Mythos Kampfgruppen - Klassenkampf nach Feierabend
Andreas Vennewald [1]
Oktober 1989: In vielen DDR-Betrieben stehen Männer in Uniform bereit. Einige haben Maschinenpistolen geschultert, andere warten auf Befehle. Seit Jahrzehnten verkörpern sie den Anspruch der SED, dass die Arbeiter ihren sozialistischen Staat notfalls mit der Waffe verteidigen würden. Doch nun zögern viele. Manche treten aus den Kampfgruppen aus, andere verweigern den Einsatz. In diesen Wochen beginnt ein politischer Mythos der DDR zu zerbrechen.
Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse gehörten zu den Symbolen des sozialistischen Staates. Kaum eine andere Organisation verkörperte den Herrschaftsanspruch der DDR so deutlich: Arbeiter in Uniform, bewaffnet und organisiert, sollten zeigen, dass die politische Macht nicht nur im Namen der Arbeiter ausgeübt wurde, sondern tatsächlich von ihnen getragen wurde. Die Kampfgruppen waren weit mehr als eine paramilitärische Formation. Sie verkörperten die Vorstellung, dass Partei, Staat und Arbeiterklasse eine untrennbare Einheit bildeten. Der bewaffnete Arbeiter wurde zum Symbol dieser behaupteten Gemeinschaft und verteidigt seine Errungenschaften.
Über Jahrzehnte wirkte dieses Bild überzeugend. Die Kampfgruppen waren in den Betrieben präsent, marschierten bei Staatsfeiertagen auf und nahmen an Manövern teil. Anfang der 1980er Jahre gehörten ihnen rund 200.000 Männer an. Damit waren sie zahlenmäßig sogar stärker als die Nationale Volksarmee.[2] Doch als die DDR 1989 in ihre entscheidende Krise geriet, zeigte sich, dass politische Mythen nicht allein von Zahlen, Uniformen und Ritualen leben.
Der Schock von 1953
Die Geschichte der Kampfgruppen beginnt mit einem Trauma der SED. Am 17. Juni 1953 entwickelte sich aus Protesten von Bauarbeitern in Ost-Berlin ein landesweiter Volksaufstand. Hunderttausende Menschen beteiligten sich an Demonstrationen und Streiks. Zeitweise verlor die Parteiführung die Kontrolle über die Lage. Erst sowjetische Panzer sicherten die Herrschaft der SED. Besonders beunruhigend war für die Parteiführung, wer auf die Straße gegangen war: Arbeiter.
Genau jene gesellschaftliche Gruppe, auf die sich die SED als politische Grundlage berief. Der Aufstand erschütterte deshalb nicht nur die Macht des Regimes, sondern auch dessen Selbstverständnis. Wenn Arbeiter gegen den Arbeiterstaat protestierten, geriet die zentrale Legitimationsformel der DDR ins Wanken.
Die Antwort bestand nicht allein in Repression. Die SED schuf zugleich ein politisches Gegenbild. Künftig sollten bewaffnete Arbeiter sichtbar machen, dass die Arbeiterschaft hinter Partei und Staat stand. Dabei griff die Parteiführung nicht nur auf aktuelle sicherheitspolitische Überlegungen zurück. Sie berief sich bewusst auf historische Traditionen der Arbeiterbewegung, die den Kampfgruppen eine tiefere politische Legitimation verleihen sollten.
Revolutionäre Traditionen und historische Vorbilder
Die Kampfgruppen entstanden nicht aus dem Nichts. Die SED berief sich bei ihrer Gründung bewusst auf Traditionen der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung.
Besonders wichtig war die Erinnerung an die revolutionären Kämpfe nach dem Ersten Weltkrieg. In der offiziellen Geschichtsschreibung der DDR galten der Spartakusbund und die revolutionären Arbeiterwehren der Jahre 1918 und 1919 als Vorbilder. Die Kommunisten hätten damals versucht, die Revolution gegen ihre Gegner zu verteidigen, seien jedoch letztlich an der Übermacht ihrer Feinde gescheitert.
Noch stärker wirkte das Vorbild der kommunistischen Kampfverbände der Weimarer Republik. Der 1924 gegründete Rote Frontkämpferbund, die bekannteste Wehrorganisation der KPD, wurde in der DDR als mutige Schutzorganisation der Arbeiterklasse dargestellt. Sein Symbol, die erhobene Faust, blieb auch nach 1945 ein wichtiges Erkennungszeichen der kommunistischen Bewegung.
Darüber hinaus verwies die SED auf die Erfahrungen des antifaschistischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Viele Funktionäre der Partei hatten ihre politische Biografie mit der Erinnerung an Verfolgung, Illegalität oder Exil verbunden. Daraus leitete die Parteiführung die Lehre ab, dass die Arbeiterbewegung niemals wieder wehrlos sein dürfe.
Die Kampfgruppen sollten deshalb nicht als gewöhnliche Miliz erscheinen. In der offiziellen Darstellung standen sie in einer historischen Linie mit den revolutionären Arbeitern von 1918, den Frontkämpfern der Weimarer Republik und den antifaschistischen Widerstandskämpfern. Die SED verlieh ihrer Organisation damit eine historische Tiefe, die weit über ihre tatsächliche Entstehung nach dem Volksaufstand von 1953 hinausging.
Die Kampfgruppen wurden in eine Tradition eingeordnet, die den Eindruck erwecken sollte, sie seien die natürliche Fortsetzung eines jahrzehntelangen Kampfes der Arbeiterbewegung. Die Realität ihrer Entstehung als Reaktion auf einen Arbeiteraufstand gegen die SED trat dabei in den Hintergrund.
Die Berufung auf historische Vorbilder verlieh den Kampfgruppen symbolische Bedeutung. Ihre eigentliche Wirkung entfalteten sie jedoch in der Gegenwart der DDR. Dort sollten sie sichtbar machen, dass die Arbeiterklasse den sozialistischen Staat nicht nur trug, sondern im Ernstfall auch verteidigen würde.
Die bewaffnete Arbeiterklasse als politischer Mythos
Offiziell sollten die Kampfgruppen volkseigene Betriebe und Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften schützen, wichtige Infrastruktur sichern und im Ernstfall die öffentliche Ordnung verteidigen. Ihre eigentliche Funktion lag jedoch tiefer. Sie sollten beweisen, dass die DDR tatsächlich ein Staat der Arbeiter sei und dass seine Bürger bereit wären, ihn aus eigener Überzeugung zu verteidigen.
Auf Paraden marschierte die bewaffnete Arbeiterklasse. In Zeitungen und Wochenschauen erschien sie als entschlossene Vorhut des Sozialismus. Der Arbeiter mit Uniform und Gewehr wurde zu einer politischen Leitfigur.
Es handelte Sich um eine große Organisation. Ende der 1960er Jahre verfügten die Kampfgruppen über rund 181.500 aktive Angehörige.[3] Anfang der 1980er Jahre lag ihre Stärke bei über 200.000 Mitgliedern.[4] Im Verlauf ihrer Geschichte gehörten mehrere Hunderttausend DDR-Bürger den Kampfgruppen an.[5]
Auffällig ist dabei ein oft übersehener Aspekt: Trotz aller Gleichberechtigungsrhetorik der DDR waren die Kampfgruppen nahezu ausschließlich männlich geprägt. Der Mythos der bewaffneten Arbeiterklasse war vor allem der Mythos des bewaffneten Arbeiters.
Zwischen Überzeugung und Anpassung
Die Mitgliedschaft war offiziell freiwillig. In der Praxis bewegte sie sich jedoch häufig in jener Grauzone, die viele DDR-Organisationen kennzeichnete. Wer studieren wollte, beruflich aufsteigen wollte oder als politisch zuverlässig gelten wollte, konnte von einer Mitgliedschaft profitieren. Manche traten aus Überzeugung ein. Andere aus Anpassung. Wieder andere wollten sich Schwierigkeiten ersparen. Die meisten Angehörigen waren weder fanatische Sozialisten noch überzeugte Regimegegner. Sie arrangierten sich mit den Verhältnissen.
Nach acht Stunden an der Drehbank, in der Werkhalle oder im Büro begann oft die zweite Schicht. Dann wurde die Uniform angezogen, der Stahlhelm aufgesetzt und der Weg zum Ausbildungsabend angetreten. Für die Parteiführung waren diese Männer Kämpfer der Arbeiterklasse. Für viele von ihnen bildete es eine weitere Verpflichtung nach Feierabend.
Gerade hier zeigte sich die Kluft zwischen Mythos und Wirklichkeit. Die Propaganda sprach von einer bewaffneten Vorhut. Die Realität bestand häufig aus ganz normalen Bürgern, die sich mit dem System arrangiert hatten oder es wollten.
1961: Die Mauer als Bühne
Beim Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 kamen auch Einheiten der Kampfgruppen zum Einsatz. Schätzungsweise 5.000 bis 8.000 Angehörige unterstützten die Abriegelung der Sektorengrenze, sicherten Baustellen und kontrollierten Zugänge.[6]
Für die SED bot sich damit eine ideale Gelegenheit zur Inszenierung. Die offizielle Darstellung lautete: Arbeiter würden ihre sozialistischen Errungenschaften gegen äußere Feinde verteidigen. Doch diese Erzählung blendete eine entscheidende Tatsache aus. Die Mauer richtete sich vor allem gegen die eigene Bevölkerung. Sie sollte verhindern, dass Menschen das Land verließen. Wie viele politische Mythen lebte auch dieser von einer Umdeutung der Wirklichkeit. Aus einer Maßnahme zur Abschottung wurde in der offiziellen Propaganda ein Akt proletarischer Selbstverteidigung.
Klassenkampf nach Feierabend
In den folgenden Jahrzehnten wurden die Kampfgruppen weiter ausgebaut. Schießausbildung, Geländedienst und ABC-Schutz gehörten ebenso dazu wie regelmäßige Übungen und Manöver. Der Alltag der Kampfgruppen spielte sich meist weit entfernt von den großen Paraden ab.
Nach Schichtende trafen sich die Angehörigen in Unterrichtsräumen oder Betriebskantinen. Waffen wurden zerlegt und gereinigt, Kartenkunde geübt und Verhaltensweisen im ABC-Schutz vermittelt. Häufig schlossen sich politische Schulungen an. Dort ging es um die internationale Lage, die Bedrohung durch den Imperialismus und die historische Mission der Arbeiterklasse.
An einigen Wochenenden fanden größere Übungen statt. Mit Lastwagen ging es auf Übungsplätze außerhalb der Betriebe. Schießen, Tarnung, Geländemärsche und Objektschutz standen auf dem Programm. Ausgerüstet waren die Kampfgruppen mit Uniformen, Stahlhelmen, Gasmasken und Handfeuerwaffen. In größeren Einheiten standen sogar Maschinengewehre und leichte Panzerabwehrwaffen zur Verfügung.
Ehemalige Angehörige beschrieben diese Zeit später oft als eine Mischung aus militärischer Ausbildung, Betriebsgemeinschaft und Pflichtveranstaltung. Die großen Paraden zeigten nur die sichtbare Seite der Organisation. Wichtiger war der Alltag in den Betrieben, wo die Vorstellung von der bewaffneten Arbeiterklasse immer wieder vermittelt und eingeübt wurde.
Ein persönlicher Blick
Wie unterschiedlich Anspruch und Wirklichkeit der Kampfgruppen auseinanderfallen konnten, zeigt auch eine Erinnerung aus meiner Familie. Mein Vater gehörte über Jahre einer Kampfgruppen-Einheit an und nahm die regelmäßigen an Übungen sehr ernst. Nach seinen Erzählungen verfehlte er bei den Schießübungen das Ziel häufiger, als es der militärischen Leitung lieb gewesen sein dürfte. Obwohl er davon befreit wurde, blieb sein Engagement nicht unbelohnt. Am Ende erhielt auch er einen Orden für besondere Kampferfolge. Nicht wegen besonderer Leistungen an der Waffe, sondern weil er die Wandzeitung der Einheit gestaltete. Dort wurden politische Losungen verbreitet und verdiente Angehörige gewürdigt.
Diese Episode mag auf den ersten Blick nebensächlich erscheinen, sagt aber viel über den Charakter der Kampfgruppen aus. Sie waren nicht nur eine militärische Organisation, sondern auch eine soziale und politische Gemeinschaft innerhalb der Betriebe. Es fand sich für nahezu jeden Angehörigen eine Aufgabe, die seinen Beitrag zum Kollektiv sichtbar machte.
Gerade darin zeigt sich eine weitere Facette des Mythos der bewaffneten Arbeiterklasse. Die Kampfgruppen sollten Geschlossenheit und Einsatzbereitschaft demonstrieren. Tatsächlich bestanden sie aus sehr unterschiedlichen Menschen mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten. Die Organisation hielt sie zusammen, indem sie jedem Mitglied das Gefühl vermittelte, Teil einer größeren Aufgabe zu sein.
Der Mythos verliert seine Kraft
In den 1970er- und 1980er-Jahren begann die Bindekraft dieser Erzählung nachzulassen. Für viele jüngere DDR-Bürger hatten die großen Gründungsmythen des Staates ihre Überzeugungskraft verloren. Die Kampfgruppen erschienen oft weniger als Ausdruck eines historischen Auftrags denn als zusätzliche Belastung im Alltag. Nach außen blieb alles beim Alten. Es gab weiterhin Appelle, Auszeichnungen und Paraden. Doch hinter den Ritualen schwand der Glaube an ihre politische Bedeutung. Die Organisation bestand fort. Der Mythos begann zu erodieren.
1989: Die Stunde der Wahrheit
Im Herbst 1989 wurde dieser Mythos einer entscheidenden Bewährungsprobe unterzogen. Die Staatsführung mobilisierte die Kampfgruppen und versetzte sie in erhöhte Bereitschaft. Im Umfeld des 40. Jahrestages der DDR Anfang Oktober wurden rund 3.500 Kampfgruppenangehörige für Sicherungsaufgaben eingesetzt, weitere etwa 7.100 in Bereitschaft gehalten.[7]
Auf dem Papier verfügte die SED damit weiterhin über eine gewaltige Machtreserve. Doch Loyalität lässt sich nicht befehlen. Nach den Alarmierungen erklärten 188 Angehörige ihren Austritt aus den Kampfgruppen. Weitere 146 verweigerten ausdrücklich den vorgesehenen Einsatz.[8] Gemessen an rund 200.000 Angehörigen waren diese Zahlen gering. Dennoch alarmierten sie die Parteiführung, weil sie auf ein tieferliegendes Problem hinwiesen: Selbst innerhalb der Kampfgruppen schwand die Bereitschaft, den politischen Kurs der SED mitzutragen.
Vielerorts blieben die Kampfgruppen passiv. Ein flächendeckender Einsatz gegen Demonstrierende fand nicht statt. Gerade in diesem Augenblick zerbrach der Mythos. Die Waffen waren vorhanden, die Strukturen existierten, auch die Befehle wurden erteilt. Doch die behauptete Einheit von Partei, Staat und Arbeiterklasse erwies sich als weit weniger geschlossen, als die SED jahrzehntelang behauptet hatte.
Ein leises Ende
Im Dezember 1989 wurden die Kampfgruppen aufgelöst. Es gab keine große Abschiedszeremonie, keine letzte Parade und keinen heroischen Schlussakt. Eine Organisation, die jahrzehntelang als Ausdruck der Macht der Arbeiterklasse präsentiert worden war, verschwand nahezu geräuschlos. Wenig später verschwand auch der Staat, dessen Mythos sie verkörpert hatte.
Mit der Auflösung der Kampfgruppen im Dezember 1989 verschwand die Organisation. Der Mythos, den sie verkörpern sollten, verschwand jedoch nicht vollständig. Wie viele politische Mythen überlebte auch dieser das Ende des Systems, das ihn hervorgebracht hatte.
Für ehemalige Angehörige sind die Kampfgruppen bis heute oft mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Viele erinnern sich weniger an politische Indoktrination oder militärische Übungen als an Kameradschaft, Betriebsgemeinschaft und gemeinsame Erlebnisse. In manchen Erinnerungsberichten erscheinen die Kampfgruppen daher als vergleichsweise harmlose Freizeit- oder Traditionsgemeinschaft. Der politische Zweck der Organisation tritt dabei häufig in den Hintergrund.
Auch in Teilen der ostdeutschen Erinnerungskultur lebt ein abgeschwächtes Bild fort. Dort werden die Kampfgruppen gelegentlich als Ausdruck von Ordnung, Disziplin oder gesellschaftlichem Zusammenhalt dargestellt. Die Tatsache, dass sie Teil des Machtapparates einer Diktatur waren und im Ernstfall gegen die eigene Bevölkerung hätten eingesetzt werden sollen, wird dabei nicht selten relativiert oder ausgeblendet.
Gleichzeitig hat sich nach 1990 ein Gegenmythos entwickelt. In ihm erscheinen die Kampfgruppen ausschließlich als Werkzeug staatlicher Unterdrückung. Auch dieses Bild greift zu kurz. Die Wirklichkeit war widersprüchlicher. Die Organisation war zweifellos Bestandteil des Herrschaftssystems der SED. Zugleich bestanden ihre „Kämpfer“ überwiegend aus gewöhnlichen Arbeitern, Angestellten und Bauern, die aus sehr unterschiedlichen Motiven beitraten, aus Überzeugung, Anpassung, Karriereerwägungen oder schlichtem Pflichtgefühl.
Gerade diese Ambivalenz erklärt, warum die Kampfgruppen bis heute Gegenstand von Diskussionen sind. Sie stehen beispielhaft für die Frage, wie die DDR erinnert werden soll: als Diktatur, als Lebenswelt ihrer Bürger oder als Mischung aus beidem. Der eigentliche Mythos der bewaffneten Arbeiterklasse hat die historische Realität zwar nicht überlebt. Doch die Auseinandersetzung über seine Bedeutung dauert bis heute an.
Bilanz
Die Kampfgruppen waren real. Ihre Angehörigen trugen Uniformen, erhielten militärische Ausbildung und verfügten über Waffen. Der Mythos bestand nicht in ihrer Existenz, sondern in der Bedeutung, die ihnen zugeschrieben wurde. Sie sollten beweisen, dass Partei, Staat und Arbeiterklasse eine politische Einheit bildeten. Mit zeitweise über 200.000 Angehörigen gehörten sie zu den größten paramilitärischen Organisationen Europas.
Doch politische Mythen leben nicht von Uniformen, Gewehren oder beeindruckenden Mitgliederzahlen. Sie leben vom Glauben der Menschen. Die Kampfgruppen sollten den Beweis liefern, dass die Arbeiter ihren Staat verteidigen würden. Als dieser Beweis 1989 erbracht werden sollte, blieb er aus. Die Gewehre waren da. Die Uniformen auch, nur mit Klassenkampf war Feierabend.
Literatur
Engelmann, Roger: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse. Bundeszentrale für politische Bildung.
Gieseke, Jens: Die Stasi 1945–1990. München 2011.
Hertle, Hans-Hermann: Die Berliner Mauer. Monument des Kalten Krieges. Berlin 2011.
Kowalczuk, Ilko-Sascha: Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR. München 2009.
Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): FDGB-Lexikon. Kampfgruppen der Arbeiterklasse.
[1]Andreas Vennewald, Filmemacher und Autor
[2]Roger Engelmann: Die Kampfgruppen der Arbeiterklasse, Bundeszentrale für politische Bildung.
[3] Ebd.
[4]Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.): FDGB-Lexikon, Stichwort „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“.
[5] Ebd.
[6]Hans-Hermann Hertle: Die Berliner Mauer. Monument des Kalten Krieges. Berlin 2011.
[7]BStU, Lageberichte der Hauptabteilung XX zum 40. Jahrestag der DDR.
[8] Ebd.