Gedenktafel für Rudolf Bahro

Am Montag, den 26. Oktober 2026 um 15:30 Uhr wurde an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Streustraße 53, Berlin-Weißensee eine Gedenktafel für den Philosophen und Dissidenten Rudolf Bahro (geboren am 18.11.1935 in Bad Flinsberg, verstorben am 05.12.1997 in Berlin) enthüllt .  

Grußworte sprachen:
Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur
Simone Ertel, Leitung Kommunikation der GASAG AG
Die Laudatio hielt: 
Dr. Guntolf Herzberg, Philosoph

Das Buch „Die Alternative“ war ein Mutmacher und Indikator für Widerspruch selbst aus den Reihen der Genossen während der SED-Diktatur. Es gab Lesekreise dazu wie bei uns in Jena. Der Verfasser der DDR-kritischen „Alternative“ wurde am Ort der Gedenktafel am 23. August 1977 hier verhaftet, 1978 zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt und verließ nach seiner Amnestie 1979 die DDR. Kopien des Manuskripts verteilte er an Vertraute, ein Teil davon wurde von der Stasi radioaktiv „markiert“. Seine ehemalige Frau hatte die Geheimpolizei informiert. G.H.