.

 

Kriegsverbrechen

Der entführte Bürgermeister von Cherson ist nun schon zwei Monate verschwunden. Die ASOW-Gefangenen befinden sich seit 100 Tagen in Haft. Keiner weiß genau, wo. Die Bemühungen um ihre Freilassung gingen zwar weiter, aber seien laut UA zäh. Derweil schreiten die Vorbereitungen für das Tribunal in Mariupol voran.

 

Partisanen

Die Angriffe auf Referendumseinrichtungen gehen weiter. Das Erhängen eines Kollaborateurs im Oblast Melitopel geht vermutlich auf das Konto von Partisanen, wie man nach partisanenfreundlichen Quellen vermuten kann.

 

 

Hybrid

Immer mehr internationale Firmen stellen das Geschäft in Ru gänzlich ein, nachdem das operative Gschäft schon länger ruhte. So jetzt die US-Computerfirma DELL.

 

 

Winterevakuierung

Die UA Regierung wird möglicherweise die Zwangsevakuierung von 500.000 Menschen anordnen, falls diese im Winter nicht zu versorgen sind.

 

 

Gefahren am AKW in d. Medien unterschätzt

Die Berichte in d. Medien über Beschuss, und Abschaltungen verpeilen die eigentliche Dramatik: Faktisch waren von 3 Systemen zur Aufrechterhaltung der Kühlung 2 vorübergehend außer Kraft gesetzt, was das Risiko der Überhitzung und Kernschmelze deutlich erhöht. Hinzu kommen Explosions- und Brandgefahr (durch Lagerung von Munition, Lecks, Beschuss) und die Ausdünnung und Schikane des ua Fachpersonals. Die internationale Aufsichtsbehörde hat sein Expertenteam bereit, der Besuch scheitert wohl bisher an Kriegshandlungen in der Nähe des AKW.

Ru behauptet Beweise für ua Beschuss zu haben. Angeblich hat ru schon vor Tagen mit TV-Leuten und FSB-Spezialisten simulierte Angriffe gefilmt. Ru beschießt Nikopol von dort. Auf der anderen Seiten sind ua Partisanen in der Region aktiv.

Krieg wie in Springprozession. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 25.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Drei vor, zwei zurück. Erratischer Kriegsverlauf

Aufrüstung in Russland softe Militarisierung in Ukraine

Hektische Schaltvorgänge am AKW erhöhen Risiko

Clusterbombeneinsatz gefährdet Zivilisten

Schau-tribunal in Vorbereitung-Referendum von Partisanen sabotiert

Kriegsgeschehen

 

Das Kriegsgeschehen gleicht oft einer Springprozession. Zwei vor, zwei zurück oder drei vor, zwei zurück. Dort wo es Eroberungen gab, gibt es gleichzeitig Rückzüge oder gar Verluste oder einfach wieder Kämpfe. So läuft das vor allem in den letzten Wochen, nach der weitgehenden Eroberung von Luhansk. Grund ist die Länge der Front und die relative Schwäche beider Seiten. Auch wenn Karten anderes suggerieren, gibt es gar keine durchgehende Front. Jede Seite hält nur bestimmte Abschnitte und versucht durch Voraufklärung mit Drohnen oder Spähtrupps die Lücken des Anderen aufzutun. In diess stößt man vor. Die Gegenseite versucht das rechtzeitig festzustellen, Kräfte dort hin zu verlagern und den Gegner zum Rückzug zu bewegen. Selbst wenn das nicht gelingt, und ein kleiner „Durchbruch“ erfolgt ist, reichen die Kräfte meist nicht, diesen „Erfolg“ zu einem größeren Durchbruch auszubauen oder die Stellung überhaupt zu halten. So an vielen Stellen der Front. Dies erklärt auch widersprüchliche Meldungen. Während die eine Seite Kämpfe z.B. in Bakmut verkündet, heißt es von der anderen, diese seien zurückgekämpft worden.

 

Im Raum Cherson läuft es ähnlich, mit der Besonderheit, dass die UA hier erfolgreich, wie auch gestern wieder die Brückenübergänge über den Dnjepr beschießt. Obwohl weiterhin relativ abgeschnitten, bleibt die RA bisher erstaunlich aktiv.

 

Aufrüstung in Russland

 

Der Beschluss zur massiven Aufstockung des Militärs zeigt, Russland richtet sich auf einen längeren Krieg ein. Putin reagiert damit auf die Kritik von hardlinern, die ihm schon länger vorwerfen zu wenige Soldaten in die Schlacht zu werfen. Wo Putin diese Soldaten herbekommen will, bleibt angescihts bisheriger Rekrutierugnsschwierigkeiten sein Geheimnis. Das ISW spekuliert, der nächste Rekruteneinzug im Herbst könne dazu missbraucht werden.

 

„Softe Militarisierung“ der UA

eine softe Militarisierung ähnlich wie in Israel und der Schweiz fordert der UA Verteidigungsminister, die wichtigsten Verwaltungsbeamten und anderee bräc hten eine militärische Grunddqualifikation.

 

Clusterbomben

 

Die Ukraine sei derzeit der einzige Kriegsschauplatz in der Welt, wo von Ru massiv und von der Ukraine in Einzelfällen Clusterbomben eingesetzt würden. Vermeldet Humand Rights Watch nach einer Untersuchung. Insbesondere die Zivilbevölkerung leidet darunter.

 

 

Vabanque im AKW Zaporischschja

 

Die Lage im AKW ist zunehmend beunruhigend. Wie überall gemeldet wurde gestern die Stromverbindung zum ukrainischen Netz (zumindest vorübergehend) komplett gekappt. Unabhängig von gegenseitigen Schuldzuweisungen

 

-bestehen bei solchen Schaltvorgänge hohe Risiken. Die Reaktorkühlung hängt dann nach ua Angaben nur noch an einem Dieselaggregat. Falls dieses ausfällt....

 

-auch der letzte Reaktorblock soll (zwischendurch ???) notabgeschaltet worden sein. Laut russischen Angaben ist er wieder in Betrieb.

 

Alle diese Vorgänge erfordern eigentlich Ruhe und die Routine eines eingespielten Teams. Genau das Gegenteil findet in Zap statt. Die Ereignisse verlaufen relativ hektisch und das ukrainische Team ist angeblich teilweise in den Urlaub geschickt worden.

 

Hinzu kommen Beschuss und Brandrisiken. Ein Satelitenfoto zeigt Brände auf einer radioaktiv belasteten Aschenhalde und auf der anderen Seite des Ortes. Die Ursachen sind unklar. Die UA meint, die Brände seien Folge des ru Granatenbeschusses. H-und-G.info hat darauf hingewiesen, dass auch dieser Dnjepr-Seite auch Partisanen agieren und Brände verursachen.

 

Russland beschießt weiterhin Nikopol gegenüber dem AKW.

 

Alles sehr unschöne Risikofaktoren. Internationales Expertenteam hat noch keinen Zugang. Modalitäten offenbar weiter strittig.

 

Jenseits der atomaren Risiken zeigt sich, wie Verwundbar Teile drer ua Energieversorgung sind. UA Experten rechnen mit steigenden Energiekosten und humanitären Problemen, wenn Russland Richtung Winter den Strom kappt. Daran hängen ja auch Wasser, Heizungs und Internetversorgung.

 

 

Besetzte Gebiete

 

Partisanen nehmen Referendum in Fokus. Zumindest in der Region Melitopel werden vorbereitende Maßnahmen für das Referendum gezielt zerstört.

 

In Mariupol ist es angeblich zu massiven Streitigkeiten zwischen dem Lager des ukrainischen Pseudobürgermeisters und den ru Besatzern gekommen. Es geht im Hintergrund um Einfluss und Korruptionsgewinne.

 

Es werden fakenews über angeblich steigende Energiepreise verbreitet.

 

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Die Vorbereitungen für das Tribunal in Mariupol schreiten voran. Das Gebiet um das Theater, wo es stattfinden soll, wurde gesperrt und mit Soldaten gesichert.

 

Langer Krieg-Stresstest im Winter. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 25.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Unabhängigkeit ist kein Geschenk. Dies ist ein Privileg, das erkämpft werden muss ... unser Kampf ist leider sehr teuer für uns“ (ukrainischer Governeur von Luhansk)

 

Festgefahrene Fronten-Verwundbarkeit durch Luftangriffe

Fragile repressive Herrschaft in besetzten Gebieten

Ambivalente Sanktionsfolgen

 

Während die britische Regierung anlässlich des Unabhängikeitstages, wie gewohnt, eine „positive“ Bilanz des militärischen- und Wirtschaftskrieges und der außenpolitischen Situation zieht, ist die Bilanz auf allen Gebieten eher durchwachsen, aber nicht perspektivlos.

 

Kriegsgeschehen

Der Große Schlag gegen die Hauptstadt und Regierungsgebäude ist am Tag der Unabhängigkeit ausgeblieben. Der Tag verlief eher symptomatisch für den Stand (fast im wörtlichen Sinne) des Krieges: Russland kann trotz des Einsatzes von mehr als 120.000 Soldaten kaum mehr Landgewinne vorweisen. Selbst an angeblich eroberten Orten (Pisky bei Donetzk, Soldedar bei Bakmut) wird nach wie vor gekämpft, nicht einmal der Oblast Luhansk ist vollkommen eingenommen (militärischer Widerstand aus zwei Orten). Aber natürlich sind die Kämpfe an fast allen Fronten auf 2000 km verlustreich auf beiden Seiten. So heißt es zum seit Wochen umkämpften Eisenbahnknoten Bakmut: „Russland verwandelt Bakhmut in Ruinen. Jeden Tag - Beschuss und Opfer. Die Stadt war an vorderster Front und bleibt einer der heißesten Orte in der Region. Trotz allem glauben die Anwohner an die Streitkräfte der Ukraine und sind überzeugt, dass der Feind die Stadt nicht betreten wird. Die Russen sind nicht in der Lage, die Stadt zu erobern, also werden sie sie weiter dem Erdboden gleichmachen...

Der Raketenangriff auf einen Bahnhof im Oblast Dnjepo mit über 20 Toten zeigt zudem die Verwundbarkeit der UA gegen Luftangriffe. Trotz mehrerer abgefangener Raketen, kann die RA immer wieder von der Krim, Belarus, Kursk/Beograd, etc.) Raketen auf fast jeden Ort der UA schießen. Besonders zynisch der Beschuss von Belarus, wo am gleichen Tag Lukaschenko der UA zum Unabhängigkeitstag einen friedlichen Himmel wünschte.

Wie es scheint, hat die UA inzwischen durch Westwaffen in manchen Regionen eine gewisse Fähigkeit erlangt, militärische Infrastruktur der RA zu zerschießen, jedenfalls wird täglich der Beschuss von Depots, etc. vermeldet. Dies führt zu einer Verlangsamung und geringen Durchschlagskraft der RA. Selbst Schoigu hat eine Verlangsamung des Krieges eingeräumt (seine Behauptung, dies diene dem Schutz der Zivilisten, ist ein schlechter Witz, eher der Verminderung eigener Verluste). Zu nennenswerten Gegenoffensiven bzw. größeren Geländegewinnen der UA-Seite kommt es aber seit Wochen nicht (mehr).

Besetzte Gebiete

Putin versucht vor Referendum Menschen durch Schenkung von ca. 170 Euro/pP zu kaufen. Die Realität sieht hässlicher aus. Die Versorgungslage ist den besetzten Gebieten schwierig. Insbesondere in den kriegszerstörten Gebieten funktionieren Gas, Strom, Wasser oft nicht und werden auch nicht bis zum Winter vollständig funktionieren. Die Besatzer versuchen die Kinder in ein prorussische Bildungssystem zu zwischen. Immer wieder wird Privateigentum geplündert, teilweise Auslösesummen erpresst. Hilfsgüter werden verkauft oder mit Aufschlag verkauft. Russland stabilisiert sein Besatzungsregime durch systematische Korruption und Besatzer-Kriminalität, was auch langfristig problematisch für die Gesellschaft ist. Ein (wohl eher kleiner Teil) der Bevölkerung und der Verwaltung kooperiert, ein Teil (je nach Region) ist im passiven Widerstand, fast überall gibt es Partisanen- bzw. Widerstandsgruppen. Der Widerstand reicht von Verweigerung, mit Rubel zu zahlen, sich registrieren zu lassen, in der Verwaltung, v.a. im Bildungssystem zu kooperieren bis hin zu Anschlägen auf die Infrastruktur (Strommasten, Felder/Mariupol), aber auch auf führende Kollaborateure (gestern im Oblast Melitopel). In Hinblick auf das in den kommenden Tage erwartete Referendum zum Anschluss an Russland, soll es weitere Anschläge geben. Die Besatzer reagieren immer wieder mit Filtrierungen und Durchsuchungen von Privathäusern, immer wieder werden Menschen an Checkpoints oder zu Hause festgenommen, verhört, gefoltert, verschleppt, (wie gestern in Cherson). Insbesondere Männer werden für Arbeiten, aber auch zum russischen Militärdienst zwangsrekrutiert. Da sich selbst in altbesetzten Gebieten des Donetzk Widerstand gegen diese rabiate Rekrutierung zu Himmelfahrtskommandos regt, verstärkt Ru immer wieder die Repressionsorgane mit russischen Spezialisten. So weit möglich hält der Exodus aus den besetzten und umkämpften Gebieten in beide Richtungen an. Das Referendum, das angeblich dieser Tage beginnen soll, findet also nur unter der Restbevölkerung statt. Mit allen möglichen Tricks haben die Besatzer versucht, die noch existierende Bevölkerung zu registrieren. Wer Renten oder Aufbaubeihilfen haben will, sein Eigentum, seine Geschäfte sichern will, musste sich registrieren lassen. Die, die diesen Gesslerhut gegrüßt haben, werden vermutlich zum Wählerstamm werden, so dass überhaupt nur eine tendenziell pro-eingestellte, gleichgültige oder kompromissbereite/resignierte Bevölkerung auf die Wählerlisten kommt. Diese dürften vom FSB noch einmal gesiebt werden. (Auch in der DDR wurden manchen Staatsfeinde einfach gestrichen). Durch Putins Geldanreize und verstärkte Propaganda, die vor Ort mit Videowänden, Zeitungen, Sozialen Medien, TV intensiv betrieben wird, sollen die Menschen mobilisiert werden. Ohnehin ist mit einer Fälschung zu Rechnungen, wenn es „nicht reicht“, damit Putin sein Handeln irgendwie legitimieren kann.

Der hybride Krieg ist schwer zu beurteilen. Russland hat horrende materielle Verluste, allein 17 Milliarden Dollar Militärverluste. Verlust an qualifizierten Kräften, die emigriert sind und Sanktionen machen sich offenbar v.a. in hightech-sensiblen Bereichen bemerkbar, Analysten glaube an eine langfristige Produktivitätsminderung. (sofern nicht China und Indien in der Lage und Willens ist, diese Tech-Lücke zu füllen). Ohnehin scheinen diese Sanktionen eher langfristig zu wirken und scheinen keinen unmittelbaren Druck für ein Kriegsende auszuüben. Die Oligarchensanktionen scheinen überhaupt keine Auswirkungen zu haben, außer dass sich die Oligarchen ärgern. Diese Schicht ist inzwischen politisch offenbar so einflusslos gegenüber den KGBisten, dass man sich fragt, was diese Sanktionen bewirken sollten und ob sie nicht auf einer falschen Gesellschaftsanalyse des Westens beruhten (Oligarchenherrschaft in Ru). Ambivalent ist auch die Folge der Energieträgersanktionen. Sie haben eher die selbst verschuldete Verwundbarkeit des Westens offengelegt. Der Rückgang an Kohle-, Öl- und Gasimporten aus Ru, sind zumindest momentan durch weiter weltweit steigende Preis kompensiert worden. Zudem haben v.a. China und Indien durch Ankäufe viel kompensiert.

D.h. im Moment gibt es offenbar keinen Hebel, ein schnelles Ende dieses Krieges zu erzwingen. Die Sache wird dauern mit den geschilderten üblen Folgen und einem Stresstest für alle, auch die Europäischen Demokratien im kommenden Winter.

 

 

Angespannte Stimmung am Unabhängigkeitstag H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 24.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

False Flag Aktionen, um Angriff auf ua Regierungsstellen vorzubereiten

Neue Phase des Krieges, kommt UA in Offensive und wie?

Russische Stellen hetzen, auch antisemitisch gegen UA

Russland raubt weiter Kinder und indoktriniert die eroberten

Indien, Putins Antisanktionsverbündeter

 

 

Kriegsgeschehen

 

 

ähnlich wie Vortage, nach einem halben Jahr von Putins Invasion weiterhin blutiges und zerstörerisches Patt mit Verlusten bei Zivilbevölkerung

 

Originaldok:

„Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️15:56

❕Abwehr des Luftalarms ❕16:28

Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️22:35

❕Abwehr des Luftalarms ❕23:27

Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️23:54

❕Abwehr des Luftalarms ❕01:33

Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️01:51

❕Abwehr des Luftalarms ❕03:34

Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️04:35

❕Abwehr des Luftalarms ❕05:03

Mykolayiv ‼️LUFTALARM ‼️06:06“

 

Leichte ru Gebietsgewinne im Donbas und Cherson. Hier reklamieren beide Seiten Brückenköpfe am Inhulez Fluss nord-westlich der Stadt Cherson auf der jeweils feindlichen Seite erobert zu haben. Während die UA offenbar versucht, die RA zu spalten und vom Nachschub zu isolieren, versucht die ru Seite eine Durchbruch Richtung Mykolaev und Kriwij Rih zu erzielen. Die RA hat mehr als 20.000 Mann dort zusammengezogen. Der Nachschub von der Krim bleibt fragil, da die Ua fast täglich die Brücken und Pontonbrücken am Dnjepr beschießt. (Ganz unriskant sind diese Angriffe nicht, da sich eine Brücke an einem Staudamm befindet.) Durch Radar Satellitenzugang werden die Informationen der UA über das Geschehen am Fluss immer präziser. Offenbar gelingt es der RA aber immer noch ihre Truppen durch die Luft zu versorgen. Umso bedeutsamer sind die Attacken der UA auf die Krim selber, wo der größte Teil des ru Flugkontingents stationiert sein soll.

 

Nadelstiche an der Krim

Politik der militärischen Nadelstiche gegen Krim geht weiter. Angeblich (Der Spiegel) schicken die UA umgebaute Billigdrohnen mit Sprengsätze Richtung Krim, die entweder Explosionen oder Luftabwehrexplosionen hervorrufen. Die psychologische Wirkung auf Russland Flugzeugträger Krim ist bedeutsam. Versucher der ru Verwaltung der Krim, die Explosionen kleinzureden, scheinen nicht mehr zu funktionieren. Statt dessen gibt es eine Mischung von Beschwichtigungsphrasen (Luftabwehr hat alles im Griff) und antiukrainischer Hetze. Die UA wird als Terrorstaat bezeichnet, Selenskji offenkundig antisemitisch konnotiert. („Sabbatsitzungen“). Insbesondere gegen die ua Krimkonferenz wird gehetzt. „Parade von politischen Freaks“. Dies zeigt aber eher, dass Russland angefressen ist. Auf der Konferenz hatte sich sogar Erdogan für eine Krimrückgabe ausgesprochen, mehrere Staatsschefs, darunter Scholz und Trudeau mit der UA solidarisch erklärt.

 

UA Zwischenbilanzen nach 6 Monaten Krieg

Verteidigungsminister Resnikow, der ,obwohl sehr wortgewandt, wenig Erklärungen abgibt, meinte das „schlimmste Szenario“sei überstanden, jetzt käme eine neue Phase der Ua Gegenoffensiven in verschiedenen Richtungen. Die Gefahr bestünde im „Fatigue Syndrom“ der westlichen Hilfe.

 

Offensive mit anderen Mitteln?

Die UA Militärverwaltung bejaht, dass der Beginn der Offensive begonnen hat, sie würde aber nicht mit einer Massenoffensive, sondern mit intelligenten Mitteln durchgeführt. Gleichzeitig treibt die UA allerdings die Generalmobilmachung voran.

 

Seleskji schließt Waffenstillstand momentant aus ebenso eine Minsk-Regelung, da diese eine Falle sei.

 

False Flag als Vorbereitung für Angriffe auf UA Regierungszentralen?

 

Ru Regionalmedien behaupten (mit Video), dass auf das Büro des DNR Führers Puschillin ein Angriff erfolgte. Beobachter halten diese für eine mögliche False flag Aktion. Ähnlich wie den Moskauer Anschlag auf die Dugin-Tochter, bzw dessen Deutung und Töne aus Cherson und der Krim, um die UA Regierung als Terroristen zu denunzieren und entsprechene Angriffe auf Ua Einrichtungen zu starten. Entsprechende Vorkehrungen wurde v.a. in Kiew getroffen.

 

 

 

Liefert Slowakei Panzer?

Während es erst hieß die S. Liefere Panzer sowj Bauart im Ringtausch gegen deutsche Leos, wurde dies nun dementiert, es seien andere Waffen (vermutlich Haubitzen), aber Leos sollen dafür an die S. Geliefert werden.

 

 

Kriegsverbrechen/Tribunal

Noch keine neuen Informationen, ob ein Tribunal gegen ASOW in Mariupol stattfindet, wie manche örtliche Beobachter für heute vermuten. UA appelliert an Internationalen Gerichtshof, das Schau-Tribunal zu unterbinden.

 

AKW ZAP

Die internationale Atombehörde hat im Prinzip ein Inspektionsteam bereit, es fehlen aber noch die Vorbedingen für einen Besuch. ( vermutlich Anreisemodalitäten, Sicherheit). Es gibt ua Informationen, dass in den letzten Tagen insbesondere die AKW-Infrastruktur des Bahnhofs einschließlich Labor- und Chemieanlagen beschädigt wurden. Auch sollen Mörsergranaten in Aschehalden eingeschlagen sein und Asche aufgewirbelt haben, die eine höhere Radioaktivität haben. Allerdings wurden weder in der Region Zap noch Cherson bislang höhere Radioaktivitätswerte gemessen.

 

 

Besetzte Gebiete: Kampf um die Kinder

Aus Cherson wird gemeldet, dass Soldaten mit Waffengewalt Kinder an ru Schulen zwingen, in anderen Orten soll eltern Geld geboten werden, um die Kinder in die ru Kindergärten zu geben.

Nach ru Angaben wurden allein aus Mariupol 1000 Kinder nach Ru verschleppt und dort zur Adoption frei gegeben, 300 warten noch auf Adoptiveltern. Der Kampf um die Kinder hat bei der Entnazifizierungsstrategie Putins eine wichtige Funktion. Der nachwachsende Generation soll der ukrainische Geist ausgetrieben und sie im ru Sinne erzogen werden, in Schulen, durch Zwangsverschleppung, Heimunterbringung, vormiltitärische Ausbildung, etc.. Die Ukrainer halten -auch in den besetzen Gebieten- so gut es geht dagegen. Lehrer weigern sich teilweise mit den Besatzern zu kooperieren, Eltern weigern sich ihre Kinder ru erziehen zu lassen.

 

Hybrid

Russland ist bei der Diamanteproduktion wieder auf Vorkriegsnievau, offenbar dank der Hilfe Indizens, die bei Verkauf an Sankotinen vorbei hilft. Indien erweiset sich immer mehr als die Achillesferse der westlichen Sanktionen. Auch Öl und Kohle wird aus Ru in Quantitäten importiert, teilweise wird Öl wohl sogar verdeckt weiterverkauft.

Ideologische Aufrüstung und außenpol Initiativen vor Unabhängigkeitstag. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 23.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Anspannung vor Unabhängigkeitstag

nach einem halben Jahr Krieg versucht UA sich außenpol zu stärken

Unsicherheit bei AKW-Zap

Vor dem umstrittenen ru Tribunal gegen ASOW

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich Vortage

 

angeblich soll RA einen Durchbruch in Cherson über den Fluss Inhulez erzielt haben, der die Truppen von Norden und Osten einschließt. Die UA beschoß nach eigenen Angaben erneut die Dnjepr-Brücken, die den ru Nachschub sichern. Dennoch scheint die RA nach wie vor, einsatzfähig. Inwieweit die über die See versorgt werden kann, ist unklar.

 

RA massiert im Gebiet Kursk nach der Nordgrenze der UA Militär, vermutlich um die UA dort zu binden. Hier liegen auch die wichtigsten Nachschublinien für das Donbas.

 

Ua befürchtet weiterhin (Raketen-)Angriffe morgen am Tag der Unabhängigkeit. Angeblich hat Ru insgesamt schon 3500 Marschflugkörper (ob das wirklich solche oder Rakten im allgemeinen sind, ist mir unklar) auf UA abgeschossen.

 

Laut ua Angaben wurden mindestens 9000 „Helden“ getötet. Mir scheint die Zahl deutlich zu niedrig, da in Hochzeiten des Donbaskampfes an manchen Tagen bis zu 200 ua Soldaten umkamen. Derzeit vermutlich 30-50.

 

militärischer Nachwuchs

Ganz nach der Devise, aus kleinen Nazis gute Russen zu machen, werden derzeit in den besetzten Gebieten Jugendliche für die vormilitärische Ausbildung rekrutiert.

 

Waffenlieferungen

Nur zwei Eu-Staaten liefern keine Waffen an die UA: Ungarn und Österreich, so der ua Außenmin.

 

Besetzte Gebiete

Mykolaev bürgert faktisch Ukrainer aus, die vorübergehend aus der Ukraine in das Gebiet einreisen. Das ISW meint, damit erkläre sich das besetzte M. quasi unabhängig. M.E. dient diese Maßnahme v.a. dazu proukrainische Kräfte faktische auszubürgern, um damit das Referendum zu manipulieren.

 

Kriegsverbrechen/Tribunal von Mariupol

Auf einer Pressekonferenz haben freigelassene ASOW-Kämpfer von Folter berichtet. Wann sie festgenommen, wo sie gefoltert und wie sie freigekommen sind, bleibt in der mir derzeit zugänglichen Presse offen. Es ist unwahrscheinlich, dass sie zu dem Kontingent der im Stahlwerk Festgenommenen gehören. Die PK steht im Zusammenhang mit dem für morgen erwarteten Tribunal in Mariupol. Auch die Behauptung, dass eine ASOW-Kämpferin die Dugan-Tochter ermordet hätte, dient vermutlich auch dazu, den Prozess gegen ASOW-„Terroristen“ ideologisch vorzubereiten. Sieht alles nach KGBistischer Legende aus. Die Ukrainische Seite fordert UN und das IRC auf, gegen das Tribunal vorzugehen, das ein Verstoß gegen die Genfer Konvention sei. Die UN hat zumindest zur Untersuchung der Explosion im Olenivka-Gefängnis, bei dem ca 50 ASOW-Leute umkamen, ein Team zusammengestellt. Die Anreise scheitert bisher, weil die Sicherheit der Delegation nicht gewährt ist.

 

Ohnehin wird derzeit am Tag der „Flagge“ und rund um den Unabhängigkeitstag, nach einem halben Jahr Krieg ideologisch aufgerüstet.

 

Hybrid

 

Die USA planen offenbar eine Verschärfung gegen Sanktionsumgehende Institutionen.

Laut Institut der deutschen Wirtschaft greifen die Sanktionen v.a. dabei Hightech-Komponenten zu treffen, wodurch die Produktion in Ru technologisch zurückfalle. M. E. berücksichtigt dies zu wenig, dass diese Folgen v.a. langfristig greifen, und auch von China und Indien u.a. kompensiert werden könnten. Zu dem bisherigen relativen Scheitern des Energieträgerembargos war auch wenig zu lesen.

 

Bulgarien will mit RU über billiges Erdgas verhandeln.

 

Außenpolitik

Die UA forciert derzeit außenpolitische Initiativen. Konferenz zur Krim-Rückgewinnung, mit europäischen Städten zum Wiederaufbau, Vereinbarungen für Sicherheitsgarantien sollen fertig sein (ursprünglich flankierend zu Friedensverhandlungen, die derzeit auf Eis sind). Die UA versucht die westlichen Anrainerstaaten zur engerer Kooperation zu bringen. Die UA erhofft sich nächste Schritte zur EU-Integration (vermutlich schneller als die EU selber).

AKW

Lage keineswegs beruhigend. Schießerei in Energodar. Die Lage ist angespannt. RA will den UN-Sicherheitsrat zum AKW einberufen.

Gefährden Ukrainische Aktionen AKW? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 22.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Gefährden Ukrainische Aktionen AKW?

Schwache Luftabwehr

Partisanen-Aktionen

 

 

Kriegsgeschehen

 

im Prinzip ähnlich wie Vortage.

 

Es gibt kleine Geländegewinne der RA in der Region Donetzk-Stadt, laut russischen Telegram-K auch 3 km vor Bakmut. Etwas rätselhaft kleinere Geländegewinne östlich von Mykolaev, da es mehrere Orte des genannten Ortes mit demselben Namen gibt. Offenbar scheint die RA durch Nachschub-Brückenzerstörung aber nicht so gehandicapt, dass sie nicht mehr zu kleineren Offensivhandlungen in der Lage wäre.

 

Interessante Analyse des ISW zum Kriegsverlauf im letzten Monat, die ähnliche Schlussfolgerungen zieht, wie H-und-G.info vorgestern, und die militärischen Gründe liefert. Danach hat die RA im Donbas seit Ende Juli nur einige kleinere Geländegewinne erzielt, v.a. da, wo die UA sich taktisch zurückgezogen hat. Hin und wieder gelängen auch kleinere Durchbrüche, die aber nicht in größere Offensiven und Geländegewinne umgemünzt werden könnten. Das ISW schließt daraus auf die Erschöpfung der russischen Ressourcen. M.E. müsste man noch ergänzen, dass es die RA vermeidet, größere Städte anzugreifen, sie marschiert an ihnen vorbei bzw. versucht sie einzukreisen, was eine Art Vermeidungsstrategie ist, um verlustreichen Straßenkämpfen auszuweichen, für die vermutlich derzeit auch die Spezialkräfte fehlen (Wagner in schlechtem Zustand, Tschetschenen nicht voll im Einsatz, „Somalier“ bei Donetztk-Stadt)

 

Luftabwehr der UA in manchen Regionen mangelhaft

Auch nach 6 Monaten Krieg gelingt es der UA nicht, in wichtigen Großstädten wie Charkiv, Mykolaev, u.a. Raketenangriffe abzufangen. Etwas besser scheint es in Odessa, und Kiev zu sein. Aber gerade im Raum Charkiv, der von Russland aus beschossen wird, scheint es da erhebliche Defizite zu geben. Da die RA, wie mehrfach berichtet, eine Art Raketenring um die UA gezogen hat, der es erlaubt auch ohne Bodenengagement nahezu dauerhaft Krieg zu führen, ist dieses Thema m.E. v.a. in den Ballungsräumen existenziell. Beunruhigt wird in der UA registriert, dass vor dem Unabhängigkeitstag am 24. 8. Cruise-Missile fähige ru Schiffe massiert werden. Die Ausgangsbeschränkungen in Kiew und anderen Großstädten werden vorsorglich verschräft, sogar Zugverbindungen gestrichen.

 

Reparaturwerkstatt Belarus?

Angeblich lässt Russland in BY Flugzeugteile reparieren, die mangels Sanktionskomponenten in Ru nicht mehr reparierbar sind. BY unterliegt zwar auch Embargobestimmungen, aber weniger scharf.

 

Rekrutierung in RU

Angeblich schafft es Ru nicht in den ru Oblasti, wo Freiwilligenverbände aufgestellt werden sollten, genügend Kandidaten zu bekommen, Rekrutierungsbemühungen mussten laut ua Militäraufklärung teilweise eingestellt werden.

 

In Luhansk wurden angeblich 400 Minenarbeiter zwangsrekrutiert, die Arbeit würde jetzt von Frauen und Alten gemacht. Die ua Meldung wird von russischer Seite bestätigt, wo dies als heldenhafter Einsatz der Minenarbeiter verkauft wird. Bei 400 ist es unwahrscheinlich, dass diese alle gern in den Krieg ziehen wollten und dafür ausgebildet sind.

 

 

Bedrohen Ukrainische Kämpfer das AKW Zaporischja?

Nach wie vor beschuldigen sich beide Seiten gegenseitig, wobei man geneigt ist, der russischen Seite weniger zu glauben. Allerdings stellen sich nach der Analyse von lokalen Medien Fragen. Vorgestern wurden dort Partisanenexplosionen in Orten 5-8 Km von Energodar vermeldet. Laut ISW ist die Region Energodar ein Gebiet, in dem verstärkt Partisanen agieren.

Gestern wird dort gleichzeitig vom Beschuss durch russische Artillerie auf dem AKW-Gelände und ukrainischem Gegenbeschuss der Artillerie auf der linken Seeseite (wo sich Ergodar befindet) berichtet. Wie gesagt, diese Meldungen basieren auf ua Quellen (!). Sie sind auch nicht vollkommen präzise und verlässlich. Dennoch: Angesichts der Brisanz der AKW-Thematik sollten schon ernsthafte Fragen an die UA Seite gerichtet werden, ob sie es wirklich ausschließen kann, dass ua-Kräfte entsprechend aktiv sind. Bekannt ist, dass die UA wesentlich dezentralisierter, bis hin in Kleinstgruppen und Partisanengrüppchen agiert, als die russische, was in diesem Fall nicht von Vorteil sein muss.

 

Ansonsten bleibt die AKW-Lage auch so bedrohlich. Offenbar versucht die ru Seite, das AKW vom Netz der UA abzuklemmen. Stomklau im gigantischen Maßstab. In Melitopel wurden Schwertransporte mit Überlandkabeln und Transformatorenöl gesichtet. Experten fürchten Ausfälle der Kühlanlage bei den Umschaltungsvorgängen, was für die wassergekühlten Blöcke bedrohlich wäre. Dass große Teile der ua Betreuer in den Urlaub geschickt wurden, und Teile der Reaktorzugänge zerstört sein sollen, macht die Lage nicht sicherer. Angeblich sollten Soldaten mit Strahlensymptomen in Krankenhäusern eingeliefert worden sein. Das kann aber auch eine Horrormeldung der Gegenspionage sein. Die ua regionalen Umweltbehörden stellen keine erhöhte Radioaktivität fest. Dass westliche Poltiker (sehr vereinzelt) den Nato Art 5 einschlägig sehen, falls es einen Kernkraftunfall gibt, macht die Sache nicht lustiger.

 

Hybrid

 

Die Arbeitslosigkeit in der UA liegt bei über 30%. Genau ist die Zahl allerdings nicht, weil einerseits viele (z.B. Geflüchtete) nicht arbeitslos registriert sind, es andererseits trasitonell in manchen Bereichen eine große Schattenwirtschaft gibt. Da parallel die Löhne z.T. drastisch sinken (bis zu 50%? und die Inflation hoch ist (über 20%), schwierig, schwierig.

 

Der Westen der UA scheint sich vom Kriegsschock allmählich zu erholen.

 

Russland wird Chinas größter Öllieferant zu Lasten von anderen bisherigen Lieferstaaten. (Angola, Brasilien)

 

 

Partisanen

 

Sind auch in Melitopol aktiv. Hier wurde (vermutlich nach Koordinatenübermittlung) ein Armeestützpunkt getroffen. Immer wieder gibt es Explosionen. Einem Soldaten, der versuchte Kinder sexuell zu belästigen, wurde nach glaubwürdigen Quellen die Kehle durchgeschnitten.

 

Melitopol-Partisanen sprengten einen der Strommasten und versuchen damit Pläne zu vereiteln, Strom aus dem AKW Zaporischschja zu stehlen.

 

Europapeerspektiven

 

Die UA Ministerin für Europa erwartet Klarheit über Beitrittsperspektive zum Jahresende, die UA hätte 70% der Kriterien erfüllt.

 

Zweihundert europäischen Städte wollen Partnerstädten in der Ua bei Wiederaufbau helfen. Sehr engagiert offenbar italienische Kommunen.

 

 

Kriegsverbrechen/Tribunal

Selenskj droht, dass keine Gespräche mit Ru möglich wären, wenn das Kriegsverbrechertribunal in Mariupol stattfindet. Er hat allerdings solche „Drohungen“ schon mehrfach ausgesprochen. Außerdem wird es irgendwann Gespräche geben müssen, falls Ru nicht bedingungslos kapituliert, was nicht anzunehmen ist. Solche ultimativen Äußerungen sind v.a. nach innen gerichtet. Selenskj steht wegen Mariupol nach wie vor innenpolitische unter Druck. Außerdem ist es ein indirekter Appell an das Ausland.

 

Unsere Presse

 

Aus D. hört man bisher zu dem geplanten russischen Tribunal in Mariupol bisher wenig bis nichts, was m.E. mehr als problematisch und unverständlich ist. Möglicherweise gibt es wegen der angeblichen Rechtslastigkeit der ASOW-Gefangenen Hemmungen sich zu engagieren. Dafür hat die Deutsche Presse einiges getan. Der S p i e g e l hat z.B. drei mal über die rechten Bezüge von ASOW berichtet, lange fast gar nicht und bis heute schwach und teilweise falsch über Lager, Folter und juristische Verfolgung. Pointiert könnte man sagen, dass die Deutschen Presse sich mitschuldig macht.

 

Bedrohen Ukrainische Kämpfer das AKW Zaporischja?

Nach wie vor beschuldigen sich beide Seiten gegenseitig, wobei man geneigt ist, der russischen Seite weniger zu glauben. Allerdings stellen sich nach der Analyse von lokalen Medien Fragen. Vorgestern wurden dort Partisanenexplosionen in Orten 5-8 Km von Energodar vermeldet. Laut ISW ist die Region Energodar ein Gebiet, in dem verstärkt Partisanen agieren.

Gestern wird dort gleichzeitig vom Beschuss durch russische Artillerie auf dem AKW-Gelände und ukrainischem Gegenbeschuss der Artillerie auf der linken Seeseite (wo sich Ergodar befindet) berichtet. Wie gesagt, diese Meldungen basieren auf ua Quellen (!). Sie sind auch nicht vollkommen präzise und verlässlich. Dennoch: Angesichts der Brisanz der AKW-Thematik sollten schon ernsthafte Fragen an die UA Seite gerichtet werden, ob sie es wirklich ausschließen kann, dass ua-Kräfte entsprechend aktiv sind. Bekannt ist, dass die UA wesentlich dezentralisierter, bis hin in Kleinstgruppen und Partisanengrüppchen agiert, als die russische, was in diesem Fall nicht von Vorteil sein muss.

 

Ansonsten bleibt die AKW-Lage auch so bedrohlich. Offenbar versucht die ru Seite, das AKW vom Netz der UA abzuklemmen. Stomklau im gigantischen Maßstab. In Melitopel wurden Schwertransporte mit Überlandkabeln und Transformatorenöl gesichtet. Experten fürchten Ausfälle der Kühlanlage bei den Umschaltungsvorgängen, was für die wassergekühlten Blöcke bedrohlich wäre. Dass große Teile der ua Betreuer in den Urlaub geschickt wurden, und Teile der Reaktorzugänge zerstört sein sollen, macht die Lage nicht sicherer. Angeblich sollten Soldaten mit Strahlensymptomen in Krankenhäusern eingeliefert worden sein. Das kann aber auch eine Horrormeldung der Gegenspionage sein. Die ua regionalen Umweltbehörden stellen keine erhöhte Radioaktivität fest. Dass westliche Poltiker (sehr vereinzelt) den Nato Art 5 einschlägig sehen, falls es einen Kernkraftunfall gibt, macht die Sache nicht lustiger.

Patt nach einem halben Jahr Krieg? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 20.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Nichts bewegt sich wirklich

Geringes Interesse für Kriegsverbrechertribunal

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wie Vortage.

 

Seit ca einem halben Jahr Krieg, herrscht seit einem Monat ein Patt

Rund eineinhalb Monate nach der kompletten Einnahme des Oblast Luhansk (bis auf zwei gallische Orte) und einer vorübergehenden operativen (Boden)-Offensivpause kann man feststellen. 1. Der Beschuss des Donbas hat nicht aufgehört, insofern war die Behauptung der Pause nur relativ richtig. V.a. die Zivilbevölkerung leidet unter diesem Beschuss. 2. Trotz Wiederaufnahme der Bodenkämpfe, v.a. nördlich Charkiv, bei Liman/Siversk/Bakmut und Donetzk-Stadt kommt die RA kaum mehr voran, ganz anders jedenfalls als vor zwei Monaten in Luhansk. Die RA vermeidet Großstädte. Der Verteidigungsring der UA hält weitgehend, long distance- Schläge schwächen die ru Infrastruktur, wenn auch nicht so wie im Süden. Es herrscht also eine Art Patt.

Im Raum Cherson, wo seit ca. einem Monat eine ua Gegen-Offensive geplant ist, bewegt sich aber auch nicht viel. Von der RA sollen zwar über 10.000 Soldaten in Cherson zwischen Bug und Dnejpr durch Brückenzerstörung weitgehend abgeschnitten sein. Allerdings hat sich dies am Boden noch nicht dramatisch ausgewirkt. Es gibt hier kaum durchbrechende Erfolge der UA. Die RA unternimmt nach wie vor kleinere (wohl erfolglose) Angriffe Richtung Saporischschja und im Süden. Auch die Angriffe auf Mykolaev im Westen haben nicht nachgelassen, im Gegenteil. Wie die RA es schafft, die Armee in Cherson zu versorgen, bleibt etwas rätselhaft. Möglicherweise über Pontonbrücken, Fähren, und durch die Luft. Allerdings dürfte die bislang hohe Luftpräsenz in dieser Region durch die Krim-Anschläge deutlich geschwächt sein.

Russland hat einen Raketen, Haubitzen, Flugzeug-Ring um die Ukraine errichtet, der es erlaubt von außerhalb die UA „unter Strom“ zu halten, so lange die Waffen reichen. Dieser Ring ist durch die derzeitigen Krimauseinandersetzungen etwas geschwächt, aber nicht grundsätzlich.

In Summe, wenn es nicht einen Dammbruch auf einer Seite gibt, wird die Sache dauern. Nicht schön. v.a. in hinblick auf die Jahreszeit.

Ab November beginnt der Winter in der UA. Dieser ändert alle Parameter des Krieges. Offensiven und Gegenoffensiven werden noch schwieriger. Die Energieversorgung und Versorgung der Bevölkerung in den kritischen Gebieten sind neuralgisch. (s. HuG.info) in Vortagen

 

Psychokrieg auf Krim

Absehen von dem Angriff auf die Moskwa vor einigen Monaten, der Rück-Eroberung der Schlangeninsel und den Flughafen auf der Nordkrim vor einigen Tagen, gibt es bislang kaum „handfeste“ ua militärische Erfolge auf der Krim und im Schwarzen Meer. Diese Attacken haben aber den Lufteinsatz von der Krim, die Luftabwehr für die Krim und die Schwarzmeerflotte und damit die Flotte stark beeinträchtigt, aber keineswegs ausgeschaltet. Sie schießt nach wei vor mit Raketen auf alle Ziele der UA. Jetzt tobt eine Art Psychokrieg um die Krim. Die bislang als unangreifbar (besser unangegriffen) geltende Halbinsel gilt nun als verwundbar, was sachlich wie psychologisch erhebliche Folgen hat. Evtl. Selbstentzündungen, Angriffe oder Drohnenflüge, lösen ru Gegenreaktionen aus, die als Explosionen weithin sichtbar sind und in den sozialen Medien kommuniziert werden. Dies auch an Orten die sowohl für die Zivilbevölkerung als auch militärische wichtig sind: Nähe von Flughäfen und Stränden, Kertsch-Brücke, Verkehrsknotenpunkten, Weltraum-Radioteleskop (Jewpatorija). Ob dieser Psychokrieg auch zur Erkungung der ru Flugabwehr dient, um größere Aktionen z.B. gegen die Kersch-Brücke, den einzigen direkt-Übergang zu Putins Festland, vorzubereiten, ist im Moment Spekulation.

 

Psychokrieg um AKW Zap

Ein weiteres Psychodrama mit schwachen Verifikationsmöglichkeiten tobt in Ergodor. Die UA behauptet, ein ru TV-Team habe mit FSB Leuten Filmaufnahmen über einen angeblich ua Beschuss inszeniert. Die ru Seite behauptet, von der ua beschossen zu werden. Auch wenn das dementiert wird, sind ua Gefährdungen nicht vollkommen ausgeschlossen. Nikopol auf der anderen Dnjepr-Seite wird von der RA intensiv beschossen. UA Regionalmedien räumen zumindest ein, dass es dagegen auf der russisch besetzten Dnjepr-Seite ukrainischen Anschläge gegeben hat, die in ca 8-10 km von Energodar stattfanden.

Beide Seiten versuchen die internationale Öffentlichkeit für sich einzunehmen. Putin(Macron), Selneskj (UN)

Ein Waffenstillstand und Entmilitarisierung kann m.E. nur erfolgreich sein, wenn sie großräumig unter Einschluss von Nikopol gedacht werden.

 

Kriegsverbrechen/Tribunal

In einigen Tagen könnte ein russisches Schau-Tribunal eröffnet werden. H-und-G.info hat seit Monaten auf dieses Problem hingewiesen. Indizien, dass dies nun in Mariupol, im Musiktheater (nicht im Schauspielhaus, wie anfangs vermutet) stattfinden könnte, verdichten sich. Im Theater werden Gefangenenkäfige und Sicherungsmaßnahmen eingebaut, Verantwortliche bestätigen den Zweck. Örtliche Quellen nennen den 24. , den ukrainischen Unabhängigkeitstag, oder Anfang September (Ausquartierung von Theaterproben) als mögliche Daten.

 

Ein solcher Prozess ist mehrfach problematisch.

-sofern er sich gegen Kriegsgefangene richtet, verstößt er möglicherweise gegen Kriegsrechtskonventionen (allerdings führen die Ukrainer auch Prozesse gegen Soldaten wegen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung)

-sofern es speziell gegen die Gefangenen aus dem ASOW-Bunker geht, die sich im Juni ergeben haben, verstößt das Tribunal möglicherweise gegen internationale Übereinkommen zu diesem Kompromiss (Türkei, Israel, Schweiz, IRC, UN)

-die rechtliche Konstruktion dieses Tribunals, die vermutlich auf einer Verschränkung von russischem Recht, DNR-Sonderrecht und Kriegsrecht beruhen dürfte, ist problematisch. So hat das höchste Gericht Russlands ASOW als Terroristen eingestuft, hat aber formal keine Kompetenz im Donbas. Falls die Todesstrafe verhängt werden sollte, gilt diese zwar im Donbas, nicht aber in Russland. (Medwedew ar kürzlich im Donbas um die Rechtslage zu „harmonisieren“)

-der Prozess dient von vornherein propagandistischen Zwecken, der Druck ist groß, da die „Beweise“ die Entnazifizierungsoperation legitimieren sollen.

-Die Propagandaberichterstattung wird aufwendig und professionell sein.

-Ein „faires“ Verfahren ist kaum zu erwarten. Die Internierten stehen quasi jetzt schon unter Anklage, haben aber keinerlei Außenkontakt, geschweige anwaltlichen Beistand. Formalia scheinen von vornherein keine Rolle zu spielen.

Rätselhaft ist die Rolle des IRC, das, obwohl es Verantwortung für Häftlinge übernommen hat, merkwürdig still ist (so auch die Kritik aus dem ua Präsidentenbüro)

-Die Verfahren sind dennoch nicht einfach abzutun. Es gibt sowohl , sogar von der UN dokumentierte, Einzelfälle von Kriegsrechtsverletzungen von ASOW seit 2014; zudem haben Teile von ASOW in den vergangenen Jahren durchaus weltweit im rechten Milieu Söldner rekrutiert. Beides könnte, geschickt präsentiert, nicht einfach von der Hand gewiesen werden.

-Russland ist international nicht so diskreditiert, bzw. Vorbehalte gegenüber dem Westen durchaus verbreitet, dass man sich nicht von vornherein darauf verlassen kann, dass diese Tribunale ihre Wirkung verfehlen. Putin will ja nicht Joe Biden oder Annalena Baerbock überzeugen, sondern seine Soldaten, sein Volk und seine potentiell Verbündeten.

 

Mit anderen Worten, man sollte diese Prozesse ernster nehmen und sich darauf vorbereiten, als es bisher offenbar in Deutschland bisher der Fall ist.

 

Deutsche Medien

Bleiben oft weiter im Drag and Drop-Modus. Die Bedeutung von einzelnen Konfliktorten wird nicht beschrieben z.B. Jewpatorija, dem Standort eines der wichtigsten russischen Weltraum Radioteleskopen.

 

 

Energiekrieg ? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 19.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Kann Russland der Ukraine (im Winter) Strom und Heizung abstellen?

Russland rennt mit dem Kopf gegen die Wand

gefährliche AKW-Provokation heute?

Russische Propaganda auf Krim macht auf sorglos

 

Kriegsgeschehen

ähnlich Vortage

Es wirkt so, als renne Russland mit dem Kopf gegen die Wand, um endlich Erfolge in Hinblick auf das Referendum vorweisen zu können.

mehrere Bodenattacken (Donbas, Zap), ohne erkennbaren Landgewinn. RA zerbomt Siversk, wie gewohnt, um es dann einzunehmen

starke Raketenangriffe mit hohen Verlusten der Zivilbevölkerung v.a. in Charkiv (12 Tote am 17.8. !)

Die RA ist offenbar zwischen dem Versuch, im Donbas Erfolge zu haben und der Verteidigung des Südens hin- und hergerissen. Im Süden wurden zwei taktische Batallione aus anderen Teilen und der Reserve zugeführt.

Krim -ru Propaganda schaltet um

Offenbar haben die Explosionen auf der Krim erhebliche Unruhe auf der Halbinsel ausgelöst. Während die Prop zunächst bagatellisierte (Unfall), dann dramatisierte (Terror), ist man nach erneuten Explosionen bei Simferopol und der Kertsch-Brücke zum Beschwichtigungskurs übergangen: Nur Drohnen, unsere Luftabwehr hat alles im Griff, Business as usual. Das spiegelt sich auch in Soldatenkanälen: Man kann ruhig am Strand baden gehen.... die Luftabwehr....

AKW Zap

Kommt am Freitag ein vorgetäuschter Sabotageakt? Sag niemals nie in diesem perversen Krieg. Aber die vorgelegten Belege der UA- Militärabwehr sind relativ dünn: Die russischen Atomaufsichtskräfte zogen ab; die Schicht wurde extrem ausgedünnt, die meisten MA (insgesamt über 10.000 !) bekamen dienstfrei; die ru Prop befürchtet ua Terror.

Die UA Regierung hat Katastrophenstab gebildet

Die Mitarbeiter des AKW appellieren an die Welt

ukrainische Energiekri(eg)se im Winter?

Unabhängig von dieser Gefährdung zeigt der Konflikt um das AKW eine v.a. in Hinblick auf den Winter verwundbare Stelle der UA: Die Energieversorgung. Ru hat mit Komplettabschaltung der Blöcke des AKW Zap gedroht, was sowohl die ua Energieversorgung als auch den ertragreichen Export Richtung EU gefährdet. Ru hat zudem große Teile der Kohleproduktion erobert oder lahmgelegt, das größte Kohlekraftwerk in der Hand und ist in der Lage mit Cyberatacken, das ua Stromsystem zu destabilisieren. Zudem ist die UA stark von Gastlieferungen (Druschba) aus Ru abhängig. Die UA versucht zwar, durch Gas- und Kohleimporte v.a. aus Canada diese Schwäche zu vermindern. Die Energieversorgung der UA ist aber eine Achillesferse, v.a. im kommenden Winter.

Spenden für ukrainische Drohnen

Die UA baut eine neue Drohnenarmee auf und sammelt dafür im In- und Ausland Spenden in Form von Geld. Man kann auch Drohnen spenden und an Sammelpunkten in den USA, Polen oder in den Postämtern der UA abgeben!. Der artige Spendenaktionen für Militärunterstützendes Gerät, wie Drohnen, Satelliten und Fahrzeuge sind durchaus „populär“. Während es diesmal eher um kleine Aufklärungsdrohnen geht, wurden auch schon türkische Großdrohnen, jetzt ein Satellit und laufend Fahrzeuge im Baltikum, in der Ukraine, aber auch aus dem sonstigen Ausland gespendet.

Kollaboration

Das heikle Thema hat mehrere Aspekte. K. kann unter dem geltenden Ausnahmezustand strafrechtlich mit bis zu 15 Jahren Haft verfolgt werden. Es erfolgen laufend Festnahmen, v.a. wegen Koordinatenübermittlung, u.ä.. Ein weiterer Aspekt sind Partisanen-Attentate. Ein Dritter ist die Bezahlung. Viele sind ja ua Staatsangehörige, werden von diesem bezahlt, auch in den besetzten Gebieten. Der Gesundheitsminister hat jetzt klar gestellt, dass die Arbeit der Mediziner im Beruf wird nicht als Kollaboration betrachtet und die Gehälter weiter gezahlt werden. Bei Lehrern ist die Sache umstritten, manche Oblasti zahlen weiter, andere verurteilen die Arbeit von Pädagogen unter Besatzungsregime scharf. In manchen Regionen streiken die Lehrer mehr oder minder, das heißt sie arbeiten nicht mit den Besatzern zusammen oder verweigern zumindest die Umsetzung ru Lehrpläne.

Hybrid

Putin scheißt die Flottenproduktion wegen unrentabler Verträge öffentlich zusammen. Alert is er ja, aber nutzt offenbar nix.

Immer wieder landen Schiffe mit geklautem ua Getreide, v.a. in Syrien. Nach bestimmten Angaben wird auf diese Weise mehr exportiert als auf den durch die UN/Türkei vermittelten Weg.

Russische Armee auf dem Rückzug? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 18.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Ra muss sich an mehreren Stellen taktisch zurückziehen

Dafür bombardiert sie an anderen Stellen umsomehr

Besetzte Gebiete stärker an Ru gebunden

Drag and Drop-Journalismus

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wie sonst

 

ca. 100 Ziele sind beschossen worden, allein ca. 175 mal wurde die Region Sumy beschossen, eine fast vergessenen Region im Norden, die nach der Invasion besetzt war und dann geräumt wurde.

 

Man kann sich fragen, ob trotz des Beschusses und gelegentlicher, nach ganz erfolgloser Bodenangriffe, v.a. im Donbas, die Ru Armee nicht teilweise auf dem Rückzug ist.

 

Die UA hat zunächst Depots beschossen, dann Infrastruktur, und Kommandos. Dies hat nicht nur psychologische Folgen. (die nicht zu unterschätzen sind, der Zweifel an die Unbesiegbarkeit der RA wird damit erschüttert):

 

-Das ru Kommando von Cherson, soll sich auf die östliche Dnjepr-Seite zurückgezogen haben

- in Nova Kakhovka nördlich von Cherson soll ein Kommandoposten zerschossen worden sein

-In Lyssychansk/Luhansk wurde angeblich ein ganzer Kommandoposten im SBU-Gebäude zerschossen

-sus Melitopel haben sich nach Explosionen Teile der ru Armee mit Munition Richtung Südosten zurückgezogen

-von der Krim sollten Flugzeuge aufs ru Kernland abgezogen worden sein (24 Flugzeuge plus 14 Hubschrauber)

-Teile der Schwarzmeerflotte sollen sich Richtung Russland bewegt haben (kann auch Witterungsbedingt sein)

 

Ich will diese taktischen Rückzugsbewegungen angesichts von 2000km Front und über 120.000 ru Soldaten nicht überbewerten, ungewöhnlich ist diese Häufung schon. Die RA kann auch manches kompensieren: Flugzeuge, die nördlich von Sotchi starten, benötigen nur wenig länger Zeit, um auf die Ukraine zu fliegen, aber die Vorwarnzeit wird länger, damit nimmt die Abwehr- und Abschussfähigkeit tendenziell zu. Es gibt auch viele Ersatz-Nachschubwege, die aber aufwendiger sind und das System verlangsamen.

 

Angeblich hat man in Smolensk probeweise die Generalmobilmachung durch Verschickung von Einberufungsbefehlen getestet

 

Krim

 

Die Verhaftung einer angeblichen islamistischen Zelle kann reiner KGBistischer Aktionismus sein. Immerhin soll es Tataren geben, die zu dieser Bewegung tendieren. Die Tatsache, dass die Ausfahr von der Krim jetzt extrem streng kontrolliert wird, spricht eher dafür, dass die eigentlichen Bombenleger noch nicht gefunden wurden.

 

 

AKW-Zap

 

Die Lage ist weiter besorgniserregend. Die RA beschießt weiter Nikopol offenbar von der Dnjepr-Seite, wo sich das AKW befindet. Der Psychokrieg geht weiter. Angeblich verbreiten die RU sozialen Medien Horror-Falschmeldungen, um die Bevölkerung zusätzlich zu verunsichern. Die UA reagiert mit Sachformation, einerseits gibt es Entwarnung, andererseits bereitet man mit Katastrophenteams jedes Szenario bis hin zur Evakulierung von 400.000 Menschen (!) vor. Berechnungen der ua Energiebehörde zeigen, dass auch die Anrainerstaaten vom worstcase betroffen wären.

 

Life goes on

Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr man sich darum bemüht, das normale Leben auch in Frontnähe weitergehen zu lassen. Schulvorbreitung, Kits für Kids, Blumengärten in Kiiew. In Cherson werden Medikamente für Tiere im Nationalpark gesammelt, in Mariupol versorgt man Tiere aus einem beschossenen Tierheim. Die Ukrainer lieben ihre Tiere, wie sich auch beid er Evakuierung zeigt, bei der oft Hunde und Katzen mit von der Partie sind.

 

 

Besetzte Gebiete

Der besetzte Teil von Charkiv ist in administative Patenschaft Krasnodar übergeben worden, dessen Bürgermeister auch die Funktion eine Interimsverwaltungsschef bekommen hat (Art Gouverneur). Russland versucht, vor dem geplanten Anschlussreferendum die besetzen Gebiete dichter an sich zu binden.

 

Der Hafen von Mariupol soll trotz intensiver Bemühungen der Besatzer bisher kaum nutzbar sein. 50% der Bevölkerung hat kein fließend Wasser.

 

Unsere“ Medien

Kennen Sie „Hizb ut-Tahrir al-Islami“: Klar kennt jeder wie Scholz und Habeck. Gestern meldeten mehrerer D Medien, die Festnahme einer Hizb ut-Tahrir al-Islami-Zelle, ohne ein weiteres Wort der Erklärung. -so auch Spiegel-online. Offenbar macht sich keiner mehr die Mühe, Meldungen zu verfizieren oder zumindest verständlich zumachen. Der Blick zumindest auf google-Maps oder Wiki ist schon zu aufwendig für diesen drag and drop-“Journalismus“. Am Vortag wurde schon die Lage der Eisenbahnline, die explodiert war nicht erklärt. Die liegt an einer Kertsch-Brücken-Strecke, also einer Hauptlogistik-Route der RA.

 

Krim in Panik. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 17.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Offenbar wollen Tausende die Krim verlassen-Folge der ua Angriffe sind weitreichend

Droht weitere Internationalisierung?

Ukrainischer Schulbeginn unter erschwerten Bedingungen

Russische Propaganda stimmt auf Terror ein.

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

im Prinzip ähnlich Vortage

 

Explosionen auf der Krim

 

Die zwei erneuten Explosionen in der Nähe Umspannwerk/Flughafen und Bahnlinie zeigen:

-Die Krim, die von Ru als ru Territorium interpretiert wird und Hauptstütze für die Besatzer im Süden der UA ist, ist verwundbar.

-Durch den Beschuss der Eisenbahnlinie ist der Nachschub über die Kertsch-Brücke nach Kernrussland beeinträchtigt. Die Behauptung der ru Seite, die Bahnlinie sei wiederhergestellt, ist zweifelhaft.

-Die psychologische Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Die Autobahn von Simferopol, der Hauptstadt der Krim, Richtung Kertsch-Brücke ist vollkommen verstopft, offenbar wollen Urlauber, u.a. die Halbinsel panikartig verlassen. Selbst prorussische Militärkanäle kritisieren die Informationspolitik und fordern Aufklärung.

-laut angeblichen ua Insiderinformationen waren es ua-Elitekräfte, die UA-Seite schweigt, von US-Seite wird betont, dass keine US-Waffen im Einsatz seien. Offenbar ist man unsicher, wie Ru den Angriff auf „russisches Territorium“ interpretiert. Proaktiv weist die UA darauf hin, das die Krim ua Gebiet sei, insofern es keine Verletzung der Zusage geben könne, dass ru Kernland nicht von der UA angegriffen wird.

Auch wenn Ru noch viele Ressourcen hat, derartige Anschläge zu kompensieren, (gestern Rakten auf Odessa) wird die Logistik für die ru Truppen im Süden der UA immer schwieriger.

 

Angeblich gab es im der ru Region Kursk auch Anschläge auf eine Bahnlinie und Strommasten.

 

Ru verschiesst na ua Angaben täglich ca 60.000 Granaten

 

Internationalisierung?

Angeblich gab es in Syrien einen Anschlag auf einen US-Stützpunkt, der als Rache für Angriffe auf die Wagner-Söldner interpretiert wird. Ein weiteres Indiz für die Gefahr der Internationalisierung der Konflikte.

Russische Propaganda

scheint sich auf „Terror“ der UA eingeschworen zu haben, wozu die Sabotageangriffe, die vermeintliche auf das AKW Zap als Beleg angeführt werden. Terror und Sabotage spielen seit der russischen Revolution schon immer eine wichtige Rolle in der massenmobilisierenden Agitprop und politischen Repression. Die Auseinandersetzung um das AKW wird mit den US-amerikanischen Angriffen auf Horoshima und Nagasaki in eine Linie gesetzt.

Psychokrieg um AKW Zap

Derzeit scheint es mehr um eine Art Psycho- und Propaganda-krieg zu gehen. Ein russischer Gewährsmann behauptet, die UA hätten das Kühlsystem beschädigt. Die UA Seite schildert, dass die ua Fachleute im AKW zu bestimmten Teilen keinen Zugang hätten, die von Ru besetzt seien. Der Besuch der internationalen Atombehörde scheitert im Moment daran, dass man sich nicht über die Einreisemodalitäten einigen kann. Die Atombehörde will über Kiew einreisen, was die RA nicht akzeptiert. Nikopol auf der anderen Dnjepr-Seite wurde erneute beschossen, was die Gefahrenlagen keineswegs entspannt. U.a. wurde ein Tierheim getroffen, was jetzt evakuiert werden soll.

Gegen die ua Energiebehörde, die auch die AKWS verwaltet, wurden in den letzten Stunden verstärkt Cyberatacken aus Ru gemeldet.

Ua Regionalmedien fassen in einer Recherche ihre Erkenntnisse zusammen. Der frühere zugegebene Beschuss durch die UA (s.Spiegel) ist nicht erwähnt.

Originaltext.

„Ab dem 16. August 2022 arbeitet das KKW Zaporizhzhya mit dem Risiko, gegen Strahlungs- und Brandschutzvorschriften zu verstoßen

Der regelmäßige Beschuss des ZNPP durch russische Truppen mit Flugabwehrraketen verursachte ein ernsthaftes Risiko für den sicheren Betrieb der Anlage.

 

 

Am 5. August wurde infolge eines Angriffs des russischen Militärs auf das KKW Zaporizhzhya der Notschutz eines der Triebwerke aktiviert - und eines der drei in Betrieb befindlichen Triebwerke ist jetzt abgeschaltet. Während des Beschusses wurden die Stickstoff-Sauerstoff-Station und das kombinierte Nebengebäude schwer beschädigt. Es besteht immer noch die Gefahr von Wasserstofflecks und Sputtern radioaktiver Substanzen, und die Brandgefahr ist hoch.

 

Am 6. August wurden infolge des Beschusses durch die Invasoren des ZNPP drei Strahlungsüberwachungssensoren rund um den SSVYAP-Standort des ZNPP beschädigt.

Am 11. August schossen die Besatzer auf die Feuerwehr, die sich außerhalb des ZNPP-Territoriums befand und dazu bestimmt war, sie vor Bränden zu schützen und sie in Notsituationen auf der Station zu löschen.

Am 13. August wurde auch die offene 750-kV-Schaltanlage (VRP-750) beschädigt.“

 

Besetzte Gebiete

Der Terror gegen die Zivilbevölkerung geht weiter. In Cherson z.B. werden täglich Menschen, oft in Verwaltungsfunktionen, festgenommen. Der Bürgermeister von Cherson ist seit 50 Tagen verschwunden! Es gibt willkürliche Beschlagnahmen, teilweise auch um Lösegeld zu erzielen.

 

Ukraine

Weniger als die Hälfte der Schulen sind kurz vor Beginn des neuen Schuljahres einsatzbereit. Die UA hatte sich darauf geeinigt nur dort Präsenzunterricht stattfinden zu lassen, wo es Luftschutzräume gibt. Wo nicht wird online und in Lerngruppen unterrichtet, worin die UA offenbar fitter ist als die Bundesrepublik.

 

Propagandabilder zerstören Wagner-Stützpunkt. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 16.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

(alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Raketenoffensive aus Belarus?

Makabrer Poker mit Todesstrafe?

Meutereien in Luhansk?

Putin als Waffenhändler

Über 10.000 Russen eingekesselt?

 

Kriegsgeschehen

Ähnliche Angriffszonen wie gestern, angeblich leichte Geländegewinne der RA im Osten und Nordosten.

Im Raum Cherson sollen durch die Brückenzerstörung über 10.000 Russische Soldaten eingekesselt und von Nachschub abgeschnitten sein. Die Errichtung von Ersatzbrücken kann angeblich von UA durch Beschuss verhindert werden.

Im Donbas soll ein Führungspunkt der dort führenden Wagner-Söldner beschossen und mehrere dutzend Soldaten getötet worden sein. Auslöser waren ru Propagandaufnahmen, die eine Ortung ermöglichten. Jetzt heißt es „Rache für Olenivka“.

 

Raketenoffensive aus Belarus?

Zivile Kräfte berichten von massiven Waffenlieferungen nach BY, die von dort zu einer Raketenoffensive genutzt werden könnten. Belarus fungiert als eine Art Flugzeugträger für die RA.

 

Meuterei in LNR

Angeblich wollen LNR Soldaten nicht für die DNR kämpfen. Es soll einen Videobeweis geben.

 

Rüstungsshow in Ru

Putin tritt als Militärverkäufer auf, da es bei Drittstaaten offenbar Zweifel an der Zuverlässgigkeit und Lieferzuverlässigkeit der ru Militärproduktion gibt. v.a. in Indien. Offenbar ist es Putins Ziel, Staaten v.a. in Asien, Afrika und Lateinamerika durch Waffenlieferungen an sich zu binden.

 

Partisanen

Angeblich brennen bis in den Oblast Rostov im Ru Kernland Felder östlich von Mariupol auf Grund von Brandanschlägen, die sogar Siedlungen bedrohen sollen.

 

AKW Zap weiter in Gefahr

Weiter gibt es gegenseitige Vorwürfe über den Beschuss von Energodar. Angeblich gab es gestern Explosionen in dem Ort. Energodar ist freilich eine Stadt mit ursprünglich über 50 tausend EW im Stil einer Trabantenstadt mit Hochhäusern, die sich mehrere km jenseits des AKWs erstreckt. Angesichts der mangelnden Präzision russischer, aber auch ua Waffen, ist das aber kein Grund zur Beruhigung. Auf der anderen Seite des Dnjepr fordert die Stadtverwaltung dazu auf, Jodtablettenvorräte anzulegen. Erhöhte Radioaktivitätswerte gibt es allerdings nicht. Angeblich ist Ru zu einem Waffenstillstand bereit. Dieser müßte m.E. damit der Sinn macht die Region, also auch Nikopol umfassen, dass von der RA permanent beschossen wird.

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Dem IRC ist der volle Zugang zu den Kriegsgefangenen im Lager Olenivka verweigert worden. Bei zwei Besuchen war der Aufenthalt zu kurz, mit Soldaten konnte nicht ohne Bewacher gesprochen werden, aber einige haben die Explosion dort überlebt. Ein Zugang zu den Toten war bisher nicht möglich.

Fünf Söldner sollen vor ein ru Tribunal gestellt werden, 3 sind mit der Todesstrafe bedroht. Will Ru damit die Anerkennung der DNR erzwingen, indem die Heimatländer mit der DNR verhandeln?

 

Hat die UA das Gefangenenlager Gorlovka Prichodko im Donbas beschossen? Dies behauptet ru Medien.

 

Winterkatastrophe

Das besetzte Melitopel ohne Gas, die ehemalige Stadtverwaltung ruft zur Evakuierung auf. Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass in der EU und D. Diskussionen über die Folgen einer möglichen Winterkatastrophe in der UA stattfinden.

 

Besetzte Gebiete

Besatzer klauen in Cherson Einrichtung des Planetarium

Mit alle möglichen Tricks und Mit Druck versuchen Besatzer Einwohner zu registrieren und zur Rubelnutzung zu zwingen.

Lehrer weigern sich nach ru Curriculum zu unterrichten.

 

Hybrid

Ukraines Export kriegsbedingt um 24% rückläufig.

 

Russland macht aus zwei ein Flugzeug. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 15.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Produktionsfortschritt: Russland macht aus zwei ein Flugzeug.

AKW nach wie vor in Gefahr

Verstärkte Bodenangriffe im Dobas

Keine Spur von ASOW-Gefangenen?

 

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Kriegsgeschehen

ähnlich Vortagen

RA verstärkt offenbar Bodenangriffe in mehreren Regionen (Charkiw, Izyum, Bakmut, Donezk, Cherson)

UA ist es offenbar gelungen wiederum Dnjepr-Brücken in Cherson zu treffen, was der RA die Restaurierung und der Transport erschwert/unmöglich macht. Unklarheiten gibt es immer wieder in den Meldungen über Art und Zahl der Brücken. Es gibt in der Gegend m.E. nach googlemap nur zwei Straßenbrücken über den Dnepr, die beschossen wurden. Dann gibt es eine beschossene Brücke über den Inhulez, der wichtig ist weil der westlich des D beide Brücken straßenmäßig verbindet. Drittens gibt es eine separate Eisenbahnbrücke. Ob die getroffen ist oder nicht, ist unnklar. Ich habe nur eine Meldung gesehen, wo da behauptet wurde. Auf jeden Fall hat die RA erhebliche Logistikprobleme. Allerdings ist in diesem Bereich der Hauptteil der eingesetzten RA Luftstreitkäfte verfügbar, was ein fast wahlloses Bombardement befürchten läßt.

Waffen

Aus zwei mach ein Flugzeug, der Produktionsfortschritt in RU hält an, jetzt dürfen ganz offiziell Flugzeuge ausgeschlachtet werden, um andere zu reparieren. Man kann mit Marx auf den Kopf gestellt fragen, wann die rückläufige Produktivkraftentwicklung gegen die Produktionsverhältnisse revoltiert.

Partisanen

sollen in Melitopel eine Eisenbahnbrücke gesprengt haben

Humanitär/Kriegsverbrechen

Von dem Kommandeur von ASOW/Mariupol fehlt seit Mai jede Spur. Er wurde nach der Kapitulation vermutlich nach Russland zum Verhör gebracht. Auch die übrigen, ca 260 Soldaten, die laut ru Medienberichte nach Ru gebracht wurden, haben keinen Kontakt zu ihren Verwandten. Ein Teil der Kriegsgefangenen ist im Lager Olenivka verbrannt. Ob das IRC über ihren Verbleib weiß, ist unbekannt- In Deutschland ist es nach wie vor merkwürdig still um die ASOW-Gefangenen, kein Protest gegen Lagerterror, kein Protest gegen Tribunal.

CNN hat mit Experten die Bildet von der Explosion vom Lager Olenivka ausgewertet. Fazit, der bisher besten Analyse, es kann kaum ein Hymar-Angriff gewesen sein.

AKW

Die Gegend des AKW wurde angeblich erneut von ru Seite beschossen. 42 Staaten fordern Entmilitarisierung und Übergabe an UA. Ich persönlich halte diese Forderung, so wünschenswert sie ist, für zu wenig pragmatisch. Ru müssten einen wichtigen Militärstrategischen Punkt an die Ukrainer übergeben. M.E. muss das AKW unter internationale Kontrolle (mit UA Experten) und die Region eine Art Separatwaffenstillstand machen. Auch die UA haben laut Spiegel schon einmal das Werksgelände beschossen.

Besetzte Gebiete

FSB fängt Männer in Luhansk. Aus Soldatenmangel wird inzwischen fast jeder Mann, der auf die Straße tritt, weggefangen und zwangsrekrutiert. Das soll sogar Russen treffen, die als Aufbauhelfer dort hingeschickt wurden. Insgesamt ist die ru Rekrutierung immer roher, Sold der versprochen wird, wird nicht gezahlt, Kündigungen, die im Prinzip möglich sind, werden verweigert.

 

Die UA Regierung empfiehlt Einwohnern von Cherson zu´evakuierten. Wintergefahr.

 

Kontroverse um Visa für reisende Russen

immer mehr MOE-Staaten fordern keine Visa auzustellen, nicht D. Und Frankreich und NL

M.E. spricht vieles gegen einen generellen Russen-Boykott. M.E. muss man auch an die „Zeit danach“ denken. Man braucht Ansprechpartner jenseits von Putin. Wenn man alle Russen zu quasi Feinsen erklärt, züchtet man geradezu die Wagenburg, auf der Putins System basiert. Reisen ist auch eine Möglichkeit, das ru Informationsmonopol zu durchbrechen. Dazu bräuchte es aber entsprechende Medien-Angebote. Außerdem sind Touristenvisa oft die einzige Möglichkeit für gefährdete oder kritische Russen, sich abzusetzen.

Wie verläßlich sind die Russen? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 14.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

 

Weiter Beschuss in AKW

ru Militärkommando in Cherson auf der Flucht?

Kriegskorruption

Kann man Pution trauen?

 

 

Kriegsgeschehen

 

kaum verändert

 

aber das ru Kommando soll auf die rechte Dnjepr-Seite umgezogen sein, nachdem die UA die Brücken und damit den Rückzug bombardiert hat. Allerdings sind immer noch auseichend Soldaten und Munition in der Region um Mykolaev immer wieder vom Boden zu beschießen.

 

Es gibt allerdings Indizien, dass die RA wegen mangelndem Nachschub in Cherson schwächelt

 

aber: RA verstärkt insgesamt Bodenoffensiven im Osten (Charkiv, Izyum, Sivers, Bakmut, nördlich und östlich Doneztk-City) . Ob das der Versuch ist, die UA im Süden durch Umgruppierung zu schwächen oder die Prognose schlicht falsch war, dass Russland seinen Schwerpunk verlagert hat, lassen wir mal dahin gestellt. H-und-G.info hatte immer Zweifel, daran, dass der Donbaskrieg vernachlässigt wird. Es wurde aufgetankt und wird eher vermieden, sind in Kämpfen Großstädten zu verwickelt, weil diese zu verlustreich sind.

 

Ein Indiz, dass Ru die Angriffe im Donbas weiter steigert, könnte sein, dass die Tschetschnen neu ausgebildete Spezialkräfte in die Ua schicken. Die Tschechenen sind neben den sog. Somaliern und einigen Wagner-Truppen auf Straßenkampf spezialisiert. Es gab Indizien, dass sie sich nach großen Verlusten in Luhansk eine zeitlang etwas nach Tschech zurückgezogen hatten.

 

 

Belarussischer Flugplatz bombardiert?

Laut US-Satelitenfotos soll es Explosiionen auf einem Belarussichen Flugplatz in der Nähe der Grenze gegeben haben, der für russische Angriffe genutzt wurde. Die belarussische Seite spielt den Vorfall herunter. Bisher gibt es keinen Hinweis auf ua Beschuss. Dies wäre auch riskant, weil ein ua Angriff einen Vorwand für einen belarussischen Angriff schaffen könnte. Luka vermeidet einen direkten Kriegseintritt bisher, allerdings wird das belarussische Militär und das russische immer weiter verschränkt. Russische Soldaten v.a. Luftstreitkräfte wurden nach BV verlagert, By-Kräfte in Ru ausgebildet. Es finden bemeinsame Manöver statt.

 

Putin geschwächt?

Laut ua Oberkommando hat die UA ein Fünftel der involvierten ru Kräfte vernichtet. Da Ru ca 2/3 seiner aktiven Kräfte im Ua Krieg hat, wäre das eine enorme milit. Schwächung.

Frisst Putin seine eigenen Leute?

Wurde Igor Girkin von Russen verhaftet, als er wieder in den Krieg ziehen wollte? Der ehemalige ru Militär-GD spielte 2014 eine wichtige Rolle bei der verdeckten Eroberung des Teil-Donbas. Er gilt aber als Putin-Kritiker, dem er im Internet vorwirft, zu zahm militärisch zu intervenieren. Die Verhaftung, so sie denn stattgefunden hat, könnte auf einen Linienstreit in Ru hindeuten.

 

 

Partisanenaktionen?

Angeblich gab es Explostionen im besetzen Mariupol und Melitopel. Es muss sich allerdigns nicht um Partisanenagriffe gehandelt haben, es können auch Blindgängerexplosionen sein.

 

 

 

AKW

 

Hat der UN SR etwas erreicht? Offenbar ein Lippenbekenntnis der Ru, dem das Gegenteil folgte. Statt Entschärfung soll die RA die Gegend des AKW beschossen haben, um die Leitung Richtung UA zu kappen. Die ua Militäraufklärung vermutet zudem false flag Aktionen.

Die Radioaktivität in der Gegend ist normal.

 

M.E. War die UN-Vereinbarung naiv. Engodar ist super wichtig für die Energieversorgung der Krim wie andererseits der UA. Zudem liegt das AKW strategisch wichtig gegenüber von Nikopol, zwischen Cherson und Zaporischschja, was eine wichtige Kampfzone (durch Artillerie, etc.) ist. Im Grunde müßte man die ganze Region entmilitarisieren und unter internationale Überwachung stellen, um etwas zu erreichen.

 

 

Wie verläßlich ist Putin?

 

In "kleinen" Fragen, in denen während des Krieges Arrangements getroffen werden, gibt es vorentscheidungen, ob man sich trauen kann, falls es zu Waffenstillstands- oder gar Friedenverhandlungen kommt.

-Gefangenenaustausch- klappt offenbar

-Evakuierungen mal so, mal so

-Getreide ja, aber. Die UA -Lieferungen tröpfeln, während ru geklautes ua Getreide offenbar massenhaft verschifft

-Energielieferung s. Turbine zweifelhaft

-Asow-Kapitulation. Desaster Massentötung und Tribunale verstoßen gegen Kriegsrecht und Verabredung

-AKW höchst fraglich

 

Fazit mit dem EX-GD Putin, der Täuschen als Grundhandwerk gelernt und nie verlernt hat, sind offenbar kaum Vereibarungen möglich. Macht die Sache nicht besser.

 

 

Hybrid

 

angeblich übernimmt Indien auf hoher See russisches Öl und verkauft es weiter, sogar in die USA, um die Sanktionen zu unterlaufen.

 

 

 

Korruption im Krieg

ua Behörden haben einen Verdächtigen identifiziert, der ausländisch Munitions und humanitäre Hilfe weiterverkauft, statt an die Armee geliefert zu haben scheint. Zudem werden in Zap Behördenmitarbeiter verdächtigt, gegen Bestechungsgeld Passagen über die Demarkatiosnlinie ermöglicht zu haben. Die Ua gilt als eines der korruptesten Länder Europas, u.a. Wegen der Bemühungen in die EU aufgenommen zu werden, wurden aber in letzter Zeit die Ermittlungsbehörden gegen Korruption gestärkt.

 

Ukraine

Das neue Schuljahr ab September wird intensiv vorbereitet, Safety first. In den gefährdeten Gebieten, soll es nur online-Unterricht geben. Wie wissen seit Corona ja, wie das geht, heißt es lakonisch.

 

 

Russische Armee in Cherson abgeschnitten? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 13.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

 

Zwei Brücken kaputt, was ist mit der Eisenbahnbrücke?

Aufruf gegen Schauprozess

 

 

Kriegsgeschehen

ähnlich wie Vortage

 

wichtiger militärischer Erfolg ist der Beschuss des Dnjepr-Dams nordöstlich von Chersons. Dieser war der letzte funktionsfähige Straßenübergang über den Strom, der die RA im Oblast Cherson mit der Krim verband. Allerdings ist es immer riskant Stausdämme zu beschießen.

Der Übergang bei Cherson ist mehrfach beschossen worden und nur teilweise befahrbar, vermutlich nicht für LKW. Es gibt aber, was in den Meldungen übersehen wird, noch eine Eisenbahnbrücke einige km nordöstlich von Cherson, über diese liegen mir keine Informationen vor. Insgesamt wird die Lage für die RA in dieser Region jedoch schwieriger, zumal jetzt auch die Luftunterstützung von der Krim teilweise ausfällt.

 

Die ua Ankündigung der Großoffensive im Südbuggebiet und die darauf folgende Teilverlagerung von ru Kräften, hat offenbar die RA so im Donbas geschwächt, dass sie angesichts des Verteidigungswalls der UA kaum vorankommt, trotz heftigen Bombardements, unter dem v.a. die Zivilbevölkerung leidet.

 

US bestätigt ua Angriff auf Flughafen auf Krim dementiert aber US-Waffeneinsatz. Rollbahn selbst noch intakt. Angeblich Schwächung der Schwarzmeerflotte durch diesen Angriff.

 

Todesrate der RA bleibt hoch.

Nach US-Angaben muss die RA pro Tag ca 500 Ausfälle bei Soldaten in Kauf nehmen. Die Zahl wäre ansich nicht überraschend. Auf dem Höhepunkt der Luhansk-Auseinandersetzungen hatte die UA 100 Tote, manchmal sogar 200 pro Tag. Die Zahl der Verwundeten wird mit dem Faktor 3-4 geschätzt. Da man immer von mindestens gleichen, eher höheren, Todesraten bei der RA ausging, sind die 500 Ausfälle (darunter vermutlich ca 100-120 Tote) plausibel. Das Erstaunliche an dieser Zahl wäre: die UA Todesrate soll seit einigen Wochen deutlich gesunken sein. Außerdem hatte die RA ihre Strategie nach Ansicht von HuG umgestellt, mehr Bombardement, weniger Bodenkämpfe im Donbas, keine Straßenkämpfe in Großstädten, nachdem die Zahl der eigenen Verluste zu hoch war und Soldaten meuterren. Wenn die US-Zahlen stimmen sollten, wäre die akutelle Verlustrate immer noch sehr hoch, zumal Ru Schwierigkeiten hat, Ersatz zu finden (Zwangsrekrutierung in besetzten Gebieten, Gefangene als Soldaten, Freiwilligenbataillone im ganzen Land, syrische Söldner, etc.)

 

 

Kriegsverbrechen

Die Hinweise auf das Schau-Tribunal in Mariupol verdichten sich, das Theater wird unterkellert und zu keinem Hochsicherheitstrakt ausgebaut.

Es gibt merkwürdig wenig Proteste gegen dieses Tribunal in Deutschland, wie es auch kaum Reaktionen auf das mutmaßliche Massaker im Lager Olenivka gab. Offenbar wirkt die russische Propaganda gegen ASOW, die in Deutschland tendenziell übernommen wurde, so dass man Menschenrechtsverletzungen gegen diese Soldaten bereit ist hinzunehmen. Oder wie soll man das Schweigen erklären?

 

In einer gemeinsamen Erklärung der Sicherheits- und Verteidigungskräfte zu den gefangenen Verteidigern von Mariupol heißt es:

„Wir rufen die gesamte zivilisierte Welt auf, den angekündigten Prozess gegen ukrainische Verteidiger durch Henker in Mariupol zu verhindern.

Wir fordern die sofortige Entsendung von Vertretern der Vereinten Nationen und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zu den Orten, an denen ukrainische Kriegsgefangene festgehalten werden, insbesondere nach Olenivka.“

 

Putsch in Moskau

in der Ua wird einmal wieder darüber spekuliert, wieviele Niederlagen Putin verträgt, ohne dass geputscht wird. Es wird spekuliert, dass man einen Sündenbock benötige. Aber was nach Putin kommt, dürfte kaum besser werden. Der Sicherheitsrat, das starke Gremium hinter Putin, ist vom KGB-Hardliner Patrushew beherrscht, faktisch Nummer 2 im Staate.

 

Partisanen

 

In Chersons und Luhansk sind offenbar zwei hochrangige sog. Kollaborateure ausgeschaltet worden. Das könnte auch im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Referendums stehen.

 

Hybrid

 

Die Russische Wirtschaft schrumpft um ca 4% und fällt auf den Stand von 2018, aber auch nicht so stark wie anfangs durch die Sanktionen erhofft.

 

Die ru Regierung pumpt Geld in die Rüstungsindustrie, v.a. den Panzerbau im Ural, der in letzten Zeit wegen der Sanktionen Schwierigkeiten hatte, zu produzieren. Die kriegswirtschaftlichen Interventionen führen laut ISW zu einer Wiedergeburt des militärisch-industriellen Komplexes, der in der Breschnev-Ära ein dominanter Sektor war, aber auch die SU ruinierte.

Schauprozess in Mariupol? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 12.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Wegen Virenangriff verspätet, sorry.

 

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert z.T. auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495)

Im August sollen ASOW-Leute in Mariupol an den Pranger gestellt werden

Gehen Russland die Waffen aus?

Ukraine verliert großen Teil seiner Bodenschätze

 

 

 

Kriegsgeschehen

Unwesentlich verändert.

Allein im Oblast Zaporischschja 40 Schäden durch Bombardements.

Insgesamt gibt es wenig eindeutige Bewegung. Offenbar geht es v.a. darum, sich gegenseitig die Infrastruktur hinter den Linien zu zerstören. Wichtig sind auch Aufklärungs-, Sabotage- bzw. Partisanenaktionen. Beide Seite reklamieren Erfolge, v.a. auch bei der Gewinnung von Beschusskoordinaten. Wohin die Sache tendiert, ist derzeit nicht zu sagen.

Die RA kommt nördlich der Stadt Donetzk offenbar etwas voran, ob das ein Durchbruch ist, ist unklar.

Behauptungen dr RA, man kämpfe in den Vororten von Bakmut können nicht verifiziert werden, aber offenbar versucht die RA weiter B. Von allen Seiten, auch vom Westen her, durch Beschuss einzukreisen.

Unklar die Situation im Raum Cherson. Die RA reklamiert weitere Erfolge bei Beschuss ru Depots, die RA schießt auf alle möglichen Siedlungen.

Bewaffnung

Angeblich hat die russische Seite Schwierigkeiten mit der Bewaffnung. V.a. britische Quellen ( die mit Vorsicht zu genießen sind) vermelden, dass Ru seinen Waffenlieferungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, dass es Waffen sowjetischer Bauart versucht, im Ausland zu erwerben. Nach ua Angaben sind auch soviele Bomber der modernen Baureihe SU 35 zerstört oder nicht einsetzbar, dass auf ältere zurückgegriffen werden muss. Dass, wie die Briten immer wieder behauptet, die RA nur altes Gerät in der Ua einsetzt, ist aber nicht zwingend eine Folge von Materialknappheit, sondern von Prioritäten. Die modernsten Waffen hebt sich die RA offenbar für die eigene Landesverteidigung auf.

 

Ru wird offenbar iM Iran auf Drohnen trainiert, die Iran liefern soll.

 

98% der der Ukrainer glaubt laut einer Meinungsumfrage an einen Sieg.

 

 

UN-Sicherheitsrat berät über AKW-Zaporischschja

Internationale Kontrolle und Entmilitarisierung gefordert. UA und RA werfen sich gegenseitig Beschuss vor. Es ziemlich mysteriös, woher der Beschuss kommt. Einerseits machen die UA seit Jahren ein sorgfältiges Monitoring der Strahlenbelastung, es herrscht seit Tschernobyl eine große Sensibilität in diesen Fragen. Andererseits, warum sollten sich die RA selbst beschießen? Und die Versuchung der UA den Beschuss auf Nikopol vom AKW aus, zu kontern ist groß. Jedenfalls wer da zündelt weiß nicht was er tut. Genaue regionale Informationen sind nicht zu erhalten, offenbar Nachrichtensperre.

Kriegsverbrechen

 

Indizien verdichten sich, dass Ru im August (24.8.) einen Schauprozess in Mariupol veranstalten will. Dort werden im Theater Käfige aufgebaut, wie sie für solche Prozesse üblich sind. Auch der Besuch des Sekr. des Verteidigungsrates, Medwedew ,im Donbas dürfte damit zusammenhängen. Während es offiziell um den Wiederaufbau ging, deutet die Teilnehmerliste- fast alles Sicherheitskräfte- eher auf eine Besprechung zur Repression hin. Dabei auch ein hoher Vertreter der ru Präsidialverwaltung. Medwedew ist derzeit die Nummer 3 in der ru Hierachie, und könnte -altersmäßig- auch ein möglicher Putin-Nachfolger sein. H-und-G.info hat schon seit Monaten darüber berichtet, dass Ru ein Kriegsverbrechertribunal a la Nürnberg plant. In Nürnberg wurden überwiegend Todesurteile ausgesprochen. Im Donbas ist, anders als in Ru, die Verhängung auch der Todesstrafe möglich. In Mokau hatte das oberste Gericht kürzlich die ASOW-Leute als Terroristen eingestuft, was Höchststrafen erlaubt. Eigentlich ist Moskaus Justiz aber gar nicht für die Rechtsprechung im „unabhängingen“ Donbas zuständig, aber wen schert es. Beim Medwedew Besuch sollen die Gesetzeslagen harmonisierst werden, was immer das heißt. Angeblich sollen hunderte von ASOW-Gefangenen aus Mariupol angeklagt werden, die sich vor Wochen ergeben haben. Diese gelten für Putin als Inbegriff der Nazis, die er mit seiner Sepzop bekämpft. Bei der Kapitulation in Mariupol war international ausgehandelt worden, dass alle diese Soldaten als normale POW behandelt werden. Das Problem ist, H-und-G,info hat immer darauf hingewiesen, dass es auf UA Seite in den vergangenen Jahren durchaus auch in Einzelfällen Kriegsverbrechen gab, wie die Hinrichtung von Gefangen. Es ist zu erwarteten, dass solche Fälle gezielt inszeniert werden, um eine entsprechende mediale Wirkung herzustellen. Und-man sollte das nie vergessen- die öffentliche Meinung in der Welt ist nicht grundsätzlich so pro-westlich, wie wir uns das oft einbilden.

 

Hybrid.

Die Ukraine hat nach ru Angaben einen großen Teil seiner Bodenschätze und damit auch des Energieaufkommens verloren. Angeblich sind es Werte in Höhen von 12,4 Milliarden Dollar. Novosti beruft sich auf Untersuchungen in den USA. (Konnte auf die Schnelle nicht geprüft werden.)

 

Verloren hätten sie jetzt 63% des ukrainischen Kohlevorkommens, 11% der Ölreserven, ein Fünftel des Erdgases, 42% der Metalle und ein Drittel der Vorkommen von Seltenenerden wie Lithium, das für die Herstellung von Batterien benötigt wird. Die UA hat auch unter anderem große Vorkommen an Uran, Gold und Kalkstein verloren. Alles in allem könnte Kiew den Zugang zu zwei Dritteln seiner Energie- und Bodenschätze verlieren. Viele dieser Vorkommen werden für die Produktion von Hightech-Produkten von der Mikroelektronik bis zu Komponenten für die Luftfahrt benötigt, was es dem Westen erschweren könnte, Alternativen zu Importen aus Russland und China zu finden.

 

HuG hatte gestern berichtet, dass die UA neuerdings Kohle aus Canada importieren muss.

 

Die ungarische WIZZ AIR fliegt wieder nach Russland aus den Vereinigten Emiraten, angeblich auf Wunsch der Passagiere.

 

Mc Donalds öffnet wieder seine Läden in der UA. Bisher war das ua Essen in der UA eigentlich gut. Die UA freuen sich dennoch, allein schon wegen der Symbolik dieses ökonomischen Engagements.

 

Amnesty-Bericht weiter umstritten

Während es nach wie vor Kritik an tendenziöser Berichterstattung gibt- AI hätte Einzelfälle zu einer ua Strategie erklärt- weist AI einen Angriff auf seine Quellen zurück. Die UA hatte behauptet, dass AI als Zeugen nur solche gehört hätte, die in russischen Filtrierungslagern mit russischer Genehmigung ausgesagt hätten. AI bestreitet das, die Zeugen seien alle auf UA Gebiet von AI-Mitarbeitern gehört worden. S. dazu Bericht und Kritik auf H-und-G.info

http://h-und-g.info/default-title-1

Winter ist der größte Feind. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 10.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Energieabhängigkeit der Ukraine ist Kriegs-Risiko

Hohe Todesraten bei Zivilisten

Lager Olevnika wird zum Schauplatz für Propagandakomödien

Referendum verschoben?

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Kaum an einem Tag vorher wurden seit mehreren Wochen soviel Zivilisten durch Bomben, etc. getötet. Fast 20 allein in zwei Regionen. Folge der veränderten Strategie der RA, dem Kampf um Städte auszuweichen und dafür die Umgebung kaputt zu schießen.

 

Allerdings gibt es in einigen Regionen immer wieder Bodenkämpfe mit kleinen Geländegewinne, so nördlich von Donetzk Stadt und westliche von Bakmut. Allerdings stößt die RA dort auf hartnäckigen Widerstand der UA, auch in Izyum muss es Kämpfe gegeben haben, wie ru Quellen indirekt bestätigen. Trotz geringer Fortschritte, hat sich die Ru Offensive gegen das Donbas fast festgefressen und münde nur in Zerstörung.

 

 

Angriff auf den Militärflughafen auf der Krim

bleibt nach wie vor rätselhaft. Offenbar versuchen ua Offizielle durch gezielte Medienindiskretionen die Variante zu popularisieren, dass Spezialkräfte bzw. Partisanen der RA diesen Schlag versetzt hätten. Satellitenfoto belegen die Zerstörung von 9 Flugzeugen, die Weiträumigkeit der Aufstellung lässt die ru Variante- Verletzung von Sicherheitsvorschriften -als unwahrscheinlich erscheinen. Mit einem weiteren Abschuss hat die RA 10 Flugzeuge verloren, verfügt aber um die 1000 Bomber und Jagdflieger. Sie ist auch nicht unbedingt auf die Krim angewiesen, weil sie auch von mehreren Flughäfen im ru Kernland die UA erreichen kann, allerdings mit längeren Vorwarnzeiten, was der ua Flugabwehr in die Hände spielt. Nach deutschen Medien verlassen Russen -es gibt dort auch zahlreiche Touristen- panikartig die Krim. In der UA ist auf Grund dieses militärischen Erfolges eine Diskussion um den möglichen Beschuss der Cherson-Brücke entbrannt.

 

Winter als Gefahr

Wie schon öfter in H-und-G.info dargestellt, drohen mit dem kommenden Winter Gefahren für die UA Gesellschaft auf Grund der Kriegszerstörungen und der nach wie vor bestehenden Abhängigkeit von ru Energielieferungen. Ein ua Präsidentenberater warnte jetzt, der Krieg müsse daher vor dem Wintereinbruch entschieden sein. Der Bürgermeister von Mykolaev bezweifelte dies indirekt, indem er auf langsame Waffenlieferungen aus dem Westen hinwies, einen Sieg aber im Frühjahr für möglich hielt.

 

Wie riskant die Abhängigkeit von ru Energielieferungen nach wie vor ist, zeigt die vorübergehende Abschaltung der Öl-Druschba in die Slovakei, weil es zu Zahlungsstockungen gekommen war. Die ru KGB-Maffia, die mit Putin das Energiegeschäft weitgehend dominiert, hat immer weniger Skrupel, Energielieferungen als politische Waffe einzusetzen, auch wenn sie damit langfristig die Basis des Systems Putin untergräbt.

 

AKW Zap

 

Die Gefahr rund um das AKW Energogdar ist keineswegs gebannt, die Spannungen steigen. Ru versuchte das Thema in den Weltsicherheitsrat zu bringen. (Was ist daraus geworden?) Ru behauptete die internationale Atomaufsicht, sei einer Besichtigungseinladung nicht gefolgt. Die UA drohte an, die Stromleitungen notfalls durch Beschuss zu kappen, falls das AKW ans Krim-Netz angeschlossen würde. Die RA beschießt massiv die gegenüberliegende Seite des Dnjepr, was Gegenreaktionen -und sei es nur durch Flugabwehr- befürchten lässt. Die G7 Außenminister fordern, dass die Anlage von den ua Spezialisten aus Energodar betrieben wird, was angesichts der ru Besetzung etwas hilflos wirkt.

 

 

Bewaffnung

Russland stellt weiter Freiwilligenverbände auf, angeblich ein ganzes Regiment (üblich über 10.000 Pers). Es ist zweifelhaft ob die Sollstärke erreicht wird. Usbekistan machte deutlich klar, dass Usbeken in Russland, die sich dort anwerben liessen, strafbar machen (10 Jahre)

 

UA will sich durch ei Schweiz in Ru diplomatisch vertreten lassen, nachdem die Botschaft geschlossen ist. Vermutlich spielt dabei auch eine Rolle, dass die Schweiz wegen des Sitzes mehrerer internationaler und humanitärer Institutionen für derartige Minimal-Kontakte besonders prädestiniert ist.

 

 

Besetzten Gebiete

 

Ein Streik soll bei den Wasserwerken von Mariupol ausgebrochen sein, weil die ru Gehalts-Zahlungen ausblieben. Die Wasserwerker sind angesichts der Leitungszerstörungen derzeit mit die wichtigste Berufsgruppe in der Stadt.

 

Angeblich soll das Referendum im Süden der UA vom 11. September verschoben werden. Grund sind vermutlich die Kriegshandlungen und die mangelnde Kooperation der Bevölkerung.

 

 

Kriegsverbrechen

 

Ru präsentiert einen weiteren über alle Zweifel erhabenen Experten, um seine These von den Toten im Lager Olevnika zu stützen: Der US Action-Schaupieler Steven Segal, ein Bewunderer Putins, soll sich dort umgesehen haben. (Foto)

 

Angeblich sollen ru Quellen bestätigt haben, dass in einem Theater in Mariupol ein Schauprozess inszeniert wird.

 

 

Hybrid

Während es der erste Getreidefrachter, der aus der UA auslief, schwer hat, seine Ladung loszuwerden, sollen die Ru 87 Frachter mit gestohlenem ukrainischen Getreide im Einsatz haben, die hauptsächlich mit ru und syrischen Schiffen über die Türkei und Syrien liefern.

 

Die UA Inflation liegt bei 22%. eine Zahlungsunfähigkeit wurde erneut durch ein Gläubiger-Moratorium abgewendet.

Offenbar waren sie aus dem Verteiler rausgefallen, sorry. CB

Tausende Tote für 10 km. H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 10.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

 

Russen Kriegsmüde?

PR-Kommödie um die Toten Kriegsgefangenen von Olenivka

Kaum Territorialfortschritte, „nur“ Zerstörung

1 Gau in Zaporischschja gleich 10 mal Tschernobyl

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Der brit GD hat einmal eine vernünftige Einschätzung der Lage abgegeben. Danach ist es der RA zwar gelungen im Donbas weiterzukommen, aber trotz zahlenmäßiger Übermacht bei Bakmut nur 10 Km, an anderen Orten nur 3 Km. Sogar Kadyrov spricht von einer „leichte Flaute im Informationsraum“. Er hat deutlich weniger Soldaten im Einsatz als früher, warum auch immer.

 

 

Die RA kommt deutlich weniger voran als noch vor Wochen in Luhansk. Dort musste sich die UA auch deswegen zurückziehen, weil ihr die Munition ausging. Was die Briten m.E. nach wie vor unterschätzen ist, dass es nicht klassisch um Geländegewinne geht, sondern Zerstörung inzwischen ein Kriegsziel ist. So kommt die RA bei Bakmut zwar kaum wirklich voran, zerschießt aber alle Orte rundherum. Auch nach Mykolaev und Nikopol, westlich des Süd Bug bzw. Dnjepr hat die RA derzeit keine Chance zu kommen, zerschießt die Orte aber. Im freien, aber beschossenen Charkiv sind sind 10.297 Objekte der kritischen Infrastruktur und des Wohnungsbestandes zerstört worden. Usw., usw. Luhansk ist fast entvölkert der ua Gouverneur ruft dazu auf, Sjewjerodonetztk zu verlassen, da er in dem zerstörten Orte keine Chance gäbe im Winter zu überleben. Aus dem Nachbaroblast Donetzk sind mehr als 1,3 Millionen Bürger aus dem Gebiet der Region Donezk evakuiert, allein seit Beginn der Zwangsevakuierung vor einer Woche mehr als 3.000 Bürger evakuiert, darunter fast 600 Kinder und 1.400 Frauen. Die obligatorische Evakuierung wird fortgesetzt.

 

Angesichts solcher Zahlen und des hohen Artillerie- und Luftbeschusses kam man m.E. kaum von einem Nachlassen im Donbas und eine wirklichen Verlagerung des Kriegsschwerpunktes Richtung Süden sprechen!

 


Undurchsichtig, was genau im Raum Cherson passiert. Offenbar verstärkter Lufthybridkrieg. Angeblich verlassen die ersten Familien der Besatzungsmacht das Gebiet, wo die RA im Großraum mehr oder minder eingekesselt ist, da die Brücken hinter ihr bombardiert worden sind.

 

Rätsel der Toten im Lager Olevnika angeblich geklärt

 

Das Rätsel um die toten ua Soldaten im Lager O. ist aufgeklärt! Eine internationale Besuchergruppe bestehend aus Vertretern von Nordkorea, Syrien, Serbien, Nicaragua, angeblich auch Italien und Deutschland (AfD oder Linkspartei war nicht zu ermitteln),angeleitet durch einen ru Dumaabgeordneten haben das Lager besucht, und festgestellt, dass US-Himarraketen von außen das Gebäude beschossen hätten. Das absolut Vertrauen erweckende Gremium befragte vor laufenden Videokameras der unabhängigen ru Journalisten überbende ASOW-Gefangenen, die diese These bestätigten. Alle Fragen erledigt! Den Bitten der UA und Internationalen Organisationen die Haftanstalt betreten zu dürfen oder die Toten zu überstellen, wurde bisher nicht nachgekommen. Irgendwie werden die russischen Gerontokraten immer phantasieloser!

 

Explosion von Munition auf der Krim

Verletzung von Sicherheitsbestimmungen heißt die letzte Version der RA für das Ereignis. Kann stimmen, auch das gibt es immer wieder, dass sich alte Munition selbst entzündet oder Soldaten sich beim Verladen eine Papyrossi genehmigen. Es kann aber auch Sabotage sein. Ua Raketen sind höchst unwahrscheinlich, weil sie eigentlich keine Raketen dieser Reichweite hat. Die UA dementiert etwas damit zu tun zu haben. Auch das ist nicht ungewöhnlich. Offiziell hat die UA der Nato versprochen, nicht in Ru zu intervenieren und die Krim gehört seit 2014 nach deren Auffassung zu Ru. Interessant allerdings, dass Selenskij am selben Tag die Rückeroberung der Krim als Kriegsziel definiert.

 

Nur noch 50 Tote/p.D!

Die ukrainische Seite vermeldet nur noch 30-50 Tote am Tag. Vor einigen Wochen sollen es bis zu 200 und im Durchschnitt 50-100 gewesen sein. So etwas gilt heute als gute Nachricht.

 

 

Atomare Gefahr im AKW Zap

 

Die Lage im AKW Energodar/Zap ist keineswegs entspannt. Angeblich soll die RA Luftabwehrsystem installieren. Bekanntermaßen werden diese aber inzwischen zu Boden-Boden-Beschüssen genutzt. Aus dem AKW Gelände wird z.B. Nikopol auf den anderen Flusseite beschossen. Die Ru versuchen inzwischen die Stromverbindung zum ua Netz zu kappen und das AKW an das Krim-Netz anzuschließen.

 

Das atomare Risiko kommt offenbar weniger von den Reaktoren, die laut ua Angaben einen Raketenschutz haben, sondern von den Lagerbecken, die keinen solchen Schutz besitzen. Die Wirkung einer Kernschmelze analog zu Tschernobyl würde angesichts der Menge des spaltbaren Material etwa 10 mal so groß sein, wie 1986. Das errechneten ua Experten für die Regierung.

 

UA Betreiber fordern Entmilitärisierung.

 

 

Russen kriegsmüde?

Die meisten Russen wünschen sich laut einer Meinungsumfrage, veröffentlicht in Kommersant, dass Putin mit den UA Frieden macht. Allerdings steht die Mehrheit nach wie vor hinter der Spezop und 60% würden bei einem neuen Angriff auf Kiev mitgehen, allerdings nicht physisch. Nur eine Minderheit und bei den jungen noch weniger würden in den Krieg ziehen wollen. Eine Meinungsumfrage in Putins Diktatur hat jedoch nur relative Bedeutung.

 

 

Hybrid

 

Die UA muss Kohle aus Canada einführen, um im Winter seine Heizkraftwerke betreiben zu können. Das ist für ein Land, was einst als Kohleexporteur galt (Donbas), schon ziemlich pervers.

 

 

Russischer Spionage zu 15 Jahren verurteilt, eines der ersten bekannt gewordenen Urteile dieser Art. Geheimdienst hob prorussiche Bloger aus. Angebliche verbreiteten sie proru Nachrichten, die vorher von der UA abgesegnet waren!

 

Kann jeder Hund Gau auslösen? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 9.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Lage in AKW Zaporischschja brisant, aber unklar

Droht Winterkrieg gegen ua Zivilbevölkerung?

Ru Energieeinnahmen sinken

Sind die russischen Soldaten in Cherson eingekesselt?

 

 

Kriegeschehen?

 

Atomare Gefahr durch AKW

Kann jeder streunende Hund eine Gau auslösen? Nach ua Quellen hat die RA den größten europäischen Reaktor im Oblast Zaporiichschja vermint. Damit könnten umherstreunende Tiere eine Explosion auslösen. die zu einer „Kettenreaktion“ führt. Zumindest könnte die Notabschaltung der letzten zwei Blöcke veranlasst werden. Derzeit ist unklar, ob die Information mit der Verminung stimmt. Das ISW weist darauf hin, dass es ein vermutlich gefaketes Video im Netzt gibt, das unter berufung auf ru Quellen behauptet, dass die Russen, falls sie zum Rückzug aus dem AKW gezwungen wären, dieses in die Luft fliegen ließen und deswegen vermint hätten. Dafür gäbe es laut ISW keinerlei Ansatzpunkte. Schon weil ein solcher Gau auch die Krim und Russland schädigen würde. Das heißt aber nicht zwingend, dass keine Verminung stattgefunden hat.

Der Präsdident der UN-VV fordert internationalen Zugang der Atombehörde. Das AKW enthält 120 Tonnen spaltbares Material, das wohl mehr als 10-fache eines atomaren Sprengkopfes. Das AKW ist immer noch in das ua Netz integriert.

 

Abgesehen von der nuklearen Gefahr, zweigt dieser Konflikt auch, wie verwundbar die UA teilweise ist. Die UA verdient auch Geld mit dem Atomstromexport, ein Ausfall des AKW im Winter hätte verheerende Auswirkungen für die angeschlossenen Industriestandorte und Privathaushalte. Auch konventionelle KW sind neuralgische Punkte, zumal sie auch noch Fernwärme produzieren. Gerade soll ein KW in Charkiv getroffen sein, vom den 1/3 der Bevölkerung abhängig ist. Unklar ist die Lage im größten Kohle-KW des Donbas in Vuhledar. Es gibt Widersprüche Aussagen ob es Ende Juli schon eingenommen ist, wie Reuters und die Prawda berichteten. Dies zeigt eine weitere Achillesferse für den ua Winter.

 

Aktuell

Ähnlich schrecklich wie Vortage

aber die UA soll nach eigenen Angaben die zwei wichtigsten Dnjepr-Brücken nördlich von Cherson erneut beschossen haben. Vor ca 10 Tagen waren die Brücken, die den Übergang von der Krim auf das westliche Dnjepr-Ufer ermöglichen schon einmal teilzerstört worden. Die RA hatte angefangen sei zu reparieren und durch Pontons und Fähren zu substituieren. Es gibt noch eine Eisenbahnbrücke, über denen Zustand wenig bekannt ist. Je nach Schaden, wäre die RA quasi im Sack. Es gab zwar Versuche der RA nach Norden über den Inhulez-Fluss richtugn Krywyj Rih durchzubrechen, was aber bisher offenbar misslungen ist.

 

Nach US-Schätzungen wurden ach Schätzungen d auf russischer Seite 70.000 bis 80.000 Menschen getötet oder verletzt. Zu verifizieren ist das nicht. Die Verluste sind angesichts des geringeren Ausbildungsstandes und der brutalen Befehlsgebung vermutlich höher als uaf UA-Seite. Wenn die Zahlen stimmen hätte Ru schon dreimal so viel Tote wie im gesamten Afghanistan-Krieg.

 

Hybrid

Selenski fordert Visa-Sperre für alle Russen. Ob das eine gute Idee ist? Oder Putin hilft, die Ru weiter zu hysterisieren. Reisen bildet ja bekanntlich auch.

 

Das Vermögen des russischen Staatsfonds hat sich verringert. Es summierte sich am 1. August auf 198,3 Milliarden Dollar oder 9,1 Prozent des in diesem Jahr erwarteten Bruttoinlandsprodukts, wie das Finanzministerium in Moskau mitteilte. Am 1. Juli waren es noch 210,6 Milliarden Dollar. Der Staatsfonds speist sich vor allem aus Einnahmen aus den Öl- und Gasexporten. Obwohl er eigentlich für die Finanzierung großer Infrastrukturprojekte gedacht ist, will ihn die Regierung in diesem Jahr anzapfen, um ihr Haushaltsdefizit zu decken.

 

Sanktionen gegen die Türkei?

Wie berichtet, ist die Rolle der T ambivalent. Einerseits ist sie wichtiger Vermittler (ASOW/Getreide), sie liefert Waffen an die UA, baut jetzt sogar einen Drohnenfabrik in der UA, andererseits macht sie bei den Sanktionen nicht mit, es gibt sogar Indizien, dass diese von der T unterlaufen werden. Derartige Sanktionen würden sich erstmals gegen ein Nato-Land richten und vermutlich Erdogan weiter vom Westen entfremden.

Attentat auf Verteidigungsminister und Chef der Militärspio?

Angeblich hat die UA Personen festgenommen, die nach Absprache mit dem russischen Militär-GD in Moskau ein Attentat geplant habe. Zu Anfang des Kriegs hatte es Meldungen über angeblichee Tschtschen. Killertrupps gegeben, die aus Selenskj angesetzt waren. Angesichts der Kgbistischen Durchdringung der Ru Regierung, sind derartige Pläne gegen den alerten Verteidigungminister und seinen durchaus erfolgreichen GD-Chef nicht abwegig.

 

Umstrittene Verfolgung in UA

Die UA hat einen ru Sodaten zu 10 Jahren verurteilt, weil er auf Befehl mit dem Pnazer auf ein mehrstöckiges Hochhaus geschossen hat. Verletzt wurde keiner, der Soldat war geständig. Ob derartige Verurteilungen von Soldaten zulässig sind, wird offenbar selbst im Präsidentenbüro skeptisch beurteilt,. Die Soldaten verlieren zu Prozessbeginn ihren Kriegsgefangenenstatus.

 

Der ehamalige verteidigungminsiter ist wegen des Verdachtes auf Hochverrat angeklagt vor üebr 10 Jahren eine Vertrag mit RU zur Verlänung des Militärstützpunkt Sebwastopol auf der Krim verhandelt zu haben.

 

Auf heiklen Pfaden wandern die ua Justiz und die Partisanen auch bei der Verfolgung von sog Kollaborateuren. Der Kreis derer die verfolgt werden, wird relativ weit gezogen, schließt auch Ärzte und Lehrer ein, die mit dem Besatzern zusammenarbeiten.

Armee der Kriminellen. Wagner ? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 8.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Armee der Kriminellen. Die Wagner-Söldner- Sturmspitze im Donbas

Kinder hacken Holz für den Winter

Liefern britische Geheimdieste überhaupt Analysen oder machen sie nur PR?

Zivilisten immer stärker von RU Kriegsstrategie betroffen

Am 11.9. will sich sich Russland Teile der Ukraine einverleiben

 

Kriegsgeschehen

 

Aus offiziellem Armeebericht „Beschuss aus Haubitzen, Raketenartillerie und Panzern entlang der gesamten Kontaktlinie durchgeführt. Luftangriffe“ in drei Kreisen. As every day....

 

Die RA behauptet gleichzeitig Pisky (bei Donetzk) erobert zu haben, wie dabei zu sein P zu erobern und mit Spezialkräften zu säubern. Die ru Seite behauptet, dass Wagner-Söldner in die Vororte von Bakmut einmarschiert seien.

 

Faktisch bewegt sich die Front im Donbas bislang nur millimeterweise mit vermutlich hohen Verlusten auf beiden Seiten und Zerstörungen von Siedlungen....Im Cherson ähnlich, die ua Offensive im engeren Sinne derzeit nicht zu erkennen. Beide Seiten reklamieren für sich, Depots der anderen zerschossen zu haben.

 

Wagner rekrutiert Kriminelle

Angeblich 1000 ehemalige Gefangene wurden als Söldner rekrutiert.

 

Was ist von der PR des britischen Geheimdienste zu halten?

Manche Leser wundern sich, warum ich des Öfteren gegen die Veröffentlichungen des brit. GF polemisiere. Nach meinen Beobachtungen ist das weitgehend Propaganda, keine Analyse, die die Lage zugunsten der UA schönt und selektiv informiert. Das finde ich problematisch, da diese Veröffentlichungen als angebliche GS-Analysen druchaus Einfluss in der Publizistik haben. Die ARD hat jetzt in einem interessanten Artikel diese Sicht bekräftigt. https://www.tagesschau.de/ausland/europa/britische-geheimdienste-ukraine-101.html

Etwas anders scheint es mit brit. GS Informationen zu sein, die in kompetenten brit Medien landen, zu sein.

Beim ISW stört mich v.a. die sehr konventionelle Sicht auf die Kriegsziele, die offenbar von der Sicht alter US-Militärs geprägt ist. Und manchmal werden auf Grund offenbar dünner Fakten, m.E. waghalsige Schlussfolgerungen gezogen, die zu problematischen Einschätzungen führen. Z.B. die angeblich operative Pause im Donbas und das Nachlassen der Kämpfer dort durch Truppenverlagerung in die Mitte und den Süden der UA. Faktisch wird aber das Donbas die ganze Zeit kurz und klein geschossen. Usw. m.E. ist beim ISW zu wenig auf dem Bildschirm, dass es Putin um globale Anerkennung und zwischen um das Kleinkriegen und Kaputtmachen der Ukraine geht, nicht mehr um Eroberung oder Beherrschung im traditionellen Sinne, da das ja offensichtlich nicht geklappt hat.

 

 

Interessante Einschätzung eines ru Militärs im Süden des Donbas:


„Die Streitkräfte der Ukraine sind so unausstehlich geworden, dass sie jeden Tag damit begannen, alle Gebiete von Donezk und Makiivka aktiv anzugreifen. Aus diesem Grund wurde die endgültige Entscheidung in der Avdeev-Frage getroffen. (anzugreifen-HuG)

Bei Kherson wurde es natürlich interessant. Niemand hat sich vorgestellt, dass wir es ganz am Anfang der NWO erobern würden. ..Daher ist es für die Streitkräfte der Ukraine eine Ehrensache, Cherson zurückzugeben, und sie rücken jetzt seit zwei Monaten vor, marschieren jedoch auf der Stelle. Oder vielleicht ist es wirklich so ein Trick - an allen Ecken und Enden über die Offensive zu schreien.... Wo oder was ist noch nicht klar.

Im Allgemeinen ist es eine undankbare Aufgabe, mit einer so langen Front Vorhersagen zu treffen. Es ist schwierig vorherzusagen... Aber nicht als General, als Mathematiker kann ich sagen, dass wir mehr Artillerie haben, also werden wir definitiv gewinnen.“

 

 

Fakten schaffen ohne Waffen

Die Vorbereitung der Referenden vermutlich am 11. 9. in Cherson, Zaporischschja, Donbas gehen weiter. Angeblich soll in Cherson wegen des zivilen Widerstand der Bevölkerung geplant sein, die Wahlen nicht an einem Tag sondern in 7 durchzuführen, an denen Soldaten von Haus zu Haus gehen und die Bewohner befragen. Laut ua Angaben sind nur 10% der Bevölkerung für die RU. Der Anteil der ethnischen Ru liegt bei 20% , die der ru sprechenden UA bei 30%.

 

Um den Bewohner da ja schmackhaft zu machen, wird ihnen angeblich Geld geboten.

 

Besetzte Gebiete-Kampf um Währung

Während sich z.B. in Cherson viele weigern mit Rubel zu zahlen, werden Geldwechsler festgenommen und Geldautomaten herausgerissen, um sie dazu zu zwingen.

 

In Luhansk werden laufend Mensch üe brprüft, dabei Männer, auch junge und Alte zwangsrekrutiert- als ru Kanonenfutter.

 

 

Macht Russland im besetzen Mariupol einen Schauprozess?

Diese Foto im Theater verstört. Vor einigen Monaten wurde es bombardiert. Hunderte Schutzsuchende fanden den Tod. Die russischen Besatzer vertuschten das Geschehen, entfernten die Toten und renovierten das Theater.

Sind die Käfige eine Inszenierung eines zynischen Stückes oder Requisiten für die brutale zur Schaustellung einer Terrorjustiz?

Wir sollten die Sache im Blick behalten.

Mehr zu Menschenrechtsverletzungen: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/folter-lager-deportation

 

 

humanitär

 

Seit Kriegsbeginn wurden über 1000 Zivilisten, darunter 50 Kinder im Oblast Charkiv getötet. Täglich kommen durch Dauerbeschuß des Oblast weitere hinzu.

 

Der Generalstaatsanwalt zöhle 26.000 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Einige hundert richten sich gegen sog. Kollborateure.

 

Die Ukraine bereitet sich auf den Winter vor. Enkel hacken Holz für Großeltern

 

z.B: in Zaporischschja. Das erste sind die Gebiete, in denen Feindseligkeiten stattfinden. Von dort werden ständig Menschen evakuiert. Schließlich gibt es dort weder Strom noch Gas, und mit dem Einsetzen der Kälte wird es sehr schwierig, die Heizsaison dort sicherzustellen. Die zweite Situation ereignete sich in den vorübergehend besetzten Gebieten. Dort zerstörten die Besatzer Zapfsäulen und beschädigten Leitungen. …

Im Regionalzentrum Zaporizhzhya finden die Vorbereitungen für die Heizperiode gemäß dem Zeitplan stattfinden, jedoch mit ihren eigenen Besonderheiten. Darüber hinaus werden derzeit zusätzliche Kapazitäten für den parallelen Anschluss von kritischen Infrastrukturen, Heizpunkte usw. berechnet, die im Falle einer Verschlechterung der Situation mit alternativen Kraftstoffen oder Strom betrieben werden.  …

Auch diejenigen, die im privaten Sektor leben, müssen sehr vorsichtig mit den Problemen im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf den Winter sein. Kinder gingen zum Beispiel mit ihren Enkelkindern ins Dorf, um ihre Eltern zu besuchen. Alle haben in der Gruppe Brennholz gehackt...“ Notversorgung z.B. für Krankenhäuser. Notfalls wird evakuiert.

Zeitbombe Energodar KKW ? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 7.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

  •  

wegen Virus-Atacke heute mit Verspätung, sorry

 

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, populär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Kernkraftwerk muss unter internationale Aufsicht

Raketen und Bomben-ru Materialschlacht aus der Luft

Partisanen treffen Besatzungsbeamte

mutiges Nord-Mazedonien

 

Kriegsgeschehen

 

AKW-Drama

Was genau in Energo dar passiert ist, ist unklar. Allerdings soll es laut Atombehörde einen Brand (nicht im Reaktorteil) gegeben haben. Nach Notabschaltung sollen nur noch zwei Generatoren von 6 voll laufen.

Festzustehen scheint. Die Russen haben das AKW seit längerem besetzt. Es ist offenbar noch UA Besatzung dort (gestern behauptet dass durch ru Personal ersetzt, was früheren Meldungen entspricht. Allerdings werden für den Schichtbetrieb zahlreiche Spezialisten benötigt. Eigentlich ist der ganze Ort Enegodor zur Versorgung des Kraftwerkes da. Das AKW ist offenbar auch noch mit dem UA Netz verbunden, angeblich versucht die RA durch Beschuss von Überlandleitungen dies zu kappen. Angeblich sollen manche Reaktorblöcke vermint worden sein. Es wird dort Munition gelagert um sie vor UA Angriffen zu schützen. In der Nähe des Reaktors soll die eine Grad-Raketenstation befinden. Auf der Seite gegenüber des Dnjepr befindet sich keine 10 km entfernt die Stadt Nikopol (schon Oblast Dnjepopetrow und nicht Saporischschja, wie gestern fälschlich behauptet). Diese wird von RU permanent beschossen. Ob die UA zurückschießt ist unbekannt. Die UA dementiert, das AKW beschossen zu haben.

Die Internationale Atombehörde fordert Begehung.

Im Laufe dew Vormittags gab es ua Meldungen, wonach Ru die Monitoranlage beschossen hätte, so dass es den ua Atomaufsehern nicht mehr möglich sein soll, die Anlage zu überwachen. Nach dem Motto, wo keien Messung, dort keine Radioaktivität.

 

Aktuelles Kriegsgeschehen

das „Übliche“

z.B. Charkiv „keine aktiven Offensivaktionen“ am Boden d.h. 27 Ortschaften wurden beschossen. In Zaporischja 19, usw.

Nach Ru Quellen hätte die Ua Stellungen östlich von Bakmut geräumt, die Ra sei nördlich der Stadt Donetzk vorgerückt, die UA dementiert bzw. bestätigt nicht. Alelrdings will die RA schon mehrfach den (nicht sehr großen) Ort Pisky erobert haben, desgleichen Soldedar. Fest steht, in beiden Regionen wird erbittert gekämpft.

Offenbar sucht RA einen Erfolg, Durchbruch vor dem geplanten Referendum zum Anschluss des Donbas an Russland.

 

Partisanen

Angeblich soll der Statthalter Russlands in Cherson mit Vergiftungserscheinungen nach Russland ausgeflogen worden sein. Ein zweiter Kollaborierende Beamter soll erschossen worden sein.

 

Bewaffnung

Nord Mazedonien schickt 4 SU-24 Flugzeuge in Ukraine. Bisher kam es kaum u Flugzeuglieferungen aus Nato-Gebieten, aus Angst Putin könne das als Kriegseingriff interpretieren. Angedachte Lieferungen aus Polen wurden z.T. durch öffentliche Debatten und Ankündigungen schon vor Monaten zunichte gemacht.

 

Der Hafen von Mariupol wird zunehmend für militärische Logistikbedürfnisse hergerichtet. Zusammen mit dem zweiten Stahlwerk soll somit per Bahn der Bedarf für das Reparaturzentrum der RA verbessert werden (evtl in Volnovakha9

 

Kriegsverbrechen /humanitär

Amnesty Polen prangert Russische Kriegsverbrechen an. Offenbar eine Reaktion auf den Umstrittenen Berichte von AI, der sich nur mit mutmaßlichen ukrainischen Kriegsverbrechen (Militär in zivilen Gebäuden, Krankenhäusern, etc.) auseinandergesetzt hat.

Amnesty-International-Bericht jetzt in H-und-G-info: h-und-g.info/default-title-1

Jeden Tag kommen in Saporischschja bis zu 1.500 Menschen aus den vorübergehend besetzten Gebiete an. Sie müssen alle durch Filtrierungspunkte, wo sie von RU überprüft werden. Dort herrschen z.T. chaotische Verhältnisse und es gibt lange PKW-Schlangen, v.a. am wohl größten Filtrierungspunkt (Lager) in Wasyliwka

In der Stadt leben 10.000e Flüchtlinge. Z. Ist die Flüchtlingsdrehscheibe für den Süden und Osten. Insofern ist es (auch psychologisch) dramatisch, das Z. immer wieder von RU beschossen wird.

hybrid

Fünf türkische Banken sollen sich dem russischem MIR-Transfersystem anschließen, was eine ru Alternative zum SWIFT ist, vom dem RU weitgehend aus geschlossen wurde. Die Türkei trägt trotz Nato-Mitgliedschaft Sanktionen nicht mit.

Mehr als 20 ukrainische Landwirte durch Minen auf Feldern ums Leben gekommen, aber angeblich erntet die UA 2/3 so viel wie im Vorjahr (unklar auf welche Fläche bezogen). Erzeugerpreise sind trotz hohem Weltmarktpreisniveau niedrig.
 

Nächste Woche soll der größte uaGetreidehafen für den Export eingesetzt werden

 

yyyyyyyy

 

 


 

 

Bröckelt die Nato im Osten? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 6.8. ca 6.00(nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

Möglicherwiese waren Sie in den vergangenen Tagen nicht im Verteiler. Sorry. Nachlesen immer möglich!

 

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Über 350 ua Kinder fanden im Krieg den Tod

Achse der asiatischen Bösewichter?

Am Fall Amnesty überzieht Selenskji

Cherson von Artilleriebeschuss überzogen

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wie Vortage

RA konzentriert sich bei Angriffen,v.a. auf Donbas (Bakmut, nördlich Donezk-Stadt) und Cherson. Eine Großoffensive, wie gestern in D Medien bezeichnet, ist das wohl nicht.

Die behauptete Konzentration im Süden von Kriiw Rihn, ist wohl weniger ein Versuch, diese Oblasthauptstadt einzunehmen, sondern der Versuch die UA nördlich des Inhulans-Flusses einzudämmen, die die Offensivmaßnahmen gegen die RA im Raum Cherson anführt.

Im Raum Raum Cherson zwischen Mykolae, Kriiw Rih und Cherson schon die RA alles zum bombardieren, das irgendwie nach ua Militär oder Infrastruktur aussieht und in Reichweite der Artillerie ist. Es werden sogar Orte Westlich des Südbug beschossen.

 

Allianz der Bösewichter der asiatischen Despoten

Es scheint sich zu bestätigen, dass Russland fast 50 Drohnen vom Iran gekauft hat. Die Ersten wurden in der UA identifiziert, angebliche sollen die genutzt werden, um die US Hymar-Artilleri auszuschalten. Die „Allianz“ sieht auch vor, dass Russland dem Iran einen Spionagesatelliten zur Verfügung stellt, den es aber auch selber gegen die UA nutzen darf. Wie schon berichtet, soll der Iran nach dem Putin-Besuch angebliche antiamerikanische Aktivitäten im Vorderen Orient stimulieren. Die Frage ist, wohin gehört Erdogan?

 

Bröckelt die Nato im Osten?

Erdogan hat sich schon länger relativ von der Nato entfernt. Es fing mit dem Kauf ru Raketen an, es geht mit dem Ausscheren bei Sanktionen weiter. Nun wird die Türkei möglicherweise zum exklusiven Gaslieferanten Russlands (Was ist, wenn die türkische Leitung in Betrieb geht, kann dann die Druschba durch die UA abgeschaltet werden? Aus technischen Gründen natürlich!). Warum Erdogan das macht, ist offenkundig, sein Wackelspiel bringt im Ansehen und evtl auch Vorteile in Syrien. Er rächt sich dafür, dass die EU ihn jahrelang vor der Tür hat warten lassen und immer wieder wegen seiner Kurden und Menschenrechtspolitik beschimpft, aber andererseits immer ankommt, wenn sie was will (Flüchtlinge, Syrien, Ukraine). Erdogan reagiert mit einer Bazar-Politik, streng an den Eigeninteressen orientiert.

 

Atomgefahr in Zaporischschja

Die UA und RA bezichtigen sich gegenseitig vabanque durch Beschuss des größten AKW zu spielen und es beschossen zu haben. Ua spricht von false flag der RA, um die UA vorzuführen.

Das Grundproblem ist. Die RA hat das AKW schon früh anvisiert und militärisch besetzt. Die UA Betreuungsmannschaft (vermutlich sind auch Frauen dabei) wurde mehr oder minder durch ru Experten ersetzt. Schon früher kam es dabei zu einem russischen Beschuss, so dass ein Ausbildungsgebäude auf dem riesigen Geländekomplex brannte. Die Anlage war zeitweise ausserhalb der elektronischen Kontrolle durch die internationale und ukrainische Atombehörde. In jüngster Zeit soll die RA Munition und Artillerie auf dem Gelände eingelagert haben, um von dort aus die UA auf der anderen Seite des Dnjepr zu beschießen. Das AKW im Ort Energodar liegt südöstlich des Flusses, das ukrainisch gehaltene Zaporischschja nördlich.

Eigentlich müsste die Anlage durch ein internationales Abkommen a la Getreide unter internationale Kontrolle gestellt werden. Die Energieversorgung ist aber auch ein logistischer und finanzieller Kriegsfaktor.

 

Noch einmal Kontroverse um Amnesty-Bericht.

 

Amnesty hat die Kritik von Selenskj u.a. zurückgewiesen. Allerdings scheint S. hier etwas zu weit gegangen zu sein. S. hatte zuletzt gesagt, Amnesty „amnestiere“ den Terroristenstaat Russland. Auch wenn dieses Wortspiel eine der typischen S. Formulierungen ist, mit der S. sein Volk und irgendwie uns alle bei der Stange hält, fair ist es von der Sache her nicht.

 

Der Bericht von A. ist nach Sichtung von H-und-G.info staubtrocken nüchtern. Er beruht auf Zeugenaussagen und in Augenscheinnahme in mehreren Kampfregionen. Dort wird geschildert, dass sua Soldaten sich teilweise nahe oder in Wohngebieten, (leeren) Schulen und sogar Krankenhäusern verbarrikadieren oder zumindest aufhalten. Nach meiner Beobachtung ist dies- wie mehrfach geschildet- durchaus zutreffend. Amnestie verweist darauf, dass dies gegen internationales Kriegsrecht verstößt und fordert die UA Regierung auf, insbesondere die Unterkunft in Krankenhäuser zu unterbinden und die Zivilbevölkerung zu evakuieren. Diese Forderungen wirken eher differenziert, Amnestie konzediert sogar, dass es in Extremfällen zu solchen Situationen kommen kann. (Amnesty Bericht demnächst auf H-und G-info)

Der indirekte Vorwurf der Einäugigkeit ist Amnesty auch nicht zu machen. AI hat früher schon andere Studien vorgelegt. Zu den Gräuel von Butscha u.a., Streumunition und wahllose Luftangriffe Russlands auf Kosten der Zivilbevölkerung. Amnesty bewirbt auf seiner Internetseite auch einen Aufruf zur Beendigung des Angriffskrieges.

 

Methodisch wäre allenfalls anzumerken, dass bei AI ein Hinweis darauf fehlt, dass sich in den umkämpften Gebieten manche Menschen nicht evakuieren lassen und Zeitzeugen auch gelegentlich prorussische Falschstatements abgeben.

 

Bedauerlich ist, dass über en Studienquerelen die Vorsitzende von Amnesty UA zurückgetreten ist.

 

Die Vorsitzende von AI teilte mit durch die Reaktion der ukrainischen Regierung bestehe die Gefahr, „dass die legitime und wichtige Diskussion über diese Themen abgeschreckt wird“. Zudem habe die ukrainische Regierung nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme zu den Erkenntnissen von Amnesty reagiert. Ob das wirklich stimmt, ist nicht klar. Zwar wurde der Bericht fünft Tage vor Veröffentlichung an die UA Regierung geschickt, die offenbar nicht direkt antwortete. Zufällig oder nicht fällt in diese Zeit aer die Entscheidung die Bevölkerung in den Kriegsgebieten des Donbas zwangszuevakuieren.

 

Leiden der Zivilbevölkerung

An einer Bushaltestelle nahe Donetz sollen 3 Personen durch russischen Beschuss getötet worden sein. Angeblich dito 3 in Donetzk durch au Geschosse (sieht nach Retourkutschenmeldung aus, kann aber auch stimmen)

 

Es ist schwer aus den besetzen Gebieten in Luhansk zu fliehen. Ein Originalbericht schildert, die Situation:

 

"Korridore" gibt es keine, es ist nur möglich, die Region von sich aus zu verlassen. Diese 3 Optionen zum Verlassen der Region...


-Man geht zu Fuß durch die Region Charkiw durch den Damm: Es ist ziemlich gefährlich, weil dort der Damm unter Beschuss steht. 

-Die zweite Möglichkeit führt über Zaporozhye, aber dort muss man lange anstehen. 

-Und die dritte Option ist die längste, aber vielleicht sogar ruhigste - es geht durch die Russische Föderation, durch die baltischen Länder oder nach Georgien und dann in die Ukraine. Aber es ist ein langer Weg, etwa 2,5 bis 3 Tage, und nicht billig. Nach unseren Informationen haben Passanten zum Beispiel von Severodonetsk nach Luhansk etwa 9-10 Tausend Griwna (245-270 $) bezahlt, um dorthin zu gelangen. Und dann in verschiedene Länder, um sowohl die Besatzung als auch die Russische Föderation zu verlassen - etwa 300 Euro.“

 

Kinder leiden im Krieg

Über 350 Kinder sind in diesem Krieg gestorben. Über 700 verwundet. Viele sind vertrieben, z.T. im Ausland, oft getrennt von ihren Vätern oder überhaupt den Eltern. Viele wurden auch misshandelt und verschleppt. 200.000 waren vermisst, über 200 sind es immer noch. Am 1. September ist ein großer Teil der Schulen zerstört, viele haben keinen Luftschutzbunker und sollen daher nicht in Präsenzunterricht gehen. Um den Kindern auch die Ua Sprache beizubringen, soll auch für Auslandua Kinder online-Unterricht angeboten werden.

Armes Haus Europa

Nach den Finnen, erschweren nun auch die Letten und Bulgaren die Visavergabe für Russen. Das mag im einzelnen alles nachvollziehbar sein. Aber dieser Kreislauf. Ich sperre Dein Generalkonsulat, dafür weise ich X Diplomaten aus, dafür schaffe ich die Touristenvisa ab ( so Bulgarien-Russland) führt peu a peu zu einem Europa vor Grobatschoff. Irgendwie traurig.

 

Hybrid

Imperialist Putin möchte führendes Getreideexportland werden. Zur Einführung kündigt RU erst einmal an, dass sie wegen der schlechten Ernte die Exporte einschränken könnten. Ist das eine neue Finte, um die Lockerung der Sanktionen zu erzwingen?

Verlor UA das Donbas wegen Munitionsmangel? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 4.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Hat die Ukrainische Armee eine Chance zu gewinnen?

Russland durch Sanktionen geschwächt?

Putin führt Intershops ein- ist das das Ende?

Kriegsgeschehen

Verlor Ukraine Luhansk wegen Munitionsmangel ?

Es verdichten sich Informationen, wonach der Rückzug der UA in Sjewjerodonezk/Lyssychansk auf Mangel an sowjetischer Munition zurückzuführen war. Die UA konnte nicht mehr schießen! Inzwischen wird dies wohl durch Natomunition kompensiert. Der lange Transportweg und politischen Unwägbarkeiten macht diesen Weg jedoch unsicher. Wo sind eigentlich die vielen Strategen, die dem rechtzeitig vorgebeugt hätten?

Aktuell

Ähnlich wie Vortage. Die Russen starten wenige Angriffe, ballern aber aus allen Rohren. Einschätzungen von westlichen Militärexperten über die operative Pause waren problematisch, da der Beschuss die ganze Zeit kaum abgenommen hat. Ob die Annahme, dass man Infanterie bräuchte, überhaupt zutrifft, wenn das Kriegsziel „Zerstörung der Ukraine“ heißt, ist fraglich. D.h. Russland könnte einen Phantomkrieg führen und lange durchhalten.

Ob die RA Hymar-Systeme getroffen hat, wie sie behauptet, ist unklar manche Experten meinen, es gäbe Indizien dafür, die USA dementieren.

Internationalisierung der Konflikte

In Aserbejdjan flammt der Karabach-Krieg auf, China-Taiwan, Kosovo. Angeblich soll der Iran nach GD-Info über seine paramilitärischen Verbünden versuchen, Konflikte gegen die USA (Botschaften z.B.) anzufachen. Vorbild dürfte die Besetzung der Teheraner Botschaft sein, die die Regierung Charter immens schwächte. Putin war kürzlich in Teheran.

Dritte Phase des Krieges?

In der UA wird darüber diktiert, ob es eine dritte Phase geben könnte, in der die UA am Drücker ist, die letztlich mit einer Niederlage der RA enden könnte. Die Schlussfolgerung ist nicht eindeutig. (Die erste Phase war die Invasion mit Teilrückzug. Die zweite der konzentrierte Angriff auf das Donbas)

Einerseits sind Schwächen der RA sichtbar. Sie kommt im Donbas kaum voran, trotz hohen Einsatzes, ihre Effektivität nimmt ab, da die Soldaten immer schlechter ausgebildet sind. Sie wird im Süden in dem Kampf gezogen, wo die logistischen Verbindungen nach RU schlechter sind als im Osten. Der Versuch der RA ihre Verluste durch diverse Neurekrutierungen zu kompensieren, ist nicht sehr erfolgreich. Es entsteht daher ein Chancen-Fenster für die UA.

Andererseits fehlen der UA Armee Waffen und Munition, sie ist vom Goodwill des Westens und der Fähigkeit auch zu liefern, abhängig. Die best-ausgebildeten Soldaten hat die UA teilweise in bisherigen Schlachten verloren. Das Chancenfenster dauert bis zum Wintereinbruch im November, der eine weitere Offensive unmöglich macht. Ein dauerhafter Krieg würde die UA mehr auspowern als Russland.

Einig ist man sich. Entscheidend sind Westhilfe und Durchhaltewillen der UA.

Kriegsverbrechen/ Lager Olenivka

Angeblich wurden die im Lager getöteten Soldaten vorher gefoltert, behauptet der UA GD. Die nachvollziehbare Beleglage geht gegen Null, auch wenn es möglich oder sogar wahrscheinlich wäre, da in Olevnika fast routinemäßig gefoltert wird. Die UN fordert internationale Untersuchung. (Ich auch!- Im Ernst, warum wird das in Deutschland nicht von der Politik gefordert?) Russland will das IRC erst tätig werden lassen, wenn die eigenen Untersuchungen abgeschlossen sind.

 

Hybrid

Eine Studie der Yale-Universität meint belegen zu können, dass die Sanktionen RU hart getroffen haben. Yale hat ein großes Monitoring und Forschungsprojekt seit Beginn des Krieges, um Sanktionen zu beobachten. (Die Tage mehr auf HuG. Info)

Exxon verkauft Plattform in Sachalin. d.h. nach einem halben jahr Krieg/Sanktionen betreibt es sie noch!?

Der chinesische Groß-Konzern Huawei stoppt online Handel in Russland

Ru gelingt es über Ägyptische Häfen, heimlich ÖL zu exportieren, behauptet Bloomberg.

Ernte in UA höher ausgefallen, als erwartet. Getreideexport steigt insgesamt. Canada hilft Getreidespeicher in der UA aufzubauen. Agrarprodukte sind eine der wichtigsten Einnahmequellen der UA.

AKW-Zaporischschja (wie berichtet) in fragilem Zustand, u.a. da RA es als Munitionslager und Abschussort missbraucht.

Russland Turbinen Geschwafel

Nicht mehr nachzuvollziehen sind die Behauptungen von Gasprom, wegen der Sanktionen sei die Gasturbine nicht lieferbar. Der Westen durchbricht ja quasi faktisch seine Sanktionen, um die Turbine zu liefern. Offenbar will Putin dies auch noch schriftlich haben, oder was? Die verbalen Manöver von Gasprom sind nicht mehr nachvollziehbares Geschwafel. Peinlich für einen der größten Gasexporteure der Welt.

Schröder

Natürlich ist Schröders Verhalten problematisch, (auch wenn man seine Wichtigkeit nicht überdramatisieren sollte) v.a. sein Lobbying für Nordstream II, und die Exkulpation im Turbinenstreit sind eine Verstärkung russischer Propaganda. In einem hat er aber Recht. Eines Tages wird wohl verhandelt werden müssen. Dass Russland kollabiert und kapituliert ist doch recht unwahrscheinlich, also wird man-mit wem auch immer- eines Tages verhandeln müssen.

Sind deutsche Politiker durch Putin erpressbar?

Die Frage stellt sich immer wieder. Mehr dazu: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/kompromate

Ukrainische Gesellschaft

Nur 30 % der Schulen unter Kriegsbedingungen einsatzbereit. Ausgefallen sind nicht nur zerstörte und die Kreigsgebiete. v.a. in den ländlichen Regionen fehlen Luftschutzkeller, so das die UA es angesichts des potentiell allgegenwärtigen Raketenbeschusses nicht wagen kann, Präsenzunterricht anzubieten. (Allerdings sind die UA pfiffiger als Deutschland Internetlehre anzubieten.)

Mehrere tausend Männer sind in UA festgenommen worden, da sich sich durch Grenzübertritt dem Militärdienst entziehen wollten. Trotz des mehrheitlichen Patriotismus ist der Militärdienst keineswegs bei allen willkommen. Angesichts der hohen Todes und Verwundetenzahlen -glaubhafte Gesamtzahlen werden nicht genannt- sie gehen aber in die 10.000e, durchaus verständlich.

Russland lernt von der DDR!

In St. Peter sollen Intershopläden für Diplomaten eingerichtet werden, zu überteuerten Rubel Preisen. Von der DDR lernen, heißt verlieren lernen!

Geht der Ukraine die Munition aus? H-und-G.info Ukraine Monitoring vom 3.8. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Geht der Ukraine die Munition aus?

Urteil zu ASOW juristischer Nonsense?

Getreidepoker geht weiter

Partisanen-Kollaborateure- die UA eine gespaltene Gesellschaft?

 

Kriegsgeschehen

ähnlich wie jeden Tag

Ein Nachlassen der Kämpfe im Donbas, wie von westlichen Analysten prognostiziert, ist nicht nachweisbar z.T. im Gegenteil, RA versucht kleinere Offensiven, Selensky spricht wegen des Beschusses von „Hölle“

Nikopol bei Cherson am Dnjepr ist in 3 Woche über 1000 mal beschossen worden.

Der RA scheint es gelungen, die Dnjepr-Brücke bei Cherson teilweise zu reparieren, teilweise durch Pontons zu ersetzen. Damit dürfte ihre Nachschub erschwert, aber nach wie vor funktionsfähig sein.

Munitionsdefizite

Geht der Ukraine die Munition aus? Nach einem Erfahrungsbericht aus dem Donbas gehen der UA die Waffen aus Sowjetzeiten aus, Natowaffen gibt es zu wenige. Das hatten westlichen Militärexperten (Masala, u.a.) mehrfach vorhergesagt.

Binnenwanderung/Kriegsgebiete

Die Evakuierung und Binnenwanderung ist eine riesige Herausforderung. Aus dem Donbas sind 2/3 evakuiert. Derzeit fahren Züge nördlich von Donetzk ca 400 km, um die Menschen dort nördlich von Kriwij Rih unterzubringen. Menschen aus Luhansk werden sogar in den Partnerbezirk nahe der polnischen Grenze gebracht. Es werden von der Lunhansker Altverwaltung dort Kooperationsverträge gemacht. Die Altverwaltung versucht, Kontakt zu ihren Bürgern in den besetzten Gebieten, wie den Vertriebenen zu halten. Es werden teilweise Behelfsbauten für die Evakuierten errichtet. Aus Mariupol flüchten nach wie vor ca 100 Personen pro Tag. Es wird Richtung Winter mit einer weiteren Fluchtwelle gerechnet, da die Lebensbedingungen in der umkämpften und besetzten Gebieten vermutlich eine Wohnen bei Kälte nicht zulassen. Die Kriegsgebiete müssen unter schwierigen Bedingungen weiter mit Hilfsgüter versorgt werden, weil nicht alle bereit sind zu fliehen.

Getreide

Das erste Schiff ist unbeschadet in türkischen Gewässern, was angesichts flottierender Minen keine Selbstverständlichkeit ist. Die Briten schicken zwei Minenräumer. Russland mahnt weitere Lockerungen der Sanktionen an, wie sie in dem Abkommen vereinbart seien. Dazu mehr in der NYT. Putin stellt wieder einmal Abkommen infrage, um Druck auszuüben.

Hybrid

Die berühmte Turbine ist immer noch bei Siemens in Mühlheim (nicht wie hier vor einigen Tagen fälschlich, auf der Ostssee) Russland treibt offenbar ein übles Spiel, da es angeblich auf Papieren besteht, die die Durchkreuzung der Sanktionen bestätigen. (Am besten man übergibt sie an DHL, die geben die Turbine bei Putins Nachbarn ab.)

Asow Terroristen

Die Einstufung der ASOW-Soldaten als Terroristen durch das höchste Gericht Russlands ist schwer einzuordnen. Die meisten Soldaten aus Mariupol befanden sich wohl in den Straflagern Olnevika bzw. Novoassow/Bezemene. Nur ein Teil wurde nach bisherigen Erkenntnissen nach Russland verbracht. Insofern ist nicht klar, für wen das Urteil gilt. Formell ist das Donbas noch kein Teil der ru Föderation. Das Urteil könnte sogar einen „positiven“ Nebeneffekt haben. Wenn die Gefangenen in Russland verurteilt werden, kann bisher keine Todesstrafe verhängt werden. Im Donbas schon. Allerdings wird in Ru über die Änderung der Rechtslage zur Todesstrafe diskutiert, wie, ist mir zumindest, unklar. Auch soll das Donbas durch Referendum Anfang September vermutlich an die RF angeschlossen werden.

Ohnehin ist höchst fraglich, ob das Regiment pauschal als Terroristen einstufbar ist. Als Teil der Nationalgarde gehört es zu den regulären Streitkräften der UA, insofern sind die Soldaten im Prinzip durch die Militärkonventionen für Gefangene geschützt. Außerdem gab es ein internationales Abkommen zur Kapitulation, das im Detail nicht bekannt ist. RU müsste also, wenn das Kriegsverbrechen im Einzelnen nachweisen, wie es die UA in ihren Verfahren macht. Offenbar ist die „Ausbeute“ der nun schon einen Monat dauernde Verhöre und Überprüfungen der ua Gefangenen so gering, dass Ru keine spektakulären Einzelverfahren führen kann. Außerdem soll die Pauschalverurteilung wohl das Geschehen im Lager Olevnika relativieren.

Ein ua Präsidentenberater hat dieses Urteil daher zurecht als „juristischen Nonsense“ bezeichnet und die internationale Öffentlichkeit aufgefordert, ihm entgegenzutreten.

Tod der ASOW-Gefangenen im Lager Olevnika

Das ISW hat den Zwischenstand zum Tod der Gefangenen im Lager Olevnika, wie ich finde, präzise zusammengefasst:

The U.S. think tank reported on Aug. 1, citing two anonymous U.S. officials, that there is no evidence that Ukrainian forces used HIMARS multiple rocket launchers to hit a prisoner camp near the town of Olenivka in Donetsk Oblast on July 28. According to the ISW, satellite and other imagery from the site shows that the attack only damaged one building without collapsing its walls or leaving any shell craters in the vicinity, which “strongly” indicates that the destruction of the prison was the result of either a “precision strike or an internally planted incendiary or explosive.” “If Ukraine had used something other than HIMARS to conduct the strike, the attack would almost certainly have left collateral damage around the facility, including craters and other damaged buildings,” the ISW said.  

 

Partisanen-Kollaborateure- Gespaltene Gesellschaft?

Im besetzten Gebieten schienen sich die Partisanenstrukturen zu festigen. In Mariupol gibt es regelmäßig Informationen zu Militärbewegungen und Brandanschläge. In Luhansk Anschlage auf militärische Infrastruktur, neuerdings Flugblätteraktionen. Es werden auch öffentliche Kollaborateure im Internet bloßgestellt, z.T. mit Bild, Adresse, Arbeitsplatz. Was der Zusatz. Vergeltung kommt! bedeutet ist, unklar. Der SBU geht offenbar auch verstärkt gegen Kollaborateure vor. Es soll inzwischen über 700 Verfahren geben. Urteile können zwischen 7 und 15 Jahren lauten. Jetzt wurde auf eine Bot-Zentrale ausgehoben, die Fake-news gegen uA Politiker verbreitete. Angeblich soll der Verantwortliche der Partei Poroschenkos nahestehen, was diese dementiert. Außerdem soll an der Spitze ein Russe stehen. Inwieweit diese Verfolgungen die Gesellschaft stabilisieren oder polarisieren ist schwer einschätzbar. Im Prinzip steht die Bevölkerung zu ¾ bis 4/5 hinter der Hauptstoßrichtung der Regierung, aber die Untersuchungen des SBU scheinen doch viele zu nerven.

Westliche Militäranalytiker verwirrt? H-und-G.info Monitoring 2.8.. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (gestern teilweise falsches Datum, Sorry)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

über 200 Kinder vermisst

Raketenangriff auf Gefangenenlager Olevnika unwahrscheinlich

Truppenbewegungen verwirren

Höhlen amerikanische Drohnenangriffe internationales Recht aus?

 

Kriegsgeschehen

 

Militäranalysten verwirrt: Was treibt Russland? Truppenbewegungen

Mal sehen britische und US Militäranalysten die Vorbereitung der RA auf einen Angriff auf Charkiv, mal einen Abzug von Truppen aus dem Osten und eine Frontverlagerung Richtung Süden in Zaporischschja und Cherson. Das ist verwirrend, denn beides schließt sich eigentlich aus. Die RA dürfte kaum die Kraft haben eine Großstadt wie Karkiv anzugreifen und eine Offensive in Zap zu starten. In der Tat scheint es mehrere Truppenbewegungen zu geben. Die RA verstärkt ihre Truppen vermutlich durch Transporte aus Russland im Norden, über die Krim und über Mariupol. Dort wurde eine Fähre über das ASOWsche Meer eingerichtet, die nach ua Partisanenangaben für geheime Militärtransporte aus Russland genutzt wird. Es wurden auch Truppenbewegungen von Mariu Richtung Zaporischschja im Westen festgestellt. M.E. hat sich in Charkiv bislang grundsätzlich wenig geändert. Die RA versucht, sich die UA fernzuhalten, um den Nachschub aus RU zu sichern. Ferner wird versucht, die Nachschubwege Richtung Donbas im Süden von Charkiv zu erweitern. Zum zweiten versucht die RA ihre Kräfte im gesamten Süden zu verstärken. Einerseits, um auf die angekündigte ua Großoffensive zu reagieren. Zum zweiten versucht man offenbar das Donbas „von hinten“, also vom Westen her, einzukreisen. V.a. in der Region Kramatorsk, der Ersatz „Hauptstadt“ des Donbas. Im Donbas selber wird weiter gekämpft, offenbar aber nur mit minimalen Erfolgen östlich vom Verkehrsknoten Bakmut.

 

Atomkrieg- man weiß nie

Putin beschwichtigt mit vernünftig klingenden Worten. Im Gegensatz zu ihm hat sein Buddy und 2. Sekretär des einflussreichen Sicherheitsrats, Medwedjew, mehrfach mit Atomwaffeneinsatz gedroht, falls das UA Kernland und seine Verbündeten angegriffen würden. Das bezieht sich vermutlich auf die Krim und möglicherweise das ru Donbas in den Grenzen von 2014.

 

Meldungen über militärische „Erfolge“

Sind auf beiden Seiten mit Vorsicht zu genießen. Beide Seiten dürften übertreiben, oder Erfolge sogar erfinden. Vor einigen Tagen behaupteten pro russische Medien die Einnahme von Soldedar, jetzt beschießen sie die Vororte. Beides gleichzeitig kann nicht stimmen. Ebenso zweifelhaft ist der Abschuss gleich von 2 US-Hymarsystemen. Glaubhaft scheint die Zerstörung ru Logistik im Hinterland durch neue Waffen, ob im darstellten Ausmass ist fraglich. Teiltreffer erscheinen in den Meldungen meist wie Volltreffer.

 

Ausrüstung

Die UA ist mit weiteren Hymar, mit britischen und nun auch deutschen Mars-II long distance Raketensystemen ausgerüstet.

 

Hybrid

Getreideexport

Erfreulich das Auslaufen des ersten Schiffes. Aber an der Donau stauen sich die LKW, weil die Donauschiffahrt derzeit wegen eine Minenexplosion blockiert ist.

UA will auch aus Mykolaev Getreide verschiffen. Schwierig, weil M eines der bevorzugten Ziele von ru Bombardemants ist. Gestern erst wurde die Traumatologie von M. Getroffen. Für Ru ist M. Das nächste strategische Ziel auf dem Weg nach Odessa und Transnistrien.

Britische Schiffs-Versicherer lockern Sanktionen für ru Schiffe

UA nimmt 20 Millionen durch Stromexport seit einem Monat über Verbindung in Rumänien ein.

UA Staatshaushalt wird durch Zuführungen aus EU gestützt. Allerdings sind noch 8 Mia blockiert. Warum unklar.

 

Besetzte Gebiete

Die Wahlvorbereitungen im Raum Cherson erinnern an die DDR. Kampagnen durch Massenorgansationen und Medien, vertrauensleute in den Wahlkommissionen -wen überrascht es? Altes Handwerk.

 

humanitär

Über 200 Kinder sind verschwunden. Der Kindersuchdienst hat über 2000 aufspüren können, aber es fehlen immer noch Kinder. Es gibt Suchportale für vermisste Kinder, aber auch Erwachsene. Kinder sind Leidtragende des Krieges. Mehrere hundert wurden getötet. Ungefähr die Hälfte ist von Migration betroffen, die Schulbildung leidet. Die Oblastie bereiten sich zwar auf das neue Schuljahr vor. Kindes könnten problemlos in die Schule des jeweiligen Aufenthaltsortes umgemeldet werden. Auch werden Schulen hergerichtet, die aber oftmals, s. gestern in Charkiv, beschossen werden.

Die Vorbereitung auf den Winter ist nach wie vor eines der größten Probleme. Es werden Generatoren und mobile Heizungen bereitgestellt, um wenigstens Wärmepunkte und Medizinische Einrichtungen in zerstörten Gebieten ohne Medien aufrechterhalten zu können.

 

Kriegsverbrechen

Der neue ua Generalstaatsanwalt hält nach vorläufigen Erkenntnissen einen Raketenangriff auf das ru Gefangenenlager Olnevika für ausgeschlossen und eine innere Explosion einer Vakuumbombe für wahrscheinlich.

Der neue ua Generalstaatsanwalt fordert internationalen Strafgerichtshof gegen Angriffskriege.

 

Tod des Al Kaida-Führers

Klingt positiv, aber man muss daran erinnern, dass die USA Drohnenangriffe ohne rechtliche Ermächtigung durchführen. Man kann die Frage nicht vollkommen ausklammern, ob die Aushöhlung des Völkerrechtes nicht auch Leuten wie Putin in die Hände spielt. Wenn es Guantanamo gibt, ist es schwerer gegen Isolatia zu argumentieren. Das ist keine Rechtfertigung für ru Übergriffigkeiten. Bedenken sollte man es m.E. dennoch. Vielleicht künftig ein Ansatzpunkt für europäische Diplomatie.

Globalisierung des Konfliktes? H-und-G.info Monitoring 1.8.. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Überall wird gezündelt- Putin will auf den Weltmeeren mitspielen

Wenig militärische Fortschritte, weiter viele Bomben. Der Kampf um den Nachschub.

UA-Nahrungsmittelexport stagniert.

Binnenmigration nimmt weiter zu

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

ähnlich wie Vortage, allerdings wenig ersprießlich, weil Stellungs- und Vernichtungskrieg

 

Während die Briten die RA erschöpft sehen, US-Analysten kaum Fortschritt und die UA betont, dass sie die meisten Angriffe zurückgewiesen hat (was vermutlich stimmt) und im Süden viele Munitionsdepots bombardiert hat, haut Putin weiter überall drauf. Da ihm derzeit offenbar die Bodenoffensivkräfte fehlen oder er sie nicht einsetzen möchte, vermeidet die RA große Städte, wo sie bislang hohe Verluste hatte, bombardiert aber -nach Aleppovorbild- alles Drumrum. z. B. Bakmut und Kramatorks.

 

Selbst in Cherson, wo die UA versucht das Blatt zu wenden, und angeblich einen ganzen Nachschubs-Zug der RA zerbombt hat, sieht das Bild für die Bevölkerung so aus:

Originalzitat „In Hunderten von Dörfern der Region ist die Lage kritisch: kaputte Straßen, zerstörte Häuser, Schulen, verminte Felder und Flüsse, Waldbrände, verletzte und getötete Zivilisten. Einige Dörfer sind seit 5 Monaten ohne Strom und Wasser, Menschen in solchen Dörfern haben seit März keine Renten und Sozialleistungen mehr erhalten. Die Menschen sind gezwungen, in das von der Ukraine kontrollierte Gebiet oder in benachbarte Dörfer zu fliehen. So gibt es derzeit solche Gemeinden, in denen bis zu 10 Menschen leben, und einige Dörfer wurden vollständig zerstört.“ Ähnliches könnte man aus dem Donbas, Charkiw und Zaporischja zitieren. In Mykolev und Odesse gingen wieder Bomben nieder. Die britische These, dass die RA erschöpft sein und nur noch Waffenschrott aus Sowjetzeit hat, ist jedenfalls sselbst Schrott. Auch alte Waffen können vernichten und Ru räumt einfach nur seine Altlager und verballert sie in der UA, um die modernen für die globale Auseinandersetzung aufzuheben.

 

Die ukrainische Seite behautet die RA würde 60 mal mehr Zivilisten angreifen, als militärische Ziele. Wie mehrfach in HuG.info dargelegt, ist das nur z.T. richtig. Da sich die Kämpfe vielfach in bewohnten Gebieten und selten in Feldschlachten abspielen, kommen die Zivilisten zwangsläufig in die Schusslinie- übrigens von beiden Seiten. Auch Luftabwehr, z.B. in Charkiw ist zumindest in der Nähe von Wohngebieten und selbst beschussgefährdet. Das ist keine Entschuldigung, es bleibt ein Kriegsverbrechen, aber eine Erklärung. Zudem beschießt die RA militärische und zivile Infrastruktur, die sich in bewohnten Gebieten befindet, und das z.T. mit miserabler Munition, die eine große Streuwirkung hat. Es gibt aber auch Angriffe, die offenbar nur der Demoralisierung der Bevölkerung dienen sollen. Aus dem zweiten Weltkrieg weiss man aber, dass das meist nicht wirklich die „gewünschten“ Folgen hat.


Globalisierung der Konflikte?

 

Putins Marine-Doktrin, die Spannungen um Taiwan, das Kosovo, Iran, etc. lassen befürchten, dass es eine Globalisierung der Konflikte geben könnte. Die westlichen Analysen, z.B. dass China wegen seiner Exporte keine Konflikte wagen würde, erweisen sich als naiv, es ist eher umgekehrt, wir hängen wegen einer einseitig auf Globalisierung setzenden Wirtschaftspolitik am Chiptropf.

 

Putins Marine-Doktin zeigt übrigens, warum es ihm wirklich geht- auch mit dem Ukraine-Konflikt- um eine Verschiebung der Kräfte in der Welt zu lasten der USA. Zweitens um die Bodenschätzen in der Arktis um seine Rohstoffwirtschaft weiter am Laufen zu halten. Irgendwie übernimmt er sich, aber mit einem Bündnis mit anderen (China, Iran, etc.) wäre er schon weiter gekommen, als im Westen viele zugeben.

 

Brisant: pro-russische Kanäle erwarten, dass der Konflikt im Kosovo nicht friedlich bleibt. Man erwartet eine Erklärung von Präsident Vukuovic, der ein Buddy von Putin ist und von Milosovic war.

 

In Bulgarien soll ein Lager einer Firma, die an die UA Waffen liefert explodiert sein. Die Waffenlieferungen sind in Bu politisch umstritten. Das orthodoxe Land hat große Affinitäten zu RU.

 

Wird die Lage im Donbas eskaliert?

 

Schon seit Tagen berichten Ru Medien über angebliche Angriffe der Ua gegen zivile Ziele im Donbas. Auch der angebliche Angriff auf das Gefängnis Olenivka gehört dazu,.

Es ist zwar nicht ganz auszuschließen, dass die UA solches tut. Aber viel Sinn macht es nicht, dass die UA ihre rare Munition blind verschießt. Möglicherweise versucht die Ru Seite auch nur Stimmung zu machen, weil sie die UA Stellungen nördlich von Donetzk (seit 2014) stürmen möchte. Vielleicht soll auch eine Mobilisierung, die von Hardlinern in Ru gefordert wird, vorbereitet werden.

 

Olenivka-Tote

Nicht grundsätzlich Neues.

 

Ein Maxar Satelliten-Video, HuG veröffentlichte es in facebook, zeigt merkwürdige Zerstörungen an einem Gebäude, aber nicht am Umfeld, was einen Rakteneinschlag, wie von der RA behauptet, unwahrscheinlich erscheinen lässt.

 

https://www.facebook.com/photo/?fbid=1679037395807995&set=a.133761130335637

 

Die US-Botschafterin verurteilt inzwischen zwar diesen Vorfall, vermeidet aber nach wie vor eine Schuldzuweisung gegenüber Moskau. Offenbar ist man sich über den Hergang noch nicht sicher, v.a. nicht, ob Moskau von dem Vorfall wusste und ihn gebilligt hat. Selbst die UA geht davon aus, dass eher nicht.

Das Internationale Rote Kreuz fordert zum zweiten Mal eine Begehung und Informationen vor Ort. Ru hatte dies zugesagt, aber nicht realisiert.

 

Getreidelieferungen

 

Durch Explosion eines Bootes durch treibende Minen in der Donaumündung ist der Flussexport derzeit zum Erliegen gekommen. Vermutlich keine gezielte Aktion, sondern das, was auch dem Seetransport drohen kann.

 

In Mariupol haben Partisanen eine große Sonnenblumenölfabrik angegriffen. Damit sind nicht nur die Produktion, sondern auch Ölsaaten zerstört worden, um einen Abtransport nach Ru zu verhindern.

 

Bisher ist noch kein Schiff nach türkischer Vereinbarung ausgelaufen, die Ernte in der UA könnte dieses Jahr Kriegsbedingt nur ca ½ so groß wie in Vorjahren ausfallen.

 

 

Besetzte Gebiete

 

ungefährt 400,000 Ukrainer haben die besetzten Gebiete verlassen und sich in Zaporischschja angesiedelt, darunter 16.000 aus Mariupol

Im besetzten Teil sind nach ua Angaben mindestens 191 in russischer Haft davon 6 Beamte, und 2 Minderjährige.

 

 

 

Kriegsziel Zerstörung und Entvölkerung? H-und-G.info Monitoring 31.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (gestern teilweise falsches Datum, Sorry)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Zwangsevakuierung für das Donbas

Partisanen zerstören Nachschub

War es ein Kriegsverbrechen?- international Rufe nach Aufklärung in Lager Olenivka

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich Vortagen, RA kommt im Donbas cm-weise voran, Kriegsgeschehen im Raum Cherson wenig transparent. D.h. Ru konzentriert sich v.a. drauf, alles zu zerstören, was in Feuerreichweite liegt. Der UA bleibt nichts anderes, als dort zu evakuieren. Wie immer der Krieg ausgeht, er schafft zerbombte entvölkerte Regionen.

USA liefern long distance Boden Luft Raketen

Partisanen

Haben nach ua Angaben einen Eisenbahnverteilerkasten abgefackelt und damit voerst die wichtige Route von Beograd/Wonoresch nach Luhansk mit Nachschub un mittelbar ins Kriegsgebiet lahmgelegt.

Zwischen Mariupol und der russischen Grenzen brennen Partisanen die Felder ab, um Getreideklau zu verhindern.

 

Zwangsevakuierung angeordnet

Soweit ich weiß, wurde in der UA erstmals eine Zwangsevakuierung verhängt. Es gilt dem Donbas. Dort leben noch ca. 200.000 Menschen (Bezugsgröße ist wg. Besetzung unklar). Offiziell geht es darum die Bevölkerung vor der Winterkälte zu schützen, da Gas – und Stromleitungen zerstört sind. Vermutlich ist man auch von Ru Gas abhängig, dass durch das Donbas Richtung Europa transportiert wird (Druschba). Es dürfte noch einen zweiten Grund geben. Je weniger Menschen, desto leichter kann die UA die Gegend selber bombardieren. Immer wieder wird ihr (nicht nur zu unrecht)in der ru Propaganda vorgeworfen, ihre eigenen Leute zu beschießen. Nach bisherigen Erfahrungen v.a. Luhansk bleiben bei freiwilligen Appellen ca. 10-20 Prozent der Bevölkerung in der Region, sei es dass sie immobil sind, ihre Besitztümer nicht verlassen wollen, oder- auch das gibt es- dass die den Russen mehr vertrauen als den Ukrainern.

 

Humanitär/Lager Olenivka

Die Proteste und Forderungen nach Aufklärung angesichts der ukrainischen Toten im Internierungslager Olenivka gehen weiter. Nach dem IRC fordert nun auch die UN Aufklärung und will eine Kommission entsenden. Der Menschenrechtsbeauftragte der UA fordert die Übermittlung der Namen der Toten und der Leichen. Die Familien der Gefangenen fordern Russland als Terrorunterstützer zu brandmarken. Selensky hat sich dies verbal zu Eigen gemacht. Es gibt auch Forderungen, russische Diplomaten aus London auszuweisen, die per social media den Tod der ASOW-Soldaten gefordert hatten. Zurückhaltend äußerten sich die USA, die lediglich meinten, man solle nicht alles glauben, was die Russen verbreiten. D.h. die US-Geheimdienste haben sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Eigentlich müsste das Geschehen durch Satellitenaufnahmen weitgehend rekonstruierbar sein. Große Zurückhaltung herrscht auch in Deutschland bei dem Thema. Das ist unverständlich, da m.E. zumindest dringende Aufklärung durch IRC und UN gefordert werden könnten und müssten. Auch ist die Freilassung der übrigen Gefangenen zu fordern. M.E. wird hier bisher die Brisanz des Themas vollkommen unterschätzt. Es ist möglicherweise ein Butcha II, was durch die internationalen Vereinbarungen wegen der ASOW-Gefangenen eine noch größere Brisanz (s. H-und.G.info gestern.)

Fotos und Dokumente zur Lager-Explosion: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/tote-in-russischem-gefangenenlager

 

Besetzte Gebiete

 

In Cherson und Zap werden die Referenden durch Identitätskontrolle und Ergänzung der Wählerlisten vorbereitet.

In Cherson werden Häuser, Garagen, Keller etc. systematisch durchsucht. Eine Kampagne wird vorbereitet, Putin Partei Einiges Russland wird aufgebaut.

 

Immer wieder sollte an die local heros erinnert werden, die die Bedrängten mit Nahrung und medizinischen Hilfe versorgen, versuchen Versorgungsleitungen wiederherzustellen, überhaupt das Leben trotz Beschuss in Gang zu halten. In Mykolaev sind ein großer Teil der neuen Trolleybusse beschossen worden und müssen repariert werden, in Zap sind 17.367 ohne Stromversorgung, noch mehr ohne Gas. Ein Dorf im Donbas ist auf Grund des Beschusses faktisch eingeschlossen und kann nicht evakuiert und versorgt werden, und und und. Die Meldungen wiederholen sind, sollten aber gerade deswegen nicht vergessen werden.

 

hybrid

Russland holt ich im Sudan Gold, um Krieg zu finanzieren

 

Die Griwna hat einen schlechten Stand. Rating-Agenturen sehen ua Staatsanleihen kurz vor Ramschniveau. Die Ua ist faktisch pleite und wird nur aus dem Ausland gestützt.

jetzt: Texte, Fotos. Dokumente zu den Toten im russischen Lager. 30.7.2022

http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/tote-in-russischem-gefangenenlager?no_cache=1#c353

Tote in russischem Gefangenenlager

in H-und-G.info  30.7.2022

Mehr....

 

Russen in Cherson in Bedrängnis? H-und-G.info Monitoring 24.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (gestern teilweise falsches Datum, Sorry)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Ukraine schneidet Russischen Armee in Cherson den Rückzug ab

Russen nutzen KKW als Schutzschild

Massenorganisationen zur Russifizierung der besetzten Gebiete

Kriegsgeschehen

 

Möglicherweise hat die UA Erfolge in der Region von Cherson im Süden. Angeblich rückt die UA Richtung Osten vor, es gibt aber eine Art Nachrichtensperre. Auch zur gestrigen Meldung, 1000 ru Soldaten seien umzingelt, gibt es keine Bestätigung oder Ergänzung. Es wurde aber eine zweite Brücke, die eines Nebenflusses des Dnjepr nördlich von Cherson beschossen . Diese sichert den Übergang einer Europaautobahn Richtung Nikopol, aber auch in Richtung Krim. Die Brücke soll zwar noch passierbar sein, der Angriff zeigt aber, dass die UA mit den Westwaffen derartige Ziele im russische besetzten Gebiet erreicht. Es ist also eine Frage der Zeit, bis alle Brücken Richtung Krim unpassierbar sind. Dann wird es eng für die ru Truppen westlich des Dnjepr. Ein britischer Militärexperte meint sogar, die RA müsste sich zeitnah aus Cherson zurückziehen.

 

In Donbas gehen die Kämpfe wie gewohnt weiter. Die RA scheint am Boden aktiver zu werden.

 

Nichts Neues gibt es über den Beschuss von Odessa. Ob es wirklich gegen ein Getreidelager ging, ist nicht sicher. Allerdings war der Einschlag offenbar in der Nähe. Dass Russland die Urheberschaft dementiert, zeigt, dass es diplomatisch in der Defensive ist. Das Dementi selbst scheint absurd, da die UA ein sehr exaktes Monitoring der ru Schwarzmeerflotte hat und fast jeden Abschuss von Raketen schon vorab beobachten kann und die Abschüsse selbst verfolgt und versucht abzuwehren. Vermutlich verfügt die UA über die US Satellitendaten. Der Abschuss müsste sich also in den kommenden Stunden oder Tagen bildmäßig verifizieren lassen.

 

Die ru Armee verschanzt sich im Kernkraftwerk südlich von Zaporischschja, um von dort die Stadtvororte zu beschießen. Damit nützen sie das KKW als Schutzschild. Da mit der Munition explosive Stoffe im KKW gelagert werden, entsteht im größten KKW ein unverantwortliches Risiko.

Besetzte Gebiete

 

Im besetzen Zaporischschja sind angeblich 170 Personen von RU gefangen gehalten.

 

Im besetzten Teil von Z. werden Massenorganisationen für die „patriotische“ Jugend, Hausfrauen und Alte gebildet. Die Mitgliedschaft ist obligatorisch. Auch in Russland wird die Staatsjugendorganisation ausgebaut. Putin hat seine Bereitschaft zum Vorsitz übernommen. Allzeit bereit! Kommt uns das bekannt vor?

Im Raum Cherson koppeln die Besatzer die Rentenauszahlung an die Registrierung zur Volksabstimmung.

 

Kasachstan will die Unabhängigkeit von Luhansk und Donezk weiterhin nicht anerkennen. K. will fossile Energieträger an die UA und Europa liefern.

 

Humanitär

In Europa sind ca 6 Mio UA Flüchtlinge, 3,7 haben vorübergehenden Schutz.

Schaden an Kulturgütern

UA Behörden haben 400 Straftaten gegen Kulturgüter in Folge der Invasion verzeichnet

 

150 Tage Krieg

23.7.2022

„Nur“ noch 30 Tote bei Ukrainischer Armee pro Tag. Zu Höchstzeiten waren es bis zu 200. V.a. wegen Verlusten im Donbas. Dies sind Angaben von Selenskji, die glaubwürdig sind. Allerdings sind die Zahlen nicht einfach zu interpretieren. Derzeit konzentriert sich die RA weniger auf Geländegewinne als auf Beschuss von Infrastruktur. Offen bliebt (s. Vortage), ob Bodenoffensiven bevorstehen, die die Zahl der ua Verluste wieder deutlich steigern könnten.

Auf dem Höhepunkt des Donbaskrieges im Mai/Juni/ hat HuG.info die Zahl der Toten auf ca 1000 die Woche geschätzt. Offenber realistisch. Grund waren die Unterschätzung der RA und die mangelnde Waffenausstattung der UA durch den Westen. Die UA war v.a. den Haubitzen und Luftangriffen in ihren Schützengräben eine zeitlang fast wehrlos ausgesetzt. Hinzu kommen das ca. drei bis fünffache von Ausfällen durch Verletzten, z.T. schwer Verletzte und Verkrüppelte. Insgesamt eine Schreckensbilanz nach 150 Tagen. Die Zahl der Toten und Verletzten auf der Gegenseite dürfte noch höher sein. Die Zahl allein der Ziviltoten in Mariupol wird auf 10-30 Tausend geschätzt. Die Zahl der ua Migranten liegt bei ca. ¼ der Bevölkerung.

 

Gewöhnung an etwas, an was man sich nicht gewöhnen sollte. H-und-G.info Monitoring 22.7. ca 6.00

Über 1000 Kinder durch Krieg verletzt, über 350 tot

Kommt Getreidelösung?

Ukraine vor Pleite gerettet

Winterkatastrophe droht

 

Kriegsgeschehen

 

The war goes on, the same procedure as every day. Klingt zynisch. So läuft es aber seit Wochen. Die CIA meint, Putin spekuliere darauf, dass der Westen auf die Dauer das Interesse verliert. In den d. Medien kann man das teilweise schon beobachten, dass diese nicht mehr recht wissen, über welche Neuigkeiten sie noch berichten sollen. Denn es passiert nur das „Übliche“

Ca. 100 Orte auf 2400 km Frontlinie werden beschossen. Gelegentlich gibt es kleinere Angriffe, so in der Gegend von Cherson, Kramatorsk, Sivers. Die RA ist auf 5 Km an Siversk herangekommen.

Es ist nach wie vor unklar, ob damit die genannten operative Pause noch andauert, oder ob diese leicht modifizierte Strategie mit viel Beschuss und wenigen Klein-Offensiven schon die neue Offensivphase ist. Eigentlich sollte man ehrlicherweise sagen, dass diese nie wirklich stattgefunden hat. Das ISW vermutet, dass die RA nicht erfolgreicher voranschreiten wird, als in den Wochen zuvor. Das allerdings hieße, dass die Ukrainer zurückweichen und die RA verlustreich weiter Land nimmt und tendenziell das Donbas erobert. Woher das ISW die Weisheit nimmt, dass Großstädte wie nicht eingenommen werden sollen, bleibt dessen Geheimnis. Vermutlich Spekulation wegen der hohen ru Verluste in Luhansk. Faktisch macht die RA aber nach dem Muster Aleppo weiter: In der Umgebung der Großstädte alles platt machen.

Mehrere westliche Quellen spekulieren mal wieder, ob der ru Elan erlahmt, weil es Schwierigkeiten mit der Mobilisierung und bei bestimmten Waffen (angeblich 60% der Raketen verschossen) gibt. Ich nehme an, die Menschen in den beschossenen Regionen sehen das anders.

 

Humanitär/Besetzung

ua Originalzitate:

In der Region Cherson verbringen „Bewohner von Siedlungen in Frontnähe ... den größten Teil des Tages in Kellern und Kellern, Häuser werden zerstört, Vieh stirbt durch Beschuss und wird von Minen in die Luft gesprengt. Aufgrund des ständigen Beschusses ist es unmöglich, schnell auf Notfälle zu reagieren, so dass die Menschen monatelang ohne Gas-, Wasser- und Stromversorgung sind.“

 

„2.185 Bildungseinrichtungen wurden durch Bombenangriffe und Beschuss durch die Streitkräfte der Russischen Föderation beschädigt. 221 davon wurden vollständig zerstört.!

 

„Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wurden am Morgen des 21. Juli 2022 mehr als 1.039 Kinder in der Ukraine infolge der umfassenden bewaffneten Aggression der Russischen Föderation verletzt. Nach offiziellen Angaben der Jugendstaatsanwaltschaft starben 358 Kinder und mehr als 681 wurden unterschiedlich schwer verletzt.“

„Am 20. Juli wurde ein 13-jähriger Junge getötet und ein 15-jähriges Mädchen durch Massenbeschuss durch den Feind in der Stadt Charkiw verletzt.“

 

Das Repräsentantenhaus hat eine Inittiative ergriffen, Russland des Genocides zu bezichtigen.

In Cherson werden unbotsame Bürger vertrieben.

In Mariupol werden massenweise Bomben-geschädigte Häuser abgerissen. Die ehemaligen Bewohner haben nur weniger Stunden Zeit zur Beräumung. Da keine Ersatzbauten (außer 2000 für Besatzungsmächte, hat das ZDF verharmlosend bereichtet) geschaffen werden, droht die Winterkatastrophe. Die ehemalige Stadtverwaltung rät zur Evakuierung.

 

Auch im übrigen Donbas arbeitet man an Evakuierungsplänen, da das Gasnetz bis zum Winter nicht wieder herstellbar sind und viele Wohnungen nicht geheizt werden können.

 

In Cherson werden Garagen von Besatzern bei Durchsuchungen geplündert. In Mariupol werden die Bauern gezwungen ihr Getreide an die Besatzer abzugeben, Grundstücke werden enteignen, die Bauen als Arbeitskräfte fixiert. (Quasi Leibeigenschaft)

 

Hybrid/Wirtschaft

Die Unterzeichnung des Getreideabkommens heute lässt hoffen. Aber: Es sind noch viele Fragen offen. Putin hat vor zwei Tagen nachgelegt: Er will die Frage der Schiffsversicherungen und des freien Zuganges für russische Schiffe in Europäischen Häfen klären. Bisher gibt es m.E. auch keine Lösung für geklautes ukrainisches Getreide aus den besetzen Gebieten. Die Ru exportieren sie über die eroberten Häfen z.B. Richtung Levante. Die UA will das unterbinden.

 

Europa nimmt Die Titan-Industrie von Sanktionen aus, weil sie Gegenmaßnahmen mit Schäden z.B. für die Airbusproduktion fürchtet.

 

Die UA ist faktisch zahlungsunfähig. Die Griwna wurde erstmals seit Kriegsbeginn um 25% abgewertet. Die Hauptgläubiger haben Stundung bis ein Jahr nach Kriegsende zugesagt. Es ist also eine umgekehrte Situation wie in Ru, das technisch zahlungsunfähig ist, weil der Westen die RU Devisen- und Transferzahlungen blockiert.

 

Wo ist die berühmteste Gasturbine? Angeblich soll sie sich inzwischen in Europa befinden, aber von der russischen Seite nicht durch den Transit gelassen werden. An ihr hängt angeblich technisch die volle Gaslieferung von Nordstream 1.


UA-Gesellschaft

Die Suche nach „Verrätern“ geht weiter. Jetzt wurden von der Antikorruptionsbehörde über 100 Kommunalbeamte ausgemacht. Einzelpersonen werden wegen des Sabotageverdachtes verhaftet.

 

Extrem hohe russische Verluste in Luhansk? H-und-G.info Monitoring 21.7. ca 6.00

Putin hat offenbar tausende von Soldaten im Donbas geopfert- für eine Ruinenlandschaft

Delphine sterben im Schwarzen Meer

Die „neuen“ Kriegsziele sind die alten

Klagt Den Haag Russland wegen Angriffen auf Zivilisten an?

Ambivalenter Brückenbeschuss

 

Kriegsgeschehen

Laut US-Verteidigungsminister Austin sei der Konflikt in der UA an einem „kritischen“ Punkt. Was genau er damit meinte, ist unklar. Jedenfalls wollen die US mehr Waffen liefern.

Ähnlich Vortagen. Mit Schwerpunkten Charkiv, Donbas, Cherson, Zap.: Neben heftigem Beschuss einzelne Bodenagriffe u.a. Nordöstlich von Bakmut entlang der Front. Die Ru Seit behauptet, Berestove eingenommen zu haben. Kann aber ein Bluff sein. Außerdem versucht RA offenkundig eines der größten Kohlekraftwerke im Donbas einzunehmen.

Neue Kriegsziele? Der ru Außenminister Lavrov hat ru Medien erzählt, dass sich Ru militärisch nicht mit dem Donbas zufrieden geben werde. Im Grundsatz ist das aber nichts Neues, da schon größere Kriegsziele seit März/April offiziell genannt wurden. Ebenso ist die Meldung, Ru könnte sich atomar zur Wehr setzen, wenn besetzte Gebiete rückerobert würden, schon vor Monaten ähnlich von Medwedew geäußert worden, der im Sicherheitsrat offenbar für derartiges zuständig ist. Da diese Gebiete potentiell als ru Kernland angesehen werden, wäre das eine existentielle Bedrohung, die den Atomwaffeneinsatz rechtfertige. Dies wird vermutlich v.a. für die Krim und östliche Teile des Donbas gelten.

Eine der Dniepr-Brücken in Cherson wurde von der UA beschossen, so dass sie nicht mehr befahrbar ist. Damit ist Teilen der RA, die auf der Nordseite des Dnjepr kämpfen, ein Teil des Rückzuges und Nachschubes abgeschnitten. Es gibt aber noch zwei weitere Brücken. Außerdem ist diese Zerstörung langfristig auch für die UA problematisch. Falls sie wirklich eine erfolgreiche Gegenoffensive entfachen würde, wäre der Dnejpr (350 M Breite an dieser Stelle) ein Haupthindernis zur Rückeroberung von Cherson/Melitopel.

Zur deutschen Waffenhilfe möchte man nichts mehr schreiben.

Die RA hatte bei der Eroberung von Luhansk angeblich immense Verluste. Wie der UA Verteidigungsminister bei einer Natokonferenz erläuterte, seien bei der Eroberung von Sjewjerodonezk und Lyysichansk bis zu 11 Tausend russische Besatzer, etwa 2 Tausend Soldaten der sogenannten "LPR" und etwa 8-9 Tausend Soldaten der russischen Streitkräfte getötet wurden. Hinzu kämen mehr als 20.000 feindliche Soldaten, die z.T. schwer verletzt wurden. Gegenzahlen gibt es nicht, allerdings sollen im Mai bis zu 100 ua Soldaten täglich gefallen sein.

Besetzte Gebiete

Die ehemalige Verwaltung von Mariupol fordert die Bürger zur Flucht in die Ukraine auf und warnt vor Rückkehr. Bei Rückkehr droht insbesondere Männern Verhaftung, Zwangsrekrutierung. Außerdem sind die hygienischen Verhältnisse verheerend und werden sich bis zum Winter dramatisch verschlechtern. Die Neubauten sollten nur Staatsbediensteten und Besatzern dienen. Auch die Präsenz vor Ort kann nicht die Plünderung und Enteignung von Eigentum verhindern.

Ökologie

Angeblich gibt es auf Grund der Kriegshandlungen ein Delphinsterben (5000) im Schwarzen Meer.

Humanitäre Situation

Ca 600.000 Ukrainer ohne Strom

Laut Bloomberg erster Kriegsverbrecherfall gegen Russland im Herbst in Den Haag

hybrid

in Zaporischschja beschoss die RA Mähdrescher bei der Ernte

Beirut weigert sich, ein ru Schiff mit gestohlenem ua Getreide zu bedienen

Putin macht Getreidelieferung aus UA abhängig von Sanktionsbefreiungen für ru Schiffe im Schwarzen Meer und europäischen Häfen. Falls diese Ankündigung die türkischen Getreidegespräche konterkarieren sollte, hätte das dramatische Folgen v.a. für Afrika und den Vorderen Orient.

UA-Gesellschaft

Die UA hat Kriterien für Oligarchen festgelegt, danach fallen 86 Personen unter das Kriterium marktbeherrschender finanzieller Stellung, starkem Medien- und politischem Einfluss. Die Ua ist international unter Beobachtung, inwieweit es ihr gelingt, Politik und Gesellschaft von der Dominanz der Oligarchen unabhängiger zu machen.

In Mykolaev wird die Stadt für Tage gesperrt, um Saboteure zu fangen. Die Stadt ist permanent unter Beschuss, es gibt den Verdacht dass Kollaborateure Koordinaten übermitteln.

Im Cherson wurden weitere Kollaborateure „enttarnt“. Insgesamt sollen 800 Kollaborationsverfahren laufen. So nachvollziehbar die Versuche sind, eine 5 Kolonne in den eigenen Reihen zu verhindern, machen derartige Verfolgungen das gesellschaftliche Klima nicht angenehmer, da auch die Ukrainer dabei mit Filtrierungen, Durchsuchungen, Handychecks arbeiten müssen. Inwieweit sich ihr Vorgehen von dem der Besatzer signifikant unterscheidet, ist von der Ferne schwer festzustellen.

Terror gegen Bevölkerung in besetzten Gebieten. H-und-G.info Monitoring 20.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (gestern teilweise falsches Datum, Sorry)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Russische Nationalisten unzufrieden mit Putin?

Tschetschenen zu Hause

Umstrukturierung der ua Sicherheitsdienste geht weiter

Terror gegen Bevölkerung und Kommunalpolitiker durch Ru

 

Kriegsgeschehen:

Mehr oder minder weiter wie bisher. Kaum russische Bodenangriffe. Dafür mit Artillerie, Raketen, Granaten....

Die Tschetschenen, die bei Angriffen mit Spezialkommandos präsent waren, scheinen derzeit weitgehend in Tschetschenien und mit der Rekrutierung und Ausbildung von neuen Soldaten beschäftigt. Ein Indiz für eine Zwischenphase.

 

Der nationalistische Blogger Igor Grikin, ein ehemaliger Militärgeheimdienstler, der an der Eroberung des Donbas 2014 beteiligt war, äußerst sich einmal wieder unzufrieden mit dem Kriegsfortschritt. Wie das ISW berichtet, kritisiert G die zu geringe Mobilisierung und fordert eine Ausweitung der Kriegsziele auf die Grenzen von ehem. Neurussland. Diese Ziele sind allerdings auch schon offiziell bei Militärdiskussionen genannt worden. G`kritik könnte ein Indiz sein, dass in Militär- oder GD-Kreisen von Russland Unzufriedenheit mit dem Fortgang des Krieges existiert und dem Kreml zu zögerliches Verhalten vorgeworfen wird. Putin schreckt angeblich vor einer Massenmobilisierung zurück, weil dies zu verstärkter Kritik in der Öffentlichkeit führen könnte.

Die RU Armee verlegt Soldaten von Mariupol Richtung Westen, offenbar wegen der befürchteten Gegenoffensive der UA. Das berichten ua Partisanen, die bewusst die Bewegungen offen legen, um einen Beschuss durch die UA zu ermöglichen.

 

Immer wieder berichtet die UA über das sehr niedrigen Niveau der Militärdisziplin in der RA Trunkenheit und Ungehorsam gegenüber Befehlen der Kommandanten würden gedeihen.

 

UA Sicherheitsdienste weiter reformiert

Das ua Parlament bestätigte die Entlassung des SBU-Chefs und der Generalstaatsanwältin. Beiden war Versagen angesichts von Kollaborations- und Verratstendenzen in ihren Apparaten vorgeworfen worden.

Es wurden neue Leiter der Regionalbüros des Sicherheitsdienstes der Ukraine in den Regionen Transkarpatien, Poltawa, Sumy, Dnipropetrowsk und Charkiw ernannt. Ein stellvertretenden Leiter des SBU wurde entlassen.

Gleichzeitig hat die Auswahlkommission für die Wahl des Leiters der Spezialisierten Staatsanwaltschaft für Korruptionsbekämpfung einen Kandidaten ausgewählt, was seit Jahren überfällig war.

NGOS kritisieren jedoch, dass die designierten Nachfolger für die SBU- und GStA-Leitung keineswegs durch konsequente Korruptionsbekämpfung ausgezeichnet seien.

Selenskij kündigte ferner ein parlamentarisches Gremium zur Kontrolle der westlichen Waffenimporte an.

Manches spricht dafür, dass diese Revirements auch unter dem Druck des Westens zustande gekommen sein könnten. Korruption ist eines der Haupthindernisse für den EU-Beitritt. Es gab sogar in der Nato Befürchtungen, dass Westwaffen verschoben worden seien. Zudem befürchtet der Westen, dass Know-how Richtung Ru abfließen könne.

Humanitär

Im Raum Cherson werden die Kontrollmaßnahmen gegen über der Bevölkerung verschärft. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre mit Schießermächtigung. Propaganda gegen die Besatzer kann strenger verfolgt, Durchsuchungen können jederzeit durchgeführt werden. Auch in Zaporischschja sollen 400 Personen in ru Gewahrsam sein. Beide Regionen gelten als Schwerpunkte des Partisanenkampfes.

Der reguläre Bürgermeister von Cherson ist seit 21 Tagen entführt. Ähnlich soll es in der jüngeren Zeit 7 weiteren Bürgermeistern ergangen sein, die sich in russischen Händen befinden.

Angeblich soll die Evakuierung aus Cherson Richtung Krim in 5 Tagen unterbunden werden. In Richtung der Kern-UA ist sie aus den besetzen Gebieten ohnehin kaum möglich. Möglicherweise will die RA die Bewohner als menschliche Schutzschilde halten. Die ua Regierung hatte die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen, um freies Schussfeld für die Gegenoffensive zu haben. Die meisten könnten, wenn, dann nur Richtung Krim fliehen.

 

Besetzte Gebiete

Es gibt Auseinandersetzungen um Versuche, die Bevölkerung zu registrieren. Anträge auf Hausreparatur, oder Vermögenskataster werden angeblich als Vorwand genommen, Vermögen zu enteignen bzw. Einwohnerlisten für die geplanten Referenden zusammenzustellen. Durch Abgleich mit denen, die sich russische Papiere haben ausstellen lassen, sind außerdem Bevölkerungsschichten zu identifizieren, die den Besatzern kritisch bis gleichgültig gegenüberstehen. UA meinen, als diese würde benutzt werden, um die Bevölkerung und die anstehenden Referenden zu manipulieren.

 

 

 

 

Gleichgewicht des Schreckens. H-und-G.info Monitoring 19.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

Nichts bewegt sich, außer Tod und Zerstörung

Meutern die Burjaten?

Wer sind die „Verräter“?

Neue Waffen setzen Russen zu. (Aber...)

Belarus schwächelt

 

Kriegsgeschehen

 

Gleichgewicht des Schreckens. Nach Worten des UA Generalstabs hat sich die Lage stabilisiert. Will wohl heißen. Keine Seite kommt richtig voran, man fügt sich gegenseitig Schäden (und Tote) zu. Die RA scheint weiterhin bodenmäßig eher im Wartestand, dafür aber mehr aus der Luft und per Distanz zu schießen. Beide Seiten vermelden „Erfolge“ bei Treffern.

Das ISW will eine interessante Information über Schoigus Truppenbesuch bei der Ostgruppe haben. Danach soll die Prorität der Angriffe bei Sivesk-Bakmut zu liegen, derzeit weniger bei Sloviansk. Dies entspräche auch in etwa dem Kriegsgeschehen. Die Ost-Westachse ist zudem relevanter für den ru Nachschub per Bahn und Straße.

Angeblich forderte Schoigu, die Distanzwaffen der UA auszuschalten, was immerhin ein Eingeständnis wäre, dass sie der RA zusetzen.

Angeblich wurden Burjaten im Donbas eingesperrt, weil sie meuterten. Die jungen Soldaten aus Fernost, sind Putins bevorzugtes Kanonenfutter. Damit will er Verluste bei jungen Russen vermeiden. Subtiler Rassismus.

 

Die „Verräter“

Die USA wollen die UA weiterhin mit Aufklärungsdaten versorgen. Damit reagierten die USA auf Meldungen über „Verräter“ und die Absetzung des SBU-Chefs. M.E. könnte dies auch ein Indiz dafür sein, dass die Absetzungen, auch von weiteren GD-Mitarbeitern, auch auf Betreiben des Westens erfolgten. Selenskij hat sich insofern korrgieren müssen, als die zwei hochrangigen Beamten bisher nur suspendiert sind, da die Absetzung nur über das Parlament erfolgen kann. Dies gilt aber als wahrscheinlich.

Der Umgang mit „Verrätern“ ist ein heikles Thema in der UA. Es gab/gibt Fälle von Selbstjustiz. Außerdem gibt es zumindest in Mariupol eine Art Denunziationsplattform, wo Kollaborateure gemeldet werden können. Sie werden teilweise mit Bio und „Vorwurf“, Foto in Telegramkanälen publik gemacht. Was das für Folgen hat, ist bisher kaum bekannt.

Bekannt ist, dass die Lehrerschaft sehr polarisiert ist, ein Teil weigert, sich mit den Besatzern zusammenzuarbeiten und die russischen Inhalte zu propagieren, andere suchen den Aufstieg mit Hilfe der Besatzer. Die Situation dürfte sich zu Schuljahresbeginn zuspitzen. Ähnliche Probleme gibt es bei der Polizei. Die Besatzer stellen Hilfspolizisten ein. Auch beim technischen Personal ist es schwierig. Einerseits soll den eigenen Leuten geholfen werden, andererseits gönnt man den Besatzern keine Erfolge. Auch die Gehälter werden teilweise noch von der UA gezahlt. Die Besatzer erpressen wiederum Gefangene und mit Hilfe von Essenszuteilungen etc. Einheimische zusammenzuarbeiten. Usw., usw.. Eigentlich gibt es nur die Alternative Evakuierung oder Kollaboration. Nicht einfach aus der Perspektive von Menschen und ihren Familien.

Ein Sonderfall dürfte Cherson sein. Cherson fiel im Februar nach wenigen Tagen, weil die Leitung der Region kollabierte.

 

Hybrid

Was treibt China? Einerseits verstärken sie Energieimporte aus Ru drastisch. Einerseits liefern sie Elektronik, etc. . Andererseits sollen die Importe nach RU deutlich zurückgehen. Möglicherweise fürchten Chin Firmen, mit Sanktionen belegt zu werden, wenn sie mit RU kooperieren. Möglicherweise gibt es ja auch „natürliche“ Rückgänge in Folge des Wirtschaftsrückganges in Ru und China. Die Lage ist nicht einfach zu durchschauen.

 

Aserbajdjan liefert der EU mehr Gas. Aber A. Ist indirekt abhängig von Ru. Immer wieder hat der Krabach-Konflikt dazu geführt, dass Ru als Vermittler zwischen A und Armenien auftrat und daher eine diplomatisch/militärisch starke Stellung in der Region hat. Außerdem müssen die Gastransporte Richtung Schwarzes Meer laufen und sind auch daher in Reichweite von möglichen russischen Schikanen.

Belarus schwächelt

Belarus schwächelt auch in Folge der Sanktionen. Die Wirtschaft schrumpft, laut Moody ist BY zahlungsunfähig. d.h. faktisch noch abhängiger von RU.

Gasprom erklärt Westpartnern, Lieferunsicherheiten auf Grund „höherer Gewalt“. Damit will man sich offenbar vertraglich für den Fall von Nichtenergielieferungen absichern. Die Nordstream 1 -Turbine, soll nach Reparatur in Canada auf dem Weg nach Europa sein. Sie gilt alt Anlass für den derzeitigen Reparaturstop. Die UA protestiert nach wie vor gegen die Lieferung und sieht darin eine Sanktionsverletztung.

 

Besetzte Gebiete

Im Donbas angeblich Volksabstimmung am 11. September. Ist in Vorbereitung.

Unsere Medien

Heikle ZDF-Reportage im Donbas embedded in ru Propaganda. Beeindruckende Bilder der Zerstörung. Tendenziell verharmlosende Interviews und Texte. Es ist davon auszugehen, dass die Interviewpartner gebrieft oder ausgewählt sind.


 

Konflikte um Krimtartaren? H-und-G.info Monitoring 18.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (gestern teilweise falsches Datum, Sorry)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

 

 

zerfleischt sich die ukrainische Verwaltung?

Offensive im Wartestand oder neue Strategie?

Neue Flüchtlingswelle im Winter erwartet

 

Kriegsgeschehen

 

Offensive im Wartestand oder neue Strategie? Der Beschuss mit Raketen, Granaten, Flugwaffen geht an allen Fronten weiter, während es kaum Bodenangriffe gibt. Das ISW rechnet nicht mit Großoffensiven, sondern kleineren gezielten flukturierenden Angriffen z.B. in Sloviansk/Donbas. Möglicherweise versucht RU insgesamt mehr aus der Ferne anzugreifen. Möglicherweise hat sich auch die Zahl der Raketenangriffe vermehrt, was aber mangels Daten nicht zu verifizieren ist. Möglicherweise waren die Treffer nur „spektakulärer“ (Zivile Tote). Zu bezweifeln ist die UA Behauptung, dass die Raketen die Achillesferse seien, während die Flugzeugabwehr im Griff sei. Das mag allenfalls für Bomber gelten, kaum aber für Tiefflieger und Kampfhubschrauber. Diese sind auch in den letzten 24 Stunden im Einsatz, während die UA kaum Abschüsse verzeichnen kann. So lief das schon die ganze Zeit bei der Eroberung von Luhansk. Die UA wartet dringend auf die d. Gepard-Panzer, möglicherweise trommelt sie für bessere und mehr Raketenabwehrsysteme, um die Großstädte zu schützen.

 

Evtl. ist ein verstärkter Beschuss in Cherson/Zaporischschja festzustellen, um der angekündigten UA- Offensive präventiv entgegenzuwirken. Evakuierung und Flucht sind schwierig und nur über tagelange Reise über die Krim bzw. Saporischschja möglich.

 

Humanitär

Die Zahl der getöteten Zivilisten nördlich von Kiew wird mit 1,346 civilians angegeben, immer noch

300 werden vermisst. Das ergaben die Angaben von Ermittlern.

 

Im Winter wird neue Flüchtlingswelle von ca ½ Million Menschen in der UA erwartet. Grund sind u.a. die schlechten Lebensbedingungen, Mangel an Heizungen in den besetzten/kriegsgeschädigten Gebieten.

Die Ua hat durch den Krieg über 300 Städte verloren.

 

Die UA meldet Hetzpropaganda gegen die Krimtataren. Möglicherweise haben solche auch Angriffe auf die Russischen Besatzer gestartet. In der Vergangenheit waren die Tataren immer wieder Ziel russscher Repressionen.

 

zerfleischt sich die ukrainische Verwaltung?

Selenskij überraschte mit der Absetzung von zwei ranghohen Verwaltungsvertretern. Dem Chef des Geheimdienst SBU und der Generalstaatsanwältin. Letzterer wird zögerliche Bearbeitung von Korruptionsfällen in der Vergangenheit vorgeworfen. In den letzten Monate war sei allerdings als toughe Ermittlerin gegen Kriegsverbrechen in Butscha, etc. aufgefallen. Dem SBU-Chef wird Versagen bei der Invasion vorgeworfen. Die UA hatte lange die Warnungen der USA ignoriert. Gleichzeitig wurde bekannt, dass ca. 60 Staatsanwälte die Seite gewechselt hätten und mit den Besatzern kooperieren. Insgesamt laufen 600-700 Verfahren wegen Verrates. In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Festnahmen gegeben. Auch Polizisten haben die Seiten gewechselt. Zwei Gouverneure wurden abgesetzt, mehrere Botschafter. Offenbar nutzt Selenskji seine relativ starke internationale Stellung, um sein System nach innen zu festigen. Vielleicht wird er auch von internationalen Beratern (EU) getrieben, die Korruption zu bekämpfen. Die Frage ist, wie das im Land ankommt. Die Verwaltung ist eine wichtige Stütze, auch des Militärs vor Ort. Die Frage, wie man sich im Falle der Besetzung verhält, ist für die dort wohnenden Menschen schwierig. Wenn Staatsdiener nicht bereit sind, zu kooperieren, sind sie mehr oder minder gezwungen, mit ihrer Familie zu flüchten, um potentiellen Verfolgungen zu entgehen. Diesen Schritt wird, auch aus privaten Gründen- nicht jeder gehen wollen. Die Polarisierung, die der Krieg mit sich gebracht hat, stellt die UA zumindest regional vor neue Zerreißproben. Auf Verrat stehen nach bisherigen Erfahrungen Anklagen und Verurteilungen von 7-8 Jahren.

 

Partisanenkrieg in Deutschland? H-und-G.info Monitoring 17.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Partisanenkrieg in Deutschland?

Was macht eigentlich China-Die Spaltung der Welt

Unsere“ Medien im Krieg: Deutsche Medien im Krieg

 

Kriegsgeschehen

 

Der Sturm ist die Ruhe vor dem Sturm. Während es derzeit kaum Versuche der RA gibt, auf dem Boden voranzukommen, wird auf der gesamten Front ( ü 2000km) und teilweise im Hinterland (analog Wnnynzya, Dnipro) gebombt, was das Zeug hält. Ob dies einem Stragiewechsel entspricht oder nur die Phase vor eine neuen Offensivwelle ist, bleibt abzuwarten.

Laut Russischen Quellen hat der ru Kriegsminister Schoigu nach einer Truppeninspektion im Kriegsgebiet befohlen, die Angriffe in alle Richtungen aufzunehmen, um die UA von Angriffen auf zivile und militärische Infrastruktur abzuhalten. Das wäre immerhin ein Eingeständnis von partiellen ua militärischen Erfolgen. Was der Befehl genau besagt, ist unscharf. Im Grunde soll es wohl weitergehen wie bisher, gepaart mit einer neuen Offensivwelle. Wann genau diese kommt ist unklar. Ein Weiter so, also eine Materialschlacht, wäre zwar vermutlich ähnlich „erfolgreich“ wie in Luhansk, aber auch ein Eingeständnis, dass die RA auf die neue Bewaffnungssituation keine wirkliche Antwort hat. Man wird sehen müssen, was passiert.

ISW spekuliert über erneuten Angriff auf die Region Charkiw. Ich halte das für spekulativ. Einerseits hat Ru zwar nie Charkiw als Kriegsziel völlig aufgegeben. Andererseits zeigt sich, dass (mit Ausnahme von Cherson und Mariupol, zwei sehr speziellen Fällen) große Städte schwer einzunehmen sind. Zwar hat die RA den Beschuss in der Region verstärkt/aufrechterhalten, dies aber v.a. um die Transportwege nach Russland zu sichern. Die westlichen Haubitzen mit längerer Reichweite machen es jetzt noch dringender, die UA auf Distanz (mindestens 100km) von den Nachschubwegen zu halten.

 

Zwei gallische Dörfer in Luhansk

Es gibt noch zwei gallische Dörfer in Luhansk, die weiter gegen die RA kämpfen. Zwischen Lyssychansk und Siversk gibt es zwei Orte südlich des Donezk-Flusses, die laut regionalen Angaben weiterkämpfen und auch verhindern, dass die RA die wichtige O/W Versorgungslinie Lysychansk-Bakmut vollends unter ihre Kontrolle bekommen. Laut RA Angaben zieht sich die UA aber schon aus Siversk zurück. Außerdem rücke die RA bei Soldedar weiter auf Bakmut vor. Damit wären die ua Resttruppen fast eingekesselt.

 

Die „Erfolge“ gegen die russischen Munitionsdepots haben offenbar dazu geführt, dass die RA die Munition jetzt direkt ohne Zwischenlagerung an die Front bringt. Das erschwert die Logistik. So wird es zumindest aus Luhansk berichtet.

 

Partisanenkrieg in Deutschland?

Laut ua Militärgeheimdienstangaben, will Ru die Transportwege des westlichen Waffennachschubes auskundschaften und Informanten z.B. bei de Polizei anwerben. Dies wäre kaum erstaunlich. Die Geschichte der kommunistischen Geheimdienste zeigt, dass schon früher im Westen stay-behind Kräfte rekrutiert wurden, um die kritische Infrastruktur des „Feindes“ auszukundschaften und ggf. anzugreifen. Die Stasi z.B. bildete solche Personen aus der Bundesrepublik in der DDR aus. Es zeigte sich, dass es oft DKP-nahe Kräfte waren, die DDR also relativ traditionell rekrutierte. Ähnlich macht es Russland in der Ukraine, wo Saboteure und Kollaborateure v.a. unter den Anhängern von Pro-Russland-Parteien rekrutiert werden. Die Frage ist, was würde Russland mit seinem Wissen machen? Auch Sabotageangriffe auf Bahnlinien, Flughäfen, Fabriken der Transitländer Deutschland/Polen/Tschechien/Rumänien?

 

 

 

 

Was macht eigentlich China?

 

China ist im Ukraine-Krieg der heimliche Antipode zur Nato. Die westliche Prognose, China könne es sich wegen seiner Exportabhängigkeit vom Westen nicht leisten, gegen den Westen zu agieren, ist nur bedingt belastbar. China unterstützt faktisch Russland.

-ohne Stillhalten von China könnte Ru nicht so viele Soldaten aus Fernost in der Ukraine einsetzen

-China rüstet die ru Automobilindustrie auf, dort wo westliche Firmen sich zurück gezogen und ihre know how entzogen haben.

-China hat die Lieferung an high-tech-Zubehör vervielfacht und kompensiert damit das Embargo.

-China hat die Ölimporte drastisch erhöht und kompensiert zusammen mit Indien, die kommerziellen russischen Verluste

-China trägt dazu bei, die diplomatische Front gegen Ru zu spalten, s. der jüngste G20 Gipfel, wo eine Antirussland-Erklärung nicht zustande gekommen ist, wegen China, Indien, Brasilien, etc.

Faktisch vollzieht sich so etwas wie eine neue Spaltung der Welt: sinorussisches Eurasien als Nukleus einer antiwestlichen Welt. Biden versucht schnell noch Middle East auf seine Seite zu ziehen, das von beiden Seiten umworben wird, wie Afrika und Südamerika.

 

Hybrid

s. China

 

Social Media Giganten schützen die Ukraine unzureichend vor hate speech, dies ergab eine US-amerikanische Studie.

 

„Unsere“ Medien im Krieg

 

Das ZDF/Heute verkündete gestern, angeblich habe Russlands Verteidigungsminister Angriffe auf die Ukraine befohlen. Was heißt hier angeblich? Die Information stammte von Ria Novosti, der russischen Regierungsagentur. Hat das angebliche ZDF nur noch angebliche Nachrichtenredakteure?

 

Die FR verkündet eine neue russische Strategie. Dahinter verbirgt sich die regionale Meldung, dass die RA in Luhansk die Munition direkt an die Front liefert, statt sie zwischenzulagern. Ist das wirklich ein Strategiewechsel?

 

s. auch Deutsche Medien im Krieg. Vortrag auf der Frankfurter Medienrechtstagung:

Deutsche Medien im Krieg: 14.7.022

 

 

 

Hat die ua Offensive schon begonnen? H-und-G.info Monitoring 13. 7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Entscheidende Runde im Getreidepoker

Donbas bedrängt

Russen skeptisch

 

Kriegsgeschehen

Wie die Vortage: ru Raketen-, Artillerie-, Flugbeschuss an allen Hauptfronten im Norden, Osten, Süden. Versuche v.a. die Gegend Siversk und Bakmut rundherum zu zerbomben. (Aleppo-Strategie).

Tschassiw Jar, wo sich vor zwei Tage das Drama des Hochhausbeschusses vollzog, ist der nächste Eisenbahnknotenpunkt westlich hinter Bakmut. Es ist zu vermuten, dass der Angriff eigentlich dieser Infrastruktur galt. Macht die Sache nicht besser.

Ob die angekündigte ua Offensive im Raum Cherson wirklich begonnen hat, oder nur vorbereitet wird ist, unklar. Der Ua Armeebericht spricht derzeit nicht von Offensive. Allerdings werden vorbereitend Munitionsdepots der RA beschossen. Vermutlich wurde ein Großdepot getroffen, auch wenn die RA dies dementiert und von einem Düngemittellager spricht.

Hybrid

Angeblich sollen heute Getreidegespräche unter Beteiligung der UA in der Türkei beginnen.

Die UA fängt an im großen Stil Getreide über Donau-Kanal zu exportieren.

Die ru Finanzen sollen sich nach Angaben der ru Zentralbank stabilisieren. Der Wirtschaftsrückgang verlangsamt sich angeblich. Die Leitzinsen sollen gesenkt werden, um Wirtschaft anzukurzbeln.

Westliche Hilfsorganisationen beklagen, dass Afrika-Hilfe zugunsten von UA Zahlungen zu gering ausfällt. Ist ein Problem.

Russland-Kriegsskepsis

Laut Meduza sollen sich in einer geheimem Kreml-Umfage 30% der Russen für einen sofortigen Frieden in der UA ausgesprochen haben. Das wäre etwa im Bereich der „üblichen“ Opposition zu Putin, angesichts der Zensur und Repression allerdings immer noch beachtlich.

Besetzte Gebiete

Ru filtriert Leichen in Mariupol. Angeblich werden die Massengräber dort ausgehoben, die Leichen registriert und wieder beigesetzt, entweder von Verwandten oder nicht neuen Massengräbern.

Der ehemalige Bürgermeister von Cherson bleibt verschwunden. Er wurde vor zwei Wochen festgenommen.

Korruption

Ein ehemaliger ua Abgeordneter, wurde wegen versuchter Richterbestechung festgenommen. Es ist nicht der einzige derzeit anhängige prominente Korruptionsfall.

Unsere Medien

Die Hauptnachrichtensendungen berichteten gestern vom Beginn der Offensive in Cherson. Woher sie diese Meldung haben ist mir unklar. Bisher ist nur angekündigt, dass der Präsident im Prinzip die Vorbereitung einer solchen angeordnet hat und dass es Einzelangriffe (wie schon bisher) gibt.

Sommergegenoffensive. H-und-G.info Monitoring 11.7. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

  • ( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

  • Sommergegenoffensive der UA steht bevor.

  • Krieg im Donbas wie bisher

  •  

  •  

  • Kriegsgeschehen

     

    Gegenoffensive angekündigt

  •  

  • Die erste echte große Gegenoffensive wurde vom Ukrainischen Präsidenten angeordnet: die Rückeroberung der Schwarzmeerküste. Schon seit Monaten hatte die UA eine Sommeroffensive angekündigt, sobald die Westwaffen dafür zur Verfügung stünden. Durch die Entwicklung im Donbas waren aber (auch bei h-und-G.info) in der letzten Zeit Zweifel entstanden, ob diese noch realistisch sei.

  •  

  • Offenbar hat die Ukraine in den letzten Wochen im Süden ihr Waffenpotential verstärkt bzw. durch Westwaffen ersetzt, um eine Offensive vorzubereiten. Russland zielt darauf ab, den Süden der Ukraine, damit den Zugang zum Meer abzuschneiden, um die Restukraine entscheidend zu schwächen.

  •  

  • Nun plant die UA offenbar, „das Spiel“ umzudrehen. Der Süden ist für die UA strategisch vorteilhafter als der Osten. Der Süden ist leichter für den Nachschub aus dem Westen erreichbar. Die Restluftwaffe der UA ist näher und sicherer einzusetzen. Der Nachschub der RA ist schwieriger und „verwundbarer“, da er über die Krim und eroberte ua Häfen abgewickelt werden muss. Schon in der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass die UA höhere Abschüsse bei Flugkörpern und Erfolge bei kleineren Gegenoffensiven hatte, als im Donbas.

  •  

  • Problem ist allerdings die ru Schwarzmeerflotte, die nach wie vor, jeden Punkt in der UA beschießen kann. Außerdem kommen bisher über das Meer mehr oder minder ungehindert, Bomber und Kampfflugzeuge aus Russland in die UA. Offenbar war die Rückeroberung der Schlangeninsel ein erster Auftakt für die neue Strategie.

  •  

  • Die Schwerpunktverlagerung vom Osten in den Süden würde auch die taktischen Rückzüge der UA im Donbas in etwas anderem Licht erscheinen lassen. Allerdings ist dies nach wie vor riskant, weil die RA mit ihren guten Nachschubmöglichkeiten im Osten offenbar kurz vor einer neuen Offensive im Donbas steht. Schon jetzt werden die Hauptziele dauerhaft mit Artillerie, etc. beschossen, um den Weg für die Infanterie wie in Luhansk zu ebenen. Möglicherweise dient die Ankündigung der Südoffensive dazu, die russischen Planungen durcheinanderzubringen.

  •  

  • Die Bevölkerung wurde von der Zentralregierung aufgefordert, zu evakuieren, was auf geplanten massiven ua Beschuss hindeutet. Bisher gibt es aber keine konkreten Anzeichen vor Ort.

  •  

  • Im Raum Cherson wogt der Krieg seit Wochen hin und her. Russland versucht, Richtung Mykolaev vorzudringen und bombardiert, kommt habe nicht voran. Die Ukraine hat trotz Geländegewinnen Schwierigkeiten die RA hinter den Dnjepr zurückzudrängen, der in dieser Region ein Strom ist. Cherson war durch Chaos auf der ukrainischen Seiten in den ersten Kriegstage gefallen. Weil versäumt wurde, die Brücken zu sprengen, konnte sich die RA auf der westlichen Flussseite festsetzen. Im Raum Cherson gab es auch immer wieder-auch militante- Widerstandshandlungen aus der Bevölkerung, so dass die RA mit einer Art Zweifrontenkrieg zu rechnen haben dürfte.

  •  

  • Im Osten geht der Beschuss durch die RA weiter. Die UA versucht, die RA durch Scharmützel z.B. in Restluhansk zu binden. Auch ist mit Wiederstandshandlungen zu rechnen.

  •  

  • In den letzten 24 Stunden sind zwei Hochhäuser bombardiert worden mit hohen zivilen Opfern. Läuft die RA Amok oder wird ihre Zielgenauigkeit noch schlechter. Jedenfalls setzt sie weiter auf Bombenterror.

  •  

  • Hybrid

    Deutschland blockiert angeblich 8 von 9 Milliarden europäischer Hilfe, behauptet eine italienische Zeitung.

 

 

 

  • Tote ohne Offensive. H-und-G.info Monitoring 10.7. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

     

    Widerstand entwickelt sich- oder ist es Selbstjustiz?

    Riesen-Aufwand zur Ernährung der Bevölkerung

    Korruptionsbekämpfung zum Stillstand gekommen?

     

     

    Kriegsgeschehen

    Krieg ohne Offensive-Das Töten geht weiter

    Auch wenn die Zahl der Boden-Angriffe durch die RA derzeit vielleicht vermindert ist, geht das „Grundrauschen“ des Krieges an allen Fronten weiter. D.h. Beschuss im Norden, Osten, Mitte, Süden.

    Es gibt Zerstörungen z.B. an Feldern, Agareinrichtungen wie bei Charkiv, Häusern, Industrieanlagen, Eisenbahnanlagen (donbas), militärischen Stützpunkten, Verletzte, Tote, ganz unspektakulär routinemäßig….sozusagen

    Beide Seite nutzen diese „Atempause“, um aufzurüsten. Die RA soll überall im Land Rekruten suchen und an die Grenze schaffen. Die UA wartet weiter auf Westhilfe. Nun soll der deutsche Gepard-Flugabwehrpanzer kommen, sogar mit Munition (!), nachdem diese bisher von der Schweiz blockiert war und nun über Norwegen geliefert wird. Die Ukraine könnte der Schweiz die Rechnung für einige 1000 Gräber schicken.

    Insgesamt soll die UA bisher allein von den USA, GB und Polen 1 Mia Dollar Waffenhilfe bekommen haben. GB will derzeit ca. 10.000 ua Soldaten in GB einer Schnellausbildung unterziehen.

    Besetzte Gebiete

    Angeblich soll es verstärkte Anstrengungen gegeben, Teile von Charkiv zu russischem Verwaltungsgebiet zu machen.

    Auch im neue besetzen Luhansk laufen wohl Vorbereitungen für eine Abstimmung. Die UA vermutet, dass mit der Eingliederung von Luhansk ua Angriffe von RU als Mobilisierungsanlass genommen werden könnten.

    In Mariupol klauen die Besatzer Autos und fahren damit offen in der Stadt herum.

    Widerstand

    In Mariupol werden von Bürgern heimlich Daten gesammelt und Besatzeranlagen in die Luft zu jagen. Nachbarn werden aufgefordert, die Gegend vorübergehend zu evakuieren.

    Kollaborateure

    Z.Z. mit Bild und Kurzvita werden von ua Seite Kollaborateure veröffentlicht. Z.T. mit Bemerkungen, die darauf zielen, dass ihre „Hilfe“ mehrere tausend Menschen das Leben gekostet hat. Mit Aufruf zur Vergeltung. Was das für Folgen hat ist unklar.

    Korruption

    Schwere Vorwürfe haben ua NGO in den letzten Tagen gegen die ua Korruptionsbekämpfung erhoben. Der sog Ethikrat nutze die Kriegssituation, um sich abzuschotten. Die Justizreform sei ins Stocken geraten. Im Ethikrat sitzen paritätisch Landesrichter und ausländische Experten, um über Korruptionsvorwürfe gegen die Justiz zu entscheiden. Sitzungsergebnisse würden neuerdings als geheim deklariert, die Zusammenarbeit mit den NGOs funktioniere nicht. Einzelnen Mitgliedern (Richtern) wird vorgeworfen, korrupte Richter geschont zu haben bzw. Aufklärer zu behindern.

    Die UA hat traditionell ein Korruptionsproblem und muss, wenn sie in die EU will, nachweisen, dass sie etwas dagegen tut. Mehrfach ist der UA vorgeworfen worden, nur Scheinmaßnahmen zu ergreifen.

    Humanitär

    Große Teile des Umlandes von Charkiv muss humanitär versorgt werden. Täglich werden Hilfslieferungen von 80 T Waren des täglichen Bedarfs über die Poststationen der Dörfer verteilt, weil die normale Versorgung zusammengebrochen ist. Ähnlich dürfte es in anderen Regionen zugehen.

    Angeblich 10.000 Menschen aus Mariupol in russischen Lagern festgehalten.  Es geht hier nicht um Durchgangslager, sondern Gefangenenlager, wo auch Folterungen stattfinden. Die Zahl kann zwar in keiner Weise verifiziert werden, einige 1000 dürften jedoch realistische sein.

    Das „Parlament“ von Donetzk soll die Todesstrafe zugelassen haben, z.B. um ausländische Söldner, verurteilen zu können. Die UA Seite sieht diese als Kriegsgefangene unter Konventionsschutz.

     

    Freies Luhansk und Mariupol leben weiter

    Zumindest virtuell leben die ua Verwaltungen der eroberten Regionen weiter. Sie sammeln und geben Informationen, organisieren humanitäre Hilfe, v.a. Für Flüchtlinge und organisieren den militärischen Widerstand, der teilweise Partisanenwiderstand ist.

    Kampf um Gasturbine H-und-G.info Monitoring 9.7. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

     

    Der Kampf um eine Gasturbine könnte den deutschen Winter entscheiden

    Gebremste Offensive im Donbas?

    Besetzte Regionen leben weiter

    Wassermangel führt zu Aufstand

     

    Kriegsgeschehen

    Operative Pause oder reduzierte Offensive?

    Die vom Westen etwas undifferenziert prognostizierte Gefechtspause der RA ist bisher so nicht eingetroffen. An allen Frontabschnitten wird zumindest mit Artillerie und aus der Luft weiter geschossen. Es kommt v.a. im Donbas auch immer wieder zu -angeblich-kleineren Offensiven. Das wird damit erklärt, dass die RA gleichzeitig Zeit braucht, um ihre Bestände neu aufzufüllen, aber eine Gegenoffensive der UA verhindern will. Ob die RA noch vorrückt oder nicht, ist derzeit schwer nachvollziehbar, sie kreist ihre Ziele aber weiterhin „effektiv“ durch Bombardements aller Art ein, um sie sturmreif zu machen. Ob und wann der nächste Sturm kommt, ist offen.

    Sehr empfehlenswert. Das Interview mit einem britischen Experten im Spiegel über Chancen eines ukrainischen Militär-Erfolges. Er bestätigt, wenn auch mit deutlich besserer Expertise, die seit Wochen geäußerten Bfürchtungen hier in H-und-G.info???

    Kadyrev hat angeblich seine Spezialkräfte, die in Luhansk im Einsatz waren, zurückgeholt.

    Die UA versucht weiterhin, v.a. mit Mehrfachraktetenwerfern, ru Munitionsdepots hinter der Front auszuschalten. Angeblich gibt es wegen dieser Erfolge schon Kritik auf der Russischen Seite. Die USA wollen weitere solche Systeme liefern.

     

    Humanitär

    Mariupol weitgehend ohne Wasser, weil die Besatzer nicht in der Lage sind, die zerbombten Hauptleitungen wiederherzustellen.

    In Mariupol wurden angeblich 2 Rentner erschossen, die nach Wasser suchten.

    Es gibt in manchen Quartieren Bürgerproteste wegen der prekären Versorgungslage

     

    Kollaboration und Widerstand

    Überall gibt es in den besetzten Gebieten Kollaborateure, die bereit sind, mit den ru Behörden zusammenzuarbeiten. Auf ua Seite gibt es inzwischen eine Internetseite, wo derartige Personen gemeldet werden können. Es wird „Vergeltung“ angedroht. Was das heißt, ist unklar. Strafrechtlich drohen mehrere Jahre Haft und wurden auch schon verhängt. Es wurden aber auch schon Menschen bedroht, in Cherson ist ein kollaborierender Polizeiführer zu Tode gekommen.

     

    In Russland wurden 7 Jahre für einen Moskauer Abgeordneten verhängt, der sich gegen den Krieg ausgesprochen hatte. Wegen angeblicher Lügen.

     

    Hybrid

    Der Turbinenkampf ist entbrannt. Canada will nach Reparatur eine Gasturbine, die für die russischen Gaspipeline benötigt wird, ausliefern. Die Ukraine ist dagegen. Russland bietet weitere Gastlieferungen nach Ersatzteillieferung. Wer setzt sich durch und wo steht Deutschland?

    Die Inflation in der Ukraine liegt bei 21 %

    Die Ernte in der Ukraine hat begonnen, wohin mit dem Korn.

  •  

     

     

  •  

Zerstört Ukraine russische Logistik? H-und-G.info Monitoring 8.7. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Kampf gegen Munitionsdepots angeblich erfolgreich

Kriegspause nicht feststellbar-Russische Armee vor Bakmut und Slowiansk

Erschießungen bei Straßenkontrollen

Ukrainer wollen Gasturbinen zurückhalten

 

Kriegsgeschehen

Das ISW geht unter Berufung auf russische Quellen weiterhin von einer Art Gefechtspause aus, in der RA ihre Kräfte ergänzen wird. Allerdings ist dies bislang nicht nachvollziehbar.

Im Norden und Süden der Ukraine werden durch fortlaufenden Beschuss weiterhin die UA-Kräfte unter Druck gehalten. Im Donbas geht der Versuch die drei nächsten Ziele zu erreichen nach gehabtem Muster weiter. Am Verkehrsknoten Bakmut ist die RA neuerdings auf ca. 5 km herangerückt. In Slowiansk sind sie nicht viel weiter entfernt. In Kramatorsk/Slowiansk wird auch weiterhin das Gebiet westlich dieser Orte beschossen.

Erfolge gegen russische Logistik?

Einer Recherche des Kiev Independent zufolge, soll es der UA gelungen sein, seit Mitte Juni alle größeren Waffendepots der RA im Donbas und weitere kleinere zu zerstören. Dies sei mit Hilfe v.a. der US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfer möglich geworden. Angeblich vermelden Blogger Munitionsknappheit.

Nach Angaben der UA treffen 70% der Geschosse der RA nicht ihr Ziel.

Besetzte Gebiete

Auf Grund der brennender Depots ist die RA offenbar nervös geworden. Der Terror gegen die Zivilbevölkerung wird angeblich verschärft. In einem Ort in Luhansk werden angeblich Bürger kontrolliert, nur weil sie länger telefoniert haben. Es sollen dabei auch Personen erschossen worden sein. Ihnen wird unterstellt Koordinaten weitergeben zu haben.

Bei Mariupol soll es Proteste geben. Jetzt in Volunteerivka. Mehr als 500 Menschen und 200 Kinder sind ohne Wasser, Strom und jegliche Aufmerksamkeit der Besatzungsbehörden. Außerdem werden Männer in den Strafkolonien in Sedovo und Kozatskyi gehalten. Die Menschen gingen auf die Straße - die Behörden versteckten sich.

 

Im Donbas werden Menschen für Aufräum-Arbeiten rekrutiert, versprochen werden oft nur Lebensmittel oder spätere Einstellungen. Bei solche Räumarbeiten wurden 8 Personen durch Minen getötet, andere werden faktisch in die Armee zwangsrekrutiert. Putin macht Ukrainer zu Drohnen.

 

Humanitär

 

Der 16 Jahre alte Sohn eines Beamten aus Zaporischschja ist freigelassen worden, nach einer Kampagne “Save Vlad Buryak”. Er war am 8. April an einer Straßensperre festgenommen worden.

 

Hybrid

Rumänien will Ukraine und Moldawien mit Gas versorgen, und restauriert Bahnlinien zu Donauhäfen.

In der Ukraine sind ca. 225,596 Häuser beschädigt

 

Ukraine übt Druck auf Canada aus, keine reparierten Gasturbinen an Russland zu schicken, diese werden benötigt, um die Pipeline  nach Deutschland wieder flott zu machen.

 

Russland rückt vor. H-und-G.info Monitoring 5.7. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Kein russischer Einhalt in Sicht

Selenskjis Zweckoptimismus

Russland klaut Getreide, ist Türkei der Hehler?

(Verkürzt wegen Krankheit)

Kriegsgeschehen.

Die Lage ist keineswegs so positiv, wie von Selenskj in seiner gestrigen Rede dargestellt. Die Behauptung, dass die UA in Cherson und Charkiv auf dem Vormarsch sei, ist veraltet. In Charkiw hat die RA die sogenannte Gegenoffensive seit längerem faktisch gestoppt, sogar einige Rückrückeroberungen gestartet, im Süden des Oblast rückt sie sogar Richtung Donbas vor. Viele Dörfer-auch die Peripherie von Charkiv-sind immer wieder unter Beschuss. Auch in Cherson, im Süden, rückt die UA keineswegs mehr stark vor. Viele ua Dörfer werden immer wieder beschossen. Manche Militärexperten sind skeptisch.

Im Donbas rückt die RA- wie gehabt- Richtung Sloviansk, Kramatorsk, Bakmut vor bzw. beschießt das Vorfeld, ohne Rücksicht auf zivile Verluste, wie schon in Luhansk.

Die Vermutung US-amerikanischer Analysten, Putin könne nach der Eroberung von Luhansk eine Pause einlegen (Analyse der Putinansprache gestern) , scheint sich nicht zu bewahrheiten.

 

Hybrid

Ru erntet die Felder östlich von Mariupol ab, deren Besitzer geflohen sind. Könnte auch Stufe 1 eine Enteignung sein. Über Häfen, wie Cherson, Berdjansk u.a. wird ukrainisches Getreide über Sebastopol in die Türkei transportiert. Das beweisen u.a. Satelitenbilder. Dieses erfolgt offenbar nicht mit dem Einverständnis der UA. Urspünglich sollte diese an den Verhandlungen Ru, Türkei, Un beteiligt sein. Offenbar haben sich RU und Türk über ihre Köpfe geeinigt. Die UA fordert, dass die Lieferungen in der Türkei beschlagnahmt werden. Es ist unklar, ob die Türkei dem nachkommt.

 

„unsere“ Presse

Vollkommen naiv beteten viele die Selenskj Aussage nach, wonach das Donbas zurückerobert werden würden. NTV: „ Deswegen auch die Geberkonferenz in Lugano.“ Wenn innerhalb von einer Woche zwei Großstädte mit über 10.000 Einw verloren gehen, wäre es vielleicht angebracht, einmal analysierend inne zu halten.

  • Russland führt Kriegswirtschaft ein. H-und-G.info Monitoring 1 u. 2. Juli 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at) (gestern wegen D-Reise nicht möglich)
  •  

Lysychansk und dortige Armee in großer Gefahr

Unter Bombardement leidet verstärkt Zivilbevölkerung

Schlangeninsel. Ambivalenter Sieg

Mehr Ami- statt Russen-Gas

 

  • Kriegsgeschehen
  • Lyssychansk ist fast eingekreist. RA dingt von Norden vor, ebenso von Südwesten durch Besetzung von Teilen der Ölraffinerie. Kämpfe vermutlich am Stadtrand/Vororten. RA ist nur noch weniger als 5 km von Stadtgrenze entfernt. UA bleibt nur noch ein schmaler Rückzugskorridor. Die RA versucht, die Autobahnverbindung zu kappen, die aber ohnehin kaum noch befahrbar ist.
  •  
  • Ansonsten Krieg im Prinzip wie gehabt.
  •  
  • Sieg ohne Jubel: Die Schlangeninsel
  • Die RA hat sich- offenbar weil die „Kosten“ im Verhältnis zum Nutzen gering waren- von der Insel zurückgezogen. Dies wird einem Erfolg der Westwaffenlieferung zugeschrieben (Der Spiegel). Es zeigt aber auch, dass diese Waffen bisher wohl nur im Westen der UA gelandet sind, nicht da, wo die Hauptkämpfe stattfinden, im Osten. Zur gleichen Zeit wurden 4 U-Boote von Sebastopol in das Schwarze Meer verlegt. Seekräfte und Waffensysteme auf der Krim und in West-Cherson dürften in der Lage sein, die Schlangeninsel zu kompensieren. Neue Luftangriffe, angeblich mit Phosphorbomben zeigen, dass die Russen verhindern wollen, dass sich die UA Kräfte dort festsetzen.
  •  
  • Ohnehin muss man bei Begriffen wie „Gegenoffensive“ vorsichtig sein. Zwar würde sich die RA ohne Druck der UA nicht zurückziehen, aber die meisten Rückgewinne, sind keine echten Erfolge von Gegenoffensiven, sondern Gewinne durch Zurückweichen der RA. Echte Rückeroberungen würden deutlich mehr Militärpotential an der entsprechenden Front erfordern, (4-6:1) in gewisser Hinsicht die Kräfteerfordernisse umdrehen. Davon ist m.E. UA weit entfernt.
  •  
  • Angeblich hat die UA Luftwaffe im Donbas mit Hilfe von selbstfliegenden Granaten Flugzeuge abgeschossen. Das wäre neu, die Information ist aber sehr vage.
  •  
  • Russland versucht durch weiteren Beschuss den Verkehrsknoten Bakmut/Donbas lahmzulegen, um den Nachschub der UA abzuschneiden. Diesem Ziel dient offenbar auch der Beschuss in der Gegend von Saprorischschja.
  •  
  •  
  • Kriegswirtschaft in Russland
  •  
  • Russland hat per Dekret verfügt, dass die Wirtschaft entsprechend den Erfordernissen der sog Spezialoperation umgestellt werden kann. Offenbar soll damit die Produktion kriegswichtiger Güter angewiesen werden können. Es ist aber auch möglich, Arbeitsverträge zu ändern. Z.B. um Überstunden und Freitagsarbeit zu ermöglichen. Außerdem fehlen der RA Techniker zur Wartung Reparatur von Kriegsgerät. Auf diese Weise könnten Arbeiter faktisch rekrutiert werden, obwohl Putin die Massenaushebung nach wie vor versucht zu vermeiden. Die RA versucht weiterhin mit verdeckten Methoden zur rekrutieren. Derzeit ist der Zwergenpseudostaat Transnistrien dran.
  •  
  • Anschluss von Teilen der UA
  • Was schon seit Wochen vorhersehbar ist. Es wird die Voraussetzung für einen Anschluß von Teilen der UA an Ru geschaffen. Ein Duma-Entwurf sieht Entsprechendes vor, wenn es ein Referendum gibt. Also kein „Anschluss“ sondern ein pseudodemokratisches Verfahren, wie es für das Donbas, Teile von Saporischschja und Cherson derzeit vorbereitet wird.
  •  
  • Sabotage
  • Die UA hat offenbar mehrere Personen überführt, Koordinaten an die RA übermittelt zu haben. Angesichts des hohen Elektronikeinsatzes v.a. bei Fluggeschossen, Granaten und Abwehrwaffen aller Art haben diese eine hohe Bedeutung zur Erhöhung der Treffsicherheit und des „effektiven“ Munitionseinsatzes.
  •  
  • Zivilisten leiden
  • Die Zivilisten leiden unter dem verstärkten Beschuss aus der Luft. In Mykolaev, Odessa, Kremenchuk haben die zivilen Opfer ein neues Höchstmass erreicht.
  • Die UA bestätigt die Annahme, die in HuG.info vor einigen Tage getätigt wurde. Die zivilen Schäden sind v.a. „Kollateralschäden“ von unpräzisen Abschüssen mit veraltetem Gerät.

Humanitär

Die UA hat einen neuen Menschenrechtsbeauftragten. Die letzte war in einem umstrittenen Verfahren wegen Unfähigkeit abgesetzt worden.

Die UA will die Stelle des Leiter der Antikorruptionsbehörde ausschreiben. Spät, spät.

 

Hybrid

Russland hat das erste Getreideschiff aus dem jetzt entminten Hafen Berdjansk Richtung Türkei fahren lassen, die Ua Regierung fordert Türken zur Beschlagnahme auf.

Ru versucht offenbar das Atomkrsftwerk Zaprorischschja in das ru Stromsystem zu integrieren.

Die UA will Strom an EU liefern.

Die Eu bezieht erstmals mehr Gas aus den USA als aus Russland

 

Sanktionen

12 Rüstungsfirmen in Ru sollen noch nicht sanktioniert sein

Auch deutsche Firmen noch in Ru aktiv.

Spaltung der Welt. H-und-G.info Monitoring 30. 6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Spiegel geht baden, deutsche Presse entdeckt-dank Putin- Luftverteidigungslücke

Russland fast überall auf dem Vormarsch.

Kremenchuk. Kriegsverbrechen aus Versehen?

Kadyrev blufft, aber keineswegs nur

Deutscher diplomatischer Erfolg in Kaliningrad?

Gefangenenaustausch mit lebensgefährlichen Haken

 

Kriegsgeschehen

Die RA rückt an fast allen Fronten vor. Am meisten im Donbas. Aber dass die RA wegen der Konzentration auf das Donbas andernorts quasi gelähmt sei, ist eine westliche Legende. Die ua Gegenoffensive im Norden von Charkiv ist seit längerem offenbar gestoppt. Es gibt auch Gelände-Rückgewinnung. Die RA versucht dort offenbar die N/S Verkehrshauptader wiederzugewinnen. Auch in Zaporischschja dringt die RA von Süden nach Norden vor. Die Front ist nur noch ca. 25 km von der Oblasthauptstadt entfernt. In Mykolaiv (im Süden westlich des Dnejpr und Übergang nach Odessa/Moldawien) wird verstärkt bombardiert. Dort, wo wie auch in Odessa die Infanterie derzeit keine Chance hätte, wird mit long distance Haubitzen, Missiles, Fliegerbomben angegriffen. Damit werden Infrastrukturziele getroffen und ua Armee, Zivilschutz und Bevölkerung „unter Strom“ gehalten.

Die letzte Großstadt des freien Luhansk ist durch ru Dorfgewinne im Südwesten nunmehr zu 2/3 bis 4/5 eingekreist. Der Korridor Richtung UA beträgt offenbar nur noch wenige km. Es ist absehbar, dass die UA abziehen muss, wenn sie nicht eingekesselt werden will, wie das in einzelnen Dörfern laut ru Angaben gelegentlich schon passiert ist.

Die Hauptzufuhrlinie von L. über die Autobahn ist schon seit Tagen/Wochen kaum noch bis gar nicht mehr zu benutzen. Die RA beschießt derzeit schon Ausweichlinien. Ähnliches gilt vermutlich für Bahnlinien, über die leider nie berichtet wird.

Außerdem wird der Verkehrsknoten Bakmut systematisch und großräumig eingekreist. Offenbar um den Waffennachschub im Donbas abzuschneiden und zu verlangsamen.

Truppenverstärkung

Die Pressemeldungen, wonach Kadyrev seine Truppen entscheidend verstärkt hätte. Dies muss nicht sein. Zu bestätigen ist v.a. eine Umgruppierung. Bei den Truppenzahlen hat Kadyrev bisher immer stark aufgeschnitten und übertrieben. Nach bisherigen GD-Angaben waren 2500 Söldner in der UA, jetzt sollen 4 neu formierte Bataillone zusammen mit der RA kämpfen. Das wären dann schätzungsweise maximal 4000. Allerdings hat die Tschtesch erhebliche Rekrutierungschwierigkeiten, da sich rumgesprochen hat, dass man in der UA nicht nur Geld verdienen, sondern auch umkommen kann. Außerdem müssen die Kräfte, die großenteils zwangsrekrutiert werden, ausgebildet werden, zumal sie als Spezialkräfte eingesetzt werden sollen. Faktisch scheint sich also gar nicht so viel geändert zu haben, v.a. die Organisationsform.

Neue Taktik?

Britische GD bestätigen, was HuG.info seit längerem beschreibt. Die „Erfolge“ der RA im Donbas beruhen auch auf einer neuen Taktik. Bisher ging das nur aus Kadyrev-Quellen hervor. Es ist auch nicht ganz klar, was genau, außer eine besseren Abstimmung zwischen den Waffengattungen, insbesondere Luft/Artillerie und Boden das heißt. Vermutlich werden verstärkt Späh- und Sabotagetrupps hinter den Linien bzw. im unmittelbaren Umfeld eingesetzt, um Detailgenaue Zielkoordinaten zu ermitteln. Es ist auffällig, dass die UA derzeit relativ häufig derartige Grüppchen aufspürt und „neutralisiert“.

Wie viele taktische Rückzüge sind eine Niederlage?

Dass sich die UA schleunigst aus L zurückziehen muss, ist offenkundig. Auch die Westwaffen, so sie denn überhaupt an der Ostfront sind, werden das kaum noch abwenden können. Wird der Westen dann wieder von einem taktischen Rückzug sprechen, um die Abwehr zu verbessern wie in S.? Das steht zu befürchten. Leider scheint der Krieg im Donbas gekippt zu sein. Da die RA nun „erfolgreich“ vom Süden her operiert und dort offenbar auch stabile Nachschublinien hat (und nicht mehr den Donezk-Fluss als natürliche Barriere), rückt sie immer weiter vor und wird von der UA dabei allenfalls gebremst. Von Gegenoffensive wird gar nicht mehr geredet. (Außer in Selensky-Ansprachen, die eher der Aufrechterhaltung der Moral dienen.)

CIA ist skeptisch

Auch die CIA hat ihre Haltung Richtung Skepsis modifiziert. Feinsinnig wird formuliert, dass die UA vielleicht noch Geländegewinne im Süden erzielen kann (wo sich die RA teilwiese zurückgezogen bzw. ausgedünnt hat), aber sich wohl ansonsten darauf konzentrieren muss, die Stellungen zu halten. Das ist eine Umschreibung, dass die CIA im Donbas wohl nicht mehr an Rückeroberungen glaubt. Offenbar wurde die UA in den vergangenen Wochen/Monaten auf Grund der Teilerfolge entweder überschätzt, oder die Russen unterschätzt (der Westen listet meist deren Defizite auf, ohne dass gegen den bisher scheinbar unermesslichen Nachschub aufzuwiegen). Die CIA sieht drei Varianten. Festfressen, Durchbruch Russland, Erfolg Ukraine. Man beachte die Reihenfolge. Außerdem ist das Gesamtfazit „"ziemlich düster". Das vergisst, die Defizite westlicher Waffenlieferungen.

Eiserner Vorhang? Die neue Spaltung der Welt.

Russische Politiker sehen sich durch Nato/Eu eingekesselt und sprechen vom neuen eisernen Vorhang. Das ist-auch wenn Ursache-Wirkung verdreht wird- nicht ganz falsch. Die Sanktionen und die neue Natostrategie, in der RU nicht mehr Partner, sondern Gegner ist, spalten die Welt wieder in Ost und West auf. (Ukraine gibt aktuell Beziehungen zu Syrien auf) Es besteht sogar die Gefahr, dass der Westen sich langfristig schadet, weil er diese Linien und die dauerhafte Abwendung von Russland Richtung Asien über lange Jahre (über Putin hinaus) stabilisiert. Es etablieren sich derzeit Handels und Verkehrswege Richtung China/Indien, die diese Entwicklung zementieren. Auch die Reiserestriktionen und der Austausch der Gesellschaften, eine Errungenschaft des KSZE-Prozesses der 1970er und 1980er Jahre, nehmen faktisch zu. Wo ist das Angebot an Eliten und Gesellschaft in Russland jenseits von Putin. Wenn es keine Alternativen zur Abkapselung gibt, wird es m. E. auch keine Chance geben, dass sich (wie damals unter Gorbatschoff) eine neue Denkrichtung in Ru entwickelt.

Diplomatie Kaliningrad

Offenbar unter Beteiligung des deutschen AA wird ein Kompromiss zwischen Lithauen und Russland in der K-Frage angestrebt. Die lith Blockade ist intern nicht umumstritten. Die Sanktionen der EU richten sich nämlich gegen Importe in die EU. Der Transport Richtung K. ist dagegen Transit.

Kriegsverbrechen

Die Kadyrovleute durchkämmen S.. Offenbar machen sie keine Gefangenen, sondern löschen jegliche feindlichen Regungen aus. Wer kümmert sich eigentlich um die Kriegsverbrechen der Tschteschenen. Sie sind keine TIKTOK -Armee, sondern gehören zu den Schlimmsten.

Putin bestätigt Beschuss auf Krementschuk, dementiert aber Angriff auf ziviles Ziel. Britischer Geheimdienst schließt sich inzwischen offenbar der Ansicht von HuG.info an (klingt absurd, ist aber so), dass die RA nicht das Einkaufszentrum, sondern Infrastruktur treffen wollte. (HuG-Bahnhof mit Brücke über Dnjepr in der Nähe). Macht die Sache aber nicht wirklich besser. Offenkundig in Kauf genommenen Zivilkollateralschäden dürften auch als Kriegsverbrechen zu bewerten sein.

Amnesty bewertet nach zahlreichen Untersuchungen und Interviews den Angriff auf das Theater von Mariupol, als ca 300 Personen verschüttet wurden und umkamen, als Kriegsverbrechen. Die RA hat das Theater inzwischen so geräumt, dass die Zahl der Toten nicht mehr zu ermitteln sein dürfte. Eine Neuinszenierung ist für Herbst geplant.

Humanitär

Rund 145 Gefangene wurden ausgetauscht, darunter auch die ersten ca 95 Soldaten aus dem ASOW-Stahlwerk. Angeblich sogar 45 Polk-ASOW-Mitglieder. Dies entspräche den Teilkapitulationsverhandlungen, als Selenskj der Garnison von Mariupol befahl, aufzugeben. Ein internationaler Deal wurde unter Beteiligung des IRC gemacht, wonach die Soldaten wie Kriegsgefangene zu behandeln und auszutauschen seien. Demgegenüber gab es immer wieder Drohungen, die Soldaten müssten in Tribunalen die Todesstrafe bekommen. Der jetztige Austausch ist sicher ein erster Hoffnungsschimmer, aber keine Gewissheit. Es wurden v.a. schwerverletzte ASOW-Kämpfer überstellt. Unter der 800 köpfigen Bunkerbesatzung gab es mehrere Waffengattungen und Gruppierungen, die von der RU Seite unterschiedlich eingeschätzt und behandelt wurden. Am schwierigsten dürften die Verhandlungen um Personen sein, die von RA als Kriegsverbrecher wegen Auseinandersetzungen im Donbas seit 2014 registriert sind. Zum zweiten das Führungspersonal, das laut plausiblen Ru Quellen derzeit in RU von Spezialisten verhört wird.

Cholera in Mariupol. Von den Besatzern nach wie vor dementiert offenbar sich durch zahlreiche Meldungen von Erkrankten in den sozialen Medien.

In der ehemaligen Großstadt L harren noch ca 15.000 Personen aus. Unter schwierigsten Bedingungen wird immer noch Richtung UA evakuiert. Erfahrungsgemäß wollen aber nicht alle gehen. Erschwert wurde die humanitäre Hilfe, die wegen des Beschusses ohnehin kaum noch möglich ist dadurch, dass die RA eine Halle mit Hilfsgütern und Fahrzeugen bombardiert und zerstört hat. Die Ua braucht dringend Fahrzeuge für humanitäre Hilfe.

Zivile Gesellschaft in UA

Selenskij hat Dekret für Oligarchenregister unterzeichnet. Politiker müssen Oligarchenkontakte anzeigen. Wahlhilfe und Parteienfinanzierung sollen künftig ausgeschlosssen sein. Das könnte ein Meilenstein zur Entwicklung der Zivilgesellschaft werden. Auch Selenskj war bei seiner Wahlkampagne von Oligarchensponsoring abhängig. MP wie Porocheko und Timoschenko verfolgten als Oligarchen selbst immer Eigeninteressen. Ahmatov hatte in 2014 sogar mit dem ASOW-Vorläufer sogar eine Privatarmee.

Die EU lässt grüßen. Ein wichtiger Schritt, aber warum erst nach dem Kriegsbeginn?

„Unsere“ Medien

Zynisch ausgedrückt müsste man Putin dankbar für den Beschuss des Einkaufzentrum in K. sein. Jetzt entdecken deutsche Medien und die Politik, dass es Defizite bei der UA Luftabwehr gibt. Selbst ein erfahrener Auslandskorrespondent im ZDF eiert herum. Daher war nach der Fastvernichtung der ua Luftwaffe im Februar, der Aufrüstung der RA vor vom Schwarzen Meer und von Flugplätzen in RU an der Peripherie der UA (Belarus, Kursk, Rostov, Asowsches Meer, etc.) klar, dass sich die UA kaum gegen Langestreckenbomber, Tiefflieger und Kampfhubschrauber wehren kann. H-und-G.info berichtet seit Wochen (!) dass die Ukraine -außer gelegentlich im Westen und Charkiv-Raum, keine (!) Abschüsse zu verzeichnen hat. Ich kann es nur wiederholen, ich bin wirklich kein Militärspezialist, aber die Sache ist vollkommen offenkundig: Mit Ablehnung der Bitte den Luftraum der UA zu sperren durch den Westen (das war nicht gestern, sondern im März !), hätte jedem klar sein müssen, dass die UA aus der Luft weitgehend ungeschützt ist. Worüber berichteten deutsche Medien und stritten Politiker? Über Marder. Fazit die westliche Militäranalyse ist schlecht, auch die der Medien. Das kann kriegsentscheidend sein.

Der Spiegel geht baden. Der Spiegel, frühe bekannt durch Hintergrundberichte, macht offenbar in der UA den Ronzheimer, Kürzlich eine Reportage über Ukrainer die russische Leichen einsammeln, jetzt ein Bericht, wie die UA aus Sjeverodonezk abzog: mit dem Gummiboot. Abgesehen davon, dass man das schon vor ca. einer Woche im US-Fernsehen sehen konnte. Die Liste der Hintergrundberichte, die im Spiegel fehlen, wäre lang. Offenbar nutzt das Magazin die Möglichkeiten nach wie vor guter Verkaufszahlen nicht ausreichend, um diese Tradition in schwierigen Zeiten auszubauen.

Seit deutsche Medien die „authentischen“ ukrainischen Quellen entdeckt haben und sie v.a. in den Tickermeldungen fröhlich zitieren, wird es immer bunter. Denn diese Meldungen muss man eigentlich dechiffrierten, um aus den militärisch gefärbten Meldungen den Wahrheitsgehalt rauszudestillieren. Die FR behauptete gestern, die RA würde „neue strategische Ziele angreifen“. Genannt wurde „spaßiger Weise“ ein angeblich geplanter Sturm auf Lysychansk. Läuft der nicht schon seit einer Woche? Es fehlt natürlich auch nicht der Satz „Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.“ Warum nicht? Beide Seiten ru und ua berichten nämlich weitgehend dasselbe. Kämpfe in Vororten und Außenbezirken von L.

Fällt der Rest des freien  Luhansk? H-und-G.info Monitoring 29.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at) (Wegen Reise heute verkürzt)

 

Lysychansk möglicherweise nicht mehr zu halten

Minen und Streubomben

Demographisches Drama

Soldatenfrauen in Fernost protestieren

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Kriegsgeschehen

Fällt die letzte große Stadt im feien Luhansk. Die UA verzeichnet nach wie vor den Versuch der RA, die Stadt zu umzingeln, die RA sei dabei nicht erfolglos. Die Stadt wird beschossen und durch diverse Formen von Minen unpassierbar gemacht. Vom Süden her scheint die Ua inzwischen eine weitgehend offen Flanke zu haben, da hier die RA den Fluss Donetzk überschritten hat. Amerikanische Quellen spekulieren, ob der nächste taktische Rückzug Richtung Kramatorsk, Sloviansk, Sivers stattfinden könnte, wo die militärische Führung der UA für das Donbas sitzen soll und verstärkte Abwehrmöglichkeiten existieren.

Derzeit wird Lyssychansk genauso platt gemacht, wie zuvor Sjeverodonetzk.

Das Bombardement gegen Städte hat sich insgesamt verstärkt

Oroginalzitat: UA Commander-in-Chief: Russia fired over 130 missiles at Ukraine in past 4 days. "The enemy demonstrates remarkable audacity in inflicting missile strikes on the territory of our state," Commander-in-Chief of Ukraine's Armed Forces Valerii Zaluzhnyi said on June 28. He added that the most intense hostilities are ongoing in the north of Luhansk and Kharkiv oblasts. In this area in the past 24 hours alone, Russia carried out 270 artillery raids, using 45,000 rounds of ammunition, and launched 2 missile strikes and 32 airstrikes. The situation is "very difficult" but under control he said.

 

Ermittlungen gegen Ukrainer

 

Die UA Regierung hat den Gouverneur von Cherson abgesetzt, die Ursache ist unklar. Cherson ist allerdings durch schlechtes Management gleich in den ersten Kriegstagen gefallen, was nicht hätte sein müssen. An sich sind die Gouverneure, die auch den Zivilschutz und z.T. die militärische Verteidigung koordinieren, die wichtigste Stütze der UA Verwaltung.

 

Gegen Verantwortliche des Krementchuker Einkaufszentrum soll wegen des Verdachtes auf Nachlässigkeiten ermittelt werden. Genaueres ist nicht bekannt, Möglicherweise wurde ein Luftalarm ignoriert. Über 20 Menschen starben durch ru Angriff.

 

Ru Soldatenmangel

Das ISW geht davon aus, dass Putin die Soldaten ausgehen. Es würden pensionierte Offiziere remobilisiert. Eine von vielen verdeckten Mobmaßnahmen, da Putin bislang die Generalmobilmachung scheut.

 

In Buryatien, Fernost,  sollen ein dutzend Frauen, für die Rückkehr ihrer Männer aus dem Krieg demonstriert haben. Putin nutzt die Volksstämme in Fernost als Kanonenfutter, um Verluste bei Moskwitern und Petersburger Russen zu vermeiden, die zu Protesten führen könnten.

Humanitär

Nach
Ua Angaben Streubomben und Fussminen in Lysychansk

 

Demographsche Katastrophe droht Ukraine, sie könnte durch Tod, Geburtenrückgang und Gebietsverluste ein Drittel ihrer Einwohner verlieren.

 

Wieviel Menschen noch in Lysychansk sind, ist unklar, vermutlich mehr al 10.000. Die Evakuierung kann nur noch auf Schleichwegen stattfinden.

 

 

Der Bürgermeister von Kerson, Ihor Kolykhaiev, soll gekidnapt worden sein. In Enerhodar soll ein Stadtangestellter 5 Tage in Gewahrsam gehalten worden sein.

Hybrid

Lithuauen sperrt russisches Erdgas auch im Hafen. Ausnahme: Versorgung von Kalininingrad

 

G7 beschließt Deckelung von  Energielieferpreisen aus Russland, Experten bezweifeln, ob der Westen noch die Power hat das weltweit durchzusetzen. Ohnehin bedient Putin seine Lieblinge mit Vorzugspreisen.

Zivilbevölkerung leidet unter brutaler Kriegsführung. H-und-G.info Monitoring 28.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at) (Wegen Reise heute verkürzt)

 

Zahl der zivilen Opfer steigt deutlich an mehreren Orten

Getreidedeal mit Fragezeichen

Sturm auf Lysyschansk

 

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Kriegsgeschehen

 

Zivilbevölkerung leidet immer mehr unter verstärkten russischen Angriffen aus der Luft und mit Artillerie. Laut UA sind diese verstärke Luftangriffe eine Reaktion auf die außenpolitische Unterstützung der UA durch EU, Nato und G7.  Allerdings sind die Angriffe z.T. gezielter als in den Medien dargestellt.

 

Lysychansk wird mit Artillerie und Flugzeugen bombardiert. Gestern starben 8 beim Wasserholen. Die Stadt ist lange nicht so evakuiert wie Sjevjerodonezk. Wegen des massiven Beschusses sind kaum noch Lebensmittel und Evakuierungstransporte möglich. Mangels Distanzhaubitzen (Westwaffen?) und Luftwaffe in diesem Gebiet

kann die UA den Beschuss nicht begrenzen. Es droht eine weitere humanitäre Katstrophe.

 

In Kremenchuk erhöht sich die Zahl der Opfer der Atacke auf das Einkaufszentrum auf 16 Tote, noch 40 Personen werden vermisst. Allerdings: ein Blick auf die Karte zeigt, das Zentrum liegt nur unweit des großen Bahnhofes, der in der Stadt am Dnjepr mit einer großen Eisenbahn- und Straßenbrücke eine wichtige West-Ostverbindung ist. Der Angriff galt also vermutlich der Verkehrsinfrastruktur, dem Nachschub, nicht dem Kaufzentrum an sich. (warum wird das in den westlichen Berichten unterschlagen?) Die Bomber kamen vermutlich aus Kursk und haben vermutlich aus Angst vor der Flugabwehr auch größerer Distanz gefeuert. Putin nimmt derartige Kollateralschäden an der Zivilbevölkerung offenbar immer wieder skrupellos hin.

 

In Mykolaiv soll mit Streubomben bombardiert worden sein.

 

Humanitär

In Lysschansk kriegsbedingt offenbar katastrophal s.o.

 

Besetzte Gebiete

 

In Sjevjerodonezk beschlagnahmen die Besatzer die Häuser von Evakuierten.

Es gibt Fotobelege, dass die (vermutlich 800) Zivilisten aus dem AZOT-Chemiewerk Richtung Russland evakuiert und dabei filtriert werden.

 

Hybrid

 

Türkei vermeldet ein Zentrum für dem Handel mit ukrainischem Getreide als Ergebnis der türkisch-russischen Gespräche, das bald die Arbeit aufnehmen kann. Angeblich sind 20 mio t Getreide in ua Häfen blockiert. Ob die UA an den Gesprächen, wie gefordert, beteiligt war ist nicht ersichtlicht. Ebenso nicht, ob weiter geklautes Getreide gehandelt werden soll und inwieweit ein militärischer Missbrauch der Hafenzugänge ausgeschlossen werden und wie dies kontrolliert werden soll.

 

 

Putins Marodeure. H-und-G.info Monitoring 27.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Besatzer enteignen schlimmer als die Kommunisten

Wohin marschiert die Russische Armee als nächstes?

Schutzlos gegenüber russischer Luftwaffe

 

Kriegsgeschehen

RA versucht vom Süden her nun nach demselben Muster wie vorher S Lysychansk einzunehmen. Nach einer modifizierten Aleppo-Strategie werden alle Dörfer und Vororte davor zerstört, um damit Stützpunkte der UA unmöglich zu machen. Offenbar ist auch die Abstimmung zwischen Bodentruppen z.B. von Kadyrev, Artillerie und Luftwaffe so verbessert worden, dass genauere Koordinaten über UA Stellungen geliefert werden, vermutlich nicht mehr nur mit Drohnen, sondern auch mit Infanterie z.B. von Kadyrev. K. hält dies für so effektiv, dass er mit der baldigen Einnahme von L. rechnet. Die UA hat nach wie vor keine effektive Luftabwehr im Donbas.

Bombardierung von Kiev erfolgte v.a. mit Bombern von Schwarzen Meer aus „sicherer“ Entfernung. Die Bomber kommen vermutlich von einem ru Flugplatz am Asowschen Meer. Die Ua Armee hat offenbar keine Waffen, um derartige Flugzeuge abzuhalten. Jagdflugzeuge fliegen von dort auch ihre Einsätze im Donbas.

Die Bombardierung von Kiew mag politische Gründe haben, um wie damals in Berlin gegen die Bundespräsenz, mit Flugzeugen Gegenmacht zu demonstrieren. Andererseits zielen die Bomben mehr oder minder präzise auf Militärproduktionsanlagen und mutmaßliche Umschlagplätze für Westwaffen, was deren Lieferung in Kriegsgebiete zumindest deutlich verlangsamt.

Die zweite Ölplattform im Schwarzen Meer brennt. Die gehört der UA, wurde aber seit 2014 von den Ru enteignet. Vermutlich Ua Sobotageaktion, ohne Bestätigung.

Nächsten Kriegsziele

Sicher dürfte als Ziel 1.  nur Lysychansk sein und 2., dass Russland weiter und nicht beim Donbas Halt macht. Im Gegenteil wird die RA weiter gestärkt. Von Belarus wird Ausrüstung nach Belgrad geliefert, von wo die RA in Donetzk mit Nachschub versorgt werden kann. Von Mariupol ziehen Truppen Richtung Westen ab.

Verstärkte Angriffe-wenn sie nicht nur der Kräftebindung gelten- zielen offenbar darauf ab: von Norden/Charkiv die Verkehrsader Isym-Sloviansk zu erobern; im Osten den Verkehrsknoten Bakmut mit seinen O/W und N/S-Verbindungen zu umzingeln und einzunehmen; die Front weiter Richtung Westen, Richtung Zaporischschja bzw. Dnepro zu treiben. Auch die Dauer-“Baustelle“ Mykolaiv/Odessa/Transnistrien bleibt.

Das Szenario entspricht dem, was auf einer ru Kommandantentagung vor ca. 2 Monaten besprochen wurde. HuG-info hat darüber berichtet. (Kurzfassung: heute das Donbas- morgen die Welt)

Besetzte Gebiete: Putins Marodeure

Wie der Herr sos Gescherr. Die Soldaten und Besatzer halten sich an ukrainischen Staats- und Privateigentum schadlos. Es wurden laut ua Angabe rund 400.T Tonnen Getreide gestohlen. Bauern werden zu Zwangsarbeiten- und Abgaben gezwungen. (Rückkehr zur Zeit vor 1861/Bauernbefreiung?). In leerstehende Häuser von Emigierten ziehen Soldaten, Besatzer und deren Familien ein (Cherson/Zap). Nachbarn und Verwandte werden gezwungen Schlüssel rauszugeben. Dort wird gestohlen. In einem Ort in Zap verlangen Besetzer Lösegeld für Geiseln, darunter MA des Krenkraftwerkes. Von Disziplinarmaßnahmen dagegen ist nicht bekannt, also zustimmende Duldung durch Putin. Offenbar sollen durch derartige Bereicherungen Defizite beim Sold und der Motivation ausgeglichen werden. UA Geheimdienst berichtet immer wieder, dass versprochene ru Sonderzahlungen ausbleiben.

In Mariu wird der Hafen weiter hergerichtet, um geklauten Stahl, Kohle, Getreide exportieren zu können.

Humanitär

Aus Mariupol wird berichtet, dass es für die Bewohner aus den vielen tausend zerstörten Häusern nur ca. 5000 Ersatzunterkünfte gäbe. Wem das nicht passt, der kann gehen: Richtung Russland nach Überprüfung.

Für den Winter droht eine Katastrophe für Obdachlose und viele der übrigen. Die Heizung in M. wird großenteils über Gas betrieben. Das Rohrleitungssystem ist stark beschädigt. Wie schon beim Wasser nachvollziehbar, öffnen die Besatzer die Leitungen, ohne sie repariert zu haben. Wenn sich das beim Gas wiederholt, drohen Heizungsausfälle und noch schlimmer Explosionen. Das komplette Leitungssystem wiederherzustellen scheint unmöglich. Beobachter mutmaßen, das Russland mit Absicht die Lebensumstände in M. niedrig hält, damit die Stadt ausblutet. Entnazifizierung durch Depeuplierung.

Was auch der Bevölkerung von Sjeverodonezk wird, ist derzeit unbekannt. Vermutlich Entbehrung, Überprüfung, Festnahmen, Deportation.

„Unsere“ Medien

Der Spiegel vermeldet „Blockade von Lysytschansk droht“. Ein Beleg findet sich dafür in Spiegel-online nicht. In der Originalmeldung des UA Militärs heißt es richtiger Weise. dass eine Blockade von Süden her droht. Der Westen und z.T. Nordwesten ist bisher noch offen und kann vermutlich nicht schnell erobert werden. Jedenfalls gibt es allenfalls einen Umzingelungsversuch, keine Blockade.

 

 

FSB lässt Bücherverbrennen. H-und-G.info Monitoring 26.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

 

S. ist gefallen- Krieg geht unvermindert weiter

FSB verbrennt ukrainische Literatur

Revirement in russischer Armee und Aufrüstung von Belarus

Besatzung mit Raub und Korruption

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die UA hat Sjevjerodonezk weitgehend geräumt. Allerdings sollen noch Spezialkräfte in der Stadt operieren, die Beschlusskoordinaten weitergeben. Offenbar soll die weitgehend evakuierte Stadt (noch ca 10% der Bevölkerung da) zur Todesfalle für die Besatzer werden.

Die weitgehende Einnahme von S. hat keine Zwischenpause zur Folge, sondern scheint den Ehrgeiz der RA nun „Erfolge“ zu zeigen zu beflügeln. Es wird mit allem geschossen, was es so gibt. (Raketen, Haubitzen, Bomben, Mörser, etc.) Der Beschluss der Nachbarstadt Lysychansk wird verstärkt, Vorbereitung auf evtl. Vordringen auf Kramatorsk und Slowjansk. V.a. auffällig starker Beschluss in Richtung Zaporischschja. Ob dies der Fixierung der ua Kräfte dient oder die nächsten Ziele markiert, ist unklar.

In einem Tag wurden 25 Raketenangriffe in ganz UA getätigt. Dabei gibt es jeweils Verletzte und Tote. Abwehr zu schwach.

Russische Streitkräfte unter neuem Kommando (und mit verbesserter Taktik?)

Wie von westl. GD vermutet, hat die RA offiziell bekannt gegeben, dass zwei wichtige Kommandeure ausgewechselt wurden. Vermutlich auch der gesamtkoordinierende General. Offenbar ist es das Ziel, das Zusammengehen von Luft- und Bodentruppen zu verbessern. Laut Kadyrev waren es solche Absprachen, die die „Erfolge“ der RA im Süden von Sjevjerodonezk ermöglichten. Die UA hat mangels Westwaffen eine schlechte Luftabwehr.

Belarus atomar aufrüstbar, soll es in den Krieg gezogen werden.

Wie d Medien berichten, soll B mit potentiell atomwaffenfähigen Waffen aufgerüstet werden, auch mit SU 25 Trägerflugzeugen. Die Frage ist: Hat Belarus Angst vor der Nato oder will RU Belarus zu Kalkül ziehen. Das ist keineswegs absurd). Die UA vermutet, dass die RA durch Provokationen an der Grenze (fingierte ua Angriffe, Angriffe aus Belarus auf UA) Belarus in den Krieg ziehen will. Offenbar hält die UA daher an der Nordwestfront weitgehend „die Füße still“.

Besetzte Gebiete

Im besetzten  Sjevjerodonezk ist offenbar ein Standortkommandant ernannt worden. Vermutlich wird nach Schema F besetzt. D.h. Filtrierung der Stadtteile, russlandfreundliche Verwaltung, Stück für Stück Einführung des russischen Systems.

In Mariupol haben angeblich FSB-Kräfte Bibliotheken gesäubert und einmalige ukrainischen Originalschriften verbrannt. Entnazifizierung ist offenkundig kulturlos.

In Mariupol bilden sich angeblich Jungenbanden, die im Auftrag von Tschetschenen und Soldaten aus Dagestan v.a. Rentner beklauen. Mit Tricks werden auch leerstehende Wohnungen ermittelt und ausgeraubt.  Geldwechsler u.ä. nehmen fette Provisionen für ihre „Dienstleistung“. Die Besatzer lassen das offenbar laufen, weil sie sich auf die „Loyalität“ gerade dieser Kriminellen stützen. D.h. der Kriegsverbrecher Putin sicher die Besetzung der UA mit Hilfe von Dieben und Räubern und korrupten Beamten.  Super Rückkehr ins Mittelalter.

Humanitär

Die restlichen mehrere Hundert Flüchtlinge im Chemiewerk von Sjevjerodonetzk können nicht mehr Richtung Ukraine evakuiert werden. Was mit ihnen geschieht ist unklar. Vermutlich müssen sie in der Stadt bleiben bzw. werden Richtung Russland evakuiert/deportiert. Da sie vermutlich unter Verdacht stehen, mit der UA kooperiert zu haben, ist mit scharfen Filtrierungen (Überprüfungen) zu rechnen, wobei regelmäßig Personen in Sonderlagern verschwinden. Die Filtrierungslager der Region Sjevjerodonezk/Lysychansk sind derzeit nicht bekannt, dürften sich aber in einem Ort Richtung Luhansk befinden, zumindest dürften dort größere Checkpoints mit Zeltlagern sein.

„Unsere“ Medien

Manche Medien verdrehen die Niederlage von Sjevjerodonezk zu einem heimlichen „Erfolg“ der UA (t-online). Dies ist leider kein Resultat russischer Propaganda sondern offenbar Folge von fragwürdigen Pressebriefings westlicher GD und Militärs, die ihre Fehleinschätzungen zu kaschieren versuchen.

Andere, z.B. die an sich gut berichtende „Süddeutsche“, schweigen in ihrer Printausgabe den Verlust von S. einfach tot. Ohne die Sache überdramatisieren zu wollen. Aber der Verlust der Hauptstadt des freien Luhansk ist symbolisch-politisch wie militärisch keine Bagatelle.

Weitere Fehlinformationen ist die Behauptung, dass sich die RA nun anstrengen werde, den Donezk-Fluss zu überqueren. Ich weiß nicht, wo dieser Unsinn herkommt (evtl. Agenturmeldung). Offenbar sieht kein Journalist auf die Karte, sonst könnten die dauerhaften Fehlmeldungen nicht stattfinden. Die RA ist schon lange im Norden und Süden über den Fluss gelangt. Das war geradezu die strategische Voraussetzung für den jetzigen schnellen „Erfolg“. Nur im Bereich der Großstädte zwischen Slowiansk und Sjeverodonezk kommt die RA nicht über den Fluss, wo im Westen die ua Verteidigungslinie ist.

Niederlage des Westens wird beschönigt. H-und-G.info Monitoring 25.6. 2022 ca. 6.00

 

Da sich das Gesamtgeschehen kaum geändert hat (was für die Beteiligten weiterhin ein Drama bleibt), nur ein resümierender Kommentar. Und Anmerkungen zur deutschen Berichterstattung.

Westen redet Niederlage schön- Sjevjerodonetzk

Der angekündigte Rückzug der Ukrainischen Armee aus Sjevjerodonetzk ist eine Niederlage- nicht der Ukrainer. Die haben gekämpft wie die Löwen. Aber des Westens. Es ist die zögerliche Waffenhilfe, die die Aufgabe der Hauptstadt des freien Luhansk erzwungen hat. Das ist und war kein Problem Scholz, sondern der Nato und wird noch aufzuarbeiten sein. Erst gab man der UA keine Chance, dann unterschätzte man die RA und hatte Angst vor der Eskalation. Auch die Opposition in Deutschland spielte keineswegs die Ruhmesrolle, die sie sich selbst zugedacht hat. Die wochenlange Marder-Debatte lenkte von den eigentlichen Problemen ab. Die UA brauchte in dieser Zeit -bis heute- ganz andere Waffen als Marder- nämlich schwere Haubitzen und Flugabwehr. Und statt die Ursachen für die schleppende Lieferung wirklich zu ergründen, machten sich Oppositionspolitiker und manche Journalisten zum Waffenlobbyisten. Dass 100 Panzer auf dem Hof einer deutschen Firma stehen, und die ein Geschäft wittert, ist noch keine bessere Verteidigungsstrategie. Der Westen hat sich blamiert, und ob diese Schlappe gut zu machen ist, steht in den Sternen. Die nun PR-mäßig angekündigten Waffen hängen irgendwo zwischen Washington und Kiev. Im Donbas angekommen scheinen bisher nur die Wenigsten. Und Russland rüstet weiter. Allen beschwichtigenden Meldungen von Nachrichtendiensten zum Trotz (oder sollte man von Desinformationsdiensten sprechen?). Die Meldungen über veraltetetes Material, schlechte Truppenmoral und Führungsprobleme und die angebliche TIKTOK-Armee Kadyrevs haben die Niederlage von Sjevjerodonezk nicht nur nicht verhindert. Sie haben offenbar auch die westliche Politik in einer Scheingewissheit gehalten, dass es so schlimm wohl nicht kommen werde. In Wirklichkeit kann, ich betone kann, die Niederlage von Sjevjerodonezk (und evtl. Lyssychansk) zum Menetekel werden. Damit fällt das freie Luhansk, Putin hat das erste seiner „harten“ Ziele erreicht. Und er hat genügend Potential weiterzumachen. Die Schneise Richtung Kramatorsk, Dnepro, Zaporischschja ist bereits geschlagen. Sie wird breiter werden, wenn die UA nicht die Mittel hat, die russischen Nachschubwege aus der Ferne zu zerstören, wie es vice versa bereits passiert. Die Nachschubwege der Russischen Armee werden durch den Sieg on L/S nämlich eher besser und das könnte a la longue Kriegs-entscheidend werden.

 

Unsere Medien

Die Niederlage von S. ist in den Hauptnachrichten von ARD und ZDF ziemlich weit nach hinten gerutscht. Angemessen? ZDF berichtet von der Front über veraltete mitleidserregende DDR-Haubitzen. Warum erst jetzt und nicht vor 5 Wochen? Weil man jetzt stolz die modernen Westwaffen zeigen kann, die angeblich alles drehen werden. Frau Eigendorf-eigentlich eine der besten Reporterinnen- hat sich faktisch für die Beschwichtigung der Niederlage mit einspannen lassen.

 

Die ARD berichtet über den Anschlag auf einen Kollaborationspoliker in Cherson. Putzig-naiver Beitrag. Dass die UA am selben Tag im offiziellen Armeebericht zum Guerillakampf aufruft, ist der ARD entgangen. Das Interview mit einem Vertreter der russischen Besatzungsbehörde, ist grotesk. Dieser behauptete, dass das Opfer vollkommen unpolitisch sei. Ein Verwaltungsmann, der sich auf die Seite einer völkerrechtwidrigen Invasionsmacht stellt, unpolitisch? Ups. Da fehlt offenbar in Hamburg jeglicher Kompass.

 

Auch andere Medien scheinen mit der Lage vor Ort überfordert und kupfern einfach Agenturmeldungen ab. Dass die Russen behaupten Vororte von Lyssychansk genommen zu haben und die UA behauptet die RA zurückgedrängt zu haben, ist kein Widerspruch, sondern eigentlich eine Bestätigung desselben Fakts: Kämpfe in den Vororten. (Was vor einer Woche noch undenkbar schien.)

UA ruft totalen Widerstand aus.- H-und-G.info Monitoring 24.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

 

Russland verstärkt Einsatz-Rache für EU-Kandidatur

Kampf der Tribunale

Russland unterläuft Sanktionen

Ukraines Luftwaffe hat Schwierigkeiten

UA ruft totalen Widerstand aus.

 

 

Kriegsgeschehen

 

RA kreist vom Süden her weiter Lyssychansk ein und kämpft bereits in südlichen Vororten bzw. am Stadtrand. Die RA rückt zudem weiter auf die O/W Autobahn vor. Diese ist allerdings wegen Beschuss schon länger fast nicht mehr nutzbar. Die RA bombardiert bereits die Gegend hinter den UA Linien westlich der Nord-West Autobahn nach Charkiv und umkreist damit auch den Verkehrsknoten Bakmut. In der Region Charkiv scheint sich die Lage ein wenig zu beruhigen. Vom Norden her versucht die RA aber weiter entlang der Bahnlinie von Izyum Richtung Slovianzk und Kramatorsk vorzurücken.

 

Mit anderen Worten: Die RA versucht die Region L/S in einem engen und einem weiteren Ring einzukreisen, der Abstand des Flaschenhalses zwischen Nord und Süd beträgt nur noch ca. 5 km. Falls die UA gezwungen ist, sich zurückzuziehen, ist sie durch Beschuss höchst gefährdet.

 

In Sjewjerodonezk sitzen Zivilisten im Chemiewerk fest, und werden zu Geiseln der RA.

 

Totaler Widerstand

 

Angesichts der militärischen Probleme ruft der Ua Generalstab die Bevölkerung zum totalen Widerstand in den besetzten Gebieten auf. Es ist von Guerillakrieg die Rede. Schon mehrfach konnte in H-und-G.info über passiven Widerstand, und Attentate berichtet werden. Eine Häufung findet sich im Raum Melitopol, Berdjansk, aber auch in Russland scheint es Anschläge zu geben.

 

 

Nächste Kriegsziele

 

Wenn Luhansk komplett erobert sein sollte, (was jede Minute wahrscheinlicher wird, weil die Westwaffen zu spät kommen) sind schon die nächsten Ziele erkennbar: Kramatorsk (Hauptstadt des freien Donbas), Slvovianski, Dnjepo, Zaprorischschja, etc.). Man sieht, dass die Regionen wie kommunizierende Röhren funktionieren. Der Fall von Mariupol hat durch Truppenverstärkung den Krieg in Luhansk beschleunigt, so dürfte es Zug um Zug gehen. Allerdings verbessert sich weiter westlich möglicherweise die Logistik der Ukrainer, während sich die der RA auf Grund der längeren Entfernungen erschwert. Allerdings versucht die RA ihren Eisenbahnnachschub ständig zu verbessern, repariert die Häfen (derzeit Berdjansk) und je kohärenter die besetzen Gebiete werden, desto effektiver kann sie agieren.

 

Waffenprobleme der ua Luftwaffe

Lauf ISW Angaben gelingt es der RA immer besser die türkischen Drohnen der ua abzuschießen, so dass die UA die Drohnen zurückhält. Das ist eine dramatische Information, da die UA bislang versucht hat, mit solchen Drohnen ihre Defizite bei der Artillerie auszugleichen. Zudem soll es der UA an Piloten fehlen. Wie mehrfach berichtet, kann die UA im derzeitigen Hauptkampfgebiet, dem Donbas keine Flugzeugabschüsse vermelden.

 

 

Russische Kapazitäten.

Der britische GD verkündet die Verlangsamung der Krieges, wie lder RA die Kapazitäten ausgingen. Die derzeitigen Fakten sehen anders aus. Vermutlich gibt Belarus Rüstungsgüter an die RA ab, die Verstärkung rollt immer weiter. Der RA gelingt es ua Drohnen abzuschießen. Schoigu erklärte gestern, dass die militärischen Anstrengungen verstärkt würden.

 

Besetzte Gebiete

 

Vergessen wird über dem Kriegsgeschehen, dass das Leben in den besetzen Gebieten, in denen teilweise der Kampf weitergeht, dramatisch ist.

In Cherson z.B. sind viele Gemeinden ohne Wasser und Strom. Weil das Internet oft nicht funktioniert, funktioniert auch die Auszahlung von Renten und Gehältern von Staatsbedienstetetn nicht (die weiterhin aus der UA bezahlt werden), auch die Auszahlung von Bargeld der online-Handel sind ein Problem. Selbst da, wo es ausreichend Lebensmittel gibt, was nicht immer der Fall ist, fehlen Medikamente und(oder Kindernahrung, etc. : Manche Gemeinen leiden unter den Kriegsfolgen, weil ganze Höfe mit Tieren und Ackergeräten verbrannt sind oder weil sie immer noch unter Beschuss sind.

 

Originalzitat: „…Am 21. Juni kam es aufgrund des Massenbeschusss der Gemeinde durch das russische Militär zu einem Großbrand auf dem Feld und im Wald, der das Dorf umkippte. Verbrannte Bauernhäuser ab, beschädigte Privathäuser erheblich, tötete Großhornvieh. Aufgrund des Brandes kam es zu einem Stromausfall. Die Stromversorgung wurde vorerst wiederhergestellt. Das Feuer wurde gelöscht. ….Die Gemeinde befindet sich unter ständigem Beschuss des russischen Militärs. Beim gestrigen Beschuss kam ein Zivilist ums Leben, es gibt auch Verwundete. Nach einem der Beschuss in der Nacht wurde ein Wohnhaus, in dem ein Rentner wohnte, angezündet. Er wurde verletzt, der Rettungswagen konnte aufgrund technischer Schwierigkeiten überhaupt nicht ausrücken. Allein Einheimische zogen einen Rentner aus dem Feuer und brachten ihn ins Krankenhaus.

In den Dörfern…, es gibt keine Gasversorgung und viele zerstörte Häuser. Die Menschen haben das Dorf ….komplett verlassen. Brauche Hilfe mit Medikamenten. In… hat das Altenheim 23 Patienten, die Medikamente, Lebensmittel, Hygieneartikel und Windeln benötigen. Die Menschen brauchen dringend eine Evakuierung.

Bewohner der Gemeinde benötigen ehrenamtliche Hilfe bei Lebensmitteln, Medikamenten, Hygieneprodukten, Windeln, PMM und Schrottgas. Aufgrund des Mangels an stabilen Internets gibt es derzeit ein Problem mit Online-Handel für Lebensmittel.“

 

 

 

 

Humanitär- Kampf der internationalen Tribunale

 

Nach Ru hat nun auch die Ukraine angekündigt, ein Tribunal wegen Me3nschenrechtsverltztungen einzureichten. Eine Klage in den Haag wurde symbolisch vorbereitet, RU tritt aber im Juli aus den internationalen Strafhofsytem aus.

 

Hybrid

 

Indien wird zu einem Hauptanker für die russische Wirtschaft, um die Sanktionen zu unterlaufen. Jetzt gibt Indien die Garantie für russische Erdölschiffe, was der Westen verweigert hatte. Indien hat neben China den ru Erdölimport in den letzten Monaten vervielfacht, so dass RU fast seine Verluste im Westen kompensieren kann, zwar derzeit zu Dumpingpreise, aber immerhin die Logistik steht.

 

So als gäbe es keine Saktionen wurde jetzt (kurz nach St. Petersburg) der Gipfel der Brics-Staaten (Ru,. Chin, Indien, Brasilien, Südafrika) eröffnet: In seinen Eröffnungsworten forderte der chinesische Präsident Xi Jinping die Brics-Staaten, zu denen auch auf, Verantwortung zu übernehmen und sich für "Gleichheit und Gerechtigkeit" in der Welt einzusetzen. Man müsse sich den einseitigen Sanktionen entgegenstellen.
Die Spaltung der Welt schreitet voran, und wo steht der Westen?

 

 

Angeblich sollen die ru-türk Gespräche unter Beteiligung der UN zur Getreideblockade Fortschritte machen, kommende Woche soll angeblich die Ua beteiligt werden. Die UA setzt bisher auf den Landtransport Richtung Westen, weil sie der Hafenöffnung mit Hilfe der Russen (zu Recht) misstraut.

 

 

 

 

Menschen sterben in Charkiv wegen Putins Machtspielen- H-und-G.info Monitoring 23.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

 

Charkiv- kein Angriff „nur“ Machtdemostration

„Taktische“ Siege sind auch Siege- Donbas-Durchbruch der RA ist ein Durchbruch

RA ante portas Lyssychansk

Massenrepression in besetzten Gebieten geht weiter

Kriegsgeschehen

RA hat offenbar in den letzten zwei Tagen eine Art Durchbruch erzielt. Die RA rückt immer schneller vom Süden Richtung Lyssychansk vor und ist nur noch ca 2km von der südlichen Stadtgrenze entfernt. Damit- das ist noch wichtiger hat sich die RA im Süden von L/Sjeverodonezk auf der Westseite des Donetzk-Flusses festgesetzt. Bisher wirkte der Fluss als Barriere. Es ist damit zu rechnen, dass jetzt über diesen Weg der massive Nachschub aus Ru organisiert und Luhansk, evtl. weiter  Richtung Norden (Sloviansk, Kramatorsk, Liman) versucht wird die UA einzuzingeln, aufzurollen oder zurück zu kämpfen. Gleiches könnte im Süden und Westen des bislang wenig eroberten noch freien Donetzk und Richtung Saporischschja geschehen.

Allerdings, noch wehrt sich die UA mit hohem Risiko eingekreist zu werden und vermutlich mit hohen Verlusten, um die UA in der Region L/S zu binden, ihnen Verluste bei Straßenkampf zuzufügen und die Zeit zu überbrücken, bis die Westwaffen kommen. ( An der Front scheinen sie bisher kaum zu sein.)

Allerdings wenn es so weitergeht, hat Putin mehr als einen „taktischen“ Sieg, wie der Präsidentenberater von Selenskj es verniedlicht. Die Summe der „taktischen“ Siege auf der Landkarte sind flächenmäßig größer als Ostdeutschland und eröffnen weitere Erorerungsperspektiven.

Die UA, wie die zivilen Gebiete im Raum L/S liegen unter Dauerbeschuss, ohne dass die UA dem bisher viel entgegenzusetzen hat. (die Westwaffen kommen (zu) spät)

Von Militärflughafen Primorsko-Akhtarsk in Russland am Schwarzen Meer sollen nach Augenzeugen täglich Militärflugzeuge über Mariupol ins Donbas fliegen, um dort ihre Raketen und Bomben abzuwerfen. Die RA hat ihre Luftangriffe deutlich verstärkt. Da die UA Luftwaffe, bzw. was davon übrig ist, praktisch nur im Westen der UA operiert, und die ua Luftabwehr (u.a. mangels der versprochenen, aber noch nicht gelieferten Geparden) ineffektiv ist, können sie einfach weiter auf ua Stellungen und zivile/militärische Objekte draufhalten und diese zerstören.

Seit Wochen -h-un-g.info hat laufend darüber berichtet- kann die UA nahezu keinen Flugzeugabschuss im umkämpften Donbas vermelden. (Warum wohl? Es fehlen intelligente Systeme- seit Wochen bekannt!)

Machtspiele im Raum Charkiv

Im Großraum Charkiv nimmt der Beschuss durch die RA deutlich zu. Die UA rechnet aber nicht mit einer Invasion, obwohl an der Grenze auf russischer Seite nach wie vor mächtige Reserven aufmarschiert sind. Allerdings könnten die auch anderen Zwecken dienen: Der Verstärkung im Donbas (per Eisenbahn schnell transportierbar) oder der Rotation (Austausch von Einheiten) im Nordosten von Charkiv. Im Grunde ist der Beschuss nichts Neues, findet seit eineinhalb Monaten täglich statt. Die RA versucht auch die Gegenoffensive der UA zu stoppen. Aber die Intensität hat zugenommen. Vermutlich sollen UA Kräfte in der Region gebunden werden, damit sie nicht im Donbas helfen können. Vermutlich strebt Putin auch zum Wochenende ein showdown als Reaktion auf die EU-Chancen der UA an. Eroberung Luhansk, Demo der Stärke in anderen Regionen.

Allerdings wegen Putins „Männchenmachens“ sind allein im Raum Charkiv in den letzten 24 Stunden schätzungsweise 20-40 Zivilisten gestorben, ein mehrfaches der sonst derzeit „üblichen“ Zahlen. (Genaue Zahlen gibt es nicht, da wegen der Vielzahl der Beschussorte immer nur lokale Nachrichten eintreffen.)

 

Humanitär

In Mariupol werden offenbar Häuser abgerissen, ohne Rücksicht auf Verschüttete oder Privateigentum. Wie viele Menschen dem völkerrechtswidrigen Bombardement der russischen Armee genau zum Opfer fielen, wird wohl immer ungeklärt bleiben. Dass dieses in den Russischen Medien so dargestellt wird, als ob die Ukrainer die Häuser beschossen hätten bzw. die Menschen dort als Geiseln gehalten hätten, ist zynische Propaganda. Leider verfängt sie in Russland.

 

Repression

Die Filtrierung (Überprüfung) der Bevölkerung geht weiter, sie wird in Cherson sogar verstärkt, in Mariupol gibt es checkpoints an den Brücken und mobile Teams in der Stadt. Bei der Filtrierung verschwinden immer wieder Menschen, die in Folterlager gesteckt werden oder mutmaßlich getötet werden, oder werden Richtung Russland deportiert. In M. werden an einzelne Kooperationswillige Simkarten verteilt, die aber mutmaßlich abgehört werden.

„Unsere“ Medien

Die “Welt“ vermeldet, dass mit der „Einnahme der Ortschaft Metjolkino die Städte Lyssytschansk und Sjewjerodonezk von den ukrainisch kontrollierten Gebieten“ abgeschnitten werden könnten.  Ein Blick auf die Karte zeigt, dass Metolkino östlich von L/S liegt, dahinter war schon immer russische kontrolliertes Gebiet. Eine Abschneiden kann von dort gar nicht drohen, da die Landbrücke zur Ukraine im Westen liegt. Diese wird (s.o. und Vortage) v.a. vom Süden her bedroht und ist nur noch einige km breit.

Bildzeitungs- TV hat im eigenen Kriegslagezentrum eigentlich einen ganz guten Überblick über das aktuelle Kriegsgeschehen. Statt zu analysieren fabuliert TV-Star Röpcke aber sinngemäß zu Bildern: Dieser Soldat könnte getötet oder verwundet sein, er hat sich wohl von hinten angeschlichen….Das Video zeigt indes nur einen leblosen Körper der von UA Soldaten weggezogen wird. Mit objektiver Berichterstattung hat das nichts zu tun.

Putin wenige Meter vor dem (Zwischen)-Ziel?

H-und-G.info Monitoring 22.6. 2022 ca. 6.00

 

Luhansk. Putin wenige Meter vor dem (Zwischen)-Ziel?

Westwaffen kommen (zu) spät

Britischer Geheimdienst unterschätzt (mal wieder) Russen

Besatzer klauen Hilfsgelder

Ukrainische Flüchtlinge in Deutschland auf Tafeln verwiesen

 

Kriegsgeschehen

Rest-Luhansk fast eingekesselt. Putin wirft alles in die Schlacht, vermutlich um als Reaktion auf den EU-Beschluss Luhansk komplett zu erobern. Laut ua GD-Informationen bis zum 26.6.

Während die RA vom Norden her nur schwer weiterkommt und es nicht über den Donezk-Fluss schaffte, rückt die RA von Süden erfolgreich gegen Lysychansk und Sjevjerodonetzk vor. Es wurden quasi Durchbrüche durch den ua Abwehrring erzielt, was bisher selten gelingt. Der Abstand der Front zu den Städten L/S. beträgt nur noch 2-3 km. D.h. nicht geringe Teile der UA (evtl. 10.000) sind in einem ca. 10 km schmalen Streifen an drei Seiten eingekreist. Parallel wird versucht, durch Beschuss der O/W Autobahn und einen zweiten Angriffsring Nachschub und Rückzug abzuschneiden. Zusätzlich werden in Norddonetzk ru Angriffe gestartet, um zu verhindern, dass die UA ihre Truppen im Gebiet L/S. verstärkt.

In S. toben die Kämpfe weiter. Geschehen undurchsichtig. Vermutlich Art Partisanen/Straßenkampf aus Kleingruppen heraus, unterstützt von Artillerie der UA auf beiden Seiten des Flusses. RA versucht durch Beschuss der Flussufer der Ua den Rückzug und Nachschub abzuschneiden.

Die Lage ist prekär. Wenn sich hier das Blatt noch einmal drehen sollte, grenzte dies an ein Wunder. Der Westen muss sich vorhalten, dass er zu spät geliefert hat.

Die Durchbrüche wurden von mehr als 1 ½ ru Bataillonen mit schwerem Gerät durchgeführt, die der britischen GD, als schwach analysiert hatte, weil das Gerät veraltet, die Bataillonen unterbesetzt und schlecht qualifiziert seien. Fahrlässige Analysen führen zu Selbstüberschätzung und zu falschen Entscheidungen.

Russische Revirement-KGB über Armee

Das IWS hat den Austausch mehrerer hoher ru Offiziere vermeldet, und führt dies auf eine Unzufriedenheit (Putins) mit dem Kriegsverlauf und dem Versuch, die Militärführung durch dynamischere jüngere zu ersetzen, zurück. Man kann es auch so sehen, Putin/Patruchev (Ex-KGB) übernehmen die Armeeführung endgültig. Teil 2 des lautlosen KGB-Putsches in Russland

Lithauen-Kaliningrad Blockade

Die USA haben sich hinter Lithauen gestellt unter Verweis auf Art 5 der Natocharta. Gefährliches Spiel, wenn nicht gleichzeitig deeskaliert wird. Rechtsposition der Lithauer ist nicht unbedingt belastbar (s. gestern). Es ist problematisch die ru Zivilbevölkerung in Kaliningrad von Lieferungen aus Ru abgeschnitten wird. Dass gerade deutsche Soldaten als Natokoordinatoren in diesem Gebiet tätig sind, macht die Sache 80 Jahre nach dem Angriff auf die SU nicht einfacher. Im Prinzip hilfreich wirkt der EU -Besuch in Moskau, auch wenn keine konkreten Ergebnisse bekannt wurden.

Besetzte Gebiete

In Mariupol klauen Besatzer angeblich Gelder für Nahrungshilfen.

 

Humanitäre Lage

Im Kriegsgebiet unbeschreibbar. Wer fliehen kann, flieht. Viele können es nicht mehr.

Dont forget: Im nicht besetzten Charkiv sterben täglich mehr Zivilisten durch ru Beschuss als im Kriegsgebiet von Donezk.

Die UA hat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen. Sie empfiehlt der Bevölkerung von Cherson, sich auf die Krim evakuieren zu lassen, von dort nach Ru zu gehen, um von dort in die EU oder UA zurückzukehren. Dies ist offenbar die einzige Möglichkeit dem umkämpften Gebiet zu entgehen.

In S. dürften immer noch einige 100 Zivilisten im Chemiewerk eingeschlossen sein. Die von Ru Seite angebotene Evakuierung scheiterte bisher. RA meint, weil die UA die Leute nicht gehen lasse. UA behauptet weil ra faktisch Korridor beschossen hat, Angeblich wollten die Zivilisten auch nicht Richtung Osten gehen, was die RA als einzige Variante anbot.

Flüchtlinge

Tafeln kritisieren unzureichende Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge

Die Tafeln in Deutschland werfen den Behörden vor, ukrainischen Kriegsflüchtlingen teilweise zu wenig direkte Unterstützung zu geben. "Es kann nicht sein, dass Behörden auch im vierten Monat des Krieges Geflüchtete immer noch an die Tafeln verweisen, statt selbst helfen zu können", sagte der Vorsitzende der Tafel Deutschland,

Von den vor dem Krieg nach Deutschland geflohenen rund 800.000 Ukrainern haben sich bislang mehr als 200.000 in Jobcentern angemeldet. Über 100.000 ua Kinder brauchen Schulunterricht.

Unsere Medien

Die Behauptung gestern in den Medien, die schweren Waffen würden der UA helfen, die verlorenen Gebiete im Rahmen einer Gegenoffensive zurückzugewinnen, wirkt kühn, angesichts der wirklichen Lage. S.o.

Kinderklau- ein russisches Völkerrechts-Verbrechen? H-und-G.info Monitoring 21.6. 2022 ca. 6.00

 

Kippt das freie Luhansk? (mangels Westwaffen)

Die Straße des Lebens wird zur Strasse des Todes.

Gefährliche Spiele in Lithauen, widersprüchliche Signale aus Belarus

Kinderklau- ein russisches Völkerrechtsverbrechen?

 

Kriegsgeschehen

Die RA rückt im freien Rest-Luhansk und im Norden von Donetzk deutlich vor. Nur noch wenige Teile des Industriegebietes der Oblasthauptstadt sind fest in ukrainischen Händen. Die verlustreichen Straßenkämpfe dauern an. Die ua Soldaten können, weil die Brücken zerstört sind, die Verbindung zu ihren Hauptkontingenten auf der Westseite des Donetzk-Flusses z.T. nur noch schwimmend halten.

Von Süden kommen die (u.a. Kadyrov-Streetfighter) immer dichter. Nach der Methode Aleppo, werden die Dörfer zerschossen und niedergebrannt. Dann rücken die Bodentruppen nach. Die RA rückt immer näher an die O/W-Autobahn von Zaporischschja-S., die faktisch unbenutzbar geworden ist. Die Straße des Lebens wird zur Strasse des Todes.

Die RA verstärkt offenbar immer noch ihre Mittel mit Hilfe der Reserven und des Nachschubes aus Russland (Kursk/Beograd). Hier wird die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut, z.B. eine wichtige Eisenbahnbrücke über den Oski-Fluss, den die UA zerstört hatte, wurde wieder aufgebaut. Mangels geeigneter Waffen (fehlen immer noch !) ist die UA kaum in der Lage auf diese Distanzen, die ru Infrastruktur hinter den Linien zu zerstören. So wie es andererseits die RA täglich macht und der UA das Wasser abzugraben droht.

Angeblich will die RA nach ua-Angaben- bis zum 26.6. die Grenze von Luhansk erobert haben.

In Charkiv stellt sich die UA auf alles ein, beobachtet Armeekonzentrationen an der russischen Grenze und starken/verstärkten Beschuss der eigenen Kräfte v.a. im Umland von Charkiw. Aber all das ist nicht grundsätzlich neu, sondern findet seit Wochen statt. Auch wenn eine erneute Offensive auf die Stadt nicht ausgeschlossen wird, gibt es dafür derzeit keine konkreten Hinweise.

In der Region Odessa werden gezielt Einrichtungen der Infrastruktur mit Raketen beschossen, offenkundig um den Westnachschub zu behindern.

Gefährliche Spiele in Lithauen, widersprüchliche Signale aus Belarus

Die lith. Initiative, Waren aus Belarus nach Kaliningrad zu blockieren, ist hochriskant, der Effekt gering, die Rechtsgrundlage dünn. Die Waren stehen zwar auf Sanktionslisten, aber nach HuG-Informationen nur für I m p o r t e in die EU. Hier geht es aber um Transit. Ohne derartigen verplombten Transit, wäre z.B. Westberlin nicht durch die DDR zu versorgen gewesen. Auch basiert ein nicht geringer Teil des Warenumschlages in baltischen Häfen aus Transitwaren, die durch Belarus geliefert werden. Die Bahn- und Straßenlogistik stammt ja noch aus sowjetischen Zeiten, wo das Baltikum der Ostseehafen des Imperiums war. Auf diesem Wege könnte theoretisch auch Massengetreide aus der UA auf den Weltmarkt geliefert werden, das derzeit von der RA am schwarzen Meer blockiert wird. RU und Belarus werden die Blockade natürlich als einen direkten illegalen Angriff auf ihre Souveränität interpretieren.

Gerade Belarus ist in seiner Haltung zum Krieg widersprüchlich. Es hat den hybriden Flüchtlingskrieg gegen Polen und Lithauen begonnen. Es hat im Februar die russische Invasion aus dem eigenen Land heraus geduldet, sichert einen Teil der russischen Reserven, lässt Angriffe aus der Grenzregion zu. Diktator Lukaschenko droht sogar mit einen Angriff, falls die Westukraine in den Westen integriert wird. Andererseits hat Belarus trotz des Druckes aus Moskau nicht direkt in den Krieg eingegriffen. Neuerdings bietet es OSZE-Kontrollen an. Die Lage an der Grenze ist brisant. Angeblich hat Belarus versucht, einen Tunnel Richtung Polen zu graben, um den neuen Grenzzaun zu untergehen.

 

Besetzte Gebiete

In Melitopel weigern sich 80% der Lehrer unter den Russen zu arbeiten.M gilt als Hochburg des ua Widerstandes.

In Mariupol werden die in der Stadt vergrabenen Leichen exhumiert und im Schnellverfahren registriert und „wie Müll“ heimlich in Massengräber gebracht. Neue Gräber entstehen in der Stadt, weil es vermutlich Cholera gibt. Gauner bieten Särge und Schnellbeerdigungen zu hohen Preisen an. Sie verfügen offenbar über Insiderwissen aus der Besatzungsverwaltung.

In Mariupol gibt es offenbar keinen rechtlosen Zustand, der zu Raubüberfällen v.a. auf Rentner führt. Die Menschen versetzten ihren Schmuck, sofern er nicht gestohlen wurde. Die zu wenigen Nahrungsmittel werden zu Schwarzmarktpreisen verkauft.

Humanitär

Laut ua Angaben sind ca 1,2 Millionen UA nach Russland gebracht/verschleppt worden. Darunter 240.000 Kinder, die wenigsten (2000) sind Waisenkinder.

Da diese Verbringung oft nicht freiwillig geschieht (Verwehrung von Alternativen Richtung Westen, Filtrierung, Zwang) und zudem in die Denazifizierungsstrategie integriert ist, könnte es sich hier um eine spezifische Art der politisch-ethnischen Säuberung und damit um ein Völkerrechtsverbrechen handeln. Ziel der sog. „Entnazifizierung“ ist es, die ukrainische Bevölkerung zumindest regional durch Austausch (Verschleppung und Neuansiedlung wie in Cherson), Umerziehung (der Waisen und Kinder der Deportierten in Russland) und Repression (Lager, Tribunal, Todesstrafe) gefügig zu machen.

Deutsche Phantomdebatte zu Marder-Panzern.  H-und-G.info Monitoring 20.6. 2022 ca. 6.00 (

 

Kommt Waffenhilfe für Donbas zu spät?

Deutsche Phantomdebatte zu Marder-Panzern: Anne Will klärt auf

Zweite (Öl)Front: Russland gegen Kasachstan

Systematische Kriegsverbrechen: Verbotene Waffen

Deutsche Presse zeichnet verwirrende Lagebilder

 

Kriegsgeschehen

 

Verliert die UA den „Wettlauf“ im Donbas?

Die RA ist im Donbas zahlenmäßig v.a. an bestimmten Waffen deutlich überlegen. Die UA hoffte dies eine kluge Abwehr (Abwehrkräfte benötigen im Prinzip weniger Personal) und durch moderne Westwaffen ausgleichen zu können. Aber diese kommen nach den Worten des Gouverneurs des freien Luhansk „zu spät“. Kein Ort in Luhansk ist mehr sicher.

Es geht gar nicht mehr um die Frage der Einnahme von Sjevjerodonezk, wie das in westlichen Medien heißt. Die Stadt ist faktisch seit Tagen eingenommen, sie wird nur nicht von der RA kontrolliert, da die UA versucht der RA möglichst viele Verluste in Straßenkämpfen zuzufügen.

Die RA versucht vielmehr, das gesamte Gebiet von Lyssychansk/S. einzukreisen. Der Osten ist faktisch eingekreist, von Norden ist man dicht dran. Der Westen Richtung UA ist zwar noch offen, aber die RA beschießt die Hauptverkehrsader (Autobahn Zaporischschja-S) derart, dass sie faktisch abgeschnitten ist. Das Bedrohlichste ist das Vorrücken von Süden, wo u.a. die Kadyrov-Leute nach Raketen- und Artilleriebeschuss versuchen, vorzurücken. Laut UA Angaben werden sie dabei zurückgeschlagen. Der Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass die RA bis an die Autobahn rangerückt ist. Der Abstand zwischen der Nord- und Südfront beträgt nur noch ca. 20 km. Das ist der Flaschenhals, durch den die UA und die Restbevölkerung versorgt werden muss und durch den sich die UA zurückziehen müsste. Das ist m.E. die eigentlich gefährliche Lage. Außerdem versucht die RA durch Bombardement einen zweiten Frontring hinter der UA westlich vom Verkehrskonoten Bakmut aufzubauen.

 

Der britische Geheimdienst u.a. machen, offenbar um die Brisanz zu verschleiern, weiter mit ihrer Märchenstunde und behaupten. „ Russian forces' low morale likely limit their ability to achieve operational objectives.“ Das ist für sich genommen vermutlich richtig, aber nur die halbe Wahrheit. Putin kommt trotz dieser Widernisse nämlich (very slowly) voran.

 

Unklar ist der Wahrheitsgehalt von ru Meldungen, wonach die UA die Stadt Donetzk bombardiert hätte, bzw. die RA durch Raketen auf ua Gefechtständen eine große Zahl von Generälen und Offizieren getötet habe. Beides ist nicht ausgeschlossen, aber die Zahlen erscheinen extrem übertrieben, dass sie zumindest propagandistisch überhöht sein dürften.

 

Dass, wie einige Meldungen gestern meldeten, Charkiv von der RA neu erobert werden soll, ist Unsinn. Dazu hätte die RA im Moment gar nicht die nötigen Kräfte. Es findet das statt, was die ganze Zeit stattfindet. Die Vororte v.a. im Norden und Nordosten werden beschossen. Die RA versucht (inzwischen mehr oder minder erfolgreich) die Gegenoffensive der UA zu stoppen, auch um den eigenen Nachschub von Russland im Norden zu sichern.

 

Bewaffnung Deutsche Phantomdebatte um Marder-Panzer-Anne Will-Sendugn klärt auf.

Die deutsche Debatte um die Marder-Panzer ist eine Phantom-Debatte. (H-und-G.info weist seit Wochen auf dieses Problem hin). Dies ergab die Diskussion bei Anne Will gestern. Derzeit (und dies schon seit längerem) braucht derzeit keine Marder sondern Haubitzen, Haubitzen, Haubitzen, Flugabwehr, Flugabwehr, Flugabwehr, Raketenabwehr, Raketenabwehr, Raketenabwehr…(So Außenmin Kuleba). Die Marder würden morgen oder übermorgen für Gegenoffensiven nützlich sein. (So sehr klar und zutreffend die Analyse der Militärexpertin Claudia Major.).

Die Fokussierung auf die Marder, die von der Opposition aber auch von Struck-Zimmermann, der Vors. des Verteidigungsausschusses, betrieben wird, ist überspitzt ausgedrückt, mit verantwortlich für das derzeitige Waffendefizit der UA im Donbas.

Das entschuldigt nicht die zögerliche Lieferung von anderen Waffen z.B. den Gepard. Vielleicht hätten sich die Parlamentarier lieber mit diesen Details beschäftigen müssen, statt ein publizitätsträchtiges Marder-TamTam zu machen. Vielleicht sind sie auch der PR der Rüstungsindustrie aufgesessen, die gerne 100 Marder, die sie reparaturbedürftig auf dem Hof stehen haben, verkaufen würden.

Die Bundestagsdebatte müsste m.E. da weitermachen, wo Anne Will zeitbedingt aufgehört hat. Major und der sehr gut und differenziert argumentierende Christoph Schwennicke haben die Fragen aufgeworfen. Welche Waffen braucht man wann für welche Ziele? Welche Ziele sind militärisch/politisch realistisch? Usw.

 

Besatzung

Die UA versucht weiterhin Verantwortung in den Regionen für die Menschen in den besetzten Gebieten zu übernehmen. So werden Renten und Gehälter für die Staatsbediensteten überwiesen. Schulabschlüsse (vorfristig) anerkannt, die Rückkehr in die besetzten Gebiete organsiert (viele wollen nach den Kampfhandlungen in ihre Wohnungen (Häuser zurück).

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Die RA benutzt laut Angaben der NYT zahlreiche Typen von gebannten Waffen. Wie H-und-G schon seit März u.a. unter Berufung auf Belingcatrecherchen berichtet, wirft die RA nachweislich Streumunition, Fassbomben, Kleinere Streubomben an Fallschirmen auch in Wohngebieten ab. Internationales Recht scheint Putin sch…egal zu sein. Er kennt nur das Recht des (vermeintlich) Stärkeren. (Typische KGB-Mentalität. Recht ist was der eigenen Macht dient.)

 

Hybrid

Die RA klaut weiter für Putins hybriden Krieg. 10.000e Tonnen von Sonnenblumenkernen und Getreide allein im besetzen Donbas. Im besetzten Cherson „kauft“ die ru Besatzung Getreide zu einem Bruchteil des Marktpreises auf. RU exportiert das Getreide über die eroberten Schwarzmeerhäfen z.B. nach Syrien und macht damit Außenpolitik.

Zweite Front-Putins Krach mit Kasachstan

Unerwartet hat sich der Präsident von Kasachstan-Ehrengast auf dem Petersburger Wirtschaftsforum offen mit Putin angelegt und die Anerkennung der sog unabhängigen von Moskau abhängigen Republiken verweigert. Außerdem votierte er gegen Atomwaffen und für wirtschaftlichen Entwicklung. Putin scheint das nicht erwartet zu haben, da er Kasachstan erst vor Monaten mit Militärhilfe aus einer innenpolitischen Krise herausgeholfen hatte. Putin reagierte offenbar jähzornig und sofort. Unter dem Vorwand der Minenräumung soll der Ölexport über den russischen Schwarzmeerhafen gedrosselt werden.

Kasachstan ist wegen des fossilen Vorkommens einer der reichsten Staaten der ehemaligen SU. Es exportiert u.a. über Russland und Georgien viel Richtung Westen, auch in die UA: Insofern versucht Kasachstan also eine Schaukelpolitik. Putin verschärft mit seiner Reaktion indirekt die westliche Energiekrise, geht aber auch das Risiko ein, einen neuen Konfliktherd an seiner asiatischen Südgrenze aufzumachen:

 

„Unsere“ Presse. Falsches Lagebild mit (geschönten) selektiven Fakten

Gestern gemeldeten mehrere d Medien, dass ein Angriff auf Charkiv bevorstehe. Offenbar ging dies (ungeprüft) auf Agenturmeldungen zurück. Ein Berater des Innenministeriums (!) hatte darüber spekuliert. Nun ist das Innenmin. zwar über die Nationalgarde am Krieg beteiligt, aber die nicht die Institution, die die Lagebilder erstellt. Das müssten Spezialjournalisten eigentlich wissen. Sicher bleibt Charkiv auch langfristig ru Kriegsziel. Aber derzeit gibt es keinerlei Anzeichen für eine Eroberung der Großstadt. S.o. Die Stadt wird „lediglich“, wie schon seit Wochen beschossen, um die Menschjen zu zermürben und die Stellungen der UA rund um die Stadt zu schädigen.

Das eigentliche Drama- die Einzingelung von Lyssy/S. – blieb bei der Mediendarstellung außen vor. Berichtet wurde über Straßenkämpfe in S und Bomben auf L. Alles selektive Fakten, die kein klares Bild erscheinen lassen.

Da von den ua Berichten (über die Agenturen) sogar unreflektiert „Erfolgs“-Meldungen, wie die Rückdrängung der RA ein einem Ort bei Charkiv und einem südlich von L/S übernommen wird, entsteht sogar der „falsche“ Eindruck einer erfolgreichen ua Verteidigung. Faktisch ist die RA nämlich weiter vorgerückt, auch wenn sie dann gestoppt wurde. Die d. Medien sitzen der „geschönten“ Veröffentlichungsstrategie des UA-Generalstabes und Verteidigungsministeriums auf. Diese lügen zwar nicht so dreist wie die RA, aber sie bagatellisieren oder unterschlagen Misserfolge und streichen Erfolge heraus. Legitim, aber eine (intelligente) Form der Kriegspropaganda, der die D. Medien reihenweise aufsitzen, wobei Agenturen wie DPA und Reuters und teilweise AFP diesem Vorschub leisten.

 

Papst Franziskus macht den Kennedy: 'Ask yourselves what you are doing for the people of Ukraine?'

Entscheidungsschlacht im Donbas?  H-und-G.info Monitoring 19.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Populäre Auswahl auf Facebook: www.facebook.com/profile.php

Hintergrundtexte auf.  H-und-G.info: h-und-g.info/texte-zu-ukraine

 

Entscheidungsschlacht im Donbas? Masse gegen Klasse

Erster Flugzeugabschuss im Donbas seit Wochen

Täglich Kriegsverbrechen, die Kriegsroutine

Standrecht gegen ua Widerstand und Partisanen?

Mariupolgefangene werden in Hochsicherheitsgefängnissen verhört?

 

Kriegsgeschehen

 

Entscheidungsschlacht im Donbas?

Laut regionalen Angaben zieht die RA immer mehr Militär in der Gegend von Sjevjerodonezk zusammen. Schon seit Tagen wurden in der Region Angriffe aus der Luft, mit Haubitzen, Granatwerfern, verstärkt. Offenbar sucht Putins Armee „endlich“ einen „Erfolg“, v.a. bevor die Westwaffen eintreffen.

Die UA versucht umgekehrt die Stellung zu halten und hofft auf die Wunderwaffen aus dem Westen. Angeblich sind die ersten selbst in S. eingetroffen und fügen der RA schwere Verluste zu. Die Ra versucht dies mit permanenter Drohnenluftaufklärung zu kontern.

Beide Seite hoffen auf eine Art Durchbruch, um die Positionen für Verhandlungen zu verbessern.

 

Immerhin: die UA hat ein Su 25 Flugzeug abgeschossen. Das dürfte das erste sei ca 3 Wochen sein, ob die ua täglich mit solchen Flugzeugen beschossen wird.

Die Ru Ziele sind offenkundig:

Schließung der Lücke zwischen Isyum, Richtung Sloviansk um Nachschub Verkehrswege zu sichern

Abschneiden des Weges von Zaporischja nach S. (O/W-Autobahn)

Einkesselung (Eroberung) von Lyssychansk/Sjewjerodonetzk

Einkesselung der UA von Norden und Süden kommend zwischen Rubishne und Popasna (ca 10000 Soldaten)

Weiteres Kriegsgeschehen (wiederhole ich nicht ständig, sollte aber in Erinnerung bleiben.

Beschuss von Belarus Gebiet auf UA

Beschuss von Ru Gebiet auf UA in Grenzregion Kursk, Beograd, Woronesch

Beschuss Nordosten und Vororte von Charkiv

Beschuss Region Izym

Beschuss Region ca 25 km westlich vonZaporischja

Beschuss Mykolaev

Beschluss von Infrastruktur im ganzen Land mal hier mal da mit Raketen/CM

„Routine“-Originalmeldung aus Mykolev: „Von einem Raketenschlag am Morgen in Nikolaev haben 4 Mietshäuser und Infrastrukturgegenstand gelitten. Derzeit ist eine Person tot und sechs verletzt (darunter ein Kind) 😡. Rettungsaktionen sind im Gange.“

D.h. die UA wird auf über 2000 km Länge auf „Trab“ gehalten. Die Bevölkerung direkt oder mittelbar terrorisiert. (Allein die psychischen Schäden der Luftalarme sind enorm.) Es sterben täglich Menschen, viele werden verletzt, heimat- und existenzlos. Die offiziellen Berichte sind meist untertrieben, weil die Ämter vieles gar nicht zählen können.

Die ru Schwarzmeerflotte zieht sich zusammen und erhöht Gefechtskraft mit Cruise missiles.

Bewaffnung

Die Bundesrepublik will beschleunigt mehr Haubitzen liefern, immerhin Scholz hat was gelernt. Opposition und auch Strack-Zimmerman kaprizieren sich iomme rnoch einseitig auf Marder-Panzer, die so intensiv, wie in D. behauptet, nie von der UA gefordert wurden. Sondern v.a. Haubitzen, intelligente Flugabwehr, etc. gegen die ru Donbasaktion.

Die USA wollen auch verstärkt Mehrfachraktenwerfer liefern. Beides extrem wichtig für Donbas.

Aber USA zögern aber bei modernsten Waffen, weil sie Angst haben, sie könnten der RA in die Hände fallen.

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Preise für Nahrungsmittel im besetzten Luhansk fast doppelt so hoch, wie sonst

Schwarzmarktpreise für (fehlende) Medizin überall in den besetzen Gebieten hoch

Ra setzt immer wieder Cluster und Fassbomben (beide geächtet) und v.a. Grad Raketenwerfer ein, die Brandbomben in schneller Geschwindigkeit abschießen. Damit werden Gebiete in Sportplatzgröße innerhalb kurzer Zeit abgebrannt. D.h. die Existenz und teilweise das Leben der ua Bevölkerung und Armee komplett vernichtet. D.h. die RA räuchert weiterhin die ua auch Zivilbevölkerung aus. Alles potentielle Kriegsverbrechen evtl. auch völkerrechtlich inkriminierbar.

 

Mariupol Bunker

Die Führung von ASOW ist wohl zu Spezialverhören in RU, die meisten übrigen vermutlich in einem (Folter-)Lager im Donbas (Olnevika). Laut ua Quellen sollen die Soldaten laut dem Evakuierungsabkommen nicht gefoltert, nicht separiert von der Todesstrafe ausgeschlossen und der normalen Kriegskonvention unterzogen werden. Diese Infos aus ru und ua Quellen stimmen mit bisherigen Erkenntnissen von H-und-G.info überein.

 

Besatzung/Sabotage

Die Militärverwaltung in Zaporischschja droht bei weiterem Widerstand mit Todesstrafe (Standrecht?) Diese ist zwar nach ru Recht unzulässig, aber nach Militärrecht im Rahmen vom Ausnahmezustand wohl möglich.

In Cherson haben (möglicherweise Partisanen) den Wagen eines russischen Kollabotateurs in die Luft gesprengt. Es ist keineswegs das erste Attentat dieser Art.

 

„Unsere“ Presse

Der Spiegel berichtet, dass Russland Automarken Wolga und Pobeda und Moskwitsch wiederbeleben will, nach dem westliche Inverstoren sich zurückgezogen haben und Westexporte durch Sanktionen gestoppt wurden. Der Spiegel findet es witzig, dies mit einem Foto von skurilen Moskwitsch-Schrottautos auf der grünen Wiese zu illustrieren. Die Wirklichkeit ist eine andere. Russland hat schon die ersten chinesischen Lizenzen für den Bau von modernen chinesischen Autos. Die Anlage wurden von Renault modernisiert, das sie jetzt wegen der Sanktionen abschreiben muss. Mit anderen Worten Putin versucht das, was ihm bisher nicht gelang, auf dem Wege der Kriegswirtschaft umzusetzen. Die eigenständige Modernisierung der heimischen Industrie. Der scheint dabei aber in Abhängigkeit von China zu geraten.

 

 

 

Völkerrechtsverbrechen durch Bevölkerungsaustausch H-und-G.info Ukraine Monitoring 17.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

(Auf Grund von PC-Problemen wurde gestern ein Teil der Meldungen gar nicht bzw. unter falscher Überschrift verschickt-sorry) (unten daher noch mal der 16.6.)

 

Völkerrechtsverbrechen durch Bevölkerungsaustausch

Wird die Brücke von Kersch gesprengt?

Hohe Todeszahlen auf beiden Seiten

Greift Belarus doch an?

Britische Desinformation

Kann Ru Verluste im Ölgeschäft in Asien kompensieren?

 

 

Kriegsgeschehen

Desinformation durch britischen Geheimdienst

Der britische GD desinformiert weiter. Die Behauptung, dass die RA durch die Kämpfe in Sjewjerodonetzk drastisch geschwächt ist, ist allenfalls die halbe Wahrheit. Die andere ist. Im Süden den Nachbarsstadt Lysychansk hat sich die RA auf beiden (!) Seiten des Donetzk Flusses auf deutlich unter 10 km (vermutlich 2-5 km) an die Stadt herangearbeitet. Das ergibt sich aus einem Abgleich von ua und tschech Quellen. D.h. die Gefahr der Einkreisung der UA wächst täglich.


Hohe Verluste auf beiden Seiten?

Nachdem sich die Ua eine zeitlang mit Verlusten bedeckt gehalten hatte, scheint sie jetzt mit hohen (überhöhten ?) Zahlen Druck für Militärhilfe aufbauen zu wollen. Angeblich würden 200-500 Soldaten pro Tag sterben. (wahrscheinlich sind 50-200). Die RA hat aus naheliegenden Gründen immer (zu ?) niedrige Zahlen zugegeben. Der brit. GD., der aber über viel Phantasie zu verfügen scheint, behauptet einzelne BTG (taktische Gruppen) der RA hätten nur noch eine Mannstärke von 30 statt 600. Das deutet zwar auf hohe Verluste der RA hin, aber die Zahl kann höchstens für seltene Einzelfälle stimmen. Seriösere ua Quellen gehen davon aus, dass die RA derzeit („nur“ noch) etwa ebenso viel Tote p.d. hat wie die UA. Denn die RA setzt mit einer neuen Taktik mehr auf Luft und Artillerie, weniger auf Bodenkämpfe.

Die Ua hofft auf Westwaffen, um S. zurückerobern zu können. Derzeit wird dort verbissen, teilweise Stockwerk um Stockwerk gekämpf.

Greift UA Russland an?Ziel Kersch-Brücke

Nein hat der Verteidigungsminister auf der Ramsteinkonferenz versichert- offenbar als Bedingung, um schwere Waffen zu bekommen. Die Antwort ist aber nicht ganz richtig. Offenbar plant die UA die Brücke von der Meerenge Kersch zu sprengen, die nach 2014 gebaut, die Krim mit dem Ru Festland verbindet. Diese Brücke ist zwar nicht mehr die einzige Landverbindung, es gibt jetzt zwei Landbrücken in Mariupol und Cherson, aber immer noch die Hauptverbindung zum ru Kernland. Ru würde einen Angriff auf die Brücke sicher als einen Angriff auf sein Territorium interpretieren.

Es werden auch immer wieder Sabotage(?)Aktionen wie Explosionen in grenznahen russischen Gebieten gemeldet, bei denen nicht klar ist, wer der Urheber ist. In Ciscinau waren vorgetäuschte ru Explosionen wahrscheinlich.

Greift Belarus an?

Offenbar ist die Ua besorgt angesichts der Aufrüstung und Übungen der Belarussischen Armee. Bislang dienten sie eher der eigenen Absicherung und Behebung von offenkundigen Defiziten und zur Abdeckung der RA. Aber jetzt will Selenskj die Situation in einer Konferenz analysieren.

Schwierigkeiten mit tschtschen Söldern

Allen großtuerischen Sprüchen zum Trotz, scheint es unter tschtschen Söldnern Schwierigkeiten zu geben. Alternative russische Medien berichten, dass Söldner zwangsweise z.T. unter Strafandrohung rekrutiert werden müssen. Mehrfach schon scheint Kaydyrev Soldaten aus zu verlustreichen Regionen zurückgezogen zu haben. Einer seiner Starkämpfer ist derzeit verletzt oder wegen Demoralisierung nach Tschetsch zurückgekehrt. Die siegesgewohnten Tschetsch kommen mit den eigenen Verlusten offenbar nicht klar. Außerdem war ihre Handyzensur nie so stark wie bei der RA. Söldner sollen entsetzt von der härte der Kämpfe in die Heimat berichtet haben.

Humanitär-Völkerrechtsverbrechen durch Bevölkerungsaustausch.

Die „Umvolkung“ der ukrainischen Bevölkerung geht weiter. In den besetzten Gebieten wird kaum noch eine Evakuierung Richtung Westen ermöglicht. Daran scheiterte u.a. auch der Evakuierungskorridor in S. , wo die RA nur Evakuierung nach Osten (Deportation) zuließ. Statt dessen rücken z.B. in Cherson immer mehr Soldaten- und Beamtenfamilien nach, die Häuser von geflüchteten Ukrainern, die enteignet werden beziehen. Das ist -H-und-G hat das mehrfach erläutert- die Entnazifizierung a la Putin. Kindern wird in Mariupol jetz angeblich verboten, ukrainisch zu sprechen.

 

 

 

Hybrider Krieg-steigende Exporte Ru nach Asien

Kann Russland die Einnahmeverluste bei Öl in Asien kompensieren? Es sieht fast so aus. Binnen weniger Monate3 hat Ru die Ölexporte nach Indien versiebenfacht. Die nach China sind ohnehin schon halb so groß wie in die EU und können vermutlich noch gesteigert werden. Prognosen des Westens, Ru könne Energiesanktionen im Westen mangels Transportkapazitäten in Asien nicht schnell kompensiert werrden, scheinen problematisch. Ru hat seit 10 Jahren mit Indien und China an einer Verbesserung der Transportverbindungen per Schiff, Bahn und Straße gearbeitet.

Russland

Der oppositionelle Nawalny ist offenbar in ein Hochsicherheitsgefängnis nach Vladimir verbracht worden.

Interessant eine Statistik zum social media Gebrauch. Instagram und Facebook sollen drastische eingebrochen sein. Das verschlüsselte Telegram aber auf über 40 Mio user gestiegen sein. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass in dieser Zahl auch staatliche Nutzer enthalten sind,

Kampf um die Köpfe-Russifizierung durch Bibliothekensäuberung und Kulturvernichtung

16.6.2022

Wer Bücher verschleppt, verschleppt auch Menschen, könnten man in Abwandlung eines geflügelten Wortes sagen. Was unter den Nazis düstere Prognose war, ist durch Putin in der UA schon lange überholt. In Mariupol wurden erst die Menschen verschleppt, jetzt gehen „Freiwillige“ an die Bücher ran. Ganze Bibliotheken werden nach russlandfeindlicher Literatur durchstöbert. Statt ihrer spenden russischen Partnerstädter „gute“ Bücher.

Auch sonst wird ukrainische Kultur zerstört, sei es durch Kriegsschäden, sei es durch Diebstahl in mehreren Museen und anderen Orten. Die Entnazifizierung entpuppt sich als Vernichtung der ukrainischen Kultur.

 

Verzerrt die westliche Aufklärung die Realität? H-und-G.info Ukraine Monitoring 16.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

 

Gegenoffensive der UA verzögert sich-mangels Westwaffen

Durchbricht Russland die Sanktionsblockade?

Hat sich der Westen getäuscht und täuscht er jetzt?

Ukraine ist gespalten-Russen wollen das festschreiben

Russifizierung der Köpfe-Bibliothekensäuberung

 

Kriegsgeschehen

Wie gehabt, aber

Ukrainischen Gegenoffensive kann nicht starten. Die ukrainische Gegenoffensive scheint sich zu verzögern. Während bisher von Juni die Rede war, jetzt es jetzt vielleicht Ende Juli? Was ist passiert? Die Russen sind erfolgreicher- die Westwaffen blieben aus. D.h. die  Prognosen des Westens waremn falsch

 

Die Russen verstärken nochmals ihre Truppen im Donbas um 2-3  BTG (Nummer 3 durch Teilung) d.h. ca. 1500-2000 Mann plus Gerät

Russland fliegt verstärkt Luftangriffe, ohne dass sich die UA effektiv wehren kann

Über manche Regionen wird gar nicht berichtet:  In Mykolaev z.B. ist alle 2-3 Stunden Luftalarm

Will Russland verhandeln Patruschev, der Chef des Sicherheitsrates, einer der wichtigsten Männer hinter Putin, will angeblich schnell verhandeln. Das kann nur heißen: Gebietsgewinne in der UA abzusichern, bevor die Westwaffen eintreffen.

 

Falsche Analysen, falsche Strategie-mit bösen Folgen für die Ukraine

Immer deutlicher wird, der Westen hat sich falsch auf den Krieg eingestellt. Die Westwaffen lassen auf sich warten, immer wieder. Hektisch werden jetzt Entscheidungen gefällt, die Wochen zu spät kommen. Das liegt nicht an der ukrainischen Regierung, die vor Wochen getrommelt hat. Das liegt offenkundig an den westlichen Einschätzungen und an der Fähigkeit zu liefern.

Man fragt sich: Hat der Westen überhaupt mit einer derartigen Kriegsentwicklung gerechnet? Oder hatten selbst die USA nur im Blick, dass die RA schnell das Donbas erobert, dann mit Sanktionsdrohungen ein schnelles Kriegsende mit Gebietsverlusten für die UA erreicht wird?  Auch wenn es dafür (Bisher) keine Beweise gibt, würden sich damit die Unzulänglichkeiten der westlichen Militärhilfe (das ist ja nicht nur  Scholz) erklären lassen. Was ist eigentlich jetzt Plan B, C, D, des Westens????

Um derartiges zu bemänteln, bemühen sich westliche Stellen täglich das Geschehen Schönzureden. Wenn z.B. die RA ihre Truppen in Luhansk verstärkt, wird behauptet, das würde ihre Offensivkraft an anderen Orten hemmen. Das ist zwar abstrakt nicht falsch, in Wirklichkeit wurden aber ca 1000 Soldaten plus Gerät zusätzlich aus Russland nachgeführt. Die Meldung also in Wirklichkeit konfrafaktisch. So läuft das die ganze  Zeit. S.u.

 

Sabotage/Widerstand. Briten desinformieren-mal wieder

Der britische GD verweise auf zivilen Widerstand, die Ua Bevölkerung würde z.B. sich weigern russisch geprägte Schulen zu eröffnen etc.. Das mag stimmen oder nicht. Es gibt den Widerstand, auch durchaus militanter. Richtung Taganrog ging eine Bombe hoch, ein russischer Zivischutzangestellter soll abgestochen worden sein. etc. etc. Aber das ist nur eine Seite. Die andere ist, die Russen haben sich von vornherein darauf eingestellt. Deswegen gibt es bis heute Filtrrierung und Massenverhaftung, überall kommt nach der militärischen die Besetzung durch Innenministerium und den FSB. Und: Die RA kann sich auf jede Menge Kollaborateure stützten. Ca. 900 wurden allein wegen Nachrichtenverrat von der Ua festgenommen. Dutzende arbeiten mit der RA zusammen. Das alles unterschlägt die britische Seite. Sie ist, wie so oft Desinformation nicht Aufklärer.

 

Besatzung

Ukraine ist faktisch gespalten:  Das Donbas gehört zu ca über 70% der RA, dazu große Teile von Cherson/Zaporishshja. Dort wird überall der Rubel eingeführt, ru Pässe angeboten, das ru Bankensystem, kollaborationsfreundliche Zivilverwaltungen (neben den militärischen), ein russisches Repressionssystem (Lager, Filtration etc.).

RU will jetzt eine zivile Eisenbahnline von der Krim über Cherson Richtung Zapirischja eröffnen, dito wird von Rostov versucht, die Bahnlinie über Mariupol auf die Krim zu restaurieren. Normalität inmitten des  Krieges.

 

Kampf um die Köpfe-Russifizierung durch Bibliothekensäuberung und Kulturvernichtung

Wer Bücher verschleppt, verschleppt auch Menschen, könnten man in Abwandlung eines geflügelten Wortes sagen. Was unter den Nazis düstere Prognose war, ist durch Putin in der UA schon lange überholt. In Mariupol wurden erst die Menschen verschleppt, jetzt gehen „Freiwillige“ an die Bücher ran. Ganze Bibliotheken werden nach russlandfeindlicher Literatur durchstöbert. Statt ihrer spenden russischen Partnerstädter „gute“ Bücher.

Auch sonst wird ukrainische Kultur zerstört, sei es durch Kriegsschäden, sei es durch Diebstahl in mehreren Museen und anderen Orten. Die Entnazifizierung entpuppt sich als Vernichtung der ukrainischen Kultur.

 

Hybrid/Durchbricht Putin die Sanktionen?

Die Türkei will mit Russland und der UN (nicht der UA) über die Getreideblockade verhandeln. Wird der Diebstahl des ua Getreides damit international sanktioniert? Ru hat mir Cherson nach Mariupol und Berdyansk einen weiteren ua Hafen aufgemacht, der dem Export dienen soll. Wohlgemerkt, es sind annektierte Häfen (!). Auch beim Gas findet interessantes statt: Deutschland bemüht sich um die Lieferung von Turbinen aus Canada nach Russland, um Nordstream 1 flott zu bekommen. D.h. Deutschland überredet Canada, die Sanktionen zu lockern. Ups ! Der alte KBGist Putin scheint lauter Zwickmühlen zu bauen…..Was kommt als nächstes? Stahl, Neon (für Chips)  (S. HuG vorgestern)

Immerhin die UA versucht mit mobilen Getreidespeichern und Trocknungsanlagen Zeit für die Ernte 2022 zu erkaufen (die wegen des Kriegs deutlich geringer ausfällt als 21). Hilft Deutschland dabei, oder machen das wieder die Amis?


Humanitäre Katastrophe im Winter? H-und-G.info Ukraine Monitoring 15.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Russland verstärkt Luftkrieg

Gerät UA immer stärker in Defensive

Sjewjerodonezk/Lyssychanks schlimmer als Mariupol. Es ist Aleppo

Vergiftetes Evakuierungsangebot

Guerillakrieg in S?

Teurer Hybridkrieg

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie zuvor, aber

 

Versagen die wichtigsten Verbündeten der UA?

Die Flüsse, entlang derer die UA ihre Verteidigungslinien aufgebaut hat (v.a. Donetzkfluss) verliert werden Trockenheit so viel

Wasser, dass eine Flussüberquerung ohne Pontonbrücken absehbar ist. Dies wäre eine Chance für die RA, „endlich“ weiter Richtung Westen, bzw. Süden (der Fluss schlängelt sich wie die Saale durchs Donbas) vorzudringen. Bisher ist das kaum gelungen, es gab meist nur hohe Verluste.

 

Die RA scheint an mehreren Fronten den Luftkrieg mit Flugzeugen und Hubschraubern zu verstärken- Im Donbas vermeldet die UA nach wie vor keinerlei Abschüsse, d.h. sie ist weitgehend wehrlos!

 

In Sjewerodonetzk ist die Lage unübersichtlich. Die Letzten Brücken Richtung Westen sind zerschossen, regulärer Verkehr mit Bussen, Autos, LKW Richtung UA nicht mehr möglich. Dennoch ist die Lage vollkommen anders als in Mariupol. 1. Die Stadt ist nicht komplett eingeschlossen. 2. Es gibt keine ASOW vergleichbare Militäreinheit 3. Es gibt keinen Großbunker wie in M.. 4. Es wurden deutlich mehr Menschen evakuiert.

 

Das hat aber zur Folge, dass die Stadt, wie Lyssychansk noch schlimmer beschossen wird als M. Es wird offenbar die Aleppo-Strategie angewendet.

Der Straßenkampf geht weiter, da die UA ihre Restmilitärs offenbar in eine Art Partisanenstatus versetzt haben. Sie versuchen offenbar in Kleingruppen dem ortunkundigen Feind möglichst viel Verluste zuzufügen.

 

Die RA dringt immer weiter auf die sog. Straße des Lebens, die O/W Autobahn zu und versucht ihre Nord- und Südtruppen so zu verbinden, dass die UA im Raum Lysichask/Sjewjerodonetzk eingeschlossen wird.

 

Was treibt der/den Westen?

Nach UA Angaben, hat die UA erst 10% der versprochenen Westwaffen erhalten. Auch wenn dies interessengeleitet hoch gegriffen sein dürfte, stellt sich doch die Frage, was da lost ist? 1. Wollte der Westen überhaupt so viel liefern, oder hatte er sich anfangs mit dem Verlust z.B. des Donbas abgefunden (gesichtswahrende Lösung für Putin) 2. Hat der Westen sich zu spät entschieden (Umorientierung der Bundesrepublik z.B.) 3. Hat der Westen zu spät den wirklichen Waffenbedarf erkannt? 4. Unterschätzen Westpolitiker die logistischen Lieferungsprobleme (Herstellung, Munition, Transport, Ausbildung). (s. Äußerungen des Regierungsspreches in HuG gestern. Die Verteidigungsministerin verspricht “bald“ Lieferungen von einzelnen Haubitzen- das dürfte alle Gemüter beruhigen, oder?)

Möglicherweise reagieren auch manche zu bürokratisch. Die Bundesrepublik z.B. scheint nach der Devise zu arbeiten, planen, beschließen, bestellen, ausbilden, liefern…..Das ist eine Behörden-typische konsekutive Vorgehensweise. Gefordert wären Parallelschritte, die den Vorgang beschleunigen.

 

 

Russische Bewaffnung

Es gibt weitere Indizien, dass Ru die Mobilisierungskraft erhöht. Nunmehr sollen technisch für Panzer u.a. Ausgebildete länger dienen müssen. Dies ist eine von vielen kleinen Maßnahmen, um unterhalb der Generalmobilmachung die Zahl der Ru Soldaten zu erhöhen. Man kann sich darüber mokieren, wie der britische Geheimdienst, der offenbar lieber PR statt Aufklärung macht, man kann es aber auch so sehen, dass RU noch deutlich mehr Ressourcen hat, als bisher.

 

Angeblich soll der Wehretat in RU um 20% steigen.

 

Evakuierungskorridor für S? Bedrohliche Perspektive im Schafspelz

Die RA hat einen Korridor angeboten. Vorsicht! 1. Das erinnert an Aleppo etc., wo die Evakuierung von Frauen und Kindern die Ouvertüre zum Totalbombardement war. 2. Vermutlich wird v.a. Richtung Russland evakuiert. 3. Alle die evakuiert werden, werden verfahrungsgemäß filtriert, d.h. Sicherheitschecks unterzogen. Dabei verschwinden regelmäßig Menschen in Folterlagern mit Todesgefahr durch Folter oder Tribunale. Derartige Evakuierungen müssen dringend durch das IRC, die UNO o.ä. abgesichert, alle Namen notiert, der Verbleib dokumentiert werden.

 

 

Humanitär

Droht im kommenden Winter humanitäre Katastrophe? Fast 1/3 der Ukrainer ist auf der Flucht. Aber auch für die, die in den besetzten und Kriegsgebieten verbleiben, ist es oft noch schlimmer. Ihre Häuser sind oft (teil) zerstört, sie leben in Ruinen und Zelten und auf der Straße. Die Wasser, Energie und Heizungswiederherstellung dauert an, es ist zweifelhaft, ob sie bis zum Winter abgeschlossen ist. Auf Grund von unzureichender auch medizinischer Versorgung drohen eine erhöhte Krankheits- und Mortalitätsrate und Epidemien.

 

Was tun? Hilfe z.B. für Mariupol wäre indirekt Hilfe für das Besatzungsregime. Nichts tun, wäre zynisch. M.E. sollte man die Sache skandalisieren und das IRC und die UN auffordern, dieses Thema gegenüber Russland dringlich anzumahnen. Russland ist reich genug, um die Hilfen zu verstärken.

 

 

„unsere“ Presse

 

Der „Stern“ verkündet:  „Russische Sturmangriffe im Osten der Ukraine“. Das wirkt wie eine neue russische Großoffensive. So kommt es, wenn man unreflektiert ua Armeemeldungen wiedergibt. Die ua Armeemeldungen unterscheiden bei der Feindanalyse Aufklärungs- , Umgruppierungs-, Auffüllungs- Luftangriff- und Bodenangriffsaktionen. Letzte werden als „Sturm“ bezeichnet, die aber i.d.R. nur lokale Ereignisse (an einer Front von 1-2ooo km !) sind und sich in den Folgetagen mit den anderen Aktionen abwechseln. Also falscher Eindruck durch (wörtlich korrekte, aber nicht eingeordnete Meldung)

 

Hybrid

 

Putin leitet offenbar den nächsten Schritt im Energiekrieg ein. Vermutlich unter dem Vorwand von Reparaturarbeiten (man mag nichts anderes mehr glauben, sollte es auch nicht) wurde der Gaszufuhr in Nordstream I drastisch gedrosselt.

 

Die Kompensation der Folgen des UA-Krieges bei Getreide und Energie werden immer teurer. Die USA planen in Polen Getreidespeicher für die Ernte 2022 der UA aufzubauen, um den Verlust an Hafentransportkapazitäten zu kompensieren. Die EU hebt Teile der Transportbeschränkungen für UA LKWs auf. Die Bundesregierung muss Milliarden zahlen, um die Gazprom Infrastruktur für Deutschland aufrechtzuerhalten.


Gewinnt Putin Energiekrieg? H-und-G.info Ukraine Monitoring 14.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

 

Beschieß Ukraine die Stadt Donetzk mit Westwaffen?

Gewinnt Putin Energiekrieg?

Cholera in Mariupol? Kein Geld in Melitopel?

 

Kriegsgeschehen

 

Hat die UA (mit Westwaffen) die Stadt Donetzk bombardiert?

Dieses behauptete gestern die RU. Angeblich hätte es 300 Abschüsse, mehrere Tote und Verletzte unter Zivilisten gegeben. Von Bränden auf dem Markt wurden in Rossia 1 Videos gezeigt. Von der angeblich ebenso getroffenen Geburtsklinik keine (offenbar Retourkutsche zur Mariupol) .

Auf UA Seite gibt es Zweifel an der Richtigkeit, weil die UA angeblich nicht so schnell aus dieser Entfernung schießen könne. Andererseits ist es zweifelhaft, ob sie die RA auch diese Weise selbst beschossen hat. (Kleinere gefakete oder Kollateralbeschüsse gehörten indes zum Kriegsgeschehen)

 

RA vertärkt Einsatz von Luftwaffe und Artilllerie im Donbas

Führt zwei weiter BTG ins Kampfgebiet. Die RA macht leichte Gewinne Richtung Westen  in der Nähe von Bakmut und steht jetzt nur noch wenige km vor der wichtigen N/S-Autobahn E 40.  Der RA gelingt es, die letzte Brücke von S. zu sprengen. Die Lage der dortigen Rest-Bevölkerung (ca 10.000 von einst üner 100 T) und ua Militärs wird immer schwieriger, angeblich sind sie aber noch nicht abgeschnitten.
In der westlichen Nachbarstadt Lysychansk wird seit Tagen intensiv evakuiert, weil die Stadt bombardiert wird (nicht wie ARD fälschlicher Weise behauptet, Straßenkämpfe)

 

Kriegsziele Russland

Grenzlinien für Zwischenstand erkennbar. Die RA hat sich aus einigen Regionen zurückgezogen und versucht massiv Verteidigungslinien aufzubauen. (Z.B. Cherson, Zaporischschja entlang des Nordkrimkanals) teilweise im Norden von Charkiv. Teilweise versucht die RA durch massiven Militäreinsatz die Einflussgebiete zu erweitern. Nicht nur im Donbas, sondern auch Richtung Mykolaev und einigen Regionen von Zaporischschja. Unklar im Norden von Charkiv. Wenn man diese Lage komplex sieht, könnten sich damit angestrebte Grenzlinien für einen russischen „Kompromiss“ abzeichnen.

Ukrainische Kriegsziele

Die UA strebt mindestens den Status qua ante 24.2. an, wenn nicht den ante 2014. Dies würde sie aber, wenn überhaupt nur durch eine massive Verstärkung der Kriegsgüterlieferung aus dem Westen erreichen können. Erstmal legte die UA eine Rechnung für den Waffenbedarf offen. Dies erklärt auch die massive Kritik an der Bundesregierung:

Die Ukraine hat Forderungen nach umfassenden Waffenlieferungen konkretisiert, die sie nach Einschätzung der Regierung in Kiew für einen Sieg im Krieg gegen Russland benötigt. „1000 Haubitzen vom Kaliber 155 Millimeter, 300 Mehrfachraketenwerfersysteme, 500 Panzer, 2000 gepanzerte Fahrzeuge, 1000 Drohnen“, schrieb Präsidentenberater Mychajlo Podoljak auf Twitter. Kiew erwarte dazu vom Treffen der Nato-Verteidigungsminister am kommenden Mittwoch in Brüssel eine Entscheidung.

Korruption/Maffia

Wo ist die ua Korruption geblieben. Offenbar werden Nachrichten zu diesem Thema klein gehalten. Aber es gibt sie. Wobei die Meldungen schwer zu durchschauen sind, und derartiges auf beiden geschieht. So bieten Leute, an Ukrainer gegen Geld zu evakuieren, oder Kriegsgefangene zu befreien. Nach Angaben eines ehemaligen Nato-Militärs verschwinde auch Militärgüter aus dem Westen. Kunstgegenstände werden nach Russland gebracht, die Mariupol sollen Kollaborateure humanitäre Hifel zum eigenen Vorteil verkaufen. Usw.usw. Vor dem Krieg gehörte die Ua zu einem nach Tranparency der schlimmsten Länder in Europa. Die Korruption ist (und bleibt) eines der Hauthindernisse für einen EU-Beitritt.

Humanitär

Gibt es Cholera-Epidemie in Mariupol? Eine ru Bestätigung fehlt. Vertreter der ehemaligen ua Stastverwaltugn verweisen auf steigende Todersraten, erneute Beerdigungen in Haushöfen, merkwürdige Verbrennungen von Ruinen und Müll und Leichenbeseitigung.

Amnestie-Untersuchung bestätigt Bellincat-Recherche aus

März - H-und-G.info berichtete damals-wonach Streubomben gegen Zuivilisten eingesetze wurden.

Humanitäre Hilfe in S. unmöglich

 

Besatzung

Im Raum Melitopel funktioniert Internet nicht.  Die Menschen kommen nicht an Geld.

Im Raum Kramatorsk soll es keinen Strom geben.

Die Integration der Region Mariupol unmittelbar in die Russische Föderatzion geht weiter.

 

Hybrider Krieg -Gewinnt Putin den Öl-Krieg?

In Indien ist Russland zum größten Energielieferanten aufgestiegen. In Europa hat Putin im 1. Halbjahr Milliarden an Energieeinnahmen erzielt. In -Europa steigen die Energiepries weiter. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung auch. In der Ukraine wird der Export von fossilen Energieträgern verboten, weil es dramatische Knappheiten gibt, da Putin alle Raffinerien und viele Tanks hat zerschießen lassen und der Nachschub über das Meer nicht mehr funktioniert.

Blackout bei Tagesschau? und Regierungssprecher?

H-und-G.info Monitoring 13.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Wenn Sjewjerodonezk fällt (Mit)schuld des Westens

Droht Putin jetzt mit Chip- und Stahlerpressung nach der Getreidedrohung?

Verrat/Sabotage gefährdet UA

Blackout  bei Tagesschau? und Regierungssprecher?

 

Kriegsgeschehen

Wenn Sjewjerodonezk fällt ist das die Mitschuld des Westens. Der UA fehlen eindeutig Waffen, um sich gegen die RA effektiv zu wehren.

Neben den bereits (seit Wochen) geschilderten Defiziten bei Haubitzen und Luftabwehr zeigt sich immer mehr das Problem, dass die UA den ru Nachschub nicht behindern kann. Während sich die westliche Seite damit echauffiert, wie schlecht der ru Nachschub sei (s.auch ISW heute), schafft es die RA kontinuierlich schwere Waffen und Mannschaften nachzuliefern.  Gestern allein 80 im Raum S. (!). Würde die UA diesen Nachschub durch Raketen, Flugzeuge oder zumindest Haubitzen behindern, würde die Lage der RA vermutlich schnell prekär. Jetzt zerschießt die RA die UA. Resultat westlicher Zögerlichkeit!

Sabotage/Verrat

Einen der schwersten Sabotage/Verratsfälle auf UA Seite hat der ua Geheimdienst SBU aufgedeckt. Mehrere dutzend Personen wurden unter dem Verdacht festgenommen, Koordinaten für den Beschuss von S. per Handy weitergegeben zu haben. Da dies über starlink passierte, das nur in offiziellen Gebäuden angeschlossen ist, scheinen sich die mutmaßlichen Täter bei der humanitären Hilfe als Freiwillige oder Bedürftige eingeschlichen zu haben.

Die UA hat immer wieder Probleme mit derartigen Kollaborateuren. Es könnten aber auch Sabotagetrupps sein, die vorab vorbereitet wurden oder eingesickert sind. Dies ist ein nicht unwichtiger Kriegsfaktor.

In Serbien wurde ein ranghoher ua Geheimdienstoffizier festgenommen, der vor dem Krieg Zugang zum Planungsstab der UA hatte. (Ein bißchen goodwill von Vucic)

Es gibt aber auch Sabotage gegen die RA. Möglicherweise hat es in Melitopel einen Anschlag gegeben, aber auch zwei in Russland nahe der Grenze.

Allgemein hat sich das Kriegsgeschehen wenig verändert.

Aber die RA hat die zweite Brücke zwischen S. und Lysychansk zerschossen, der verbleibende dritte ist angeblich für LKW unbrauchbar, so dass S. weitgehend für Nachschub, Nahrungsmittel, Evakuierungen kaum erreichbar ist. Im Chemiewerk sollen neben Kämpfern noch 100 Zivilisten, darunter Kinder sein. Vermutlich gibt es dort Luftschutzbunker, wie in Mariupol/ASOVstal. Evakuierungsbemühungen laufen. Wer gibt Garantie?

Die RA steht ca 15 km südlich vor Lysychansk und ca 5 km vor der o/w Autobahn. Die Gefahr für die UA eingekesselt zu werden ist hoch.

 

(Nicht-)Waffenlieferungen

Scherzt der deutsche Regierungssprecher, wenn er sagt, es sei gut, dass die schweren Waffen in Deutschland sind, weil dort ausgebildet werde. Oder weiß er es nicht besser. Soldaten an die ukrainische Ostfront zu schicken, geht schnell. Schwere Waffen dorthin zu transportieren, ist ziemlich schwierig. (Mehrfach geschildert) Die RA beschießt (nicht ohne Erfolg) die ua Nachschubwege. Es dürfte daher Wochen dauern, schweres Gerät von D in die Ostukraine zu verlegen. Ein Blick auf die Landkarte hilft.

 

Humanitär

Evakuierung aus S. derzeit (so gut wie) nicht mehr möglich. Wegen Beschuss. Verstärkte Angriffe auf Außenbezirke von Charkiv.

 

Besatzung

Ru investierte in shows zum Tag der Russen, die Beteiligung der ua Öffentlichkeit war laut Fotos offenbar eher gering.

In Mariupol schlimme medizinische und Versorgungslage. Im Winter droht Kälte, weil Heizungen zerstört sind. Hab und Gut in zerstörten Gebäuden wird ersatzlos weggebaggert, den Menschen bleibt nichts.

Hybrid. Kommt nach der Getreide- Putins- Stahl und Chiperpressung?

Die UA stellte einen großen Anteil des europäischen Stahls her und ca die Hälfte des Welt (!)-Neonbedarf, einem Edelgas, was für die Chipproduktion unerlässlich ist. Setzt Putin dies jetzt als Druckmittel zur Aufhebung der Sanktionen ein? Die Preise werden so oder so steigen.

 

Unsere“ Medien- Ist die Tagesschau verwirrt?

Ist die Tagesschau verwirrt? Wie schon des Öfteren gehen Fakten ziemlich durcheinander. Vorgestern wurde eine drohende Choleraepidemie in Mariupol gemeldet. Abgesehen, dass die Epidemie so nicht existiert, die Gefahr aber schon seit Wochen bekannt ist, ist die Quelle kurios: Der Stadtrat von Mariupol wurde in der TS genannt. Gesagt wurde nicht, welcher. Die Stadt ist bekanntlich besetzt, die RA hat einen Pseudobürgermeister eingesetzt. Daneben gibt es natürlich eine Militärverwaltung. Der gewählte ua Bürgermeister hat schon seit 2 Monaten seine Stadt nicht mehr betreten, aber er ist mit einigen Mitarbeitern immer noch aktiv, v.a. die humanitäre Hilfe für evakuierte und geflohene Bürger aus Mariupol zu organisieren. Diese Gruppe sammelt über informelle Kanäle („Informationskrieger“) auch Informationen über ihre besetzte Heimatstadt. Indizien zur Wasser-Abwasser-(nicht)Versorgung, moderndem Unrat und Leichen und anderen Indizien führten zur ernst zu nehmenden Cholerawarnung aus diesem Kreis, Von ru Seite wurde dies nicht bestätigt, aber vor dem Baden im Meer gewarnt. All das wäre ganz einfach im Internet zu überprüfen. Poor old Tagesschau!

Gestern dann berichtete die TS über „Straßenkämpfe“ in Lysychansk. Derartige Straßenkämpfe finden aber nicht dort, sondern in der Nachbarstadt Sjevjerodonezk statt. Auch in der Karte wurden die Orte vertauscht. Poor old Tagesschau!

Tag der Russen, ganze Dörfer werden niedergebrannt. H-und-G.info Monitoring 12.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Russen feiern-Ukrainer sterben

Kriegsverbrechen mit Flammen(raketen)werfern

Russland plant Kriegsverlängerung und hat Reserven

Wird die Welt mit Kriegsverbrechertribunalen ausgetrickst

Spaltet Südosteuropa die EU?

Kriegsgeschehen

Warum demütigt Joe Biden Selenskj mitten im Krieg? Diese Frage stellt sich nach dem Statement, S. habe den ru Angriff nicht glauben wollen. Wollen die USA Selenkj ein wenig begrenzen, vielleicht sogar die Kriegsziele der UA? Auffällig ist, dass z.Z. in der Washington Post und beim ISW viel darüber berichtet wird, dass die RA bald den Donbas einnehmen könnte. Geht es also doch um eine sogenannte „gesichtswahrende Lösung“?

Ansonsten ähnlich wie jeden Tag. Aber

Die Verteidigungslinie der UA im Donbas wird mangels effektiver Verteidungswaffen weiter zerschossen

RA scheint Angriffe in Zaporischschja zu verstärken und kleine „Erfolge“ zu haben.

RA scheint Angriffe im Raum Charkiv zu intensivieren

RA korrigiert Kriegsplanung für nächsten 100 Tage. Sie hat nach UA Nachrichtendienstangaben zu den über 100 Taktischen Einheiten noch 40 (!) in Reserve, deren Größe und Qualität aber geringer als üblich sein dürfte.

Die Gefahr der Einkreisung von einigen 1000 Soldaten in Luhansk ist nicht geringer geworden

Die Aussagen der Briten, dass der Rest vom freien Donbas in wenigen Tagen fallen dürfte, ist für sich genommen nonsense. Keiner weiß das genau und das hängt sehr stark von der Bewaffung der UA durch westliche Waffen ab.

Humanitär/Kriegsverbrechen

Die RA beschießt ganze Dörfer und UA Stellungen mit Mehrfachflammenwerfern. Dabei sind allein gestern zwei ganze Dörfer in Luhansk und Zaporischschja aus. (Kriegsverbrechen gegen Zivilbevölkerung?)

Trickst Russland die Welt (mal wieder) aus? Der Abzug der Bunkerkmäpfer von Mariupol wurde mit den Russen verhandelt. Auffällig ist, wie Ru/Lavrow betont, dass die Kriegsverbrecherprozesse im Donbas von einem autonomen Staat durchgeführt werden. D.h. die Todesurteile da sind angeblich nicht von RU zu beeinflussen. Das könnte heißen, dass der Austausch der Mariupolgefangenen sabotiert wird und diese von der DNR z.T. zum Tode verurteilt werden.

UN-Delegation wegen ru Kriegsverbrechen in UA eingetroffen

Ein Wort zu Südosteuropa

Zerbricht die EU an Südosteuropa? Bei Besuch von Scholz in Serbien wird übersehen, dass Vucic der Pressesprecher/Infominister von Milosevic war. Mehr als ein Wackelkandidat. Ungarn Wackelmitglied. Bulgarien Wackelmitglied. Neumazedonien unter starkem russischen Einfluss, Bosnien-Herzegovina gespalten. Mit einem Wort, die EU hat sich nach dem Jugoslawienkrieg zu wenig zum diese Region gekümmert, Putin schon.

1000 ukrainische Tote pro Woche, weil Westwaffen fehlen H-und-G.info Monitoring 11.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

 

1000 ukrainische Tote pro Woche, weil Westwaffen fehlen- Die Wunderwaffe der UA: die Flüsse

Was treibt eigentlich Belarus?

Putin und Peter (der Große), was verbindet sie?

Heuchelt Deutschland bei Getreidehilfen und Wirtschaft?

Schreiben westliche Dienste bei der Tagespresse ab?

 

Kriegsgeschehen

 

1000 ukrainische Tote pro Woche, weil Westwaffen fehlen-Die Wunderwaffe der UA: die Flüsse

Die UA hat im Osten der UA einen schweren Stand. Die Taktik der RA (s. Vortagsbericht und andere davor) zerschießt die ua Verteidigungslinien, die die UA teilweise seit 2014, teils vor und nach Kriegsbeginn 2022 parallel zur Demarkationslinie (nach Minsk) errichtet hat. Das sind v.a. Gräben, Unterstände, Kommandostellen, Waffen- und Munitionslager, Stellungen für Panzer, Mörser, Haubitzen, Maschinengewehre, etc.. Nach Angaben des renommierten ö Militärexperten Gressel, ist diese Struktur weitgehend zerstört.

S. https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/groesste-problem-militaerexperte-prognostiziert-ukraine-duestere-lage-37010760

Die militärische Schwäche der UA rührt v.a. daher- HuG.info berichtet darüber seit Wochen-dass die RA mit longdistance Haubitzen nach Drohnenaufklärung die Stellungen der UA zerschießt. Dem hat die UA nichts entgegenzusetzen. Wie die UA selber mitteilt, bestehe ein Artillieriedefizit von 1:10-15 gegenüber der RA (!)

Zusätzlich bedrohen Kampfhubschrauber und Tiefflieger die Ua Stellungen. Auch hier ist die UA weitgehend machtlos. Es werden keine Flugkörper dieser Art abgeschossen.

Das hieße, dass die RA, wenn sie dazu noch genügend Kraft hat, Chancen für Durchbrüche hätte. Im Moment ist der Donezk-Fluss immer noch das Haupthindernis. Dies erklärt die etwas verwirrende Meldungslage aus dem Donbas, wo von Eroberungen und Rückeroberungen die Rede ist.

Russische Fortschritte

Die RA kommt aber (langsam) voran und kämpft schon in Zonen, die sie vor 2 Wochen noch nicht einmal systematisch bombardiert hatte. Der Abstand zwischen der ru Nord und Südfront beträgt an einigen Stellen nur noch wenige Km. D.h. die Gefahr, dass einige 1000 Soldaten der UA eingekesselt werden, steigt täglich (stündlich). Die RA setzt tschetschenische Elitetruppen ein, um diese Restdistanz nach Lissyschansk zu überwinden. Offenbar nicht ganz ohne Erfolg.

Auch im Bereich Bachmut kommt die RA Richtung Westen voran. Das ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten in O/W wie N/S Richtung. Schon jetzt ist die Autobahn von Zaporischschja nach Severodonezk (Straße des Lebens) im Kampfgebiet wegen Dauerbeschusses praktisch nicht mehr nutzbar. Die ua Seite muss zeitaufwändige Umwege nutzen, um Nachschub und Lebensmittelversorgung von Rest Luhansk sicherzustellen.

In S. ist die Lage unübersichtlich. Ob die UA wirklich im Chemiewerk eingekreist ist, wie die DNR behauptet, ist zu bezweifeln.  Das Chemiewerk hat mehrere Standorte, v.a. eher westlich in der Nähe des Flusses mit potentiellen Übergängen nach Lissyschansk. Vermutlich bleiben die UA-Kräfte so lange in der Stadt, wie diese Rückzugsmöglichkeiten offen sind. Das kann dauern.

 

Eroberungen an der Schwarzmeerküste

Unterhalb des Radarschirmes der Westpresse soll es der RA gelungen sein, seine Bucht am schwarzen Meer zu erobern. Das schließt die UA weiter vom Meereszugang ab.

Schwarzmeerflotte bedrohlich

Die Schwarzmeerflotte ist derzeit weniger als Invasions- und Kanonenmacht gefährlich, sondern wegen 40 Cruise-Missiles, die sie jederzeit an alle Orte der UA abschießen kann. Theoretisch kann die RA damit z.B. jederzeit die Verkehrsinfrastruktur der UA für den Nachschub an (West)waffen zerschiessen, wenn sie die Ziele kennt. Über Militäraufklärung, Verrat etc dürften viele dieser Ziele bekannt sein.  Jüngstes Beispiel der Beschuss einer Waffenfabrik im Oblast Dnjepro.

 

Was macht eigentlich Belarus?

Um es kurz zu machen. B. rüstet seit Wochen aus und versucht, ihre Truppen technisch wie operativ zu modernisieren. Nur, für welchen Zweck? Defensiv?
Offensiv?

Westliche Militäranalyse aus der Tagespresse

Britische und US-Analysten warten mit Ergebnissen auf, die schon Tage und z.T. Wochen vorher in der Tagesspresse zu lesen waren. Jüngste Beispiele. Die medizinische Krise in Mariupol (H-un-G.info hat darüber schon vor ca. 10 Tagen berichtet) und die Defizite bei der Artillerie der UA. (Hier bezieht man sich auf ein Interview des UA Geheimdienstes im Guardian (!))

Es ist zwar eine banale Tatsache, dass Geheimdienste und Analysten ihr Wissen zu nicht geringen Teilen aus der Presse beziehen, wenn es aber dabei bleibt, sind sie nicht viel wert. Eigentlich sollten derartige Nachrichtenservices v o r der Zeit sein, damit sie Politik-beratend proaktiv wirken können. Was wir derzeit feststellen müssen, ist, dass die UA im Donbas Boden, Material und 1000e von (meist) Männern verliert, weil der Westen- offenbar schlecht beraten oder beratungsresistent (oder noch schlimmer, weil er Putin einen gesichtswahrenden sieg einräumen wollte) zu spät adäquate Verteidigungswaffen liefert. Schlechte Informationen gefährden Leben.

 

Putin und Peter. Die Lehre der Schlacht vonPoltawa.

D. Medien des Springer Konzern zerreißen sich darüber den Mund, dass sich Putin mit Peter dem Großen vergleiche. Dass ist nicht sonderlich klug und hilfreich. 1. Hat Putin das gar nicht getan, sondern nur ein historisches Narrativ herangezogen. 2. Ist Putin aus Sicht vieler Russen schon ein Großer, weil er das Land aus dem Chaos der Putin-Ära herausgeführt und ihm (wie auch immer) neue Größe verliehen hat. (Global Player) 3. Wäre es sinnvoller Ps Rede zu dechiffrieren, weil dies Aufschlüsse über Ps Ziele gibt: Man strebt Landgewinne an. Bedroht Polen, das Baltikum und Finnland (alles Ziele von Peters Nordischem Krieg). Versucht, das eigene Land zu entwickeln. Stimmt auf langem Krieg ein. Übrigens: Die Schlacht von Poltawa war die Voraussetzung für die Deutsch (preussische) -Russische Freundschaft für über 2 Jahrhunderte (bis heute?).

Partisanenkrieg

Angeblich gab es einen Anschlag in der Nähe des Amtssitzes von Puschwillin (DNR)

 

 

Humanitär

UN verurteilt Todes-Urteil gegen drei UA Soldaten in DNR als Kriegsrechtswidrig.

Im Raum Cherson sollen laut US/OSZE-Angaben 600 Menschen gefoltert worden sein. Dass stimm ca mit der Zahl überein, die H-und-G.info vor Wochen als Zahl von Personen genannt hat, die im Raum Cherson in Speziallagern waren.

 

Unsere Presse

s. Putin und Peter der Große

 

hybrid

Der Westen und auch „unser“ Landwirtschaftsminister geloben der Ua zu helfen, das Getreide, was nicht über das S Meer exportiert werden kann, auf alternativen Wegen (LKW, Bahn, Donau, Ostsee) zu exportieren, um eine Krise in Afrika zu vermeiden.

Hilft Deutschland wirklich mit?Eine gute Recherche von  T-online säht Zweifel. Die Wartezeiten der LKWS an der Grenze steigen. Das deutsche (! War das nicht was mit der FDP, die der Regierung Lahmheit vorwarf) Verkehrsministerium soll blockieren. Das erinnert an den Attentismus bei den Waffenlieferungen. Wenn in Afrika die Kinder sterben, werden sich wieder viele fragen. Wie konnte das geschehen und Spendengelder sammeln. Jetzt sind Lösungen, kein Bürokratismus gefragt (!).

Melenskj wirft der deutschen Wirtschaft vor den Handel mit Ru im ersten Halbjahr 2022 erhöht, den mit der UA gesenkt zu haben. Das geht sicher auch auf das Konto der Energiepreise und kriegsbedingterAusfälle in der Ua. Aber wenn es nur tendenziell stimmt (und Melenskj vergreift sich manchmal im Ton, weist in der Sache aber meist auf wichtige Sachverhalte), was der Botschafter sagt, dann wäre das ein strategisches Fiasko. Die Strategie des Westens beruht ja nicht zuletzt auf Sanktionen.

Putin stimmt Ru auf langen Krieg ein.

H-und-G.info Monitoring 10.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Ukrainische Verluste verdoppelt-Russen sterben wie die Fliegen

Dem Westen „den Arsch“ zeigen. Putin stimmt Ru auf langen Krieg ein.

Was treibt die Türkei?

Befreiung Mariupols scheiterte

Auch Tiere sind Leidtragende dieses Krieges gegen ein Volk

Russifizierung in besetzen Gebieten geht weiter

 

 

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie Vortage, aber

Die Verluste der UA verdoppeln sich auf bis zu 200/p.d.. Die Verluste der RA sollen aber deutlich darüber liegen.

Ursache ist vermutlich der verlustreiche Kampf um Sjevjerodonezk und das umliegende Donbas. Die RA kann durch Drohnenaufklärung UA-Stellungen ausmachen, die dann aus der Luft oder mit Artillerie und Mörsern beschossen wird. Dagegen ist die UA bisher weitgehend machtlos. Umgekehrt reichen die Offensivkräfte der RA nicht aus, entscheidende Durchbrüche zu erzielen.

Aber. Es ist kein Stellungskrieg, sondern die Kamplinie wabert- wie mehrfach beschrieben- und es werden von beiden Seiten gezielt Verluste des Gegners angestrebt.

Angeblich musste die RA eine mongolische Einheit (Buriaken) zurückziehen, weil die jungen unerfahrenen Soldaten „starben wie die Fliegen“.

Es soll sich eine Armeeeinheit wegen der hohen Verluste geweigert haben, anzugreifen. Putin geht nicht nur rücksichtslos gegen die UA vor, sondern verheizt auch „seine“ Jungs.

Wolodja der Kleine zitiert Peter den Großen

In der Deutsche Presse wird verkürzt zitiert. Es ging Puin bei seinem Vergleich mit Zar Peter nicht nur um Landgewinne, er sprach auch von 21 Jahren Krieg (!). Das sei eben nichts Besonderes, weil es erfolgreich war.

Im russischen Fernsehen wurde zustimmend über die Herstellung des Imperiums diskutiert: „Peter eroberte alle slawischen Gebiete und zeigte dem Westen den Arsch“. Es geht also um einen langen imperialen Krieg, um Russlands Größe aufzurichten.

 

Misslungene Befreiung von Mariupol

Die UA hat in der Tat versucht, die Bunkerbesatzung von M. militä  risch zu befreien. Ein Kommandounternehmen von Zaporischschja war gestartet und sollte sich mit einem Ausbruch aus dem ASOW-Bunker verbinden. Dies scheiterte an der geringen Bewaffnung der UA und dem Ausschreien der 36th Marineinfanterie in Mariupol, die einen eigenständigen Ausbruchsversuch startete und sich teilweise ergab. Damit war die Befreiungsaktion gescheitert. H-und-G.info hat mehrfach darüber berichtet. Jetzt wird das ganze Drama durch einen Enthüllungsbericht der U Prawda deutlich.

 

Kriegsverbrechen

Die Verurteilung der drei ausländischen ua Soldaten im Donbas zum Tode ist nach Auffassung der UA rechtswidrig. Die Soldaten seien Angehörige der UA und würden unter die internationale Konvention fallen. Zudem stellt sich der Frage der Legitimation der DNR überhaupt „Recht“ zu sprechen.

 

Humanitäre Situation

Auch wenn das Wort humanitär es nicht trifft. Es sollte auch einmal über Haustiere gesprochen werden. Die Ukrainer lieben Haustiere, nicht wenige haben ihre Katzen und Hunde mit auf die Flucht genommen. Aber die meisten Haustiere blieben allein im Kriegsgebiet zurück. Die meisten dürften durch Waffeneinwirkung und Hunger verendet sein. Nördlich von Kiew kamen drei Tierschützer bei dem Versuch um, Tiere zu füttern. Ein ganzer Pferdestall brannte samt Pferden ab. Tiere in Tierheimen verendeten, weil die RA sie nicht fütterte. Nun wurde ein Kleinbus mit verhungerten n Hunden gefunden. Dass sie ihre Tiere nicht im Stich lassen wollen, ist ein Grund, warum die bäuerliche Gesellschaft sich schwertut , ihre Gehöfte im Donbas zu verlassen, obwohl sie dringend zur Evakuierung aufgefordert werden.

 

Besetzte Gebiete

 

In Maripol werden russische Renten eingeführt, dazu muss sich jeder Rentner neu registrieren lassen. Wer keine Papiere hat, ist auf die ua Rente angewiesen. Frage ist, wie er an sein Geld kommt, da in M. das ru Banksystem eingeführt wird.

In M. wird die Filtrierung in der Stadt abgeschafft. Menschen ohne Unbedenklichkeitsbescheinigung müssen nach Bezimenne oder Nikolskoi fahren und dort tagelang im Lager warten, bis sie überprüft sind. Ob sie nach Russland verschleppt oder inhaftiert werden, ist offen.

Besatzer bringen offenbar ihre Familien nach Cherson, um sie da niederzulassen.

Hybrider Krieg

Was treibt eigentlich die Türkei? Der Südwestliche Nachbar-obwohl Nato Mitglied und EU-Kandidat (seit ewigen Jahren)- macht seine eigene Außenpolitik. Sanktionen werden nur langsam umgesetzt. (Damit das russische Kapital nach Arabien fliehen kann?) Manche gar nicht. Man fädelt am Milliarden Getreidedeal. Nun wird die Türkei zunehmend für ru Firmen attraktiv, die ihren Sitz von der EU in die Türkei verlegen. Erdogans Türkei ist schon seit langem sauer auf den Westen, weil es nicht in die EU gelassen wird, andererseits Flüchtlinge aus dem vorderen Orient zurückhalten soll, und dann wegen Menschenrechtsverletzungen angezählt wird. Abgesehen von dem islamischen Drall hat das System Erdogan ohnehin Ähnlichkeiten zum dem Putins. Erdogan hat auch schon Raketenabwehrsysteme von Putin erworben. Zwar hat Erdogan den Bosporus für ru Kriegsschiffe gesperrt, es könnte aber mit seiner Separatpolitik zu einem weiteren wichtigen Stabilisator von Putins Süden werden (neben Indien und China).

Verhandeln mit Putin? Sjewjerodonetzk kriegsentscheidend?

H-und-G.info Monitoring 9.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Verhandeln mit Putin?

Sjewjerodonetzk kriegsentscheidend?

Kriegsverbrechen in Wohngebieten

Schwarzmarktprofite für Kollaborateure

Der tägliche (Nach-)Kriegshorror. Mit Schäden für die Gesundheit.

 

 

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie Vortage, aber:

 

Schlacht um Sjevjerodonetzk tobt weiter. Selenskj erklärt sie in gewisser Hinsicht zur Entscheidungsschlacht, was nicht selbsterklärend ist. S.u.

 

Im Gegensatz zur Analyse der erschöpften RA, verstärkt die RA ihre Panzerkräfte in Zaporischschja.

 

Daily Horror:

Raketen auf Infrastruktur überall. Mörser, Haubitzen, etc.. Beschuss von Nordgrenze der UA, täglicher Beschuss z.T. mit Luftunterstützung von Mykolaev im Süden über Cherson, Zap, Donetzk, Luhansk, Charkiv. Überall fallen Soldaten,fast überall sterben Zivilisten, auch viele Kinder, noch mehr werden verwundet, von den materiellen Schäden ganz zu schweigen….

 

Neue Taktik

Die neue Taktik, die Kadyrov die Tage beschrieb, zeichnet sich ab. Es ist die alte mit verstärkten Mitteln aus der Distanz. Haubitzen, Stalinorgeln, Luftwaffe, etc. Die Frage ist, kann man einen Krieg ohne Panzer und Artillerie führen, wenn es nicht um Eroberung, sondern nur noch um Zerstörung geht? Die Gefahr besteht tendenziell, wenn man sich Putins Kriegsführung ansieht. Dies wäre ein Kalkül außerhalb der Logik westlicher Militärs.

 

 

Severodonetzk Entscheidungsschlacht?

 

Das Statement von Seleskj ist riskant.

 

Im Vorfeld scheint es Meinungsunterschiede in der UA, vielleicht auch mit den westlichen Beratern gegeben zu haben. Es gab Stimmen, die den Rückzug aus S. empfahlen, weil die Stadt nicht zu halten sei. Offenbar hat sich die Fraktion derer durchgesetzt, die die Stadt halten wollen.(möglicherweise beim Truppenbesuch von S. in der Region)

 

Das ist symbolisch riskant, fällt S., fällt (nach Mariupol) nämlich das zweite Symbol.

 

Das ist militärisch riskant, denn dort stehen ca. 10.000 ua Soldaten, eher gut ausgebildete, die ständig in der Gefahr sind eingekreist zu werden, da die RA im Norden wie im Süden des Donbas stark aufgestellt ist und dazwischen nur noch wenige dutzend km fehlen.

 

S. ist gar nicht so wichtig, weder militärisch noch industriell, noch von der Größe, noch von der Lage her. Es gibt mehrere ähnlich wichtige Städte, gerade im Donbas, dem Ruhrgebiet der UA.

 

Warum also argumentiert S. so?

 

  1. Sein Durchhaltekrieg braucht Durchhaltesymbole und -Ziele. 2. S. ist ein Verkehrsknotenpunkt in Nord-Süd, aber auch Ost-Westrichtung. Die Einnahme könnten den ru Nachschub über Bahn und Straße deutlich verbessern. 3. S. liegt am Donezk-Fluss und könnte ein Ansatzpunkt für den von der RA seit langem angestrebten Übergang über den wichtigsten Fluss im Donbas sein. Der Fluss ist quasi das Tor zum Westen und zum restlichen freien Donbas. 4. Die Stadt ist einigermaßen „gut“ zu verteidigen. Kern der Stadt ist das Chemiekombinat, das die UA beherrscht und für Fremde kaum zu erobern ist. 5. Zudem liegt auf der anderen Flusseite die „Bergstadt“ Lissyschansk, die höher gelegen, Ziele in S. gut anpeilen läßt. 6. Fällt S. ist Luuhansk fast zu 100% in ru Hand, die Gefahr, dass sich im Westen Stimmen mehren, dass das Donbas für die UA nicht zu halten sei, steigt.

 

Wenn also die UA verhindern kann eingekesselt zu werden, eignet sich S. offenbar dafür, die RA zu verschleißen. Wenn diese mit Panzern und Infanterie vordringt, riskiert sie, aufgerieben zu werden. Dies scheint schon mindesten zwei mal passiert zu sein. Einmal wurden die Straßenkämpfer von Kadyrev durch ua Eliteeinheiten in der Stadt zurück gekämpft. Gestern soll eine ganze Kompanie in der Nähe von S. aufgerieben worden sein. V.a. könnte sich in S. zeigen wann endlich die Westwaffen kommen und was sie bewirken. Ob also S. endlich zum Wendepunkt des Krieges wird.Und ob das Donbas für die UA zu halten ist. Das offenbar meint Selenskj.

 

Andererseits: Auch die Russen sind nicht blöd. Sie haben das erkannt und wie Kadyrev ausgeplaudert hat, eine neue Taktik: Die schießen noch mehr mit Artillerie, Flug- und sonstigen Distanzwaffen. Derzeit wird L. in Schutt und Asche gelegt, auch Kramatorsk (die Hauptstadt des freien Donetzk) ist unter Beschuss.

 

Da es nicht mehr um Eroberung, sondern um Vernichtung zu gehen scheint, ist es Putin offenbar egal, dass er kaputtes Land m2-weise unter hohen Verlusten erobert.

 

Militäraufklärung oder -verklärung?

 

Es stellt sich immer mehr die Frage, welche Funktion die US- und GB-Aufklärung überhaupt hat. Jedenfalls, soweit sie öffentlich wird.

NTV bringt ein gutes Beispiel: GB wird nicht müde zu behaupten, die RA sei erschöpft und könne nur noch T 62 Panzer an die Front werfen. NTV zitiert mehrere Militärexperten die überzeugend widersprechen. Der T 62 schießt und tötet wie moderne Waffen, er ist einfach in der Bedienung und erfordert nur verhältnismäßig kurze Anlernzeiten. Zudem gibt es derzeit gar keine modernen Panzerschlachten. (Deswegen ist die deutsche Marder-Diskussion ja kurios).

 

Möglicherweise ist also die GB-Analyse nicht nur falsch, sondern auch gefährlich, weil die RA unterschätzt wird.

 

Neues Beispiel. Nun wird auf die Propaganda hingewiesen, mit der die RA neuerdings versuche, ua in S. zum Aufgeben zu bewegen. Dies ist allerdings keine neue Entwicklung sondern, HuG hat berichtet, läuft schon immer in bestimmten Phasen des Krieges so. Es ist Teil der normalen hybriden Kriegsführung. Es kann sogar ein Zeichen für die Probleme der Gegenseite sein, die nicht „durchkommt“ , statt dessen die eigene Stärke propagandistisch überhöht und damit versucht, teilkapitulationen oder Überlaufen zu provozieren. Manchmal klappt das sogar (wie in einer Phase in Mariupol)

 

Besetzte Gebiete

 

In manchen  Gebieten scheint der Schwarzhandel mit geklauten Gütern der RA (Treibstoff) und geklauten ua Sachen zu blühen. Es profitieren v.a. die Kollaborationsbereiten. Da alles dies unter den Augen der Besatzungsmacht stattfindet, kann man von einer Art gezielten Duldung sprechen. Die Ra versucht, wie schon bei den eigenen Soldaten, einen „Konsens durch Klauen“

Herzustellen. D.h. wer auf der „richtigen“ Seite steht, darf siech (in gewissen Grenzen) selbst bedienen. Sehr archaisch.

 

Die Region Mariupol soll offenbar (die Anzeichen verdichten sich) direkt Russland unterstellt werden. In Novoassovsk wird offenbar ein neues Verwaltungs-und Repressionszentrum (FSB) aufgebaut.

 

Humanitär

 

In Mariupol droht nach wie vor eine Ernährungs- und medinische Krise. Fließend Wasser gibt es kaum. Es werden deutlich zu wenig Nahrungsmittel geliefert. Das medinischen Personal ist durch Flucht und Verschleppung extrem ausgedünnt. Möglicherweise ist das Meer verseucht (durch Chemikalien, oder Cholibakterien) Es wurde ein Badeverbot ausgesprochen. An verminten Stränden sterben auch immer wieder, v.a. Kinder.

 

In Städten wie Mykolaev leidet die Bevölkerung unter Luftangriffen. Immer wieder gibt es Alarm, immer wieder wird er abgeblasen. Das wirkt zermürbend und psychisch belastend.

 

 

 

mit Putin verhandeln?

 

Der Streit (z.B. Polen contra Macron), ob man mit P verhandeln solle oder nicht, wirkt etwas naiv. Denn es wird die ganze Zeit mit „Putin“ verhandelt.

 

-regelmäßige Telefonate mit westlichen Staatsführern (außer Biden)

-Gefangenenaustausch UA-RA

-ASOW-Übergabedeal (UN, IRC, u.a.-Ru)

-„Friedens“Gespräche (UA, Türk, Israel, Ru)

-Getreideverhandlungen (Türk-Ru)

-Energieverhandlungen (diverse eher kommerzielle Partner, deren Speilraum aber von den westl. Regierungen eingeschränkt wird

Die Aufzählung ist vermutlich nicht vollständig.

 

So autoritär wie Putins Staat verfasst ist, verhandelt faktisch immer Putin mit. Abgesehen vom Fall eines Systemwechsels in RA oder einer Totalkapitulation würde jedes Kriegsende, selbst eines zugunsten der UA, in ein „Gespräch“ mit P. führen. Es kann also mehr darum gehen, was gesagt wird (was wir in der Regel nicht erfahren) und welche Wirkung das z.B. in Russland hinterlässt. (Putin wird von den großen der Welt hofiert, das zeigt, wie wichtig „wir“ Russen sind. O.ä.)

xxxx

Gefährdet Putin Weltwirtschaft? H-und-G.info Monitoring 8.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

Gefährdet Putin Weltwirtschaft?

Mariupol Gefangene in Russland verhört. Was droht?

Umgruppierung im Süden der UA

 

Kriegsgeschehen

Da meine Kritik an westlicher Militärexpertise offenbar Irritationen bei Einzelnen ausgelöst hat, möchte ich betonen, dass das keineswegs alle Experten betrifft, bei mir v.a. die Nachrichten des IWS und der aus britischen GD gestreuten „Erkenntnisse“. V.a. letztere haben manchmal eher den Charakter von Desinformation. (Wieviele Attentate und Krankheiten hat Putin eigentlich schon überstanden?) Dagegen gut pointiertes Statement z.B. von Prof. Marsala: audionow.de/podcast/3711691f-045b-461e-8362-fedf2bbbff57

ähnlich wie an Vortagen

Aber: Kadyrev deutet weiterhin taktische Änderungen an, die in Moskau besprochen worden seien. Vermutlich geht es um einen noch gezielteren Einsatz von Artillerie und Lufteinsatz, um die UA auszuschalten und die eigenen Personen-Verluste (auch und gerade der Tschetschenen) zu minimieren. Vielleicht auch gegen zentrale Kommandostrukturen.

Umgruppierungen der RA in Zaporischschja/Cherson, vermutlich, um den Vormarsch der UA im Raum Cherson zu stoppen; vielleicht auch nur, um im Rahmen der Rotation ru Militär auszuwechseln. Aber, bei Melitopel mussten deswegen Filtrationscheckpoints aufgegeben werden. Offenbar fehlen der RA wie von Militärexperten früh vorausgesagt, die Ressourcen zwei Aufgaben gleichzeitig durchzuführen.

In Sjevjerodonezk bleibt die Lage weiter unklar. UA kann S. nicht rückerobern, RA hat die Stadt nicht unter Kontrolle. RA versucht offenbar Stadt weiträumig einzukreisen.

In Bakmut einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, wichtiger als das eher symbolisch wichtige S. kommt die RA offenbar langsam voran. V.a. auch über den Oblast Z. hinter den UA Truppen.

 

Humanitär

Die ua Identität soll offenbar weiter gebrochen werden. In Mariupol wird der Stadtname russifiziert, an einem Feiertag sollen die Schüler indoktriniert und zur Schau gestellt werden. Die „Partnerstadt“ St. Petersburg hat schon entsprechende Bücher geschickt.

 

 

Mariupol-Gefangene

Laut Ru Quellen sollen von den ca 2500 etwa 1000 in Ru sein. Das wirkt plausibel, da diese die Führungsebene plus mutmaßlich rechten Teile des ASOW/AiDA-Regimentes von M. sein dürfte.

Wie mehrfach in H-und-g.info dargestellt und prognostiziert, werden die „normalen“ Verdächtigen in Speziallager gebracht. Die dort herausgefilterten in (vermutlich) FSB-Spezialgefängnisse, wo sie von speziellen Untersuchungsführern verhört werden.

Ob die Gefangenen in Russland „schlechter“ behandelt oder gefoltert werde, kann, aber muss sich sein. Aus der Logik dieses Systems ergibt sich: Es geht bei den Erstvernehmungen in der UA oft um schnelle militärische Erkenntnisse, die Vernehmer dürften eher ruppiger sein (Teils regional Kräfte). Bei den jetzigen Verhören geht es um politisch-militärische Erkenntnisse, die Putin für eine Kriegsführung, v.a. seine Entnazifizierungspropaganda einsetzen kann. D. h. um ideologische Hintergründe der Kämpfer, Rekrutierung bei Neonazis im Ausland, Finanziellen Unterstützung aus dem Westen und durch Selenskj, Kriegsziele, fragwürde Kriegsmethoden, Kriegsverbrechen, etc. . Vermutlich wird ein Teil dieser Leute für die Sondertribunale ausgewählt. Dabei dürfte sich RU solche Personen aussuchen, die wegen ihrer Ideologie oder wegen mehr oder minder nachgewiesener Kriegsverbrechen (die es laut UN gab) so anklagbar sind, dass dies international Punkte bringt. D.h. es dürften eher qualifizierte Vernehmer am Werk sein, die mit psychologischen Mitteln versuchen Ergebnisse und Aussage zu bekommen. Die Frage ist, wo angeklagt wird. In Russland gibt es keine Todesstrafe, wohl aber im separatistischen Donbas. Nach HuG-Informationen wird ein Tribunal in Luhansk vorbereitet.

Hybrider Krieg/Weltwirtschaft

Bringt Putin die Weltökonomie durcheinander? Die erfahrene und renommierte US Finanzmnisterin, Yellen, warnt, dass alle entwickelten Industriestaaten mit einen Inflation zu kämpfen haben und die Welternährungspeise  auf einen Höchststand zudriften. Putin versucht in den ehemaligen SU-verbündeten und blockfreien Staaten Stimmung gegen den Westen zu machen, in dem er im diese Preisentwicklung zurechnet und wie zuletzt in Afrika gesehen, Hilfen anbietet. Die Afrika-Konferenz Putins vor über einem Jahr zeigt seine strategische Dimension. Putin geht es nicht um drei Dörfer im Donbas, sondern die Verschiebung der Gewichte in der Welt.

Dass es ihm bei den Gesprächen mit der Türkei nicht um die Lösung des Ernähungsproblems geht, sondern darum, dass er als Retter Afrikas, die Getreidekarte voll ausspielen kann, wird daran deutlich, dass Putin gleichzeitig einen der größten Getreidespeicher der UA in Mykolaev hat zerschießen lassen. Auch die Verbindungslinien nach Rumänien, wo die Donau und Schwarzmeerhäfen als Exportalternativen genutzt werden können, wurden schon bombardiert.

Putin kann nur so agieren, wie er agiert, weil China und Indien ihm den rückfreihalten. Allein die starken Truppenverlagerungen von Fernost kann P nur riskieren, weil China die Füße still hält.

Auch wenn China wohl vermeidet, offen die Sanktionen zu unterlaufen (weil dies das eigene West-Geschäft tangieren würde), unterstützt es Ra faktisch. Jüngstes Beispiel da Renault sich zurückgezogen hat, sollen in den ru Werken in wieder russische Fahrzeuge produziert werden. Es handelt sich um chinesische Lizenzen (!)-
Ru hat ohnrhin schon lange an einer Liste mit Ersatzprodukten und -lieferungen gearbeitet, die es erlauben, Westproduktion über legale und halblegale Import (z.B. über Indien) zu substituieren. Im Vergleich zu Zeiten des eisernen Vorhangs, sind die Grenzen Russlands heute relativ offen und für den Westen kaum wasserdicht zu kontrollieren.

Russland hat also beim Gas, beim Getreide, bei Rüstungsgütern noch viele Trümpfe in der Hand, steht finanziell (auch dank steigender Energiepreis) besser da, als von vielen vorhergesagt und ist dabei mit China und Indien, den zwei größten asiatischen Playern neben Japan neue Wirtschaftsallianzen zu schließen.

 

Wie beim Krieg ist es eine Frage des Wettlaufes, ob eher die Sanktionen greifen oder die Gegenmaßnahmen. Ru hat sich in der Vergangenheit allerdings immer als relativ schwach erwiesen, eine eigene Produktion aufzubauen. Das hat mit der eher kleptokratischen Haltung der Eliten zu tun. Zudem sind gerade viele Angehörige der Technologie- und Mittelschichtseliten auf Grund der Entwicklung des Systems Putin ausgewandert, was eine interne Wi-entwicklung nicht gerade begünstigt. Langfristig wird es daher Produktivitätsdefizite geben. Aber stört das einen Putin?

7.6.2022

ISW verwirrt

Getreidepoker geht weiter

Tausende Kriegsverbrechen

Zivilbevölkerung leidet-auch ohne Krieg

 

Kriegsgeschehen

Das Institut of Studies of War ist verwirrt. Gestern noch behauptete das Washingtoner Institut, die Rückeroberung von Teilen von Sjevjerodonetzk zeige die Schwäche der RA. Und heute? Angeblich hat die RA einen Teil zurückerobert. Zeigt das jetzt die Stärke der RA? Das ISW setzte seine Reputation aufs Spiel, wenn es aus derart lokal begrenzten Ereignissen so weitreichende Schlussfolgerungen zieht. Desgleichen zeigt sich das ISW ratlos gegenüber gegenteiligen Infos von einem Journalisten und dem Gouverneur von S. . Hat die UA nun 50% der Stadt erobert oder sich in Wirklichkeit ins AZOT-Chemiewerk zurück gezogen? Das ISW weiß es nicht. Ein Blick in google maps würde helfen! S. ist von der Entstehung nichts weiter als eine Chemiearbeiterstadt, die sich um das Werk in der Mitte (!) gruppiert und ansonsten aussieht wie Hoyerswerda. Wenn sich die UA in das AZOT zurückgezogen hat, und Richtung Westen nicht abgeschnitten ist, verläuft die Kampflinie bei ca. 50% der Stadt -in der Mitte. Voila!. Außerdem kann man die Eroberung einer Stadt sich nicht als 100% Vorgang vorstellen, sondern einen wabernden Prozess. Um manche Donbasstädte wird seit Anfang des Krieges, um nicht zu sagen seit 2014 gekämpft.

Dass sich die UA ins das Werksgelände zurückzieht, wir ähnliche Uraschen haben wie in Mariupol. Das Werk ist ein Produkt der stalinistischen Kriegswirtschaft und hat vermutlich entsprechende Sicherungsbefestigungen. Außerdem anbsoluter Heimvorteil für die UA.

Allg.Kriegsgeschehen

ähnlich wie Vortage….

Angeblich russische Flotte auf 100 km zurückgedrängt. Das ließe „nur“ noch Beschießung mit Raketen und CM zu. Doch die CM erreichen immer noch alle Orte in der UA.

Belarus ist mir Iskander-M eingeigelt (oder einige dutzend km in die UA wehrhaft)

 

Leben im Krieg

Auch nicht primär betroffene Oblasti haben mit diversen kriegsbedingten Problemen zu kämpfen: Die Benzinknappheit droht den Privatverkehr zu stoppen, die Energiekrise droht (sogar mitten im Sommer !) die Preise nach oben zu treiben. Sie müssen stabilisiert werden, da sich die Bevölkerung das nicht leisten kann. (Wie wird das erst im Winter?).

Es gibt Kollaborateure, die die Russen mit Daten versorgen, manchmal reagiert aber der SBU-GD auch über. Prozesse werden vorbereitet.

Die Korruption geht auch im Krieg weiter. Die Regierung Selenskj geht wohl dagegen vor, wie energisch kann man in einem Land, wo Korruption endemisch ist, schwer zu sagen

Besetzte Gebiete

 

Über 1000 Siedlungen sind wieder frei (durch Rückzug der RA)

Humanitäre Lage

Ukraine errichtet special camp for Russian POWs in der Westukraine. Was die RA macht ist undurchsichtig. Offenbar werden im Zuge des Filtrierungsprozesses Soldagten und Verdächtige gemischt und in Speziallager gerbacht. Esd gibt aber auch Videobeweise über Ru Spezialeinheiten für Kreigsgefangene. Immer wieder wurde ausgetauscht.

Der Austausch von Toten aus dem ASOW-Stahlwerk in Mariup. hat begonnen. Von Ua Seite werden die hohen Zahlen der Toten angezweifelt. Wo die über 2000 ASOW-Bunkerinsassen sind, ist nicht klar. Es sind keineswegs nur ASOW-Kämpfer, sondern Mitglieder mehrerer Waffengattungen. Angeblich weiß das IRC über den Aufenthalt Bescheid. Bisher konnten zwei ASOW-Gefangene mit Verwandten telefonieren.

Die RA plant ausländische Söldner wegen Kriegsbeteiligung anzuklagen, ihnen droht, nach welchem Recht auch immer, die Todesstrafe.

Die ua Generalsta registriert tausende von Straftaten, die meisten wegen Kriegsverbrechen, ca. 2-300 p.d..

Informationskrieg

Geht weiter. Es werden-Orwell lässt grüßen- Propagandafahrzeuge mit Videowänden genutzt.

Die RA setzt fakes in die Welt z.B. dass die Evakuierung in die UA Geld kostet oder Männer am Checkpoint zwangsrekrutiert werden. Es gibt auch Betrüger (mit Duldung der RA?) die Evakuierung gegen Geld anbieten.

Die ua Seite versucht gegenzuhalten und über offizielle Kanäle aufzuklären. Während die rus Seite systematisch lügt, schönt die ua Seite nur die Bilder. Das geht auf kommunaler Ebene aber nur begrenzt. Da Kommunal- und Regionalpolitiker auf Facebook und Twitter posten, müssen sie bei Falschmeldungen mit Gegenposts rechnen. Das hält die offiziellen Nachrichten einigermaßen korrekt. Allerdings Militärgeheimnisse sind gesperrt.

Hybrider Krieg ums Getreide

Das Getreideproblem ist keineswegs gelöst. RA verhandelt mit Türkei über Hafenexport, die ua Regierung moniert, nicht beteiligt zu sein. Droht der größte Getreideklau der Geschichte. (Schon die Athener holten sich in der Antike ihr Getreide mit nicht ganz feinen Mitteln ihr Getreide aus dieser Region). Selenskj lehnt aus nachvollziehbaren Gründen ab, dass Getreide über Belarus ins Baltikum transportiert wird. Problem: Aus SU-Zeiten gibt es zwar im Baltikum riesige freie Kapazitäten an Häfen, Speichern, Eisenbahn für landwirtschaftliche Massenprodukte (Getreide, Öl). Aber diese sind bis heute auf die ehemalige SU-Infrastruktur bezogen. Es ist zu bezweifeln, dass ein  Massen-Transport über Polen derzeit möglich ist. Schon jetzt sollen auf Seiten der EU Waggons fehlen.

H-und-G.info Monitoring 7.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

Alle unter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8

ISW verwirrt

Getreidepoker geht weiter

Tausende Kriegsverbrechen

Zivilbevölkerung leidet-auch ohne Krieg

 

Kriegsgeschehen

Das Institut of Studies of War ist verwirrt. Gestern noch behauptete das Washingtoner Institut, die Rückeroberung von Teilen von Sjevjerodonetzk zeige die Schwäche der RA. Und heute? Angeblich hat die RA einen Teil zurückerobert. Zeigt das jetzt die Stärke der RA? Das ISW setzte seine Reputation aufs Spiel, wenn es aus derart lokal begrenzten Ereignissen so weitreichende Schlussfolgerungen zieht. Desgleichen zeigt sich das ISW ratlos gegenüber gegenteiligen Infos von einem Journalisten und dem Gouverneur von S. . Hat die UA nun 50% der Stadt erobert oder sich in Wirklichkeit ins AZOT-Chemiewerk zurück gezogen? Das ISW weiß es nicht. Ein Blick in google maps würde helfen! S. ist von der Entstehung nichts weiter als eine Chemiearbeiterstadt, die sich um das Werk in der Mitte (!) gruppiert und ansonsten aussieht wie Hoyerswerda. Wenn sich die UA in das AZOT zurückgezogen hat, und Richtung Westen nicht abgeschnitten ist, verläuft die Kampflinie bei ca. 50% der Stadt -in der Mitte. Voila!. Außerdem kann man die Eroberung einer Stadt sich nicht als 100% Vorgang vorstellen, sondern einen wabernden Prozess. Um manche Donbasstädte wird seit Anfang des Krieges, um nicht zu sagen seit 2014 gekämpft.

Dass sich die UA ins das Werksgelände zurückzieht, wir ähnliche Uraschen haben wie in Mariupol. Das Werk ist ein Produkt der stalinistischen Kriegswirtschaft und hat vermutlich entsprechende Sicherungsbefestigungen. Außerdem anbsoluter Heimvorteil für die UA.

Allg.Kriegsgeschehen

ähnlich wie Vortage….

Angeblich russische Flotte auf 100 km zurückgedrängt. Das ließe „nur“ noch Beschießung mit Raketen und CM zu. Doch die CM erreichen immer noch alle Orte in der UA.

Belarus ist mir Iskander-M eingeigelt (oder einige dutzend km in die UA wehrhaft)

 

Leben im Krieg

Auch nicht primär betroffene Oblasti haben mit diversen kriegsbedingten Problemen zu kämpfen: Die Benzinknappheit droht den Privatverkehr zu stoppen, die Energiekrise droht (sogar mitten im Sommer !) die Preise nach oben zu treiben. Sie müssen stabilisiert werden, da sich die Bevölkerung das nicht leisten kann. (Wie wird das erst im Winter?).

Es gibt Kollaborateure, die die Russen mit Daten versorgen, manchmal reagiert aber der SBU-GD auch über. Prozesse werden vorbereitet.

Die Korruption geht auch im Krieg weiter. Die Regierung Selenskj geht wohl dagegen vor, wie energisch kann man in einem Land, wo Korruption endemisch ist, schwer zu sagen

Besetzte Gebiete

 

Über 1000 Siedlungen sind wieder frei (durch Rückzug der RA)

Humanitäre Lage

Ukraine errichtet special camp for Russian POWs in der Westukraine. Was die RA macht ist undurchsichtig. Offenbar werden im Zuge des Filtrierungsprozesses Soldagten und Verdächtige gemischt und in Speziallager gerbacht. Esd gibt aber auch Videobeweise über Ru Spezialeinheiten für Kreigsgefangene. Immer wieder wurde ausgetauscht.

Der Austausch von Toten aus dem ASOW-Stahlwerk in Mariup. hat begonnen. Von Ua Seite werden die hohen Zahlen der Toten angezweifelt. Wo die über 2000 ASOW-Bunkerinsassen sind, ist nicht klar. Es sind keineswegs nur ASOW-Kämpfer, sondern Mitglieder mehrerer Waffengattungen. Angeblich weiß das IRC über den Aufenthalt Bescheid. Bisher konnten zwei ASOW-Gefangene mit Verwandten telefonieren.

Die RA plant ausländische Söldner wegen Kriegsbeteiligung anzuklagen, ihnen droht, nach welchem Recht auch immer, die Todesstrafe.

Die ua Generalsta registriert tausende von Straftaten, die meisten wegen Kriegsverbrechen, ca. 2-300 p.d..

Informationskrieg

Geht weiter. Es werden-Orwell lässt grüßen- Propagandafahrzeuge mit Videowänden genutzt.

Die RA setzt fakes in die Welt z.B. dass die Evakuierung in die UA Geld kostet oder Männer am Checkpoint zwangsrekrutiert werden. Es gibt auch Betrüger (mit Duldung der RA?) die Evakuierung gegen Geld anbieten.

Die ua Seite versucht gegenzuhalten und über offizielle Kanäle aufzuklären. Während die rus Seite systematisch lügt, schönt die ua Seite nur die Bilder. Das geht auf kommunaler Ebene aber nur begrenzt. Da Kommunal- und Regionalpolitiker auf Facebook und Twitter posten, müssen sie bei Falschmeldungen mit Gegenposts rechnen. Das hält die offiziellen Nachrichten einigermaßen korrekt. Allerdings Militärgeheimnisse sind gesperrt.

Hybrider Krieg ums Getreide

Das Getreideproblem ist keineswegs gelöst. RA verhandelt mit Türkei über Hafenexport, die ua Regierung moniert, nicht beteiligt zu sein. Droht der größte Getreideklau der Geschichte. (Schon die Athener holten sich in der Antike ihr Getreide mit nicht ganz feinen Mitteln ihr Getreide aus dieser Region). Selenskj lehnt aus nachvollziehbaren Gründen ab, dass Getreide über Belarus ins Baltikum transportiert wird. Problem: Aus SU-Zeiten gibt es zwar im Baltikum riesige freie Kapazitäten an Häfen, Speichern, Eisenbahn für landwirtschaftliche Massenprodukte (Getreide, Öl). Aber diese sind bis heute auf die ehemalige SU-Infrastruktur bezogen. Es ist zu bezweifeln, dass ein  Massen-Transport über Polen derzeit möglich ist. Schon jetzt sollen auf Seiten der EU Waggons fehlen.

 

^

Krieg ohne Gewinne -100 (plus1) Tage Krieg

H-und-G.info Monitoring 6.6. 2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

(mit Nachtrag zu 100 Tagen, die technisch nicht übermittelt werden konnten- wie immer sorry wegen Tip- und anderen Fehlern. Es gibt keine Zeit und Personal für Lektorat.)

Russische Armee zielt an Luhansk/S. vorbei nach Westen

100 Tage: Blutige Bilanz ohne „Gewinne“ für keinen

Mariupol wird versklavt und russifiziert

Schwierige Kriegsstatistik

 

Kriegslage

6.6.2022

Gesamt: ähnlich Vortagen

aber. UA hält weiter ca 50% von Sjevjeordonetzk, die RA hat offenbar Soldaten ausgetauscht. Statt Kadyrov-Elite nun zwangsrekrutierte schlechte ausgebildete aus der DNR/LNR. Anders als von britischen und US Quellen behauptet, heißt das aber genau nicht, dass der RA die Truppen ausgehen (!). Die „guten“ Kampftruppen orientieren sich einfach auf neue Ziele weiter westlich: Die Ost-West-Schnellstraße von Zap-nach Sjevjerodonetzk, die die Versorgung von S und Lyssyansk sichert. Auf die „Hauptstadt“ des freien Donetzk, Kramatork, auf Sloviansk, und den Westen des Oblast Saporischschja.

Was die westlichen Analysten lange unterschlagen haben, ist nicht mehr zu verbergen: 60-70% des Oblast Saporischschja sind unter ru Kontrolle und die noch nicht eroberten Teile werden ähnlich brutal bekämpft, wie die in Luhansk/Donetzk.

Die Behauptung in D Medien, die RA hätte die Truppen in der Region Bachmut auf/um 20 Bataillone verstärkt, ist ziemlicher Unsinn. So viele Reserven hat die RA gar nicht. Wenn dort jetzt ungefähr so viele Soldaten gruppiert sein sollten, heißt das 1. Bataillione aus dem Norden, Osten und Süden (Mariupol) sind jetzt in B. konzentriert. 2. Die RA will entweder die UA „endlich“ zerteilen, indem sie von B. und Norden Teile der UA einkesselt. 3. Die RA will für den Großraum S., Lyssyansk die Ost-West-Zufuhr abschneiden (Knoten Bachmut !) 4. und oder RA plant Großoffensive zum Vordringen Richtung Westen (Zaporischschja, tendenziell Dniepro), wie es den langfristigen Zielen von Phase 3-5 der ru Planung entspricht.

Verklapsen uns westliche Analysten oder wissen sie es nicht besser?

Heute wird wieder bei ISW und in britischen GD-Quellen die Schwäche der RA hervorgehoben. Dies sind die Quellen, die durch ihre formellen und informellen Verbindungen zu offiziellen Stellen potentiell über die besten westlichen militärischen Nachrichtenquellen verfügen dürften. Es stellt sich also die Frage, ob die westliche Militäraufklärung entweder so schlecht ist (was ein Drama für die Gesamtstrategie des Westens wäre) oder ob die „Masse“ so selektiv und manipulativ informiert wird, dass dies in einer Demokratie, wo zumindest der Theorie nach, die Bevölkerung und ihre Politiker beschließen (was zumindest in D. einigermaßen funktioniert), wo es lang geht, problematisch ist.

Übersehen/unterschlagen (?) wird z.B. das eigentliche „Wunder“ der RA: Die RA schafft es (inzwischen), bei einer weitgehend unmotivierten Truppe, die hohe Verluste hat, immer wieder Nachschub an Menschen und Material zu organisieren und ihre (wie auch immer schlechte/gute) Militärwalze am Leben zu halten und langsam vorwärts zu bringen. Die Infrastruktur wird auch immer weiter ausgebaut (Eisenbahn, Pontonbrücken im Nordosten der UA) Die Teilverluste im Raum Charkiv und Cherson sind nicht wirklich „Erfolge“ der UA, sondern strategische/taktische Rückzüge der RA, um ihre Ressourcen zu bündeln und am „Laufen“ zu halten. Das kann noch ziemlich lange so weitergehen, jedenfalls länger als Wochen, vielleicht Monate, vielleicht Jahre.(So ein Ru General, den in D. manche für einen Spinner halten, ich nicht.)

Raketen auf Kiew

Nochmal die RA hat so wenig Cruise Missiles, die zudem so teuer sind, dass sie es sich gar nicht leisten kann, einfach so rumzuschießen. D.h. die RA dürfte sich ihre Ziele genau auswählen. Es ist auch davon auszugehen, dass die RA die ua Infrastruktur ziemlich genau kennt: 1. Es ist großenteils die alte sowjetische (s.ASOW-Stahlwerk, Bahnlinien). 2. Die UA kooperierte noch lange mit RU nach der Auflösung der SU. 3. Ru hat viele Partner, d.h. prorussische Teile der Eliten, Politiker, Bürger in der UA, die sie mit Informationen bis hin zum schweren Geheimnisverrat versorgen. 4. Die ru A und GD haben Späher und Sabotagetrupps in der UA, was bei der kulturellen Nähe beider Staaten kein großes Problem ist. 5. Wenn ich mir schon viele Dinge auf Satelitenfotos von Google-Maps und aus dem Internet rausziehen kann, kann es die RA erst recht, zudem gibt es FAPSI (Abhören von Telefonen, Satelitenverbindeungen, etc. aller Art). Man sollte die Öffentlichkeit also nicht vollkommen für dumm verkaufen. Russland schießt sicher ab und zu daneben, zumal ihr Waffenzustand nicht der beste ist, Russland wird sich auch ab und zu irren, wie jeder, Russland wird aber tendenziell mit seinen teuersten Waffen das „Richtige“ treffen. Ein Werk für schwere Landmaschinen kann natürlich zumindest Ersatzteile, Rohstoffe (Schrittstahl, etc.), Komponenten für Kriegsgerät liefern, bzw. verfügt über die ganze Transportkette zur Beschaffung von Vorprodukten und der Auslieferung von Endprodukten. Insofern ist es naheliegend, dass solche Werke eine Art dual use Funktion haben und somit Ziele der RU werden. Das gleiche gilt für Militärakademien, wo natürlich derzeit verstärkt Richtung moderner Westwaffen ausgebildet wird.

Also: die Raketen Angriffe von Sumy und Kiev und Odessa und Dnjepo zielen derzeit vor allem darauf zu verhindern, verlangsamen, dass die Westtechnik die Kräfteverhältnisse zugunsten der UA verschiebt. Das ist zwar brutal, weil es immer wieder Zivilisten trifft (was die UA verständlicher Weise nach vorne stellt, militärisch dumm ist es offenkundig nicht. Und ganz erfolglos auch nicht.

Humanitär

Mariupol wird russifiziert, die Bevölkerung versklavt. Neue Personalpapiere werden ausgegeben, immerhin an einem Geldautomaten und mit einer Bank das ru Finanzsystem eingeführt. Fabriken und Fabrikteile werden beschlagnahmt und zweifelhaften ru Holdings einverleibt. Usw, usw.

Andererseits fehlt Trinkwasser, die Temperaturen steigen, das Trinkwassersystem wurde von der RA derart zerschossen, dass es nicht funktioniert. Die Menschen bekommen nur alle 2 Tage (!) kontingentiertes Trinkwasser geliefert. Angeblich müssen sie dafür Frondienste bei der Säuberung der Stadt, in Sicherheitskäften, etc. leisten. Das ist eine Art der Versklavung. Nahrung gegen Arbeit.

Angeblich leistet die Bevölkerung zivilen Widerstand, indem kaum einer die Papiere gegen ru tauscht. Auch soll der lokale Fernsehsender, der für die Ru Prop sorgt „ausgefallen“ sein. Warum? The answer my friend…..

„unsere“ Presse

-dass die Ru Invasionsarmee um 20 Bataillone verstärkt wurde, ist falsch. s.o. So viel Reserven hätte die RA gar nicht, was jedem Journalisten klar sein müsste, der sich nur wenige Tage mit dem Thema beschäftigt hat.

-Die Berichterstattung zu Sjewje wirkt wirr. Ob die UA wirklich Teile von Sjewje eingenommen oder die RA sich nur zurückgezogen oder die Stadt wirklich oder nie erobert hat, wird nicht differenziert genug geschildert: Es findet nämlich alles gleichzeitig statt, weil die RA nicht genügend Ressoucen hat, die Stadt als Ganzes zu erobern und zu besetzen und möglicherweise sogar drauf vorläufig verzichtet hat. Es fehlt auch die Schilderung der Gefahr der Einkreisung und des Abschneidens, was die RA derzeit verfolgt. Ausserdem wäre es vielleicht an der Zeit der deutschen Leserschaft zu erklären, dass der derzeit umkämpfte Raum Ähnlichkeiten mit dem (alten) Ruhrgebiet also eine Art integrierter industrieller Ballungsraum ist und nicht irgendwelche einzelnen Städte, die sowieso keiner kennt.

-bei „Wasserstandmeldungen“ zu Verlusten, die meist unkritisch aus Militärquellen übernommen werden, sollte vielleicht (gelegentlich) auf die wahren Potentiale hingewiesen werden. Ein abgeschossenes Flugzeug der UA dezimiert die UA in Prozentsätzen, ein abgeschossenes russisches wird schlicht durch ein anderes ersetzt (das läuft immer noch, aller Probleme zum Trotz.

Anmerkungen zu 100 Tagen Krieg (Konnte aus technischen Gründen nicht zeitgerecht verschickt werden.)

HuG-Stream: Zum Stand des Krieges Ende Mai 2022. Video: www.youtube.com/watch

Tote

Wieviel Tote es genau gibt, ist nicht ermittelbar, weil beide Seiten nur Teilwahrheiten veröffentlichen und vieles auch nicht wirklich ermittelbar ist. (Zahl der zivilen Opfer von Luftangriffen).

Nach ua Angaben sterben derzeit ca. 60-100 Militärs allein im Donbas. Auch wenn das mehr sein dürfte als z.B. Mitte April, gab es sicher im Februar Phasen mit höheren Verlusten. Also rechnen „wir“ überschlägig mit 50-100* 100 Tage = 5-10.000 Tote plus ein Vielfaches von Verletzten. (z.T. auch schweren Verletzungen mit Amputationen, Blindheit, etc.).

Nach neuesten Ua Angaben soll die RA Anfangs 1000 Soldaten am Tag verloren haben, inzwischen ca. „nur“ noch genau so viel wie die UA. (Ein Zeichen dass die RA versucht, Infanterieverluste zu vermeiden) Auch hier dürfte die Zahl der Toten in der Zeit zwischen Phase I. und II., also etwa im April, eher darunter gelegen haben. Würde man eher konservativ mitteln, käme man auf die ca. 30.000 (300*100Tage)Tote, die die UA angibt, die RA aber bestreitet. Möglicherweise sind es auch nur 20-25 oder auch 35-45 T.

Die Zahl der zivilen Toten wird manchmal mit UN-Angaben mit einigen hundert angegeben. Das hat mir der Art der UN-Statistik zu tun. In Wirklichkeit wurden allein in Mariupol vermutlich zwischen 20 und 30 T Zivilisten v.a. durch Luftangriffe und Folgeschäden (Tod durch Unterernährung, medizinische Unterversorgung, etc.) getötet.

Auch auf Ru Seite sterben gelegentlich Zivilisten durch Raketen- und Artilleriebeschuss der besetzen Gebiete und Sabotageakte in RU

Die materiellen Schäden gehen in die Milliarden. Das UA BSP liegt bei 50%. Ohne Westhilfe keine Ukraine. Faktisch ist die UA schon Teil der westlichen Welt, der EU und der Nato, ohne die sie gar nicht mehr existieren könnte.

Auch hier ist zu beachten. Die Angaben z.B. über zerstörte Wohnungen dürften v.a. den kommunalen Wohnungsbestand betreffen, nicht die kleinen Privathäuser, deren Zerstörung wie vieles kaum zu messen ist. Es wurden allein über 100 kirchliche Einrichtungen beschädigt/zerstört.

Militärische Ressourcen

Habe ich derzeit keine Zeit zu analysieren, Ich rate nur jedem zwischendurch mal bei Wikipedia den Militärvergleich RA/UA anzusehen. Trotz aller westlicher Hilfen seitdem und aller Mängel der RA sind die ru Ressourcen immer noch enorm (!). 1300 angeblich abgeschossenen Panzern (heißt nicht Totalschaden) stehen 23.000 gegenüber. Die RA soll über potentiell 1 Mio Soldaten verfügen. Derzeit dürfte die Zahl durch verdeckte Rekrutierungsmaßnahmen (z.B. faktische Zwangsrekrutierung in DNR und LNR., Mitrekrutierung der Nationalgarde, Verlängerung der Dienstzeiten, etc.) deutlich höher liegen. Die UA soll angeblich inzwischen ein Potential mit Reserve von 700.000 „Mann“ (im Schnitt 19% Frauen (!)) haben. Diese sind aber keineswegs alle (gut) ausgebildet und auch nicht alle einsetzbar ohne kriegswichtige zivile Lücken (Produktion, Infrastruktur,etc.) zu reißen.

Die „Wasserstandmeldungen“ zu Verlusten, die in der D. Presse meist unkritisch aus Militärquellen übernommen werden, sollte vielleicht (gelegentlich) auf die wahren Potentiale hingewiesen werden. Ein abgeschossenes Flugzeug der UA dezimiert die UA in Prozentsätzen, ein abgeschossenes russisches wird schlicht durch ein anderes ersetzt (das läuft immer noch, aller Probleme zum Trotz.

Humanitäre Lage/Kriegsverbrechen

Schaffe ich derzeit nicht.

Allein ¼ der ua Bevölkerung ist auf der Flucht, 100.000 wurden nach Ru deportiert, darunter viele Kinder…..

Wie auch immer, dieser Krieg ist -wie alle- unproduktiv und blutig. -Auch für Russland.

 

Kriegsgeschehen

Krieg ohne Gewinne: Alle Landgewinne haben mehr mit den Schwächen des Gegners, weniger mit den Stärken der beiden Armeen zu tun. Flüsse sind die wichtigsten Verbündeten der UA.

Cherson: die Großstadt im Süden fiel vollkommen unerwartet, weil die RA, die von der Krim kam, nicht aufgehalten wurde. Grund war, dass die für die Verteidigung Zuständigen sich aus der Verantwortung geflüchtet hatten. Es herrschte Chaos bei der Verteidigung. Als die RA anrückte, wurden die Dnjepr-Brücken nicht gesprengt. Die RA konnte sich im Westen des Dnjepr festsetzen. Den Sprung über den nächsten Fluss nach Mykolaev schaffte sie bis heute nicht.

Die Regionen von Kiev und Charkiv wurden zunächst von der RA besetzt, weil die UA v.a. mit einem Angriff nur im Donbas und keinem Totalangriff gerechnet hatte.

Mariupol. Bis heute ist unter UA Militärs und Politikern umstritten, ob der Fall von M. durch rechtzeitige Maßnahmen hätte verhindert werden können. Der Vorwurf: die Stadt wurde nicht rechtzeitig evakuiert. Damit waren militärischer Befreiuungsschläge z.B. durch Artillerie, Raketen und Flugzeuge nicht möglich, ohne die eigene Bevölkerung zu treffen. Die in M. eingeschlossenen ASOW-Militärs hofften vergeblich auf eine konzertierte Befreiungsaktion.

Kiev/Charkiv

Weil die Invasion vollkommen dilettantisch vorbereitet und die RA in einem schlechteren Zustand war, als auch von Putin angenommen und der Geheimdienst SBU offenbar vollkommen falsch über die Stimmung unter der russischen Bevölkerung und die Verteidigungsfähigkeit der UA informiert hatte (kein Willkommen der Invasoren v.a. im russisch geprägten Charkiv), musste sich die RA aus dem Norden von Kiev und teilweise Charkiv zurückziehen, um die dezimierten Truppen neu aufzurüsten und aufzufüllen und ihre Logistik und Strategie zu überdenken. Die UA lieferte sich eigentlich eher Scharmützel mit einer RA auf dem Rückzug. Eine wirkliche Offensive derUA war/ist  das nicht.

 

Raum Cherson

Ähnlich wie in Kiev/Charkiv hat die RA vermutlich nicht mit einem so schnellen Geländegewinn im Oblast Cherson und damit auch im Süden von Saporischschja gerechnet. Entsprechend schwach waren die Kräfte von der Krim aufgestellt. Mit der Verlagerung auf offensive Ziele im Westen (Mykolaev) und Norden (Saporischschja) reichen die Kräfte für Cherson nicht aus, die RA muss sich tendenziell zurückziehen. Eine wirkliche Offensive der UA war/ist das nicht.

 

Stellungs-, Abnutzungs-, Vernichtungskrieg

Überall dort, wo die beiden Armeen wirklich aufeinanderprallen, findet ein Stellungs- und Abnutzungskrieg statt. V.a. im Luhansk, Donetzk, aber auch in Mykolev, in der Mitte von Saporischschja, inzwischen auch nördlich von Charkiv (RA weicht nicht mehr zurück, um Nachschub aus RU zu sichern). Die RA ist derzeit tendenziell im Vorteil wegen der schieren Massen und weil Putin vollkommen rücksichtslos vorgeht und jegliches Kriegs- und Völkerrecht ignoriert.

 

Mutationen und Brutalisierung des Krieges

Anfangs startete Putin mit einer Eroberungsstrategie, nach Versuchen die ua Lufthoheit auszuschalten, rückten Panzerarmeen großflächig ein.

Von Anfang an ging die RA brutal gegen die Zivilbevölkerung vor (Butscha und Region, aber auch in Sumy und Charkiv-Region). Die Soldaten, erhielten bald das „Recht“, sich an Zivilisten und deren Eigentum schadlos zu halten (Vergewaltigung, Diebstahl). Damit versucht sich Putin unmotivierte Soldaten zu Komplizen zu machen.

In relativ konsolidierten eroberten Gebieten (v.a. Cherson/Saporischschja) ging die RA mit ihren Verbündeten bzw. Satelliten (DNR,LNR) sofort daran, ein Besatzungsregime aufzubauen. Kommunalpolitiker wurden vor die Wahl gestellt zu kooperieren oder wurden durch Marionetten ersetzt. Nach den kämpfenden Truppen kamen Besatzungskräfte des Innenministeriums, der Polizei, des Zivilschutzes, des FSB, etc., um ein Russlandkompatibles System aufzubauen. (Rubel, Gesetze, Schulbildung, etc.). Die Bevölkerung wurde/wird filtriert, „Unzuverlässige“ in Sonderlager („Folter“-Lager) oder Gefängnisse eingesperrt. Was genau sie erwartet, ist unklar. Tausende werden mehr oder minder gezwungen Richtung Osten deportiert, um den ua Widerstand zu brechen, die Bevölkerung auszutauschen, bzw. umzuerziehen.

Nach dem Scheitern der Phase 1 wurden in der Phase 2 die Hauptangriffszonen konzentriert und die Logistik und der Nachschub aus Russland systematisiert. Eine Konzentration nur auf den Donbas hat es nie gegeben, das war eine Ente der Westanalysen, die sich von RU täuschen ließen. Südbug und Saporischschja blieben ebenso wichtige Fronten, die von der Krim aus bedient wurden.

Parallel wurde die UA mit Scharmützeln v.a. im Norden und mit Raketenangriffen auf Städte örtlich gebunden. Mit Raketenangriffen wurde versucht, wichtige militärische oder dual use oder zivile Infrastruktur zu zerstören bzw. zu schwächen. (Bahn, Lieferwege, Lager, bestimmte Fabriken, E-, Wasser-Mobile-Versorgung etc. Brücken, Straßen)

Schon in Phase 1 wurden Sonderverbände, wie die Tschetschenen als Streetfighter zur Stadteroberung eingesetzt. Ähnlich wie in Aleppo sollten sie nach dem Bombardement der Vororte und der City, die Städte einnehmen (S.Mariupol und Sjewjerodonetzk). Diese Strategie wurde mehrmals wegen hoher Verluste evtl auch wegen internationaler Proteste (Mariupol) aufgegeben bzw. modifiziert. Allerdings ist dies mit einem Zielwechsel verbunden. Statt Regionen zu erobern, werden sie zerstört (so auch das ASOW-Stahlwerk). Der Abnutzungskrieg mutiert zum Vernichtungskrieg, um die Ukraine langfristig zu schwächen, wenn man schon keinen Systemchange oder Niederlage erzielen kann. Damit gilt aber eine vollkommen andere Kriegslogik (!).

Mit Schwierigkeiten in der 2b) Phase brutalisierte Putin sein Vorgehen, v.a. mit Hilfe von Luft, Raketen und Artillerieangriffen. A) gegen Städte und Gemeinden, die am Boden erobert werden wollten. B) gegen Stellungen der UA v.a. entlang der alten Demarkationslinie von 2014ff .C) Gegen Infrastruktur hinter den UA Linien, um diese von der Versorgung etc. abzuschneiden.

In der Phase 2 c) (derzeit begonnen) scheint die RA ihre Vorgehensweise weiter zu brutalisieren, um noch entscheidende Durchbrüche zu bekommen, bevor die Westhightechwaffen eintreffen. Gleichzeitig soll der Transport dieser Waffen möglichst durch Fernbeschuss unterbunden werden. Außerdem sind Abschreckangriffe z.B. vom Schwarzen Meer gegen ua Militäreinrichtungen zu befürchten (wie gegen die Ausbildungsstätte bei Sumy). Nicht auszuschließen sind auch hybride Maßnahmen gegen die Lieferanten.

 

 

(

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

H-und-G.info Monitoring 4./5.2022 ca. 6.00 (Quelle: soc. media ua, ru, tschetsch, d, us, gb, at)

(Gestern aus techn. Gründen ausgefallen. Nachträge zu 100 Tagen kommen morgen.)

Riskante Taktik einer demokratischen Armee

Neue Taktik der Russen, bevor Westhightech kommt.

Verstehen westliche Militärs Putins Krieg

Diebe im Gesetz. Die unrühmliche ru Armee

Stream: Quo Vadis Ukraine. Zum Stand des Krieges Ende Mai 2022

H-und-G.info Webinar : Video:

https://www.youtube.com/watch?v=ECwRVKiMvEE&feature=youtu.be

Input Dr. Andreas Umland, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stockholm Centre for Eastern European Studies (SCEEUS)

Kriegsgeschehen

6.6.2022

Insg. ähnlich Vortagen, aber

 

gefährliche ua Taktik in Sjewjerodonetzk

Nachdem die UA zunächst den Rückzug und Verlust von S ankündigte und sich teilweise taktisch zurückzog, macht sie nun das Gegenteil, kämpft sich auf 50% der Stadt zurück und kündigt die mögliche Rückeroberung an. Dies kann auf Differenzen in UA zurückzuführen sein. Wie schon in Mariupol zu beobachten, gibt es möglicherwies Differenzen zwischen der zentralen und regionalen Führung. Erstere hat die Gesamtstrategie im Blick, zweite will ihr Territorium retten. Es kann aber auch sein, dass die ua Regierung allein aus symbolischen Gründen ein zweites Mariupol verhindern will. Es muss der ua Reg auch darum gehen, die Waffen und Geldgeber davon zu überzeugen, dass es sich „Lohnt“ weiterzukämpfen statt einen schnellen faulen Frieden mit Putin zu suchen. D.h. lokale Kriegsziele/ereignisse haben auch mit globaler Strategie zu tun.

Neue russische Taktik?

Weitgehend übersehen wurde in den d Medien, dass Kadyrev in Moskau war und (außer Putin !) alles getroffen hat, was Rang und Namen hat. U.a. den Geheimdienstchef des FSB und Schoigu. Mit Schoigu will er eine neue Taktik besprochen haben, die Spezialoperation zu „beschleunigen“ mit (noch !) weniger Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Hintergrund dürften hohen Verluste von K. in Luhansk sein, die die UA behauptet, die aber indirekt von K. bestätigt werden. (K. berichtet vom Aufbau medizinischer Kapazitäten in Luhansk und

Zit K: „Jeder ihrer ( der tschech Kommandeure vor Ort- hug.info) Schritte auf dem Schlachtfeld ist mit einem hohen Lebensrisiko verbunden. In diesem Zusammenhang ist eine qualitativ hochwertige und zeitnahe medizinische Versorgung erforderlich.“
 

Die UA hat behauptet, dass die RA 20% auf S. abgezogen hätte.

M.E. deutet vieles darauf hin, dass die RA (noch) weniger Infanterie einsetzen wird, statt dessen noch stärker mit Fluggerät, Artillerie etc. in die Regionen/Städte reinschießen wird (ohne Rücksicht auf Zivilb.). Sie werden vermutlich auch noch stärker dual use Infrastruktur angreifen. Und hinter den Linien der UA Infrastruktur zerschießen und die Unterstände der UA selbst. Dazu passt auch, die ru Prop, wonach sich die UA angeblich permanent in Wohngebieten versteckt (Kriegsverbrechen). Dies führt dazu, dass die UA gezwungen ist, die ru Prop zu dementieren. (Wobei es bei diesem Krieg fast nicht zu vermeiden ist, sich zumindest zweitweise in Wohngebieten und ziviler Infrastruktur zu verschanzen. Insofern ist an beiden Positionen ein Korn „Wahrheit“). Schon jetzt versucht, die RA Artilleriehöhen einzunehmen, um Regionen im Berich S.-Kramatorsk von der Ferne (20 km) beschießen zu können. Außerdem ist ein verstärkter Angriff von Cruise Missiles im Donbas feststellbar, auch SU 25- Angriffe.

(Immerhin hat der britische GD (nach nunmehr 3 Wochen!) entdeckt, dass die RA vermhrt mit flugzeugen und Artillerie angreift. M.E. gibt es aber schon einen erneuten Taktikwechsel i.o.g.S.)

Also: Um möglichst viel erreichen zu können, bevor die hightech Westwaffen eintreffen, wollen Schoigu und Kadyrov noch einmal richtig durchstarten.

Riskante Strategie einer demokratischen Arme: Droht Einkreisung?

Während für Putin ua Orte Punkte auf der Landkarte sind, sind es für Selenskj und Co Orte mit „ihren Leuten“ , die sie schützen müssen. (Sonst gibt es nachweislich Ärger in den soz. Medien). D.h. aber, wenn es Rückeroberungschancen gibt, muss die UA diese wahrnehmen, ob sie will oder nicht. Das kann dazu führen, dass die RA die UA in Positionen zieht, die für sie problematisch sind. Derzeit kämpft die UA in einer fast menschenleeren zerbombten Stadt einen komplizierten Straßenkampf, während sich hinter ihrem Rücken eine Zangenbewegung, sie einzukreisen, droht.

 

Problematische Regionen

Im Bemühen Positives zu vermelden, unterschlagen westliche Analysten die Probleme:

-Im Norden von Charkiv ist die Gegenoffensive mehr oder minder zum Stillstand gekommen. Die RA sicher ihre wichtigsten Nachschub von Kursk/Beograd/Voronesh

-im Oblast Sapoirischschja toben ähnliche Kämpfe, wie in Luhansk. Es gibt Kreise, die fast zerstört und Entvölkerung sind („Hölle“) und permanent beschossen werden. Die nächsten Ru Kriegsziele zeichnen sich ab. Einnahme von Z dem technologisch wichtigsten Bezirk der UA mit viel Rüstungsindustrie(plus Dniepro). (dies entspricht auch der propagandierten Langfriststrategeie der Russen). Vom Osten von S. kann man aber auch „gut“ Teile des Donbas angreifen und damit der UA in den Rücken fallen.

 

Verstehen die westlichen Militärs den Krieg?

Diese Frage klingt ketzerisch, ist aber durchaus berechtigt. Westliche Analysten sind stark von Militärs und Militärexperten geprägt, die in ihren Kategorieren denken. Putins Krieg ist aber kein militärischer sondern ein politischer Krieg (inkl. Schoigu) . Putin rechnet anders und wird damit für die westlichen Militärs unberechenbar.

z.B. schreiben die westlichen Analysten immer wieder kopfschütteld  über die fehlender ru Lufthoheit. Allerdings übergehen sie, dass regional, im Donbas faktisch diese Lufthoheit gilt, da sich bis dahin die ua Luftwaffe kaum hintrauen kann. Daher gibt es im Donbas fast keine ru Flugzeugabschüsse, obwohl die ua unter dem ru Flugzeugabschluss sehr leidet.

z.B. schreiben westli. Analysten seit Wochen über fehlenden Nachschub, schlechte Ausrüstung, und problematische Rekrutierungssitutation bei der RA. Das mag alles nach ihren Lehrbuchmaßstäben zutreffen. Aber Putin ist das offenkundig egal. Er geht davon aus, mit vielen alten Panzern das gleiche, wie mit neuen, mit vielen schlecht ausgebildeten unmotvierten Soldaten das gleiche wie mit wenigen guten ausreichen zu können. Das ist zwar eine enorme Verschleißstrategie (die westliche Militärs widerstrebt und die sie nicht verstehen können), aber so sind Diktatoren nunmal- und Putin hat durchaus „Erfolge“ vorzuweisen.

Russische Armee: Diebe im Gesetz

Aus einem ua Regierungsbericht: Illegale Aktionen gegen die lokale Bevölkerung gehen in den vorübergehend vom Feind besetzten Gebieten weiter. Russische Hooligans plündern weiter. In Berdyansk schnappten die Besatzer ein GAZ-Auto aus dem Gebiet des Öldepots und im Dorf Bogatyr, Bezirk Melitopol und Polohy - Mitsubishi Lancer, Ford Kuga und MAZ-LKW. In Melitopol wurde Abfall von landwirtschaftlichen Maschinen gestohlen, nämlich von sechs Carier-Bodenbearbeitungsmaschinen. Der Gesamtschaden beträgt 7.800.000 UAH.

  • H-und-G.info Monitoring 3.6. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr)

Falsche US -Militäranalysen?

Neues Folterlager entdeckt?

Wiedereroberung von Sjewjerodonetzk?

Sanktionen

Kriegsgeschehen

 

Ähnlich wie Vortage

Sjewjerodonezk zur Hälfte (ca Osten) besetzt, teilweise von UA Streetfightern gehalten, während sich UA Hauptkontingent wohl auf die andere Flussseite nach Lyssyansk zurückgezogen hat. Offenbar schafft es UA der RA im Straßenkampf zuzusetzen und Gegangene zu machen und Verluste beizufügen. Dies dürfte eine Mischung aus Partisanenkampf, Sabotage, und Streetfighting sein. Die regionale Militärverwaltugn hält baldige Rückeroberung für möglich. Die UA setzt auf die neuen Westwaffen.

 

US-Militäranalysen falsch, Propaganda oder naiv?

US Analysen des ISW? Wirken oft eher zweckoptimistisch, statt realistisch. Jüngste Behauptungen 1. Die RA sei nicht in der Lage den Oblast Donetzk zu erobern. Mangels Kapazitäten nach Verlusten in Luhansk. 2. Die Ra binde so viele Kräfte im Donbas, dass sie zwangsläufig Verluste in anderen Gebeieten haätte. 3. Die RA hätte Schwierigkeiten die besetzten Gebieten zu kontrollieren.

Auf welcher Empirie das beruht, wird nicht angegeben. Aber mir scheint bei realistischer Betrachtung dies ziemlicher Humbug zu sein. Ad 3. Es gibt zwar immer wieder kleinere Proteste (Melitopol) und Sabotage/Partisanenakte (aktuell Berdjansk) und passiven Widerstand (Mariupol). Aber es gibt genügend Kollaborateure (gut dokumentiert fürM ariupol), sehr viel Personal (Polizei, FSB, Innenmin. Zivilschutz, Techniker, human. Hilfe, Freiwillige, etc.) und Material aus DNR: LNR und Russland (das Land ist 3-4 mal so bevölkerungsreich wie die UA, die inzwischen rund ¼ des Landes durch Migration verloren hat). Die Bevölkerung in den eroberten Gebieten ist großenteils ermattet, ausgehungert und krank. Sie sind auf jede, d.h. auch Okkupantenhilfe angewiesen. Da die Russen schamlos Hilfen (Medizin, Nahrung, Wasser) als Gegenleitung für Kollaboration anbieten funktioniert diese „Integration“ durchaus. Ferner werden hunderttausende Evakuiert/depoortiert. Ferner ist das Registrierungs- und Überwachungssystem /Filtrierung ziemlich effektiv. Hunderte, vermutlich tausende sind in Lagern. (neues Lager bei Mariupol entdeckt.) Wovon also redet das ISW? Ad 2. Ist dem ISW entgangen, dass die RA im Oblast zaporischschaja und Krai Rhin ??? ähnlich wie im Donbas attaquiert und Fortschritte macht. Das ist der geplante nächste bzwl nach der Eroberung von Dentztk übernäch (in D. Gabs mal Waffeste Schritt : Die Eroberung von Dnjeppetrovs und Einkreisung von Zaproischschja. Die Südlichen Kräfte, die über die Krim versorgt werden, agieren weitergehen autonom gegenüber den Donbaskräften und können effektiv von der Krim und der Flotte unterstützt werden. Ad 1. Bei allen Schwierigkeiten hat die RA inzwischen eine exzellente Nachschublogistik in Donetzk, die täglich besser wird. (Im Donbas gibt es das dichteste Bahnnetz der UA mit Verbindungen nach Rostov, Schacht, Kurs, Belgograd, Voronesh, wo die Kriegsmilitärbasen der RA sind. Putin scheint auch immer noch genug Kanonenfutter unter den jungen Männern auch Asien zu finden, die in der UA verheißt werden. Wovon also redet das ISW? Verharmlosende Analysen führen zu falschen politischen Entscheitdungen und zu mangelhafter Hilfe für die UA.

Lithuaer spenden privat (!) für türkische Drohnen für UA: 5 Mio (!) ( In D. Gabs mal Waffen für Nikaragua und Elsalvador (TAZ). Mal sehen ob die Taz den Balten folgt.)

Humanitär

Neues (Folter)lager bei Mariupol in Volnovakha entdeckt. (Foto habe ich gefunden!) Es ist kein Filtrierungslager der ersten Stufe, die mehr oder minder Durchgangslager mit Sicherheitsüp sind. Es ist ein Lager für die Ausgesonderten, meist Männer im Wehrpflichten Alter. Auch wenn Details für dieses Lager noch fehlen, wird in solchen Lager i.d.R. Derjenige, der nicht kooperiert, gefoltert, manche bis zum Tode, manche werden mit Schnellverfahren bestraft, manche für Tribunale bis zur Todesstrafe vorgesehen.

Ireland recognizes Russia's invasion of Ukraine as genocide. 

Hybrider Krieg

Türkei ist guten Mutes, Getreideexport über Häfen flott zu machen. Hilft Nato-Staat Putin?

Estland macht sich unabhängig von ru Elektrizität

RU Großbanken (Sperbank-die größe) wird aus Swift rausgeschmissen. (Was vor wochen enoch einenSensaation gewesen wäre , wird heute kaum vermeldet (!). Aber Ru baut mit China altetnative zu S auf. Wesetn bezweifelt, dass das so schnell geht. (Wenn er sich dasnicht mal wieder irrt)

Partisanen, Sabotage

Vermutlich neue Anschlag im Hafen von Berdjansk

Sanktionen

Welches Ziel verfolgen eigentlich Sanktionen? Ich dachte immer, sie sollten die Leute motivieren, eine Alternative zum Krieg zu suchen, weil ihre persönlichen Kosten zu hoch sind. Was bewirkt die Sanktion des Moskauer Metropoliten? Dass er sich in seiner nationalistischen antiwestlichen Haltung bestärkt sieht, sonst nichts! Es ist eine dumme Sanktion. Auch wenn es mir schwerfällt, Orban hat diesmal Recht sicher zu widersetzen!

  • H-und-G.info Monitoring 1.6. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Russen nicht nur im Donbas „erfolgreich“

Wo bleiben deutsche Flugabwehrwaffen?

Absetzung der uA Menschenrechtsbeauftragten verständlich, aber problematisch

globaler Energiekrieg ist entbrannt

Umweltkatastrophe in Sjewjerodonetzk

 

Kriegsgeschehen

 

Im Prinzip ähnlich wie Vortag. RA dringt weiter in Sjewjerdonezk ein, versucht Nachbarstadt ebenso zu erobern.

 

Dass Russland hier seine „Maximal“ Truppenstärke einsetzt, sie in der Presse behauptet ist Unsinn, ein Blick hinter die Grenze und Wikipedia zeigt, dass Russland zwar ungewöhnlich viel Kapazitäten im Donbas einsetzt, was nur funktioniert, weil Staaten wie China die Füße stillhalten (offenbar gibt es eine Art Ribbentrop-Molotov-Abkommen zwischen Xi und Putin) in), aber rein zahlenmäßig ist das noch lange nicht (!) das Ende der militärischen Fahnenstange. In Belarus wird im Übrigen Gerät aus den Lagern geholt, möglicherweise um die russischen Verluste auszugleichen. Lukashenko wird immer mehr zum Waffenproduzenten und Lieferanten Putins. (Putin gibt keine Leistung ohne Gegenleistung!)

 

Die UA und westliche Militäranalyse/Propaganda macht weiter den gleichen Fehler wie bisher und bagatellisiert die Erfolge der RA. So werden die Erfolge der UA im Raum Cherson herausgestrichen, die Erfolge der RA im Raum Zaporischschja (auf dem Weg nach Dniepo) unterschlagen. Falls irgendwann RA in Dnepo und Zap auftaucht, werden wieder alle erstaunt sein, wie jetzt in Sjewjerodoneczk.

 

Bewaffnung

 

Der seriöse ö Militärforscher Gressel behauptet, Deutschland würde der UA effektive, schnell lieferbare Flugabwehrwaffen verweigern. Wenn das stimmt, wäre das ein Skandal, der momentan relevanter wäre als weitere Marder-Diskussionen (!). Genau unter diesem Defizit leidet die UA momentan.

 

Humanitär

 

Entlassung der Menschenrechtsbeauftragten

Gestern hat das ua Parlament die Menschenrechtsbeauftragte entlassen. Begründung, zu wenige Aktivitäten bei der Evakuierung und problematische Darstellung bei Kindesmissbrauch. Angeblich hat das Präsidentenamt Druck ausgeübt, was dieses bestreitet. UN und HRW kritisieren Absetzung als nicht verfassungsgemäß und Angriff auf die Unabhängigkeit der Menschenrechtsarbeit. Diese rechtliche Seite kann hier auf die Schnelle nicht überprüft werden. Aber H-und-G.info hat schon mehrfach drauf hingewiesen, dass die Quelle Denisova (Ombudsfrau) nicht wirklich belastbar war. Infos wurden offenbar ungeprüft rausgegebene, Filtrierungslager als KZ bezeichnet (was sie, ohne sie verharmlosen zu wollen sicher nicht), Zahlenangaben waren nicht gewichtet, und vollkommen unzuverlässig, usw.. Also jedes Ding hat zwei Seiten und man kann hoffen, dass eine Person gefunden wird, die das nötige Format für diese wichtige Arbeit hat.

 

Die Generalstaatsanwaltschaft arbeitet anscheinend sehr effektiv. Sie erreicht täglich (!) ca 300 Anzeigen wegen ru Kriegsverbrechen. Der IStGH aus Den Haag baut Zweigstelle in Kiiv auf.

 

Heute am Tage des Kindes zählt die ukrainische Regierung russische Verbrechen an Kindern auf......erschreckend: Entführungen, Vergewaltigungen...

 

 

In Charkiv werden parallel zum Wiederaufbau der Stadt täglich durch ru Bomben fast ebenso viele Zivlisten getötet, wie in Donetzk.

 

 

Umweltkatastrophe

In Sjewjerodonetzk wurde gestern abend ein Schwefelsäuretank getroffen. Giftiges Gas entweicht. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Schutzmassnahmen zu ergreifen.

 

 

 

Globaler Energiekrieg

 

Der Energiekampf weitet sich aus. UA enteignet Teil des Energieversorgungsnetzes; Ru straft erste Länder mit Energieboykott (Dän,Fin, Balt) neuerdings Shell, das D. Beliefert; bricht Ungarn auch Boykottfront heraus. Trotz Erdölboykott der EU, hat RU durch die Preissteigerungen am Energiemarkt bislang vemutlich mehr eingenommen, als es jetzt verliert. Opec überlegt RU auszuschließen, um nicht weiter durch Sanktionen eingeschränkt zu werden. Damit könnte die Fördersumme wachsen, der Energiepreis fallen, RU ausgetrocknet werden. (wie schon mal unter Reagan die SU)

 

 

Unsere“ Presse

 

 

ARD-Brennpunkt gestern abend: grottig

Falsch war die mehrfach wiederholte Behauptung, die UA leide v.a. unter Artilleriebeschuss. Faktisch leidet die UA abgesehen von der Zahl der RA unter Drohnenaufklärung, anschließendem Raketenbeschuss oder Jagdbombertiefflugangriffen, dann Artillerie- und Mörserbeschuss, gelegentlichen Bodenattacken. (Meldungslage gestern abend. Beschuss von Slowiansk durch Cruise Missile)

 

Falsch war die Behauptung, die RA würden eine „neue“ Strategie verfolgen.(beschrieben wurde sie ohnehin nicht wirklich) H-und-G.info hat über diese neue Strategie schon am 3.5. (!) berichtet, dort stand es bei NTV und die hatten es von der UA: Tiefflieder in Kombi mit Artillerie und Drohnenaufklärung, Konzentration der Kräfte

 

Kurios war die Spekulation von Frau Ehni, Putin könne nach Eroberung des Donbas dort innehalten. Ist ihr entgangen, dass sich die RA bereits in drei weiteren Oblasti festgesetzt hat (Charkiv, Zap, Chers), dort teilweise aggressiv Landgewinne anstrebt und Regierungsstrukturen aufbaut?

 

Merkwürdig die Behauptung, die RA habe keine Infanterie, um Städte zu erobern, wo der Anlass der Sendung die mehr oder minder Einnahme von Sjewjrodonezk war.

 

Kein Wort enthielt der Brennpunkt (der konzeptionell eigentlich Hintergründe liefern soll) zu Menschenrechtsverletzungen u.a. durch Kadyrev-Truppen bei der Einnahme von S. (Es gibt akuelles Videomaterial)

 

Der einzige Lichtblick in dieser Nachrichtenöde war immerhin Frau Baerbock, die den Inhalt eines Telefonats mit Kuleba referierte: Die UA braucht aktuell Drohnen- Flugabwehr. (der Zuschauer fragte sich nur warum, wenn es laut ARD gar keine Flugzeugangriffe gibt), Artillerieabwehrgeschütze.

 

Fazit: Wenn Deutschland keine, die falschen oder zu zögerlich Waffen liefert, hat das auch viel mit der problematischen Presseberichterstattung zu tun.

 

ZDF-Frontal. Verharmlosung der Filtrierung

 

Zwar handwerklich guter, aber verharmlosender Bericht über das Filtrierungssystem. V.a. Transport nach Russland wurde gezeigt. Unter den Tisch fiel dabei, dass das eine bewusste Strategie von Putin ist, relevante Teile der ua Bevölkerung (mit stalinschen Methoden) auszutauschen, um ihre Identität zu brechen und sie beherrschbar zu halten. Das aber ist eine tendenziell völkerrechtswidrige Strategie, die Richtung (kulturellen) Genocid geht. Davon kein Wort, der sog. Deutsche Experte, der mit Wikipedia-Wissen glänzte, schien das alles gar nicht zu wissen.

 

Der zweite problematische Teil der Filtrierung, die Folterlager, wurden nur gestreift, indem eine Zeitzeugin sagte, da würden Leute von der Befragung nicht wiederkommen. Der einzige mutmaßlich gefolterte gezeigte Zeitzeuge war kein Filtrierungsopfer sondern ein Gefangener.

 

....Längst ist erwiesen, dass im Rahmen der Filtrierung verdächtige Personengruppen in Speziallager oder noch schlimmer in Sondergefängnisse des FSB verschleppt und dort entweder zu Kollaborationstätigkeiten gezwungen oder gefoltert, mutmaßlich auch zu Tode gefoltert werden. Die Orte sind weitgehend bekannt, es gibt auch die ersten Zeit-Zeugen aus solchen Lagern. Die Insassen sind potentiell mit der Todesstrafe in Sondertribunalen bedroht. Die Zahl der Betroffenen ist schwer zu schätzen, geht aber sicher in die hunderte, wenn nicht tausende.

 

Und was sagt das Investigativmagazin des ZdF dazu? Nichts?

 

 

(Es gab sogar eine Tagesmeldung, dass laut ua Regierung ca 10% verschwinden, was zu hoch gegriffen sein könnte, aber immerhin ein regierungsamtliche Meldung. Im ZDF dazu nichts.)

 

Ohnehin fragt sich der unbefangene Zuschauer die ganze Zeit: Wenn bei der „Verschleppung“ nach Russland immer eine Kamera des ZDF mitläuft und jeder der will, interviewt werden kann, kann es ja so schlimm nicht sein.....

 

sonstiges aus der Presse

 

Über „Petitessen“, dass Sjewjerodonetz angeblich die größte Stadt des Donbas (Der Spiegel) sei (Das Donbas umfasst neben Luhansk auch Donezk und da gibt es z.B. das noch größere Kramatorsk und Mariupol), wollen wir hier gar nicht sprechen.

 

Auch die These von der „maximalen“ russischen Truppenstärke ist irreführend s.o.

 

Wir empfehlen dem ZDF unseren Stream zu unserem Völkerrechtswebinar vom 17.5

Stream zum Thema: Lager, Verschleppung, Deportation, Übergriffe, Tötungen. Menschen-, Kriegs- und Völkerrechtsverletzungen in der Ukraine Mai 2022. Link hier...

Gerald Praschl: Übergriffe auf Zivilisten. Jörg Drescher: humanitäre Hilfe. Dr. Christian Booß: Filtrierungssystem: Lager, Folter, Deportation, Dr. Robert Frau: Völkerrechtsverletzungen. Programm: Mehr...

  • H-und-G.info Monitoring 31.5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Russische Strategie und Taktik derzeit erfolgreich

Kadyrov macht keine Gefangenen

Der Krieg als Umweltkatastrophe

Rote Kreuz von Russen durchsucht

Siegt Ukraine im Süden wirklich? Drei Großfronten?

 

Stream zum Thema: Lager, Verschleppung, Deportation, Übergriffe, Tötungen. Menschen-, Kriegs- und Völkerrechtsverletzungen in der Ukraine Mai 2022. Link hier...

Gerald Praschl: Übergriffe auf Zivilisten. Jörg Drescher: humanitäre Hilfe. Dr. Christian Booß: Filtrierungssystem: Lager, Folter, Deportation, Dr. Robert Frau: Völkerrechtsverletzungen. Programm: Mehr...

 

Kriegsgeschehen 31.5.

Niederlage im Osten-Sieg im Westen?

Heißt es in der deutschen Presse. Diese Formel ist (leider) falsch. Im Raum Cherson wurden zwar einige Orte zurückerobert, aber die RA schießt aus der Luft, und hat im Raum Zaporischschja (auch im Süden, mehr östlich) ihre Angriffskapazitäten verstärkt. Wie gestern berichtete, kann die RA von der Krim und der Gegend um Mariupol hier Kapazitäten nachführen und scheint eine zweite Front aufzubauen, von der Krim und dem Schwarzen Meer effektiv aus der Luft unterstützt werden kann.

Möglicherweise wird sogar eine dritte Front im Norden wieder aufgemacht. Es gibt Anzeichen, dass die RA nördlich von Charkiv so verstärkt wurde, dass eine gegen-Gegenoffensive gestartet werden könnte.

Im Osten ist es der RA gelungen von zwei Seiten in die Innen-Stadt von Sjewjerodonezk einzudringen (Video von N/S Hauptstrasse genau in der Mitte der Stadt), in Richtung auf mehrere wichtige strategische Orte (Lyssihansk, Bakmut, Lysium, Slovjanks, Kramatorsk) wird der Druck teils aus der Luft, teils am Boden erhöht. Norden und Süden von Slovjanks gibt es immer wieder Versuche, den Donetzk-Fluss zu überqueren. Streetfighter Kadyrov macht in S. erklärtermaßen keine Gefangenen (außer sie ergeben sich).

Erfolgreiche ru Strategie und Taktik

Grundsätzlich scheint es der RA gelungen, mit Beginn der zweiten Welle vor einem Monat ihre Nachschublogistik (von Krim, aus Belgorod/Kurs/Woroneh) deutlich zu verbessern. Außerdem wurden und werden in manchen Regionen im Süden, Osten und Nordosten der UA die russischen Kapazitäten offenbar langsam aber kontinuierlich erhöht. (Schwer zu berechnen, weil die Mannschaftszahl der taktischen Verbände inzwischen deutlich schwankt). Die Russische Taktik folgt einer durchschaubaren Logik. Aufklärung der ua Stellungen mit Drohnen, Beschuss mit Tieffliedern, Artillerie, ggf. Cruise Missiles; Bomben der ua Stellungen, teilweise der Infrastruktur dahinter, begrenzte Bodenoffensiven, ggf. Teilrückzug oder Sicherung des Erreichten, Stop der Aktiven Handlungen zum Wiederauffüllen der Verluste durch Nachschub ggf. Verstärkung. Da capo....

 

UA-Defizite: Fehlende Westwaffen

Da die Ua Armee auf Grund der mehrfach geschilderten Defizite insbesondere bei der Luftabwehr und Haubitzenabwehr erzielt die ru Taktik zwar keine Durchbrüche, ist aber bei hohen Verlusten auf beiden Seiten derzeit relativ „erfolgreich“. Die UA muss zu lange auf die Westwaffen warten, zahlt das mit Blut, die RA versucht in der Zwischenzeit maximale Erfolge zu erzielen.

Vorbereitung auf Gegenoffensive

Die Ra bereitet sich offenbar mittel und langfristig auf die von der Ua angekündigte Gegenoffensive vor. Auf der Krim wird massiv die Flugabwehr verstärkt (SS 300)

humanitär

-Zahl der toten in Mariupol offenbar deutlich über 22.000, da viele Leichen noch nicht geborgen sind

-Putin erleichtert „Einbürgerung“ von Kindern (angeblich schon 200.000 in Ru)

-ein französischer Journalist wurde in einem Hilfsfahrzeug (!) in Luhansk erschossen

-Rote Kreuz in Mariupol durchsucht, angeblich Stützpunkt für Organhandel und Biowaffen behauptet ru Prop (klassische Desinformation)

Umweltkatastrophen

Nach einer zentralen Gaspipeline wurde auch eine Ammiumpipeline (nach Odessa) getroffen, die giftige Chemikalie drang aus.

In Südukraine drohen Überschwemmungen durch Schäden an Dnjesterstauwerken

Besetzte Gebiete

-die Russifizierung von Mariupol schreitet voran, Russische Papiere werden eingeführt

-in Cherson teilweise ua Handy und Internetverbindungen abgeschaltet

-Brainwashing treibt Blüten.

Mariupol-Gefangene

UA kennt angeblich Ort der Gefangenenname, Info ist aber klassifiziert (geheim)

DNR Politiker droht mit Todesstrafe nach Tribunal

xxxxxxxxxx

H-und-G.info Monitoring 29. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011052523495

Kann man Russland totrüsten?Rüstungsspirale dreht sich

Lyman „gefallen“, Sjewjerodonetzk wird noch gehalten

Raketen(agressions)Schirm der Russen bedroht UA

Putin Grosny (frei übersetzt: Putin, der böse Wolf)

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie in den Vortagen.

Lyman

Russen gewinnen offenbar Kontrolle über Liman (zwischen Luhansk und Charkiv). Etwas überraschend die westliche Analyse, dass dieser Eisenbahnknoten, den Weg frei nach Kramatorsk und Sjewjerodonezk und den Übergang über den Donetzk-Fluss ebnen würde. Kommen die Russen mit dem Zug? Oder schießen sie wie in den Weltkriegen mit Bahnhaubitzen? Nein. Hat man damit automatisch alle Brücken in der Hand? Nein. Auf der anderen Seite des Flusses sitzt immer noch die UA. Also keine Panik (UA: taktischer Rückzug), aber auch keine Beruhigung. Die immer noch gewaltige ru Militärmaschine fräst sich mit hohen Verlusten cm-weise in die UA. Liman ist wichtig für den Nachschub (beider Seiten). Es ist ein riesiger Rangierbahnhof. Derzeit Vorteil für Ru, dass im Prinzip seinen Nachschub von der Region Beograd bis nach Liman per Bahn organsieren kann, wenn es nicht durch Luftangriffe oder Sabotageakte daran gehindert wird.

Sjewjerodonetzk

Der ru Ring um die Stadt wird enger, die ru Spezialtruppen haben sich offenbar an der Umgehungsstraße im Nordosten im Hotel Mir festgesetzt. Es besteht nach wie vor ein hohes Risiko, dass UA in der Region eingekesselt wird, daher scheint die ua Seite einen taktischen Rückzug zu erwägen, aber nach wie vor hält sie durch. Die Stadt ist auch nicht komplette eingeschlossen, die Hauptzugänge aber unter ru Beschuss.

Donetzk

Wie westlichen Analysten behaupten können, dass Ru sich „nur“ noch auf Luhansk fokussiert, ist mir ein Rätsel. Allein die offizielle Todesstatistik von Zivilisten im (Rest)Bezirk des ua Donezk, spricht eine andere Sprache.

Dauer-Krieg (-Drohung) gegen die UA ohne Soldaten?

Offenbar ist die RA dabei, die Ukraine mit Raketenstellungen einzukreisen. Überall in ru kontrollierten Gebieten werden derartige Kapazitäten ausgebaut. In Belarus; Iskander u.a., in Krim und auf Schwarzmeerflotte: Cruise missiles, anderere Distanzwaffen, etc. , Beograd, Kursk, Woronesh: diverse Haubitzen und Mörser, massive Flugzeugkräfte; Rostov; massive Flugzeugkräfte. Mit anderen Worten, wenn Ru so weiter macht, kann es eines Tages einen Dauerkrieg aus der Luft gegen die (Rest-)Ukraine führen, ohne überhaupt nur Bodentruppen zu bewegen. Bzw. Ru kann die UA unter Dauerdrohung halten, um sie zu „Finnlandisieren“ (Finlandisierung wäre vermutlich in diesem Falle eine Untertreibung.)

Hybrid

Ru zerschießt gezielt nicht nur Infrastruktur, sondern auch ua Industrie. Da sie Dnepo nicht schnell erobern und das größte Stahlwerk annektieren kann, kommt Plan B: Zerstörung des Stahlwerkes (so wars auch in Mariupol)

USA sichern sich ihren Stahl-Anteil auf dem Weltmarkt durch drastische Senkung der Importzölle auf UA Stahl

Weißkäppchen und der böse, böse Putin.- Ein Zwischenruf

Wann hört der Westen endlich auf, sich moralisch über Pution aufzuregen, statt ihn zu antizipieren wie er ist: Er ist ein typischer KGBist, der es gewohnt ist, immer zu gewinnen, der sein Ziel fest im Blick hat (die Weltordnung zulasten der USA zugunsten von Ru zu verändern) und der vollkommen skrupellos bei der Wahl seine Mittel ist, und sich bei dieser nur von reinen Opportunitätserwägungen leiten lässt. Also gehen wird davon aus, dass Hungerkrisen in Afrika Putin im Prinzip scheiß-egal (sorry, aber man muss es mal so deutlich sagen) sind, sofern er damit afrikanische Staaten an sich binden und dem Westen Kosten und den Schwarzen Peter zuschieben kann. Also keine tränendrüsige Telefonate nach dem Motto es könnten Kinder hungern, sondern knallhart gegenhalten (!). Diese Meldungen über den lügenden, erpressenden Putin, der „unsere“ armen Politiker täuscht, mag doch kein Mensch mehr lesen! Oder sind Macron und Scholz wirklich so dumm, dass sie meinen an Wolodjas menschliche Gefühle appellieren zu können?

 

Rüstungsbedarf, Rüstungsspirale

Wenn man mir nicht glaubt, so vielleicht dem Militärkoordinator von Rest-Luhansk: „Was brauchen wir, damit die Rassisten nach Hause laufen? Langstreckenartillerie, unbemannte Systeme (Drohnen), Mittel zur Bekämpfung feindlicher Drohnen … und Unterstützung von Freunden!“

Man fragt sich, wo bleiben diese Waffen. Die WamS behauptet nach Recherchen, dass die deutsche Regierung nicht (willens?) in der Lage sei, wirklich die zugesagten Waffen zu liefern. Nach Lage im Donezk, schließe ich nicht aus, dass die WamS Recht hat. Die Frage ist, liegt das an den Politikern oder ist alles was mit Wehrausrüstung in D. Zu tun hat 32 Jahre nach 1990 einfach grottig? (Das wären ja zwei sehr unterschiedliche Ursachen.)

Die UA hofft endlich auf das Eintreffen von Westwaffen und neue Waffenzusagen, um das Szenario endlich im Donbas drehen zu können.

Ok. Scheint logisch. Aber:

Man muss nicht ein Freund von „Emma“ sein, um zu erkennen, dass die Rüstungsspirale zunimmt, ohne das klar ist, ob damit eine Seite gewinnt. d.h. der (mehr oder minder) Stellungskrieg würde ewig weitergehen, nur noch schlimmer werden (geht das? Ja es geht). Die Russen haben long distance-Haubitzen, die UA bekommt auch welche. Die RU haben ihre ganze Schwarzmeerflotte im Einsatz, die USA schicken intelligente Torpedos. Die RA hat moderne Raketenwerfer die UA möchten von den USA noch bessere haben. Usw., usw. Die UA setzt darauf, dass sie mit Westhilfe die zahlenmäßige Unterlegenheit eines baldigen Tages ausgleichen und das Blatt wenden kann. Größere Strategen verweisen darauf, dass es unter Ronald Reagan gelang, die SU totzurüsten, worauf dann ein Gorbatschoff kam und mit der weißten Fahne wedelte. Ich kann das militärstrategisch nicht wirklich beurteilen, wer kann das schon, kann es wer oder ist das eher eine Glaubenssache? Jedenfalls ist es dringend erforderlich, die Sache mal vom Ende her durchzudenken, bzw. von verschiedenen Finalen. (Quidquid agis, prudenter ags, et respice finem! Und die spinnerten Römer verstanden etwas vom Krieg.)

Analysen

Dienen die westlichen Analysen eigentlich der Orientierung oder sind sie Teil der Kriegspropaganda. Ich verstehe nicht, dass tagelang Erfolgsnachrichten (alte ru Waffen, zerschlagene Elitetruppen, kranker Putin, Geländegewinne der UA...) verkündet werden und dann plötzlich (über) düstere Meldungen von strategischen Niederlagen der UA kommen. Dann wieder die Behauptung, die UA hätte der RA im Donbas ihre zweite Niederlage bereitet. (ISW vom Tage). Ich frage mich, wenn das, was wir derzeit im (Doppel-)Donbas sehen, eine ru Niederlage ist, wie sehen dann die Erfolge aus? (die Einnahme von Mariupol unterschlägt das ISW kurzerhand).

Unsere“ Presse

Wir kennen dank unserer Medien jetzt viele verfolgte Uiguren namentlich und mit Foto (gut so!). Aber kennen wir die hunderte (tausende???), die in ähnlichen ru Folterlagern und Gefängnissen der Ukraine sind? Nö, da müsste man ja recherchieren.

Humanitär

überall ähnlich schlimm, wo in Vortagen

im Oblast Dnjepo angeblich Splitterbombenbeschuss

Besatzung

Neuer TV-Kanal für Mariupol

Stahlwerk(e, es sind 2) soll angeblich nicht wieder aufgebaut werden. Pushwillin, DNR, laut Ua Quellen

  • H-und-G.info Monitoring 28. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) kurz, polpulär und bebildert auch auf: www.facebook.com/profile.php

Fehlende Waffenlieferung können Schuld an Toten und ukrainischer Niederlage sein

Das freie Luhansk kämpft weiter

Diebstahl als Teil der hybriden Kriegsführung

Vermehrter Widerstand gegen Putins Krieg in Russland?

Kriegsgeschehen

Die ukrainischen Armeeberichte werden (endlich !) realistischer und geben seit einigen Tagen auch Probleme zu, auch wenn sie weiterhin Erfolge herausstreichen. (Das ist wichtig, auch damit sich Verbündete kein falsches Bild und Illusionen machten, manche West-Politiker waren auch schon im (Vor)Sieg-Modus.

Ähnlich wie Vortage: Raketen, Bomben an vielen Orten der UA. Teilweise Bodenangriffe, teilweise Auffrischung der Kräfte und der Ausrüstung (Logistik ist besser als von vielen Analysten behauptet) und/oder Festigung der bisherigen Stellungen. Ua offensive im Norden scheint mehr oder minder gestoppt. Aber im Rau Cherson soll es der UA gelungen sein eine ganze taktische Kompanie aufzureiben (vermutlich über 100 Mann)

Luhansk: prekär. Russischen Spezialtruppen (Saboteure, Fallschirmjäger?) gelingt es (vorübergehend?) Brückenkopf im Nordosten der Stadt Sjewjerodonetzk einzunehmen: Innenstadt wird beschossen. Von den drei (auf der Karte nachgewiesenen) Brücken Richtung Westen ist mindestens eine zerstört, die RA versucht die restlichen zu zerstören. Die wichtigste Ostwestachse (Straße des Lebens) ist unter Dauerbeschuss. Aber die Regionalverwaltung des freie Luhansk betont: Die Stadt ist nicht vollkommen umzingelt, sie könne noch länger gehalten werden, der ostwest-Weg für Versorgung und Evakuierung nicht vollkommen zu, kann aber nur unter Beschuss (!) stattfinden. Wie lange noch?

Mängel der Bewaffung der UA

Während v.a. britische Quellen von den angeblichen Unzulänglichkeiten der RA Ausrüstung schwelgen (alte Panzer), sollte man lieber einmal über die UA reden. Auffällig ist, HuG hat mehrfach darauf hingewiesen, wie wenig ru Flugzeuge und Helikopter inzwischen abgeschossen werden. Auch wenig Crusise Missiles, obwohl Luhansk inzwischen das häufigste Ziel (!) von CM ist. Flugzeuge und Helikopter sind aber (neben Kampfdrohnen und Haubitzen und Mörsern) eine wesentliche Ursache für die ua Landverluste. Die Fluggeräte zerschießen nach Lufterkundung mit Drohnen die ua Stellungen bzw. verhindern sie, dass sich die UA zur Abwehr von Angriffen neu aufstellen kann. Dann rücken irgendwelche ru Bodentruppen nach. So geht das schon seit Beginn der zweiten Welle, also über einen Monat. Es fehlt offenkundig an intelligenten (!) Flugabwehrgeschützen.

Um es zu überspitzen: Wenn Sjewjerodonezk und der Oblast Luhansk fällt, ist das a u c h Mitschuld des Westens, d.h. auch der Bundesrepublik (durchaus auch der Opposition, die die ganze Zeit über Panzer diskutiert, obwohl Anderes vordringlicher wäre!)

Da Problem kann man „gut“ an der Tagesbilanz der Luftwaffe von gestern ablesen:

Nur ein Jäger (SU 25) (immerhin mal wieder einer) wurde in der Region Cherson (nicht Donbas !) durch eine ua MiG abgeschossen. D.h. die russische Maschine, die von der Krim kam, konnte lange geortet werden und in dieser Region funktioniert noch der Rest der ua Luftwaffe. Zudem konnte einer der gefürchteten Aligator Kampfhubschrauber im Raum Charkiv (nicht im Donbas !) abgeschossen werden. Dies erfolgte durch eine Person transportable (10-16 kg) moderne polnische Flugabwehrwaffe mit Präzisionslenkung.

D.h. wo die UA entsprechende Waffen hat, kann sie sich zur Wehr setzen, wo nicht, erleidet sie (begrenzte) Verluste, so im Donbas.

Im Donbas wird (abgesehen von Abschüssen von Panzern, Haubitzen, Bodentruppen, etc.) „nur“ der Abschuss von ru Aufklärungsdrohnen vermeldet. Das ist zwar wichtig, weil diese Drohnen die Koordinaten der ua Stellungen für den ru Beschuss ermitteln. Aber gegenüber den permanenten Angriffen von Kampfhubschraubern, tieffliegenden Jagdflugzeugen, Kampfdrohnen, Bombern und longdistance Haubitzen scheint die UA im Donbas weitgehend wehrlos.

Um Westwaffen in das östliche Kriegsgebiet zu schicken, dauert es nach meiner Schätzung 2-3 Wochen (!), die Zeit der Beschaffung, Bereitstellung, Ausbildung und Transportbereitstellung nicht mitgerechnet, geschweige die politische und administrative Befassung und Entscheidung. M.E. wird das vollkommen unterschätzt und manche Lieferungen kommen deswegen schlicht zu spät! Das kostet in der UA Landverluste und Menschenleben!

Der für derartige Zwecke offenbar geeignete Geopard hat Deutschland immer noch nicht verlassen. Normalerweise mache ich solche Vorschläge nicht, weil ich kein Militärexperte bin. Aber die Frage sein einmal erlaubt: Wäre es nicht zweckdienlicher wenn Deutschland der UA Geld gibt polnische Waffen zu kaufen, die auch vergleichsweise schnell in Kriegsgebiet gelangen könnten. (Kleinwaffentransporte sind viel leichter zu tarnen als Großwaffenkonvois, was derzeit offenbar ein richtiges Problem ist, weil die RA da natürlich reingeht.)

Militärpotential

Trotz aller ru Mängel ist es nach wie vor hochriskant, das ru Militärpotential zu unterschätzen. Die UA vermeldet 1000 Panzerabschüsse, Ru hat aber über 20.000 Panzer (auch wenn viele veraltet, defekt, regional gebunden sind, nicht wenige!) (s. Melanie Klein, SPW)

Deutsche Debatten

In Krisenzeiten ist es eigentlich üblich, dass die Regierung die Opposition diskret über wesentliche Interna informiert. Ohne auf einen Burgfrieden zu setzen, soll das verhindern, dass sich Regierung und Opposition (unnötig) entzweien. Man kann Zweifel haben, dass das in Deutschland passiert. Zum Schaden der UA prügelt die Oppo seit Wochen auf die Regierung ein, während diese zurückgiftet. (Das ganze etwas milder zwischen den Regierungsfraktionen, bzw. Parlamentsmehrheit und Regierung). Man fragt sich, sind alle auf dem gleichen Stand, z.B. über die Kriegsziel- und Bewaffnungsdiskussionen der NATO und den wirklichen Bedarf der ua Militärs (der oft anders ist, als Herr Melnik, und die deutsche Rüstungsindustrie suggerieren).

Humanitär

v.a. Charkiv und Donbas weiter unter Beschuss, täglich Tote und Verwundete unter der Zivilbevölkerung.

RA hat „erfolgreich“ Gasversorgung in Luhans zerschossen, ob aus Absicht oder Versehen ist nicht nachvollziehbar

humanitäre Konvoys (Alte, Kinder) können wegen Beschuss oft stundenlang nicht fahren

besetzte Gebiete: Brot und Spiele (und Repression)

In Mariupol folgt auf die schmale Versorgung durch die Okkupanten jetzt die Volksbelustigung. Kleine Volksfeste und Videogroßbildschirme sollen die demoralisierte Bevölkerung aufmuntern und auf die richtige Linie bringen. In den Schulen werden die jungen Köpfe russisch ausgerichtet. Das ist alles nicht lustig, sondern eine stalinistisch anmutende Umerziehungsstrategie, die den Ukrofaschismus zugunsten eine echten russischen Gesinnung ausmerzen soll. Repression läuft weiter, wird aber überspielt.

Mariupol Bunker

Putin ist offenbar nicht ganz immun gegenüber der internationalen Öffentlichkeit. Schon der zweite (prominente) ASOW-Kämpfer durfte mit seiner Familie telefonieren und bestätigen, dass es ihm, den Umständen entsprechend, gut ginge. Das kann gefaked (erpresst) sein, könnte aber auch stimmen. Beide Personen (Kommandeur, Fotograph) sind weltbekannt geworden. Ihnen soll vermutlich ein Schauprozess gemacht werden, wo sie schwerlich als Folteropfer präsentiert werden können.

Aber das oberste Gericht Ru soll jetzt entscheiden, wie die ASOW-Kämpfer angeklagt werden. Auf Terrorismus stünden Höchststrafen. Eine Anklage im Donbas würde die Todesstrafe ermöglichen. In Russland könnte sie eingeführt werden. Da Gerichte in RU, v.a. das höchste nicht, nicht unabhängig sind, kann man aus der Entscheidung wohl ablesen, ob Putin eher auf internationale Renomee (keine Todesstrafe) bedacht ist, oder eher den hardlinern in der DUMA und im Donbas folgt. (Kopf ab)

Russischer Widerstand?

Auch wenn man angesichts der Repression kaum noch über russische Zivilgesellschaft sprechen will, gibt es doch immer wieder interessante Regungen, bei denen man nicht weiß, wie repräsentativ sie sind. Nach Protesten bei Musikkonzerten in ru Großstädten, dem Rücktritt eines Diplomaten, einzelnen kritischen Äußerungen von Oligarchen und Streiks von Soldaten v.a. der Nationalgarde (HuG hat schon vor Wochen berichtet, das die NG eigentlich Arbeitsverträge für das ru Kerngebiet hat, dutzende versuchen unter Berufung darauf, dem Einsatz in der UA zu entgehen, werden aber diszipliniert). Neuerdings sollen, was exotisch klingt, 4 (!) kommunistische DUMA-Abgeordnete wegen der hohen Verluste den Rückzug der RA aus der UA gefordert haben. So klein die Zahl, so bedeutsam. 1. Es melden sich Leute aus dem politischen Zenrum kritisch zu Wort. 2. Die Kommunisten sind eigentlich Nationalisten „rechts“ von Putin, die Putin eigentlich einbinden will. Wenn jetzt ru Nationalisten erkennen (das ist ein wenig wie beim 14. Juli-Widerstand), das die vermeintliche Strategie zugunsten der russischen Nation dieser nur schadet, gibt es für Putin eine neue Front: die Heimatfront:

„Unsere“ Presse-Fehlwahrnehmungen

NTV meldet „neue Bewegung“ in Sjewjerodonezk: Richtig ist, das Geschilderte, die Einkreisung und die Ausbreitung der RA Richtung Westen geht schon seit Tagen so, daran ist nichts neu (oder hat es NTV nur verschlafen?). „Neue Bewegung“ suggeriert eine eher positive Entwicklung, was man von dem Geschehen nun wirklich nicht sagen kann.

Bild beschreibt an sich sehr löblich und zutreffend wesentliche Elemente des Besatzungsregimes. Vergessen wurde offenbar, das das Besatzungssystem mit massiver Repression arbeitet: Permanente Sicherheitsüberprüfung (auch in Lagern), willkürliche Festnahmen, Verschleppung von Bevölkerung nach Russland (täglich !), Vertuschung von Kriegsverbrechen (Verschwindenlassen der Leichen in M. z.B.).

Wirtschaft/Sanktionen

-die Ua spekuliert, dass RU den in Mariupol tonnenweise geklauten Stahl geldbringend an Länder verkauft, die die Sanktionen nicht mittragen. Ahmatov will Ru deswegen verklagen.

-allgemein wird damit gerechnet -HuG berichtete darüber schon vor Wochen-, dass RU versucht die Getreidekeule einzusetzen, um „Blockfreie“ d.h. nicht der Nato-folgenden Staaten zu beeinflussen.

-die RA klaut offenbar LKW-Weise (Kamas-LWS haben 20-30 t) Saatgut aus dem Bezirk Charkiv, um es in die separatistischen Gebiete zu bringen. Das würde die derzeitige Frühjahrs bzw. Winteraussaat schädigen, wie schon zuvor der Diebstahl von Getreide und Landmaschinen offenbar dazu beitragen soll den primären Sektor der UA auszuhöhlen und das Ru BSP zu erhöhen.

  • H-und-G.info Monitoring 27. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr ( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)


  • Neue RubriK: Pressefehlwahrnehmungen.
    Wegen diverser Mängel in der deutschen Berichterstattung, werde ich künftig in einer eigenen Rubrik auf solche aufmerksam machen. Es geht nicht ums Anzählen, aber wir sind alle mehr oder minder überfordert mit dieser Art von Krieg und Informationskrieg, ich habe auch schon Fehler  oder Fehleinschätzungen auf dem Krebholz, abgesehen von orthographischen Fehlern.  Aber schlechte Informationen führen zu schlechten Entscheidungen. von daher scheint es mir wichtig, die Berichterstattung stetig zu optimieren
     

  • heute:
    Mehr als drei Monate Krieg-Droht russische Offensive?
    Wieviel Tote täglich?

  • Wahre Helden
    Wo sind die deutschen Luftabwehrwaffen?
    Kriminalitätsstatistik

  •  

  • neue Hintergründe in H-und-G.info
    Dmitrij Chmelnizki: Das KGB-FSB-System in Russland: 24.5.2022; Dokument: Friedensvorschlag Roms. 24.5.2022; Peter März: Putin – die russische Geschichte und die Statik des Kontinents. Sicherheitspolitische Kontrinuitäten. 24.5.2022; Arnd Bauerkämper. Krieg und Gedächtnispolitik. Erinnerungen an Diktaturen und an den Zweiten Weltkrieg in Russland in der Auseinandersetzung mit der Ukraine. 24.5.2022; Dokument: Der Tag als...Russische Medienberichte vom Tag, als der Krieg begann, der so nicht genannt werden darf; Waldimir Kaminer.  Warum Putin den Kreml nur im Sarg verlassen wird, April 2022

  •  

    Kriegsgeschehen 27.5. 6 Uhr
    ähnlich wie Vortage (s. resümee gestern).
     
  • In Luhansk kommt RA mit Riesenaufwand und brutaler Kriegsführung, meterweise voran. Selenskji formuliert (einmal wieder) treffend. Putin erobert einen Landstrich, den er unbewohnbar gemacht hat. Widerholte Versuche, den Donetzk-Fluss zu überqueren (und damit die letzten 5% von Luhnask) , scheinen weiterhin zu scheitern. Aber RA bombardiert hinter den UA Stellungen, was die UA wegen fehlender adäquater Waffen (!) (intelligente Luftabwehr, Haubitzen) nicht wirklich gut verhindern kann. Der UA gelingen derzeit fast keine Flugzeugabschüsse, trotz zahlreicher Flugzeugangriffe.
    Noch weht die UA Fahne in Sjewjerodonetzk, was derzeit zum Symbol des Abwehrkampfes wird, aber wie lange noch? In der Zwischenzeit zerschießt die RA schon einmal "vorsorglich" die westlichen Nachbarorte.
     

  • Die ua Seite besteht darauf, dass weder Sjewjerodonetzk , noch die Autobahn von  Richtung Westen (Straße des Lebens) eingenommen sind. Das stimmt und das stimmt nicht (s. Einschätzung gestern) . Beide sind so unter Beschuss, dass die UA nicht mehr immer die Kontrolle hat.
     

  • Deutsche Debatte
    Vielleicht sollte ich die deutsche Waffendebatte einmal mit solchen Details befassen und sich dann fragen, was falsch läuft, wo z.B. die Geoparden mit den (schweizer) Granaten sind/bleiben. Und was braucht die UA wofür und wann wirklich?
     

  • Man könnte auch bedenken, dass es rein psychologisch-taktisch nicht analytisch gemeint ist, wenn Scholz in davon Ru als "Großmacht" bezeichnet. Es ist ja bekannt dass die nazristische Führungselite in Moskau darunter leidet, dass sie nicht mehr von den USA als Großmacht gehätschelt wird. (Obama/Brezinski: Mittelmacht). Da der Krieg in einer äußerst schwierigen Phase ist, versucht der Westen-nicht nur Scholz- die russische Seite zu charmieren (s. Einschätzungen der letzten Tage). Ob das klappt ist unwahrscheintlich, der Versuch aber scheint legitim. Nur die Behauptungen der Rüstungslobby und des ukrainischen Botschafters zu wiederholen, ist noch keine Analyse und keine Politik.
    Im übrigen sollte Scholz sich endlich einen anderen Redenschreiber suchen, vielleicht den von Selenskij, der kanns.
     

  • Droht dritte ru Offensive?
     

  • Meldungen in der deutschen Presse, dass sich Belarus und Russland auf eine neue Offensive vorbereiten würden, beruhen auf einer Fehlinterpritation der ua Armeeberichte. Die jüngsten ua Berichte verweisen lediglich darauf, dass in diesen Regionen nach wie vor große Reserven stehen und teilweise sogar verstärkt werden. Ob diese "nur" Verluste auffüllen und die ru Kmäpfer verstärken sollen oder wirklich eine Art dritte Offensivwelle geplant ist, scheint vollkommen offen. Angesichts der Schwierigkeiten der RA mit Nachschub von Materilal (Es fehlen Ersatz- und Reparatur-Komponanenten) und Menschen (im besetzten Donbas entwickelt sich offenbar regelrechter Widerstand gegen die faktischen Zwangesrekrutierungen bei hohen Verlusten)  scheint eine drtte Offensive nicht wahrscheinlich, ist aber nicht ausgeschlossen.
     

  • Was richtig ist, Belarus ändert die Armeestruktur und bildet eine Südgruppe zur "Verteidigung" (!?) der west-südlichen Aussengrenze, angeblich wegen der Nato-Aggression.
     

  • Humanitär/Tote
    Zahl der zivilen Toten steigt signifikant in Charkiv (!), Luhansk, Donetzk. Gegenüber Einzelnen früher, liegt jetzt die Todeszahl fast konstant bei über 10-15 Personen/p.d.. Das sind aber nur die "bestätigten". Darein enthalten sind nicht Tote, die z.B. durch Luftangriffe verschüttet werden, aber nicht geborgen und damit nicht gezählt werden können. Die Zahl der Toten von Mariupol kennen wir bis heute nicht, zumal die RA  nach der Beatzung Leichen verschwinden läßt, z.B. am Theater, wo es vermutlich über 300 Tote Flüchtlinge, meiste Frauen, Kinder und Alte gab.
    Die Zahl der militärischen Toten der UA liegt um da 5-10 fache über den zivilen. Die Zahl der ru Toten vermutlich noch einmal um das 2-4- fache darüber.
     

  • In Luhansk bemüht sich die ua Verwaltung weiterhin um Evakuierung und Versorgung, aber das wird immer schwieriger, dürfte zeitweise in manchen Gegenden unmöglich sein.
     

  • UA Kriminalstatistik der Polizei
    Empfangen und verarbeitet mehr als 2 Millionen 100.000 Nachrichten von Bürgern.
    Fast 14.000 Strafverfahren wurden wegen Verbrechen russischer Soldaten und ihrer Komplizen eingeleitet.
    Mehr als 53.000 Straftaten wurden registriert.
    Mehr als 550 Strafverfahren wurden wegen Kollaboration eingeleitet. 90 Personen haben bereits Verdachtsmeldungen erhalten.
    779 Personen wurden wegen Verdachts auf Sabotage festgenommen.
    Fast 11.000 Eigentumsdelikte wurden erfasst, davon mehr als 10.000 Diebstähle. Mehr als 2.300 Verdächtige wurden identifiziert.
    Mehr als 11.000 Autounfälle wurden registriert, bei denen 444 Menschen starben. Die Zahl der Unfälle sank um das 3,5-fache.
    Mehr als 2.800 „feindliche Nachrichtensender“ mit einer Gesamteinschaltquote von mehr als 23 Millionen Nutzern wurden gesperrt.

  •  

    Die Helden der Ukraine
    Ich mag den Begriff Helden nicht, schon gar nicht bei Soldaten. Denn alles was da stattfindet, ist blutig und schrecklich, vielleicht notwendig, aber hat sicher nichts heldenhaftes. Aber den zahlrichen Zivilkräften der ua Verwaltung, der Polizei, der medizinischen Dienste, den Experten für Infrasttruktur, und den vielen Freiwilligen, die sich täglich den "Arsch aufreissen", um teiweise unter schwierigsten Bedingungen  und Todesgefahr, die Armee und die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen, die Infrastruktur am Laufen zu halten und wiedererzustellen, Menschen zu evakuieren und medizinisch zu betreuen, ja auch Tote zu bergen, Angehörige zu informieren, Menschenrechtsverletztungen zu dokumenitieren, diese alle verdienen schon jetz ein Denkmal. Die Berichterstattung hebet viele zu stark auf die rein militärische Seite des Krieges und die Politik v.a. in Kiew ab. Gewinnchancen hat die Ua aber vor allem auf Grund eines scheinbar unerschöpflichen Potentials von tollen Leuten, die versuchen das beste für ihr Land zu geben. Wahrscheinlich ist das sogar das positive Erbe dieses Krieges, das damit eine aktive Zivilgesellschaft gestärkt wird oder sogar erstmals felöächendeckend entsteht.

  • Deutsche Presse-Fehlwahrnehmungen
    Meldungen in der deutschen Presse, dass sich Belarus und Russland auf eine neue Offensive vorbereiten würden, beruhen auf einer Fehlinterpritation der ua Armeeberichte. (s.o,). Wenn es in Armeeberichten sinngemäß heißt "bereiten sich auf Offensive vor", heißt das erst einmal nur, dass russische Kräfte kampfbereit gemacht werden, um sie für Vorstöße auf dem Boden "fit" zu machen. Offensiv ist hier nur das Gegenteil von Rückzug, taktischen Verbesserungen oder Wiederauffüllung der Ausrüstung, etc. , es meint nicht Offensive im Sinne eines Großangriffes.

     

  • H-und-G.info Monitoring 26. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

  • ( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

     

    Stellungs“krieg mit (momentanem) Vorteil Russland

    UA fehlen Waffen für Verteidigung-Nato blockiert Offensivwaffen

    Luhansk existiert nur noch zu 5%

    Beide Seite erhoffen Legitimation durch Kriegsverbrechertribunale

    Kein Spur von hunderten Bunkergefangenen

    Ist das ARD-Studio Kiew verwirrt?

    Asow-Kämpfer in (Folter)Lagern


     

    Kriegsgeschehen

    (heute eher resümierend kursorisch, weil die fragmentieren Nachrichten in Deutschland, s. Tagesschau aus Kiew, eher verwirren)

    GesamtUA. Ähnlich wie an Vortagen. Im Norden von Charkiv versucht RA durch vermehrten Beschuss zu verhindern, dass UA vordringt und die ru Grenze erreicht. Dies würde ernsthaft den ru Nachschub aus der Region Beograd/Kursk/Woronesch bedrohen. Statt dessen versucht RA mit Technikern diese N/S Routen zu stabilisieren und auszubauen. (Bahn, Brücken, Straßen)

    Luhansk: Wie seit Tagen versucht die RA durch immer stärkeren Beschuss und teilweise Bodenmanöver die Oblastgrenzen und einzelne Ortschaften einzunehmen. Es gibt langsame Fortschritte. Gegenüber vor einer Woche (90%) sind jetzt nach ua-Angaben (!) 95% des Oblast besetzt. Über den Stand gibt es widerprüchliche Angaben, was mit der wabernden Situtation, propagandistischen Strategien und der Kleinteiligkeit der Kämpfe zusammenhängt.

    Ob man Sjewjerodonzk als eingekesselt oder von der Straße des Lebens (O-W-Autobahn in die Kern-UA) bezeichnet, wechselt Stunde für Stunde und ist auch eine Frage der Betrachtung. Die Autobahn war zeitweise von der RA besetzt (!) es gab sogar einen ru Roadbloc- das nach ua Angaben. Dann wurde die Straße offenbar wieder freigekämpft bzw. für Evakuierung und Versorgung Umwege gefunden. Aber beides ( Evakuierung und Versorgung) findet überwiegend nur noch mit gepanzerten Fahrzeugen und eher tröpfchenweise statt. (Evakuierungen von einzelnen Personen bei ca. 15.000, die noch in der Stadt sind, und nach ua Angaben zu 99% nicht evakuiert werden wollen). Genau so ist die Lage in der Stadt. Die UA Fahne weht noch, aber die RA ist teilweise schon (länger) in den umliegenden Orten und Vororten (Vorort kann heißen, außerhalb der Stadtgrenzen, aber auch innerhalb). D.h. hier herrscht inzwischen eine Art Straßenkampf mit Mörser-, Panzer- und MG-, etc.- Einsatz. Das kann noch tage- oder wochenlang so weitergehen, wenn die UA nicht vom Nachschub abgeschnitten wird, da sie besser verschanzt ist und Ortskenntnis hat als die Aggressoren. So geht das an vielen Orten im Donbas. Es ist verwirrend, da beide Seiten immer wieder dieselben Orten ( es sind aber oft verschiedene Standorte) nennen, an denen sie Erfolge bzw. Gegenerfolge erzielt haben wollen. (z.B. Popasne, Rubishne, Lyman, Isyum, etc.) . Es ist ein Stellungskrieg und wiederum keiner, da die RA (langsam) vorankommt. Aber die RA hat Schwierigkeiten, den Donetzkfluss über überqueren und die gut verschanzte UA zu überrollen. Dafür schießt die RA seit einiger Zeit über die ua Köpfe hinweg mit longdistance Haubitzen und Fluggeräten und macht hinter den ua Linien alles platt. Auch wenn ich keine Ahnung von Kriesgerät habe, ist offenkundig, dass die ua dem nur wenig entgegensetzen kann, weil die entsprechenden Waffen fehlen (Haubitzen longdistance, intelligente Flugabwehr) . Da liegt auch an Defiziten beim westlichen Nachschub. Es kommt zu wenig (s.Geopard-Blockade durch die Weigerung der Schweiz Granaten zu liefern) bzw. zu langsam. Die Transportwege sind lang, einige hundert km von der EU-Grenze bis ins östliche Kriegsgebiet. Umschlagplätze, Transport (Raketen und CM in Odessa und Liviv, Dnejpo) sind immer Beschußgefährdet, Konvois immer gut auf Satelliten- und Drohnenaufnahmen für die RA und deren Luftwaffe sichtbar. Um diese zu schützen, muss alles gut getarnt werden, was die Lieferung langsamer macht. Das erklärt widersprüchliche Meldungen. Die Westwaffen sind also angekommen und gleichzeitig nicht angekommen. Momentan sieht die UA beim „Wettlauf“ um die besseren „Chancen“ nicht wirklich gut aus, hat aber nach wie vor die bessere Kampfmoral, den Rückhalt der Mehrheit der Bevölkerung (die Russen können das aber teilweise auf Verratshandlungen und durch Folter-erpressten Geheimnisverrat kompensieren). Wer langfristig den „längeren Atem“ hat, die kleinere UA mit dem westlichen Nachschub oder das größere Russland mit dem hapernden, aber nicht ganz schlechten Nachschub aus eigenen und belarussischen Ressourcen ist m.E. noch nicht entschieden.

    Auf der russischen Seite mehren sich offenbar Zweifel an einem Sieg. Immer mehr ru Soldaten und deren Verwandte haben Vorbehalte gegen den Einsatz und gerade „reaktionäre“ Kreise (Militärveteranen, Igor Grikin) kritisieren Putins Kriegsstrategie. Sie sei zu schwach und zu schlecht vorbereitet für einen Sieg. Auch wenn das eine geradezu konträre Kritik ist, zeigt es doch erste Risse im Herrschaftsgefüge Putins. Auf der anderen Seite sind die Ukrainer nach wie vor überzeugt, siegen zu können und versuchen auch immer wieder die internationale Gemeinschaft in die Verantwortung zu nehmen (Selenskjs jüngste Rede z.B.) Auch wenn das etwas mystisch klingt, Hoffnung kann bekanntlich Berge versetzen. Der „subjektive“ Faktor könnte langfristig entscheidend sein.

    Ein Problem ist, der Westen ohne dessen Finanz-Wirtschafts, humanitäre und last but not least Militärhilfe die UA keine Woche lang existieren könnte, hat offenbar keine kohärente Strategie, außer: Der UA muss geholfen werden, weiter so, aber nicht vorbehalt- und grenzenlos (wie es die UA fordert). Der wichtigste Finanzier, die USA, schwankt sogar. Es mehren sich Stimmen (NYT-Board, Kissinger in Davos), die anders als die UA auf einen Teilverzicht (Krim, etc. ) setzen. Kissinger ( wie Brezinski) hat dies schon früher vertreten, um Ru zu beruhigen. Es gibt aber offenbar eine Zusatzüberlegung der NATO, auf die HuG.info schon mehrfach hingewiesen hat: Um die Krim (und das Donbas) zurückzuerobern, müsste die RA entweder vorher zusammengebrochen sein (was passieren kann, aber im Moment nicht wirklich wahrscheinlich ist) oder man müsste die UA derartig aufrüsten, dass die Nato dann wirklich eine Art Offensiv-Partei wäre, die Regionen angreift, die Ru zu ihrem Kernland zählt. Dies würde die Gefahr einer Kriegseskalation sowohl konventionell wie atomar möglicherweise/wahrscheinlich erhöhen. Davor schrecken aber die meisten großen Player der Nato zurück. Das erklärt auch die große Zurückhaltung bei bestimmten Typen (es geht nicht um schwere Waffen an sich, wie in der deutschen Politik und Publizistik fälschlicherweise diskutiert) von schweren Waffen. Diese (z.B. Marder) fordert die UA explizit nur, um eine (Rück-)eroberungs-Gegenoffensive in den seit 2/2022 und (!) 2014 besetzten Gebieten starten zu können. Insofern scheint die Nato für sich selbst noch nicht entschieden zu haben- und das ist anders als in der deutschen Presse diskutiert- kein Problem der Regierung Scholz alleine, ob sie durch entsprechende Waffenlieferung die Rückeroberung dieser Gebiete fördern oder blockieren soll. Um dieser Entscheidungen zu entgehen wurden offenbar von den USA Versuche gestartet (Austin. GenStabschef) mit den Russen ins Gespräch zu kommen, offenbar in der Hoffnung einen Waffenstillstand zu erzielen, bevor es „richtig zur Sache geht“. Die Gegenoffensive ist globalstrategisch riskant, für die Nato teuer und für die Ukrainer (und Russen) noch desaströser und blutiger als alles, was wir bisher erleben mussten. Quo Vadis Ukraine?


     

    Ist das ARD-Studio Kiew verwirrt?

    In der gestrigen ARD Nachrichtensendung konnte man hören

    -Sjewjerodonezk würde (in der letzten Zeit) immer wieder beschossen. In Wirklichkeit steht es seit Tagen unter Dauerbeschuss.

    -Die russische Armee zerstöre Häfen wie Mariupol und Odessa. In Wirklichkeit wird der strategisch wichtige Hafen von Mariupol derzeit von russischer Seite wieder in Gang gesetzt (anders in Odessa natürlich, wo der Hafen blockiert wird)

    -genannt wurde unter Berufung auf einen russischen (!?) Militärexperten ein angeblich russischer Strategiewandel weg von der großen Einkesselung hin zur kleinen. Dieses ist aber keine neue Nachricht, denn dass einzelne Orte im Donbas erobert werden sollten, findet schon seit Tagen und z.T. Wochen statt. Was sich geändert hat, ist lediglich die Einschätzung der westlichen Analysten, die seit Anfang der zweiten Phase/Offensive die These vertraten, die UA sollte durch eine Art Kesselschlacht, Zangenbewegung oder Keil großflächtig gespalten und teileingekesselt werden. Schon seit Tagen und Wochen ist zu beobachten, HuG.info hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Gefahr zwar grundsätzlich besteht, aber wegen der Gegenoffensive nördlich von Charkiv und der energischen Gegenwehr entlang des Donetzk-Flusses derzeit eher unwahrscheinlich ist und sich die RU daher auf Teilziele wie Sjewejrodonezk konzentriert. Dazu hätte man in der ARD einen westlichen Experten erwartet, nicht einen russischen (wo sitzt der, in Moskau, Kiew, Amerika, das war im Beitrag nicht erkennbar, ist aber informationsrelevant), der dies nacherzählt.


     

    Humanitär

    -Ua gründet Sonderermittlungsgruppe für Kriegsverbrechen, eine Art Zerv für internationales Tribunal („Kurisoser“-weise plant Ru dasselbe in Luhansk und Mariupol, bzw. bereitet dies schon seit längerem vor. Man kann es auch Schauprozess nennen.)

    -Bei der Filtrierung verschwinden täglich dutzende (Hunderte) Menschen bzw. sie werden nach RU verschleppt.

    besetzte Gebiete

    Der Rubel wird sukzessive eingeführt, der Bevölkerung die Ru-Staatsangehörigkeit (Pass) angeboten, womit Auswanderung nach Ru, aber auch der faktische Anschluss der annektierten und neu besetzten Regionen möglich wird. (Luhansk, Donetzk, Cherson, möglichst viel von Charkiv, Zaporischschja, Südbug, evtl. Odessa und mehr)

    Mariupol_Bunker

    Der EX-ASOW Kommandant, Denis Prokupenko, der in einem Panzerwagen abtransportier worden war, durfte sich telefonisch bei seine Frau melden. In welchem Gefängnis er ist, ist unbekannt. Er sagte, er sei unter "befriedigenden" Bedingungen festgehalten. Wo die übrigen mehreren hundert Soldaten von ASOW und anderen Waffengattungen sind, ist unklar. Das IRC behauptet alle Namen zu kennen, dürfte aber kaum vor Ort präsent sein, obwohl es sich streng genommen um Kriegsgefangene handelt.

    Ein Teil (Verletzte) wurde zur medinzinischen Behandlung nach Novoassowsk gebracht, wo sie faktisch im Krankenhaus oder später in Lagern im Donbas interniert sind. Ein Teil wurde sofort (Videobeweis) in das Speziallager Oleniwka gebracht, ein Sonderlager in der Regie von DNR/RU Sicherheitsdiensten..ES Dieses ehemalige Straflager 52 hat im Prinzip Platz für einige hundert, wenn nicht über tausend Gefangene. Es gibt aber weitere und sogar noch schlimmere Lager in allen russische besetzen Gebieten der UA. (Karte mit verifizierten Standorten auf H-und-G.info. Da auch das Lager-System. http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer) Der Logik des Besatzungsregimes folgend werden die Gefangenen von Spezialisten verhört, sind von Folter bedroht und es drohen Tribunale (analg SMT nach 1945) mit teilweise Schaucharakter, die die Legende von der Entnazifizierung für die Ru-Medienöffentlichkeit propagandistisch beweisen sollen. (Back to the USSR, kann man da nur sagen oder schlimmer, die SMT von 1945 waren gegen das, was uns jetzt erwartet geradezu noch rechtsstaatlich, dass wird nur ein grauenhafter Mummenschanz, wo (einzelne wirkliche) in der Hauptsache vermeintliche Kriegsverbrecher und internationale Rechtsextremisten der staunenden Welt vorgeführt werden sollen.

    Ohne massive internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung sind die Bunkergefangenen, wie andere Sonderlagerinsassen auch in akuter Lebensgefahr! Aufmerksamkeit und Aufschrei sind in Deutschland demgegenüber -freundlich ausgedrückt- unterdimensioniert bis ignorant.


     

    Wirtschaft

    Widersprüchliche Angaben über Öffnung des Hafens Mariupol. Während Kreise der ehemaligen Stadtverwaltung behaupten, der Hafen sei nach wie vor blockiert und nicht nutzbar, behauptet die ru Seite, eine Rinne sei inzwischen offen, int Satellitenaufnahmen zeigen Schiffsbewegungen im Hafengebiet am Getreide und Stahlpier, die auf Exporte (bzw. ru Diebstahl von ua Eigentum) hinweisen.

    Über 200 Großfirmen sind in der UA beschödigt oder zerstört. Rihnat Ahmatov will Ru um einen Milliarden Entschädigungsbetrag verklagen (Stahlwerke in Mariu)

    xxxxxxx

H-und-G.info Monitoring 24. 5. ca 6.00

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

 

Krieg wird immer schlimmer, Russland mobilisiert immer mehr Kräfte

Humanitäre Lage in Luhansk prekär, Beschuss von Evakuierungsfahrzeugen

Defizite bei ukrainischen Luftabwehr tötet ua Soldaten

Russische Veteranen wollen Krieg ausdehnen.

Biden spricht von Weltkrise

 

 

Kriegsgeschehen

Auch wenn es kaum vorstellbar ist: Die RA intensiviert ihre Angriffe v.a. in Luhansk, aber auch andernorts z.B. im Südwesten der UA. Nach ua Angaben sollen 25 (!) taktische Gruppen allein in der Region Sjewjerodonetzk im Einsatz sein. Im Gegensatz zu früher rechnet die Ua aber nur noch mit 500 Soldaten pro Einheit. (früher ging man von 600-1000 aus), d.h. aus taktischen Gründen oder aus Soldatenmangel sind die BTG kleiner geworden.

Die westlichen Analysten schönen -warum auch immer- das Bild. Rest-Luhansk ist ernsthaft bedroht. Die Ru Truppen und Kadyrev sind in Sjewjerodonetzk eingedrungen, eine Stadt in Ruinen, die aber noch von der UA gehalten wird. Die Verwaltung warnte Bürger auf die Straße zu gehen. Es ist fast wie einst in Mariupol. Die einzige Straße in die Kern-UA wird beschossen, wenn noch eine Brücke fällt, ist die Stadt abgeschnitten, damit sind evtl auch Teile der UA in Gefahr. Es gibt Probleme mit Kollaborateuren, die Koordinaten verraten.

Es gibt in der Region von Charkiv (Nord/Ost/Süd), Luhansk und an anderen Orten ru „Fortschritte“, aber keine wirklichen Durchbrüche. V.A. kommt die RA nicht „zu Fuss“ über den Donetzk Fluss. Sie schießt aber über den Fluss und die M3 (was westliche Quellen bagatellisieren) und trifft ständig Infrastruktur, zivile Einrichtungen und ua Stellungen (!). Die Verluste der RA dürften zwar deutlich höher sein, die der UA dürften aber auch hoch (!) sein.

Kriegsausweitung -russische Kritik an Putin

Auch wenn man es sich kaum vorstellen kann, es gibt Schlimmere als Putin. Laut ISW (US) hat eine wichtige ru Veteranen-vereinigung kritisiert, dass P. noch keine Mobilmachung verkündet und den Krieg ausgerufen hat. Es sei keine Spezialoperation, sondern ein Krieg „for Russia’s historic territories and existence in the world order“ . Die Veteranen fordern eine Mobilmachung zumindest in den ru westlichen Grenzregionen, eine Verstärkung des Krieges und Todesstrafe für Desertierte (!). Letzteres ist ein Indiz, dass es solche Probleme verstärkt gibt. In einem derart fomierten System wie Putins Russland ist davon auszugehen, das ein derartiger Aufruf bald von Putin „erhört“ wird- (So lief das im Kommunismus auch: Leserbrief der Werktätigen- die Partei folgt dem Ruf des Proletariats)

Andererseit: Russische Un Diplomat quittiert aus Scham den Dienst. Es gibt sie noch: die anderen Russen

Waffen

-Ru baut offenbar eine Art Iskander-Raketenschirm (ich verstehe davon nichts) in Belarus, Krim, Ru sind derartige Aufstellungen und Produktionsausweitungen festzustellen.

-Tschechien liefert schwere Waffen (u.a. Hubschrauber, Panzer)-.

-Offenbar gibt es Schwächen bei der ua Luftabwehr. Nach wie vor kaum Abschüsse von Flugzeugen, trotz ru Angriffen. Selenskji fordert nicht zufällig, Luftabwehrsysteme (und Flugzeuge)

 

Wirtschaft/Sanktionen

 

-UA muss Salz importieren, weil die weltweit größte Salzfabrik kriegsbedingt die Produktion einstellen musste.

-Ru versucht Hafen von Mariupol wiederherzustellen, zudem Eisenbahnlinien Richtung RU/DNR, u.a. um fertigen gewalzten Stahl und Getreide zu „stehlen“. UA Experten sind skeptisch, ob Hafen schnell von Minen und Wracks (absichtlich von ua versenkt) gereinigt werden kann. Hafen auch militärisch als Nachschubbasis wichtig.

-Baltikum will Initiative gegen Hafenblockaden und Getreideexportbehinderung unternehmen.

-Ölboybott steht offenbar kurz bevor (Habeck), Selenskij fordert Boykottausweitung, immerhin verläßt jetzt Starbaucks Russland

-laut Kuleba sind aber noch ca. 450 Firmen in Ru tätig

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

-Ru wirf laut ua Angaben Fassbomben und jet-Bomben (weiss nicht, was das ist)

-Charkiv Außenbezirke und Vororte von Raketenwerfern beschossen

-Mariupol: ohne Filtrierungspapiere kann man sich nicht in der Stadt bewegen, es werden laut ua weiterhin Bürger nach Ru „verschleppt“

-laut UA Regierung wird die sozioökonomischen Lage in den besetzten Gebieten immer schlimmer

-in Cherson-Region lenkten ru „Evakuierung“ über verminte Straßen, mehrere tote, auch Kinder

 

Mariupol-Bunker

-Es sollen laut ru Angaben (Schau)prozesse im Donbas u.a. in Mariupol selbst durchgeführt werden. (Im Donbas gibt es seit 2014 die Todesstrafe)

-keiner scheint genau zu wissen, wo die Gefangenen sind

-IRC hat aber Namenslisten und gibt Verwandten auf Befragen Auskunft

 

 

H-und-G.info Monitoring 23. 5. 

Sjewjerodonetzk in akuter Gefahr

Deutschland liefert (auch) schwere Waffen

Fassbomben, Filtierung und Verschleppung-Kriegsverbrechen sind russischen Routine

Sanktionen wirken auf ru Bewaffnung

hohe Verluste auf beiden Seiten, bei Ru deutlich höher

 

 

 

Kriegsgeschehen

 

Die Stadt Sjewjerodonetzk könnte bald (anders als westliche Quellen prognostizierten) fallen. Nach der Zerstörung der zwei Hauptbrücken Richtung Westen, gibt es nur noch einen Versorgungs/Evakuierungs(Um)weg. Wenn dieser entfällt, ist S selbst nach ua Angaben kaum noch zu halten. Schon jetzt sind ru Panzer, also Bodentruppen (!), in den Außenbezirken von S. und beschießen die Innenstadt. Die UA spielt auf Zeit, weil sie weiß, wenn S fällt, macht die RA in Donetzk (wo der ru Fortschritt stagniert) weiter.

 

Der Ru Armee ist es bisher nur gelungen, südlich von Charkiv auf der Westseite der Sjevjerski-Donetzk-Flusses dauerhaft Fuß zu fassen. Bisher konnten Ponton-Brücken weiter südlich immer wieder zerstört werden. Aber die RA schießt über den Fluss und zerstört, zerstört...Die UA Verluste sind hoch.

 

Im Norden von Charkiv versucht die RA die Gegenoffensive zu stoppen bzw. aufzuhalten. Im Süden werden z.T. zweite Verteidigungslinien gegen die zu erwartende Ua Offensive erreichtet (mit Flugabwehr etc). Aber auch cverswuche unternommen die Grenzen der Cherson und Zaporiaschschja Oblasti zu erreichen.

 

Ansonsten Bombenterror wie immer, sogar westlich von Kiew. Die ua Seite berichtet offenbar gezielt unpräzisen. Die RA dürfte in der Regel direkt auf Infrastrultureinrichtungen aller Art zielen, zumal sie mit ihren Lenkwaffen sehr sparsam umgehen muss.

 

Flugabwehr

Offenbar hat die ua Flugabwehr Schwierigkeiten, Flugzeuge abzuschießen, die Rate ist derzeit gering, sei es das Ru weniger fliegt, oder hohe Flüge mit diffusem Bombardement oder Tiefflieger mit geringen Vorwarnzeiten nicht für die UA erreichbar sind. Offenbar hat sich die RA „erfolgreich“ auf die westlichen Flugabwehrwaffen eingestellt.

 

 

Verluste

Inzwischen hat Selenskj die hohen Verluste im donbas eingeräumt, von denen HuG berichtet hatte ca 50-100 Tote Soldaten/p.D.. Damit wären die von ua Seite angegebenen Verluste mehr als drei mal so hoch wie die der UA. Vermutlich deutlich höher, da in früheren Phasen die Verluste der UA geringer waren als derzeit.

 

Waffenlieferungen aus D.

 

Die deutsche Debatte ist sehr unpräzise. Dass keine schweren Waffen in die UA geliefert wurden, dürfte in dieser Schlichtheit so nicht stimmen. Schon vor Wochen hat die Ru prop Fotos von NVA-Panzern veröffentlicht, die per Zug von Breslau Richtung Ukraine transportiert wurden. Darunter die Unteschrift deutsch e Waffen. Dieses Video -Hug berichtete- war durchaus glaubwürdig. Der sog Ringtausch mit NVA-Waffen aus Polen, Tschechien, etc. war offenbar sehr schnell und effektiv und hilft der UA bei der Gegenoffensive, wo immer sie schon stattfindet. Auch der Satz, dass Kiev gefallen wäre, wenn sich die Ua auf Deutschland hätte verlassen müssen, ist in dieser Akzentuierung d. Parteipolemik. Die Waffenlieferungen des Westens erfolgt in Abstimmung und arbeitsteilig. D. hat die ganze Zeit (nach der Helm-“Kommödie“) Waffen aller Art an die UA geliefert, die für die Abwehr der ru Offensive durchaus nützlich und wirksam waren. Ob D. wirklich für die Wiedereroberung z.B. der Krim Waffen stellen sollte, ich kann es nur wiederholen, ist angesichts der hohen symbolischen Bedeutung für die Mehrheit der Russen (nicht nur von Putin, sondern der meisten Russen (!)) eine Frage, die sorgsame Diskussionen erfordert. Alles was man mit Sanktionen psychologisch erreichen wollte, könnte damit zunichte gemacht werden.)

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

 

-wie berichtet, werden von ru Seite immer wieder Faßbomben eingesetzt, jetzt sollen aus Syrien Spezialisten für diese Splitterwaffen, die teilweise von Hubschreiben abgeworfen werden, und sehr unpräzise streuen, in Russland eingetroffen sein. Je fieser die Waffen, desto wahrscheinlicher, dass Putin sie einsetzt

-katastrophal in Teilen von Luhansk

-Minen in den zurückeroberten Gebieten

-weiterhin werden Menschen aus Mariupol Richtung RU verschleppt. v.a. Alte, Frauen, Kinder

 

 

Wiederaufbau

Obwohl v.a. die Außenbezirke und Vororte von Charkiv immer wieder beschossen werden, beginnt der Wiederaufbau, bzw. hat er nie aufgehört. Minenräumung, Wiederherstellung von Infrastruktur, Geldautomaten, Handyverbindung. Die regionalen Gouverneure sind das Rückgrat des Überlebens der UA.

 

Besetzten Gebiete

In Mariupol darf man sowohl die Stadt wie den Kreis nur betreten und verlassen, wenn man einen Propusk hat, einen Passrschein, der nur für 3 Tage gilt. Um ihn zu bekommen, muss man in Mangush, Bezimennye, Nikolkoi oder an anderen Filtrierpunkten eine Sicherheitsüp über sich ergehen lassen. Dabei verschinden immer wieder Menschen.

 

In M werden aus ua Menschen Milizen zusammengestellt, die bei der Filtrierung helfen und v.a. Zivilangestellte und GD-Mitarbeitern aufspüren sollen

 

Partisanenkampf

bei einer Explosion in Zap Oblast ist ein Kollaborationsbürgermeister und sein Sicherheitsteam verletzt worden, ein Anschlag gilt als wahrscheinlich. )Der Übergang von Widerstand zu Selbstjustiz ist hier fließend.)

 

Sanktionen

Die ua Seite berichtet, dass Aeroflot-Flugzeuge nicht mehr fliegen, weil Ersatzteile fehlen. Wie mehrfach bericht, sind ru Flugzeuge von Westkomponenten, v.a. bei der Elektronik abhängig.

 

Die ua Seite berichtet, dass von RU beschädigte Panzer ausgeschlachtet werden müssen, um andere überhaupt reparieren zu können. Das erinnert an kommunistischen Zeiten, wo man drei Panzer brauchte, um einen betreiben zu können (laut Witz: einen für Ersatzteile und einen mit einer Starterbatterie)

 

nach ua Angaben ist der Wirtschaftsrückgang in der Ua zwar beträchtlich, es gelingt aber vielen Firmen durch Umzug aus den Kriegsgebieten erfolgreich weiterzumachen, v.a. in IT-Branche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  •  22. 5. ca 6.00 

  • Wettlauf:  Offensive zur Donbas-Eroberung oder Gegenoffensive mit Westwaffen

  • UA schließt Waffenstillstand aus

    ua Gegenoffensive stockt

     

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

Kriegsgeschehen

Gegenoffensive der UA nördlich von Charkiv wurde offenbar weitgehend durch massiven Beschuss durch RA gestoppt. Vororte von Charkiv (wo Abwehr und 'Offensivwaffen der UA sind) werden beschossen, auch Zivilisten sind Opfer.

Obwohl die RA fast an allen Punken durch Raketen, Artillerie und gelegentlich Bodenataquen die UA „beschäftigt“ hält und ihnen teilweise Verluste zufügt (wie vice versa), konzentriert sich die RA vollkommen darauf, (endlich) die restlichen 10% des Oblast Luhansk einzunehmen. Der Beschuss und die Kräfte werden weiterhin verstärkt, es gibt kleinere Gewinne, aber angeblich unter hohen Verlusten.

Die provisorische Oblasthauptstadt Sjewjerodonetzk (das nach wie vor teilweise von der UA gehalten wird, ich hatte das etwas unpräzise beschrieben) ist fast abgeschnitten, umzingelt und wird ständig bombardiert, so dass die Stadt ähnlich aussieht wie Mariupol. Durch Zerstörung des wichtigsten Nachschubweges aus dem Westen, die Brücke über den Donetzkfluss, wird es für die UA immer schwieriger, die letzten Teile der Stadt zu verteidigen, ohne eingekesselt zu werden. Die ohnehin schwierige Versorgung und Evakuierung der Restbevölkerung (einige 10 T) ist kaum mehr möglich.

RA folgt weiterhin konsequent Taktik der verbrannten Erde. Aber es gelingt ihr offenbar nach wie vor nicht, auf der westlichen Seite des Donetzk-Flusses und der N/S Autobahn dauerhaft Fuss zu fassen. Alle Pontonbrücken- so auch letzte Nacht- wurden offenbar zerstört. Die RA muss hohe Verluste haben, die UA aber auch, da ihre Stellungen konsequent mit Drohnen ausspioniert und beschossen werden.

Gerassimov tot ?

Es gab vor tagen die ua Nachricht, das der RU Generalstabschef bei einem Besuch von Izyum angeschossen wurde. Jetzt gibt es ua Meldungen, wonach dessen Leiche gefunden worden sei. Gleichzeitig wird behauptet, G und andere hohe Militärs seien von Putin wegen militärische Misserfolgen unter Arrest gestellt. In der Tat war G. Länger nicht gesehen worden. Möglicherweise sind das aber auch alles nur Geheimdienstspiele, um die Ru Seite zu verwirren.

Kriegsstärke

UA kann jetzt angeblich 700.000 Mann mobilisieren. Die RA soll nach westlichen Quellen ca 100.000 im Einsatz haben (hochgerechnet nach Zahl der taktischen Einheiten), hat aber im Prinzip nach nicht geringe Kapazitäten in Grenznähe in RU stehen.

Die Verluste sind schwer abzuschätzen, weil die Zahlen alle nicht stimmen dürften. Nach Schätzungen verliert die UA pro Tag 50-8o Soldaten (plus Verwundete), nach etwas vagen Insiderangaben soll die RA an einzelnen Tagen bis 400 Soldaten verloren haben.

Kriegsziele

UA (Präsiberater) lehnt Waffenstillstand mit Russland ab

Humanitär

in Luhansk/Sjewj schlimm. Da die Handkommunikation ausgefallen ist, wurden erstmals bei einem Bombenangriffe getötete und verwundete von der ua Verwaltung namentlich ins Netz gestellt, damit die Verwandten informiert sind. (so etwas habe ich vorher noch nie gesehen)

auf Mykolaev wurden Clusterbomben geworfen ( das läuft im Prinzip schon seit Wochen so, ohne dass ich berichte)

Mariupolbunker

Angeblich will ru Seite den ua Oligarchen Medwedschuk (der vom UA GD gefangen genommen war, als er sich heimlich nach T reaspol absetzte) im Austausch gegen Bunker-Soldaten. (welche ist offen, ob auch ASOW)

russ Propvideos führen Bunker-Gefangene vor. Zeigen angebliche Hakenkreuz, etc. Tätowierungen. (Es ist aber wahrscheinlich, dass einige der „Beweise“ gefälscht wurden, wie schon in der Vergangenheit nachgewiesen. Die RA hat neue Propaganda-Teams kommen lassen, evtl. sogar Komparsen)

Besatzung

In Cherson werden Kleingewerbetreibende von Ru Repressionsorganen bedrängt, weil sie sich weigern auf Rubel umzustellen.

In Mariupol gibt es eine kleinteilige Filtrierung der Bevölkerung. Auch Nebenstraßen Richtung Westen werden jetzt von RU Innenminkräften und Tschetschenen (!) filtriert.

Sanktionen

Ru schaltet Finlad vom Gas ab

Partisanen

Im Oblast Zaporischschja werden offenbar P zunehmend ein Problem für die RA, Soldaten wurden angeblich getötet und Artillerie ausgeschaltet. In Melitopel gab es nach der Besetzung massive Bevölkerungsproteste.

H-und-G.info Monitoring 21 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr (bitte Tippfehler zu entschuldigen. Zeitmangel)

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#) (Sorry wg Tippfehler, bin ziemlich müde CB)

21.5.2022

Gegenoffensive kommt im Juni

Evakuierung des Mariupol-Bunkers strategisch keine Niederlage

rotes Telefon funktioniert (wieder)

 

Kriegsgeschehen

 

Im Juni wird die Ukraine ihre Gegenoffensive im Donbas starten (!). Das geht aus regionalen vertrauenswürdigen Quellen hervor. So lange wird es wohl dauern, um die UA mit Westwaffen so aufzurüsten, dass eine Verschiebung der Frontlinien von West nach Ost möglich erscheint.

 

Offenbar präventiv „buddelt“ sich die RA in verschiedenen Regionen (Charkiv, Cherson, Zap) ein, um die Stellungen halten zu können. d.h. aber, sie machen genau das, was die UA zur Abwehr der Invasion vor und nach Kriegsbeginn gemacht hat. D.h. die Gegenoffensive dürfte für die UA ähnlich schwierig und langsam und verlustreich verlaufen, wie die Okkupation. Es sei denn die RA bricht in sich zusammen (was teilweise schon jetzt der Fall ist) und/oder die UA hat eine starke militärtechnische Überlegenheit. Da sie keine effektive Luftwaffe hat, könnte dies nur mit Haubitzen , BLB Raketen, Drohnen. Etc. zu realisieren sein, die derzeit von den USA/GB geliefert werden.

 

 

Nach dem „Fall“ s.u. von Mariupol versucht die RA um jeden Preis an die Grenzen von Luhansk vorzudringen und Geländegewinne zu sichern. Luhansk ist z.Z. der „hotspot“ des Krieges. Mit Bombardements aber auch Bodenoffensiven versucht die RA Land zu gewinnen, offenbar nicht ganz ohne Erfolg. An mehreren Stellen versucht die RA den Fluss Sjewjero-Donezk Richtung Süden zu überqueren, was teilweise gelingt, teilweise zurückgeschlagen wird. (unklare Angeaben der UA).

Vorsicht mit brittischen (zweckoptimistischen) Prognosen, dass es der RA nicht gelingt, Sjewjero-Donezk einzukreisen. Videobeweis zeigt, dass die Stadt ähnlich wie Mariupol zunehmend zerstört und permanent bombardiert wird. Die Restbevölkerung-ca 50000 hocken in Kellern etc.. Im Unterschied zu M. Sind aber noch UA-Kräfte in den Vororten und Teilen der Stadt, so dass wie an anderen Orten in L. Eine Art blutiges Gleichgewicht entsteht, was den massiven Durchbruch der RA verhindert.

Schoigu sagt baldige Eroberung von L. Voraus, L ist faktisch zu 90% erobert (Ua-Angaben), aber Gouverneur meint, dass der Rest gehalten wird. (Fluss als Barriere)

Die RA ist immer noch in der Lage, ihre Truppen in L durch Zuzug aus Ru zu verstärken (die Rekrutierungsprobleme sind zwar massiv, aber nicht so absolut wie von den Briten geschildert.

 

Atomwaffen

Der heiße Draht Washington-Moskau funktioniert offenbar. Nach Austin hat der Oberste Militär der USA mit der Ru Seite telefonieren können. Offenbar werden da auch Weltweite Themen angesprochen. Offenbar wird versucht eine Annäherung über ein anderes Spielfeld außerhalb der UA zu erzielen. (s. Strategie der Konfliktforschung in EUV- HuG.Bericht)

 

 

Mariupol-Bunker-Die Kapitulation ist in Wirklichkeit ein Erfolg der UA

Nun hat die zweitgrößte Armee der Welt zum dritten Mal die Eroberung von M. Verkündet. Peinlich, denn d.h. das die ersten Male Propaganda waren. Und einige hundert Soldaten im Bunker es schafften, die RA (in M. Aber durch Kräftebindung auch im Donbas und Zap) aufzuhalten und bis heute Ru international diplomatische unter Druck zu halten. Dies zeigt eigentlich, dass David bei hohem Einsatz und hohen Verlusten Goliath die Stirn bieten kann. Es ist also in Wirklichkeit ein positives Zeichen für die dritte Kriegsetappe, die Gegenoffensive

 

Verwirrung um die Zahlen, die RA nennt angeblich deutlich mehr Gefangene als die UA Soldatenangaben aus dem Bunker. Westliche Analysten vermuten, dass die Zahlen zu hoch angegeben werden könnten, um höhere Austauschraten zu erzielen. Das kein sein muss aber nicht.

 

Die Sachlage ist etwas anders. Die niedrigen Zahlen beziehen sich auf das ASOW-Regiment. Daneben waren aber zunehmend andere Im Bunker. ASOW-Verwandte, Marines, Grenztruppen, Polieziverbände, so dass die Gesamtzahl im Bunker durchaus größer als 2000 gewesen sein könnte. Hinzu kommt., dass es noch ein zweites Stahlwerk (Ilytsch) weiter nördlich gab, was im Wesentlichen von den Marines gehalten wurde. Von den Marines wurden nach einem Ausbruchversuch aber Teile in Gefangenschaft genommen, Teile haben sich vermutlich sogar ergeben. Je nachdem, ob die Verwandten von ASOW im Bunker als Soldaten oder Zivlisten gezählt werden- für beides gibt es Argumente- könnten die hohen RU Zahlen sogar in Summer mehr oder minder stimmen.

 

Wichtiger ist weniger die exakte Zahl, sondern dass das IRC/UN etc. jeden Einzelnen registriert und sein Schicksal verfolgt. Die „Evakuierten“ haben zwar nominell den Status von kriegegefangenen, wegen der hohen symbolischen Bedeutung der ASOW-“Faschisten“ für die RU Seite, ist jedoch ihr Leben akut bedroht. Sie kommen in Sonderlager, wo sie von Verhörspezialisten „verhört“ werden, u.a. gefoltert, zu Tode gefoltert und dann vermutlich einem (lange angekündigten) Schauprozess unterzogen werden, um den Krieg zu legitimieren. Allein die Parallele „Nürnberg“ läßt Todesstrafe befürchten. (huG hat seit Wochen berichtet).

 

Der internationale Druck, der zur Evakuierung geführt hat, muss also aufrecht erhalten bleiben (!) (u.a. Schweiz, Türkei, Israel, IRC)

 

Selenski ist nach wie vor unter Druck, weil es nicht gelang die Bunker.-Soldaten in einer gemeinsamen Militäraktion zu befreien. Diese war laut ASOW angeblich fest vereinbart gewesen, konnte aber wohl wegen der Einkesselung und der Probleme der UA (diese stand 150-200k entfernt im Donbas bzw. Cherson/Zap) nicht realiseirt werden. Selenski gibt jetzt der mangelhaften Militärhilfe des Westens die Schuld (vermutlich weiss er, dass das nur zur Hälfte stimmt, wenn Cherson durch die Schlamperein der örtlichen Verantwortlichen nicht gefallen wäre, wäre der Krieg im Sünden vermutlich anders verlaufen)

 

Selesnskji outet (HuG hatte schon vor Wochen berichtet) dass die UA die ganze Zeit die Bunkersoldaten mit Munition, Nahrungsmitteln, etc. versorgt und Verwundete mit Hubschrauber ausgeflogen hat. Angeblich dabei extrem hohe Verluste (90% der Piloten!). Mariupol ist und bleibt das Symbol des UA Widerstandes.

 

 

 

Kriegsziele

 

neben militärischen (Rückeroberung auf Grenzen vor 2014), formuliert die UA verstädnkiche aber maximalistische Materielle Forderungen. Der Westen soll schon jetzt schon verpflichten, so lange russische Vermögen zu beschlagnahmen, bis die ua Kriegsschäden beseitigt sind. Abgesehen davon, dass eine solche Kollektiventeignung m.E. schon allein zivil/verfassungsrechtlich kaum realisierbar sein dürfte, würde das auf eine Art Diktatfrieden und Reparationen a la Versaille hinauslaufen- Historiker sehen derartige Unterwerfungsdiktate bekanntermaßen skeptisch, weil sie dazu beitrugen die Weimarer Republik durch mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung für Demokratie zu unterminieren)

 

Humanitär

 

-katrophal in Sjewjerodonetz und Region. Menschen sitzen in Kellern wie einst in Mariupol

Unterversorgung in Mariu

-Bomben wieder/weiter auf Charkiv (vermutlich gegen milit. Ziele, aber mit breiter Streuung)

-Terror gegen Zivilbevölkerung in besetzen Gebieten/Flächenfiltrierung plus Verhaftung

wieder Fassbomben

Sanktionen

Lithauen wird zeitnah die Energieimporte aus Ru stoppen (aber jetzt schon geringe Abhängigkeit)

Tass behauptet, der Westen würde Ukrainische Getreide als Kompensation für Waffenlieferungen bekommen, unter Berufung auf westliche Quellen

H-und-G.info Monitoring 18. 5. ca 6.00 (nach ua, rus, tschetsch soz. Medien der der letzten ca. 12 Stunden und mehr

 

Russland verstärkt Angriffe im Donbas

Mariupol-Evakuierte in Lager, das als „Folter“lager bekannt ist

Mariupol-Bunker komplett evakuiert? Meldung 10.30 Uhr

Humanitäre Lage in Luhansk katastrophal

 

Kriegsgeschehen

Die RA ist keineswegs auf dem Rückzug. Im Gegenteil. Vermehrter Raketen- Bomben- und Artilleriebeschuss im Süden und Osten. Allein an einem Front-Abschnitt in Luhansk wurden 13 Kampfhubschrauber (!) eingesetzt, vermutlich um UA Stellungen auszuschalten. Die RA kommt offenbar cm-weise voran, aber keine wirklichen  Durchbrüche, vor allem kommt sie nicht über den Donezk -Fluss.

In ukrainischen Kreise wird behauptet, Putin würde die Strategie für Luhansk inzwischen selber entwerfen. (Wir wissen ja, wo das endet, wenn Potentaten sich für die größten Feldherren aller Zeiten haltn.)

Humanitäre Lage

Wie bisher katastrophal in Luhansk, Teilen des Donbas, Teilen von Cherson/Zap, Mariupol (Seuchengefahr, Mangelernährung)

In Luhansk können Menschen fast nur noch mit Panzerfahrzeugen evakuiert werden.

 

Mariupol-Bunker

Deutsche Presse berichtet lückenhaft. Bisher sind vermutlich noch gar keine ASOW- Kämpfer evakuiert (Stand heute 6. Uhr)(vermutlich noch einige 100 und Kommandoebene im Bunker), sondern andere Waffengattungen

 

(gegen 10.30 gab es eine Meldung, woach sich insgesamt 1000 Soldaten, also alle Restlichen, ergeben hätten. Eine UA-Bestätigung dafür gibt es noch nicht. Es kann auch ein ru Medienfake sein. !)

 

Alle gestern Evakuierten sind schwer von der RA bewacht. Die Verwundeten sind in Novoasowsk neben dem Groß-Lager Bezimenne untergebracht. Selbst bei der Behandlung ich werden Sie bewacht, in den Betten verhört.

Die meisten Evakuierten wurden in einen Ort transportiert, der nicht einfach russisch besetzt ist, wie in der Presse behauptet. Hier ist der Standort eines der größten Sonderlager im Donbass, wohin normalerweise Personen verschleppt werden, die bei der Filtrierung ausgesondert werden. Bei Verhören wird gefoltert. Manche werden dann  in Sondergefängnisse verbracht, verhört, gefoltert, ihr Leben ist in Gefahr. Es drohen Kriegsverbrecherprozesse, im Extremfall die Todesstrafe. Die gilt im besetzten Donbas jetzt schon, in Russland wir derzeit über die Wiedereinführung diskutiert. Der einflussreiche Präsident der Duma fordert die Todesstrafe für derartige Terroristen.

 

Zu den Filtrierungs- und Folterlagern. s. Vortrag von gestern mit neuen Fakten auf: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/folter-lager-deportation

 

Besetzte Gebiete

Für Mariupol gibt es ernsthafte Gerüchte, dass das Besatzungsregime von den Tschetschenen begleitet werden soll. Gestern gab es dazu eine Sitzung mit dem Oberkommandierenden Demilkanov und dem Pseudo-Bürgermeister. Verwaltungsmäßig soll Mariupol vermutlich Rostov/Ru angegliedert werden. Es gibt inzwischen offenbar mehrere Kollaborationsbereite Kader, die am Aufbau einer Stadtverwaltung arbeiten, und sich offenbar einen Karrieresprung erhoffen.

H-und-G.info Monitoring 16. 5. ca 6.00 

Remind. H-und-G.info und DUF-Webinar am 17.5. um 16 Uhr. Thema: Das russische Lagersystem, Terror gegen die Menschen- Empirie und völkerrechtliche Einschätzung- Kriegsverbrechen und Verletzung der Menschenrechte in der UA

: https://us02web.zoom.us/j/83340355029?pwd=aDA2MWZxTEZESXJiWitiYVVkNVFhdz09

Meeting-ID: 833 4035 5029
Kenncode: 829205
Ortseinwahl suchen: https://us02web.zoom.us/u/kc3DX3Zf4y

 

Wendepunkt des Krieges? UA an russischer Grenze, hat Russland Angst?

Horror in Luhansk (was kaum noch existiert, aber kämpft)

prekäre Gesundheitslage und hohe Sterblichkeit in besetzten Gebieten

verdeckte Massenaushebung macht Probleme

 

 

Kriegsgeschehen

Im Osten nichts Neues, d.h. nichts Gutes. Sjewjerodonetzk (vorl. Oblasthauptstadt des freien Luhansk) nicht komplett erobert, wie gestern befürchtet, aber Besatzer bombardieren Stadt u.a. Oblastverwaltung (die vermutlich schon lange evakuiert ist, und von einem „sicheren“ Ort agiert). In Außenbezirken hält die UA die Stellung.

So oder so ähnlich an mehreren Orten zwischen Isyum (südl. Charkik) Kramatorsk (im Westen) und Donetzk-City im Süden. US-Quellen meinen, RA habe Charkiv aufgegeben und auch das Ziel, den Oblast Donetzk komplett zu erobern, ziehe sich sogar von Izyum zurück, um nur noch das Ziel zu erreichen, den kompletten Oblast Luhansk zu erobern. Dies ist immerhin zu 90% „gelungen“, d.h. die Russen und Tscheteschnen und Wagnersöldner haben einen Trümmerhaufen erobert und verbluten an den restlichen 10%, weil sie nicht über den Fluss (Sjewjerodonetzk 1-3 mal so breit wie Spree in Berlin) und die M3 kommen.Luhansk existiert eigentlich nicht mehr, aber es leistet wie Mariupol Widerstand für sich und die ganze Ukraine (das sehen in L und der UA alle so)

Im Norden hat die uArmee soeben vermeldet, sei eine (!) Einheit bis an die russische Grenze vorgestoßen. Ob das ein Sieg oder der Wendepunkt ist, wie manche frohlocken, weiß ich nicht. Auf der anderen Seite der Grenze stehen in RU noch tausende Soldaten unterschiedlicher Waffengattungen, es gibt gut ausgestattete Militärflughäfen, Munitions-, Treibstofflager, Reparaturwerkstätten etc. . Die Dimensionen kann man per Satellit gut sehen. Es ist rätselhaft, warum Ru diese Reserven (noch) nicht einsetzt. Varianten: 1. Die Reserven ist auf Grund bekannter Schwächen nicht wirklich einsetzbar. 2. Sie werden für die Rotation bzw. zum Auffüllen der Verluste gebraucht. 3. Sie sollen für die dritte Etappe des Krieges (nach ru Definition), die Eroberung anderer Teile der UA weiter westlich reserviert werden. 4. Die ru Militärs sehen anders als Putin die strategische Gefahr für Gesamtrussland, wenn sie über 50% der Armee in der UA zu stehen hätten. 5. Nicht auszuschließen ist, dass die RA-Führung und Belaru Armee inzwischen Angst vor der UA und ihren Natoverbündeten haben und die Kräfte dort defensiven Aufgaben dienen. Das klingt etwas absurd, ist es aber auch Sicht der anderen Seite nicht. Belarur z.B. ist inzwischen deutlich besorgt wegen der 10.000 Ua hochgerüsteten Soldaten an Ihrer Südgrenze.

Massenaushebung

Seit Wochen schon ist eine verdeckte (!) Massenaushebung in RU zu beobachten, indem Druck auf Personengruppen ausgeübt wird, sich zu verpflichten. Nach Angaben des UA GD gibt es deswegen im separatistischen Donbas Ansätze von Meutereien unter der männlichen Zivilbevölkerung.

Westwaffen

Die Angaben was angekommen ist, sind widersprüchlich. Mal werden US-Haubitzen gerade in Flugzeuge verladen (US-Foto), mal sollen sie schon im Donbas sein. Vermutlich stimmt die Hälfte. Ein Teil könnte schon da sein, aber nicht alle und wirklich durchschlagend war die Wirkung noch nicht. Wenn die Haubitzen alle da wären, dürften noch mehr RU Einheiten in die Flucht geschlagen werden, als jetzt schon. Offenbar hat sich die Ersatzteillieferung für UA Flugzeuge aber schon ausgewirkt. Erstmals nehmen Flugzeuge wieder an konzertierten Militäraktionen zur Absicherung der Bodentruppen teil.

 

Hybrider Krieg und Infrastruktur

Alle, die schon den Sieg verkünden, seien auf die nach wie vor massiven Zerstörungen aus der Luft (komplette militär. Infrastruktur von Liviv an einem Tag !) hingewiesen. Auch Cyberatacken (Liviv-Datenklau vermutlich auch von Geflüchteten) Derzeit geht es auch um die Industrie. So kann man auch die UA entmilitarisieren und dauerhaft schwächen, indem man sie aus der Luft kaputt schießt.

Mariupol-Bunker

Keine Bestätigung gab die UA bisher für kommunale Angaben, wonach die RA inzwischen Brand (Phosphor?)-Bomben gegen ASOWstal eingesetzt habe. Bombardiert wird aus allen Rohren jedenfalls

Putin weigert sich nach Angaben der UA-Regierung, weitere Konzessionen für die Extraktion der Verletzten und Soldaten aus dem Bunker zu machen, obwohl sich alle Welt dafür stark macht und ASOW durch den ESC eine unerhörte Popularität gewonnen hat. Die Gründe hat H-und-G.info schon mehrfach seit etwa Ostern analysiert. (Siehe Gesamtmeldungen auf H-und-G.info).

Humanitär

in Kampfgebieten unverändert schlimm

Die RA und ihre Verbündeten sch... zu gut Deutsch auf Menschenleben und Konventionen. Das ist ein Rückfall ins Mittelalter nur leider mit modernsten Waffen. In den letzten 24 Stunden wurden v.a. in Luhansk Zivilisten durch Bombardements getötet, ein Krankenhaus zerbombt (angeblich bewußt, 2/3 der Kapazitäten zerstört), ein Evakuierungsbus u.a. mit Kindern (Fotobeweis) beschossen, usw., usw. , Plünderungen, Vergewaltigungen, etc. sind „Normalität“

Prekär auch die Gesundheitslage in besetzten Gebieten, z.B. Mariupol. Die Sterblichkeitsrate soll laut ehemaliger Stadtverwaltung (die immer noch im Exil virtuell existiert und Informationen zusammenträgt und offenbar gut versetzt ist) in den mittleren Altersgruppen überdurchschnittlich hoch sein und zwar, wegen (ehemaliger und akuter) Mangelernährung, mangelnder Hygiene und med. Versorgung (u.a. in den Bunkern), psychische Traumata wegen der Bombardements etc.. Das heißt die Gräber, die von den Besatzern ausgehoben und die Leichen in Massengräbern „versteckt“ wurden, werden erneut für verstorbene Kiezbewohner ausgehoben.

Bei der Filtrierung gibt es nach glaubwürdigen ua Angaben den perfiden Versuch, Kinder zu befragen, um Lügen bei den Eltern aufzudecken. (Wie in den DDR-Schulen zum Westfernsehkonsum, nur hier mit schlimmeren Folgen)

 

Besatzungsregime

 

In Cherson hauen angeblich Kollaborateure Richtung Krim ab, weil sie mit der Bevölkerung nicht klar kommen (passiver und aktiver Widerstand)

 

Mariupol wird technisch immer stärker in die DNR bzw. sogar RF integriert. Zuletzt Kommunikationsinfrastruktur.

 

Im Raum Cherson/Zaporischschja igelt sich RA ein.

 

 

 

 

 

 

 Monitoring 15. 5. ca 6.00 

Siege und Niederlagen dicht beieinander. Fällt heute Lunhansk?

Psychokrieg des Westens gegen Putin?

Humanitäre Lage im Donbas katastrophal: Mangel, Bomben, Entführung

 

 

Kriegslage

 

Ist der Krieg am Wendepunkt?

Ja und nein. Der Wendepunkt wäre wirklich erreicht, wenn es der UA gelänge, die RA zumindest auf die Grenzen vom 24.2. zurückzudrängen. Davon ist ist aber weit entfernt. „Gegenoffensiven“ funktionieren bisher „nur“ dort, wo die RA bereit ist, sich (vorerst) zurückzuziehen bzw. umzugruppieren, (Kiew, Charkiv- Nord, bescheiden Cherson) bzw. in andere Hotspots (z.B. von Charkiw nach Luhansk/Izyum) auszuweichen. Das ist segensreich für die befreiten Menschen, aber kein „Sieg“, wie in der deutschen Presse (TAZ!) behauptet, da die RA-Strategie zumindest hofft, nach einem Sieg im Donbas (wieder) andere Gebiete erobern zu können (Charkiw, Zaporischschja). Das kann man in russischen Quellen nachlesen, das UA Militär scheint jetzt auch (wiederum) derartige Pläne in verlassenen ru Unterständen gefunden zu haben.

 

Die UA befürchtet für heute, dass die RA einen Etappen-Sieg erzwingen will. Offenbar steht Sewerodonetzk, immerhin die derzeitige Oblast-Hauptstadt des freien Luhansk, kurz vor der Eroberung. Faktisch ist die Stadt -was die UA kaschiert hat- ,H-und-G.info berichtete, schon seit Tagen umzingelt und faktisch fast eingeschlossen. Ca. 15.000 Menschen sitzen in der Falle, die sich Großenteils nicht evakuieren lassen wollten. Gleichzeitig wird mit Durchbruchsversuchen Richtung Westen (Oblastgrenze) gerechnet. Auch wenn das nur Scheinerfolge sein dürften, und die Kämpfe in dieser Region weitergehen, wäre der Schaden beträchtlich und keineswegs nur symbolisch. Faktisch würde der u.a. Oblast als ua Verwaltungseinheit aufhören zu existieren. Er besteht ohnehin (wie seinerzeit in Mariupol) aus einem teilweise nur noch virtuell gesteuerten Netzwerk. Putin hätte einen (Pyrrus-Sieg) errungen: mit hohem Preis auch weiterhin.

 

Die UA profitiert derzeit oft nur von der Topographie (Flüsse), langfristig angelegten Verteidigungsanlagen gegen die Invasion, der hohem Motivation der Gesamtbevölkerung, und v.a. der westlichen Militärhilfe. (die immer noch nicht voll im Donbas angekommen zu sein scheint)

 

Die UA hat aber auch erhebliche Probleme:

Die Ua Logistik wird schwerer getroffen, also zugegeben. 25% des Eisenbahnnetzes der UA ist z.T. schwer beschädigt und weiterhin durch Bomben aller Art (Flugzeug, Langstrecken, Artillerie) gefährdet, der Treibstoffmangel ist prekär (vermutlich weniger für das Militär direkt, aber den Transport generell). Die UA kann mangels Flugzeugen, die Logistik der RA kaum angreifen. Die RU ist trotz aller bekannten Probleme immer noch in der Lage, wie dieser Tage 2500 zusätzliche (!) Militärs von RU per Bahn ziemlich direkt in das Kampfgebiet von Luhansk zu transportieren. (!) Insgesamt hat RU nach US-Angaben über 1000 Taktische Bataillonen (700-1000) .d.h. ca. 100.000 Mann dominant im Osten im Einsatz. (Ein nicht geringer Teil steht immer noch in RU als Reserve !). Die UA soll angeblich inzwischen 1 Mio Menschen mobilisieren können. Diese sind aber keineswegs alle ausgerüstet, werden teilweise für die rückwärtigen Aktivitäten, die Human Hilfe, die Infrastruktur, etc. dringend benötigt. Außerdem muss die UA ihre Außengrenzen schützen (Belarus, Norden, Transnistrien) und ist durch dezentrale Scharmützel (Besarabien, Odessa, Cherson, Zaporischschja, Sumy, Mariupol, Poltrava, etc. gebunden)

 

In Luhansk allein sind ca. 3 zusätzliche ru taktische Bataillone, zugeführt worden, die auch wenn sie schlecht ausgebildet sind, eine erhebliche Masse gegen die UA sind und für scheinbar irrationale Aktionen wie weitere Flussüberquerungen (Fluss Donetzk) eingesetzt wird, die schon mehrfach als Desaster endeten. Aber die ru pol-mil Führung verheizt ihre „Jungs“ für ihre politischen Ziele (Westgenze Donbas) vollkommen rücksichtslos. Und gerade das kann zu militärischen Durchbrüchen führen. Dieses Kanonenfutterstrategier führt laut westl Quellen inzwischen zu kleineren ru Meutereien (die aber schon wieder durch Neuzugänge kompensiert wurden (!)). Interessanter Weise sollen inzwischen die Bilder von der zerstörten Pontonbrücke bei den (verbliebenen) ru Bloggern die Runde machen und eine Art shitstorm gegen die Ru Armeeführung und ihre Unfähigkeit ausgelöst haben. M.E. sind die einfachen Soldaten-wie mehrfach betont- die Achillesferse der RA. Es ist fast eine 1917-Konstellation, aber (leider) nur fast.

 

 

Der (geheimdienstliche) Psychokrieg des Westens.

 

Der Westen treibt offenkundig ein Psychospiel gegen das System Putin. Rein militärisch scheint der Krieg Putins mehr oder minder verloren, zumindest kaum gewinnbar. (Rückzug Kiew, Charkiw, festgefressen in Cherson, ASOWstal, mehr oder minder Stellungskrieg in Donbas. Putin und seine Armeeführung (?) wollen das offenbar nicht wahrhaben (s. Telefonat Scholz). Also setzt der Westen psychologisch an: Die westliche Militäraufklärung (US, Brit, UA) behauptet, UA sei auf Siegerstrecke (obwohl sie, wie oben geschildert, um die Fragilität der Erfolge wissen müssen); westliche Politiker (Macron. Scholz) bieten Putin Waffenstillstand an. Der lehnt (erwartungsgemäß) ab. (Zwang zum Sieg, Tunnelblick, Fehlinfos). Parallel telefoniert der US-Verteidigungsminister das erste Mal (!) mit Schoigu. (Worüber reden die wohl? Das atomare Problem, die militärische Lage, den Schaden, den Russland bei weiterer Eskalation nehmen könnte? Vermutlich will Austin Schoigu von der Aussichtslosigkeit überzeugen. (Was allerdings kaum klappen dürfte, weil S. kein Militär, also anders tickt als Austun, sondern der oberste Politikkommissar ist, also Putins Buddy in der Armee). Inzwischen behauptet die UA-Regierung und Militärspio (SRU), dass der Krieg von der UA bis Jahresende gewonnen wird, dass die zweite Phase (2. Offensive erfolglos beendet sei), dass RU militärisch wie wirtschaftlich vor dem Kollaps stehe. Das ist ebenso falsch (man sollte die Ressourcen Rus nach wie vor nicht unterschätzen) wie richtig. Aber interessant: Neuerding formuliert die UA die Kriegsziele (!), bisher war das RU („zweite Phase“). Die UA Militäraufklärung setzt noch einen drauf und behauptet, ein Putsch gegen Putin sei im Anrollen und Putin krebskrank. (Ich halte das beides für einen Versuch der ideologischen Diversion der UA-GD, wie insgesamt für eine ziemlich gute Inszenierung von Teilwahrheiten zu einem psychologischen Kollapsszenario, um die andere Seite zum Aufgaben zu bewegen.)

 

Schwarzes Meer

Die ru Schwarzmeerflotte hat sich zum Auffüllen der Munition etc. weitgehend nach Sebastopol zurückgezogen. Die ru Armee scheint ohnehin eine Pendelarmee zu sein. Nach wie vor unfähig, über längere Distanzen einen Nachschub zu organisieren, werden immer wieder ganze Armeeteile (auch im Donbas) in russisches Gebiet zurückverlegt, um sie „aufzufrischen“. Im Prinzip ist aber z.B. die komplette U-Bootflotte (mit Zielraketen) im Einsatz. Da ist viel Zerstörungspotential, da die seegestützten Raketen z.T. an alle ua Städte, Infrastruktur-Nachschub- und Kriegsorte hinreicht. Die UA Raketenabwehr ist immer noch sehr lückenhaft.

 

Humanitär

regional totales Desaster. v.a. Donbas/Luhansk. Sofern Menschen überhaupt noch versorgt und evakuiert werden können, verlassen wie Orte meist in der Gewissheit, dass sie Häuser und Gehöfte für immer verlieren. Dieser werden entweder von der RU Armee vollkommen platt gemacht (derzeit die Dörfer rund um eroberten Städten, wie in Aleppo), sie brennen nach (Schmersch)-Bombardement ab (mit den Tieren und den Vorräten und dem Saatgut) oder werden Opfer von Plünderungen (Kadyrevs Leute sind da besonders gut). Medizinische Versorgung, Medien, etc. wie mehrfach geschildert, katastrophal. Allen deutschen Pazifisten seit gesagt: Die freuen sich über jede Krankenwagen. Spende etc. . Sie brauchen sie auch. Es gibt also für jeden Nützliches zu tun.

Originalzitat: „Die Region Lugansk lebt nicht, sondern überlebt. Es gibt keine Handy- Mitteilungen. Die Menschen verlassen die Schutzräume nicht. Die Eltern können nicht herausfinden, ob die Kinder und anderen Verwandten leben, da es keine mobile Kommunikation mehr gibt. Das ist unsere Realität.

 

Mariupol-Bunker

Im Prinzip wie in den Vortagen. Step by Step. Putin läßt sich nicht von internationalen Gemeinschaft wirklich beeindrucken. Aber UA bietet offenbar soviel ru Soldaten als Gegenleistung, dass Putin kaum ablehnen kann, ohne seine Armee auf die Barrikaden zu treiben. Die stellv ua. MP ist offenbar sehr geschickt, gut beraten und ausgebildet. Die Ua hat die besseren Verwaltungseliten.

 

Besetzte Gebiete

Nach mehreren lokalen Berichten sind die RU nicht in der Lage Regionen wie Cherson und Mariupol adäquat zu versorgen. Sie setzen den Mangel aber offenbar auch als Erpressungspotential ein, um Kollaborateure zu rekrutieren. Wie mehrfach hingewiesen, ist Kollaboration durchaus ein Problem für die UA. Aus welchen Motiven auch immer wechseln z.T. hochrangige Kader die Seiten, in Luhansk koordinierte ein Chefarzt die Demontage eines ganzes Krankenhauses Richtung Ru, eine Rektorin der medizinischen Akadamie in Mariupol verspricht Studenten russische Examina, wenn sie kooperieren. (Möglicherweise sind diese Mediziner noch in RU ausgebildet worden.)

In Deutschland immer noch unterschätztes Problem. In den besetzen Gebieten verschwinden täglich dutzende /hunderte im Rahmen der Filtrierung und von gezielten Festnahmen. In Luhansk soll ein ganzer Ort von 1500 Personen mit Waffengewalt nach Ru deportiert worden sein. (Quelle sehr glaubwürdig)

 

UA Politik

Die Rada (Parl) arbeitet wieder. Gesetz zum Verbot proruss Parteien. (Parteimitglieder erwiesen sich in mehreren Orten als aktive Unterstützer der RA durch Verrat von Infrastruktur, militärischen Koodinaten und Aufbau von neuen Verwaltungen und Vorbereitung von Pseudowahlen. Offenbar fungieren solche Parteien auch (wie damals Teile der DKP) als eine Art Schläfer für die Okkupation. Diese Polarisierung trägt allerdings nicht unbedingt zur besseren Stimmung im Lande bei.)

 

European Song Contest.

Die psychologische Wirkung von jedweden Solidaritätsbekundungen im Westen ist überhaupt nicht zu unterschätzen. Bis in die lokalen Kanäle hinein dient das der Ermutigung der eigenen Bevölkerung. Der ESC ist so gesehen „mehr wert“ als die Eroberungen des Tages. Im Westen hat aber kaum einer verstanden. Das Hintergrundbild, die Lightshow der Band, bildete faktisch die ASOW-Sonne ab! Putin hat ASOW zum weltweiten Symbol des UA Widerstandes gemacht.

 

UA Widerstand

nur kurz: Eigentlich befindet sich die gesamt Bevölkerung um Widerstand (bis auf die relativ kleine Gruppe der Kollaborateure). Humanitär, Logistik, Infrastruktur und militärisch greifen ineinander. Es gibt inzwischen im besetzten Melitopol auch Partisanen. Diese verraten Koordinaten der Besatzungsinfrastruktur, machen Sabotage und haben angeblich 100 ru Soldaten getötet. In Mariupol gibt es „Informationskrieger“, die Schwachstellen der RA im Netz dokumentieren und die städtische ua Bevölkerung zumindest virtuell gegen die Besatzer zusammenhält. Gegenüber einer lustlosen RA ist die Ukraine damit in gewisser Hinsicht „unschlagbar“.

 

 

 

 

 

 

 

H-und-G.info Monitoring 14. 5. ca 6.00 

Verlustreicher Stellungskrieg im Donbas

Rückeroberungen“ zahlreich

Putin zerstört alles, was er angeblich befreien wollte-ein hybrider Krieg zu Bestrafung der widerborstigen Ukrainer

Kriegslage und Ziele allgemein (sorry für die Philippika, es musste mal sein-CB)

Um es vorweg und vor der Empirie einmal deutlich zu sagen: Dies ist ein absurder Scheißkrieg. Seit drei Monaten attackiert einer der größten Armeen der Welt die „kleine“ Ukraine und ist kaum weiter gekommen als 2014. (außer in Cherson und Mariupol s.u.) Der noch kleinere Oblast Luhansk hält seit 3 Monaten diesen Riesen- Vernichtungskoloss davon ab, die Zentralukraine zu überrollen. Die Russen schaffen es „zu Fuss“, d.h. mit Bodentruppen, nicht einmal dauerhaft über den Sjewjero-Donetzk-Fluss. Angeblich verweigern jetzt russische Soldaten, die Überquerung überhaupt zu versuchen, weil sie dabei der sichere Tod erwartet. „Aus Rache“- anders kann man das nicht mehr bezeichnen, dass er nicht weiterkommt, bombardiert Putin mit Artillerie und Flugzeugen alles, was er bisher nicht geschafft hat, zu erobern. Das Bombardement umfasst inzwischen das ganze Dreieck Isyum-Kramatorsk-Sjewjerodonetzk. D.h. durch eine Art Flächenbombardement (gegen die Zivilbevölkerung: Kriegsverbrechen !) lässt Putin alles, was zwischen der Demarkationslinie vom 24.2. und dem Ziel der Westgrenzen des Donbas ist, faktisch zerstören (!).

 

Es geht also gar nicht um Gebietsgewinne und die „Befreiung“ angeblich unterdrückter russisch-sprachiger, es geht ums Prinzip, die Idee von der Wiedererrichtung von Neurussland, das Strafgericht von (Putins) Russlands über die abtrünnigen, verwestlichten (nach seiner Diktion nazifizierten) Ukrainer. Es ist ein ideologisierter Krieg, bei dem all dass zerstört wird, was angeblich gerettet werden soll.

 

Es ist strategisch ein zynischer Krieg zur Zerstörung der Substanz der unabhängigen (d.h. abtrünnigen, undankbaren, die russischen Werte verletztenden, verwestlichten Ukraine). Parallel zum Bodenkrieg im Osten, versucht Putins Armee systematisch die Infrastruktur der UA zu unterminieren. Nicht nur der militärischen, sondern wirtschaftlichen, administrativen, Transport-, Energie- Kommunikations- und auch (Bevölkerungs-)Versorgungs-Infrastruktur.

 

Nach Angriffen auf militärische Ziele (Anfangs Luftwaffe, inzwischen Lager, Ausbildungsstätte, Unterstände, etc.) ging/geht es gegen die Energieversorgung durch Ausschaltung und Übernahme von Kraftwerken, dann die Verteilerstationen. In manchen Regionen wird die Handykommunikation ausgeschaltet. Inzwischen geht es gezielt gegen die Agrarbasis (Zerstörung von Feldern durch Abbrennen, Klauen von Großmaschinen, Verhinderung des Abtransportes auf dem Wasserwege) und sogar die Wasserversorgung (!) . Inzwischen werden Ziele bombardiert, die fast ausschließlich der zivilen Trinkwasserversorgung dienen, um die Bevölkerung „auszudürsten“ und zu zeigen, dass Selenskji nicht für seine Bevölkerung sorgen kann. Sogar hochspezialisierte Krankenhauseinrichtungen, die die russischen und tschtschenischen Diebe im staatlichen Auftrag gar nicht betreiben können (wie die beste ukrainische Spezialklinik für Infektionsmedizin in Luhansk dieser Tage !), werden geklaut. Das ist ein archarisches Strafgericht gegen das unfolgsame Brudervolk (eigentlich sind die Ukrainer der Kiever Rus die Väter und Mütter Russlands, es wäre also besser, wenn Russland der Entwicklung der UA gefolgt wäre).

 

Mit dieser Art Kriegsführung werden sämtliche rechtlilch-zivisatorischen Fortschritte des 20. Jhds. in Frage gestellt, eigentlich ist es sogar eine Art Kulturkampf.

 

Atomare Karte?

US Strategen halten es für möglich, dass Putin so denkt, dass die A-Waffen seine einzige Chance sind, die Abschreckung der RA nach seinen Niederlagen wieder glaubhaft zu machen. Ich halte diese Überlegung für sehr plausibel. d.h. die erfolgreiche Vorwärtsverteidigung der UA mit westlicher Hilfe könnte von RU als die existentielle Bedrohung angesehen werden, die in der eigenen Sicherheitsphilosophie die rote Linie ist. Dass muss man ernst nehmen, das ist substantiell etwas anderes als das Einschüchterungsgedöns a la Lawrow. Medwedjew/Sicherheitsrat formuliert da sehr präzise.

 

 

Verhandlungen?

 

Dieses zynisch absurde Spiel muss man durchschauen, um zu verstehen dass Verhandlungsofferten a la Scholz zwar gut gemeint, aber m.E. chancenlos sind. Es geht (leider) offenbar nicht um eine rein militärstrategische rationale Abwägung von Gewinnen und Verlusten, die dann nach Adam Riese oder Clausewitz oder wem auch immer an den Verhandlungstisch führt. Wenn Putin ein Strafgericht durchführen will, um die UA dauerhaft zu schwächen oder gar zu vernichten und dabei auf seine „unendlichen“ Ressourcen setzt, ist er noch lange nicht am Ende, sondern fängt erst richtig an.

 

Wenn diese meine Überlegung richtig ist, gibt es derzeit (mir bekannt) nur einen realistischen Versuch für Verhandlungen. Das ist der interessante Ansatz meiner Konfliktlösungskollegen an der Viadrina, die vorgeschlagen haben, Putin auf ein anderes „Spielfeld“ zu ziehen, ihm anzubieten, über diverse globale Themen „auf Augenhöhe“ zu diskutieren. Man kanns ja mal versuchen.

 

Kriegsgeschehen in Kürze

 

Laut Seleskij hat die UA über 1000 Siedlungen „zurückerobert“. d.h. die RA hat sie geräumt und die UA ist nachgerückt und hat sie gesäubert und ist dabei die Minen zu beräumen. Es freut einen wegen der Menschen, sagt aber (leider) noch wenig über die Gesamtlage.

 

-nördlich Charkiv: RA auf „Rückzug“

-Dreieck Isyum, Kramatorsk, Sjewerodonesk: Bombardements, gescheiterte Versuche, Städte und Verkehrswege komplett zu kontrollieren, gelegentlich kleine Fortschritte RA, kleine Abwehrerfolge der UA

-Donetzk. Die Kämpfe sind nach 3 Monaten erstaunlicher Weise noch kaum über das Umfeld der Stadt Donezk (Separatistengebiet) hinausgekommen. Wenn die UA so brutal gegen die DNR kämpfen würde, wie umgekehrt, säße die Bevölkerung von Donetzk vermutlich nur noch im Keller und Bunker. So kann die Ua aber nicht gegen die (im Prinzip eigene) Bevölkerung vorgehen, wenn sie nicht moralisch verlieren will. Lediglich Richtung Mariupol hat die DNR/RA deutliche Gebietserfolge errungen.

-in Cherson/Zaporischschja versucht die RA ihre Gewinne zu sichern und zu arrondieren (Das ist eigentlich die einzige Gegend, wo Putin wirklich Land gewonnen hat. Das aber mehr wegen des Dilettantismus/Verrat der Verwaltungsspitze von Cherson in der ersten Kriegstagen, der verschlafen haben, die Verbindungen zur Krim zu verteidigen oder zu kappen. Ohne das, säße RA vermutlich dort genau so auf halber Strecke fest, wie im Osten der UA)

-ansonsten bombardiert man mal hier mal da, um zu zeigen, wie mächtig man ist, weitere Infrastruktur zu zerstören, die Bevölkerung einzuschüchtern, die ua und administrative Ressourcen der UA zu binden, alles „edle“ Ziele der Zerstörung....

 

Mariupol-Bunker

Inzwischen gibt es kaum eine Regierung der Welt, die in die Verhandlungen zum Abzug 1. der Verwundeten 2. evtl. der Soldaten nicht beteiligt wäre. (derzeit Türkei, Israel)

Selenskj hat das als eines der obersten Ziele ausgegeben (er steht auch durchaus unter politischem Druck nachzuweisen, dass er die nationalistischen Regimenter nicht fallen lässt !), die stellvertretende MP, die die Verhandlungen koordiniert hat noch einmal darauf hingewiesen, dass es nicht nur um ASOW geht (die Frauen der ASOW-Kämpfer dominieren derzeit die PR und bedrängen wohl auch Regierungsmitglieder sehr persönlich), sondern dass im Bunker auch Soldaten der Streitkräfte der Ukraine (d.h. Marines), der Nationalgarde (ASOW), des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU?!), der Territorialverteidigung, Grenzschutz und Polizei geschützt wird. Der ASOW-Bunker ist, wenn ich das richtig verstehe, eigentlich die abgedeckte Kommandozentrale der regionalen bewaffneten Organe, auch wenn ASOW die Sache wohl dominiert.

Aber, man kann es nicht oft genug wiederholen, ASOW ist in dieser Funktion (jenseits politischer Implikationen) regulärer Teil der Nationalgarde des UA Innenministerium, sie ist von ihrer Entstehung die Schutztruppe des Stahlwerkes von Rihnat Ahmatow und zudem die Retterin der Stadt Mariupol 2014.

 

Heute sind die ASOW-Verteidiger -egal was man in Deutschland darüber denkt, redet und schreibt und egal, wie die Sache ausgeht, die „unsterblichen Helden“ von Mariupol und der Ukraine, das zeigen alle Posts aus der Region und der UA. Putins Antinazistischer Krieg hat ASOW zu unsterblichem Ruhm verholfen! Absurder geht es gar nicht. Das müsste eigentlich selbst der Herr im Kreml verstehen.

 

Humanitäre Lage

unverändert wie in den Vortagsberichten. Regional schlimm

laut ua Quellen ist in Cherson der FSB mit Verhaftungen und Folter unterwegs, über 100 Personen sollen verschwunden sein. Nicht überprüfbar, aber auf Grund zahlreicher Indizien sehr plausibel.

Wirtschaft/Sanktionen

Laut westlichen Wirtschaftsberichten, haben die Öleinnahmen Russlands in den vergangenen Monaten dank der Preisentwicklung deutlich zugenommen.

Außenpolitik

Wie in H-und-G.info schon Ostern berichtet will S-Ossetien/Georgien heim ins russische Reich. Russland ist aber in diesem Fall skeptisch.

Besatzung

US-Quellen haben jetzt entdeckt, dass es Vorbereitungen gibt, Teile der UA in die russische Föderation zu integrieren. Leser von H-und-G.info konnten schon vor Wochen lesen, dass die neuen Schulbücher in Mariupol den Zusatz Rostov enthielten, ähnliche Tendenzen in „Neurussland“/Cherson

 

 13. 5. ca, 6.00 Uhr

Westwaffen, wo sind sie?

Prekäre Lage in Luhansk in deutscher Presse übersehen

humanitäres Desaster in Luhansk und Mariupol

Verbrechen gegen Zivilisten

 

 

 

Westwaffen, wo sind sie?

 

Wo sind die westlichen Waffen? Spürbar sind Folgen der US-Luftaufklärung, Luftabwehrabschüsse, Drohnenaufklärung und -angriffe. Behauptet wurde, dass die ersten Distanzhaubitzen ( 40km Reichweite, bei hoher Präzision) aus den USA gestern (!) im Donbas angekommen wären. Da zählt angesichts der Schwierigkeiten der UA jeder Tag. Erst mit solchen Waffen könnten gegnerische Artillerie- und Panzereinheiten effektiv ausgeschaltet, aufgehalten und sogar zurückgedrängt werden. Das gelingt der UA derzeit im Raum Sewerodonetzk, und den Nachbarort Lyssytschansk nicht (!) wirklich, trotz keiner Erfolge und abgewehrten Durchbrüchen.

 

Der Krieg im Donbas entscheidet sich voraussichtlich, an der Frage wer schneller die besseren Waffen einsetzen und per Nachschub am Laufen halten kann. Die RA hat, anders als in D. oft behaupet, zumindest im Prinzip eine gewaltige Nachschublogistik aufgebaut. Mangels Distanzwaffen und Flugzeugen kann die UA diesen Nachschub aus RU (über Schiene und Straße) kaum beeinträchtigen. (Außer durch Sabotage: Treibstofflager, die in die Luft fliegen, etc.)

 

Panzer braucht die UA für diese Phase noch kaum, eher für Landgewinne und Rückeroberungen wie nördlich von Charkiv.

 

Wer hätte es gedacht, die Beschaffung der Bundeswehr soll mit der UA-Hilfe überfordert sein (Handelsblatt). Im Nachhinein betrachtet, war die Idee von Scholz, den Ukrainern einfach Geld zum Waffeneinkauf in die Hand zu drücken, wohl gar nicht so schlecht!

 

Vieles in Deutschland war also eine Geisterdebatte, man hätte lieber schnell Luftabwehrwaffen und Haubitzen schicken sollen. Dieser Krieg eignet sich sehr schlecht für Parteipolitik.

 

Kriegsverlauf

 

Russische Armee kesselt immer stärker die provisorische Bezirkshauptstadt des freien Luhansk, Sewerodonetzk, und den Nachbarort Lyssytschansk ein. Die ua Militärberichte täuschen darüber hinweg, weil sie nur die Orte schildern, wo die RA nicht durchbrechen konnte. Ein Vergleich mit Vortagesstandorten zeigt, dass die RA an drei Seiten nur noch 2-5 km vor der Stadt steht, einzelne Orte wie gehabt, permanent beschießt und komplett platt macht, die Stadt mit Artillerie beschießen kann, nicht einmal ein Panzerangriff ist mehr ausgeschlossen. Die Stadt ist faktisch militärisch umzingelt und mangels Außenverbindung abgeschnitten (!).

 

Allerdings scheint das den Preis zu haben, dass die Region nördlich von Charkiw und der Sturm auf Izyum (zwischen Charkiv und Luhansk) zumindest vorübergehend von der RA aufgegeben werden musste. Auch der Versuch der RA, über den Donetzk-Fluss nach Süden und Westen überzusetzen, der an dieser Stelle 1-3 mal so breit wie die Spree sein dürfte, scheint weitgehend gescheitert. (Beschuss Pontonbrücke gestern)

 

Es kann sein, dass die RA Sewerodonetzk erobert, zumindest zuvor kaputt schießt und disfunktional macht, wie alles, was sie in Luhansk erobern. Strategie der verbrannten Erde ohne Rücksicht auf alles und jeden. („Hölle“)

 

Nicht absehbar ist, was sich nördlich von Charkiv jenseits der Grenze tut. Dort werden ru Militäreinheiten zusammengeballt. Ob aus Angst vor Angriffen aus der UA (die es offenbar schon gab) oder um (wie mehrfach befürchtet) der UA in der Rücken zu fallen, ist unklar,

 

 

Vorsicht. In der deutschen Presse spiegelt sich die Dramatik der Kämpfe in Luhansk nicht, weil einseitig auf die UA.Militärberichte und Propaganda gesehen wird, die auch per Agentur verbreitet werden und direkt in die Tagesticker eingehen z.B. bei FR und Bild. (FR:Ukraine-Krieg: Russland scheitert im Donbass bei Angriffen auf umkämpfte Dörfer.

Russland meldet die Tötung von 300 ukrainischen Soldaten. (durch nichts belegt, kann reine Propaganda sein, derartige Zahlen von beiden Seiten sollte man gar nicht berichten, weil sie weitgehend fakes sind !))

 

 

Humanitär

 

Sewerodonetzk-Region katastrophal wie gestern, keine Handy/Internetkommunikation, keine Versorgungsmedien, kein Lebensmittelnachschub, keine Evakuierung (!) einige 10.000 Menschen in der Falle

 

In Popasne werden Zivilisten von RA erschossen. (Kriegsverbechen !). Es wird gewarnt, Videofotos zu machen.

 

Evtl. sind (wieder einmal) Tschetschenen für die Übergriffe verantwortlich. Kadyrev gestern: „Gegenwärtig werden in den befreiten Gebieten operative Maßnahmen zur Säuberung uneiniger nationalistischer Gruppen ergriffen. Solche Erfolge sind ein klarer Indikator für die Dominanz der russischen Armee. Alle Pläne der Nazis, Banderas und Satans, der verdienten Strafe zu entkommen, werden durch den Anblick einer furchtlosen Armee vereitelt, die sich nähert.“

Das ist eine vermutlich völkerrechtswidrige Aufforderung keine Gefangenen zu machen, bzw. alle „feindlichen Elemente“ zu ergreifen. (Verdacht Kriegsverbrechen) Kadyrev beruft sich immer wieder auf den Oberbeefehlshaber Putin. (Befehlskette von P über K. Zu den namentlich genanntn Kommandeuren vor Ort (!))

Ich kann es nur wiederholen. Terrror gegen die Bevölkerung ist Teil der Kriegsführungsstrategie. Butscha ist überall.

 

 

In Mariupol, droht weiterhin Abwasser/Wasserdesaster, weil Besatzer offenbar unfähig, das Leitungsnetz zu reparieren. Außerdem wird die Stadt nach ua Angaben nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt.

Originalzitat ua: „Im Laufe des Tages wurden 3.500 Lebensmittelpakete in Mariupol geliefert und verteilt . 6.110 Menschen werden mit warmen Mahlzeiten versorgt .
130 bis 170.000 Menschen bleiben in der Stadt. Davon wurden nur 9.510 Menschen pro Tag ernährt, das sind 6,5 Prozent aller Einwohner der Stadt.“

 

In Mariupol überall Filtrierungspunkte, Menschen verschwinden

 

die Vierjährige, die von ihrer Mutter bei der Filtrierung getrennt wurde, konnte immerhin ihren geflüchteten Großelten übergeben werden. UA Regierung bemüht sich die mutmaßlich deportierte Mutter und das Kind wieder zusammenzuführen

 

Mariupol-Bunker

Verhandlungsstrategie der UA Regierung sehr professionell: step by step. Stellv. Ministerpräs. kritisiert Presse wegen falscher und Sensationsberichte und mahnt Zurückhaltung an. (kann ich nur unterstützen !) Derzeit wird versucht 38 (!) (von dutzenden) schwer Verwundete aus dem zerstörten Bunkerlazarett direkt in ein Drittland zu evakuieren. Türkei ist bereit, Russland weigert sich. UA bieter inzwischen größere Zahl von ru Soldaten (angebliche mehrere 100) zum Austausch für die 38. Gleichzeitig versucht ua durch spektakuläre PR (Papstbesuch, Aufruf der Ehefrauen und Kinder der Bunkersoldaten, etc.) die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren. (Jeder kann das durch Petitionen weiterverbreiten auf social channels unterstützen !)

 

Angeblich schafft ASOW es immer noch RU aus dem Bunker heraus anzugreifen und teilweise zurückzudrängen.

 

Es werden Angriffe mit strategischen Bombern mit Brandbomben (nicht sehr zielgenau) befürchtet und die Bevölkerung in der Nähe vom Stahlwerk erneut zur Evakuierung aufgerufen.

 

Sanktionen/Wirtschaft

 

In rus Panzern wurden Chips aus Haushaltsgeräten gefunden, Indiz für Wirksamkeit der Sanktionen

 

DNR versucht zweite Stahlfabrik in Mariupol wieder in Gang zu setzen, um Militärproduktion aufzunehmen (!)

xxxxxxx

Monitoring 12.5.2022

Dramatische Offensive im Donbas/v.a Luhansk -Gashahn bleibt offenbar zu

Diplomatie der Weltkirchen wegen Mariupol-Bunker

Erste Kriegsverbrecherprozesse gegen Russische Soldaten

Krieg

Die Lage in Lunhansk extrem schwierig. (Kein Wort dazu in der Tagesschau!). Teile des freien Luhansk sind fast abgeschnitten. Die RA verstärkt Offensive, keine Siedlung im Donbas ohne Beschuss. Im Norden (Luhansk) mehrere Städte akut bedroht. RA hat Internet ausser Kraft gesetzt, um Kommunikation über Stellungen zu unterbinden. d.h. aber auch, die ua Oblastverwaltung kann nicht mehr mit den Eingeschlossenen kommunizieren. (!) Evakuierung kaum möglich (10.000e noch dort) , Versorgung kaum möglich, Licht, Strom, Gas, Wasser ausgefallen. Hauptzufahrtstraße („des Lebens“) von UA nach Osten auf 7 KM so unter Beschuss, dass Passagen kaum möglich.

„Kurioser“ Weise fordert sogar der russischen Befehlshaber Internationale Organisationen und die UA zur schnellen Evakuierung der Gebiete von Kramatorsk bis Sewerodonezk auf. D.h. er offenbart damit, dass eine „Total“-Offensive bevorsteht, und als Zwischenziel, dass das Gebiet zwischen den beiden provisorischen Oblast-“Hauptstädten“ Kramatorsk im Westen und Sewerodonetzk erobert oder abgeschnitten werden soll. Damit würde eine ua Luhansk faktisch aufhören zu existieren.

Der UA gelingt es aber offenbar (bisher !?) Totaldurchbrüche zu verhindern. Die RA bleibt- wie mehrfach betont- immer wieder am natürlichen Verbündeten der UA, dem Donetzk-Fluss, hängen. Eine Pontonbrücke wurde zerstört (Bildbeweis).

Die UA und US-Quellen feiern, dass die UA fast das Gebiet nördlich von Charkiv bis an die russische Grenze befreit hat. Aber (!) auf der anderen Seite stehen noch jede Menge russischer Soldaten mit einer sehr gut etablierten Logistik. Was passiert, wenn diese in der Lage wären loszuschlagen? Schwer zu interpretieren sind ru Quellen über angebliche ua Anschläge jenseits der Grenze. Die Infos mögen zutreffend sein, die UA hat russische Ziele als möglich genannt, es können aber auch ru Provokationen sein, um die eigene Bevölkerung zu mobilisieren. (Terroralarmstufe)

Bomben überall in der UA, wie „üblich“, gegen Infrastruktur, aber auch um ua Kräfte überall zu binden.

Gasabschaltung

Erstaunlich karg sind die Infos dazu. Offenbar hat UA den Westen mit der Abschaltung überrascht. Unklar ob die Entscheidung die zivile regionale, die militärische oder die zentrale politische traf. Durch lokale Infos ist verifiziert: die Russen schicken immer noch Gas über die Sojus-Pipeline über die Grenze. Die Ua haben an der Verteilerstation die Hähne zugemacht. Wo genau die Leitung verläuft, konnte ich nicht ausmachen. Klar ist aber, dass das ganze Gebiet von der Rus Grenze bis Kramatorks mehr oder minder Gefechtsgebiet ist. Selbst wenn die Pipeline von beiden Seiten nicht gezielt beschossen wird, besteht ein hohes Betreibungsrisiko. Angeblich wurde schon eine Gashauptleitung bei Sewerodonetzk (Chemiestandort) von der RA zerbombt. Aber auch die UA Gegenwehr kann jederzeit Leitungen treffen. Zudem ist die Strom- und Internetkommunikation zusammengebrochen, so dass die Steuerung eines derart komplexen Versorgungssystemes schwierig bis unmöglich ist. Ich tendiere dazu, dass es primär eine technisch bedingte Abschaltung angesichts der dramatischen Zuspitzung in Luhansk war, die auf Grund der politischen Implikation (faktisches Teil-Gasembargo) von oben gedeckt wurde. Die UA Argumentation (höhere Gewalt) und die Ru Gegenargumentation verweist darauf, dass es nicht nur um die Optik, sondern auch um Milliarden Schadensersatzforderungen geht.

 

Mariupol-Bunker

Weiter Bunkerbeschuss. Seit ASOW erklärt hat, dass keine Zivilisten mehr auf Gelände seien, hat Puschwili (DNR-Chef) erklärt, er hätte jetzt freie Hand. M.a.W, die Sache wird noch schlimmer werden, schwerere oder Chemiewaffen werden befürchtet.

Die Ehefrau des ASOW-Kommanders in Mariupol, Prokupenko, war mit anderer bei Papst, übergab Botschaft vom Kiever Patriarchen. Andere Frauen machen PR-Kampagne zugunsten der Extraction (Evakuierung direkt in Drittland ohne russische Filtration) der Bunkerverletzten und Kämpfer. Offenbar werden -wie von mir mehrfach vorgeschlagen- die Weltkirchen eingebunden, um Putins Blockade bei der Evakuierung der ASOW-Kämpfer („Ukrofaschisten“ in RU Sicht) zu durchbrechen. Die UA Regierung macht diese Kampagne sehr gut, man sollte sie dabei in jeder Hinsicht unterstützen.

Humanitär

katastrophal Luhansk

im Donbas verschwinden hunderte in Speziallagern („Folterlager“)

in Mariupol hört FSB offenbar socialmedia Kanäle ab, alte Stadtverwaltung rät zu Kanalwechsel

in Mariupol droht Colera, etc.. Die Besatzer haben nach Angaben der ua Stadtverwaltung (die nur von virtuell aus dem Exil agiert !) das Wassernetz unsachgemäß in Gang gesetzt. Es droht eine Woche lang nicht trinkbares Leitungswasser und ein Rücklauf und Überschwemmung der Kloake. Angeblich sind wieder ca. 170.000 Menschen in der Stadt, die durch Mangelernährung während der Blockade, Unterversorgung durch die Besatzer, fehlende medizinische Versorgung geschwächt ist. (Es gibt nur stundenweise eine Ambulanz-Ärzte werden in Donetz festgehalten, sind getötet, oder geflüchtet, Krankeinrichtugn zerstört und/oder von Russen geplündert). Der ua Bürgermeister fordert Evakuierung. Eine humanitäre Unterstützung von außen wäre vielleicht möglich, würde aber faktisch das Besatzungsregime stabilisieren.

Kriegsverbrecherprozesse

Inzwischen wurden mehrere RU Soldaten in der Ukraine wegen Hochverrats angeklagt, und die ersten verurteilt. Es drohen Strafen um die 15 Jahre. Es geht v.a. um Kriegsverbrechen im Donbas in 2014 (Angriff auf die UA). Ob es Russen oder Ex-Ukrainer sind (DNR/LNR-Einwohner) sind, ist unklar, was rechtlich aber von Belang ist, weil erstere möglicherweise als Soldaten unter die Konvention fallen, zweite unter UA-Strafrecht. Müsste analysiert und ggf. mit ua Regierung besprochen werden, damit sie sich nicht angreifbar macht.

Originalmeldung: According to documents from the Security Service of Ukraine (SBU), 6 Russian occupiers taken prisoner have been sentenced to 8-15 years. Source: Artem Dekhtyarenko, representative of the Security Service of Ukraine (SBUQuote: "Six combatants in illegal armed formations of the Russian occupation forces were convicted in Luhansk and Vinnytsia regions, according to documents from the SBU. They were captured by Ukrainian defenders during the fighting in February-March.

 

Wirtschaft

Die Ru Besatzer haben Arbeiter und Fachleute aus dem Donbas gezwungen, nach Mariupol zu gehen und dort die Stahlproduktion wieder in Gang zu setzen (es gibt wie mehrfach berichtet, zwei Stahlwerke). Die Leitung der Metallurgischen Gesellschaft, der die Stahlwerke gehören, betont dass es zu dieser faktischen Enteignung keine Rechtsgrundlage gibt und die Kollaborateure mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben. Auch andernorts gibt es Requirierungen/Enteignungen von Privateigentum durch die Ru Besatzer.

xxxxxxxxxxxxxxxxx

Monitoring 11.5. ca 6.00 

Der Gaskrieg hat begonnen.

Wettrennen um besseren Nachschub und Zerstörung der Logistik des Gegners. Ukrainische Armee im Osten in akuter Bedrängnis. Westwaffen noch nicht (ausreichend) im Einsatz

humanitäre Katastophen v.a. im (noch freien) Luhansk und im ASOW-Bunker von Mariupol Ukraine wirtschaftlich am Boden-auf Jahre auf Westhilfe angewiesen

Kriegsgeschehen

Die UA vermeldet die Abschaltung der Gastpipeline von Luhansk nach Europa, durch die ca 1/3 des russischen Gases durch die Ua führt. Die UA führt das auf russischen Beschuss zurück, Ru dementiert. Die Auswirkungen dürften dieselben sein: Das faktische Gas-Embargo hat begonnen. Russland (kann nicht) liefert nicht. Europa zahlt nicht. Der Gaspreis dürfte explodieren. Was nun Herr Habeck, wir können nur hoffen, dass die Gaseinkäufer besser waren, als offiziell zugegeben und das Wetter warm bleibt.

US-und UA Quellen unterschlagen die massiven Schwierigkeiten, die die UA, auch mangels Waffen, im Donbas haben und stellen die nur die Ua Erfolge nördlich von Charkiv heraus (die m.E. von Russland her gefährdet sind.) die UA kann im Prinzip an zwei Stellen umzingelt bzw. gespalten werden.

V.a. im freien Luhansk spielt sich ein Drama ab. Die Stadt Severodonezk ist mehr oder minder eingekreist. D.h. Evakuierung und Nahrungsmittelzufuhr waren gestern nicht möglich (!). S. Mit einst ca 100.000 Einw. War nach der Spaltung des Oblast 2014 der behelfsmäßige Bezirks-Verwaltungssitz des freien Luhansk, ein Zentrum der Chemindustrie. Mit Bomben und Artillerie wurde gestern die zentrale Gaspipeline zerschossen, Strom-, Gas., Wasserversogung sind ausgefallen. Da die RA von Süden (Stadt Luhansk) und Norden (Charkiv/Isyum) gleichzeitig vorgerückt ist und die Verkehrsverbindung Richtung Westen zerstört hat, bzw. kontrolliert, sind in einem Streifen ca. 40.000 Menschen in der Falle. Die Provinzregierung hat seit Wochen versucht alle zu evakuieren. Es gibt aber immer Menschen, die dem nicht folgen: Weil sie alt, immobil sind, Angst haben ihr Hab und Gut zu verlieren (Plünderungen), Angst vor dem Neuen haben, oder auch- auch das gibt es- auf Seiten der Russen sind. (Nach jeder Besetzung fanden sich x Kollaborateure)

Über weitere Geländegewinne der RA Richtung Westen gibt es unterschiedliche Angaben, während die ru/tschesch Seite für sich Zugewinne reklamiert, behauptet die ua Seite, dass Sie die RA teilweise zurückgedrängt habe, teilweise selbst „nur“ taktisch zurückgewichen sei, um aus besseren Stellungen Durchbrüche zu verhindern. Das die RA an den Verwaltungsgrenzen von Luhansk angekommen sei, wurde dementiert. (ohnehin glaubt keiner, dass dann Schluss ist)

Die RA führt immer noch neue Truppen (500) hinzu, aber schlecht ausgebildet. Muss aber manche die fast aufgerieben wurden, wieder zurückziehen. Bilanz unklar.

Der UA fehlen offenbar adäquate Waffen, um sie erfolgreicher zu wehren. Ich kann es nur wiederholen, es geht in dieser Phase weniger um Panzer, schon gar nicht Marder, sondern um Flugabwehr, Antiartillerie (Die Russen können z.T. sehr weit schießen. Superhaubitzen.).

In anderen Regionen Bomben wie gehabt. Nach der Treibstoff-, Bahninfrastuktur versucht die RA offenbar, die restliche Luftwaffenbasis der UA auszuschalten und den Westnachschub zu unterbinden.

Die RA geht deutlich systematischer vor, als in der deutschen Presse behauptet. Sie konzentriert sich derzeit auf Luhansk, zerstört ua Infrastruktur, organisiert systematisch ihre Logistik und ihren Nachschub an der Ru Grenze. Allerdings gibt es erhebliche, zunehmende Probleme mit der Motivation und Ausbildung der ru Soldaten, m.E. die Achillesferse der Armee, neben Schwächen der Ausrüstung (es wird z.T. mit Bomben sowjetischer Bauart, also mehr als 30 Jahre alt, geschossen, die keinerlei Zielgenauigkeit haben) . Nach ua Angaben haben die RU so große Verluste, dass sich Truppenteile immer wieder zur Regenerierung nach Ru zurückziehen müssen. Angeblich stellen immer mehr Soldaten Entlassungsgesuche aus der Armee. Leider scheinen die Repressionsorgane in der Armee aber stärker als 1917, so dass ein wirkliches Kollabieren der Armee derzeit unwahrscheinlich

 

Humanitäre Lage

Luhansk bahnt sich Katastrophe an.

Wagner-und Kadyrov-Söldner in Luhanski im streetfighting-Einsatz, was auf Folter bei Gefangenennahme bzw. Strategie keine Gefangenen zu machen, schließen lässt.

Man muss auch mal über die russischen Soldaten reden und was ihnen angetan wird. Das ist das reinste Kanonenfutter. Laut einem angeblich abgehörten Soldatentelefonat soll es im Donbas keine Leichenhalle, sondern einen „Müllberg“ mit toten Soldaten geben, Gefallene werden als vermisst gemeldet, um die wahren Zahlen und Namen der Toten nicht nennen zu müssen. Putin gopfert sein eigenes Volk für seine großrussische Vision. Das mag zwar zweckrational sein, aber irgendwie irre ist es schon.

Ru und DNR- Spezialkräfte räumen das zerbombte Theater von Mariupol und entfernen Leichen. Offenbar soll das Kriegsverbrechen gegen die Zivilisten im Bunker durch Bombenabwurf (Deti-Kinder-Aufschrift) vertuscht werden. Leichen kommen in Massengräber.

Mariupol-Bunker-Stahlwerk

Weiter Kmäpfe und Beschuss durch Bomben, Panzer, Speziatrupps

Mariupol-Bunker. Katastrophe. Die unterirdische Krankenstation wurde zeitweise von der Versorgung abgeschnitten. Auch wenn ASOW aus naheliegenden Gründen dramatisiert, müssen dort verheerende hygienische Verhältnisse v.a. bei den Verwundeten herrschen (Wundbrand, Wundfieber, etc.)

Im Bunker soll es auch immer noch Zivilisten geben. Das sind aller Wahrscheinlichkeit die Angehörigen der ASOW-Kämpfer, die nicht riskieren konnten, bei der Evakuierung von den Russen „Filtriert“d.h. überprüft zu werden. Das hätte ihre Gefangenennahme, evtl Folter, u.ä. Bedeutet.

UA bemüht sich redlich um internationale Extrahierungs-Lösung (Evakuierung direkt in neutrale Drittstaaten). Aber bisher gibt es offenbar (wie vorhergesagt, wohl wegen der symbolischen Bedeutung der ASOW-“Nazis“ für Putins Entnazifizierungs-“Operation“) kein russisches Angebot, was für die UA-Seite akzeptabel ist. (ich vermute, die Russen bestehen auf Filtrierung und ggf. Festnahme von Ua „Kriegsverbrechern“. In ASOW sehen sie nach Ru. Recht die Speerspitze der UA Kriegsverbrechen gegen das separatistische Donbas. Möglicherweise haben sie auch Namen von solchen Soldaten, die an UN-Dokumentierten Folterungen von Separatisten in den Jahren unmittelbar nach 2014 teilgenommen haben-Putin will ja ein Tribunal a la Nürnberg hochziehen, um seine Aktion zu legitimieren.)

Kriegsziele/Waffen

Es zeigt sich dieser Tage, dass die deutsche Debatte teilweise vollkommen kontraproduktiv war. Es fehlen Drohnen und Haubitzen und Flugabwehrgeschütze (!). Alles in der momentanen Phase Defensivwaffen. Das Getöse in Deutschland diente wohl mehr dazu, die Regierung vorzuführen, als der Ukraine. Vielleicht sollten das die Hobby-Feldherren in manchen Fraktionen und Medienhäusern bedenken. Auch Melnyk ist nicht immer ein wirklich guter Ratgeber.

In Osteurpa werden inzwischen Kriegsziele wie Systemchance in Moskau (Lithauen), oder Rückeroberung von Gebieten jenseits der Grenzen von 2014 (Kuleba/UA) diskutiert. Da braut sich mit Kriegserfolgen der UA und der vollkommen brutalen Materialschlacht Putin wirklich ein Problem zusammen, was die europäische Politik neu belasten dürfte.

Sanktionen/Gegensanktionen/Wirtschaft

Während die westlichen Wirtschaftssanktionen bisher zumindest ihre politische Wirkung nicht so gezeigt haben, wie der Westen selbst erwartet hat, greifen Ru Maßnahmen gegen die UA. Durch den Krieg sind ua BSP und Staatseinnahmen deutlich gesunken, d.h. der Staat ohne Westhilfe bankrott. Große Teile der Infrastruktur im ganzen Land (!) sind z.T. schwer beschädigt, im Kriegsgebiet teilweise Totalschaden an Mehrfamilienhäusern und Infrastruktur. Wesentlich Teile der UA-Industrie (Stahl, Chemie, Flugzeugbau (Antonov)etc.) auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgeworfen. Die Aussaat konnte nur z.T. erfolgen. Das Vorjahresgetreide kann nur eingeschränkt exportiert werden. Der Seehandel ist fast total erlahmt. Die RA stiehlt Einrichtungen von Fabriken (Rüstung z.B., evtl. ASOW-Stahlwerk) Gegenstände aus Krankenhäusern, Schulen (Smartboards (!)), Landwirtschaftliche Maschinen, Busse, LKW, die Soldaten bedienen sich an Privat-PKW, plündern leerstehende Häuser, und bei Durchsuchungen. In den besetzten Gebieten, wird durch Neuerfassung von Katasterangaben, die Enteignung von Immobilien von Geflüchteten bzw. nicht kooperationsbereiten vorbereitet.

Russland sol nach ua Angaben Getreide, was sie in der UA beschlagnahmt haben inzwischen auf dem Mittelmeer Richtung Syrien transportieren. Wie die Schiffe ohne Kooperation/Duldung der Türkei durch den Bosporus gekommen sein sollen, ist mir ein Rätsel. (da müsste man draufsehen, das ist eine Art Raubgut, auf das wenn dann auch andere Staaten/Ägypten z.B. dringend angewiesen wäre)

 

Monitoring 10.5.2022

Gefährliche Geländegewinne Russlands im Osten

Putins Rede gefährlich

Repressions-Lagerstandorte (erstmals mit Karte) in den besetzten Gebieten

was deutsche Kriegszieldebatte verschweigt

Kriegslage

Die Lage der UA ist deutlich prekärer, als in den Medien und ua Militärberichten dargestellt. Der RA gelingt es Meter für Meter im Donbas gutzumachen. Allerdings offenbar mit hohen Verlusten. Die Strategie ist inzwischen sichtbar und planvoller, als behauptet: Es wird versucht, eine Ost-West und eine Nordsüd-Landschneise zu ziehen, auf der die Russen Truppenbewegungen und Nachschub per Straße und Bahn sichern können. Zudem könnte damit eine stabile Verbindung Luhansk-Charkiv, Luhansk-Dnjepo entstehen. Drittens könnte die UA und ua Verwaltung im noch freien Luhansk (sie sitzt in Swjedjerodonetzk) von ihrem Nachschub abgeschnitten werden (sog Straße des Lebens). Auch wenn es auf Grund der UA Gegenwehr noch keine großen Durchbrüche gibt, sind doch wichtige ru Erfolge zu verzeichnen. Die N/S Autobahn E 40 wurde faktisch unterbrochen, durch mehrfache Überquerung des Donezk-Flusses wurden eine O/W-Verbindung geschlagen. Swjedjerodonetzk könnte eingekreist werden.

 

Die RA hat numerisch nach US-Angaben 97 Taktische Bataillone i(BTG) m Einsatz. Statt der üblichen Nennzahl (800-1000) dürften diese deutlich weniger Personal haben. Durch wilde Rekrutierung, faktisch auch von Rekruten (was Putin ausgeschlossen hatte), Einsatz von nicht ausreichend qualifiziertem Personal, scheinen die Ru so hohe Verluste zu haben, dass sie die BTG offenbar immer wieder nach Russland zur „Auffrischung“ zurückverlegen müssen. Es scheint daher, wie mehrfach in HuG angedeutet, nicht sicher, ob die immer noch massiven ru Kräfte im ru Grenzgebiet für eine Offensivwelle einsetzbar sind, oder „nur“ Reserve in diesem blutigen Abnutzungskrieg.

 

Söldnereinsatz

In Luhansk sind die Wagner-Truppen und Tschetschenen eingesetzt. Letztere sollen angeblich hauptsächlich marodieren, also die Restbevölkerung (noch 40.000) terrorisieren. Die Wagner-Truppe soll nach US-Angaben die Ru Führung eindringlich um 100. Tausende Soldaten (!) gebeten haben. D.h. wie schon bei Kadyrov in Mariupol, dass die Profis (Elite-Söldnertruppen) die militärische Schwäche der Russen deutlich sehen, und nicht verheizt werden wollen.

 

Humanitäre Lage

 

v.a. in Kriegsgebieten, v.a. in Luhansk katastrophal. Wird noch schlimmer, wenn es gelingt, , Swjedjerodonetzk, u.a. einzukreisen.

 

Problem: die Flüchtlinge verlieren ihr Hab und Gut, durch Strategie der verbrannten Erde und plündernde ru Soldaten.

 

Repressions-Lager (Filtierungssystem)

Die deutsche Presse hat es immer noch nicht verstanden.

Der Filtrierungs-Lager-Deportationskomplexes ist das dritte systematische Kriegsverbrechen. Dazu mehr im verborgenen Teil von H-und-G.info. Link: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer?no_cache=1#c3259 oder

h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer?no_cache=1#c3259

 

Anbei eine Karte mit den bekannten Lager-/Filtrierungsstandorten.

 

Feiern zum 9. Mai

tragische Komödien. Im Raum Cherson wurden städtische Angestellte gezwungen, an der Parade teilzunehmen. Scharfschützen auf den Dächern bewachten sie. In Mariupol (falsche Berichterstattung in ARD) fiel die Parade aus. Stattdessen „originelle“ Inszenierung. 300 Meter langes Band in den St. Georgs Farben simulierte Menge, während in Wirklichkeit nur wenige Separatisten aus der DNR und ein paar Kollaborateure das Tuch hielten. Die Bevölkerung hielt sich mehrheitlich fern. Potemkin an der ewigen Flamme, Haus dahinter ist zerbombt. (Foto)

 

Mariupol

Asow kämpft nach eigenen Angaben immer noch in Kleingruppen auf dem Werksgelände, kommt also noch aus dem Bunker raus. RA versucht ASOW u.a. (Grenztruppen) im Bunker und Aktionsradius einzukreisen (Brücken gesprengt). ASOW hofft immer noch auf militärische Befreiung. Abgeordneter aus M. Meint Hinweise auf einen Chemiewaffenangriff zu haben. (durchaus plausibel, damit die „Ukrofaschisten“ „ausgeräuchert“ werden können, war schon länger Plan von DNR)

 

Putins Neototalitarismus

Putins System nimmt durch Ideologisierung und Massenhysterisierung, wie vorhergesagt, immer stärker neototalitären Charakter an. Nach der Konsolidierung seiner Herrschaft, präsentiert er zunehmend eine patriotische Ideologie, inzwischen gepaart mit Blut, Schweiß und Tränen. Immer mehr mobilisiert er Massen, wobei er offenkundig im Teich vom verstorbenen Schirinowski und den Kommunisten fischt. Die Demo nach der Parade mit russischen und Sowjetfahnen hatte eine entsprechende Ikonographie. Putins Basis hat sich also vom einst liberalen Bündnis unter Jelzin zum Verfechter des nationalistischen bis ultranationalistischen Mitte-Rechts-Spektrum verschoben.

 

Putins Rede

 

Im Prinzip kann man sie zweifach interpretieren. Als eher „gemäßigt“, wie es mehrere Schnellkommentatoren im Fernsehen machten, (anders K.Schlögel, der aber die Westkomponente unterschätzte) oder eher im Gegenteil. Ich tendieren zu Letzterem. Die Rede ist zwar schillernd, Putin redet nicht vom Krieg und von der Massenaushebung. Aber ist er nicht Geheimdienstler, der es liebt seinen Gegner zu verwirren? War es nicht naiv anzunehmen, dass er die beiden Punkte nennt, die im Westen alle vorhergesagt haben: Dann würde er ja als berechenbar gelten. M.E. hat seine Rede sich die Massenmobilisierung und die Variante Krieg offen gehalten, mehr noch, letztere scheint als die logische Folge seiner Worte. Wenn Russland existentiell bedroht ist, und die Menschen ihr Vaterland verteidigen müssen, dann weiß jeder gute Russe, was er zu tun hat. Er muss dienen, Opfer bringen für Mütterchen Russland. Putin hat von der potentiellen Existenzbedrohung gesprochen, zwar konkret auf die Krim und das Donbas bezogen, aber die gehören nach seiner (und wohl der Überzeugung der meisten Russen) zu Russland. Putin hat das Narrativ „Genozid“ und „Spezialoperation“ fallen lassen. Er sprach immer vom Kampf, während seine Leute seit der zweiten Phase des Krieges von „militärischer Spezialoperation“ sprechen. Was ist ein Kampf bei dem es Tote gibt und es um die Existenz des Landes geht anderes als Krieg? Putins neues Narrativ- und das ist eine Ausweitung (!) gegenüber der Rede vom 21.2. : Es ist jetzt ein Kampf gegen den Westen, die USA und ihre Satelliten (dazu gehört neuerdings auch D.). Denn die Nato hat nach seiner Logik, die Ukraine soweit aufrüsten wollen, dass sie die russischen Gebiete im Donbas und der Krim angreifen und erobern kann. Es geht also nicht mehr um eine Art Kommandounternehmen gegen eine Handvoll Nazis, die Entnazifizierung der Ukraine, sondern um einen Existenzkampf gegen die westliche Welt, der sich Putin als Vertreter der alten Werte, mit all denen die ihre Tradition gegen den westlichen Liberalismus verteidigen gegenüber steht. M.E. ist das eher eine Ausweitung der Kriegsziele, als deren Begrenzung. Das ist die etwas pragmatischere .Kurzfassung des ideologischen Programmes in Ria Novosti vom 4.4..

 

M.E. schließt das selbst nukleare Abwehr ein, da die Rote Linie dort (S. Medwedew) die Gefährdung der Existenz Russlands und seiner Verbündeten (!) ist. M.E. ist das kein Bluff, keine atomare Erpressung, sondern da liegt die rote Linie wirklich. Auch wenn man aus der Rede eine Selbstbegrenzung auf die Sicherung von Donbas (komplett) und Krim herauslesen könnte, setzen sich die Besatzer in Cherson, u.a. Regionen so fest, dass sie kaum abziehen werden. Im Übrigen wurde bei der Feier gezeigt, wie Putin eine rote Nelke am Sarkophag von „Neurussland“ ablegte, ein interessanter Hinweis in einer derart durchinszenierten Show. Es geht also weiter und wird nicht gemütlicher, die Massenmobilisierung findet faktisch in Ansätzen schon statt (man kratzt jeden zusammen, den man kriegt), eine Verhandlungslösung ist (leider) nicht in Sicht, im Gegenteil.

 

 

Deutsche Debatten zu Waffenlieferungen- manches wird unterschlagen

Die sehr gute und dank Claudia Major, ungewöhnlich informative Diskussion bei Plasberg geht m.E. an einem entscheidenden Punkt vorbei. Wenn man Putin durch Stärke in Verhandlungen zwingen will, dann geht das nur, wenn die Ukraine sich nicht verteidigt, sondern in die Gegenoffensive geht. Doch wie weit soll diese gehen? In der Ukraine heißt es, dann holen wir uns das Donbas und Krim militärisch zurück. M.E. -und das ist der einzige Punkt, wo ich Wolfgang Merkel Recht geben würde- wäre eine Rückeroberung der Krim ein fataler Schritt, weil es das System Putin zementieren würde, da sich dann alle Russen hinter ihn scharen würden.

Auch die Behauptung, dass ist allein Sache der Ukrainer, wofür sie kämpfen wollen, klingt gut, ist aber nicht wirklich ehrlich. Denn ohne die westliche Hilfe, ist die UA in wenigen Tagen platt. Da ist selbst Putin wahrheitsgetreuer, der die Nato verantwortlich macht. Wir sind also mit in der Verantwortung und müssen wissen, wie weit wir gehen wollen, und das auch irgendwann entscheiden und mit unseren ukrainischen Partner besprechen. Im Moment gilt. Lieferung angemessener Waffen gegen die zweite Offensive und zwar subito! Aber nicht das Gehirn ausschalten.

xxxxxxxxxxxxx

Monitoring 9. Mai

75 Tage Krieg

Kriegsverbrechen: Ukrainer verschwinden in Lagern-Teil der Evakuierten von Mariupol offenbar dort

kleiner Sieg in Mariupol: Parade muss wegen Sicherheitslage wohl ausfallen

Unser Beitrag zur Siegesparade:

www.facebook.com/100011052523495/videos/1119310512182895

RA dringt im Osten (fast) zur Oblastgrenzen vor.

Lager/Filtrierung/Deportation

Da in der deutschen Presse alles durcheinandergeht und bisher keine systematische Darstellung dieses dritten systematischen Kriegsverbrechens (neben Bombardement, Übergriffen) ist heute im Anhang unten ein Übersicht über das bekannte zum Lagersystem in den besetzten Gebieten aufgelistet (was ich seit Wochen, mehreren Medien zur Verfügung gestellt habe.)

Krieg

Tendenz: UA nimmt erfolgreich weiter Teile nördlich von Charkiv ein. RA konzentriert sich darauf, bis an die westlichen Grenzen der Oblasti Luhansk und Donetzk vorzudringen. Z. T. knapp davor und erfolgreich. (Einnahme des wochenlang umkämpften Popashne). Vorsicht UA unterschlägt in offiziellen Berichten Misserfolge. (!)

RA versucht weiterhin Flussüberquerungen über den Donetzk-fluß zu etablieren, der eine natürliche Barriere in Ost-West-Richtung ist, außerdem weiter Versuch Landverbindung zwischen Luhansk und Izyum (Eisenbahnknotenpunkt)

RA versucht mit Bombern Reste der UA Luftwaffeninfrastruktur zu zerstören. (westliche Militärexperten haben in jedem Interview auf dieses Defizit der RA hingewiesen, nun wird es kompensiert)

RA ballt immer noch neue Technik und Personal im Raum nördlich von Charkiv (mehrere Taktische Bataillone) (Offensive?) und im Raum Cherson.

RA gehandicapt, da Putin alle Kommandeure zur Parade beordert haben soll. Offenbar geht es im um eine neue ideologische und vermutlich auch (interne) Neuausrichtung. Auf Grund der Zentralisierung der RA bei den Kommandeuren, dürften die Einheiten heute etwas desorientiert sein.

Bombardement im Prinzip überall möglich auch Odessa, in Charkiv vollkommen ziellos, weil teilweise (Charkiv) nicht gelenkte Bomben eingesetzt werden. (Gehen den Russen die Missiles aus?)

 

Der Kommander des ASOW Regiments in Mariupol, Prokupenko, kritisiert )nicht das erste Mal ua Führung). Er meint (nicht zu unrecht), wenn die UA verhindert hätte, dass eine dauerhaft Krim-Landbrücke (von Sebastopol) Richtung Cherson entsteht, hätte man Mariupol retten können (offenbar russ. Armeenachschub von da, da dort die Eisenbahnverbindungen in russ. Haus). (Er hebt vermutlich darauf ab, dass Cherson wegen miliärischen Dilettantismus und Verantwortungslosigkeit der regionalen ua Führung eingenommen werden konnte.)

ASOW enttäuscht, dass UA keine militärische Rettungsaktion für M., die wohl schon seit Wochen vereinbart war (HuG Berichtete). UA Führung sagt (wie schon mehrfach, dass die Kapazitäten dafür fehlten. Stellt aber erstmals (!) Offensive zur Rettung von Mariupol in Aussicht, sobald genügend schwere Waffen vorhanden sind. (!)

Zahl der Panzerabschüsse Spitzenwert, falls Zahlen korrekt sind, als Folge westlicher Aufrüstung, die offenbar im Osten allmählich eintrifft.

 

Verwirrende Meldungen über Flucht und Gefangennahme Teilen der 36th Marineinfanterie in Mariupol. ASOW berichtet darüber, dass diese sie im Stich gelassen hätten und gefangen genommen bzw. getötet worden seien. Die russische Seite hat seinerzeit Derartiges vom zweiten (Iljitsch-)Stahlwerk berichtet (s.HUG), was die UA damals noch quasi dementiert hatte. (Ein Kommender vom 36Th trat in Videos mit ASOW auf.

 

Menschenrechtslage

regional unverändert schlimm, v.a. in Luhansk. Evakuierung wegen Beschuss nicht mehr möglich, Wasser und Stromversorgung bis Kriegsende zerstört, Opfer des Angriffs auf Schule können wegen Beschuss nicht geborgen werden, vermutlich (Rückrechung von Anwesenden minus Geborgene) bis zu 60 Personen verschüttet und vermutlich tot.

 

Besatzung

In Mariupol werden die ersten Märkte eröffnet. Das Leben „normalisiert“ sich langsam unter Besatzungsvorzeichen. d.h. auch weiter Verhaftungen. Da es keine Freiwilligen gibt, wird Geld für Aufräumungs- und Leichenentfernungsarbeiten geboten. Das Stahlwerk II (Illytsch) soll wohl wieder in Betrieb genommen werden. Das immer noch umkämpfte Stahlwerk soll möglicherweise demontiert werden. Der jetzige Besitzer, eine Gesellschaft unter dem Einfluss des Oligarchen Rihnat Achmatov, befürchtet offenbar Enteignung, denn alle Untervollmachten wurden widerrufen. (Um rechtliche Kollaboration zu verhindern)

 

Ua- Kriegs-Veteranen fordern Putin zur Freilassung der Soldaten im Bunker auf.

 

Siegesfeier

Moskau, vermutlich, wie zu erwarten Machtdemonstration und Einpeitschrede (ich könnte die inzwischen für Putin schreiben könnte, weil er zunehmend durchschaubar)

Unser Beitrag zur Siegesparade.-

www.facebook.com/100011052523495/videos/1119310512182895

In Mariupol soll die Siegesfeier -vermutlich wegen der Sicherheitslage im Stahlwerk-abgesagt worden sein. Statt dessen kleine Feier in dem Ortsteil im Westen, der am weitesten vom Stahlwerk entfernt ist. Aktionen der ua Seite sind zu erwarten.

 

 

Mariupol-Evakuierung-Filtrierung

Von den letzten 200 evakuierten Zivilisten aus dem Stahlwerk sind bisher (nur) 175 im ukrainischen Gebiet in Saprorischschja angekommen. (!) Die übrigen wurden vermutlich in ein Filtrierungslager in der DNR gebracht (vermutlich bei Bezimenne).

Dabei wurde eine Mutter, die in ein solches Lager gebracht wurde, von ihrer 4 jährigen Tochter getrennt. (Video) Wie mehrfach in HuG gewarnt, dürfte es sich um Verwandte der Kämpfer im Großbunker handeln, die sich wegen des Verfolgungswahns Putins gegen die Ukrofaschisten in akuter Lebensgefahr befinden, selbst wenn sie den Bunker verlassen.

Am Bunker selbst hat die RA ihre Möglichkeiten, mit Mörsern und Scharfschützen erhöht, jede „Fliege“ (Putin), die aus dem Bunker entweicht, (wie vorgestern schon geschehen) zu töten.

Dass ASOW jetzt lange Presseerklärungen per Telegram gibt, ist ein Zeichen dafür, dass ihr genauer Standort bei den Russen inzwischen bekannt sein dürfte, so dass sie dieses Risiko auf sich nehmen können, geortet zu werden. Unklar ist, ob Putin es wagt, den Großbunker mit bunkerbrechenden Bomben zu zerstören.

Lager-Festnahme-Filtrierung

Nördlich von Mariupol sind Kommunalverantwortliche filtriert, festgenommen, und zumindest einer gefoltert, verschleppt und nach Urteil in der DNR in Haft gekommen. Dieser Filtrierungsprozess ist ein Kriegsverbrechen. S. Dazu unten extra-HuG Report,

Zit. Menschenrechtbeauftragte der ukrain.-Rada: „Nach dem „Filtern“ wurde der Mann mit einer Tüte auf dem Kopf und mit Klebeband umwickelten Händen in unbekannte Richtung geschickt. Während des 5-stündigen Verhörs wurde er geschlagen, auf einen Stuhl gelegt und mit elektrischem Strom gefoltert. Und schon am nächsten Tag wurde er in die Untersuchungshaftanstalt in Donezk verlegt, wo er zwei Wochen verbrachte. Dann – 30 Tage in einer der Justizvollzugsanstalten in der Nähe von Donezk.“

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Monitoring 8.5. ca 6.30 Uhr

Soldaten im ASOW-Bunker droht Tod. So oder so.

Täglich verschwinden dutzende Menschen in Speziallagern (sog. Folterlager)- die deutsche Presse schweigt

Ist Krieg vor Wendepunkt?- russische Armee gibt Stellungen auf, aber brutale Kämpfe im Dobas, damit Putin nicht sein Gesicht verliert

Mariupol-Evakuierung

Die UA Soldaten und Verwundeten im Stahlwerkbunker in akuter Lebensgefahr! Es drohen Pest oder Cholera: Pest Bombardierung mit schweren bunkerbrechenden Bomben (Atom???)/Ausräucherung mit chemischen Kampfstoffen, Brandsätzen. Cholera. Kapitulation mit drohender Folter und evtl. Tod. Letzteres wurde mehrfach (!) von der russischen Seite angekündigt (s. Ria Novosti 4.4., Kadyrev, alles dokumentiert auf H-und-G.info), sei es durch Erschießen vor Ort oder Militärtribunal mit Todesstrafe nach russischem Recht.

S. dazu mein Artikel auf H-und-G.info (damaliger Sachstand kann substanziell ergänzt werden)

Falls es der internationalen Gemeinschaft nicht gelingt, die Soldaten und Verwundeten aus dem Bunker herauszueskortieren werden sie in Speziallager oder Spezialgefängnisse o.ä. kommen (ich habe schon vier identifiziert (!)- Recherche könnte bei mir abgefordert werden- CB 0171-5311140)), wo Putin sie kaum herauslassen dürfte. Die ASOW-Soldaten sind -wie wiederholt berichtet- das Symbol für die Spezialoperation gegen die Ukrofaschisten im Donbas!

 

Kriegsgeschehen

Vorsicht vor zu viel Eurphorie! Der UA ist es gelungen, fast den gesamten Norden von Charkiv zurückzuerobern, was das Bombardieren der Stadt schwerer macht. Aber! Die RA versucht einen Parallelweg zur Motorway E 105 freizuschießen. Sei es um die UA zu hindern, bis zur Russischen Grenze im Norden der UA vorzudringen, sei es um eine Offensive von Kursk/Beograd zu starten, wodurch die UA in die Falle geraten könnte. Wenn sich die RU ganz zurückzieht, hieße das, dass sie Charkiv als Kriegsziel tendenziell aufgibt und sich auf die Regionen Donbas und Cherson(Saprischschja) konzentriert. Das wäre nach der Schlappe bei Kiev die zweite Kriegsvorentscheidung. Aber (!) der Kippunkt ist noch nicht erreicht.

Brutaler Stellungskrieg v.a. in Luhansk, zivile Ziele bombardiert. Laur gefangener ru Soldaten geht es nur drum bis zum 9.5. die Grenzen der Oblasti zu erreichen. Nur kleine Gewinne von RA, meist Mondlandschaften. Versuch die (vorläufige) Oblasthauptstadt Swjewjerodonsk zu erobern.

Mariupol II

Dass die Zivilisten aus den 36 Luftschutzbunkern (ca 800) und v.a. die aus dem Großbunker unter ASOW evakuiert werden konnten, grenzt an ein Wunder. Selenskji hat angekündigt, dass das ein ganz großes internationales Diplomatiespiel war. Ob das für die ASOW-Kämpfer (plus Marines, plus, andere) klappt, ist m.E. höchst zweifelhaft. Putin braucht die Trophäe.

Gestern sind allein drei Soldaten aus dem Bunker erschossen worden, bei dem Versuch Zivilisten bei der Evakuierung zu helfen, Am Vortag ein Fahrer, plus Verletzte.

Humanitäre Lage

Schrecklich v.a. in Luhansk. Beschuss eine Schule, wo sie ein ganzer Ort im Bunker versteckt hatte. In einem anderen Ort zwei Minderjährige durch Beschuss getötet. Ironisch ausgedrückt Russland kennt keine Verwandten (laut Putin ist ja die Rus die gemeinsame Urzelle), rücksichtslos wird alles und jeder niedergemäht, damit Putin bis zum 9.5. sein Gesicht wahren kann. Es geht um ein (falsches) Prinzip. Dafür werden Kriegsverbrechen in Serie begangen!

Kollaborateure/Verräter

Die UA hat zunehmend mit Kollaborateuren/Verrätern zu tun. Der Bunkereingang/Tunnel zum ASOW-Stahlwerk soll verraten worden sein. Zuvor hatte schon ein Schichtführer, der RA Koordinaten für sensible Bereiche geliefert. (das ist in diesem elektronischen Krieg, die entscheidende Info). Auch der neue russische Bürgermeister von Mariupol soll Infrastrukturdaten verraten haben. Jetzt wurde im Donbas angeblich ein Spionagering ausgehoben, der Hinweise auf UA Stellungen gegeben haben soll. Möglicherweise sind es auch Stay behind-Kräfte die von Ru schon langfristig aufgebaut wurden.

Es ist keineswegs so, dass alle gegen die Russen sind. Zahlreiche, Verwaltungsleute und v.a. Lehrer haben die Seiten gewechselt und arbeiten mit der Besatzungsmacht zusammen. V.a. Mitglieder der Prorussischen OZ u.ä. Gruppierungen fungieren als „5. Kolonne“ und stehen für die Kollaboration bereit.

Offenbar gelingt es auch unter der einfachen Bevölkerung durch Versprechungen für Geld und Lebensmittel Anhänger oder zumindest Duldung bei der kriegsmüden Bevölkerung zu erlangen. Zu berücksichtigen ist, dass die die nicht abgehauen sind, oft zu der älteren (noch Russland verbundenen) und der sozial schwächeren Bevölkerung gehört, die jedem folgt, der ihnen etwas gibt. Auch die Informationsmanipulation durch die Besatzer greift, weil sie Untaten der „Faschisten“ enthüllen ( nach dem Modell Nürnberg/KZ im 2 WK) und damit und anderen fake news die Bevölkerung verwirren.

Besatzung

Der Versuch die Regionen Cherson, Donbas fest in das russische Herrschaftsgefüge einzubinden, geht weiter. Jetzt werden im Donbas offenbar russische Telefonvorwahlen eingeführt. (007). Das macht die Kommunikation mit Verwandten in anderen Teilen fast unmöglich.

In besetzten Gebieten wird weiter filtriert, d.h. für rausgefilterte Feinde: Festnahme, Folter, zuweilen Tod, auf jeden Fall längere Haft in Speziallagern (Sog. Folterlagern) oder Spezialgefängnissen. (vier von mir identifiziert, z.T. mit Fotos!- Recherche kann abgerufen werden-CB 0171-5311140)

Austausch von Personaldokumenten, Enteignungen, in einem Ort werden die Einwohner damit erpresst, dass sie am Montag den 9.5. zur Maiparade gehen, damit schöne TV-Bilder entstehen.

Monitoring 7.5. ca 7 Uhr

xxxxxxxxxxxxxxxx

Macht sich deutsche Presse durch Verschweigen mitschuldig? brutales Besatzugnsregime

oszillierender Stellungskrieg. Gefahr der Spaltung der UA im Donbas/Charkiv

Mariupol. Zivilisten und Verwundete aus ASOW-Bunker bislang offenbar gar nicht evakuiert. "Nur" Luftschutzellerinsassen

Vorbereitungen für Siegsparade in Mariupol, aber sie kann wegen ua Widerstand ins Wasser fallen

 

 

Besatzung

Die deutsche Presse macht sich inzwischen mitschuldig, weil sie vollkommen unzureichend über das russische Zwangsregime berichtet. Die Einführung des Rubel ist pillepalle gegenüber den hunderten (tausenden ???) Menschen, die verschwinden, gefoltert und vermutlich z.T. getötet werden. Zusammen mit der Massendeporation läuft hier ein politisch-ethnischer Bevölkerungsaustausch, der möglicherweise an der Grenze zum förmlichen Genocid durch Auslöschung der ukrainischen Identität liegt. Das ist zwar völkerrechtliches Neuland (weil nicht rein ethnische Verfolgung), aber die Frage stellt sich.

(H-und-G.info) hat drüber schon vor Ostern angefangen zu berichten, z.T. mit Video- und Fotobeweisen (!))

 

 

Kriegsgeschehen.

UA macht leichte Geländegewinne im Norden von Charkiv. (Armeebericht spricht jetzt von „Gegenoffensive“, die richtige soll aber erst passieren, wenn die schweren Westwaffen dort angekommen sind, was offenbar noch nicht der Fall ist (!)). RA macht leichte Gewinne in Luhansk und Donetzk. Die RA versucht nach wie vor, eine durchgängige Landverbindung neben der Hauptstraße zwischen Luhansk und Charkiv/Sumy herzustellen, die Besetzung der Oblaste Luhansk und Charkiv zu arrondieren und beide zu verbinden. Es gibt auch Versuche, die UA zu spalten, indem die RA zwischen Luhansk und Kramatorsk von Osten nach Westen durchzubrechen. Besonders schwierig Sjewjerodonetzk, das wohl gestern abende von der RA umzingelt war. Noch ca. 15.000 nicht evakuiert. Für meine Laienhaften Begriffe ist das Manöver der UA Charkiv im Norden freizukämpfen nach wie vor riskant. Wenn es der RA gelingt, von Russland vom Norden Richtung Charkiv durchzubrechen, sitzt ein wichtiger Teil der UA Donbasarmee in der Falle. Aber das weiß die UA. Deren Aufklärung täglich präziser wird. (Sie muss ja die Dörfer und Orte befreien, weil das den Menschen hilft und Charkiv vor Artillerieangriffen schützt.)

 

RA verstärkt nach wie vor Truppen und Ausrüstung im Donbas, v.a. aus Belgrad/Kurs/Voronesh-Richtung

 

Luftangriffe diverse, v.a auf Infrastruktur auch in geräumten Gebieten im Norden. Luftabwehr der UA dank westlicher Militärhilfe offenbar von Tag zu Tag besser: 14 Drohnen abgeschossen, ein Spitzenwert (!)

 

Ruhiger in Cherson/Zaporischschja.

 

Keine Zeichen eines Angriffs von Belarus. Aber dort ru Luftangriffskapazitäten und Reste von Bodentruppen.

 

Im Einzelnen ist das Kriegsgeschehen schwer nachvollziehbar, weil es teilweise um sehr kleine Orte oder Stadteile geht, die mit google maps nicht einfach zu identifizieren sind, da es z.T. mehrere Orte gleiche Namens gibt, und die unterschiedlicher Schreibweise in russische, ukrainisch, englisch, kyrillisch, lateinisch die Suchmaschinen überfordert. Es ist eine Art oszillierende Stellungskrieg, aber dadurch auch anders als Verdun. Es können jeden Tag entscheidende Durchbrüche oder Niederlagen stattfinden. Der Pferdefuß für beide ist der Nachschub. Die RA kommt vermutlich immer nicht nicht weiter als 100-150 km vom eigenen Territorium, weil dann die Logistik zusammenbricht. Bei der UA droht der Zusammenbruch der besseren Ausrüstung und des Ersatzes durch Bombardierung der Eisenbahn- Straßen und Brücken hinter dem Rücken der kämpfenden Truppen.

 

 

Mariupol

Die Evakuierung von Zivilisten und Verwundeten aus dem eigentlichen ASOW-Großbunker hat m.E. immer noch nicht begonnen (!), was die Presse in D. nicht peilt. Es geht derzeit immer noch um die ca 800 Personen aus den Luftschutzkellern. Die Evakuierung selbst von diesen ist schwierig, da immer wieder Evakuierungsfahrzeuge von der RA beschossen werden.

 

Die Kämpfe um den Groß-Bunker gehen weiter. Mit Bomben und Spezialtrupps versucht die RA in den Großbunker einzudringen, ist wohl auch schon zu einzelnen Eingängen vor- und teilweise in das 24 km große System eingedrungen. Angeblich wurden sie von ASOW mit Mörsern (!) zurückgedrängt. ASOW hat also offenbar noch Reste von Kampfkraft. Außerdem haben sie Ortskenntnis, die den Angreifern weitgehend fehlt. Es tobt also die brutalste Form des „Strassen“kampfes. Vermutlich haben auch die RA hohe Verluste von Elitekämpfern. (Deswegen war Kadyrov mit seinen Leuten, vermutlich nach Rücksprache mit Putin, vom Stahlwerk abgezogen, weil er sich nicht verheizen lassen wollte.) Offenbar steht die RA sehr unter Druck, die Sache am Bunker vor dem 9. Mai zu „erledigen“. Es gibt das Gerücht, dass Putin bei der Siegesparade ASOW-Gefangene in der Parade mitführen will. Ähnliches passierte 2014 bei der Krim-Parade.

 

 

Siegesfeier/Ziviler Widerstand in Mariupol

Es gibt zahlreiche neue konkrete (Foto) Hinweise auf die Vorbereitung in Mariupol. Ein Orchester übt, Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät, die erste Krankenambulanz wurde angeboten, Denkmäler aus Sowjetzeiten werden aufgehübscht und mit rot-gelben Farben drappiert. Die russische Regierung hat aber offiziell wohl nicht bestätigt. Es gibt möglicherweise Unsicherheiten wegen demonstrativer Sabotageakte. Schon jetzt gibt es zivilen Widerstand gegen die Umbenennung von Ua in Ru Namen in Mariupol. ASOW hat über Mittelsmänner nämliches angekündigt. Es könnte ein Showdown werden.

 

 

Humanitär

Unverändert. Regional schlimm. Hilfreich: medizinische (alles vom Transporjeep bis zu Medikamenten) und Katastrophenhilfe (z.B. Generatoren, Wassertanks) im Osten

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

 

 

 

xxxxxxxxxxxxxx

Monitoring 7.5. ca 7 Uhr

 

Macht sich deutsche Presse durch Verschweigen mitschuldig? brutales Besatzugnsregime

oszillierender Stellungskrieg. Gefahr der Spaltung der UA im Donbas/Charkiv

Mariupol. Zivilisten und Verwundete aus ASOW-Bunker bislang offenbar gar nicht evakuiert. "Nur" Luftschutzellerinsassen

Vorbereitungen für Siegsparade in Mariupol, aber sie kann wegen ua Widerstand ins Wasser fallen

 

 

Besatzung

Die deutsche Presse macht sich inzwischen mitschuldig, weil sie vollkommen unzureichend über das russische Zwangsregime berichtet. Die Einführung des Rubel ist pillepalle gegenüber den hunderten (tausenden ???) Menschen, die verschwinden, gefoltert und vermutlich z.T. getötet werden. Zusammen mit der Massendeporation läuft hier ein politisch-ethnischer Bevölkerungsaustausch, der möglicherweise an der Grenze zum förmlichen Genocid durch Auslöschung der ukrainischen Identität liegt. Das ist zwar völkerrechtliches Neuland (weil nicht rein ethnische Verfolgung), aber die Frage stellt sich.

(H-und-G.info) hat drüber schon vor Ostern angefangen zu berichten, z.T. mit Video- und Fotobeweisen (!))

 

 

Kriegsgeschehen.

UA macht leichte Geländegewinne im Norden von Charkiv. (Armeebericht spricht jetzt von „Gegenoffensive“, die richtige soll aber erst passieren, wenn die schweren Westwaffen dort angekommen sind, was offenbar noch nicht der Fall ist (!)). RA macht leichte Gewinne in Luhansk und Donetzk. Die RA versucht nach wie vor, eine durchgängige Landverbindung neben der Hauptstraße zwischen Luhansk und Charkiv/Sumy herzustellen, die Besetzung der Oblaste Luhansk und Charkiv zu arrondieren und beide zu verbinden. Es gibt auch Versuche, die UA zu spalten, indem die RA zwischen Luhansk und Kramatorsk von Osten nach Westen durchzubrechen. Besonders schwierig Sjewjerodonetzk, das wohl gestern abende von der RA umzingelt war. Noch ca. 15.000 nicht evakuiert. Für meine Laienhaften Begriffe ist das Manöver der UA Charkiv im Norden freizukämpfen nach wie vor riskant. Wenn es der RA gelingt, von Russland vom Norden Richtung Charkiv durchzubrechen, sitzt ein wichtiger Teil der UA Donbasarmee in der Falle. Aber das weiß die UA. Deren Aufklärung täglich präziser wird. (Sie muss ja die Dörfer und Orte befreien, weil das den Menschen hilft und Charkiv vor Artillerieangriffen schützt.)

 

RA verstärkt nach wie vor Truppen und Ausrüstung im Donbas, v.a. aus Belgrad/Kurs/Voronesh-Richtung

 

Luftangriffe diverse, v.a auf Infrastruktur auch in geräumten Gebieten im Norden. Luftabwehr der UA dank westlicher Militärhilfe offenbar von Tag zu Tag besser: 14 Drohnen abgeschossen, ein Spitzenwert (!)

 

Ruhiger in Cherson/Zaporischschja.

 

Keine Zeichen eines Angriffs von Belarus. Aber dort ru Luftangriffskapazitäten und Reste von Bodentruppen.

 

Im Einzelnen ist das Kriegsgeschehen schwer nachvollziehbar, weil es teilweise um sehr kleine Orte oder Stadteile geht, die mit google maps nicht einfach zu identifizieren sind, da es z.T. mehrere Orte gleiche Namens gibt, und die unterschiedlicher Schreibweise in russische, ukrainisch, englisch, kyrillisch, lateinisch die Suchmaschinen überfordert. Es ist eine Art oszillierende Stellungskrieg, aber dadurch auch anders als Verdun. Es können jeden Tag entscheidende Durchbrüche oder Niederlagen stattfinden. Der Pferdefuß für beide ist der Nachschub. Die RA kommt vermutlich immer nicht nicht weiter als 100-150 km vom eigenen Territorium, weil dann die Logistik zusammenbricht. Bei der UA droht der Zusammenbruch der besseren Ausrüstung und des Ersatzes durch Bombardierung der Eisenbahn- Straßen und Brücken hinter dem Rücken der kämpfenden Truppen.

Mariupol

Die Evakuierung von Zivilisten und Verwundeten aus dem eigentlichen ASOW-Großbunker hat m.E. immer noch nicht begonnen (!), was die Presse in D. nicht peilt. Es geht derzeit immer noch um die ca 800 Personen aus den Luftschutzkellern. Die Evakuierung selbst von diesen ist schwierig, da immer wieder Evakuierungsfahrzeuge von der RA beschossen werden.

 

Die Kämpfe um den Groß-Bunker gehen weiter. Mit Bomben und Spezialtrupps versucht die RA in den Großbunker einzudringen, ist wohl auch schon zu einzelnen Eingängen vor- und teilweise in das 24 km große System eingedrungen. Angeblich wurden sie von ASOW mit Mörsern (!) zurückgedrängt. ASOW hat also offenbar noch Reste von Kampfkraft. Außerdem haben sie Ortskenntnis, die den Angreifern weitgehend fehlt. Es tobt also die brutalste Form des „Strassen“kampfes. Vermutlich haben auch die RA hohe Verluste von Elitekämpfern. (Deswegen war Kadyrov mit seinen Leuten, vermutlich nach Rücksprache mit Putin, vom Stahlwerk abgezogen, weil er sich nicht verheizen lassen wollte.) Offenbar steht die RA sehr unter Druck, die Sache am Bunker vor dem 9. Mai zu „erledigen“. Es gibt das Gerücht, dass Putin bei der Siegesparade ASOW-Gefangene in der Parade mitführen will. Ähnliches passierte 2014 bei der Krim-Parade.

 

 

Siegesfeier/Ziviler Widerstand in Mariupol

Es gibt zahlreiche neue konkrete (Foto) Hinweise auf die Vorbereitung in Mariupol. Ein Orchester übt, Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät, die erste Krankenambulanz wurde angeboten, Denkmäler aus Sowjetzeiten werden aufgehübscht und mit rot-gelben Farben drappiert. Die russische Regierung hat aber offiziell wohl nicht bestätigt. Es gibt möglicherweise Unsicherheiten wegen demonstrativer Sabotageakte. Schon jetzt gibt es zivilen Widerstand gegen die Umbenennung von Ua in Ru Namen in Mariupol. ASOW hat über Mittelsmänner nämliches angekündigt. Es könnte ein Showdown werden.

Humanitär

Unverändert. Regional schlimm. Hilfreich: medizinische (alles vom Transporjeep bis zu Medikamenten) und Katastrophenhilfe (z.B. Generatoren, Wassertanks) im Osten

 

xxxxxxxxxx

H-und-G.info Monitoring 6.5. ca 6.30

Nachschub bedroht? Deutsche Kriegsdebatten gehen oft an Realitäten vorbei. Mariupol keine Lösung für den ASOW-Bunker und seine Insassen. Besatzungssystem wird ausgebaut.
 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

Monitoring 6.5.

Kriegsgeschehen

 

Die gestern vom Präsidentenberater benannte UA Gegenoffensive im Raum Charkiv (nicht Cherson wie gestern in HuG irrtümlich geschrieben) ist wohl eher eine psychologische. Es gibt keine nennenswerten Geländegewinne der UA. Im Gegenteil verstärkt die RA das Bombardement, sogar Straßenkämpfe (!) im Osten. Die Schwäche der UA in der Luft, bei Feuerkraft auf längere Distanz zeigt sich darin, dass die RA offenbar unbeschadet, Truppen und Gerät aus Russland von Beograd parallel zum Oski-Fluss nach Süden/Izyum zuführen und ihre Kräfte verstärken kann. RU kommt zwar offenbar kaum über den Fluss Donetzk und die Autobahn nach Charkiv Richtung Westen und macht nur geringe Fortschritte (aber dennoch) Richtung der Oblastgrenzen, hat die eroberten Gebiete aber kaum unter voller Kontrolle. Die Folge dieses Stellungs- und Abnutzungskrieges ist, dass der zweigrößte Feldherr aller Zeiten zerbombte Schweineställe und Keller mit Trümmern darüber im Donbas besetzt. Es wäre fast komisch, wenn es nicht so blutig tragisch wäre. Neue Ziele verstärkter Angriffe Kramatorsk und Severodonetzk, also weiter Achse Luhansk-Cherson.

 

Ähnlich im Raum Cherson, offenbar weniger heftig.

 

Ein Eingreifen von Transnistrien (schwache ru Kräfte) und Belaruss (Lukashenko äußert sich kritische zu Länge des „Krieges“ und atomaren Drohungen) wird eher als unwahrscheinlich angesehen, but never say no.

 

Nachschublinien

In der deutschen Presse nachgeplapperte amerikanische Statements, wonach der ru Beschuss von ua Nachschublinien, die Verteidigungsfähigkeit der UA nicht beeinträchtigt, sind ziemlich naiv. Natürlich tut es das, z.T. mit erschreckender Effektivität. Benzin im Donbas etc. ist z.T. Mangelware, was Evakuierung, Nachschub, Versorgung, Ausbesserungsarbeiten und last but not least Militärbewegungen, alles kriegsentscheidende Faktoren, zumindest verlangsamt. Die Ua profitiert allerdings von einem stark ausgebauten Eisenbahnnetz, einer offenbar relativ effektiven Verwaltung und Reparationstrupps, die überall versuchen, so schnell und so gut es geht, Bahn, Straßen, Brücken, Strom, Wasser, Medizin, etc., also Infrastruktur, wiederherzustellen. Da ist eine ganze Bevölkerung im Sondermodus, im Widerstand. Allerdings es gibt immer wieder Sabotage und Kollaboration, die diese Bemühungen konterkarieren. Deswegen immer wieder nächtliche Ausgangssperren (d.h. faktisch. jeder auf der Straße kann festgenommen oder erschossen werden)

 

Deutsche Diskussionen (eine persönliche Bemerkung)

z.B. die Diskussion bei Lanz gestern mit integeren, hochqualifizierten und von mir sehr geschätzten Teilnehmern.

M.E. sind diese Diskussionen zu stark ideologisiert (eine deutsche Schwäche) und es fehlt an Basiswissen (deutsche Presse zu unpräzise)

 

-beide Positionen haben z.T. Recht und z.T. nicht. Das liegt in der Sache an sich, denn es bleibt -obwohl wir Putin inzwischen relativ gut kennen – ein erheblicher irrationaler bzw. zweckrationaler Rest, der nicht wirklich kalkulierbar ist. Die Frage, ob eine Großeskalation (3.WK, atomar) droht oder nicht, und ob das vom Verhalten des Westens beeinflussbar ist, oder nur dem „Bedrohungsgefühl“ von Putin entspringt, kann keiner mit Sicherheit sagen.

 

-die Unterscheidungen von Angriffs- und Verteidigungs- bzw. schweren und nicht schweren Waffen ist weitgehend undifferenziert und damit kaum zielführend. Jede Waffe, sogar ein Messer, kann in bestimmten Situationen eine Angriffs- oder Defensivwaffe sein. Eine schwere Haubitze eignet sich auch als Angriffswaffe, ohne entsprechende Unterstützung aus der Luft oder am Boden dürfte sie aber kaum einen cm weiter kommen, also defensiv bleiben, usw.

 

-die eigentliche Unterscheidung, die für die politische Debatte (dass hier Laien, mich eingeschlossen, über einzelne Waffengattungen diskutieren, von denen sie gestern noch nicht einmal etwas gehört haben, ist ziemlich merkwürdig, es sollte um die politischen Implikationen gehen) ist die Frage der Gegenoffensive und ihrer Ziele. Die UA hofft die ganze Zeit auf eine Gegenoffensive mit unterschiedlichen Zielen: 1. Zurückdrängung der RA überhaupt, 2. auf die Grenzen vom 24. 2./ 3. auf die Grenzen von 2014. Punkt 1 ist der unproblematischste Punkt, und von hoher symbolischer Bedeutung (vor dem 9. Mai) und lebens-wichtig für die dort wohnenden Ukrainer. Punkt 2. berührt die Frage des „Gesichtsverlustes“, der klassisch als Verhandlungspunkt von denen benannt wird, die immer noch auf eine Art Vernunftslösung setzen (das ist der eigentliche Kern des Scholzbriefes). UA, USA und Scholz (!) haben aber inzwischen erklärt, dass diese Variante nicht in Frage kommt. Ob das rein verhandlungstaktisch ist, ist mir nicht klar. Punkt 3. ist die schwierigste Position. Wer Russland so weit zurückdrängen will, geht ein hohes Risiko ein, weil Russland die Krim, die Volksrepubliken von L und D als sein Land bzw. als Beistands- und potentielles Beitrittsgebiet ansieht. d.h. es ist für Russland eine no go-aerea. Für diese (v.a. Krim) gilt (und das ist m.E. in diesem Fall keine Propaganda) die rote Linie für die Berechtigung des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen. Ich erinnere, an die in D. kaum rezipierte Äußerung von Medwedjev/Sicherheitsrat zum atomaren Einsatz, die ziemlich rational wirkte, wenn man sich überhaupt auf solche Spiele einlässt.

 

-M.E. ist die Festlegung, wir (Nato/Deutschland) werden der UA nicht die Kriegsziele vorschreiben, ziemlich naiv. Überspitzt ist die UA jetzt und auf Jahre eine Art finanzielle und militärische Kolonie der EU/Natostaaten geworden. Ohne deren Hilfe würde die UA nur Tage existieren. (Eigentlich ist es ein Konflikt der Nato mit Russland geworden, der auf ukrainischem Boden ausgetragen wird, oder noch schlimmer ein Weltkonflikt, bisher ohne Weltkrieg) Damit ist automatisch eine Mitverantwortung aller westlicher Staaten für die weiter Entwicklung gegeben. Wenn der Westen eine Chance für eine Verhandlungslösung sieht (die m.E. derzeit nicht gegeben ist), kann er die UA dazu zwingend, diese Richtung einzuschlagen, wenn die Gefahr einer Eskalation besteht, dito. Das heißt nicht, dass der Westen/D das machen sollte, aber man muss sich der (Mit-)Verantwortung bewusst sein.

 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

 

Humanitäre Lage

Statt sich in D. Zu streiten, was richtig ist, sollte jeder das tun, wozu er stehen kann. Die UA ist viel pragmatischer. Sie braucht alles und ist für alles dankbar: von Verbandsmaterial, Notarztwagen bis Haubitzen.

 

Mariupol

Wie gestern. Vermutlich werden bisher „nur“ normale Bürger von Mariupol, und solche die in Luftschutzbunkern im ASWOstal untergekommen waren, evakuiert. Die Evakuierung im ASOW-Großbunker hat aus den mehrfach genannten Gründen vermutlich noch nicht einmal begonnen. Dieser wird nach wie vor bombardiert und von Elitekämpfern bedrängt. Offenbar hat ASOW/Marineinfanterie auch noch Feuerkraft aus abgedeckten Stellungen. Perspektive eher grausam und blutig für die, die im Bunker sitzen. Ergeben können sie sich faktisch nicht, da das für viele/die meisten Festnahme, Folter, Tod, bedeuten wird. Die Einzigen, die das richtig verstanden haben, ist der Schweizer Rundfunk. Das militärische Potential der Russen ist in M. derart ausgedünnt, dass die UA über einen Entsetzungsangriff nachdenken könnte, wenn es die entsprechenden Waffen hätte. Hat sie aber wohl nicht.

 

Parade 9.Mai

Die tragische Komödie -Skulpturen, Blumen, Kinder, junge Mädchen, Wiederkehr der russischen Ortsnamen, etc.- wird weitergeschrieben. Die potemkinschen Fernsehkulissen von Mariupol werden Putins Erfolge glanzvoll rüberbringen.

Die ua Seite spekuliert, ob der Zynismus so weit geht, dass ua Gefangene bei der Parade vorgeführt werden und mitlaufen müssen. Dann kann Putin sich gleich zum Cäsar/Imperator ausrufen lassen. Das hätte zumindest was von Ehrlichkeit.

 

Besetzte Gebiete

Nicht das Militär umzingelt die Region Cherson, sondern Sicherheitskräfte sind dort zugange, um das Besatzungsregime mit Volkserfassung, Enteignungen, Rubel, pro-russische Verwaltung, prorussisches Bildungssystem, Verhaftungen, Zwangsdeportationen, Zwangsrekrutierungen für zivile, Sicherheits – und militärische Aufgaben etc. abzusichern. Russen klauen weiter wie die Raben. Tauschen SIM-Karten gegen Autos, etc..

 

Die Frage, ob Cherson eine Volksrepublik wird, der Krim angeschlossen oder annektiert wird ist eine rein verwaltungstechnische um nicht zu sagen, akademische. Es soll zur Zersplitterung (Lawrov-Plan) der Kernukraine beitragen, und wäre in jedem Fall eine Zivil- und Militärkolonie Russlands analog zu Transnistrien, Ossetien, etc.., nur wohlhabender und bedeutsamer.

 

Orthodoxe Kirche

Man sollte den Papst für seine Nato-kritischen Äußerungen nicht schelten. Der Vertreter diese Weltkirche hat einen Blick dafür, dass „unsere“ Sichtweise viele zu Euro. und Nato-zentriert ist. Die Mehrheit der Weltstaaten unterstützt die Sanktionen n i c h t! Aus Furcht vor Russland (und China), aber auch weil sie skeptisch der US-Dominanz gegenüber sind (was Putin klar eingeplant hat). Der Äußerung des Papstes ist eine gute Basis, die Orthodoxe Kirche auf ein Gesprächsspielfeld zu ziehen (s.gestern), was man nicht unterschätzen sollte. (Auch 1989/1990 war die Katholische Kirche unter Woytila ein wichtiger Plaxer beim Systemchange). Das schreibe ich, obwohl ich von meiner Grundhaltung keineswegs Fan des Papismus bin.

 

Erinnerung: heute (!) Deutsch-Ukrainisches Forum/Ukraine-Stammtisch und H-und-G.info Ukraine-Erfahrungsaustausch: Informationen, Hintergründe und Einschätzungen zum Ukraine Konflikt und drumrum…heute, Freitag , den  6. Mai um 16 Uhr-17.30 Uhr: u.a. Menschenrechte, Kriegslage, Waffenlieferung, Europa/Nato, Russland, humanitäre Hilfe

https://us02web.zoom.us/j/84359597986?pwd=WEtHK0llaWZmTWtmTnhPUlVqRmlGUT09

xxxxxx

Status 4.5. ca. 6.30 Uhr

neue Kriegsphase am 9.Mai?

Wie lange dauert Krieg

problematische Berichterstattung über Mariupol- wieviele Evakuierte halten die Russen fest?

kaum Chancen für weitere Evakuierung

Wiederaufbau wird teuer und zur faktischen Verwestlichung der UA führen

 

Kriegsgeschehen

Was passiert am 9. Mai?

Was mehrfach in H-und-G.info vorausgesagt wurde, ist inzwischen auch Erkenntnis der UA Militärspionage: Am Tag des Sieges (9. Mai) wird Russland vermutlich offiziell den Kriegszustand und die Massenmobilisierung ausrufen. Anders sind Dauer und Aufwand an Material und Menschen und Verlusten auch der russischen Bevölkerung nicht mehr zu verkaufen. Anders als in der deutschen Presse behauptet, gibt es schon lange deutliche Indizien: 1. Statt von Sonderoperation spricht Russland seit der zweiten Phase von militärischer Spezop, eine bedeutsame semantische Verschiebung auf dem Weg zum „Krieg“. 2. Faktisch hat die Massenmobilisierung schon lange begonnen. Die Armee rekrutiert wegen der bekannten Schwierigkeiten in den Separatistengebieten, der Krim, den besetzten Gebieten; schon länger werden zivile Spezialisten in Ru (für Fahrzeugreparatur z.B.) durch Rekrutierer in Betrieben mehr oder minder zwangsrekrutiert, es laufen patriotische Werbekampagnen, neuerdings ein Wettbewerb, welcher Ort die meisten Soldaten rekrutiert, es gibt eine Mindestnormzahl. Die “spannende“ Frage ist nur noch, ob Putin es wagt, Rekruten in den Krieg zu schicken. Da hatte er sich festgelegt, musste sich schon einmal korrigieren. Es gab immer wieder Ärger z.B. waren Rekruten (Koch) auf dem gesunkenen „Moskau“ im Einsatz, was selbst in RU Ärger machte. Die einfachen Soldaten sind die Archillesferse von Putins Plan. Deswegen wurde auch die Kommunikation der Soldatenmütter unterbunden. Irgendwie scheint sie aber immer noch zu laufen. 3. Das Narrativ für die Weitung der Kriegsziele ist schon lange vorbereitet: Weil Selensky die Faschisten (Nationalisten) unterstützt, muss gegen die ganze UA gekämpft werden, weil der Westen S. Unterstützt befindet sich Ru im heldenhaften Vaterländischen Abwehrkrieg. Das was die Ruhmreiche Sowj. Armee im zweiten Weltkrieg nicht vollenden konnte (weil sie im Vertrauen auf den Westen vorher abbrach), wird nun vollendet. Der neue Krieg schließt bruchlos an den II. Wk an. 4. Die Brainwashing-Strategie ist schon lange im Gange (die Ukrainer haben die Greueltaten begangen, die eigentlich auf das Konto der Russen gehen). Die „Tour der Wahrheit“, eine Pressekampagne im Donbas, hat neues Filmmaterial vorbereitet. 5. Die Eroberung des Asow Stahlwerkes ist eine Inszenierung. (Dass, wie in der Presse zu lesen, sich daran das Schicksal des Krieges entscheidet, ist ziemlicher Unsinn.) 6. Die Vorbereitungen für eine weitere Bodenoffensive laufen auf Hochtouren. Die Frage ist nur, ob Russland sie logistisch auf die Reihe kriegt. 7. Die Versuche um den Preis hoher Verluste die Grenzen von luhanks, Donetzk und Cherson zu erreichen, werden verstärkt. 8. Die Vorbereitungen zur Etablierung von neuen pro russischen Verwaltungseinheiten läuft auf Hochtouren, aber anders, als in der Presse dargestellt: Cherson dürfte nach Pseudoreferendum entweder Volksrepublik oder mit der Krim zu einer Art Neorossia vereinigt werden. Luhansk und Donezk werden sich (wie schon vor Wochen berichtet) durch einen politischen Beschluss oder ein Referendum Russland anschließen (was etwas anderes als eine Annektion ist, es ist einer Art plebiszitäre Annektion, bei der man vermutlich die „Loyalität“ der Bürger in den besetzten Gebieten testet. Die Region Mariupol (mit Langkreis etc.) wird (schon nachgewiesen) an den Oblast Rostov/Don angegliedert, also direkt den Verwaltungs- und Repressionsorganen der RF unterstellt. Schon jetzt werden Formular für die neuen Verwaltungseinheiten gedruckt. Als Kern der lokalen Verwaltung sollen Angehörige der russophilen ukrainischen OPZ-Partei fungieren, die nach Kriegsbeginn von der Rada ausgeschlossen wurde. (Man muss sich das als eine Art DKP zu SED-Zeiten vorstellen). Diese Übernahme ist offenkundig von langer Hand strategisch durchgeplant.

 

Fazit: An dieser vermutlich am 9. Mai beginnenden neuen Etappe des Krieges ist v.a. bedrohlich: 1. Es geht nicht mehr um die Ukraine, sondern um den Westen, wie schon in dem Artikel in der Ria Nowosti am 4.4. angekündigt. 2. Russland wird in einen geradezu hysterischen, patriotischen Abwehrmodus versetzt. 3. Durch die Überhöhung als einzige Macht, die den faschistischen Abwehrkampf führt, ist eine nahezu grenzenlose Kriegseskalation (bis zu nuklearen Waffen !?) legitimiert. 4. Dieses geradezu neototalitäre Narrativ kann sich verselbstständigen und daher zu irrationalen Entscheidungen oder Handlungen führen. (Es gibt jenseits von Putin genug Nationalisten in Russland, die aufgeputscht zur Pressure Group werden können.) Das ist weit gefährlicher als die russ- Truppen mit ihren bekannten Schwächen allein.

Kriegsdauer

Laut UA-Spionage-Erkenntnissen plant Ru den Krieg bis Herbst

Interessant eine Äußerung eines uA-Verantwortlichen. (mit meinen Worten:)Danach muss man den verlustreichen Stellungskrieg im Osten noch 14 Tage durchhalten, bis sich dank der westlichen Militärhilfe das Blatt wendet, danach beginnt die UA Gegenoffensive.

D.h. wenn keine der beiden Seiten aus sich heraus kollabiert (was bei beiden geschehen kann), wird sich die Sache noch hinziehen und noch weitaus schlimmer werden.

Kriegsgeschehen konkret

Der Krieg in der West und Ostukraine verläuft vollkommen anders. Im Westen werden von der RA relativ präzise mit Raketen von Schiffen (vermutlich cruise missiles) Infrastrukturziele beschossen. Es geht derzeit v.a. um Bahnlinien, um den ua Nachschub und westliche Militärhilfe für den Osten der UA zu verunmöglichen. Ein großer Teil der Treibstoffinfrastruktur (Raffinerie, Lager) ist bereits zerstört und macht der UA schon große Probleme. (guter Hintergrund in Süddeutsche Z. gestern) Der Tanklasterunfall gestern ist nur ein Indiz für die komplizierte Treibstoffversorgung. Dass auch immer wieder Zivilisten umkommen, sind „Kollateralschäden“ wegen der Lage der Ziele (sie werden ja auch aktiv von der UA betrieben), Folge der Abwehr (unkontrollierte Explosion über Wohngebieten) oder schlechter ru Zielgenauigkeit. Die UA-Regierung überhöht dies aus naheliegenden Gründen, während sie die Schäden klein redet.

Der Krieg im Osten basiert- wie mehrfach berichtet- auf der syrischen Strategie der verbrannten Erde. Russland schiebt immer mehr Ressourcen in das Kampfgebiet, jetzt auch smersch-Raketen Granatenwerfer (moderne Stalinorgeln, die ganze Landstriche zerbomben, teilweise mit Brand und Splitterbomen) Panzer usw. ein. Ru will unbedingt die Grenzen der Donbas-Oblasti erreichen und eine Landbrücke nach Charkiv durchschlagen, frisst sich aber bei geringen Gewinnen (Karte) fest und erobert nur Ruinen. Im Norden von Charkiv Geländegewinner der UA, die aber dabei Gefahr läuft, von Beograd/Ru eingekreist zu werden.

Humanitäre Lage

wie gehabt, regional schlimm, daneben immer noch blühendes Leben (wörtlich: Blumenblüte)

-Charkiv-Bevölkerung dauerhaft im Keller

-Evakuierung im Donbas läuft weiter, wegen Dauerbeschuss in Luhanks lebensbedrohlich bis unmöglich,

v.a. Alte, die ihr Hab und Gut und ihre Tiere nicht verlassen wollten, sind übrig und teilweise in der Falle

usw. usw.

Mariupol-Evakuierung

Alle Zahlen sind irreführend und stimmen nicht überein. Fest steht nur:

-ein Teil der Evakuierten wurde Richtung Osten (Russland, DNR) evakuiert

-ein Teil wurde Richtung Westen evakuiert

-die Evakuierung ist voll in russischer Hand (UN und IRC stehen eher daneben und dürfen mit der UA-Regierung die Busse organisieren)

-alle Evakuierte werden in Filtrierungslagern oder an größeren Checkpoints stunden-/tagelang überprüft. (Auch wenn ich es bald leid bin, zu wiederholen und es peinlich ist, was die deutsche Presse nicht berichtet) Filtrierungslager sind keine Flüchtlingsdruchgangslager, sondern ein Überprüfungsprozedere von Spezialkräften der Innenverwaltung der DNR/RF, einschließlich FSB, um Verdächtige herausfiltern zu können. Diese -vorzugsweise Männer im wehrfähigen Alter- könnten festgenommen, befragt, gefoltert, verschleppt, getötet werden! (alles nachgewiesen !) Im milderen Fall werden sie zu Videoaussagen gegen die UA gedrängt, zu Arbeitseinsätzen oder gar Militärverpflichtung gegen die UA gedungen.

Die UN gibt selber zu, dass nicht alle Evakuierten in der UA/Saporischschja angekommen sind (!) Es sind also schon Evakuierte, wie mehrfach vorhergesagt, bei der Filtrierung „ausgesondert“ worden. Diese sind m.E. alle in akuter Lebensgefahr. Eine Berichterstattung darüber könnte Leben retten, wie neben mir, auch kein geringerer wie der US-Außenmin Blinken meint. Nur der deutschen Presse scheint das nicht aufzufallen.

-Es sind immer noch x Personen (hunderte) im Bunker. Soldaten von vier Waffengattungen, Verwundete, Zivilisten

-bisher sind keine Verwundeten oder Soldaten evakuiert

Fazit: die Chance, dass die restlichen Insassen des Bunker evakuiert werden, liegt -wenn nicht ein Wunder geschieht- bei Null. Die Soldaten und die Verwundeten wird Russland nie ziehen lassen, weil man sie festnehmen und t.T. hinrichten möchte. Die jetzigen Insassen haben also eigentlich nur die Wahl des militärischen Todes oder der Festnahme, Folter und Tod durch die Russen. Daher ist die Wahl, Kampf bis zum Ende klar, zumal die auch weiterhin erhebliche Ru-Kräfte bindet, die nicht andernorts eingesetzt werden können. Die Zivilisten im Bunker dürften großenteils Verwandte der Militärs sein (es gab mehrere Hochzeiten), für die nahezu das gleiche gilt. Die Testevakuierung hat beiden Seiten gezeigt, dass es nicht funktioniert. ASOW schießt bei Waffenpausen (ru Behauptung durchaus glaubwürdig) , die Ru evakuieren nicht , sondern Filtrieren, damit keine „faschistische Fliege“ davon kommt. Ein Teil der Evakuierungen, die weiterlaufen, betreffen ohnehin die normalen Bürger, so dass alle Zahlen Schall und Rauch sind.

Mariupol-Kämpfe

Dass in M. der Endkampf begonnen hätte, ist „putzig“: Er hat nie aufgehört (!). Der Beschuss wurde allenfalls stundenweise ausgesetzt und dann intensiver fortgesetzt. Wie mehrfach berichtet, durchstreifen RU Spezialkräfte (Antiterror, FSB, etc.) in den Bombenpausen das Gelände und das angrenzende Gebiet und räuchern es aus, bzw. erkunden sie neue Ziele. Für beides gibt es -z.T. auch von gestern- Videobeweise. Dieses kann noch lange so weiter gehen, zumal die Bunkerinsassen vermutlich besser bevorratet sind, als behauptet. Oder Putin kommt mit dem ganz großen Hammer, welcher Art auch immer. (5 Tonnen-Bomben, Chemie- bunkerbrechende ...Waffen) Wie gesagt, das Ziel ist hochgradig ideologisiert, was nahe zu jedes Mittel erlaubt.

Hybrider Krieg

-Weiter wird durch Klau und Silozerstörung die Ernährungs- und Exportgrundlage der UA untergraben

-Ru versucht das Internet in den besetzten Gebieten zu kapern, mit bots wird versucht in Computer von Bewohnern einzudringen, das Internetangebot wird gefiltert und durch eigene Angebote manipuliert.

Wiederaufbau

Die Ukraine befindet sich gleichzeitig im Verteidigungs-, Widerstands- und Aufbaumodus. Neben dem täglichen Versuch, Infrastruktur wiederherzustellen, gab es in den vergangen Tagen Konferenzen zu den Schäden. Insgesamt sollen sie bei 600 Milliarden Dollar liegen. Die USA bereiten sich auf Regierungs- aber auch auch Wirtschaftseite (Wallstreetjournal CEO-Konferenz) darauf vor, zu investieren. Die Deutsche Wirtschaft scheint mehr über Rückzugs und und Verlagerungspläne zu diskutieren. Da das BSP der UA um 50% abnehmen dürfte, ist die UA- abgesehen von Manpower- vollständig auf Hilfe von außen angewiesen. Andernfalls wäre sie ein failed State. Ob mit oder ohne EU und Nato, die UA wird dank Putins Aggression durch Dollar und Euro faktisch Total-verwestlicht

 

xxxxx

H-und-G. Monitoring 3.5. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

Verbrannte Erde, Russland sammelt sich für Weiteres

Aus Mariupol-Bunker offenbar noch keiner in Sicherheit (!)

US-Botschafter klagt russische Filtrierungslager an. Wacht die deutsche Presse nun endlich auf?

Grauenhafte Details aus den besetzten Gebieten: Vergewaltigung, Plünderungen

 

Kriegsgeschehen:

Strategie der verbrannten Erde. Dörfer und Siedlungen werden durch Flugzeug- und Artilleriebeschuss dem Erdboden gleichgemacht.

Bombardement, leichte Landgewinne, kaum russischen Bodenattacken in Charkiv. Donbas, Cherson-Region. Truppennachschub von Woronesh. Vermehrt Tieffliegerangriffe, die derzeit von der UA schwer zu kontern sind. Offenbar Neugruppierung für neuen Angriff oder neue Strategie.

Raketenbeschuss Odessa, in Wohnheim 1 Kind getötet, eines verletzt. Welchen Sinn macht es: westlichen Nachschub treffen, Demoralisierung. Infrastruktur, fehlgeleitete Raketen?

UA Armee kleinere Rückeroberungen, Abschuss von zwei Patrouillenbooten an der Schlangeninsel keine militärische, aber große symbolische Bedeutung (Briefmarke). Mehrere Explosionen in der Region Belgrad lassen inzwischen auf systematische Ua Angriffe oder Sabotageakte schließen. Damit sind zwei wichtige Zugänge für Nachschub oder Bodenoffensive von Russland (Beograd, Kursk) von der UA unter Beschuss. (auch nördlich von Charkiv, Straße, Eisenbahn, Brücken).

Humanitäre Lage

In Luhansk Evakuierungskräfte mehrfach beschossen, teilweise E nicht möglich

Krankenhauseinrichtungen werden geplündert und nach Russland verbracht

In Charkiv müssen die Menschen wegen Beschuss Tag und Nacht in Kellern und Bunkern bleiben, weil offenbar Sabotagetrupps gefürchtet werden, gab es nachts ein strenges Ausgehverbot

Grauenhafte Schilderungen vom Besatzungsalltag in Mariupol, Massenvergewaltigung, Plünderungen

nach ru Angaben sind über 1 Mio Menschen, darunter 200.000 Kinder (Umerziehung)

Zur Evakuierung Mariupol

Bisher kaum erfolgreiche Evakuierungen aus ASOWstal-Bunker. Ob die 40 plus 100, plus 20, die vermeldet wurden, alle aus dem Bunker kommen, ist zweifelhaft, z.T. dürften es „normale“ Bürger sein.

Durch heftiges Bombardement des Stahlwerkes (Brand) wurden gestern weitere Evakuierungen verhindert, d.h. es wurden fast ausschließlich „normale“ Bürger -und das mit Stunden Verspätung- evakuiert.

UA-Meldungen besagen, dass gehofft wird, dass heute (!) Menschen aus M. von Berdjansk (westlich M) nach Saporischschja abfahren. Das lässt darauf schließen, dass die am 1. Mai Evakuierten, keineswegs gerettet sind, wie die deutsche Presse behauptet, sondern wie von H-und-G.info vorhergesagt, in russischen Lagern festsitzen.

Ist schon ein Zivilist aus dem ASOW-Bunker im ukrainischen Gebiet angekommen? Ich kenne bislang keine Meldung. M.E. sitzen die wenigen, die rauskamen in den Filtrierungslagern der Russen westlich und östlich von Mariupol fest. Angeblich will ein Teil nach Russland. Was sehr merkwürdig wäre. Ob UN und IRC kontrollieren, was in den Filtrierungslagern geschieht und was bei den Verhören, ob die Entscheidung, nach Russland zu gehen „freiwillig“ ist oder erpresst (die Männer der Evakuierten sitzen ja teilweise im Bunker) darüber gibt es keine Meldungen, was beunruhigend ist. In solchen Lagern verschwinden immer wieder v.a. Männer. Machen sich IRC und UN zu nützlichen Idioten?

Der Botschafter der USA berichtet von 4 Filtrierungslagern, in denen gefoltert wird und Leute verschwinden. Vielleicht nimmt sich jetzt die deutsche Presse dieses Themas an, was ebenso brisant ist wie der Krieg selbst. HuG.info hat schon seit Ostern auch mit Details über diese Lager berichtet. Es gibt immer mehr Folter-zeitzeugen bzw. Tote mit Foltermerkmalen- Butscha ist überall! Terror ist Teil der ru Kriegsführung.

Es sitzen nach UA angeblich noch 200 zivilisten, mehrere hundert z.T. schwer Verwundete und x Soldaten, u.a. die Kommandoebene von ASOW und den 46th Marines im Bunker fest. Putin hat es abgelehnt, letztere zu evakuieren, es sei denn sie würden sich ergeben. Nach russischem Besatzungs-“recht“ droht ihnen vermutlich die Todesstrafe.

Besetzte Gebiete

Die US-Regierung hat inzwischen immerhin erkannt, dass Putin die Oblasti Luhansk, Donbas, evtl ChersonRussland einverleiben will. HuG hat diese Pläne schon vor Wochen berichtet. Schema: Terror gegen Bevölkerung, Deportation, Referendum, Aufnahme durch Duma, Unterzeichnung durch Putin.

Offenbar versucht Ru mit Mediensperre und eigenen Medien Bevölkerung durch Brainwash and fake news umzuerziehen.

 

Anhang Schilderung Mariupol unter Bestatzung

Der ukrainische Schauspieler, Star der Filme „To Catch Kaydash“ und „Fortress“ Taras Tsymbalyuk ist mit der aus Mariupol stammenden Maskenbildnerin Tina Antonenko verheiratet. Die Mutter und die Großmutter des Mädchens blieben bis Ende März unter ständigem Beschuss in der Stadt, danach gelangten sie wie durch ein Wunder an einen sicheren Ort. Die Familie erhält weiterhin schreckliche Nachrichten von Bekannten, die weniger Glück haben.

Auf seiner Instagram-Seite erzählte Taras Tsymbalyuk, wie die Menschen in Mariupol leben, einer ukrainischen Stadt, die russische Truppen vom Erdboden vernichten.

Meine Familie stammt von dort. Tina und ihre Mutter bekommen jeden Tag etwas von Freunden geschickt. Was dort passiert, ist die ultimative Hölle. Hunderte von Russen vergewaltigte Frauen begraben ihre ermordeten Ehemänner und Söhne. Es gibt weder Wasser noch Licht. Diese Frauen haben nicht einmal die Chance, sich nach dieser Hölle zu waschen. Sie können nicht abtreiben, weil es keine medizinische Versorgung für Zivilisten gibt“, schreibt der Schauspieler.

Er bemerkte, dass Zivilisten essen und trinken, was sie müssen. Die Überlebenden müssen sich zusammen mit ihren Kindern in den Notunterkünften von Azovstal verstecken: „Sie haben so viele Explosionen und Einschläge von Granaten gehört, dass ihr Bewusstsein für den Rest ihres Lebens verstümmelt war.“

Taras Tsymbalyuk fügte hinzu, dass die Plünderungen in Mariupol weit verbreitet sind: Die Russen nehmen alles, was überlebt hat, aus der Stadt. Bei der humanitären Hilfe handelt es sich größtenteils um gestohlene Produkte.

„Ein winziger Prozentsatz der humanitären Hilfe geht dorthin. Die Russen geben die beschlagnahmten Produkte in kleinen Mengen hauptsächlich an die pro-russische Bevölkerung ab. Es gibt mehrere Filtrationslager: Ständig verschwinden Menschen, Männer werden gewaltsam mobilisiert oder in ihren Hauptquartieren gefoltert“, fügte der Schauspieler hinzu.

Trotz all des Schreckens, der der Ukraine und der zivilisierten Welt offenkundig ist, bereiten die Russen die Stadt auf die Parade am 9. Mai vor und erwecken die Illusion einer Genesung.

„Dort haben sie aktiv damit begonnen, die Leichen der getöteten Ukrainer einzusammeln. Sie zwingen sie, die unter den Eingängen begrabenen Opfer des Genozids auszugraben. Dazu zwingen sie die Einheimischen, erpressen sie mit Essen, schreibt Tsymbalyuk. - Diese *** nach der Zerstörung der Stadt und mehr als 20.000 Toten säubern jetzt die Stadt und bereiten sich auf die Maiparade vor. Es ist eine komplette Katastrophe. Dies ist eine gewaltige Tragödie, die nicht einfach beobachtet werden kann. Die Welt muss reagieren!“ - schrieb Tsymbalyuk.

H-und-G. Monitoring 29.4. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

 

 

Status 1.5. und 2.5. ca 7.00 Uhr

Russland erhöht Druck im Donbas

Mariupol. Evakuierte nach wie vor in Gefahr

Wirtschaftskrieg gegen UA- kleptomanische Kriegsführung

Internetabschaltung als Vorbote der dritten Angriffswelle?

 

Kriegsgeschehen

Wie in den Vortagen. UA erobert Terrain nördlich zwischen Charkiv und der russ. Grenze, dafür macht die RA eine Meter im Donbas gut. Beunruhigend ist, dass die RA weiterhin ihre Kräfte sowohl in der UA als auch hinter der Grenze weiter verstärkt. Ein taktisches Bataillion (1000) wurde von Mariupol in die Donbas-Schlacht geworfen, angeblich ein weiteres mit Soldaten, die in der DNR rekrutiert worden waren (schlecht ausgebildet teilweise alte und Minderjährige). Wo die Wagnertruppen sind ist unklar. Kadyrov vermutlich in Luhansker Region.

Die schweren Waffen aus dem Westen, die gerade gebraucht werden (Haubitzen über weite Distanz) sind noch nicht angekommen (!)

Im Raum Cherson/Saporischschja, werden offenbar auch Offensiv und Massierungsvorbereitungen gestartet. Es geht nicht nur um das Donbas, sondern nach wie vor die Cluster/Oblasti Charkiv, Donbas, Cherson/Saporischschja (mit Dnjepo) plus Odessa/Südbug,

hybrider Krieg

Nach aktuellen ua Meldungen entführen die Russen Getreide und Mähdrescher, blockieren ua Getreideexporte in den Häfen (ca 40 Schiffe!). Dies läuft schon seit längerem. Es geht nicht nur darum, dass Russland sich selber Ressourcen zuführen will, es geht auch darum die Rest-UA ökonomisch niederzuringen und zu schwächen. Derzeit ist Aussaat, was jetzt nicht erledigt wird, kann im Herbst nicht geerntet werden.

Ebenso geht es darum, der UA die Häfen und die wichtigsten industriellen Zentren zu entreißen (Dniepo und Mariupol und Odessa, neben Kiiv), offenbar um sie in die RU-Ökonomie zu integrieren. Deswegen war RU mit der Beschießung des Stahlwerkes zunächst „zurückhaltend“, bombardierte dann aber von Bombern mit nicht gelenkten Waffen, so dass die Schäden inzwischen hoch sind, wie Satelitenbilder zeigen. Putin opfert für das Symbol des Asow-Bataillons ein ganzes Stahlwerk (!)) Allerdings das Gelände ist sehr groß und es gibt noch ein zweite Stahlwerk.

Humanitäre Lage

Die Ua Menschenrechtsbeauftragte der Rada hat darauf hingewiesen, dass Männer, die von den Russen gefangen oder verschleppt wurden und zurückkamen, von Folter, Misshandlungen und schlimmen Umständen (Nahrungsmangel etc.) berichteten.

In einem Ort in Luhansk der zurückerobert wurde, waren die Menschen von der RA aus den Häusern vertrieben und saßen 2 Monate ohne Versorgung, Strom etc. in den Kellern. (Die überleben das, weil im ländlichen Raum immer noch eine bäuerliche Vorratswirtschaft auf Basis von Gärten etc. existiert.)

Im Donbas (Norden und Süden) sind ca 80% der Bevölkerung evakuiert, d.h. aber dass noch einige hunderttausend da sind, die eine Gegenoffensive der UA behindern. (UA kann nicht eigene Leute beschießen). Die Evakuierung kommt v.a. in Luhansk wegen des Beschusses fast vollkommen zum Erliegen. Tragisch ein Evakuierungsbus wurde beschossen (Blut im Bus), der Fahrer entführt und offenbar gefoltert. Er, der wochenlang evakuiert hatte, sagte in den sozialen Medien, die UA würde nicht evakuieren. Andere fakes behaupten, die ua Evakuierung sei teuer und bieten kostenfreie Evakuierung nach RU an. Es werden auch Leute mit Geld gelockt, mit den Invasoren zu kooperieren. Das ist v.a. beim Prekariat nicht erfolglos, so dass die Ru Propaganda genügend Willige findet, um ihre Befreiungslüge in Ru zu verbreiten.

 

Widerstand

die UA-Regierung ruft die Bevölkerung in den besetzten Gebieten zum totalen Widerstand auf.

In Cherson wieder Proteste

In Russland ca 200 Personen bei Mai-Protesten festgenommen (bindet Sicherheitskräfte in Ru, die nicht in der UA eingesetzt werden können)

 

Besatzung

In Cherson Rubel eingeführt, Wahlvorbereitung,

Weiter Kommunalpolitiker entführt, man weiß nicht wohin (Lager!)

In zwei Regionen wurde das Internet lahm gelegt. Dies erschwert die Kommunikation der UA administration mit der Bevölkerung, außerdem können so russische Soldaten nicht im Internet Informationen nach Hause schicken, und die AU Bevölkerung ihrer Armee und Verwaltung keine relevanten Tips z.B. über Truppenbewegungen schicken.

 

Kleptomanische Kriegsführung

Die Russen klauen wie die Raben: neben agrarischen Maschinen, Autos, Privateigentum, Plünderung von Wohnungen, Kunstgegenstände aus einem Museum in Mariupol, medizinischen Ausrüstung aus Krankenhäusern. Da das offenbar sowohl der persönlichen Bereicherung als dem russischen Staat dient, kann man von einer kleptomanischen Kriegsführung sprechen. Mehr noch. Das ganze System Putin funktioniert so. Um die Leute, in diesem Fall die unmotivierten Soldaten bei der Stange zu halten, darf sich im Reich Putins jeder selbst bedienen, angefangen von der Nummer 1 bis zum letzten Rekruten.

Mariupol

Die Gefahr dass ein Teil der aus dem Stahlwerk evakuierten, von den Russen festgenommen und verschleppt wird ist sehr hoch (!). Die ersten Gefangenen wurden laut Agentur und Foto und Videobeweis nach Bezimenne gebracht, d.h. in ein russ Filtrierungslager (!).

Zivilisten, die die ASOW-Bunker verlassen, sind höchst gefährdet. Nach vorliegenden Informationen werden sie in Lager Bezimenne 80 km östlich von Mariupol verbracht. Dieses kein Flüchtlingsdurchgangslager, wie fälschlicherweise von der russischen Seite behauptet wird. Es ist ein Filtierungslager. Nach bisherigen Erfahrungen werden dort alle Personen von russischen Sicherheitskräften erkennungsdienstlich behandelt und in Datenbänken überprüft. Ca 5-10% der wehrfähigen Männer werden nach bisherigen Erfahrungen und Zeitzeugenschilderungen aussortiert und zu Verhören verbracht. Folter ist bei solchen Verhören durchaus üblich. Wohin sie gebracht werden, ist unklar, nach bisherigen Erkenntnissen wohl in Gefängnisse und Speziallager für mutmaßliche „Feinde“. Die die die Filtrierung überstanden haben, werden üblicherweise nach Taganrog in Russland/Rostov transportiert und von dort aus von der Verwaltung in ganz Russland verteilt. Bürge aus Maripol wurden schon nach Fernost gebracht. Kinder werden manchmal ihren Eltern entzogen und in Umerziehungsanstalten gebracht. Insbesondere ASOW-Soldaten und deren Angehörige sind höchst gefährdet, wenn sie in solche Lager kommen. Verwandte werden als Erpressungspotential missbraucht.

 

Mehr zumThema: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer oder hh-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Die deutsche Presse verwechselt die Evakuierung aus dem Stahlwerk und die „normale“ für die Zivilbevölkerung, die heute um 7 Uhr Ortszeit (Sommerzeit) weitergeht. Die aus dem Stahlwerk geht offenbar richtung Osten, die für die Normalbevölkerung Richtung Westen über ein „Milderes“ Filtrierungslager bei Dorf Mangush in der Nähe von Berdyansk.

Das Stahlwerk wurde nachts weiter beschossen, offenbar um die Soldaten /ASOW im Bunker mürbe zu machen.

H-und-G. Monitoring 29.4. ca 6.30 Uhr nach regionalen soz Medien aller Parteien

( alle auf http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8# oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/default-title-8#)

Status 30.4.2022

Zerstörungskrieg geht weiter, Donbas bald menschenleer

Mariupol wird für die Siegesfeier vorbereitet

Kriegslage

Wenig verändert. Russland verstärkt weiterhin Angriffe aus der Luft, mit Artillerie und Zuwachs von Truppen.

Der UA ist es gelungen, die Straße zwischen Charkiv und Russland zu besetzen und eine Brücke zu zerstören. Damit ist die Gefahr eine Einmarsches von Kursk im Norden, reduziert.

In gesamten Donbas macht die russische Armee Meterweise Gelände, indem sie mit starkem Beschuss die Orte dem Erdboden gleichmacht, Orte wie Marianka sehen aus wie Mariupol. Es scheint der russischen Armee zu gelingen Ponton-Brückenübergänge über den Fluss Donetzk zu bauen, was Voraussetzung der kompletten Eroberung von Luhansk ist.

Ob die eigentliche Großoffensive noch kommt, oder ob die RA durch permanente Nachführung von Truppen die UA zermürbt und weiter langsam vorrückt wie bisher, ist schwer auszumachen.

Besatzung

Russischen Besatzer streben die Übernahme des größten KKW in Saporischschia an. Das heißt, sie wollen die Industrie-Region Djnepo einnehmen.

Humanitäre Lage

Schlimm v.a. im Donbas. Im feuen Teil vom Oblast Donetzk sind von 1,6 Mio Einwohnern nur noch ca 350.000 übrig! Der Rest geflohen, bzw. evakuiert. Die ua Verwaltung, kämpft zum jeden Menschen und fährt Alte und Behinderte raus.

Der Aufruf der Verwaltung: „Ich appelliere noch einmal an die Bewohner der Region, insbesondere an diejenigen, die nahe an der Grenze leben: Geht, rettet euer Leben, den Russen sind Zivilisten egal, sie kamen in unser Land, um zu töten!“

Es gibt massives Plünderungsproblem.

Mariupol

Mariupol wird für Siegesparade (evtl. schon 1. Mai) aufgehübscht. „Pressereise“ von russischen Besatzern soll russische Sicht der Befreiung des Donbas vor den Nazis propagandistisch vorzubereiten.

Die gesamte Stadt wird „filtriert“, d.h einer Sicherheitsüberprüfung durch russische/ DNR-Spezialkräfte unterzogen. Männer dürfen die Stadt ohne Prüfung weder verlassen noch hineinkommen. Nach älteren Angaben werden bis zu 10% der Männer aussortiert. Wohin sie verbracht werden, ist unklar. Vermutlich in Isolierungslager, wo die „verhört“ werden.

Die Besatzer haben vier Krankenhäuser in der Nähe von ASOVstal evakuiert, dabei medizinisches Gerät Richtung Russland demontiert.

Beschuss des ASOW-Bunkers geht weiter, angeblich 600 Verwundete im Bunker. Soldaten bitten Erdogan um Evakuierung.

Die ua Stadtverwaltung von Mariupol ist im „Exil“. Z. T. Im Militärbunker, in Dnjepo gibt es Mariupolzentrum: Motto Mariupol sind die Menschen das ukrainische Mariupol lebt weiter.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Status 29.4.

Ukrainische Armee in prekärer Lage

Abnutzungs-und Zerstörungskrieg

Schäden immens

Unabhängiges Südrussland mit Rubel in Planung

Mariupol: Unsagbar

 

Krieg

Die RA macht langsame Fortschritte bei einer durchgehenden Verbindung zwischen der Region Charkiv und Luhank

Jeden Tag gibt es das Risiko, dass die Uarmee eingekesselt und gespalten wird. Das zeigt eine Karte von vor einige Tagen deutlich. Die UA rückt im Norden von Charkiv vor, weil die RA schwach ist der sich zurückgezogen hat. Die UA haben Geländegewinne. Sind aber zwischen russischen Truppen südlich und der Gefahr, dass von Russland neue Kräfte zugeführt werden, ausgesetzt. In ähnlicher Lage musste sich dies UA schon einmal zurückziehen und die RA machte starke Gewinne, konnte sogar den Donetzk-Fluss überqueren.

Die Lage der ua Armee ist schwieriger, als oft berichtete. Die RA führt einen brutalen Abnutzungskrieg. Auf UA Seite heißt es immer, es gäbe keine Strategischen Gewinne und die Angriffe seien unter hohen Verlusten zurückgeschlagen worden. aran stimmt vermutlich nur der zweite Teil. Nur die Russen kalkulieren Verluste auch ihrer eigenen Leute offenbar zynisch ein. Sie gehen davon aus, dass sie größere Kapazitäten haben und daher gewinnen werden. Auch wenn das von der Ua wegen Motivation, westlichen Waffen, etc. vielleicht gekontert werden kann, ist der Preis enorm: Die RA zerstört notfalls jeden m², den sie erobern will. s.u.. Außerdem wird die AU Armee ständig unter Beschuss gehalten, um Umgruppierungen zu verhindern, mit Drohnen sollen Stellungen erkundet werden, um die UA dann gezielt auszuschalten. Im Gegenzug sind die UA beim Abschuss von Drohnen (dank westlicher Hilfe) immer erfolgreicher.

Im Moment dienen die russischen Reserven im eigenen Land, der Ersetzung von Verlusten, und der begrenzten Verstärkung. Ob die Kräfte für eine Großinvasion im Moment ausreichen, ist nicht klar.

Militärpotential wird von Mariupol abgezogen und Richtung Shaporischschja orientiert. Das entspricht dem Plan auch Dnjepopetrovsk einzunehmen, was sekundäres Kriegsziel ist.

Schnelle Kommentare nach der zweiten Invasion, Russland hätte nichts dazugelernt, weil es auf allen Seiten gleichzeitig angreifen würde (was zum Teil der Zersplitterung der Ua Kräfte bis Wolhynien und Transnistrien dient) waren m.E. verfrüht.

Die Sabotageakte sind inzwischen mehr oder minder nachweislich Provokationen der russ Seite (Bericht Euronews)

 

Humanitäre Situation

Dramatisch in vielen Regionen: hier nur beispiele

-in Charkiv können die Menschen wegen Bomben kaum das Haus verlassen

-in Mariupol drohen Seuchen, weil der Müll runliegt und die Wasserzufuhr und Abwasserkanalisation nicht funktioniert, die Besatzer sollen die Bevölkerung nicht ausreichend ernähren, vermutlich um sie zu bewegen, sich nach Ru evakuieren/deportieren zu lassen

-im freien Luhansk gibt es kein Wasser mehr, was sich aus bis Kriegsende nicht mehr ändern wird. Auf Orte wie Rubishne (ex 56.000 EW) werden laut lokaler Angaben „ 3-4 Mal am Tag angegriffen. Hunderte von Granaten kommen über all nieder. Feindliche Panzer schießen ohne Unterbrechung. Der Besatzer schickt neue und neue Kräfte, um die Verteidigung zu durchbrechen, aber nur Verluste zu tragen, und die Lebenden fliehen vom Schlachtfeld.“ In der Region Donezk, darunter Mariupol und Volnowah, wurden mindestens 300 Bildungseinrichtungen beschädigt oder zerstört: 143 Schulen, 127 Kindergärten, 16 Berufsschulen und 14 Hochschulen.

Im Donbas sind 10.000 e noch nicht evakuiert, oft Angehörige der schwächeren Schichten, die z.T. auch über keine elektronische Kommunikation verfügen, insofern desorientiert sind. Sie werden teilweise Einzeln oder in Kleingruppen von Freiwilligen mit Privatfahrzeugen evakuiert-trotz Beschuss.

Der Wiederaufbau der beiden Oblast wird nach jüngsten Schätzung mindestens 10 Jahre dauern.

In der Ukraine gibt es 600.000 Obdachlose Binnenflüchtlinge, mehr als 10% sind außer Landes, 1 Mio evtl in Russland

Mariupol

Humanitär Lage prekär s.o. , aber anders als in den Medien

Der ASOW Bunker wird jetzt tag und nach beschossen, wie vorhergesagt, wohl auch mit mehrere Tonnen schweren Bomben. Sogar das Bunkerlazarett, obwohl bekannt wurde beschossen (Kriegsverbrechen!) . Laut ASOW wurde es getroffen. Wenn das stimmt, muss die Lage der zahlreichen z.T. schwerverwundeten im Bunker katastrophal sein.

Putin verweigert (wie vorhergesagt) die Evakuierung der Milittär, sein Sprecher meint, die Zivilisten könnten gehen wohin sie wollten, UN bietet Hilfe an. UN darf nicht naiv sein (!) . Nach der Logik Putins, darf er auch die Zivilisten nicht ohne Filtrierung/Sicherheitsprüfung gehen lassen, da ihm sonst „Nazis“ und „Söldern“ entwischen könnten. Wenn er Zivilisten filtriert, wird es nach Logik der Dinge Festnahmen und Aussonderungen von Verdächtigen geben. Die werden kann Nichtzivilisten genannt und den Faschisten vorgeworfen, sie hätten die UNO betrügen wollen. (Ist meine Spekulation, aber so funktionieren KGBisten, wie ich nach 20 Jahren Arbeit mit Stasiakten weiß.!)

Besatzungsregime

In Cherson wird ab 1.Mai der Rubel eingeführt, die Volksabstimmung beginnt, in dieser Zeit dürften Menschen das Gebiet nicht verlassen. Angeblich ist geplant ein „Südrussland“ zu gründen, das dem Neurussand Katarina der Großen entspricht.

Das sind Pläne, die die Ua angeblich bei Proruss Kräften gefunden haben will.

Mariupol soll Rostov angegliedert werden

In den besetzten Gebieten gilt russisches Strafrecht/teilweise Ausnahmerecht, es gibt willkürliche Festnahmen und Lager

In Mariupol wird derzeit die gesamte Restbevölkerung datenerfasst, sie werden unter Vorwand in eine Amt gerufen. Derartige Registrierungen sind Vorbereitungen zur Deportation, Festnahmen, zur Erpressung von Verwandten von Militärs, usw.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

 

 

Status

28.4.2022

 

Kämpfe im Osten intensiviert und brutaler

neue Hinweise auf russische Isolierungslager

Terror gegen Zivilbevölkerung

Mariupol kämpft weiter, hofft auf militärische Rettung, die aber nicht in Sicht ist

 

 

Kriegsgeschehen

 

Der Krieg im Osten wird immer brutaler und aggressiver und kleinteiliger. Das macht es mir schwer bis unmöglich in kurzer Zeit ein objektives Bild herzustellen. Die Bewertungen der Ukraine, der Briten und von Analysten der USA gehen nämlich deutlich auseineander (!) . Während die UA (zumindest öffentlich) Erfolge hochschreibt (die es im Rauch Cherson z.B. gibt) und Misserfolge kleinredet (die Briten folgen dem), sind die US-Quellen, die vermutlich die beste Militäraufklärung haben (US-Satelliten können offenbar Einzelpersonen am Boden verfolgen) skeptischer, sie berichten von russischen Eroberungen von Siedlungen und Städten. Ich tendiere nach meinen kleinteiligen Recherchen eher zur US-Darstellung.

 

Die Russen versuchen offenbar eine durchgehende Verbindung zwischen Charkiv und Luhansk herzustellen, parallel zur Autobahn M3 und entsprechenden Eisenbahnlinien: Dabei erzielen sie mehrere Gewinne, konnten sich auch auf der rechten (westlichen) Seite des Donetzk-Flusses festsetzen. Die Gefahr, dass die Eliteeinheiten der UA umzingelt werden, war so stark, dass sich diese teilweise taktische zurückziehen mussten. Vermutlich versuchen die russischen Einheiten einen „sicheren“ Weg für die nachrückende Großoffensive freizuschießen.

 

Meine Vermutung ist, dass die RussA damit den Fehler von Kiew vermeiden will, wo die Panzer schutzlos auf der Schnellstraße nach Süden standen.

 

Mit Bomben und Artilleriebeschuss und brutalsten Straßenkampfeinsätzen (sehr wahrscheinlich Kadyrevs Leute! u.ä. Spezialkommandos) fräsen sich die Russen langsam vorwärts. Die Ortschaften werden z.T. dem Erdboden gleichgemacht, Rubishne, eine Kreisstadt mit einst ca 60.000 Einwohnern ist eine Geisterstadt und zu 80% zerstört. Izyum mit einst ca 48.000 Einwohnern wurde in der letzten Nach mit 50 Artilleriegranaten in einer Stunde beschossen. (vermutlich diese modernen Stalinorgeln) (Aleppo läßt grüßen).

 

Die Meldung, dass Phosphorbomen eingesetzt wurden, wurde bisher explizit nicht bestätigt

 

Humanitär/Kriegsverbrechen

Nach russischen Angaben wurde 1 Mio Menschen nach RU evakuiert (d.h. in vielen/den meisten Fällen alternativlos deportiert). D.h. so viel Personen wurden allein in Durchgangslagern „filtiert“, dabei wurden in Mariupol schätzungsweise 5-10% der Männer ausgesondert. Sie kommen in Sonderlager oder Gefängnisse, werden nachweislich gefoltert, teilweise getötet.

 

Nach den Filtrierungslagern, die ich im Raum Mariupol nachweisen konnte, ist jetzt ein weiterer Komplex mit 300 Personen im Raum Cherson von UA-Seite identifziert worden. Das dürfte kein Durchgangslager, sondern ein Isolierungslager (Stasi-Terminologie) für Feinde sein. Denn die Größe entspricht gefühlt der Zahl der nach den Demos in Cherson von Sicherheitskräften der Krim Festgenommenen. Das waren mehrere hundert, von denen aber wieder ein Teil gehen durfte. Man muss also deutlich Flüchtlingslager (nach Filtrierung) Durchgangslager (mit Filtrierung) und Isolager, manche sagen einfach Folterlager unterscheiden. Leider benutzen die UA polemisch das Wort „KZ“, was die Infos aus deutscher Sicht unglaubwürdig erscheinen läßt. KZ ist auch falsch, harmlos sind sie nicht, im Extremfall sogar totbringend. (s. Mein Artikel auf H-und-G.info)

 

Eines der letzten beiden Krankenhäuser im Oblast Luhansk ist im vollen Betrieb offenbar wissentlich unter Beschuss genommen worden. (schlimmer als in Mariupol). Angeblich (durchaus glaubwürdig) haben ua Ermittler den Beweis von Hinrichtungen in der Gegend von Sumy von 30 Personen ,(Blutspuren an Wänden etc.) . In Luhansk wird Frauen angeblich mit dem Entzug ihrer Kinder gedroht, damit sie spionieren. Von Plünderungen und Vergewaltigungen sind bei manchen Einheiten offenbar „Routine“. Es gibt keine Anzeichen, dass die russische Armee das unterbindet, im Gegenteil.

 

xxxxxxxxxxxxxxx

Status 27.4 ca 6. 30 Uhr, letzten 12 Stunden nach vor Ort social media etc.

Putin eskaliert Krieg als Antwort auf Nato-Waffenunterstützung (Eskalation in Luhansk, Odessa-Moldawien)

Änderung der russischen Deutschlandpolitik

Besatzungsterror in Mariupol

Horrorbilder aus dem Asow-Bunker

Sabotage und Spionage als Mittel der Kriegsführung

 

Kriegsgeschehen

Putin reagiert auf Nato-Waffenlieferungen mit Eskalation des hybriden Krieges.

Mehr Konfliktherde, sollen die UA-Kräfte binden (Moldawien), Bombardements gegen Waffennachschub und Logistik und zur Terrorisierung der Bevölkerung. Gashahnabdrehen für Bulgarien und Polen. M.E. geht es nicht um die Frage, der Bezahlung in Rubel, sondern einen Abschreckungsversuch wegen der Waffenbelieferung der Ukraine. Da Putin möglicherweise bald keine Kapazitäten mehr hat, den Krieg auszuweiten, sind das vielleicht auch Versuche, eine Verhandlungslösung zu seinen Konditionen zu erringen.

Angriffe intensiviert, insbesondere in Luhansk/Charchiv Gewinne der RF

Während die Ua Berichte die erfolgreiche Abwehr und fake news der Russen herausstellen, berichten US-Quellen, wie gestern auf H-und-G.info beschrieben, von Erfolgen der russischen Armee in der Region zwischen Charkiv und Luhansk. Die Russen würden methodischer Wege ihres Nachschubes absichern, und würden zunehmend versuchen, durchzubrechen und ukrainische Kräfte einzukreisen. Wenn das gelingt, wäre das ein schwerer Schlag, der das Kräfteverhältnis deutlich verändern könnte.

Das Bombardement u.a der Infrastruktur geht weiter. Es wurde eine wichtige Brücke an der Dnjester-Mündung (Es Bessarabien) zerbombt, die für den Weg Odessa-Rumänien und den Meereszugang vom Schwarzen Meer bis nach Moldawien wichtig ist.

Angebliche Sabotageakte in Transnistrieren lassen darauf schließen, dass Putin den Krieg auf die Region Odessa-Moldawien ausdehnt. Die Behauptung in deutschen Medien, dass Putin seine Kriegsziele ausdehnt, ist falsch. Die „Sicherung“ von Transnistrien gehört schon immer mit zum russischen Konzept. Putin will statt einer westlichen-starken Ukraine einen Flickenteppich von russlandhörigen Volksrepubliken etablieren, die die Restukraine eindämmt, bzw. zum Aufgeben bewegt.

Tschetschenen sind offenbar immer noch in Mariupol tätig, vermutlich auch in Luhansk. Dort gibt es aber nur Eigenvideos, keine verifizierten Orte. Entweder sind sie vorsichtiger geworden oder es sind dort weniger unterwegs als behauptet. Verifizierung der Meldung über hingerichtete meuternde Soldaten bisher nicht möglich.

Politik

Die Ausweisung von 40 deutschen Diplomaten ist keine Retourkutsche, wie deutsche Medien behaupten, sondern der Beginn einer neuen Deutschlandpolitik Russlands, die russische Politiker seit einigen Tagen fordern.

Sabotage und Spionage

Laut ua Quellen wird angeblich Frauen von Russ. Soldaten angedroht, ihre Kinder wegzunehmen, damit sie militärischen Ziele auszuspionieren.

Sabotage wird immer wichtiger. Mehrere russ Munitions- und Treibstofflager in der Ukraine und im grenznahen Russland flogen in die Luft. In Russland selbst brennen Rekrutierungsämter, aber angeblich auch ein Warenhaus in der Moskauer Region. Ob das russische Provokationen, spontane Aktionen lokaler Kräfte oder staybehind Aktionen sind, ist nicht auszumachen.

Andererseits hat die UA zu nehmend mit Kollaborateuren zu kämpfen, die Daten und Infrastuktur verraten oder beim Aufbau eines Besatzungsregimes helfen. Zuweilen sind es Kräfte vormaliger prorussischen Parteien, die inzwischen aus dem Parlament ausgeschlossen wurden

Humanitäre Katastrophe

Die Lage der Menschen im freien Luhansk ist katastrophal. Es fehlt an fast allem. Die Russen zerschießen systematisch die Stromversorgung. Die Verwaltung bemüht sich zu evakuieren, scheitert aber am Beschuss der Evakuierungskräfte, an dem Zustand der Restbevölkerung (Alte, Schwache, Widerstrebende). Städte und Gemeinden werden durch den Krieg nach syrischem Muster ausradiert, da Opfer eines wochenlang wogenden Stellungskrieges. Fake news über angebliche Eroberungen der Russen/Tschetschenen (Rubishne) und Falschmeldungen über die Evakuierung sollen die Bevölkerung verunsichern. Putin will offenbar unbedingt die Oblastgrenzen im Donbas erreichen (als Zwischen-“Sieg“). Dazu erobert Putin Ruinen und Geisterlandschaften.

Im Donbas in der Fläche ist die Situation kaum besser.

Terror im besetzten Mariupol

Es gibt aktuelle, nicht verifizierbare aber glaubhafte Horrorbilder von der Krankenstation im Asowstalbunker! Amputierte, Schwerverwundete in Notversorgung aber letztlich unzureichend versorgt!

Das Drama ist anders, als international beschrieben.

Die Gegend vom Stahlwerkbunker wird weiter bombardiert. Lautsprecheransagen, bieten die Kapitulation an. Nach 15 Min wird weiter bombardiert.

In der Stadt hungern mehr oder minder obachlose Menschen in Kellern und Ruinen, weil es zu wenig zu essen und medizinische Versorgung gibt.

In der Stadt plündern russische Soldaten (u.a. die Städtischen Museen, aber auch Privathäuser) .

Die „Säuberung“ (Filtration) geht weiter an Checkpoints und im westlichen Strandstadtteil Haus für Haus.

Ca 500 Bürger wurden nach Filtierung nach Russland deportiert.

Das in H-und-G.info beschriebene Lager-Filtrierungssystem läuft weiter: http://h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer oder h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Die Zusage Putins, das IRC und die UN in M helfen zu lassen, dürfte sich wenn dann nur auf Randbereiche des Besatzungsregimes erstrecken. Oder Putin will sich die Ernährung der besetzen Bevölkerung durch die internationale Gemeinschaft finanzieren lassen, weil er das sonst selber machen müßte. Ich warte nur darauf, das IRC Fahrzeuge mit auf der Siegesparade in M. Mitfahren, um die erfolgreiche Befreiung von M. zu demonstrieren. (Das ist zwar zynisch, aber durchaus ernst gemeint.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Monitoring vom 26.4. ca 7.30 Uhr

 

Problematischer Verlust in Luhansk, aber kein großer Durchbruch der Russen bisher

Systematisch Vernichtung der ua Transportinfrastruktur für Nachschub.Aufbau russischer Strukturen für Großoffensive

Die besten Verbündete der UA: Die Flüsse und der „Westen“

Mariupol. Putin ist nicht zu trauen. Das Evakuierungsangebot am ASOW-Bunker könnte eine Falle sein

Kriegsgeschehen: Vorsicht, die deutsche Berichterstattung orientiert sich zu stark an ukrainischen Einzelmeldungen, die die Gesamtlage schlechter und teilweise geschönter darstellen als amerikanische und britische Quellen, die auf eigenen Aufklärungsergebnissen beruhen. So hat die Ukraine zwar einzelne Gemeinden v.a. im Norden „zurückerobert“, die Zahl der Flugzeugabschüsse ist deutlich höher als noch vor Wochen (Erfolg der Waffenlieferung), viele Stellungen wurden trotz Angriffen gehalten. Aber: Die Russen zerschießen relativ effektiv die Transportinfrastruktur auf der Schiene vom Westen Richtung Osten, um v.a. den internationalen Waffennachschub Richtung Donbas/Charkiv zu unterbinden. Die Massierung von Schiffen mit 38 Marschflugkörpern (die alle Ziele in der UA erreichen können) und Kanonen, die die Nachschubhäfen bombardieren können, sind ein weiteres Indiz, dass auf die US-Ansage von weiteren Hilfslieferungen durch die Ministerbesuche in Kiev unmittelbar reagiert wird (!) . Einen nicht zu unterschätzenden Gewinn haben die Russen in Luhansk erzielt. Nachdem sie einen kleinen Ort durch Bomben in Schutt und Asche gelegt haben, um die Verteidigung druch UA Artillerie, Infantrie etc. völlig unmöglich zu machen, sind sie einmarschiert. Dabei haben sie den Donetzk-Fluss, einen nicht kleinen Nmebebnfluss des Don überquert. Flüsse sind die wichtigsten Verbündeten der UA, da sie von Nord nach Süd führen, so dass die Russen von Osten nur schwer vorrücken können. (von daher vermute ich immer noch, dass die Hauptoffensive von Kursk/Beograd von Norden und gleichzeitig in der Südukraine beginnt, da diese für die Panzerarmeen und Artillerie topographisch günstiger ist.) Insofern ist diese geglückte Donezk Überquerung ein wichtiger Schritt bei der kompletten Einnahme der Oblasti Lugansk und Charkiv. Insofern wird sie von Kadyrov gefeiert, der offenbar in der Gegend Spezialkräfte hat. (Hier möglicherweise die gestern erwähnte mutmaßliche Hinrichtung von russischen Meuterern durch Tschetschenen). Die Strategie dort folgt exakt der Aleppo Strategie.

Havarien und Sabotage spielen eine immer größere Rolle, wobei schwer zu entscheiden ist, ob unsachgemäße, hektische Verhaltensweisen der Russen, Fakes, um die eigenen Leute aufzustacheln, oder wirkliche Sabotage im Spiel ist. Gestern in Transnistrien, im Kursker Gebiet und in Kremenie/Kuhansk, wo das Rathaus mit einer Versammlung von Kollaborateuren und Invasoren in die Luft flog. Luhansk ist auch ohne Strom, weil die Besatzer in Unkenntnis das zentrale Umspannwerk zerstört haben.

Zu Russlands Strategie schienen auch falsche Flagge-Aktionen zu gehören. Z.B. der Beschuss von UA Siedlungen mit Panzern die als ukrainische drappiert werden.

Die Ukraine befindet sich sowohl im Informationskrieg als auch im Widerstand, parallel zum „offiziellen“ Krieg. Dazu gehören Aktionen wie falsche Auskünfte/Nichtinformationen an Besatzer, andererseits Daten von Verrätern, die es den Russen erlauben Angriffskoordinaten zu ermitteln. Die UA hat gerade die Strafandrohung gegen derartigen Landesverrat verschärfen müssen. (!) Auf der anderen Seite hat Putin seine Strafverfolgungsorgane persönlich auf den Antiterrorkampt orientiert (vor der versammelten Staatsanwaltschaft der RF-wie zu Sowjetzeiten, das ist politische Justiz, der Führer sagt, wo es langgeht, d.h. wo verhaftet und wie bestraft werden soll.)

Wer spielt besser Schach- Russland oder die USA/Ukraine? Was ist der Exit?

Strategische geplante Konflikte werden idealer Weise vom Ende her geplant. In Deutschland gibt es dazu keine wirklichen Debatten, wie mir scheint. Nur subkutan. Es gibt zwei extreme Ziele: Sieg über Russland (was immer das heißt, im Extremfall Systemchange (Biden), Wiedereroberung von Donbas und Krim, Militärbegenzung von Russland).. Anderes Extrem: Verhandlungslösung, Waffenstillstand, Einfrieren des Status Quo, um die weitere Eskalationsgefahr, Zerstörungen und menschliches Leid und wirtschaftliche Folgeschäden zu begrenzen.

Das sind die militärischen Alternativen, welches sind die politischen? Putin hat eine klare Vision. Welche hat der „Westen“? Keine klare jedenfalls. Falls hinter verschlossenen Türen überhaupt darüber gesprochen wird, dürfte es nur einen Minimalkonsens geben. Verhinderung des Sieges von Putin in der UA und Verhinderung des Überspringens des Konfliktes auf Nato-Gebiet. Ich vermute, wenn die USA als Ziel, Russland komplett niederzuringen, formulieren würde, würden die Meinungen sofort auseinandergehen, die Allianz sich deutlich spalten (was Putin vermutlich weiss)

Möglicherweise ist für sie die UA nur ein Spielfeld, um Russland durch eine Materialschlacht plus Sanktionen militärisch und wirtschaftlich so niederzuringen, dass es wie am Ende der UdSSR kollabiert. Die Ukrainer zahlen nur den Preis.

Putin will nichts Geringeres, als die Weltordnung zu verändern. Er spielt das Gegenschach-Spiel gegen das US-amerikanisches Konzept der unipolaren Welt. (Siehe seine Ansage auf der Münchner Konferenz, s. Ria Novosti vom 4.4.). Die Ukraine ist (wie für die USA) „nur“ ein Teil-Spielfeld bei diesen Kampf . Allerdings ein emotional wichtiger, weil die UA sich gut eignet, um die eigen Bevölkerung für seinen Kampf zu mobilisieren. (Brudervolk muss befreit werden, Neues Russland gehört zu Russland) Insofern ist das nicht nur ideologisches Blabla, sondern Formierung der russ. Gesellschaft und Imperiale Strategie gehören eng zusammen. Die Ukrainer zahlen dafür den Preis.

Putin ist für seinen „Weltkrieg“, der nicht überall militärisch geführt wird (s.Indien, Afrika) deutliche besser vorbereitet, als Europa (USA weiß ich nicht), allein schon deswegen, weil er diese Perspektive hat und Europa/Deutschland bisher gar nicht rechte begriffen hat, warum es eigentlich geht. Deswegen ist Putin immer einige Züge (auchh wenn er Irrtümer unterliegt) voraus, bevor der Westen überhaupt aufwacht, geschweige reagiert. (s. Sanktionen) (s. Balkanpolitik: die EU und Deutschland kümmern sich nur, wenn es rumpelt, Putin die ganze Zeit). Auch die Unterminierung unser eigenen politischen Systeme durch Putins Desinformationsstrategie im Netz und eigenen Medien und rechtspopulistische 5. Kolonnen werden unterschätzt. (Keiner hat sich z.B: um die russische Unterwanderung von Pegida gekümmert, war nie Thema, obwohl offenkundig!) Marine Le Pen sollte für uns ein Menetekel sein.

Qui vadis Europa?

Beide Seiten stellen sich auf monate- wenn nicht jahrelange Kämpfe ein (!) Und wir?

Mariupol

Ich wiederhole, die humanitäre Situation ist anders, als in den Medien beschrieben. Drama sind die faktische Obdachlosigkeit und Verwahrlosung der Restbevölkerung, Besatzungsterror und das Drama im ASOW-Stal-Bunker, nicht militärische Angriffe auf die Stadt.

Das überraschende „Angebot“ der russischen Armee, einen Waffenstillstand mit ziviler Evakuierung am Bunker durchzuführen, könnte ein mieser Trick Putins sein. Offenbar beruht er nicht auf einer wirklichen Absprache mit der UA-Seite.

Putin hat ein paar Klippen zu nehmen. Der UN-Besuch in Moskau, soll nicht mit hässlichen Bildern befrachtet werden. Mariupol bindet nach wie vor zu viel Militär, was andernorts fehlt. In Mariupol bereiten Kollaborateure eine Siegesfeier vor. Putin will einen schönen Sieg über die „Ukrofaschisten“ (ASOW).

Aber: Putin wird die ASOW-Leute nie schonen (!). Entweder sie werden vor Ort umgebracht, durch schwerste Bomben (5 Tonnen). Oder Gas. (dafür gibt es laut ua Quellen weitere Indizien) Aushungern dauert zu lange, die Vorräte im Bunker sind vermutlich deutlich besser, als die UA behauptet, um die Russen zu täuschen. Russland will, dass zum Zeichen der Evakuierung die Weiße Fahne am Bunker gehisst wird. Das Zeichen der Kapitulation! Das ist schon mal gut für die Propaganda. Das hilft bei der Identifizierung von Tunneleingängen und -Wegen. Außerdem- und hier liegt eine dramatische Gefahr: Die Zivilisten dürften z.T. Verwandte der Kämpfer sein, die sich vor Bombern und Geiselnahme dort versteckten. Wenn diese rauskommen und in die Händer der Russen fallen, Gnade ihnen Gott. Dann sind die Kinder und Frauen Geiseln zur Kapitulation der russichen Militärs! Der „grüne Korridor“ von dem immer die Rede ist, ist vermutlich keine kriegsrechtliche Metapher, sondern eine Allee nördlich des Stahlwerkes. Dieses Gegend wird nach UA-Angaben gerade vom FSB ausgekundschaftet. Warum wohl? Von der Russischen Besatzungslogik ist es gar nicht denkbar, dass man Zivilisten aus dem Bunker ohne „Filtrierung“ ziehen läßt. Die Propaganda (?) behauptet ja im Bunder seien 400 Söldner (vermutlich nicht wenige europäische Rechte) und auch NATO-Offiziere. Die will man doch nicht entschlüpfen lassen, (Putin „keine Fliege“)! Das ist also keine humanitäre Maßnahme zur Rettung von Frauen und Kindern, die sind Putin vermutlich vollkommen egal (vielleicht nicht seiner Freundin und seinen Töchtern, das wissen wir nicht), die Waffenruhe und das Evakuierungsangebot folgen einer rein utilitaristischen politisch-taktisch-operativen Logik. Das ist pure KGBistik-logik Putin funktioniert nur so. Ich mache alles, was mir/Russland nützt, Methoden sind nur eine Opportunitätserwägung, es gibt keine rechtlichen/ethischen Grenzen!

Humanitäre Lage

Nicht grundsätzlich Neues, das heißt nichts Gutes!

In den Besatzungsgebieten Zuckerbrot und Peitsche. (Hilfslieferungen und Verhaftungen)

In Cherson wurde die ukranische Fahne vom Rathaus geholt, die Besatzer klauen wie die Raben. Das System Putin beruht auf dem Recht der Machtapparate, sich auch persönlich zu bereichern, an der Spitze bis zum untersten Soldaten.

Das sind keine Exzesse, das ist das System! Jeder muss sich für die Staatsmacht engagieren, bekommt dafür aber seine Teil vom Kuchen.

In den umkämpften Gebieten leidet die (Rest) Bevölkerung unsäglich.

Die Ukraine kämpft

Es gibt unglaubliche Meldungen: Die Aussaat hat begonnen, das Freie Luhansk bittet um Saatgut. Charkiv baut neue Häuser, Brücken und Stromleitungen, während zur gleichen Zeit immer wieder welche zerbombt werden. Im Gegensatz zu Russland befinde sich hier ein Volk im Widerstand und sei es nur auf dem Traktor oder dem Betonmischer.

Russland

Interessante Meldung in Ria Nosti: Immer mehr Russen verzichten (auch aus Kostengründen) auf internationale Streaming-Dienste: Die geistige Verblödung hat also noch Steigerungspotential.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Status 25.4. ca 6.30 letzte 12 Stunden

 

russische Lager für Ukrainer-Angriffe v.a im Osten-Offensivvorbereitungen laufen weiter, aber mit Schwierigkeiten-Zivilbevölkerung die Leidtragenden-Humanitäre Lage anders als oft beschrieben, Inferno im ASOW-Bunker

 

 

Lager-System für Ukrainer:

Zu wenig beachtet, müssen Ukrainer in den besetzten Gebieten ein „Filtrierungssystem“ an Straßensperren, bei Hausdurchsuchungen, in Lagern und Gefängnissen durchlaufen. Dabei werden „Verdächtige“, v.a. wehrfähige Männer aussortiert, verhört, gefoltert, mutmaßlich getötet und verschleppt. Das abgestufte System, was an historische Vorbilder erinnert, ist Teil der Entnazifizierungsstrategie und mit der Massen Deportation Richtung Russland verknüpft. Die faktische Ostdeportation ist im Vergleich zur Westevakuierung mehr als 10 mal so groß. Vergleiche der Lager mit Kzs sind faktisch und historisch falsch, entspringen der ukrainischen Polemik, die die Russen inzwischen als (die wahren) Faschisten bezeichnet. Aber dieses Lagersystem ist tendenziell Kriegs- und Völkerrechtswidrig. Es dient daszu „Ukrofaschisten“ auszumerzen und die Ukraine ihrer Identität zu berauben.

 

Exklusivrecherche auf H-und-G.info mit Fotobeweisen h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

bzw. h-und-g.info/texte-zu-ukraine/putins-lager-fuer-ukrainer

Kriegsgeschehen

Ähnlich wie bisher Angriffe v.a. im Osten, in Luhanks. Weiter Massierung von Truppen Richtung Charkiv, auch von Belarus Umgruppierung.

Massierung von Kriegsschiffen Richtung Odessa.

Die Russ. bauen Kommandostrukturen auf, was Rückschlüsse auf eine längere Dauer und die Regionen der Angriffe zulässt.

Ukrainische Verwaltung fleht Bürger an, endlich Luhansk zu verlassen, weil die Anwesenden die UA Arme behindern (!) würden, Wie mehrfach angedeutet, soll die Großevakuierung in der Fläche von L un D den Fehler von Mariupol vermeiden. Die verbleibende Zivilbevölkerung ist nicht nur ungeschützt, sie behindert auch Gegenoffensiven der UA, weil diese nicht ihre eigenen Leute beschießen kann. Ein Großteil der russ Propaganda hebt mit „Zeugen“ darauf ab, dass die UA ihre eigenen Leute beschießen.

Man darf sich nicht von fraglosen ukrainischen Erfolgen blenden lassen, wie sie in der deutschen Presse im s an ua Meldungen verkündet werden. Die UA hat deutliche Erfolge, die Zahl der Abschüsse läßt auf eine bessere Rüstung auf Grund de westlichen Nachschubes schließen. Aber- englische und amerikanische Quellen schildern realistischer, dass die Russen langsame kleine Geländegewinne z.B. in Lunhansk erzielen. Wie immer betont, die Großoffensive hat noch nicht begonnen. Putin will, wie seit zwei Tage auf HuG.Info erläutert, im großen Stil Geländegewinne machen, weil er auf anderem Wegen seine politischen Ziele nicht erreichen konnte.

Der Krieg wird nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt, sondern Militäraufklärung, Verrat, Kollaboration, Sabotage, Kapazitäten und Nachschub spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Verrat und vorauseilender Gehorsam sind massive Probleme auf ua Seite. Cherson ist deswegen gefallen, in Mariupol wurde ein Teil der Infrastruktur verraten, im Stahlwerk (angeblicher Fotobeweis) soll derzeit ein ehemaliger Schichtleiter die Koordinaten für neuralgische Punkte verraten, die dann bombardiert oder „gesäubert“ werden können. Man darf sich nicht täuschen lassen, es gibt nach wie vor prorussische Kräfte, z.T. auch vor dem Krieg von Russland unterstützten politische Parteien und Gruppierungen, aber auch Bürger, v.a. ältere, die prorussische sind. Es wurden von UA Seite wohl auch schon Verräter hingerichtet. (Videobeweis), was die Stimmung nicht besser macht.

Hat Russland inzwischen Angst vor einem ukrainischen Gegenangriff? Manches deutet darauf hin, dass Russland in einigen Regionen Truppen und Raketenschilde „nur“ zum Grenzschutz massiert, weil es Angst vor ua Sabotage- oder sonstigen Angriffen gibt. An der Grenze Richtung Charkiv sichern FSB-Grenztruppen, die Grenzregion. Es ist schon wieder ein Treibstoffdepot in Russland in Grenznähe in die Luft geflogen.

Interessant die Recherche zu Nachschubprobleme bei russ. Präsizisionswaffen von Bellingcats. Der russischen Nachschub hat Schwierigkeiten, aber funktioniert (noch). Russland umgeht nicht ungeschickt das Embargo durch Einkäufe gefälschter Imitationsprodukte in allen Staaten, die sich nicht an Sanktionen beteiligen. Vermutlich v.a. China und Indien.

Die militärische Bedeutung von Mariupol wird z.B. an an einer Zahl deutlich, wonach die Milizen des Innenmin des Donbas dort mehrere 100 Mitglieder vorloren haben soll.

Die Achillesferse des Kriegs ist die Menge der russischen Nichtberufs-Soldaten. Permanent gibt es Indizien, dass viele junge Soldaten nicht mitmachen wollen (neuerdings abgehörte Telefonate mit zuhause). Nachrichten in der Frankfurter Rundschau, dass Tschetschenen Meuterer erschießen, lassen sich durch mich noch nicht (!) verifizieren. (Es ist nicht mal genau klar, wo die Tschetschenen im Moment genau sind, aus Mariupol scheint die Masse schon seit Tagen abgezogen). Aber! Es wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Tschetschenen. wie andere Sondereinheiten, z.T. die Funktion haben, russische Truppen mit „schwacher Kampfmoral“ (so Kadyrev schon vor Wochen) anzuleiten. Das wundert nicht, zumal die Russen seit Längerem in Separatisten und eroberten Gebieten und der Krim Männer, auch Minderjährige und Alte auf Grund der bekannten Schwierigkeiten zwangsrekrutieren. Das muss faktisch (kein Beweis, aber logisch) dazu führen, dass -bildlich gesprochen- ein Tschetschene vorneweg und einer Hinterher läuft, um die Truppe zusammenzuhalten. Wie mehrfach betont, beruht die russische Armeemethode auch auf Terror nach innen, in der Hoffnung, dass jeder irgendwann zurückschießt, wenn auf ihn geschossen wird. Oder wie Prof. Baberowski neulich treffend sagte, beim Mitkämpfen ist die Chance zu Überleben größer als bei Desertion.

Waffendiskussion in D.

Ist grottig, weil vollkommen undifferenziert. Es werden vollkommen unterschiedliche Waffen, für unterschiedliche Etappen und Ziele des Krieges benötigt. Deutschland tut (inzwischen) viel mehr Richtiges, als diese Debatte suggeriert. (Kennt jemand Kritik von Biden, Macron und Johnson an Scholz?) Auch Betroffene, so bewundernswert sie sein mögen, sind in der Regel nicht immer die besten Ratgeber! D. ist zudem das Luftdrehkreuz für den Nachschub. und wichtig für die computergestützte Kommunikation. Und ich kann es nur immer wieder wiederholen. Die Marder-Panzer will die UA u.a. für die Rückeroberung der Krim haben (!), ein Kriegsziel was ganz Russland zugunsten von Putin mobilisieren dürfte. (!) Das erfordert eine Debatte, aber genau die wird nicht geführt!

Mariupol

Die Meldungen in Deutschland verzerren nach wie vor das Bild. Das Problem sind kaum noch Angriffe auf die Stadt, sondern das Stahlwerk. Es bindet nach wie vor russische Kräfte, deswegen versucht Russland durch Bomben die Bunkerinsassen zum Aufgeben zu bringen oder umzubringen. Die von der UA angestrebte Verhandlungslösung haben rein demonstrative Bedeutung und m.E. keinerlei Chancen, weil Putin niemals ASOW-Leute, das Symbol seines Kampfes gegen die „Ukrofaschisten“ ziehen lassen wird.

Menschen und die Verletzung ihrer Rechte

Das Drama von Mariupol ist ein anderes als von der UN, dem IRC und der EU beschrieben. Es hausen tausende von Menschen obdachlos in Ruinen, v.a. Alte, Schwache, Kranke, Frauen mit Kindern, sozial Problematische, Immobile, die nicht flüchten konnten oder wollten. Sie sind durch wochenlange problematische Ernährung, in Ermangelung von medizinischer Versorgung in einer Art Verrwahrlosung. Diese Leute kann man nicht einfach evakuieren. Diese Leute benötigen in erste Linie Hilfe vor Ort. Die Besatzer tun dies mehr oder minder, um sie dann Richtung Russland zu deportieren. Die Deportation ist anstrengend, aber bis auf die Filtration und Aussonderung s.o. offenbar durchaus von humanitärer Hilfe geprägt. Das Unmenschliche ist die Invasion davor und die Alternativlosigkeit, weil die Masse nicht Richtung Westen gehen darf.

Dramatisch ein Inferno muss die Lage im ASOW-Bunker sein. Dort liegen dutzende Verwundete, Amputierte ohne adäquate medizinischen Versorgung, auch wenn es eine Minimalversorgung gibt. D.h. im Keller muss es inzwischen dutzende von Leichen geben. Die Kinderbilder sind „nur“ ein Appell an die Weltöffentlichkeit, das eigentliche Drama ist blutiger.

Über Butscha, etc. Mariupol darf die dramatische Lage der Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten nicht vergessen werden- Städte wie Popasna und Rubisne im Freien Luhansk gleichen Geisterstädten wie große Teile von Mariupol. Hier kämpfen beide Seiten nur noch um Ruinen (!). Wer ein Auto hat, ist schon weg. Wer bleibt oder nicht weg kann ( wie betont, das Drama sind die Alten, Schwachen, Frauen mit Kindern) muss in Kellern leben oder riskiert getötet zu werden. Die Evakuierund ist grundsätzlich möglich, weil diese Städte noch teilweise in ua Hand, aber schwierig, weil diese Leute wegen ihrer Handicaps teilweise einzelnen oder in kleinen Gruppen evakuiert werden müssen, und die Efahrzeuge oft beschossen der behindert werden.

Quo vadis? Wo führt das alles hin? The answer my friend is (nach wie vor) blowing in the wind.

 

 

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Statusbericht 24.4.2022

Erbitterte Kämpfe in einzelnen Regionen

humanitäre Katastrophen, keineswegs nur im Bunker von Mariupol

Bomben all over the country

Großoffensive fast fertig vorbeitet

neuen Kriegsziele werden offenbar

 

 

 

60 Tage Krieg -Kriegsgeschehen

 

Immer deutlicher wird, was die sogenannte zweite Etappe der Invasion für Folgen hat: (neue Erkenntnisse zu Kriegszielen s.u.):

In bestimmten, den bekannten, Regionen werden die Kämpfe intensiviert, um Durchbrüche zu erzielen (derzeit v.a. im freien Luhansk, Popsna, Severodonetz, etc.) Die Kämpfe werden v.a. aus russischen bzw. russische besetzen Gebieten, mit Raketen, Flugzeugbomber, Drohnen, weitschiessender Artillerie „eröffnet“. Vor Ort versuchen die Russ Kräfte mit Mörsern, Panzern etc. Geländegewinne zu erzielen; wenn das gelingt, rücken Sonderkräfte vor, die die Gegend brutal „säubern“. (Syrien) Auf Zivilbevölkerung wird Null Rücksicht genommen, in den letzten 48 Stunden sind z.B. ein Unfallkrankenhaus in Luhansk und eine Wohnsiedlung in Zolony beschlossen worden: 6 Tote Zivilisten. Es fehlt an Feuerwehren etc.. Die Intensivierung der Kämpfe und Verluste der Zivilbevölkerung sind gerade zum orthodoxen Ostern mehr als zynisch.

 

Taktisches Ziel scheint es zu sein, erstens die UA zu spalten und zweitens teilweise einzukreisen (vermutlich südlich von Charkiv und westlich von Luhansk, bzw. Richtung Saporschschja) und drittens irgendwo so zu gewinnen, dass Armeeteile in andere Regionen verlagert werden können, um dort mit den vorhandenen so stark zu sein, dass überall Durchbrüche erzielt werden können. (jetzt schon zu beobachten in Mariupol, wo die Kräfte nach Norden des Donbas gehen, wenn Donbas „fertig“ ist, sollen sie Richtung Dnjepopetrovks eingesetzt werden)

Infrastruktur der UA wird zerbombt, sowohl die militärische (z.B. Odessa die westlichen Waffennachschublager. Treibstofflager) wie die zivile (Zerstörung Düngemittellager angedroht). Auch die Verkehrsinfrastruktur wird zerstört v.a. Bahnlinien, die für den Nachschub schwerer Waffen wichtig sind, während die eigene, russ Infrastruktur immer weiter gestärkt wird (Z.B. Bahnlinie Rostov-Mariupol). Geradezu beängstigend ist der Aufbau der Logistik auf russischem Gebiet. Durch Angriffe und Bombenangriffe in allen Regionen sollen Ua Kräfte dort gebunden und die Bevölkerung demoralisiert werden.

 

Die zweite Phase hat zwar laut Russ Quellen am Montag vor eine Woche angefangen, die eigentlich Offensive steht noch aus. Die Vorbereitungen sollen nach Geheimdienstberichten weitergehend abgeschlossen sein.

 

Es gibt offenbar laut Geheimdienstinfos erhebliche Schwierigkeiten der russ. Armee genügend Soldaten zu rekrutieren. Neben den mehrfach geschilderten Phänomen der latenten Verweigerung gibt es weitere: In besetzten Regionen wie Charkiv, Cherson, aber auch in den Separatistengebieten werden Einheimische weiterhin zwangsrekrutiert. Es ist also davon auszugehen dass die beachtliche Zahl an taktischen Batallionen der RF nicht vollständig aufgefüllt und schlecht motiviert sind. Nach amerikanischen Expertisen muss Russland bald eine allgemeine Einberufung starten, weil Kräfte fehlen.

 

Indizien sind jetzt schon semantische Verschiebungen in der Propaganda, wonach in der Russ Prop immer mehr Formulierungen wie „Kriegs- kriegerischen....“ einfließen. Außerdem soll eine Propgruppe daran arbeiten, neue propagandistische Argumente zu entwickeln, da das Narrativ von der „Spezoperation zur Entnazifizierung“ für einen großen längeren Krieg nicht ausreicht. Auffällig ist, dass immer mehr Sowjetfahnen und Bezüge auf den großen Vaterländischen Krieg in der russ. Prop auftauchen und immer mehr „Beweise“ über ausländische Waffen und ausländische Söldner präsentiert werden. Im ASOW-Bunker unter dem Stahlwerk sollen angeblich auch NATO-Offiziere sein, usw.. In Propvideos werden die Soldaten der RF von der „Bevölkerung“ jubelnd begrüßt, auch von Krankenschwestern, die wie Models aussehen. (die Realität in den RF Krankenhäusern muss inzwischen dramatisch blutig sein)

 

Vorsicht bei ua militärischen Schilderungen. Während die russische Seite systematisch lügt, flunkern auch die UA, um die Moral ihrer Leute aufrechtzuerhalten und der Gegenseite möglichst keine Schwäche zu offenbaren. Eigene Verluste werden runtergerechnet oder unterschlagen. Aktuelle Fotos von Soldatenfriedhöfen geben einen Eindruck von erheblichen Verlusten. Außerdem werden Raktenangriffe als Angriffe auf die Zivilbevölkerung umgedeutet, und die militärischen unterschlagen. Die zivilen Schäden (Odessa) dürften in den nicht Hauptkampfgebieten oft Kollateralschäden sein, die die RF ohne Skrupel in Kauf nimmt.

 

Waffenlieferungen

Die ua Regierung benötigt die schweren Waffen aus Deutschland. v.a Panzer für die Rückeroberung, auch der Krim. Das und die daraus folgenden Probleme werden in D. Zu wenig reflektiert. (s. Extra Beitrag gestern in H-und-G)

 

 

Mariupol

 

Die deutschen Berichte verunklaren die eigentliche Lage: Bomben fallen wohl „nur“ noch im Stahlwerk, wo wohl die Insassen des Bunkers zum Aufgeben bedrängt werden sollen. Die Bomben, die bislang eingesetzt werden, reichen nicht aus, den Bunker zu brechen, was sich bei schwereren Bomben ändern könnte. Das wäre ein Massaker und würde auch das wichtige Stahlwerk massiver beschädigen als bisher. Dieses Bombardement und dass dort auch Kämpfe stattfinden, widerspricht nicht Putins Ansage. Der Bunker wird ja nicht gestürmt, was zu verlustreich wäre, sondern das riesige Gelände wird von Spezialgruppen („Antiterror“) mit Afrika, Syrien- und Tschetschen Erfahrung „gesäubert“ und abgeriegelt. Es ist davon auszugehen, dass es aus dem Bunker zahlreiche Ein- und Ausgänge gibt, ausserdem Versorgungsschächte, die abgeriegelt werden sollen. Ziel ist, dass sich die militärischen Verteidiger im Bunker ergeben als Gegenleistung für die Evakuierung der Zivilisten im Bunker. Es droht so oder so ein Massaker. Die stellv Ministerpräsidentin hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, dieses zu verhindern!

 

In der Stadt vermutlich nur noch wenige Strassenkämpfe, Aufräumarbeiten (Leichenbeseitigung). Das Problem, viele Leute haben keine Wohnungen mehr, weil zerstört, die Versorgung v.a. die medizinische dürfte nach wie vor schlimm sein, obwohl sowohl Besatzer als auch Reste der alten Verwaltung versuchen, insgesamt die Versorgungslage zu verbessern.

D.h. die Menschen müssen nicht mehr vor Bombenterror, sondern mangeln Lebensgrundlagen evakuiert oder notversorgt werden.

 

Evakuierungen mit Bussen für die immobile Bevölkerung finden nur in kleinen Dimensonen, (teilweise unter hundert) statt. Sie werden von marodierenden Soldaten behindert. UA Regierung vermutet, dass russische Führung ihre Soldaten nicht im Griff hat. Bevölkerung wird gezwungen, Richtung Russland zu gehen, Konvois werden stundenlang aufgehalten, oder sogar im Kreis rum über Feldwege gefahren. Fotos aus Saproischschja zeigen vollkommen erschöpfte Menschen nach einem solchen Konvoi.

 

Menschenrechte

 

Selenskji hat angekündigt, die Verhandlungen komplett abzubrechen, wenn die Menschen in Mariupol nicht gerettet werden und Odessa weiter beschossen wird. Das ist ein Signal vielleicht mehr Richtung Westen als nach Russland!

 

Ansonsten kann man die Situation der Menschen kaum noch kurz zusammenfassen. Krieg und Besatzungsregime werden immer brutaler.

 

Neuen Kriegsziele werden immer deutlicher

 

Russische Militärs und Politikexperten sprechen ganz offen über die künftigen Militärziele von Putins Krieg. Inzwischen wird offen von „kriegerischen“ Zielen gesprochen, nicht mehr von Spezialoperation: die militärischen Ziele haben sich vergrößert, weil der schnelle Sieg scheiterte.

 

Putins großes Schachspiel: Etappen der Kriegsziele:

 

    1. Etappe ab 24. 2. (Invasion). System Chance ist misslungen, auch militärische Ziele z.T. gescheitert, was inzwischen offen zugegeben wird. (Wir wurden in einen Hinterhalt gelockt.)

       

      Diplomatische Lösung sei an Kiew gescheitert, der Rückzug im Norden sei nicht durch das Eingehen auf die russischen Forderungen honoriert worden. (die bekannten, in den Verhandlungen wiederholten ) -Das ist immanent durchaus logisch. Wenn sie erreicht hätten, was sie wollten, hätten sie den Krieg beendet. (Das erklärt auch Schröders Äußerung, dass Putin eine Lösung sucht, den Krieg zu beenden.)

       

  1. Deswegen sei die zweite Etappe seit dem 18.4. (das ist jetzt nach russischen Angaben das offizielle Datum, nicht identisch aber mit der der großen Bodenoffensive, die in Etappen kommt) notwendig: Eroberung des kompletten Donbas (Donetzk und Luhansk) (minimal) plus Süden (Cherson, Saporischschija, Landkorridor nach Transnistrien (Die ua Aufklärung wusste offenbar präzise von diesem Datum, s. Äußerung von Selenskji in der Nacht vom 18.4.)

     

  2. Etappe: Komplette Eroberung von „Neurussland“, der Gebiete Charkiv, die Küste am Schwarzen Meer, Odessa und Dnepopetrovks (wenn Donbas gefallen ist und Militärepotial dafür frei), durch Eroberung Charkivs, Dnjenpros und Odessas ist dann ganz  Noworossija  in russischen Händen. (bei Odessa wird wohl eher auf die Einkesselung plu Beschuss vom Meer spekuliert)

    Durch Einnahme der Häfen, Agrar- und Industriezentren wird die Restukraine geschwächt

     

  3. Zusammenbruch oder Eroberung der Restukraine

     

  4. Beendigung der Vorherrschaft der USA in der Welt. (Das ist nicht unbedingt militärische gemeint, sondern politisch-kulturell)

    Es geht um die Brechung der unipolaren Welt.

     

    Bewertung:

 

Das deckt sich weitgehend mit Putin und dem Ria Novosti-Artikel vom 4.4..

die Landwirtschaft zerstört, erobert bzw. von der RF übernommen wird. Das ist eine klassische imperialistische Strategie.

 

Militärisch sollen die ukrainischen Militärgruppen nacheinander erobert werden. Z. B. Dnjepopetrovsk nach Donbas. Die Militärgruppe in Cherson soll aufgerieben und die UA-Armee gespalten und z.T. umzingelt werden.

 

Interessant ist die wirtschaftliche Komponente. Ukraine soll wirtschaftliche rouiniert werden, indem die wichtigsten industriellen Zentren, die Häfen und die landwirtschaft ruiniert, erobert bzw. von Russland übernommen wird. Klassischer Imperialismus (!)

 

 

Selbst hohe ehemalige russische Militärs merken an (man hat schon fast den Eindruck besorgt), dass dies zu einer immer härteren, monatelangen Auseinandersetzung führen wird. Sie sind zwar alle überzeugt, das die RF gewinnen wird, aber dass es dabei hohe Verluste bei den Ukrainern geben wird, die nach ihrer Ansicht in manchen Regionen vollkommen aufgerieben werden

 

Die relativ offene Diskussion unter russischen Militärs und Thinktankexperten zeigt, dass es keineswegs nur Putin ist, der so „tickt“. Offenbar scheinen sich große Teile der Eliten, die stark dem alten imperialen Denken verhaftet sind, einig. Wenn die Ukraine nicht spurt, muss sie vernichtet werden. Der Einfluss des Westens, der USA muss gebrochen werden. In Russland sind offenbar rückwärtsgewandte Eliten v.a. der konsolidierten Sicherheitsapparate im Bündnis mit rückwärtsgewandten nationalistischen bzw. angepassten und gleichgültigen Teilen der Bevölkerung, die das System stützen. M.E. wird das bei den westlichen Gegen-Strategien zu wenig berücksichtigt.

 

Übergeordnetes Ziel: Nicht mehr allein Beseitigung des Ukronationalismus sondern Beendigung der Vorherrschaft der USA in der Welt. (was nicht militärisch im engeren Sinne, als direkter Angriff, sonderm in Sinne von Schwächung zu deuten ist)

Statusbericht 23.4.2022 ca 6.30 Uhr

Kämpfe v.a. in 8 Regionen. "inelligenter" Stellungs- und Abnutzungskrieg, Drama bei Evakuierung, ukrainische Militärberichte geschönt russische "Normaliät" in Mariupol, politische Fehleinschätzungen, 

 

Militärische Lage

In etwa weiter wie bisher: Die russische Armee intensiviert in 8 (!) Regionen Luft und Bodenkämpfe. Die ua Seite spottet, die Russen hätten nichts dazu gelernt und würden sich verzetteln, bzw. unter Druck stehen, bis zum 9. Mai einen Sieg zu liefern. Allerdings bindet die Russ Armee dadurch überall ua Kräfte, die zumindest zahlenmäßig den Russ deutlich unterlegen sind. (80 taktische Batallione a 6-800: 40-50.000) Die Russ lassen weiterhin offen, wo die eigentliche Offensive starten wird. Naiv ist es zu glauben, das würde im Süden stattfinden, nur weil die russischen Militärs das angekündigt haben. Ich vermute immer noch, dass die Offensive in Charkiv und im Norden von Luhansk beginnen könnte, da dort massive Kräfte auch noch hinter der Grenze zusammengezogen sind.

Die Ukraine schummelt offenbar in ihren öffentlichen Armeeberichten, eigene Verluste werden weitgehend unterschlagen. Z.B. zwei Ortschaften im Raum Cherson, die gestern abend von den Russen genommen wurden. Es zeichnet sich derzeit eine Art oszillierender Stellungskrieg ab (ohne feste Schützengräbengrenzen a la Verdun), der mit Luftaufklärung und Angriffen, Ferngeschützen, und in dritter Reihe von Panzerinfanterie und Artillerie geführt wird. Militäraufklärung wird angesichts moderner Präzisionswaffen immer wichtiger. Dank US und britischer Hilfe und Drohnennachrüstung (auch aus Deutschland !) wird die ua Militäraufklärung täglich präziser.

Selenskj meint erstmals (!), die Waffenlieferungen entsprächen den Bedürfnissen der UA. Es gibt Berichte, wonach die UA angeblich inzwischen mehr (!) Panzer (s. Tagesspiegel) hätte, als die Russen, da zu Lieferungen auch erhebliche Beutezahlen dazu kämen. Das macht übertrieben sein. Die anfänglich Assymetrie scheint sich jedoch dank Auslandshilfe täglich zugunsten der Ukraine zu verschieben. Das war ja auch der Sinn der Trommelei von Selenskji und dem etwas schwierigen Herrn Melnyk. Allerdings, die russische Armee ist eine Walze, die wenn sie wirklich losrollen kann und nicht im Ansatz gestoppt wird, und die rücksichtlos mit den eigenen Leuten und dem Gegner vorgeht, nicht zu unterschätzen ist.

Erstmals kommen wohl Wagner-Truppen in Einsatz, ca 200 von 1000 in der Hinterhand. Wofür ist noch unklar, vermutlich ähnlich wie in Syrien und Afrika. Vermutlich wie die Tschetschen: als brutale Stoßtruppen nach Bombardement und als erste Säuberungswelle, zur Vernichtung bewaffneter „Reste“ in den Eroberungsgebieten.

Problem. Nachrichtenzeitverzögerung und Gefahr politischer (Fehl-) Entscheidungen.

Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Mediennachrichten den Ereignissen oft problematisch hinterherhinken. Beispiel: Borell betont die Notwendigkeit von Korridoren in Mariupol, wo 100.000 eingeschlossen seien. Die Lage ist faktisch eine vollkommen andere. In M. Gibt es nur noch vergleichsweise wenig Gefechte, die Bürger werden inzwischen überwiegend durch die Besatzer versorgt. Dass 100.000 eingeschlossen sind, habe ich immer bezweifelt, weil die Zahl problematisch gerechnet ist. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint sie definitiv falsch! Konvois und Korridore für Zivilisten gibt es immer wieder. Probleme gibt es im Stahlwerk und beim Besatzungsregime nicht bei der Masse der Restbevölkerung. Schwierig die Lage für Alte, Schwache, die teilweise gar nicht evakuiert werden können, weil immobil. Diese müssen schnell, auch medizinisch versorgt werden.

Die Lage ist in der Region Luhansk und Donetzk und Orten wie Sumy bei Charkiv viel dramatischer. Der Beschuss z.B. fürchterlich. Die ua Verwaltung bemüht sich dort weiterhin um Evakuierung, was immer schwieriger ist, da die Region unter permanentem Beschuss (auch Evakuierungsbusse werden getroffen, oder blockiert). Die Restbevölkerung ist z.T. immobil, d.h. teilweise müssen die Leute (Aklte, Kranke) einzeln (!) mit Krankenwagen transportiert werden. Da liegt momentan das humanitäre Drama und beim terroristischen Besatzungsregime und beim Bunker von ASOWStal(wurde mehrfach berichtet)

 

Kriegsziele

Bei der Berichterstattung wird übersehen, dass ein Korridor Richtung Modavien/Transnistien faktisch die Einkesselung von Odessa bedeutet (!).

Mariupol

Die Lage „normalisiert“ sich nach russischen Angaben. Jetzt weiß man, was russische Besatzungsnormalität heißt: weiter Bomben (Stadt offenbar noch nicht „befriedet“, wie Putin meint); Festnahmen; brutale Form der Leichenbeseitigung; Zwangsverwaltung, Ausschaltung der ua-Verwaltung, Gleichschaltung von Koopwilligen; Deportationen. Aushungern der Stahlwerkbunkerinsassen.

Menschenrechte

nur kurz zu den Massengräbern in Mariupol. Wie schon vorgestern vermutet (s. HuG-facebook), dürfte die Masse der Leichen aus hektischen Aufräumarbeiten der Besatzer von Luftangriffsopfern stammen. Dafür spricht auch die Lage am Friedhof. (auf Berliner Friedhöfen gibt es bis heute derartige anonyme Massengräber aus dem 2. Weltkrieg). Aber (!): Es gibt zahlreiche Hinweise auf „kleinere“ Massaker und Einzeltötung im Zuge der Besetzung. Das zweite Massengrab findet sich im Bezirk östlich der Innenstadt von M. Dort marschierten vor 4 Wochen die Tschetchenen ein, die in der Regel besonders brutal vorgehen. Hier müßte speziell untersucht werden, wenn es eines Tages möglich ist.

Besatzungsregime

Wird m.E. bisher in der Berichterstattung vernachlässigt. Unterschiedliche Arten von Terror und Zwang.

Statusbericht 22.4. ca 6.30 Uhr

Massengräber-Brutale Angriffe-Mariupol im Widerstand

Kriegsgeschehen

 

 

Im Prinzip geht es immer so weiter. An einzelnen Orten sehr massiv. Allein um Chariv sind z. B. nach ua Angaben 8 (!) taktische Bataillone (a 6-800 Mann) im Einsatz. Jenseits der russischen Grenze warten noch mehr Bodentruppen und Flugzeuge auf die Offensive.

Brutal ist das Vorgehen derzeit v.a. in Rest-Luhansk (nur noch 20% vom Oblast). Dort sollen noch 70.000 nicht dem Evakuierungsaufruf gefolgt sein. Bilder zeigen, dass es v.a. die ländlich-kleinstädtische Bevölkerung, v.a. die Schwachen und Alten sein dürften. Die Verwaltung bemüht sich, sie zu überreden und teilweise einzeln (!) mit Bussen und Krankenwagen abzuholen. Offenbar wird hier das schlimmste Gemetzel erwartet. Vermutlich wollen die UAArmee hier versuchen, die russischen Panzerverbände wie in Kiew mit Artillerie und aus der Luft zu zerschießen. Dazu braucht sie freies Schussfeld, damit sie nicht die eigene Bevölkerung umbringt oder gelähmt ist, wie in Mariupol. Zur Zeit eher eine Art Stellungskrieg mit hohem Vernichtungspotential.

Auch wenn man diesen Zahlen nur bedingt trauen sollte, scheint die UA durch westliche Nachrüstung mehr Abschüsse von Luftfahrzeugen und schweren Geschützen am Boden zu erzielen. Offenbar werden auch Soldaten getötet und verwundet. Es gibt Berichte von russischen Behelfskrankenhäusern und deren Zugängen, die darauf schließen lassen. Man muss sich jedoch keine Illusionen über ua Verluste machen. Allein in Mariupol sind nach eigenen Angaben 400 z.T. teilamputierte Schwerverletzte eingeschlossen.

Auch die Luftaufklärung wird mit US-Hilfe offenkundig immer detailreicher. Das macht die UA-Seite selbstbewußter. Sie drohen offen den russischen, z.T. schlecht aufgestellten Panzerverbänden, sie mit ihren westlichen Präzisionswaffen zu vernichten. Dies ist sicher eine Chance im assysmetrischen Krieg im Donbas, aber auch Teil der gegenseitigen Psychokriegsführung, die fast genauso wichtig zu sein scheint, wie die Realität.

 

Die Zivilbevölkerung in den betroffenen Gebieten leidet sehr unter der syrischen Kriegsmethode.

Der Aufbau der russischen Logistik lässt darauf schließen, dass die Russische Armee sich auf einen langen Kampf einstellt. (!)

 

Mariupol

Bekanntermaßen haben Putin und Shogiu die Eroberung von M. verkündet. Offenbar folgen sie mehr ihrem „Plan“ also der Realität. Nach lokalen Informationen von gestern abend ca 17.30 ua Zeit fielen immer noch Bomben im Raum des Stahlwerkes und gabe es Straßenkämpfe in verschiedenen Stadtteilen. Putin hat die Stadt noch nicht im Griff, da sich faktisch schon seit längerem in einem Widerstandsmodus befindet. Andererseits gibt es nachweislich kollaborationsbereite Teile der Verwaltung z.b. in Norden der Stadt, wo Lehrer bereit sind, nach Vorstellungen der DNR ein prorussisches Bildungssystem aufzubauen. Außerdem wird die Stadt nach wie vor von brutal vorgehenden Spezialeinheiten durchkämmt. (Dazu demnächst extra Bericht). Inzwischen sollen Massengräber gefunden worden sein, die Butscha um das 10 fache übertreffen (!) s.u.

Ob hier wirklich 100.000 eingeschlossen sind, wage ich zu bezweifeln. Die Rechnung ist eine Rückrechnung von der Gesamteinwohnerschaft minus gemutmaßte Tote und Evakuierte. Beides sind aber fragmentarische Zahlen, die genauen kann keiner kennen. Außerdem „verbessert“ sich die Lage in den besetzten Gebieten durch Versorgungshilfen der Besatzer und relative Waffenruhe. Viele Bewohner wohnen ohnehin in Haussiedlungen, die nur partiell betroffen waren.

 

Die Situation am Stahlwerk ist schwierig. Wieviel Soldaten und Zivilisten genau dort eingeschlossen sind, ist unklar (1-2000+1000 ?). Angeblich 400 z.T. Schwerverletzte mit Amputationen, etc.

Putins „Angebot“ statt einem grünen Korridor den Bunker zu umschließen, dass keine Fliege rauskommt, aber nicht zu stürmen, wurde vermutlich schon vor einigen Tagen mit Kadyrov besprochen. Damals zeigte sich, dass der Bunker nur mit hohen Verlusten zu stürmen ist. Ein Bombardement würde das Stahlwerk zerstören, was Putin wegen seine Größe sicher haben will. Mit Bomben eine Totalkapitulation zu erreichen, klappte nicht. Insbesondere ASOW macht da nicht mit. Putins Entscheidung folgt also nicht humanitären, sondern reinen Opportunitäts-Erwägungen.

 

Es geht insbesondere um die dort einsitzende ASOW-Leute. Diese sind für Putin der empirische Beweis von den „Ukronazismus“. Er muss sie erledigen, um die Befreiung der Ukraine vom Faschismus begründen zu können. Das kommt in vielen Analysen zu kurz. Es geht hier v.a. um Symbolik (!). Im Gegensatz zu Äußerungen von Putin hat Kadyrov in einem Statement deutlich gemacht, dass es um die „Liquidierung“ dieser „Nazis, Teufel und dieses Abschaum“ geht. (Kadyrov gestern abend!) Die Einschlossenen haben also Recht, wenn sie Lösungen ohne internationale Garantien misstrauen. (wo bleiben diese???)

 

Der Patriarch von Kiew (der eigentlich mit der russ.ortho verbunden ist) hat zu einer Osterwaffenruhe ab dem heutigen orthodoxen Karfreitag aufgerufen und zu einem Pilgermarsch nach Mariupol. Die russische Seite hat Osterwaffenruhe abgelehnt.

 

Leider wird in der deutschen Presse die Korridorfrage verwirrend abgehandelt. Es geht um einen Korridor für Zivilisten aus der Innenstadt nach Westen mit Bussen und privat-PKW. Der funktioniert nach Absprache mit den Russen tröpfchenweise.(einige Dutzend, einige hundert nur noch). Der Humanitäre Korridor am Stahlwerk geht nur noch um die Eingebunkerten. Russland hat das schon mehrfach abgelehnt und die Kapitulation zur Bedingung gemacht.

 

Selenskji, sagt die Stadt sei noch nicht endgültig verloren und könne mit westlicher Waffenhilfe zurückgewonnen werden. Ob das Pfeifen im Walde oder realistisch ist, ist schwer zu sagen. Die Russen verlagern derzeit offenbar Schwere Waffen von M. in andere Kampfegebiete. Die UA hofft, dass das dann militärisch ausgedünnte Mariupol wieder angreifbar ist. Ohnehin plant die UA_was in Deutschland bisher übersehen wird, mittelfristig die Rückeroberung aller (!) besetzen Gebiete. Wie realistisch das ist, hängt in der Tat von westlichen Waffenlieferungen ab, aber auch von der Stärke von Putins System und dem Kriegsverlauf.

 

Das Drama was im in H-und-G.info Beitrag Anfang April vorausgesagt wurde, geht also weiter. ???Link

 

 

Menschenrechtsverletzungen

 

Hier nur ein Aspekt. Seit gestern nachmittag gibt es Satellitenfotos von angeblichen Massengräber in bzw. bei Mariupol. Angeblich bei Mangush. Es ist laut Fotos 300 Meter lang. Aber es ist doppelt so breit wie in Butscha. Dort sei Platz für
für mindesten dreitausend nicht identifizierte Bewohner von Mariupol.
Die Fotos zeigen zugeschüttete, planierte Flächen, nicht die aktive Verbringung von Leichen in dieser Zahl. Angeblich werden sich mit LKW antransportiert und dort einfach abgeworfen.

Ob und was das genau ist, ist nicht verifizierbar. Es muss auch kein Anzeichen für Massaker sein. Schon vor der Besetzung hat noch die alte Stadtverwaltung Massengräber anlegen müssen. Die prorussische Besatzungsstadtverwaltung, die seit ca 2 Woche mit einer Pseudowahl eingesetzt wurde, hat nachweislich seit ca 10 Tagen begonnen, Leichen aus Straßen und Kellern zu räumen. Diese sicher auch aus hygienischen und optischen Gründen. Die Besatzer wollen ja zeigen, dass sie den „Befreiten“ Gutes tun und angeblich am 9. Mai eine Art von Siegesparade durchführen.

 

Allerdings es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass im Zuge der Straßenkämpfe und Säuberungen Menschen von Spezialkräften eliminiert wurden/werden. Schon seit längerem vermutet der ua Bürgermeister (der seit Wochen nicht mehr in der Stadt ist, aber immer noch Leute vor Ort hat), dass Leichen beiseite geschafft werden, um Skandale a la Butscha zu vermeiden. Laut ua Militärspio sind rund ein dutzend mobile Krematorien in der Region nachgewiesen. Lokalisierbare Fotos gibt es aber bisher öffentlich nicht.

 

 

 

Statusbericht 21.4.2022 

Kriegsgeschehen

Putin redet von Militäroperation statt von Spezialoperation. Das ukrainische Verteidigungsministerium spricht nicht mehr von russischer Offensive. Diese semantischen Änderungen- beides wurde im Newsletter vor zwei Tagen vorhergesagt- zeigen die Veränderungen des Krieges: Putin ist gezwungen, seinen Leuten die Dauer und Massivität des Einsatzes neu zu kommunizieren; die Ukraine muss sich auf eine längere Dauer strategisch-taktischer Manöver der russischen Armee einstellen. Wie auch amerikanische Analysten bestätigen hat die eigentliche massive Offensive noch gar nicht begonnen, die jetzigen Kämpfe waren nur ein „Test“ um die eigene und die Verteidigungsfähigkeit der Ukrainer auszuloten.

Ob Selenskij mit seiner Ausrufung der Donbasschlacht, die Welt alarmieren wollte, oder einer Fehleinschätzung unterlag, sei dahingestellt. Auslöser war die Brutalisierung des Angriffs auf Teile von Luhansk und der Aufschrei des dortigen Gouverneurs. Die Ukraine will nicht den Fehler von Mariupol wiederholen, wo zu spät evakuiert wurde, und die Bevölkerung dann in der Falle saß. Noch ca 70.000 sollen im ua Oblast sein.

Dies zeigt zweierlei: Putins neuer Kommandeur führt den Krieg brutaler und gleichzeitig langsamer, gezielter. Wie strategische Studien zu Aleppo zeigen, wird die Syrienstrategie inzwischen fast schulbuchartig angewendet: Intensiver Beschuss durch Flugzeuge, Raketen, Artillerie, Evakuierung der Bevölkerung. Die Trümmerfelder werden von Spezialisten (in Aleppo Iraner, Hamas, etc.) durchkämmt und eingenommen. Putins Armee erobert Mondlandschaften (s.Video). Allerdings, die Einnahme von Aleppo dauerte Monate: in der Zwischenzeit wurde ein Großteil der Infrastruktur und der umgebenden Ortschaften zerstört.

Eine Schilderung aus Luhansk: „Leichenhallen und Krankenhäuser in den vorübergehend besetzten Gebieten sind überfüllt, Luhansk-Land ist voller Leichen von Feinden. Die Mobilisierung in den besetzten Gebieten läuft, Männer sind fast nicht mehr da. Es ist eine Katastrophe. In einigen Siedlungen geht gar nichts mehr. Zerstörung ist nicht der Restaurierung unterzogen. Ich meine, wir können das Licht, das Wasser, das Gas nicht mehr zurückbekommen. Das ist es. Erst nach dem Krieg.Essen. Reichlich geliefert. Die Medikamente sind ständig unterwegs.“

 

Es gibt einen nicht zu unterschätzenden Unterschied. Die Elektronischen Ortungs- und Zielerkennungsmöglichkeiten haben sich deutlich „verbessert“. Manchmal wird dieser Krieg aus der Warte der Militärs wie ein (blutiges) Videogame.

Dass die Bodenoffensive noch aussteht, sollte nicht über die Brutalität der permanenten Angriffe in den bekannten Schwerpunktregionen (Charkiv, Luhansk, Mariupol, Mykolev, Cherson/Saporischschia-Oblast) hinwegtäuschen, die zwar nicht viel Veränderung bringen, aber dauerhaften Horror und Verluste für Menschen und deren Umfeld. Diese Angriffe verstärken sich tendenziell, die Russen erzielen langsam, kleine Fortschritte. Immerhin ist der Oblast Luhansk inzwischen zu 80% besetzt.

Immer noch wird die Vorbereitung der Offensive auf russischem und belarussischen Territorium fortgesetzt. Und zwar massiv (!). Immer noch werden Truppen aus dem Inneren der RF Richtung UA -Grenze verlegt, v.a. nördlich von Charakiv Kommando- und Logistikstrukturen verbessert und Fluggeräte massiert. Ich persönlich halte es nach wie vor nicht für ausgeschlossen, dass die Bodenoffensive dort und erst in zweiter Linie nicht im Donbas passiert.

Wann beginnt die Offensive? Im Moment weiß das wohl keiner außer Putin. Die Antwort könnte lauten: 1. Sie hat schon (schleichend) begonnen, bzw. die erste im Osten und Süden nie aufgehört. 2. Sie kann jede Stunde beginnen. 3. Vielleicht erst später, z.B. am Tag des Sieges, dann kann Putin auf seiner Parade, den Beginn des finalen Kampfes gegen den Ukronazismus verkünden und damit den Krieg offizialisieren. 4. Sie kommt gar nicht, weil der Krieg auf andere Weise fortgeführt oder beendet wird und Putin sich eingestehen muss, dass seine Armee nicht so gut ist, wie gedacht und er auf eine andere Strategie ausweichen muss. (Teilbesetzung a la Georgien, Moldawien, etc.)

Mariupol

Ist weitgehend erobert. Mit Hilfe von Elitesoldaten, erfahrenden Antiterrortruppen („Somalier“ wurden vermutlich in Afrika zur Islamistenbekämpfung eingesetzt, Tschetschenen.) und Spezialisten des Innenministerium RF/DNR werden die Straßenzüge nach restlichen Soldaten, Guerillas, „Nationalisten“, Verdächtigen durchkämmt. Das dürfte teilweise ziemlich brutal ablaufen mit faktischen Liquidierungen a la Butscha. Man kann es nur wiederholen. Terror ist kein Ausrutscher, sondern Mittel von Putins Kriegsführung.

Angeblich soll am 9. Mai eine Siegesparade in M. durchgeführt werden, behauptet die ukrainische Stadtverwaltung schon seit Tagen. Es finden in besetzten Teilen Aufräumarbeiten statt von der Leichen bis zur Trümmerbeseitigung. Dazu werden auch Einheimische mehr oder minder zwangsrekrutiert. Mariupol wird vom Kriegs- in der Besatzungsstatus übergeleitet, obwohl v.a. rund um das Stahlwerk und im Stahlwerk II immer noch gekämpft wird.

Der dramatische Appel des Kommandanten der Marines hat die Weltöffentlichkeit erreicht und dürfte diplomatische Drähte glühen lassen. Ob das Eindruck auf Putin macht, wage ich zu bezweifeln. 1. ASOW hat angekündigt weiterzumachen 2. in russischen Video wurde deutlich gesagt, dass Feuerpausen nur von ASOW genutzt würden um Drohnenaufklärung zu betreiben und Waffennachschub zu organisieren (beides dürfte zutreffen, ASOW war offenbar nie komplett abgeschlossen). 3. Da die Zivilisten im Bunker sich in die Hände von ASOW begeben haben, sind sie nach russische Definition Verbündete der Ukronazisten, also Freiwild.

Allerdings Putin muss schon einen gewissen Respekt vor den Bildern haben. Einige Hundert Tote Frauen und Kinder im Bunker verschüttet, das erinnert an die Geburtsklinik, das Theater, Butscha. Alle diese Ereignisse haben wie Schockwellen gewirkt (obwohl sie eher symbolisch waren und die Schäden andersnorts schlimmer.) Das hatte vermehrte Sanktionen, Rüstungsbewilligungen und ein vorsichtiges Abrücken von potentiell Verbündeten wie z.B. China zu Folge. Das muss Putin ins Kalkül ziehen. Selenskji spielt offenbar auf diesem „Klavier“. Wenn der Westen das verstärkt und wirklich Autoritäten wie der Papst, (das meine ich ernst !) die UN General, etc. deutlich reagieren und Forderungen Putin zu einem Waffenstillstand für Mariupol auffordern, könnte das M.E.wirklich etwas bewirken! Es müsste nur schnell und massiv kommen.

Heute Nachmittag entschied Putin, es gibt keinen Korridor, der Bunker wird nicht gestürmt, sondern umzingelt, dass "keine Fliege entkommen kann. Kadyrov spricht ungeschminkt von Tod und Liquidierung der Menschen im Bunker.

 

Besatzungsregime

Wahlvorbereitung in Region Cherson

In Cherson soll humanitäre Hilfe aus der Ukraine unterbunden werden

Im Falle eines Beschusses der Stadt sollen angeblich Vergeltungsschläge gegen Wohnbezirke angedroht werden

Männer werden angeblich zwangsrekrutiert (um gegen ihre eigenen Leute zu kämpfen (!), Putin hat offenbar zu wenig Personal für eine so große dauerhafte militärische Aktion (was Militärexperten von Anfang an vorhersagten)

Evakuierung, Sicherungsmaßnahmen, Verhaftungen, Konsolidierung von Kollaborationsstrukturen a la DNR

Ukraine spricht von Terror

 

Menschenrechtssituation

Kümmert sich eigentlich jemand um die Tschtschenen? Kadyrov ruft weiter zur „Liquidierung“ von ukrainischen Nationalisten auf. Da der Nationalisten-Vorwurf- wie dargestellt-von russischer Seite sehr weit gefasst wird, geht das nach ersten Einschätzungen eines Völkerrechtsexperten möglicherweise auch juristisch in Richtung Genocid. (eine politisch-ethnische Variante, nicht die einfache ethnische). Ohnehin praktiziert Putin eine politisch-ethnische Säuberung im Donbas. s. Artikel Dr. robert Frau, Viadrina in H-und-G.info

In Butscha wird deutlich, dass Vergewaltigung systematisch angewendet wurde. Kadyrow zeigte gestern eine Video von eine nackten (!) geschundenen ukrainischen getöteten Soldatin. Ob gestellt oder nicht. Auch wenn sonst grausige Bilder von verstümmelten Soldaten gezeigt werden, um die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, ich habe noch nie nackte männliche Leichen in diesen Videos gesehen (!). Das ist teil von Kadyrevs zynischem Machokult der „Brüder“ des Führers. Eine auf Gewalt, Islamismus und Machismus beruhende Gefolgschaft.

 

Statusbericht 19.4. ca. 7 Uhr

Offensive hat nicht wirklich begonnen.

Russisches Offensivpotential vermutlich doppelt so groß wie das der UA

Mariupol kämpft weiter

Besatzungsregime und Deportationen gehen weiter

Marder für Krimoffensive?

 

 

 

Offensive

 

Hat die Offensive begonnen? Ja und nein. Im Grunde hat sich nicht viel geändert, der morgendliche Ua-Armeebericht sieht nicht viel anders aus, als jeden Tag. Bombardements auf Städte, Siedlungen v.a. zivile und militärische Infrastruktur. Angriffe auf Siedlungen v.a. in Charkiv, Luhansk, Donetzk, Saporischschja, Cherson, d.h. die Gebiete (Oblasti), die Russland primär komplett besetzen will.

 

Das einzige, was neu zu sein scheint, ist eine stärkere Massierung von Landstreitkräften in Luhansk, was der örtliche Gouverneur gestern verkündete. In russ Propvideos sind entsprechend auch Kolonnen etc. zu sehen. Auch Luftangriffe, inzwischen auch von (relativ langsamen) Bombern, u.a. den „weißen Schwänen“ (?), offenbar Flugzeugen mit den größten Bomben, die im Prinzip auch Atomwaffen tragen können. Ganze Ortschaften sind schon in den Tagen zuvor „platt gemacht“ worden.

 

Die Hauptmacht der Russischen Armee, die in den vergangenen Wochen jenseits der Grenze rekonstruiert und erweitert worden ist, ist aber m.E. noch gar nicht im Einsatz. Das geht von ca. Beograd bis Rostov und von der Krim v.a. im Südwesten her. Laut US-Angaben gibt es für die Region Donbas jetzt 76 taktische Einheiten, 12 mehr als vergangene Woche! (vermutlich je 6-800 Mann), plus 22 nördlich von Charkiv, d.h. es sind ca. 60-80.000 russische Soldaten in Reserve. Das sind rund doppelt so viele wie das Hauptkontingent der UA, von 40-50.000, das in dieser Region stationiert ist. D.h. die Gefahr, dass die UA einfach überrannt und eingekesselt wird, wenn sich diese Walze in Bewegung setzt, ist sehr real! Daher auch immer wieder die alarmierenden Aufrufe aus der UA:

 

 

Warum Selenski gestern Nacht die Schlacht im Donbas verkündet hat, ist unklar. Vermutlich will er die Restbevölkerung (immer noch 10.000e) v.a. in Luhansk damit alarmieren, die Region endgültig zu verlassen. Evtl ist das auch ein Signal für seine eigenen Armee und Verwaltung, eine Alarmierung. Auch um die Welt wachzurütteln und für Waffen zu klappern. Es zählt für die UA jeder Stunde! Die Frage ist welche Waffen.

 

Die Russen behaupten Angriffe auf Region Beograd, nördlich Charkiv u.a. (Ua dementiert) , vermutlich Provokationen, um die Großoffensive als Verteidigungskrieg verkaufen zu können.

 

Die Logistik der Russen wurde deutlich verbessert (Kommandostände, Logistik- und Reparaturstützpunkte) Tückisch sind auch die Rakeketenabschlusstellen, die in Belarus, Russland, der Krim und auf dem Meer disloziert sind. d.h. um sie anzugreifen, musste die UA belorussisches o russisches Kernland angreifen. UA und USA weisen aber auf zahlreiche bekannte Schwächen der russ Armee hin.

 

Welche Waffen?

 

In Deutschland gibt es ja eine Art Glaubenskrieg um die Marder. M.E. muss man da genau hinsehen. Zu meinem Erstaunen hat der Chef der ua Militärspionage gestern erzählt, dass die Marder für die Rückeroberung der Krim (!) benötigt würden, wegen großer Panzerverluste, für die Abwehr der jetzigen russ Offensive würden eher Artillerie etc. benötigt. M.E. ist das in Deutschland bisher so nicht bekannt. Bis Marder kämen, ist die Sache, Wer die Offensive gewinnt, m.E. schon lange entschieden. Ich habe zwar keine Ahnung von Militärtechnik, aber von der Lektüre des Kriegsgeschehens vermute ich, dass die UA zZ eher andere Technik (schneller lieferbar) benötig: Aufklärungstechnik vor Ort (Drohnen, kleine Drohnen), Kampfhubschrauber, Luft- und Artillierieabwehr aller Art, Panzer und Artilleriebrechende Waffen, Präzisionsnahwaffen, Nachteinsatzausrüstung, und jede Art nicht lokalisierbarer Kommunikationstechnik. Im Moment dringender als Marder. Das ist einerseits Symbolpolitik, andererseits dauert Lieferung und Schulung und Logistik verhältnismäßig lange.

 

Dass die ua Regierung über eine Offensive zur Rückeroberung der Krim nachdenkt, ist interessant, wirkt aber derzeit etwas absurd, weil es nicht klar ist, ob es die Ukraine in 3 Wochen überhaupt noch gibt! Außerdem muss der „Westen“ insbesondere Deutschland darüber nachdenken, ob er in eine Ua Offensive gegen die Krim einsteigen will, sofern das überhaupt jemals in Betracht kommt! Für Russland wäre das eine extreme Eskalation (nach russ Sicht: russisches Kernland, Schwarzmeerflotte, Sebastopol), die einen Einsatz von Kernwaffen rechtfertigen würde (s.Medwedew vor 3 Wochen).

 

 

Merkwürdige Propaganda

 

 

in einem russischen Kanal wir behauptet, Polen habe Kaliningrad angegriffen, es wird eine angebliches Video gezeigt

immer wieder wird das Kosovo erwähnt, Analogie zu Krim

 

es mehren sich Symbole der Sowjetzeit und roten Armee

angeblich soll es Siegesfeiern auch im Donbas geben Mariupol

 

Es werden Video von angeblich nach Hause zurückkehrenden Truppenteilen gezeigt, die von der Bevölkerung bejubelt werden

 

Unklar bleibt die Kadyrov Ankündigung einer Putin-Erklärung für den 20. April (Hitlers Geburtstag): Möglicherweise beginnt dann die eigentliche Offensive, in der russ Prop wird behauptet, die Sowjetunion hätte im 2. Weltkrieg den Kampf gegen den NS nicht vollkommen zuende gebracht,d.h. Putin scheint die Offensive als Vollendung des 2 WK verkaufen zu wollen.

 

Möglicherweise werden auch Konflikte, die den Westen binden oder verunsichern, angezettelt.

 

Mariupol

 

Erstaunlicher Weise, wie gehabt. Es gibt nach russ. Angaben immer noch 2-3000 ua Kämpfer in der Stadt (Asow plus Marineinfanterie, plus llokale Polizei, Grenz- und Zivilschutzkräfte), die sich vermutlich überwiegend im Großbunker und Tunnelsystem unter dem ASOW-Stahlwerk verschanzt haben. Es gibt auch russische Berichte von Straßenkämpfen. Alle Siegesmeldungen waren also verfrüht, auch wenn die Stadt weitgehend besetzt ist (auch Rathaus, Polizei, Bahnhof, Hafen weitgehend). Es wird also auch mit schweren Bomben. (russ prop: „Der Nordhaufen ist bereits „abgenagt“. Aber die wichtigste „Militärshow“ ist die Bombardierung der Asow-Kämpfer. VKS begann, den „Fanatikern“ verschiedene große „Bonbons“ auf den Kopf zu werfen. Sie schreiben, dass sogar der FAB-5000 abgeworfen wurde. Dies ist die stärkste Bombe der Welt, die nuklearen nicht mitgezählt.“) Der Norden des Stahlwerkes ist laut russ. Angaben schon von Spezialkräften des Innenministeriums (!) (d.h. hier gilt schon der Besatzungsstatus, nicht mehr der Kampfstatus) erobert und besetzt. Offenbar wird aber versucht die Zerstörungen dieses auch für Russland wichtigen Werkes begrenzt zu halten. (taktisches Dilemma) (Videobeweis)

 

Seit 4 Tagen gibt es erstmals wieder eine Videobotschaft des ASOW-Kommanders vor Ort, Denis Prokupenko. Er fordert einen grünen Korridor, für Zivilisten, Verwundete und Tote aus dem Stahlwerk. Angeblich sind lauf ua Angaben noch hunderte, möglicherweise 1000 Zivilisten, Frauen und Kinder in den Bunker unter dem Stahlwerk geflüchtet. Es gibt auch ein Video, was nicht überprüft werden kann. Die Militärs wollen nicht aufgeben. Auch der Kommondeur der 36 th MarineIK hat einen Aufruf verkündet, aber nur schriftlich und mit Foto. Es ist nicht sicher, dass er noch lebt, die russ prop hat mehrfach behauptet, dass er vorgestern Nacht am 2. Stahlwerk getötet wurde. Dies mag eine Nachricht sein, um die Soldaten zum Aufgeben zu bewegen oder den Kommandeur zu provozieren, um eine Botschaft abzusetzen, die ihn ortbar macht, es könnte aber auch stimmen.

 

 

Besatzungsregime

 

Es wird versucht, Rubel einzuführen, Menschen wird Geld gegen neue Pässe angeboten (droht Verlust der UA Staatsbürgerschaft). Wahlvorbereitung in Cherson-Oblast

 

Für Mariupol soll es einen einwöchigen Ausnahmezustand geben, alle sollen zu Hause bleiben, angeblich werden alle Männer filtriert (s. Bericht gestern)

 

 

Deportierungen

 

Angeblich nach ua Angaben 20.000 in russ/DNR-Filtrierungslagern im Südosten (s. Bericht von Gestern und vorgestern). Faktisch Vorbereitung Deportierung. (Es gibt Fotobeweise !)

 

Deutsche Medien Berichterstattung

 

Teilweise sehr unpräzise, Hinkt in der Regel 12-24 hinterher. Vor allem die Schlagzeilen sind meist überholt! Oder vermeldet zuweilen Aktuelles ohne Gewichtung und Prüfung und Differenzierung.

 

Z.B: In Liviv wurden faktisch „nur“ militärische Ziele mit Präzisionsraketen getroffen Berichte von Bombardierung von K. Könnten zur erneuten Massenflucht führen, wie das letzte Mal.

 

Die Regionen und das Kriegsgeschehen wird v.a. im Fernsehen wild (auch bIldmäßig) gemischt, so dass realistische Lagebilder kaum möglich. Printmedien, v.a in den aktuellen Tickern geben wahllos möglichst schnell ungeprüfte Tickermeldungen weiter, die teilweise in Summe oder im Detail ein falsches Bild zeichnen.

 

Z.B. Meldung Bild gestern Nacht, die Offensive hätte begonnen. s.o.

 

 

xxxxxxxxxxxxxxxx

 Status 18.4.2022

 

 

 

Ukraine-Lage vom H-und-G.info Status 18.4.2022 ca 7.30 Uhr nach den soz. Medien (ua, russ, Tschetsch, DNR) der letzten 12 Stunden

Putins Minimalkriegsziele deutlich

Offensive verzögert sind

Reste des Militärischen Widerstandes in Mariupol wird brutal „ausgemerzt“- Terrorregime droht nach Eroberung

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

Es geht weiter wie bisher: Bombardements, Angriffe in einzelnen Regionen, Offensiven-Vorbereitung

Besonders schlimm scheint die Situation (abgesehen von Mariupol) in Izyum, das ebenso belagert wird: Die Bevölkerung wird ähnlich wie in M. Richtung Russland zwangsdeportiert.

Im Donbas und Luhansk werden Ortschaften mehr oder minder ausradiert. Selensky spricht von „Auslöschung“ des einstigen Kriegszentrum

Die Minimalkriegsziele Putins werden an Hand Hand von Verwaltungsmaßnahmen deutlich: Die Regionen Cherson, Saporoschschja, Luhansk, Donezk, Charkiv sollen komplett erobert und vermutlich zu Volksrepubliken um gewandelt werden. Vorbereitungen zu Pseudowahlen sind in Cherson weit fortgeschritten. Für drei Regionen läuft die Vorbereitung zur Schulung der Lehrer. Auch die Bildung von prorussischen Verwaltungsspitzen, Milizen und die Festnahme bzw. Deportation von Einwohnern gehört zu Ummodelung der Gesellschaft, genannt „Entnazifizierung“ vom „Ukronazismus“.

D.h. aber keineswegs, dass andere Kriegsziele aufgegeben wurden. Kiew, Odessa, etc.

Die Offensive hat bisher nicht stattgefunden. Es gibt Spekulationen auf der UA-Seite, dass sie sich verzögert, vielleicht gar nicht mehr stattfinden, weil der UA Widerstand so groß und die Schwierigkeiten der Russischen Armee zu groß sind. Die UA Seite reklamiert für sich täglich militärische Erfolge (Abschüsse) , die Militärspionage beschreibt russischen Material- und Rekrutierungsprobleme. Angeblich werden inzwischen in besetzten Gebieten zwangsweise Soldaten rekrutiert (Izyum), sind Panzer veraltet, verweigern Rekruten den Einsatz in der Ukraine, auf der Krim gibt es angeblich Diskussionen wegen der Versenkung der Moskau.

Die russische Seite hat offenbar ihre Strategie etwas modifiziert. Sie dringt v.a. mit Elitetruppen vor (Fallschirmjäger, Marines, Tschetschen). Man versucht die gegnerischen Stellungen mit Luftaufklärung (Drohnen) auszukundschaften und dann mit Artillerie/Bombardement auszuschalten.

Merkwürdig ist eine Ankündigung von Kadyrov über eine Absprache mit Putin, wonach es am 20.4. eine dramatische Ankündigung geben soll. Will er den Sieg über den Nazismus verkünden und damit die Erledigung des zweiten Kriegszieles (nach Demilitarisierung)?

Deportation

Man sollte bei der Evakuierung Richtung Russland inzwischen von Deportation sprechen. Den Leuten bleibt ja kaum eine Wahl, wenn sie Orte wie Mariupol verlassen wollen. Entscheidend ist, was danach kommt. Eine Filtrierung/Durchkämmung in Hinblick auf Feinde durch Spezialkräfte der Innenverwaltung. Transport in russische Regionen, die die Menschen nicht kennen. Offenbar Ansiedlung dort um die Gebiete in der Ukraine zu neutralisieren und den Arbeitskräftebedarf in Regionen wie Sibrien zu decken. Das hat es so seit Jahrzehnten nicht mehr in Russland gegeben. Das ist eine Bevölkerungspolitik a la Stalin. Es geht um die politisch-ethnische Ausschaltung der Ukraine, also an der Grenze zum juristischen Völkermord. Gestern wird gemeldet, dass wieder 150 Kinder von Mariupol verschleppt worden seien, keineswegs nur Waisenkinder. Diese sollen offenbar dem ideologischen Einfluss der Eltern entzogen werden und auch als eine Art Geisel dienten. S. Extra-Artikel in H-und-G.info zu Deportationen und der fragwürdigen Rolle des Roten Kreuzes.

 

Mariupol

Die Stadt ist immer noch nicht endgültig erobert. Russische und Tschetschenische Spezialisten durchkämmen die Stadt, teilweise ziemlich brutal, wie Videos zeigen. Wenn ukrainische Soldaten mit Drohnen, etc. identifiziert werden, werden sie mit Brandbomben ausgelöscht. Diese wirken flächendeckend und löschen alles Leben auf mehreren hundert m2 aus. Dies belegen glaubhafte Videos. Angeblich sind bei einem derartigen Angriff gestern Nacht die Reste der 36th Marineinfanteristen am zweiten nördlichen Stahlwerk (Illyitsch) zum Aufgeben gebracht oder getötet worden darunter angeblich auch ihr Kommandeur. Für den Tod des Kommandeurs gibt es keine Bestätigung, Videos mit Kriegsgefangenen sind teilweise glaubwürdig, die von der russischen Propaganda genannten Zahlen nicht oder nur teilweise.

Im ASOW-Stahlwerk an der Küste sollen sich noch einige hundert ua Militärs halten, nach ua Angaben auch ca 1000 Zivilisten. Das Gelände umfasst nach russischen Angaben, die zutreffen sein dürften ca. 11 km2, die ASOW-Kämpfer verfügen dort über ein Tunnelsystem was 6 Stockwerke tief sein soll und ca. 20 Km lang ist. Dieses Bauwerk ist nur unter großen Verlusten einnehmbar oder man setzt brutale Waffen ein. NTV meldet soeben Überschallrakteneinsatz. Diese Raketen haben eine bunkerbrechenden Brandwirkung. Wären also „geeignet" und eine Alternative zu den ins Spiel gebrachten Chemiewaffen. Nach russischen Angaben soll  die Sache heute „erledigt“ werden.

Nach inzwischen teilbestätigten Meldungen soll morgen eine Woche lang der Ausnahmezustand über die Stadt Mariupol verhängt werden. D.h. die Menschen dürften Häuser und Stadt nicht verlassen. Spezialeinheiten werden sie dann von „verdächtigen Nazis“ d.h. allen Soldaten, Anhängern von Selensky etc. „säubern“. D.h. sie kommen in Lager, Gefängnisse, Tribunale oder werden gleich erschossen. Diese Praxis läuft schon seit Tagen, soll nun für über die gesamte, dann eroberte Stadt angewendet werden: Entnazifizierung a la Putin! Wie die teilweise ausgehungerten Menschen noch eine Woche in Kellern verbringen sollen, kann ich mir nicht vorstellen. Es sind v.a. Alte, Frauen mit Kindern, Kranke, sozial Schwache…… Ein Teil von ihnen dürfte nach Russland deportiert werden. Humanitäre Korridore oder Hilfe aus dem Westen hat Putin systematisch unterbunden. Der neue russische Befehlshaber mit Aleppo-Erfahrung macht ganze Arbeit.

 

Dok- Zitat Selenski. AM

Zelensky: 'Just as the Russian military is destroying Mariupol, they want to wipe out other cities, other communities of the Donetsk and Luhansk regions.'

In his nightly address President Zelensky said that Russia wants to “literally finish off and destroy Donbas – to destroy everything that once gave glory to this industrial region.”

H-und-G.info Newsletter 16.4.2022 ca 7 Uhr Auswertung social media Nachrichten (ua,rus, tchetch)

Film zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=Fov4gVksXko

 xxxxxxxxxxxxxxxx

 

H-und-G.info Statusbericht 17.4. ca. 7 Uhr Auswertung Sozmedien (ua,russ, tschetsch) letzte 12 Stunden

Bombardement und Vorbereitung Offensive

Selensky pokert um politische Lösung für Mariupol- er steht intern unter Druck

In Mariupol droht Terrorbesatzungssystem

Heute soll mit ASOW Schluss gemacht werden

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

 

Wie gehabt: Bombardement, Gefechte v.a. Luhansk, Donbas. Einzelne Orte im Donbas und Luhansk sind fast komplett zerbombt. Der neue russische Oberbefehlshaber, mit Syrienerfahrung, macht Ernst. Putin erobert Ruinenstädte!

Die Truppenmassierungen aus dem Oblast Kursk rücken auf Ua Gebiet vor. Elitemarines bereiten Fallschirmtruppenlandeaktionen vor. In Belaruss und Transnistrien Bewegungen, aber keine konkreten Angriffsaktivitäten. Russland zerstört alle Treibstoffdepots der UA. Die Offensive steht unmittelbar bevor.

Nach UA-Militär gibt es zahlreiche Indizien, dass Russland Schwierigkeiten bei der Rekrutierung hat. Jetzt werden Kurzverträge (drei Monate!) abgeschlossen, in Syrien wird Rotation ausgesetzt, etc., eine Russische Zeitung ist gesperrt worden, weil sie über Klagen von Nationalgardisten gegen Auslandeinsätze in Sibirien berichtet hatte.

Auffällig in der russischen Propaganda die häufige Erwähnung vom Kosovo= Krim. Droht Putin dort eine neue Konfliktline aufzubauen?

Russische Pro behauptet Beteiligung Deutschlands bei Biowaffenforschung in UA mit USA?!

Mariupol

Im Hafenbereich gibt es erstmal wieder mobiles Internet. Vermutlich starlink oder russisch.

 

Selenky hat versucht mit den Russen über eine humanitäre Lösung für M. zu verhandeln: Abtransport der Verwundeten, Evakuierung der Zivilbevölkerung, Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Offenbar wurde das abgelehnt, Russland fordert offenbar die Kapitulation von M. , was die Ukraine ablehnt.

Abgelehnt wird auch ein Hilfsschiff, um das sich die Türkei bemüht. Selensky drohte daraufhin mit einem generelleb Abbruch der Friedenverhandlungen. Selensky ist wegen der militärische wie politischen Lage in M. unter Druck, insbesondere der Nationalisten.

Von den eingeschlossenen Armeeteilen ist der UA-Führung vorgeworfen worden, nicht genügend für den Nachschub und die militärische Hilfe getan zu haben. Erwartet worden war eine gemeinsame Militäraktion von außen und innen gegen den Blockadering.

Gleichzeitig gibt es in der Zivilbevölkerung eine Kontroverse, warum die Stadtregierung Anfang März die Blockade abgebrochen hat. Der Bürgermeister steht deswegen und weil er die Stadt früh verlassen hat (er ist in einem Bunker des Militärs) unter Druck. Er hat gestern sogar eine Art online-Podiumsdiskussion führen müssen.

Selensky hat vor einigen Tagen M als das Herz der UA bezeichnet, der Bürgermeister sich festgelegt, dass M. immer ukrainisch bleiben wird.

Die Stadt hat von beiden Seiten eine hohe Symbolkraft. (Es geht nicht nur um die Landbrücke). Von Russischer Seite geht es um Rache für 2014, wo es Asow damals noch als Söldnertruppe von Rinat Ahmatev gelang, die Eroberung von Mariupol zu verhindern. M. ist die Hochburg von ASOV mit Hauptquartier (inzwischen ausgebombt) und Bunkerführungsleitstelle unter dem Stahlwerk. M. ist aus Sicht der Russen die Hauptstadt des Ukronazismus und muss deswegen vernichtend geschlagen werden. Der DNR Chef Denis Pushilin sprach gestern explizit von „Eliminierung“ , bevor die Stadt wieder aufgebaut würde. M. ist also neben Cherson (und vermutlich geplant Charkiv) die Musterstadt Putins für die Entnazifizierung.

 

Die militärische Lage in Mariupol: Die russische Armee hat versucht, die verbleibenden Soldaten in den Bunkern durch bunkerbrechende Brandbomben „auszuräuchern“. Gleichzeigt hat sie mehrere Elitetruppen, Marines aus Sebastopol, und so aus der DNR („Somalier“) etc. in M. zusammengezogen, die die Stadt „reinigen“. D.h. sie kämmen Straße für Straße durch. Offenbar ist es damit gelungen weite Teile der Stadt, die bisher nur eingeschlossen waren, in die Hand zu bekommen, v.a. im Südwesten. Kurioser Weise vermeldet die russische Armee seit Tagen regelmäßig, den Hafen eingenommen zu haben, was bisher offenbar nicht komplett gelungen ist. Inzwischen heißt es, die Stadt sei eingenommen nur am Hafen und Stahlwerk (es sind zwei eines im Süden, eines im

Norden) werden „noch“ gekämpft. Nach russischen Angaben gab es 4000 ua Kämpfer, von denen durch Gefangenenname und Tötungen nur noch 1500 (!) übrig seien. Mir scheint das durchaus realistisch zu sein. Von Asow gibt es seit 3 Tagen (!) keine Telegramm Meldung mehr. Offenbar Kommandostruktur lahmgelegt oder extrem ortungsgefährdet. ASOW sammelt Spenden.

Angeblich soll heute am Sonntag Schluss mit ASOW gemacht werden: „Im Moment wird die letzte Phase durchgeführt – und einige Gruppen von Militanten werden zerstört und das berüchtigte Azovstal-Hüttenwerk, in dem sich die Überreste der Nationalisten verstecken, wird in einen engen Ring gebracht.“ Kadyrev 16.4.

Die Tschetschenen haben ein temporäres Hauptquartier der Einheit von Rashaev („Wrestler“_dem
Ringer), das sich direkt an der Kontaktlinie mit den ASOW-Leuten befindet, eine zweite Einheit unter dem Kommando von Timur Ibriev („Talib“=Taliban) durchgeführt wurden, die Wohngebiete zurückerobert und das befreite Gebiet kontrolliert.

Offenbar hatten die Tschetschenen schwere Verluste.   Die Kämpfer sind „müde und verwundet“, was so noch nie gsechrieben wurde.

 

Das Hauptkontingent der Tschtschenischen streetfighter scheint aber inzwischen in Luhansk zu kämpfen. Der Oberbefehl liegt wohl bei dem tschetschenischen Dumaabgeordneten Adam Sultaniwitch Delimkhanov. Die Tschetschenen haben die Propaganda verstärkt (Reise der Wahrheit) und eine Journalistendelegation eingeflogen mit einem persönlichen Berater von Kadyrov als „Journalisten")


Laut Kadyrev ist die neue Strategie der Tschetschenen direkt mit Putin abgesprochen.

Terror nach Besetzung

Die Besetzungsstrategie von Mariupol könnte alles Dagewesene übertreffen: Nach Angaben des Bürgermeisteramtes von M. plant die russische Besatzungsmacht ab Montag die Stadt komplett mit einer Ausgangssperre zu belegen. Die Quartiere sollen filtriert und alle Männer festgenommen werden. Angeblich hat diese Aktion schon gestern begonnen. In Filtrierungslagern wird entschieden, ob sie für die Trümmer-Aufräumarbeiten oder als Ordnungsmiliz eingesetzt werden, oder im Lager bleiben oder…… Es wird nicht ausgeschlossen, dass einige standrechtlich erschossen werden (tätowierte ASOW z.B.) oder verschleppt werden. Nach russischen Quellen wird in Luhansk ein (internationales) Kriegsverbrechertribunal vorbereitet. (Der verschleppte Bürgermeister von Melitopol war nach eigenen Angaben in Luhansk im Gefängnis.) Wer genau solche Filtrierungen vornimmt, ist unklar, vermutlich der FSB mit Hilfstruppen. Es werden die Daten und Fingerabdrücke genommen und mit Datenbanken und Listen abgeglichen. Das System dürfte im Prinzip dem entsprechen, was die Rote Armee nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Filtrierungs- und Speziallagern und den SMT-Tribunalen praktizierte.

Wenn das so kommt, könnte die Restbevölkerung (meist Alte) verhungern, die Frauen und Kinder würden nach Russland verschleppt, die Männer versklavt, verhaftet oder ermordet oder zu Kollaborateuren gemacht werden. Mariupol ist das Srebrenica des Ukraine-Krieges.

Diese Pläne für Mariupol entsprechen erschreckend dem, was im sogenannten Ria Novosti Paper vom 8.4. als Entnazifizierungsstrategie beschrieben wird.

 

Dok:

Nach Augenzeugenberichte : „Aus verschiedenen Teilen der Stadt trafen schreckliche Informationen ein, denen zufolge Männer unter 70 Jahren gegen ihren Willen zur Kontrolle nach Bezymennoe gebracht und dort etwa eine Woche festgehalten wurden. Es ist eine Sache, wenn sich eine Person selbst für eine Filterschlange anmeldet, und eine andere, wenn sie zu dieser nach Hause kommen und ohne zu fragen diese weggebracht und als Gefangener festgehalten wird. Alle diese Verbrechen gegen Menschen werden aufgezeichnet, absolut jeder, der daran beteiligt ist, wird zur Rechenschaft gezogen.“

 

 Stadtrat von Mariupol

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj , sagte , dass Verhandlungen im Gange seien, um den ukrainischen Verteidigern in Mariupol zu helfen, aber die Russen forderten, dass sie sich ergeben.

"Mariupol. Die Situation ist sehr kompliziert. Unser Militär ist blockiert, die Verwundeten sind blockiert. Es gibt eine humanitäre Krise, keine Nahrung, kein Wasser, keine Medizin. Trotzdem wehren sich die Jungs. Und ein Dankeschön ist nicht genug, also laufen die Verhandlungen. Um ehrlich zu sein, gibt es kein Vertrauen in die Verhandlungsführer von Mariupol.“

 

Mariupols Bürgermeister Vadym Boychenko unterzeichnete ein Memorandum of Cooperation mit der Schweizer Wohltätigkeitsorganisation HEKS / EPER.
Die Parteien haben im April und in den folgenden Monaten die ersten Richtungen der Zusammenarbeit ausgearbeitet. Dies wird es ermöglichen, zusätzliche humanitäre Hilfe für die Bewohner von Mariupol in dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet zu erhalten. Leider blockiert Russland weiterhin jegliche humanitäre Hilfe direkt für die Stadt.

Heute brauchen mehr als 200.000 Einwohner von Mariupol, die das vorübergehend besetzte Gebiet der Ukraine bereits verlassen konnten, Hilfe. Dank der Zusammenarbeit mit einer Schweizer Wohltätigkeitsorganisation können wir unsere humanitäre Mission verstärken und die Menschen erhalten Hilfe - das Nötigste, Hygieneprodukte und mehr. Danke an alle Organisationen, die Menschen in dieser schwierigen Zeit helfen", - sagte Vadym Boychenko.

 

Besatzungsregime

Keine Zeit, es zu beschreiben. Dafür Zitat aus ua Generalstab: „Plünderungen und gewaltsame Aktionen russischer Soldaten bezüglich der Zivilbevölkerung gehen in den vorübergehend besetzten Gebieten weiter. Diese Aktionen werden durch ihr militärisches Kommando ermutigt.“ D.h. Butscha ist überall da, wo besetzt ist….

Statusberich 16.4.

Persönliche Vorbemerkung:

Ich sehe mir nun seit ca. 50 Tagen grauenhafte Videos und Kriegsnachrichten an und stelle fest, dass sich meine persönliche Haltung angesichts der Fakten entscheidend geändert hat.

M.E. verstehen wir Putins Krieg deswegen nicht wirklich, weil wir nicht glauben wollen und uns nach wie vor nicht vorstellen können, dass er wirklich so denkt und handelt, wie er redet.( bzw andere reden läßt) Wenn wir davon ausgehen, dass er die eigentständige Ukraine vernichten will und das um jeden Preis, reimt sich das Meiste zusammen, was man jeden Tag an Eskalation erlebt. Und m.E. werden wir mit der 2. Offensive noch Schlimmeres erleben. Das wird ein blutige Feuerwalze, wenn sie nicht in sich selber zusammenbricht. M.E. wird Putin nicht umhinkönnen, jetzt einen Krieg auszurufen, weil er den Dauereinsatz des Militärs in so großem Masse und so große Verluste nicht mehr anders verkaufen kann. Vermutlich wird er die Nazis und die Nato als Kriegstreiber verantwortlich machen (siehe Protest gegen Waffenlieferungen) und für den großen Vaterländischen Verteidigungskrieg mobilisieren. D.h. die Konfrontation geht nicht mehr nur gegen die Ukraine.

 

D.h. wir müssen uns angewöhnen, worst-case-szenarios als mögliche Szenarios immer mitzudenken. Das war zumindest für mich bisher nicht meine Lebensmaxime.

Meines Erachtens haben wir Putin nicht richtig zugehört. Wir haben immer noch nicht wirklich begriffen, was er meint, wenn er von seinen Zielen spricht (Dokument: Putins Rede an die Nation. 21.2.20221) : Sein Hauptziel ist 1. Die Ukraine als Staat auszulöschen 2. Sie zu demilitarisieren d.h. inzwischen, sie auf jede Weise (inzwischen komplette Zerstörung ihrer materiellen Basis, Infrastruktur, etc.) zu schwächen. 3. zu entnazifizieren, wobei Putin Nazis anders definiert als wir. Für ihn sind alle die Nazis, die (nationalistisch) für die Eigenstaatlichkeit und Westorientierung der UA eintreten. Ukranazismus heißt das. Entnazifizieren schließt daher auch die physische Vernichtung von Teilen des UA Militärs, der Politiker und Verwaltung (S. Novosti-Artikel in H-u-g.info:  Dokument: Russlands Pläne für die Ukraine. 4.4.2022 ), die Ummodelung der ukrainischen Gesellschaft zu einer Kollaborationsgesellschaft, u.a. durch Terror, Vertreibung und Deportation und Umerziehung ein.

Da Putin dies nicht durch einen schnellen Krieg und politischen Systemchange erreicht hat, versucht er sein Ziel zu die Zerstörung weiter Teile der Ukraine zu erreichen. Da er offenbar wirklich Russland durch die Nato bedroht sah und sieht, ist ihm inzwischen (fast) jedes Mittel recht. Es geht um Sieg oder Niederlage. U.U. ist daher zur Verteidigung Russlands auch der Einsatz von Massenvernichtungswaffen legitim. (Wie es die CIA sagt) Da es ihm bisher nicht gelang, die Ukraine politisch einzudämmen, will er sie vernichten und Regionen, die sich ihm entgegenstellen, werden so aussehen wie Mariupol, Cherniiv, Butscha. Das sind keine Einzelereignisse, dass ist das System. Was ich hier aufschreibe, mag ich eigentlich selber kaum glauben, es ist aber das Zwischenfazit meines bisherigen Monitoring, in das sich die Fakten leider besser einfügen, als in meine ursprünglichen Annahmen.

Film zum Thema:

https://www.youtube.com/watch?v=Fov4gVksXko

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Monitoring 16.4. 7.30 Uhr

 

Allgemeines Kriegsgeschehen

Im Prinzip, wie gehabt. Bombardement geht weiter. Es wird relativ gezielt, die ua Infrastruktur ausgeschaltet, v.a. die Treibstoffversorgung (!) : Die letzte Raffinerie ist zerstört, ein Öldepot nach dem nächsten wird bombardiert. Es werden wohl auch nicht erfolglos Kommandostellen der UA-Armee ausgeschaltet. Die Luftaufklärung wird deswegen verstärkt.

Wohl auch stärker vom Schwarzen Meer aus. Die Offensive findet faktisch in Charkiv, Mariupol, den Donbas, Luhansk, Shaporischschja schon statt. Russisches Militär wird v.a. gegen Charkiv massiert, vermutlich um nach dessen Eroberung Richtung