Die Anfänge der EK-Bewegung (Entlassungskandidaten) in der NVA

von Udo Grashoff[1]

Man kann fragen, wen man will: Fast jeder, der in der DDR seinen Grundwehrdienst abgeleistet hat, erinnert sich an die Schikanierung der neuen Rekruten durch Soldaten des dritten Diensthalbjahres. Der Kult der Entlassungskandidaten, die sogenannte "EK-Bewegung", war in den bewaffneten Organen der DDR weit verbreitet. Es gab ihn nicht nur unter NVA-Soldaten, sondern auch bei den Grenztruppen und im Wachregiment „Feliks Dzierzynski“; sowohl bei denjenigen, die ihren Grundwehrdienst ableisteten als auch bei den drei Jahre dienenden Unteroffizieren.[2] Selbst im Militärstrafvollzug in Schwedt kamen „sadistische Machtspiele der Insassen untereinander (ähnlich der EK-Bewegung)“ vor.[3]

Das Wesen der EK-Bewegung bestand laut Rüdiger Wenzke darin, dass die Soldaten des dritten Diensthalbjahres „einen regelrechten Kult um ihren Status als potenzielle Entlassungskandidaten trieben und sich dabei gegenüber Jüngeren Vorrechte herausnahmen, deren Durchsetzung fast immer mit psychischen und physischen Gewalttätigkeiten verbunden war“.[4] Auch Holger Zaunstöck sieht in den „zynischen und sadistischen Praktiken, durch die ein innersoldatisches Hierarchie- und Dienstsystem neben und unabhängig von der offiziellen Disziplinarstruktur errichtet wurde“, ein Wesensmerkmal der EK-Bewegung.[5] Statussymbol für die EKs war vor allem ein 150 Zentimeter langes Maßband, von dem während der letzten 150 Tage täglich ein Zentimeter abgeschnitten wurde. Zu den Privilegien der Entlassungskandidaten gehörte, dass sie keine Reinigungsarbeiten durchführten und sich von den neu Einberufenen die Schuhe putzen sowie Essen und Trinken auf das Zimmer bringen ließen. Dabei kam eine ganz eigene Terminologie zum Einsatz, in der die jüngeren Rekruten herabwürdigend als „Frische“, „Glatte“ oder „Zarte“ bezeichnet wurden.[6]

Christian Thomas Müller sieht in der EK-Bewegung vor allem eine Form von sekundärer Anpassung in der totalen Institution NVA.[7] Zugleich aber gab die EK-Bewegung ein „widersprüchliches Bild“ ab, da sie sich „zu einem Teil auch gegen die politischen Verhältnisse und gegen deren Funktionsträger“ richtete.[8] Diese Ambivalenz von Widerstand nach oben und Repression nach unten bedarf weiterer Forschung.

In diesem Beitrag wird die Entstehungsphase der EK-Bewegung genauer betrachtet. Anfangs schienen Rituale und sadistische Praktiken gegenüber dem ersten Diensthalbjahr kaum eine Rolle gespielt zu haben, vielmehr scheint die Bewegung zunächst als eigensinnige Reaktion auf den öden Soldatenalltag entstanden zu sein.

Alarmierende Anzeichen

Kurz nach dem Mauerbau wurde in der DDR die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Davor hatte es eine Berufsarmee gegeben; aus der Kasernierten Volkspolizei (KVP) war 1956 die Nationale Volksarmee (NVA) hervorgegangen. Mit dem Wehrpflichtgesetz vom 24. Januar 1962 wurden nun alle Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren zur Ableistung eines 18-monatigen Grundwehrdienstes verpflichtet. Anfang April 1962 rückten die ersten Wehrpflichtigen in die Kasernen ein. Von nun an wurden die Rekruten im halbjährlichen Turnus einberufen, so dass ab Frühjahr 1963 Soldaten im ersten, zweiten und dritten Diensthalbjahr ihren Wehrdienst zur gleichen Zeit ableisteten. In diesem Zusammenhang wurden im Herbst 1963 erste Anzeichen der EK-Bewegung registriert.[9]

Wie und warum dann die vielfältigen Rituale und Symbole entstanden, mit denen sich die Entlassungskandidaten Vorrechte gegenüber den anderen Wehrdienstleistenden herausnahmen und junge Rekruten ausbeuteten und herabwürdigten, bedarf weiterer Untersuchungen. Sicher ist lediglich, dass schon Ende 1965 eine weit verbreitete EK-Bewegung existierte, die durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zunächst aber vor allem als Gefahr für die militärische Disziplin wahrgenommen wurde. Meldungen über Vorkommnisse alarmierten die für die Sicherheit in der NVA zuständige MfS-Hauptabteilung I: „In den letzten Wochen wurden im Prozeß der politisch-operativen Arbeit in mehreren Fällen, zum Teil in konzentrierter Form, Hinweise darüber bekannt, daß unter einem Teil der Angehörigen der Nationalen Volksarmee Schriftstücke u.a. Materialien vorhanden sind, die in ihrem Inhalt einen den politisch-moralischen Zustand der Truppe zersetzenden Charakter tragen“, warnte ein an die Abwehrabteilungen von NVA und Grenztruppen versandtes Schreiben des Leiters der HA I, Major Kleinjung. Er wies an, alle mit der EK-Bewegung zusammenhängenden Vorkommnisse zu melden, alle Materialien zu beschlagnahmen und „geeignete, offensive politisch-operative Maßnahmen“ einzuleiten.[10]

Alarmierend wirkten vor allem die Ergebnisse von Spindkontrollen, die in Einheiten der 1. Mot-Schützen-Division Potsdam durchgeführt worden waren. Anlass für diese Aktion war, dass einige Entlassungskandidaten sich so genannte „EK-Ausweise“ ausgestellt hatten. Bei den über den Jahreswechsel 1965/66 durchgeführten Kontrollen wurde dann das ganze Ausmaß der EK-Bewegung sichtbar. Insgesamt 599 Schriftstücke und Gegenstände wurden entdeckt: „Bandmaße, Kalender, Kragenbinden mit Namenszügen, Kugeln (Stahl) aller Größen, Liedertexte der ‚Entlassungkandidaten‘, Schulterstücke mit der Aufschrift ‚EK‘, selbstgefertigte ‚EK-Abzeichen‘ (Metall), schriftliche Aufzeichnungen von Filmtiteln, die in einen den Dienst in der NVA verleumdenden Titel umgewandelt wurden, Schneidebretter mit Entlassungsdaten u.a. sowie ein ‚Eisernes Kreuz‘ der faschistischen Wehrmacht, welches im abgewandelten Sinn auf ‚EK‘ (Entlassungskandidat) als Abzeichen benutzt wurde.“[11] In den Berichten wurde das Bild einer subversiven, die militärische Einsatzbereitschaft gefährdenden Tendenz gezeichnet.

Heimgängerstimmungen

Allerdings zeugen die konkreten Praktiken der EK-Bewegung in der Frühphase vor allem vom „Eigensinn“ der Wehrdienstleistenden in den bewaffneten Organen der DDR. Es handelte sich bei der EK-Bewegung (im Sinne von Alf Lüdtke) weniger um expliziten Widerstand gegen das militärische Regime als um die Beanspruchung eines eigenen Raumes, vor allem während der Freizeit in den Kasernen.[12] Laut Rüdiger Wenzke gab es nach Dienstschluss, wenn die meisten Berufssoldaten die Kaserne verlassen hatten, „eine Art Machtvakuum“, da die Soldaten nun weitgehend sich selbst überlassen waren.[13]

Den 1966/67 verfassten Berichten zufolge ging es der EK-Bewegung primär darum, der Freude über die bald bevorstehende Entlassung aus dem Wehrdienst einen sichtbaren Ausdruck zu verleihen. Diesem Zweck diente das weit verbreitete Tagezählen mit Hilfe eines Bandmaßes oder EK-Kalenders. Bisweilen wurden auch Lottoscheine verwendet. Nach Hause geschickte Briefe wurden mit der Zahl der noch zu dienenden Tage versehen.

Darüber hinaus entstand in diesem Zusammenhang ein spezifisches Gruppenbewusstsein der Entlassungskandidaten, das sich in bestimmten Erkennungszeichen manifestierte. Dazu gehörten das Knicken der Schulterstücke, „EK-Wimpel“ oder kleine Fahnen mit Losungen wie „EKs in die Heimat“. Manche EKs spritzten ihre Koppelschlösser schwarz.[14] Mehrfach trugen Soldaten des dritten Diensthalbjahres selbst gefertigte „EK-Abzeichen“ aus Metall, die mit einer Anstecknadel versehen waren. Weit verbreitet waren zudem „EK-Ausweise“, die in mehreren Fällen in zivilen Druckereien (ohne Genehmigung) gedruckt worden waren. Demgegenüber wurden in schnörkeliger Schrift ausgestellte und mit Symbolen verzierte „EK-Urkunden“ per Hand gezeichnet. Manchmal stellten Entlassungskandidaten auch, analog zu Schüler-Abschlusszeitungen, eine „EK-Zeitung“ her. Des weiteren gab es bemalte EK-Schlipse, EK-Männchen, EK-Zeichen aus Draht, verzierte Tischtennisbälle und mit Sprüchen bemalte Kragenbinden. Gekritzelte oder eingeritzte EK-Losungen und Sprüche fanden sich an Toilettentüren, auf Tischen und in Wachtürmen.

Schließlich etablierte die EK-Bewegung auch spezifische Rituale wie den „Anschnitt“. Dafür wurden die EKs für ein gemeinsames Abschneiden des ersten Zentimeters vom Bandmaß um Mitternacht geweckt. Ähnliche Zeremonien gab es auch zur Verleihung von EK-Urkunden in der Unterkunft, die in ein Trinkgelage mündeten. Ein weiteres Ritual war das Rollen der EK-Kugeln. Dabei traten alle EKs auf den Flur und rollten ihre EK-Kugel als Zeichen dafür, dass sie im letzten Diensthalbjahr eine ruhige Kugel schieben wollten. Bisweilen kam es auch zum „EK-Schießen“; dabei wurde in der Nacht mit Leuchtmunition geschossen. Es gab auch ein „EK-Lied“, das spätestens seit Frühjahr 1965 gesungen und verbreitet wurde.[15]

In einigen Kasernen bildeten die Entlassungskandidaten sogar eigene Strukturen. „EK-Versammlungen“ wurden durchgeführt, bei denen ein „EK-Vorstand“ gewählt wurde. Mehrfach richteten Entlassungskandidaten eine „EK-Kasse“ ein, aus der die Entlassungsfeier finanziert werden sollte. Bei einer Grenztruppeneinheit in Potsdam wurde zu diesem Zweck ein „EK-Club“ mit Mitgliedsausweisen gegründet.[16] In einer Kompanie der Landstreitkräfte in Bernau existierte ein „EK-Rat“.[17]

Auch die Fertigung „von symbolischen Heimgängerandenken“ spielte eine wichtige Rolle in der EK-Bewegung.[18] In der 8. Mot-Schützen-Division Schwerin wurden kleine EK-Koffer gefertigt, auf deren Innendeckeln ein Gruppenfoto und Passbilder aller EKs angebracht waren und in denen zwei kleine Flaschen Schnaps Platz fanden. Die Koffer trugen die Aufschriften „EK 66“ und „Parole heißt Heimat“.[19] Die Vorfreude auf die Entlassung materialisierte sich auch in bemalten Handtüchern sowie Fotomontagen und Erinnerungsfotos. Mehrfach legten Soldaten die Zahl der Tage mit Patronenhülsen in den Sand und fotografierten dieses Bild.

Ideologische Diversion?

Das alles klingt harmlos, wurde aber im Jahr 1966 keineswegs von allen Verantwortlichen als Belanglosigkeit abgetan. Insbesondere die MfS-Hauptabteilung I stellte die neuen und massiv auftretenden Formen der EK-Bewegung in einen Zusammenhang mit Munitionsdiebstählen und Alkoholschmuggel, mit der Verbreitung pornografischer Bilder, der unbefugten Benutzung von Radiogeräten und Fotoapparaten in den Kasernen sowie der Verbreitung von Schriften, die die NVA lächerlich machen würden. In Berichten, die Anfang 1966 beim MfS eintrafen, wurde auf „demonstratives und herausforderndes Verhalten gegen Vorgesetzte und mangelnde Dienstdurchführung“ hingewiesen.[20] Die Berichterstatter des MfS warnten vor zersetzenden Auswirkungen der EK-Bewegung – angesichts von Vorkommnissen wie aufmüpfigem Verhalten, Verstößen gegen die Anzugsordnung, Randalieren, Beschädigung von Gegenständen oder dem Zerschlagen eines Spindes. Ein im Ausbildungsbataillon Dingelstädt verbreitetes „Programm der EK-Bewegung“, das besagte, dass die EKs bestimmte Privilegien genießen und die letzten 150 Tage vergammeln sollten,[21] schien die Warnungen ebenso zu bestätigen wie bereits seit Januar 1966 durchgeführte Abschiedsfeiern mit viel Alkoholgenuss.

Das MfS sah in der EK-Bewegung einen Versuch „ideologischer Diversion“, der angeblich durch „Flugblattaktionen und Hetzschrifteinschleusungen“ vom Westen unterstützt worden sei.[22] Zudem weckten vereinzelte Bezugnahmen auf die Wehrmacht wie etwa das „Absingen des sogenannten ‚Erika-Liedes‘“, eines während des Zweiten Weltkrieges in der Wehrmacht populären Marschliedes,[23] sowie die Doppeldeutigkeit der Abkürzung EK, die vor 1945 für das „Eiserne Kreuz“ stand, für Befürchtungen, dass faschistische Tendenzen eine Rolle spielen würden.

Demgegenüber findet sich in den frühen Berichten des MfS fast nichts zu den Privilegien, welche die EKs gegenüber den jüngeren Rekruten beanspruchten, und keine Beispiele dafür, dass mit der EK-Bewegung neue Formen der Demütigung dieser Rekruten entstanden waren.

Dabei waren die Berichte oft sehr detailreich. So wurde gemeldet, dass in einer Kaserne in Leipzig etwa 25 „neueingestellte wehrpflichtige zum anschneiden des bandmaszes herangezogen“ worden seien. Die Zeremonie habe jedoch nur etwa fünf Minuten gedauert, zu Ausschreitungen sei es nicht gekommen; es sei lediglich ein Trinkgelage gefolgt, bei dem Schlager und das „EK-Lied“ gesungen worden seien.[24] In einer Transportkompanie in Großenhain traten zum feierlichen Anschnitt alle Soldaten in der Stube an. Ein Soldat des zweiten Diensthalbjahres brachte auf einem Kissen eine Schere und schnitt alle Bandmaße ab.[25] In Dessau wurde zum Anschnitt 150 Tage vor Entlassung ein „EK-Appell“ veranstaltet. Dazu musste die gesamte Kompanie antreten, und zwar in folgender Anzugsordnung: „Soldaten des ersten Diensthalbjahres im Trainingsanzug mit Koppel und Stahlhelm. Soldaten des 2. Diensthalbjahres (Blauärsche) mit Trainingsanzug, Koppel und Schirmmütze. Soldaten des 3. Diensthalbjahres (EK) im Dienstanzug.“ Beim Appell wurde eine rote Fahne mit der Aufschrift „Es geht alles vorüber“ und auf der Rückseite: „Auch wir kommen wieder“ von zwei Soldaten des ersten Diensthalbjahres hochgehalten, alle EKs stellten sich auf und der Rest der Kompanie marschierte an der Fahne vorbei. Dann wurde je ein Zentimeter von jedem Bandmaß abgeschnitten. Als der Offizier vom Dienst die Zeremonie abbrach und die Übergabe der Fahne verlangte, zündete ein Soldat diese an.[26] Auch anderswo wurde der Anschnitt in karnevalesker Bekleidung (zum Beispiel in Schlafanzug, Stiefeln, Helm und Koppel) begangen. In einer Panzerkompanie wurden Exerzieren und militärische Auszeichnungen parodiert (durch Belobigung mit einem „Blick zur Regimentsschere“).[27]

Keiner dieser Berichte enthält Hinweise darauf, dass junge Rekruten herabgewürdigt oder zur Teilnahme an den Ritualen gezwungen wurden. Mehrfach hieß es vielmehr, dass sich die EK-Bewegung auch bei neu einberufenen Soldaten finden würde, keineswegs nur bei Entlassungskandidaten.[28] Manche Soldaten begannen bereits am Tag der Einberufung mit dem Führen eines „EK-Kalenders“.[29]

In den 1980er Jahren war viel von sadistischen Praktiken in der NVA die Rede, die oft unter Alkoholeinfluss durchgeführt wurden und der Belustigung der EKs dienen sollten. Zu den demütigenden Ritualen gehörten „Schildkröte“, „Staubsauger“ und „Musikbox“. Bei ersterem schlitterte das Opfer mit Stahlhelmen an Armen und Beinen über den Kasernenflur, beim zweiten musste das Opfer eine Gasmaske aufsetzen, dessen Luftschlauch zugehalten wurde. Anschließend wurde dafür gesorgt, dass das Opfer beim ersten Atemzug Staub einatmete. Für das dritte Ritual wurde ein Rekrut in einen Spind gesperrt, worin er Lieder singen sollte, die sich die EKs wünschten und dafür wie bei einer Musikbox Münzen einwarfen.[30]

Wodurch und ab wann sich die informellen Privilegien der EKs und die damit verbundenen demütigenden und sadistischen Rituale herausbildeten, ist weitgehend unerforscht. Denkbar ist, dass diese Praktiken schon Mitte der 1960er Jahre existierten, aber in den Berichten nicht erwähnt wurden. Es kann aber auch sein, dass es sich bei der EK-Bewegung keineswegs um ein einheitliches Phänomen handelte und dass diese Bewegung eine Entwicklung durchlief, wobei sie sich in ihrem Wesen veränderte. Dazu bedarf es weiterer Untersuchungen.

 

Der Verfasser dieses Beitrags bereitet derzeit ein Forschungsprojekt zur EK-Bewegung in Land-, Luft- und Seestreitkräften, Grenztruppen und MfS-Wachregiment vor. Zeitzeugen, die über ihre eigenen Erfahrungen mit der EK-Bewegung berichten und die Fotos und Dokumente zur Verfügung stellen möchten, wobei insbesondere (aber nicht nur) die Zeit von 1962 bis 1980 interessant ist, können sich gern per E-Mail wenden an: udo.grashoff@mailbox.tu-dresden.de

 


[1]Udo Grashoff ist außerplanmäßiger Professor an der Universität Leipzig, assoziierter Forscher am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden und Vorstandsvorsitzender des Zeit-Geschichte(n)-Vereins für erlebte Geschichte in Halle (Saale).

[2]Vgl. Christian Thomas Müller, Tausend Tage bei der „Asche“. Unteroffiziere in der NVA, Berlin 2003.

[3]Arno Polzin, Mythos Schwedt. DDR-Militärstrafvollzug und NVA-Disziplinareinheit aus dem Blick der Staatssicherheit, Göttingen 2018, S. 243.

[4]Rüdiger Wenzke, Nationale Volksarmee. Die Geschichte, München 2014, S. 97.

[5]Holger Zaunstöck, Die Zeit bei der „Asche“. Erinnerungen von NVA-Soldaten als Gegenstand und konzeptionelle Herausforderung der zeitgeschichtlichen Forschung, in: Hallische Beiträge zur Zeitgeschichte 2008/1, Heft 18, S. 63-79, zit. S. 68.

[6]Vgl. Klaus-Peter Möller, Der wahre E. Ein Wörterbuch der DDR-Soldatensprache, Berlin 2000.

[7]Vgl. Christian Thomas Müller, Die „EK-Bewegung“ in den Kasernen der NVA. Eine Form „sekundärer Anpassung“ in „totalen Institutionen“, in: Hans Ehlert/Mathias Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR, Berlin 2004, S. 559-583.

[8]Rüdiger Wenzke, Zwischen Bestenabzeichen und Armeeknast. Wahrnehmungen und Forschungen zum Innenleben der DDR-Volksarmee, in: Hans Ehlert/Mathias Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR, Berlin 2004, S. 497-530, zit. S. 505f.

[9]Vgl. Einzelinformation Nr. 652/63 über ein Vorkommnis mit entlassenen Angehörigen der NVA/Grenze in Halle am 22. Oktober 1963, 24.10.1963, in: BArch, MfS, ZAIG 815, Bl. 1-4.

[10]Major Kleinjung, Leiter der Hauptabteilung I, Bekanntwerden konzentrierter Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion in den Truppenteilen und Einheiten der Nationalen Volksarmee, 31.1.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17319, Bl. 194-196, zit. Bl. 194.

[11]Information über Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, o.D., in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17319, Bl. 209-214, zit. Bl. 209.

[12]Vgl. Thomas Lindenberger, Eigen-Sinn, Herrschaft und kein Widerstand, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 02.09.2014 (http://docupedia.de/zg/lindenberger_eigensinn_v1_de_2014, letzter Zugriff: 23.1.2026).

[13]Wenzke, Nationale Volksarmee, S. 97.

[14]GI „Trabant“, Bericht, 7.6.1967, in: BArch, MfS, BV Potsdam, Vorl. Archiv Nr. 94/83, Bd. 1, Bl. 19.

[15]Vgl. Wenzke, Nationale Volksarmee, S. 97.

[16]Vgl. Telegramm, 17.4.1967, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 241.

[17]Vgl. BV Cottbus, HA I an MfS Berlin, HA I, Telegramm, 7.4.1967, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 242f.

[18]Information über Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, 22.2.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 179-184, zit. Bl. 180.

[19]Vgl. HA I, MB 5, Information, Schwerin, 21.4.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 366.

[20]Information über Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, 22.2.1966 (Volksmarine), in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 171-178, zit. Bl. 172.

[21]Vgl. Information über Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, 22.2.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 179-184, hier Bl. 181.

[22]Ebd., Bl. 180.

[23]Information über Erscheinungen und Auswirkungen der politisch-ideologischen Diversion, 22.2.1966 (Volksmarine), in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 171-178, zit. Bl. 177.

[24]HA I, MB 3, Telegramm, 1.12.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 284.

[25]Vgl. HA I, MB 3 Leipzig an HA I, Berlin, Telegramm, 10.12.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 276.

[26]Abschlußbericht über ein verursachtes Vorkommnis durch Angehörige des Pionier-Regimentes 12 Dessau, 6.6.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 406-410, zit. Bl. 406.

[27]Vgl. HA I, MB 3, Telegramm, 8.12.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 279.

[28]Vgl. Information zu weiteren Erscheinungen der EK-Bewegung in Einheiten der Nationalen Volksarmee, 2.5.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 135-139, hier Bl. 136.

[29]Vgl. HA I, LSK, 1. LVD an HA I, Berlin, Telegramm, 30.3.1966, in: BArch, MfS, HA I, Nr. 17317, Bl. 435.

[30]Vgl. Ralf Gehler/Dirk Keil, Die andere Realität. Alltagserfahrung Wehrdienstleistender in den Kasernen der DDR, in: Wolfgang Kaschuba (Hg.), Blick-Wechsel Ost-West. Beobachtungen zur Alltagskultur in Ost- und Westdeutschland, Tübingen 1992, S. 326-338.